Thema „Vespa velutina“ im W-Seminar „Mensch und Tier“

Fachgespräch zum W-Seminar "Mensch und Tier", Vespa velutinaEin Schüler der 13. Klasse am Regiomontanus-Gymnasium in Haßfurt beschäftigt sich im W-Seminar „Mensch und Tier“ mit der Asiatischen Hornisse und ihren Auswirkungen auf Honigbienen in Franken.

Wie auch seine Klassenkamerad*innen hat Björn den Auftrag erhalten, möglichst den größten Teil seiner Arbeit auf Interviews und Informationen zu stützen, die unmittelbar von Menschen beziehungsweise Fachleuten stammen, statt auf eine KI-generierte Ausarbeitung zu setzen. Ein Konzept, das wir nur begrüßen können. Denn es sorgt für ‚echte‘ Gespräche mit der Chance auf vielleicht überraschende Wendungen und Insider-Informationen, die beispielsweise auch aus WhatsApp-Gruppen kommt, die von uns gefiltert und zielführend eingeordnet wiedergegeben werden.

Als Ansprechpartnerin für seine Recherche wählte er unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de aus. Auch wandte er sich an das Institut für Bienenkunde und Imkerei am LWG in Veitshöchheim.

Wir trafen uns mit ihm in einem Bamberger Café und stießen auf einen sehr gut vorbereiteten jungen Mann.  Neben Tipps für seine Arbeit und die Präsentation hielten wir noch einige wenige weiterführende Quellen für seine eigene Recherche parat. Denn klar ist: Auch das Recherchieren will gerlernt sein und diese Arbeit dürfen wir ihm auch nicht abnehmen.

Da die Abgabe und mithin die schulische Leistungsbeurteilung noch aussteht, berichten wir hier bewusst nur über die Begegnung als solche und unsere Unterstützung. Einzelheiten seiner Ausarbeitung oder mögliche Ergebnisse nehmen wir nicht vorweg.

Wir freuen uns über das Interesse an unserer Arbeit und wünschen ihm viel Erfolg bei der eigenständigen Weiterarbeit. By the way: Selbstverständlich liegt das Einverständnis für ein Foto vor, und auch die Mutter, die ebenfalls sehr interessiert am Thema war, hatte nichts einzuwenden.

Erlebnistag bei Dehner mit tollen Begegnungen

Perfekt, weil direkt vorm Eingang, trugen wir kürzlich mit unseren Info- und Honigstand zum Dehner-Erlebnistag bei. Seinen Kundinnen und Kunden hatte der Einkaufsmarkt in der Moosstraße Bamberg „Inspiration, Entdeckungen und gemütliche Glücksmomente“ versprochen. Doch auch wir als Standbetreuer können sagen: Uns gegenüber wurde das Versprechen auf alle Fälle eingelöst!

Inspiration

Zugegeben – das Wetter war durchwachsen, so dass ein Bummel durch die warmen Gänge eine willkommene Abwechslung für uns war. Dehner-Mitarbeiter Bernd Liedtke, der das Gartencenter und uns zusammengebracht hatte, warnte uns schon mal vorsorglich, man käme hier nur schwer mit leeren Händen wieder heraus.

Unser Bienenpate hatte recht! In einem langen Regal entdeckten wir beispielsweise jede Menge Nisthilfen für Wildbienen, Vögel und Fledermäuse, die wir am liebsten sofort mitgenommen hätten. Etliches davon würde hervorragend zu unserem kommenden Projekt „Bienengarten 2.0“ passen. Dazu später mal mehr. Derzeit warten wir noch auf eine Fördermittelzusage, dann kommen wir sicher wieder!

Entdeckungen

Gummierte Gartenhandschuhe in der kleinen Größe Nummer 6 sind – zumindest in den hiesigen Baumärkten – nicht mehr zu finden. Hier im Dehner habe ich sie entdeckt! Und weil’s gegen Nachmittag doch etwas frisch wurde, gleich anbehalten.

