„Können Hummeln pupsen?“ Die Klasse 1a Lichteneicheschule weiß Bescheid

Wie duftet frischer Honig in der Wabe?Miteinander und voneinander lernen macht keine Unterschiede zwischen Erstklässlern und Erwachsenen, wenn es um die Bienen geht. Ihr geflügeltes Reich ist unendlich vielfältig und spannend, zum großen Teil noch nicht erforscht oder aber unerklärbar, und jede noch so vermeintlich simple Frage führt uns tiefer und tiefer in ein Meer von Antwortmöglichkeiten und entlässt uns aufs treibsandgleiche Festland, wo wir staunend, ehrfurchtsvoll und – ja, auch fröhlich! – auf wackligen Beinen Halt in Erklärungen suchen. Wer muss nicht lachen bei der Frage, ob Hummeln pupsen können, und nach einem Grinsen eher kleinlaut zugeben, da müsse man wohl raten.

Ohne Bienen keine Beeren!

Die drei Bienenarten erklärtSo wie wir, als uns die pfiffigen Schüler der Klasse 1a von Monika Heller bei unserem Besuch am 07.07.2015 diese Frage stellte. Ich tippte auf „Ja“, da sie immerhin über Verdauungsorgane verfügen, die Hummeln, die zu den Bienen zählen. Doch dann wurden wir von den Erstklässlern der Lichteneiche-Schule Memmelsdorf aufgeklärt. Weil sie aufgrund eines Besuches im Erdbeerhof Schuster in Pödeldorf einen Wissensvorsprung hatten, sichtbar in den Klassenraum mitgebracht.

[Nachtrag 2018: Sie sondern im Darm das Enzym Katalase ab, so dass keine Gärung entsteht, sie somit auch nicht pupsen müssen. Das ist praktisch, denn im Winter können Bienen wegen der Kälte lange nicht aus dem Stock und sich entleeren.]

Was finden Bienen in der Blüte?An jedem Tisch vornedran hing ein A4-Handzettel mit Fotos der Erklärtafeln. Darauf unter anderem zu lesen, warum Hummeln eben nicht geruchlich auffallend sein können. Wir verraten es hier nicht, da müsst ihr schon selber einen Ausflug machen, vielleicht zum Heidelbeerpflücken, das geht dort nämlich auch! Dank der Bienen!

Vernetzt, verwoben, geteilt …

Schreiben neuer Wörter an die TafelNun gut, wir haben uns thematisch bewusst eingeschränkt und beschäftigen uns schwerpunktmäßig mit der Honigbiene. Doch dass es nicht dabei bleiben wird, ahnen wir schon lange. Zu sehr vernetzt und verwoben ist die Natur, als dass man lange die angrenzenden Felder ignorieren könnte – so, wie die Honigbiene das Erdbeerfeld ihren Verwandten, den Hummeln nicht gänzlich überlässt, obwohl der fellbesetzte Brummer zu den temperaturunempfindlicheren Frühaufstehern gehört, was der Erdbeere gefällt.

Bald künstliche Blumen? Hoffentlich nicht.Apropos Felder – was auf Feldern (nicht) mehr wächst, war zwar bei unserem heutigen Schulbienenbesuch kein allzu hervorgehobenes Thema, doch was die Bienen in den Blüten finden, was damit passiert, und was passiert, wenn sie nichts mehr finden, das schon.

Schreiben neuer Wörter an die TafelSo wurden wir alle miteinander nachdenklich, als wir nach unserer Frage, wer denn einen Imker oder eine Imkerin in der Familie oder im Umfeld kennen würde, nur eine einzige Hand sich heben sahen. 18 Schüler und 3 Erwachsene teilen sich sozusagen einen einzigen Opa, der das Handwerk der Bienenpflege noch ausübt. Und das in einer praktisch fast schon ländlichen Region in Bambergs Osten. Ob es dieser Moment der Erkenntnis war wissen wir zwar nicht genau, doch mit hoher Aufmerksamkeit und mit Feuereifer waren alle, wirklich ausnahmslos alle Schüler/innen in den zwei Schulstunden bei der Sache.

Ein außerplanmäßiger Unterricht

3960-Ausmalen 3957-Ausmalen Ausmalen und EntspannenUnd sie brachten bereits einiges an Kenntnissen mit. Wir staunten über die Kinder, die den Begriff „Beuten“ bereits kannten, uns erklären konnten, wo der Honig drin steckt und sofort wussten, wie viele Ecken eine Wabe hat. Fast schon war hier unsere kleine Ausmalunterbrechung, die zum Ziel hat, die Kinder nach viel Neuem und Aufregenden aus der Welt der Bienen etwas herunterzubringen, überflüssig. Weder waren sie aufgedreht noch ermattet, stattdessen stellten sie auch während des Ausmalens viele Fragen, die ihnen durch den Kopf gingen.

Wie schwer ist eine volle Bienenwabe?Wo steckt der Honig drin?Egal, ob wir etwas Beschreiben oder Schreiben ließen, etwas herzeigten und vorlasen, oder etwas riechen, fühlen und schmecken ließen – alles wurde wissbegierig angenommen und zurückgespiegelt. Die Finger waren beständig oben, gleichwohl wir natürlich auch problemlos die Zwischenrufe zuließen. Es war ja schließlich ein etwas „außerplanmäßiger“ Unterricht, eine Vertretungsstunde ohnehin.

Aus Büchern lernen und sich austauschen – Klassensätze machen’s möglich

3968-BuchvorstellungNun freuen wir uns auf den „Nachhaltigkeitsbesuch“, der uns wieder mit der 1a für ein paar Minuten zusammenbringen wird, wenn wir in zwei Wochen den Medienrucksack abholen kommen. Bis dahin dürfen die Kinder jeweils zwei Bücher mit nach Hause nehmen, von deren Titel wir Klassensätze durch Spenden erwerben konnten. Für das tolle „Taschenlampen“-Buch über Insekten, das den Kindern immer sehr gut gefällt, suchen wir übrigens noch Spendenpaten, um ebenfalls 22 weitere Exemplare einkaufen zu können. Gerne auch mit Stempeleindruck, von wem das Büchlein gekauft wurde. So können alle Kinder aus dem gleichen Buch lernen und sich darüber austauschen.

3964-Taschenlampenbuch-InsektenZum Schluss noch der Hinweis, dass die Bamberger Schulbiene, wie der Name bereits sagt, die Schulen in Bamberg aufsucht. Sofern es terminlich machbar ist, versuchen wir darüber hinaus, die direkt angrenzenden Städte und Gemeinden mit zu versorgen, doch wird dies weiterhin die Ausnahme bleiben. Wir sind kein Verein, lediglich zwei berufstätige Menschen, die ihre Freizeit und Urlaub einbringen, um Bienen und Menschen zumindest in ihrer nahen Heimat wieder zusammen zu bringen.

3962-Freude-am-ErgebnisWir tun unser Bestes, und nach dem Besuch der Klasse 1a in Memmelsdorf haben wir die Sicherheit, es war keine einzige Minute umsonst.

Vielen Dank, ihr tollen Kinder – es war superschön mit euch!

1c der Lichteneiche-Schule: 13 Fragen und 12 Antworten

Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cDie wichtigste Frage der Klasse 1c der Lichteneiche-Schule in Memmelsdorf, die wir am 08.07.15 zum Leihbücher-Einsammeln besuchten, nämlich die Frage 13 auf der nachfolgenden Fragesammelliste, beantworteten wir bereits gestern. Hier folgt nun der Rest unserer Antworten.

Eure Fragen und unsere Antworten zum Thema Bienen:

  1. 3910-Bienenfragen-Lichteneicheschule-1cWie finden die Bienen nach Hause?
  2. Warum haben Beuten unterschiedliche Farben?
  3. Warum hat die Pflanze Nektar und Pollen?
  4. Wieso heißt es Bienenstock?
  5. Wieso fliegt die Bienenkönigin (nicht)?
  6. Warum leben so viele Bienen?
  7. Seit wann / wieso gibt es Imker?
  8. Wie wichtig sind Imker?
  9. Bienenschwarm … was bedeutet das?
  10. Warum sterben Bienen, nachdem sie uns gestochen haben?
  11. Kann die Königin auch stechen?
  12. Warum heißt der Smoker Smoker?
  13. Was kann ich als Erstklässler für die Bienen tun? (siehe Blogbeitrag vom 08.07.15)

Falls Sie auch eine Antwort haben, dann bitte gerne ins Kommentarfeld.

