Einen Schwarm einfangen – Glück im Unglück

Reinhold und Nikolaus mit Ablegerbeute

Am Morgen noch vollzählig – das Ablegervolk für Bienenpatin Ruth Vollmar

Aufregung am Schiffbauplatz – kaum war der Ableger für Bienenpatin Ruth Vollmar frühmorgens im Garten an der Regnitz aufgestellt, schon ist das Volk am Nachmittag in einem nahen Pflaumenbaum eingeschwärmt!

An sich war für den Mittag eine Weiselkontrolle und Brutraumerweiterung vorgesehen, da sich das Volk in diesem tollen Frühjahr explosionsartig vermehrte und die Zarge reichlich gefüllt war. Doch ein dienstlicher Termin und dann auch noch ein geplatzter Reifen an unserem Handkarren verhinderte ein rechtzeitiges Kommen.

Doch schließlich wendete sich das Blatt …

Schwarmtraube im Zwetschgenbaumgeäst

Das Schwarmvolk im Zwetschgenbaumgeäst

… und Glück reihte sich an Glück. Der Nachbar, auf dessen Baum das Volk friedlich saß, war zuhause und sperrte sogleich das Gartentor auf, so dass wir ungehindert zur Tat schreiten konnten.

Blick vom Schiffbauplatz zur Michaelskirche und StadtarchivAuch eine Leiter mit ausreichender Länge stand griffbereit, und das war gut so, hatte sich der Schwarm doch in höchste Höhen verzogen. Kein Wunder, bei so einem schönen Ausblick auf das Kloster Michaelsberg … auf den wir natürlich nicht mehr sonderlich achteten, hatten wir doch nur noch Augen für die Schwarmfang-Aktion.

Gelegenheit nutzen

Der Ersteller des Ablegers, unser Imkervater Nikolaus Hofmann aus Burgebrach, der ohnehin noch einmal nach seinen „Kindern“ schauen wollte, pflückte die Abtrünnigen gleich selbst, so dass wir die Gelegenheit zum Filmen und Fotografieren nutzten. Und auch, den gebannt Zuschauenden Rede und Antwort zu stehen, die bis dato noch nie so einem Spektakel beigewohnt hatten. Und damit das auch andere nachverfolgen können, hier das Video:

Das Spektakel …

Nikolaus steigt hoch zum Schwarm

Nikolaus steigt mit Schwarmkasten hoch

… indes ging reibungslos vonstatten. Nicht einmal mit Wasser sprühte Nikolaus die Bienentraube ein. Doch wenigstens einen Hutschleier zog er sich noch rasch über. Ein paar Mal kräftig am Ast geschüttelt, und schon purzelte das Volk in den schmalen, leichten Schwarmfangkasten.

Zwar bildete sich nach kurzer Zeit erneut eine Traube im Geäst, doch werden die Nachzüglerbienen bald feststellen, dass ihre Königin bereits wieder an anderer Stätte sitzt und werden ihr nachfolgen. Denn auch das war Glück, dass wir einen leeren Kasten mit Rähmchen bestückt in petto hatten, in die wir das frischgeborene Volk einsetzen („einschlagen“, so der Fachausdruck) konnten.

Das Equipment fürs Einfangen

  • 1 Imker oder beherzten anderen Menschen
  • 1 standsichere Leiter
  • 1 Schwarmfangkasten oder einen Eimer mit Deckel
  • 1 Wassersprühflasche, falls zur Hand
  • 1 mit Rähmchen bestückte Zarge (Bienenkasten, Beute)
Niklaus Hofmann schlägt den Schwarm in eine freie Zarge ein

Niklaus Hofmann schlägt den Schwarm in eine freie Zarge ein

Nun müssen wir aber wirklich neue Beuten nachkaufen, es war unsere allerletzte freie. Wie immer hoffen wir darauf, dass sich Bienenpaten für den Ankauf finden, die dafür auch schöne Gegenleistungen bekommen. So wie Ruth Vollmar, die sogar eine kostenlose Lehrstunde in Sachen „Wie fange ich einen Bienenschwarm ein?“ erhielt und nun statt einem gleich zwei Völker in ihrem Garten stehen hat.