Der gut sortierte Markt ist nicht nur in Sachen Pflanzen eine wahre Fundgrube: von Allerheiligen-Grabschmuck über Halloween-Artikel bis hin zum tierisch-kuscheligen Alltagsbegleiter … ich jedenfalls war schon mal glücklich. Führt uns direkt zum Versprechen Nummer Drei:

Glückliche Momente

Einige Begegnungen machten aus diesem Tag etwas ganz besonderes. Und ja, auch die Nachbarn unseres Bienenpatens einmal kennengelernt zu haben, die unseren Honig sehr schätzen, gehörte sicher dazu. Aber auch alle, die sich nicht nur für den Preis, sondern vielmehr eingehender für die Hintergründe unseres Bamberger Lagenhonigs erkundigten. So konnten wir unsere transparente Bienenhaltung erläutern und auf die Wichtigkeit der kleinen Bestäuberinnen eingehen. Es fanden sich ebenso etliche Kinder an unserem Stand ein, um am Glücksrad zu drehen und (in jedem Falle!) einen kleinen Gewinn zu erhalten.

Drei Beispiele für unsere ganz persönlichen Glücksmomente:

 

Beispiel 1

Manche Kinder konnten die auf dem Glücksrad aufgerufenen Fragen perfekt beantworten. So ein Viertklässler, dessen Mutter ganz begeistert davon berichtete, in diesem Jahr ein Sandarium für Wildbienen einzurichten. Sie hätten schon sehr viele verschiedene Blumen gepflanzt und gut besuchte Wildbienen-Nisthilfen aufgestellt. Dazu inspiriert hatte sie ihr Sohn, der vor zwei Jahren mit seinen Scheßlitzer Klassenkameraden einen Schulbienenbesuch bei uns machte. Wir waren sehr glücklich darüber, erfahren zu dürfen, dass unser Wirken derart nachhaltig war.

Beispiel 2

AK22, Modul 8, Honigverarbeitung Sternwarte, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.deEin weiterer herzenswichtiger Moment war die Begegnung mit einem unserer ehemaligen Imkerkursteilnehmer, der in der Nachbarschaft zum Dehner – zusammen mit seiner Frau – die AVIA-Tankstelle betreibt. Eine gute Gelegenheit, sich zu treffen. Zu erfahren, dass ihm die Pflege seiner Bienen durch einige harte Schicksalsschläge hindurch zu helfen vermochte, erleichterte uns. Ja, Bienen rühren an unseren Grundwerten. Darüber hinaus gelten sie als „Vermittler zwischen den Lebenden und dem Jenseits“, so sagt man. Da ist was dran!

Beispiel 3

Letztes Beispiel, welches ich in unserem Tagebuch hier unbedingt festhalten möchte, ist die warme Begegnung mit Alicia, einer ehemaligen, langjährigen Verkäuferin aus dem Alibabas, einem Feinkostladen in der Fleischstraße in Bamberg. Etliche Male hatten wir mit den Produkten unsere Imkerkursteilnehmer*innen gefüttert, wenn’s an das Honigernte- und schleuder-Modul ging.

Alicia und ich führten ein sehr intensives Gespräch im Cafe der Bäckerei Loskarn, ebenfalls in Nachbarschaft zum Dehner. Eigentlich wollte sie nur Propolis von uns kaufen. Doch am Ende landeten wir bei einer guten Tasse Kaffee bei „Gott und der Welt“, im wahrsten Sinne des Wortes. Zur Erinnerung schenkte sie mir eine Duftrose, die sie schnell noch im Dehner erstanden hatte. Wie lieb!

Fazit

Bei all dem Aufwand hinter den Kulissen, die der Markt und wir für einen gelungenen Erlebnistag betrieben hatten, sollte am Ende des Tages doch etwas herauskommen. Nein, damit meine ich nicht das Monitäre. Sondern es sind eben jene Begegnungen und Randbedingungen, die viel glücklicher machen, als es der schnöde Mammon je vermag.

Beispielsweise auch die fabelhafte Organisation, über die wir uns freuten (Danke, Dehner! Danke, Bernd!), ebenso die freundliche Kundschaft und die interessierten Kinder, die unverhofften, herzlichen Begegnungen und guten Gespräche … all dieses bleibt im Gedächtnis, während der Verdienst ja doch schnell wieder ausgegeben ist. Gerne auch an Ort und Stelle! 😉

Und nun freuen wir uns den Genuss der leckeren alkoholfreien Punschsorten, die wir im Dehner verkosten und einkaufen durften. Der Winter kann kommen!

