Wahlprüfstein OB-Wahl Bamberg 2026 zu Lichtemission / Lichtverschmutzung

Matthias Engel, Carsten Przygoda, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

Matthias Engel, Carsten Przygoda, CC BY-SA 3.0 DE <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en>, via Wikimedia Commons

„Werden Sie / wirst du in der kommenden Legislaturperiode konzeptionell gegen Lichtemission („Lichtverschmutzung“) in Bamberg zum Wohl der Insektenwelt vorgehen?“

Falls ja … was ist konkret oder zumindest im Entwurf geplant?
Wahlzettel OB-Wahl Bamberg 2026So lautete die Wahlprüfsteinfrage unseres Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) an die acht Oberbürgermeisterkandidierenden Bambergs. Hier nachzuhaken hatten wir uns bereits vor sechs Jahren anlässlich des Volksbegehrens zu Bauern und Bienen ins Aufgabenbuch geschrieben.¹
Die Antworten der OB-Kandidat(inn)en (Stand: 07.03.26, 12.00 Uhr):

Melanie Huml (CSU)

(Gekürzte Fassung via perplexity.ai)
Vielen Dank für Ihre Anfrage und Ihr Engagement für Bienen und Umweltbildung in Bamberg. Lichtemissionen betreffen sowohl den Insektenschutz als auch die Sicherheit im öffentlichen Raum. Beides gilt es verantwortungsvoll zu verbinden.
Gute Beleuchtung an Schulwegen und Haltestellen bleibt wichtig für Prävention und Sicherheit. Daher setzen wir auf intelligente, keine pauschalen Abschaltlösungen. Moderne LED-Technik, gezielte Abschirmung und Steuerungssysteme können helfen. So erreichen wir weniger Energieverbrauch, mehr Sicherheit und besseren Insektenschutz. Auch Stadtgrün, Begrünungen und Umweltbildung sind Teil unseres Programms. Der Erhalt von Artenvielfalt und Lebensräumen ist mir ein zentrales Anliegen. Ich freue mich über den weiteren Austausch mit Ihrem Förderverein zu gemeinsamen Lösungen.
-> Zum Originalwortlaut¹

Claudia John (FREIE WÄHLER)

Bereits 2020 haben wir uns mit diesem Thema beschäftigt.
Lichtverschmutzung steht immer in Konflikt mit dem Sicherheitsbedürfnis von Menschen. Deshalb setzen wir uns weiter dafür ein, dass Beleuchtung, wo es geht, ausgeschaltet wird. An von Passanten frequentierten Stellen wären Bewegungsmelder eine Idee.

Jonas Glüsenkamp (GRÜNE)

noch ausstehend

Sebastian Martins Niedermaier (SPD)

noch ausstehend

Ralf Stöcklein (FDP)

da meine Eltern Imker sind, ist mir das Thema bekannt und sehr wichtig. Lichtemissionen haben nicht nur auf Tier und Pflanzenwelt einen sehr großen Einfluss, sondern auch auf den menschlichen Biorythmus und damit auch durchaus auf die Gesundheit. Ich will dagegen vorgehen, indem künftig die Regelungen des Bundes-Immissions-Schutz-Gesetzes überall eingehalten werden. Schwerpunktmäßig soll als erstes die Straßenbeleuchtung nachts zu bestimmten Zeiten ganz abgeschaltet, die Lichtfarbe angepasst und die Abstrahlung in den Himmel reduziert werden.

Hans-Günter Brünker (Volt)

So wie in den letzten 6 Jahren auch, werden wir, insbesondere bei Entscheidungen im Bausenat und bei Bebauungsplänen, uns dafür einsetzen insektenschädliche Lichtemissionen zu vermeiden. Oft handelt es sich dabei um rein optisch indizierte Beleuchtungsmaßnahmen die man schon durch eine Vernünftige Beratung verhindern kann.

Jürgen Weichlein (BM)

noch ausstehend

Johannes Frey (Die Linke)

ja, wir werden das Thema Lichtemission konzeptionell angehen. Der Schutz der Artenvielfalt ist Teil unseres ökologischen Schwerpunktes und dazu gehört auch die Reduzierung unnötiger künstlicher Beleuchtung.

Konkret setzen wir uns ein für:

  • warme, nach oben abgeschirmte Lichtquellen und die systematische Überprüfung bestehender Laternen,
  • den Einsatz smarter Straßenbeleuchtung, die nur bei Bedarf leuchtet. Es gibt keine belastbaren Hinweise, dass solche Systeme störanfälliger sind und Modellversuche wie etwa in Tübingen zeigen vielmehr, dass moderne Technik zuverlässig funktioniert, während veraltete Anlagen häufige Ausfälle verursachen,
  • die zeitliche Begrenzung der Anstrahlung öffentlicher Gebäude sowie die Abschaltung von intensiver Leuchtreklame und Schaufenstern zwischen 22 Uhr und Sonnenaufgang,
  • die Prüfung insektenverträglicher Alternativen wie spezieller, weniger störender Lichtfarben (z. B. Rotlicht in sensiblen Bereichen).

Unabhängig davon halten wir es für notwendig, die Beleuchtungssituation in Bamberg insgesamt zu evaluieren und alle Wege auf gute, sichere und zugleich umweltverträgliche Ausleuchtung zu überprüfen. Sicherheit und Insektenschutz dürfen kein Gegensatz sein, denn moderne Technik ermöglicht beides. Gerne stehen wir für einen Austausch zur Verfügung.

Wir danken allen, die geantwortet hatten und versprechen: WIR bleiben dran am Thema!

P. S.: Die fehlenden Eintragungen werden, sobald eingegangen bei uns, aktualisiert.


Fußnoten


¹ Originalwortlaut Melanie Huml (CSU)

Vielen Dank für Ihre Anfrage und vor allem für Ihr langjähriges Engagement für Bienen, Bestäuber und Umweltbildung in Bamberg. Initiativen wie Ihr Förderverein tragen entscheidend dazu bei, dass das Thema Artenvielfalt in unserer Stadt sichtbar bleibt und praktische Unterstützung erfährt.

