BAmbrosiustag am Tag des Honigs 2016

Traditionell am Tag des Honigs (Namenstag des Hl. Ambrosius) feiern wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de den BAmbrosiustag und laden am Mi., 07.12. 2016 von 18.00 – 20.00 Uhr in die Bienen-InfoWabe (Bienenweg 1, Erba-Park) ein.

Lebkuchen vom FraunholzDer Internationale Tag des Honigs findet nicht von ungefähr am Tag der Bischofsweihe des Hl. Ambrosius statt, dem Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens.

Wir machen außerdem mit bei der Adventsfensteraktion der Bewohner der Meyer’schen Gärtnerei (Maria-Ward-Straße und drumherum)

Wo?  Bienen-InfoWabe im Erba-Park (Süd), BAMBERG, Bienenweg 1
Parken?  Tiefgarage „ERBA-Gelände“ – An der Weberei 5, je nach Navi auch „An der Spinnerei“ eingeben und dann noch einmal ums Eck herum fahren
Was? Wir öffnen unser „Türchen“ ab 18 Uhr für die Bevölkerung.
In stimmungsvoller Atmosphäre lassen wir es uns am Feuerkorb warm im Herzen werden. Und nur unsere Bienenpaten wissen ganz genau, was sonst noch so passieren soll! Psssst! Alle anderen lassen sich einfach überraschen!

Eins soll noch verraten werden: An diesem Tag könnt ihr unseren exquisiten Bamberger Lagenhonig erstehen.

Teelichtergießen mit Bienenwachs für romantische Herbst- und Winterabende

Bienenwachsteelichter sebst gegossenAh, die Cocooning-Tage sind da! Jetzt werden jede Menge Lichtlein benötigt. Teelichter selber gießen spart hier Geld und macht Spaß. Bienenwachskerzen verbreiten ein warm-romantisches Licht, ganz anders als Kerzen aus Stearin (unter Verwendung von Palmitinsäure, also Palmöl) oder Paraffin (Erdöl), die zudem so ihre eigene Umweltproblematik haben.

Teelichter vorbereitenWir haben dazu über die Jahre die Aludöschen gehortet und für das nochmalige (und nochmalige?) Verwenden ausgekratzt und geglättet. Wenn ihr stattdessen Glas-, Kunststoff- oder Edelstahlbehälter verwenden wollt, dann tut das. Wir haben jedoch festgestellt, dass das Abbrennen in Glasbehältern nicht so ganz glatt geht. Doch wir möchten hier keine Grundsatzdiskussion anzetteln, die gibt es bereits an anderen Stellen. Los geht’s …

Material

  • Leere (gebrauchte) Teelichtbehälter
  • 100% reines Bienenwachs, z. B. als Granulat (Ist klar, dass wir reines Bienenwachs hier propagieren. Falls ihr jedoch eine Mischung z. B. mit Stearin oder Paraffin verwenden möchtet, führt etwaige Kerzenreste niemals dem imkerlichen Wachskreislauf zu, versprochen?!)
    Pro Teelichtbehälter (18-19,5 Höhe) etwa 16g Wachsplättchen
  • Teelichtdochte mit Stehfüßchen (Passend für Bienenwachs gibt es eigene Dochtausführungen, wir verwendeten 30 mm langen Bienenwachsdocht mit Stehfüsschen)
  • Glycerin
  • Allzweckkleber
  • Großen Topf
  • Schöpflöffel
  • kleine Konservendose
  • Flachzange zum Biegen der Ausgusstülle

Vorbereitung

  1. Neue oder gebrauchte Alubehälter für Teelichter mit passenden Dochten bestücken.
  2.  Docht mit einem Tupfer Allzweckkleber an den Boden ankleben, damit sie beim Einfüllen oder Abbrennen nicht so leicht verrutschen können. Es geht auch ohne, dann jedoch entsprechend vorsichtiger befüllen.
  3. Da Bienenwachs beim Abkühlvorgang kräftig schrumpft, können Risse entstehen. Dies verhindert man durch leichtes Einreiben der Gefäßwände mit etwas Glycerin (gibt’s in Bastelgeschäften).

