*9* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Was haben das Neunauge, das Rentier und die Honigbiene gemeinsam?

Na?!?

Nun, sie sind relativ leicht an ihren spezifischen Merkmalen zu erkennen!

Das Neunauge, eine (hier in Regnitz und Main) heimische Fischart ist erkennbar an seinen seitlichen je neun Punkten (2 Augen, 8 Kiemen- und Nasenöffnungen), das Rentier an seiner roten Nase (ja doch, ehrlich! Um diese Jahreszeit immer!) und die Honigbiene … genau, an dem Tragekörbchen, in das sie Nektar, Pollen, Propolis, Wasser und manchmal auch den frechen Willi reinsteckt.

Aber an was erkennt man eigentlich Wildbienen? DAS ist ganz und gar nicht so einfach! Bei über 800 europäischen Arten sind es eben hunderterlei Kennzeichen – von Größe, Farbe, Figur, Haarkleid und-und-und bis hin zur Nahrungs- oder Brutstättenvorliebe bzw. dem Lebensraum, an der man sie erkennen KÖNNTE – so man Spezialist/in ist.

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Cover Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas, Fotodank an Quelle & Meyer

Cover Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas, Fotodank an Quelle & Meyer

Es nimmt daher nicht Wunder, dass es erst heute, genauer: seit 2016 ein Handbuch gibt, welches die mannigfaltigen Wildbienenarten (fast) alle in Porträts alphabetisch nach ihrem wissenschaftlichen Namen aufzeichnet und (ebenfalls fast) alle abgebildet hat. Zumindest für den Raum Mitteleuropas. (Für alle bekannten über 20.000 Bienenarten weltweit bräuchte man dann wohl einen Rucksack!)

Wer jetzt stöhnt und sagt: „Ächz, wissenschaftlicher Name, ich kann mir gerade mal Bombus (für Hummel) merken!“ – kein Problem, es gibt auch ein Register mit deutschen Bezeichnungen. By the way: Einige Bienennamen wurden erst im Zusammenhang mit der Herausgabe des Werkes gebildet!

Witzigerweise nennt es sich „Taschen“-Lexikon, was in Anbetracht von 917 (!) Seiten zu einem Augenzwinkern einlädt. In eine Hosentasche jedenfalls passt das von allen Wildbienen- und Insektenliebhaber/inne/n heiß ersehnte und mit rund 40 Euro erstaunlich günstige Standardwerk wirklich nicht mehr hinein. Hier die Kenndaten dieses faszinierenden Kompendiums – und auch dieses findet sich in unserer Imker-Bibliothek wieder:

Taschenlexikon der Wildbienen Mitteleuropas : Alle Arten im Porträt / Erwin Scheuchl, Wolfgang Willner. Wiebelsheim : Quelle & Meyer Verl., 2016. € 39,95.

*6* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Urkunde Bienenpatenschaft bei Bienen-leben-in-Bamberg.deDer Nikolaustag ist quasi ein vorweggenommenes Weihnachtsfest, denn um Gaben geht es auch heute. Wer heute nichts verschenkt, weil er etwa keine Kinder hat, kann sich dennoch langsam auf das eigentliche Fest einstimmen, indem sie oder er sich Gedanken macht, was in 18 Tagen sinnvolles unterm Baum liegen soll.

Beispielsweise eine Bienenpatenschaft von der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Darin enthalten wären schon mal 4x 250g Bamberger Lagenhonig, eine Lindesa-K-Salbe, Salbeibonbons von Edel und – die Bienenpatenurkunde! Sie listet alles auf, was die oder der Pate an Gegengaben für seine zwei Jahre Laufzeit erhält … neben dem guten Gefühl, etwas zur regionalen Unterstützung der Bienen (hier in Bamberg und Umgebung) getan zu haben.

Eine gute Tat, ein sinnreiches Geschenk UND keine Arbeit damit, weil wir uns darum kümmern. Aber natürlich ist das Rundum-Sorglos-Paket noch anreicherbar. Kaufen Sie einfach beim örtlichen Buchhandel hinzu:

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Cover "Die Biene" (Haupt-Verl.)Die Biene. Geschichte, Biologie, Arten. Hrsg. von Noah Wilson-Rich. Haupt-Verlag. 2015.

