„Wildblumen-Blühstreifen“ zum April-Treffen Transition-Gruppe „Bienenfreu(n)de“

Blühwiese im Bamberger BienengartenDas allererste online abgehaltene Treffen* der Transition-Gruppe Bamberg „Bienenfreu(n)de“ am 21.04.20 stand unter dem Motto „Wildblumen-Blühstreifen“.

Wir ließen uns von Stammtisch-Gast Melissa Biedermann mit einer sehr informativen und motivierenden Powerpoint-Präsentation [Wildblumen-Bluehwiesenstreifen-0420-MB-oB] einführen und konnten uns in kleiner Runde ausgiebig austauschen und gegenseitig auf den neuesten Stand bringen, vor allem, was Bamberg und die Region anbelangt.

Melissa ist Biologin und schloss kürzlich erst ihre Masterarbeit zu diesem Thema ab, in der es um ein Simulationsprogramm zu Käfer ging. Fragen und Diskussionsbeiträge hatte wir vor allem zum durchaus umstrittenen bayerischen Kulturlandschaftsprogramm KULAP (s. a. unser Beitrag), welches in und um die Region Bamberg wohl keine allzu große Rolle zu spielen scheint, und um die Problematik der falsch deklarierten oder unnützen Samentütchen.

Problematik Samentütchen

Samenbömbchen für BienentrachtpflanzenSehr häufig beinhalten Samentütchen (oder -bömbchen), so Melissa, nicht die erwünschten oder aber falsch deklarierte, teils nicht einheimische Arten. Sie werden manchmal in Gebieten ausgebracht und können andere und vor allem einheimische Arten verdrängen.

Dass sich die nicht-einheimischen Arten dauerhaft ansiedeln wird laut dem Bochumer Botanischen Verein zwar eher als selten angesehen und passiert wohl in Zukunft nur in ungünstigen Fällen (sollte wissenschaftlich mal untersucht werden). Je häufiger jedoch Naturliebende die Samen ausstreuen, desto wahrscheinlicher wird das der Fall sein, so Melissas Befürchtung, der wir uns anschließen.

Wildbiene Langhornbiene (Eucera nigrescens) an Geflecktem LungenkrautZudem stellen sie überwiegend keine Hilfe für vor allem seltene Wildbienen dar, die durch ihre oligolektische Ernährungsweise ganz bestimmte Nahrung benötigen.
Auch wir von der Initiative sehen das so und weisen seit Jahren immer wieder darauf hin. Daher war Melissas Beitrag „Wasser auf unseren Mühlen“!

Diskussionrunde / Fragerunde

Blühwiese am Hof von Martin Bloeß in der GalgenfuhrMelissa hatte auch einige sehr gute Fragen für die anschließende Diskussionrunde vorbereitet. Dazu gaben wir – zusammen mit unserem Bienenpaten Anton Hepple, der erfreulicherweise heute unser Gast war – gerne Auskunft. Für diejenigen, die am Stammtisch nicht teilnehmen konnten, zumindest ein paar Verlinkungen zu Beiträgen, die eine Antwortauszug geben können.

Blühwiese im Bamberger Bienengarten1. Wildblumenstreifen in und um Bamberg?

Frische Erde wird eingerecht2. Aussaat der Pflanzen im Garten? Aufwand? Erwartungshaltung?

  • Eine Aussaat ist speziell vorzubereiten. Einfach so auf’s Gras kippen klappt nicht.
  • Bodenprobe nehmen oder anhand des momentanen Bewuchses die Bodenbeschaffenheit analysieren, dann passende Arten wählen, das Gras abtragen bzw. die obere Bodenschicht öffnen,
  • Die Aussaat anfänglich gießen, und wenn alles geklappt hat, kann Anfang September gemäht werden.
  • Schnittgut nicht liegen lassen … und nach ca. 3 Jahren eine Folgesaat ausbringen. Näheres erfahrt ihr von versierten Qualitäts- Saatguthändler/innen (siehe Liste).

3. Interesse an Wildblumenstreifen/-wiesen in der Bevölkerung?

  • Blühwiese kurz vorm SensenIst nachgewiesen vorhanden. Um das hohe Interesse zu befrieden, schufen wir unter Mithilfe des Gartenamts der Stadt Bamberg eine kleine Blühwiese direkt neben der Bienne-InfoWabe. Diese wird sukzessive bestückt mit botanischen Schildern, die auf einzelne Arten hinweisen. Vorgänger war unsere Parzelle im benachbarten Interkulturellen Garten.
  • Pressetermin zur Blühoffensive der Stadt Bamberg, v.l. Jürgen Brendel, Udo Eichhorn, Reinhold Burger, Ilona Munique, Dr. Christian Lange, Robert Neuberth, Michael Gerencser, Dr. Jürgen GerdesImmer wieder wurden wir zu unseren BIWA-Sonntagsöffnungszeiten auf die kritisierte „Rasensituation“ auf der Erba-Insel angesprochen und beinahe schon „in die Pflicht“ genommen. Seit der Ansaat der großen Blühwiese (s. a. oben Blühoffensive) sind die Stimmen verstummt. Hundehalter/innen, die den Rasen bislang stark als Erziehungsübungsplatz nutzen, beschwerten sich glücklicherweise nicht.

4. Thema „Blühpatenschaften“ [in Bamberg und Umland]?

  • Gibt es, allerdings mit mäßigem EBlühwieserfolg.
  • Anton konnte sich an eine Aktion bei Kronach erinnern. Wir selbst erinnerten uns an durchaus sehr ambitionierte Aktionen im Landkreis Forchheim und in Baunach. S. a. unter dem Link im nächsten Absatz.
  • Wo und von wem man Unterstützung erhalten kann, ist in unserem Beitrag Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen festgehalten.

Fazit: Tolle Infos – eine Runde Schulter klopfen! Und wir nahmen den Stammtisch zum Anlass, umfassende Aktualisierungen einiger unserer Blogbeiträge vorzunehmen, insbesondere dieser hier mit Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen.

Vorschau nächstes Treffen

Schau-Kräuterbeet im Bamberger BienengartenDas nächste Treffen zum Thema „Bienenfreundliche Pflanzen“ findet am Dienstag, 19.05.20 von 18 bis 20 Uhr ebenfalls wieder online statt unter https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch
Tipp: Vorab den Browser Chrome installieren, da funktionieren Ton und Bild am besten. Für Mobilgeräte die App Jitsi Meet. Ein Passwort ist nicht notwendig.


* Unser „Online-Stammtisch-Lokal“ unter Meet Jitsi ist immerwährend zum Ausprobieren geöffnet (Adresse in Klartext: https://meet.jit.si/bienenfreunde-stammtisch )

Aktualis. am 24.04.2020

Rezension zu Günter Pritsch: „Bienenweide“

Cover Günter Pritsch, Bienenweide, Kosmos-Verl.[Werbung Rezensionsex.]
Oft werden wir gefragt, was man denn für die lieben (Wild-)Bienen anpflanzen könne. Denn dass unsere Bestäuberinnen wichtig sind, daran gibt es keine Zweifel mehr. Hier schlagen wir gerne im Nachschlagewerk „Bienenweide“ von Günter Pritsch mit seinen 220 hübsch bebilderten, deutschbenannten Pflanzenporträts nach – geeignet zum Appetitmachen wie auch vertiefend als Entscheidungshilfe.

