Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Wirtschaftsschüler verbindet Genuss mit Projekt

Sammeln für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergWas wäre Advent ohne einen guten Honig? Irgendwie fade. So jedenfalls sieht das der Schüler S., der sich unseren Bamberger Lagenhonig von seinem Taschengeld leistet. Bereits zum zweiten Mal nimmt er die Stufen in den 3. Stock, um bei uns Honig einzukaufen. Diesmal verbunden mit der Bitte, die Tombola der Wirtschaftsschule („Blaue Schule“) in Bamberg für einen sozial-caritativen Zweck zu unterstützen. Was wir natürlich gerne mit ein paar Gläsern tun.

Bamberger Lagenhonig für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergDen engagierten Abschlussklässler haben wir übrigens über die Bienenpatenschaft mit Daniel Schiller kennengelernt, der seiner Klasse eine Exkursion zum „Imkerkaufhaus“, der HEG nach Eltmann sowie einen Bienen-Ausstellungsbesuch im Market Oberfranken spendiert hatte. Außerdem besuchten wir seine Klasse und veranstalteten verschiedene kreative Workshops zum Thema Bienen, Honig und Imkerei.

Wer des Schülers Bitte nach Tombola-Gaben ebenfalls unterstützen möchte, wende sich einfach an uns. Oder direkt an die Graf-Stauffenberg-Schule. Auch zur Weihnachtsfeier am 13.12.2016 lädt er herzlich ein!

 

Herbstversammlung der HEG in Eltmann 2016

Stadthalle Eltmann, Frühjahresversammlung 2014 der HEGAm Samstag,12.11.2016, findet in der Stadthalle in Eltmann die Herbstversammlung der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. statt.

  • Beginn ist um 10.00 Uhr mit Saalöffnung um 8.30 und Imbiss ab 9.00 Uhr.

Neben den üblichen Versammlungsberichten sind zwei Fachvorträge von Dr. Pia Aumeier (Uni Bochum) zu erwarten, dazwischen die Mittagspause:

  • „Der Fehler steht hinter dem Kasten – Irrungen und Wirrungen imkerlicher Betriebsweisen“
  • „Mit minimalem Einsatz zu maximalem Erfolg – Tipps und Tricks für ‚faule‘ Imker“

Freundliche und fachkundige Einkaufsberatung in der HEG EltmannEinkaufsmöglichkeiten
In der Stadthalle befindet sich ein kleiner Verkaufsstand.
Außerdem besteht die Möglichkeit, im Lager in der Industriestraße einzukaufen, und zwar:

  • vor der Versammlung von 7:00 – 10:00 Uhr
  • nach der Versammlung ab ca. 14:30 Uhr

Wer möchte, kann sich uns bei der Bahnfahrt von Bamberg nach Ebelsbach-Eltmann und zurück anschließen und somit die Fahrtkosten teilen. Bitte telefonisch melden oder Treffpunkt in der Bahnhofshalle um 8.15 Uhr für die Abfahrt um 8.33 Uhr.

W-Seminararbeit zum Bienenthema

Der Gymnasiast Julian Igel, Dientzenhofer-Gymnasium Bamberg, schreibt seine W-Seminararbeit* über Bienen. Was uns 151257-julian-biwanatürlich sehr freute, als er uns anrief und um Unterstützung bat. Wir trafen uns am 28.10. in der Bienen-InfoWabe, um seine Fragen zu beantworten. Zum Beispiel, welche natürlichen Feinde die Honigbienen haben (Wespen, Hornissen und hungrige Vögel), welche Krankheiten Bienen am schlimmsten treffen (z. B. Varroose, Faulbrut und Paralyse-Virus) und wie sich die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de gegründet hat und die Bienen-InfoWabe finanziert wurde.

Die bereits sehr weit gediehene Hausarbeit beeindruckte mit ihrem Detailwissen zur Honigbiene und ihre hohe Bedeutung für die Ökologie und Ökonomie in Deutschland und der Welt. Es gab nur wenige Kleinigkeiten anzumerken und wir hoffen, er stellt uns die Arbeit nach ihrer Bewertung hier für den Weblog zur Verfügung.