Bienenwachs im WasserbadAbfüllen

  1. Großen Topf mit heißem (nicht kochendem) Wasser auf Herdplatte stellen und Schöpflöffel bereit halten.
  2. Mit einer Flachzange eine Ausgusstülle an die kleine Konservendose biegen.
  3. Dose zu Dreiviertel mit Wachsgranulat befüllen. Nur unverschmutztes Wachs verwenden, sonst sprozzelt es beim Abbrennen oder der Docht verstopft und brennt ungleichmäßig oder zu heftig: Brandgefahr! Am besten 100% reines Bienenwachs verwenden.
  4. Dose in die Mitte des Wassertopfes stellen. Darauf achten, dass die Dose dabei nicht umkippt. Ist zu viel Wasser im Topf, mit Schöpflöffel überflüssiges Wasser abnehmen.
  5. Doseninhalt im Wasserbad zum Schmelzen bringen. Der Schmelzpunkt des Wachses liegt bei 62-64° C. Achtung: Bleibt beim Schmelzvorgang unbedingt dabei! Das Wasser darf nicht zum Kochen gebracht werden und es darf kein Tröpfchen Wasser in die Dose schwappen!
  6. Dose am oberen, kühlen Rand anfassen, am besten mit Handschuhen, und vorsichtig aus dem Topf heben. Kinder sollten dies nur unter Aufsicht tun!
  7. Außenfläche der Dose vom Wasser trocknen, damit keine Tropfen in die Wachsbehälter geraten.
  8. Das geschmolzene Wachs ruhig und rasch bis dicht an den oberen Rand in die vorbereiteten Teelichtbecher gießen. Es kann auch noch zu einem späteren Zeitpunkt restlos aufgefüllt werden.
  9. Teelichter langsam im Raum abkühlen lassen, also nicht in die eiskalte Winterluft stellen, sonst schrumpelt die Oberfläche zu schnell oder es bilden sich Risse.

[Aktualisiert am 29.12.2024]

Bienenwachs in Teelichthüllen eingießen

 

Wirtschaftsschüler verbindet Genuss mit Projekt

Sammeln für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergWas wäre Advent ohne einen guten Honig? Irgendwie fade. So jedenfalls sieht das der Schüler S., der sich unseren Bamberger Lagenhonig von seinem Taschengeld leistet. Bereits zum zweiten Mal nimmt er die Stufen in den 3. Stock, um bei uns Honig einzukaufen. Diesmal verbunden mit der Bitte, die Tombola der Wirtschaftsschule („Blaue Schule“) in Bamberg für einen sozial-caritativen Zweck zu unterstützen. Was wir natürlich gerne mit ein paar Gläsern tun.

Bamberger Lagenhonig für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergDen engagierten Abschlussklässler haben wir übrigens über die Bienenpatenschaft mit Daniel Schiller kennengelernt, der seiner Klasse eine Exkursion zum „Imkerkaufhaus“, der HEG nach Eltmann sowie einen Bienen-Ausstellungsbesuch im Market Oberfranken spendiert hatte. Außerdem besuchten wir seine Klasse und veranstalteten verschiedene kreative Workshops zum Thema Bienen, Honig und Imkerei.

Wer des Schülers Bitte nach Tombola-Gaben ebenfalls unterstützen möchte, wende sich einfach an uns. Oder direkt an die Graf-Stauffenberg-Schule. Auch zur Weihnachtsfeier am 13.12.2016 lädt er herzlich ein!