Tabellen zum schnellen Nachschlagen

Vertiefend deshalb, da Nektar- und Pollenangaben im Hauptteil und in zwei Tabellen des Service-Teils eine zusätzliche Orientierung geben. Vor allem dürften Imkereien von Tabelle 3 profitieren, die die Nektarerzeugung von Bienenweidepflanzen nebst der Honigertragsmenge und den Zuckergehalt auflistet.

Die Tabelle 4 zu Ertragsergebnissen nach Isolationsversuchen hingegen bereitet ein wenig Kopfzerbrechen. Nett wäre an dieser Stelle ein Rückverweis auf diejenige Seite gewesen, die den Erklärtext dazu liefert. Nun, auf der Seite 22 wurde ich fündig, dennoch blieben zunächst Fragen offen. Dass der Referenzwert (Bezugsnorm), auf den sich alle Angaben beziehen, die Spalte zum Ertrag „nur mit Honigbiene“ ist, und dass ein Strich in der Zelle bedeutet, dass es keine Erkenntnisse dazu gab, erschließt sich nicht sofort.

In Tabelle 6 werden die Honigtauerzeuger verschiededer Gehölze benannt, desweiteren, auf welchem Teil, also Rinde, Blatt oder Knospe etc., diese vorkommen. Für ausgesprochene Waldhonig-Imker/innen kann das durchaus interessant sein. Durch die Beobachtung eines Mehraufkommens diverser Krabbler mag ein Standortwechsel der Völker angezeigt sein. Doch im praktischen Nutzen eher überflüssig erscheint mir die Klasseneinordnung der Honigtauerzeuger in der vorangegangenen Tabelle 5.

Stärken und Schwächen der neuen Auflage

So liegt die Stärke des handlichen Pflanzenführers aus dem Kosmos-Verlag in seinem Hauptteil, also den Porträts mit den knappen Angaben zu Wuchsform und -höhe, Vorkommen und Verwendung sowie zur Vermehrung und besonders für Imker/innen die Angabe der Pollenhöschenfarbe und der Nektar- und Pollenwerte. Dieser Teil ergänzt durch die referenzierenden Tabellen 1 und 2 der nach deutschen Pflanzfamiliennamen –und innerhalb dieser nach Gattunsnamen geordneten Liste mit Nektar-Pollen-Übersicht – in aufsteigender Blühzeitenfolge.

Wer im Übrigen die Ahorngewächse vermisst, mit welchen die Vorgängerauflage ihre Porträts begann, wird nun in der 2. Auflage fündig unter „Seifenbaumgewächsen“. Ob das sinnreicher für das „Normalvolk“ ist, sei dahingestellt. Bedauerlich allerdings ist die nunmehr schwerer lesbare, da kleinere und serifenlose Schriftart. Auch lag der Vorteil des vormals gebundenen Hardcover-Buches darin, es geöffnet vor sich liegen lassen zu können, während das klappenbroschürte Buch sofort wieder zuklappt. So konnte ich aus den Tabellen in aller Ruhe eigene Zusammenfassungen herausziehen und nebenbei mit dem Stift notieren, was bei den Beratungsleistungen unserer Bienen-InfoWaben-Kunden sehr praktisch war. Als Verbesserung jedoch kann das größere Bildformat der Pflanzenporträts gesehen werden.

Als Arbeits-/Beratungshandbuch werde ich wohl weiterhin die 1. Auflage von 2007 verwenden, doch zum Blättern unseren interessierten Besucher(inne)n die 2. Auflage von 2018 in die Hand drücken. Und natürlich auch eine 3. Auflage willkommen heißen, sobald sie sich – schon aufgrund der bedauerlichen Errata, der verschobenen Wertzahlen beim Tracht-Fließband geschuldet – ankündigen wird.


Pritsch, Günter: Bienenweide. 220 Trachtpflanzen erkennen und bewerten. 2., aktualis. u. erw. Aufl. Stuttgart. Franckh-Kosmos Verl. 2018. ISBN 978-3-440-15991.

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Vortragsabend „Imker im Dialog“ in Scheßlitz

Logo Imkerverein ScheßlitzWas? „Imker im Dialog“, Vortragsabend mit anschließender Diskussion.
Wann? Am Mittwoch, 5.02.2020 um 18.30 Uhr
Wo? Scheßlitz, Pfarrheim, Oberend 2,

Was genau …?
Umwelteinflüsse, Klimawandel und der Umgang mit Ressourcen beeinflussen die Funktionsfähigkeit unseres Ökosystems! Die sinnvolle Gestaltung des Ökosystems in unserer Kulturlandschaft und ein funktionsfähiger Naturhaushalt sind Voraussetzung für Artenvielfalt und gute landwirtschaftliche Erträge.
Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Der Erhalt unserer Lebensgrundlage geht uns alle an. Nur so können wir unsere Natur in ihrer Vielfalt erhalten und schützen!
Interessierte sind herzlich eingeladen.

… und wer?

  • Bienen im Spannungsfeld der Landwirtschaft und deren Zukunft.
    Leonhard Seitz (Beirat für Fragen der Landwirtschaft im LVBI)
  • Was verbindet sauberes Trinkwasser und gesunde (Honig‐)Bienen?
    Prof. Dr. Kai-Uwe Totsche (Hydrogeologe Universität Jena, Imker)
  • Möglichkeiten der Winterbegrünung im Rahmen der Insektenbiologie.
    Waltraud Dümmler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Es lädt ein der Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.

Kosten? keine

Aktionen, Förderungen und Infos zu Blühpflanzen und -wiesen

Biene an SonnenblumeFortlaufende Sammlung von Aktionen, Förderungen und Informationen in Sachen Blühendes. Wir selbst können für unseren Bamberger Bienengarten leider nur einen kleinen Teil aufgreifen. Doch vielleicht habe ja SIE noch Anwendungsmöglichkeiten? Die Liste kann natürlich nicht alles abdecken, was online auffindbar ist. Aber sollten Sie eine außergewöhnlich tolle Aktion gefunden haben – melden Sie sie uns!
Zuletzt aktualisiert: 21.04.2020.

