Totenfall – ein Fall für starke Nerven

TotenfallVor allem Jungimker stellen sich oft die Frage, wie viel Totenfall im Frühjahr normal ist. Zur allgemeinen Beruhigung: eine Handvoll kann das durchaus werden. Besonders traurig sehen die Bienlein vor dem Stock aus, wenn sie noch ihre Pollenhöschen tragen. Heuer ist es ein besonders zeitiges Frühjahr, und so manche Winterbiene, die ja schon etwas älter ist, schafft es nicht mehr ins Flugloch zurück und sinkt ermattet nieder. Manche verklammen wohl auch. Das heißt, sie fliegen bei Wärme los, kommen jedoch heim und es ist schon reichlich abendkühl. Beim Anlanden ruhen sie sich kurz aus – und das war’s dann.

Totenfall ausräumenMäusegitter weg, Totenfall ausgeräumtDamit das Flugloch nicht von innen verstopft, lassen sich bei der Frühjahreskontrolle und dem Entfernen des Mäusegitters mit einem Stöckchen die toten Bienen heraus holen. Meist jedoch wirft das Volk ihre Toten selbst zum Flugloch heraus.

KippkontrolleZu den Frühjahrsarbeiten gehört es, dass die Beuten angehoben werden. Wer schon ein wenig Bescheid weiß, fühlt gleich, ob noch genügend Futter vorhanden ist. Gut, wenn mehrere Bienenwohnungen nebeneinander stehen, so hat man eine Vergleichsmöglichkeit.

Offene BeuteAnsonsten hat unser Blick in die Beuten der Buger Wiesen neun mit Bienen besetzte Wabengassen erspäht. Fünf bis sieben sind an sich normaler Schnitt, also alles bestens da draußen. Kommenden Samstag erfahren unsere Bienenpaten, wie es in den Beuten der Gärtnerstadt / Heiliggrab und an der Villa Dessauer aussieht. Auch Gäste sind willkommen. Mehr Info unter Aktivitäten und Termine.

HEG-Frühjahrsversammlung in Eltmann

Stadthalle Eltmann, Frühjahresversammlung 2014 der HEG„10 Imker, 20 Theorien“. Dieser Eindruck hat sich in Eltmann wieder einmal für uns bewahrheitet. Egal, ob Referent Arno Bruder mit seinen Ausführungen einer „Rationellen Betriebsweise einer erwerbsorientierten Imkerei“ oder im Gespräch mit den Tischnachbarn (und hier ist das Maskulinum fast immer anwendbar) – jeder imkert nach seiner eigenen Weise, je nach Bienenrasse, Beutensystem, Standort oder … ja, auch Laune. Arno Bruder, der Fachberater für Oberbayern, bevorzugt die Dadant-Beute mit Flachzargen für die Honigräume, das Einengen und Ausgleichen der Bienenvölker im Frühjahr, empfiehlt zur Ablegerbildung zwei statt einer Brutwabe plus eine Futterwabe, und für die Varroabehandlung Ende Juli, die Brut herauszunehmen und getrennt vom Wirtschaftsvolk zu behandlen.

Rund ums Wachs

Ein weiterer Fachvortrag in der vollbesetzten Stadthalle in Eltmann, wo sich am 08.03.2014 etwa 180 Imker und (einige wenige) Imkerinnen zur Frühjahrsversammlung der Honigerzeugergemeinschaft (HEG) versammelten, kam von Josef Muhr mit dem Titel „Wachs, ein wertvoller Stoff aus dem Bienenvolk: Gewinnung Aufbereitung, Verarbeitung“.

Das meiste daraus dürfte bekannt gewesen sein, doch für Neustarter sicher ein guter Überblick. Am interessantesten war für uns, dass wir nun den Geschäftsführer des Imker und Imkereibedarfs „Josef Muhr“ aus der Oberpfalz bzw. dem Bayerischen Wald, bei welchem man ab 50 Kg sein eigenes Wachs abgeben und als Mittelwandwabe wieder mitnehmen kann, kennen gelernt zu haben.

Er stellt die berechtigte Frage, was denn „rückstandsarmes“ Wachs bedeutet, denn es gäbe für eine derartige Bezeichnung keine Grenzwerte. Dennoch schmücken manche ihre Wachsprodukte gerne mit diesem Attribut. „Rückstandsfrei“ hingegen ist 100 Prozent frei (respektive unterhalb der Nachweisgrenze) von allen unerwünschten Bestandteilen – ob Pestizide, Herbizide oder Varroazide, also Medikamentenrückständen.

