Aller guten Dinge sind drei … Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)

Die dritte Gruppe zum Wiederholungsmodul M4 und M5 mussten wir wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf den 29.05. vertrösten. Da wir die Inhalte und den Ablauf im Zuge der beiden ersten Gruppen bereits ausführlich beschrieben hatten, hier in der Wiederholung ein paar Ergänzungen.

Geübt hatte die Gruppe das selbständige Entnehmen der Rähmchen zum Zwecke der Weiselzellenkontrolle und dem Auffinden von geeigneten Brutwaben für die parallel beabsichtigte Ablegerbildung. Beides sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Schwarmverhinderung.

Ein überlegter Start

Doch vorab wurde erst einmal überprüft, ob das Material zur Ablegerbildung bereit stand, sodann der Smoker entfacht und das senkrechte Aufstellen einer Zarge zur Kippkontrolle ausprobiert. Zwar wäre die Kippkontrolle hier überflüssig gewesen, da wir ohnehin alle Waben auf der Suche nach einer Brutwabe durchsehen wollten, doch geschadet hat es nicht. So konnten noch einmal alle den Inspektionsblick auf die Unterseiten der Rähmchen schärfen.

Nachdem der Honigraum beiseite gestellt und die zweite Zarge mit Brutraum offen vor uns lag, konnten die Teilnehmenden loslegen. Am besten das zweite Rähmchen entnehmen und übers Eck an die Seite mit dem Flugloch stellen, um nachfolgend ungehindert die Rähmchen verschieben zu können. Nicht jedoch den Drohnenrahmen entfernen! Dieser ist ebenfalls an der zweiten, respektive der 9. Position. Da er keine Verdrahtung besitzt, ist die Wabe wackeliger und kann sich ablösen, würden wir sie wegstellen.

Jetzt wird’s knifflig!

Nachdem eine geeignet erschienene Brutwabe gefunden wurde, galt es, diese in den Ablegerkasten zu bugsieren. Bedeutet: in einer Hand die Brutwabe, die andere frei zum Öffnen des Ablegerkastens … für Anfänger/innen durchaus ein kleines Kunststück, das nur durch Üben, nicht durch Zuschauen alleine gelingt.

Durch eine offen gehaltene Lücke zwischen den Rähmchen kann man sich die ursprüngliche Position der entnommenen Brutwabe merken. Denn an diese Stelle füllt man am Ende mit einem Mittelwandrähmchen wieder auf – sofern man daran gedacht hatte, diese mitzubringen.

Weiter geht’s … und alle weiteren Rähmchen nach der Kontrolle hübsch an die andere gedrückt. So muss man am Ende nicht überlegen, wo welche Wabe entnommen wurde. Hat man nämlich eine NOCH geeignetere Brutwabe gefunden, so werden die beiden Kandidatinnen ausgetauscht. Immer dabei auf die Königin achten! Wo ist sie? Denn bei all dem „Handgreiflichkeiten“ kann sie schnell einmal „gerollt“ werden oder ins Gras fliegen, falls man nicht ohnehin brav mit der Kontrolle oberhalb der Beute bleibt.

Apropos Königin … um das Zeichnen zu üben, musste eine Drohne eingefangen werden. Da diese keinen Stachel hat, ist sie ein sehr geeignetes Objekt für Anfänger/innen. Ádám hatte sie trotz lästiger (coronaschutzbedinger) Handschuhe blitzschnell vom Rahmen gefischt. Nun wurde der Drohn in das Zeichenrohr bugsiert, mit dem Schiebestift, der ein weiches Schaumstoffpolster aufweist, sanft in Richtung Zeichengitter bzw. -stäbchen geschoben, wo er uns sodann seinen Rücken anbot und durch das Gitter „geschminkt“ werden konnte. Da hat er aber jetzt was zu erzählen, der Hübsche!

Nach der Durchsicht wird wieder alles dicht und mittig an seinen Platz gerückt. Der untere Brutraum muss nicht durchgesehen werden. Brennt der Smoker noch? Dann ist das Auflegen des Absperrgitters ohne allzu viele „Einzelschicksale“ rasch geschehen. Die Erfahrung lehrt einem, wie viel man von welchem Brennmaterial in den Smoker gibt, damit dieser bis zum Ende der Tätigkeit durchbrennt. Zwischendrin ein paarmal den Blasebalg betätigen hilft ebenfalls.

Marginalien? Mitnichten!

All das scheinen Marginalien. Und doch hat jede Schludrigkeit Folgen, die Bienen und Imker/in ausbaden müssen. Ruhiges, zügiges und bedachtes Arbeiten ist für eine verantwortungsvolle Bienenpflege das A und O. Nein, ein/e Anfänger/in muss das noch nicht alles überblicken können. Doch mit jedem Mal fällt einem wieder etwas ein, was man für einen flüssigen Ablauf integriert, so dass man nach etwa 3 Jahren des Imkerns nicht mehr allzu viele Versäumnisse aufzählen wird.

Eine gute Grundlage ist dieser theoretische wie praktische Imkerkurs, der runder wird, wenn die Berichte und Skripte gelesen und noch einmal repetiert werden. Ohne Nachlesen kommt man ohnehin nicht weit. Es braucht vor dem geistigen Auge wie in der Praxis einige Wiederholungen, um all die Kleinigkeiten zu verinnerlichen. Noch dazu, weil man ja manches nur einige wenige Male pro Jahr vollzieht und über den Winter wieder viel vergessen wird. Also dann – bleibt dran!

Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerUm im BLIB-Imkerkurs für Anfänger nach vier Online-Modulen endlich in die Praxis gehen zu können, nachdem die Corona-Inzidenzzahlen Bambergs, aber auch das Wetter dies ermöglichten, fassten wir zwei bereits online durchgeführte Modulinhalte zusammen, teilten uns in drei Gruppen auf (Sa./So., 08./09.05.21) und wiederholten das Ganze am darauffolgenden Wochenende. Allerdings mussten wir die letzte Gruppe wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf später vertrösten. Diese Fülle an Praxisanteilen, wie sie hier beschrieben werden, ist also nicht der Normalfall unseres Anfängerkurses! Daher: Respekt, dass ihr das alle so toll mitgemacht habt!

Grundsätzlich vorgesehen war jeweils das Ausschauhalten nach Weiselzellen und Dämpfen des Schwarmtriebs durch Ablegerbildung. Letzteres war in der ersten Gruppe leider noch nicht möglich. Stattdessen konnten wir ihr das Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe demonstrieren. Zwei der Gruppen sahen beim Zeichnen der Königin zu. Für alle gibt es hier eingehende Beschreibungen zu unseren Erlebnissen.

1. Material(beschaffungs)tipps

Zu Beginn erläuterten wir die Grundzüge des Aufbaus einer Bienenwohnung und gaben Einkaufstipps zur optimalen Konstruktion des Bodens (ohne Stabilisations-Querstreben), zu Varianten der Absperrgitter (mit Holzrahmen vielversprechend, doch noch in unserer Testphase), zur Beschaffenheit des Kontrollschiebers, also der Windel (aus Kunststoff mit vor Wind schützendem Rand) sowie der praxistauglichen Fluglochverengung (Schaumstoff), nachdem der Ableger seinen vierwöchigen (Interims-)Standplatz erreicht hat.

