Wahlprüfstein OB-Wahl Bamberg 2026 zu Lichtemission / Lichtverschmutzung

Matthias Engel, Carsten Przygoda, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

Matthias Engel, Carsten Przygoda, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Werden Sie / wirst du in der kommenden Legislaturperiode konzeptionell gegen Lichtimmission* („Lichtverschmutzung“) in Bamberg zum Wohl der Insektenwelt vorgehen?“
(*Korr. 10.03.26: Lichtemission: Licht, das von einer Quelle ausgeht. Lichtimmission: Auswirkungen des Lichts in der Umgebung)

Falls ja … was ist konkret oder zumindest im Entwurf geplant?
Wahlzettel OB-Wahl Bamberg 2026So lautete die Wahlprüfsteinfrage unseres Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) an die acht Oberbürgermeisterkandidierenden Bambergs. Hier nachzuhaken hatten wir uns bereits vor sechs Jahren anlässlich des Volksbegehrens zu Bauern und Bienen ins Aufgabenbuch geschrieben.²
Die Antworten der OB-Kandidat(inn)en (Stand: 10.03.26, 16.30 Uhr):

Melanie Huml (CSU)

(Gekürzte Fassung via perplexity.ai)
Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Engagement für Bienen und Umweltbildung in Bamberg. Lichtemissionen betreffen sowohl den Insektenschutz als auch die Sicherheit im öffentlichen Raum. Beides gilt es verantwortungsvoll zu verbinden.
Gute Beleuchtung an Schulwegen und Haltestellen bleibt wichtig für Prävention und Sicherheit. Daher setzen wir auf intelligente, keine pauschalen Abschaltlösungen. Moderne LED-Technik, gezielte Abschirmung und Steuerungssysteme können helfen. So erreichen wir weniger Energieverbrauch, mehr Sicherheit und besseren Insektenschutz. Auch Stadtgrün, Begrünungen und Umweltbildung sind Teil unseres Programms. Der Erhalt von Artenvielfalt und Lebensräumen ist mir ein zentrales Anliegen. Ich freue mich über den weiteren Austausch mit Ihrem Förderverein zu gemeinsamen Lösungen.
-> Zum Originalwortlaut¹

Claudia John (FREIE WÄHLER)

Bereits 2020 haben wir uns mit diesem Thema beschäftigt.
Lichtverschmutzung steht immer in Konflikt mit dem Sicherheitsbedürfnis von Menschen. Deshalb setzen wir uns weiter dafür ein, dass Beleuchtung, wo es geht, ausgeschaltet wird. An von Passanten frequentierten Stellen wären Bewegungsmelder eine Idee.

Jonas Glüsenkamp (GRÜNE)

noch ausstehend

Sebastian Martins Niedermaier (SPD)

noch ausstehend

Ralf Stöcklein (FDP)

Da meine Eltern Imker sind, ist mir das Thema bekannt und sehr wichtig. Lichtemissionen haben nicht nur auf Tier und Pflanzenwelt einen sehr großen Einfluss, sondern auch auf den menschlichen Biorythmus und damit auch durchaus auf die Gesundheit. Ich will dagegen vorgehen, indem künftig die Regelungen des Bundes-Immissions-Schutz-Gesetzes überall eingehalten werden. Schwerpunktmäßig soll als erstes die Straßenbeleuchtung nachts zu bestimmten Zeiten ganz abgeschaltet, die Lichtfarbe angepasst und die Abstrahlung in den Himmel reduziert werden.

Hans-Günter Brünker (Volt)

So wie in den letzten 6 Jahren auch, werden wir, insbesondere bei Entscheidungen im Bausenat und bei Bebauungsplänen, uns dafür einsetzen insektenschädliche Lichtemissionen zu vermeiden. Oft handelt es sich dabei um rein optisch indizierte Beleuchtungsmaßnahmen die man schon durch eine vernünftige Beratung verhindern kann.

Jürgen Weichlein (BM)

noch ausstehend

Johannes Frey (Die Linke)

ja, wir werden das Thema Lichtemission konzeptionell angehen. Der Schutz der Artenvielfalt ist Teil unseres ökologischen Schwerpunktes und dazu gehört auch die Reduzierung unnötiger künstlicher Beleuchtung.