1. Wie finden die Bienen nach Hause?

Blick vom Standort "Sternwarte" nach Nord-OstenSie orientieren sich am Stand der Sonne und an Landmarken, das sind zum Beispiel Häuser, Türme, einzelstehende Bäume, Heckenstreifen oder Wasserflächen. Sie können besonders gut Formen und Flächen sehen, also Quadrate, Rechtecke, Dreiecke oder Kreise. Sobald sie das erste Mal ausfliegen, prägen sie sich die Landschaftsform ein.

Außerdem riecht jeder Bienenstock ein bisschen anders. Wenn jedoch auf Feldern chemische Pflanzenschutzmittel versprüht werden, können die Bienen ihren Orientierungssinn verlieren, die feinen Duftstoffe nicht mehr riechen und finden dann auch nicht mehr zurück.

2. Warum haben Beuten unterschiedliche Farben?

Strahlender BienenstandortEine Holzbeute muss man nicht unbedingt streichen. Es sieht jedoch hübsch aus und schützt das Holz. Den Imkern macht es auch manchmal einfach Spaß, die Bienenwohnungen zu verschönern, weil sie ihre Bienen lieben. Unsere Bienenpatin Conny Kopp hat das beispielsweise gemacht, die tolle Bienenwohnung könnt ihr im Garten der Sternwarte bewundern.

3. Warum hat die Pflanze Nektar und Pollen?

Biene auf WildtulpePflanzen wollen sich genau so vermehren wie wir Menschen und Tiere. Viele Pflanzen tun dies durch ihre Früchte und Samen. Einige Pflanzen, vor allem Obst, Gemüse und Beeren, brauchen dabei die Bestäubung durch Pollen. Damit der Pollen von einer Blüte zur nächsten kommen kann, helfen Insekten, zum Beispiel Bienen.

Die Pflanzen locken die Bienen mit dem süßen Duft des Nektars an, der sich ganz unten im Blütenkelch befindet. Um zu ihm zu gelangen, kriechen die Bienen bis nach unten und streifen dabei mit ihrem Fellkleid an den Pollen. Der Pollen bleibt im Fellkleid der Biene hängen. Er wird von ihr im Pollenhöschen verstaut und zur nächsten Blüte weitergetragen. Dort wiederholt sich der Vorgang: der Nektar wird geschlürft und der mitgebrauchte Pollen bleibt an einer speziellen Fruchtnarbe hängen. So kann eine neue Frucht entstehen.

4. Wieso heißt es Bienenstock?

Zeidelwesen – Tafel im Zeidelmuseum FeuchtFrüher, als euere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern lebten (um 1800), hatten die Bienen ihre Wohnungen noch in Baumhöhlen. Das war schwierig für die Imker, denn sie mussten auf den Baum klettern, um Honig und Wachs zu holen.

Klotzbeute (Bienenstock)Bis sie auf die tolle Idee kamen, den Teil des Baumes mit der Höhle abzusägen. Diesen dicken Stock stellten sie sodann auf den Boden. Seither nennt man die Bienenwohnung samt Bienen einen Bienenstock. Ist er ohne Bienen, dann heißt die Wohnung „Beute“. Doch das muss man nicht allzu genau nehmen, man kann beide Begriffe verwenden.

5. Wieso fliegt die Bienenkönigin (nicht)?

885-Bienenkoenigin-mit-VolkDie Königin kann fliegen, doch tut sie das nur selten. Zum ersten Mal fliegt sie bei ihrem  Hochzeitsflug (auch Jungfernflug genannt), wo sie sich mit männlichen Bienen trifft, damit sie später Eier legen kann. Da sie damit jeden Tag 2000-mal beschäftigt ist, wird sie geputzt und gefüttert und bleibt im Stock daheim.

Wächst eine neue Königin nach, fliegt die alte Königin mit der Hälfte ihres Volkes aus dem  Nest davon. Hat das Volk eine neue Wohnung gefunden, dann fliegt die Königin wieder mit und fängt von vorne das Legen an. Solange, bis sie wieder ausschwärmen muss. Das kann ein paar Mal im Jahr passieren.

6. Warum leben so viele Bienen?

Wintertraube Ediths Volk Buger WiesenDie Honigbiene kann nur als Volk überleben. Wenn es ihnen zu kalt wird, also im Winter, kuscheln sie sich zu einer Traube zusammen. Diese muss eine bestimmte Größe haben, damit das Aufheizen funktioniert. Bei unserem Klima brauchen sie ungefähr 12.000 Bienen. Einige Bienen sterben ja auch, und es müssen bis zum Frühjahr, wenn die jungen Bienen endlich heranwachsen, genügend übrig bleiben. Im Sommer werden es bis zu 50.000 Bienen im Volk.

7. Seit wann / wieso gibt es Imker?

Vor dem Zeidel-Museum Feucht, Reinhold und IlonaZeidelwappen FeuchtImker ist ein sehr, sehr alter Beruf. Ganz toll erklärt bekommt ihr das im Zeidelmuseum in Feucht bei Nürnberg. Dort steht ihre Geschichte auf Tafeln geschrieben. Sagt euren Eltern oder Großeltern, sie sollen mit euch hingehen, es ist sehr spannend dort!

Bienen nehmen Honig aus Waben auf / Foto © Elke PuchtlerImker waren früher aus anderen Gründen als heute wichtig. Die Kirchen und Menschen brauchten Wachs für Kerzen, denn es gab keinen elektrischen Strom. Es gab auch keinen Zucker wie heute. Wollte man Süßes essen und Lebensmittel (zum Beispiel Marmelade) haltbar machen, gab es dafür nur wertvollen Honig. Ein Topf Honig war so teuer wie ein ganzes Rind. Imker war also ein sehr angesehener Beruf.

schwarze, kranke BieneHeute brauchen wir Imker, weil es den Bienen nicht gut geht. Bienen leiden an Krankheiten, finden zu wenig bienengeignete Nahrung und werden durch Chemikalien geschwächt. Der Imker pflegt die Bienen, hilft bei der Vermehrung der Völker, züchtet Bienen nach und forscht nach Möglichkeiten, wie Bienen gesund bleiben.

8. Wie wichtig sind Imker?

Blühende Obstplantagen bei PretzfeldImker beobachten die Zusammenhänge in der Natur sehr genau. Wie entwickelt sich das Klima, was blüht wann und wie geht es den Bienen? Daher können Imker die Menschen aufklären und ihnen zum Beispiel sagen: „Hier blüht zu wenig, und ihr dürft keine Chemikalien verwenden, die den Bienen und anderen Insekten schaden!“

Varroamilbe in der AusstellungImker helfen den Bienen dabei, Viren und ganz besonders schlimme Parasiten loszuwerden. Einer davon ist die Varroa-Milbe. Sie war ursprünglich in Asien zuhause. Unsere Bienen kennen die Milbe noch nicht lange. Sie konnten sich noch nicht an sie gewöhnen. Unsere Honigbiene hat noch keine geeigneten Möglichkeiten entwickelt, die Milbe von alleine loszuwerden. Ohne Imker, der sie behandelt, müssen die meisten Bienen zu früh sterben.

Hagebutten überfrorenDoch gibt es zu wenig Honigbienen, dann haben wir nicht mehr genug Obst, Gemüse oder Beerenfrüchte. Fehlen die Beeren, hungern Vögel und Kleintiere. Auch wird die Qualität der Früchte schlechter. Sie bleiben klein und mickrig und können nicht mehr verkauft werden. Dann müssen die Obst- und Gemüsebauern ihren Hof aufgeben. Aber dann verödet die Landschaft, weil die Obstbäume nicht mehr gepflegt werden.

frisch gefüllte HoniggläserJa, und der Honig fehlt natürlich auch. Schon jetzt gibt es in einem Supermarkt kaum reginalen Honig zu kaufen. Von 10 Gläsern Honig sind nur 2 aus Deutschland. Das Einkaufen von Honig aus anderen Ländern kostet jedoch mehr Energie. Ob das okay ist? Für uns fühlt sich das irgendwie nicht richtig an.

9. Bienenschwarm … was bedeutet das?

Bienenschwarm im WeißdornWächst eine neue Königin nach, fliegt die alte Königin mit der Hälfte ihres Volkes aus dem Nest davon. Sie hängen sich alle aneinander in der Nähe der alten Wohnung an einem Ast auf. Das sieht dann aus wie eine große Traube. Einige Bienen fliegen als Kundschafterinnen aus und suchen eine neue Wohnung. Haben sie eine schöne trockene Höhle gefunden, dann fliegen alle miteinander dorthin. Das kann einen bis mehrere Tage dauern, solange hängen sie herum. Es ist nicht gefährlich, sich in der Nähe eines Schwarmes aufzuhalten. Die Bienen sind sehr friedlich in dieser Zeit. Es ist sogar sehr spannend, einen Schwarm zu beobachten. Freut euch, wenn ihr einen seht!

