Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Bienenpate Daniel Schiller 2014/2016

Blick auf Bamberg vom Stephansberg aus„Sitze entspannt im gelbem T-Shirt mit schönem Blick auf Bamberg. Bis gleich!“ lautete die SMS unseres noch unbekannten Bienenpaten, Daniel Schiller, die uns zum richtigen Tisch in Bambergs aussichtsreichsten Bierkeller lotste.

Reinhold Burger, Ilona Munique und Daniel Schiller

Reinhold Burger, Ilona Munique und Daniel Schiller

Und ganz entspannt und unkompliziert ging es sogleich so richtig zur Sache. Ruck-zuck hatten wir drei Schulbienen-Aktivitäten für das kommende Frühjahr zu Papier gebracht – noch ehe wir das geplante Pateninterview begannen! Das nenne ich Prioritäten setzen!

Bienenpate Daniel Schiller

Bienenpate Daniel Schiller

Aufmerksam wurde der Lehrer aus der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule durch den Artikel im „Zebra“, in welchem die Personalzeitung der Stadt Bamberg die drei Bienenpatinnen Dr. Regina Hanemann, Ruth Vollmar und Annemarie Rudel interviewte.

„Ich hab’s noch nicht einmal richtig durchgelesen und gleich zum Hörer gegriffen, um Details über diese Möglichkeit der Bienenpatenschaft zu erfahren.“, grinst unser Bienenpatenanwärter breit. Tja, unkompliziert hat er’s sich’s vorgestellt, das mit der Bienenpatenschaft, doch so ganz einfach machten wir es ihm dann doch nicht.

Unterstützung auf Gegenseitigkeit

Bienenpateninterview Ilona Munique mit Daniel SchillerDer Grund: mittlerweile gibt es drei Möglichkeiten der zweckgebundenen Unterstützung: 1. die geplante „Bienen-InfoWabe“ auf der Erba-Insel, 2. Eine Beute (= Bienenwohnung) und 3. Klassenunterricht und Lehrbienenstandsbesuche für Schüler. (Nähere Info hier). Da wir fast schon die komplette Anzahl von Beuten haben, aber auch die Finanzierung der Bienen-InfoWabe (das ist aber noch geheim!) gesichert ist …

Nun, Daniel Schiller entschied sich schlussendlich für Letzteres, zumal wir über den Notstand der Imkerszunft berichtet hatten, welcher in Bayern bei einem Durchschnittsalter von 64 Jahren auf eine akute Unterversorgung mit den Bienenpflegern schließen lässt.

Nachdem wir also für die „Blaue Schule“ eine Betriebserkundung zum Imkershop „HEG“ in Eltmann, einen Unterricht zum Thema „Handelskalkulation“ und einen Projekttag zu einem Lehrbienenstand in groben Zügen festgezurrt hatten – also eine geniale Win-win-Situation! – wendeten wir uns dem Abendessen und dem Neupaten-Interview zu.

Die Bienenpaten-Motivation

„Ich kenne weder in meiner Verwandtschaft noch sonst jemanden in meinem Umfeld, der imkert.“, gesteht der gebürtige Bamberger, „Doch am Imkerpavillon der Landesgartenschau 2012 hätte ich gerne mehr über Bienen erfahren und etwas Konkretes für sie getan. Dort trug man mir an, selbst zu imkern, was mir nun doch ein wenig übereilt schien“. Die Fragen konnte er heute jedenfalls nachholen bzw. vertiefen. Nun hoffen wir, ihn nicht mit zu vielen Informationen verschreckt zu haben, doch als Sohn einer „Lehrerdynastie“ ist er sicher einiges gewohnt.

Ilona und Bernd besiegeln die Bienenpatenschaft mit Handschlag

Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de und Daniel Schiller besiegeln die Bienenpatenschaft mit Urkunde und Handschlag am 16.09.2014

Nachdem die Urkunde feierlich überreicht, mit Handschlag besiegelt und wir beim „Du“ gelandet waren – unter Imker und deren Unterstützer ist das so üblich! – befragten wir Daniel noch einmal näher zu seiner Motivation. „Ich möchte mein Geld gerne in der Region arbeiten sehen. Und nachdem ich mich bei Ursula Sowa, unserer Grünen-Stadträtin, noch einmal über euch erkundigt hatte, die meinte: „Absolut unterstützenswert!“ (Danke, Uschi!), war ich endgültig überzeugt, zumal ich immer schon Bienenpate werden wollte.“

Übereinstimmende Leidenschaften

„Ich habe keine Angst vor Bienen und Honig esse ich ebenfalls gerne. Ehrlich gesagt, ich dachte mir auch, dass eure Organisation eine gute Adresse für die Projekttage unserer Wirtschaftsschule sein könnte.“, meinte Daniel aufrichtig. Ja, sehen wir auch so!

Nach seinen weiteren Leidenschaften befragt – denn dass er ein Vollblutlehrer und zudem sportlich ambitioniert ist, ahnten wir bereits – fällt dem Mountainbiker, Jogger, Inlineskater und Fitnessstudio-Besucher das Reisen ein, bevorzugt Fern- und Bildungsreisen.

„Alle Kontinente sind mittlerweile besucht“, lacht Daniel, wobei ihm Australien mit am meisten beeindruckte. In Kürze steht auf besonderem Wunsch seiner Partnerin, die Krankenschwester am Klinikum ist, die USA an sowie Sri Lanka. Doch auch nach Schottland zieht es das Paar hin.