Zu Ihrer Frage:

Ja, das Thema Lichtemission bzw. Lichtverschmutzung sollte auch auf kommunaler Ebene stärker berücksichtigt werden – insbesondere mit Blick auf den Schutz von Insekten und damit auf die biologische Vielfalt insgesamt.

Dabei ist mir jedoch wichtig, zwei Ziele verantwortungsvoll miteinander zu verbinden: Einerseits den Schutz von Natur und Artenvielfalt, andererseits die Sicherheit der Menschen im öffentlichen Raum, die für mich eine zentrale Aufgabe der Stadt bleibt.

Gute Beleuchtung ist gerade an sensiblen Orten – etwa auf Schulwegen, an Bahnhöfen, Haltestellen oder in Unterführungen – ein wichtiger Bestandteil von Sicherheit und Prävention. Deshalb kann es beim Thema Lichtemission nicht um pauschale Abschaltungen gehen, sondern um intelligente und ausgewogene Lösungen.

Genau diesen Ansatz verfolgen wir auch in meinem Programm für Bamberg: Wir wollen Sicherheit im öffentlichen Raum stärken – unter anderem durch bessere Ausleuchtung von Problemstellen, moderne Beleuchtungskonzepte und Smart-City-Lösungen. Gleichzeitig bietet gerade die Modernisierung der Beleuchtung die Chance, Energieverbrauch zu senken und Insekten besser zu schützen.

Vor diesem Hintergrund kann ich mir mehrere konkrete Ansatzpunkte vorstellen:

  • Überprüfung der städtischen Beleuchtung bei Neuplanungen und Modernisierungen im Hinblick auf Energieeffizienz und Insektenfreundlichkeit,
  • gezielte Ausrichtung und Abschirmung von Leuchten, damit Licht dorthin fällt, wo es gebraucht wird – und nicht unnötig in den Nachthimmel oder in Grünflächen abstrahlt,
  • moderne LED-Technik mit geeigneter Lichtfarbe, die sowohl energiesparend als auch für Insekten weniger problematisch ist,
  • intelligente Steuerungssysteme, etwa durch zeitweises Dimmen in wenig frequentierten Bereichen, sofern dies mit der Sicherheitslage vereinbar ist.

Solche Lösungen verbinden mehrere Ziele gleichzeitig: mehr Sicherheit, weniger Energieverbrauch und einen besseren Schutz für Insekten und andere nachtaktive Tiere.

Der Schutz von Natur und Umwelt ist mir grundsätzlich ein wichtiges Anliegen. In meinem Programm für Bamberg finden sich daher auch zahlreiche Maßnahmen, die zur Verbesserung der ökologischen Situation beitragen – etwa mehr Stadtgrün und zusätzliche Bäume, Programme zur Beschattung von Schulhöfen und Spielplätzen, Dach- und Fassadenbegrünungen, der naturnahe Umbau unserer Wälder zu klimaresistenten Mischwäldern sowie der Schutz der Anbauflächen der Bamberger Gärtner und unserer Kulturlandschaften. Auch Umweltbildung in Zusammenarbeit mit Kitas, Schulen und Jugendarbeit wollen wir gezielt stärken.

Das Engagement für den Schutz von Bestäubern begleitet mich – wie Sie wissen – schon lange. Bereits während meiner Zeit als Umweltstaatssekretärin in Bayern habe ich Initiativen unterstützt, die Lebensräume für Bienen und andere Insekten stärken, Umweltbildung fördern und Projekte aus der Zivilgesellschaft mit staatlichen Fördermöglichkeiten vernetzen.

Mir ist dabei ein Grundsatz besonders wichtig: Gute Politik entsteht im Austausch mit den Menschen vor Ort. Deshalb schätze ich Initiativen wie Ihren Förderverein sehr. Gerne bleibe ich mit Ihnen im Gespräch, wenn es darum geht, praktische Lösungen zu entwickeln, die sowohl den Schutz der Insektenwelt als auch die Sicherheit im öffentlichen Raum im Blick behalten.


06.02.2020: Vortrag „Lichtverschmutzung“ zeigt Gefahren und Perspektiven auf

Mo., 09.03.26 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung

Logo für das Schwerpunktthema: Imkerei der Bienen-InfoWabeLogo BLIB-Imkerkurse für Anfänger, Fortgeschrittene & VertiefungMo., 09.03.26 – Infoabend Imkerkurse / Kursberatung

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Flyer-BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-AK26

Transparenzbericht 2025

Der 2.039-ste Weblogbeitrag spannt im jährlichen Transparenzbericht den Bogen über unsere Highlights, Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2025. Er endet in einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.

Die Highlights zu Veranstaltungen, Hauptangeboten und Neuanschaffungen 2025

Fußbodenneuverlegung in der Bienen-InfoWabe1. Projektende „Fußbodenerneuerung der Bienen-InfoWabe“

Ende Januar war der neu verlegte Boden in mehreren Etappen und Umräumaktionen verlegt und eingeölt. Von der Entdeckung des Schadens im September 2024 bis zum letzten Einräumen Mitte März dauerte es also ein halbes Jahr, dank auch der Spenden von stolzen 6.500 Euro, wobei der größte Anteil vom Bürgerverein Bamberg-Mitte kam.

Jubiläumsfeier "10 Jahre Bienen-InfoWabe" am 18.05.2025 am Bienenweg 1, 96047 Bamberg / Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) und Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)2. Jubiläumsfeier „10-Jahre-Bienen-InfoWabe“ mit Festschrift

Zu unserem zehnjährigen Jubiläum der Bienen-InfoWabe am 18.05.2025 kamen weit über 200 Gäste, darunter etliche politische Vertreter/innen. Bürgermeister Jonas Glüsenkamp und Bienenpatin und FKBB-Mitglied Annemarie Rudel hielten jeweils eine feine Rede mit Rückschau und Versprechungen in die Zukunft. Musikalisch begleitete den Festtag das Duo „Little Radio“, Lisanne Bendig und Jürgen Punzet. An verschiedenen Stationen, die von unseren zahlreichen Helfer/innen toll betreut wurden, konnten sich Klein wie Groß vergnügen. Eine Festschrift gab’s ebenfalls.

