Sparkasse Bamberg unterstützt Bienen-InfoWabe

Matthias Polz und Bamberger Schulbiene bei SparkassenspendenübergabeErneut zeigt sich die Sparkasse als echte Bienenfreundin, indem sie die Bienen-InfoWabe mit 1000 Euro unterstützte. Am 10.06.2015 überreichte der Leiter der Abteilung Marketing und Kommunikation, Matthias Polz, symbolisch den Betrag in den Räumen am Schönleinsplatz – stilecht vor einem historischen Tresor in moderner Hightech-Umgebung.

Matthias Polz und Reinhold Burger betrachten Bauplan Bienen-InfoWabeDamit erhält unsere Bienen-InfoWabe wieder ein gutes Stück mehr an Stabilität, denn finanziert wird mit ihm Teil des Ringfundaments, wie wir Herrn Polz anhand des mitgebrachten Bauplans erläutern. Herzlichen Dank für diese schöne Spende!

Im anschließenden Gespräch erkannten wir in Matthias Polz den Feinschmecker, bevorzugt er doch Kastanienhonig auf dem Frühstückstisch – was beileibe nicht alle seine Famillienmitglieder teilen. Wir überreichten ihm eines unser letzten kleinen Probegläschen mit Bamberger Lagenhonig aus den Buger Wiesen, ebenfalls würzig, doch sicher nicht mit dem kastanientypischen bitteren Unterton.

Fundamentschnitt Bienen-InfoWabeWie immer beäugte die „Bamberger Schulbiene“ im Hintergrund das Geschehen, denn auch sie wird bald eine feste Heimat im Erba-Park erhalten. In Etappen nähern wir uns dem Zieleinlauf. So sehen wir am kommenden Sonntag unseren neuen Bienenfreund zum Richtfest als exklusiv geladenen Gast wieder, erneut zum Festakt und vielleicht bleibt er ja so lange bis zur Eröffnungsveranstaltung am Nachmittag des 20.09.2015. wenn die gesamte Bevölkerung eingeladen ist.

Mit dabei sein wird übrigens unser „alter“ Bienenfreund, Konrad Gottschall. Dem bald in Rente gehenden Sparkassenleiter verdankten wir vor zwei Jahren ebenfalls die hilfreiche Unterstützung eben jener Bamberger Schulbiene, die sich nun auf ihr „Klassenzimmer im Grünen“ so sehr freut!

(Korr. 15.06.15)

Zu Bienen und Gärtnereien mit der Gangolfschule

Judith Endres bereitete die Schüler mit Medien auf den Bienenunterricht vorGangolf-Grundschulklasse 1b vor Gärnterei Neubauers TorInhaltlich bestens von Klassenleiterin Judith Endres vorbereitet ging es für die Klasse 1b der Gangolf-Grundschule am 15.05.2015 zu einer richtig abwechslungsreichen Exkursion in die Bamberger Gärtnerstadt, begleitet von Rektor Norbert Bocksch und der Bamberger Schulbiene. Einen ganzen Vormittag lang erfuhren die Kinder in „verträglichen“ Stufen von der Biene als wichtigen Obst- und Gemüse“lieferanten“ und wie Honig entsteht.

Unterrichtsmaterial CO2-schonend im Radanhänger angefahrenReinhold Burger hat mittlerweile alles In der Gärtnerei Neubauer in der Heiliggrabstraße für die 17 Erstklässler vorbereitet, so dass alle bequem sitzen können.

Schulkinder auf dem Weg zum Schulbienenunterricht in die GärtnerstadtInmitten von Gewächshäusern, Spargel- und Blumenfeldern starteten wir mit einer Abfragerunde. Was blieb hängen aus den zwei Lehrfilmen „Im Staat aus Wachs und Honig“ und „Willi will’s wissen: Wovon schwärmt der Bienenschwarm„, die die Klasse in einer früheren Unterrichtsstunde von Frau Endres zu sehen bekam?

Schulbienen-Unterricht im Garten von Gärnterei NeubauerNatürlich war wie immer das Thema „gestochen werden“ akut, und die Frage wurde gestellt: „Warum können Wespen mehrmals stechen, die Biene hingegen nur einmal?“
Bienenstachel haben einen Widerhaken, der sich beim Stich in die dicke Menschenhaut leider nicht mehr herauslösen kann. Was zur nächsten interessanten Frage führte: „Warum können Menschen nicht stechen?“ Tja, sie können dafür ihre Krallen ausfahren, aber genau beantworten kann uns das nur die lange Kette der Evolution.

2558-Gangolfschulkinder-Schulbienenunterricht0515Nachdem die Kinder die Unterscheidung zwischen den drei Bienenarten „Arbeiterbiene, Drohne und Königin“ samt ihrer Lebensdauer zu benennen wussten, zeigte Reinhold an der Lernbienenbeute, wie das Volk haust. Die darin befindlichen Fotorähmchen bereiteten die Kinder psychisch auf das „große Krabbeln“ vor, so dass ein erster ungefährlicher Eindruck  entstehen konnte. Gesteigert wurde dieser nach einer Herumtob-Pause von unserem Bienenschaufenster.

Kind mit SmokerKind mit SmokerVorher jedoch musste unbedingt der Smoker getestet werden. Interessanterweise ist dieser (unangezündete Blasebalg) in allen Schulklassen die unangefochtene Nummer Eins des kindlichen Interesses.

Schulbienen-Unterricht im Garten von Gärnterei NeubauerWährend Reinhold eine mit echten Bienen besetzte Wabe holen ging – er musste dazu nur in die Nachbargärtnerei gegenüber gehen, wo Bienepatin Carmen Dechants Volk stand – erfuhren die Kinder anhand einer Tafel, wie leer die Teller wären, hätten wir nicht unsere Honigbienen. Die Mädchen und Jungen hatten die Aufgabe erhalten, sich beim Hereinkommen in die Gärtnerei zu merken, was die Familie Neubauer an Obst und Gemüse verkauft. Nun konnten sie aufzählen: Birnen, Äpfel, Radieschen, Salat … ja, der Gabentisch ist (noch) gedeckt, doch das ist und bleibt nicht selbstverständlich.

Schuljunge mit SaBiene, unserem PlüschmaskottchenDa ist ein Dankeslied an die Bienen doch einmal angebracht. Wir sangen zusammen das Kinderlied „Summ, summ, summ …“ und ich war begeistert, dass sie alle drei Strophen zusammenbrachten. Heinrich Neubauer, angelockt von den fröhlichen Stimmen, bekam noch das Kuckuckslied zu Gehör gebracht und freue sich sichtlich über das Dankeschön der Kinder.

Rektor Bocksch mit HonigwabeNeben Obst, Gemüse und Beerenfrüchte sorgen unsere fleißigen Majas natürlich auch für Honig. Eine prall gefüllte Honigwabe machte die Runde – erst zum Ansehen, dann zum Beschnuppern. Nach ein paar Passagen aus dem Kinderbuch „Ich habe einen Freund, der ist Imker …“ kam dann endlich auch Reinhold mit der Bienenschaufenster an.

