Aussichtsreiche Führung durch den ERBA-Park in Bamberg

ERBA-Park Bestandsaufnahme, Einladung via FacebookHeute von 19 – 21 Uhr beginnt eine Führung durch den ERBA-Park in Bamberg, initiiert vom Vorstand des Fördervereins zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e.V . Er lädt die Vereinsmitglieder zur Begehung des ERBA-Parkes ein, doch auch interessierte Gäste sind willkommen. Treffpunkt ist der Fünferlessteg im Süden des Parks, also unweit der früheren Anlegestelle des Ausflugsschiffes „Franken“, gleich nach der Friedensbrücke (Regensburger Ring).
(zur Einladung auf Facebook)

Künftiger Standort der Bienen-InfoWabe im ERBA-Park BambergZeichnung Bienen-InfoWabeWir von der Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de als künftige Mit-Gestaltende des Areals freuen uns schon sehr auf den Schulterschluss mit dem Verein, der sicherlich zum gegenseitigem Wohle sein wird. Bereits im Vorfeld dazu gab es einen guten Kontakt mit Jobst Giehler, dem neuen Vorsitzenden des Vereins. Auch erhielten wir unter der Amtszeit seines Vorgängers, Dr. Detlev Hohmuth, eine großzügige Spende für die Bienen-InfoWabe und werden darüber noch ausführlicher berichten.

Obstbäume auf der ERBA-InselWeitere Planungen, die im Zusammenhang mit einer Neugestaltung einiger Areale stehen, ist unser Einweihungsfest am 20.09.2015, zu dem die Bevölkerung für den Nachmittag herzlich eingeladen ist. (siehe auch Aktivitäten und Termine). An fünf Stationen erfahren die Besucher Interessantes rund um Bienen, die Imkerei, über Trachtpflanzen und Honig. Nach dem Errätseln einiger Quizfragen werden nämlich Krokuszwiebeln ausgegeben, die rund um die Obstbäume der großen Wiese zwischen Fünferlessteg und Interkulturellem Garten (dahinter die Schrebergartensiedlung „Weide“ und Maria-Ward-Straße) gesetzt werden sollen.

Künftiger Standort "Bienen-InfoWabe" auf Erba-InselEin weiteres unserer Vorhaben ist das Säen einer insektenfreundlichen Blumenwiese auf dem rund 5.700 m² großen Rasenplatz. In Zusammenwirken mit dem Gartenamt der Stadt Bamberg sollen hier mehrere Variationen an Blühmischungen ausprobiert und zur Nachahmung empfohlen werden. Zu diesem Zweck werden wir am 12.07.2015 nach Veitshöchheim zum Fachzentrum Bienen an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau pilgern, die uns bereits letztes Jahr schon mit ihrer Blühausstellung begeistert hatten (siehe auch Aktivitäten und Termine).

Ilona auf unserer Parzelle auf dem Grundstück "Interkultureller Garten Bamberg e. V.Dennoch werden wir unsere Miniparzelle im  Interkulturellen Garten Bamberg e. V. weiterhin beibehalten und voraussichtlich im nächsten Jahr im Rahmen eines Sommerfestes oder zum Tag der Umwelt 2015 ein Mosaik-Bienenhotel errichten.
P. S.: Am Tag der Umwelt 2015 sind wir ebenfalls im ERBA-Park mit einer Führung anzutreffen.

Zwei Beuten auf der Erba-InselBereits seit vergangenem Jahr stehen übrigens schon im kleinen Wäldchen – und damit rein zufällig in unmittelbarer Nachbarschaft zum Vorsitzenden – derzeit zwei Bienenvölker. Meike Winnemuths Patenbienenvolk erhielten erst kürzlich seine „Lehrbienenstands-Feuerprobe“ anlässlich eines VHS-Kurses zur Imkerei.VHS-Kurs Imkerei im ERBA-Park

Sie sehen, es bleibt spannend auf diesem wunderschönen, nördlilchen Zipfel des Bamberger Inselgebietes, das nicht nur von Bienen bevölkert, sondern auch von der menschlichen Bevölkerung sehr gut angenommen wurde. Überzeugen Sie sich heute Abend doch einmal selbst!

Bundesweite Tagung „Bienen machen Schule“ in Tübingen

Die 5. bundesweite Tagung „Bienen machen Schule“ findet vom 10.-12.09.2015 in Tübingen statt. Sie ist eine Initiative von Mellifera e. V. und will Pädagogen und Imker zusammen bringen, „die im Kindergarten oder Schulunterricht, in der Bienen-AG, in Umweltzentren, der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder im Imkerverein Bildung mit Bienen machen.“

Gerne würden wir ebenfalls daran teilnehmen, doch ist unser Terminkalender wieder einmal hübsch belegt. Doch eines Tages schaffen wir das sicher und können dann unsere eigenen Erfahrungen der „Bamberger Schulbiene“ mit denen der anderen vergleichen.

