Klasse! HEG spendet Klassensatz für den Bamberger Schulbieneneinsatz

Buchspende HonigbieneAlle auf einmal hätten sie sie nicht an die Bamberger Schulbiene übergeben wollen, die Geschäftsführerin der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland, HEG, Simone Machinek und der zweite Vorsitzende Michael Metzner. Denn insgesamt rund 12 Kilo wogen die 30 Exemplare des Buches „Makrokosmos Honigbiene“, die künftig an ältere Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Schulbienen-Unterrichts entliehen werden. Da wären wir wohl in die Knie gegangen.

Simone Machinek, Reinhold Burger, Ilona Munique und Michael Metzner bei der Buchspendenübergabe vor der Bienen-InfoWabe

Simone Machinek, Reinhold Burger, Ilona Munique und Michael Metzner bei der Buchspendenübergabe vor der Bienen-InfoWabe

So übergaben die beiden anlässlich der kürzlich stattgefundenen Eröffnungsfeier der Bienen-InfoWabe symbolisch nur ein Exemplar mit den faszinierenden Detailaufnahmen aus der Bienenwelt des mehrfach preisgekrönten Fotografenehepaar Heidi und Hans Jürgen Koch. Fachkundig, jedoch beileibe nicht trocken lesen sich die bildbegleitenden Texte des Wissenschaftsjournalisten Claus-Peter Lieckfeld, der uns bereits seit „More than Honey“ kein Unbekannter mehr ist.

Der Klassensatz hat einen Buchhandelswert von rund 600 Euro, wurde jedoch vom Verlag Dölling und Galitz großzügig rabattiert. Der Wirtschaftsverein HEG bezahlte sodann den immer noch nicht unerheblichen restlichen Anteil.

„Wir freuen uns, wenn ihr den Kindern wieder die Bienen näher bringt, und auch das Imkern als eines der ältesten Handwerke der Welt darf nicht vergessen werden“, so Simone Machinek, selbst zusammen mit ihrem Mann Johann eine erfahrene Imkerin aus Hallstadt. Michael Metzner kann das ebenfalls nur begrüßen, natürlich auch in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Imkervereins in Burgebrach.

Bienenplüschtiere

Das orignale Bamberger Schulbienen-Maskottchen mit ihren Freunden Maja und Willi

Wir danken der HEG sehr, sehr herzlich für diese von Simone in Veitshöchheim spontan zugesagte Buchspende und freuen uns auf den ersten Einsatz der tollen Fotobände. Über diesen Einsatz wird die Bamberger Schulbiene in ihrem Tagebuch natürlich wieder berichten, ganz klar.

Falls auch Sie uns beim Ankauf von Schulmaterial oder der Bestückung unseres „grünen Klassenzimmers“ Bienen-InfoWabe unterstützen möchten – wir fänden das ebenfalls KLASSE! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Bodenveredelung für die Bienen-InfoWabe

Man glaubt es einfach nicht, wie langwierig es sein kann, einen Boden so frei zu räumen, dass er fit ist zum Einölen. Wir jedenfalls brauchten praktisch einen ganzen Tag. Los ging’s mit dem Entfernen der zahlreichen Tackernägel aus den Vliesbahnen. Damit bei der Einweihungsfeier niemand ins Stolpern kam, hatten wir sie (allzu) großzügig ins Holz getrieben.

Boden einölenUm außerdem Stühle, Tisch, Leiter, Böcke und sonstiges Material in luftige Höhe zu bringen, mussten wir erst zum Baumarkt radeln, um dafür das Equipment zu besorgen. Die provisorische Bretterwand war zu entfernen, die noch übrigen Hölzer zu verräumen, … ach ja, und die hübschen Blumensträußchen von Manuela waren nach immerhin drei Wochen (!) nicht mehr wirklich ansehnlich. Da fließend Wasser Fehlanzeige ist, müssen derlei Arbeiten an der Pumpe im Interkulturellen Garten verrichtet werden. Doch immerhin, es hätte ja auch die Regnitz als großes Spülbecken sein können.