Schulkinder betrachten ein BienenschaufensterSchulkinder betrachten ein BienenschaufensterAnfänglich noch mit teilweise skeptischen Blicken, jedoch zusehends faszinierter, betrachteten die Kinder ausgiebig das Gewusel hinter der Plexiglasscheibe. Für manche gar nicht ausgiebig genug, doch dass sich Kinder über den besten Sichtplatz streiten, ist ein sehr gutes Zeichen. Besser jedenfalls als mangelndes Interesse.

Schulkinder betrachten ein BienenschaufensterSie konnten auch sehr rasch die Bienenarten voneinander unterscheiden und halfen sich gegenseitig bei der Bestimmung, wer der Drohn ist und wer die Arbeitsbiene. Natürlich vermissten sie die Königin. Die jedoch wartete zuhause in ihrem Stock in der Hofstadt-Gärtnerei, zu der wir nun bestens präpariert mit neuen Erkenntnissen hinüber spazierten.

Kinder am Tor zur Hofstadtgärtnerei DechantSchulkinder verlassen die Gärtnerei NeubauerEine erste Klasse führen wir normalerweise noch nicht an die Bienen heran. Doch Frau Endres hatte uns versichert, dass es eine sehr brave Klasse wäre, die sich zu benehmen weiß. Und so war es dann auch. Kein Gezappel und Getobe, und ganz toll war auch, wie still sich die Kinder verhielten, als sich immer wieder einmal eine Biene, angelockt von den warmen Körpern, auf die Jacken und Pullis hockten. Denn das war die Bedingung für den Kontakt mit den echten Bienen: lange Ärmel, Hosen und Kappen oder Kopftücher. Hat hervorragend geklappt!

Schulkinder zum Bienenunterricht in der Hofstadt-GärtnereiZwar konnten wir die Frage „Warum sind Hornissen orange?“ nicht wirklich schlüssig beantworten, doch der Frage „Warum sitzt diese eine Biene auf dem Boden so lange auf gleichen Stelle?“ war mit Mußmaßungen beizukommen. Der schwarze Vliesboden, mit denen Dechants das Unkraut zurückhalten, ist schön warm. Oder aber, Reinhold hat beim Herumreichen einer echten Wabe (ja, die Kinder waren wirklich sehr mutig und nahmen die Waben sogar in die Hand!) etwas Honig vertropft. Das wurde wohl nun von diesem Sammelbienchen ordentlich aufgeschleckt.

Reinhold zeigt den Erstklässlern eine BienenwabeDie beste Voraussetzung, um Imker zu werden, ist jedenfalls das Beobachtenkönnen auch von Details. Bei den Gangolfschulkindern haben wir somit die berechtigte Hoffnung, dass es aus ihren Reihen wieder Imkernachwuchs geben könnte. Den Samen dafür haben die Lehrkräfte Frau Endres und Herr Bocksch sowie die Gärtnersleute, Familie Neubauer und Dechant, zusammen mit uns in die Kinder gelegt, jetzt muss er nur noch aufgehen. Danke allen Beteiligten für Ihre Zeit, Geduld und Liebe – ob zu Kindern oder der Natur!

Klassenleiterin Judith Endres mit Bienenwabe Rektor Norbert Bocksch mit Bienenwabe

Einladung zur Bausenatssitzung „Bienen-InfoWabe“

Wir laden ein zur öffentlichen Sitzung des Bau- und Werkssenats am Mi., 6. Mai 2015 um 16 Uhr, im Rathaus, Großer Sitzungssaal, Maximiliansplatz 3 in Bamberg, in der die Senatsmitglieder über die Errichtung der „Bienen-InfoWabe“ entscheiden werden.

Bienen-InfoWabe @Holzbau Friedmann

Bienen-InfoWabe (c)Holzbau Friedmann

Lehrbienenstand auf der Erba-InselDie 41 m² große Informations- und Bildungseinrichtung auf der Erba-Insel dient (nicht nur) Schulklassen bis zu 30 Kindern als „grünes Klassenzimmer“, an der auch separat ein echter Lehrbienenstand angeschlossen ist (der übrigens bereits besucht werden kann, siehe auch VHS-Kurse unter Aktivitäten und Termine). Im Grundprinzip ist die neue Bienen-InfoWabe ein Nachfolgeprojekt des Imkerpavillons zur Landesgartenschau Bamberg 2012.

Die Hortgruppe der Jean-Paul-Kita Bamberg beim Bienenerlebnistag von BLIBWir hoffen sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger zur Sitzung kommen und ihr Interesse (gerne in bienenfarbener Kleidung) bekunden, damit über das Projekt positiv entschieden wird.

Die Bamberger Schulbiene jedenfalls würde sich freuen, wenn sie nicht buchstäblich mit den Schüler/inne/n im Regen stehen gelassen wird. Denn nicht immer ist ja schönes Wetter für den Bienenunterricht im Freien.

"Ich liebe diese Schulbiene" – Bienenzeichnung von Annika, WunderburgschuleEin Wohlfühlzimmer, in dem man generationenübergreifend lernen, malen, rätseln, basteln und sich informieren und kennenlernen kann, mit Anschauungsobjekten und Forschungsstationen, wasserdicht und leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, das ist unser Traum für die Bienenstadt Bamberg!

Leben denn echte Bienen in der Bienen-InfoWabe?

Die „Bienen-InfoWabe“ enthält natürlich keine Bienen, sondern dient als Schulungs- und Vortragsraum, wo auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Die wabenförmige Holzkonstruktion soll generell an Sonntagen als niederschwellige und barrierefreie Anlaufstation für alle Interessierten offen stehen, die einfach wissen wollen, was es mit dem Bienensterben auf sich hat, wie man den Bienen helfen oder wie man sogar selbst imkern lernen kann. Wir von der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ beantworten diese und viele Fragen mehr. Für Kinder gibt es allerlei Kurzweil, damit sie eine positive Einstellung zur Biene gewinnen können. Denn was man kennt und liebt, das schützt man!

Westliche Honigbiene – apis melliferaFür die Zukunft bauen wir auch auf verstärkte Unterstützung durch verschiedene Vereine, die wir in unser Programm mit involvieren möchten. Allen voran dem künftigen Eigentümer und Bauherrn, der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Im angrenzenden Interkulturellen Garten e. V. legten wir bereits auch schon eine kleine Bienenweide-Parzelle an. Dort erfährt man, welche Nahrung Bienen mögen, kann mit uns zusammen ein Hotel für Wildbienen bauen oder einfach dem Summen der fleißigen Insekten zuhören.

Wir freuen uns auf eine hoffentlich blühende Zukunft unserer wichtigsten Bestäuberinnen, der Honigbiene und alle ihrer Artgenossen in Bamberg!

Version 2Ilona Munique und Reinhold Burger, Projektinitiatoren, Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

… und im Namen von Robert Engert, 1. Vorsitzender des IBZV Bamberg Stadt und Land e. V.