Und bleibt dann noch Zeit, darf ein Buch nicht fehlen. Was ich als „Bibliothekswesen“ natürlich gerne höre, ganz klar. Schnell werden Thriller-Titel ausgetauscht und Lesetipps gegeben. Doch leider ist es mittlerweile schon etwas dunkel und frisch auf unserer Freiluftterasse, das müssen wir wohl ein ander Mal noch gründlicher vertiefen. Wir haben ja jetzt zwei gemeinsame Patenjahre vor uns, und ein Ende dieser Freundschaften um die Biene herum ist eher nicht vorstellbar.

 Synergieeffekt als Lohn

Besuch des Bienenstandortes "Berggebiet/Sternwarte" mit neuem Bienenpaten Daniel SchillerNoch eine letzte Frage, bevor wir gemeinsam im schwindenden Tageslicht dem Volk hinter der Sternwarte einen Besuch abstatten wollen: „Was schätzt du im Leben als besonders wichtig ein?“ Schnell kommt die Antwort „Authentizität“. Ja, das ist zu spüren, dass hier ein nach Klarheit strebender Mensch sitzt, der mit sich im Einklang ist und seine Berufung, seine Rolle bewusst und konsequent angenommen hat.

Anzunehmen ist, dass wir und unsere Bienen von dieser Patenschaft um Daniel Schiller gegenseitig sehr profitieren werden. Genau diesen Synergieeffekt, den wir bisher bei allen unseren Patenschaften (bis auf winzige Ausnahmen) erleben, lieben wir. Er ist Lohn unser aller Zeit und Mühe, die wir miteinander in die kleinen Tierchen stecken, um gemeinsam das Ziel zu erreichen: eine gesunde Umwelt für Pflanze, Mensch und Tier, dingfest gemacht an der (Honig)Biene.

„Was machen die Bienen im Winter?“ am Tag der offenen Gärtnereien 2014

Bienenpatin Carmen Dechant an ihrer Bienenpatenbeute

Flyer zum Tag der offenen Gärtnereien in Bamberg 2014Anlass? Bamberger “Tag der offenen Gärtnereien”
Wo? Hofstadt-Gärtnerei Dechant, Heiliggrabstraße 37a, BAMBERG
Wann?
So., 28. September 2014 | 11 – 17 Uhr Die Hofstadt-Gärtnerei ist für Führungen und zum Anschauen bereits ab 10 Uhr geöffnet!
Was? Infos zum Anfassen und Mitmach-Rätsel für Groß und Klein über Bienen-Honig-Imkerei. Außerdem am Stand: die “Bamberger Schulbiene”. [Gesamtprogramm]
Kosten? Keine. Wir freuten uns jedoch über Spenden für das Projekt “Bamberger Schulbiene”

Wer zu spät kommt … das „Seminar zur Bioimkerei“

Das „Seminar zur Bioimkerei“ in Pretzfeld ist mittlerweile ausgebucht, doch wir beide haben uns rechtzeitig angemeldet. Das heißt, ihr habt Glück gehabt, denn natürlich berichten wir darüber in unserem Weblog, klaro.

Anlass? Für Imker, die die Zertifizierung als Biobetrieb erwägen und für Anfänger mit Grundkenntnissen, die die Ausrichtung ihrer Imkerei frühzeitig anpassen möchten
Wer? Fachzentrum Bienen der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Zusammenarbeit mit der Öko – Akademie Bamberg und Kreisimkerverein Forchheim
Referenten: Dr. Stefan Berg und Dr. Ingrid Illies, N.N.
Wo? Pretzfeld, Lehrbienenstand Lützelsdorf des Kreisimkerverbandes Forchheim
Wann? Do., 25. September 2014 | 18 – 21 Uhr
Was? Unterschiede zwischen konventioneller Imkerei und Bioimkerei | Anforderungen der EU-Ökoverordnung und der Bioverbände | Umstellung eines konventionellen Betriebes auf einen Biobetrieb | Vermarktung von Bioprodukten
Kosten? keine
Weitere Informationen? [PDF-Programm]

Benefiz-Schulbienen-Radtour 2014 und ein Nachklapp

Die 2. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radtour 2014 aus Anlass des „Internationalen Tages zum Schutz der Bienen“ am 14. September fand – trotz der Kooperationspartner „Kultürla e. V.“ und dem Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V. – in einem fast schon familiären Rahmen statt. Die Konkurrenz am „Tag des offenen Denkmals“ und diverser anderer Veranstaltungen war wohl einfach zu groß, das Wetter zu unbestimmt.

Blick in die Beute an der Villa Dessauer mit RadtourengästenDessen ungeachtet fuhren wir nicht nur vier, sondern sogar fünf unserer insgesamt neun Bienenstandorte an [zur Route auf Google-Karte], um unseren Gästen Wiebke Burkhart, Michael Schilling und Christian Rindchen das Bienenleben in Bamberg näher zu bringen. Mit Erfolg offenbar. Denn Wiebke bekräftigte während der Tour ihren Entschluss, Bienenpatin in unserer Initiative zu werden und wir dürfen unsere 20. Patin in Kürze in unserem Weblog vorstellen. Christian hingegen will Imker werden und mit Michael wird’s eine Kooperation geben – siehe unten „Nachklapp und Ausblick“. So können wir sagen: viele waren’s nicht, doch die „Richtigen“!