Aktionen, Wettbewerbe und Förderungen

Was? Bundesweiter Pflanzwettbewerb [JAHR]: „Wir tun was für Bienen!“

  • Wer? Deutschland summt
  • Wie? „Machen Sie mit beim bienenfreundlichsten und gemeinschaftlichsten Wettbewerb aller Zeiten: für die Insekten, für unser Leben, für unsere Zukunft.“
  • Für wen? Uneingeschränkt in sechs Kategorien
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? 1. April und läuft bis zum 31. Juli 2019. Prämierungsfeier am 14.09.2019 in Berlin.
  • Wie oft? Jährlich
  • Was ist besonders? Der erste Pflanzwettbewerb mit Musik! Musikalische Gruppen können zusätzlich zu ihrem gärtnerischen Beitrag eine eigene Interpretation des Liedes „Unser Bienensong“ von Reinhard Horn einreichen.
  • Weiterführende Infos? Zu Wildbienen, Gärtnertipps und Ratgeber-Broschüren

Was? Blühpatenschaften

  • Wer? Mellifera e. V. / Netzwerk Blühende Landschaften
  • Wie? Blühpatenschaft verschenken
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Bundesweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Beschenkter (und Schenker) können die frei zugänglichen Flächen jederzeit besuchen sowie an einer Führung teilnehmen.
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel Blog, Medien, Fortbildungen, Shop … und speziell Handlungsempfehlungen für die Landwirtschaft mit zahlreichen Links zu Ackerbau und Grünland nebst etlichen Beispiel-Projekten

Was? Jetzt Blühpatenschaften abschließen /  Bayern blüht auf

… und weitere Blühwiesenpatenschaften in der Region Bamberg, …

Zum dauerhaften Erfolg können wir keine gesicherte Aussage treffen. Machen Sie sich bitte ein persönliches Bild.

[via nachrichtenamort]: Das Projekt wird getragen von der AG BauNACHhaltigkeit und engagierten Menschen, aus LEADER-Mitteln teilgefördert und unterstützt durch lokale Sponsoren wie die Stadtsparkasse, die Volksbank, sys-comp und REGIO-Mehl – weitere Sponsoren sind willkommen!

Was? LEADER-Mittel für blühende Grünstreifen / Förderprogramm

  • Wer? Landratsamt Bamberg, Lokale Aktionsgruppe (LAG) für die LEADER-Förderung
  • Wie? Landwirte können sich die Anschaffung von Wildblumen-Saatgut fördern lassen. Ziel der LAG ist die Umsetzung der „Lokalen Entwicklungsstrategie 2014 – 2020“ sowie die Zusammenarbeit mit anderen regionalen und überregionalen Initiativen. Für den Erhalt von Fördermitteln muss eine Vereinbarung mit der LAG geschlossen werden.
  • Für wen? Landwirte
  • Wo? Landkreis Bamberg. Die Geschäftsstelle des Vereins befindet sich in der Ludwigstraße 25 in Bamberg, Eingang A, Zimmer N 104.
  • Wann? 2014 – 2020
  • Was ist besonders? 80-prozentige Förderung für spezielles, d. h. hochwertiges und gebietsheimisches (autochthones) Saatgut [Stand 13.03.2019]
  • Weiterführende Infos? Zu Ratgeber-Broschüren über die Seite Bürgerservice, Formulare und Broschüren

Bewährte Einstiegsplattformen

Was? Kulturlandschaft

  • Wer? Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft
  • Wie? Blühflächen anlegen; Blühflächen in die Kulturlandschaft integrieren
  • Für wen? Landwirtschaft
  • Wo? Bayernweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die Webseite bietet Einstieg zu verschiedenen Aspekten
  • Weiterführende Infos? Ja, zum Beispiel zu KULAP-Blühmischungen, Aussaattipps, Blühflächen-Beratung in der Praxis und Wildbienenlebensraumberater, rechtliche Aspekte, Förderungen …

Was? Bienen

  • Wer? Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
  • Wie? [Verschiedene Infos, z. B. zur App für Bienenfreunde]. Besser Planen und Bewerten von Blühpflanzen für Balkon, Terasse und Garten.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Die App für Smartphones verfügt über ein Lexikon mit mehr als 130 bienenfreundlichen Pflanzen, in dem über verschiedene Merkmale wie Blütenfarbe, Blühzeit oder den besten Standort der Pflanzen informiert wird. Mit Bienenquiz.
  • Weiterführende Infos? Hintergrundwissen über Honigbienen, Wildbienen oder Wespen sowie ihre Gewohnheiten.

Was? Hortipendium / Bienenweiden

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer.
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Übersichtslisten von Einschätzungen des Pollen- und Nektarangebots für Honigbienen mit Blühzeiten von …
    • Gemüsen, Kräutern und anderen Nutzpflanzen,
    • Stauden und anderen ausdauernde Zierpflanzen
    • Sträuchern und Halbsträuchern
    • Bäumen
    • Kletternden Gehölzen
    • Wildkräuter, Beikräuter
  • Weiterführende Infos? Zu Bienen, Honigtau-Angeboten, Bienenweidemischungen, Bienenfreundlicher Balkon, Eh-da-Flächen

Was? Trachtfliessband | Trachtkalender

  • Wer? Bienformatik e. V. i. Gr. / Bernhard Willi
  • Wie? Besser Planen und Bewerten von geeigneter Bepflanzung für Bienen, Wildbienen und Schmetterlinge durch Kombination von Bienenpflanzen für ein lückenloses Pollen- und Nektarangebot
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Filtermöglichkeit nach Pflanzenarten, Blühmonaten, Nektar- und Pollenwerten, Honigtau, Schmetterlingen und Wildbienen sowie den floristischen Status nach Heimisch, Neophyt und Invasiver Neophyt. Die Webseite befindet sich noch im Aufbau und erfasst derzeit 140 Pflanzen.
  • Weiterführende Infos? Beschreibung der einzelnen Pflanzen

Was? Der Bienenweidepflanzkatalog Baden-Württembergs

    • Wer? Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Bienenweiden, Bienenpflanzen oder Bienennährgehölzer durch Suche in einer umfangreichen Datenbank
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Sehr umfangreiche Suchmöglichkeit nach vielerlei Aspekten, z. B. deutsche oder wissenschaftliche Pflanzennamen, Blütezeit und -farbe, Biotoptyp, Zielgrupppen, Honigtau, Pollen oder Nektar
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

Was? Einführung in die Imkerei / Trachtpflanzen

    • Wer? Wikibooks, verschiedene Autor(inn)en
    • Wie? Besser Planen und Bewerten von Trachtpflanzen
    • Für wen? Uneingeschränkt
    • Wo? Deutschlandweit
    • Wann? Laufend
    • Was ist besonders? Alphabetische Liste nach deutschen Pflanzennamen, ergänzt durch lateinischen Pflanzennamen, Honig- (Achtung: nicht Nektar!) und Pollenertrag sowie Trachtzeiten.
    • Weiterführende Infos? Zur Bedeutung der Bienenweide, Allgemeinen und konkreten Maßnahmen / Verbesserungen für Honigbienen, Landwirte, zu Projekten wie Biotopvernetzung udn Kooperationen mit Landwirtschaft und Initiativen.