3. Projektende bzw. Neuanschaffung „Kuck doch mal! Bänke für den Bienengarten“  

Im Wesentlichen Dank der Fördermittel aus dem Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg wurde mit der neuen Mehrplatzbank an der zentral stehenden Blasenesche ein tolles, pflegeleichtes Ensemble zur Beobachtung der Insektenwelt, des entspannten Genießens des Bienengartens oder fürs Schmökern in Medien aus der Imker-Bibliothek geschaffen. Die generationentaugliche Sitzgruppe kam aus der Künstlerhand von Thomas Gröhling aus Bamberg-Bug.

Sitzbänke im Bamberger Bienengarten an der Blasenesche (Ausführung: Thomas Gröhling)

4. Auszeichnungen und Preise

  1. Publikumspreis (Platz 75 von 269) der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 400)
  2. Jurypreis 1. Platz in der Kategorie „Umwelt schützen und entdecken“ der Gewinnsparaktion „Sparda macht’s möglich“ (€ 4.000)
  3. BIWa als „Ort der Hoffnung“ im Heiligen Jahr 2025 (Erzdiözese Bamberg)
  4. Anerkennungspreis „Klimaschutzpreis“ im Rahmen der Klimaallianz Bamberg
  5. Kleinprojektpreis in Höhe von 1000 Euro innerhalb des städtischen Förderprojekts „MitMachKlima“ (Mobilitäts- und Umweltsenat) für unsere Initiative

5. Specials zu den BIWa-Sonntagsöffnungen

  • Sensen- und Dengelkurs
    Im Juni drehte sich dann alles um das Dengeln und Sensen. Wieder in der Blühwiese stand Josef „Jupp“ Schröder, Gartenfachmann und FT-Autor, mit seinem Kompagnon, Sebastian Zientek, der unermüdlich den von den Teilnehmenden mitgebrachten, oft uralten Sensen wieder einen Schliff verpasste. Dieser Sensen- und Dengelkurs wird von uns seit 2017 alle zwei Jahre angeboten und war erneut wieder mit 18 Teilnehmenden gut besucht.
  • Öffentliche Honigernte am Lehrbienenstand Bienenweg
    22 Interessierte von 3 Jahren an aufwärts durften im ERBA-Park nach einem Kurzvortrag zur Biene und zum Honig selbst mit Hand bei der Honigernte anlegen.
  • Saison-Abschlussfeier mit Vergabe des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises (BBU)
    Anlässlich der Saison-Abschlussfeier am 21.09.25 übergaben die Vorstandsmitglieder der FKBB e. V. den jährlich ausgelobten Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis im festlichen Rahmen. Die BBU-Peisträger 2025 sind hier vorgestellt. Musikalisch begleitet hat uns das Duo „Little Radio“ mit Lisanne Bendig und Jürgen Punzet.

6. Exkursionen

  • Im Rahmen der FKBB-Netzwerkexkursion ging es in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg unter der Führung von Wolfgang Settmacher aus dem Kreislehrgarten Oberhaid.
  • Bei der FKBB-Netzwerkexkursion geht es darum, Bindungen und Synergieeffekte zu erzielen, aber auch, um über den eigenen Tellerrand zu blicken. Diesmal besuchten wir den Oberhaider Bürgermeister Carsten Joneitis, der uns eineinhalb Stunden Zeit gab, ihn zum Thema „Zukunftsfähige Stadt“ zu interviewen. (s. a. „Klima-Leuchtturm Oberhaid. Man muss es vorleben“ in: BlattGrün-[Magazin] 2025, H. 5, S. 8-9. Heft als .zip-Datei.

Fazits zum Jahr 2025

  • Große Werke vollbringen nicht Kraft, sondern Ausdauer.“ (Samuel Johnson)
  • „Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.“ (Demokrit)

Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen

1. Die „Bamberger Schulbiene“ und Unterrichte

Schulbienenführung für Caritas-Fachakademie für SozialpädagogikVorab: Die Aktivitäten der Bamberger Schulbiene können auf einer eigenen Tagebuchseite nachgesehen werden.

2. Bienenpatenschaften

  • Unsere Bienenpatenschaften werden für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Steigende Lebenshaltungs- und Energiekosten waren auch in 2025 noch Thema. Doch zum Jahresende konnten wir auf treue 28 (29) Bienenpat*innen zählen. Herzlichen Dank für euer Vertrauen in die Initiative!
  • Unsere Bienenpat*innen wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern (durchschnittlich rund 11 (10) Seiten inkl. Pressespiegel) und 18 (14) Rundmails auf dem Laufenden gehalten.

3. Bienen-InfoWabe

Grundschule Scheßlitz, Klasse 2b zum Schulbienen-Unterricht in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deVergangene Aktivitäten und Termine der Bienen-InfoWabe finden sich im Archiv 2025.

4. Bamberger Bienengarten

Sommertreffen der Bienengartenfeen

5. (Lehr-)Bienenstandorte

Lehrbienenstand "Bienenweg" im WinterkleidMit Stand Dezember wurden 13 (12) Völker an 5 (6) Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen. Einige unserer Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.

6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit

Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir auf verschiedenen Kanälen umfassend berichten.

