Zum bundesweiten „Tag des Gartens“ präsentieren wir heuer ohne viel Worte unser Pfingstrosen-Schaubeet im Bamberger Bienengarten. Viel Freude an den den phantastischen Blüten!
Archiv der Kategorie: Regionales (Franken & Bayern)
BIWa-Sonntagsöffnung am 20.06.21 mit Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde
So., 20.06.21 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Messe

14.00 – 18.00 Uhr | Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde. Verkaufsschau mit Beratung im Bamberger Bienengarten
Was? Lavendel wird von Honig- wie Wildbienen sehr geschätzt und ist ein unkomplizierter Garteninsasse. Für unsere Messe verkaufen wir verschiedene Lavendelsorten in den Farben lila, rosa und weiß. Einige davon wie die Sorten #Hidcote Blue, #Rosea und #Nana Alba sind dauerhafte Gäste im Bamberger Bienengarten, der jederzeit öffentlich zugänglich ist. Ihr könnt sie euch also vor dem Kauf gerne erst mal ansehen, denn sie werden bis dahin garantiert blühen.
Wer außerdem den unter dem Siegel „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt!“ geimkerten Bamberger Lagenhonig mit hinzunehmen möchte, hat viel Gutes für die Natur getan.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Kein Eintritt. Über Spenden freuen wir uns
Veranstalter: Reinhold Burger & Ilona Munique, Imker/in, Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Und sonst? Bitte nutzen Sie die nahe Tiefgarage des ERBA-Parks
Aller guten Dinge sind drei … Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)
Die dritte Gruppe zum Wiederholungsmodul M4 und M5 mussten wir wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf den 29.05. vertrösten. Da wir die Inhalte und den Ablauf im Zuge der beiden ersten Gruppen bereits ausführlich beschrieben hatten, hier in der Wiederholung ein paar Ergänzungen.
Geübt hatte die Gruppe das selbständige Entnehmen der Rähmchen zum Zwecke der Weiselzellenkontrolle und dem Auffinden von geeigneten Brutwaben für die parallel beabsichtigte Ablegerbildung. Beides sind wirkungsvolle Maßnahmen zur Schwarmverhinderung.
Ein überlegter Start

Doch vorab wurde erst einmal überprüft, ob das Material zur Ablegerbildung bereit stand, sodann der Smoker entfacht und das senkrechte Aufstellen einer Zarge zur Kippkontrolle ausprobiert. Zwar wäre die Kippkontrolle hier überflüssig gewesen, da wir ohnehin alle Waben auf der Suche nach einer Brutwabe durchsehen wollten, doch geschadet hat es nicht. So konnten noch einmal alle den Inspektionsblick auf die Unterseiten der Rähmchen schärfen.
Nachdem der Honigraum beiseite gestellt und die zweite Zarge mit Brutraum offen vor uns lag, konnten die Teilnehmenden loslegen. Am besten das zweite Rähmchen entnehmen und übers Eck an die Seite mit dem Flugloch stellen, um nachfolgend ungehindert die Rähmchen verschieben zu können. Nicht jedoch den Drohnenrahmen entfernen! Dieser ist ebenfalls an der zweiten, respektive der 9. Position. Da er keine Verdrahtung besitzt, ist die Wabe wackeliger und kann sich ablösen, würden wir sie wegstellen.
Jetzt wird’s knifflig!
Nachdem eine geeignet erschienene Brutwabe gefunden wurde, galt es, diese in den Ablegerkasten zu bugsieren. Bedeutet: in einer Hand die Brutwabe, die andere frei zum Öffnen des Ablegerkastens … für Anfänger/innen durchaus ein kleines Kunststück, das nur durch Üben, nicht durch Zuschauen alleine gelingt.
Durch eine offen gehaltene Lücke zwischen den Rähmchen kann man sich die ursprüngliche Position der entnommenen Brutwabe merken. Denn an diese Stelle füllt man am Ende mit einem Mittelwandrähmchen wieder auf – sofern man daran gedacht hatte, diese mitzubringen.
Weiter geht’s … und alle weiteren Rähmchen nach der Kontrolle hübsch an die andere gedrückt. So muss man am Ende nicht überlegen, wo welche Wabe entnommen wurde. Hat man nämlich eine NOCH geeignetere Brutwabe gefunden, so werden die beiden Kandidatinnen ausgetauscht. Immer dabei auf die Königin achten! Wo ist sie? Denn bei all dem „Handgreiflichkeiten“ kann sie schnell einmal „gerollt“ werden oder ins Gras fliegen, falls man nicht ohnehin brav mit der Kontrolle oberhalb der Beute bleibt.
Apropos Königin … um das Zeichnen zu üben, musste eine Drohne eingefangen werden. Da diese keinen Stachel hat, ist sie ein sehr geeignetes Objekt für Anfänger/innen. Ádám hatte sie trotz lästiger (coronaschutzbedinger) Handschuhe blitzschnell vom Rahmen gefischt. Nun wurde der Drohn in das Zeichenrohr bugsiert, mit dem Schiebestift, der ein weiches Schaumstoffpolster aufweist, sanft in Richtung Zeichengitter bzw. -stäbchen geschoben, wo er uns sodann seinen Rücken anbot und durch das Gitter „geschminkt“ werden konnte. Da hat er aber jetzt was zu erzählen, der Hübsche!
Nach der Durchsicht wird wieder alles dicht und mittig an seinen Platz gerückt. Der untere Brutraum muss nicht durchgesehen werden. Brennt der Smoker noch? Dann ist das Auflegen des Absperrgitters ohne allzu viele „Einzelschicksale“ rasch geschehen. Die Erfahrung lehrt einem, wie viel man von welchem Brennmaterial in den Smoker gibt, damit dieser bis zum Ende der Tätigkeit durchbrennt. Zwischendrin ein paarmal den Blasebalg betätigen hilft ebenfalls.
Marginalien? Mitnichten!
All das scheinen Marginalien. Und doch hat jede Schludrigkeit Folgen, die Bienen und Imker/in ausbaden müssen. Ruhiges, zügiges und bedachtes Arbeiten ist für eine verantwortungsvolle Bienenpflege das A und O. Nein, ein/e Anfänger/in muss das noch nicht alles überblicken können. Doch mit jedem Mal fällt einem wieder etwas ein, was man für einen flüssigen Ablauf integriert, so dass man nach etwa 3 Jahren des Imkerns nicht mehr allzu viele Versäumnisse aufzählen wird.
Eine gute Grundlage ist dieser theoretische wie praktische Imkerkurs, der runder wird, wenn die Berichte und Skripte gelesen und noch einmal repetiert werden. Ohne Nachlesen kommt man ohnehin nicht weit. Es braucht vor dem geistigen Auge wie in der Praxis einige Wiederholungen, um all die Kleinigkeiten zu verinnerlichen. Noch dazu, weil man ja manches nur einige wenige Male pro Jahr vollzieht und über den Winter wieder viel vergessen wird. Also dann – bleibt dran!