Klara, Reinhold Burger und Patin Ruth vor den zwei Bienenkästen

Geschaffft! Aus eins mach zwei! Klara, Reinhold und Patin Ruth freuen sich!

Ach ja, die Frage kommt zwangsläufig: „Wie hoch war die Anzahl der Stiche?“

Also, wir, die wir direkt dabei standen und zusahen, erhielten KEINEN einzigen. Lediglich Nikolaus, der ohne Schutzanzug tätige Schwarmeinfänger, hatte einen abbekommen. Doch da war der Schwarm bereits gepflückt und am Boden, wie man im Film gut sehen kann. Und mal ehrlich: wenn der Preis für ein neues Volk lediglich aus einem Stich besteht – also, das lässt sich wirklich hinnehmen!

P. S.: Es würde uns interessieren, wann der 1. Bienenschwarm in Bayern in diesem Jahr gesichtet wurde! Das Kommentarfeld steht für Meldungen zur Verfügung!

Tour zur Metropole der Imker – Zeidel-Museum Feucht

Bücherei und Zeidelmuseum in FeuchtStülper im Zeidelmuseum FeuchtEin Ostersonntagsausflug nach Feucht ins Zeidel-Museum per Bahn und Rad.1986 in der „Metropole des Zeidelwesens“, dem Lorenzer Reichswald im Südosten Nürnbergs eingerichtet, bietet es in einem vorbildlich renovierten Fachwerkhaus, dem Hutzler-Haus, kuriose und auch heute noch im Gebrauch befindliche Exponate der Imkerei und Bienenzucht.

Zeidler und Zelter

Zeidelwappen FeuchtBekanntlich fanden die Imker (Zeidler) innerhalb der Lebküchner-Zunft (Lebzelter) ihre geistige und wirtschaftliche Heimat. Denn Lebkuchen ohne Honig war nicht denkbar. Auch heute noch besteht unser „richtiger“ (Nürnberger) Lebkuchen neben Gewürzen ausschließlich aus den Ur-Produkten Nüsse, Mandeln, Walnüssen und zum Kleben Blütenhonig. Traditionelle Lebzelter (so der alte Name) halten sich daran, was vor allem die Zölies und Allergiker erfreut. Die Großindustrie verkauft ihre glykosehaltigen, zucker- und mehlreichen Varianten gut ins (nichtfränkische) Ausland oder an Touristen, die es da nicht so genau nehmen.

Zeidlermuseum Feucht

Beute im Zeidelmuseum FeuchtFigurenbeute im Zeidelmuseum FeuchtZurück zum Museum – mitten im Ortszentrum gelegen, direkt neben der Bücherei und unweit einem von drei (!) Tucherschlösschen – welches vielleicht sogar zukünftig der Sammlung eine neue Heimat bietet, wie uns die Museumsaufsicht verriet – gab es auf drei Stockwerken Honigschleudern, Bienenkörbe und Handwerksgeräte aller Variationen zu entdecken. Auch die Bücherei des Landesverbands der Imker ist hier – größtenteils in verschlossenen Regalvitrinen – untergebracht. Für Forschende werden sie gerne geöffnet.

Öffnungszeiten: Ganzjährig So. 13.30 – 17.30 Uhr

Unser Fazit: sehr empfehlenswert, auch wenn wir uns etwas mehr Informationen zum Berufsstand bzw. des Zunftwesens erwartet hätten.

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Bienenpflege am Kaiser-Heinrich-Gymnasium geht weiter

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Der Schulbienen-Garten am KHG in Bamberg hatte bisher eine kundige Bienenpflegerin in der Biologielehrerin Birgit Herrndobler. Doch bis zu ihrer Elternzeit wird sie sich die Arbeit mit uns teilen. Die Schüler erhalten zunächst weiterhin von ihrer Lehrerin Bienenunterricht, und wir übernehmen die Pflege an den drei Völkern sowie den praktischen Unterricht und die Einführung für interessierte Lehrkräfte. Denn spätestens zum April 2015 soll wieder beides – Theorie und Praxis – möglichst unter einer Lehrkraft zusammengeführt werden.