Sehr attraktiv bebildert, mit abwechslungsreichen – da nicht zum x-ten Male wiederholten, voneinander abgeschriebenen – Segmenten zu Evolution und Entwicklung, Sozialstrukturen und Verhalten oder zu den Problemen, die Bienen bedrohen, die vorher im Kapitel „40 interessante Bienenarten“ beschrieben wurden. Auch Bienenunkundige und Nicht-Imker erhalten ein erweitertes Verständnis zu den drei Spezien: Honigbiene, Wildbiene und den Imker(inn)en. Warum wer was und wie in welcher Wechselwirkung macht, das erfährt man auf flüssig lesbare und nachvollziehbare Weise.

Natürlich sind die einen oder anderen Details, beispielsweise im Kapitel zur „artgerechten Haltung“ zu Zuchtprogrammen oder die Auswirkungen des Wetters auf Bienen auf die USA bezogen. Andererseits findet sich doch auch der Hinweis auf Bio-Bestimmungen explizit in Deutschland und der Schweiz. Dass einige Wespen in den USA mehrmals stechen können und wir mehr erfahren über die dort lebende und gefürchtete Afrikanisierte Honigbiene interessiert ganz sicher jedes deutsche Kind – zumindest werden wir zu den „Killerbienen“ oft in unseren Bienenunterrichten angesprochen.

Die weiterführende Literatur sowie die Links sind übrigens überwiegend auf deutsche Bedarfe zugeschnitten, was möglicherweise den beiden Übersetzerinnen, Coralie Wink und Monika Niehaus und / oder dem Fachlektor für die deutsche Ausgabe, Felix Amiet, zu verdanken sein könnte. Außerdem wurden die Transportkosten für das Buch CO2neutral gestaltet.

Was will man mehr … und Weihnachten hin oder her – wir haben es für unsere Imker-Bibliothek eingekauft und freuen uns auf müsige Stunden zum näheren Hineinsehen.

*2* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Bienen in der TraubeAm 2. Dezember wird der Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei begangen. An diesem Tag hatte 1949 die Vereinten Nationen den Menschenhandel per Konvention verboten. Wer beim Begriff „Sklaverei“ gleichzeitig auch an Bienen denkt, ist jedoch schief gewickelt. Mag uns das auch so mancher aus falsch verstandender Tierliebe einreden wollen, doch Honigbienen zu halten hat weder mit Massentierhaltung noch eben Sklaverei zu tun. (Ja, PETA, das richtet sich auch an euch!) Dies zu behaupten – da muss ich einfach deutlich werden – ist ausgemachter Bullshit!

Ohne das Zusammenwirken von Abertausenden von Bienengeschwistern ist einem Honigbienenvolk das (Über)Leben schlicht unmöglich. Gerade jetzt im Winter kuscheln sich die Bienen eng aneinander, um sich durch Muskelkontraktionen und im stetigen Wechsel von außen nach innen in einer Traubenkonstellation zu wärmen. Die Königin sitzt dabei tief in ihrer Mitte und muss nichts tun, außer, zu überleben!

Vor der Wintersonnenwende

Wir Imker/innen nutzen aktuell auch jetzt diese Zeit der Traubenbildung, die ab Null Grad Celsius intensiv betrieben wird, zur Varroamilbenentseuchung Auf die Wabengassen tröpfeln wir Oxalsäure, um so die Milben auf den adulten Bienen abzutöten. Den Bienen ist das zwar nicht wirklich toll angenehm, aber sie stehen es (gemeinsam) durch. Würden wir die Behandlung nicht vollziehen – und es ist äußerst schwierig, genügend lange Kälteperioden vor der Wintersonnenwende zu finden, die dem Behandlungszeitfenster ein Ende setzt – dann verlören wir die Völker im darauffolgenden Jahr mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit. 2019 war im Übrigen ein Varroawachstumsjahr, wir erwarten allerorts große Verluste.

Interessant ist auch die Tatsache, dass Bienen turnusmäßig ihren Stock aufheizen. Vermutlich tun sie das, um den Honig flüssig zu halten. Alle müssen hier zusammenarbeiten, und dieses konzertierte, gemeinsame Wirken ist auch der größte Unterschied zur Lebensweise der Wildbienen. Letztere arbeiten, wenn überhaupt, dann nur punktuell und im eher kleinen Stil zusammen, etwa bei der Aufzucht ihres Nachwuchses.