Erster Herbst für die Bienen-InfoWabeLange Rede, kurzer Sinn: nach einem Vorbereitungstag folgte heute die Kür: Fegen und Einölen. Mit einem Lasurpinsel an Teleskopstange ging das ganz gut. Zwei Stunden dauerte es dennoch, bis die 42 m² seidenmatten Glanz zeigten. Nun kann es bei Regen auch ruhig ein paar Tropfen abgeben, ohne dass sich die OSB-Platten sofort aufwerfen.

Wir freuen uns über jeden Entwicklungsschritt, der uns die Vollendung des Klassenzimmers im Grünen vor dem Winter näher bringen wird. Ihr hoffentlich auch?

Bienenpate Dietmar Schalkhäuser 2015/16

Bienenpate Dietmar Schalkhäuser

„Vereidigter“ Bienenpate Dietmar Schalkhäuser am 14.08.2015

Bereits seit einem halben Jahr ist Dietmar Schalkhäuser einer unserer Bienenpaten. Doch zu einem kurzen Treffen kam es aus familiären Verpflichtungen heraus erst viel später. Wir freuen uns jedoch immer noch über die Unterstützung, die wir in die Bienen-InfoWabe stecken dürfen. Aktuell befinden wir uns in der Bauphase des neuen Informations- und Bildungszentrums, das am 20.09.15 mit einer nachmittäglichen Einweihungsfeier für die ganze Bevölkerung eröffnet wurde.

Ob Dietmar und seine Frau Claudia Schalkhäuser auch zu unseren Gästen des vorangehenden Festakts erscheinen werden – Bienenpaten erhielten eine persönlich Einladung – wussten sie bei unserem Patentreffen am 14. August noch nicht. Es ist schwierig zu planen, wenn kranke Elternteile auf einen Besuch warten. Dafür hatten wir vollstes Verständnis und finden es bewundernswert, dass Claudia die langen Fahrten nach Heilbronn bei Pfaffenhofen in Baden-Württemberg, ihrem Geburtsort, auf sich nimmt, verbunden mit derzeitigen Einschränkungen in ihrem Arbeitsleben.

Distanzen überwinden – damit haben beide Schalkhäusers Erfahrung. Seitdem sie sich vor 11 Jahren in Bamberg niederließen, fahren sie täglich nach Burgkunstadt zu ihrem Arbeitsplatz eines namhaften Versandhauses. Dort ist Dietmar als Kommissionierungsleiter über 400 Mitarbeitende eingesetzt. Seine Frau ist Leiterin des E-Commerce-Bereiches. Kennengelernt hatten sich die beiden über einen Workshop der Firma. „Früher konnte ich noch vom Fenster aus in mein Büro blicken“, schmunzelte Dietmar, „doch „irgendwann wollte ich auch einmal unerkannt durch die Straßen gehen“. Nachdem Bamberg ohnehin das wochenendliche Ziel der beiden war, lag es nahe, die Verweilorte umzukehren.

Hofblick zum ehemaligen Rockenbachs KellerVerweilen möchte man wirklich sehr gerne in der ehemaligen Kneipe in der Unteren Sandstraße. „Wir wunderten uns schon, warum damals die Handwerker für den Umbau der Wohnung so schnell bereit waren, zu kommen“, erinnerte sich Dietmar lachend. „Die wollten alle nur sehen, was aus dem gern besuchten Rockenbachs Garten wurde“. Die gemütliche Wohnung ist ihnen zwar zuweilen etwas zu klein, doch Platz ist immerhin für mehrere Meerschweinchen, die sich in einem großen, liebevoll gestalteten Gehege tummeln.

Eigentlich wollten Dietmar und Claudia außerdem auch Bienen in ihrem idyllischen kleinen Hof halten, was mit ein Grund war, sich bei uns als Paten zu bewerben. Wobei wir die Patenschaften aus organisatorischen Gründen immer nur an Einzelpersonen vergeben, doch die Familien werden natürlich weitestgehend mit einbezogen. Allerdings muss auch dieser Plan verschoben werden, bis es der Schwiegermutter Dietmars besser geht.