 

Die alte Eiche im Hainpark und ihre neue Aufgabe

160 cm Durchmesser, Eiche aus Altem Botanischen Garten im Hainpark BambergLetzte Ruhestätte der Eiche aus Altem Botanischen Garten Ihre letzte Ruhestätte hat die Eiche aus dem Alten Botanischen Garten des Hainparks Bamberg sinnvollerweise dort erhalten, wo 2015 für den Großen Eichenbock ein Areal geschaffen wurde. Und kaum dort abgelegt, schon tummeln sich diverse Insekten auf der Rinde des gefällten Riesen, der einen (ursprünglichen) Durchmesser von 160 cm hat(te).

Letzte Ruhestätte der Eiche aus Altem Botanischen Garten Neue Aufgabe für die alte Eiche

Die letzten Herbstsommerstrahlen am 29.10.16 lockten Feuerwanzen und eine Riesenschlupfwespe herbei – zumindest sind wir uns ziemlich sicher, dass es sich um eine solche handelt. Beim Joggen zufällig angetroffen – und für die Bamberger im Nachklapp unserer ersten Berichterstattung (Tod und Leben im Hainpark Bamberg) als Erinnerung, doch auch als kleiner Trost die Fotos hier festgehalten. Feuerwanze in alter Eiche

Riesenschlupfwespe auf der Eichenrborke Thematisch passt’s ja durchaus in unseren Bienenblog, nachdem auch unsere Bienen zur Ordnung der Hautflüger (Hymenoptera) zählen und zur Unterordnung der Taillenwespen (Apocrita). Dann allerdings trennen sich ihre Linien. Unsere Biene zählt in der Teilordnung zu den Stechimmen (Aculeata) und die Schlupfwespen zu den Legimmen (Terebrantia).

Die auf der Eiche entdeckte Riesenschlupfwespe hat eine lange Legeröhre (Scheide), die sie aufklappen kann, um mit ihrem nun entblößtem Legebohrer durch die Rinde (!) in ein anderes Insekt zu gelangen, in der sie ein einziges Ei legt. Genial, auch wenn’s grausam klingt. Der Tod eines anderen Tieres (oder einer Eiche) schafft wiederum neues Leben. In diesem Sinne …

Schaut mal genau hin und freut euch an der (Neu)Schöpfung!

 

Rechtzeitig anmelden für Bamberger Schulbiene

Logo der Bamberger SchulbieneSie möchten 2017 (wieder) eine Klasse bei uns in der Bienen-InfoWabe in Sachen „Biene und ihr Lebensraum, Honig und/oder Imkerei unterrichten lassen? Dann bitte bald anmelden! Möglich für Grundschulen (ab 2. Jg.) bis Berufsschulen oder Sondergruppen.

Da wir für das nächste Jahr etliche Klassenbesuche bereits vorgeblockt haben, die wir unserem Sponsoringpartner REWE als Gegenleistung für Ihre großzügige Unterstützung versprachen, wird es ein wenig eng im Terminkalender. Wir weisen dabei auf den Umstand hin, dass wir selbst berufstätig sind und uns die Wochentage planvoll frei nehmen „müssen“.

Bitte rufen Sie uns einfach an, dann können wir die Modalitäten in Ruhe miteinander besprechen.

Tod und Leben im Hainpark Bamberg

Ja, jetzt ist es also tatsächlich geschehen. 2011 sah die alte Eiche im Alten Botanischen Garten im Bamberger Hainpark noch groß, trutzig und stark aus, wie ein Foto zeigt. Später dann – wann genau, können wir nicht mehr sagen – wurde sie so stark beschnitten, dass wir entsetzt dachten: „Das wird doch nichts mehr!“

Jahr für Jahr sorgten wir uns um den Fortbestand der alten Eiche, die wir auf unserer Joggingrunde immer besuchten. Nun liegt sie da, wirkt immer noch imposant auch in Rückenlage. Für einen Nachruf hielten wir sie in Bildern fest. Und heute stand es auch in der Zeitung: „Tod einer deutschen Eiche.“ Es berührt also nicht nur uns.