Monatsbetrachtungen Juni 2021 zu Bienen und Imkerei
Übersicht
- Schwarmstimmung kontrollieren
- Futterversorgung nach Honigernte sicherstellen
- Ableger pflegen
- Propolisgitter einlegen
- Phänologie und Trachtpflanzen
- Fortbildungen und Termine
Schwarmstimmung kontrollieren
Die Schwarmzeit dauert weiterhin bis Ende Juni an, mindestens jedoch bis zur Sommersonnwende (siehe auch unsere Monatsbetrachtungen Mai). Die Sonnenwende läutet die Zeit kürzerer Tage ein. Darauf reagiert die gesamte Natur – Pflanzen wie Tiere. Unsere Bienen reduzieren ab diesem Zeitpunk die Aufzucht von Brut. Die Volksstärken nehmen allerdings bis Anfang Juli mit der schlüpfenden Brut noch zu. Unsere Routinetätigkeit zur Kontrolle auf Schwarmstimmung setzen wir also im 7-Tage-Rythmus bis zum Monatsende fort. Weiselzellen lassen sich zur Ablegerbildung verwenden oder werden ausgebrochen.
Futterversorgung nach Honigernte sicherstellen
Ob aufgrund des kalten Frühjahrs und Frühsommers eine Frühtrachternte möglich war oder noch sein wird, variiert heuer sehr stark nach Standort. Sollte geerntet worden sein, gilt es, die Futterversorgung sicherzustellen. Abhängig vom Standort kann es im Juni zu Trachtlücken kommen. Fallen diese mit der sogenannten Schafskälte zusammen und wurde den Völkern bei der Ernte (zu) wenig Honig belassen, besteht die Gefahr, dass die Bienen hungern. Zur Not muss gefüttert werden, verbunden mit dem Vorsatz, es nächstes Jahr besser zu machen und den Völkern bei der Ernte mehr Honig zu belassen. Ein Volk verbraucht im Juni etwa 3 bis 4 Kilogramm Futter pro Woche!
Ableger pflegen
Begattungserfolg kontrollieren
Bei den im Mai erstellten klassischen Brutwabenablegern sind nach 28 Tagen alle Arbeiterinnen geschlüpft. Die neue Königin ist vom Hochzeitsflug zurück und legt seit etwa einer Woche Eier. Auch müsste bereits die erste verdeckelte Arbeiterinnenbrut vorhanden sein. Mit dem gleichen Bild rechnen wir 14 Tage nach Bildung bei den Begattungsvölkchen aus Sammelbrutablegern. Bei der Kontrolle auf den Begattungserfolg sollten sich zumindest Eier finden lassen und später Arbeiterinnenbrut. War nach dem Schlupf der Jungkönigin das Wetter jedoch kalt und regnerisch, kann sich der Hochzeitsflug verzögern. Dann geben wir noch eine (bis zwei) Woche(n) zu und kontrollieren erneut. Finden wir immer noch keine Eier und Arbeiterinnenbrut, vereinigen wir die Waben mit einem benachbarten Ableger.
Königin zeichnen
In einem Zug mit der Kontrolle auf den Begattungserfolg, kann die Königin gezeichnet werden. Die Ableger sind noch klein, da lassen sich die Königinnen leicht auffinden.
Gegen die VarroaMilbe behandeln
Die Durchsicht nutzen wir gleich zur Entmilbung. Die Ableger sind noch klein und mit wenig (verdeckelter) Brut, so dass die meisten Milben auf den Bienen ansitzen. Gut für eine Sprühbehandlung mit Milchsäure 15 % ad us. vet., welche bienenschonend und – was wir besonders schätzen – zugleich unkompliziert in der Anwendung ist. Die Waben werden beidseitig im 45°-Winkel eingesprüht, bis die Bienen silbrig glänzen. Wenn die Bienen speckig schwarz aussehen, hat man zu viel gesprüht.
Neuerdings wird von den Bieneninstituten stattdessen die Verwendung einer Sprühlösung Oxalsäure-Dihydrat 3 % ad us. vet. empfohlen, die eine noch bessere Wirksamkeit gegen die Varroamilbe aufweist, jedoch unserer Meinung nicht so anwenderfreundlich ist, was Jungimker/innen eventuell vor Probleme stellt. Einfach mal ausprobieren.
Ableger Erweitern
Mit dem Wachsen der Völckchen werden die Ableger sukzessive mit gedrahteten Leerrähmchen mit Anfangsstreifen am Rand des Brutnestes erweitert. Je nach Entwicklung im Abstand von ein bis zwei Wochen. Drei bis fünf Arbeiterinnenwaben lassen sich so im Naturbau gewinnen. Später im Sommer wird mit Mittelwandrähmchen erweitert. Bei Trachtmangel geben wir parallel zur Erweiterung einen Liter Zuckerlösung (Mischungsverhältnis 3:2). Unter der Futtergabe bauen die kleinen Völker die Waben zügig aus. Voraussetzung für das Gelingen eines Naturbaus ist jedoch, dass die Beuten waagrecht ausgerichtet stehen.
Propolisgitter einlegen
Ab der Sommersonnwende beginnen die Bienenvölker bereits mit den ersten Vorbereitungen auf den Winter. Speziell dichten sie verstärkt Ritzen und Spalten mit Propolis ab. Das ist jetzt der Zeitpunkt, Propolisgitter auf die Rähmchen aufzulegen, sofern man später Propolis ernten will. Wir verwenden Propolistinktur sehr erfolgreich bei Fieberbläschen sowie Erkältungen und Entzündungen mit Symptomen im Rachen-Hals-Raum.
Phänologie und Trachtpflanzen
Als ergiebige Trachtpflanzen im Juni dürfen wir an unseren Standorten die Robinie (Scheinakazie), Linde (Sommer-, Winter-, Silber-) sowie Brom- und Himbeere erwarten. Außerdem tummeln sich Käfer, Wild- wie Honigbienen wie verrückt an unserem neuen Schau-Pfingstrosenbeet. Das ist zwar noch keine Massentracht, aber offenbar schmeckt es ihnen supergut und scheint ein Snack zwischendurch zu sein.
Fortbildungen und Termine
6. MODUL: VARROAKUNDE UND -KONTROLLE
— ONLINE —
Sa., 05.06.21 | 10.30 – 12.30 Uhr
- BIWa-Sonntagsöffnung mit Messe

Lavendel- und Honigmesse für Bienenfreunde.