Interview zum Bauantrag der Bienen-InfoWabe

Reinhold, Schulbienen-Maskottchen und Ilona vor dem BauamtSeit heute genau ist es ein Jahr her, als wir mit Oberbürgermeister Andreas Starke und Gartenamtsleiter Robert Neuberth über einen möglichen Ort für unsere Bienen-InfoWabe beratschlagten. Gestern, am 25.03.2015, war es dann endlich soweit – der Bauantrag ist abgegeben, die Bienen-InfoWabe somit ein großes Stück näher gerückt!

Schulbienen-MaskottchenZur Beratung dabei war wie immer unser Schulbienen-Maskottchen, das alles genau verfolgt hatte. Nach der Abgabe interviewten wir sie im Cafe Tandem, wo sie sich von einer zufällig getroffenen Kollegin, dem Tischtuchhalter-Bienchen, gratulieren ließ.

Schulbienen-Maskottchen, wie fühlst du dich nun?

Die Bamberger Schulbiene

Die Bamberger Schulbiene von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Großartig, ich kann es kaum glauben. Das Jahr der Planung meiner künftigen Heimat, der Bienen-InfoWabe, war sehr, sehr aufregend. Mein plüschiges Leben hatte ich mir so spannend nicht vorgestellt, als ich damals Modell stand für das Logo der „Bamberger Schulbiene“. Aber ich bereue nichts, weil alles doch wichtig und richtig war!

Was waren deine schönsten Momente bei all dem Planen?

Da gab es mehrere. Zum Beispiel der Tag, als der Bamberger Oberbürgermeister sinngemäß zu mir sagte: „Wir finden einen schönen Platz für deine zukünftige Heimat“. Dass Herr Starke mich dabei hinter meinem nicht vorhandenen Ohr gekrault hat, hätte ich allerdings geträumt, meint Ilona. Egal, dann war es eben ein schöner Traummoment.

Bauberater Michael Baldauf mit Schulbienen-Maskottchen

Doch den gestrigen Tag bei diesem sehr netten Bauberater, Michael Baldauf, das war ganz wirklich. Der hat mich richtig freundlich angelächelt und ein Häkchen nach dem anderen auf einer Checkliste gemacht. Die wurde im Januar angelegt, zusammen mit Alexandra Oppl sowie Mirko Raedlein und Michael Rebhan vom Stadtplanungsamt. Die Häkchenvergabe verdanken wir übrigens vielen weiteren Menschen, sagte mir der Reinhold.

Welchen Menschen denn noch?

Reinhold Burger, Birgit Dietz mit Schulbienen-Maskottchen und Ilona Munique

Zum Beispiel dem Architektur Büro Dietz in Gaustadt. Als ich am vergangenen Samstag die Frau Dr. Birgit Dietz persönlich kennenlernen durfte, da habe ich sofort gemerkt, dass die ebenfalls ein Herz für all‘ die Kinder hat, die bald zu mir in die Bienen-InfoWabe kommen werden. Wie man mir flüsterte, war sie aus dem Büro, das den Bauantrag verantwortlich unterzeichnet hat. Und das durch ihre Hilfe gesparte Geld dürfen wir für die Ausstattung verwenden, zum Beispiel Bücher oder Spiele für die offenen Sonntage, wo alle, alle kommen können, um auch mit mir Plüschie zu spielen – und natürlich zu lernen!

Annemarie Rudel beim Anbringen des Patenschildes

Annemarie Rudel beim Anbringen des Patenschildes

Die nette Dame hat die Bienenpatin Anne Rudel vermittelt, weil die sich von ihrem Stadtrats-Ehrenamt her kennen. Na, und die Anne kennt mich persönlich auch schon ganz lange, da haben wir noch gar nicht gewusst, dass ich einmal eine schicke Heimat auf der Erba-Insel bekommen soll. Sie gehört zu den ersten Schulbienen-Unterstützern, als ich 2013 mit einer Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen wurde. Und bei der Anne „REWE“-Rudel in der Würzburger Straße sind auch ganz viele echte Kolleginnen von mir, die ich ab und zu besuchen kommen darf. Das ist immer eine Gaudi, meine Verwandten zu treffen, glaubt mir!

So, so. Gaudi. Ich dachte, ihr Bienen kennt nur Arbeit und sonst nichts?

Ilona Munique, Reinhold Burger und Thomas Friedmann besprechen den Plan zur Bienen-InfoWabeAch doch, wir haben schon auch viel Spaß. Als wir zum Beispiel den lustigen Thomas Friedmann in Hallerndorf besuchten. Der hat eine riesen Schreinerei mit einem noch größeren Garten. Da stehen ebenfalls Bienen drin, von so einem Veterinär (sie meint Dr. Hermann Knörl).

3D-Darstellung mit Stehkreis in Bienen-InfoWabeUnd beim Besprechen, wie meine neue Heimat aussehen soll, hat der Schreiner ganz viel mit uns gelacht und, äh, wir haben Bier getrunken – (schaut schielend zu uns hinauf) – aber nicht so viel, dass die Bienen-InfoWabe jetzt acht statt sechs Ecken bekommen wird, hihi … (hüpft grinsend auf und nieder).

Aufrisszeichnung der Bamberger Bienen-InfoWabe

© Holzbau Thomas Friedmann, Hallerndorf

Räusper (wird wieder ernst). Doch das mit der Arbeit, das stimmt schon so. Wir Bienen machen uns einen Haufen Arbeit, Tag für Tag. Aber das machen sich die Menschen schon auch, glaube ich. Sie bekommen dafür zwar nicht Honig, so wie wir, sondern nur komisches Papier und Klimperzeugs, das sie „Geld“ nennen. Aber damit finanzieren sie mir ein tolles Haus, wo ich als Schulbiene viele Kinder, aber auch Erwachsene kennenlernen und von unserem Leben erzählen kann (schlägt begeistert mit den Flügeln). Und von unserem schwierigen Schicksal (schaut schlagartig bekümmert).

Da sprichst du einen traurigen Punkt an. Wie kann dir geholfen werden?

REWE-BLIB-Meeting in ButtenheimMeine Menschen Ilona und Reinhold sagen, viele Leute hätten schon zusammengeholfen, um diese Bienen-InfoWabe zu finanzieren. Kann man dann auf Tafeln sehen, wenn das „grüne Klassenzimmer“ fertig ist. Ganz doll viel Geld haben zum Beispiel die REWE-Kaufleute zusammengelegt, damit ich bald ein festes Zuhause in Bamberg habe, von dem aus meine Botschaft in die Region gehen kann.

Lehrtafel-Ordner mit SchulbieneDie Botschaft, dass wir zwar miniminiminini-klein sind, aber maximaximaxi-große Leistung bringen! All euer Obst und die Beeren und so manches von eurem Gemüse oder Samenkörner gäbe es gar nicht ohne uns. Daher braucht ihr uns – und wir brauchen euch! Ganz einfach eigentlich.

