Broschüre zum Stationenlernen des Deutschen Imkerbundes

Literatur für den SchulunterrichtFür nur 5 Euro erhältlich ist „Die Honigbiene. Stationenlernen für den Unterricht“ vom Deutschen Imkerbund e. V. oder kostenlos als Dowload. Die Broschüre enthält Sachtexte, Arbeitsblätter und praktische Anleitungen und will anknüpfen an die Vorgaben der „Kernlehrpläne“, so im Vorwort zu lesen.

Implizit ist die Broschüre an die Zielgruppe der Lehrer gerichtet. Und auch nur diese können die gedruckte Broschüre kostenlos erhalten. So verzichtet der Herausgeber auf eine nähere Definition von „Stationenlernen“, einer Form des offenen Unterrichts, setzt vielmehr seine Bekanntheit voraus. Nichtsdestotrotz lässt sich die 96 Seiten starke und aufwändig farbig bebilderte Sammlung auch von anderen Pädagogen und Vermittlern in Sachen „Bienen, Honig, Imkerei“ modular einsetzen.

Für welche Jahrgangsstufen die Broschüre verwendet werden kann, erfährt man allerdings nur auf der oben verlinkten Webseite: die Sekundarstufe, also ab der fünften Klasse. Das eine oder andere Modul jedoch dürfte durchaus für die dritte und vierte Klasse einsetzbar sein.

Die 5 Module heißen:

Modul 1: Biologie der Honigbiene

Schön die Abbildungen zum Körperbau, wenngleich merkwürdigerweise der Rüssel nicht beschriftet wurde. Die Darstellung der Berufe der Arbeitsbiene im Sommer ist eingängig beschrieben. Hier fehlt allerdings im Lösungsblatt die Zuordnung eines Abbilds zur entsprechenden Tätigkeit. Dem zweitstärksten Modul mit 18 Seiten hätte ich ein eigenes Kapitel zur Königin gewunschen, sie ist nun einmal für Schüler das interessanteste Geschöpf im Bienenstaat.

Modul 2: Weitere Bienenarten

Hier finden sich drei Bauanleitungen für Nisthilfen und ein gut beschriebener Vergleich von Bienenwabe und Wespennest. Warum allerdings im Kapitel „Bienen, Wespen, Hummeln und Hornissen“ nur ein Vergleich des Aussehens der Bienenarten gezogen wurde und nicht auch in gebotener Kürze ein Vergleich ihrer Lebensweise? Beispielsweise, dass eine Hummel nur kleine Staaten bildet, jedoch bei niedrigeren Temperaturen fliegen kann als die Biene, was für die Bestäubung von Pflanzen in kalten Gebieten von Vorteil ist. Oder dass Hornissen und Wespen fleischliche Nahrung mögen. Und dass bei allen bis auf die Honigbiene lediglich die Königin und nicht das Volk den Winter überlebt.
Die vier Bienenarten farblich unterschiedlich auszumalen hingegen halte ich in der Schulpraxis für wenig zielführend und praktikabel, verfügt nicht jedes Schulmäppchen über unterschiedliche Gelb-Brauntöne und ist auch die schwarzgesättigte Bildvorlage schlecht auszumalen.
Insgesamt zählt das Modul 2 mit seinen 8 Seiten zu den kürzesten Modulen, ganz klar dem Schwerpunktthema „Honigbiene“ geschuldet.

Modul 3: Bienen – Nutzen und Gefährdung

Die Tabellen über die Bestäubungsleistung der Bienen auf verschiedenen Kulturpflanzen fehlen natürlich nicht. Inwieweit der „Rotklee“ zur Kulturpflanze zählt, dass sollten sich die Vermittler des Aufgabenblattes vorher zurecht legen, um von diesbezüglichen Fragen nicht überrascht zu werden (Stichwort: Phytotherapie, Samenbildung bzw. -zucht). Ausführlich und anschaulich wird auf die Varroamilbe und die Ursachen des Bienensterbens eingegangen. Schöne Fotos auch in diesem Modul, wobei die Trachtpflanzen im Anhang dankenswerterweise vergrößert dargestellt sind.

Modul 4: Produkte der Biene

Natürlich ist das Hauptkapitel dieses Moduls dem Honig gewidmet, und selbstverständlich geht der Herausgeber explizit darauf ein, was einen „Echten Deutschen Honig“ ausmacht bzw. ihn kennzeichnet. Nicht falsch, doch vielleicht ein wenig irreführend. Als wären alle anderen Honige regionaler Imker nicht „echt“. Den Schülern sollte man erklären, dass der Schlüssel in den Großbuchstaben liegt. An ihnen erkennen sie eine vom Deutschen Imkerbund e. V.  eingeführte Qualitätsmarke. Was andere „echte“ Honige nicht ausschließen muss.

Modul 5: Besuch beim Imker

Mit 27 Seiten das umfangreichste Modul wetzt die Scharte des im vierten Moduls vermissten Kapitels zum Wachs wieder aus. Neben einer Bastelanleitung zum Kerzenrollen finden sich handwerkliche Anleitungen zum Rähmchen bauen, verdrahten und verlöten, was Buben und Mädchen garantiert eine schöne Werkstunde bescheren sollte. Doch zuvor natürlich viel Wissenswertes über die Imkerei und welche Werkzeuge dabei zum Einsatz kommen. Dass Honige gerührt werden „müssen“, wie im Kapitel „Wie kommt der Honig ins Glas“ beschrieben, sei dahingestellt. Wir persönlich und viele, die wir kennen, lieben kristallinen Honig. Sehr schön hingegen das A4-füllende Foto einer bebrüteten Wabe mit Futterkranz und ansitzenden Bienen im Anhang. Ob das Foto von „Hinz und Kunz“ für den Lehrbienenstandbesuch weiterverwendet werden darf?