P. S.: Keine bezahlte Werbung, sondern einfach ein Erlebnisbericht!

Neue Gartenbank im Bienengarten eingeweiht

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten, eingeweiht durch Christine, Wolfi und IlonaUnsere neue Gartenbank lädt herzlich ein, den Spätsommer im Bienengarten zu verbringen. Nach einem Spaziergang am Fischpass im ERBA-Park entlang, vielleicht kurz vorm Wiedereintauchen in die trubelige Innenstadt, lässt sich ein Weilchen noch gemütlich die Insektenwelt beobachten, im Hintergrund begleitet von den beruhigenden Tönen eines Bambusklangspiels.

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten

Angeschafft wurde sie durch die Mitgliedsbeiträge des Förderkreises Bienenleben Bamberg e. V. und aufgebaut durch unseren Bienenfreund Thomas Scholz. Erstmals eingeweiht hatten wir die Bank zusammen mit Bienengartenfee Christine, Frau von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke.

Ilona und Wolfgang Metzner, Namensgeber des neuen Bienenmodells "Wolfi"Mit dabei ein weiterer Neuzugang: Wolfi, das wollig-weiche Modell, mit dem Kinder spielerisch gezeigt wird, wie eine Biene tickt. Bernd schenkte es der Bamberger Schulbiene, damit sie es im Unterricht einsetzen kann. Und Wolfi heißt sie, weil Wolfgang Metzner sie bei seinem Job als Auktionator auch sofort ins Herz geschlossen hatte. Oder andersherum …

Allen Beteiligten 🥰 herzlichen Dank!

Gerne würden wir eine weitere Bank aufstellen, um unsere in die Jahre gekommenen Sitzgelegenheiten nach und nach zu ersetzen. Dafür benötigen wir eure Spende (näheres unter dem Link). Wir wissen zwar, dass solche Aufrufe meistens ungehört verhallen. Doch vielleicht bringt uns Wolfi ja Glück?!

Neue Gartenbank im Bamberger Bienengarten

Rezension „Unser Weltacker“ anlässlich Erntedankfest 2026

Cover "Unser Weltacker 2000 qm"Am So., 04.10.2026 lädt die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) zu einem Erntedankfest auf dem Weltacker Bamberg ein. Wir sind mit einem Info- und Honigstand ebenfalls vertreten. Ich nehme das zum Anlass, einmal auf die interessante Broschüre „Unser Weltacker: 2000 m² für alle!“ einzugehen, die beispielsweise das BUND-Büro in der Kapuzinerstraße zur Verfügung stellt.

Die Broschüre geht der Frage nach: „Wie ernähren wir uns in Zukunftt? Die gute Botschaft aber ist: (Eigentlich) ist genug für alle über 8 Milliarden Menschen dar, die sich rund 1,6 Mrd. Hektar Ackerfläche auf der Erde teilen. Und – ganz genau! – pro Mensch wären das 2000 m² plus 4.000 m² Weideland.

Doch wie mit dieser Fläche umgehen, steht auf einem anderen Blatt. Dies wird in einem Vortrag in 2024 von Christine Hertrich deutlich – und natürlich in der 37-seitigen Broschüre, die den großen Themen rund um die Ernährung auf jeweils zwei Doppelseiten nachgeht. Links leicht verständliche Texte von Benedikt Haerlin und Jasper Jorden samt einer anschaulichen Grafik, rechts eine bunte Illustration von Jasper Jordan. Die letzten Doppelseiten sind 46 Quellenangaben vorbehalten und helfen, die Materie bei Bedarf weiter zu vertiefen.

Themen sind eine Küchen-Inventur, Wegwerfverhalten, das globale Klima, Mobilität, Chemie auf dem Acker, Wasserverbrauch, das Mikrobiom und einige mehr. Aber auch die zielführenden Fragen: Was brauche ich alles und wo wächst das? Wer hat es unter welchen Bedingungen und mit welchen Auswirkungen angebaut? Wie sehen „meine“ 2000 m² aus und reichen sie für meine Bedarfe?

All diese Fragen stellte ich auch meiner Interviewpartnerin, Christine Hertrich, die das Konzept „Weltacker 2000 m²“ nach Bamberg in die Südflur gebracht hat (s. a. BlattGrün-Magazin 2025, H. 1, S. 38 (PDF) bzw. als Online-Abdruck).