Medial setzen wir dabei auf eine breit gestreute Pressearbeit, außerdem auf Weblog-Beiträge und parallel erfolgende Postings via Social-Media-Plattformen und WhatsApp-Gruppe.

a) Aktivitäten / Termine

  • 2 FKBB-Exkursionen (Bildungsexkursion Villeneuve-sur-Lot | Netzwerkexkursion Oberhaid)
  • 2 Märkte (Traditioneller Honigmarkt | Pop-up-Markt Lange Adventssamstage)
  • 59 (57) Artikelabdrucke (Pressespiegel) von 25 (25) Pressemitteilungen, darunter 5 mehrseitige Reportagen
  • 135 (155) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 35.315 (44.677) Besucher/innen. Das sind 20,7 % weniger bei 70.292 (67.699) Seitenansichten, was wiederum ein Plus von 4,1 % bedeutet.
    Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst sowie fast ausschließlich mit eigenen Fotos bestückt.
  • Führen der Imker-Bibliothek. Der Bestand beträgt 308 (304) Medien, davon 94 (89) Rezensionsexemplare (bedeutet: kostenlose Verlagsexemplare im Gegenzug von Buchbesprechungen, zu finden in unserem Weblog, Suchwort: Rezension).

b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund

  • Teilnahme an Fortbildungen

"Task-Force Vespa velutina" Bamberg: Treffen von FKBB und UNB am 13.03.2025Up-to-date-bleiben ist für uns selbstverständlich. Kontinuierliche Fort- und Weiterbildung wird aber auch im Hinblick auf die ehrenamtliche Tätigkeit von Reinhold Burger als Bienensachverständiger eingefordert und ist nachzuweisen. An folgenden Fortbildungen nahmen wir einzeln oder gemeinsam teil:

  1. Expertenkonferenz zur Vespa velutina (Online)
  2. Fortbildung „Celler Imkertage“ mit Schwerpunkt Wildbiene vs. Honigbiene
  3. Veitshöchheimer Imkerforum (Online)
  4. Bienensachverständigen- u. Fachwarte-Tagung, StMELF
  5. „Erfahrungen Chemiefrei zu imkern“ und „Varroa-Resistenz 2033“ de BIV mit Thomas van Pelt
  6. Vespa velutina, Online-Schulung der LWG/IBI
  7. „Die lange Nacht der Bienenwissenschaft“, AG der Institute für Bienenforschung (Online)
  8. „Vespa velutina – Grundlagen der Nestsuche und Nestentfernung“, Online-Fortbildung des IBI mit Ronald Jäger
  9. „Aktionsplan Vespa velutina Bayern“, Online-Vortrag vom IBI durch Ronald Jäger
  10. „Förderantragsverfahren Nestentnahmen der Asiatischen Hornisse“, Online-Kurs IBI
  11. Teilnahme an Fortbildung für Bienensachverständige (BSV) und Fachwarte des Instituts für Bienenkunde und Imkerei, IBI der LWG
  • Kooperations- / (politische) Kontaktarbeit / Netzwerken / Pressetermine
  1. Teilnahme an Filmrolle „Ausgebrummt“ in der KUFA mit anschließendem Come-together
  2. Neujahrsempfang der Stadt Bamberg, Lobbyarbeit
  3. „Task-Force Vespa velutina“ – Treffen mit der Unteren Naturschutzbehörde Bamberg (UNB)
  4. Spendenübergabe für Fußboden durch Bürgerverein Bamberg-Mitte (Heiko Küffner)
  5. Spendenübergabe für Fußboden durch Sparkasse Bamberg (Matthias Polz)
  6. Treffen mit Olaf Seifert (SPD) zu Kooperations- und Zukunftsthemen
  7. Bildungsexkursion in den Freizeitpark „Villeneuve-sur-Lot“ in Neustadt bei Coburg
  8. Teilnahme an OMV der Bayerischen Imkervereinigung (BIV) in Nürnberg
  9. Besuch der Fraktionssitzungen von CSU, SPD und GRÜNE für Unterstützungsersuchen zur Abwehr der Vespa velutina
  10. Teilnahme an Eröffnung des Heidelsteigparks mit Wildbienenarealen in Bamberg-Ost
  11. Unser Honigstand am „Etwas anderen Erntedankfest“ in der Gärtnerei Niedermaier
  12. Teilnahme am Sozialen Hackathon „Mach halt!“ zur Stärkung der Demokratiearbeit in der Lagarde1
  13. Teilnahme am VHS-Kurs Diskurswerkstatt „Braucht unsere Demokratie ein Update?“ des Büros für Nachhaltigkeit Bamberg
  14. Übergabe „Kleinprojektpreis“ für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de im Rahmen des MitMachKlimas durch Bgm. Jonas Glüsenkamp
  15. Vorsitz im Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB); durchgeführt wurden 5 Vorstandssitzungen und eine Ordentliche Mitgliederversammlung mit Wahlen
  • Öffentlichkeitsarbeits- und Auskunftsmaterial
    • Anfertigen des Transparenzberichts 2024
    • Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2025 (online unter „Aktivitäten und Termine“ (jetzt unter: Archiv 2025)
    • Flyererstellung BLIB und AK25-Programm
  • Beratung / Besondere Hilfeleistungen
    • Bienensachverständigen-Einsätze (Reinhold Burger) in Bamberg und Umgebung
    • Telefonische Beratungen sowie Vermittlungen von gesichteten Bienenschwärmen

Geld- und Sach-Spenden

Wie immer dürfen wir für die allfälligen Unterhaltskosten (Schulmaterial, Bücher, Bienengarten, Mobilar- und Materialkauf bzw. -erhaltung etc.) auf unsere rund 30 Bienenpatinnen und -paten zählen – ob über ihre Patenbeiträge oder darüber hinausgehend.

Spendenübergabe des Bürgervereins Bamberg-Mitte durch Heiko Küffner an Kassenwartin Gabi Loskarn und Vorsitzenden des FKBB e. V., Ilona Munique und Reinhold BurgerSodann gab es großzügige Förderungen aus den Unterstützungsfonds der Stadt Bamberg, dem Gewinn-Sparverein der Sparda-Bank („Sparda-machts-möglich“), dem Bürgerverein Bamberg-Mitte und der Sparkasse Bamberg (WirWunder via Betterplace).

Näheres zu Spenden hier.