Was fehlt?

Nicht explizit erlaubt, jedoch naheliegend erscheint es mir, dass die Bild- und Textinhalte zumindest von Lehrern ohne Probleme kopiert werden dürfen. Zur Sicherheit hätte ich mir einen Vermerk in der Broschüre gewunschen, zumal die Fotos nicht alle vom DIB selbst stammen, wie der letzten Seite zu entnehmen ist. Eine Anfrage an den DIB hierzu läuft, wir werden berichten. Ansonsten bleibt, auf geltendes Urheberrecht zu verweisen.

Im Vorwort versprochen, dann jedoch fehlend, ist ein Anhang mit Adressen von Institutionen, die beim Besuch eines Imkers unterstützen. (Hier zur Abhilfe eine Adressliste). Die Adressen hätten vielleicht auch das Fehlen von Hinweisen auf Imkervereine und damit verbunden die Möglichkeit, das Imkern unter Anleitung zu erlernen, kompensiert.

Nicht vorgesehen ist weiterführende (Grundlagen-)Literatur oder Links zu federführenden oder überregionalen Institutionen und Organisationen. Schade.

Klar, es ist kein Handbuch, stattdessen ist Durcharbeiten der Arbeitsblätter und der Sachtexte angesagt. Vermutlich erschien daher ein Glossar und Stichwortverzeichnis überflüssig. Wer diesbezüglich etwas vermisst, mag Suchmaschinen und für die Download-Version die Suchfunktion bemühen.

Nachdem die einzelnen Kapitel zumindest auf den jeweiligen Moduldeckblättern angegeben sind, ist auch das Fehlen eines Gesamtinhaltsverzeichnisses verzeihlich.

Fazit

Von den genannten Schwächen einmal abgesehen … ein für den Unterricht ab der Sekundarstufe und zum Teil darunter oder für den Unterricht an Lehrbienenständen gut einsetzbares, anregendes Werkbuch, zumal in einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Empfehlenswert. [Zur Bestellung und Download über den DIB.]

Apfelmarkt in Bischberg mit 3. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2013

Plakat Apfelmarkt Bischberg 2013Anlass? Apfelmarkt
Veranstalter? Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Bamberg. Festausschuss Bischberg mit dem Gartenbauverein Bischberg
Wo? Heuer im Stadtgebiet BISCHBERG
Wann? Traditionell im Oktober
So., 13.10.2013 | 10 – 17 Uhr
Was? Ein Erlebnismarkt rund um den Apfel, Kunstverkauf und Kulinarisches … und die Bamberger Schulbiene mit einem Aktionsprogramm: Rätselraten und Honigwaben-Ausstechen für alle Altersstufen. Für alle gibt’s Infos zur Imkerei zum Nulltarif. Oder gegen eine Spende an das Projekt “Bücher für den Schulbienen-Unterricht”.

Details zur Imkervorführung

ImkereiwerkzeugZu jeder vollen Stunde zwischen 10 und 17 Uhr zeigen wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de den Imkerablauf im Jahresverlauf in etwa 20 Minuten. Fragen beantworten wir im Anschluss gerne.

Wer dabei Lust auf Süßes bekommen hat, darf gegen eine Spende an die „Bamberger Schulbiene“ Honig selber zapfen und mitnehmen.

  • Welche Geräte benutzt ein Imker?
  • Wie setzt er sie ein?
  • Wie sind unsere Bienen untergebracht, wo wohnen sie?
  • Was geschieht bei der Honigernte?
  • Wie kommt der Honig ins Glas?

Für Kinder stehen – ebenfalls gegen eine Spende – echte Bienenwaben und Ausstecherle zum Basteln zur Verfügung. Wer an der Imkervorführung teilgenommen hat, wird sich auch kaum schwertun mit dem Beantworten der Rätsel. Sie gibt es für alle Altersstufen, von Moggäla bis G’scheidala … wer teilgenommen hat, bekommt ein kleines Mitmach-Geschenk.

Das Gesetz zur Biene

Schwarm gefunden? Dann schnell handeln und einfangen (lassen). Darfst du behalten! Auch, wenn du dazu über einen Zaun steigen musst. Brauchst du nicht einmal anklopfen. Ganz grob gesagt.

§§ Bienengesetze – einst und jetzt

Das genaue Gesetz dazu ist im Bürgerlichen Gesetzbuch zu finden. Und bereits seit dem Jahre 533 n. Ch.  gab es eine – leichter als heute – verständliche Bestimmung (Corups luris Civilis. Die Institutionen), die in wikipedia (ohne Gewähr) nachzulesen ist:

Der Bienenschwarm, der aus deinem Stock auszieht, wird solange als dein Eigentum angesehen, wie er in deinem Blickfeld bleibt und nicht schwer zu verfolgen ist. Andernfalls wird er Eigentum dessen, der ihn sich als nächster aneignet.