Wespe an gefällter Eiche im Alten Botanischen Garten im Hainpark BambergBeim Nähertreten jedoch entdeckten wir das Leben. Eine große Wespe (Gattung konnten wir nicht eindeutig zuordnen) knusperte etwas vom Innenholz ab. Eine weitere flog aus einem Loch in der schurfigen, grauen Rinde heraus. Eine Libelle wärmte sich ihre Flügel.

Wir hatten davon gelesen, dass die Eiche als Erlebnisraum für den Großen Eichenbock aufgestellt werden soll. Der freut sich sicherlich darüber. Ob all das unseren Kummer und den zig-anderer Spaziergänger aufwiegt?

Leben und Tod sind unsere ständigen Begleiter. Mal können wir’s akzeptieren, mal nicht verstehen. So wie hier im Hainpark im Alten Botanischen Garten, den wir einige Zeit wohl mit Trauerflor im Blick betreten werden. Ruhe in Frieden, Frau Eiche!

Zweite Runde für Bienenpate Daniel Schiller 2016/18

Bienenpate Daniel SchillerWie bereits vor zwei Jahren ist auch diesmal unser Treffpunkt der Keller hoch über Bamberg, um mit Bienenpate Daniel Schiller am 08.09.2016 auf die zweite Runde seiner „Mitgliedschaft“ anzustoßen. Immer noch ist er Lehrer in der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg, immer noch sportlich und immer noch am Bienenschicksal interessiert. Nur für die Fernreisen, zuletzt in Peru , sind er und seine Partnerin nicht mehr ganz so 100% zu begeistern. Kein Wunder, sie haben ja auch schon die ganze Welt bereist und manches wiederholt sich oder verspricht mehr, als es letztendlich dann halten kann. Die schönsten Gegenden können nerven, wenn sie von zu vielen Touristen besucht werden und alles nur noch darauf ausgerichtet zu sein scheint.

Doch Naturerlebnisse wie der majestätische Flug der Anden-Kondore über der zweitgrößten Schlucht der Welt faszinieren Daniel nach wie vor. Und damit kommen wir wieder auf das Bienenthema zu sprechen. Auch, wenn sie natürlich winzig im Vergleich zu ihren großen geflügelten Brüder sind – Bienen sind die wichtigsten Insekten für die Menschheit. Daher freuen wir uns sehr, dass wir von Daniel durch seine Bienenpatenschaft wieder in unserem Bemühen unterstützt werden, sie aufmerksam zu begleiten und diese Aufmerksamkeit auch auf seine Bürger zu übertragen. Denn auch, wenn es in diesem Jahr recht gut lief für die Bienen – irgendwas ist doch immer. Wie unlängst der Skandal um paraffinversetzte Waben, die in Umlauf gebracht wurden.

Nun ist Paraffin sicherlich nichts, worin junge Bienen aufwachsen sollen und auch schon gar nicht können. Kurz vor ihrer Verdeckelung räumen die Bienen alle Maden wieder heraus, da die Bienenkinder in dieser Umgebung natürlich nicht entwicklungsfähig sind. Aber auch für den Honig ist das Paraffin ein Problem. Paraffin hat einen viel niedrigeren Schmelzgrad als Bienenwachs. Ist es im Sommer heiß, reißen die Waben und sinken nach unten, der Honig fließt aus und es gibt eine ziemliche Sauerei im Stock. Das alles kostet den Bienen und den Imkersleuten viel Energie und ist nicht wirklich lustig oder gar gesund.

So verwenden wir das Bienenpatengeld für allerlei Hintergrundarbeit. Beispielsweise die Beschaffung von Literatur, von Referent(inn)en innerhalb des Jahresprogramm der Bienen-InfoWabe, für eigene Fortbildung(sreisen) und in naher Zukunft für den Aufbau eines eigenen Wachskreislaufes, der dem Bamberger Lagenhonig weiterhin seine exzellente Qualität bewahren hilft. Doch damit nicht genug – wir möchten auch hier volle Transparenz und Information bieten. Das heißt, dass wir die Möglichkeit schaffen werden, dass uns Bamberg und Umgebung bei diesem Tun über die Schulter schauen kann. Ein großes Ziel ist, dass wir die Geräte, die es für den eigenen Wachskreislauf braucht, mit anderen Imkern aus der Region teilen. So ist jeder Euro auch in Zukunft gut angelegt.