Für eine unkompliziert Kippkontrolle empfiehlt sich die Anschaffung von falzlosen Beuten, die ein ruckelfreies Verschieben und senkrechtes Aufstellen der Zargen ermöglichen. So kann man sich einen raschen ersten Überblick zur Schwarmstimmung verschaffen.

Sodann besprachen wir das Aussehen einer idealen Brutwabe für die Ablegerbildung, die folgendes Bild ergeben sollte:

  • Auf jeder Seite dreiviertel Brutbrett, im Idealfall Brut in verschiedenen Entwicklungsstadien
  • Bestiftete Zellen (also ein noch stehendes Ei)
  • Im Idealfall eine Weiselzelle
  • KEINE Königin (gut achtgeben, die bleibt natürlich im ursprünglichen Volk zurück)

Gruppe 1 und 2 (Sa. Vor- und Nachmittag) machte sich am Bienenweg auf die Suche nach Weiselzellen und Brutwaben, die Gruppe 2 (So.) am Fünferlessteg. Nicht jede der (5 bis 8-köpfigen Gruppen war hierbei erfolgreich, denn durch die lang anhaltende Kälte heuer war die Volksentwicklung unterschiedlich, meist jedoch stark verzögert. Doch jede Gruppe erlebte dabei etwas „außerplanmäßiges“, und nachfolgend gehen wir darauf ein. Beginnen wir jedoch erst mal mit den Basics (die an sich bereits in Modul 2 und 3 hätten erlebt werden sollen):

2. Werkzeuge beim Imkern und Öffnen der Beute

  1. Stockmeißel
  2. Smoker -> am besten mit Befülleinsatz
  3. Befüllmaterial, z. B. Hanf aus dem Kleintierbedarfsgeschäft
  4. Folie an einem Eck anheben, ein paar Rauchstöße abgeben
  5. Beuten, bestehend aus Zargen, Boden (ohne Stabilisationsstreben), Windel, Holz- und Blechdeckel, Fluglochkeil)
  6. Absperrgitter (bei uns noch in der Testphase mit Holzrahmen)
  7. Abkehrbesen
  8. Wasserflasche, um entleerte, noch glimmende Smokerinhalte sicher zu löschen (hatten wir nicht erwähnt, ist aber wichtig!)
  9. Diverses für das heutige Vorhaben der …
    1. … Weiselzellenkontrolle: Taschenlampe bei trübem Wetter (Anheben Brutraum, reinleuchten von unten), Schälchen für gebrochene Wachsteile
    2. … Ablegerbildung: 1 Zarge mit Boden, Holz- und Blechdeckel, Folie, Spanngurt, Schaumstoff für Fluglochverengung, ummantelter Fluglochkeil nebst Tesakrepp zur sicheren Befestigung, 1 Futterwabe, 2 Mittelwandrähmchen

3. Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe

Das Entfernen des mit männlichen Larven und Puppen behausten Rähmchens nimmt den Varroendruck vom Volk. Denn durch die Größe und längere Entwicklungsdauer der Drohnen (24 Tage) sammeln sich die meisten Varroen in diesen Brutzellen. Das Drohnenbrutschneiden wirkt sich als biotechnische Varroaprophylaxe langfristig positiv auf die Volksentwicklung aus.

Der Drohnenrahmen, der vor ein paar Wochen eingesetzt wurde (an Position 2 bzw. 9 von 10 Rähmchen), war anfangs komplett frei, also ohne Verdrahtung und Mittelwand. Beim Entnehmen aus dem Volk sollte nun mindestens Dreiviertel der Brut bereits verdeckelt sein. Drohnenrahmen, reif zum Schneiden

Innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen, also noch vor dem Drohnenschlupf, wird das Brutbrett mit Hilfe des Stockmeißels aus dem Rahmen „geschnitten“. Vorher natürlich kehren wir die noch ansitzenden Bienen über der Beutenöffnung ab. Zur Besichtigung ließen wir aber das noch bebiente Rähmchen einmal in der Gruppe herumgehen.

Der Ausschneidvorgang findet über einer Plastiktüte statt, damit nichts ins Gras fällt und Tierchen anlockt. Das wertvolle Drohnenwachs kann eingefroren oder gekühlt aufbewahrt und dann zeitnah eingeschmolzen werden.

Die Larven lassen sich ggf. an Hühner verfüttern oder der Wildtierhilfe anbieten. Der Drohnenrahmen darf niemals einfach auf einen Kompost- oder Misthaufen geworfen werden, da dies Bienen und andere Tiere anzieht und einer Reinfektion mit der Milbe oder – im schlimmsten Falle – der Verbreitung von Faulbrutsporen Vorschub leistet.

4. Die Ablegerbildung

Eingangs erläuterten wir, was alles zur Ablegerbildung benötigt wird.

4.1 Material-Checkliste zur Ablegerbildung

  1. Zarge
  2. Boden
  3. Windel
  4. Fluglochkeil, Einlassöffnung mit Papier umwickelt
  5. Klebekrepp zum Fixieren des Fluglochkeils
  6. Schaumstoffkeil, etwas kleiner als Einflugloch (wird am Ablegerstandort mit Fluglochkeil ausgetauscht)
  7. Holzdeckel
  8. Blechdeckel
  9. Transportsicherung (2 Pinnnadeln, damit die Waben in der Zarge nicht verrutschen)
  10. Spanngurt
  11. 2 Mittelwandrähmchen, eine als Ersatz für zu entnehmende Brutwabe aus dem Wirtschaftsvolk, die andere für den Ableger
  12. Futterwabe (übrig aus der Frühjahrsdurchsicht)

Brutwabe – nicht optimal, aber ausreichend

 

 

Ablegerbestandteile4.2 Einrichten der Ablegerzarge

Aus einem Wirtschaftsvolk entnommen und im Ablegerkasten an die Position dicht an der Zargenwand gehängt:

  1. Brutwabe (Position 1 / Zargenrand)
  2. Leere Mittelwandwabe (Position 2 / Mitte)
  3. Futterwabe – aus der Frühjahrsdurchsicht aufgehoben (Position 3 / Abschluss) oder, falls keine Futterwabe zur Hand, Honigwabe aus Honigraum (an diese Lücke sodann Mittelwand einhängen)
  4. genügend adulte (Flug- und Pflege-)Bienen aus dem Honigraum einkehren, um die Brut warm halten zu können

Siehe auch Artikel „Eine Wabe ergibt ein Volk“ von Pia Aumeier (2012):
https://www.kiv-en.de/phocadownload/tips/2012_05_eine%20wabe%20ergibt%20ein%20volk.pdf

Ganz so einfach ist diese Suche nach der optimalen Brutwabe zur Ablegerbildung nicht gewesen. Denn durch die Mund-Nase-Masken konnte nicht auf die Bienchen gepustet werden, um sie sanft zu vertreiben, damit wir einen besseren Blick auf die Brutsituation erhalten. Für Anfänger war es also tricky, mit einer Hand die Wabe zu halten, um mit den Fingern der anderen Hand die Bienen behutsam zur Seite zu schieben. Auch die angeschlagenen Brillengläser trugen nicht unbedingt dazu bei, die winzigen Eier zu entdecken.