Etappe 1: Villa Dessauer mit Honigverkostung – Buger Wiese

"Bienenleiter", Traube am Deckel, die bis zur Futterkiste herab reichtZunächst jedoch hieß es, knapp 20 Kilometer durchs schöne Bamberger Randgebiet zu radeln, beginnend um 10 Uhr im Skulpturengarten der Villa Dessauer. Hier steht das Volk von Bienenpatin Dr. Regina Hanemann, welches auch als Lehrbienenstand im Rahmen des Bamberger Schulbienen-Unterrichts zur Verfügung steht. Ein Blick in die Beute zeigte uns die geniale Konstruktion einer „Bienenleiter“, also eine von der Decke zum Futterbehältnis abwärts hängende Bienentraube.

Das regt natürlich an, ebenfalls ein wenig zu naschen. Und siehe da, zwei letzte Gläser aus den diesjährige Ernten – Villa Dessauer und Buger Wiesen – ermöglichten uns einen interessanten Honigvergleich. Dank an unsere beiden Patinnen Regina und Conny, die uns aus ihren eigenen Beständen voll Mitleid mit uns darbenden Imkern etwas abgetreten hatten.

Bienenvölker / drei BienenstöckeÜber den idyllischen Hainpark radelten wir plaudernd zum Standort in den Buger Wiesen, wo uns das noch existierende Volk von Christina Michel und die leider verwaisten Beuten von Sabine Gründler und Edith Schröder erwarteten.

Tote Bienen im Absperrgitter nach RäubereiDen Bienen-Paralyse-Virus sowie eine von uns kürzlich beobachtete Räuberei haben zwei von drei Völkern offensichtlich nicht überstanden. Auch das letzte Volk ist noch nicht außer Gefahr. Wie gut, dass das Risiko auf mehrere Standorte hinweg verteilt ist.

Etappe 2: Buger Wiese – Hohes Kreuz – Wildensorg/Rinnersteig mit Einkehr

Aussamung einer Wildrose in den Buger WiesenAus den immer noch blühenden Wiesen, allerdings mit diesjährig überwiegend sehr bienentrachtarmen Äckern, ging’s zurück nach Bug „Stadt“. Nach dem steilen Anstieg des Paradiesweges, auf dem geschoben werden durfte, erreichten wir den Standort „Berggebiet/Hohes Kreuz“ bzw. den REWE-Markt an der Würzburger Straße.

Bienenstandort "Berggebiet / Hohes Kreuz" am REWE-Rudel-MarktWenigstens dort summte es kräftig, wie schön. Das Ablegervolk von Bienenpatin Anne Rudel dürfte im nächsten Jahr stark genug für einen „Bamberger Schulbienen-Unterricht“ sein.

Mittagspause im Gasthof Heerlein mit GästenNach diesem spontanen Schwenk alsdann hurtig hinunter nach Wildensorg, um sich im Gasthof Heerlein zur Mittagszeit zu stärken.

Rähmchen mit WeiselzellenMit vollem Bauch noch einmal ein kurzer Anstieg für einen Stopp an unserem ältesten Standort am Rinnersteig mit den Patenvölkern von Elisabeth Burger, Michael Alt und Michael Burger. Ob auch unsere Bienen dort den herrlichen Panoramablick aus der Jungbauer-Wiese heraus zu würdigen wissen?

Beuten in Wildensorg-Rinnersteig (Jungbauerwiese)Wir tun’s jedenfalls und erfreuen uns zudem an den Streuobstwiesen, die den Bienen im nächsten Frühjahr wieder als willkommene Tracht zur Verfügung stehen werden. So das Wetter mitspielt.

Etappe 3: Wildensorg/Rinnersteig – Gärtnerstadt mit Metverkostung

Metverkostung in Hofstadt-Gärtnerei mit Bienenpatin Carmen Dechant, Reinhold entkorkt den MetNach der rasant bergabwärts führenden Sausefahrt vom Tempelchen, unserem Freiluft-Klassenzimmer, erreichten wir schnell die Gärtnerstadt, wo uns Bienenpatin Carmen Dechant in der Hofstadt-Gärtnerei bereits erwartete.

Gärtnerei-Führung durch Carmen Dechant, Hofstadt-GärtnereiWinterheide in der Hofstadt-GärtnereiEnd- und zugleich Höhepunkt des Tages: die Metverkostung und eine kurzweilige Gärtnereiführung mit unserer herzerfrischenden Gärtnerin, die auf die Wichtigkeit regionalen Einkaufens hinwies, um die Flora und Fauna vor Ort sowie die Gärtnerheihen als historische Zssseugen alter und noch heute gelebter Draditionen, die einer der Gründe zur Verleih-hei-hung des UNESCO-Welterbedingsbums waren und … äh, … sind … und darüber-hicks- hinaus, … a Pröstala-Lall!

Gruppenbild mit MetverkostungNach der Besichtigung des durch GIE-Wasser und Energie-Ring unterstützten und munteren Volkes der Lage „Gärtnerstadt / Heiliggrab“, für das Carmen und Gatte Michael verantwortlich zeichnen, kam der Nachmittagskaffee um 15 Uhr im angrenzenden  Zwiebetreterfest (Böhmerwiese) gerade recht. Leider verpassten wir Bienenpatin Sabine Gründler und ihren Kranzbindekurs ganz knapp, doch die Böhmers-Tochter musste kurzfristig bei ihren Töchtern nach dem Rechten sehen.

Nachklapp und Ausblick

Unsere Radtour-Gäste am Eingang zum Zwiebeltreterfest, Böhmerwiese, BambergDie Fröhlichkeit der Feiernden und das abwechslungsreiche kulinarische Angebot waren der richtige Schlusspunkt für unseren schönen Ausflug, den wir sehr genossen hatten. Die von den Teilnehmenden reichlich aufgerundete Startgebühr fließt nun in das Projekt der „Bienen-InfoWabe“ ein. Dafür herzlichen Dank!