Konkret setzen wir uns ein für:

  • warme, nach oben abgeschirmte Lichtquellen und die systematische Überprüfung bestehender Laternen,
  • den Einsatz smarter Straßenbeleuchtung, die nur bei Bedarf leuchtet. Es gibt keine belastbaren Hinweise, dass solche Systeme störanfälliger sind und Modellversuche wie etwa in Tübingen zeigen vielmehr, dass moderne Technik zuverlässig funktioniert, während veraltete Anlagen häufige Ausfälle verursachen,
  • die zeitliche Begrenzung der Anstrahlung öffentlicher Gebäude sowie die Abschaltung von intensiver Leuchtreklame und Schaufenstern zwischen 22 Uhr und Sonnenaufgang,
  • die Prüfung insektenverträglicher Alternativen wie spezieller, weniger störender Lichtfarben (z. B. Rotlicht in sensiblen Bereichen).

Unabhängig davon halten wir es für notwendig, die Beleuchtungssituation in Bamberg insgesamt zu evaluieren und alle Wege auf gute, sichere und zugleich umweltverträgliche Ausleuchtung zu überprüfen. Sicherheit und Insektenschutz dürfen kein Gegensatz sein, denn moderne Technik ermöglicht beides. Gerne stehen wir für einen Austausch zur Verfügung.

Wir danken allen, die geantwortet hatten und versprechen: WIR bleiben dran am Thema!

P. S.: Die fehlenden Eintragungen werden, sobald eingegangen bei uns, aktualisiert.


Fußnoten


¹ Originalwortlaut Melanie Huml (CSU)

Vielen Dank für Ihre Anfrage und vor allem für Ihr langjähriges Engagement für Bienen, Bestäuber und Umweltbildung in Bamberg. Initiativen wie Ihr Förderverein tragen entscheidend dazu bei, dass das Thema Artenvielfalt in unserer Stadt sichtbar bleibt und praktische Unterstützung erfährt.

Zu Ihrer Frage:

Ja, das Thema Lichtemission bzw. Lichtverschmutzung sollte auch auf kommunaler Ebene stärker berücksichtigt werden – insbesondere mit Blick auf den Schutz von Insekten und damit auf die biologische Vielfalt insgesamt.

Dabei ist mir jedoch wichtig, zwei Ziele verantwortungsvoll miteinander zu verbinden: Einerseits den Schutz von Natur und Artenvielfalt, andererseits die Sicherheit der Menschen im öffentlichen Raum, die für mich eine zentrale Aufgabe der Stadt bleibt.

Gute Beleuchtung ist gerade an sensiblen Orten – etwa auf Schulwegen, an Bahnhöfen, Haltestellen oder in Unterführungen – ein wichtiger Bestandteil von Sicherheit und Prävention. Deshalb kann es beim Thema Lichtemission nicht um pauschale Abschaltungen gehen, sondern um intelligente und ausgewogene Lösungen.

Genau diesen Ansatz verfolgen wir auch in meinem Programm für Bamberg: Wir wollen Sicherheit im öffentlichen Raum stärken – unter anderem durch bessere Ausleuchtung von Problemstellen, moderne Beleuchtungskonzepte und Smart-City-Lösungen. Gleichzeitig bietet gerade die Modernisierung der Beleuchtung die Chance, Energieverbrauch zu senken und Insekten besser zu schützen.

Vor diesem Hintergrund kann ich mir mehrere konkrete Ansatzpunkte vorstellen:

  • Überprüfung der städtischen Beleuchtung bei Neuplanungen und Modernisierungen im Hinblick auf Energieeffizienz und Insektenfreundlichkeit,
  • gezielte Ausrichtung und Abschirmung von Leuchten, damit Licht dorthin fällt, wo es gebraucht wird – und nicht unnötig in den Nachthimmel oder in Grünflächen abstrahlt,
  • moderne LED-Technik mit geeigneter Lichtfarbe, die sowohl energiesparend als auch für Insekten weniger problematisch ist,
  • intelligente Steuerungssysteme, etwa durch zeitweises Dimmen in wenig frequentierten Bereichen, sofern dies mit der Sicherheitslage vereinbar ist.

Solche Lösungen verbinden mehrere Ziele gleichzeitig: mehr Sicherheit, weniger Energieverbrauch und einen besseren Schutz für Insekten und andere nachtaktive Tiere.