Alles neu macht der Mai – und lieben Bienenpatenbesuch bringt er obendrein

2416-Michael-Reinhold2445-Ruth-Vollmar-im-GartenDank Imkerkollege Konrad verfügen wir nun über sechs verzinkte Bleche mit Regenschutzkante. Anlässlich eins Besuches unseres Bienenpaten und Freundes Michael Alt aus München brachten wir zwei von ihnen zu ihrem Bestimmungsort. Bienenpatin Ruth Vollmar, bei der eines unserer Bienenvölker steht, bot uns nämlich vor einiger Zeit an, den Zaun ihres Gartens am Schiffbauplatz mit einem Schild zu verzieren, auf dem Informationen über ihre Patenschafts zu lesen sind. Denn der daran vorbeiführende Landesgartenschauweg lockt viele Spaziergänger in Richtung Erba-Insel, so dass der eine oder die andere ebenfalls auf den Gedanken einer Bienenpatenschaft bei unserer Initiative kommen könnte.

2426-Erbavolk2429-Bienenpatenvolk-Winnemuth-mit-MichaelAuf der Erba-Insel besuchten wir sodann das Bienenpatenvolk von Meike Winnemuth (Hamburg). Es steht in unmittelbarer Nähe des nunmehrigen 1. Vorsitzenden des Fördervereins zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 und Bienenunterstützer Jobst Giehler, der netterweise ein Auge auf unser Erba-Volk hat. Wir werden zu einem späteren Zeitpunkt noch von ihm hören, denn wir erwarten freudig eine Spendenübergabe seines Fördervereins für unser Projekt Bienen-InfoWabe.

2421-kuenftiger-Platz-Bienen-InfoWabe2425-IKu-BienenweideparzelleDen künftigen Platz des „grünen 2423-IKu-Platz-fuer-BienenweideKlassenzimmers“ nahmen wir natürlich auch gleich in Augenschein, ebenso wie den Interkulturellen Garten, auf dem wir eine Parzelle mit einer Bienenweide angelegt hatten. Sie erhält nun ebenfalls ein neues Schild, so dass klar erkennbar ist: auf diesen Fleck hat nicht etwa jemand keine Lust mehr auf Gartenarbeit und lässt alles verunkrauten, stattdessen steht hinter dem Wildwuchs das Konzept späterer Führungen, die aufzeigen werden, welche Blumen für Bienen bekömmlich sind. Uns freut sehr, dass IKu-Vereinskollegin Sonja die Idee der Bienenweide für die das Gelände abschließenden Gemeinschaftshügelbeete aufgegriffen hat. Mühsam von Quecken befreit darf es nun bald neben einer kleinen Steilkante, die mit Wildbienen besiedelt ist, fröhlich blühen. Danke, Sonja!

2435-SpielplatztestungNachdem Michael die Qualität der Spielplätze getestet und voll des Lobes darüber und ganz generell über die Landesgartenschauanlage war, ließen wir den Spaziergang am Faltbootclub ausklingen. Zwar war Michaels Patenvolk in Wildensorg diesmal nicht zur Besichtigung eingeschlossen, doch drei Völker an einem Nachmittag reichen völlig aus, sich über das rege Bamberger Bienenleben zu freuen. Das dritte Volk, an dem wir vorbeikamen, steht übrigens an der Weide und ist Jakob Janßen gewidmet, dessen Tochter und Schwiegersohn, Familie Contag aus Wetzlar, hoffentlich auch bald wieder zu einem Besuch kommen werden.

2444-Faltbootclub-Sitin2439-Erba-Insel-mit-UniSo verbinden unsere Bamberger Bienen die Städte München, Hamburg und Wetzlar und sorgen dafür, dass sich unser Bieneninitiativgedanke weit verbreiten kann. Doch auch in anderen Städten sorgen etliche Initiativen für die Aufmerksamkeit auf unsere fleißige, arg gebeutelte Bestäuberin. Reinhold und ich konzentrieren uns auf Bamberg, wo es genug Aufklärungsarbeit für uns gibt, unter hilfreicher Unterstützung von Imkerkolleg(inn)en und all unserer Bienenpatinnen und –paten, egal, woher auch immer diese stammen!2438-An-der-Erbaspitze

 

Einladung zur Bausenatssitzung „Bienen-InfoWabe“

Wir laden ein zur öffentlichen Sitzung des Bau- und Werkssenats am Mi., 6. Mai 2015 um 16 Uhr, im Rathaus, Großer Sitzungssaal, Maximiliansplatz 3 in Bamberg, in der die Senatsmitglieder über die Errichtung der „Bienen-InfoWabe“ entscheiden werden.

Bienen-InfoWabe @Holzbau Friedmann

Bienen-InfoWabe (c)Holzbau Friedmann

Lehrbienenstand auf der Erba-InselDie 41 m² große Informations- und Bildungseinrichtung auf der Erba-Insel dient (nicht nur) Schulklassen bis zu 30 Kindern als „grünes Klassenzimmer“, an der auch separat ein echter Lehrbienenstand angeschlossen ist (der übrigens bereits besucht werden kann, siehe auch VHS-Kurse unter Aktivitäten und Termine). Im Grundprinzip ist die neue Bienen-InfoWabe ein Nachfolgeprojekt des Imkerpavillons zur Landesgartenschau Bamberg 2012.