Imkerfreunde Carmen und ChristianDanke auch für die gute Botschaft, dass Christian Rindchen mit Feuereifer sein künftiges Imkerdasein plant und uns daher viele Fragen stellte, die wir nur zu gerne beantworteten. Bereits jetzt schon hat er sich so viel angelesen und angesehen, dass wir kaum glauben können, dass er noch nicht selbst geimkert hat. Auch Carmen war sogleich hingerissen über den „Jungimkeranwärter“, der das Fähnchen für die Bamberger Bienenwelt am Ottobrunnen hochhalten möchte.

Michael auf Rad von hintenEbenso freut es uns, in Michael Schilling den Vorsitzenden des ADFC Bamberg e.V. kennengelernt zu haben. Er konnte sich vorstellen, unsere Radtour im nächsten Jahr in Kooperation mit dem Verein anzubieten. Uns schwebt dazu eine vereinfachte Version vor, die als „Talroute“, startend an der „Bienen-InfoWabe“ auf der Erba-Insel über die Bienenstandorte Schiffbauplatz zur Villa Dessauer und – nach einem Mittagsimbiss in z. B. der Hoffmanns-Klause des Campingplatzes oder im Buger Hof – hinaus in die Buger Wiesen und zurück über den Kunigundendamm mit Endstation (und Metverkostung) endend in der Hofstadt-Gärtnerei geführt werden könnte. Schätzungsweise wird es dann wohl auch wieder ein Zwiebeltreterfest geben, das den krönenden Abschluss bilden könnte. Na, wäre das was für euch?! Unter Aktivitäten und Termine bleibt ihr immer gut informiert – und als Bienenpaten sowieso!

„Ratet mal, wer heute zum Essen kommt!“

Bienen aus dem Sternwartenvolk… müssen sich die Sternwart-Bienen wohl gedacht haben, als sie ihrer Bienenpatin Conny Kopp und deren Nichte Stella ansichtig wurden, die kamen, um beim Füttern zu assistieren. Jetzt schmeckt’s gleich noch mal so gut, nicht wahr? Zumal auch die Ameisensäurebehandlung vorüber ist.

Bienenpatin Conny Kopp mit Nichte Stella und einer Zarge„Es war wieder ein sehr schönes Erlebnis und Stella hat es auch sehr gut gefallen. Und ich bin mit meiner Imkerausbildung wieder ein Stück weiter. Vielen Dank für alles!“, freute sich die Patin, als sie uns später einige Fotos vom Tag zusandte. Und wir freuen uns mit, denn das ist wohl das „Non plus ultra“, wenn eine unserer Bienenpaten diese „höheren Weihen“ anzustreben gedenkt. Eine „richtige“ Imkerausbildung mit Nachweis  bieten wir allerdings nicht, denn dafür gibt es schließlich Imkervereine. Jedoch eine Begleitung bei unserer Tätigkeit.

Vorspeise: Varroabehandlung

Entnahme des Liebig-Dispensers nach der AmeisensäurebehandlungGelernt hat Conny bei uns, wie der Liebig-Dispenser funktioniert, der wohldosiert über einen Papierdocht verdünnte Säure abgibt, die in der Beute verdampft, sofern die 3-5-Tages-Wetterprognose passt. Was natürlich beachtet wird von uns, bevor wir ihn einsetzen.

VarroakontrolleOb die Behandlung erfolgreich war, erfahren wir mit der Windelkontrolle. Die weiße Plastikschale ist übersät mit schwarz-braun glänzenden, runden Pünktchen, die die Milbe namens Varroa destructor verrät. Sie ist ein aus Asien stammender, bienenschädlicher Parasit. Das alles weiß unsere Bienenpatin aber schon aus früheren Besuchen.

Die Hauptkraftquelle für den Winter

Einfüttern des VolkesConny erfuhr heute neu, wie das Mischungsverhältnis der Zuckerlösung sein muss – nämlich 3 Teile Zucker zu 2 Teilen Wasser, gut gerührt und gerne auch noch mal geschüttelt. Jedoch NICHT verschüttet, denn sonst löst man womöglich Räuberei aus, sobald andere Näschen von der süßen Gabe Wind bekommen!

Vorsichtiges Eingießen des Zuckerwassers8 Liter bekamen unsere Bienchen gleich, der Rest auf 15 Kilo folgt später bzw. sobald sie aufgefuttert haben. Was normalerweise in etwa drei Tagen der Fall ist. Wobei unsere Bamberger Bienen im Moment alle nicht sonderlich schnell einlagern. Möglicherweise liegt es daran, dass es zwischendrin etwas kühler wurde. Ist nicht schlimm, nur – es darf auch nicht zu lange dauern. Denn die zweite Varroabehandlung muss schließlich ebenfalls bei noch warmen Temperaturen erfolgen. Altweibersommer wäre also nett.

Qualität hat seinen Preis

Gruppenbild 1Stella, die zur Zeit ihre Tante Conny besuchte, hatte übrigens bereits im Kindergarten Kontakt zu Bienen, konnte sich jedoch nicht mehr so richtig daran erinnern. Insofern war es eine gute Gelegenheit zur Auffrischung, bevor es bei ihr wieder an der FOS losgeht, und das mit einem gänzlich anderem Schwerpunktthema: der Wirtschaft. Obwohl … auch Imker müssen wirtschaftlich rechnen, was natürlich nicht zu Lasten der Qualität und des Wohlgefühls ihrer Bienen gehen darf. Also: keinen Honig zu Schleuderpreisen verkaufen, heißt unsere Imkerphilosophie. So meinte denn auch Conny Kopp einmal, sie hätte nicht gedacht, wie viel Arbeit doch mit der Imkerei zusammen hängt.