Wabenunterbau in einem übernommenen Pflegevolk, das nicht optimal geführt werden konnteAußerdem war die Entwicklung wetterbedingt einfach nicht optimal vorangeschritten. Mann kann sich mit zwei weniger starken Bruträhmchen behelfen, doch besser wäre es, abzuwarten. Nun, das konnten wir für den Kursverlauf nicht, daher nahmen wir, was wir bekamen.

Vorher entfernten wir natürlich den Wachsunterbau (siehe Foto oben). Dieser entstand in einem Pflegevolk, welchem wir wegen der Entwicklungsverzögerung noch keinen zweiten Brutraum aufsetzten und heuer zum ersten Male durchsehen konnten. Derartige Abweichungen zeigen aber auch sehr schön, wie wichtig es ist, alle Schritte zuverlässig zur richtigen Zeit durchzuführen.

4.3 Schrittfolge Ablegerbildung

  1. Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  2. Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut und Larven in verschiedenen Stadien
  3. In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge s. 4,2
  4. Rähmchen mit 2 Pinnadeln für Transport sichern
  5. Bienen aus Honigraum (etwa 4 Handflächen voll, von ca. 2 besetzten Waben) in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  6. Den mit Papier umwickelten Fluglochkeil fest arretieren -> mit Klebekrepp sichern
  7. Abdeckfolie auflegen
  8. Holzdeckel auflegen
  9. Mit Spanngurt sichern
  10. Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff) nicht vergessen, mitzunehmen!
  11. Am neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> die kleine Einflugöffnung muss sich auf der Seite der Brutwabe befinden
  12. Mind. 25 (-28) Tage warten, bis Königin nachgezogen, dann umsetzen
  13. Nach rund vier Wochen kann das Ablegervolk vom Interimsstandort abgeholt werden. Achten auf sicheren Transport, s. Ablauf oben.
  14. Am neuen Standort nachsehen, ob Königin fit. Dabei ggf. Zeichnen und Volk mit Milchsäure einsprühen (wird in späterem Modul gezeigt)

Brutwabe mit zwei geöffneten Weiselzellen5. Vorgang Schwarmverhinderung & mehr … bei zweizargigem Brutraum

  1. Blechdeckel abnehmen und umgedreht in die Nähe legen
  2. Mit Stockmeißel die Zargen an den Ecken voneinander lösen
  3. Abnehmen des ungeöffneten Honigraums. Nicht am Boden in das Gras abstellen, sondern über Eck auf die umgedrehte Blechhaube
  4. Abnehmen des Absperrgitters unter Rauchgaben
  5. Ankippen und Vorziehen des (oberen) Brutraums an den Kanten des unteren Brutraums entlang („Kippkontrolle“)
  6. Erster Kontrollblick nach Weiselzellenbesatz, dabei können die Rähmchen etwas auseinander bewegt werden, um auch in die Ecken sehen zu können
  7. Spielnäpfchen auf verdächtiges Glänzen oder Schimmern von Flüssigkeit bzw. Eibesatz kontrollieren
  8. Falls Zarge zu schwer wird, kann sie vollständig senkrecht aufgestellt werden
  9. Kontrollieren, ob (an Position 2 bzw. 9) der Drohnenrahmen bereits verdeckelt ist
  10. Bei Sichtung von Weiselzellen: Entscheidung treffen, ob ein Ableger¹ mit der intakten Weiselzelle gebildet werden soll
    Falls ja:

    • Dieses Rähmchen in den Ablegerkasten (an Randposition) setzen
    • Achten darauf, dass die Königin im Ursprungsvolk verbleibt
    • Falls eine andere Brutwabe mi Weiselzelle besser geeignet erscheint, dann erstes Rähmchen wieder zurücksetzen an selbe Entnahmeposition, vorher Weiselzelle brechen
  11. Vollständiges Durchsehen der Rähmchen, vor allem an den Wabenecken und Entfernen der Weiselzellen
    ACHTUNG: Aufpassen auf die Königin! Am besten mit einem Königinnenfanggerät separieren (Dunkel halten, sie ist helles Licht nicht gewohnt)
  12. Falls Drohnenrahmen mind. zu Dreiviertel ausgebaut und verdeckelt, diesen entfernen, ausschneiden (Material in Plastiktüte oder gut verschließbaren Eimer, ggf. einfrieren, später ausschmelzen, da wertvolles Neuwachs) und wieder an selbe Position einsetzen
  13. Falls Brutwabe für Ableger entnommen, Ersatzrähmchen (Mittelwand) in die Mitte des Brutnestes einsetzen (ab Ende Juni an den Brutraumrand setzen!)
  14. Oberen Brutraum wegstellen (Achten auf Richtung, er soll später wieder genau so aufgesetzt werden, wie man ihn abgenommen hat)
  15. Unteren Brutraum durchsehen
  16. Fertig? Rauch geben. Dann wieder zweiten Brutraum aufsetzen
  17. Königin einlaufen lassen und darauf achten, ob sie angenommen wird
  18. Sind alle Rähmchen vollständig? (Drohnenrahmen und ggf. frisches Mittelwandrähmchen bei Brutwabenentnahme). Sind alle Rähmchen wieder eng zusammengerückt (Einhalten des Bee Space)?
  19. Rauch geben. Absperrgitter aufsetzen
  20. Honigraum, Folie, Deckel und Blechhaube aufsetzen.

¹Auf Zwischenablegern (oben aufgesetzt) und Fluglingen (unten angesetzt) oder Brutlingen als weitere Möglichkeiten der Schwarmverhinderung neben dem Weiselzellenbrechen sind wir nicht eingegangen. Dies ist Stoff für unser Vertiefungsseminar, das allerdings erst voraussichtlich für 2022 angesetzt ist.


6. Königin zeichnen

Das Zeichnen der Königin hat den Vorteil, sie schneller im Volk orten zu können. So kann verschärft auf sie geachtet werden, damit ihr nichts passiert. Dazu kann man sie beispielsweise „käfigen“, um rascher arbeiten zu können.

Farbschema KöniginzeichnenNormalerweise wäre heuer die Farbe Weiß an der Reihe. Da die Königin jedoch vom letzten Jahr ist, erhält sie eine andere Farbe. Dies wäre Blau gewesen. Doch da Reinhold alle dunkleren Farben nicht gut sieht, nimmt er generell abwechselnd Gelb oder Weiß. Er darf das, er kennt seine Königinnen 😉

Zunächst muss die Königin natürlich erst gefunden werden. Ein paar Drohnen wähnten sich schon als auserkoren, bevor die Anfänger/innen ihren Irrtum erkannten. Doch hat man zum ersten Mal die richtige Königin gesehen, dann vergisst man ihr hübsches Bild nie mehr. Reinhold versuchte sie vorsichtig zu pflücken, doch an den coronageschuldeten Handschuhen (für die ultrahygienische Weitergabe der Waben von Hand zu Hand) wäre er beinahe gescheitert.