Aber auch Privatpersonen, Vereine und Wirtschaftsbetriebe unterstützen die Projekte zum Wohl der Bienen und der Stadtnatur.

Dankeschön 🙂 allen Unterstützer*innen, die sich in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe stärkt unsere Region nachhaltig!


Die elementaren Vorhaben für 2025 – und was daraus wurde

  1. Fußbodenneuverlegung erreicht
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“Installierung – teilweise erreicht -> Fördersumme für Gesamtprojekt zu gering
  3. Projekt „Task Force Vespa velutina“ und politische Öffentlichkeitsarbeiterreicht
  4. Festschrift zum Jubiläum „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ erreicht
  5. Jubiläumsfest „10 Jahre Bienen-InfoWabe“ erreicht
  6. Schulbienen-Unterrichte erreicht
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK25) erreicht
  8. Vertiefungsseminare – erreicht
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Sensenkurs, Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis erreicht

Pläne für 2026

  1. Aufbewahr(Müll)boxen mit Musterpflanzdächern installieren
  2. Projekt „Kuck doch mal! – Bänke für den Bienengarten“ – Fortsetzung Fundraising für weitere Bänke
  3. Projekt Touchpoints „Bienenwissen inklusiv“ (1-3) – Fundraising
  4. Vorbereitung auf Vespa velutina (Asiatische Hornisse) – Monitoring
  5. Wahlprüfstein und Lobbyarbeit „Lichtverschmutzung / Lichtemission“
  6. Schulbienen-Unterrichte
  7. Imker-Anfängerkurs (12 Module AK26)
  8. Vertiefungsseminare
  9. Veranstaltungen für BIWa-Sonntagsöffnungen: Öffentliche Honigernte, Saisonabschluss mit Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis

Unser übergeordnetes Ziel

Honigbiene an Skabiosen-FlockenblumeDer Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur.
Wir legen dabei den Fokus auf die Honigbiene, da wir hier die weitreichendsten Qualifikationen haben. Dennoch richten wir bei unserem Tun auch ein Augenmerk auf die Artenvielfalt von Wildbienen und anderen Insekten und schließen die entsprechende Flora mit ein. Dies wird in der nahen Zukunft noch mehr Gewicht erhalten, wenn die Asiatische Hornisse (Vespa velutina nigrithorax) auch Bamberg erreicht haben wird.

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeWie gehen wir dabei vor?
Wir eröffnen nachhaltige Perspektiven für alle an den Honigbienen und ihrer Pflege nebst ihres Lebensraums sowie an verantwortungsbewusster Imkerei und qualitätsvollen Honig Interessierten, unabhängig von deren Imkervereinszugehörigkeit und wo Angebote vor Ort fehlen. Informierend, beratend, vermittelnd, motivierend, Gemeinschaft anbietend und … ja, manchmal sogar tröstend.

Wildbiene an Kokardeblume (Papageienblume)Beim Thema Wildbienen installieren wir Beispielanlagen im Bienengarten, beschaffen Literatur und setzen auf Multiplikatoren und Synergien von und mit qualifizierten Institutionen und Angeboten, bspw. BUND Naturschutz, LBV und weitere anerkannte Kapazitäten.

Was wollen wir nicht?
Immer mehr Jungimker/innen mit immer weniger Kompetenz für eine verantwortungsvolle Bienenhaltung. Immer mehr Wildbienenhotels, die gut gedacht, jedoch schlecht gemacht sind. Neid und Missgunst, vor allem dort, wo Zusammenarbeit zielführender wäre. Und ja, manchmal ist die Grenze zur Ausnutzung überschritten. Doch wie heißt es so schön?

„Wer sich einsetzt, setzt sich aus.“ (Friedrich Schorlemmer)

Was wir uns wünschen: Weiterhin Kraft, Mut, Ausdauer und all unsere tollen Unterstützer! Das wurde uns in diesem Jahr immer wieder zuteil, wofür wir zutiefst dankbar sind!


[Frühere Transparenzberichte]

Monatsbetrachtungen März 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Startschuss Salweide

Honigbiene an Salweide (Salix caprea) i im Hainpark Bamberg, Hollergraben

Die Zeigerpflanze für die Betreuung der Bienenvölker im März stellt die Blüte der Salweide dar. Zu diesem Zeitpunkt brüten die Völker bereits stark. Der Übergang von den Winterbienen zu den Sommerbienen nimmt jetzt volle Fahrt auf. Für die Imker/innen bedeutet das, die Mäusegitter zu entfernen und die auf einer Zarge überwinterten Völker mit einer zweiten Brutzarge zu erweitern.

Die Salweide steht bereits in den Startlöchern. Auffällig im Landschaftsbild sind die männlichen Weidenkätzen. Sie liefern den Bienen reichlich Pollen zur Aufzucht von Jungbienen. Die relativ unscheinbar erscheinenden Blüten der weiblichen Salweide versorgen die Völkern hingegen mit reichlich Nektar.

Futterkontrolle

Im März sind immer wieder Kälteeinbrüche zu erwarten. Daher bitte darauf achten, dass die Völker mindestens fünf bis sieben Kilogramm Futtervorräte besitzen. Denn mit zunehmender Bruttätigkeit benötigen die Völker entsprechen mehr Futter. Besonders in diesem Jahr mit seinem verhältnismäßig kaltem Winter verbrauchten einige unserer Völker mehr Vorräte als üblich.

Nachfüttern

Aufkratzen der verdeckelten FutteraltwabeBeste Methode zum Nachfüttern ist, eine Futterwabe an den Rand des Bienensitzes zu geben. Entweder hat man noch eine Futterwabe vorrätig, oder man entnimmt Völkern mit überschüssigen Vorräten eine Futterwabe. Bitte nur Futterwaben von eigenen Völkern verwenden, um eine Übertragung von Krankheiten, besonders Faulbrut zu vermeiden.