Vorbereitungen zum EinfütternWir sind uns sicher, dass unsere Bienenpatin und werdende Imkerin zwar eher keinen Honig verkaufen, es jedoch niemals an qualitätsvoller Behandlung ihrer künftigen Völker mangeln lassen wird. Das sieht man ja schon an Conny Kopps „Malort Bamberg“, den sie mit viel Feingefühl und sehr bedacht eingerichtet hatte. Einen kleinen Eindruck davon haben unsere Bloglesenden sicher über die von ihr bemalte Beute erhalten. Die wir nun wieder in der Obhut der Sternwarte lassen, deren Mitarbeiter/innen sich, wie wir gehört haben, doch sehr erfreuen an ihr bzw. deren geflügelten Bewohner/innen. Denen wir nun einen guten Appetit wünschen, bevor auch wir uns zum nahe gelegenen Keller begeben.

Dort treffen wir übrigens gleich den nächsten Bienenfreund – „Kellerkellner“ Stephan, dem Vater der kleinen Lola (ihr kennt sie von den Honigschleuder-Erlebnistagen), der uns von unserem Durst erlösen wird – und das garantiert nicht mit Zuckerwasser!

Tja, die Bienen- und Imkerfreundschaften in Bamberg wachsen und gedeihen – bald gibt’s Nachricht von der 20. Bienenpatin! Beibt dran!

Bienenpatin Ina Kudlich 2014/2015

Interview mit Bienenpatin Ina Kudlich und Ilona Munique

Interview mit Bienenpatin Ina Kudlich und Ilona Munique am 03.09.2014

„Seitdem ich Bienenpatin bin, muss ich jetzt immer die Bienen befreien, die sich ins Wohnzimmer verirrt haben“, schmunzelt Ina Kudlich, doch wir wissen, dass ihr das sicher nichts ausmacht, ihre „Patenkinder“ zu retten, so geschickt stellte sie sich beim Honigernten der vergangenen Honigerlebnis-Tage von Bienen-leben-in-Bamberg.de an. Bereits zum letztjährigen Tag der offenen Gärtnereien aber war der Barista aus dem Hause „Mokka makan“ klar, dass sie eines Tages Bienenpatin werden wolle. Nun, da sich die arabisch inspirierte Kaffeebar nebst rollenden Espresso-Rad gut etabliert hat, wurden endlich Ressourcen frei für die Bamberger Bienenwelt.

Die Feinschmeckerin

Ina Kudlich hält Tüte mit Bienenpatenhonig hoch

Bienenpatin Ina Kudlich

„Honig habe ich immer schon gerne gegessen und bringe vom Urlaub auch immer ein Honigsouvenir mit. Einer der besten Honige war ein super-genial schmeckender aus Australien!“, begeistert sich Ina, die aber natürlich auch ihren Bienenpatenhonig, den sie bereits erhalten hat, sehr lobt. „So, wie ich fasziniert davon bin, wie durch das Kochen aus Früchten und Zucker leckere Marmeladen werden, finde ich es gleichermaßen erstaunlich, dass diese kleinen Tierchen ohne großes Zutun essfertigen Honig liefern können.“

Nun ja, ein bisschen Zutun ist ja schon dabei, schließlich müssen heutzutage die Völker mehr als früher gut gepflegt werden, um all dem Unbill zu überstehen, der sie in vielfältiger Form heimsucht, seien es Milben, Viren, Pestizide oder Trachtverarmung. Von all dem hat die Lehrerstochter Ina bereits gehört und gelesen. Sie kann es daher kaum fassen, warum „große wie kleine Leute nicht mehr zwischen Bienen, Hummeln und Wespen zu unterscheiden vermögen. So viele Schüler können doch nicht gerade krank gewesen sein, als das im Unterricht dran kam!“

 Von den Medien zur Kaffeebohne

Milchzeichnung auf Kaffee der Mokka makan-Barista Ina KudlichIhr Vater, der aus dem Sudetenland stammt, hat es jedenfalls den beiden Töchtern, die in Bamberg geboren und aufgewachsen sind, beigebracht, die Natur aufmerksam zu beobachten. Und darauf bestanden, dass Ina ihr Abitur baut, auch, wenn sie selbst wenig begeistert von einem möglichen Studium war. So musste die Mutter ein wenig drängen, als nach zwei Monaten immer noch kein Studienfach gefunden war. Dann entschied sich Ina fast schon spontan für eine Buchhändlerlehre und blieb 16 Jahre lang dem Collibri treu. „Es hätte aber auch etwas ganz anderes sein können“, meint Ina Kudlich, um sogleich von diesem „ganz anderen“ zu erzählen, nämlich von ihrem Schwenk aus der Medienwelt hinüber ins „Mahlwerk“ – und damit hin zur Kaffeebohne. „Doch egal, was ich tue, es macht mir einfach Spaß, die Hintergründe zu erfahren und die Spreu vom Weizen zu trennen“.

Entspannte Gäste im Mokka makan BambergHintergründe erfahren, aber auch beteiligt sein … so erkundigt sich Ina nun, was sie alles innerhalb ihrer Bienenpatenschaft beitragen kann. Wir wünschen uns, dass unsere Patin das Bienenthema weiter kommuniziert, im besten Falle auch einen guten Einblick in die Materie erhält, indem sie uns bei der Arbeit über die Schulter schaut, gerne auch selbst mit Hand anlegt. Das ist natürlich nicht ganz so einfach, da Ina zusammen mit ihrer Freundin und Geschäftspartnerin Sonia Al-Kass ganz hübsch in die kleine Kaffeeoase des Vorderen Grabens eingebunden ist.