Die Hortgruppe der Jean-Paul-Kita Bamberg beim Bienenerlebnistag von BLIBWir hoffen sehr, dass viele Bürgerinnen und Bürger zur Sitzung kommen und ihr Interesse (gerne in bienenfarbener Kleidung) bekunden, damit über das Projekt positiv entschieden wird.

Die Bamberger Schulbiene jedenfalls würde sich freuen, wenn sie nicht buchstäblich mit den Schüler/inne/n im Regen stehen gelassen wird. Denn nicht immer ist ja schönes Wetter für den Bienenunterricht im Freien.

"Ich liebe diese Schulbiene" – Bienenzeichnung von Annika, WunderburgschuleEin Wohlfühlzimmer, in dem man generationenübergreifend lernen, malen, rätseln, basteln und sich informieren und kennenlernen kann, mit Anschauungsobjekten und Forschungsstationen, wasserdicht und leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, das ist unser Traum für die Bienenstadt Bamberg!

Leben denn echte Bienen in der Bienen-InfoWabe?

Die „Bienen-InfoWabe“ enthält natürlich keine Bienen, sondern dient als Schulungs- und Vortragsraum, wo auch Spiel und Spaß nicht zu kurz kommen. Die wabenförmige Holzkonstruktion soll generell an Sonntagen als niederschwellige und barrierefreie Anlaufstation für alle Interessierten offen stehen, die einfach wissen wollen, was es mit dem Bienensterben auf sich hat, wie man den Bienen helfen oder wie man sogar selbst imkern lernen kann. Wir von der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ beantworten diese und viele Fragen mehr. Für Kinder gibt es allerlei Kurzweil, damit sie eine positive Einstellung zur Biene gewinnen können. Denn was man kennt und liebt, das schützt man!

Westliche Honigbiene – apis melliferaFür die Zukunft bauen wir auch auf verstärkte Unterstützung durch verschiedene Vereine, die wir in unser Programm mit involvieren möchten. Allen voran dem künftigen Eigentümer und Bauherrn, der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V.

Im angrenzenden Interkulturellen Garten e. V. legten wir bereits auch schon eine kleine Bienenweide-Parzelle an. Dort erfährt man, welche Nahrung Bienen mögen, kann mit uns zusammen ein Hotel für Wildbienen bauen oder einfach dem Summen der fleißigen Insekten zuhören.

Wir freuen uns auf eine hoffentlich blühende Zukunft unserer wichtigsten Bestäuberinnen, der Honigbiene und alle ihrer Artgenossen in Bamberg!

Version 2Ilona Munique und Reinhold Burger, Projektinitiatoren, Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

… und im Namen von Robert Engert, 1. Vorsitzender des IBZV Bamberg Stadt und Land e. V.

Bienen und Frieden passen gut zueinander

Madeleine Munique und Frederik Bartl in BambergDer Bamberger Gabelmo‘ war „kuscheliger“ Aktionsplatz für die Akltion „Franken für Frieden“, die am 19.04.2015 ihren einjährigen Geburtstag feierte. Zwar konnte die Bamberger Schulbiene der vor einigen Wochen herangetragenen Bitte von Mandy Pflanze, einen Vortrag dort zu halten, aus zeitlichen Gründen nicht entsprechen, doch sehr gerne verbrachten wir wenigstens ein kleines Weilchen auf diesem perfekt und mit Herzblut gestalteten Friedensfest direkt vor unserer Haustüre. Zumal auch noch meine Nichte Madeleine aus Nürnberg als Mitverantwortliche anwesend war, die sonst zusammen mit ihrem Partner, Frederik Bartl, die montägliche Nürnberger Friedensmahnwache organisiert.

Mandy Pflanze am Friedenstreff mit Bienen-AktionIch freute mich natürlich sehr, als wir hörten, dass Mandys Stand, an dem man Samenbömbchen für Bienentrachtpflanzen basteln konnte, gut besucht war. Sie gab mir dann auch einige Samentütchen mit, die demnächst im Interkulturellen Garten Bamberg verstreut werden. Herzlichen Dank dafür!

Ebenfalls freute es mich, unsere Bienenpatin Claudia Meyer angetroffen zu haben. Es tat gut, sich am Rande des Geschehens auszutauschen, und auch ihr sei hiermit gedankt für ihr offenes Ohr, welches uns der Lösung eines kleinen Problems im Zusammenhang mit der Bienen-InfoWabe näher gebracht hat.

"Wir sind eins"Die sozialen Medien wie Facebook wurden zwar lied- bzw. raptechnisch leicht niedergemacht, doch ohne sie wäre manche aktuelle Kommunikation in der Masse und im Einzelnen nicht so recht mehr denkbar. Ergänzt durch das physische Miteinander (sogar aus Köln kamen sie angereist!) ist es eine runde Sache gewesen – Bienen und Frieden haben sich getroffen und es genossen!

Freunde bei "Franken für Frieden" in BambergSchön, dass wir in diesen beiden Angelegenheiten eins wurden. Ob nun der Frieden oder die Bienen tatsächlich mit den Aktionen gerettet werden können? Wir wissen es nicht, doch ein Versuch ist es wert – nein, VIELE Versuche sind es wert! Und das ist doch schon mehr, als nur an den Problemen der Welt mit Scheuklappen vorbeizulaufen.

