Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Frohe Ostern und ein süßes Ende der Fastenzeit …

Osterbrunnenei mit Bienenmotiv, Fränkische Schweiz, Ebermannstadt… wünschen wir all unseren Bienenfreundinnen und -freunden sehr herzlich!

Ilona und Reinhold

Und auch, wenn es morgen kühl sein wird – der Saisonstart wird nicht verschoben. Ein heißer Kaffee wartet in der Bienen-InfoWabe auf alle Unterschrockenen. Oder sollten wir doch lieber Glüh-Met anbieten? Auch okay. Lasst uns das neue Bienenjahr feiern, wir haben es jedenfalls in diesem Baum schon kräftig summen hören.

Weißer Blütentraum vor blauem Himmel

Frisch geputzt und gepflanzt in die Osterzeit

Frisch gewaschene Plüschbienen warten auf ihren Saisoneinsatz in der Bienen-InfoWabeGroßes Wirbeln im Hause Bienen-leben-in-Bamberg.de, Sogar unsere Bienen haben wir alle einzeln gebadet, echt wahr! Heute werden noch die restlichen Stühle geputzt, denn letzthin ging uns das Wischwasser aus. Wir müssen jeden Trinkwassertropfen von zuhause aus mitnehmen, denn an der Bienen-InfoWabe gibt es keinen Wasseranschluss.

BIWa-Umgriff, KräuterbeetIm Anschluss wird endlich wieder eingeräumt. Rund 100 Buchtitel, zum Teil in Klassensatzgröße von 30 Stück, und die Imkereigerätschaften zum Anfassen wollen wieder in ihre Regale. Neu ausgedruckte Beschilderungen und unsere Erklärplakate angepinnt, die Fenster geputzt, der 42 m² große Fußboden gekehrt und die Rätselfragen-Himmelsgartenpflanzen nebst weiterer Rätsel für Klein und Groß ausgelegt sowie die Kaffeetafel für den Eröffnungssonntag zum 16.04. geschmückt werden.

Blumenkästen-Hofstadtgärtnerei für Saisonstart Bienen-InfoWabeAber auch die Außenanlagen erhalten einiges an Zuwendung. So werden die Wege mit einem Vlies als Unkrautsperre versehen und mit Rindenmulch aufgepolstert. Sodann die mittels eurer Spendengelder neu angeschaffte Stauden (Bamberger Staudengarten Strobler) eingepflanzt, die von der Garten- und Landschaftsplanerin Frauke Gabriel (Bamberger Kräuter Mussärol / Gertrud Leumer) liebevoll gesetzten Kräuter gegossen, die bildhübschen Blumenkästen von Carmen (Hofstadt-Gärtnerei) abgeholt, … ach ja, und zwischenrein die Bienen versorgt.

Ja, in all unserem Tun freuen wir uns auf euch!

Herzliche Einladung – besucht unsere frische Bienen-InfoWabe und fühlt euch wohl, inmitten der Themen Bienen, Honig, Imkerei und Natur im Erba-Park, Bienenweg 1, Bamberg!

Ilona und Reinhold

Bamberger Förderverein vor dem Aus?

Kürzlich auf der Heimatseite des FVBamberg2012 in Facebook zu lesen:

Logo Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.Steht der Förderverein [zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.] vor dem Aus?

Laut Vereinssatzung steht nach zwei Jahren nun 2017 wieder die Wahl des Vorstandes an. In der Vorbereitung für die Jahreshauptversammlung wird deutlich, dass Hauptakteure aus dem bisher über Jahre bewährten Vorstandsteam sich nicht mehr zur Wahl stellen werden.

Fb-Screenshot-FVBamberg2012Im Hauptvorstand wie auch bei den BeisitzerInnen wird es zu Neubesetzungen kommen müssen. Nach neun Jahren Kontinuität in der verantwortlichen Vereinsarbeit bei vielen Funktionsträgern liegt es in der Natur der Sache, dass es zu personellen Änderungen kommen kann. Das ist nun der Fall.

Aber – „Nachrücker“ oder „Kandidatenlisten“ existieren nicht.