An der offenen BeuteAm 15.05.14 trafen wir uns nun mit Birgit und einer Referendarin, die extra aus Würzburg angefahren kam, um die Völker in Augenschein zu nehmen. Eigentlich war es viel zu kalt fürs Beutenöffnen. Doch einen zeitigen neuen Termin hätten wir alle nicht finden können, denn bald schon muss die Weiselkontrolle erfolgen. Tja, da mussten die Bienen durch – und wir auch, brrrrr!

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien am KHG

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien fanden wir vor. In der ersten Beute scheint man auch heuer schon wieder sehr in Schwarmstimmung zu sein, denn bereits im vergangenen Jahr büchste ein Teil des Volkes mit seiner alten Königin aus.

Blick in die Beute auf Wildwabe

Eine bildschöne Wildwabe

Das zweite Volk wirkte demgegenüber natürlich etwas kräftiger besiedelt. Hier entnahmen wir auch schon einen voll ausgebauten Drohnenrahmen sowie eine Wildwabe, die sich über zwei Stockwerke zog. Darüber freuten wir uns, denn für Kinder ist es immer wieder spannend zu sehen, wie Bienen auch ohne Rähmchenvorgabe von sich aus zu bauen vermögen.

Das dritte Volk ist ein Ableger aus dem Vorjahr. Sechs besetzte Wabengassen zeigen eine zufriedenstellende Entwicklung. Wir werden also auch hier in Kürze einen Honigraum aufsetzen, den die anderen beiden Völkern bereits haben. Apropos Honig …

Die kaiserliche Ernte

Honigglas "Eine kaiserliche Ernte" 2013Die Kostprobe, die wir von der „Kaiserlichen Ernte 2013“ der AG Honig-Bienen erhielten, war sehr köstlich. Und keine Bange … auch die neue Ernte darf die Schulgemeinschaft behalten bzw. verkaufen. Wir selbst schlecken lediglich die Honigschleuder aus! 😉

Das Schleudern findet voraussichtlich im Juli bei uns im Obstmarkt 10 statt. Für die Verköstigung der Schulgruppe an diesem von ca. 9 bis 16 Uhr dauernden Ereignisses werden wir einen Teil des Betrages unseres Bienenpaten Jan Schiffers verwenden. Vielen Dank schon einmal dafür!

Erklärtes Ziel: Jungimker gewinnen!

Blick aus dem Schulfenster des KHG auf Dom

Schöne Aussicht aus dem Chemiesaal des KHG

Diesen Service der Pflege mit punktuellem Unterricht gehen wir übrigens nur ausnahms- und übergangsweise ein. Denn zu unseren bisherigen vier Standorten kommen heuer drei neue hinzu, darunter unser großes Projekt der Bienen-InfoWabe. Doch da unser erklärtes Ziel das Heranziehen von Jungimkern ist, werden wir der Betreuung der Schulbienen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums unter Oberstudiendirektor Michael Strehler unsere volle Aufmerksamkeit widmen und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen!

Umzug der Wildensorger Völker

Buger Bienen vor blühender HeckeKurzfristig mussten wir unsere beiden Völker aus ihrem bisherigen Standort in Wildensorg abziehen. Grund ist ein Umzug der Bienenstöcke auf das Nachbargrundstück. Den hatten wir ursprünglich für den Winter geplant, doch wegen der anhaltend warmen Wetterlage konnten wir ihn nicht durchführen.

Bienen sind ortstreu. Verstellt man den Stock suchen die Bienen am alten Standort nach ihrem Zuhause. Nur im Winter, nach einer Flugpause von mindestens drei Wochen im Dezember oder Januar prägen sich die Bienen bei ihrem Reinigungsflug die Umgebung neu ein. Während der Flugpause und vor dem ersten Reinigungsflug kann man also auf einfache Weise ein Volk auf einen nahe gelegenen neuen Platz verstellen.

Wie gesagt, der Winter war so warm, dass unsere Bienen keine drei Wochen ununterbrochen im Stock blieben. Daher brachten wir die beiden Völker aus ihrem bisherigen Fluggebiet in die Buger Wiesen. Dort, am Standort unserer anderen beiden Völker, verlernen sie ihren gewohnten Weg, bevor sie wieder zurück nach Wildensorg an den neuen Nachbarstandort zum bisherigen verlegt werden.