Der Schutz von Natur und Umwelt ist mir grundsätzlich ein wichtiges Anliegen. In meinem Programm für Bamberg finden sich daher auch zahlreiche Maßnahmen, die zur Verbesserung der ökologischen Situation beitragen – etwa mehr Stadtgrün und zusätzliche Bäume, Programme zur Beschattung von Schulhöfen und Spielplätzen, Dach- und Fassadenbegrünungen, der naturnahe Umbau unserer Wälder zu klimaresistenten Mischwäldern sowie der Schutz der Anbauflächen der Bamberger Gärtner und unserer Kulturlandschaften. Auch Umweltbildung in Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und Jugendarbeit wollen wir gezielt stärken.

Das Engagement für den Schutz von Bestäubern begleitet mich – wie Sie wissen – schon lange. Bereits während meiner Zeit als Umweltstaatssekretärin in Bayern habe ich Initiativen unterstützt, die Lebensräume für Bienen und andere Insekten stärken, Umweltbildung fördern und Projekte aus der Zivilgesellschaft mit staatlichen Fördermöglichkeiten vernetzen.

Mir ist dabei ein Grundsatz besonders wichtig: Gute Politik entsteht im Austausch mit den Menschen vor Ort. Deshalb schätze ich Initiativen wie Ihren Förderverein sehr. Gerne bleibe ich mit Ihnen im Gespräch, wenn es darum geht, praktische Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Schutz der Insektenwelt als auch die Sicherheit im öffentlichen Raum im Blick behalten.


² 06.02.2020: Vortrag „Lichtverschmutzung“ zeigt Gefahren und Perspektiven auf -> Aktualisiert am 10.03.2026

2. Teil: Ergebnisse zu Bamberger Wahlprüfsteine „Biene & Stadtnatur“

Rathaus am Maximiliansplatz BambergUnsere Wahlprüfsteine „Biene & Stadtnatur“ sollten die neuen Oberbürgermeisterkandidat(inn)en auf unsere Initiative aufmerksam machen und unsere Herzensinhalte verraten. Uns selbst erleichtern die Antworten natürlich die persönliche Wahlentscheidung. Die ersten fünf Antworten von OB-Kandidat(inn)en finden Sie hier. Zwei letzte reichen wir hier mit Dank nach*.

Die 6 gestellten Fragen endeten mit der Bitte um ein Statement. Folgende Aussagen standen dabei zur Auswahl:

Als Oberbürgermeister/in würde ich mich dafür stark machen, …

    1. … dass die Initiatoren zu Planungen, Fragen und als Entscheidungshilfe zur Stadtökologie vor allem in Sachen Bienen und Insekten grundsätzlich vertrauensvoll mit einbezogen werden
    2. … dass die Blühoffensive der Stadt Bamberg weiterhin bestehen bleibt und zielorientiert ausgedehnt wird
    3. … dass ein Lichtkonzept erarbeitet wird, um die sogenannte „Lichtverschmutzung“ als eine der mitverantwortlichen [Faktoren] des Insektensterbens im Stadtgebiet eingedämmt wird
    4. … dass eine Personalaufstockung im Garten- und Friedhofsamt angestrebt wird, um die vielfältig und anspruchsvoller werdenden Aufgaben, einhergehend mit den gesetzlichen Rahmen des „neuen bayerischen Naturschutzgesetzes“, adäquat umsetzen und um dem nicht mehr umkehrbaren Klimawandel besser begegnen zu können
    5. … dass die eigenen landwirtschaftlichen Flächen, die an kleine wie größere Fließgewässer grenzen, ökologisch/umweltverträglich bewirtschaftet werden (Gewässerschutzstreifen ohne Ausnahmen!)
    6. … dass das hervorragende Verhältnis, das Initiative und Stadt bislang gewohnt sind, weiterhin bestehen bleibt

Antworten

Hans-Günter Brünker (Volt) …

… würde sich für alle o. g. Punkte stark machen. Das finden wir super gut! In ein Freifeld schrieb er außerdem:

BLIB ist eine tolle Initiative die den Menschen Natur nahe bringt. Besonders mit der Schulbiene und der Bienen-InfoWabe.
Vielleicht kann man die Erfahrungen von BLIB ja auch für andere Initiativen aus der Bürgerschaft nutzbar machen. Indem man anderen Initiativen zeigt worauf es ankommt wenn man ein solches oder ähnlich gelagertes Projekt zum Erfolg bringen will.

Christian Lange (CSU)

… würde sich ebenfalls für alle o. g. Punkte stark machen. Das ist ein motivierendes Versprechen! In das Freifeld schrieb er außerdem:

Macht Eure tolle Arbeit weiter so! Wie in den letzten 6 Jahren werde ich Euch als neuer Oberbürgermeister genauso sich in der Zukunft bestmöglich unterstützen!