Wenn aus der Mitgliedschaft keine Bereitschaft besteht, die Vereinsführung zu übernehmen bzw. zu unterstützen oder sich auch keine Bürger finden lassen, die den Verein mit neuer Mitgliedschaft und per Mitarbeit fördern wollen, kommt in dieser Konsequenz der aktuelle Vorstand in die Situation, in der Jahreshauptversammlung den anwesenden Mitgliedern die Auflösung des Fördervereins nach § 13 der Vereinssatzung vorzuschlagen. Die Mitgliederversammlung ist für Mitte des Jahres 2017 geplant.

ENDE Zitat

Wir fänden das jammerschade. Haben wir doch gute Erfahrungen mit dem Verein gesammelt. Er hat enorm viel getan für die Zukunft des Parks. Und unseres Wissens steht er finanziell gut da. Einen gesunden Verein aufzulösen, der für Bambergs Stadtleben von hoher Bedeutung ist, das kann und darf nicht sein. Wir jedenfalls würden uns mit Aktionen und dem „Verleih“ der Bienen-InfoWabe für kleinere Versammlungen oder Aktivitäten partnerschaftlich beteiligen. Also, fühlt euch angesprochen! Jedem neuen Vereinsvorstand winkt ein großes Glas Bamberger Lagenhonig!

Himmelsgartenrätsel zum Ostersonntag

Osterei mit BieneAb Ostersonntag beginnt wieder die Saison der Bienen-InfoWabe im Erba-Park. Wir laden wir alle herzlich zum Tag der Offenen Tür ein! Geöffnet ist von 14-17 Uhr.

Krokussetzaktion 2016, Bienen-InfoWabe Erba-Park BambergDa wir aktuell den Umgriff unseres grünen Klassenzimmers bepflanzen, liegt es nahe, unsere kleinen und großen Besucher ins Thema mit einzubeziehen. Daher werden wir – anders als ursprünglich angekündigt – keinen interaktiven Film laufen lassen, sondern uns mehr mit dem „Draußen“ beschäftigen.

Himmelsgartenrätsel zur Saisoneröffnung der Bienen-InfoWabe BambergFür Erwachsene halten wir ein Rätselraten „Himmelsgarten“ parat. Wer mit einem Lösungsversuch zu uns kommt, dem winkt ein Mitmach-Geschenk. Raetselfragen-Himmelsgartenpflanzen ankreuzen und mitbringen!

Natürlich dürfen sich auch alle Kinder und Jugendliche daran versuchen, doch für diese haben wir speziell  noch andere, etwas leichtere Rätsel vor Ort, ebenfalls mit einer kleinen Ostergabe verbunden.

Bamberger LagenhonigWir freuen uns sehr auf euch und euer Interesse an Bienen, Honig, Imkerei und Natur – lassen Sie uns fröhlich und / oder gemütlich bei Kaffee, Tee und Gebäck miteinander in das neue Bienenjahr durchstarten! Ja, und unseren Bamberger Lagenhonig können Sie selbstverständlich auch  noch fürs Osternest erwerben.

Team von Bienen-leben-in-Bamberg.deIlona Munique und Reinhold Burger,
Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

Totenfallbeobachtung: verkürzter Hinterleib

Totenfallkontrolle, verkürzter Hinterleib; Diagnose: VarroaschadenBei der Totenfallkontrolle konnten wir heuer das Phänomen des verkürzten Hinterleibs sehen. Es ist ein Zeichen von Varrobefall an der Larve, die vermutlich verbissen wurde. Die Bienenentwicklung ist beeinträchtigt und auch die Lebensdauer verkürzt sich.

Wir sind jedoch insgesamt zufrieden mit dem Zustand des Volkes an der Weide, an dem wir den Totenfall einsammelten.