Rund um Eltmann

Salweiden- und Haselblüte in Eltmann am SchlossWir beide nutzen in der kurzen Mittagspause den ersten perfekten Frühlingstag und erklommen den urigen Weg zur Wallburg hinauf, erfreuten uns an den voll aufgeblühten Palmkätzchen und Haselsträucher, die erste Bienennahrung, und natürlich auch für einen kleinen Einkauf am HEG-Stand vor dem Versammlungsraum. Eingekauft hatten wir 15 Honigseifen für unsere Bienenpat(inn)en, einen  Königinnenmarkierstift in der Farbe für 2014, also grün, und eine Handcreme fürs Handtäschchen.

Rund um die Veranstaltung

Treppen zur Wallburg in EltmannPerfekt organisiert vom neuen Team der HEG (Übelacker/Machinek & Familie), das Catering-Team des Partyservice Ludwig aus Burgebrach sehr freundlich, schnell und zuvorkommend, die Halle angenehm in Raum und Akkustik – all dies trug dazu bei, dass wir uns inmitten der Imkerschar trotz unseres sichtlich „jugendlichen Alters um die 50“ sehr wohl fühlten. Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

Wenn das Wetter nur nicht gar so schön gewesen wäre … 😉

 

Bayerischer Züchtertag 2014 in Langensendelbach

Nicht in Nürnberg, jedoch in Langensendelbach findet am 15.03.2014 der Bayerische Züchtertag statt, veranstaltet vom Landesverband Bayerischer Imker e. V.

Die Anfahrt mit dem Auto über die AB/A73 Bamberg – Ausfahrt Baiersdorf, dann Richtung Langensendelbach und in ca. 4 km erreichen Sie den Gasthof Zametzer.

Programm zum Download

Bienenpatin Ruth Vollmar 2014/15

Klara Bretschneider, Bienenpatin Ruth Vollmar, Ilona Munique

Übergabe der Bienenpatenschaft an Ruth Vollmar (Mitte) am Schiffbauplatz am 03.03.2014

Wir freuen uns über unsere neue Bienenpatin, Ruth Vollmar aus Bamberg. Und gleichzeitig auf einen neuen Standort für unseren „Bamberger Lagenhonig“, den es von dieser Stelle allerdings erst 2015 geben wird. Denn die Bienenpatin erhält heuer zunächst einen Ableger von uns, der erst im zweiten Jahr ein Wirtschaftsvolk sein wird.

Auf den Plan einer Patenschaft gerufen hat Ruth Vollmar unser Aufruf nach einem Bienenstandort auf Bambergs Inselgebiet. „Bienen sind enorm wichtig, und unsere Tochter wünschte sich bereits vor vielen Jahren eigene Bienen“, so die Leiterin der Wirtschaftsförderung.

Bereits einmal schon stand kurzfristig eine Bienenbeute im gepachteten Garten am Schiffbauplatz. Doch nun soll es für mindestens zwei Patenjahre bei Bienen-leben-in-Bamberg.de sein, während derer die Betriebswirtschaftlerin das Imkern praktisch ausüben kann. Zusammen mit ihrer Tochter, Klara Bretschneider, hat Ruth Vollmar bereits vor drei Jahren einen Imkerkurs absolviert. „Na ja, das war alles eher theoretisch gehalten, Zwischenfragen waren nicht so erwünscht“, erzählt sie bedauernd. Doch immerhin schaffte es eine Grundlage, auf der nun aufgebaut werden soll. Auch sorgte der seit zwei Jahren imkernde Bruder Frau Vollmars für einen steten Fluss von Bienen-Fachliteratur.

Hier kommen die Patenbienen hin!

Ein guter Platz für die Patenbienen samt Bienenweide!

Überhaupt eint die Liebe zur Natur die Familie Vollmar/Bretschneider, die gemeinsam den Garten am Fluss aus seinem trostlosen Dasein erlöst hat und nun eine Bienenweidenwiese erblühen lassen möchte. „Ich genieße es sehr, dass wir ein Stück Natur in die Stadt zurück bringen“, schwärmt die gebürtige Nürnbergerin und aufgewachsene Hersbruckerin, die zusammen mit ihrem Mann seit 1987 in Bamberg lebt. „Schon als kleines Kind buddelte unsere Tochter Klara hingebungsvoll in Beeten und wir waren glücklich, ihr dies mitten in der Stadt ermöglichen zu können“.