Hier zum Vergleich das Bürgerliche Gesetzbuch – und weil meine Idee, euch heute auf diese Gesetze aufmersam zu machen, durch andere Weblogeinträge inspiriert wurde, möchte ich auch fairerweise (ebenfalls ohne Gewähr) auf sie verlinken:

http://www.gier-frisst-hirn.com/das-burgerliche-gesetzbuch-und-die-bienen-teil-1/

http://www.gier-frisst-hirn.com/das-burgerliche-gesetzbuch-und-die-bienen-teil-2/

http://www.gier-frisst-hirn.com/das-burgerliche-gesetzbuch-und-die-bienen-teil-3/

http://www.gier-frisst-hirn.com/das-buergerliche-gesetzbuch-und-die-bienen-teil-4/

Die ältesten Bienengesetze sollen aus der Lex Salica, dem Salischen Gesetz aus dem Jahr 510 stammen, lesen wir in Wikipedia. Da die Biene über 30 Millionen Jahre alt sein soll und seit Tausenden von Jahren Kulturbegleiter des Menschen ist, glaube ich das unbesehen.

Ein Schwarm ohne Imker?

Hoffentlich bleibt sie uns erhalten, die Biene. Und wenn wir dazu über den Zaun steigen müssen! Denn ein Schwarm ohne Imker ist praktisch nicht lange überlebensfähig. Die Bienen müssen mehrmals im Jahr gegen die Varroamilbe behandelt werden, sie können sich (noch) nicht gegen diesen parasitären Schmarotzer wehren.

Übrigens haben wir die Tage an einem Teil unserer Völker eine Varroabehandlung durchgeführt. Und sie war verdammt notwendig, wie wir an den zahlreichen abgestorbenen Reste der Milbe sehen konnten.

 

Individuelle Spätsommerpflege unserer Bienenvölker (3)

Aus der Zarge nach unten durchhängende BienenProperes Volk! Der Ableger an der Villa Dessauer bei Bienenpatin Dr. Regina Hanemann hat sich schön entwickelt. So ein Bild erwarteten wir uns: nach unten herausquellende Bienen! Ein gutes Zeichen, allerdings wird ein Teil dieser Bienen wohl nicht die Wintersonne sehen. Denn Sommerbienen haben mit 6-8 Wochen nur ein kurzes Leben. Doch die mit bis zu 6 Monaten langlebigen Winterbienen sind ebenfalls schon geboren, weitere stehen bruttechnisch praktisch schon in den Startlöchern.

Verrückt, das mit dem Verrücken!

Unser „Vorsicht Bienen“-Schild gilt im Grunde nur dem Umstand, dass niemand Hand an die Beute anlegen soll. Beispielsweise, um sie zu verstellen, wenn der Rasen gemäht wird. Denn Bienen haben einen sehr genauen „Einflugplan“. Nur wenige Zentimeter verrückt und sie finden nicht mehr ohne Weiteres in ihre Behausung zurück. Zum Beweis: vor elf Tagen wechselten wir den Fluglochkeil aus. Das vorherige Einflugloch saß links und war kleiner, damit sich das junge Völkchen besser gegen Eindringlinge erwehren konnte. Nun sitzt das Loch in der Mitte des Hölzchens. Was passiert, seht ihr im Film. Mehr als elf Tage alte Bienen fliegen immer noch links ein, jüngere schaffen es auf den Zentimeter genau.

Einfüttern – den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen?

Den Wachsüberbau abspachtelnDie Pflegemaßnahme sah so aus, dass wir nach dem Abspachteln von störendem Wachsüberbau eine Leerzarge aufsetzten. Hier hinein stellten wir einen Becher mit vier Kilo 3:2-Zuckerlösung, die wir zuhause rechtzeitig (!) angesetzt haben. Denn erst nach mehrmaligem Rühren wird es eine sämige Masse, bis sich alles auflöst, dauert das eine Weile.

Tipp: Einkaufsberechtigte von Großmärkten, z. B. Metro, warten die alljährlichen Sommerferien-Rabatte ab (z. B. Einkauf 100,- Euro = 10,- Euro Nachlass) und decken sich dann erst mit Zuckerpäckchen ein. Eventuell lässt sich hier ein Netzwerk nutzen?!

Fressen Bienen denn Gras?

Noch geschlossener ZuckerwasserbehälterNachdem wir eine Folie auf die Rähmchen gelegt hatten, die am Rand umgeknickt wird, stellten wir den bisher noch geschlossenen Behälter in die Leerzarge ein. Vorher öffnen ist schlecht, denn hat man versehentlich etwas verschüttet, freuen sich zahlreiche Wespen auf das süße Nass. Die muss man ja nicht unbedingt anlocken. Ein Imkerkollege berichtete uns dieses Jahr bereits davon, dass eine seiner Beuten vollständig von Wespen ausgeräubert wurden und nur noch eine Handvoll Bienen darin saß.

Zuckerwasserbehälter mit Gras als KrabbelhilfeDen Behälter nun dockt man dicht an den Zargenrand an, damit es die Bienen mit dem Klettern leichter haben. Das eingestreute Gras wird natürlich nicht als Nahrungsmittel benutzt. Es dient lediglich als Krabbelhilfe, damit sie in der Nahrlösung nicht absaufen. Außerdem tropfte Reinhold an und um den Becher herum etwas Zuckerwasser hin, damit unsere Kleinen auf den Geschmack kommen. Denn obwohl sie ansonsten superschlau sind, checken sie eine dicht vor ihrer Nase befindlichen Quelle nicht immer sofort.

Reinhold an der Villa-Dessauer-BeuteDiese anfängliche Irritation – Da riecht’s süß, … aber wo genau? – sieht man auch daran, dass kurz nach dem Einstellen der appetitlichen „Trachtquelle“ viele Bienen dicht außerhalb der Beute herumsausen. Irgend eine Honigsammlerin hat es durch Schwänzeltanz verraten, dass es ganz, ganz nah Leckeres zum Holen gibt. Doch offensichtlich drückt der Tanz nicht auf den Zentimeter aus, wo genau. Bald jedoch werden sie den Schatz finden und die Kohlehydrate in ihrem „Sozialmagen“ mit Hilfe körpereigener Enzyme in Honig umwandeln.