Zum Thema Totenfallkontrolle siehe auch:

Amtliches und Rechtliches zur Bienenhaltung

Bienenhaus in Aufsess, Fränkische SchweizEinige Sachverhalte möchen wir hier nachfolgend aus unserer Sicht und Recherche in einem Gesamtzusammenhang darstellen, die in der Mitgliederversammlung des Imker- und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land am 11.03.2017 (s. a. Teil 1) für Irritationen gesorgt haben, was jedoch zugegebenermaßen systemimmanent, sprich: einem leicht unübersichtlichen Bürokratieverständnis geschuldet ist. Doch der Reihe nach:

1. Anmeldung und Betriebsnummer
Alle Imker (Hobby-, Neben- und Haupterwerbsimker) müssen ihre Völker im Veterinäramt (Stadt bzw. Landkreis) anmelden. Grundlage ist das Tiergesundheitsgesetz (TierGesG)¹, erlassen in der Bienen-Seuchenverordnung (BienSeuchV).

§ 1a

Wer Bienen halten will, hat dies spätestens bei Beginn der Tätigkeit der zuständigen Behörde unter Angabe der Anzahl der Bienenvölker und ihres Standortes anzuzeigen. Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer und legt hierüber ein Register an. Die Registernummer ist zwölfstellig und wird aus der für die Gemeinde der Bienenhaltung vorgesehenen amtlichen Schlüsselnummer des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Gemeindeschlüsselverzeichnisses sowie einer vierstelligen Betriebsnummer gebildet.

In Bayern ist der Anmeldevorgang zweigeteilt. Eigentlich hat der Imker damit seine primär verpflichtende Meldung an das Veterinäramt de facto nach der Lesart des §1 unserer Auffassung nach seine Schuldigkeit getan. Die zuständige Behörde (dem Verständnis nach das Veterinäramt, da nur dort Standort und Anzahl der Völker gelistet werden) müsste nun diese angezeigte Bienenhaltung mit einer Registriernummer belegen („Die zuständige Behörde erfasst die angezeigten Bienenhaltungen unter Erteilung einer Registernummer“).

Da die Registriernummer („Betriebsnummer“) jedoch in Bayern nur im Landwirtschaftsamt (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, AELF) zu bekommen ist, wäre der Imker bzw. die Imkerin aufgefordert, sich zuerst die Betriebsnummer (richtig: Registriernummer) geben zu lassen und DANN an das Veterinäramt Meldung zu leisten.

Also, erst Betriebsnummer, dann Veterinäramt. Dabei kann man folglich nichts verkehrt machen. Wer die Betriebsnummer nicht beantragt, MUSS jedoch seine Bienen wenigstens ans Veterinäramt melden, sonst wird das Versäumnis mit einem Bußgeld belegt. Hier dazu die Richtigstellung der Info aus der Mitgliederversammlung:

2. Ordnungswidrigkeit, nicht Straftat
Imker machen sich bei einer Nicht-Anmeldung der Bienevölker im Veterinäramt zwar nicht strafbar nach dem Strafgesetzbuch. Es ist jedoch eine Ordnungswidrigkeit, die eine Geldbuße (vergleiche auch Pressemeldung infranken.de / Bezahlschranke) nach sich ziehen kann. (Siehe auch „Straftat / Straftäter – Definition & Abgrenzung zur Ordnungswidrigkeit“).

Unser Fazit: Hat man die Meldung an das Veterinäramt ohne Registriernummer vollzogen, so kann demnach das alleinige Fehlen einer Betriebsnummer dem Grunde nach keine Ordnungswidrigkeit nach sich ziehen, legt man die Bedeutung zugrunde, die sich im Tiergesundheitsgesetz zum Schutz vor Tierseuchen findet. Anzahl und Standorte der Bienenvölker des gemeldeten Imkers sind dafür relevant, die Registriernummer führt lediglich Ihre Adresse auf. Dennoch sollten Sie es nicht darauf ankommen lassen, wenn Sie auf der sicheren Seite sein wollen!

[Aktualisiert am 03.03.2026]

¹ Gesetz zur Vorbeugung vor und Bekämpfung von Tierseuchen (Tiergesundheitsgesetz – TierGesG); Neufassung des Viehseuchengesetzes von 1969, auf den sich der §1a des Bienen-Seuchengesetz bezieht.