Dietmar und Claudia Schalkhäuser mit Ilona und 5 Patenhonige

Dietmar und Claudia Schalkhäuser mit 5 Patenhonige

Honig essen beide sehr gerne und freuten sich über die Jahresgabe, den Bamberger Lagenhonig, den wir ihnen vorbei brachten. Leider reichte die Zeit nicht mehr für die beiden, gemeinsam in den angrenzenden „Pelikan“ auf die Patenschaft mit uns anzustoßen. Doch irgendwann lässt sich das nachholen – vielleicht sogar mit weiteren Bienenpatinnen und –paten bei einem Kennenlernen-Treffen.

Wir freuen uns drauf!

Herbstversammlung der HEG in Eltmann 2015

Stadthalle Eltmann, Frühjahresversammlung 2014 der HEGDie Herbst-Mitgliederversammlung der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. findet am Samstag,10.10.2015 in der Stadthalle in Eltmann statt.

  • Beginn: 10:00  Uhr mit Saalöffnung um 8:30 Uhr und Imbiss ab 9.00 Uhr

Neben den allfälligen Sitzungsbestandteilen sind vor allem für Gäste natürlich die Fachvorträge interessant.

  • „Imkerei mit der Buckfastbiene im Zandermaß“ / Stefan Luff

Nach einem Mittagessen folgt der Vortrag:

  • „Mit Bienen wandern“ / Werner Zwillich, Fachberater Oberpfalz

Um 14.00 Uhr ist Ende der Veranstaltung

Einkaufsmöglichkeiten

In der Stadthalle befindet sich ein kleiner Verkaufsstand.

Betriebshalle, Imkershop HEG

Außerdem besteht die Möglichkeit, im Lager in der Industriestraße einzukaufen, und zwar:

  • vor der Versammlung von 7:00 – 10:00 Uhr
  • nach der Versammlung ab ca. 14:30 Uhr

 

WISO-TV-Tipp: Honig – Imkerware oder Markenprodukt?

Was wäre Erntedank ohne Honig? Und natürlich ohne Bienen – da gäb’s auch keine weiteren Obst- und Gemüsesorten oder Beeren zum Schmücken des Altars. Doch welcher ist besser – Langnese oder Alnatura, oder die Eigenprodukte von Penny und Lidl usw. …?

Reinhold Burger und Mario am SetZDF/WISO wollte es genauer von uns wissen. Und begleitete uns einen Tag lang in Bamberg beim Ernten (am Schiffbauplatz) und beim Verarbeiten (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) des süßen und wirkstoffreichen Ur-Produkts Honig (siehe unser Bericht), um grundsätzlich erst einmal Hintergrundinformationen zur Honigerstellung zu erhalten.

Verkostungsteam: Ina Kudlich, Reinhold Burger, Felicitas "Fee" SauerIm Anschluss daran fand eine Blindverkostung mit Honigsommelier Reinhold Burger sowie unseren Bienenpatinnen, die Feinkost-/Kaffeekennerin Ina Kudlich (Mokka makan) und die Vegan-Feinschmeckerin Felicitas Sauer (Feegan.de) statt. Sie führte zu interessanten, allerdings für uns nicht wirklich überraschenden Ergebnissen.

Dies alles ist zu sehen im Zweiten Deutschen Fernsehen am Montag, 05.10.2105 um 19.25 Uhr unter dem WISO-Reihentitel „Teuer oder billig: Honig“. [Nachtrag: hier geht’s zum Honigtest-Video]

Mokka makan Schwan, Bordüre von WebseiteLogo von Feegan.deVielen Dank fürs Mitmachen (und Mitleiden), Ihr Lieben!