Mokka-Makan-Espressowagen am Tag der offenen Gärtnereien 2013Ina Kudlich an der rollenden KaffeebarBeide sind zudem viele Wochenenden durch das Cafe-Catering mit ihrem „Mokka makan mobil“ unterwegs, beispielsweise bei Bienenpatin Carmen Dechant am Tag der offenen Gärtnereien, wo auch wir letztes Jahr in Sachen „Bieneninfo“ dabei waren. Ein weiteres Projekt ist ihre Pop-up Kaffeekultur an der Kettenbrücke vor dem Hause Ducke nach dem Motto: “Coffee to go is garbage to throw – coffee to stay, that´s the right way!”

Die Sprachverliebte

Nicht nur des Englischen ist Ina mächtig, sondern ebenso des Französischen und Portugiesischen. Seit drei Jahren versucht sie sich außerdem an der (hoch-)arabischen Sprache, die sie immerhin jetzt vom Prinzip her verstehen gelernt hat. „Unser Logo ist ja eine Kalligraphie in Form einer Mokka-Kanne mit einem arabischen Spruch, den wir uns überlegt hatten“, so Ina. „Der deutsche Wortlaut ist: Die Sehnsucht deiner Zunge ist das Geheimnis deiner Wiederkehr – probiere mokka makan und genieße den Zauber des Orients und Okzidents.“ Mokka makan Schwan, Bordüre von Webseite

Und Ina lüftet nun auch den zweiten Teil des Geheimnisses: „Wenn ich dir jetzt noch verrate, dass die Borde, die an einen Schwan erinnert, der Teil ist, der mokka makan heißt, und dass sich mit dem Schwan verbinden bedeuten kann, sich für alle schönen Dinge öffnen und die Wahrnehmung dafür stärken” sowohl für “Inspiration und künstlerischer Ausdruck” als auch “Immer wieder Neues (neue Hüllen), Schönes entdecken” steht, ist das wahrscheinlich ein bisschen zu viel fürs Pateninterview …“ Nö, finden wir nicht, Ina, das ist faszinierend, Danke für diesen Einblick!

Die Sport-Begeisterte

Außer an Sprachen begeistert sich Ina am Sport – ob selbst ausgeführt oder auch bei anderen zusehend. Begonnen hat sie mit Tischtennis, dann folgten Badminton und Volleyball. Heute ist es zeitbedingt mehr das Joggen, Radfahren, Schwimmen oder Bergwandern. „Alles außer Motorrennen oder wo ich auf die Fairness des Gegners angewiesen bin“, grinst Ina, „also mindestens ein Netz zwischen den gegnerischen Parteien muss dazwischen sein.“

Nun ist Sport doch etwas sehr aktives, und so nimmt es uns ein wenig Wunder, als Ina auf die „Steinstrategie“ zu sprechen kommt. Sie schwört für sich auf „das sich entwickeln lassen“ und berichtet, dass „in dem Moment, wo ich die Geduld nicht mehr hatte und etwas forciert habe, es schiefgegangen ist“.

 Die Philosophin

Reinhold Burger und Ina Kudlich beim Bienenpaten-InterviewWichtig erscheint ihr auch, mehr Achtsamkeit den Dingen und der Natur gegenüber zu zeigen. „Die Zeit, besonders die Eigenzeit, hat heute einen anderen Wert bekommen“, stellt Ina Kudlich ernst fest. „Es muss ja nicht viel Zeit sein, aber doch wenigstens dann nicht oberflächlich.“ Ich schätze, dieses gute Verhältnis, welches Ina zur Zeit haben zu scheint und zur Achtsamkeit, strahlt auch wohltuend auf ihre Kaffeekunden aus. Zumindest ich fühle mich nach einem Besuch bei den beiden Damen viel entspannter. Ein guter Ort, um darüber zu philosophieren – so, wie Ina es bei diesen Interview tut – dass man sich den Konsequenzen seines Tuns bewusst sein sollte. Eine Aufgabe von Anfang bis Ende zu erleben (wie zum Beispiel im imkerlichen Jahreslauf) ist allerdings nicht mehr vielen Menschen vergönnt. So geht Aufmerksamkeit verloren, werden die Auswirkungen von Fehlern nicht mehr wahrgenommen, muss sich niemand mehr für etwas voll verantwortlich fühlen – kurz, „es fehlt das Bewusstsein, dass alles, was man macht, seine Konsequenz hat“, meint Ina nachdenklich. Und führt als Beispiel „Coffee to go“ an, der eine Ausnahme („… für z. B. Bahnreisende!“, werfe ich aus leidvoller Erfahrung ein!) bleiben und nicht massenhaft als „Lifestyleprodukt“ konsumiert werden sollte.

Gute Aussichten

Bienenpatin Ina Kudlich bei der UrkundenübergabeZum Schluss möchte ich wissen, welches besondere Natur- oder Tiererlebnis es für Ina Kudlich gegeben hat. Sie erzählt mit sichtlicher Ehrfurcht von der Begegnung mit einem Bienenschwarm, vor den sie sich erschrocken hat. Vielmehr vor dem enorm lauten, aber nicht unangenehmen oder bedrohlichen Geräusch, welches sie zunächst nicht einordnen konnte. Als sie des Schwarmes dann ansichtig wurde, ging sie dann doch lieber ins Haus zurück. Heute weiß sie jedoch, dass kein Bienenvolk so friedlich ist wie zu dem Zeitpunkt seines Ausschwärmens, um ein neues Zuhause zu gründen.