Blick in die BienenbeuteGanz klar, dass wir nach den anregenden Stunden mit Julian noch zu den Bienen gingen. Allerdings gab’s nur einen kurzen Blick in die obere Etage hinein, um bei dieser Kühle keine Brut zu schädigen. Und klar trennten wir uns gerne von einem Glas Honig, um die reife Leistung schon jetzt ein wenig zu belohnen. Der beste Lohn wird ohnehin eine gute Note sein, da sind wir uns sicher. Im Gegenzug freuten wir uns über das schokoladensüße Dankeschön des Schülers, dem wir hiermit noch einmal alles Gute für seine Arbeit und den weiteren schulischen wie beruflichen Lebensweg wünschen.

* Wissenschaftspropädeutisches Seminar

Die alte Eiche im Hainpark und ihre neue Aufgabe

160 cm Durchmesser, Eiche aus Altem Botanischen Garten im Hainpark BambergLetzte Ruhestätte der Eiche aus Altem Botanischen Garten Ihre letzte Ruhestätte hat die Eiche aus dem Alten Botanischen Garten des Hainparks Bamberg sinnvollerweise dort erhalten, wo 2015 für den Großen Eichenbock ein Areal geschaffen wurde. Und kaum dort abgelegt, schon tummeln sich diverse Insekten auf der Rinde des gefällten Riesen, der einen (ursprünglichen) Durchmesser von 160 cm hat(te).

Letzte Ruhestätte der Eiche aus Altem Botanischen Garten Neue Aufgabe für die alte Eiche

Die letzten Herbstsommerstrahlen am 29.10.16 lockten Feuerwanzen und eine Riesenschlupfwespe herbei – zumindest sind wir uns ziemlich sicher, dass es sich um eine solche handelt. Beim Joggen zufällig angetroffen – und für die Bamberger im Nachklapp unserer ersten Berichterstattung (Tod und Leben im Hainpark Bamberg) als Erinnerung, doch auch als kleiner Trost die Fotos hier festgehalten. Feuerwanze in alter Eiche

Riesenschlupfwespe auf der Eichenrborke Thematisch passt’s ja durchaus in unseren Bienenblog, nachdem auch unsere Bienen zur Ordnung der Hautflüger (Hymenoptera) zählen und zur Unterordnung der Taillenwespen (Apocrita). Dann allerdings trennen sich ihre Linien. Unsere Biene zählt in der Teilordnung zu den Stechimmen (Aculeata) und die Schlupfwespen zu den Legimmen (Terebrantia).

Die auf der Eiche entdeckte Riesenschlupfwespe hat eine lange Legeröhre (Scheide), die sie aufklappen kann, um mit ihrem nun entblößtem Legebohrer durch die Rinde (!) in ein anderes Insekt zu gelangen, in der sie ein einziges Ei legt. Genial, auch wenn’s grausam klingt. Der Tod eines anderen Tieres (oder einer Eiche) schafft wiederum neues Leben. In diesem Sinne …

Schaut mal genau hin und freut euch an der (Neu)Schöpfung!

 

„Ich will nur den Burger-Honig essen!“

Bamberger Lagenhonig, Lage SternwarteJa, wer solche Sätze zugetragen bekommt, kann leicht angeben. Meine herzallerliebste Schwiegermutter und Bienenpatin, Elisabeth Burger, erzählte uns mit unverhohlenem Stolz von der Aussage eines Dreikäsehochs, der bereits im zarten Vorschulalter recht genau weiß, wie ein ausgezeichneter Honig zu schmecken hat! Und verweigert anderen Honigen sein kleines Schleckermäulchen, um getreulich auf die neue Ernte des Bamberger Lagenhonigs zu warten.

Bamberger LagenhonigTatsächlich haben wir in Augsburg mittlerweile quasi eine Art Honig-Dependance und entsenden jährlich einmal eine Ladung unseres flüssigen Goldes hin. Die von Elisabeth verteilt und im Gedächtnistrainings-, im Italienisch- oder Gitarrenunterrichtkurs etc. sehnlichst erwartet wird. Wie unterschiedlich Qualität und Geschmack von Honigen sein kann, zeigte unlängst wieder einmal ein Öko-Test, auf den sich die ARD-Sendung vom 27.10.2016 bezieht.