Grundriss Bienen-InfoWabeWeil das Einfache aber manchmal gar nicht so leicht ist, wenn so viele schwierige Probleme wie die Varroamilbe, die Pflanzenschutzmittel oder monotone Feldwirtschaft vorherrschen, braucht es Stimmen, die für uns Bienen sprechen. An einem ganz besonderen Ort, wo man uns aufsuchen kann und wo Ilona und Reinhold und andere Imker unser Summen versuchen, zu übersetzen. So wie damals zur Landesgartenschau 2012, wo es ein Vorgängermodell gab, den Imkerpavillon.

Kind mit Plüschbiene, das Maskottchen der "Bamberger Schulbiene"An unserem neuen Pavillon, also der Bienen-InfoWabe, da dürfen dann auch weitere Menschen kommen, die alle was mit Bienen, Honig oder Imkerei zu tun haben, oder die erzählen, was man für uns Leckeres anpflanzen könnte, damit wir nicht hungern müssen. Wo alle hören und sehen können, wie wichtig es ist, uns lieb zu haben und zu schützen. Oder damit sie lernen, genau hinzusehen, welchen Honig sie einkaufen sollten, damit unsere Pfleger, die Imker, weiterhin für uns sorgen können.

Apropos sorgen können. Liebe Schulbiene, sag‘ uns zum Abschluss doch noch, ob für dein neues Domizil jetzt gesorgt ist? Brauchst du noch etwas?

Symbolische Stuhlspende des Lions Club Bamberg ResidenzAlso, den größten Anteil für das Errichten haben meine beiden Initiatoren ja schon zusammen. Aber noch nicht alles. Sie können noch ein paar Tausender brauchen, weil das Fundament noch nicht bezahlt ist und die Medienausstattung bald hinzukommen soll. Wer also jetzt noch etwas spenden möchte, der kuckt einfach hier herein und lässt es meine beiden Menschen von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, den Reinhold und die Ilona wissen. Die wissen dann auch, mit was sie sich dafür bedanken können, da sind die nämlich ganz gut drauf.

Kann ich jetzt auch mal eine Frage an die Interviewerin stellen?!

Aber klar … was willst du denn wissen, liebes Schulbienchen?

Na, wann ich endlich einziehen kann in die Bienen-InfoWabe auf der Erba-Insel!

Also, hm, erstmal gehen die Unterlagen, die wir gestern abgegeben haben, ans Planungsamt, ans Liegenschaftsamt, ans Umweltamt, an den Entsorgungs- und Baubetrieb, dann steht noch der Gestattungsvertrag an, und wenn alles wieder abgehakt ist, dann kann erst gebaut werden, … ganz bestimmt aber heuer noch!

Blick in die BeuteJa, ich sehe schon, wieder mal eine einfache Frage, die nicht so ohne Weiteres beanwortet werden kann. Wie das halt so ist bei euch Menschen (seufzt vernehmlich). Na, ihr werdet es schon schaukeln … und ich erfahre es doch als erste, ja?! (Schaut hoffnungsvoll).

Dann lade ich nämlich alle, alle ein, die mir in den letzten zwei Jahren bereits begegnet sind – und das sind jeeeeeeedeeeee Menge!!! Kinder, Lehrer, Behördenmenschen, Bienenpatinnen und -paten, … ach ja, kaum aufzuzählen. Mein Schulbienen-Tagebuch strotzt nur so vor Begegnungen.

Klar, liebes Schulbienen-Plüschie-Maskottchen, und unsere treuen Blogleser erfahren es natürlich auch, wann gefeiert wird! Danke für das Interview!

Bieneninitiative trifft Bio-REWE zur Gesundheitsmesse 2015

Bamberger Schulbiene freut sich auf Besucher der Gesundheitsmesse 2015

Die Bamberger Schulbiene freut sich auf Besucher der Gesundheitsmesse 2015

„Vier unter einem Dach!“ Das machte unser Bienen-InfoWaben-Großsponsor REWE zur Gesundheitsmesse 2015 am 07. März in Bamberg möglich.

Ankündigung auf den Webseiten des VeranstaltersNeben unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit ihrer Bamberger Schulbiene waren außerdem eingeladen die Vertriebsgenossenschaft „Obst vom Bodensee“ und die Klinikclowns. Gemeinsam freuten wir uns über zahlreiche Besucher, die den aktiven und familienfreundlichen Kooperationsstand im hintersten, jedoch nicht schlechtesten Winkel der Gesundheitsmesse unter dem Motto „Franken fit & vital“ entdecken – und sehr, sehr lobten. Selbst der Honigbär, das Maskottchen von brosebaskets, hat uns gefunden!

Jörg Hofbauer TV1 interviewt die Bamberger SchulbieneBrosebaskets-Maskottchen Bär Freaky mit SchulbieneNatürlich freuten wir uns auch über den Besuch von Dirk Peter (hinter der Kamera) und Jörg Hofbauer von Bamberg TV1, die die Bamberger Schulbiene interviewten. In einer Minute erfährt man, warum unsere Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ hier auf der Messe steht: auf Sequenz 18:35 bis 19:36.

Basteln, Rätseln und Sich-Informieren

REWE-Glücksrad zur GesundheitsmesseUnser Stand am Abend des Aufbaus„Bei euch ist ja richtig etwas los!“ und „Das hat den Kindern richtig Spaß gemacht!“ bis zu „Sehr gute Informationen bekommen“ waren nur drei von vielen anerkennenden Äußerungen. So war das Glückrad von REWE-bio ständig in Schwung, kistenweise Obst, Gemüse, Kräuter und Give-aways waren die Sofort-Gewinne, und das ohne Verlierer. Wobei es richtig kniffelige Bienen-Fragen zu lösen galt.

Wildbienenhotel basteln mit "Obst vom Bodensee"Bienenkollegin Ines Popp mit BastelkindIn schnuckeliger Umgebung, eingerahmt von Bäumen und Obstständen, konnten außerdem Wildbienenhotels mit und Kartoffeldruck-Taschen hergestellt werden, geduldig angeleitet von Sieglinde vom „Obst vom Bodensee“ als Sponsoren. Wissbegierige kamen auf ihre Kosten mit unserer Lernpaten-Beute (indirekt dabei unsere Bienenpatin Sabine Saam) und mit Rästelraten. Angeboten hatten wir dazu ein anspruchsvolles Kreuzworträtsel und eines zum Ankreuzen „Für Eilige“.

Reinhold und Jürgen Dicker am Schulbienen-StandDie Mehrzahl der 62 Teilnehmenden, von denen 22 aus Bamberg und 40 von außerhalb der Stadt kamen, entschied sich übrigens für das schwierigere Rätsel. Alle 7 Minuten wurde unsere Lernbeute mit einem ausgefüllten Rätsel „gefüttert“. Und was war – neben wichtigen Erkenntnissen rund um die Biene und einem kleinen, doch feinen Büchlein – der Hauptpreis?

Krankenhausclowns mit Glücksfee Claudia Meyer und der Schulbiene

Glücksfee Claudia Meyer mit Schulbiene und Krankenhausclowns

Tja, er hat sich nicht lumpen lassen, unser Bienen-InfoWaben-Großsponsor REWE.