Was? FAQ: Blühflächen, Blühstreifen, Blühpatenschaften im Ackerland

  • Wer? Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. (LBV)
  • Wie? Was Sie wissen sollten, damit die Natur wirklich profitiert. Empfehlungen, worauf bei Blühpatenschaften zu achten ist
  • Für wen? Uneingeschränkt
  • Wo? Deutschlandweit.
  • Wann? Laufend
  • Was ist besonders? Checkliste für die [Blüh-]patenschaften (nach unten scrollen]
  • Weiterführende Infos? Längst nicht jeder gut gemeinte „Blühstreifen“ erfüllt auch seinen Zweck und ist gut für die Natur. Fragen rund um dieses komplexe Thema werden beantwortet.

… und last, but not least können Sie sich Pflanzlisten nebst Einkaufsquelle aus unserer Seite des Bamberger Bienengartens downloaden. Den Garten mit all diesen Pflanzen können Sie direkt besuchen am Bienenweg 1 in Bamberg, Erba-Park. Er ist jederzeit öffentlich zugänglich.

[Aktualisiert 21.04.2020]

Blühwiesen kaufen und Insekten retten leicht gemacht

Wer’s blühen lassen will, darf gerne etwas konkret beisteuern, auch wenn sie oder er nicht über eine Fläche verfügen. Die Börse „Blühwiesen kaufen“ (Bienen und Insekten retten – Landwirten helfen!) macht’s möglich.

Einfach Fläche pachten, säen lassen und sich per Fotobeweis daran erfreuen oder mal einen Spaziergang dorthin planen. Eine wunderbare Idee, die sich vor allem im Zuge des gerade beendeten Volksbegehrens zur Artenvielfalt wirklich anbietet.

Unkompliziert über einen Shop kaufen bzw. pachten Sie eine Fläche, die vorher ein landwirtschaftlicher Betrieb in die Plattform eingestellt hat.

Aus der Seite „Unsere Mission“: Hinter Blühwiese-Kaufen.de stehen zwei junge Softwareunternehmen aus dem Forchheimer Umland, die mit ihrem technischen Knowhow ihren Beitrag zum Naturschutz leisten möchten. Landwirte verstehen und sehen die Notwendigkeit artgerechte Lebensräume für Bienen und Co. zu schaffen. Doch die Furcht vor noch mehr Zwängen und Regulierungen sind groß. Deshalb kam uns die Idee, mit Hilfe einer Plattform zwischen beiden Seiten zu vermitteln und so den Bienenfreunden, den Landwirten und der Umwelt zu helfen.

[Aktualisierung am 20.06.2019: Informationen zur Abwicklung siehe unter Geschäftsbedingungen]

Die Greif Solutions GmbH & Co. KG ist ein Spezialist auf dem Gebiet der Produktion von Agrarsoftware. Geschäftsführer Stefan Greif ist zudem praktizierender Landwirt.

Nachtrag 03.03.2019: Auch der Bayerische Bauernverband bietet einen Service Blühpatenschaften an.

Rundum-sorglos-Paket: Mauerbienen und Wildbienen-Nisthilfen

Mauerbienen © Franz Proksch„Wir machen Bienen, und die machen unser Essen. So einfach ist das“, verkündete Stefan Beck von der Lebenshilfe-Werkstätten GmbH Bamberg im proppenvollen Saal der VHS Bamberg am 18.01.2019. Der Arbeitsvorbereiter zitierte dabei einen Mitarbeiter aus der Lebenshilfe-Werkstatt in der Ohmstraße, der das Geheimnis des Überlebens mit dieser Feststellung haargenau auf den Punkt brachte.

Wildbienen-Nisthilfe der Lebenshilfe-Werkstätten BambergVortragender Franz Proksch,Bevor die interessierten Zuhörenden praxisnah in die Vermehrung der Mauerbienen eingewiesen wurden, referierte Franz Proksch über Mauerbienen, eine „Wildbienenart mit erstaunlichen Fähigkeiten“. Den Ausführungen des Hirschaider Initiators von „Naturschutz-zum-Mitmachen“ folgte ein gekürzter Dokumentarfilm, der anschaulich die hochinteressanten Welt von „Biene Majas wilden Schwestern“ (von Jan Hoff) nahe brachte.

Wildbienen-Nisthilfe der Lebenshilfe-Werkstätten BambergMit dieser theoretischen wie praktischen Einweisung sowie durch die Erstausstattung mit käuflichen Nisthilfen der Lebenshilfe samt 30 kostenlosen Mauerbienen lassen sich für die Anwesenden nun mit geringem Zeitaufwand Mauerbienen auf Streuobstwiesen oder im eigenen Garten die Obstblütenbestäubung ansiedeln. Denn der Deal ist, so Proksch: „Wir helfen der Wildbiene, und die helfen uns.“

Die Details

Den 9 Bienenarten weltweit, und davon 6 in den tropischen Ländern, stehen rund 20.000 Wildbienenarten weltweit gegenüber. Über 50% der Arten stehen auf der Roten Liste. Die kleinsten sind lediglich 1,3 mm groß (Anmerkung: in Deutschland vorkommende 4 mm).

Vier Hauptvertreter der Gattung Wildbiene stellte Proksch vor:

  • Seidenbiene
  • Wollbiene
  • Löcherbiene
  • 2-farbige Schneckenhaus-Mauerbiene

Die Gehörnte (Rost-)Rote Mauerbiene ist das Insekt des Jahres 2019*. Sie lebt 3-7 Wochen und schlüpft bereits ab der zweiten Märzwoche, die anderen Wildbienen hingegen erst ab der zweiten Aprilwoche bei ca. 5° C bei Sonnenschein (die Honigbiene fliegt erst ab 10-12° C und auch ohne „Marcharet“).

Wildbienen-Nisthilfe der Lebenshilfe-Werkstätten BambergWildbienen bestäuben etwa 5.000 Obstblüten täglich. Allerdings sind manche Arten auch ziemlich wählerisch und befliegen nur eine einzige Blumenart [Anmerkung: In Deutschland sind 30% der nicht-parasitischen Wildbienen oligolektisch, d.h. spezialisiert auf eine bestimmte Blütenart; sie sterben aus, wenn sie ihre Futterpflanzen nicht mehr finden. Siehe „Wildbienen von A-Z“.]

Die meisten Wildbienen sind Boden- oder Hangbrüter auf offenen Sand- oder Lehmflächen. Eine Aufstellung der überdachten Wildbienen-Hotels auf 1,50 m Höhe in Südrichtung gilt als ideal. Davor ein Drahtgeflecht mit 1 cm Gitternetz als Vogelschutz und ab Mitte Mai ein Gemüsenetz zur Abwehr von Parasiten, die sich sonst mit einnisten würden. Für die „Maurerarbeiten“ der kleinen Handwerker ist ein Tongefäß mit Lehm hilfreich, denn die Brutkammern werden von ihnen in Einzelzellen vermörtelt.

Für eine Streuobstwiese von 5000 m² benötigt man 200-300 Mauerbienen. Die Vermehrungsrate beträgt das 2 1/2-fache pro Jahr. Die Bienchen haben einen Radius von 50 bis 300 Metern, sind also ziemlich ortstreu. Die Männchen haben – wie auch bei der Honigbiene – keinen Stachel. Die Wildbienenweibchen können zwar stechen, wenn sie sich direkt bedroht fühlen, doch ihr Gift ist nur schwach wirkend.