Verkaufsschau mit Beratung im Bamberger Bienengarten
So., 20.06.21 | 14.00 – 18.00 Uhr
Ort: BieneninfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (ERBA-Park). Bitte parken Sie in der nahen Tiefgarage „An der Weberei“ bzw. „An der Spinnerei“ (unterschiedliche Benennung je Navi)
20. Mai – Weltbienentag 2021
Der Weltbienentag – World Bee Day: Was nett anmutet, ist in vielen Ländern überlebenswichtig: Bienen. Und als Landwirtschaftshelferin vor allem die blütenstete Honigbiene.
Unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, die kleinen, fleißigen Insekten in das Bewusstsein (nicht nur) der Bamberger/innen zu bringen und aufzuzeigen, welche Möglichkeiten wir haben, Wildbienen wie Honigbienen zu etablieren und zu schützen.
Dieser Welttag am20. Mai ist für uns, Reinhold Burger und Ilona Munique, so etwas wie ein Feiertag, den wir mit Freude über das bisher Erreichte begehen, aber auch mit Hoffnung auf noch mehr Verfestigung des erklärten Willens zu ihrem Schutz. Denn: Ohne Bienen fehlt uns was!
Schaut euch um im erblühenden Bamberger Bienengarten, macht bei unserem Imkerkurs mit, um verantwortungsvolle Bienenhalter/innen oder auch Multiplikator(inn)en zu werden und kauft regionalen Honig, dessen Ursprung sich tatsächlich zurückverfolgen lässt. Das muss natürlich nicht nur unser Bamberger Lagenhonig sein, da sind wir uneitel. Ab nächstes Jahr hoffen wir, dass auch die Bamberger Schulbiene wieder zum Einsatz kommt. Bis dahin: Jeden 3. Sonntag im Monat (April bis September) von 14-17 Uhr erwarten wir euch und eure interessierten Fragen in der Bienen-InfoWabe (Bienenwerg 1, 96047 Bamberg, ERBA-Park).
Schwarmverhinderung und Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Modul 4 und 5)
Um im BLIB-Imkerkurs für Anfänger nach vier Online-Modulen endlich in die Praxis gehen zu können, nachdem die Corona-Inzidenzzahlen Bambergs, aber auch das Wetter dies ermöglichten, fassten wir zwei bereits online durchgeführte Modulinhalte zusammen, teilten uns in drei Gruppen auf (Sa./So., 08./09.05.21) und wiederholten das Ganze am darauffolgenden Wochenende. Allerdings mussten wir die letzte Gruppe wegen Kalt-Nass-Wetterlage auf später vertrösten. Diese Fülle an Praxisanteilen, wie sie hier beschrieben werden, ist also nicht der Normalfall unseres Anfängerkurses! Daher: Respekt, dass ihr das alle so toll mitgemacht habt!
Grundsätzlich vorgesehen war jeweils das Ausschauhalten nach Weiselzellen und Dämpfen des Schwarmtriebs durch Ablegerbildung. Letzteres war in der ersten Gruppe leider noch nicht möglich. Stattdessen konnten wir ihr das Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe demonstrieren. Zwei der Gruppen sahen beim Zeichnen der Königin zu. Für alle gibt es hier eingehende Beschreibungen zu unseren Erlebnissen.
1. Material(beschaffungs)tipps
Zu Beginn erläuterten wir die Grundzüge des Aufbaus einer Bienenwohnung und gaben Einkaufstipps zur optimalen Konstruktion des Bodens (ohne Stabilisations-Querstreben), zu Varianten der Absperrgitter (mit Holzrahmen vielversprechend, doch noch in unserer Testphase), zur Beschaffenheit des Kontrollschiebers, also der Windel (aus Kunststoff mit vor Wind schützendem Rand) sowie der praxistauglichen Fluglochverengung (Schaumstoff), nachdem der Ableger seinen vierwöchigen (Interims-)Standplatz erreicht hat.
Für eine unkompliziert Kippkontrolle empfiehlt sich die Anschaffung von falzlosen Beuten, die ein ruckelfreies Verschieben und senkrechtes Aufstellen der Zargen ermöglichen. So kann man sich einen raschen ersten Überblick zur Schwarmstimmung verschaffen.
Sodann besprachen wir das Aussehen einer idealen Brutwabe für die Ablegerbildung, die folgendes Bild ergeben sollte:
- Auf jeder Seite dreiviertel Brutbrett, im Idealfall Brut in verschiedenen Entwicklungsstadien
- Bestiftete Zellen (also ein noch stehendes Ei)
- Im Idealfall eine Weiselzelle
- KEINE Königin (gut achtgeben, die bleibt natürlich im ursprünglichen Volk zurück)
Gruppe 1 und 2 (Sa. Vor- und Nachmittag) machte sich am Bienenweg auf die Suche nach Weiselzellen und Brutwaben, die Gruppe 2 (So.) am Fünferlessteg. Nicht jede der (5 bis 8-köpfigen Gruppen war hierbei erfolgreich, denn durch die lang anhaltende Kälte heuer war die Volksentwicklung unterschiedlich, meist jedoch stark verzögert. Doch jede Gruppe erlebte dabei etwas „außerplanmäßiges“, und nachfolgend gehen wir darauf ein. Beginnen wir jedoch erst mal mit den Basics (die an sich bereits in Modul 2 und 3 hätten erlebt werden sollen):
2. Werkzeuge beim Imkern und Öffnen der Beute
- Stockmeißel
- Smoker -> am besten mit Befülleinsatz
- Befüllmaterial, z. B. Hanf aus dem Kleintierbedarfsgeschäft
- Folie an einem Eck anheben, ein paar Rauchstöße abgeben
- Beuten, bestehend aus Zargen, Boden (ohne Stabilisationsstreben), Windel, Holz- und Blechdeckel, Fluglochkeil)
- Absperrgitter (bei uns noch in der Testphase mit Holzrahmen)
- Abkehrbesen
- Wasserflasche, um entleerte, noch glimmende Smokerinhalte sicher zu löschen (hatten wir nicht erwähnt, ist aber wichtig!)
- Diverses für das heutige Vorhaben der …
- … Weiselzellenkontrolle: Taschenlampe bei trübem Wetter (Anheben Brutraum, reinleuchten von unten), Schälchen für gebrochene Wachsteile
- … Ablegerbildung: 1 Zarge mit Boden, Holz- und Blechdeckel, Folie, Spanngurt, Schaumstoff für Fluglochverengung, ummantelter Fluglochkeil nebst Tesakrepp zur sicheren Befestigung, 1 Futterwabe, 2 Mittelwandrähmchen
3. Drohnenrahmen schneiden zur Varroaprophylaxe
Das Entfernen des mit männlichen Larven und Puppen behausten Rähmchens nimmt den Varroendruck vom Volk. Denn durch die Größe und längere Entwicklungsdauer der Drohnen (24 Tage) sammeln sich die meisten Varroen in diesen Brutzellen. Das Drohnenbrutschneiden wirkt sich als biotechnische Varroaprophylaxe langfristig positiv auf die Volksentwicklung aus.
