Monatsbetrachtungen September 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

In manchen Gegenden blühen noch umfangreiche Bestände des Großen und des Drüsigen bzw. Indischen Springkrauts (Impatiens glanulifera)¹. Letzteres, wie auch das Kleine Springkraut, ein Neophyt und sollte entfernt werden. Auch Goldruten werden von den Bienen ob des ergiebigen Nektar- und Pollengehalts sehr begehrt. Doch auch hier gilt: Die heimische Gewöhnliche Goldrute stehen lassen, den Neophyt „Kanadisches Springkraut“ entfernen.

Ebenfalls begehrt sind die kugeligen doldenförmigen Blüten des Efeus, der noch bis weit in den Oktober hinein blühen kann.

Spätsommerpflege der Jungvölker

In den Monatsbetrachtungen zum August berichteten wir über den Beginn der Spätsommerpflege bei den Altvölkern. Jetzt im September sind die Jungvölker an der Reihe, also die im Laufe des Sommers gebildeten Ableger. Sie weisen eine andere Volksentwicklung auf als die Altvölker, denn die Brut der Altvölker verringert sich ab der Sommersonnwende, während die Brutentwicklung der Ableger ab der Sonnwende erst richtig Fahrt aufnimmt. Das berücksichtigen wir bei der Pflege.

Rückschau der Pflege bis zum September

Ablegerpflege mit Milchsäurebehandlung gegen VarroamilbenbefallVier Wochen nach Bildung der Ableger, also nach erfolgreichem Schlupf und Hochzeitsflug, behandelten wir (April bis Juni) die Jungvölker gegen die Varroamilbe mittels Sprühen von Milchsäure – oder alternativ mit Oxalsäurelösung.

Entsprechend der Volksentwicklung wurden die Ableger sukzessive mit Mittelwandrähmchen erweitert und, wenn erforderlich, nur mit kleinen Futterportionen gefüttert². Große Futtergaben würden den Platz zum Brüten nehmen. Entgegen anderslautender Empfehlungen erfolgte keine frühe Behandlung mit Ameisensäure bereits im Juli und August, denn das würde die umfangreiche Brut der Jungvölker nur schädigen.

Pflege in der ersten Septemberhälfte

Windel mit Varooenabfall und WachsrestenZu Beginn des Septembers prüfen wir den Varroabefall mittels Gemülldiagnose. Fallen mehr als 5 Milben pro Tag, führen wir sofort eine Behandlung mit Ameisensäure durch.  Dosierungsempfehlung siehe Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten.

Fallen weniger als 5 Milben, füttern wir vor einer Varroabehandlung zunächst das noch fehlende Winterfutter auf. Insgesamt benötigen die Jungvölker 15 kg Winterfutter (Achtung: Wirtschaftsvölker benötigen 20 kg!). Die Menge gilt für eine Überwinterung auf einer Zarge Zander mit 10 Rähmchen. Die Gabe von 1 kg trockenem Reinzucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser entspricht ungefähr 1 kg Futter in der Wabe. Die Fütterung erfolgt in 2 bis 4 Portionen via einer aufgesetzten Leerzarge und Futtereimer.

Pflege in der zweiten Septemberhälfte

Theorie der Varroabehandlung, hier zur AmeisensäurebehandlungErst in der zweiten Septemberhälfte wird der Großteil der Jungvölker mit Ameisensäure behandelt. Dosierungsempfehlung s. Aumeier³: 70 ml der 60-prozentigen Ameisensäure sollen in 3 Tagen verdunsten. Das sind alle Ableger, die in der ersten Septemberhälfte weniger als 5 Milben Varroafall pro Tag aufwiesen. Nach der Aufütterung ist jetzt die Brut durch einen Futterkranz vor der Ameisensäure geschützt.

Imker-Anfängerkurs, Modul 11, Einfüttern / BLIB-Imkerkurs für Anfänger / Bienen-leben-in-Bamberg.deAnschließend wird eventuell noch benötigtes restliches Futter gegeben, bis die Völker ihr Sollgewicht von 15 Kg Futter haben. Kontrollieren kann man das mit einer Kofferwaage: Völker in der Hohenheimer Einfachbeute aus Weymouthskiefernholz, eine Zarge mit 10 Waben und Blechdeckel wiegen dann ungefähr 28 kg. Da man eher nicht die Möglichkeit hat, die gesamte Beute anzuheben, um den Wert festzustellen, heben wir die Beute nur auf der Rückseite mit der Kofferwage an. Dann sollte die Waage also die Hälfte, nämlich ungefähr 14 kg anzeigen.