Wir jedenfalls wurden von der besten und unabhängigsten Jury der Welt beurteilt – einem uns nicht bekannten, unvoreingenommenen fünfjährigen Wiederholungstäter. Mögest du in deinem Leben immer einen Goldtopf des Imkers deines Vertrauens auf dem Tisch stehen haben!

Rechtzeitig anmelden für Bamberger Schulbiene

Logo der Bamberger SchulbieneSie möchten 2017 (wieder) eine Klasse bei uns in der Bienen-InfoWabe in Sachen „Biene und ihr Lebensraum, Honig und/oder Imkerei unterrichten lassen? Dann bitte bald anmelden! Möglich für Grundschulen (ab 2. Jg.) bis Berufsschulen oder Sondergruppen.

Da wir für das nächste Jahr etliche Klassenbesuche bereits vorgeblockt haben, die wir unserem Sponsoringpartner REWE als Gegenleistung für Ihre großzügige Unterstützung versprachen, wird es ein wenig eng im Terminkalender. Wir weisen dabei auf den Umstand hin, dass wir selbst berufstätig sind und uns die Wochentage planvoll frei nehmen „müssen“.

Bitte rufen Sie uns einfach an, dann können wir die Modalitäten in Ruhe miteinander besprechen.

Anleitung zum eigenen Wachskreislauf

Ausgangssituation

Aufbau des Wachschmelzers

Aufbau des Wachschmelzers

Bevor unser Bamberger Lagenhonig geerntet werden kann, wird er von den Bienen zunächtst in Waben aus Wachs aufbewahrt.

Im geplanten Aufbau eines eigenen Wachskreislaufs wurden wir bestätigt von den Meldungen zur Verfälschung von Bienenwachs mit Billigwachsen aus der Erdölproduktion¹. In unserem Vorhaben ebenfalls bestärkt wurden wir durch die Wachsuntersuchungen des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V., Bienengesundheitsdienst. Proben von eigenenem  sowie von uns verwendetem zugekauften Wachs ließen wir dort auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Bienenarzneimittel hin analysieren. In unserem (bzw. unserer Bienen) eigenen Wachs konnten kein Rückstände nachgewiesen werden. Im hinzugekauften hingegen leider schon.

Schritte zum Wachskreislauf

Um das eigene Wachs aus den Baurahmen, aus Naturbauwaben und aus dem Entdeckelungswachs gewinnen zu können, benötigen wir einen leistungsfähigen Dampf-Wachsschmelzer. Er kann aus Zargen, einem Tapetenablöser als Dampferzeuger und einem Schmelztrichter aus Edelstahl selbst zusammengestellt werden. Und so Schritt für Schritt aus:

  1. Eine Leerzarge auf zwei Kanthölzer stellen.
  2. In die Leerzarge einen Eimer mit etwas Wasser (entmineralisiertes Wasser (Destilliertes Wasser) oder Regenwasser) stellen. Zwei bis drei Zentimeter Wasserhöhe sind völlig ausreichend.
  3. Darauf den Schmelztrichter setzen. Der Schmelztrichter besitzt einen Siebblech, das wir mit einer Damenfeinstrumpfhose überziehen. So werden bereits gröbere Verunreinigungen ausgefiltert.
  4. Den Dampfschlauch etwa fünf bis zehn Zentimeter durch das seitliche Loch im Schmelztrichter einführen und mit Schaumstoff oder Tesa-Krepp abdichten. Der Schlauch unseres Tapenablösers war zu dick, so haben wir ihn mit einen Adapter aus lebensmittelechten Kunststoff verlängert.
  5. Um den Trester zurückzuhalten, wird in den Schmelztrichter ein Absperrgitter eingelegt.
  6. Auf den Trichter die erste Zarge mit den auszuschmelzenden Waben aufsetzen. Den Übergang zwischen aufgesetzter Zarge und Trichter mit Schaumstoffstreifen abdichten.
  7. Eine zweite Zarge mit Waben kann aufgesetzt werden. Insgesamt lassen sich so in einem Arbeitsgang bis zu 20 Waben ausschmelzen. Obendrauf kommt eine Folie und ein Beuteninnendeckel.
  8. Zum Schutz vor Wasser den Deckel in eine Platiktüte verpacken, um so ein Aufquellen des Holzes zu verhindern.
  9. Zum Abkratzen der Schmelzreste im Rahmen nehmt ihr euren Stockmeisel oder einen Schaber.