Die Ameisensäurebehandlung beim Ablegervolk

So gesättigt – und bis Mitte September weiterhin aufgefüttert – können wir die Ameisensäure-Langzeitbehandlung mit dem Liebig-Dispenser (140 ml / 60% bzw. entsprechende Umrechnung) etwa ab der 38. Woche beginnen.

Ableger, die sich erst noch aufbauen und dadurch stärker „in der Brut stehen“, als es bei einem vollentwickelten Wirtschaftsvolk der Fall ist, behandelt der Imker nur einmal mit Ameisensäure, und dies auch etwa zwei Wochen später. Das erklärt, warum wir bei unseren Wildensorger Völkern etwas anders vorgegangen sind – siehe Teil 2 der Serie.

In aller Kürze: so steht’s im Bestandsbuch

Fütterung mit 3 Kg Zucker / 4 l Zuckerlösung 3:2
Beobachtung: Ableger gut entwickelt. Alle Wabengassen besetzt. Bienen hängen im Boden durch 🙂
Geplant: Noch 12 Kg Zucker bis Mitte Sept. auffüttern. Anschließend AS-Langzeitbehandlung (voraussichtlich 38.Woche, je nach Wetter).

Neue Bienen-App zu Blühpflanzen

Bienen-AppEine wunderbare, längst fällig Idee: eine App, die über rund 100 bienenfreundliche Blühpflanzen für Balkon und Garten informiert. Der Service ist ein Angebot des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und kann kostenlos heruntergeladen werden.

Afrikanisches Basilikum

Afrikanischer Basilikum in seiner vollen Blüh- und Samenpracht! Bienen lieben ihn!

Wer lieber etwas zum Blättern in Händen hält, der kann sich den Bienenweidepflanzenkatalog (PDF des MLR BW) bestellen – wir berichteten. Eine Datenbank gibt’s auch dazu. Sehr umfangreich und richtig wissenschaftlich, daher natürlich nicht ganz so komfortabel wie die App, doch beide dürften sich prima ergänzen.

Bienenpflanzen auf dem Balkon

Biene auf afrikanischem Basilikum

Biene auf unserem afrikanischen Basilikum – mitten in der Stadt ist ihr Tisch reichlich gedeckt (Foto: Amelie Anthonsen)

Unsere eigene Erfahrung mit einem 6 Meter langen, dafür mit 1,11 m recht schmalen Balkon in vollsonniger Südlage mitten in Bamberg: Wild- und Honigbienen sowie Hummeln laben sich seit vielen Monaten ausgiebig am Afrikanischen Basilikum. Diese blüht und blüht und blüht … und summt und summt und summt … einfach herrlich. Gekauft hatten wir die drei bei gutem Gießen extrem haltbaren und dabei auch noch aromatischen Stöcke in der Hofstadt-Gärtnerei Bamberg.

Biene als Balkongast auf der Bergminze

Schwere Hummel auf zarten Bergminzeblüten – der Steinquendel ist anspruchslos und winterhart

Ein weiteres ausdauerndes Pflänzchen ist unsere winterharte Bergminze (Calamintha nepeta ssp. nepeta, Steinquendel), gekauft von der Naturlandgärtnerei Susan und Jörg Rauch aus Brüggen. Sie waren auf der Bamberger Gartenmesse 2013 auf der Böhmerwiese unserer Bienenpatin Sabine Gründler zugange. Das kleine Pflänzchen entwickelte sich ebenfalls zu einem hübschen Dauerblüher mit einer sehr kräftigen Duftnote. Etwas daran geschüttelt und schon steigt eine wunderbare Aromawolke in die Nase. Und nicht nur in die menschliche offenbar!

Hummeln lieben unseren Majoran

Hummeln lieben unseren Majoran, ein urtypisch fränkisches Gewürzkraut

Der Majoran, ein sich jedes Jahr ohne weitere Pflege selbst vermehrender Dauergast auf unserem Balkon, blüht ab Sommer ohne Unterlass bis zum ersten Frost, wie auch das weiß-rosa blühende Bohnenkraut. Für Hummeln, die auch bei etwas niedrigeren Temperaturen noch fleißig sammeln, ein ideales Tischlein-deck-dich. Und was täte der Franke bloß ohne diese Würzpflanze? Nicht auszudenken …

Wären da noch der nach dem Rückschneiden verblühter Stängel erneut blühende Lavendel, der in einer besonders wohlriechenden, weil auch ohne Blüten duftenden Variante zu kaufen ist (Carmen Dechant fragen!).

Ihr seht, selbst ein kleiner Balkon kann das ganze Jahr über gastlich, wohlriechend und -schmeckend sein – für uns und alle unsere geflügelten Wesen.

Von Kröten, Bienen, Engeln und Bären … (2)

Boxenstopp in der Wunderburg

Die Bamberger Bienen-Stadtmusikanten: Reinhold Burger vor drei BienenplüschiesNachdem uns die Aktiv-Fitness-Radtour mit Ursula Sowa zu den beiden Bamberger Lagenhonig-Standorten „Inselstadt-Villa Dessauer“ und „Gartenstadt-Heiliggrab“ führte (siehe Teil 1), legten wir in der Wunderburger Eisdiele einen Boxenstopp ein. Eddy Weiss und Kinder mit Engel vor Wunderburger Eisdiele

Eddy Weiss, ein Stadtratskollege von Ursula Sowa und außerdem Schulbienen-Unterstützer, freute sich über den Besuch so vieler be- und geflügelter Wesen. Wir nutzten die Pause außerdem zum Abfragen unserer Wahlprüfsteine „Sag, wie hältst du’s mit der Bienen, Ursula Sowa?“.