Herzlichen Dank für alle Antworten, und wir haben unsere Kreuzchen daraufhin mit Bedacht und Überzeugung gesetzt. Möge die oder der bessere Bienen- und Insektenschützer gewinnen! Und falls andere Prioritäten wichtiger werden, uns immerhin nicht in unserem Tun blockieren, sondern immer auch ein offenes Ohr für uns haben.


* Sich von der Befragung ausgenommen hatte sich Manfred Pöner (FDP). Keine Reaktion kam von Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg) und Thomas Kellermann (Bambergs Mitte).

Ergebnisse zu Bamberger Wahlprüfsteine „Biene & Stadtnatur“

Luitpoldbrücke, Wir warten aufs ErgebnisImmer spannend: Wer wird auf unsere Wahlprüfsteine antworten? Blitzschnell war Ursula Redler (BA), die sich bereits am selben Tag meldete. Claudia John (FW) folgte zwei Tage später. Innerhalb einer Woche der amtierende Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD), tagesgleich Daniela Reinfelder (BuB). Fabian Dörner (Die Partei) antwortete ebenfalls rasch, ihn schrieben wir etwas später an.*

Unsere Wahlprüfsteine „Biene & Stadtnatur“ sollten die neuen Oberbürgermeisterkandidat(inn)en auf unsere Initiative aufmerksam machen und unsere Herzensinhalte verraten. Uns selbst erleichtern die Antworten natürlich die persönliche Wahlentscheidung.

Die 6 gestellten Fragen endeten mit der Bitte um ein Statement. Folgende Aussagen standen dabei zur Auswahl:

Als Oberbürgermeister/in würde ich mich dafür stark machen, …

    1. … dass die Initiatoren zu Planungen, Fragen und als Entscheidungshilfe zur Stadtökologie vor allem in Sachen Bienen und Insekten grundsätzlich vertrauensvoll mit einbezogen werden
    2. … dass die Blühoffensive der Stadt Bamberg weiterhin bestehen bleibt und zielorientiert ausgedehnt wird
    3. … dass ein Lichtkonzept erarbeitet wird, um die sogenannte „Lichtverschmutzung“ als eine der mitverantwortlichen [Faktoren] des Insektensterbens im Stadtgebiet eingedämmt wird
    4. … dass eine Personalaufstockung im Garten- und Friedhofsamt angestrebt wird, um die vielfältig und anspruchsvoller werdenden Aufgaben, einhergehend mit den gesetzlichen Rahmen des „neuen bayerischen Naturschutzgesetzes“, adäquat umsetzen und um dem nicht mehr umkehrbaren Klimawandel besser begegnen zu können
    5. … dass die eigenen landwirtschaftlichen Flächen, die an kleine wie größere Fließgewässer grenzen, ökologisch/umweltverträglich bewirtschaftet werden (Gewässerschutzstreifen ohne Ausnahmen!)
    6. … dass das hervorragende Verhältnis, das Initiative und Stadt bislang gewohnt sind, weiterhin bestehen bleibt

Die Antworten von 5 OB-Kandidat(inn)en

Ursula Redler (BA) …

… würde sich für alle o. g. Punkte stark machen. Das finden wir vielversprechend! In ein Freifeld schrieb sie außerdem:

Klima- und Umweltschutz muss bei allen kommunalen Entscheidungen Berücksichtigung finden. Gerade auch in der Bildung von Kindern muss er eine große Rolle spielen, um das gesellschaftliche Umdenken zu unterstützen und voran zu bringen. Evtl. könnte man hier auch mit Baumpflanzaktionen ansetzen – in Richtung der Idee von Plant for the Planet – und Müllsammelaktionen initiieren.

Claudia John (FW) …

… klickte alle Punkte außer „D“ an, hält also für eine Personalaufstockung im Garten- und Friedhofsamt entweder nicht für notwendig, der steigenden Gießarbeiten bei fortschreitendem Klimawandels zum Trotz, oder aber sie sieht hier keinen finanziellen Spielraum – so unsere Vermutung. Ihr zusätzlicher Freitext lautete hingegen:

Danke für eure tolle Arbeit! Gerade im Bereich der Bildung kommt dieses Thema oft zu kurz. Ich als Lehrerin begrüße solche Initiativen sehr!