Auch gut zu wissen: Die Prozedur entwickelt nicht die allerlieblichsten Düfte, von daher eher außerhalb der Wohnräume durchführen.

Ein Schmelzgang dauert  zwischen 30 und 60 Minuten. Trotz der Hitzeeinwirkung ist das Wachs dann allerdings noch nicht sterilisiert bzw. entseucht. Das bedeutet, dass man beispielsweise bei fremden Wachs nicht sicher sein kann, ob nicht zum Beispiel noch Faulbrutsporen darin enthalten sind.

Weil wir diesen Service des sicheren Wachsschmelzens am liebsten auch anderen anbieten möchten, tragen wir uns mit dem Gedanken, technisch aufzurüsten. Das ginge dann in die Tausende, würde aber dem Bamberger Raum sehr zugute kommen. Denn nach dem letzten Paraffin-Skandal ist der Wachszukauf auf viele, viele Jahre hinweg eine unsichere Angelegenheit. [Nachtrag: Ein Wachsschmelzer wurde 2023 angeschafft]

¹ siehe Mitteilung Deutscher Imkerbund vom 19.9.16 „Verfälschtes Wachs im Umlauf“ und siehe Infobrief Bienen@Imkerei 23/2016.

Tod und Leben im Hainpark Bamberg

Ja, jetzt ist es also tatsächlich geschehen. 2011 sah die alte Eiche im Alten Botanischen Garten im Bamberger Hainpark noch groß, trutzig und stark aus, wie ein Foto zeigt. Später dann – wann genau, können wir nicht mehr sagen – wurde sie so stark beschnitten, dass wir entsetzt dachten: „Das wird doch nichts mehr!“

Jahr für Jahr sorgten wir uns um den Fortbestand der alten Eiche, die wir auf unserer Joggingrunde immer besuchten. Nun liegt sie da, wirkt immer noch imposant auch in Rückenlage. Für einen Nachruf hielten wir sie in Bildern fest. Und heute stand es auch in der Zeitung: „Tod einer deutschen Eiche.“ Es berührt also nicht nur uns.

Wespe an gefällter Eiche im Alten Botanischen Garten im Hainpark BambergBeim Nähertreten jedoch entdeckten wir das Leben. Eine große Wespe (Gattung konnten wir nicht eindeutig zuordnen) knusperte etwas vom Innenholz ab. Eine weitere flog aus einem Loch in der schurfigen, grauen Rinde heraus. Eine Libelle wärmte sich ihre Flügel.

Wir hatten davon gelesen, dass die Eiche als Erlebnisraum für den Großen Eichenbock aufgestellt werden soll. Der freut sich sicherlich darüber. Ob all das unseren Kummer und den zig-anderer Spaziergänger aufwiegt?

Leben und Tod sind unsere ständigen Begleiter. Mal können wir’s akzeptieren, mal nicht verstehen. So wie hier im Hainpark im Alten Botanischen Garten, den wir einige Zeit wohl mit Trauerflor im Blick betreten werden. Ruhe in Frieden, Frau Eiche!

Zweite Runde für Bienenpate Daniel Schiller 2016/18

Bienenpate Daniel SchillerWie bereits vor zwei Jahren ist auch diesmal unser Treffpunkt der Keller hoch über Bamberg, um mit Bienenpate Daniel Schiller am 08.09.2016 auf die zweite Runde seiner „Mitgliedschaft“ anzustoßen. Immer noch ist er Lehrer in der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg, immer noch sportlich und immer noch am Bienenschicksal interessiert. Nur für die Fernreisen, zuletzt in Peru , sind er und seine Partnerin nicht mehr ganz so 100% zu begeistern. Kein Wunder, sie haben ja auch schon die ganze Welt bereist und manches wiederholt sich oder verspricht mehr, als es letztendlich dann halten kann. Die schönsten Gegenden können nerven, wenn sie von zu vielen Touristen besucht werden und alles nur noch darauf ausgerichtet zu sein scheint.