3. Station: Bamberger Lagenhonig Buger Wiesen

Während die ersten von uns besuchten Standorte ab 2014 auch als Lehrbienenstände ihren Betrieb aufnehmen, ist die Lage „Buger Wiese“ doch etwas zu weit draußen aus Bamberg. Hier entsteht jedoch allerfeinster Blatt- und Blütenhonig, gesammelt aus dem Wasserschutzgebiet, dem östlich gelegenen Bannwald „Hauptsmoorwald“ und dem südlichen Bruderwald mit seinem Naturwaldreservat „Wolfsruh“.

Ursula Sowa und Ilona Munique am Bienenstandort "Buger Wiese"Bei der Gelegenheit nahmen wir eine Varroa-Überprüfung an der Windel vor. Noch ist kein Befall erkennbar, doch ändert sich das Bild sicher nach der ersten Ameisensäurebehandlung in Kürze, also Mitte August bzw. bei den Ablegervölkern Anfang September.

Ursula verfolgt unsere Ausführungen hierzu mit großem Interesse. Nicht immer sind die Bienenthemen ja romantischer Natur. So beobachteten wir beispielsweise den (meist erfolgreichen) Kampf unserer Kleinen mit Wespen. Mein zufälliger Video-Mitschnitt mit einer einfachen Kamera nimmt sich harmlos aus gegenüber diesen Bienen-Kampf-Film aus Japan geben eine Riesenhornisse – sehr sehenswert! Diese Taktik, das Opfer mittels Überhitzung auszuschalten, findet sich übrigens genau so bei unserer Westlichen Honigbiene wieder.

Auf paradiesischen Wegen – jetzt kommt der Bär ins Spiel!

Weg zur AltenburgUnsere Radltour zu den letzten beiden Stationen führte uns über den Paradiesweg. Hier erzählte uns Ursula Sowa die Geschichte, warum der Paradiesweg weiterhin das ist, was sein Name aussagt. Ein Stück friedliche und artenreiche Natur am Rande Bambergs, die seinesgleichen sucht. Nur wenige bebaute Grundstücke für Gärtner sowie ein paar „Reichens“, die sich an der Natur mit viel zu großen Häusern bereichern. Von Bug aus kommt man praktisch nur über eine Fahrstraße und über eben diesen wunderschönen Spazierweg zum Stephansberg hinauf. Das ist ja nicht zu viel verlangt, diesen für die natürliche Art der Fortbewegung eines Menschen, nämlich das Gehen, zu bewahren.

Ebenfalls sehr schön die Anfahrt in Richtung Altenburg über die Viktor-von-Scheffel-Straße, Rößleins- und Weinbergweg (siehe Foto). Steil bergauf und bergab, doch immer lohnend. Für unsere geplante Schulbienen-Benefiz-Radtour jedoch werden wir einen bequemeren Weg wählen müssen, zumal er nur bei trockener Wetterlage angenehm, weil ohne Schlamm ist. Und wer jetzt denkt: „Ah, gleich wird sie vom Bären, dem Poldi, sprechen!“ … ne, ne, unser Bär ist ausnahmsweise die Ursula! Bärenstarke Radlerin, die ihrem Vornamen voll und ganz gerecht wird!

Geheime 4. und stark besuchte 5. Station: Altenburg und Wildensorg

Ursula Sowa und Reinhold Burger am RinnersteigEine geheime Station ist bzw. wird ab 2014 unser Standort „Altenburg“. In einem privaten, sehr großen Grundstück mit herrlichem Ausblick gelegen, fuhren wir folglich nur vorbei. Eigentlich hätte längst ein Ablegervolk hier seine Arbeit verrichten sollen, doch witterungsbedingt war dieses Ansinnen leider nicht von Erfolg gekrönt und musste aufgelöst werden.

Am Standort "Wildensorg-Rinnersteig"Unser Wildensorger Standort „Rinnersteig“ jedoch erfreut uns mit zwei fleißigen Völkern. Er war unser erster Bamberger Lagenstandort und dient außerdem der Bamberger Schulbiene als Lehrbienenstand. In diesem Jahr wurde er sehr oft aufgesucht, eigentlich zu oft. Doch wird sich das im neuen Jahr ändern, sobald wir auf die innerstädtischen Lagen zurückgreifen können. Übrigens: falls uns jemand im Umgriff des Rinnersteigs einen neuen Standort anbieten möchte, wären wir sehr interessiert daran. Bitte einfach melden.

Dank und Vorschau

Bleibt zum Schluss „Herzlichen Dank“ zu sagen für einen superschönen Ausflug, der das Prädikat „Wiederholenswert“ erhalten hat. Stadträtin und Landtags-Kandidatin Ursula Sowa hat genau so wie wir äußerst kurzweilig und aktionsreich viel hinzu gelernt.

Wir freuen uns schon sehr auf unsere „1. Bamberger Schulbienen-Benefiz-Radltour“ am Samstag, 14. September 2013, exklusiv im Rahmen des Kultürlas, Gestalterkreis Bienen-Honig-Imkerei 2013. Treffpunkt 9 Uhr an der Villa Dessauer.