Wildbienen-Nisthilfe der Lebenshilfe-Werkstätten BambergIm Anschluss erfuhren wir, wie man die Mauerbienenkokons – die im freien Verkauf übrigens etwa 60 Cent das Stück kosten – den Nisthilfen entnimmt und richtig aufbewahrt. Nämlich im Kühlschrank, und so lange, bis die Bestäubungsleistung notwendig wird. In Ihren Kokons überleben sie ohne Weiteres bis zum nächsten Jahr, um auf ihre Geburt zu warten und sofort danach befruchtet werden. Denn die Männchen schlüpfen als erstes und warten schon auf ihre Damen.

Wer durch diesen sachkundigen und kurzweiligen Vortragsabend nun angeregt war, selbst Mauerbienen züchten will, ist über die Tipps von Stefan Beck zur Vermehrung, aber auch Selektion von Parasiten sicher dankbar. Hier unsere beiden kleinen Videomitschnitte:

 

Wer den Vortrag verpasst hat – am 09.03.2019 von 9-13 Uhr ist in Hirschaid im Haus der Bäuerin, Luitpoldstraße 12, Franz Proksch erneut anzutreffen.

*[Wildbiene des Jahres 2019 ist die Blauschillernde Sandbiene].

Bamberger Buger Wiesen bleiben im Fokus

An diesem Böschungsstück blieb noch einiges an Blüten stehenKahles Böschungsstück am RMD-Kanal bei BambergVergangenes Jahr im November trafen wir uns mit dem Bamberger Naturschutzbeauftragten, Dr. Jürgen Gerdes und dem Wasserexperten der Stadtwerke Bamberg, Georg Spoerlein, zu einer Gesprächs- und Informationsrunde, die Blühsituation der Buger Wiesen (zwischen Bamberg und Strullendorf gelegen) betreffend, die wir zu dieser Zeit als weniger zufriedenstellend beobachtet hatten. Weitere Gespräche, beispielsweise mit dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Nürnberg, sollten von unserer Seite her folgen.

Die Blühsituation Könnte hier noch besser seinBlühwiese in den Buger Wiesen bei Bamberg

Beobachten und im Gespräch bleiben

Gut ein halbes Jahr später, also Ende Juni und damit in einer bekanntermaßen beginnenden Trachtlückenzeit (von den Stadtlinden einmal abgesehen), erkundeten wir erneut den Lebensraum der Buger Wiesen aus den Augen von Insekten, vornehmlich der Wild- und Honigbienen heraus, um daran anknüpfend den Kontakt mit dem WSA herzustellen.

Hasenklee, eine prima BienenweidepflanzeWir waren überwiegend sehr angetan von dem, was sich uns heuer offenbarte! Statt Kahlrasur zu beiden Seiten des Rhein-Main-Donau-Kanals (RMDK) waren heuer lediglich schmale Mähstreifen zu vermelden, mithin im großzügig verbliebenen Rest ein sehr artenreiches Blühen und … ja, auch summen!

Blühendes an der Böschung des RMD-KanalsMan sollte Behörden nicht nur anrufen, wenn etwas im Argen liegt, so unsere Devise. Viel schöner für alle Beteiligten ist es doch, auch Erfolgsmeldungen miteinander zu teilen. Zwar wehrte Bauingenieur Jörg Blömer von der Außenstelle Neuses des WSA Nürnberg in Eggolsheim bescheiden unser Lob ob der gelungenen Blühoffensive ab, freute sich jedoch offensichtlich, dass es den Bienen in den Buger Wiesen heuer gut geht. Schließlich ist sein Onkel ein Imker, wie er uns verriet, und sei von daher mit der Thematik durchaus vertraut.

Kahl gemähtes Böschungsstück am RMD-KanalAn diesem Böschungsstück blieb noch einiges an Blüten stehenSo erläuterte uns Blömer gerne die Hintergründe zu diesem Abschnitt seines Zuständigkeitsbereichs. (Als weitere Zuständige in der Fläche wären die Stadtwerke Bamberg, die Deutsche Bahn AG sowie hiesige Landwirte zu nennen.)

Die Hintergründe zu Schutz- und Pflegemaßnahmen in den Buger Wiesen

Bekannt war uns bisher das Rahmenkonzept „Schutz und Entwicklung von Sandlebensräumen in der Regnitzachse“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege  und Bund Naturschutz in Bayern e. V. In diesem zu finden sind Erläuterungen für die zum Landschaftsplan Hirschaid (S. 15) empfohlenen Maßnahmen, die da lauteten:

Entwicklung von naturschutzfachlich wertvollen Magerflächen auf Sandstandorten anstreben durch z. B. Anlage von Ackerrandstreifen, Entwicklung zu Sandmagerrasen;
Schaffung / Erhaltung einer reich strukturierten Hutelandschaft in der Regnitzaue anstreben; Naturschutzfachliche Verbesserung der Wälder auf Sandstandorten, z.B. durch Auflichtung, partielle Sandentnahme.

Blühendes an der Böschung des RMD-KanalsDementsprechend wurde vor etlichen Jahren – ein genaues Datum konnte Jörg Blömer aus dem Stand heraus zwar nicht benennen, doch dürfte es noch keine zehn Jahre her sein – an den Böschungen der Buger Wiesen und der Südflur der fette Mutterboden abgetragen und stattdessen nährstoffarme Sandböden aufgetragen. Mit dieser Maßnahme folgte die Unterbehörde des BMVI der damaligen Empfehlung der Bundesanstalt für Gewässerkunde.

Blütenpracht in den Buger WiesenMan war sich allerdings nicht sicher, ob diese Maßnahmen tatsächlich zum Erfolg führen würden. Nicht alle Beispiele, die man sich angesehen hätte, waren als gelungen zu bezeichnen gewesen, erinnerte sich Blömer. Doch wie wir heute feststellen können: die Saat im Sandlebensraum entlang des RMD-Kanal ging (größtenteils) auf!

War unsere Sorge und Kritik unberechtigt?

Warum jedoch mussten wir konkret im vergangenen Jahr feststellen, dass es nicht so weit her war mit dem Blühen und Summen und sich vermehrt Krankheiten an den Bienen auftaten? Bildeten wir uns das nur ein?

Die Begründung unterschiedlicher Jahresblühqualitäten wäre wohl bei den mit Pflegemaßnahmen beauftragten Firmen zu suchen, so Blömer. Deren Mitarbeitende sind sich möglicherweise nicht immer bewusst über die genaue Ausführung ihres Auftrags und meinen es hin und wieder „zu gut“ mit dem Eindämmen unerwünschten Bewuchses. Hier könnte eine sich jährlich wiederholende möglichst konkrete Einweisung Abhilfe schaffen. Vielleicht etwas lästig, doch mit einem „Wiedervorlagevermerk“ organisierbar.