So nahm er ausnahmsweise eine Arbeitsbiene mit auf, die den Aufenthalt der Königin im Röhrchen sicherlich erträglicher gestaltete. Der mit Schaumstoff bestückte Stempel wird vorsichtig nach oben geschoben, bis sich die royale Rückseite zwischen den Stäben zeigt. Ein schneller Farbtupfen auf den oberen Rücken und etwas antrocknen lassen. Nachdem wir mit unserer Arbeit fertig waren – die eingefangene Königin ruhte vor Sonne geschützt unter einem Tuch – ließen wir sie wieder ins Volk einlaufen. Schnell scharte sich ein Hofstaat um sie herum. Glück gehabt, sie wurde wiedererkannt und auch angenommen. Das ist leider nicht immer sicher.

Zwei erlebnisreiche Stunden, die bestimmt unvergesslich bleiben werden. Der letzte „Wiederholung-von-der-Wiederholungs-Gruppentermin“ findet am Sa., 29.05., statt.  Wir  hoffen auf gutes Wetter! Die Inzidenzwerte dürften nun keine Rolle mehr spielen, alles steht auf „Go!“


Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, vormittag

Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, nachmittag


Fotogalerie Modul 4+5, 09.05.2021


Fotogalerie Modul 4+5, 15.05.2021, vormittag


Fotogalerie Modul 4+5, 16.05.2021, nachmittag

Tag der Erde – Earth Day – Motto 2021: Jeder Bissen zählt

Ein Glas des Bamberger LagenhonigsDas Motto am 22.04.2021 am Tag der Erde / Earthday:

Jeder Bissen zählt
Schütze was du isst – schütze unsere Erde
Lebe bewusst und nachhaltig
Bio, Regional, Fair

Mit dem Kauf unseres Bamberger Lagenhonig erfüllt Ihr dieses Motto mit gutem Gewissen an eurem Frühstückstisch.

Erfüllungsgrundsätze

Wir sind Lizenznehmer des Siegels „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt“ der Regionakampagne von Stadt und Landkreis Bamberg, deren Grundsätze ihr hier nachlesen könnt.

Alle rund 20 Bienenvölker an 8 sich im Stadtgebiet Bambergs befindlichen Standorte („Lagen“) werden direkt beerntet und ohne Umwege am Obstmarkt 10 in der Innenstadt abgefüllt. Unter „Aufsicht“, denn unsere Transparenz ist lückenlos. Jede/r kann uns grundsätzlich  jederzeit besuchen kommen – natürlich nach Vereinbarung, denn nicht nur in Coronazeiten würde unsere Honigmanufaktur aus allen Nähen platzen.

Im Juli finden öffentliche Honigernte- und -schleudertage statt, bevorzugt für unsere Bienenpatinnen und -paten. An den restlichen Tagen sind Imkerkursteilnehmende zugange, die also jederzeit – und vor allem auch übers ganze Jahr hinweg! – Einblick nehmen in unser Tun.

Bamberger Lagenhonig

Und wie ist das mit „Bio“?

Dass wir uns nicht biozertifizieren, hat mehrere Begründungen. Ein paar davon genannt: Teure Zertifizierungsmaßnahmen erhöhen den Honigpreis immens und erfordern langwierige Organisationleistungen, die wir als kleine Manufaktur gar nicht leisten können, zumal wir unser Hauptaugenmerk auf den Bildungsbereich legen. Andere Begründungen sind fachlicher Art. Um diese nachzuvollziehen, sind wir gerne bereit, und ausführlicher mit euch zu unterhalten. Solltet ihr jedoch als Nicht-Imker/in noch keine Ahnung von den verschiedenen Betriebsweisen haben, so bringt viel Zeit mit, damit wir „ausholen“ können.

Fakt ist, dass wir geschätzt 95% alle Anforderungen erfüllen würden, die je nach Zertifizierer unterschiedlich ausfallen. Doch auch über den restlichen 5% liegt kein Makel, lediglich eine logische Begründung, warum wir anders verfahren.

Stapel Mittelwandrähmchen, selbstgegossen aus EigenwachsproduktionBeispiel 1: Das verwendete Wachs muss in der Bio-Imkerei aus zertifizierten Öko-Wachsbetrieben stammen. Und dies sogar, wenn es sich – wie bei uns – um Eigenwachs handelt. Soll es tatsächlich etwas Besseres als Wachs von den eigenen Bienen geben?! Wo beginnt und endet die Grenze zur Geldschneiderei bzw. sich untereinander zuschanzen unter Öko-Einrichtungen?!

Beispiel 2: Bei einigen Zertifizierern darf die Völkervermehrung nur über den Schwarmtrieb erfolgen. Der Sinn dahinter ist uns nicht eingängig genug, denn eine vernünftig betriebene Ablegerbildung nimmt den Schwarmtrieb lediglich gezielt und zur passenden Zeit vorweg. Das hat auch mit Lebenswirklichkeit zu tun, denn nicht jede/r Imker/in kann so viel freie Zeit zum permanenten Beobachtung investieren, wie es Vollerwerbs-Biobauern vielleicht ermöglicht ist. Das Entkommen von Schwärmen in der Stadt stellt mittlerweile tatsächlich ein Problem dar, wir möchten das unter keinen Umständen forcieren.

Beispiel 3: Wir verwenden Haushaltszucker für die Wintereinfütterung. Bio-Zucker aus Südamerika zu importieren sehen wir als NICHT nachhaltig an. Und die erst in jüngster Zeit sich entwickelnde heimische Bio-Zuckerherstellung (in BaWü, verarbeitet in der Schweiz) würden wir sogar kaufen, müssten wir nicht eine ganze Palette mit 800 Kilo abnehmen. Sorry, dazu reicht unser Platz einfach nicht aus. (Über die Zuckerfrage, die sich bei Nicht-Imker/innen automatisch einstellt, bitte Grundartikel mit dort aufgeführten Reihenbeiträgen nachlesen. Ja, nehmt euch Zeit, danach können wir gerne diskutieren).

Fazit: Trotz einiger Versprechungen von Bio-Zertifizierern gibt es nicht zu jeder (weiteren) völkerbetriebsführenden Frage eine plausible und praktikable Antwort, ob das nun „Waben nur in den Honigraum einhängen“ oder „keine Drahtstabilisierung der Honigwaben“ betrifft. Zumindest sind wir mit den Antworten nicht soweit zufrieden, dass diese uns Anlass geben würden, uns – ohne erkennbare (Bienen-)Not – den geld- und zeitaufwändigen Verfahrensweisen zu unterziehen.

Wie gesagt, das alles trifft nur auf vielleicht 5% unserer eigenen Betriebsweise zu. Weitere Details siehe auf unserer auf einer A4-Seite zusammengefassten Imkerphilosophie.

Sich diese und andere Fragen zu stellen und ständig nach Antworten zu suchen, ist das Wesen eines verantwortlichen Lebens. Dieser Earth-Day soll uns immer wieder daran erinnern.