Altwaben einschmelzen

Im September gibt es schon kühlere Tage ohne Bienenflug. Um der Wachsmotte zuvorzukommen, könnten jetzt bereits die Altwaben aus der Wabenhygiene einschmelzen. Bei wärmeren Tagen empfiehlt sich das nicht. Denn wir würden bei diesem Vorgang im Freien von zahlreichen Bienen umschwärmt. Sie können den ausdünstenden Honigresteduft meilenweit riechen.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Im September wird das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen fortgesetzt. Siehe dazu unseren Blogbeitrag: Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September.

Termine

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisSo., 20.09.26 – BIWa-Sonntagsöffnung und Saisonabschlussfeier mit Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026

Wann?

  • 14.00 Uhr | Offenes Haus für alle …
  • 15.30 Uhr | Sektempfang mit Kaffee & Gebäck mit musikalischer Begleitung durch das Duo „Little Radio“ (Lisanne Bendig und Jürgen Punzet mit Zupfinstrumenten und Gesang)
  • 16.30 Uhr | Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2026 (BBU)“
  • 17.30 Uhr Musikalischer Ausklang
  • ca. 18.00 Uhr Ende

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Weitere Details siehe auf der Seite Aktivitäten und Termine.


¹Indisches Springkraut. In: NABU Bochum. https://www.nabu-bochum.de/2018/06/01/indisches-springkraut/

²mit einer dünnen Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 1:1 von Zucker zu Wasser)

³Pia Aumeier: Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Tipps & Tricks. Bienenzucht 08/2023. S. 350.

Asiatische Hornisse: Aufruf zum 3. Monitoring im September

Vergleich Hornissen: Die invasive, nicht heimische Vespa velutina (Asiatische Hornisse) und unsere heimische Vespa crabro (Europäische Hornisse)In der ersten Septemberwoche startet das 3. Monitoring der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina). Imkervereine – auch in der Region Bamberg! – sind aufgerufen, möglichst viele Mitglieder darüber zu informieren. Der näheste Fund wurde unlängst in Wiesengiech bei Scheßlitz ausgemacht.

Wie wichtig eine breite Information auch der Bevölkerung ist, zeigt ein aktueller Fund im Imkerverein Bad Brückenau e. V. Bereits 2024 wurde dort ein Nest der Asiatischen Hornisse entdeckt und entfernt. Am 26. Juli 2026 meldete eine Anwohnerin aus dem Bayerischen Staatsbad eine Vespa velutina auf ihren Brombeeren.

Zur weiteren Beobachtung wurden Dochttöpfe mit einer süßen, stark alkoholhaltigen Mischung aufgestellt. Ein Tier konnte eingefangen, markiert und anschließend beobachtet werden. Es kehrte bereits nach vier Minuten zur Futterquelle zurück. Daraus ließ sich schließen, dass sich das Nest vermutlich nur 200 bis 300 Meter entfernt befand – in Richtung Kurpark.

Flyer Vespa velutina der LWG (Ausschnitt)Daraufhin verteilten Vereinsmitglieder in den drei infrage kommenden Straßen DIN-A5-Flyer des IBI (PDF) mit ergänzenden Informationen. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Am 10. August entdeckte eine Anwohnerin beim Fensterputzen eine Asiatische Hornisse unter den Dachziegeln einer kleinen Gaube. Die Tiere flogen durch eine etwa fünf Zentimeter große Öffnung über der Dachrinne ein. Die Anwohnerin erinnerte sich an den Flyer, fotografierte den Fund und lud ihn auf Beewarned hoch.

So konnte das Nest noch am selben Tag begutachtet werden. Ohne die Aufmerksamkeit der Bevölkerung wäre es in seiner versteckten Lage vermutlich nur schwer und deutlich später gefunden worden. Die Bekämpfungsmaßnahmen sind inzwischen angelaufen. Dadurch wird verhindert, dass das Nest weitere Königinnen für das Jahr 2027 hervorbringt.

Liebe Imker/innen: Bitte beteiligt euch am Monitoring und informiert eure Vereinsmitglieder sowie die Bevölkerung in eurem Umfeld.

Monatsbetrachtungen August 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen

Biene an PhaceliaDer August ist eine weitgehend trachtlose Zeit. Das, was die Bienen noch eintragen, wird als Läppertracht bezeichnet. Ausnahmen bilden je nach Standort Phacelia und Buchweizen, die als Zwischenfrucht angebaut werden. Auch das Drüsige Springkraut liefert ausgiebig Nektar. Wichtig ist, dass der Bienenstandort eine gute Pollenversorgung für die kommende Aufzucht der Winterbienen bietet.

Spätsommerpflege der Wirtschaftsvölker

Nach der Ernte ist vor der Ernte. Mit der Spätsommerpflege legen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Überwinterung und für die nächste Ernte im folgenden Jahr. Die Spätsommerpflege umfasst die Elemente Wabenhygiene, Varroabehandlung und das Auffüttern der Völker.