Sieben unterschiedliche und prall gefüllte Geschenk-Schlemmerkörbe, jeweils gestiftet von einzelnen REWE-Kaufleuten, konnten wir zwischen 12 und 18 Uhr verlosen. Und das war von uns allen sehr altruistisch gedacht, denn es werden keinerlei Daten gesammelt, sondern die Rätsel allesamt nach der Gewinn-Auswertung von uns höchstpersönlich vernichtet!

Wir sagen vielen DANK für die gelungene Kooperation!

Hier unsere Gewinner/innen nebst den entsprechenden Glücksfeen – zu entdecken unten in der Fotogalerie!

12.00 Uhr-Ziehung:
Gewinnerin Katja B. (Bamberg), gezogen von Ines Popp (REWE Gesundheitsmanagement, Buttenheim) (ohne Foto)

13.00 Uhr-Ziehung:
Gewinnerin Hannah Schmitt (Baunach), gezogen von unserer Bienenpatin Annemarie (Anne) Rudel (REWE Rudel, Bamberg)

14.00-Ziehung:
Gewinnerin Sandra Weyrauther (Bamberg), gezogen von Tobias Hofmann (REWE Hofmann, Ebensfeld)

15.00 Uhr-Ziehung:
Gewinnerin Selina Hornung (Bamberg), gezogen von unserer Bienenpatin Claudia Meyer (Heilpraxis Claudia Meyer, Bamberg)

16.00 Uhr-Ziehung:
Gewinner Yannick Rutkowski (Bischberg), gezogen von Sieglinde Mareck (Vertriebsgenossenschaft „Obst vom Bodensee“, Oberteuringen)

17.00 Uhr-Ziehung:
Gewinnerin Ulla Rübensaal (Bad Staffelstein), gezogen von Sven Vogel (Optik Demmler, Bamberg)

17.30 Uhr-Ziehung:
Gewinnerin Hannelore Friedl (Bamberg), gezogen von Arno Arno S. Schimmelpfennig (Die Video-Visitenkarte, Bamberg)

Bienenkollegin Ines mit Gewinnerin Hannah Schmitt und Schulbiene

Gewinnerin Hannah Schmitt

Gewinnerin Sandra Weyrauther mit Schulbiene

Gewinnerin Sandra Weyrauther

Glücksfee Sven Vogel mit Gewinnerin Ulla Rübensaal und Schulbiene

Glücksfee Sven Vogel mit Gewinnerin Ulla Rübensaal

Gewinner Yannik Rutkowski mit Vater

Gewinner Yannik Rutkowski mit Vater

Gewinnerin Selina Hornung mit Schulbiene

Gewinnerin Selina Hornung

Reinhold mit Gewinnerin Hannelore Friedl

Gewinnerin Hannelore Friedl

Glücksfee Ines Popp mit Schulbiene

Glücksfee Ines Popp

Schulbiene mit Glücksfee Anne Rudel

Glücksfee Anne Rudel

Schulbiene mit Glücksfee Tobias Hofmann

Glücksfee Tobias Hofmann

Schulbiene mit Glücksfee Arno Schimmelpfennig

Glücksfee Arno Schimmelpfennig

Glücksfee Sieglinde Mareck

Glücksfee Sieglinde Mareck


Herzlichen Glückwunsch!
Brosebasket-Maskottchen trifft auf Schulbiene

Und vergesst uns die Bienen nicht!

Bamberger Wirtschaftsschule auf Klassenfahrt: HEG-Betriebsbesichtigung und Bienenausstellung

Daniel Schiller, WirtschaftsschuleDem Einfallsreichtum von Daniel Schiller, Lehrer der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg, ist es zu verdanken, dass seine Klasse 10e am 06.03.2015 eine Abwechslung vom Unterrichtsalltag erleben durfte. Als Bienenpate finanzierte er mit seinem Beitrag einen Schulbienen-Unterricht, der nun in drei Teilen verwirklicht wird.

Wirtschaftsschüler im Betriebshof der HEG, Eltmann (Foto von Wirtschaftsschule)Erster Teil unseres „Deals“ also eine Klassenfahrt mit zwei Stationen. Wir begann mit einer Betriebsbesichtigung des HEG Imker Shops der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. und endeten mit Besichtigung der Ausstellung „Bunte Welt der Bienen“ von Market Oberfranken in Hallstadt, die noch bis zum 14.03.2015 zu sehen ist.

Eingang zur Wirtschaftsschule Bamberg29 Schülerinnen und Schüler erfuhren auf der Fahrt von Bamberg nach Eltmann, was es mit dem heutigen „Unterricht“ auf sich hat, dass es den Bienen nicht besonders gut geht und Deutschland dringend Jungimker benötigt, um das derzeitige Durchschnittsalter bayerischer Imker von 64 Jahren auf ein zukunftsfähiges Niveau zu senken. Denn die beginnende Versorgungslücke mit Bienen hat zur Folge, dass es weniger und qualitativ schlechteres regionales Obst, Gemüse oder Beeren geben wird bzw. zum Teil schon nicht mehr ausreichend geerntet werden kann.

Reinhold im BusWas aber braucht ein Jungimker, wenn er zur Belebung der Kulturlandschaft etwas beitragen will? Natürlich erst einmal die Wohnung der Bienen, also eine Beute. Wie diese aufgebaut ist und was sie kostet, nebst einigen weiteren Materialien, das waren heute unsere Einstiegsfragen. Anhand einer Kopie (Modul 5 aus der Broschüre „Stationenlernen“ des Deutschen Imkerbundes e. V.) sowie einer Einkaufsliste näherten wir uns den ersten „Hochrechnungen“.

Der HEG-Imker-Shop der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. (HEG)

Somone Machinek erklärt ein BeutensystemDas angekündigte „Imkerkaufhaus“ heißt in voller Länge HEG Imker Shops der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V.. In der Art einer Genossenschaft kauft die HEG als Zwischenhändler die Honigerzeugnisse von ihren Mitgliedern auf und verkauft sie wiederum an diejenigen Mitglieder weiter, die die Produkte weiter vermarkten möchten. Der Shop bietet außerdem alles an, was man zum Imkern benötigt.

Simone Machinek erklärt BeutenzubehörSimone Machinek, seit vergangenem Jahr die Geschäftsführerin der HEG, begrüßte zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Frau Hilde von Brase die Klasse herzlich und startete sofort mit einer detaillierten und kenntnisreichen Erläuterung eines Beutensystems. Wenngleich sicher noch nicht allen klar ist, wie genau die Bienen dort in den Kästchen leben – das erfahren sie eine Woche später im Folgeunterricht von uns – so beeindruckte doch der Erfindungsreichtum der Imker, die alles tun, damit sich die Bienen wohl fühlen, aber auch sie selbst mit ihrem Handwerk gut zurecht kommen.