Zwar meinte ein an sich erfahrener Imker, dass sie sich schon nicht verfliegen würden, hätten wir sie einfach die paar Meter weiter versetzt, doch wollen wir das nicht riskieren. Wir hatten ja schon einmal beobachtet, wie Bienen auf ihr Einflugloch fixiert sind. Im Video sieht man, dass das auf wenige Zentimeter genau geht. Es wäre nicht das erste Mal, dass das Volk wenige Meter vor dem Stock seine alte Heimat sucht.

Also erst einmal raus aus dem gewohnten Flugradius, der etwa 3 km beträgt. Die frisch geschlüpften Sommerbienen gewöhnen sich gleich an den Zwischenstandort, während die alten Winterbienen, die sich noch an ihr früheres Zuhause erinnern könnten, doch langsam weniger werden.

In etwa vier Wochen geht es zurück nach Wildensorg an den Rinnersteig. Bis dahin locken die leckeren Blüten der Schlehe, siehe Foto oben.

Geschichte eines Rück-Umzugs von Bienenvölkern[Aktualisierung 23.04.2014] Rückumzug der Wildensorger Bienenvölker am 18.04.2014. zum neuen Standort vollbracht.

Eine Bienen-InfoWabe für Bamberg

Bienen-InfoWabeNach einem gewissen Vorlauf sind wir nun soweit, unser neues Projekt bekannt zu machen. Noch ist nicht alles in „warmen Tüchern“, doch die Vorzeichen stehen gut. Daher haben wir für das Vorhaben, ein bauliches Zentrum als Anlaufstation für an Bienen, Honig und Imkerei Interessierte in Bamberg zu errichten, eine eigene Seite „Bienen-InfoWabe“ eingerichtet. Alles nähere dort!

Totenfall – ein Fall für starke Nerven

TotenfallVor allem Jungimker stellen sich oft die Frage, wie viel Totenfall im Frühjahr normal ist. Zur allgemeinen Beruhigung: eine Handvoll kann das durchaus werden. Besonders traurig sehen die Bienlein vor dem Stock aus, wenn sie noch ihre Pollenhöschen tragen. Heuer ist es ein besonders zeitiges Frühjahr, und so manche Winterbiene, die ja schon etwas älter ist, schafft es nicht mehr ins Flugloch zurück und sinkt ermattet nieder. Manche verklammen wohl auch. Das heißt, sie fliegen bei Wärme los, kommen jedoch heim und es ist schon reichlich abendkühl. Beim Anlanden ruhen sie sich kurz aus – und das war’s dann.

Totenfall ausräumenMäusegitter weg, Totenfall ausgeräumtDamit das Flugloch nicht von innen verstopft, lassen sich bei der Frühjahreskontrolle und dem Entfernen des Mäusegitters mit einem Stöckchen die toten Bienen heraus holen. Meist jedoch wirft das Volk ihre Toten selbst zum Flugloch heraus.

KippkontrolleZu den Frühjahrsarbeiten gehört es, dass die Beuten angehoben werden. Wer schon ein wenig Bescheid weiß, fühlt gleich, ob noch genügend Futter vorhanden ist. Gut, wenn mehrere Bienenwohnungen nebeneinander stehen, so hat man eine Vergleichsmöglichkeit.

Offene BeuteAnsonsten hat unser Blick in die Beuten der Buger Wiesen neun mit Bienen besetzte Wabengassen erspäht. Fünf bis sieben sind an sich normaler Schnitt, also alles bestens da draußen. Kommenden Samstag erfahren unsere Bienenpaten, wie es in den Beuten der Gärtnerstadt / Heiliggrab und an der Villa Dessauer aussieht. Auch Gäste sind willkommen. Mehr Info unter Aktivitäten und Termine.