Wabenhygiene

Am Lehrbienenstand Fünferlessteg, Modul 9 Wabenhygiene und VarroabehandlungUnter der Wabenhygiene versteht man die Erneuerung des Wabenwerks. Alte, also bereits mehrfach bebrütete Waben werden aus dem Volk entnommen und durch Waben mit frischem Wachs ersetzt. In alten Waben nisten sich Mikroorganismen ein und es reichern sich fettlösliche (Schad-)Substanzen im Wachs an. Die Wabenhygiene dient somit als eine präventive Maßnahme zur Erhaltung der Bienengesundheit und verfolgt zudem den Zweck, die Honigqualität zu wahren.

Nach dem Abernten (bis spätestes Ende Juli, es herrscht ohnehin nur noch Läppertracht vor) wird den Völkern das Absperrgitter entnommen und eine dritte Zarge mit zehn ausgeschleuderten Honigwaben aufgesetzt (Ex-Honigraum). Die Honigwaben wurden von den Bienen im gleichen Jahr ausgebaut und bestehen aus frischem Wachs. Bei noch honigfeuchten Waben sollte das Aufsetzen ausschließlich in den Abendstunden erfolgen, um eine Räuberei zu vermeiden.

Ab der Sommersonnwende nimmt die Brutneststärke ab. Bei Führung der Wirtschaftsvölker aktuell mit drei Zargen rückt das Brutnest bis Mitte August in die mittlere Zarge. Das ist der Zeitpunkt, zu welchem wir die unterste, jetzt brutfreie Zarge, mit den ältesten Waben entnehmen können.

Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de, Modul 9 zur Wabenhygiene1. Dazu stellen wir die oberen zwei Zargen auf die Seite und nehmen die untere Brutzarge weg.

2. Auf den Boden kommt nun die ehemals obere Brutzarge und darauf die Zarge mit den ausgeschleuderten Honigwaben (Ex-Honigraum).

3. Zuoberst stapeln wir eine Leerzarge. In diese schütteln wir die Bienen der entnommenen unteren Brutzarge. Die Beute besteht also wieder aus drei Zargen. Die oberste Leerzarge dient anschließend als Raum für den Dispenser bei der Varroabehandlung mit Ameisensäure und später als Raum für die Futtertröge bei der Auffütterung.

Varroabehandlung, die Erste

Windel einschiebenVor der ersten Varroabehandlung bestimmen wir mittels Gemülldiagnose den Milbenbefall des Volkes. Die Windel wird für drei Tage eingelegt und anschließend der Milbenfall pro Tag bestimmt. Die Windel wird gesäubert und zur folgenden Varroabehandlung wieder eingeschoben.

Standardbehandlung mit Ameisensäure

Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de, Modul 9 zur VarroabehandlungBei passenden Wetterbedingungen (siehe Website Varroawetter unter http://varroawetter.de) führen wir die erste Varroabehandlung mit 150 ml Ameisensäure 60% durch¹.

Als Applikator verwenden wir wegen seiner einfachen Handhabung bevorzugt den Liebig-Dispenser. Dieser wird in die Leerzarge, welche wir im Rahmen der Wabenhygiene aufgesetzt hatten, auf die Rähmchen des ehemaligen Honigraumes gestellt. Windel einschieben. Flugloch bleibt, wie es war.

AK23 Modul 11 Einfüttern / Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deBei sommerlich warmen Temperaturen sollen pro Tag 30 ml – 40 ml Ameisensäure pro Tag verdunsten. Nach 4 Tagen sollte die Säure also komplett verdunstet sein. Falls die Verdunstung erheblich niedriger liegt, wiederholen wir die Anwendung.

Die Windel wird entnommen und der Milbenfall beurteilt. Den Eintrag der Behandlung in das Bestandsbuch nicht vergessen!

Auffütterung

Erst jetzt, also nach der ersten Varroabehandlung, beginnen wir mit der Auffütterung. Eine Fütterung vor der Varroabehandlung mit Ameisensäure würde deren Erfolg mindern, denn es würde durch das Futter viel Feuchtigkeit in die Beute eingebracht werden. Natürlich ist ein „Stoßfüttern“, sofern nach dem Ernten weniger als 5 Kilogramm im Brutraum feststellbar sind, wichtiger, als sich sklavisch an das empfohlene Nichtfüttern zu halten.

Foliennutzung beim Einfüttern der BienenvölkerWir legen eine Folie auf die Rähmchen der zweiten Zarge, schlagen diese am hinteren Beutenrand um, so dass ein Spalt von ca. 3 – 5 cm entsteht. Dann setzen wir die Leerzarge wieder auf. In die Leerzarge stellen wir das Futtergefäß.