Die Bamberger Schulbiene bei den Mitties in Nürnberg

Die Bamberger Schulbiene hat sich am 29.7.2013 nach Nürnberg „verflogen“. Der Einladung meiner Schwester Jeannette, ihres Zeichens Betreuerin der Mittagsgruppe der Paul-Ritter-Grundschule im Zentrum für Hörgeschädigte (die „Mitties“), sind wir doch gerne gefolgt. Ausnahmen dürfen sein, wenngleich Reinhold und ich natürlich in erster Linie für Bamberg (und nähere Umgebung) im Einsatz sind – ganz einfach aus Kapazitätsgründen.

Bienenunterricht gut vorbereitet

WillkommensgrußNun denn … wir haben es nicht bereut. Mit allerlei Materialien vorbereitet hatten wir dreieinhalb Stunden Zeit, den Schüler/innen aller Grundschulstufen das Einmaleins des Bienenlebens und seiner süßen und imkerhandwerklichen Geheimnisse zu zeigen.

Bestens vorbereitet zeigten sich auch die zehn Jungs und Mädels, die uns zur Begrüßung die Biene Maja intonierten und sozusagen schlagenden Einsatz zeigten.

Wildwabenbau Gezeigt wurde uns auch ein seltenes Exemplar eines Wabenwildbaus an Kirschbaumzweigen. Mitgebracht von einem – ja, man könnte es fast so sagen – Kollegenbienchens. Jedenfalls hat sich der Bursche glatt auch noch in ein Bienenkostüm gewandet (siehe nachfolgende dritte Fotocollage). Alles stand somit im Zeichen der Biene – Tischschmuck und Bücherauslage inklusive.

Die Inhalte

In Stichworten der inhaltliche Ablauf zum Nachahmen:

Fotocollage SchulunterrichtI. Die Bienen und ihre Verwandten

  1. Was wissen wir über die Bienen? Erlebniserzählungen, Schautafel
  2. Abgrenzung von Bienen, Wespen, Hummeln & Co durch Bildvergleich in verschiedenenen Büchern

Fotocollage SchulbienenunterrichtII. Die Imkerei

  1. Geschichtliches zur Imkerei
  2. Den „Lorscher Bienensegen“ übersetzt
  3. Bestandteile einer Bienenwohnung (= Beute) anhand einer Lernbeute mit Fotorähmchen
  4. So funktioniert ein Smoker im Echtbetrieb

Fotocollage SchulbienenunterrichtIII. Der Honig und die Nebenprodukte

  1. Wie entsteht Honig? Vom Nektar bis in die Schleuder anhand von Büchern
  2. Wir entdeckeln eine echte Honigwabe
  3. Wabenbilder ausstechen

Abschluss: Die Geburt einer Königin in kurzen Videosequenzen.

Die Highlights: Smoker entfachen, Honigwabe entdeckeln, Honig kosten

Fotocollage SchulbienenunterrichtEs traf sich gut, dass wir das Wochenende vorher noch geschleudert hatten. Im Vorgriff auf den Unterricht behielten wir uns zwei schön gefüllte Honigwaben zurück. Diese zu entdeckeln war unbestritten das Highlight des Nachmittags  – nur noch zu toppen durch das Anfeuern des Smokers. Damit es kein Gedränge am Entdeckelungsgeschirr gab, kamen die Kinder in der Reihenfolge der Geburtsmonate zum Zuge. Das klappte wunderbar, vor allem, nachdem wir die Reihenfolge beim Honigtestschlecken wieder umdrehten.

Familiärer Abschluss für die Bamberger Schulbiene

Sogar unser Vater kam für ein Stündchen aus dem nahegelegenen Wohnstift Vitalis, und zwei meiner Nichten mit Freunden waren da, um dem Bienen-Honig-und-Imker-Unterricht in der Pestalozzi-Straße beizuwohnen. Ein schöner und familiärer Abschluss unseres allerersten Bamberger-Schulbienen-Vierteljahres, an den wir uns sicher lange noch erinnern werden.

(Korr. 12.08.13 / 22.00 Uhr)

Spezialporträt Wolfgang Zangl

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Dr. Wolfgang Zangl, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Dr. Wolfgang Zangl?

Dr. Wolfgang Zangl

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Dr. Wolfgang Zangl, Kinder- und Jugendarzt, Geschäftsführer Theater am Michelsberg (TaM), Bamberg © privat

Als Frosch verkleidet lief die Schulbiene dem Kinderarzt Dr. Wolfgang Zangl auf der Krötenparty von GAL/Grüne/Bündnis90 am 10. Mai [s. a. Tagebucheintrag vom 10.5.13] vor die Füße. Und traf mit ihrer Verkleidung bei ihm genau ins Grüne … äh, Schwarze. Denn sein privates Metier und „drittes Kind“ ist dem Vater einer erwachsenen Tochter und eines Sohnes das TaM, Theater am Michelsberg. Als die Bamberger Schulbiene auf der Party sieben Tage vor Ende der Crowdfunding-Aktion – und einem bedenklichen Stand von erst 44% der Zielsumme – ihr Projekt vorstellen durfte, war es Dr. Wolfgang Zangl sofort klar: „Das Ziel, Jungimker zu gewinnen, ist sehr unterstützenswert.“

Was Crowdfunding bedeutet, hat der Bamberger Unterstützer als einer der wenigen  sogar genau gewusst. Ein eigenes Theaterprojekt, welches er über diese Weise finanzieren wollte, hatte zwar leider nicht den gewünschten Erfolg. Doch mag das damals noch an der mangelnden Vernetzung via Facebook gelegen haben. Nichtsdestotrotz gönnte Herr Zangl der Schulbiene ihren Erfolg, nachdem er auch das Pitchvideo auf Startnext sehr überzeugend fand.