² Bienen-Seuchenverordnung

Einkaufstipp für Bamberger Bienenfreunde

Krokusse Hofstadt-Gärtnerei Krokusse Hofstadt-GärtnereiKrokusse Hofstadt-GärtnereiJETZT zum Wochenende Krokusse einkaufen, z. B. bei den Bienenpatinnen Carmen Dechant in der Hofstadt-Gärtnerei, Heiliggrabstraße 37a oder Annemarie „REWE“-Rudel in der Würzburger Straße (da gibt’s auch die Pflanzen von Carmen) einkaufen hat gleich mehrere Vorteile:

  1. BienenpflanzenfutterschildLieblingsnahrungsquelle für Bienen im zeitigen Frühjahr
  2. Quelle der Freude fürs menschliche Herz
  3. Blühlücken perfekt schließen. Denn jetzt gekauft wissen Sie genau, welche Farben und Sorten Sie erwischt haben. Sie können Krokusse getrost im Frühjahr einpflanzen, das muss man nicht zwingend im Herbst sein. So lassen sich
  4. Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de unterstützen. Denn die bekommen für diese  Werbung hier ein Tragerl voll Krokusse geschenkt! Das ist doch eine echte Win-win-Situation für Menschen, Bienen und Freunde.

Nebenbei ist in Bamberg der schöne Mitfastenmarkt. Also – auf nach Bamberg und den Frühling nach Hause tragen!

Bienenpatenschaftsverlängerungen zum 2. und 3. Male

Bienenpate Dietmar Schalkhäuser beim HonigverkostenAus Anlass der Verlängerung von Dietmar Schalkhäusers Bienenpatenschaft, für die er kürzlich seinen 10%-Rabatt beim Kauf des Bamberger Lagenhonigs nutzen konnte, verbunden mit einer kleinen Honigverkostung, möchten wir uns bei ihm und allen Bienenpatinnen und -paten bedanken, die uns treu zur Seite stehen.

Zwei Jahre beträgt die Bienenpatenschaft, die man mit uns abschließen kann, um den Bienen etwas Gutes zu tun. Einige verlängern bereits zum 2. und sogar zum 3. Mal seit dem Start dieser Idee im Jahr 2012. Heute möchten wir speziell diese „Wiederholungstäter/innen einfach einmal aufzählen:

In der zweiten Runde ihrer Patenschaft sind:

  • Christina Michel
  • Carmen Dechant
  • Sabine Gründler
  • Michael Alt
  • Felicitas Sauer
  • Sabine Saam
  • Ruth Vollmar
  • Annemarie Rudel
  • Gabi Loskarn
  • Ina Kudlich
  • Wiebke Burkhart
  • Daniel Schiller
  • Dietmar Schalkhäuser

Die dritte Runde eingegangen sind:

  • Elisabeth-„Mama“ Burger als (dienst-)älteste Bienenpatin
  • Dr. Regina Hanemann

Schön, dass ihr dabei bleibt!

Imkerforum 2017 (5): Rückstände in Honig und Pollen

Vortrag Dr. von der Ohe anlässl. Imkerforum in VeitshöchheimRückstände in Honig und Pollen zeigen auf, wie es um den Einsatz von Insektiziden, Herbiziden und Fungiziden in deutschen Landen bestellt ist. In diesem Falle innerhalb des Wirkungsbereichs von Dr. Werner von der Ohe, dem Leiter des Instituts für Bienenkunde Celle. Doch tatsächlich werden Bienen zum Umweltmonitoring in ganz Deutschland eingesetzt. Für das Deutsche Bienenmonitoring (DeBiMo) wurden in ca. 120 Imkereien Audits durchgeführt und Bienen-, Futter- und Honigproben entnommen, so der Bienenkundler in seinem Vortrag anlässlich des Imkerforums Veitshöchheim.