AK23 Modul 11 Einfüttern / Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deJe größer die Futterbehälter, desto weniger oft müssen wir den Stand zum Nachfüllen anfahren. Insgesamt füttern wir die Wirtschaftsvölker mit 20 kg reinen Zucker im Mischungsverhältnis 3:2 von Zucker zu Wasser. Damit die Bienen im Futtergefäß nicht ertrinken, hat sich als Aufstiegshilfe Stroh bestens bewährt. Gesammelt wurde es von Äckern, die biologisch bewirtschaftet wurden.

Varroabehandlung, die Zweite

Windel mit eingezeichneten VarroamilbenVor der zweiten Varroabehandlung bestimmen wir mittels Gemülldiagnose den Milbenbefall des Volkes. Windel für drei Tage einlegen und anschließend Milbenfall pro Tag bestimmen.

Varroabehandlung, wie oben unter „Varroabehandlung, die Erste“ beschrieben durchführen.

Die Windel wird entnommen und der Milbenfall beurteilt. 14 Tage nach der Behandlung wird nochmals der sogenannte natürliche Milbenfall pro Tag kontrolliert.

Monitoring Asiatische Hornisse / Vespa Velutina

Das Monitoring der Asiatischen Hornisse mittels Dochttöpfen gilt es, im August fortzusetzen. Dessen Bedeutung zeigt aktuell der Fund im Raum Bamberg:

Ein Flyer der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG), Institut für Bienenkunde, informiert zur Anwendung der Dochttöpfe nebst Rezept der Lockflüssigkeit:

Fortbildungen und Termine

Zu tagesaktuellen Änderungen und zu weiteren Details siehe die Seite Aktivitäten und Termine

  • Sa., 01.08.26, 15.00 – 17.30 Uhr | FKBB-Vorstandssitzung 2026-3
  • Sa., 08.08.26, 10.30 – 12.30 Uhr |  M9 Wabenhygiene, Varroabehandlung (Imkerkurs für Anfänger)
  • Sa., 15.08.26, 14.00 – 16.30 Uhr | M10 Wachsverarbeitung (Imkerkurs für Anfänger)
  • Sa. 15.08.26, 17.00 – 18.30 Uhr | M11 Einfüttern (Imkerkurs für Anfänger)
  • So. 16.08.26, 14.00 – 17.00 Uhr | BIWa-Sonntagsöffnung mit Versteigerung
    schöner Dinge durch Stadtrat Wolfgang Metzner von 15.00 – 16.30 Uhr

¹Pia Aumeier (2023): Ameisensäure sicher einsetzen mit Sachverstand. Bienenzucht 08/2023, S. 350.

Asiatische Hornisse, Vespa Velutina im Raum Bamberg gesichtet

Am 15.07.2026 wurde in der Nähe von Wiesengiech im Landkreis Bamberg ein Einzeltier der Asiatischen Hornisse (Vespa Velutina nigrithorax) gesichtet. Der Fund dieser eingeschleppten, invasiven und bienengefährdenden Art wurde am 16.07.2026 vom Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI) von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) bestätigt und im Meldeportal beewarned.de veröffentlicht. Aufgrund der Größe und dem Gewicht des Tieres wird davon ausgegangen, dass es sich um eine Königin handelt.

Beewarned.de. Erste Sichtung von Vespa Velutina im Raum Bamberg.

Beewarned.de (22.7.2026) – © LWG

Asiatische Hornisse, Vespa Velutina

Asiatische Hornisse © LWG

Faltkarte Vespa Velutina

Faltkarte Vespa Velutina – © LWG

Dochttöpfe („Locktöpfe“) in der Nähe des Fundortes, auch im öffentlichen Bereich, wurden aufgestellt. Diese werden stark von heimischen Wespen beflogen, weitere Asiatische Hornissen haben sich noch nicht blicken lassen. Auch im Stadtgebiet Bamberg wurden Dochttöpfe zum Monitoring aufgestellt. Weiterhin wurde eine Whatsapp-Gruppe für Bamberg zum schnellen Austausch eingerichtet.

WhatsApp-Einladungslink: https://chat.whatsapp.com/DVUWhWavlR866My9t0jutg?s=cl&p=i&ilr=2

Dochtglas, Dochttopf

Dochttopf © LWG

Zur Aufstellung von Dochttöpfen gilt aktuell die Empfehlung von Ronald Jäger, Koordinator Vespa Velutina am IBI, diese nicht direkt am Bienenstand aufzustellen, da sonst auch die Bienen die Töpfe befliegen (trotz des Alkoholgehalts in der Lockflüssigkeit). Damit könnte die Gefahr bestehen, dass eventuell noch nicht geernteter Honig kontaminiert wird und nicht mehr in Umlauf gebracht werden kann.

Wie geht es weiter?