Ein Wachsklotz wird bestauntBetriebsbesichtigung in der Lagerhalle der HEGIn der sehr ordentlichen, im zeitigen Frühjahr noch gut bestückten Lagerhalle, stapelten sich weitere Objekte wie Wabenschleudern, Sonnenwachsschmelzer und Honigabfüllgefäße. Ein randvoll gefüllter Altwabentrog zeugte von der immensen Arbeit Milliarden fleißiger Bienen. Ein gereinigter Wachsblock wurde von Hand zu Hand gereicht, allerdings roch er wegen der Kälte von nur wenigen Plusgraden nicht so wachsduftig wie erhofft.

Simone Machinek, Geschäftsführerin HEGSimone Machinek erklärt eine HonigschleuderNachdem die Klasse die Gelegenheit erhielt, sich mit Kleinigkeiten einzudecken, gab es von Simone vorbereitete Beutel mit informativem und süßem Inhalt in die Hand. Dass es ihre erste Betriebsbesichtigung für Schüler war, hat man ihr keinesfalls angemerkt, so professionell war alles vorbereitet und durchgeführt. Kein Wunder, hat sie doch als versierte Marktbestückerin ihres Honigstandes in Bamberg bereits viele Jahre mit ihrem Mann zusammen fundierte berufliche Verkaufspraxis, außerdem auch durch ihren Malerbetrieb.

Klasse 10 der Wirtschaftsschule Bamberg in der Verkaufshalle der HEGDenn von Honig allein können nicht einmal 10% aller Imker in Deutschland eine Familie ernähren. Zumal der Preis für ein Glas Honig viel zu niedrig oft angesetzt wird und er es gegen die Billigkonkurrenz der ausländischen Honigerzeugnisse schwer hat. Darum ging Simone Machinek zum Schluss auch auf die Bedeutung qualitätsvoller Honige ein, wie sie zum Beispiel durch die Vorgaben des DIB, Deutscher Imkerbund, gewährleistet ist.

Die Bienenausstellung im Market Hallstadt

Unsere Busfahrerin Sabrina von Basel-ReisenNoch nicht ganz erstarrt, doch ordentlich durchgefroren, wärmten wir uns auf der Fahrt im gut beheizten Bus der Basel-Flotte wieder auf. Die charmante Busfahrerin Sabrina entschädigte mit ihrer ruhigen Fahrweise und mit ihrer Bereitwilligkeit, sofort auf unsere Wünsche einzugehen, auch locker fürs ausgefallene Mikrofon. Als Pädagogen verfügen wir ja über ein geschultes Organ, und nachdem die Klasse nicht über Gebühr laut war, klappte es mit der Verständigung ganz gut.

Imker in voller Montur in der Ausstellung Market Hallstadt1024-Bienenausstellung-MarketSchade, dass wir wegen eines verspäteten Schülers Zeit am Anfang verloren hatten, die uns nun für die tolle Ausstellung „Die bunte Welt der Bienen“ im Market Oberfranken nach Hallstadt gefehlt hat. Die Ausstellung läuft jedoch noch die ganze Woche, und es lohnt sich wirklich, einen Besuch dort zu machen. Riesenhafte Exponate veranschaulichen die Bienen- und Imkerwelt sehr beeindruckend.

Bienenhinterleib in der Ausstellung Market HallstadtWer möchte, kann sich uns gerne am Di., 10.03.2015 anschließen, wenn wir mit Daniel Schiller noch einmal einen Rundgang dort machen.

Am Stand des Imkervereins Scheßlitz mit Frau Kuhnlein von der Werbegemeinschaft Market Oberfranken und Lehrer Daniel Schiller Gefreut hat uns, dass sich Frau Kuhnlein von der Werbegemeinschaft vom Market Oberfranken die Zeit nahm, uns zu begrüßen. Wir trafen uns am Stand bei Imker Beck bzw. demr Imkerverein Scheßlitz, die sich mit einem Glücksrad präsentiert hatten. Der wurde von den Schüler/innen natürlich sofort angenommen. Das „erschummelte“ Probiergläslein Honig ist verzeihlich, denn: „Mit Speck fängt man Mäuse“, und da kneift man doch gerne ein Auge zu!

Biene in ApfelbaumblüteSo hoffen wir also, dass die süße Verführung etwas in den Köpfen und Herzen der jungen Menschen bewegt und sie sich mit dem Thema Bienen(sterben) und Imkerei auseinander setzen wollen. Denn es ist IHRE Zukunft, die in Gefahr ist. Uns älteren Menschen bleibt nicht mehr viel Zeit, auszubügeln, was wir angerichtet oder in Kauf genommen haben. Wir können nur die Fehler der Vergangenheit reumütig gestehen, die Sturmflagge hochziehen und mit allen Mitteln dabei helfen, es künftig besser zu machen.

Danke an die Schulgemeinschaft für alle interessierten Fragen, fürs Mitmachen und Mitdenken … und an Daniel Schiller sowieso! Wir freuen uns auf euch für den Teil 2 am Donnerstag! See you!

Ilona Munique und Reinold Burger von der Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de.

 

Gesundheitsmesse Bamberg – ein Tag mit der Schulbiene!

Bamberger Schulbiene auf der Gesundheitsmesse 2015Die Schulbiene fliegt zur Gesundheitsmesse franken aktiv & vital in Bamberg!

Besuch am Bienenstand

Besuch am Bienenstand zur Gesundheitsmesse

Heute am Sa., 07.03.2015 am Stand H91 (Haupthalle, ganz hinten rechts) ist die „Bamberger Schulbiene“ auf Einladung der REWE-Group, unseres Hauptsponsors der Bienen-InfoWabe, ebenfalls dort für einen Tag vertreten.

Unser Partner und wir haben uns einiges einfallen lassen für die ganze Familie! Neben einer Lehrbienenbeute für die Neugier der Gößeren darf gemalt, gebastelt (Kartoffeldruck und Wildbienenhotelchen) und gerätselt werden.

Stündlich gibt’s einen Hauptgewinn mit unseren beiden Preisrätsel zu gewinnen. Mitmachen dürfen alle, und der Clou – exklusiv für unsere Blogleser/innen stellen wir  die beiden Rätsel hier ein:

Ausdrucken, ausfüllen, mitbringen und gewinnen. Es gibt Schlemmerkörbchen, gesponsert von … na  klar – den REWE-Märkten aus Bamberg und Umgebung!

REWE-Glücksrad zur Gesundheitsmesse

Das REWE-Glücksrad zur Biene kennt keine Verlierer!

Daneben dreht sich Glücksrad, an dem es ebenfalls keine Verlierer gibt. Außerdem jede Menge Informationen und Tipps zum Erhalt der Bienenwelt, zum gesunden Ur-Produkt Honig sowie zur Imkerei, ein modernes Hobby mit langer Tradition und enormer Bedeutung für die Wirschaft.

Außerdem stellen wir unser Projekt „Bienen-InfoWabe“ vor, für die wir eben jenen Hauptsponsor gewinnen konnten.