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Literaturtipp

Erforschung der Bienenwelt TautzWas im Inneren eines Bienenstockes genau vor sich geht, ist von Jürgen Tautz in seinem von der  gesponserten Buch: „Die Erforschung der Bienenwelt“ (2014) beschrieben worden. Er nutzte dabei die öffentlich und kostenlos erfahrbaren Live-Videos im Labor der Umwelt-Beobachtungsstation in Würzburg namens HOBOS.

Die schlechte Nachricht: Leider sind bereits alle Bücher vergriffen, erfährt man auf der Sponsorenseite „Audi Stiftung für Umwelt“, die das Buch gesponsert hat. Gibt man allerdings seine E-Mail-Adresse an, wird man über eine mögliche Neuauflage informiert.

Die gute Nachricht: Die Bamberger Schulbiene hat noch einen gesamten Klassensatz, den sie Bamberger Schulen zur Verfügung stellen kann! Einzelexemplare natürlich auch. Ab Ostersonntag steht unsere stetig erweiterte Imker-Bibliothek wieder in der Bienen-InfoWabe zur Verfügung.

Fotogalerie, die Zweite, zur Honigernte 2019 am Fünferlessteg im Erba-Park

Zum Bericht über die Honigernte am Fünferlessteg und der Fotogalerie zur ersten Gruppe im Erba-Park Bamberg geht’s hier entlang.

Fotogalerie Honigernte Fünferlessteg, Gruppe 2

Honigernte 2019 am Fünferlessteg im Erba-Park

Am Lehrbienenstand "Fünferlessteg"Einmal jährlich ernten wir im Rahmen unserer BIWA-Sonntagsöffnung gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung die Völker am Fünferlessteg. Auch heuer bildeten wir wieder zwei Gruppen – um 15 und um 16 Uhr mit 16 und 20 Personen – und hatten dabei besonders viele Familien zu Gast. Die Kinder reichten oftmals gerade nur eben über den Rand der obersten Zarge. Doch sogar die Vierjährigen schafften es mit ein wenig Unterstützung von Reinhold oder einem Elternteil, eine Honigwabe zu ziehen und sie so vors Flugloch zu halten, dass Reinhold die Bienen abkehren konnte. Da wir tags zuvor eine sogenannte „Bienenflucht“ eingelegt hatten, waren auch nicht allzu viel Bienen im Honigraum anzutreffen.

Kind zieht HonigwabeKind zieht HonigwabeStolz stellten die kleinen Imkerleins ihre Beute – und daher stammt wohl auch der Name einer Bienenwohnung, die ebenfalls als Beute bezeichnet wird – in die bereitgestellte Wanne. Diese wurde perfekt von den kleinen Gästen betreut, indem die Deckel kurz vor der Ankunft der Wabe gelüftet und ganz, ganz schnell wieder aufgelegt wurden, um nur ja keine Biene mit einzusperren.

Die Honigwabe wird zur Box gebrachtAngst vor den Bienen war bei den Teilnehmenden nicht zu erkennen. Logisch, sonst wären sie ja auch nicht zur Veranstaltung gekommen. Dennoch wurde wie immer eine ausgiebige Sicherheitseinweisung abgehalten, um das richtige Verhalten am Lehrbienenstand zu erfahren. Dieses, sowie ein paar Sprüheinheiten Nelkenöl und für die Jüngsten ein Imkerhut, sorgten für eine entspannte Stimmung.

Am Lehrbienenstand "Fünferlessteg"Im Anschluss der jeweiligen Ernte gab’s – neben einem kleinen Büchlein zur Belohnung – eine Honigverkostung. In der Bienen-InfoWabe warteten Brot und Butter bzw. ein Löffelchen puren Honigs auf die kleinen wie großen Leckermäulchen. Der Gebrauch des Aromarades half begrifflich auf die Sprünge, um das feine Gold in Sachen Konsistenz, Geruch und Geschmack zu beschreiben. Wer wollte, konnte unseren Bamberger Lagenhonig erstehen und natürlich Informationen zum Thema erhalten.