Das weitere Vorgehen ist, über die nächsten Wochen die Dochttöpfe zu pflegen und zu beobachten. Sollte es sich um ein zum Beispiel in einem LKW mitgereisten Einzeltier handeln, wäre die Region für heuer noch davongekommen. Über kurz oder lang müssen wir jedoch ohne Frage mit weiteren Vorkommen rechnen. Wir Imker/innen sind gewarnt und halten euch auf dem Laufenden. Im Bedarfsfall werden wir die Bevölkerung zur gemeinsamen Suche nach den Nestern über alle Kanäle aufrufen, damit es nicht zu einem großen Bienensterben kommen wird.

Auch die Bevölkerung ist aufgerufen, ihre Insektenwelt zu beobachten und bei Verdachtsfällen ein Foto machen. Nur dann kann bestimmt werden, ob es sich dabei um die invasive Asiatische Hornisse handelt und entsprechend Maßnahmen ergriffen werden.


Weitere Infos und Updates zum Fund im Meldeportal https://beewarnd.de, auf unserem Blog hier unter https://bienen-leben-in-bamberg.de und speziell zum Fund in Wiesengiech auf der Website des Imkervereins Scheßlitz unter https://www.imker-schesslitz.de/vespa-velutina.

Infos zum Monitoring der Vespa Velutina siehe ebenfalls unseren Blogbeitrag vom 5.7.2026 unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/vespa-velutina-monitoring-2026-gestartet.

Vespa-velutina-Monitoring 2026 gestartet

Asiatische Hornisse, Vespa velutina nigrithoraxDie LWG* empfiehlt, ab der ersten Juli-Woche bis in den Oktober hinein Dochttöpfe aufzustellen. Dieses Monitoring soll die Asiatischen Hornisse in der Region aufspüren. Das Institut für Bienenkunde und Imkerei stellt auf seiner gut gepflegten Webseite Informationen, Hilfsmittel, Anleitungen und Karten zur Verfügung, beispielsweise:


*Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau

Kolpingsfamilie Bamberg zu Gast bei der Schulbiene

14 Interessierte aus der Kolpingsfamilie Bamberg besuchten am 07.05. die Bienen-InfoWabe. Überwiegend Senior(inne)en, aber auch drei (Enkel)Kinder wurden von der Schulbiene zwei Stunden lang in die Welt der Bienen, des Honigs und der Imkerei entführt.

Erstaunt waren wir, dass gleich zu Beginn nach dem Aussehen der Asiatischen Hornisse gefragt wurde. Wie praktisch, dass wir ein Exemplar im Regal hatten.

Flyer Vespa velutina der LWG (Ausschnitt)Auch auf zahlreiche weitere Fragen konnten wir jederzeit auf großformatige Fotos oder Anschauungsobjekte zurückgreifen. Eine gute Gelegenheit, allen Schulbienen-Unterstützer der Vergangenheit (und hoffentlich auch der Zukunft) DANKE zu sagen, die uns dies finanziell möglich mach(t)en.

Nachdem erraten wurde, wie schwer die herumgereichte Honigwabe war und wie der Honig ins Glas kommt, wurde noch flugs ausgerechntet, wie viele Gläser das ergiebt, Tja, Kopfrechnen ist immer noch gefragt!

Die Honigverkostung löste einen kleinen Verkaufsansturm auf unseren Bamberger Lagenhonig aus, dem wir gerne nachgekommen sind. Schließlich wollen die Regale wieder frei werden, wenn es im Juli zur ersten (und bei uns einzigen) Ernte des Jahres kommt. Übrigens wieder verbunden mit einer öffentlichen Honigernte am 19.07., 15 Uhr während der BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg 1 im Erba-Park.

Schön, dass ihr uns besucht habt, und vielleicht ja wieder im nächsten Jahr?!

Spendenaktion für Hornissenspezialist Thomas Beissel

Spendenseite von Gofundme für Spendenaktion Thomas und Yvonne BeisselWir vom Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V.  spendeten 100 € (unter dem Namen Gabriele Loskarn, unserer Kassenwartin) via der Crowdfunding-Plattform GoFundme. Und hoffen, dass unser Hornissenspezialist Thomas Beissel (und mit ihm Yvonne) bald die benötigte Summe beieinander hat, um die verheerende Brandkatastrophe wieder aufzufangen. Im Kampf gegen die Vespa velutina (Asiatische Hornisse) ist ER einer unser Besten!
Daher appelieren wir an unsere Bienenfreund(inn)en, es uns nachzutun. Ganz gleich, wie hoch die Spendensumme ausfällt – jede einzelne zählt! 
Bei unserer letzten OMV mit 14 Teilnehmenden (ja, wir sind noch ein kleiner Verein), kamen spontane 50 € zusammen, als wir nachfolgende Folie aus unseren Rechenschaftsbericht zeigten. Nochmal 50 € aus dem Vereinskonto draufgelegt, und gut ist. Das könntet ihr ebenfalls zu eurer nächsten Versammlung machen.
Folie Rechenschaftsbericht; FKBB-OMV mit Wahlen am 15.11.2025