Doch Naturerlebnisse wie der majestätische Flug der Anden-Kondore über der zweitgrößten Schlucht der Welt faszinieren Daniel nach wie vor. Und damit kommen wir wieder auf das Bienenthema zu sprechen. Auch, wenn sie natürlich winzig im Vergleich zu ihren großen geflügelten Brüder sind – Bienen sind die wichtigsten Insekten für die Menschheit. Daher freuen wir uns sehr, dass wir von Daniel durch seine Bienenpatenschaft wieder in unserem Bemühen unterstützt werden, sie aufmerksam zu begleiten und diese Aufmerksamkeit auch auf seine Bürger zu übertragen. Denn auch, wenn es in diesem Jahr recht gut lief für die Bienen – irgendwas ist doch immer. Wie unlängst der Skandal um paraffinversetzte Waben, die in Umlauf gebracht wurden.

Nun ist Paraffin sicherlich nichts, worin junge Bienen aufwachsen sollen und auch schon gar nicht können. Kurz vor ihrer Verdeckelung räumen die Bienen alle Maden wieder heraus, da die Bienenkinder in dieser Umgebung natürlich nicht entwicklungsfähig sind. Aber auch für den Honig ist das Paraffin ein Problem. Paraffin hat einen viel niedrigeren Schmelzgrad als Bienenwachs. Ist es im Sommer heiß, reißen die Waben und sinken nach unten, der Honig fließt aus und es gibt eine ziemliche Sauerei im Stock. Das alles kostet den Bienen und den Imkersleuten viel Energie und ist nicht wirklich lustig oder gar gesund.

So verwenden wir das Bienenpatengeld für allerlei Hintergrundarbeit. Beispielsweise die Beschaffung von Literatur, von Referent(inn)en innerhalb des Jahresprogramm der Bienen-InfoWabe, für eigene Fortbildung(sreisen) und in naher Zukunft für den Aufbau eines eigenen Wachskreislaufes, der dem Bamberger Lagenhonig weiterhin seine exzellente Qualität bewahren hilft. Doch damit nicht genug – wir möchten auch hier volle Transparenz und Information bieten. Das heißt, dass wir die Möglichkeit schaffen werden, dass uns Bamberg und Umgebung bei diesem Tun über die Schulter schauen kann. Ein großes Ziel ist, dass wir die Geräte, die es für den eigenen Wachskreislauf braucht, mit anderen Imkern aus der Region teilen. So ist jeder Euro auch in Zukunft gut angelegt.

Vielen Dank an Daniel Schiller für die zweite Runde, und natürlich auch für die Tipps bezüglich Fitness – hat alles schon gewirkt!

Nachtrag 26.05.2023: Mittlerweile befindet sich unser treuer Bienenpate Daniel in der 5. Runde (09.2022-08.2024) und hat uns seine Klassen bereits mehrmals zugeführt (in 2015 (1), 2015 (2), 2017 (1), 2017 (2) und 2023). So geht Nachhaltigkeit!

Bienenpatenschaften Anne und Hans Zirkel 2016/2018

SonnenblumenstraußMit einem leuchtend gelben Sonnenblumenstrauß, der uns über eine Woche lang nach ihrem Besuch noch erfreute, standen sie vor unserer Türe. Bereits zwei Jahre lang trugen sich Anne und Hans Zirkel mit dem Gedanken, eine Bienenpatenschaft bei uns einzugehen, nachdem sie auf unseren Weblog aufmerksam wurden. Doch sich Zeit fürs imkerliche Über-die-Schulter-schauen zu nehmen, war erst nach der langjährigen Pflegephase von Annes Mutter möglich. Am 8. September kamen wir endlich zusammen.