Fazit

Schwere Kost kommt in der Broschüre in leichtem Gewand daher, und ein Aha-Effekt ist garantiert. Die Broschüre gehört in jede Schule und Bildungsstätte als Impulsgeber und zur Diskussionsgrundlage.


Unser Weltacker : 2000 m2 für alle! / Text: Annika Huskamp; Text und Layout: Jasper Jordan. Hrsg.: Zukunftsstiftung Landwirtschaft. 6. Aufl. Berlin.


Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

16.08.26 – Versteigerung schöner Dinge zur BIWa-Sonntagsöffnung

Versteigerung schöner Dinge mit Wolfgang Metzner zugunsten der Bamberger SchulbieneSo., 16.08.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Versteigerung 

Wann? So., 16.08.26 | 14.00 – 17.00 Uhr
Was?
Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek. Verkauf des Bamberger Lagenhonigs.

Logo Bamberger Schulbiene15.00 – 16.30 Uhr Versteigerung schöner Dinge zugunsten der Bamberger Schulbiene durch Stadtrat Wolfgang Metzner.

Barzahlung oder via PayPal. Zuwendungsbescheinigung möglich.

Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Glücksrad-Fragen zu unsere Lieblingsthemen Bienen, Honig, Imkerei und Natur

Glücksrad von Bienen-leben-in-Bamberg.de beschriftetErstmals erprobt wurde das Glücksrad an unserem Stand zum „Tag der Umwelt“ 2026. Als ich es kaufte, ahnte ich nicht, wie viel Spaß es den Kindern machen würde, daran zu drehen und sozusagen im Handumdrehen häppchenweies Bildung zu unseren Lieblingsthemen vermittelt zu bekommen.

Das Glücksrad ist in 12 regenbogenfarbige Felder unterteilt. Wir beschrifteten je vier Farbfelder zu einem Themengebiet, und zwar mit Stichworten aus den Bereichen Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Die Fragen und Antworten hinterlegten wir auf drei Seiten, so dass sie – farblich analog markiert –, die alle Standhelfer/innen bei Bedarf nutzen konnten. Sie wurden in möglichst kurzer und einfacher Sprache gehalten, aber auch nicht zu banal formuliert.

Wer gerne die Glücksrad-Liste hätte – gerne mailen wir sie euch gegen eine kleine Spende an die Bamberger Schulbiene!

Glücksradfragen (mit Auswahlantworten)

Oben

1) Was alles hat die Biene oben? (Egal, welches „oben“)
2) Was befindet sich in der Bienenwohnung oben – Brut oder Honig?
3) Was ist in der Blüte oben – Nektar oder Pollen?
4) Wozu nutzt die Biene ihre Fühler oben am Kopf?

Unten

1) Was alles hat die Biene unten?
2) Was ist in der Bienenwohnung unten – Honig oder Brut?
3) Wo befinden sich die Wachsdrüsen der Honigbiene – oben oder unten?
4) Warum kann eine kleine Honigbiene die große Welt tief unter ihr – trotz großer Geschwindigkeit! – so gut sehen?

Innen

1) Was alles ist im Inneren des Bienenkörpers?
2) Was alles befindet sich in der Bienenwohnung (Bienenstock)?
3) Welches Substanzen / Nahrungsmittel transportiert die Biene im Inneren ihres Körpers?
4) Was befindet sich im Inneren einer Honigwabe?

Außen

1) Was alles befindet sich außen am Bienenkörper?
2) Was macht die Biene außen vor ihrer Wohnung?
3) Welches Nahrungsmittel transportiert die Biene außen am Körper?
4) Was passiert, wenn die Biene außerhalb ihrer Wohnung vom Unwetter überrascht wird?

Helfen

1) Bei was können die Bienen uns Menschen helfen?
2) Bei was können die Bienen der Natur helfen?
3) Wie kannst du den Honigbienen helfen?
4) Wie kannst du den Wildbienen helfen?

Schaden

1) Was schadet den Honigbienen am meisten?
2) Was schadet den Wildbienen am meisten?
3) Wie hoch ist der geschätzte Schaden in der Weltwirtschaft ohne Honigbienen?
4) Warum schaden Pestizide (Schädlingsbekämpfungsmittel) den Bienen?

