Endlich wieder Führungen am Bienenweg – Herzlich Willkommen, Erlangen!

Unseren Start in die Nach-Corona-Zeit, zumindest, was Gruppenführungen anbelangt, begingen wir mit dem MR ACQ-Team um Bienenpatin Diana Martin. Sie konnte ihre Siemens-Healthineer-Kolleg(inn)en samt Familienanhang für einen Besuch der Bienen-InfoWabe in Bamberg animieren. Denn eigentlich ist diese Bienenpatenschaft ein gemeinschaftliches Werk. Es wurde nun Zeit, sich gegenseitig – und natürlich die Bienen! – endlich kennenzulernen.

Aktivierende Fragen

Aufgabe: Welche Tiere könnt ihr entdecken?Aufgabe: Welche Fledermausblumen findet ihr hier im Garten?Nach der Anreise von Erlangen nach Bamberg erhielten die jüngeren Familienmitglieder zunächst etwas Bewegung verordnet, während die Erwachsenen in der Bienen-InfoWabe mit ersten Informationen versorgt wurden. Zwei Aufgaben bzw. Fragen waren zu erfüllen, die allerdings noch nicht sofort mit Details zur Honig- oder Wildbiene aufwarteten.

Blaue (auch: Blauschwarze) Holzbiene, Xylocopa violacea, an Großem LöwenmaulDie Kinder sollten zum einen ALLE Tiere aufschreiben, die sie im Bienengarten am Bienenweg finden. Das war denn auch jede Menge! Die Liste begannen wir sogleich mit der Holzbiene, die pünktlich zum Start eine Begrüßungsrunde drehte. Als größte europäische Wildbienenart war sie weder zu übersehen noch zu überhören!

Zum anderen sollten alle botanischen Pflanzschildchen im Bienengarten gefunden werden, die ein Fledermauszeichen trugen. Die Namen waren auf einer Liste zu Fledermausblumen abzuhaken. Diese nachtaktiven Pflanzen sind für die dämmerungsaktiven und nachtjagenden Säugetiere aus der Gruppe der Fledertiere von großer Bedeutung. Denn nur, wenn genügend Insekten zum Bestäuben unterwegs sind, können sie an ihnen ihren Hunger stillen. (Bienen sind allerdings sicher vor ihnen!)

Die „Teamleiterinnen“ Rebecca und Valesca trugen nach einger guten Viertelstunde ihre Ergebnisse vor und wurden für ihren Fleiß ausgiebig beklatscht. Jetzt war es Zeit, um mit der wiedervereinten Gruppe einiges Wissenswertes zu Honig, Bienen, Imkerei und die Natur zu erfahren.

Nicht nur Hören und Sehen, sondern auch Riechen und Betasten aktiviert unsere grauen Zellen. Das herumgereichte Mittelwandrähmchen, welches die Imker/innen als Start zum Ausbau einer Wabe reichen, duftete nach Wachs. Und eine gefüllte Honigwabe wollte vom Gewicht her eingeschätzt werden. Ein bisschen Kopfrechnen, wie viel Honig daraus ausgeschleudert werden kann, schadet ebenfalls nicht.
Für die Minis, die noch eine heile Welt ohne Mathe leben dürfen, gab es derweil Bilderbücher zu Betrachten. Übergang von der Mittelwand zur ausgebauten Honigwabe

Was wissen wir wirklich?!

Klein wie Groß stellten ihre Fragen, die meist zur nächsten führte. Sie hatten aber auch einige Antworten parat, die oft ins Schwarze trafen oder nur haarscharf daneben lagen. Immer wieder spüren wir selbst, wie unfassbar faszinierend die Welt der Insekten und Bienen ist. Nichts, aber auch rein gar nichts, ist genau so, wie es scheint. Wenn wir Menschen glauben, uns alle Antworten gegeben zu haben, sind wir gerade erst dabei, die richtigen Fragen zu finden.

Manchmal bestätigt uns die Forschung überliefertes Allgemeinwissen, beispielsweise, wie viel Gutes Honig und Propolis zur Vorbeugung und Heilung von Volkskrankheiten beitragen kann. Doch genau so oft widerlegt sie ehemals gesichertes Grundwissen. Lange Zeit hieß es, dass ein Bienenvolk (selbstverständlich!) nur von einem König geführt werden könne.

Bienenkönigin des Standortes Buger WiesenAch ja, was heißt schon, geführt! Die (natürlich weibliche) Königin hält zwar mittels ihrer Duftstoffe (Pheromone) ihr Volk zusammen und teilt ihm ihren Gesundheits- und Legestatus mit. Auch hat sie einen eigenen Hofstaat, doch ansonsten nur wenig zu sagen bzw. zu summen. Nachdem sie als junge Königin begattet wurde, legt sie täglich bis zu 2.000 Eier und sorgt als einzige im Volk für Nachwuchs. Dafür muss sie nicht selbst sammeln fliegen und wird obendrein gefüttert und gepflegt. Sie ist etwas ganz Besonderes. Doch ohne ihr Team ist sie … nichts. Alle für eine, eine für alle! Kennt ihr …

Bienenwesen erkunden

Nun wurde es Zeit, die verschiedenen Bienenwesen genauer zu besehen. Dafür kam unsere Schaufensterbeute in Spiel. Die männlichen Bienen (Drohnen) und die weiblichen Arbeitsbieneen wurden ausgiebig hinter Plexiglasscheiben betrachtet. Auch hier war das Alter der Gäste einerlei – alle waren fasziniert von dem Gewurrle auf der Wabe.