Plüschbiene als Wärmekissen vom Mediateam auf der Gesundheitsmesse Bamberg

Plüschbiene als Wärmekissen (Sarah Prinz vom Mediateam)

Übrigens haben wir gleich noch eine Biene entdeckt, und zwar am Stand von mediateam (Hallstadt), welches Wärmekissen in Form von Plüschtieren vorstellt und verkauft, nebst anderen wohluenden Errungenschaften für die Gesundheit. Schaut einfach mal vorbei, da gibt’s viel zu probieren und die Stimmung ist wirklich gut!

Wir freuen uns auf euch!

„Wann dürfen wir die Bücher haben?“ – Wunderburgschule (II)

Die Schulbiene freut sich über das Abschiedsgeschenk der Wunderburg-Erstklässler

Die Schulbiene freut sich über das Abschiedsgeschenk der Wunderburg-Erstklässler

25 ausgelassene Kinder schwirrten wie ein Schwarm Bienlein in den Raum ein, um uns sogleich mit dem eingeübten Klassiker „Summ, summ, summ …“ fröhlich zu begrüßen. Eines der Mädchen hatte sich sogar als Biene geschminkt, eine andere trug für diesen Tag extra ein gelbes T-Shirt zu schwarzer Hose. Natürlich bedanken wir uns für so viel Vorbereitung mit einem „Fleißbildchen“. Und wo, wenn nicht beim Bienenthema sind wir dem beinahe schon unzeitgemäßen Begriff „Fleiß“ so nahe wie hier.

Das Schulbienen-Curriculum

Curriculum Schulbiene Klasse 1, Halbjahr 1

Im zweiten Tagebucheintrag berichte ich nun, WIE der Unterricht in der Wunderburgschule am 10.02.2015 für die Klassen 1a und 1b ablief. Grundsätzlich verwenden wir für die ersten Klassen je nach Jahresfortschritt zwei verschiedene Pläne. Denn die Kinder sind gegen Ende des Schuljahres schon sehr viel weiter als noch vor den Faschingsferien. Hier also unser Curriculum für das erste Halbjahr des ersten Grundschuljahres.* Sicher lässt es sich nicht einfach nachahmen, doch mag es als Inspiration dienen.

Der Clou an unseren Plänen ist ohnehin der, dass sie – nach Art eines Spiralcurriculums – über die Jahrgangstufen hinweg aufeinander aufbauen und sich dabei kaum wiederholen, da immer wieder andere Schwerpunkte gesetzt werden. So wird beispielsweise in der zweiten Klasse (hier ein Beispiel) das Wissen um die Einzelbiene mit dem Wissen um die drei Bienenwesen und ihre unterschiedlichen Merkmale ergänzt. Und einiges mehr.

Zwei Schwerpunkte – Biene und Honig

Für die heutigen zwei Schwerpunkte, nämlich die Biene als Einzelwesen im Kontext der Insekten sowie die Erklärung, worin der Honig entsteht, brachten wir entsprechendes Anschauungsmaterial mit.

Bamberger Schulbiene in der 1a der WunderburgschuleDie Biene konnte erfahren und erlebt werden mittels zweier Arbeitsblätter, die zum Rätseln, Ausmalen und Ergänzen einluden. Dabei griffen wir das am Vortag im Deutschunterricht erlernte „ie“ auf (was wir von der Lehrerin im Vorfeld erfrugen). Wie passend, dass in der Fibel die Biene als Lautgeberin herhalten durfte.

Anschauungsmaterial "Honigwabe" Der Honig – wo wird er aufbewahrt? Im Glas, glasklar! Doch da ist er bereits geernetet und steht uns Schleckermäulern griffbereit zur Verfügung. Und vorher? Das zeigten wir mit Hilfe dreier Waben in verschiedenen Stadien: ein Rähmchen mit einer gewalzten Mittelwand, Waben nach dem Ausschleudern, und schließlich als Highlight eine schwere, da prallgefüllte Honigwabe aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Bücher erwünscht

Anschauungsmaterial "abgeschleuderte Honigwabe"Kein Buch kann das geruchliche Erlebnis gänzlich ersetzen. Und so wollten alle noch einmal daran schnuppern, bevor wir endgültig Schluss machen mussten. Die Zeit war ruck-zuck vorbei und das Abschlussfoto wollte auch noch aufgenommen werden.

Gekürzt hatten wir daher unser Curriculum vom Ende her. Das als Schlusspunkt vorgesehene Vorlesen kann jedoch nachgeholt werden, da wir unseren Büchertrolley mit einer Auswahl an Bücheren sowie einem Leseexemplar für (fast) jedes Kind eine Zeitlang in der Schule lassen.

Dazu eine Geschichte, an der wir sehen, wie wichtig den Kindern Bücher aller Unkenrufe zum Trotz offenbar sind:

Fleißbildchen fürs BienenliedIm Anschluss an den Wunderburger Schulbesuch gingen Reinhold und ich, verkleidet wie ich war, zum Mittagessen in die angrenzende Gastwirtschaft. Kurze Zeit später kam eines der von uns unterrichteten Schülerinnen, um mit den Eltern und der wohl zu Besuch weilenden Verwandtschaft ebenfalls Mittagspause zu machen.

Begeistert berichtete die Schülerin ihrem Onkel und der Tante, dass die Schulbiene heute dagewesen wäre und zeigte das ausgeteilte Wabenstück und das „Fleißbildchen“. Als das Mädchen uns schließlich am Nachbartisch entdeckte, strahlten ihre Augen. Nach einer Weile fasste sie sich ein Herz, uns zu fragen: „Wann dürfen wir denn die Bücher bekommen, die ihr uns mitgebracht habt?“

Die Bücher sollten nämlich erst noch von den Lehrerinnen, Inge Grimm und Birgit Diller, ausgeteilt werden, eben, weil wir nicht genügend einzelne mitbringen konnten, um sofort jedem Kind eines in die Hand zu geben, damit es zuhause gleich das Gelernte vertiefen konnte. Daher nutze ich die Gelegenheit, hier um etwas zu bitten:

Ein Bienenbuch für jedes unterrichtete Schulkind

Bisher konnten wir zwar etliche Einzelausgaben, doch nur bei zwei Buchtiteln einen ganzen Klassensatz kaufen. Für die ersten zwei Grundschuljahre waren das 35 Exemplare „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ von Rolf Butschkow. Da es in der Wunderburgschule jedoch zwei Klassen und somit 50 Kinder waren, die wir besuchten, müssen sich dort nun ein paar Schüler das Büchlein teilen. Doch wir stocken immer wieder auf, je nach Spendeneingang.

Für die Jahrgangsstufen drei bis vier hatten wir übrigens das Buch „Im Bienenstock“ von Heiderose Fischer-Nagel angeschafft. Unser Ziel ist es, dass wir an alle Jahrgangsstufen altersgemäße Titel wenigstens einmal als Klassensatz entleihen können.

Doch je komplexer die Inhalte, desto teurer die Bücher. So wünschen wir uns für die Dritt- bis Achtklässler das Sachbuch aus der Reihe Tessloff-Wissen: Bienen und Wespen für € 9,95. Für eine Klassenstärke bis 30 Kinder brauchen wir knapp € 300. Wer mag uns – gerne gegen einen über die Namensverlinkung hinausgehenden, schönen Bericht – hierbei unterstützen?