Samenbömbchen für BienentrachtpflanzenDoch bei allem Reden, Singen und Diskutieren darf nicht vergessen werden, auch etwas Handfestes zu tun. Für uns heißt es beispielsweise, ab Montag unseren Bienenvölkern die Honigräume aufzusetzen, damit wieder mehr Platz zum Brüten da ist. Und natürlich Bienenweidesamen auszustreuen. Zeit zum Reden und Zeit zum Handeln – Zeit für Frieden und Zeit für Bienen – Zeit für Freunde und Zeit für die Familie – am besten ausgewogen, dann sollte das Leben doch gelingen – meint ihr nicht auch?!

Austausch auf natürlicher Ebene – Biene trifft Garten

Biene auf Wildtulpe„Honigbiene trifft Kräuterspiralgarten“, so der Artikel der Vereinszeitschrift „Natur & Garten“, darinnen die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, die in Wort und Bild durch die Autorin, Dr. rer. nat. Elke Puchtler, aus Adelsdorf (bei Erlangen) mit einbezogen wurde.

Elkes Kräuterspiralgarten„Austausch, miteinander lernen, miteinander wachsen“, so das Motto der Eingangszeilen, die von der „Regionalen Partnerschaft“ zwischen der „Bamberger Schulbiene“ und der Heilpraktikerin und Kräuterkundigen berichten. Elke Puchtlers 820 qm großer Kräuterspiralgarten in Stammbach ist ein Hort für Insekten aller Art, natürlich besonders für Bienen. Genau wie ihr wunderbarer Aromagarten soll künftig auch unsere Bienen-InfoWabe als Initialzündung positiv auf andere wirken.

Screenshot ArtikelTreue Leser/innen unseres Blogs wissen, dass Dr. Elke Puchtler uns hier als Weblog-Autorin an ihrem immensen Wissen über Blühendes, Aromatisches und Heilendes teilhaben lässt. Und das, obwohl sie durch ihre häufigen „Gartenfahrten“ in den Frankenwald über ein nur geringes Zeitbudget verfügt, zumal sie ja auch noch ihre Naturheilpraxis im Landkreis Erlangen-Höchstadt führt. Dafür – und im Nachtrag des Artikels, der hier zum Download (aktualisiert 19 Uhr) vom Verlag und Autorin netterweise für unsere Leser/innen freigegeben wurde – herzlichen Dank!

Besuch der Bienenausstellung im Market Hallstadt

1208-Imkerverein-Schesslitz-im-MarketRiesige Bienenfigur in der Ausstellung„Zum Ende hin kommen immer mehr Schulklassen, heute waren schon drei da!“, freuen sich die beiden Scheßlitzer Imker, die sich für ihren Imkerverein Scheßlitz bzw. für die Besucher der Bienenausstellung im Market Oberfranken in Hallstadt die Zeit genommen haben, einen Stand aufzubauen. Es wird aber auch Zeit, denn nur noch bis 14.03.2015 sind die großformatigen Exponate unter dem Motto „Bunte Welt der Bienen“ dort zu sehen.

Daniel und Reinhold beim KaffeetrinkenWir trafen uns mit unserem Bienenpaten Daniel Schiller für einen erneuten Rundgang, denn die Klassenfahrt mit seinen Schülern der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule Bamberg vergangene Woche machte uns Lust auf mehr.

Varroamilbe in der AusstellungNatürlich stoßen wir beim Lesen der unglaublich vielen Texttafeln auf das eine oder andere „Ungereimte“. Doch dürften diese den meisten Nicht-Fachleuten kaum auffallen. Und auch wir lassen uns auf die Schilderungen samt der überdimensionalen figürlichen Darstellungen von Killerbienen, Varroamilben, einem Bären und einer indigenen Mutterfigur, die ihr Wickelkind mit Honig füttert, teils fasziniert, teils belustigt ein. Alles sehr aufwändig in Szene gesetzt, das muss man den Machern dahinter lassen.

"Der Bien" in der AusstellungDoch so gar nicht passend fanden wir den „Bien“. Der (eher nichtwissenschaftliche) Begriff soll aussagen, dass Bienen nicht nur als Einzelwesen zu betrachten, sondern zusätzlich als ein Superorganismus, der eigenen Regeln folgt. Demonstriert wurde das in der Ausstellung durch einen einzigen großen Bienenkörper, der aus zusammengesetzen kleinen Bienen moduliert ist. Mehr schrecklich als schön anzusehen. Effekthascherisch aufgebahrt in einem Drehkarusell, von Spots beleuchtet – für den unbedarften, vor allem jüngeren Besucher erschließt sich der Kontext so eher nicht. Die zu beobachtenden Mienen zeigten denn auch Verwirrung und Unverständnis. Manchmal wäre weniger mehr.

Sehen, hören, fühlen und schmecken

Killerbienen-Nest in der AusstellungPassend medial ergänzt wird die Ausstellung durch einen Videofilm, der im Inneren eines riesigen Bienenkopfes auf drei Bildschirmen abläuft, sowie durch Tonaufzeichnungen von – natürlich – summenden Bienen. Sie erschallen aus einem Pappmachèbaum, in dessen Höhlungen die neugierig tastende Hand sogar Propolishonigbonbons findet. (Wer immer sie da hineinlegte – und wir vermuten fast, es waren besagte Imkerkollegen – herzlichen Dank! Sie haben auch mir kurzfristig ein Kratzen im Hals vertrieben!)