Andreas Starke (SPD) …

… konnte sich lediglich mit A (Einbezug unserer Initiative in Sachen Bienen und Insekten), B (Beibehaltung und Ausdehnung der Blühoffensive) und F (Bestand des Vertrauensverhältnisses) anfreunden. C, D und E schieden für ihn aus. An Interpretationsmöglichkeiten fielen uns folgende ein:

Im Falle C, dem Lichtkonzept, wurde 2006 für einen Lichtmasterplan (PDF) sicher viel Geld in die Hand genommen wurde. Allerdings nicht in Richtung Insektenschutz, der damals noch nicht auf der politischen Tagesordnung stand. Vielmehr ging es um eine Imagesteigerung der Bamberger Innenstadt. Dass dieser Plan heute nicht mehr Bedeutung hat, können wir angesichts der Verlautbarung unter „Licht aus für mehr Artenvielfalt“ nur hoffen. Vielleicht wähnt man sich hier sogar bereits auf der Erfüllerseite. Doch unsere nächtlichen Spaziergänge sagen uns, da ist noch Luft nach oben.

An der Kostenfrage scheiterte wohl das Nichtanhaken des Punkts „D“, die Personalaufstockung fürs Garten- und Friedhofsamt. Doch warum Herr Starke nicht „E“, also die ökologisch/umweltverträglich zu bewirtschafteten städteeigenen Flächen, die an Gewässerschutzstreifen grenzen, ankreuzen wollte? Zwar wurde ein Glyphosat-Verbot  immerhin schon ausgesprochen. Doch ist das bereits das Ende der Fahnenstange?! Sicher nicht, da könnte nachgefasst werden.

Daniela Reinfelder (BuB) …

… würde sich wie die Erstgenannte ebenfalls mit allen Punkten einverstanden erklären. Darüber freuen wir uns … und auf ihren Besuch, der ihren Club der modernen Hausfrauen in diesem Jahr noch zu uns an die Bienen-InfoWabe führen wird. Dort ließen sich die Details unserer Wahlprüfsteinumsetzung gerne näher erörtern, sofern … nun ja, noch ist alles offen. 😉

Fabian Dörner (Die Partei) …

… kann sich allen abgefragten Statements anschließen. Doch inwieweit wir das ernst nehmen dürfen?! Tja, das kommt davon, wenn man nicht berechen- und festlegbar sein will. Nun, wir gehen immer vom besten Falle aus. Sein Rat im zusätzlichen Textfeld lautet:

Bienen schützen! Hummel abwählen!


*Aus gegebenem Anlass verlinken wir absichtlich auf die jeweiligen Wahlwerbeseiten der antwortenden Kandidatinnen und Kandidaten. Schließlich sollen Sie sich über die Wahlprüfsteinantwort hinaus ein weiteres Bild ihrer Ambitionen machen können.

Auf Antworten warten wir noch von Christian Lange (CSU), Jonas Glüsenkamp (Grünes Bamberg), Martin Pöhner (FDP), Hans-Günter Brünker (Volt) und Thomas Kellermann (Bambergs Mitte). Falls da noch etwas kommen sollte, werden wir berichten.

Wahlprüfsteine „Biene & Stadtnatur“ zur Oberbürgermeisterwahl Bamberg 2020

Wahl UrnengangFür Bamberg stehen die Oberbürgermeister/innenwahlen an. Bei 13 Kandidatinnen und Kandiaten keine leichte Wahl. Wir finden es toll, dass sich so viele Menschen politisch aktiv beteiligen möchten, um unsere Stadt noch lebenswerter zu gestalten. Wahlprüfsteine sollen helfen, die „Neuen“ einerseits bereits im Vorfeld auf unsere Initiative aufmerksam zu machen und unsere Herzensinhalte zu verraten, und andererseits natürlich, uns selbst und anderen die Wahlentscheidung zu erleichtern. So viel sei verraten – wir könnten aus dem Stand heraus drei der Kandidat(inn)en auf diesem verantwortungsvollen Posten sitzen sehen!

Hier unsere Fragen, die wir (fast) allen senden werden. Einen Auszug der Antworten aus Nr. 7 wird es in der Woche vor der Wahl hier geben, sofern wir ein Feedback erhalten, versteht sich.

Wie gut kennst Du Deine / kennen Sie Ihre Wähler/innen und ihre Herzensthemen?