Je mehr Kinder wir per Unterricht und medial rundherum versorgen können, desto höher ist die Chance, später einmal interessierte Jungimker zu erhalten. Eben zum Erhalt der Bienenwelt und damit zum Erhalt der Bestäubungsleistung unserer regionalen Obst-, Beeren- und Gemüsepflanzen, in und um unsere schöne Gärtnerstadt Bamberg.

In der auch WIR gerne leben und uns begeistert engagieren. Helfen Sie mit, damit uns allen geholfen ist!

* Die Zeichnungen auf den ausgeteilten Arbeitsblättern darf ich nur innerhalb Schulen ausgeben, jede andere Verbreitung ist leider nicht erlaubt. Deshalb kein Bild davon.

„Ich liebe diese Schulbiene“ – Wunderburgschule (I)

"Ich liebe diese Schulbiene" – Bienenzeichnung von Annika, WunderburgschuleViele liebe Meschen helfen mit, die Schulbienen-Besuch zu ermöglichen. Wovon am 10.02.2015 zwei Grundschulklassen der Wunderburgschule profitierten. Nutznießer ist die Bienenwelt. Ganz sicher sind es jetzt 50 Kinder mehr, die einer Biene nichts zu leide tun, sondern stattdessen ein Auge auf sie haben werden. Denn – so haben wir es sogar schriftlich! – „ich liebe diese Schulbiene“. Das stand auf dem Dankesbrieflein zu lesen, welches die beiden „Schulbienen“, Reinhold Burger und Ilona Munique, mit nach Hause nehmen durften und uns sehr berührt hat!

Schulimker Reinhold in der WunderburgschuleWir wollen im ersten Teil des Weblogs davon berichten, durch WEN dieser Bamberger Schulbienen-Unterricht überhaupt zustande kommen konnte, bevor wir über das WIE berichten. Denn es ist NICHT unser Hauptberuf, sondern ein gerne erfülltes Ehrenamt, dass nur deshalb möglich ist, weil viele ineinander greifende menschliche „Rädchen“ für ein rundes, wunderbares Ganzes sorgen. Für das wir uns herzlich mit den heutigen Beitrag – sozusagen zum Valentinstag – bedanken!

Die Lehrerinnen der Wunderburgschule

Klasse 1a beim Schulbienenunterricht in der Wunderburgschule

Klasse 1a der Wunderburgschule mit der Bamberger Schulbiene und Bienenpatin Claudia Meyer am 10.02.2015

Eingeladen hatten uns die beiden Klassenleiterinnen, Inge Grimm für die 1b und Birgit Diller für die 1a. Sie kannten uns bereits vom letzten Jahr, als wir die Stadtwerke-Spende einlösten. Frau Grimm schrieb daher vergangenen Oktober: „Nachdem Sie mich und meine Klasse im letzten Schuljahr mit Ihrem Besuch sehr begeistert haben, möchte ich anfragen, ob Sie auch in unsere 1. Klassen kommen würden. […] Wie teuer wäre es pro Schüler bzw. Klasse, damit ich es am nächsten Elternabend besprechen kann.“ Es wurde gar nicht teuer, stattdessen wieder einmal kostenlos. Denn alles, was da Kosten verursachen könnte, war bereits wundersamerweise bezahlt worden. Von wem?

Die Bienenpatinnen Gabriele, Sabine und Claudia

Bienenpatin Gabriele LoskarnEs traf sich prima, dass Gabriele Loskarn ihre Bienenpatenschaft, die sie im Juli 2014 einging, mit der Bitte verband, von ihrer Unterstützung möge ein Schulbienenunterricht gehalten werden. Und der Zufall wollte es für die selbständige Bürokauffrau, dass es in der Wunderburgschule sein sollte. Gingen doch auch ihre Mädchen früher einmal dort in die Grundschule.

Bienenpatin Sabine SaamEbenfalls von einer Bienenpatin finanziert war der heute erstmalig eingesetzte Bienentrolley. Er beherrbergte die von Spendengeldern gekauften Bilder- und Sachbücher*, die die Klassen einige Wochen lang behalten dürfen. Sabine Saam spendete den rollenden Medienrucksack zusätzlich zu ihrer Patenschaft, die mit der Anschaffung einer Lernbeute verbunden war. Doch für die ersten Klassen fangen wir ganz  klein an, nämlich mit dem Kennenlernen der Biene an sich und worin sie den leckeren Honig einlegt.

Bienenpatin Claudia MeyerBeim Transport all der wunderbaren Anschauungsmaterialien half uns Bienenpatin Claudia Meyer. Sie folgte unserem Aufruf unter den 22 Bienenpatinnen und -paten, dass, wer Lust hat, uns zu unserem ersten Bienenunterricht des neuen Jahres begleiten könne. Als selbständige Heilpraktikerin hält sich Claudia immer den Dienstag frei, und so fuhr sie uns in die Wunderburgschule und half auch bei der Durchführung der beiden Schulstunden.

Was die Erstklässler dabei erlebten und was nach dem Unterricht in der Wunderburg noch geschah, erfahrt ihr im zweiten Teil. Bis dahin … summ, summ, summ!

* Frühere Artikel zum Thema “Medienrucksack”:

Neues Bücherfutter für die Bamberger Schulbiene

Für den Erstklässlerunterricht, aber auch für ältere Kinder, haben wir wieder einmal ein paar Bücher eingekauft, zum Beispiel „Wie lebt die kleine Honigbiene?“ von Friederun Reichenstetter und „Bienen und Wespen: Flüssiges Gold und spitzer Stachel“ (Was ist Was?“) von Alexandra Rigos und „Die Biene“ vom Verlag Esslinger. Bezahlt aus Spenden der Bevölkerung. Vielen Dank!

Bienenzeichnung von Annika aus der WunderburgschuleDerzeit testen die Wunderburgschulkinder, welche ihnen am besten gefallen. Nach dieser fachkundigen Prüfung (sie sind schließlich selbst richtige kleine Künstler!) wird das beliebteste Bilderbuch als Klassensatz zu 25 Stück angeschafft werden. Wer dazu einen Beitrag leisten möchte – wir freuen wir uns über jede Zuwendung.

[Unbeauftragte Werbung]

Cover "Imkern – rückenschonend und kräftesparend"Frisch aus der Druckerpresse erhielten wir soeben das Sachbuch „Imkern – rückenschonend und kraftsparend“ der Autoren Friedrich Pohl und Jörg Knuppertz. Das Besondere daran: Auf S. 50 könnt ihr unsere Bienenpatin Sabine Saam auf zwei Fotos sehen. Sie entstanden anlässlich ihrer Teilnahme am Honigschleuder-Erlebnistag 2014. Der Kosmos-Verlag entdeckte die Fotos mit Sabine im Rollstuhl auf unserer Webseite und bat uns um die Veröffentlichungsrechte. Die wir natürlich gerne erteilten, zumal wir uns selbst auf die hilfreichen Tipps freuten!