BLIB-Team / Foto © Elke Puchtler

Gut besuchter Infoabend zur Jungimkerei in Bamberg

Mit 21 Interessierten gut besucht fand am 1. März unser Infoabend zur Imkerei als Video-Chat statt. In der ersten Hälfte der rund 100 Minuten beantworteten wir FAQs zur Imkerei und zu geplanten Imkerkursen, bevor wir uns in der zweiten Hälfte den Fragen der Teilnehmenden aus dem Chat-Verlauf widmeten.

Video-Chat-Verlauf1-Infoabend-Imkerkurse-BLIBUnsere FAQ-Fragen waren:

A. Zur Imkerei

1. Wer kann alles imkern?
2. Welche Eigeneschaften brauche ich?
3. Wo darf ich Völker aufstellen?
4. Wie oft muss ich an die Völker?
5. Was brauche ich für die Imkerei und was kostet das alles?
6. Wer bietet Imkerkurse (in Bamberg & Region) an?

B. Zu unseren Kursen

1. Wieviel kostet der Kompakt-/Jahres-/Fortgeschrittenenkurs?
2. Was brauche ich für den Kursverlauf?
3. Wo finden die Kurse/Kursmodule statt?
4. Was muss ich tun, um dabei zu sein?

C. Fragen der Teilnehmenden (Auszug)

  • Sollte es [der Standort] sonnig sein, oder darf es auch ein schattiges Plätzchen sein?
  • Sollte das Flugloch in eine bestimmte Himmelsrichtung ausgerichtet sein?
  • Macht es Sinn, erst den Jahreskurs durchzulaufen und sich im nächsten Jahr erst eigene Bienen anzueignen?
  • Warum Vorsicht beim Erwerb von gebrauchten Imkersachen?
  • Welchen Vorteil habe ich, wenn ich bei euch einen Kurs besuche statt in einem örtlichen Imkerverein mit Lehrbienenstand?
  • Stehen die Skripte schon vor den jeweiligen Modulen im Netz?
  • Welche Materialien benötigt man für den Imkerkurs?
  • Ist es störend für die Bienen, wenn wir im Sommer 2 Meter von ihnen entfernt im Garten sitzen oder ein Trampolin in der Nähe steht?
  • Muss ein Bienenstock sehr ruhig stehen oder könnte er auch neben einer Hecke stehen, an der auf der anderen Seite ein Fußweg verläuft? Braucht es einen Mindestabstand vom Fluchloch, z. B. zu spielenden Kindern?
  • Arbeite im Schicht- und Wochenenddienst. Bringt denn dann ein Kurs was, wenn ich nicht an jedem Termin teilnehmen kann?
  • Wo kauft man die Materialien? Gibt es eine Kaufempfehlung?
  • Ist es nach eurer „Philosophie“ immer erforderlich, den Bienen den Honig komplett zu entnehmen? Werden bei euch auch Alternativen angesprochen bzw. gelehrt?
  • Was sind Bienenpaten?
  • Ab wann wäre der Kurs jetzt voll?

Um mit der letzten Frage zu enden: Ab 15 Anmeldungen ist der Kurs ausgebucht. Ab der 16. Anmeldung teilen wir auf zwei Kurse auf.
[Nachtrag 05.03.21: Der Kurs wurde aufgeteilt, es gibt also inhaltsparallele Termine und es sind wieder Anmeldungen möglich!]

Wir freuen uns über jede/n Einzelne/n, die/der sich zu einer bzw. einem verantwortungsbewussten Bienenpfleger/in ausbilden lassen möchte!

Video-Chat Verlauf Infoabend Imkerkurse BLIB

Kostenloser Info-Abend zu Imkerkursen in Bamberg am 01.03.2021

Infoabend Imkerkurse / Kursberatung – KOSTENLOS

Wann? Mo., 01.03.21  |  19.00 – 20.30 Uhr

Logo BLIB ImkerkurseWas? Einblick in die Imkerei, Antworten rund ums Kursgeschehen, persönliche Beratung
Wo? Video-Chat auf der Plattform Meet Jitsi unter https://meet.jit.si/kursinformationen
Bitte für PC den Browser Chrome bzw. für Mobilgeräte die App Jitsi Meet ( https://jitsi.org/downloads/ ) installieren.
Kosten, Anmeldung und Programm? Keine Kosten, keine Anmeldung. Einfach reinklicken. Hotline im Falle technischer Probleme: 0951-309 45 39

 

Aus dem Inhalt:

  • Sie möchten Bienen halten und wissen nicht so recht, ob Sie sich das zutrauen?
  • Sie haben sich zum Hobby „Imkerei“ entschlossen, wissen aber nicht, wie anfangen?
  • Sie planen als Geschenk einen Imkerkurs und möchten sich nach den Begleitumständen erkundigen?
  • Sie sind wild entschlossen, sich Bienen anzuschaffen, haben sich aber noch auf keine Betriebsweise – Bienenkiste, Dadant, Zander, Angepasster Brutraum etc. – festlegen können?
  • Sie hatten bereits einmal Bienen, möchten wieder einsteigen und sich dazu auf den neuesten Stand bringen?
  • Sie bekamen überraschend ein Volk oder mehrere Völker überantwortet und müssen schnell loslegen?
  • Sie wollen bestens auf den Start vorbereitet sein und haben noch ein paar Fragen zum Ablauf eines / unseres Imkerkurses?
  • Sie lieben Bienen, aber keinen Honig, und hätten da mal ein paar grundsätzliche Vorbehalte gegenüber der Imkerei, andererseits … hm, vielleicht ja doch mal reinschnuppern, … kann doch nicht so schwer sein …?!?

Mit all diesen Fragen und Situationen sind Sie an diesem Kursabend gut aufgehoben. Wir wenden uns Ihnen zu und suchen gemeinsam die Antworten, ob, wann, wie und wo Sie loslegen – oder auch nicht.

Wir freuen uns über Ihr Interesse … bis bald!

Reinhold Burger (Imkermeister, Geograph) und Ilona Munique (Imkerin, Andragogin)

Neujahresvorsatz: Imker/in werden!

Silvesterblues? Nicht mit Bienen! Einmal eingetaucht in diesen Kosmos werdet ihr immer etwas Schönes und Sinnvolles zur Ablenkung haben. Sich umweltfreundlicher verhalten, Stress reduzieren und mehr Bewegung im Freien sind für viele Menschen die guten Vorsätze zum neuen Jahr. All das lässt sich durch das Trendhobby Imkerei verwirklichen. Doch viele regionale Imkervereine sehen sich wegen der Pandemiebeschränkungen seit diesem Jahr und bis auf weiteres nicht in der Lage, Jungimkerkurse durchzuführen. Unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de springt hier in die Bresche und gibt ein Programm mit zwei unterschiedlichen Kursmodellen heraus.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerJahreskurs für Anfänger

Der Jahreskurs mit Beginn ab 26. März besteht aus zwölf Modulen mit Theorie- und Praxisanteilen und ist grundsätzlich auf ein Kalenderjahr angelegt. Absolviert werden kann der Kurs allerdings innerhalb von zwei Jahren. Das bedeutet, dass verpasste Termine im darauffolgenden Jahr nachgeholt werden können. Der Jahreskurs ist für absolute Anfänger geeignet und befähigt dazu, eigene Völker umsichtig zu pflegen, zu vermehren sowie Honig zu verarbeiten und zu vertreiben.