Ina Kudlich und Reinhold Burger bei der UrkundenübergabeMit der Aussicht auf ein paar arabische Rezepte ihrerseits, bzw. ihrer Partnerin Sonia, und auf kommende gemeinsame Bienenerlebnistage und die Bienepatenschaft über eine Beute in den Buger Wiesen verabschieden wir uns (mittlerweile leicht fröstelnd) vor dem VitaminX.

Wir freuen uns mit Ina Kudlich und all unseren anderen Bienenpatinnen und -paten über unser verbindendes Thema, den schützens- und beachtenswerten Bienen und ihrem leckeren Geschenk an uns Menschen, dem Honig.

Nachtrag 01.12.2020: Ina ist in der 4. Runde von 2020-2024 weiterhin unsere Bienenpatin.

Herbstzeit ist Lesezeit für (werdende) Zwetschgenkuchen

Friedelskeller, Brauhaus am Kreuzberg, HallerndorfOhne Bienen undenkbar: die fränkische Zwetschgenernte für unseren Sonntagsdatschi! Mit dem heutigen „erradelten“ Rezept wollen wir die leckere Hauptsache, warum wir Bienen halten, einmal besonders herausstellen.

glutenfreier ZwetschgenblechkuchenDas Besondere an Reinholds Rezept ist außerdem, dass es glutenfrei, also ohne „herkömmliches“ Mehl auskommt. Gut für alle, die Zöliakie haben (eine genetisch bedingte Glutenunverträglichkeit) oder Weizenallergiker. Dazu bedarf es etwas Geduld – und die braucht ihr auch jetzt beim Lesen, denn ich pirsche mich genussvoll an das eigentliche Rezept heran … jawohl, ist ja schließlich MEIN Tagebuch, da darf ich mich auch lang fassen!

Vorbereitung

Zwetschgenpflücken1. Man unternehme eine CO2-sparende Radtour von Bamberg in Richtung Hallerndorf (über Buger Wiesen, Pettstadter Fähre, Erlach, Großbuchfeld, Schnaid) und pflücke unterwegs von einem alten, garantiert ungespritzten Hauszwetschgenbaume – und freue sich, zufällig eine Tüte  dabei gehabt zu haben.

Rittmayer Keller, Kreuzberg, Hallerndorf2. Man erhole sich vom bergauf- und -ab an einem der drei superschönen Kreuzbergkeller (Rittmayer Keller oder Lieberth’s Keller (sorry, für das anglizistische Hochkomma, ich war’s nicht) oder Friedelskeller/Brauhaus am Kreuzberg).

Wallfahrtskirche Heilig Kreuz, Kreuzberg, HallerndorfUnd man vergesse keinesfalls, ein Dankesgebet an der Wallfahrtskirche Heilig-Kreuz zu sprechen, dafür, dass unsere Bienen trotz aller Widrigkeiten fleißig ihrer Bestäubungsarbeit nachgegangen bzw. -geflogen sind!

Lieberth's Keller, Kreuzberg, Hallerndorf3. Nach 46 km zuhause angekommen, verarbeite man mit seinem Partner erst einmal den schönen Ausflug, die Fotos und natürlich die Zwetschgen. 2,5 Kilo sollten es schon sein für ein großes, dicht belegtes Blech.

Hauptzubereitung „Zwetschgendatschi“ nach Reinhold „Datschi“-Burger*

glutenfreier Teig für ZwetschgenkuchenMan verrühre mit der Küchenmaschine zu einem glatten Teig:

  • 1 Beutel = 500g Werz-4-Korn Vollkornmehl (bio, glutenfrei, ohne Hefe und Salz)
  • 30g weiche Butter
  • 1 gute Prise Salz
  • 1 TL Flohsamen (zur besseren Speicherung des Wassers)
  • 2 TL Zucker
  • 1 P Hefe
  • 1 knapper EL Olivenöl
  • 250 ml Wasser
  • 250 ml Milch, lauwarm (erst 200 ml, dann je nach Konsistenz den Rest)
  • 1 EL Essig (z. B. Apfelessig)

Teig abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen. Vorheizen auf 200° C.

Zwetschgen entkernen mit kreuzweisem EinschnittZwetschgen entkernen: An der seitlichen Nahtstelle aufschneiden, oben und unten je ein Kreuz bis zum Kern einkerben, vorsichtig öffnen und Kern entnehmen. Die Zwetschge ist dann in vier Speiteln aufgefächert.

Zwetschgendatschiteig auf Blech gestrichenTeig wie einen Rührteig auf Blech mit einem Teigschaber aufstreichen und glätten (kann ein etwas klebriges Geschäft sein, Geduld!). Vor dem Belegen mit den Zwetschgen den Teig evtl. mit etwas zerlassener Butter einfetten, damit die Zwetschgen weniger durchfeuchten.

ZwetschgenkuchenbelagZwetschgenspeitel auflegen:  aufrecht stehend dicht an dicht aneinanderfügen (Reinhold hat per se die Ruhe weg, für alle anderen ist es eine Achtsamkeitsübung).

Belag bestreuen mit: sparsam Zucker und Ingwer, kräftig Ceylonzimt, mäßig Nelkenpulver.

dicht an dicht, die ZwetschgenbelegungBackdauer etwa 40-45 Minuten. Noch einmal mit Zucker nach Belieben bestreuen.

Und nun: genießen!

Danke, Bienen! Danke, Obstbauer! Danke, Reinhold!