„Bienengesundheit“ – Vortrag von Reinhold Burger in Zapfendorf

Vortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden ZapfendorfVortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden ZapfendorfDer Vortrag „Bienengesundheit und Krankheiten – Vorbeugen, Erkennen, Heilen“ vom Bienensachverständigen und Imkermeister Reinhold Burger erläuterte die wichtigsten Aspekte der Bienengesundheit, deren Krankheiten und Schutzmaßnahmen und lieferte praxisnahe Tipps für die Anwesenden bei den Bienenfreunden in Zapfendorf vor zwei Wochen.

Hier ein Auszug:

Vortrag Bienenkrankheiten von Reinhold Burger bei den Bienenfreunden Zapfendorf

Inhalt und Hauptpunkte

  • Überblick über verschiedene Bienenkrankheiten wie Amerikanische Faulbrut, Europäische Faulbrut, Kalkbrut, Maikrankheit, Nosemose, Sackbrut, Steinbrut, Varroose und Vergiftungen.

  • Vorstellung der wichtigsten Bienenschädlinge, darunter Maus, Specht, Wachsmotte und besonders die Asiatische Hornisse „Vespa velutina“ als invasive Bedrohung.

  • Einflussfaktoren auf die Bienengesundheit wie Nahrung, Witterung, Krankheitserreger, Parasiten, Schadstoffe und das Eingreifen des Imkers.

  • Natürliche Abwehrmechanismen der Bienen wie Propolis, Futtersaft, Hygieneverhalten und Metamorphose.

Krankheitsvorbeugung und Diagnose

  • Empfehlungen zu Standortwahl, Trachtangebot, Wasserversorgung und Vermeidung von Pflanzenschutzmitteln.

  • Maßnahmen wie Wabenhygiene, Fütterung, Schwächlinge im Herbst auflösen, und das achtsame Beobachten auf Krankheitssymptome.

  • Hinweise zur korrekten Einwinterung und zum Umgang mit Verbraucherhinweisen (z. B. Honigglasentsorgung im Altglas nur gespült).

  • Erkennen typischer Krankheitsanzeichen im Brutbild, Verhalten und Aussehen der Bienen – Diagnoseschlüssel wird vorgestellt.

Behandlung und Heilmaßnahmen

  • Chemische und biotechnische Methoden zur Varroa-Bekämpfung: Säuren (Ameisen-, Milch-, Oxalsäure), Thymol, Amitraz und Flumethrin.

  • Projekt Varroaresistenz 2033: Trend zu biotechnischen Maßnahmen wie totale Brutentnahme, (künstliche) Brutpause und Bannwabenverfahren.

  • Praxisnahe Hinweise zu Präparaten, Zulassung und deren Anwendung abhängig von der Brut im Volk. Besonders wurde auf die neu zugelassen Oxalsäurestreifen Calistrip® biox der Firma Calier eingegangen.

Vespa velutina („Asiatische Hornisse“)

  • Beschreibung der Vespa velutina: Größe (2,5–3 cm), schwarze Grundfärbung mit orangefarbenen Streifen, vorwiegend tagaktiv, Primär- und Sekundärnester werden erläutert.

  • Lebenszyklus, Gefahr für Bienen und Ausbreitung in Bayern; Vorstellung von Meldestrukturen für Sichtungen (beewarned.de), Aktionsplan Bayern, Förderungen und Koordinierungsstellen.

Literatur und Praxislinks

Der Vortrag verweist auf aktuelle Literatur und Forschungsprojekte zum Thema Bienenkrankheiten und Varroaresistenz sowie praktische Plattformen für Imker und Naturschutz und den Aktionsplan Bayern.

Fazit: Der Vortrag gab einen umfassenden Überblick, wie man Bienenkrankheiten erkennt, vorbeugt und behandelt, mit besonderem Fokus auf die Herausforderung durch Varroamilbe und Vespa velutina in Bayern.

[Überprüfte Zusammenfassung von Perplexity.]

Vortrag „Bienenkrankheiten“ 07.11.2025 in Zapfendorf

Reinhold Burger* hält am Fr., 07.11.2025, 18-21 Uhr einen Vortrag zu  Bienenkrankheiten und ihrer Behandlung am Lehrbienenstand bei den Bienenfreunden in Zapfendorf. Auf Wunsch wird auch über die zu erwartende Vespa velutina (Asiatische Hornisse) informiert. Anmeldung nicht erforderlich.