Maskottchen SaBiene verfolgt interessiert das Geschehen rund um den BienenschwarmWenn es Mai ist, freuen sich auch die Imker darüber. Ihr könnt ihnen Bescheid sagen, vielleicht möchten sie den Schwarm holen. Dann haben sie ein neues Volk. Manchmal aber ist der Schwarm zu klein, vor allem, wenn es schon später im Jahr ist. Dann lassen sie ihn, wo er ist. Denn das Volk wird vermutlich nicht groß genug, um den kommenden Winter zu überstehen. Manche Bienen betteln sich dann in ein größeres Volk ein.

10. Warum sterben Bienen, nachdem sie gestochen haben?

Menschen gibt es noch nicht so lange wie Tiere. Als sich Bienen nur gegen Tiere verteidigung mussten, konnten sie einfach weiterleben. Aber dummerweise ist die Haut der Menschen viel dicker als die von den meisten Tieren. Weil der Bienenstachel einen kleinen Widerhaken hat, bleibt er In der Menschenhaut hängen. Dabei wird leider der Unterteil des Bienenkörpers mit heraus gerissen. Wenn es euch also weh tut, dann denkt einfach daran: die Biene muss viel mehr leiden als ihr! Schade, dass sie das nicht vorher weiß!

11. Kann die Königin stechen?

Ja, die Königin kann stechen. Doch das tut sie nur, wenn sie sich gegen eine andere Königin wehrt. Denn es kann nur eine Königin im Volk geben. Eine Drohne, also die männliche Biene, hat hingegen keinen Stachel.

12. Warum heißt der Smoker Smoker?

Kinder mit SmokerEin Smoker ist ein Gerät, aus dem Rauch gepustet wird. Auf Englisch heißt Rauch „Smoke“. Den Smoker benutzt der Imker, um in Ruhe am Stock arbeiten zu können. Außerdem hilft der Rauch, dass keine Bienen eingequetscht werden, wenn ein Stockwerk aufgesetzt wird.

Die Bienen meinen nämlich bei Rauch, dass der Wald brennt und sie bald ein neues Zuhause suchen müssen. Daher eilen sie in die Wabengassen ins Innere der Beute und saugen vorsichtshalber ihren Honigvorrat aus den Waben. 460-Bienen-reparieren-HonigwabeSie denken: „Wenn wir hier weg müssen, brauchen wir dringend Reiseproviant und Nahrung, um gleich wieder Babybienen (Maden) füttern zu können.“

Während sie sich also ihren Honigmagen vollschlagen, sind sie beschäftigt und laufen oder fliegen nicht viel umher.

13. Was kann ich als Erstklässler für die Bienen tun?

Siehe Blogbeitrag vom 08.07.2015.

Das also waren die Fragen der Klasse 1c. Die Fragen der 1b bekommen wir in zwei Wochen gestellt. Doch wir wissen heute schon, dass die Schüler jeweils ihr erstes Lernplakat zusammengestellt haben – seid gespannt!

„Was kann ich als Erstklässler für die Bienen tun?“ Die 1c der Lichteneiche-Schule will’s wissen!

3899-Malerei-im-Schulhaus-LichteneicheschuleNachhaltigkeit … ein arg strapaziertes Wort, doch unser erklärtes Ziel. Daher versuchen wir, beim Abholen des beim letzten Schulbienen-Besuch entliehenen Medienrucksacks immer ein paar Minuten Zeit zu haben, um die zwischenzeitlich aufgetauchten Fragen der Kinder zu beantworten.

3900-Lauschen-und-Fragen-Lichteneicheschule-1cUnd wir stellten sehr erfreut fest: Nachhaltigkeit ist auch in der Lichteneiche-Schule Memmelsdorf gelebte Wirklichkeit! Die Klassen 1b und 1c, die wir vor drei Wochen besuchten, nutzen ihre Chance auf einen „Wissens-Nachschlag“ und bereiteten sich auf unseren zweiten Besuch am 07.07.2015  gründlich vor.

Zu diesem Zweck schrieben die Erstklässler ihre Fragen auf, die sie liebevoll mit Bienenzeichnungen gestalteten. Dagmar Fehringer, die Klassenleiterin der 1c, notierte die 10 wichtigsten Fragen an die Tafel. (Zur Fragestunde der 1b kommen wir in zwei Wochen).Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1c

3906-Bienenfragen-Lichteneicheschule-1cAls wir in die Klasse kamen, schossen sogleich die Arme in die Höhe. Wir versuchten, in der Kürze der vereinbarten 10 Minuten möglichst auf alles einzugehen. Welche Fragen das waren und damit wir auch den Rest noch beantworten, der mangels Zeit nicht zum Zuge kam, schreiben wir diesen Blogbeitrag. Außerdem schenkten wir im Gegenzug zu den wieder eingesammelten Leihbüchern allen das kleine Büchlein „Bienen eine Wunderwelt“, das weitere Fragen beantworten wird.

Eure Fragen und unsere Antworten zum Thema Bienen:

  1. Wie finden die Bienen nach Hause?
  2. Warum haben Beuten unterschiedliche Farben?
  3. Warum hat die Pflanze Nektar und Pollen?
  4. Wieso heißt es Bienenstock?
  5. Wieso fliegt die Bienenkönigin (nicht)?
  6. Warum leben so viele Bienen?
  7. Seit wann / wieso gibt es Imker?
  8. Wie wichtig sind Imker?
  9. Bienenschwarm … was bedeutet das?
  10. Warum sterben Bienen, nachdem sie uns gestochen haben?
  11. Kann die Königin auch stechen?
  12. Warum heißt der Smoker Smoker?
  13. Was kann ich als Erstklässler/in für die Bienen tun?

Die wichtigste Frage ist die Nummer 13. Sie erfreut unser Herz, denn sie wurde NICHT von der Lehrerin gestellt, sondern kam wohl tatsächlich von den Kindern selbst. Daher wollen wir diese Frage heute als erste beantworten. Morgen folgt der Rest. Ach ja, für weitere Antworten nutzen sie gerne das Kommentarfeld!Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cFrage 13. Was kann ich als Erstklässler/in für die Bienen tun?

1. Blumen pflanzen

Welche Blumen mögen Bienen?Im Garten oder auf dem Balkon etwas pflanzen oder säen, was Bienen gerne besuchen, zum Beispiel Krokusse, Sonnenblumen, Kräuterpflanzen (Basilikum, Thymian, Lavendel, Rosmarin …). Habt ihr mehr Platz, dann bittet darum, dass Himbeeren, Erdbeeren oder gar ein Kirschbaum gepflanzt wird. Die zwei wichtigsten Pflanzen sind Krokus und Salweide, weil sie allererste Nahrungsquellen nach dem Winter sind. Frischer Pollen, hmmm, lecker!!!

In unserer Schulbienen-Bibliothek findet ihr übrigens ein Buch mit vielen Pflanzen, die Bienen lieben: „Bienenweide“ von Günter Pritsch (Kosmos-Verlag). Wir bringen es das nächste Mal zur Schule mit. Und vielleicht wünscht ihr es euch zum Geburtstag oder zu Weihnachten? Wetten, eure Eltern lesen selbst darin?

P. S. an die Erwachsenen: Wir würden uns sehr über Spenden freuen, damit wir davon einen Klassensatz mit 22 Titeln kaufen und verleihen können. Kostenpunkt: € 503,80.

2. Ein Wildbienen-Hotel basteln

In einem Wildbienen-Hotel leben zwar keine Honigbienen, doch andere Insekten brauchen wir auch auf der Welt. Allerdings muss man schon wissen, wie sie richtig gebaut werden. Der Naturschutzbund Deutschland e.V. (NABU) hat Tipps für wirksame Bienen-Hotels zusammengestellt. Und hier nennt der ehemalige Gymnasiallehrer Werner David Bezugsadressen, falls eure Eltern nicht selber basteln, sondern sich lieber eines kaufen wollen.

3. Erwachsene anstecken

3903-Reinhold-gibt-Antworten-Lichteneicheschule-1cSagt den Erwachsenen, dass Bienen sehr wichtig für Mensch und Tier sind. Redet mit ihnen darüber, so, wie wir es mit euch tun. Fragt ihnen „ein Loch in den Bauch“. Bittet sie darum, mit euch in ein Imkereimuseum zu gehen, zum Beispiel in das Zeidelmuseum Feucht bei Nürnberg.