Christiane Hartleitner mit eigenem Honig vom SchiffbauplatzVielen Dank auch an Christiane Hartleitner, die uns und das Filmteam Macondo Medien Filmproduktion GmbH aus Mainz um Erik Hane aufs Beste in ihrer Wohnung am Gabelmann in Bamberg bemutterte!

Babmberger Lagenhonig, 250gP. S.: Der Filmauftrag lautete, einen Vergleich unter Markenhonigen anzustellen. Doch im Anschluss an die Filmaufnahmen der Verkostung stürzten wir uns auf unseren Bamberger Lagenhonig (hier die Lage Schiffbauplatz) und waren alle einhellig der Meinung, dass … na, ratet mal!

Bauen und Bewahren oder: ein Dank zu Erntedank

Kreuzzeichen zur Weihe der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015

Die Weihe der Bienen-InfoWabe durch Pfarrer Mathias Spaeter und Pfarrer Solomon Sahayaraj anlässlich der Haussegnung am 20.09.2015 © Foto: Joseph Beck

Die Weihe anlässlich unserer Eröffnung der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015 begann Pfarrer Mathias Spaeter den Gottesdienst mit dem folgenden biblischen Wort:

Gott nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. (Gen. 2,15)

Haussegnung der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015, hier durch Pfarrer Solomon Sahayaraj

Pfarrer Mathias Spaeter und Pfarrer Solomon Sahayaraj © Foto: Joseph Beck

Bebauen. Das können die Menschen ganz gut. Uns eingeschlossen. So bauten wir die Bienen-InfoWabe als grünes Klassenzimmer des Erba-Parks, der von vielen im Sinne einer (Natur-)Bildungsstätte genutzt werden kann. Um das Bewahren zu lernen.

Denn den zweiten Teil des Satzes vergessen die Menschen allzu häufig. Das meinte auch Pfarrer Spaeter, als er in seiner Predigt ausführte:

Bebauen – gestalten nutzen, davon leben, das ist Teil unseres Lebens. Diesen Teil haben wir begriffen, verinnerlicht, und manchmal grenzenlos ausgelebt. Der andere Teil unseres Auftrages – bewahren – ist bisher zu kurz gekommen. Wir entdecken und erleben das, spät, hoffentlich nicht zu spät.

Erntedank-Festzugswagen zur Fürther Michaelis-KirchweihWir freuen uns auf die Entdeckungsreise des Erntedank-Tages, der uns vor Augen führt, wie reich doch unsere Welt ist und weiterhin sein soll. Dafür müssen wir etwas tun. Wir alle. Für unseren Teil sei gesagt: wir tun es sehr gerne!

An Erntedank zu danken allen, die uns dabei mit Rat, Tat und Spenden unterstützen, ist wohl angebracht. Auch dieses tun wir sehr gerne! DANKE euch allen!

Dachbretterverschalung der Bienen-InfoWabe vollbracht

Letzte unfreiwillig unvollendete DachlückenMit der Dachverschalung begannen wir am 17 September. Doch Regen und Schreinermangel sowie unsere Unerfahrenheit machten dem Unterfangen ein frühes Ende. Beherzt und mit Jonathans freundliche Unterstützung, dem Gesellen der Schreinerei Knauer aus Breitengüßbach, ging’s am 1. Oktober weiter. Frust gegen das Ende hin: der zweite Generator streikte kurz nach der späten Kaffeepause. Also alles wieder einräumen, offenes Dach mit Folie abdecken – wir wussten ja nicht, wann wir tatsächlich wieder weitermachen konnten – und uns erst mal in den Schlaf weinen.

Doch am nächsten, einem strahlend schönen Morgen, half uns ein Imkerkollege aus Bamberg mit einem Generator aus, der auch die benötigten Volts für den Druckluftnagler leistete. Danke an den/die Retter in der Not in Gelb bzw. Rot. Durch euch konnte es nahtlos weiter gehen!

Hier reiche ich auch noch den Film nach. Da könnt ihr sehen, wie ein Dach verschalt wird – falls ihr auch mal in die Verlegenheit kommt.