Der Drohnenrahmen, der vor ein paar Wochen eingesetzt wurde (an Position 2 bzw. 9 von 10 Rähmchen), war anfangs komplett frei, also ohne Verdrahtung und Mittelwand. Beim Entnehmen aus dem Volk sollte nun mindestens Dreiviertel der Brut bereits verdeckelt sein. 
Innerhalb eines Zeitraums von ein bis zwei Wochen, also noch vor dem Drohnenschlupf, wird das Brutbrett mit Hilfe des Stockmeißels aus dem Rahmen „geschnitten“. Vorher natürlich kehren wir die noch ansitzenden Bienen über der Beutenöffnung ab. Zur Besichtigung ließen wir aber das noch bebiente Rähmchen einmal in der Gruppe herumgehen.
Der Ausschneidvorgang findet über einer Plastiktüte statt, damit nichts ins Gras fällt und Tierchen anlockt. Das wertvolle Drohnenwachs kann eingefroren oder gekühlt aufbewahrt und dann zeitnah eingeschmolzen werden.
Die Larven lassen sich ggf. an Hühner verfüttern oder der Wildtierhilfe anbieten. Der Drohnenrahmen darf niemals einfach auf einen Kompost- oder Misthaufen geworfen werden, da dies Bienen und andere Tiere anzieht und einer Reinfektion mit der Milbe oder – im schlimmsten Falle – der Verbreitung von Faulbrutsporen Vorschub leistet.
4. Die Ablegerbildung
Eingangs erläuterten wir, was alles zur Ablegerbildung benötigt wird.
4.1 Material-Checkliste zur Ablegerbildung
- Zarge
- Boden
- Windel
- Fluglochkeil, Einlassöffnung mit Papier umwickelt
- Klebekrepp zum Fixieren des Fluglochkeils
- Schaumstoffkeil, etwas kleiner als Einflugloch (wird am Ablegerstandort mit Fluglochkeil ausgetauscht)
- Holzdeckel
- Blechdeckel
- Transportsicherung (2 Pinnnadeln, damit die Waben in der Zarge nicht verrutschen)
- Spanngurt
- 2 Mittelwandrähmchen, eine als Ersatz für zu entnehmende Brutwabe aus dem Wirtschaftsvolk, die andere für den Ableger
- Futterwabe (übrig aus der Frühjahrsdurchsicht)
4.2 Einrichten der Ablegerzarge
Aus einem Wirtschaftsvolk entnommen und im Ablegerkasten an die Position dicht an der Zargenwand gehängt:
- Brutwabe (Position 1 / Zargenrand)
- Leere Mittelwandwabe (Position 2 / Mitte)
- Futterwabe – aus der Frühjahrsdurchsicht aufgehoben (Position 3 / Abschluss) oder, falls keine Futterwabe zur Hand, Honigwabe aus Honigraum (an diese Lücke sodann Mittelwand einhängen)
- genügend adulte (Flug- und Pflege-)Bienen aus dem Honigraum einschütteln, um die Brut warm halten zu können
(Flug- und Pflege-)Bienen aus dem Honigraum
Ganz so einfach ist diese Suche nach der optimalen Brutwabe zur Ablegerbildung nicht gewesen. Denn durch die Mund-Nase-Masken konnte nicht auf die Bienchen gepustet werden, um sie sanft zu vertreiben, damit wir einen besseren Blick auf die Brutsituation erhalten. Für Anfänger war es also tricky, mit einer Hand die Wabe zu halten, um mit den Fingern der anderen Hand die Bienen behutsam zur Seite zu schieben. Auch die angeschlagenen Brillengläser trugen nicht unbedingt dazu bei, die winzigen Eier zu entdecken.
Außerdem war die Entwicklung wetterbedingt einfach nicht optimal vorangeschritten. Mann kann sich mit zwei weniger starken Bruträhmchen behelfen, doch besser wäre es, abzuwarten. Nun, das konnten wir für den Kursverlauf nicht, daher nahmen wir, was wir bekamen.
Vorher entfernten wir natürlich den Wachsunterbau (siehe Foto oben). Dieser entstand in einem Pflegevolk, welchem wir wegen der Entwicklungsverzögerung noch keinen zweiten Brutraum aufsetzten und heuer zum ersten Male durchsehen konnten. Derartige Abweichungen zeigen aber auch sehr schön, wie wichtig es ist, alle Schritte zuverlässig zur richtigen Zeit durchzuführen.
4.3 Schrittfolge Ablegerbildung
Honigraum abnehmen, wegstellen -> auf Blechdeckel „über Eck“- Nach geeigneter Brutwabe suchen -> 3/4 verdeckelte Brut und Larven in verschiedenen Stadien
- In bereit stehender Ablegerbeute einhängen -> Reihenfolge s. 4,2
- Rähmchen mit 2 Pinnadeln für Transport sichern
- Bienen aus Honigraum (etwa 4 Handflächen voll, von ca. 2 besetzten Waben) in Ablegerbeute einkehren -> diese wärmen die Brut
- Den mit Papier umwickelten Fluglochkeil fest arretieren -> mit Klebekrepp sichern
- Abdeckfolie auflegen
- Holzdeckel auflegen
- Mit Spanngurt sichern
- Blechdeckel und Fluglochabdichtung (z. B. Schaumstoff) nicht vergessen, mitzunehmen!
- Am neuen Ablegerstandort (2-3 km Entfernung) Fluglochkeil auswechseln -> die kleine Einflugöffnung muss sich auf der Seite der Brutwabe befinden
- Mind. 21 (-28) Tage warten, bis Königin nachgezogen, dann umsetzen
- Nach rund vier Wochen kann das Ablegervolk vom Interimsstandort abgeholt werden. Achten auf sicheren Transport, s. Ablauf oben.