Weniger Möglichkeiten birgt die Böschung zur Seite der Südflur (also in Richtung Bahnlinie). Aufmerksame Beobachter dürften schnell feststellen, dass sie einen stellenweise völlig anderen Bewuchs aufweist. Dies könnte der weniger starken Sonneneinstrahlung geschuldet sein, da die Böschung sich sozusagen selbst beschattet. Höhere Feuchtigkeit aus dem angrenzenden Hauptsmoorwald heraus könnte zudem „Gießwirkung“ erzielen, so unsere Überlegungen. Auch extreme Wetterlagen wie hohe Trockenheit könnten dir Ursache für weniger Blüten, verbunden mit geringerem Nektarfluss gewesen sein.

Abwechslungsreicher Damm am RMD-KanalWir jedenfalls sind, was das diesjährige Angebot für unsere Bienen und anderer Insekten an Wiesenblüten in den Buger Wiesen anbelangt, zufrieden. Als Verbesserungsvorschlag empfehlen wir aus unserer Sicht heraus Blühstreifen entlang der Felder durch die Landwirte. Damit es dazu kommt, wären weitere Gespräche notwendig, die wir uns durch persönliche Begegnungen erhoffen.

Vielen Dank an dieser Stelle für die interessierte und positive Gesprächsbereitschaft aller genannten Beteiligten! Im Dialog zwischen uns als private Initiative mit den zuständigen Behörden- und Wirtschaftsvertretern können wir bislang nur Gutes berichten. Das Verständnis ist da, und auch der Wille. Die Wege zur Umsetzung lassen sich finden und in höchstmöglicher Übereinstimmung gemeinsam beschreiten, da sind wir uns sicher.

 

Veitshöchheimer Imkerforum (5): KULAP und Greening

Folie @ Kornelia Marzini, Eingangsfolie Vortrag Imkerforum VeitshöchheimPerfekt für die Honigbiene wäre es, wenn das Angebot an Nektar und Pollen zeitgleich mit ihrem Bedarf daran bestünde. Doch leider ist das nicht immer zu erreichen. Mit „Schuld“ daran sind auch unterschiedliche Förderungsbedingungen der EU- und Landesmittel, die sich teils überschneiden, teils sich zu widersprechen scheinen.

Den Förderungsbedingungen unterliegen beispielsweise Aussaattermine, Listen bestimmter zugelassener Anbauarten, die Mindestgrößen der Nutzflächen sowie weitere Auflagen wie Pflanzenschutz und Düngung bzw. das Vermeiden derselben.

Folie @ Kornelia Marzini, Brache: Angebot und NachfrageDie „Lebensraumförderung im Greening*“, bewertet aus Sicht der Honigbiene war ein sehr gehaltvoller und (er)kenntnisreicher Vortrag von Dipl.-Biol. Kornelia Marzini aus Würzburg. Sie stellte grafisch sehr aufwändig und eingängig dar, in welchem Monat welche Saat aufgeht und blüht (beispielsweise Feldrandstreifen, Zwischenfrüchte, Niederwald mit Kurzumtrieb etc.), und ob das für die Honigbiene ein sinnvoller Zeitpunkt ist oder nicht.

Eine wunderbare Arbeit, deren Veröffentlichung unseres Erachtens ein echter Gewinn für uns Imker bzw. für Landschaftsgärtner und Landwirte wäre. Wir hoffen, darüber bald noch mehr lesen zu dürfen. Dennoch – einige Fragen, die Rahmenbedingungen betreffend, mussten in der Kürze der Zeit und der Komplexität wegen wohl offen bleiben. Wir versuchten nun, sie durch eigene Recherchen für uns (und unsere Leser) zu beantworten. Daher ist diese Aufarbeitung des Vortrags zum Veitshöchheimer Imkerforum etwas von uns angereichert.

Eingangs ging Frau Marzini auf das Bayerische Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) ein. Hier in Kürze, was es beinhaltet:

Kulturlandschaftsprogramm (KULAP)

Mit dem Kulturlandschaftsprogramm gewährt Bayern bereits seit 1988 den Landwirten Ausgleichszahlungen für umweltschonende Bewirtschaftungsmaßnahmen. Um den gesellschaftlichen Herausforderungen Rechnung zu tragen, wurde das Programm noch gezielter auf Gewässer-, Boden- und Klimaschutz, auf Biodiversität und auf den Erhalt der Kulturlandschaft ausgerichtet. Vielfältige Kombinationsmöglichkeiten sorgen dafür, dass maßgeschneiderte Lösungen für die unterschiedlichsten Betriebstypen möglich sind. Darüber hinaus sind zahlreiche Angebote auf die für alle Direktzahlungen zu erbringenden ökologischen Vorrangflächen anrechenbar.

(Förderwegweiser Agrarumweltmaßnahmen. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Die Prioritäten innerhalb des KULAPs

Folie @ Kornelia Marzini, KULAP-PrioritätenDer Vortrag stellte nun die 7 Prioritäten des KULAPs vor. Fünf davon dürfte unseren Bienen im Bezug auf Nektar- und Polleneintrag interessieren.

  • Priorität 1:
    • Ökologischer Landbau im Gesamtbetrieb
    • Erneuerung von Hecken und Feldgehölzen
    • Struktur- und Landschaftselemente
  • Priorität 3:
    • Gewässer- und Erosionsschutzstreifen
  • Priorität 4
    • Umwandlung von Acker in Grünland
  • Priorität 5
    • Blühflächen an Waldrändern und Feldflur
  • Priorität 6
    • Heumilch-Extensive Futtergewinnung

Das Greening

Nun kommt das Greening ins Spiel, also eines von mehreren Bestandteilen der Reform der EU-Agrarpolitik, welche im Rahmen der „jüngsten Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) in Bayern umgesetzt wird“. (Die Reform der EU-Agrarpolitik ab 2015. In: Agrarpolitik. Staatsministerium für Ernährung und Landwirtschaft)

Aus bayerischer Sicht ist wichtig, dass Vorleistungen der bayerischen Landwirte im Rahmen von Agrarumweltmaßnahmen (KuLaP und VNP) beim Greening berücksichtigt werden.

(Gemeinsame Agrarpolitik nach 2013 – Einigung erzielt. In: Agrarpolitik. Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.)

Soweit also zu den Rahmenbedingungen. Die Landwirte sind zu bewundern, die sich mit all diesen Prozessen auskennen müssen, um zu ihren Förderungen zu gelangen bzw. zu erfahren, was sich lohnt, aufs Feld zu bringen oder auch nicht. Ich jedenfalls verbrachte mehrere Stunden, um die Hintergründe halbwegs zu verstehen, unter dem der Vortrag lief.

Folie @ Kornelia Marzini, Drei Säulen des GreeningsWie gesagt: Eine der Bestandteile¹ der GAP ist das Greening². Frau Marzini stellt drei Säulen (eigentlich: „Auflagen“) vor.