Alle Module sind derzeit als Präsenzveranstaltung geplant und unterliegen dabei den aktuellen Corona–Regelungen und Hygienemaßnahmen. Im Falle eines Lockdowns werden sie online veranstaltet oder nachgeholt. Es fällt folglich kein Kursmodul aus.

Logo BLIB-Jungimker-KompaktkursKompaktkurs zum Wiedereinstieg und Schnellstart

Wer bereits früher einmal geimkert und nun wieder einsteigen möchte, hat oftmals Fragen zu neuen Richtlinien bei der Varroabekämpfung oder zu modernen Verfahrensweisen der Bienenhaltung. Für diese Zielgruppe bietet sich ein einwöchiger Kompaktkurs an. Gedacht ist er auch für jene, die sich nicht so häufig auf den Weg nach Bamberg machen können und wollen, wie das beim Jahreskurs nötig wäre. Außerdem bringt es die Pandemie vermehrt mit sich, dass Verwandte oder Freunde aus gesundheitlichen Gründen überraschend ihre Völker abgeben müssen oder man gar die Bienen plötzlich vererbt bekommen hat. Es gilt, noch vor dem Auswintern etwa Ende März ein Minimum an Fachwissen in der Imkerei aufzubauen. Daher findet der Kompaktkurs bereits ab 15. März an sechs Abenden mittels Videochat statt. Den 15 Theoriestunden folgen später im Jahr zwei ergänzende Praxistage.

Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Informationsabend

Zu allen beiden Kursmodellen findet am 1. März ein kostenloser Informationsabend mit persönlicher Beratung durch Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0951/3094539.

Eines ist sicher: Diesen wegweisenden Neujahresvorsatz werdet ihr mit unserer Hilfe tatsächlich durchziehen und einlösen! Also dann – wir freuen uns auf unsere werdenden neuen Jungimker/innen! Guten Rutsch …

Eure Ilona und euer Reinhold,
Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Danke, Bienen!

Imker-Kompaktkurs Online-Seminar 2021 – in einer Woche auf den neuesten Stand kommen

Der Imker-Kompaktkurs (Programm (PDF) findet online als Wochenkurs an sechs Abenden (Mo, Di, Do, Fr, Sa, Mo) jeweils ab 17 Uhr statt.

Die Inhalte werden analog denen des Jahreskurses angeboten, siehe BLIB-Imkerkurs für Anfänger. Der verdichtete Theorieteil von insges. 15 Stunden wird ergänzt durch zwei weitere Praxistermine im April und Juli mit insgesamt 6 Stunden. Bei Besuch der Praxiseinheiten und nach Absolvierung der Tests ist eine Teilnahmebescheinigung möglich.

Für wen? Gedacht ist der Imker-Kompaktkurs also speziell für jene, die sich nicht so häufig auf den Weg nach Bamberg machen können bzw. wollen, wie das beim Jahreskurs nötig wäre. Auch Wiedereinsteiger/inne/n kommt der Kompaktkurs sicherlich entgegen. Für jene, die bereits bei jemanden mitgeimkert hatten und nun mehr zum neuesten Stand der Bienenhaltung erfahren möchten, ist der Kompaktkurs ebenfalls ideal. Manchmal erbt man auch Völker und steht urplötzlich in der Pflicht, sich sofort um sie zu kümmern.

Zeitraum? Mo., 15.03.2021 bis Mo., 22.03.2021 zzgl. 6 Stunden Praxis April und Juli

Wann genau?

    • Mo., 15.03.21 | 17.00 – 20.30 Uhr
    • Di., 15.03.21 | 17.00 – 20.30 Uhr
    • Mi. frei
    • Do., 17.03.21 17.00 – 19.30 Uhr
    • Fr., 18.03.21 17.00 – 19.30 Uhr
    • Sa., 19.03.21 17.00 – 19.30 Uhr
    • So. frei
    • Mo., 15.03.21 | 17.00 – 20.30 Uhr

Was? Programm (PDF)

Für wen? Jungimker/innen, Wiedereinsteiger/innen, zur Auffrischung und Aktualisierung

Wie viel? € 590,- für 12 Module (15 Std. Online plus 6 Praxisstunden) inkl. Skript

Anmeldung? bis Fr., 01.03.2021; Kontakt siehe Impressum

23.05.20  –  BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 6. Modul: Varroakunde und -kontrolle

Sa., 23.05.20  – 10.30 – 12.00 Uhr

6. Modul: Varroakunde und -kontrolle

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerVarroakontrolleWas? Für eine bestmögliche Varroabehandlung sind theoretische Kenntnisse über die schädliche Milbe notwendig. Im Praxisteil folgen Windelkontrolle und das Drohnenbrutschneiden. Die Windelkontrolle wird anhand einiger Beispiele virtuell erläutert. Eine Maßnahme bei der Ablegerkontrolle ist das Einsprühen mit Milchsäure, die beim brutfreien Rähmchen ebenfalls eine wichtige Prophylaxe vor der Varroa destructor darstellt.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Online-Kurs. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.
Kosten, Anmeldung und Programm? Siehe BLIB-Imkerkurs-Anfänger2020 (PDF) sowie Zusatzprogramm Honigschleudertage-Termine20. Einstieg jederzeit nach Zahlungseingang des Kursbeitrags möglich.
Und sonst? Dieses Modul ist Pflichtmodul für eine Teilnahmebescheinigung über den Gesamtkurs.
Bitte installieren Sie auf Ihrem Computer den Browser Chrome bzw. auf ihren Mobilgeräten die App Jitsi Meet.

Schwarmverhinderung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK20, Modul 5)

Im Hauptteil um Maßnahmen zur Schwarmverhinderung, aber auch das Drohnenrahmenschneiden als biotechnische Varroaprophylaxe und eine erneute Ablegerbildung waren Thema des Moduls 5 im BLIB-Imkerkurs für Anfänger am 25.04.2020 in Bamberg.

Coronavirusgeschützt durch Mund-Nasen-Masken, Einmalhandschuhe und überwiegend Sicherheitsabständen, wo es möglich war, konnten – behördlich abgestimmt und genehmigt – in zwei 5-er-Gruppen alle notwendigen Beobachtungen und nachfolgenden Handlungen praktisch erfahren werden.

Hier der Ablauf der imkerlichen Tätigkeiten in Form einer Checkliste auch für alle unsere treuen Blogleser/innen, besonders die Jung-Imker/innen unter ihnen. Da man in dieser Jahreszeit damit rechnen kann, dass die Drohnenrahmen ausgebaut sind und außerdem Ableger gebildet werden möchte, am Besten alles Material hierfür vorsorglich mitnehmen.