Gäste bei der HonigverkostungWir freuten uns über das sehr rege Interesse, möchten uns aber darüber hinaus besonders über den Besuch von Wolfgang Settmacher aus dem Kreislehrgarten Oberhaid bedanken. Er nutzte einen der wenigen Sonntage, wo wir uns in unseren Aktivitäten nicht überschneiden, um uns ein paar Ableger mitzubringen und unsere Fortschritte in Sachen Bienengarten zu begutachten.

Besuch von Wolfgang SettemacherAuch lernten wir endlich unsere Bienenpatin Lis Bischof aus Kulmbach mit Partner Werner persönlich kennen und nutzen das gleich für ein schönes Foto zur Erinnerung. Sie hatte die Bienenpatenschaft von ihrer Tochter Eva zu Weihnachten erhalten, die ebenfalls mit von der Partie war. Zu intensiveren Gesprächen war leider nicht die Gelegenheit, doch das holen wir in Kürze beim Honigschleudertag sicher noch nach!

Lis und Eva Bischof mit WernerDie öffentliche Honigernte nutzten zudem zwei unserer Teilnehmerinnen des BLIB-Imkerkurses für Anfänger als Ausweich zum regulären Termin. Zwar gab es hier nicht so viel an Theorie vermittelt, doch ganz sicherlich einen guten Einblick in die Praxis.

Vielen Dank allen für euer Kommen!

Fotogalerie Erntegruppe 1

(Zur Fotogalerie der Erntegruppe 2 im nächsten Beitrag!)

Fotogalerie 2 Honigernte Fünferlessteg

Im nächsten Beitrag.

Vortrag „Api-Wellnessss für Körper und Seele“

Api-Wellnessss-Vortrag (Referenten: Ilona Munique und Reinhold Burger) Bienen-leben-in-Bamberg.de am 05.05.2019 zur BIWa-SonntagsöffnungBienenstockluft, Wachs, Propolis und Honig sind Produkte, die sich im Wellness- wie Gesundheitsbereich hervorragend einsetzen lassen. In unserem Vortrag vom 05.05. stellten wir während der BIWa-Sonntagsöffnung alle vier in einem Steckbrief vor, erläuterten die wirksamen Inhaltsstoffe und Anwendungsgebiete sowie die Darreichungsformen. Literatur und Studienberichte ergänzten die Folien.

Die Vortragsdauer war mit 90 Minuten länger als geplant, doch konnten dabei auch im kleinen Kreis einige Fragen beantwortet werden. Leider war uns die Demonstration der Bienenstockluft-Apparatur noch nicht möglich, doch soll ein Wiederholungsvortrag zur gegebenen Zeit stattfinden.

Hier ein kleiner Auszug aus der Powerpoint-Präsentation, jeweils der Steckbrief und die Anwendungsgebiete der Api-Wellnessss-Produkte. Die vier „s“ stehen jeweils für ein Bienenprodukt.


1. Bienenstockluft

Steckbrief

  • seit 1920er in Russland durch Imker; in Russland
    und Österreich Therapie auf Rezept bzw. kassenfinanziert möglich
  • Bienenstockluft (BSL) entsteht durch Ventilation der Bienenflügel
  • Warme, mit den Hauptwirkstoffen aus Propolis, Wachs, Honig und Pollen angereicherte Luft steigt nach oben und wird mittels Apparatur angesaugt
  • Inhalation der Wirkstoffe über eine Atemmaske und …
  • … bei beheiztem Schlauch bleibt die angenehme Stockluftwärme von etwa 35° C weitgehend erhalten
  • Luftfeuchtigkeit liegt bei 70-75%
  • Bienenbestandteile werden durch ein Filtersystem zurückgehalten
  • Mögliche Einsatzzeit von Mai bis Juli; abhängig von Wetter und Temperatur um 16° C sowie außerhalb der Varroabehandlungszeit
  • Verschiedene patentierte Systeme im Gebrauch