Der Lehrbienenstand befindet sich etwa 250 m außerhalb von Zapfendorf, in Verlängerung der Oberleiterbacher Straße am Biotop.

*Bienensachverständiger, Imkermeister, 2. Vors. im FKBB e. V.

AK25, M3, Bienenkrankheiten ABC / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bamberger Fraktionen unterstützen Kampf gegen Asiatische Hornisse

Besuch der Fraktionssitzungen zur Vespa velutina[Letzte Aktualisierung: 06.11.2025]

Unserem neuen FKBB e. V.-Mitglied Olaf Seifert verdanken wir die Idee und Einladung, für unser Anliegen, in Sachen „Vespa velutina / Asiatische Hornisse“ zur herbstlichen Fraktionssitzung der SPD vorsprechen zu dürfen. Wir erweiterten dies auf die Parteien CSU und Grünes Bamberg.

Um was geht’s?

Nest der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina); Vortrag von Ronald Jäger (HEG-Einladung) am 05.10.2024 in EbelsbachWir informierten über die auch in Bamberg zu erwartende invasive Hornissenart Vespa velutina (Asiatische Hornisse), die durch die gesetzliche Herabstufung zur etablierten Art lediglich als Managementaufgabe zählt – mit allen finanziellen Konsequenzen für die Bürger/innen, die trotz des gut gemeinten Aktionsplans der Bayerischen Staatsregierung auf bis zu 3.000 Euro Beseitigungskosten bei widrigen Umständen sitzen bleiben könnten.
Besuch der Fraktionssitzungen zur Vespa velutinaAlle drei besuchten Fraktionen (CSU am 29.09., SPD am 06.10., Grünes Bamberg am 13.10.) bemühen sich nun auf ihre Weise um vorausschauende Schadensbegrenzung, damit wir als Imker/innen bzw. die Bevölkerung als Privatpersonen bei der Beseitung der Nester der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) finanziell nicht im Regen stehen müssen.

Vorläufige Ergebnisse im Einzelnen:

  • Die CSU … kann sich eine Unterstützung vorstellen in Form eines Antrags, um einen Etat vorzuhalten, der die Kosten der Bekämpfung auffängt. (Facebook-Post) – [Nachtrag 14.11.25: CSU stellt keinen eigenen Antrag, da SPD und Günes Bamberg hier bereits tätig wurden. Man hätte jedoch mit dem Amt für Brand- und Katastrophenschutz die Sachlage dargestellt und die Möglichkeiten erörtert.]
  • Die SPD … „fordert gemeinsames Vorgehen [und] dass Stadt und Landkreis gemeinsam ein Handlungskonzept zur Bekämpfung der Asiatischen Hornisse entwickeln, dass in der Verwaltung eine Fachperson [Anm.: z. B. ein Baumkletterer oder Feuerwehrfrauen und -männer] für das Thema ausgebildet wird und dass Haushaltsmittel im Jahr 2026 bereitgestellt werden, um schnell reagieren zu können.“ (s. Instagram-Post)
  • Grünes Bamberg … beantragt: Es soll eine Stelle benannt werden, die künftig als Kontakt- und Schalstellte zuständig ist und die prüft, ob die Bamberger Feuerwehr zur Nestentnahme befähigt und mit Ausrüstung versehen werden kann. Als Sofortmaßnahme soll bereits im Haushalt 2026 5.000 Euro dazu bereitgestellt werden. [Aktualisierung am 29.10.2025)

Wir sind nicht bei der entsprechenden Fraktionssitzung gewesen, dennoch haben wir mit Freude wahrgenommen:

  • Die BUB … bringt im Stadtrat einen Antrag über 5.000 Euro auf den Weg, um Bambergs Bienenbestände gezielt zu schützen.

    Das Paket setzt auf Aufklärung der Bevölkerung, Kurzschulungen für städtische Dienste und punktuelles Monitoring an Hotspots – in enger Abstimmung mit dem bayerischen Meldeweg beewarned.de. Die BuB setzt auf eine breite Unterstützung ihrer Initiative durch alle Fraktionen des Stadtrates. (Facebook-Post und Der Neue Wiesentbote)

Allen Parteien herzlichen Dank für Ihr Mitdenken und -wirken!

[Ergänzung 06.11.25, Info von Thomas Fischer] Die UNB in Bamberg kam den erbetenen Stellungnahmen zu den entsprechenden Fraktionsanträgen nach.
Der für Bamberg gelistete Hornissenbeauftragte wurde geschult und war bei einigen Nestentfernungen mit dabei, um die Praxis kennenzulernen. Läuft …


„Gefahr kommt auf Bamberg zu. Wir müssen reden!“, …

… hieß es in unserer Anfrage zur Teilnahme an den Fraktionssitzungen von CSU (29.09.), SPD (06.10.) und Grünes Bamberg (13.10.).
Weiterer Wortlaut:
Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) ist in allen Medien – und ganz sicher auch bald bei uns in Bamberg präsent. Ausnahmsweise übertreibt die Presse nicht, die Gefahr ist real. Bitte helfen Sie.