HEG-Frühjahrsversammlung in Eltmann

Stadthalle Eltmann, Frühjahresversammlung 2014 der HEG„10 Imker, 20 Theorien“. Dieser Eindruck hat sich in Eltmann wieder einmal für uns bewahrheitet. Egal, ob Referent Arno Bruder mit seinen Ausführungen einer Rationellen Betriebsweise einer erwerbsorientierten Imkerei“ oder im Gespräch mit den Tischnachbarn (und hier ist das Maskulinum fast immer anwendbar) – jeder imkert nach seiner eigenen Weise, je nach Bienenrasse, Beutensystem, Standort oder … ja, auch Laune. Arno Bruder, der Fachberater für Oberbayern, bevorzugt die Dadant-Beute mit Flachzargen für die Honigräume, das Einengen und Ausgleichen der Bienenvölker im Frühjahr, empfiehlt zur Ablegerbildung zwei statt einer Brutwabe plus eine Futterwabe, und für die Varroabehandlung Ende Juli, die Brut herauszunehmen und getrennt vom Wirtschaftsvolk zu behandlen.

Rund ums Wachs

Ein weiterer Fachvortrag in der vollbesetzten Stadthalle in Eltmann, wo sich am 08.03.2014 etwa 180 Imker und (einige wenige) Imkerinnen zur Frühjahrsversammlung der Honigerzeugergemeinschaft (HEG) versammelten, kam von Josef Muhr mit dem Titel „Wachs, ein wertvoller Stoff aus dem Bienenvolk: Gewinnung Aufbereitung, Verarbeitung“.

Das meiste daraus dürfte bekannt gewesen sein, doch für Neustarter sicher ein guter Überblick. Am interessantesten war für uns, dass wir nun den Geschäftsführer des Imker und Imkereibedarfs „Josef Muhr“ aus der Oberpfalz bzw. dem Bayerischen Wald, bei welchem man ab 50 Kg sein eigenes Wachs abgeben und als Mittelwandwabe wieder mitnehmen kann, kennen gelernt zu haben.

Er stellt die berechtigte Frage, was denn „rückstandsarmes“ Wachs bedeutet, denn es gäbe für eine derartige Bezeichnung keine Grenzwerte. Dennoch schmücken manche ihre Wachsprodukte gerne mit diesem Attribut. „Rückstandsfrei“ hingegen ist 100 Prozent frei (respektive unterhalb der Nachweisgrenze) von allen unerwünschten Bestandteilen – ob Pestizide, Herbizide oder Varroazide, also Medikamentenrückständen.

Rund um Eltmann

Salweiden- und Haselblüte in Eltmann am SchlossWir beide nutzen in der kurzen Mittagspause den ersten perfekten Frühlingstag und erklommen den urigen Weg zur Wallburg hinauf, erfreuten uns an den voll aufgeblühten Palmkätzchen und Haselsträucher, die erste Bienennahrung, und natürlich auch für einen kleinen Einkauf am HEG-Stand vor dem Versammlungsraum. Eingekauft hatten wir 15 Honigseifen für unsere Bienenpat(inn)en, einen  Königinnenmarkierstift in der Farbe für 2014, also grün, und eine Handcreme fürs Handtäschchen.

Rund um die Veranstaltung

Treppen zur Wallburg in EltmannPerfekt organisiert vom neuen Team der HEG (Übelacker/Machinek & Familie), das Catering-Team des Partyservice Ludwig aus Burgebrach sehr freundlich, schnell und zuvorkommend, die Halle angenehm in Raum und Akkustik – all dies trug dazu bei, dass wir uns inmitten der Imkerschar trotz unseres sichtlich „jugendlichen Alters um die 50“ sehr wohl fühlten. Vielen Dank an alle Mitwirkenden!

Wenn das Wetter nur nicht gar so schön gewesen wäre … 😉

 

Bayerischer Züchtertag 2014 in Langensendelbach

Nicht in Nürnberg, jedoch in Langensendelbach findet am 15.03.2014 der Bayerische Züchtertag statt, veranstaltet vom Landesverband Bayerischer Imker e. V.

Die Anfahrt mit dem Auto über die AB/A73 Bamberg – Ausfahrt Baiersdorf, dann Richtung Langensendelbach und in ca. 4 km erreichen Sie den Gasthof Zametzer.