Waben zur Weiselkontrolle ziehenCheckliste am Bienenstand:
Schwarmverhinderung, biotechn. Varroaprophylaxe, Ableger

Grundmaterial

  • Smoker mit Rauchmaterial (Hanf, Eierkarton, Pappe), Feuerzeug
  • Stockmeißel
  • Abkehrbesen
  • Wasser zum Löschen der Smokerinhaltsreste
  • Plastikbeutel (oder Eimer mit Deckel) für Drohnenausschnitt
  • Sicherheitsutensilien (z. B. Imkerhut, Tuch, Nelkenwasser, Globuli, Zeckenzange)
  • Ablegerkasten (s. Checkliste M4)

für Weiselzellenkontrolle

  • Taschenlampe
  • ggf. Lupe
  • Königinfangeisen / Königinabfangzange (oder Lockenwickler)
    -> zum Separieren der Königin als Schutzmaßnahme
  • ggf. Zeichenutensilien, im Falle man auf eine ungezeichnete Königin stößt
  • Schälchen für abgezwicktes Wachsmaterial

Brutraum von unten mit bestifteten SpielnäpfchenVorgang Schwarmverhinderung & mehr bei zweizargigem Brutraum

  1. Mit Stockmeißel die Zargen an den Ecken voneinander lösen
  2. Blechdeckel abnehmen und umgedreht in die Nähe legen
  3. Abnehmen des ungeöffneten Honigraums. Nicht am Boden in das Gras abstellen, sondern auf der umgedrehten Blechhaube
  4. Abnehmen des Absperrgitters unter Rauchgaben
  5. Ankippen und Vorziehen des (oberen) Brutraums an den Kanten des unteren Brutraums entlang
  6. Erster Kontrollblick nach Weiselzellenbesatz, dabei können die Rähmchen etwas auseinander bewegt werden, um auch in die Ecken sehen zu können
  7. Falls Zarge zu schwer wird, kann sie vollständig senkrecht aufgestellt werden
  8. Kontrollieren, ob (an Position 2 bzw. 9) der Drohnenrahmen bereits verdeckelt ist
  9. Bei Sichtung von Weiselzellen: Entscheidung treffen, ob ein Ableger¹ mit der intakten Weiselzelle gebildet werden soll
    Falls ja:

    • Abzählen der Rähmchenposition
    • Dieses Rähmchen nach dem Wiederaufsetzen der Zarge vorsichtig als eine der ersten ziehen und in den Ablegerkasten (an Randposition) setzen
    • Ersatzrähmchen (Mittelwandwabe) parat halten
  10. Vollständiges Durchsehen der Rähmchen, vor allem an den Wabenecken und entfernen der Weiselzellen
    ACHTUNG: Aufpassen auf die Königin! Am besten mit einem Königinnenfanggerät separieren (Dunkel halten, sie ist helles Licht nicht gewohnt)
  11. Falls Drohnenrahmen mind. zu Dreiviertel ausgebaut und verdeckelt, diesen entfernen, ausschneiden (Material in Plastiktüte oder gut verschließbaren Eimer, ggf. einfrieren, später ausschmelzen, da wertvolles Neuwachs) und wieder an selbe Position einsetzen
  12. Falls Brutwabe für Ableger entnommen, Ersatzrähmchen (Mittelwand) in die Mitte des Brutnestes einsetzen
  13. Oberen Brutraum wegstellen (Achten auf Richtung, er soll später wieder genau so aufgesetzt werden, wie man ihn abgenommen hat)
  14. Unteren Brutraum durchsehen
  15. Fertig? Rauch geben. Dann wieder zweiten Brutraum aufsetzen
  16. Königin einlaufen lassen²
  17. Sind alle Rähmchen vollständig? (Drohnenrahmen und ggf. frisches Mittelwandrähmchen bei Brutwabenentnahme). Sind alle Rähmchen wieder eng zusammengerückt (Einhalten des Bee Space)?
  18. Rauch geben. Absperrgitter aufsetzen
  19. Honigraum, Folie, Deckel und Blechhaube aufsetzen.

¹Auf das Bilden von Zwischenablegern (oben aufgesetzt) und Fluglingen (unten angesetzt) oder Brutlingen als weitere Möglichkeiten der Schwarmverhinderung neben dem Weiselzellenbrechen sind wir nicht eingegangen. Dies ist Stoff für unser Vertiefungsseminar, das allerdings erst wieder für 2022 angesetzt ist.

Brutraum von unten mit verdeckelter WeiselzelleAlte Königin – Danke für drei fleißige Jahre!

²In unserem Falle (Gruppe Bienenweg) wollte die Königin nicht gleich in die Wabengassen verschwinden, sondern verharrte viel zu lange auf den Rahmenoberträgern. Ein Zeichen, dass sie mit ihren drei Jahren tatsächlich nicht mehr recht vital ist. Normalerweise lassen Berufsimker sie nur bis zu zwei Jahre legen. Wir sind da zuweilen etwas großzügiger, doch wenn wir nicht aufpassen, bezahlt es der Bien mit zu geringer Volksstärke. Meist weiseln sie dann ohnehin still um.

In diesem offensichtlichem Fall gaben wir nach Kursende den zunächst für einen Ableger beiseite geschafften Brutrahmen mit seiner unbeschädigten Weiselzelle zurück in die Zarge und setzten die Königin der freien Natur aus. So kann sie immerhin noch als Leckerbissen für einen hungrigen Vogel dienen. DANKE, gelbe Königin, dein Leben war nicht umsonst!

Wer hier sicher gehen möchte, kann auch die Königin weiterhin im Stock behalten und erst, wenn der Ableger gediehen ist, eine Vereinigung vornehmen. Da das etwas umständlicher ist, kürzten wir das Verfahren ab. Es ist schließlich noch früh genug im Jahr, so dass eine weitere Weiselzelle gebildet werden kann, falls es diesmal schief gehen sollte.

Die gelbe Königin, umringt von ihrem HofstaatSchlupf einer Drohne

Bei unserem Tun geht es nicht nur um das Erledigen imkerlicher Arbeiten, sondern auch um das Beobachten. Beispielsweise konnten wir den Schlupf zweier benachbarten Drohnen entdecken. Immer wieder wurde die mit ihrem Kopf und Oberleib herausragende Drohne von den umherwuselnden Bienen bedient. Die Schlüpfenden werden teils gefüttert, teils wird dabei geholfen, das einengende Wachs abzunagen … kurzum, ihre Geburt bleibt im Volk offenbar nicht unbemerkt.

Schöne Momente … trotz allem!

Unbemerkt blieb auch uns nicht, dass der heutige Kurstag viele schöne und auch weniger angenehme Momente bescherte. Die Coronakrise im Nacken, ein viel zu trockener, wenngleich als wohltuend empfundener sonniger „Draußen-“Apriltag, andererseits auch das ständige Tragen der Verantwortung für Mensch und Tier … ja, da tut es gut, wenn alle achtsam miteinander umgehen, zudem die offenen Völker einen guten Honigduft verströmen und wenn wir den Erfolg unserer Bienenpflege und das konzentrierte Mitdenken und -machen unserer Kursteilnehmenden wahrnehmen dürfen!