Wenn sie merken, dass euch die Bienen total wichtig sind und ihr viele Fragen habt, dann werden sie sich selbst informieren, um euch bessere Antworten geben zu können. Vielleicht schafft ihr es dadurch, dass eure Eltern, Verwandten und Freunde das Thema so spannend finden, dass sie ebenfalls etwas tun wollen. Wie große Leute helfen können, dazu haben wir im Internet eine Liste zusammengestellt. Sie steht unter „Wie helfen?“

Übrigens: Auch wir lernen von eueren Fragen, vielen Dank dafür! So wächst unser Wissen und Verständnis und wir können immer besser antworten und helfen.

4. Euer Recht auf Fragen und Antworten gilt auch gegenüber Politiker/innen

110-WeidenpflanzaktionSchreibt an die Politiker/innen und bittet sie, etwas zu machen gegen die blumenlosen Landschaften und Grasflächen in den Parkanlagen und an Spielplätzen. Wir haben das auch getan, und das Gartenamt Bamberg hat daraufhin zum Beispiel Salweiden gepflanzt.

Bittet sie außerdem, etwas zu tun gegen den Einsatz von Pflanzenschutzmittel, die den Bienen schaden. Fragt nach, was genau zum Beispiel euer Bürgermeister oder eure Bürgermeisterin tut, um Bienen und Insekten zu erhalten.

Fröhlicher Spatenstich zur Bienen-InfoWabeGeht zur Bürgersprechstunde (auch ihr Kinder seid Bürger!) oder bittet um einen Sprechtermin und fragt eure Politiker/in direkt, was sie tut gegen das Bienensterben. In Bamberg zum Beispiel haben sie uns ein Gelände zur Verfügung gestellt, um für euch ein Klassenzimmer im Grünen zu errichten. Doch nur, weil wir gefragt haben. So etwas könnt ihr auch!

Tipp: Macht ein Foto von eurem Besuch. Nehmt jemanden mit, der die Antworten für euch aufschreibt. Bald könnt ihr ja selbst toll schreiben. Macht eine Kopie davon und schickt das alles an die Zeitung (oder auch an uns). So werden viele wichtige Leute aufmerksam auf das Thema. So machen wir das ebenfalls, das funktioniert prima. Alle Zeitungsartikel haben wir übrigens in unserem Pressespiegel gesammelt.

6. Obst, Gemüse, Beeren und Honig aus der Region kaufen (lassen) und essen

Bittet eure Eltern darum, regionales Obst und Gemüse zu kaufen, und natürlich Honig, wenn ihr das alles mögt. Ihr unterstützt mit eurem eigenen Essverhalten die Hersteller und Händler. Wenn ihr zum Beispiel um Erdbeeren und Honig aus der Nachbarschaft bittet, dann tut ihr etwas für eure nächste Umgebung. Die Menschen, die diese Sachen verkaufen, werden dann noch besser auf Bienen achten, damit sie genug für euch ernten und an eure Eltern verkaufen können.

Logo Genussla (Regionalsiegel Bamberg)Wo es regionale Lebensmittel in Bamberg gibt, erfahrt ihr hier. Tipp: auf vielen Produkten findet ihr ein Siegel. Das ist ein Zeichen, das bedeutet: „Ich bin ein Produkt aus der Region“.

7. Spaß haben am Thema Bienen

3904-Bienenfragen-und-Antworten-Lichteneicheschule-1cHabt einfach viel Spaß mit dem tollen Thema Bienen und informiert euch weiter. Vielleicht lernt ihr außerdem einen Imker oder eine Imkerin in eurer Nähe kennen? Sie sollen euch zeigen, was sie wissen.

Manchmal kann es sein, dass ihr verschiedene Antworten bekommt. Das ist nicht schlimm. Macht euch eure eigenen Gedanken und fragt immer weiter! Lernen macht Spaß, weil die Welt sehr spannend ist und man gar nicht genug darüber erfahren kann!

8. Zur Bienen-InfoWabe kommen

Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cFragt eure Lehrerin oder euren Lehrer, ob ihr zur Bienen-InfoWabe gehen dürft. Wir haben dort für jede Klassenstufe und jede Schulart und (fast) für jedes Fach interessanten Unterrichtsstoff rund um Bienen und ihren Lebensraum, zu Honig und zur Imkerei. Auch, wenn ihr zehnmal hintereinander zu uns kommt: Es gibt immer etwas Neues zu hören, zu sehen, zu schmecken, zu riechen, zu rätseln, zu malen und zu staunen – versprochen!

Zeichnung Bienen-InfoWabeAußerdem bieten wir Veranstaltung an, die ihr auf unserer Internetseite „Aktivitäten und Termine“ erfahren könnt.

Dann dauert es sicher nicht mehr lange und ihr könnt ein eigenes Bienenvolk halten. Mit der Hilfe von Erwachsenen könnt ihr in vier bis fünf Jahren loslegen, also wenn ihr ungefähr 10 Jahre alt seid.

Reinhold Burger und Ilona Munique, Initiatoren der Bienen-InfoWabe, SpatenstichWir würden uns riesig darüber freuen und glücklich sein! Danke jetzt schon für euer großes Interesse, die vielen tollen Fragen und die wunderbaren Zeichnungen. Wir heben ALLE für IMMER auf!

Eure Bamberger Schulbiene und Euer Schulimker Reinhold

Aktualisiert am 19.09.2025.

P. S.: Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflösung möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Malerischer Schulbienen-Besuch in Lichteneiche 1b

3486-Herzlich-Willkommen-TafelDer nette Willkommensgruß von Klassenleiterin Dagmar Fehringer konnte sogleich auch für die nächste Doppelstunde angeschrieben bleiben. Denn im Anschluss an die Klasse 1c der Memmelsdorfer Grundschule in Lichteneiche am 16.06.2015 besuchten wir nun die Klasse 1b von Jutta Wittko.

In unserem vorherigen Bericht beschrieben wir bereits, wie unser Schulbienen-Unterricht in einer ersten Klasse vor sich geht. Daher möchten wir heute einen Aspekt herausgreifen, der didaktisch sicherlich diskussionswürdig ist: das Malen.

Freies Zeichnen ist natürlich das Non-Plus-Ultra, da wird uns sicherlich unsere Bienenpatin Conny Kopp zustimmen, die mit ihrem Malort Bamberg das Konzept der „freien Spur“ eingeführt hat. Allerdings ist es in der Kürze der Unterrichtszeit nicht möglich, ausreichend Zeit für ein Malspiel zu reservieren. Doch die Blätter, die wir zum Ausmalen mitbringen, dienen einem anderen Zweck, sie sind eher meditativ als kreativ gedacht. DACHTEN wir uns.

Schüler beim MalenSchüler beim MalenDenn das kreative Potential beim Hantieren mit Farbstiften stört sich nicht an vorgefertigten Formen, wie wir bei den Erstklässlerinnen von Jutta Wittko erfahren durften. Wir legen diese Ausmalminuten etwa zur Hälfte des Unterrichts ein, spätestens aber dann, wenn wir merken, dass die Kinder „wepsig“ werden, was in Anbetracht des spannenden, aktivierenden und begeisternden Stoffes kein Wunder wäre. Das mandala-artige Ausmalen wirkt beruhigend und lässt uns alle wieder etwas herunterkommen.

3339-Medienrucksack-Buecher-fuer-Klasse1Ebenso beendet das Vorlesen den „Ausnahmezustand“ eines Schulbienen-Unterrichts und ist Teil eines überlegten, in einem Spiralcurriculum begründeten Spannungsbogens. Den mitgebrachten Medienrucksack teilen sich nun die beiden Klassen. Da wir von zwei Buchtiteln jeweils einen Klassensatz erworben haben, kann jede der Erstklässler/innen eine Woche lang ein Buch behalten. Gerne würden wir weitere Klassensätze erwerben und freuen uns über Spenden hierzu.

Die Lichteneicheschule werden wir bald wieder besuchen, um eine weitere erste Klasse zu unterrichten. Wir freuen uns schon wieder darauf! Doch erst einmal vielen Dank an die Schulgemeinschaft, die uns so nett aufgenommen hat zu einem sehr wichtigen Thema, den Bienen!

Bildergalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

„Das war sooooo schön!“ Schulbienen-Besuch in Lichteneiche 1c

Johannes über die Bamberger Schulbiene„Danke, Tante, dass du die Schulbiene bei mir in die Schule vorbeigeschickt hast. Das war sooooooo schön!“ O-Ton Johannes. Eingefädelt von Bienenpatin Sabine Saam, deren Neffe Johannes in die Lichteneiche-Grundschule in die 1. Klasse geht, erlebten wir am 16.06.2015 einen abwechslungsreichen Vormittag mit zwei ersten Klassen und lassen uns das Kompliment doch gerne gefallen.