Die Minis durften unterdessen Gänseblümchen und Löwenzahn pflücken.

Sodann mussten die Bienen wieder in ihre Wohnung gebracht werden. Da es schönstes Wetter war, konnten wir dabei einen weiteren Blick in ihre Welt wagen. Reinhold reichte uns eine mit Bienen besetzte Honigwabe, die reihum genauer besehen werden durfte. Auch ein Naschen am frischen Honig direkt aus der Wabe war möglich, sofern man sich traute, den Finger zwischen den krabbelnden Bienchen hindurch in die warme, weiche Wachsschicht zu stecken.

Aufeinander angewiesen

Dass unsere Bienenpatin Diana selbst gar keinen Honig mag, ist zwar irgendwie lustig, doch kennen wir das durchaus von anderen Patinnen und Paten auch. Es geht eben doch als allererstes um die Bestäubungsleistung der Bienen, die zu sichern ist. Dafür sind wir Imker/innen da, um sie zu gewährleisten. Eine gemütliche, saubere Wohnung und die Befreiung von Varroamilben sowie Behandlung gegen weitere Krankheiten im Austausch zu einer Honigernte im Jahr. Das sorgt für eine echte Win-win-Situation, in der die an unsere Bedürfnisse kultivierte Natur ein entscheidendes Stück weit wieder zu einem Ausgleich kommt.

Wie gesagt: Kultiviert, nicht wild-natürlich. Doch zu Holzäpfel und -birnen mag und kann wohl niemand mehr zurückkehren. Und auch die Bienen können nicht mehr ohne Weiteres zurück in ihren angestammten Lebensraum, den „wilden“ Wald. Wir sind also aufeinander angewiesen, und wir nehmen das so ernst und sind so demütig, wie wir nur können. Mit unseren Bienenpatinnen und -paten zusammen wollen wir das Bienenleben umsichtig bewahren helfen.

Herzlichen Dank, Diana und Team, dass ihr dabei mit uns geht!

*5* Adventskalender der Bamberger Schulbiene 2020 – und eine Bienenpatenschaft!

Auch ein Brief darf sich zur Literatur zählen, finden wir. Vor allem dann, wenn er so positiv und motivierend geschrieben ist wie der von unserer neuen Bienenpatin Diana Martin! Natürlich kann und will ich ihn nicht rezensieren, doch sehr wohl möchten wir mit ihm auf die Möglichkeit einer Spende durch Bienenpatenschaften hinweisen. Viel Freude beim Lesen wünschen wir euch!

Bienenpatenurkunde BeispielZu meiner Bienenpatenschaft kam es, weil …

… die Mitarbeiter dieses Jahr ein etwas anderes Weihnachtsgeschenk haben sollten. In diesem Jahr habe ich mich sehr viel mit der Natur, dem Bodenaufbau, den natürlichen Kreisläufen usw. beschäftigt, und ich habe mich erinnert, dass eine Freundin bereits vor Jahren eine Bienenpatenschaft zum Geburtstag erhielt. Das wäre doch eine gute Idee!
Nach Recherche im Internet war mir BLIB sofort ins Auge gesprungen. Zum einen, weil es für uns Erlanger noch als regional bezeichnet werden kann, vor allem aber wegen der großartigen Aktionen. Die Jugendarbeit, die Aufklärungsarbeit, die Aktivitäten zum Schutz der Wildbienen, das alles hat mich überzeugt.

Meine Lieblings-Honig-Sorte …

(Um ehrlich zu sein, mag ich selbst keinen Honig, ich esse nur selten etwas Süßes). [Anmerkung: Liebe Diana, bitte probiere ihn trotzdem. Wir hatten schon viele, die genau das selbe sagten wie du und zu ihrer eigenen Verblüffung echte Fans unseres Bamberger Lagenhonigs wurden!]

Dabei hat die Honiggewinnung keine Priorität, sondern vielmehr der Erhalt und die Unterstützung der Bienen als lebenswichtiger und zu wenig gewürdigter Faktor zum Erhalt unseres Lebensraums.

Was ich im Leben besonders wichtig finde

Das MR ACQ Team als ein Entwicklungsteam der Siemens Healthineers ist engagiert, die bestmöglichen MRT (Magnetresonanz-Tomografie-) Systeme und Anwendungen für die Gesundheitsversorgung zu schaffen. Und gerade die MRT ist eine Methode, die zur systemischen Diagnostik und auch Therapieunterstützung hervorragend eingesetzt werden kann.

Mit der Bienenpatenschaft können wir wiederum systemisch wirken und einen Beitrag für das Wohlergehen der Menschen tun. Daher freuen wir uns, die Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg“ auf diese Weise unterstützen zu können.

Vielen Dank und herzlich Willkommen, Diana & MR ACQ, in unserem Bienenpatenkreis!