Anwendungsgebiete

  • Auslösen von positiven Gefühlen durch …
    • süßen, warmen Propolis- und Honigduft
    • ruhiges, gleichmäßiges und bewusstes Ein- und Ausatmen
    • meditatives Beobachten des Bienenflugs
    • inneres Gleichgewicht beim Kontakt mit Naturvorgängen
  • angezeigt bei nervöser Unruhe, Stress, depressiver Verstimmung, Trauerarbeit, Schlafstörungen
  • Allergien, Heuschnupfen, Neurodermitis
  • Erkältungskrankheiten
  • Nasen-Nebenhöhlenentzündungen
  • Pseudokrupp, Asthma, Bronchitis,
    COPD (chronisch obstruktive Lungenerkrankung)
  • (chronische) Kopfschmerzen, Migräne

2. Wachs

  • Bienenwachs (Cera Flava) entsteht durch Ausschwitzungen aus Wachsdrüsen des Bienenkörpers der Arbeiterinnen
  • Frisches Wachs ist weiß; in Verbindung mit Pollen (durch den Naturfarbstoff Carotin), Honig oder anderen Stoffen verändert sich die Farbe zu Gelb und Ocker.
  • Nutzung seit mind. 9000 J. nachgewiesen, älteste Belege aus Anatolien*; ältester deutscher Beleg 7300 J. alt aus Niederhummel b. München; heute in der Volksheilkunde für pflegende und heilförderliche äußerliche Anwendungen
  • Trägermedium für weitere heilförderliche Stoffe
  • wird weich bei Zimmertemperatur und formbar bei > 40° C
  • flüssig > 62-64° C; Achtung: niedriger Siedepunkt bei 250° C
  • Unlöslich in Wasser
  • Löslich in z. B. Terpentin, Alkohol, Ester, Fette, Benzin

Anwendungsgebiet

z. B. für Wachsumschläge, Wachswickel

  • zum Lösen von Husten aufgelegt auf den Brustbereich
  • bei Erkältungen, Schmerzen der Muskeln und Gelenke
  • –> entspannt die Muskeln
    –> hält die eigene Körperwärme
    –> löst positive Gefühle aus durch …
    –> … Bienenwachsduft
    –> … ruhiges, gleichmäßiges und bewusstes Ein- und Ausatmen (nach Anweisung)
    –> … menschliche Pflegezuwendung

3. Propolis

Steckbrief

  • Bienen stellen Propolis her, indem sie Harz von Bäumen, ihr Speichelsekret, Pollenbalsam und ätherische Öle aus Blüten miteinander verarbeiten
  • Propolis dient den Bienen …
    • als Baumaterial
    • als „Apotheke“
  • Propolis ist vielseitig verwendbar …
    • Holzkonservierung
    • Polituren
    • Klangholzverbesserung (Stradivari)
    • Balsamierung von Mumien
    • Medizin
    • Wellness

Anwendungsgebiete

  • Warzen (Papillomaviren)
  • Herpes (Herpesviren, HSV Typ 2)
  • Lippenherpes
  • Propolis als Zellschutz gegen giftige Substanzen
    Beispiel: Schutz der Leberzellen gegen Alkohol
  • Linderung bei Bronchialasthma
  • Zahnheilkunde
  • Erkältungskrankheiten
  • In Form eines Verdampfers ähnliche Wirkung wie s. u. Bienenstockluft

4. Honig

Steckbrief

„Honig ist der natursüße Stoff, der von Honigbienen erzeugt wird, indem die Bienen Nektar von Pflanzen oder Sekrete lebender Pflanzenteile oder sich auf den lebenden Pflanzenteilen befindende Exkrete von an Pflanzen saugenden Insekten aufnehmen durch Kombination mit eigenen spezifischen Stoffen umwandeln, einlagern, dehydratisieren und in den Waben des Bienenstocks speichern und reifen lassen.“ (Honigverordnung, HonigV)

Anwendungsgebiete

  • Süßungsmittel
  • Stärkungsmittel
  • Honigmassage / Honigpeeling
  • Wundheilung (Medihony ® und SurgihoneyRO ®)
  • Heuschnupfen
  • Zuckerkrankheit
  • Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes
  • Erkrankungen des Mund- und Rachenraumes
  • Atemwegserkrankungen
  • Hauterkrankungen

 

BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2019 mit Modul 1 gestartet

Referentin Ilona und Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerBaisisinformationen zur Imkerei im Teil 1 am 05.04. und Grundlagen der Frühjahrsarbeiten im Teil 2 am 06.04. bildeten das erste Modul im BLIB-Imkerkurs für Anfänger in Bamberg, zu dem sich ein Dutzend Teilnehmende bei Reinhold Burger und Ilona Munique (und heutige Referentin) eingefunden hatten.