3371-Lichteneiche-1c-Reinhold mit FotorähmchenIn der bewährten, jedoch nie ganz gleichen Abfolge von Singen, Zuhören, Fühlen, Malen, Fragen, Riechen, Schmecken und – wie in der 1c – eines Bärentanzes erfuhren die Kinder Wissenswertes zur Biene und ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrer hohen Bedeutung für Mensch und Tier, aber auch zu Trachtpflanzen.

Blumenausstellung der Lichteneicheschule BambergEiniges war ihnen beispielsweise durch die Sendung mit der Maus oder Peter Lustigs Löwenzahn bereits bekannt. Da können wir nur staunen, wie sachkundig hochkomplexte Themen einfach und richtig wiedergegeben wurden, ob es um die Bestimmung von Pollengefäßen an unseren mitgebrachten Blumen, die Aufzählung von Obst- und Gemüsesorten, die ohne Bestäubung durch die Bienen keine Früchte tragen würden, oder um Facettenaugen und den Vorgang des Honigschleuderns ging – irgend ein Kind benannte es doch immer. Kein Wunder, hatte die Lichteneicheschule doch schließlich mit vorherigem Unterrichtsinhalten den Grundstein dafür gelegt, wie wir im Foyer an der liebevollen Blumenausstellung sehen konnten.

3360-Lichteneiche-1c-BluetenstaubMehrmals musste ich mich vergewissern, dass wir hier Erstklässler vor uns haben. Wobei – spätestens bei der Geduldsprobe, wann wer ein Wabenrähmchen befühlen oder ein Fotorähmchen bestaunen durfte, war klar, dass es doch noch kleine Kinder sind. Im Kreis stehen und abwarten, das fällt allen in diesem Alter schwer, zumal die Raumsituation an Schulen selten optimal anzutreffen ist.

3362-Lichteneiche-1c-neue-WörterDoch an die Tafel die neu gehörten Worte zu schreiben, das ging ebenfalls schon sehr gut. Während Klassleiterin Dagmar Fehringer zwar bei der vorherigen Absprache ein wenig vorbaute, wir sollten keine zu hohen Erwartungen an die Kinder mitbringen, konnten wir im Vergleich mit anderen Erstklässlern durchaus bestätigen, dass sowohl ihre 1c als auch die 1b von Jutta Wittko keinesfalls im Rückstand wären. Wir sind uns sicher, die von uns zur Ausleihe ausgegeben Bücher aus dem Schulbienen-Medienrucksack zum großen Teil wohl von den Kindern selbst gelesen werden.

3387--Lichteneiche-1c-Entspanntes-MalenUnd auch, was das Zeichnen anbelangte, freuten wir uns an ihren kleinen Kunstwerken, die sie uns zum Teil sogar schenkten. Mir persönlich geht da immer das Herz auf, und wir heben alle Bilder fein säuberlich auf. Ja, sogar laminiert werden die goldigen Majas und Blümchen und Bienenstöckchen, und bald werden sie alle in der neuen Bienen-InfoWabe, die vor wenigen Tagen ihren Spatenstich erlebte, zu sehen sein!

1810-Lichteneicheschule-1cDa hatten sich die Kinder das Honigschlecken am Ende der Stunde mehr als verdient. Für uns ein Highlight war, dass ein Schüler sogar den selbstgemachten Honig seines Großvaters mitbrachte, den wir dann alle verkosten durften – vielen Dank an den Opa! Und – sehr, sehr lecker! Von uns die Note 1 dafür!

Überhaupt danken wir den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Lehrerinnen sehr herzlich für die schönen Stunden, die wir zusammen erleben durften, dafür, dass wir den Kindern die Bienen ans Herz legen durften und für die prima Organisation beim Klassenzimmerwechsel.

Sabine Saam mit SpatenLiebe Bienenpatin Sabine Saam, auch dir danken wir wieder einmal, sowohl für die Vermittlung als auch für die Übernahme der Unkosten des Schulbienen-Besuches und natürlich für den prompten Shuttledienst, der gleich noch die Familie in persona der Mama, Anneliese Saam aus Baunach, mit einbezogen hatte. Die schließlich nicht umsonst Bundesverdienstmedaillienträgerin und seit Donnerstag Ehrenringträgerin der Stadt Baunach ist, bei so viel Engagement! Ein super Team, wie schon so oft, und nur so schaffen wir als Privatinitiative diese vielen schönen und zukunftswichtigen Aktionen.

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Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Abschied von der Bienen-AG des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums

Imker Hartmann, Dr. Christa Horn, Reinhold Burger mit KHG-Bienen-AGEin Jahr lang begleiteten wir die Bienen-AG am Kaiser-Heinrich-Gymnasium. Nun hieß es vereinbarungsgemäß Abschied von den Pflegebienen und der Schulgemeinschaft zu nehmen. Doch nicht für immer. Denn mit StDin Dr. Christa Horn, die das Bienen-Ruder nun tapfer übernimmt, halten wir sicher weiterhin imkerkollegialen Kontakt und werden uns zum KHG-Sommerfest sehen lassen, wenn die Bienen-AG wieder IHREN kaiserlichen Honig verkaufen wird!

Dr. Christa Horn, neue Leiterin der Bienen-AG„Tapfer“ schreibe ich deshalb, da Christa erst in diesem Jahr ihre Ausbildung zur Jungimkerin begann, und zwar im Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. mit Lehrbienenstand in Burgebrach. Die Entscheidung für diesen von zwei Bamberger Vereinen lag nahe, da die Horns in Trabelsdorf wohnen und die Imkerkurse jeweils Sonntags stattfinden.

Grillprofi Jürgen Horn am KHG-Sommerfest 2014Zuhause will sie bald selbst Bienen halten, und mittlerweile hat sich auch ihr Gatte, der Jürgen, an diesen Gedanken gewöhnt. Ihr werdet den „kaiserlichen Grillmeister“ übrigens bald kennenlernen, und zwar anlässlich der Eröffnungsfeier der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015 im ERBA-Park.

Birgit Herrndobler am WachsschmelzerChrista hat sich bereits jetzt schon so einiges abgeschaut während unserer Pflege- und Unterrichtsstunden auf dem rückwärtigen Schulgelände an der Altenburger Straße. Wir sind sicher, sie ist eine würdige Nachfolgerin von Birgit Herrndobler, der Initiatorin der Bienen-AG und ehemalige KHG-Lehrkraft, die sich 2014 sehr darum bemühte, uns für die aus Elternzeitgründen absehbare Interimspflege zu gewinnen.

Zeit- und Tätigkeitserfassung Bienenpflege und Unterricht am KHG (Auszug)Beispiel Online-Bestandsbuch Bienenpflege (Auszug)Wir selbst hinterlassen wiederum zwei Bienenvölker, viele ausführliche Tagebucheintragungen über den Pflege- und Schulbienen-Unterricht (Links siehe unten), ein lückenlos geführtes Bestandsbuch (Auszug siehe Foto), eine online geführte Tätigkeits- und Zeiterfassung für den Überblick zur Ertragserfüllung sowie mindestens eine Handvoll begeisterter und angehender Jungimker, hervorzuheben sind David, Edna, Maximilian, Moritz, Leo und Tizian. Weiterhin euch viel Spaß mit euren Pfleglingen!

Die Zukunft der Bienen-AG in und für die Bienenstadt Bamberg

Rektor OStD Michael Strehler an der Bienenbeute

Schulleiter OStD Michael Strehler

Von Biologielehrerin Birgit Herrndobler bestens ausgestattet und eingeführt, von StDin Dr. Christa Horn unter künftiger Begleitung durch Imker Hartmann fortgeführt, von Schulleiter OStD Michael Strehler mehr als nur wohlwollend unterstützt, hin und wieder von Referendariats-Zaungästen interressiert beäugt und vor allem mit Hilfe der Schülerinnen und Schüler aus der Bienen-AG gepflegt werden es die Bienenvölker trotz des  suboptimalen, da verschatteten Standortes sicher gut haben.

OStR Dr. Christa Horn, David, Moritz, Reinhold

StDin Dr. Christa Horn, David, Moritz und Reinhold mit Drohnenrahmen

Und die Gärtner- und Bienenstadt Bamberg freut sich auf die dringend notwendigen Jungimker, die Garant sein werden für eine ausreichende Bestäubung unserer Kulturpflanzen, zum Wohle von Mensch und Tier.