- Am neuen Standort nachsehen, ob Königin fit. Dabei ggf. Zeichnen und Volk mit Milchsäure einsprühen (wird in späterem Modul gezeigt)
5. Vorgang Schwarmverhinderung & mehr … bei zweizargigem Brutraum
- Blechdeckel abnehmen und umgedreht in die Nähe legen
- Mit Stockmeißel die Zargen an den Ecken voneinander lösen
- Abnehmen des ungeöffneten Honigraums. Nicht am Boden in das Gras abstellen, sondern über Eck auf die umgedrehte Blechhaube
- Abnehmen des Absperrgitters unter Rauchgaben
- Ankippen und Vorziehen des (oberen) Brutraums an den Kanten des unteren Brutraums entlang („Kippkontrolle“)
- Erster Kontrollblick nach Weiselzellenbesatz, dabei können die Rähmchen etwas auseinander bewegt werden, um auch in die Ecken sehen zu können
- Spielnäpfchen auf verdächtiges Glänzen oder Schimmern von Flüssigkeit bzw. Eibesatz kontrollieren
- Falls Zarge zu schwer wird, kann sie vollständig senkrecht aufgestellt werden
- Kontrollieren, ob (an Position 2 bzw. 9) der Drohnenrahmen bereits verdeckelt ist
- Bei Sichtung von Weiselzellen: Entscheidung treffen, ob ein Ableger¹ mit der intakten Weiselzelle gebildet werden soll
Falls ja:- Dieses Rähmchen in den Ablegerkasten (an Randposition) setzen
- Achten darauf, dass die Königin im Ursprungsvolk verbleibt
- Falls eine andere Brutwabe mi Weiselzelle besser geeignet erscheint, dann erstes Rähmchen wieder zurücksetzen an selbe Entnahmeposition, vorher Weiselzelle brechen
- Vollständiges Durchsehen der Rähmchen, vor allem an den Wabenecken und Entfernen der Weiselzellen
ACHTUNG: Aufpassen auf die Königin! Am besten mit einem Königinnenfanggerät separieren (Dunkel halten, sie ist helles Licht nicht gewohnt) - Falls Drohnenrahmen mind. zu Dreiviertel ausgebaut und verdeckelt, diesen entfernen, ausschneiden (Material in Plastiktüte oder gut verschließbaren Eimer, ggf. einfrieren, später ausschmelzen, da wertvolles Neuwachs) und wieder an selbe Position einsetzen
- Falls Brutwabe für Ableger entnommen, Ersatzrähmchen (Mittelwand) in die Mitte des Brutnestes einsetzen (ab Ende Juni an den Brutraumrand setzen!)
- Oberen Brutraum wegstellen (Achten auf Richtung, er soll später wieder genau so aufgesetzt werden, wie man ihn abgenommen hat)
- Unteren Brutraum durchsehen
- Fertig? Rauch geben. Dann wieder zweiten Brutraum aufsetzen
- Königin einlaufen lassen und darauf achten, ob sie angenommen wird
- Sind alle Rähmchen vollständig? (Drohnenrahmen und ggf. frisches Mittelwandrähmchen bei Brutwabenentnahme). Sind alle Rähmchen wieder eng zusammengerückt (Einhalten des Bee Space)?
- Rauch geben. Absperrgitter aufsetzen
- Honigraum, Folie, Deckel und Blechhaube aufsetzen.
¹Auf Zwischenablegern (oben aufgesetzt) und Fluglingen (unten angesetzt) oder Brutlingen als weitere Möglichkeiten der Schwarmverhinderung neben dem Weiselzellenbrechen sind wir nicht eingegangen. Dies ist Stoff für unser Vertiefungsseminar, das allerdings erst voraussichtlich für 2022 angesetzt ist.
6. Königin zeichnen
Das Zeichnen der Königin hat den Vorteil, sie schneller im Volk orten zu können. So kann verschärft auf sie geachtet werden, damit ihr nichts passiert. Dazu kann man sie beispielsweise „käfigen“, um rascher arbeiten zu können.
Normalerweise wäre heuer die Farbe Weiß an der Reihe. Da die Königin jedoch vom letzten Jahr ist, erhält sie eine andere Farbe. Dies wäre Blau gewesen. Doch da Reinhold alle dunkleren Farben nicht gut sieht, nimmt er generell abwechselnd Gelb oder Weiß. Er darf das, er kennt seine Königinnen 😉
Zunächst muss die Königin natürlich erst gefunden werden. Ein paar Drohnen wähnten sich schon als auserkoren, bevor die Anfänger/innen ihren Irrtum erkannten. Doch hat man zum ersten Mal die richtige Königin gesehen, dann vergisst man ihr hübsches Bild nie mehr. Reinhold versuchte sie vorsichtig zu pflücken, doch an den coronageschuldeten Handschuhen (für die ultrahygienische Weitergabe der Waben von Hand zu Hand) wäre er beinahe gescheitert.
So nahm er ausnahmsweise eine Arbeitsbiene mit auf, die den Aufenthalt der Königin im Röhrchen sicherlich erträglicher gestaltete. Der mit Schaumstoff bestückte Stempel wird vorsichtig nach oben geschoben, bis sich die royale Rückseite zwischen den Stäben zeigt. Ein schneller Farbtupfen auf den oberen Rücken und etwas antrocknen lassen. Nachdem wir mit unserer Arbeit fertig waren – die eingefangene Königin ruhte vor Sonne geschützt unter einem Tuch – ließen wir sie wieder ins Volk einlaufen. Schnell scharte sich ein Hofstaat um sie herum. Glück gehabt, sie wurde wiedererkannt und auch angenommen. Das ist leider nicht immer sicher.
Zwei erlebnisreiche Stunden, die bestimmt unvergesslich bleiben werden. Der letzte „Wiederholung-von-der-Wiederholungs-Gruppentermin“ findet am Sa., 29.05., statt. Wir hoffen auf gutes Wetter! Die Inzidenzwerte dürften nun keine Rolle mehr spielen, alles steht auf „Go!“
Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, vormittag
Fotogalerie Modul 4+5, 08.05.2021, nachmittag
Fotogalerie Modul 4+5, 09.05.2021
Fotogalerie Modul 4+5, 15.05.2021, vormittag
Fotogalerie Modul 4+5, 16.05.2021, nachmittag
Monatsbetrachtungen Mai 2021 zu Bienen und Imkerei
Übersicht
- Schwarmstimmung kontrollieren
- Drohnenrahmen ausschneiden
- Völker vermehren
- Honigräume erweitern (fraglich)
- Erste Honigernte (fraglich)
- Phänologie und Trachtpflanzen
- Fortbildungen und Termine
Schwarmstimmung kontrollieren
Der Zeitraum von Ende April bis zur Sommer-Sonnwende im Juni steht ganz im Zeichen der Schwarmkontrolle. Die Völker befinden sich in der Aufwärtsentwicklung. Das große Angebot an Nektar und Pollen nutzen die Bienen für ihr Wachstum. Mehr Bienen bedeutet, dass mehr Brut aufgezogen werden kann. Ein wachsendes Brutnest hat wiederum mehr Bienen zur Folge – und so fort. Die Volksstärke nimmt rasant zu. Neben Alter und genetischer Veranlagung der Königin, Witterung sowie Trachtverlauf ist also die Volksgröße der wesentliche Faktor für die Auslösung einer Schwarmstimmung. Daher werden im Wochenrhythmus alle Völker kontrolliert, ob sie sich bereits auf das Schwärmen vorbereiten. Im Fall der Fälle werden alle angepflegten Weiselzellen ausgebrochen.