Beste Voraussetzungen

Bienenpaten Hans und Anne Zirkel beim PateninterviewBeide Zirkels sind recht tierlieb, stellten wir schnell fest. Und das auch, obwohl es ihnen die „Wachhundkatze“ nicht gerade einfach macht. Carlos in die kurzzeitige Urlaubspflege zu geben, kann riskant sein. „Der Maler, der während unserer Abwesenheit das Wohnzimmer streichen sollte, musste quasi von der Nachbarin befreit werden. Der Kater ließ ihn nicht mehr aus dem Haus“, erzählte Anne lachend, während Hans schmunzelnd, doch auch ein wenig leidvoll geprüft dazu nickte. Denn ihn hat Carlos ebenfalls auf dem Ticker. Doch der ehemalige Sportamtschef weiß sich seiner Haut durchaus zu wehren.

Beste Voraussetzungen, um beim Imkern nahe mit dabei zu sein. Unerschrockenheit ist hier nicht das Schlechteste, ebenso natürlich auch ein geduldiges Wesen. Das scheint Hans zu haben, denn er erzählte uns, dass er seinen vorzeitigen Ruhestand vor 9 Jahren dazu nutzte, um seiner Schwiegermutter das allfällige „Ärztehopping“ zu erleichtern. Dass der Opa aus Drosendorf bei Memmelsdorf zudem selbst Imker war, mag die Idee der Bienenpatenschaft ebenfalls gefördert haben.

Von Handicaps und Hindernissen

Selbst Bienen zu halten kommt allerdings für beide nicht in Frage. Die körperlichen Voraussetzungen sind leider nicht gegeben. Obschon beispielsweise Hans wieder einmal seine persönliche Bestzeit im Handbike-Marathon unterschritten hatte und im Übrigen im Goldenen Buch der Stadt Bamberg vertreten ist, so bringt ihn die Folge einer Polioinfektion aus der Kindheit um die notwendige Beweglichkeit, einen Bienenstand zu betreuen. „Wir sind halt ein Auslaufmodell“, stellt Anne trocken fest, die es noch als Contergan-Opfer erwischt hatte, kurz bevor man endlich das Medikament zurückzog.

Von ihren Einschränkungen lassen sie sich nicht unterkriegen. Zur größtmöglichen Selbständigkeit in den Rummelsberger Anstalten erzogen, arbeitete Anne etliche Jahre in Bamberg und Nürnberg in der LZB, bevor auch sie in Frührente ging. Seit 30 Jahren wohnen sie nun schon im Malerviertel und freuen sich am vielen Grün um sich herum.

Gerne würde Anne die Nähe zum Bambados für ihr Schwimmtraining nutzen. Allerdings kann sie dazu die Parkkarte nicht in den Schlitz stecken, um zum Behindertenparkplatz zu gelangen, der dummerweise erst nach der Schranke eingerichtet ist. Doch das Schleppen der Badesachen über eine weite Strecke hinweg ist mit kurzen Gliedmaßen nun einmal nicht zu schaffen. So freut sich der Schwimmverein „Neptun“ nun über ein schwimmfreudiges Mitglied mehr.

Honig – eine Delikatesse verbindet!

Auf die Frage nach ihrer beiden Lieblingshonig geben sie unumwunden zu, dass es bisher der aus Unterleiterbach vom Dinkel sei. „Eine tolle Imkerei, unser Lieblingsimker!“ strahlt Anne, und Hans ergänzt, dass sie ihren Honig auch gerne im Urlaub aus der dortigen Region (z.B. Tegernsee, Bayerischer Wald) kaufen. Dabei bevorzugt Hans vor allem Tannenhonig. Sie sind etwas enttäuscht darüber, dass auf dem Bamberger Honigmarkt im Februar auch Honig aus anderen Gegenden verkauft wird, was sie nur nach und nach erfahren haben. Auch dies ein Grund, unsere Initiative und den Bamberger Lagenhonig zu unterstützen.

Nachdem wir uns noch ein wenig ausgetauscht hatten, wer unsere gemeinsamen Bekannten sind – z. B. die Imker Johann Machinek, Herbert Beck, Uli Zeck und Heinrich Zwosta – ist unsere letzte Frage bei unserem Bienenpaten-Kennenlern-Interview, was uns die beiden für die Zukunft wünschen. Die Antwort ist „Gesundheit für die Bienen“ – und so freuen wir uns, wieder einmal ganz besondere Menschen für unser Anliegen gewonnen zu haben, die uns in vielerlei Hinsicht unterstützen wollen.

Vielen Dank euch beiden!