Zweitbeste Möglichkeit besteht in der Gabe von Flüssigfutter und zusätzlichen Futterteig. Sofern die Bienen noch in der Traube sitzen, Flüssigfutter von unten mittels Schale im hohen Boden reichen (siehe Beschreibung Notfüttern, Monatsbetrachtung Februar 2026). Bei anhaltendem Flugwetter besteht bei dieser Variante jedoch die Gefahr einer Räuberei. Es ist dann besser, mit einer Futtertasche zu füttern, die direkt neben den Bienensitz gehängt wird. In beiden Fällen für eine ausreichende Aufstiegshilfe mittels Stroh oder Äste sorgen.

Als Flüssigfutter eignet sich eine Zuckerlösung 3:2 (Verhältnis Wasser zu Zucker) oder Futtersirup. Zusätzlich kann Futterteig direkt über den Bienensitz aufgelegt werden. Generell hat Futterteig allerdings den Nachteil, dass die Bienen zu seiner Aufnahme Wasser benötigen, das sie erst mühsam eintragen müssen.

Mäusegitter entfernen

Entfernen des MäusegittersFrühlingshafte Temperaturen im März lassen die Mäusegitter überflüssig werden. Bei Tagestemperaturen über 10 °C gehen die Bienen aus der Wintertraube. Sie können sich jetzt gegen Eindringlinge selbst wehren. Daher entfernen wir zur Salweidenblüte bei allen Völkern die Mäusegitter.  Das Flugloch bleibt geöffnet und wird nicht mit einem Fluglochkeil eingeengt. Das gilt auch für die im letzten Jahr gebildeten Jungvölker. Jetzt tragen die Bienen reichlich Pollen ein. Lässt man das Gitter am Flugloch, wirkt es wie eine Pollenfalle. Beim Durchschlüpfen verlieren sie ihre mühsam gesammelten Pollenhöschen.

Mit zweiter Brutzarge erweitern

Jungvölkern, die wir in einer Zarge (Zander-Vollzarge) überwinterten, setzen wir zur Salweidenblüte einen zweiten Brutraum auf. Die Erweiterungszarge bestücken wir mit hellen, ausgebauten Waben. Diese entstammen aus den Honigräumen des letzten Jahres. Falls keine ausgebauten Waben vorhanden sind, erweitern wir nur mit Mittelwandrähmchen. Bei gemischter Verwendung von Mittelwandrähmchen und ausgebauten Waben werden letztere zentral, also in die Mitte der Zarge eingehängt.

Gesundheitszeugnis beantragen

Sollen Völker gekauft oder verkauft und sie deshalb an einen anderen Stand gebracht werden, bitte rechtzeitig an ein Gesundheitszeugnis denken (Vorschrift laut Bienenseuchen-Verordnung, BienSeuchV). Das Zeugnis bescheinigt, dass die Bienenvölker eines Standes nicht in einem Faulbrutsperrbezirk stehen und frei von der Amerikanischen Faulbrut sind, daher auch die Bezeichnung Seuchenfreiheitsbescheinigung. Näheres erfahrt ihr in unserem Blogartikel „Rund um das veterinäramtliche Gesundheitszeugnis / Amtstierärztliche Bescheinigung in Sachen AFB in Bamberg und Region“.

Termine & Fortbildungen

 

 

 

Wunderschöne Erstfrühlingstage euch und euren Bienen!

 

Veitshöchheimer Imkerforum 2026 (1)

Am 7.2.2026 fand die Fachtagung Veitshöchheimer Imkerforum des Instituts für Bienenkunde und Imkerei (IBI) in der Aula der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) statt. Wie die Präsenzveranstaltung war auch die Online-Teilnahme sehr gut besucht.

Das Forum stand unter dem Thema „Imkerei im Wandel – Wie hat sich die Imkerei verändert und welchen Herausforderungen müssen wir uns stellen?“. In loser Folge will ich auf unserem Blog meine Eindrücke und Take Home Messages vorstellen.


Begrüßung

Aus den Begrüßungsreden habe ich folgende Personalia mitgenommen:

  • IBI: Mit dem 1.3.2026 wird die bisherige stellvertretende Leiterin Dr. Ingrid Illies offiziell die Leitung des IBI übernehmen. Sie folgt Dr. Stefan Berg nach, der Ende 2025 in den Ruhestand ging.
  • Bay. StMELF:  Die Gesamtleitung des Referats L3 Gartenbau, Weinbau, Bienen hat Dr. Andreas Becker übernommen.  Referent für das Fachgebiet Bienen wird Thomas Rödel, bisher als Ansprechpartner im Kompetenzzentrum Förderprogramme für Bienen zuständig.

Berichte aus dem Institut für Bienenkunde und Imkerei

BeeCom, Honig- versus Wildbienen (Dr. Ingrid Illies)

Kooperationsprojekt des IBI zusammen mit der Universität Bayreuth. Laufzeit 2024 bis 2027.

  • 2024 erfolgte eine Auswahl von Waldstandorten ohne Bienenstände im Umkreis. Die Standorte wurden floristisch kartiert. Weiterhin wurden zwei sogenannte Untersuchungskreise festgelegt, das sind Standortpaare, die später miteinander verglichen werden können.
  • 2025 Aufstellung von jeweils sechs Bienenvölkern inkl. Stockwaagen in einem der Untersuchungskreise. Aufstellung von Nisthilfen für Wildbienen. Entnahme von Honig- und Bienenbrotproben. Erfassung der Wildbienen im April, Juli und August in allen Standorten.
  • 2026 Erneute Erfassung der Wildbienen im April, Juli und August in allen Standorten.  Entnahme von Honig- und Bienenbrotproben. Analyse der entnommenen Proben und Auswertung der Wildbienenkartierungen mit der Erfassung einer möglichen „Störung“ durch das Aufstellen der Bienenvölker.

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: BeeCom

ZuFi, Zukunftsfähige Imkerei (Artur Kammerer)

Laufzeit 2023 bis 2026.