Nutzen

1) Welchen Nutzen haben Bienen?
2) Warum nützen uns Bienen für die Ernährung?
3) Warum nützen Bienen der Artenvielfalt von Pflanzen und Tieren?
4) Warum nützt es nichts, wenn ein Wildbienenhotel auf einem grünen Rasen steht?

Pflege

1) Wer pflegt die Honigbienen?
2) Wer pflegt die Wildbienen?
3) Wie pflegen Imker/innen die Bienen?
4) Wie pflegen Honigbienen ihre Wohnung?

Produkte

1) Welche Produkte gibt es, weil es Honigbienen gibt?
2) Wie wird aus Nektar Honig?
3) Wer stellt das Wachs her – Biene oder Imker/in?
4) Wofür wird Bienenwachs vom Menschen verwendet?

Kosten

1) Was kostet es ungefähr, wenn du Honigbienen halten willst?
2) Was kostet es Strafe, wenn du aus einem fremden Garten einen Schwarm einfängst?
3) Was kostet es, wenn du ein Insektennest von Fachkräften umsiedeln lassen willst?
4) Was kostet es, wenn du ein Insektennest zerstörst?

Angebot

1) Welche Nahrungsquellen hat die Natur für Bienen im Angebot?
2) Wann ist das Nahrungsangebot für Honigbienen besonders groß?

3) Wann ist das Nahrungsangebot für Wildbienen besonders groß?
4) In welcher Jahreszeit ist das Blütenangebot besonders gering?

Klima

1) Beeinflusst das veränderte Klima in Deutschland die Honigbienen nachteilig?
2) Wie beeinflusst das veränderte Klima in Deutschland die Wildbienen?
3) In welcher Klimazone (extremen Wetterregion) können Bienen nicht überleben?
4) Wie sorgen Honigbienen für ein gutes Wohnklima in ihrem Stock?

Wald

1) Was sind die Unterschiede zwischen Wald- und Blütenhonig?
2) Welche Bäume sind besonders ergiebig für Honigbienen?
3) Finden Bienen auch im Wald Nahrung?
4) Wo finden Bienen mehr Nahrung – in der Stadt oder auf dem Land?

Blüte

1) Warum sind Blüten für Bienen wichtig?
2) Was sammeln Bienen aus Blüten?
3) Wie erkennen Bienen, welche Blüten sie anfliegen sollen?
4) Warum möchten Blüten Besuch von den Bienen bekommen?

Öffentliche Honigernte 2026: „Eine wertvolle Erfahrung, kaum in Worte zu fassen“

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUns erreichte ein sehr berührendes Feedback einer Mitarbeiterin des Landratsamts zur öffentlichen Honigernte am Lehrbienenstand „Bienenweg“ anlässlich der BIWa-Sonntagsöffnung. Motivation, die uns bsonders während dieser stark fordernden Wochen im Juli sehr gut tut.

„Ich möchte Ihnen gerne eine Rückmeldung zur gestrigen Veranstaltung, der Honigernte, geben. Es war eine so wertvolle Erfahrung, dass sie sich kaum in Worte fassen lässt. Mein Sohn hat seit gestern über kaum etwas anderes gesprochen. Er war unglaublich stolz darauf, dass er sich das getraut hat, und dieses Erlebnis wird ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit und Ihr Engagement. Solche Veranstaltungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen bleibende Erinnerungen – für die Kinder genauso wie für die Eltern. […]“

Und das ist geschehen

26 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag um 15 Uhr vor der Bienen-InfoWabe zu einer kurzen Ernte-Einweisung.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deAlle Kinder hatten Spaß daran, sich die Imkerschutzanzüge anzuziehen. Nachdem einem launigen „Fotoshooting“, einer ausführlichen Sicherheitseinweisung und dem Einsprühen mit Nelkenöl ging’s an den nahen Lehrbienenstand. Währenddessen betreute unsere FKBB-Beirätin Marie Pailer die Bienen-InfoWabe.