Vielen Dank an Daniel Schiller für die zweite Runde, und natürlich auch für die Tipps bezüglich Fitness – hat alles schon gewirkt!

Nachtrag 26.05.2023: Mittlerweile befindet sich unser treuer Bienenpate Daniel in der 5. Runde (09.2022-08.2024) und hat uns seine Klassen bereits mehrmals zugeführt (in 2015 (1), 2015 (2), 2017 (1), 2017 (2) und 2023). So geht Nachhaltigkeit!

Bienenpatenschaften Anne und Hans Zirkel 2016/2018

SonnenblumenstraußMit einem leuchtend gelben Sonnenblumenstrauß, der uns über eine Woche lang nach ihrem Besuch noch erfreute, standen sie vor unserer Türe. Bereits zwei Jahre lang trugen sich Anne und Hans Zirkel mit dem Gedanken, eine Bienenpatenschaft bei uns einzugehen, nachdem sie auf unseren Weblog aufmerksam wurden. Doch sich Zeit fürs imkerliche Über-die-Schulter-schauen zu nehmen, war erst nach der langjährigen Pflegephase von Annes Mutter möglich. Am 8. September kamen wir endlich zusammen.

Beste Voraussetzungen

Bienenpaten Hans und Anne Zirkel beim PateninterviewBeide Zirkels sind recht tierlieb, stellten wir schnell fest. Und das auch, obwohl es ihnen die „Wachhundkatze“ nicht gerade einfach macht. Carlos in die kurzzeitige Urlaubspflege zu geben, kann riskant sein. „Der Maler, der während unserer Abwesenheit das Wohnzimmer streichen sollte, musste quasi von der Nachbarin befreit werden. Der Kater ließ ihn nicht mehr aus dem Haus“, erzählte Anne lachend, während Hans schmunzelnd, doch auch ein wenig leidvoll geprüft dazu nickte. Denn ihn hat Carlos ebenfalls auf dem Ticker. Doch der ehemalige Sportamtschef weiß sich seiner Haut durchaus zu wehren.

Beste Voraussetzungen, um beim Imkern nahe mit dabei zu sein. Unerschrockenheit ist hier nicht das Schlechteste, ebenso natürlich auch ein geduldiges Wesen. Das scheint Hans zu haben, denn er erzählte uns, dass er seinen vorzeitigen Ruhestand vor 9 Jahren dazu nutzte, um seiner Schwiegermutter das allfällige „Ärztehopping“ zu erleichtern. Dass der Opa aus Drosendorf bei Memmelsdorf zudem selbst Imker war, mag die Idee der Bienenpatenschaft ebenfalls gefördert haben.

Von Handicaps und Hindernissen

Selbst Bienen zu halten kommt allerdings für beide nicht in Frage. Die körperlichen Voraussetzungen sind leider nicht gegeben. Obschon beispielsweise Hans wieder einmal seine persönliche Bestzeit im Handbike-Marathon unterschritten hatte und im Übrigen im Goldenen Buch der Stadt Bamberg vertreten ist, so bringt ihn die Folge einer Polioinfektion aus der Kindheit um die notwendige Beweglichkeit, einen Bienenstand zu betreuen. „Wir sind halt ein Auslaufmodell“, stellt Anne trocken fest, die es noch als Contergan-Opfer erwischt hatte, kurz bevor man endlich das Medikament zurückzog.