Herr Kammerer stellte die ZuFi-Datenbank vor. Seinen Vortrag gliederte er nach einer sogenannten Prozesslandkarte.  Anhand ausgewählter Tätigkeiten der Imkerei demonstrierte er einen möglichen Einsatz der Datenbank.

In dem kostenlosen Magazin „Schule und Beratung“, herausgegeben vom StMELF, soll demnächst ein Artikel zum Projekt veröffentlicht werden. Hier der Link zum Magazin: https://www.stmelf.bayern.de/service/publikationen/fachmagazin-schule-und-beratung/index.html

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: ZuFi

KliBi, Einfluss des Klimawandels auf die Imkerei (Lena Wehner)

Laufzeit 2023 bis 2026.

Ziel des Projekts ist die Erforschung der Auswirkungen des Klimawandels auf Bienen und die Imkerei. Generell gilt, dass die westl. Honigbiene durch entsprechende Verhaltensweisen sehr anpassungsfähig an ihre Umwelt ist. Dies hat jedoch auch seine Grenzen. Dazu stellte Frau Wehner Versuche zum Hitzestress von Bienen während ihrer Entwicklung vor. Hier exemplarisch ein Ergebnis:  Werden Arbeitsbienen im 4. bis 5. Larvenstadium einer Temperatur von 42 °C ausgesetzt, haben sie eine signifikant kürzere Lebensdauer im Vergleich zur Kontrollgruppe. Für Drohnen gilt das ebenfalls, unabhängig davon, in welchem Larvenstadium sie einem Hitzestress von 42 °C durchgemacht hatten.

Weitere Infos zum Projekt auf der Website des IBI: KliBi


Velucord Projekt und Aktionsplan Vespa Velutina (Dr. Ronald Jäger)

Aus dem Vortrag von Dr. Jäger nehme ich drei Take Home Messages mit:

  1. Die Fraßbilder der Vespa velutina (Vv) unterscheiden sich deutlich im Vergleich zu Wespen. Vv zeigt grobe und zerklüftetet Fraßspuren und viele ausgefressene Hinterleiber. Wespen trennen dagegen Köpfe und Hinterleiber fein säuberlich ab. Diese Beobachtung beim Gemüll könnte Relevanz beim Nachweis von Schäden an Bienenvölkern im Hinblick auf Versicherungsleistungen haben.
  2. In Bayern werden Nester der Vv mit Aktivkohle bekämpft. Die Aktivkohle tötet die adulten Hornissen und einen Teil der offenen Brut. Verdeckelte Brut wird damit nicht abgetötet. Das heißt, dass nach einer Bekämpfung eine Zeit lang weiterhin Hornissen schlüpfen und somit Flugbetrieb am Nest zu beobachten ist. Wichtig ist die Erkenntnis, dass die nachschlüpfenden Hornissen das Nest NICHT regenerieren können.
  3. In Foren und der Literatur wird die Stachellänge der Vv teilweise mit bis zu 7 mm angegeben. Dieser Wert gilt jedoch für die Vespa mandarina, die asiatische Riesenhornisse und nicht für die Vv. Messungen der Stachellänge der Vv reichen von 2,6 mm bis 4,5 mm, im Durchschnitt 3,4 mm. Hornissenschutzanzüge müssen daher mindestens 5 mm Dicke aufweisen!

Weitere Infos zum Aktionsplan auf der Website des IBI: Vespa velutina


Unser nächster Blogbeitrag befasst sich mit den weiteren Programmpunkten:

  • Imkerei im Wandel – ist der Boom vorbei?
  • Vermarktung im Wandel
  • Bayerische Landesbienenzucht – Wo stehen wir?
  • Milben, Hornissen & Co. – Neue und alte Gegenspieler der Honigbiene?
  • Podiumsdiskussion

 

Nachhall Bambergs Traditioneller Honigmarkt 2026

Traditioneller Honigmarkt in Bamberg 2025 / Stand Bienen-leben-in-Bamberg.de
Kühles Matschwetter, doch trotz Öffie-Streik gut besucht war der Bamberger Honigmarkt 2026, der sich zum 153. Mal jährt. Die Bestücker der heuer nur sechs Verkaufsstände hielten ab 8 Uhr leckeren Honig und verschiedene Bienennebenprodukte bereit.

Traditioneller Honigmarkt in Bamberg 2025 / Stand Bienen-leben-in-Bamberg.de Traditioneller Honigmarkt in Bamberg 2025 / Stand Bienen-leben-in-Bamberg.deTraditioneller Honigmarkt in Bamberg 2025 / Stand Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wir freuten uns über die Besuch unserer Bienenfreunde, darunter Bienenpatenfamilie Liedtke und FKBB-Mitglied und Imkerkollege Leo Weingärntner sowie unserer Stammkundschaft, die sich mit unserem Bamberger Lagenhonig und echtem Bienenwachs, natürlich alles von unseren eigenen Bienen hergestellt, eindeckten.

Bleibt alle gesund mit unserem unter dem Regionalsiegel GenussLa geimkerten Honig!

Teilnahme am 1. öffentlichen Treffen des Bürgervereins ERBA e. V.

„Gemeinsam unsere Insel gestalten!“ Dieser Aufruf erfolgte vom frisch gegründeten Bürgerverein ERBA e. V. für das 1. öffentliche Treffen am 12.02.2026. Natürlich waren wir als Abgesandte des Förderkreis Bienenleben Bemberg e. V. dabei, denn unsere Bienen-InfoWabe befindet sich ebenfalls auf der Insel bzw. im Erba-Park, der ehemaligen Landesgartenschau 2012. Streng genommen gehört sie damit zum Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V.. Doch dem gehören wir ohnehin schon an. Eine Flurnummer weiter, dort, wo die städtische Blühfläche unsere Bienen füttert, würden wir bereits zu Gaustadt gehören. Also warum nicht auf beiden Hochzeiten tanzen!