1024-Bienenausstellung-MarketSicher ist die Ausstellung keine Konkurrenz zu einem wissenschaftspädagogisch wertvollem Naturkundemuseum, dafür ist sie zu reißerisch. Genau das jedoch erwartet niemand in einer Kaufhauspassage. Von daher ein echtes Faszinosum und hinreichend lehrreich, um von uns empfohlen zu werden. Eine tolle Idee des Centermanagements und auch logistisch gesehen ein enormer Aufwand.

Also, einfach mal selber einen Sprung in das Einkaufscenter unternehmen! Für Fragen und Ergänzungen stehen unsere Imkerkollegen dort sicherlich sehr gerne zur Verfügung. Und Honig haben sie auch dabei!

Bamberger Wirtschaftsschule auf Klassenfahrt: HEG-Betriebsbesichtigung und Bienenausstellung

Daniel Schiller, WirtschaftsschuleDem Einfallsreichtum von Daniel Schiller, Lehrer der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule in Bamberg, ist es zu verdanken, dass seine Klasse 10e am 06.03.2015 eine Abwechslung vom Unterrichtsalltag erleben durfte. Als Bienenpate finanzierte er mit seinem Beitrag einen Schulbienen-Unterricht, der nun in drei Teilen verwirklicht wird.

Wirtschaftsschüler im Betriebshof der HEG, Eltmann (Foto von Wirtschaftsschule)Erster Teil unseres „Deals“ also eine Klassenfahrt mit zwei Stationen. Wir begann mit einer Betriebsbesichtigung des HEG Imker Shops der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. und endeten mit Besichtigung der Ausstellung „Bunte Welt der Bienen“ von Market Oberfranken in Hallstadt, die noch bis zum 14.03.2015 zu sehen ist.

Eingang zur Wirtschaftsschule Bamberg29 Schülerinnen und Schüler erfuhren auf der Fahrt von Bamberg nach Eltmann, was es mit dem heutigen „Unterricht“ auf sich hat, dass es den Bienen nicht besonders gut geht und Deutschland dringend Jungimker benötigt, um das derzeitige Durchschnittsalter bayerischer Imker von 64 Jahren auf ein zukunftsfähiges Niveau zu senken. Denn die beginnende Versorgungslücke mit Bienen hat zur Folge, dass es weniger und qualitativ schlechteres regionales Obst, Gemüse oder Beeren geben wird bzw. zum Teil schon nicht mehr ausreichend geerntet werden kann.

Reinhold im BusWas aber braucht ein Jungimker, wenn er zur Belebung der Kulturlandschaft etwas beitragen will? Natürlich erst einmal die Wohnung der Bienen, also eine Beute. Wie diese aufgebaut ist und was sie kostet, nebst einigen weiteren Materialien, das waren heute unsere Einstiegsfragen. Anhand einer Kopie (Modul 5 aus der Broschüre „Stationenlernen“ des Deutschen Imkerbundes e. V.) sowie einer Einkaufsliste näherten wir uns den ersten „Hochrechnungen“.

Der HEG-Imker-Shop der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. (HEG)

Somone Machinek erklärt ein BeutensystemDas angekündigte „Imkerkaufhaus“ heißt in voller Länge HEG Imker Shops der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V.. In der Art einer Genossenschaft kauft die HEG als Zwischenhändler die Honigerzeugnisse von ihren Mitgliedern auf und verkauft sie wiederum an diejenigen Mitglieder weiter, die die Produkte weiter vermarkten möchten. Der Shop bietet außerdem alles an, was man zum Imkern benötigt.

Simone Machinek erklärt BeutenzubehörSimone Machinek, seit vergangenem Jahr die Geschäftsführerin der HEG, begrüßte zusammen mit ihrer Mitarbeiterin Frau Hilde von Brase die Klasse herzlich und startete sofort mit einer detaillierten und kenntnisreichen Erläuterung eines Beutensystems. Wenngleich sicher noch nicht allen klar ist, wie genau die Bienen dort in den Kästchen leben – das erfahren sie eine Woche später im Folgeunterricht von uns – so beeindruckte doch der Erfindungsreichtum der Imker, die alles tun, damit sich die Bienen wohl fühlen, aber auch sie selbst mit ihrem Handwerk gut zurecht kommen.

Ein Wachsklotz wird bestauntBetriebsbesichtigung in der Lagerhalle der HEGIn der sehr ordentlichen, im zeitigen Frühjahr noch gut bestückten Lagerhalle, stapelten sich weitere Objekte wie Wabenschleudern, Sonnenwachsschmelzer und Honigabfüllgefäße. Ein randvoll gefüllter Altwabentrog zeugte von der immensen Arbeit Milliarden fleißiger Bienen. Ein gereinigter Wachsblock wurde von Hand zu Hand gereicht, allerdings roch er wegen der Kälte von nur wenigen Plusgraden nicht so wachsduftig wie erhofft.