1. Modul, 1. Teil: Baisisinformationen zur Imkerei

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerDrei Stunden Basisinformationen an einem Freitag Abend nach einer langen Arbeitswoche sind sicherlich kein Pappenstiel. Doch diese präparieren für künftige praktische Tätigkeiten und helfen beim Aufbau der eigenen Imkerei. Die Unterlagen zu den Inhalten sind für die Teilnehmenden jederzeit downloadbar im Intranet zur Kursorganisation.

  • 0. Statistik zur Sitation der Bienenvölker und Imker sowie unsere BLIB-Projekte
  • 1. Übersicht zum Anfängerkurs zu Inhalten, Termine und Orte
  • 2. Imkerei im Jahreslauf
  • 3. Biologie und Lebensraum von Wild- wie Honig-Bienen
  • 4. Literatur und Medien zur Selbstinformation, hier auch die Einführung in Zotero, einem Online-Katalog unserer Imker-Bibliothek
  • 5. Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei
  • 6. Kosten, Programme, Fördermittel und Finanzierungshilfen
  • 7. Vorschau auf Modul 1, Teil 2: Praxis Frühjahrsarbeiten

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerIm Gegensatz zu vielen anderen Anfängerkursen zur Imkerei sind wir auch am Schicksal der Wildbiene interessiert. Das eine schließt das andere nicht aus. Ohnehin werden wir als Imker auch immer wieder mit Fragen zur Wildbienen konfrontiert. Hierauf etwas vorbereitet zu sein kann nicht schaden.

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerAuch zu Strukturen und Ansprechpartner in der Imkerei hatten wir uns in unseren eigenen Anfängerzeiten mehr Informationen gewünscht. Erst im Laufe der Zeit eroberten wir uns das Wissen darum selbständig, allerdings auf der Grundlage von Erfahrungen aus anderen Themenbereichen, was uns half. Wenngleich nicht sofort alles seine Wichtigkeit hat, so lässt sich doch retrospektiv auf die Folien zurückgreifen, spätestens dann, wenn es um Zuschüsse oder rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen geht.

1. Modul, 2. Teil: Grundlagen der Frühjahrsarbeiten 

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerReinhold zieht WabeAm nächsten Vormittag konnten nach einem Sicherheitscheck am Lehrbienenstand am Bienenweg die Bestandteile und der Aufbau einer Bienenbeute sowie die Aufteilung seines Inhaltes – also Bienen, ihre Brut und die Nahrungseinlagerung – praktisch besehen werden. Wer wollte, durfte unter Anleitung des Referenten Reinhold Burger selbst ein Rähmchen ziehen.

Teilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerEtwas Theorie war natürlich weiterhin von Nöten, so zum Einsatz eines Mäusegitters und des Fluglochkeils sowie die Totenfallkontrolle, da diese Tätigkeiten zum Kurstermin bereits durchgeführt worden sind. Eine nochmalige Futterwabenkontrolle schadete allerdings nicht, die wir nun gemeinsam durchführten, und auch das Brutraumaufsetzen konnte im Nachhinein erläutert werden.

Wabenschau zum BLIB-Imkerkurs für AnfängerTeilnehmende am BLIB-Imkerkurs für AnfängerÜberzählige Futterwaben können übrigens an einem luftigen, dunklen und kühlen Ort, z. B. in einer von unten und oben mit einem Fliegengitter verschlossenen Zarge, aufgehoben werden, etwas Nussbaumlaub hinzugeben – falls aus dem Vorjahr noch etwas vorrätig sein sollte – und gut ist. Regelmäßig sollte auf Spuren der Wachsmotte überprüft werden.

Teilnehmende Gabriele Loskarn am BLIB-Imkerkurs für AnfängerTeilnehmender Christian Schwarzenberger am BLIB-Imkerkurs für AnfängerAls „Lernzielkontrolle“ – und damit auch eine kleine Handreichung für künftige Führungen am eigenen Bienenstand der angehenden Jungimker/innen – diente ein Rätselblatt aus der Bienen-InfoWabe, die Stationenfragen zur Imkerei.