  1. Anbaudiversifizierung beinhaltetdie Vielfalt beim Anbau von Kulturen auf Ackerflächen“, also eine breite Fruchtfolge ist gefordert.
    Klingt nett, interessiert jedoch die Biene wenig. Von den mindestens drei geforderten Kulturen ist nämlich fraglich, welche (bienenfreundliche) Kultur zur Aussaat kommt.
  2. Grünlanderhaltung, bei der lediglich 5% des bestehendes Dauergrünlands (in Ackerland) umgebrochen werden darf. Auch das tangiert die Biene nicht besonders.
  3. Ökologische Vorrangflächen. Ab einer Fläche von 15 ha Ackerfläche sollen 5% aus ökologischen Vorrangflächen bestehen. Aus welchen Kulturen sie bestehen könnten, und welche davon für die Bienen interessant sind, darauf ging Frau Marzini explizit ein.

zu 3. Ökologische Vorrangflächen, die für Bienen interessant sind:

  • Hektarstreifen an Waldrändern*
  • Pufferstreifen*
  • Landschaftselemente (z. B. Hecken, Baumreihen, Feldgehölze, Tümpel, Dolinen, geschützte Einzelbäume, Trocken- und Natursteinmauern, Lesesteinwälle etc.)
  • Feldrand (Streifen)*, z. B. mit Malven, Kornblumen und Klatschmohn
  • Stickstoffbindende Pflanzen
  • Brachen

* s. a. Streifenmaßnahmen

Folie @ Kornelia Marzini, Ökologische Vorrangflächen, Bewertung aus BienensichtKlingt nett, doch hat es einen Haken. Denn die beiden letztgenannten – Stickstoffbindende Pflanzen, beispielsweise Klee, Soja, Erbsen etc. sowie  Brachen – erfahren lediglich einen Umsetzungsanteil von 14% bzw. 13% im Greening.

Hingegen geschieht die Umsetzung im Greening bei Zwischenfrüchten, also etwas, was für Bienen nicht sonderlich bedeutend ist, zu 70%. Gerade zum Ende des Sommers, also vor der Wintersaat, nutzt den Bienen das höhere Futterangebot der Zwischenfrucht nun gar nichts mehr, da sie sich eigentlich auf die Winterpause vorbereiten sollen.

Dennoch, so Frau Marzini in ihrem Fazit, sind Greeningmaßnahmen ökologisch hoch wirksam und fördern – mit wenigen Ausnahmen – auch die Honigbiene.

Folie @ Kornelia Marzini, Blühende BracheEindeutige Erkenntnis: Brachemischungen und Leguminosensaaten wären das Festmahl für die Bienen. Der Nutzen für die biologische Vielfalt und für die Umwelt ist hoch, so die Vortragende. Um hier zu einer Förderung zu gelangen, muss die Fläche mindestens 0,1 ha betragen, es darf kein Pflanzenschutz und kein Dünger ausgebracht werden und es besteht Mulchverbot zwischen dem 1.4. und 30.6.

Wir meinen …

… den Umsetzungsanteil dieses Bienenfestmahls etwas zu erhöhen könnte durchaus von Privatpersonen, durch Kommunen und den Landkreis erreicht werden – auch ohne entsprechende Fördermittel. Wer also eine Brachfläche sein eigen nennt, kann sich hier über empfehlenswerte Saatgutmischungen für Blühflächen informieren: Netzwerk Blühende Landschaft.

Für die fränkische Landschaft empfehlen wir beispielsweise SaatenZeller, die über das Konzept Regionsaatgut auch Mischungen speziell für Ihre bayerische Region erstellt.

Dr. Ingrid Illies und Referentin Kornelia MarziniFußnoten

¹ Frau Marzini stellte in ihrem Vortrag die drei Auflagen des Greenings vor, die sie als „Säulen“ bezeichnet. Ihre Säulen sind nicht zu verwechseln mit den zwei Säulen der „Reform der EU-Agrarpolitik ab 2015“, von denen das Greening der dritte wesentliche Bestandteil der ersten Säule ist. Vergleiche auch: http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/092679/index.php

² Ausgestaltung des Greenings (siehe http://www.stmelf.bayern.de/agrarpolitik/006008/index.php)

Für die Greening-Komponente (30 % der nationalen Obergrenze) müssen Landwirte zukünftig folgende Bedingungen erbringen:

  1. Anbaudiversifizierung
    Gefordert ist eine Diversifizierung der Kulturen mit grundsätzlich mind. drei verschiedenen Kulturen wobei keine Kultur weniger als 5 % und mehr als 70 % der Ackerfläche umfasset.
  2. Erhalt des Dauergrünlands
    Der Umbruch von Dauergrünland muss gegenüber 2012 auf nationaler, regionaler oder sub-regionaler Ebene auf 5 % begrenzt werden. Die Mitgliedstaaten haben die Möglichkeit, eine einzelbetriebliche Verpflichtung vorzuschreiben.
  3. Bereitstellung ökologischer Vorrangflächen (öVF)
    Landwirtschaftliche Betriebe mit mehr als 15 ha Ackerfläche (inkl. Dauerkulturen) müssen ab 2015 5% ökologische Vorrangflächen ausweisen. Nach einer Prüfung der Maßnahme im Jahr 2017 kann eine Erhöhung auf 7% erfolgen. Mögliche Kulturen sind Brache, Landschaftselemente, Pufferstreifen, Aufforstungsflächen, Zwischenfrüchte (mit Gewichtungsfaktoren), Leguminosen und Kurzumtriebsplantagen ohne mineralischen Dünger und Pflanzenschutzmittel.

Übersicht aller Beiträge zum Imkerforum:

Die Buger Wiesen im Gespräch

Gesprächsrunde Buger Wiesen

v.l.n.r. Reinhold Burger, Dr. Jürgen Gerdes, Georg Spörlein

Wie geht es den Buger Wiesen im Süden Bambergs? Täuscht es, oder nahm die Zahl der Blüten in den vergangenen Jahren ab? Wird der Damm zu beiden Seiten des Rhein-Main-Donau-Kanals nicht zu oft oder auch zu früh im Jahr gemäht? Lässt es sich bewerkstelligen, dass Landwirte einen Blühstreifen ansäen, um den Insekten mehr Lebensraum zu bieten? Wie steht es um den Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln? Könnte er Schuld daran sein, dass wir im vergangenen Jahr drei unserer (noch im Frühjahr prächtig entwickelten) Völker verloren?

Die Spezialisten für Natur und Wasser

Diese und weitere Fragen erörterten wir In einer nachmittäglichen Gesprächsrunde am 16.11.15 mit Dr. Jürgen Gerdes, dem Naturschutzbeauftragten der Stadt Bamberg sowie Georg Spörlein, dem Wasserexperten der Stadtwerke Bamberg.

Gesprächsrunde Buger WiesenNur mit Fach- und Sachverstand können wir als Initiative die Situation in den Buger Wiesen besser einschätzen lernen, um gegebenenfalls in einem weiteren Schritt aktiv zu werden. Von daher war uns der Besuch der beiden Spezialisten sehr wichtig und wir freuten uns, dass beide der lange im Voraus geplanten Einladung zu folgen vermochten.