Dass die mittlerweile 17-jährige Tochter im Projekt „Interkultureller Garten“, der seit Kurzem ein eingetragener Verein ist, mitmischt, verwundert daher nicht. Aber auch Schwimmen und Reiten erfüllt Klaras wenige außergymnasiale Zeit, und Mutter Ruth bedauert: „Wäre ich nicht so eingebunden, dann säße ich ebenfalls wieder auf einem Pferd wie früher. So reicht es nach der erfüllenden Arbeit leider nur für einen Sprung in in die Becken des Bamberger Schwimmvereins“.

Um so mehr freuen wir uns, dass Ruth Vollmar den Sprung in die Patenschaft getan hat. Innerhalb der sie allerdings zu nichts verpflichtet ist. Wir wünschen uns nur, dass wir an ihrem Beispiel öffentlich, also zum Beispiel über dieses Weblog hier, berichten dürfen, dass ihr die Bienen wichtig sind. Und dazu ist sie nur zu gerne bereit.

Denn Bamberg zu einer Bienenstadt zu machen, das schaffen wir nur gemeinsam mit unseren Freunden, Förderern und Multiplikatoren. Zwei Jahre lang dürfen sie Freud und Leid des Imkerns und der Bienen hautnah und durch einen steten Informationsfluss unsererseits miterleben. Und weitergeben. Zur Belohnung gibt es natürlich auch noch ein paar „Bienenpaten-Goodies“, ganz klar. Und die darf sich die Bienenpatin mit ihrer Tochter gerne teilen!

 

1. Bayerische Honigmesse 2014

HonigflussZum ersten Mal, am 2.11.2014, findet eine Bayerische Honigmesse für Imker, Imkerinnen und die interessierte Öffentlichkeit statt und zwar in Neusäss bei Augsburg.

Das Programm sollte Anfang 2014 erscheinen. Wir sind gespannt und verfolgen es über diesen Link. Veranstalter ist der Landesverband Bayerischer Imker e. V.

88. Imkerkongress in Schwäbisch Gmünd 2014

Da die Reservierung bereits möglich ist, jetzt schon die Info für den Herbst zu „Wanderversammlung“, dem 88. Kongress deutschsprachiger Imker in Schwäbisch Gmünd vom 11.-14.09.2014.

„Er gilt neben dem Weltkongress der APIMONDIA als der bedeutendste Imkerkongress im deutschprachigen Raum“, so die Ausschreibung des Deutschen Imkerbundes.

Frühjahresversammlung der Honigerzeugergemeinschaft in Eltmann

Logo Honigerzeugergemeinschaft, HEG SüddeutschlandEinladung und Programm der HEG, Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. zur Frühjahresversammlung in der Stadthalle Eltmann, Marktplatz 8, am 08.03.2014 sind heraus.

Zwei Fachvorträge bereichern den Tag

Vor der Mittagspause von Josef Muhr: „Wachs, ein wertvoller Stoff aus dem Bienenvolk“, Gewinnung, Aufbereitung und Verarbeitung.

Nach der Mittagspause, zu der es zwei Essen nach Wahl gibt, spricht Fachberater Arno Bruder: „Rationelle Betriebsweise einer erwerbsorientierten Imkerei“

Programmablaufzeiten:

7.00 – 9.50 Uhr
Einkaufsmöglichkeit im Imkershop der HEG, Industriestraße 17c, 97483 Eltmann

Ab 8.30 Uhr
Saalöffnung mit Einkaufsmöglichkeit
Ab 9.00 Uhr
Imbissmöglichkeit

10.00 Uhr
Eröffnung der Versammlung in der Stadthalle, Marktplatz 8, 97483 Eltmann

11.00 Uhr: Fachvortrag I

12.00 Uhr: Mittagspause

13.00 Uhr: Fachvortrag II

ca. 14.30 Uhr: Ende

 

Bienenschutz-Petition Greenpeace-Kampagne

Grafik Du-Deine-Deren FreundeWieder eine Bienenschutz-Petition, diesmal von unseren Greenpeace-Nachbarn aus Österreich. Unterzeichnen tut nicht weh und nützt bestenfalls, denn ruckzuck sind mit nur einer Unterschrift und anschließender Teilung im Social Network – wie auf der Grafik zu sehen –  10.000 Menschen erreicht. Die gesamte Webseite ist insgesamt sehr gut aufgebaut, informativ und einfach sehenswert.