* Datschi-Burger ist der Spitzname der Augsburger. Es ist reiner Zufall, dass Reinhold mit Nachnamen Burger heißt und – genau! – aus Augsburg stammt.

 

Herbstzeit ist Lesezeit für (werdende) Imker

Imkerliteratur des Kosmos-VerlagsDass wir viel, viel fotografieren ist schon manchem aufgefallen. Daraus ergab sich vor einiger Zeit ein schöner Kontakt mit der Redakteurin des Kosmos-Verlags in Stuttgart, die für ein Buchprojekt nach Fotos suchte und bei uns fand. Worauf auch wir auf das umfangreich mit Imkerbüchern bestückte Programm des Verlages aufmerksam wurden. Und da der Herbst naht und somit die kühleren Abende, wird es höchste Zeit, sich rechtzeitig mit Lesestoff einzudecken. Das gilt übrigens für Alt- wie Jungimker gleichermaßen! Ausgelernt hat man eh nie.

[Unbeauftragte Werbung]

Deshalb gibt es ab sofort eine feine Ergänzung unserer Imkerbücherei, die gerne von unseren Bienenpat(inn)en und Schulen ausgeliehen werden kann, zum Beispiel auch im Rahmen des Unterrichts der Bamberger Schulbiene, der im kommenden Frühjahr wieder losgehen wird. Dabei ist ein Buch besonders erwähnenswert: „Das Imkerbuch für Kids“ von Claudia Bentzien. Und wir pflichten der Aufforderung auf der Buchrückseite völlig bei: „Mach mit: Werde Imker!“

Tod in den Bamberger Buger Wiesen

Windel mit Varooenabfall und WachsrestenSchlüpfende Bienen, die der Tot ereilteLetzte Tage im August. Und die letzten Tage eines Volkes. Varroa-Tot? Wohl eher nicht. Es waren weniger Varroen in der Windel feststellbar als beispielsweise an unserem Standort Wildensorg-Rinnersteig. Verhungert konnten sie auch nicht sein, denn in den anderen Völkern der Buger Wiese waren noch genügend Futterwaben vorhanden. Wobei – alle Völker sind spürbar dezimiert. Doch dieses eine Volk ist definitv tot.

Tote Bienen und PuppenNur noch eine Handvoll Bienen lebt. Wenn man das Leben nennen kann, still dasitzend, mit abgespreizten, zitternden Flügeln. Kein schönes Bild, die heraushängenden roten Zünglein, die steckengebliebenen Schlüpflinge, die toten Puppen. Uns tut das Herz weh. Und unserer Bienenpatin Sabine Gründler wollen wir’s am liebsten gar nicht sagen, denn es betraf leider das Volk in der von ihr finanzierten Beute. Bereits letztes Jahr musste sie die Schattenseiten des Imkerlebens tapfer mit uns teilen, doch da gab es einen anderen Grund. Das damalige Volk war ein sehr kleines Schwarmvolk aus Wildensorg, welches wir wider besseren Wissens versuchten, durchzubringen. Doch diesmal war’s was anderes …

Wabe mit Biene, die während des Schlüpfvorgangs starb… eine Vergiftung? Hm. Um diese Jahreszeit? Schleichende Vergiftung? Oder der Nachhall des im Sommer festgestellten Akuten oder Chronischen Bienen-Paralyse-Virus? Den hatten alle drei Völker, und meistens erholen sie sich davon. Doch dieses eventuell nicht. Vielleicht war es zu klein und schwach, da es in diesem Jahr geschwärmt war. Wenn zu wenig gesunde Bienen nachschlüpfen, können diese die Brut nicht ausreichend versorgen.

Bienenvölker / drei BienenstöckeAnyway … wir wissen es nicht genau. Und können leider auch keine Untersuchung anstellen lassen, denn 100 Gramm Leichen fordern die Labore. Können wir nicht bieten, offensichtlich sind die meisten Bienen unterwegs verstorben bzw. haben sich zum Sterben außerhalb des Stockes begeben, wie es Bienen (und viele andere Tiere) nunmal fürsorglich tun.

Wenn das große Bienensterben jetzt schon vor dem Winter beginnt, dürfen wir uns „warm anziehen“. Dass wir aufgrund der Trockenheit sehr wenig Honig ernteten und gerade noch so die Vorbestellungen und unsere lieben Bienenpaten versorgen konnten, ist sicher noch das kleinere Übel. Es hilft auch gar nichts, zu wissen, wir haben noch ein Dutzend Völker. Jedes tote Volk ist eines zu viel.

Ferienclips in Sachen „Bienen“

Zur Ferienzeit mal etwas Nettes. Klasse gemacht aus dem Hause Greenpeace zwei wirklich gute Bienenfeatures. Zum einen die ambitionierte interaktive Informationsplattform „Rette die Biene“, die lehrreich und gleichzeitig spannend aufgemacht ist. Ein Klick auf die blinkenden Waben, die an verschiedenen Stellen der Filmaufnahme zum Klicken verlocken, führt tiefer in das jeweilige Bienenjahr ein. Fehlt nur noch der „Sommer“, der ist offenbar noch nicht fertig.
Besonders frappierend: der Ticker, der forlaufend die Menge an Pestiziden in Kilogramm anzeigt, die, während wir so vor dem Bildschirm sitzen, in unseren Landen aufgebracht werden.
Screenshot "Rette die Biene" von Greenpeace

Und hier das zweite Feature: schon eine Weile vor allem via Facebook herumgepostet, der absolut witzig gemachte, hochprofessionelle Videoclip mit durchaus ernstem Hintergrund: Greenbees – Save the bees, save the humans.

Viel Vergnügen!