Am Lehrbienenstand

Am Lehrbienenstand herrschte bereits emsiges Treiben. Jungbienen waren dabei, sich einzufliegen, um nach ihren nun beginnenden Sammelflügen wieder sicher heimzufinden.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Nachdem der Smoker angezündet und seine Funktion erläutert war, gaben wir den größeren Kindern den Vortritt. Denn bei drei aufeinander gesetzten Honigräumen reichen die Kleineren auch  mit einer Klappleiter kaum ran an die Waben.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit aller Kraft von Daumen und Zeigefinger gelang es, die Waben vorsichtig aus dem Honigraum senkrecht nach oben zu heben. Gar nicht so einfach, daher gab es von Reinhold ein wenig Unterstützung. Doch den Großteil erledigten sie schon selbst.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Schließlich hielten die kleinen Sonntagsgäste stolz die bis zu zwei Kilo schweren Waben in Händen. Die am Vortag eingelegte Bienenflucht¹ sorgte dafür, dass nicht allzu viele Bienen darauf saßen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Bienen in den Honigräumen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen. Außerdem fächeln sie mit ihren Flügeln, um den Honig zu kühlen und ihm das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit überhaupt nicht. Trotzdem war es eine Herausfoderung für Klein wie Groß, sich zwischen ihnen zu bewegen.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll. Obwohl Reinhold es anbot, diese Tätigkeit zu übernehmen, wollten ein paar mutige Kinder dies gerne selbst ausführen.

Die Waben wurden dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut, damit keine Bienen eingeschlossen wurden. Die bis zu 14 Kilo schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke dankenswerterweise zu uns an den Obstmarkt gefahren. Mit dem Radanhänger wäre das ob des Gewichts verboten gewesen.

Honigverkostung

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem kleinen Büchlein und einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt. Außerdem wurde erklärt, wie der Nektar zu Honig wird und worin der Unterschied zwischen Wald- und Blütenhonig besteht. Natürlich konnte der Honig auch gleich erstanden werden.

Infotafel Honig: Bamberger Lagenhonig

Die nächste öffentliche Honigernte findet am So., 18.07.2027 statt. Gleich mal vormerken! Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten oder für den Honigkauf warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 16.08.2026 von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.

So., 19.07.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeLogo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)So., 19.07.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Wann? 14.00 – 17.00 Uhr | Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUm 15.00 Uhr | Öffentliche Honigernte. Honig wächst nicht in Quetschflaschen, das ist sicher. Doch woher kommt er genau? Wie wird er von den Bienen eingelagert? Familien mit Kindern ab dem Grundschulalter dürfen kostenlos und ohne Anmeldung am Ernten teilnehmen. Sie ziehen unter Anleitung eine Wabe aus dem Volk am Bienenweg und werden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Dauer je nach Besucherzahl etwa eine halbe Stunde inklusive Kurzvortrag. Auch, wer nicht ernten will, darf in einen echten Imkeranzug schlüpfen! Im Anschluss Honigverkostung mit der Möglichkeit, original Bamberger Lagenhonig zu kaufen. Bei Regen muss die Ernte leider entfallen, doch Kurzvortrag und Honigverkostung sind weiterhin möglich.
Und sonst?  Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Nutzung der Imker-Bibliothek.
Kosten?  Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park

Nachhall zum „Tag der Umwelt“ 2026 in Bamberg

FKBB-Stand zum Tag der Umwelt 2026 in Bamberg, Jahnwiese

Der Tag der Umwelt 2026 auf der Bamberger Jahnwiese, veranstaltet von mehreren Akteuren* und eröffnet durch Bürgermeister und Umweltreferent Jonas Glüsenkamp, stieß auf reges Interesse zum Natur‑, Umwelt- und Klimaschutz in Stadt und Landkreis Bamberg.

17 regionale Initiativen, Bildungseinrichtungen und Vereine luden zum Entdecken, Forschen und Mitmachen an vielfältigen Aktions- und Infoständen ein. Unterstützerin Annemarie Rudel sorgte für Tische, Bänke und Getränke.

An unserem Stand des FKBB e. V. konnten Fragen rund um Bienen, Honig, Imkerei und Klima beantwortet werden. Vormittags spülten Schulbusse aus Bamberg und dem ganzen Landkreis rund 200 neugierige, aber sehr geduldig wartende Kinder an unser erstmalig eingesetztes neues Glücksrad, welches von FKBB-Vorstand Gabi Loskarn, Marie Pailer und Reinhold Burger bedient wurde. Erfreulicherweise kamen manche Kinder nachmittags sogar ein zweites Mal mit ihren Familien, um in aller Ruhe das Angebot zu erkunden.