Simone Machinek, Geschäftsführerin HEGSimone Machinek erklärt eine HonigschleuderNachdem die Klasse die Gelegenheit erhielt, sich mit Kleinigkeiten einzudecken, gab es von Simone vorbereitete Beutel mit informativem und süßem Inhalt in die Hand. Dass es ihre erste Betriebsbesichtigung für Schüler war, hat man ihr keinesfalls angemerkt, so professionell war alles vorbereitet und durchgeführt. Kein Wunder, hat sie doch als versierte Marktbestückerin ihres Honigstandes in Bamberg bereits viele Jahre mit ihrem Mann zusammen fundierte berufliche Verkaufspraxis, außerdem auch durch ihren Malerbetrieb.

Klasse 10 der Wirtschaftsschule Bamberg in der Verkaufshalle der HEGDenn von Honig allein können nicht einmal 10% aller Imker in Deutschland eine Familie ernähren. Zumal der Preis für ein Glas Honig viel zu niedrig oft angesetzt wird und er es gegen die Billigkonkurrenz der ausländischen Honigerzeugnisse schwer hat. Darum ging Simone Machinek zum Schluss auch auf die Bedeutung qualitätsvoller Honige ein, wie sie zum Beispiel durch die Vorgaben des DIB, Deutscher Imkerbund, gewährleistet ist.

Die Bienenausstellung im Market Hallstadt

Unsere Busfahrerin Sabrina von Basel-ReisenNoch nicht ganz erstarrt, doch ordentlich durchgefroren, wärmten wir uns auf der Fahrt im gut beheizten Bus der Basel-Flotte wieder auf. Die charmante Busfahrerin Sabrina entschädigte mit ihrer ruhigen Fahrweise und mit ihrer Bereitwilligkeit, sofort auf unsere Wünsche einzugehen, auch locker fürs ausgefallene Mikrofon. Als Pädagogen verfügen wir ja über ein geschultes Organ, und nachdem die Klasse nicht über Gebühr laut war, klappte es mit der Verständigung ganz gut.

Imker in voller Montur in der Ausstellung Market Hallstadt1024-Bienenausstellung-MarketSchade, dass wir wegen eines verspäteten Schülers Zeit am Anfang verloren hatten, die uns nun für die tolle Ausstellung „Die bunte Welt der Bienen“ im Market Oberfranken nach Hallstadt gefehlt hat. Die Ausstellung läuft jedoch noch die ganze Woche, und es lohnt sich wirklich, einen Besuch dort zu machen. Riesenhafte Exponate veranschaulichen die Bienen- und Imkerwelt sehr beeindruckend.

Bienenhinterleib in der Ausstellung Market HallstadtWer möchte, kann sich uns gerne am Di., 10.03.2015 anschließen, wenn wir mit Daniel Schiller noch einmal einen Rundgang dort machen.

Am Stand des Imkervereins Scheßlitz mit Frau Kuhnlein von der Werbegemeinschaft Market Oberfranken und Lehrer Daniel Schiller Gefreut hat uns, dass sich Frau Kuhnlein von der Werbegemeinschaft vom Market Oberfranken die Zeit nahm, uns zu begrüßen. Wir trafen uns am Stand bei Imker Beck bzw. demr Imkerverein Scheßlitz, die sich mit einem Glücksrad präsentiert hatten. Der wurde von den Schüler/innen natürlich sofort angenommen. Das „erschummelte“ Probiergläslein Honig ist verzeihlich, denn: „Mit Speck fängt man Mäuse“, und da kneift man doch gerne ein Auge zu!

Biene in ApfelbaumblüteSo hoffen wir also, dass die süße Verführung etwas in den Köpfen und Herzen der jungen Menschen bewegt und sie sich mit dem Thema Bienen(sterben) und Imkerei auseinander setzen wollen. Denn es ist IHRE Zukunft, die in Gefahr ist. Uns älteren Menschen bleibt nicht mehr viel Zeit, auszubügeln, was wir angerichtet oder in Kauf genommen haben. Wir können nur die Fehler der Vergangenheit reumütig gestehen, die Sturmflagge hochziehen und mit allen Mitteln dabei helfen, es künftig besser zu machen.

Danke an die Schulgemeinschaft für alle interessierten Fragen, fürs Mitmachen und Mitdenken … und an Daniel Schiller sowieso! Wir freuen uns auf euch für den Teil 2 am Donnerstag! See you!

Ilona Munique und Reinold Burger von der Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de.

 

Honigmarken im ARD-Test (II): Unsere Verbrauchertipps

Ist es zu beanstanden, einen Honig als „Imkerhonig“ zu bezeichnen? Jeder Honig ist schließlich ein Imkerhonig, denn ohne Imker gibt es keinen Honig (also zumindest nicht im Glas konserviert). Doch diese Bezeichnung ist in der Honigverordnung (siehe Teil 1) nicht so vorgesehen, monieren die Macher der ARD-Sendung „Honigsorten im Test“.