Und? Sind Rückstände feststellbar? Ja und Nein. Festgestellt wurden unterschiedliche Anreicherungen, je nach Land-, Wander- oder Stadtgruppe und ob im Bienenbrot, in den Pollenpellets oder im Honig. Gleich vorneweg: Bienen fliegen hin, wo es ihnen grad passt. Da kann es passieren, dass die Trachtpflanzen viele Kilometer weiter weg vom Stock interessanter für sie sind als wenige Meter vor der Haustüre. Es nützt also wenig, sie vor einem Beflug in gespritze und gebeizte Felder zu schützen. Vor allem Wanderimker dürften kläglich scheitern.

Pflanzenschutzmittel

Folie zur Untersuchung von Pflanzenschutzmittel © Dr. Werner von der OheSo war beispielsweise die Summe der Konzentration analysierter Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (gemessen in mg pro Kg) bei der Wandergruppe im Bienenbrot am höchsten, doch glücklicherweise im Honig praktisch nicht messbar. Das ist jetzt erst mal ganz grob und vereinfacht ausgedrückt.

Um die Ohren flogen uns Zuhörenden nämlich eine Vielzahl von Ergebnissen und Begriffen, die ich mich nicht mehr traue, nach der mittlerweile verflossenen Zeit noch wiederzugeben. Man sollte Berichte sofort verfassen, doch da wir auch zwischendrin unserem Broterwerb nachgehen, ist das leider nicht immer so einfach. Wir versuchen es also nach bestem Wissen und Gewissen, bitte genießt die Aussagen dennoch mit Vorbehalt. Gibt’s Fragen, dann bitte an Celle richten.

Pyrrolizidinalkaloide

Ein Wort, das einem Imker flüssig von den Lippen gehen sollte. Denn hier handelt es sich um reine Natur, noch dazu eine bei Bienen sehr beliebte. Sie schlecken allzu gerne an Borago, Echium, Eupatorium und Senecio. Doch diese enthalten eben Pyrrolizidin-Alkaloide, mit denen sich die Pflanze vor Verbiss schützt. Steigt der Gehalt im Honig, weil sich die Bienen allzu reichlich am Borretsch, Natternkopf, Wasserdost und Kreuzkraut labt, ist das auch für den Menschen nicht so ganz gesund. Ein Problem kann das eher in Norddeutschland sein, bekannt für das Jakobskreuzkraut. Grenzwerte gibt es nicht, Infos hingegen schon.
[Aktualis. 12.08.20: Link nicht mehr aktiv. Bitte verwenden Sie auf der Niedersachsen-Seite das Suchwort Pyrrolizidin-Alkaloide bzw. https://www.niedersachsen.de/live/search.php]

Fungizide und Insektizide

Folie zu Untersuchungen von Insektiziden © Dr. Werner von der OheEine „Höchstgehalt“-Liste an Fungiziden mit richtig hohen Werten, die Dr. von der Ohe zum Besten gab, las sich im Ranking der Fungizide im Bienenbrot zum Beispiel so:

  • Iprodion (12.800 μg/kg)
  • Fludioxonil (2800 μg/kg)
  • Boscalid (2683 μg/kg)
  • Azoxystrobin (2571 μg/kg)
  • Cyprodinil (1373)

Nun, vielleicht können Sie damit noch etwas anfangen. Mir blieb hängen, dass 67% des Iprodions, eine Saatgutbeize, im Spargelpollen gefunden wurde. 63,4% der Spargelpollen enthielten Azoxystrobin mit einem Spitzenwert von 1064 μg/kg, so war auf einer weiteren Folie zu erfahren. Ich erspare Ihnen weitere Einzelheiten zu den 30 entdeckten Insektiziden. Man muss dazu aber auch sagen, dass, je feiner die Messmethoden werden, umso mehr man auch findet. Ob die Mengen dann noch im schädlichen Bereich sind, sei dahingestellt.

Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Untersucht wurden in Celle außerdem PAKs, also polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe in Pollen und Honig. Die schlechte Nachricht: Der höchste Nachweiswert wurde im Pollen der Stadtbienen gemessen (8,44 μg/kg) im Gegensatz zum Landhonig (2,38 μg/kg). Im Honig jedoch waren die Nachweise fast gleichauf und außerdem sehr gering (Stadt: 0,45 μg/kg und Land 0,54 μg/kg).