Programm zum Download

Bienenpatin Ruth Vollmar 2014/15

Klara Bretschneider, Bienenpatin Ruth Vollmar, Ilona Munique

Übergabe der Bienenpatenschaft an Ruth Vollmar (Mitte) am Schiffbauplatz am 03.03.2014

Wir freuen uns über unsere neue Bienenpatin, Ruth Vollmar aus Bamberg. Und gleichzeitig auf einen neuen Standort für unseren „Bamberger Lagenhonig“, den es von dieser Stelle allerdings erst 2015 geben wird. Denn die Bienenpatin erhält heuer zunächst einen Ableger von uns, der erst im zweiten Jahr ein Wirtschaftsvolk sein wird.

Auf den Plan einer Patenschaft gerufen hat Ruth Vollmar unser Aufruf nach einem Bienenstandort auf Bambergs Inselgebiet. „Bienen sind enorm wichtig, und unsere Tochter wünschte sich bereits vor vielen Jahren eigene Bienen“, so die Leiterin der Wirtschaftsförderung.

Bereits einmal schon stand kurzfristig eine Bienenbeute im gepachteten Garten am Schiffbauplatz. Doch nun soll es für mindestens zwei Patenjahre bei Bienen-leben-in-Bamberg.de sein, während derer die Betriebswirtschaftlerin das Imkern praktisch ausüben kann. Zusammen mit ihrer Tochter, Klara Bretschneider, hat Ruth Vollmar bereits vor drei Jahren einen Imkerkurs absolviert. „Na ja, das war alles eher theoretisch gehalten, Zwischenfragen waren nicht so erwünscht“, erzählt sie bedauernd. Doch immerhin schaffte es eine Grundlage, auf der nun aufgebaut werden soll. Auch sorgte der seit zwei Jahren imkernde Bruder Frau Vollmars für einen steten Fluss von Bienen-Fachliteratur.

Hier kommen die Patenbienen hin!

Ein guter Platz für die Patenbienen samt Bienenweide!

Überhaupt eint die Liebe zur Natur die Familie Vollmar/Bretschneider, die gemeinsam den Garten am Fluss aus seinem trostlosen Dasein erlöst hat und nun eine Bienenweidenwiese erblühen lassen möchte. „Ich genieße es sehr, dass wir ein Stück Natur in die Stadt zurück bringen“, schwärmt die gebürtige Nürnbergerin und aufgewachsene Hersbruckerin, die zusammen mit ihrem Mann seit 1987 in Bamberg lebt. „Schon als kleines Kind buddelte unsere Tochter Klara hingebungsvoll in Beeten und wir waren glücklich, ihr dies mitten in der Stadt ermöglichen zu können“.

Dass die mittlerweile 17-jährige Tochter im Projekt „Interkultureller Garten“, der seit Kurzem ein eingetragener Verein ist, mitmischt, verwundert daher nicht. Aber auch Schwimmen und Reiten erfüllt Klaras wenige außergymnasiale Zeit, und Mutter Ruth bedauert: „Wäre ich nicht so eingebunden, dann säße ich ebenfalls wieder auf einem Pferd wie früher. So reicht es nach der erfüllenden Arbeit leider nur für einen Sprung in in die Becken des Bamberger Schwimmvereins“.

Um so mehr freuen wir uns, dass Ruth Vollmar den Sprung in die Patenschaft getan hat. Innerhalb der sie allerdings zu nichts verpflichtet ist. Wir wünschen uns nur, dass wir an ihrem Beispiel öffentlich, also zum Beispiel über dieses Weblog hier, berichten dürfen, dass ihr die Bienen wichtig sind. Und dazu ist sie nur zu gerne bereit.

Denn Bamberg zu einer Bienenstadt zu machen, das schaffen wir nur gemeinsam mit unseren Freunden, Förderern und Multiplikatoren. Zwei Jahre lang dürfen sie Freud und Leid des Imkerns und der Bienen hautnah und durch einen steten Informationsfluss unsererseits miterleben. Und weitergeben. Zur Belohnung gibt es natürlich auch noch ein paar „Bienenpaten-Goodies“, ganz klar. Und die darf sich die Bienenpatin mit ihrer Tochter gerne teilen!