Schüler am Marktstand der Bienen-AG mit winkender Bamberger Schubiene

Leo, Tizian, Ben, Schulbiene Ilona, Edna

Herzlichen Dank nun auch von mir, die ich leider, leider an diesem Übergabetag des 11.06. nicht anwesend sein konnte, für die lieben, sehr symbolträchtigen Abschiedsgaben und …

… alles, alles Gute euch allen am KHG! Wir hatten eine tolle, aufregende, (auch für uns) lehrreiche und intensive Zeit miteinander! Wir sehen uns wieder – versprochen!

Ilona Munique, die Bamberger Schulbiene mit Schulimker Reinhold Burger
von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Alle Haupteinträge über die Erlebnisse mit der Bienen-AG des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums auf unserem Weblog:

Blogeintrag auf den Webseiten des KHG zur Bienen-AG15.04.2014 – Bienenpflege am Kaiser-Heinrich-Gymnasium geht weiter

02.05.2014 – Frühjahrsarbeiten der Imkerei – nicht alles ist lustig

10.05.2014 – Bienen streicheln am KHG Bamberg

16.05.2014 – Wenn am KHG der Pausengong ertönt

24.05.2014 – KHG-Bienen (1): Gemeinsam den Blick schärfen

25.05.2014 – KHG-Bienen (2): Die Geburt eines neuen Volkes

29.07.2014 – KHG-Honig (1): Die Ernte des kaiserlichen Honigs

30.07.2014 – KHG-Honig (2): Verarbeiten mit Drehmoment

31.07.2014 – KHG-Honig (3): Goldrausch auf dem Sommerfest

11.01.2015 – Winterarbeiten bei des Kaisers Bienen

12.06.2015 – Abschied von der Bienen-AG des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (Artikel hier)

Sparkasse Bamberg unterstützt Bienen-InfoWabe

Matthias Polz und Bamberger Schulbiene bei SparkassenspendenübergabeErneut zeigt sich die Sparkasse als echte Bienenfreundin, indem sie die Bienen-InfoWabe mit 1000 Euro unterstützte. Am 10.06.2015 überreichte der Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation, Matthias Polz, symbolisch den Betrag in den Räumen am Schönleinsplatz – stilecht vor einem historischen Tresor in moderner Hightech-Umgebung.

Matthias Polz und Reinhold Burger betrachten Bauplan Bienen-InfoWabeDamit erhält unsere Bienen-InfoWabe wieder ein gutes Stück mehr an Stabilität, denn finanziert wird mit ihm Teil des Ringfundaments, wie wir Herrn Polz anhand des mitgebrachten Bauplans erläutern. Herzlichen Dank für diese schöne Spende!

Im anschließenden Gespräch erkannten wir in Matthias Polz den Feinschmecker, bevorzugt er doch Kastanienhonig auf dem Frühstückstisch – was beileibe nicht alle seine Famillienmitglieder teilen. Wir überreichten ihm eines unser letzten kleinen Probegläschen mit Bamberger Lagenhonig aus den Buger Wiesen, ebenfalls würzig, doch sicher nicht mit dem kastanientypischen bitteren Unterton.

Fundamentschnitt Bienen-InfoWabeWie immer beäugte die „Bamberger Schulbiene“ im Hintergrund das Geschehen, denn auch sie wird bald eine feste Heimat im Erba-Park erhalten. In Etappen nähern wir uns dem Zieleinlauf. So sehen wir am kommenden Sonntag unseren neuen Bienenfreund zum Richtfest als exklusiv geladenen Gast wieder, erneut zum Festakt und vielleicht bleibt er ja so lange bis zur Eröffnungsveranstaltung am Nachmittag des 20.09.2015. wenn die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Mit dabei sein wird übrigens unser „alter“ Bienenfreund, Konrad Gottschall. Dem bald in Rente gehenden Sparkassenleiter verdankten wir vor zwei Jahren ebenfalls die hilfreiche Unterstützung eben jener Bamberger Schulbiene, die sich nun auf ihr „Klassenzimmer im Grünen“ so sehr freut!

(Korr. 15.06.15)

Zu Bienen und Gärtnereien mit der Gangolfschule

Judith Endres bereitete die Schüler mit Medien auf den Bienenunterricht vorGangolf-Grundschulklasse 1b vor Gärnterei Neubauers TorInhaltlich bestens von Klassenleiterin Judith Endres vorbereitet ging es für die Klasse 1b der Gangolf-Grundschule am 15.05.2015 zu einer richtig abwechslungsreichen Exkursion in die Bamberger Gärtnerstadt, begleitet von Rektor Norbert Bocksch und der Bamberger Schulbiene. Einen ganzen Vormittag lang erfuhren die Kinder in „verträglichen“ Stufen von der Biene als wichtigen Obst- und Gemüse“lieferanten“ und wie Honig entsteht.

Unterrichtsmaterial CO2-schonend im Radanhänger angefahrenReinhold Burger hat mittlerweile alles In der Gärtnerei Neubauer in der Heiliggrabstraße für die 17 Erstklässler vorbereitet, so dass alle bequem sitzen können.

Schulkinder auf dem Weg zum Schulbienenunterricht in die GärtnerstadtInmitten von Gewächshäusern, Spargel- und Blumenfeldern starteten wir mit einer Abfragerunde. Was blieb hängen aus den zwei Lehrfilmen „Im Staat aus Wachs und Honig“ und „Willi will’s wissen: Wovon schwärmt der Bienenschwarm„, die die Klasse in einer früheren Unterrichtsstunde von Frau Endres zu sehen bekam?

Schulbienen-Unterricht im Garten von Gärnterei NeubauerNatürlich war wie immer das Thema „gestochen werden“ akut, und die Frage wurde gestellt: „Warum können Wespen mehrmals stechen, die Biene hingegen nur einmal?“
Bienenstachel haben einen Widerhaken, der sich beim Stich in die dicke Menschenhaut leider nicht mehr herauslösen kann. Was zur nächsten interessanten Frage führte: „Warum können Menschen nicht stechen?“ Tja, sie können dafür ihre Krallen ausfahren, aber genau beantworten kann uns das nur die lange Kette der Evolution.

2558-Gangolfschulkinder-Schulbienenunterricht0515Nachdem die Kinder die Unterscheidung zwischen den drei Bienenarten „Arbeiterbiene, Drohne und Königin“ samt ihrer Lebensdauer zu benennen wussten, zeigte Reinhold an der Lernbienenbeute, wie das Volk haust. Die darin befindlichen Fotorähmchen bereiteten die Kinder psychisch auf das „große Krabbeln“ vor, so dass ein erster ungefährlicher Eindruck  entstehen konnte. Gesteigert wurde dieser nach einer Herumtob-Pause von unserem Bienenschaufenster.

Kind mit SmokerKind mit SmokerVorher jedoch musste unbedingt der Smoker getestet werden. Interessanterweise ist dieser (unangezündete Blasebalg) in allen Schulklassen die unangefochtene Nummer Eins des kindlichen Interesses.

Schulbienen-Unterricht im Garten von Gärnterei NeubauerWährend Reinhold eine mit echten Bienen besetzte Wabe holen ging – er musste dazu nur in die Nachbargärtnerei gegenüber gehen, wo Bienepatin Carmen Dechants Volk stand – erfuhren die Kinder anhand einer Tafel, wie leer die Teller wären, hätten wir nicht unsere Honigbienen. Die Mädchen und Jungen hatten die Aufgabe erhalten, sich beim Hereinkommen in die Gärtnerei zu merken, was die Familie Neubauer an Obst und Gemüse verkauft. Nun konnten sie aufzählen: Birnen, Äpfel, Radieschen, Salat … ja, der Gabentisch ist (noch) gedeckt, doch das ist und bleibt nicht selbstverständlich.

Schuljunge mit SaBiene, unserem PlüschmaskottchenDa ist ein Dankeslied an die Bienen doch einmal angebracht. Wir sangen zusammen das Kinderlied „Summ, summ, summ …“ und ich war begeistert, dass sie alle drei Strophen zusammenbrachten. Heinrich Neubauer, angelockt von den fröhlichen Stimmen, bekam noch das Kuckuckslied zu Gehör gebracht und freue sich sichtlich über das Dankeschön der Kinder.

Rektor Bocksch mit HonigwabeNeben Obst, Gemüse und Beerenfrüchte sorgen unsere fleißigen Majas natürlich auch für Honig. Eine prall gefüllte Honigwabe machte die Runde – erst zum Ansehen, dann zum Beschnuppern. Nach ein paar Passagen aus dem Kinderbuch „Ich habe einen Freund, der ist Imker …“ kam dann endlich auch Reinhold mit der Bienenschaufenster an.