Mehrere Antworten möglich

  1. Die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de existiert seit …
    1. 2010 (10 Jahre)
    2. 2012 (8 Jahre)
    3. 2016 (4 Jahre)
    4. Ist mir nicht bekannt, aber gefühlt seit einer Ewigkeit
  2. Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB) ist …
    1. … ein gemeinnütziger Imkerverein
    2. … eine private Bürgerinitiative
    3. … ein rein kommerzieller Bildungsanbieter
    4. ist mir nicht bekannt, doch Hauptsache, es gibt euch!
  3. Die Angebote bzw. die Dienstleistungen von BLIB sind …
    1. Bienenpatenschaften
    2. Schulbienenunterricht für Schulen u. schulähnliche Institutionen
    3. Führungen an Lehrbienenständen
    4. Sonntagsöffnungen für die Bevölkerung
    5. Telefonische und persönliche Beratung zu den Themen Bienen, Honig, Imkerei und Natur
    6. Lobbyarbeit
    7. Bamberger Lagenhonig unter dem Regionalsiegel „Bamberg – weil’s mich überzeugt“
    8. Zuarbeit für Veterinäramtsarzt
    9. Unterhaltung der Bienen-InfoWabe (grünes Klassenzimmer)
    10. Unterhalt des Bamberger Bienengartens
    11. Fachvortrage
    12. Imkerkurse
    13. weiß ich nicht genau, doch irgendwas davon werden sie schon machen!
  4. Mit welchen Qualifikationen und Funktionen stehen Reinhold und/oder Ilona (außer ihren Brotberufen) für die Bevölkerung zur Verfügung?
    1. Initiatoren von Bienen-leben-in-Bamberg.de
    2. Imker/in
    3. Facharbeiter Bienenwirtschaft
    4. Tierwirt Fachrichtung Imkerei
    5. Imkermeister
    6. Vorstandsmitglied eines Imkervereins
    7. Gesundheitswart im IBZV e. V.
    8. Bienensachverständiger
    9. Erwachsenenbildnerin
    10. weiß nicht genau, aber Hauptsache, ihr wisst, was ihr tut!
  5. Die Bienen-InfoWabe, das „grüne Klassenzimmer“, …
    1. … steht auf der Erba-Insel am Bienenweg 1
    2. … befindet sich auf dem Geländer der Fuchsenwiese
    3. … steht auf städtischem Grund
    4. … wurde auf privaten Gelände errichtet
    5. … wurde mit einem privaten Kredit bezahlt
    6. … wurde über Spenden, Sponsoring und durch Eigenleistung finanziert
    7. … weiß nicht genau, aber gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden!
  6. Die Zukunft der Bienen-InfoWabe …
    1. … ist ungewiss, weil in Privatbesitz
    2. … ist gewiss, weil in Vereinsträgerschaft
    3. … ist für die Bevölkerung ein deutliches und beständiges Signal, wie wichtig Bienen und Insekten sind
    4. … wäre noch attraktiver, würde sie über Strom verfügen
    5. … wäre für den Unterricht noch geeigneter, würde sie über eine WC-Anlage in der Nähe verfügen
    6. … ist mir als Oberbürgermeister/in (weiterhin) wichtig als Zeichen und Versprechen einer positiven (Stadt-)Naturentwicklung
  7. Als Oberbürgermeister/in würde ich mich dafür stark machen, …
    1. … dass die Initiatoren zu Planungen, Fragen und als Entscheidungshilfe zur Stadtökologie vor allem in Sachen Bienen und Insekten grundsätzlich vertrauensvoll mit einbezogen werden
    2. … dass die Blühoffensive der Stadt Bamberg weiterhin bestehen bleibt und zielorientiert ausgedehnt wird
    3. … dass ein Lichtkonzept erarbeitet wird, um die sogenannte „Lichtverschmutzung“ als eine der Mitverantwortliches des Insektensterbens im Stadtgebiet eingedämmt wird
    4. … dass eine Personalaufstockung im Garten- und Friedhofsamt angestrebt wird, um die vielfältig und anspruchsvoller werdenden Aufgaben, einhergehend mit den gesetzlichen Rahmen des „neuen bayerischen Naturschutzgesetzes“, adäquat umsetzen und um dem nicht mehr umkehrbaren Klimawandel besser begegnen zu können
    5. … dass die eigenen landwirtschaftlichen Flächen, die an kleine wie größere Fließgewässer grenzen, ökologisch/umweltverträglich bewirtschaftet werden (Gewässerschutzstreifen ohne Ausnahmen!)
    6. … dass das hervorragende Verhältnis, dass Initiative und Stadt bislang gewohnt sind, weiterhin bestehen bleibt