Symbol BLIB-Imkerkurs für AnfängerWir freuen uns auf den nächsten Termin, den Sa., 13.04.2019 zum Modul 2: Bienengesundheit / -krankheiten, von 10.30 bis 12.30 Uhr in der Bienen-InfoWabe. Neueinsteiger/innen sind ebenfalls herzlich willkommen. Bitte beachten Sie die Anmeldehinweise des Kursprogramms.

Ortswechsel! BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2019 in Bamberg

Symbol BLIB-Imkerkurs für AnfängerAchtung, Ortswechsel! Der Start des BLIB-Imkerkurses für Anfänger am Fr., 05.04.19 (18-21 Uhr) findet NICHT im Obstmarkt 10 statt, sondern in der Katholischen Hochschulgemeinde in der Friedrichstraße 2, Bamberg, unweit des Schönleinsplatzes.
  • Treppe hoch, links ist der Seminaraum (wird ausgeschildert).
  • Parkmöglichkeit in der nahen Schützengarage.
  • Kleiner Imbiss und Getränke stehen bereit.
Teilnehmen kann nur, wer die Kursgebühr (€ 280) vorab überwiesen hat (Kontodaten im Kursprogramm) oder notfalls bar vor Ort entrichtet. Bitte habt / haben Sie Verständnis dafür, dass wir restriktiv vorgehen müssen. Es kostet uns einfach zu viel Zeit des Nachlaufens, die wir lieber für die Kursinhalte und die Bienenpflege einsetzen möchten. Vielen Dank!
Wir freuen uns auf bislang 14 Teilnehmende!

Neu! BLIB-Imkerkurs für Anfänger 2019 in Bamberg

Symbol BLIB-Imkerkurs für AnfängerModul 9: Honig ernten …Ab April 2019 findet erstmalig ein Imkerkurs für Anfänger mitten in Bamberg statt. Veranstalterin ist die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB). Da der Kurs nicht in Konkurrenz zu bestehenden Vereinsangeboten sein will, kostet er 280 Euro und ist nicht über staatliche Fördermittel subventioniert. Unsere Bienenpatinnen und -paten erhalten 10% Rabatt. Der Einstieg ist jederzeit zu einem der Termine möglich. Allerdings empfiehlt sich der Start mit dem Modul 1 zu den Grundlagen am Fr., 05.04.2019 von 18-21 Uhr.

Wie?

Theorie zu VarroabehandlungÜber ein Kalenderjahr verteilt laden wir zu zehn Terminen ein, die zumeist am Wochenende (Fr., Sa. o. So.) stattfinden. Anschaulich, abwechslungsreich und unter eigenem Zutun kann in entspannter Atmosphäre das Imkerhandwerk theoretisch wie praktisch erlernt werden. Ja, bei uns dürfen Sie selbst Hand anlegen – von Anfang an!

Melden Sie sich formlos an, im Impressum finden Sie die Kontaktdaten.

Laudatorin Ilona MuniqueUm einen optimalen Start für Bienen und Halter/in zu fördern, gibt es die Teilnahmebescheinigung erst nach dem Besuch von 7 Pflichtmodulen, wofür man sich aber zwei Jahre Zeit lassen kann. Wurden in dieser Zeit ALLE 10 Termine besucht, kann ein Ablegervolk zu vergünstigten Preisen selbst gezogen oder gekauft werden. Falls das aus Kapazitätsgründen nicht möglich ist, vermitteln wir zu anderen Imker(inn)en.

Wohin führt der Weg?

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg".Ziel ist, am Ende eines Kurses den Mut zur eigenen Bienenhaltung zu fassen und ein Volk selbst pflegen zu können, aber auch ein Verständnis für das Ökosystem „Bienen und Insekten“ im städtischen und ländlichen Raum zu gewinnen. Die Honiggewinnung ist dabei lediglich ein schmackhafter Teilaspekt, allerdings mit einem für uns typischen qualitativ hohen Anspruch (s. a. unsere Imkerphilosophie).