Ohne diesen Praxistag könnten wir keine Jungimker/innen adäquat unterrichten, damit es für die Bienenpflege weitergehen kann in Bamberg. Vielen Dank den Behörden der Stadt Bamberg, die diesem Umstand durch ihre Sondergenehmigung Rechnung getragen und unseren Ausflug für vertretbar gehalten haben. Wir taten alle das uns’rige, um ihrem Vertrauen gerecht zu werden.

Waben zur Weiselkontrolle ziehen


Fotogalerie Gruppe 1 / Lehrbienenstand Bienenweg

Fotogalerie Gruppe 2 / Lehrbienenstand Fünferlessteg

 

Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK20, Modul 4)

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerIm Praxisteil des BLIB-Imkerkurses für Anfänger am 18.04.2020 erläuterten wir das Aufsetzen des Honigraums und dämpften den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung. Da wir in Zeiten der Coronakrise nach drei Online-Kursen zum allerersten Mal am Lehrbienenstand (Gruppe 1: Bienenweg, Gruppe 2: Fünferlessteg) zusammen trafen, begannen wir mit Organisatorischem, Erläuterungen der von der Sondergenehmigung bestimmten Hygienemaßnahmen, Literaturtipps für Anfänger, einen Sicherheitscheck und die Demonstration der wichtigsten Imkerwerkzeuge. Hier die Details:

Kleine Erstauswahl empfehlenswerter Literatur für JungimkerEmpfohlene Literatur für Anfänger

  • Gräfe, Jürgen: Süßes Hobby Imkerei. Cadmos 2009. ISBN 978-3-86127-677-7
    <Allererster Einstieg zum Lustmachen>
  • Spürgin, Armin: Die Honigbiene. Vom Bienenstaat zur Imkerei. 6. Aufl. Ulmer 2020. ISBN 3818609748
    <Wer begreift, wie Bienen ticken, tut sich von Anfang an leichter mit dem Verständnis über Imkervorgänge>
  • Liebig, Gerhard: Einfach imkern. Leitfaden zum Bienen halten. 3., überarb. Aufl. 2011. Neue Aufl. in Vorbereitung.
    <Standardwerk von Dr. G. Liebig, bis 2011 Bienenwissenschaftler an der Landesanstalt für Bienenkunde der Universität Hohenheim in Baden-Württemberg: Z. B. über Bibliotheken als Fernleihe, dem Antiquariats-Buchhandel oder direkt beim Autor zu bestellen>
  • Grundwissen für Imker. bienen&natur-Schulungsmappe. Deutscher Landwirtschaftsverlag GmbH. 2019.

Bienen-InfoWabe zur KirschblütenzeitPraxisteil 1: Honigraumerweiterung

Benötigt wird zum Zeitpunkt der Kirschblüte:

  • 1 Zarge
  • 10 frische Rähmchen mit Mittelwandwaben
  • 1 Absperrgitter aus Metall, am besten Edelstahl (abgeraten: gestanztes Plastik, da zu scharfkantig)
  • 1 Drohnenrahmen, …
    … da mit der Honigraumerweiterung dieser gleichzeitig in den Brutraum (an Position 2) gehängt wird (s. a. Modul 2). Dafür entnehmt ihr eine überflüssige Futterwabe oder eine Pollenwabe, notfalls auch eine leere Wabe

Werkzeuge beim Imkern (Auswahlfotos, Rest s. u. Fotogalerie 1+2)

In der Reihenfolge der Fotos:

  1. Stockmeißel
  2. Smoker -> am besten mit Befülleinsatz
  3. Befüllmaterial, z. B. Hanf aus dem Kleintierbedarfsgeschäft
  4. Folie an einem Eck anheben, ein paar Rauchstöße abgeben
  5. Beuten, bestehend aus Zargen, Boden (ohne Stabilisationsstreben), Windel, Holz- und Blechdeckel, Fluglochkeil
  6. Absperrgitter
  7. Gerät zum Drahtspannen (thematisch ein Nebengleis -> Modul 10)
  8. Abkehrbesen (im Bild außerdem Refraktometer -> kommt in Modul 8) sowie Wasserflasche, um entleerte, noch glimmende Smokerinhalte sicher zu löschen (hatten wir nicht erwähnt, ist aber wichtig!)
  9. Diverses, wie heute z. B. Spanngurt und Schaumstoff für Fluglochverengung

Praxisteil 2: Ablegerbildung

Material-Checkliste zur Ablegerbildung ab Mitte April bis Ende Mai:

  1. Zarge
  2. Boden
  3. Windel
  4. Fluglochkeil, Einlassöffnung mit Papier umwickelt
  5. Klebekrepp zum Fixieren des Fluglochkeils
  6. Schaumstoffkeil, etwas kleiner als Einflugloch (wird am Ablegerstandort mit Fluglochkeil ausgetauscht)
  7. Holzdeckel
  8. Blechdeckel
  9. Transportsicherung (2 Pinnnadeln, damit die Waben in der Zarge nicht verrutschen)
  10. Spanngurt
  11. 2 Mittelwandrähmchen, eine als Ersatz für zu entnehmende Brutwabe aus dem Wirtschaftsvolk, die andere für den Ableger
  12. Futterwabe

AblegerbestandteileAus einem Wirtschaftsvolk entnommen und im Ablegerkasten an die Position dicht an die Zargenwand gehängt:

  1. Brutwabe zu 3/4 mit verdeckelter Arbeiterinnenbrut und mit Stiften (Eier) sowie frisch geschlüpften Larven (Position 1 / Zargenrand)
  2. Leere Mittelwandwabe (Position 2 / Mitte)
  3. Futterwabe (Position 3 / Abschluss)
  4. genügend adulte (Flug- und Pflege-)Bienen aus dem Honigraum einkehren, um die Brut warm halten zu können

Siehe auch Artikel „Eine Wabe ergibt ein Volk“ von Pia Aumeier (2012):
https://www.kiv-en.de/phocadownload/tips/2012_05_eine%20wabe%20ergibt%20ein%20volk.pdf

Schrittfolge Ablegerbildung (Auswahlfotos, Rest s. u. Fotogalerie 1+2)

  1. Eine aus der Frühjahreskontrolle gezogene Futterwabe mitbringen
  2. Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“
  3. Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut und Larven in verschiedenen Stadien
  4. In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge s. o.
  5. Rähmchen mit Pinnadel für Transport sichern
  6. Flugbienen aus Honigraum in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
  7. Abgeklebten Fluglochkeil fest arretieren -> mit Klebeband sichern
  8. Abdeckfolie auflegen
  9. Holzdeckel auflegen
  10. Mit Spanngurt sichern
  11. Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff) nicht vergessen, mitzunehmen!
  12. Am neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> kleine Einflugöffnung unter der Brut
  13. Mind. 21 Tage warten, bis Königin nachgezogen, dann umsetzen

Fotogalerie Gruppe 1 / Lehrbienenstand Bienenweg

Fotogalerie Gruppe 2 / Lehrbienenstand Fünferlessteg