Die Besucherinnen und Besucher konnten spielerisch lernen, wie Biodiversität erhalten, Ressourcen geschont und das eigene Alltagshandeln nachhaltiger gestaltet werden kann. Besonders gefragt waren interaktive Angebote, bei denen Experimente, Rallyes oder Kreativstationen Umweltwissen greifbar machten.

Hingucker war der Kubus mit Zigarettenkippen, welche im Zeitraum vom 1. bis 11.06. gesammelten rund 80.000 Zigarettenkippen beinhaltete. Diese Zigarettenkippen-Challenge des BUND Naturschutz (Kreisgruppe Bamberg) und der Naturfreunde Bamberg machte auf das Problem der Trinkwasserverunreinigung und Schadstoffbelasung der Böden aufmerksam.

Der Umwelttag war für Stadt und Land Bamberg ein voller Erfolg. Wir sind sicherlich auch im nächsten Jahr wieder mit dabei.

P. S.: Bis auf das Foto 1 wurden alle Fotos (s. Dateinamen) von © C. Lorenz (LRA Bamberg) zur Verfügung gestellt. Vielen Dank.


*organisiert von der Initiative BiBA – Biodiversität Bamberg, dem Bildungsbüro des Landkreises Bamberg, dem Sachgebiet Nachhaltigkeit und Umweltschutz der Stadt Bamberg und dem Netzwerk „fei obachd“

Pflanzdächer im Bienengarten eingeweiht

Einweihung der Gartenboxen mit Pflanzdächern im Bamberger Bienengarten durch Bürgermeister Jonas Glüsenkamp am29.06.2026Symbolisch goß Bürgermeister Jonas Glüsenkamp einen warmen „Geldsegen“ auf die fertiggestellten Pflanzdächer im Bamberger Bienengarten. Sie schmücken zwei Doppelgartenboxen an der Bienen-InfoWabe im ERBA-Park, hauptfinanziert durch den Unterstützungsfonds III der Stadt Bamberg.

Pflanzdächer, Gartenboxen an der Bienen-InfoWabe

Mikroklima

Wildbiene an Woll-Ziest (Stachys byzantina)Denn je mehr versiegelte Außenflächen bepflanzt werden, beispielsweise Müllboxen, desto besser für das Mikroklima der Stadt. Die Pflanzdächer mit ihren vier Varianten dienen künftig als Musterdächer. Das bienenfreundliche, pflegeleichte Pflanzkonzept dieser Miniatur-Biotope greift dabei die menschlichen Sinne Schmecken, Riechen, Tasten und Sehen auf.

Für Insekten sind die ausgewählten Pflanzen Nahrung durch ein Nektar- und Pollenangebot. Sie dienen ebenso als Brutmaterial, beispielsweise die weichen Haare des Wollziests für den Nestbau der Garten-Wollbiene.

Selbsterklärend

Zahlentöpfchen Pflanzdächer, Gartenboxen an der Bienen-InfoWabeEinweihung der Gartenboxen mit Pflanzdächern im Bamberger Bienengarten durch Bürgermeister Jonas Glüsenkamp am29.06.2026Für Besucherinnen und Besucher, Schulklassen oder andere Gruppen ist die Anlage selbsterklärend. Denn Infotafeln bieten Beschreibungen zu den angesprochenen Sinnen sowie Tipps und Quizfragen an. Eine Nummernfolge erleichtert die schnelle Zuordnung der gezeigten Pflanzen zu ihren botanischen und gebräuchlichen Namen. Es ist außerdem geplant, mittels QR-Codes zu den Lösungen der Quizfragen und zu einer Audio-Fassung der Infotafeln zu führen.

Infotafel zum Pflanzdach "Riechen" – Pflanzliste an den Gartenboxen der Bienen-InfoWabe

Unterstützung

Logo FKBB e. V.Dank der Unterstützung der Stadt Bamberg und des Förderkreis Bienenleben Bamberg kann die Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ das Informationszentrum zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur im südlichen ERBA-Park stetig weiterentwickeln. Spenden für den weiteren Unterhalt der Musterdächer werden gerne angenommen. Informationen unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/spenden.

Logo Stadt Bamberg, Unterstützungsfonds