Undogmatisch, ideologiefrei und aufgeschlossen  … wir arbeiten zwar mit dem Zanderbeutensystem und haben entsprechend hier unseren Erfahrungshorizont. Doch  beschäftigen wir uns ebenso mit anderen Systemen oder Bienenhaltungsweisen, denn es schadet nie, über den „Wabenrand“ zu schauen.

Service

  • Als Service innerhalb des Imkerkurses bieten wir Leihbeuten (Pfandsystem) und Sammelbestellungen von Kleinmaterialien und Büchern sowie
  • die Teilnahme an Exkursionen und Sonderveranstaltungen an.
  • Absolvent(inn)en des Imkeranfängerkurses dürfen im ersten Jahr ihrer Bienenhaltung den Honig von bis zu zwei Völkern bei uns entdeckeln und schleudern.

Während die meisten Vereine ihren Neulingen eine/n Imkerpaten oder -paten zur Seite stellen, können wir dies aus Kapazitätsgründen – zumindest derzeit – leider nicht anbieten. Daher spornt es uns um so mehr an, unseren Teilnehmenden ein möglichst umfassendes und sicheres Lernen zu ermöglichen, damit sie rasch selbständig diesem wunderbaren Naturhobby nachgehen können.

Lücke in Bamberg geschlossen

Modul 9: … und Honig verarbeitenAufgrund der seit Jahren anhaltenden und immer häufigeren Nachfrage eines Imkerkurses direkt im Innenstadtbereich Bambergs – und weil der IBZV e. V. auch heuer keinen Anfängerkurs anbieten kann – schließen wir mit unserem BLIB-Imkerkurs hoffentlich eine Lücke für und in Bamberg.

Weiterhin aber weisen wir auf die beiden hiesigen Imkervereine hin:

Reinhold Burger und Ilona Munique, Bienen-leben-in-Bamberg.de Im oberfränkischen Umland von Bamberg sind weitere Vereine, z. B. in Scheßlitz, Zapfendorf, Hirschaid oder auch die Imkerschule Oberfranken e. V., auf Jungimker/innen eingestellt.

Ihre beiden Referenten – Reinhold Burger und Ilona Munique – freuen sich auf neue und bienenbegeisterte Jung-Imkerkolleg(inn)en oder auch Wiedereinsteiger/innen!

Die Biene in der Grundschule – Vortrag Ilona Munique

Vortrag Ilona "Die Biene im Grundschulunterricht"Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cZur BIWa-Sonntagsöffnung am 02.09.2018 erhielten neun Pädagog(inn)en und ein Jungimker Tipps und Basismaterial für den Unterricht zur Biene. Schwerpunkt war zwar die Grundschule, allerdings wurden auch höhere Klassen mit einbezogen.

Der Vortrag gliederte sich in drei Teile.

  1. Biologie der Biene, Teil 1 und Teil 2
  2. Lebensraum Biene
  3. Schul-Imkerei, Teil 1 und Teil 2

Die mit Spenden finanzierten Materialien des „Bienen-Kits“, um den Unterricht lebendiger zu gestalten, waren u. a. folgende:

  • 1 Rähmchen mit Wachswabe (Mittelwandwabe)
  • 1 Rähmchen mit Wabenausbau
  • 1 Fototafel „Die drei Bienenwesen“ (Ausschnitt aus Foto s. u.)
  • 1 Fototafel „Gelbe Königin mit Hofstaat“ (Ausschnitt aus Foto s. u.)
  • 1 Infoblatt „Schon gewusst?“ (aus: Wobig, Tanja: Wenn die Bienen tanzen. Auer. 2010)
  • 10 Arbeitsblätter / Rätselblätter / Stationenfragen aus unseren Beständen (erhältlich in der Bienen-InfoWabe)
  • 1 Lösungsblatt „Aufbau eines Bienenvolkes (1)“ aus dem HOBOS-Film „Aus dem Leben der Honigbiene“ (beispielhaft für die Arbeitsblätter aus der DvD)
  • 1 Buch „Ich habe einen Freund, der ist Imker“
  • 1 Büchlein „Bienen – eine Wunderwelt“ (DIB)
  • 1 Curriculumbeispiel für die zweite GS-Klasse im Fach HSK
  • 1 Infoblatt zu „Zotero“ (Katalog unserer Imker-Bibliothek)
  • 1 Infoblatt „10 Irrtümer rund um die Biene & Co.“