Über den Begriff „Imkerhonig“ mag man sich streiten. Unstrittig, ja sogar rechtlich vorgeschrieben ist die Angabe, WO der Imker geimkert hat. Klar ist dann allerdings noch nicht genau, aus welcher Region die fleißigen Bienlein den Pollen, Nektar oder die Läuseausscheidungen (letzteres „Honigtau“ genant, der zum Waldhonig wird) eingetragen haben. Sie scheren sich schließlich nicht um Landesgrenzen.

Um etwas Klarheit in das Kapitel „Kennzeichnungen“ zu bringen, hier unser Teil 2 mit Verbrauchertipps.

1. Die Ursprungsbezeichnung ist entscheidend

1.1. Sie können sicher davon ausgehen, tatsächlich Honig aus Deutschland zu erhalten, wenn „Deutscher Honig“ auf dem Glas steht. Das kann auch an etwas untergeordneter Stelle und in einem kleineren Schriftsatz gedruckt stehen.

Echter Deutscher Honig im DIB-Glas1.2. Das grün-gelb etikettierte Honigglas samt eines Gewährverschlusses des Deutschen Imkerbundes (DIB) ist vom Prinzip her (siehe Teil 1) als „Deutscher Honig“ bestätigt und wird in einer Art Überhöhung als „Echter Deutscher Honig“ bezeichnet. Er kann weitestgehend unbesorgt vom Verbraucher gekauft werden. Stichprobenkontrollen sollen die Qualität sichern helfen, die durch DIB-Richtlinien vorgeschrieben sind. Schwarze Schafe aber gibt es überall.

2. Ergänzende / Zusätzliche Bezeichnungen

2.1. Inhaltliche Ergänzungen betreffen beispielsweise die Sorten. Blütenhonig, Blatthonig, Ahornhonig, Lavendelhonig, etc. Die Höhe des genannten Anteils daran regelt die Honigverordnung.

Etikett Bamberger Lagenhonig2.2. Regionale Ergänzungen wie bei uns beispielswiese „Bamberger Lagenhonig“, dienen der weiteren Information bzw. Werbung und sind prinzipiell in Ordnung. Verbraucher sind da selbst zum Mitdenken aufgefordert, inwieweit sie regionale Bezeichnung in ihre Kaufentscheidung mit einfließen lassen.

Achtung: Ergänzende, zusätzliche Bezeichungen sind nicht zu verwechseln mit lediglich der Adressnennung des Abfüllers/Imkers. Eine Adresse alleine sagt noch nicht aus, ob es sich um Honig aus genau dieser Region handelt. Deshalb bauen Sie besser auf weitere Orientierungsmöglichkeiten wie die Regionalsiegel.

Logo Regionalsiegel "Region Bamberg – weil's ich überzeugt!"2.3 Regionalsiegel. Für die Bamberger Region ist es beispielsweise die Kampagne „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt“, deren Lizenznehmer wir natürlich sind. Den Regionalsiegel können Verbraucher in aller Regel vertrauen, doch auch hier entwickelt sich immer mehr ein „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser (?)-Prinzip“ und werden Zertifizierungsverfahren favorisiert. [Siehe hierzu unser Beitrag zum Lizenznehmertreffen, Teil 2]
[Aktualisierung: Heißt seit 2021 „GenussLa“]

Logo Genussla (Regionalsiegel Bamberg)

3. Ausländischer Honig. Gegen ausländischen Honig ist nichts einzuwenden, wenn Ihnen die Sorten, beispielsweise Orangenhonig oder Manukahonig, zusagen.

Manko: Die Bestäubungsleistung der Bienen, die diesen Honig hergestellt haben, fand nicht in Deutschland statt. Auch wurde kein hiesiger Imker oder eine Imkerin mit dem Kauf unterstützt. (Außer, er verdient durch den Weiterverkauf ein wenig hinzu.) Was wir persönlich schade finden, dennoch nicht verurteilenswert. Wir selber kaufen im Auslandsurlaub gerne Honig ein, schon aus Neugierde. Und warum soll man sein Urlaubsland nicht auch ein wenig unterstützen? Es wird dennoch für uns die Ausnahme bleiben.

Eine Bitte: Spülen Sie die Gläser des im Ausland gekauften Honigs sehr gründlich aus, bevor Sie sie in den Altglascontainer werfen. Sie vermeiden damit, dass sich unsere Bienen an Sporen, Pilzen und Bakterien infizieren, die regional normalerweise nicht vorkommen und gegenüber denen sie keine Abwehrkräfte haben.

4. Was wichtig ist …

Auch wir bemühten uns um ein schickes Etikett , weil’s die Sache ehrt. Doch derzeit haben Mensch und Tier ganz andere Probleme, von daher wollten wir ein wenig großzügig denken und nicht mit dem erhobenen Zeigefinger herum fuchteln. Sollten Sie also von einer Imkerin oder einem Imker Ihres Vertrauens aus der Nachbarschaft oder vom „Schwager einer Bekanntin deren Schwester die Freundin“ Honig angeboten bekommen, dann lassen Sie Ihren Geschmack und Ihr Bauchgefühl entscheiden statt der Feinheiten des Etiketts. Denn vielleicht ist es der beste Honig, den Sie jemals gegessen haben.