  • Was kommt da in naher Zukunft auf die Gärtnerstadt zu?!
  • Wessen Problem wird das sein?
  • Wie verteidigen wir unsere regionalen Genüsse gegen den invasiven, zerstörerischen Eindringling, der einen unersättlichen Hunger nach Proteinen (= Insekten, zuvörderst Honigbienen, aber u. a. auch Wildbienen) und Früchten hat? Werden auch der Michelsberger Wein und die Gärtnerstadt bald Geschichte sein?

Hintergrund

Die im Mai erfolgte Abstufung  von §16 auf §19 EU-Verordnung als „etablierte Art“ und somit zur Managementaufgabe erklärte Gefahrenabwehr hat sogar die Staatsregierung auf den Plan gerufen: PM zum Aktionsplan der Staatsregierung (09.07.25). Aber die vor einigen Tagen angekündigten Maßnahmen und Förderungen müssen regional ergänzt werden. Es reicht nicht aus.

Wie bereiten wir uns auf die Invasion vor?

  • Task Force – vorausschauend gegründet durch die Privatinitiatve in Personalunion mit dem Förderkreis  FKBB e. V., zusammen mit der Unteren Naturschutzbehörde Bamberg im März
  • Fortbildungen – z. B. am Institut für Bienenkunde und Imkerei (IBI) der LWG, die Nestsuche betreffend
  • Finanzierungsplan – wir wissen, was auf uns zukommen wird, sobald die Vespa velutina auch Bamberg erreicht hat. Daher –
  • Notfall-Topf – wir planen, innerhalb unseres noch jungen und daher kleinen Förderkreises ein Budget bereit zu halten, um in Bamberg für Sicherheit vor dem Räuber zu sorgen, in der Hoffnung, es irgendwie zu stemmen.

Wo liegt das Problem, wenn doch nun das Land Bayern Geld bereit stellt?!

Laut Aktionsplan sollen die spezialisierten Nestentferner vom Land Bayern etwa 200 bis 400 Euro erhalten. Auch könnte angeschafftes Equipment der LWG uns dienlich sein.

Doch – wie kommt das sperrige Equipment (Suchdrohnen, Lanzen, Absauggeräte, …) zeitnah nach einer Nestsichtung zu uns – und wer bezahlt DAS?

Und wer bezahlt den möglichen Einsatz von Hubsteigern sowie Fahrt u. Übernachtungskosten der Spezialisten bei der Abnahme der riesengroßen, bis zu einem Meter hohen Nestern, die in bis zu 25 Metern Höhe von den Bäumen geholt werden sollen? Auch in unwegsamen Gelände?

Das kann in die Tausende gehen.
Auf diesen Kosten werden wir sitzen bleiben. Wer ist wir?!

Wir – das sind seit Neuestem die Imker, auf die die Schadensbegrenzung abgewälzt wurde, die jedoch ALLE Bürgerinnen und Bürger betrifft.

Nur, weil wir hinsehen und eine Fliege von einer Hornisse unterscheiden können? Weil wir Honigbienen halten? Weil Bürger uns zu allererst um Hilfe rufen, wenn in ihrem Garten eine Invasion an Hornissen für Gefahr sorgt?
Was können denn wir dafür?!? Sei’s drum … irgendwer muss es ja tun … irgendwer muss sich ja kümmern … und …

… wo kämen wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin wir kämen, wenn wir gingen. (Kurt Marti)

Also, lasst uns gemeinsam gehen, um die zwingenden Maßnahmen zu ergreifen.

Daher – bitte laden auch SIE uns ein!

Reinhold Burger und ich, bekannt auch als „Bamberger Schulbiene“, werden ohne politische wie bürgerliche Unterstützung gegen dieses enorme Gefahrenpotenzials der Asiatischen Hornisse unser Ehrenamt für immer hinwerfen müssen.

Denn ohne Honigbienen keine Schulklassen-Führungen mehr, die Bienen-InfoWabe wäre nach nunmehr 10 Jahren bald Geschichte … und … na ja, den Honig können wir natürlich dann auch vergessen, neben dem Schwund von Bestäuberinsekten und der Artenvielfalt, neben Vögeln, die nichts mehr zum Futtern finden,  … und, nein, wir übertreiben NICHT! Es war zu keinem Zeitpunkt schlechter bestellt als jetzt.

Danke und (derzeit noch)
bienenlebendige Grüße 🐝