Von ihren Einschränkungen lassen sie sich nicht unterkriegen. Zur größtmöglichen Selbständigkeit in den Rummelsberger Anstalten erzogen, arbeitete Anne etliche Jahre in Bamberg und Nürnberg in der LZB, bevor auch sie in Frührente ging. Seit 30 Jahren wohnen sie nun schon im Malerviertel und freuen sich am vielen Grün um sich herum.

Gerne würde Anne die Nähe zum Bambados für ihr Schwimmtraining nutzen. Allerdings kann sie dazu die Parkkarte nicht in den Schlitz stecken, um zum Behindertenparkplatz zu gelangen, der dummerweise erst nach der Schranke eingerichtet ist. Doch das Schleppen der Badesachen über eine weite Strecke hinweg ist mit kurzen Gliedmaßen nun einmal nicht zu schaffen. So freut sich der Schwimmverein „Neptun“ nun über ein schwimmfreudiges Mitglied mehr.

Honig – eine Delikatesse verbindet!

Auf die Frage nach ihrer beiden Lieblingshonig geben sie unumwunden zu, dass es bisher der aus Unterleiterbach vom Dinkel sei. „Eine tolle Imkerei, unser Lieblingsimker!“ strahlt Anne, und Hans ergänzt, dass sie ihren Honig auch gerne im Urlaub aus der dortigen Region (z.B. Tegernsee, Bayerischer Wald) kaufen. Dabei bevorzugt Hans vor allem Tannenhonig. Sie sind etwas enttäuscht darüber, dass auf dem Bamberger Honigmarkt im Februar auch Honig aus anderen Gegenden verkauft wird, was sie nur nach und nach erfahren haben. Auch dies ein Grund, unsere Initiative und den Bamberger Lagenhonig zu unterstützen.

Nachdem wir uns noch ein wenig ausgetauscht hatten, wer unsere gemeinsamen Bekannten sind – z. B. die Imker Johann Machinek, Herbert Beck, Uli Zeck und Heinrich Zwosta – ist unsere letzte Frage bei unserem Bienenpaten-Kennenlern-Interview, was uns die beiden für die Zukunft wünschen. Die Antwort ist „Gesundheit für die Bienen“ – und so freuen wir uns, wieder einmal ganz besondere Menschen für unser Anliegen gewonnen zu haben, die uns in vielerlei Hinsicht unterstützen wollen.

Vielen Dank euch beiden!

Zu Erntedank gehört auch Honig!

Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig

Ein Erntedankfest ohne Honig? Geht gar nicht! Und justament sind wir beim Aufarbeiten unserer Sommer-Erlebnisse auf unseren Besuch bei der Bienenpatin Carmen Dechant am 07.09.2016 gelandet, und mithin in der Hofstadt-Gärtnerei, in der ihr Bienenpatenvolk steht. Für ihre Bienenpatenschaft erhält (nicht nur) Carmen pro Jahr einige Gläser Bamberger Lagenhonig der Lagenbezeichnung „Gärtnerstadt/Heiliggrab“. Geerntet wurde er rund 4 Wochen vorher, wir berichteten.

Bienenpatin Carmen Dechant Bienenpatin Carmen Dechant In der Hofstadt-Gärtnerei Bamberg

Am Patenvolk wurden die Milben ausgezählt. Entgegen der Befürchtungen unserer aufmerksamen Hofstadt-Gärtner war der Befall im „normalen“ Bereich. Die Ameisensäurebehandlung hat jedenfalls Wirkung gezeigt, doch wir hatten auch schon mal eine höhere Auszählung. Nun wurden die Futterkübel in die oberste Zarge eingestellt – bei den merkwürdigen Beutenmaßen ist es nicht so einfach, passende Behältnisse zu finden, die außerdem lebensmittelecht sein sollen – und mit etwas Stroh befüllt. Das Stroh stammt übrigens aus den Buger Wiesen, also auch hier bringen wir Regionalität ins Spiel.