Drohnenrahmen ausschneiden
Gleichzeitig mit der Schwarmkontrolle wird auch der Drohnenrahmen geprüft. Wenn ein Großteil der Zellen bereits verdeckelt ist, wird die Wabe ausgeschnitten. Einerseits dient dies dazu, den Varroadruck zu mildern und andererseits zur Gewinnung von unbelastetem Bienenwachs. Teilweise werden die Drohnenwaben an die Wildtierhilfe zum Aufpäppeln von Nestfallern weitergegeben.
Völker vermehren
Im Mai ist eine gute Zeit für die Vermehrung der Völker mittels Ableger. Entweder durch Bildung von Sammelbrutableger oder – etwas einfacher – durch Ein- oder Zweiwabenableger. Als zeitlicher Anhaltspunkt für den Start der Ablegerbildung kann die Verdecklung der ersten Drohnenwabe herangezogen werden.
Honigräume erweitern (fraglich)
Ob wir heuer im Mai bereits einen zweiten Honigraum aufsetzen können, erscheint fraglich. Bedingt durch die kalte Witterung im März und April – letzterer der kälteste seit 40 Jahren – hinkt die Entwicklung unserer Völker der rasanten Entfaltung der Blütenpracht hinterher. Hoffnung dürfen wir uns bei den Völkern machen, die an einem Rapsfeld stehen. Sofern es noch ausgiebig regnen wird, damit der Raps Nektar spenden kann.
Richtiger Zeitpunkt?
Spätestens, wenn die Randwaben im ersten Honigraum ausgebaut werden. Im April haben wir diese als Mittelwandrähmchen eingehängt. Das Aufsetzen des zweiten Honigraums ist also unabhängig davon, wie viele Honigwaben bereits verdeckelt sind. Entscheidend ist die Lagerkapazität. Die Bienen brauchen zum Umarbeiten und Zwischenlagern des wasserreichen Nektars genügend Platz.
Welche Waben?
Hier gilt das gleiche, wie bereits für den ersten Honigraum in den Monatsbetrachtungen April 2021 ausgeführt wurde.
Aufsetzen oder Zwischenschieben?
Grundsätzlich gilt, einen weiteren Honigraum immer oben aufzusetzen. Beim Zwischenschieben besteht die Gefahr, dass die Bienen die Waben, welche nach oben gesetzt wurden, vernachlässigen, mit der Folge, dass dort noch nicht vollständig ausgereifter Honig zu feucht bleibt.
Erste Honigernte (fraglich)
Grundsätzlich bieten wir unseren Bamberger Lagenhonig als Ganzjahreshonig an. Wir schleudern nur einmal im Jahr. Heuer könnte eine Ausnahme sein, da wir ein paar Völker an einem Rapsfeld stehen haben, der voraussichtlich in den nächsten Tagen zum Blühen beginnt. Rapshonig enthält sehr viel Traubenzucker, der gerne bereits in der Wabe auskristallisiert. Damit wir den Honig noch ausschleudern können, heißt es also, nach Trachtschluss der Rapsblüte zu ernten. Mal sehen …

Phänologie und Trachtpflanzen
Heuer hat sich der Erstfrühling weit verschoben, ein paar Süßkirschenbäume blühen immer noch. Doch gilt der Mai als Vollfrühling. Es blühen also Raps, Spitzahorn, Apfel, Löwenzahn und Kastanie – alles leckere Trachtpflanzen für unsere Lieblinge.
Fortbildungen und Termine
Wetter- wie pandemiebedingt mussten wir die April-Module des Imkerkurs für Anfänger bereits zweimal verschieben.
Der Plan sieht derzeit so aus:
4. Modul: Honigraumerweiterung,
[Weiselzellenkontrolle, war M5] – ONLINE
Sa., 01.05.21 | 10.30 – 12.30 Uhr
5. Modul: Schwarmverhinderung, [Ablegerbildung, war M4]
Inhaltlich identische Kursaufteilung:
Kurs 1.1: Sa., 08.05.21 | 10.30 – 12.30 Uhr (Alternativ für alle online, falls notwendig)
Kurs 1.2: So., 09.05.21 | 10.30 – 12.30 Uhr
Kurs 2.0: Sa., 08.05.21 | 14.30 – 16.30 Uhr
6. Modul: Varroakunde und -kontrolle
Inhaltlich identische Kursaufteilung:
Kurs 1.1: Sa., 15.05.21 | 10.30 – 12.30 Uhr
Kurs 1.2: So., 16.05.21 | 10.30 – 12.30 Uhr
Kurs 2.0: Sa., 15.05.21 | 14.30 – 16.30 Uhr
So., 16.05.21 – BIWa-Sonntagsöffnung

14.00 – 17.00 Uhr |
Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.
Tag der Erde – Earth Day – Motto 2021: Jeder Bissen zählt
Das Motto am 22.04.2021 am Tag der Erde / Earthday:
Jeder Bissen zählt
Schütze was du isst – schütze unsere Erde
Lebe bewusst und nachhaltig
Bio, Regional, Fair
Mit dem Kauf unseres Bamberger Lagenhonig erfüllt Ihr dieses Motto mit gutem Gewissen an eurem Frühstückstisch.
Erfüllungsgrundsätze
Wir sind Lizenznehmer des Siegels „Region Bamberg – weil’s mich überzeugt“ der Regionakampagne von Stadt und Landkreis Bamberg, deren Grundsätze ihr hier nachlesen könnt.
Alle rund 20 Bienenvölker an 8 sich im Stadtgebiet Bambergs befindlichen Standorte („Lagen“) werden direkt beerntet und ohne Umwege am Obstmarkt 10 in der Innenstadt abgefüllt. Unter „Aufsicht“, denn unsere Transparenz ist lückenlos. Jede/r kann uns grundsätzlich jederzeit besuchen kommen – natürlich nach Vereinbarung, denn nicht nur in Coronazeiten würde unsere Honigmanufaktur aus allen Nähen platzen.
Im Juli finden öffentliche Honigernte- und -schleudertage statt, bevorzugt für unsere Bienenpatinnen und -paten. An den restlichen Tagen sind Imkerkursteilnehmende zugange, die also jederzeit – und vor allem auch übers ganze Jahr hinweg! – Einblick nehmen in unser Tun.
Und wie ist das mit „Bio“?