Blume in den Buger WiesenDer Interessensmix der Buger Wiesen

Nicht auf alle unserer Fragen gab es eindeutige oder zufriedenstellende Antworten. Das erklärt sich aus der Viegestaltigkeit der Nutzung bzw. Nicht-Nutzung sowie der Eigentümer und mithin der Zuständigkeiten.

Bei den Buger Wiesen handelt es sich dabei um …

  • ein ausgewiesenes Überschwemmungsgebiet (das Baumanpflanzungen untersagt), welches allerdings gerade in den vergangenen Jahren zu hoher Trockenheit neigte (viele Aussaaten sind daher nicht angegangen)
  • sowohl landwirtschaftlich genutzte als auch brachliegende Flächen
  • zwei kommunale Gebiete (Bamberg und Strullendorf)
  • verschiedene Wasserschutzzonen
  • Bundeswasserstraßen-Begleitgrün in der Obhut des Wasserschifffahrtsamt Nürnberg

Dieser Interessensmix macht das Gebiet spannend, aber auch kompliziert in seiner Pflege und Hege bzw. Nicht-Pflege. Und nun auch noch die Bienen.

Die Bienen als Zeiger

Buger Wiesen-BienenFür uns sind sie Zeiger eines – nach unserem Verständnis – intakten Natur-Kulturraums, an deren Wohl wir zu erkennen glauben, ob es auch für andere Insekten eine funktionierende Lebenswelt gibt, mithin dem Menschen Nutzen und Segen bringt. Geht es den Bienen schlecht, so lässt sich daraus nicht allzu Gutes ableiten. Oder der Imker hat versagt. Hat er das wirklich, wenn andererseits an anderen Standorten Bambergs alles soweit im Rahmen des üblichen Bienenpflege-Auf-und-Ab verläuft?

Buger Wiesen, Weizenfeld 2014Hundertausende der kleinen Zeigerlein in den Buger Wiesen machten uns in den vergangenen Jahren große Sorgen. Während unsere sehr häufigen Besuche (die sich gerne auch bis zum Schwanenkeller nach Strullendorf erstrecken) vermeinten wir, dass es um die Blühkraft der Wiesen nicht so toll bestellt ist, wie es von Fotos oder vom Hörensagen her eigentlich sein sollte. Auch die Zunahme von trockenen Getreidefeldern statt nektartragenden Trachtpflanzen (beispielsweise Buchweizen, Rotklee, Bohnen, Raps oder auch Kartoffeln) konnten wir beobachen. Der Sorge nachzugehen statt einfach den Standort zu wechseln schien uns – für uns, die Bienen und Bambergs/Strullendorfs Menschen – erstrebenswerter.

Die Pflanzenwelt im Fokus

Wie es tatsächlich um den Pflanzenreichtum in den Buger Wiesen bestellt ist, wird die Neuauflage der Kartierung zeigen, die derzeit von Nürnberg aus im Zuständigkeitsbereich der obersten Naturschutzbehörde (Augsburg) vorgenommen wird, so Dr. Gerdes. In zwei Jahren ist dann auch mit einer Neuauflage der Broschüre „Biotope in Bamberg“¹ zu rechnen. Eine neuere Auflage liegt uns vor zur „Biodiversitätsstrategie – Bamberger Strategie für Biologische Vielfalt“². Beide sind beim Herausgeber erhältlich und können auch über uns entliehen werden.

Wasserschutzgebiet und Südflur

Ob unsere Völker wegen ausgebrachter Pestizide Schaden gelitten haben, lässt sich nur durch eine Laboruntersuchung feststellen. Wir hätten sie dieses Jahr vorgenommen, doch glücklicherweise war das heuer unnötig. Laborproben wurden dennoch gemacht, allerdings vom Trinkwasserbrunnen. Ein Wasserschutzgebiet unterliegt natürlich strenger Vorschriften, die auch überwacht werden. Zwar gäbe es teilweise immer wieder Pflanzenproben, entnommen landwirtschaftlich genutzter Flächen, die auf einen hohen Stickstoffgehalt hinweisen, so Georg Spörlein, doch sei man ansonsten sehr zufrieden mit den Ergebnissen. Leider ist ein Flächenzukauf durch die Stadtwerke nicht mehr möglich, um noch mehr Felder brach liegen zu lassen.

Der RMD-Kanal böte für Bienen keine Sperre, um zur Südflur zu gelangen, überlegte Herr Spörlein und berichtete über die dortige Nutzung mit Kupsumtriebsplantagen und ihrer Wegränder, die reichlich blühen würden. Dr. Gerdes hatte ja bereits in seinem Vortrag vom 20.09.2015 für die Naturforschende Gesellschaft „Die Stadt als Lebensraum für Tiere und Pflanzen – Biologische Vielfalt in Bamberg“ vom Auftauchen der Mohnbiene, die bisher nur in Kemmern heimisch war, berichtet. Ob man jedoch einen künstlich erzeugten Lebensraum durch Ansaat von Mohn- und Kornblumen für ihre Verbreitung sorgen könnte, bezweifelte er. Also, wir würden es gerne darauf ankommen lassen.

Buger WiesenVielen Dank an Herrn Dr. Gerdes und Herrn Spörlein für die Bereitschaft, unsere Sorgen ernst zu nehmen, für die interessanten Ausführungen und Hinweise über die herrschenden Rahmenbedingungen und wie damit umgegangen werden kann – und natürlich für die Aussicht auf eine Mai-Exkursion!

Wir werden darüber hinaus das Gespräch mit dem Wasserschifffahrtsamt und den Landwirten suchen – und natürlich weiterhin mit den Vertretern der Stadt Bamberg und seinen Töchtern. [Ergänzung am 08.07.2016: Bamberger Buger Wiesen bleiben im Fokus]

Fußnoten:

¹ Hrsg. Umweltreferat der Stadt Bamberg. 3., erw. u. vollst. aktualis. Aufl. 2002.
² Hrsg. Stadt Bamberg, Referat 5, Amt für Umwelt, Brand- und Katastrophenschutz. 2014.

Blumensamen gegen Unterschrift: Bienenpetition in Österreich

Insektenhotel am Karlsplatz, WienNachdem ich derzeit in Wien bin, liegt es nahe, sich für sein Gastland zu interessieren. Und unser Blog wird schließlich auch von unserem Nachbarland gelesen, also ein Grund mehr, für die österreichische Greenpeace-Petition zum Schutz der Biene zu werben.

Schmetterlingshaus, WienIm Zuge der Online-Unterzeichnung, bei der es um ein Umdenken in der Landwirtschaft geht, lässt sich außerdem ein Häkchen setzen, um das Dankeschön, ein kostenloses Päckchen bienenfreundliche Blumensamenmischung, zu erhalten. Leider wird das „Packerl“ nur nach Österreich ausgeliefert, doch die Unterzeichnung können natürlich alle leisten.

Ein Land, das sich ein großes Schmetterlingshaus mitten in Wien leistet, sollte sich auch ein großes Herz für alle Insekten leisten können, nicht wahr?!