Schwermetalle

Folie zur Untersuchung von Schwermetallen © Dr. Werner von der OheBei den nachgewiesene Höchstmengen an Schwermetallen im HONIG trieb es Mangan (1,85 μg/kg) an die Spitze, und zwar – wen wundert’s – auf dem Land, was auf die Düngung zurückzuführen ist. Gefolgt von deutlich geringeren Werten bei Aluminium (Brennstoffeinsatz im Energiebereich) und Zink, wobei sich Stadt und Land nicht allzu viel gaben (Werte zwischen 0,39 und 0,69 μg/kg).

Bei den Schwermetallen im POLLEN stand Zink (50,21 μg/kg )an der Spitze der Stadt- wie auch Landbienenhaltung, dicht gefolgt von Mangan in der Landimkerei. Gleich ähnliche Werte zeigten auf Platz drei Mangan in der Stadt sowie Aluminium in Stadt und Land (Werte zwischen 24,09 und 25,49 μg/kg). Kupfer mit einem Anteil zwischen 7,16 Land und 10,48 Stadt bildet sich ebenfalls noch relativ deutlich ab.

Überall im Honig und im Pollen fanden sich außerdem Spuren von Blei, Chrom, Nickel und Quecksilber wieder, und im Pollen zusätzlich auch Arsen, Cadmium und Selen. (Anmerkung: Schwermetallemissionen haben insgesamt durch den Einsatz von Filterverfahren abgenommen, so das Umweltbundesamt vom 20.06.2016.)

Das Verbundprojekt FIT BEE sagt zu Schwermetallen in Honig und Pollen schaut es noch ein wenig schlechter aus, vor allem, was das Aluminium und Kupfer anbelangt.

Fazit

Dennoch dürfte Honig eines der Ur-Produkte mit den wenigsten Rückständen Deutschlands sein. Die gemessenen Werte in den Pollen hingegen liegen oft um einiges höher. Schon auch von daher lehnen wir es weiterhin ab, Pollen zur Nahrungsergänzung zu sammeln und bitten um Verständnis dafür.

Fazit: Wir haben uns fest vorgenommen, dem Bieneninstitut in Celle einen Besuch abzustatten. Dr. von der Ohe hat uns schwer verdaulichen Brocken charmant und locker nahe gebracht, was sicherlich nicht so einfach ist. Wir sehen einen Gegenbesuch in Celle mit Spannung entgegen.

Serie zum Imkerforum 2017

(1): Zweizahn, Feuer und Piraten
(2): Varroabehandlungsmethoden
(3): Gefährliche Heumahd
(4): Wachsproblematik
(5): Rückstände in Honig und Pollen (diese Seite hier)

Schön ist das nicht! Schämt euch!

Kormoranhinterlassenschaft auf unseren BienenstöckenGießkannen für die PutzaktionDie Hinterlassenschaft von (vermutlich) Kormoranen, die sich seit Längerem in der Regnitzflusslandschaft wohlfühlen, finden weder wir noch unsere Bienenvölker lustig. Wir staunten nicht schlecht, als wir die Beuten weißgrau wie nach einem Ascheregen vorfanden. Allerdings mussten wir fast 14 Tage mit der Säuberung noch warten, eben bis es mehrstündig über 12 Grad hatte. Denn beim Putzen fühlen sich die Bienen natürlich gemüßigt, nachzusehen, was da an ihrer Wohnung scharrt. Ist es draußen zu kalt, würden sie beim Ausfliegen und Nachsehen am Ende noch verklammen.

Erba-Insel-Völker in BambergEs war gar nicht so einfach, ohne Wasseranschluss zu putzen. Kurzerhand karrten wir einige gefüllte Gießkannen an. Ein älterer Herr näherte sich auch sogleich und meinte, er hätte „die Situation beobachtet“. Tja, ich habe ihn nicht gefragt, ob er netterweise in die Hände geklatscht hat, um die kackenden Kormorane, die es vom überhängenden Ast aus sogar Fischköpfe auf die Bienenstöcke regnen ließen, zu verscheuchen. 😉