Dass wir uns nicht biozertifizieren, hat mehrere Begründungen. Ein paar davon genannt: Teure Zertifizierungsmaßnahmen erhöhen den Honigpreis immens und erfordern langwierige Organisationleistungen, die wir als kleine Manufaktur gar nicht leisten können, zumal wir unser Hauptaugenmerk auf den Bildungsbereich legen. Andere Begründungen sind fachlicher Art. Um diese nachzuvollziehen, sind wir gerne bereit, und ausführlicher mit euch zu unterhalten. Solltet ihr jedoch als Nicht-Imker/in noch keine Ahnung von den verschiedenen Betriebsweisen haben, so bringt viel Zeit mit, damit wir „ausholen“ können.
Fakt ist, dass wir geschätzt 95% alle Anforderungen erfüllen würden, die je nach Zertifizierer unterschiedlich ausfallen. Doch auch über den restlichen 5% liegt kein Makel, lediglich eine logische Begründung, warum wir anders verfahren.
Beispiel 1: Das verwendete Wachs muss in der Bio-Imkerei aus zertifizierten Öko-Wachsbetrieben stammen. Und dies sogar, wenn es sich – wie bei uns – um Eigenwachs handelt. Soll es tatsächlich etwas Besseres als Wachs von den eigenen Bienen geben?! Wo beginnt und endet die Grenze zur Geldschneiderei bzw. sich untereinander zuschanzen unter Öko-Einrichtungen?!
Beispiel 2: Bei einigen Zertifizierern darf die Völkervermehrung nur über den Schwarmtrieb erfolgen. Der Sinn dahinter ist uns nicht eingängig genug, denn eine vernünftig betriebene Ablegerbildung nimmt den Schwarmtrieb lediglich gezielt und zur passenden Zeit vorweg. Das hat auch mit Lebenswirklichkeit zu tun, denn nicht jede/r Imker/in kann so viel freie Zeit zum permanenten Beobachtung investieren, wie es Vollerwerbs-Biobauern vielleicht ermöglicht ist. Das Entkommen von Schwärmen in der Stadt stellt mittlerweile tatsächlich ein Problem dar, wir möchten das unter keinen Umständen forcieren.
Beispiel 3: Wir verwenden Haushaltszucker für die Wintereinfütterung. Bio-Zucker aus Südamerika zu importieren sehen wir als NICHT nachhaltig an. Und die erst in jüngster Zeit sich entwickelnde heimische Bio-Zuckerherstellung (in BaWü, verarbeitet in der Schweiz) würden wir sogar kaufen, müssten wir nicht eine ganze Palette mit 800 Kilo abnehmen. Sorry, dazu reicht unser Platz einfach nicht aus. (Über die Zuckerfrage, die sich bei Nicht-Imker/innen automatisch einstellt, bitte Grundartikel mit dort aufgeführten Reihenbeiträgen nachlesen. Ja, nehmt euch Zeit, danach können wir gerne diskutieren).
Fazit: Trotz einiger Versprechungen von Bio-Zertifizierern gibt es nicht zu jeder (weiteren) völkerbetriebsführenden Frage eine plausible und praktikable Antwort, ob das nun „Waben nur in den Honigraum einhängen“ oder „keine Drahtstabilisierung der Honigwaben“ betrifft. Zumindest sind wir mit den Antworten nicht soweit zufrieden, dass diese uns Anlass geben würden, uns – ohne erkennbare (Bienen-)Not – den geld- und zeitaufwändigen Verfahrensweisen zu unterziehen.
Wie gesagt, das alles trifft nur auf vielleicht 5% unserer eigenen Betriebsweise zu. Weitere Details siehe auf unserer auf einer A4-Seite zusammengefassten Imkerphilosophie.
Sich diese und andere Fragen zu stellen und ständig nach Antworten zu suchen, ist das Wesen eines verantwortlichen Lebens. Dieser Earth-Day soll uns immer wieder daran erinnern.
Saisonstart 2021 für Bienenfreunde in Bamberg
Für den Sonntag, 18.04.2021, ist der Saisonstart der Bienen-InfoWabe geplant, die bis September jeweils am dritten Sonntag im Monat für Interessierte aller Altersstufen geöffnet ist. Von 14 bis 17 Uhr stehen Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique für Fragen rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur zur Verfügung.
Unter den pande
miebedingten Regelungen erwartet die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de die Besucher im Bamberger Bienengarten im ERBA-Park, der jederzeit frei zugänglich ist. Am geschmückten Osterbrunnen lassen sich unter gebotenen Abstand mit Mund-Nase-Schutz praktische Tipps für bienenfreundliche Pflanzen oder Wildbienennisthilfen einholen und Wild- wie Honigbienen beobachten. Auch ist ein Honigkauf unter den üblichen Bedingungen möglich. Zum Jahresprogramm wird unter den gegebenen Umständen zeitnah eingeladen.
Geplant ist am 20. Juni eine Lavendel- und Honigmesse sowie am 18. Juli die traditionell durchgeführte öffentliche Honigernte am Fünferlessteg. Da beide in den Außenanlagen stattfinden, rechnen die Veranstalter mit einem Zustandekommen der Termine. Außerdem findet weiterhin ein zwölfmoduliger Imkerkurs statt, zu dem man sich jederzeit anmelden kann. Es sind noch wenige Restplätze frei. Alle aktuellen Infos sind zu finden unter Aktivitäten und Termine.
Online-Start in den BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK21, Module 1-3
Von 12 Modulen des BLIB-Imkerkurs für Anfänger (AK21) sind bereits ein Viertel absolviert. Im Modul 3 zu Bienengesundheit und Bienenkrankheiten glänzten 20 Teilnehmende mit Anwesenheit, sie hatten sich nicht von einem Online-Kurs abschrecken lassen. Noch lässt sich auch das Meiste in der Theorie erläutern. Doch natürlich muss es für unseren ehemaligen Bienenpaten Marco Rust ein wenig heftig sein, so in die Imkerei einzusteigen – ohne direkten Bienenkontakt und dann auch gleich noch mit so einem ersten Thema. Es wird besser, versprochen!
Frage für Frage … jede zu seiner Zeit
Die Teilnahme im Chat war hoch. Es wurden Fragen gestellt, die mal mehr, mal weniger mit den eigentlichen Kursinhalten zu tun hatten. Das liegt auch daran, dass manche bereits mit eigenen Völkern am Start sind oder bereits imkern und völlig verständlich eine Chance auf Einzelberatung sehen. Entweder, wir mussten dann um Geduld bitten und auf nächste Module verweisen, in denen wir der Frage vollumfänglich gerecht werden können, oder wir konnten sie „schnell mal eben“ im Chat beantworten, oder wir verwiesen auf das Kursende, wenn noch Zeit bleibt (was es tat), oder wir behandelten sie nach Kursende in den 15-20 „Service-Minuten“, die wir speziell dafür einplanten. (@Peter: Deine Frage nach den Beutensystemen und -anbietern vertiefen wir in M4 noch mal.)