Etliche der zahlreich im „Saphir“ erschienenen Interessierten stellten sofort nach den Abfragen zu Wünschen, festgehalten auf bunten Zetteln, einen Aufnahmeantrag. Wir selbst werden einen möglichen Beitritt auf unserer nächsten Vorstandssitzung beratschlagen. So oder so … wir freuen uns auf Synergieeffekte unserer beider Vereine! Eine Bienenführung für eure Mitglieder gibt’s auf alle Fälle gratis!

Faschingsdienstag, 17.02.26 – Traditioneller Honigmarkt in Bamberg

BLB-Team Ilona Munique und Reinhold Burger, Bienen-leben-in-Bamberg.deLogo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeFaschingsdienstag, 17.02.26 – Traditioneller Honigmarkt in Bamberg (Verkauf des Bamberger Lagenhonigs)

Wann? Di., 17.02.26 | 8.00 – 12.00 Uhr
Was? Wir verkaufen unseren leckeren, qualitätsvollen Bamberger Lagenhonig unter dem Regionalsiegel „GenussLa“ am traditionellen Honigmarkt, der bereits seit dem Mittelalter in Bamberg jährlich am Faschingsdienstag abgehalten wird. Wir nehmen allerdings nur bei einigermaßen gutem Wetter teil. Heuer können wir erstmals etwas Eigenwachs erübrigen, welches sich perfekt als Bestandteil für Kosmetika oder den Haushalt, z. B. für Bienenwachstücher eignet.
Kosten? Jahrgangshonig unter dem Regionalsiegel „Genussla“, Kosten: 500g-Glas für € 9,00 | 250g für € 5,00
Wo? Maximiliansplatz im Zentrum von Bamberg

Großplakat Genussla mit Bamberger Lagenhonig als Genussbotschafter des Regionalsiegels

Wachsverarbeitung im Workshop „Mittelwandgießen“ mit Einlöten 2026

Mittelwände für die Imkerei gießen und in Rähmchen einlöten war Workshopthema unseres Vertiefungsseminars. Denn nichts geht über Eigenwachs in Sachen Wabenversorgung. Oft wird in Imkervereinskursen wenig dazu unterrichtet. In unserem praxisorientierten Vertiefungsseminar kann das aufgeholt werden.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wachs-Theorie

Bei einer Tasse Kaffee erläuterte Reinhold das Materialverhalten von Wachs und wie die Wachsrohstoffe für eine geeignete Mittelwand gemischt werden sollten. um die stabilsten Ergebnisse bringen. Außerdem, warum es wenig Alternativen zum Selbermachen gibt, welche Gerätschaften Sinn machen und wo diese erhältlich sind. Da Manuela und Arndt den vergangenen Imkeranfängerkurs bei uns absolvierten, konnte der Theorieteil jedoch kurz gehalten werden.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Am Arbeitsplatz in der Küche wurden sodann die technischen Komponenten von Schlauchzufuhr für die Wasserkühlung, die notwendigen Topfeigenschaften fürs Schmelzen, der Aufbau der Mittelwandgießform und die Kleinutensilien erläutert.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Workshop Wachsgießen Mittelwände

Und so geht’s: Die Silikonform wird mit einen Spülmittel-/Kartoffelmehl-Mix eingepinselt. Ein voller Schöpfer des auf etwa 80° C erhitzten Wachses wird rasch und gleichmäßig auf den hinteren Teil der Silikonform aufgebracht.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.deVertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.deVertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Der Deckel wird weniger als eine Minute niedergepresst und dabei das überschüssige Wachs mit einer Spachtel entfernt.

Nach dem Öffnen mit Hilfe des seitlich angebrachten Hebels wird die fertige Wabe vorsichtig abgelöst.

Fertig!

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) udn Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Anleitung zum Mittelwandgießen (Station 4) und zu weiteren Aspekten rund um die Wachsverarbeitung hier nachlesen.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Workshop Einlöten von Mittelwänden

Auch hier erläuterte Reinhold die Arbeitsgeräte, das Einrichten des Werkplatzes und Spezifika bei den von uns bevorzugten modifizierte Zanderrähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen.

Vertiefungsseminar / Workshop Wachsgießen, Wachsverarbeitung (Mittelwände) und Einlöten / Bienen-leben-in-Bamberg.de

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Zuerst wird die Drahtspannung der Rähmchen überprüft und gegebenenfalls mit einem Drahzieher nachgezogen. Für unsere Rähmchenart kürzen wir die Wabe etwas ein, bevor sie auf das Rähmchen gelegt wird. Dann das Lötgerät aktivieren – und schon ist das Mittelwandrähmchen bereit zur Aufnahme von allerfeinstem Bienenhonig!

Das nächste Vertiefungsseminar zum Thema „Mittelwandwaben“ findet am 30.01.2027 statt.

„MitMachKlima“: Kleinprojektpreis für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

"MitMachKlima" Kleinprojektpreis 2025 für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.deWir freuen uns über den Erhalt eines Kleinprojektpreises des städtischen Förderprojekts „MitMachKlima“ für zivilgesellschaftliches Engagement für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Den Scheck in Höhe von 1.000 Euro überreichte Bürgermeister Jonas Glüsenkamp an der Bienen-InfoWabe im Beisein seines Teams.

Urkunde zum "MitMachKlima" Kleinprojektpreis 2025 für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Der Bau- und Mobilitätssenat wählte Ende des vergangenen Jahres zehn Preisträger aus, darunter unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Gefördert wird damit die Biodiversität, Umweltbildung und Klimaanpassung.

"MitMachKlima" Kleinprojektpreis 2025 für Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Wir erachten dabei übrigens weder unsere Projekte noch die Geldmenge als „klein“. Doch irgendwer hat sich den Namen nun einmal so ausgedacht. Tatsächlich klein hingegen ist das Gros unsere Bildungszielgruppe der Bamberger Schulbiene, nämlich die Grundschulkinder aus Bamberg und Region. Insofern passt es schon wieder.

Vielen herzlichen Dank, dass ihr unser Bemühen würdigt, schätzt und fördert!