Schulkinder betrachten ein BienenschaufensterSchulkinder betrachten ein BienenschaufensterAnfänglich noch mit teilweise skeptischen Blicken, jedoch zusehends faszinierter, betrachteten die Kinder ausgiebig das Gewusel hinter der Plexiglasscheibe. Für manche gar nicht ausgiebig genug, doch dass sich Kinder über den besten Sichtplatz streiten, ist ein sehr gutes Zeichen. Besser jedenfalls als mangelndes Interesse.

Schulkinder betrachten ein BienenschaufensterSie konnten auch sehr rasch die Bienenarten voneinander unterscheiden und halfen sich gegenseitig bei der Bestimmung, wer der Drohn ist und wer die Arbeitsbiene. Natürlich vermissten sie die Königin. Die jedoch wartete zuhause in ihrem Stock in der Hofstadt-Gärtnerei, zu der wir nun bestens präpariert mit neuen Erkenntnissen hinüber spazierten.

Kinder am Tor zur Hofstadtgärtnerei DechantSchulkinder verlassen die Gärtnerei NeubauerEine erste Klasse führen wir normalerweise noch nicht an die Bienen heran. Doch Frau Endres hatte uns versichert, dass es eine sehr brave Klasse wäre, die sich zu benehmen weiß. Und so war es dann auch. Kein Gezappel und Getobe, und ganz toll war auch, wie still sich die Kinder verhielten, als sich immer wieder einmal eine Biene, angelockt von den warmen Körpern, auf die Jacken und Pullis hockten. Denn das war die Bedingung für den Kontakt mit den echten Bienen: lange Ärmel, Hosen und Kappen oder Kopftücher. Hat hervorragend geklappt!

Schulkinder zum Bienenunterricht in der Hofstadt-GärtnereiZwar konnten wir die Frage „Warum sind Hornissen orange?“ nicht wirklich schlüssig beantworten, doch der Frage „Warum sitzt diese eine Biene auf dem Boden so lange auf gleichen Stelle?“ war mit Mußmaßungen beizukommen. Der schwarze Vliesboden, mit denen Dechants das Unkraut zurückhalten, ist schön warm. Oder aber, Reinhold hat beim Herumreichen einer echten Wabe (ja, die Kinder waren wirklich sehr mutig und nahmen die Waben sogar in die Hand!) etwas Honig vertropft. Das wurde wohl nun von diesem Sammelbienchen ordentlich aufgeschleckt.

Reinhold zeigt den Erstklässlern eine BienenwabeDie beste Voraussetzung, um Imker zu werden, ist jedenfalls das Beobachtenkönnen auch von Details. Bei den Gangolfschulkindern haben wir somit die berechtigte Hoffnung, dass es aus ihren Reihen wieder Imkernachwuchs geben könnte. Den Samen dafür haben die Lehrkräfte Frau Endres und Herr Bocksch sowie die Gärtnersleute, Familie Neubauer und Dechant, zusammen mit uns in die Kinder gelegt, jetzt muss er nur noch aufgehen. Danke allen Beteiligten für Ihre Zeit, Geduld und Liebe – ob zu Kindern oder der Natur!

Klassenleiterin Judith Endres mit Bienenwabe Rektor Norbert Bocksch mit Bienenwabe

Einladung zur Bausenatssitzung „Bienen-InfoWabe“

Wir laden ein zur öffentlichen Sitzung des Bau- und Werkssenats am Mi., 6. Mai 2015 um 16 Uhr, im Rathaus, Großer Sitzungssaal, Maximiliansplatz 3 in Bamberg, in der die Senatsmitglieder über die Errichtung der „Bienen-InfoWabe“ entscheiden werden.

Bienen-InfoWabe @Holzbau Friedmann

Bienen-InfoWabe (c)Holzbau Friedmann

Lehrbienenstand auf der Erba-InselDie 41 m² große Informations- und Bildungseinrichtung auf der Erba-Insel dient (nicht nur) Schulklassen bis zu 30 Kindern als „grünes Klassenzimmer“, an der auch separat ein echter Lehrbienenstand angeschlossen ist (der übrigens bereits besucht werden kann, siehe auch VHS-Kurse unter Aktivitäten und Termine). Im Grundprinzip ist die neue Bienen-InfoWabe ein Nachfolgeprojekt des Imkerpavillons zur Landesgartenschau Bamberg 2012.

Die Hortgruppe der Jean-Paul-Kita Bamberg beim Bienenerlebnistag von BLIBWir hoffen sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger zur Sitzung kommen und ihr Interesse (gerne in bienenfarbener Kleidung) bekunden, damit über das Projekt positiv entschieden wird.

Die Bamberger Schulbiene jedenfalls würde sich freuen, wenn sie nicht buchstäblich mit den Schüler/inne/n im Regen stehen gelassen wird. Denn nicht immer ist ja schönes Wetter für den Bienenunterricht im Freien.

"Ich liebe diese Schulbiene" – Bienenzeichnung von Annika, WunderburgschuleEin Wohlfühlzimmer, in dem man generationenübergreifend lernen, malen, rätseln, basteln und sich informieren und kennenlernen kann, mit Anschauungsobjekten und Forschungsstationen, wasserdicht und leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, das ist unser Traum für die Bienenstadt Bamberg!

Leben denn echte Bienen in der Bienen-InfoWabe?

Die „Bienen-InfoWabe“ enthält natürlich keine Bienen, sondern dient als Schulungs- und Vortragsraum, wo auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Die wabenförmige Holzkonstruktion soll generell an Sonntagen als niederschwellige und barrierefreie Anlaufstation für alle Interessierten offen stehen, die einfach wissen wollen, was es mit dem Bienensterben auf sich hat, wie man den Bienen helfen oder wie man sogar selbst imkern lernen kann. Wir von der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ beantworten diese und viele Fragen mehr. Für Kinder gibt es allerlei Kurzweil, damit sie eine positive Einstellung zur Biene gewinnen können. Denn was man kennt und liebt, das schützt man!

Westliche Honigbiene – apis melliferaFür die Zukunft bauen wir auch auf verstärkte Unterstützung durch verschiedene Vereine, die wir in unser Programm mit involvieren möchten. Allen voran dem künftigen Eigentümer und Bauherrn, der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Im angrenzenden Interkulturellen Garten e. V. legten wir bereits auch schon eine kleine Bienenweide-Parzelle an. Dort erfährt man, welche Nahrung Bienen mögen, kann mit uns zusammen ein Hotel für Wildbienen bauen oder einfach dem Summen der fleißigen Insekten zuhören.

Wir freuen uns auf eine hoffentlich blühende Zukunft unserer wichtigsten Bestäuberinnen, der Honigbiene und alle ihrer Artgenossen in Bamberg!

Version 2Ilona Munique und Reinhold Burger, Projektinitiatoren, Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

… und im Namen von Robert Engert, 1. Vorsitzender des IBZV Bamberg Stadt und Land e. V.

Interview zum Bauantrag der Bienen-InfoWabe

Reinhold, Schulbienen-Maskottchen und Ilona vor dem BauamtSeit heute genau ist es ein Jahr her, als wir mit Oberbürgermeister Andreas Starke und Gartenamtsleiter Robert Neuberth über einen möglichen Ort für unsere Bienen-InfoWabe beratschlagten. Gestern, am 25.03.2015, war es dann endlich soweit – der Bauantrag ist abgegeben, die Bienen-InfoWabe somit ein großes Stück näher gerückt!

Schulbienen-MaskottchenZur Beratung dabei war wie immer unser Schulbienen-Maskottchen, das alles genau verfolgt hatte. Nach der Abgabe interviewten wir sie im Cafe Tandem, wo sie sich von einer zufällig getroffenen Kollegin, dem Tischtuchhalter-Bienchen, gratulieren ließ.

Schulbienen-Maskottchen, wie fühlst du dich nun?

Die Bamberger Schulbiene

Die Bamberger Schulbiene von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Großartig, ich kann es kaum glauben. Das Jahr der Planung meiner künftigen Heimat, der Bienen-InfoWabe, war sehr, sehr aufregend. Mein plüschiges Leben hatte ich mir so spannend nicht vorgestellt, als ich damals Modell stand für das Logo der „Bamberger Schulbiene“. Aber ich bereue nichts, weil alles doch wichtig und richtig war!

Was waren deine schönsten Momente bei all dem Planen?

Da gab es mehrere. Zum Beispiel der Tag, als der Bamberger Oberbürgermeister sinngemäß zu mir sagte: „Wir finden einen schönen Platz für deine zukünftige Heimat“. Dass Herr Starke mich dabei hinter meinem nicht vorhandenen Ohr gekrault hat, hätte ich allerdings geträumt, meint Ilona. Egal, dann war es eben ein schöner Traummoment.