Varroa-Befall auf Windel Reinhold bestückt die Behälter mit Stroh als Kletterhilfe Behälter für die Zuckerlösung
Danke allen himmlischen wie menschlichen Helfer/inn/en für die gute Ernte, Danke für die Bienenpatenschaft und für euren Fleiß, ihr lieben Gärtnersleut‘ und an all‘ ihr Imker/innen da draußen natürlich auch! Und wie immer – DANKE, BIENEN! – womit wir auch die Wildbienen mit einschließen wollen.

Gehörte Mauerbiene an Dahlie

Gehörte Mauerbiene an Dahlie in der Hofstadt-Gärtnerei

 

Vortrag Andreas Schierling (2) zum Wachsmanagement

Dr. Andreas Schierling, Vortrag in der Bienen-InfoWabe BambergDem Teil 1 zur Rückstandsproblematik folgt Teil 2, wie wir damit umgehen und generell ein optimales Wachsmanagement entwickeln könnten. Dr. Andreas Schierling stellte in seinem Vortrag „Bis in alle Ewigkeit? Das Wabengedächtnis“ zur BIWa-Sonntagsöffnung am 07.08.2016 klar, dass im Jahr 2015 55,4% aller untersuchten Bienenwachswaben rückstandsfrei waren, bzw. im Falle von Thymol der Wert kleiner 10 mg gewesen ist. Interessant: Den Wert hatte man nach oben „korrigiert“, denn Spuren des gesundheitlich nicht bedenklichen ätherischen Öles zur Behandlung der Varroatose fänden sich schließlich in fast in allen Wachsen.

Wachsmanagement nach Thymolanwendung

Wundersamer WabenbauWer Thymol anwenden möchte, sollte im Sinne eines rückstandsfreien Honigs ein gutes Wachsmanagement betreiben. Das heißt, vor dem Einsatz des Wachses ist der Honigraum auf den Thymolgehalt hin zu kontrollieren. Dr. Schierling empfiehlt zudem folgende Wachswabenlagerungen in der Rangfolge des Reduktionserfolges:

Eingelötet in Rähmchen und …

  1. … von Bienen besetzt und ausgebaut. In wenigen Wochen ist das Thymol   vollständig verflogen.
  2. … locker aufgestapelt. Ein Jahr lang braucht’s bis zur vollständigen Verflüchtigung.
  3. … Lagerung in Beute ohne Bienen. 60% pro Jahr.
  4. … gestapelt im Karton. Dann dauert’s über 3 Jahre!

Will man alte Waben entsorgen, so könnte man die Arbeit eigentlich auch den Wachsmotten übergeben. Nun gut, welcher Imker mag das schon, wenn ihm die Mottengespinste und emsigen Würmchen aus dem Keller entgegenkommen. Was also tun?

Wabenmanagement, so geht’s!

Wabenwachs aus DrohenbrutwabenWichtigste Regel: Keine Altwaben zu Mittelwänden umarbeiten! Machen Sie Kerzen daraus, aber das war’s auch schon.

Zu Mittelwandwaben umgebaut werden ausschließlich  Baurahmenwachs, Deckelwachs und Naturbauwachs.

Wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de geben beispielsweise die ausgeschleuderten Waben zum Ausschlecken zurück und setzen sie auf den zweiten Brutraum auf. Die Bienen ziehen im Laufe des August/Septembers vom unteren in den oberen Brutraum um, so dass wir dann den verlassenen untersten und somit älteren Raum von seinen Altwaben befreien können. Diese Altwaben werden zu Kerzen umgearbeitet – falls wir einmal dazu kommen.

Danksagung Dr. Andreas Schierling für Vortrag in der Bienen-InfoWabe BambergWie Dr. Schierling ganz richtig bemerkte: Würden Sie Lebensmittel auf einen dreckigen Teller geben? Die Waben sind praktisch das erste Geschirr des Honigs, insofern hat das  sauber zu sein.

Vielen Dank, Herr Dr. Schierling, für Ihren interessanten, kenntnisreichen und einleuchtenden Vortrag!