[Durchsicht und kleinere Ergänzungen 31.12.2024]

Honigmarken im ARD-Test (I): Grundinformationen zu Honigrichtlinien

Zwar heißt der Videobeitrag von ARD1 „HonigSORTEN im Test“, doch geht es in ihm mehr um den Qualitäts- und Geschmacksvergleich einiger Marken und Abfüller sowie um die Herkunft und den Preis des Honigs im Zusammenhang mit seiner Kennzeichung, weniger um den Vergleich zwischen Sorten wie beispielsweise Waldhonig, Blütenhonig, Rapshonig, Manukahonig, etc. Doch das Fazit der Sendung ist klar: Es gibt deutliche Unterschiede in allen Bereichen. Und die Urteilskraft der Verbraucher ist gefordert.

So wurde festgestellt, dass Bezeichnungen wie „Imkerhonig“ oder Landschaftsbezeichnungen wie „Lüneburger Heide“ in der Abfülleradresse suggerieren, er wäre von hiesigen Imkern eingebracht. Tatsächlich entscheidend ist jedoch die (zumeist kleingedruckte) Ursprungsbezeichnung. Beim „Kaufhaushonig“ findet sich üblicherweise die Angabe: „aus EU und Nicht-EU-Ländern“ und meint damit häufig Osteuropa und Südamerika. Einzig die Bezeichnung „Deutscher Honig“ nebst der aufgedrucken Adresse des Imkers (ist aber nicht unbedingt auch der Imker, der den Honig geerntet hat!) belegen tatsächlich, dass der Honig aus Deutschland kommt, bzw. kommen muss.

Ich möchte jetzt nicht auf einzelne Marken eingehen, das tut der rund sechsminütige Film bereits. Vielmehr möchte ich den löblichen ARD-Beitrag mit grundsätzlichen Informationen, die mir dort im Hinblick auf die Kennzeichnungen (und damit auf die Verbraucherinformation) zu kurz gekommen sind, nach bestem Wissen und Gewissen ergänzen. Dem heutigen Teil 1 mit Grundinformationen zu Honigrichtlinien folgt morgen dann der Teil 2 mit Tipps, worauf Sie als Verbraucher achten sollten.

Teil 1: Grundinformationen zu Honigrichtlinien

1. Richtlinien der Honigverordnung (HonigV)

Die für Deutschland verbindlichen Richtlinien zur Kennzeichnung von Honig sind in einer Bundesrechtsverordnung festgelegt, und zwar im § 3 der Honigverordnung (HonigV). [Welche „Blüten“ eine Änderung dieser Richtlinien durch die EU-Kommission treiben kann, mögen Interessierte in einem Leserkommentar „Änderung Honigrichtlinie“ nachlesen.]

Dieser Honigverordnung unterliegen lebensmittelrechtlich alle, die Honig in den Verkehr bringen. Mit dem Erlass der Honigverordnung (bzw. seiner Änderung in 2007) unterliegt auch der Honig nun dem Anwendungsbereich der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV).

2. Richtlinien des Deutschen Imkerbund, DIB

Eine weitere, die Honigverordnung strenger auslegende, jedoch nicht im Widerspruch stehende Richtlinie bietet der Deutsche Imkerbund, DIB. Der DIB wirkte sogar, vertreten durch einen Beirat für Honigfragen, im Kommentar zur Honigverordnung mit.

Als Imker/in kann man sich nach den strengeren Vorgaben des DIB richten, muss es jedoch nicht. Es sei denn, der Honig soll in deren speziellen Gläsern abgefüllt und mit deren Gewährsverschluss etikettiert werden. Ein unter dem Markenzeichen des DIB im Umlauf gebrachter Honig erfordert die Beachtung der DIB-Qualitätsrichtlinien.

Um diese speziellen Gläser, die eine erhabene Prägung und ein Siegel aufweisen, und um die Etiketten verwenden zu dürfen, benötigt der Imker den Nachweis eines Honigkurses. Er ist außerdem gezwungen, Mitglied eines Imkervereins zu sein. Der Imkerverein wiederum muss Mitglied des Deutschen Imkerbundes sein, denn der DIB ist ein Institutionenverein.

3. Richtlinien der Bio-Verbände und der EG-Öko-Verordnung*

Grundsätzlich müssen sich die Bio-Verbände ebenfalls an die Honigverordnung und die Kennzeichnungspflicht halten. Da sie das Wort „Bio“ verwenden, zusätzlich an die entsprechenden EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Auch ein Imker ohne Öko-Siegel, der seinen Honig als Bio bezeichnet, muss sich diese EU-Vorschriften genauer ansehen und sie befolgen.

Eine Übersicht zu den Richtlinien der Bio-Verbände und deren Ausprägungen verschiedener Bioverbände (Demeter, Bioland, Naturland, Biokreis etc.) mit jeweils der Gegenüberstellung zur EG-Öko-Verordnung* bietet das Buch von Claudia Bentzien: Ökologisch Imkern, Kosmos-Verlag.

* Richtig muss es heißen: EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau, bestehend derzeit aus der EG-Öko-Basisverordnung und zwei Durchführungsverordnungen (EG).

Was das alles für Sie als Verbraucher und geschätzte/r Honigeinkäufer/in bedeutet und worauf wir empfehlen, zu achten, erfahren Sie morgen im Teil 2.