Bauberater Michael Baldauf mit Schulbienen-Maskottchen

Doch den gestrigen Tag bei diesem sehr netten Bauberater, Michael Baldauf, das war ganz wirklich. Der hat mich richtig freundlich angelächelt und ein Häkchen nach dem anderen auf einer Checkliste gemacht. Die wurde im Januar angelegt, zusammen mit Alexandra Oppl sowie Mirko Raedlein und Michael Rebhan vom Stadtplanungsamt. Die Häkchenvergabe verdanken wir übrigens vielen weiteren Menschen, sagte mir der Reinhold.

Welchen Menschen denn noch?

Reinhold Burger, Birgit Dietz mit Schulbienen-Maskottchen und Ilona Munique

Zum Beispiel dem Architektur Büro Dietz in Gaustadt. Als ich am vergangenen Samstag die Frau Dr. Birgit Dietz persönlich kennenlernen durfte, da habe ich sofort gemerkt, dass die ebenfalls ein Herz für all‘ die Kinder hat, die bald zu mir in die Bienen-InfoWabe kommen werden. Wie man mir flüsterte, war sie aus dem Büro, das den Bauantrag verantwortlich unterzeichnet hat. Und das durch ihre Hilfe gesparte Geld dürfen wir für die Ausstattung verwenden, zum Beispiel Bücher oder Spiele für die offenen Sonntage, wo alle, alle kommen können, um auch mit mir Plüschie zu spielen – und natürlich zu lernen!

Annemarie Rudel beim Anbringen des Patenschildes

Annemarie Rudel beim Anbringen des Patenschildes

Die nette Dame hat die Bienenpatin Anne Rudel vermittelt, weil die sich von ihrem Stadtrats-Ehrenamt her kennen. Na, und die Anne kennt mich persönlich auch schon ganz lange, da haben wir noch gar nicht gewusst, dass ich einmal eine schicke Heimat auf der Erba-Insel bekommen soll. Sie gehört zu den ersten Schulbienen-Unterstützern, als ich 2013 mit einer Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen wurde. Und bei der Anne „REWE“-Rudel in der Würzburger Straße sind auch ganz viele echte Kolleginnen von mir, die ich ab und zu besuchen kommen darf. Das ist immer eine Gaudi, meine Verwandten zu treffen, glaubt mir!

So, so. Gaudi. Ich dachte, ihr Bienen kennt nur Arbeit und sonst nichts?

Ilona Munique, Reinhold Burger und Thomas Friedmann besprechen den Plan zur Bienen-InfoWabeAch doch, wir haben schon auch viel Spaß. Als wir zum Beispiel den lustigen Thomas Friedmann in Hallerndorf besuchten. Der hat eine riesen Schreinerei mit einem noch größeren Garten. Da stehen ebenfalls Bienen drin, von so einem Veterinär (sie meint Dr. Hermann Knörl).

3D-Darstellung mit Stehkreis in Bienen-InfoWabeUnd beim Besprechen, wie meine neue Heimat aussehen soll, hat der Schreiner ganz viel mit uns gelacht und, äh, wir haben Bier getrunken – (schaut schielend zu uns hinauf) – aber nicht so viel, dass die Bienen-InfoWabe jetzt acht statt sechs Ecken bekommen wird, hihi … (hüpft grinsend auf und nieder).

Aufrisszeichnung der Bamberger Bienen-InfoWabe

© Holzbau Thomas Friedmann, Hallerndorf

Räusper (wird wieder ernst). Doch das mit der Arbeit, das stimmt schon so. Wir Bienen machen uns einen Haufen Arbeit, Tag für Tag. Aber das machen sich die Menschen schon auch, glaube ich. Sie bekommen dafür zwar nicht Honig, so wie wir, sondern nur komisches Papier und Klimperzeugs, das sie „Geld“ nennen. Aber damit finanzieren sie mir ein tolles Haus, wo ich als Schulbiene viele Kinder, aber auch Erwachsene kennenlernen und von unserem Leben erzählen kann (schlägt begeistert mit den Flügeln). Und von unserem schwierigen Schicksal (schaut schlagartig bekümmert).

Da sprichst du einen traurigen Punkt an. Wie kann dir geholfen werden?

REWE-BLIB-Meeting in ButtenheimMeine Menschen Ilona und Reinhold sagen, viele Leute hätten schon zusammengeholfen, um diese Bienen-InfoWabe zu finanzieren. Kann man dann auf Tafeln sehen, wenn das „grüne Klassenzimmer“ fertig ist. Ganz doll viel Geld haben zum Beispiel die REWE-Kaufleute zusammengelegt, damit ich bald ein festes Zuhause in Bamberg habe, von dem aus meine Botschaft in die Region gehen kann.

Lehrtafel-Ordner mit SchulbieneDie Botschaft, dass wir zwar miniminiminini-klein sind, aber maximaximaxi-große Leistung bringen! All euer Obst und die Beeren und so manches von eurem Gemüse oder Samenkörner gäbe es gar nicht ohne uns. Daher braucht ihr uns – und wir brauchen euch! Ganz einfach eigentlich.

Grundriss Bienen-InfoWabeWeil das Einfache aber manchmal gar nicht so leicht ist, wenn so viele schwierige Probleme wie die Varroamilbe, die Pflanzenschutzmittel oder monotone Feldwirtschaft vorherrschen, braucht es Stimmen, die für uns Bienen sprechen. An einem ganz besonderen Ort, wo man uns aufsuchen kann und wo Ilona und Reinhold und andere Imker unser Summen versuchen, zu übersetzen. So wie damals zur Landesgartenschau 2012, wo es ein Vorgängermodell gab, den Imkerpavillon.

Kind mit Plüschbiene, das Maskottchen der "Bamberger Schulbiene"An unserem neuen Pavillon, also der Bienen-InfoWabe, da dürfen dann auch weitere Menschen kommen, die alle was mit Bienen, Honig oder Imkerei zu tun haben, oder die erzählen, was man für uns Leckeres anpflanzen könnte, damit wir nicht hungern müssen. Wo alle hören und sehen können, wie wichtig es ist, uns lieb zu haben und zu schützen. Oder damit sie lernen, genau hinzusehen, welchen Honig sie einkaufen sollten, damit unsere Pfleger, die Imker, weiterhin für uns sorgen können.

Apropos sorgen können. Liebe Schulbiene, sag‘ uns zum Abschluss doch noch, ob für dein neues Domizil jetzt gesorgt ist? Brauchst du noch etwas?

Symbolische Stuhlspende des Lions Club Bamberg ResidenzAlso, den größten Anteil für das Errichten haben meine beiden Initiatoren ja schon zusammen. Aber noch nicht alles. Sie können noch ein paar Tausender brauchen, weil das Fundament noch nicht bezahlt ist und die Medienausstattung bald hinzukommen soll. Wer also jetzt noch etwas spenden möchte, der kuckt einfach hier herein und lässt es meine beiden Menschen von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, den Reinhold und die Ilona wissen. Die wissen dann auch, mit was sie sich dafür bedanken können, da sind die nämlich ganz gut drauf.

Kann ich jetzt auch mal eine Frage an die Interviewerin stellen?!

Aber klar … was willst du denn wissen, liebes Schulbienchen?

Na, wann ich endlich einziehen kann in die Bienen-InfoWabe auf der Erba-Insel!

Also, hm, erstmal gehen die Unterlagen, die wir gestern abgegeben haben, ans Planungsamt, ans Liegenschaftsamt, ans Umweltamt, an den Entsorgungs- und Baubetrieb, dann steht noch der Gestattungsvertrag an, und wenn alles wieder abgehakt ist, dann kann erst gebaut werden, … ganz bestimmt aber heuer noch!

Blick in die BeuteJa, ich sehe schon, wieder mal eine einfache Frage, die nicht so ohne Weiteres beanwortet werden kann. Wie das halt so ist bei euch Menschen (seufzt vernehmlich). Na, ihr werdet es schon schaukeln … und ich erfahre es doch als erste, ja?! (Schaut hoffnungsvoll).

Dann lade ich nämlich alle, alle ein, die mir in den letzten zwei Jahren bereits begegnet sind – und das sind jeeeeeeedeeeee Menge!!! Kinder, Lehrer, Behördenmenschen, Bienenpatinnen und -paten, … ach ja, kaum aufzuzählen. Mein Schulbienen-Tagebuch strotzt nur so vor Begegnungen.

Klar, liebes Schulbienen-Plüschie-Maskottchen, und unsere treuen Blogleser erfahren es natürlich auch, wann gefeiert wird! Danke für das Interview!