Es mag ganz sicher auch damit zu tun haben, dass das Schulbienenprojekt die Kinder im Blick hat. So bietet der gebürtige Deggendorfer, der nach Aufenthalten in München und Nürnberg im Jahr 1998 in Bamberg eine Praxis in der Hainstraße übernommen hatte, Kinder- und Familientheater sowie Theaterworkshops an. Zum Schauspielern angestiftet hat ihn seine Frau, Johanna Wagner-Zangl, eine Psychotherapeutin. Oder doch eher Vollblut-Schauspielerin? „Mit der Schauspielerei hat es bei mir gefunkt, nachdem mich meine Frau zu einem Workshop in die Cevennen nach Frankreich hingelockt hat“, so Wolfgang Zangl. Was den Bambergern einen weiteren Kulturplatz in prominenter Lage bescherte.

Apropos Prominent … keinem Geringeren als Klaus Karl Kraus verdanken die beiden Prinzipale einige Theaterstücke und auch kabarettistische Auftritte. Allerdings … „Die Bamberger brauchen leider manchmal etwas länger, um auf Neuerungen aufmerksam zu werden“, konstatiert Herr Zangl lächelnd. Nun gut, nach zehn Jahren des Bestehens vom TaM sollten sie es doch so allmählich verinnerlicht haben, meine ich.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Dr. Wolfgang Zangl als Arzt und in seinem privaten Engagement auszeichnen?

Neben Schauspielerei hat das „Kultürla-Mitglied“ (ab August sind wir übrigens Vereinskollegen!) auch noch das Singen für sich entdeckt. „Meine Stimme ist noch ein wenig angekratzt“, entschuldigt er sich, denn „ich habe gestern Abend mit dem Gospelchor St. Stephan zwei Stunden lang in St. Getreu gesungen. Und für einen Bass 2 waren doch recht hohe Töne gefordert“.

Es braucht schon eine gewisse, vor allem zeitliche Gelassenheit, um weitere Mitgliedschaften wie die der Tibet-Initiative einzugehen. Unser Interview fand beispielsweise in aller Ruhe im Harmoniegarten während des Arztes Mittagspause statt. „Ich möchte nicht wie andere Ärzte mein Leben damit verbringen, dem Geld nachzujagen, sondern vielmehr ein erfülltes, weil spannendes Leben leben.“ Wolfgang Zangl führt außerdem seine Neugier auf Unbekanntes an, möchte stets offen für Neues sein.

Welche Erfahrungen hat Dr. Wolfgang Zangl mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Während des medizinischen Studiums nahm er sich ein für seine Entwicklung sehr wichtiges Sabbatjahres, welches er mit Freunden in der Provence verbrachte. Ein Hobbyimker nahm in dort zu einem Dutzend Bienenstöcken in der Nähe Marseilles mit. „Der Lavendel- und besonders der Kastanienhonig (Miel de Chataignier) waren fantastisch“, schwärmt Wolfgang Zangl und erläutert: „Die Edelkastanienwälder wurden im großen Stil im 17./18. Jahrhundert angelegt.“

Noch nicht ganz so alt, doch mittlerweile ebenfalls historisch und von daher im Freilandmuseum Bad Windsheim zu bewundern: das Bienenhaus von Wolfgang Zangls handwerklich begabtem Schwiegergroßvater aus Pinzberg bei Forchheim. [Korr. 7.8.13: Wie sich erst jetzt herausstellte, wurde das Bienenhaus leider nur eingelagert. Doch immerhin: es ist gerettet!]

Was wünscht Dr. Wolfgang Zangl dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Viel Erfolg und viele Anhänger“, erhofft sich der Kinderarzt für die Schulbiene, denn in Erinnerung an einen Ökotest zum Honig (2009) liegt ihm daran, dass Honig gen-technikfreie Inhaltsstoffe aufweisen. Das meinen wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de allerdings auch!

Kontaktdaten:
Portal Zangl: http://www.zangl.de/
Unternehmen:  Kinder- und Jugendarztpraxis Dr. Zangl & Priv. Doz. Dr. Meißner (auf Facebook)
Ehrenamt / -ämter: Geschäftsführer des Theaters am Michelsberg
Facebook Theater am Michelsberg (TaM)
E-Mail: zangl [at] kinderarztpraxis-bamberg [dot] de

Ergänzt 3.11.13

Bienen-leben-in-Bamberg.de zu Gast beim REWE-Rudel

Wir sind zu Gast bei der REWE-Rudel-Aktion “Schutz der Tier und Pflanzenwelt” Natur schützen. Natürlich gemeinsam.

Wo? REWE-Markt Rudel, Bamberg, Würzburger Straße 55
Wann?
Mo., 5. August 2013 | 18.00 – 20.00 Uhr
Fr., 9. August 2013 | 9.00 – 11.00 Uhr
Was? Infostand, Beratung, Verkostung und Verkauf von Honig und Honigwein (Met).

Die Geschäftsführerin, Annemarie Rudel, zudem eine unserer Bamberger Schulbienen-Unterstützerinnen, möchte wieder Gutes tun. Diesmal werden Honigprodukte verkauft, von denen jeweils 50 Cent an den BUND fließen werden.

Wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de hingegen werden 20 Prozent unserer Erlöse in die Arbeit der Bamberger Schulbiene stecken. Genauer gesagt:

Neue Bücher für den MedienrucksackDen Schulbienen-Medienrucksack anreichern. Denn nicht alle Eltern haben das Geld für Bücher. Wir möchten, dass jedes Grundschulkind nach einem unserer Schulbienenbbesuche eine Woche lang ein eigenes Bienen- oder Imkerbuch zum Vertiefen nach Hause ausleihen kann. So können sich die Kinder über das Gelesene und Gesehene austauschen und niemand muss sich benachteiligt fühlen.

Für die erste Klasse besitzen wir bereits einen Klassensatz, nämlich 30-mal das Büchlein „Ich habe einen Freund, der ist Imker“. Gekauft durch die Crowdfunding-Aktion.

Nun sollen es je 30-mal die zwei Bände „Im Bienenstock“ und „Unser Honigbuch“, beide von Heiderose und Andreas Fischer-Nagel sein. Kostenpunkt: € 328,50 zzgl. Versand.

Helfen Sie mit, dieses Ziel zu erreichen! Im REWE-Rudel-Markt steht neben unserem Bamberger Lagenhonig und Fränkischem Honigwein auch eine Spendenkasse bereit. Jederzeit ist auch eine Direktüberweisung möglich.

Stichwort “Medien-Rucksack”  | Kontoinhaberin: Ilona Munique | Postbank München | BLZ 70010080 | Kto-Nr. 830967806
(Falls der Spendername auf unserer Seite der Schulbienen-Unterstützer nicht genannt sein soll – was schade wäre – bei Verwendungszweck vermerken: “kein Name”)

DANKE im Namen von Mensch & Natur!

Wieder Bienenunterricht in der Hainschule

Kinder um Basilikumpflanze

Welche Pflanze ist das? Wo sitzen die Pollen, wo der Nektar?

Diesmal freute sich die Klasse 1a der Hainschule Bamberg über den Schulbienenbesuch von Ilona Munique und Reinhold Burger, die für den Freitag, 19.07.2013, wieder jede Menge Anschauungsmaterial im Gepäck dabei hatten.

Schülerinnen berühren eine Mittelwandwabe

Schülerinnen begutachten ein Mittelwandrähmchen

Zum Beispiel Wabenrähmchen oder einen Basilikumstock – und den konnten die 16 Schülerinnen und Schüler nach ein wenig Raten richtig benennen. Ein Kind beschrieb sogar druckreif den Unterschied zwischen Pollen und Nektar! Das Bamberger Schulbienen-Team ist sich einig: Als wir so alt waren, da hatten wir noch keinen blassen Schimmer von den wichtigsten Vorgängen auf der Wiese, nämlich die Bestäubung durch die Biene und der Dank dafür, das Nektargeben für die Honigerzeugung.

Schülerin der Hainschule liest aus einem Kinderbuch über ImkereiWie auch die Woche zuvor in der 1b, so durfte die Klasse 1a ebenfalls ein Büchlein mit nach Hause mitnehmen. Doch erst, nachdem wir daraus ein paar Passagen gelesen hatten.

Schülerin liest aus einem Büchlein, dahinter die SchulbieneDas ging bei den Mädchen schon recht flüssig. Dafür durften die Jungs ein paar neue Wörter in Silbenform auf die Kärtchen an der Tafel schreiben. Die Lehrerin und zugleich Schulrektorin, Ulrike Bäuerlein, kann stolz auf ihre Klasse sein!

Informationskompetenz von Anfang an

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Schulimker Reinhold zeigt den Schülern die Lernbienenbeute

Medialer Unterricht – und damit die Förderung der Informationskompetenz – ist uns ein echtes Anliegen, nicht nur, weil es einer meiner beruflichen Hintergründe ist. Wer imkert, braucht neben dem Erfahrungslernen auch eine Informationsgrundlage, muss unterscheiden lernen zwischen „Imkerlatein“ und Imkerweisheiten, die jedoch nicht unbedingt auf die eigene Situation passen müssen. Er muss wissenschaftlich fundierte Tatsachen der Imkerei recherchieren und adaptieren können, um eigene Ableitungen vornehmen zu können.

Puh, ein hoher Anspruch. Auf die erste Klasse heruntergebrochen heißt das beispielsweise:

Betrachten wir im Unterricht eine Buchillustration, die nicht mit den von uns mitgebrachten Materialien übereinstimmt, weisen wir auf die Unterschiede hin.

Die Bamberger Schulbiene zeigt der Klasse eine Buchseite

Die Bamberger Schulbiene zeigt der Klasse beim Vorlesen auch die entsprechende Buchillustration.

„Hier im Buch seht ihr einen aus Binsen geflochtenen Bienenkorb. So hat man früher geimkert. Heute gibt es welche, die aus Holz gebaut sind. Sie sind praktischer und halten länger. Und in DIESEM Buch seht ihr, dass der Junge die Beute mit einer Hand heben kann. Warum wohl? Weil sie aus Styropor, einem ultraleichtem Material besteht. Genau so, wie es unterschiedliche Häuser für uns Menschen gibt, zum Beispiel Fachwerkhäuser in Deutschland und Iglus in Alaska.
Wenn ihr später einmal selbst imkern möchtet, könnt ihr euch in Büchern, Filmen, im Internet oder bei einem Imker informieren, welche Form für euch und die Bienen am besten geeignet ist.“

Wer mehr zur „Bamberger Schulbiene“ wissen möchte, ob sie auch in IHRE Schule kommt, oder Ihre Schüler/innen zu ihr kommen können, nimmt einfach Kontakt mit uns auf.