Die Frage, ob Krankheiten bei Bienen sehr häufig vorkämen, beantworteten wir natürlich für alle sofort. Wer seine Völker gewissenhaft, hygienisch und minimalinvasiv führt, wessen Königin heil und gut versorgt vom Jungfernflug zurückkam und zwei, drei Jahre Legeleistung erbringt, wo die Standortbestimmungen passen (was auch ein Erfahrungswert sein kann) und die Winter nicht zu lange andauern, kann davon ausgehen, „nur“ die üblichen Varroaprobleme in den Griff bekommen zu müssen.
Häufige Bienenkrankheiten und Vorkehrungen
Dennoch … vor dem Erreger der (auch im Landkreis Bamberg gemeldeten) Amerikanischen Faulbrut (AFB), dem Akuten bzw. Chronischen Paralysevirus und vor Nosemose ist kein Volk absolut gefeit. Weitere Krankheiten wie die Maikrankheit (Wassermangel) oder Kalkbrut (zu kalter, zugiger Standort) können jedoch mit einfachen Vorkehrungen verhindert werden.
So wurde zwar im ABC der Bienenkrankheiten nicht auf alle dezidiert eingegangen, sondern besonders auf Hilfsmittel hingewiesen, die das Erkennen der Krankheiten und dem Wissen um die Sperrbezirke bei AFB (gemeldet im Tsis, TierSeuchenInformationsSystem und in den örtlichen Amtsblättern) möglich machen. Das A und O – und damit auch der erste Teil des Kurses – ist und bleibt die Gesunderhaltung durch Vorbeugung. Hier ging Reinhold auf die den Bienen innewohnenden Abwehrmechanismen ein und stellte positive wie negative Einflussfaktoren vor:
• Nahrung
• Witterung
• Krankheitserreger(Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen)
• Parasiten, Bienenschädlinge, Feinde
• Umweltschadstoffe / Pflanzenschutzmittel
• Imker
Vorbeugende Maßnahmen betreffen die Auswahl gesunder Völker und deren umsichtige Versorgung, wobei die kritische Phase der Unterversorgung im Frühjahr liegt. Also zu einem Zeitpunkt, wenn man meinen könnte: „Juhu, der Winter ist überstanden, mein Volk lebt noch!“ Doch mehrere Kältetage könnten dafür sorgen, dass das sich vermehrende Volk seine allerletzten Reserven anpackt und diese nicht mehr ausreichen, bis die Flugtemperatur bei ca. 10-12° C wieder passt.
Rückschau Modul 2
Darauf gingen wir bereits in Modul 2 am 27.3. ein, das den Frühjahrsarbeiten gewidmet war. Die Durchsicht der Völker sollte über den Futterbestand und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Volkes Auskunft geben – vorausgesetzt, man weiß, auf welche Zeichen man Ausschau halten muss. Anhand Fotos ist das zwar zu erklären, doch lieber wäre uns allen natürlich die direkte Anschauung am Lehrbienenstand gewesen.
Wegen der Pandemie dürfen jedoch alle letzt- und diesjährigen Kursteilnehmenden für zwei weitere Jahre die Gelegenheit nutzen, uns wiederholend zu besuchen. Doch ist davon auszugehen, dass sie bis dahin genügend Erfahrungen gesammelt haben, um sich selbst ein Bild machen zu können.
Rückschau Modul 1
Für das erste Modul, das am Abend vor M2 stattfand, erläuterten wir die Imkerei im Jahreslauf, gingen auf die Biologie und den Lebensraum von Honigbiene wie auch Wildbienen ein, wiesen auf Literatur und Medientipps zur Selbstinformation hin und stellten die Strukturen und Ansprechpartner/innen in der Imkerei vor. Fortbildung sollte einer jeden Imkerin und jedem Imker über alle aktiven Jahre hinweg selbstverständlich sein. Gerade zu Beginn seiner Leidenschaft ist man sehr aufnahmefähig und nimmt gerne an weiteren Kursprogrammen teil, die allerdings leider momentan wenig angeboten werden. Wir zeigten auf, wo die Termine zu finden sind und wer als Anbieter fungiert.
Leider sind mittlerweile Fördermittel und Finanzierungshilfen aus öffentlicher Hand stark reduziert worden. Einige unglückliche Mini-Finanzspritze zu Liebig-Dispensern für Imkervereinsmitgliedern erwähnten wir erst gar nicht, da diese sinnlos wegen Nicht-Organisierbarkeit verpufften. An geförderten Großanschaffungen hingegen bleiben prinzipiell noch die Honigschleuder oder ein Wachsschmelztopf übrig. Um diese vom Land Bayern gefördert zu bekommen, ist eine Betriebsnummer notwendig, die – je nach Landkreis – bei der Anmeldung der Völker erteilt wird. In Bamberg geht das getrennte Wege.
Jetzt hoffen wir nur noch darauf, dass sich UNSERE Wege in einer Woche kreuzen werden und wir uns zu Modul 4, der Honigraumerweiterung und Ablegerbildung, am 17. bzw. 18.04. am Lehrbienenstand am Bienenweg endlich persönlich kennenlernen werden. Das einzig Positive an der Pandemie ist, dass drei kleinen Gruppen zwischen 5 und 7 Teilnehmenden gebildet werden und somit Gelegenheit geschaffen ist, viel Zeit für jede/n Einzelnen zu haben.
Wir freuen uns auf euch!










![Bienen und Gebänderter Pinselkäfer (Trichius fasciatus) an Paeonia Hybride 'Lemon Chiffon' im Schau-Pfingstrosenbeet des Bamberger Bienengartens Dateiname Inkorrekt]](https://bienen-leben-in-bamberg.de/wp-content/uploads/2021/06/143902-Glattschieniger-Pinselkaefer-Trichius-gallicus-an-Paeonia-Hybride-Lemon-Chiffon-150x150.jpg)
![Bienen und Gebänderter Pinselkäfer (Trichius fasciatus) an Paeonia Hybride 'Lemon Chiffon' im Schau-Pfingstrosenbeet des Bamberger Bienengartens Dateiname Inkorrekt]](https://bienen-leben-in-bamberg.de/wp-content/uploads/2021/06/143919-Glattschieniger-Pinselkaefer-Trichius-gallicus-an-Paeonia-Hybride-Lemon-Chiffon-150x150.jpg)

























































































































