„Wir sind schon eine richtige Bienen-Familie“, schmunzelte Cornelia Zech, REWE-Bezirksmanagerin, als sie uns die Schreinerei Knauer vermittelte. Wir sind sehr dankbar, dass wir DIESE Familie im Zeichen der Bienen vereinen und ihre Hilfe annehmen dürfen. Klar, mit Geld ginge alles leichter. Doch wir schauen schon auf jeden Euro, denn uns sind Spendengelder anvertraut. Damit gehen wir sorgfältig um.

Schreinereiarbeiten an der Bienen-InfoWabeSchwindelfreier Jonathan auf der Dachspitze der Bienen-InfoWabeSorgfältig ist ein gutes Stichwort. Jonathans ruhige und kompetente Art kamen hinzu, so dass ich beruhigt in den blauen Himmel schauen konnte, als er da, mit Reinhold an der Seite, auf der obersten Spitze mit schweren Geräten herumturnte.

Ablängen der Bretter für die DachverschalungMessen und Anzeichnen der Bretter für die DachverschalungIch persönlich hielt es mit den „boden“-ständigen Arbeiten wie Bretter zumessen, Handlangerdienste und später dem Zweitanstrich der Seitenwände. Die übrigens auch heute erst wirklich fertig sind, nachdem rundherum die Halbbretter hinzu kamen. Thomas Friedmann dürfte mit uns endlich zufrieden sein!

Und wieder ein Meilenstein fertig …

Reinhold deckt mit Planen abDas Dach ist verschalt, heureka! Jetzt ist alles zumindest fürs Erste gegen Regen geschützt, nachdem wir vorsichtshalber noch einmal die Planen drübergezurrt hatten.

Wir hoffen auf weitere Spendenmittel, um Regenrinnen und die Dachpappe bestellen zu können. Beides war ursprünglich niedriger angesetzt. Die Regenrinne ohnehin etws später und dann aus Kunststoff, die Dachpappe als einfache Bitumenbahnen. Doch alle, die das schöne Klassenzimmer sahen, meinten, wir sollten doch auch in diesen Details was richtig Gutes verwenden. Ja, ihr habt leicht reden. Alle, die uns das rieten, haben leider vergessen, einen eigenen Beitrag dafür zu überweisen. 😉

Doch nun ist uns der Floh in unser Ohr gesetzt, die Akzeptanz für höhere Qualität bzw. Schönheit scheint auf allen Seiten da zu sein. Wir werden sehen …

Die nächste Arbeit ist erst einmal, den 42 m² großen Boden einzuölen. DIESER ist bereits bezahlt, und auch das Öl dazu. Fehlt nur noch die Zeit. Denn justament müssen wir, Reinhold und ich, kräftig nacharbeiten in unserer beider Brotberufe. Bis später also, wir halten euch auf dem Laufenden!

Knapp daneben ist auch vorbei …
dach-ten wir.

Letzter freier Blick auf NussbaumEs fing so gut an. Die Sonne lachte uns und unseren Helfern – Schreinerei Knauer, genauer gesagt: Geselle Jonathan und Freund Ernie ins Gesicht. Frohgemut deckten wir die Planen ab, die unsere Bienen-InfoWabe derzeit vor den Unbilden des Wetters schützen, um heute die Dachverschalung fertig zu stellen.

Dachdeckarbeiten Bienen-InfoWabeWas soll ich sagen – wir wurden zum dritten Male von einem nicht funktionierenden Generator in unsere Schranken verwiesen. Absolut ärgerlich, da wir es ansonsten sicher geschafft hätten, die Dachverschalung fertig zu bekommen! Wir hatten so flott geschuftet und uns auch nur eine kurze Mittagspause gegönnt. Dann, um halb fünf, ein schneller Kaffee, den ich sogar den „Aufs-Dach-Steigern“ Ernie und Jonathan förmlich abringen musste.

Letzte unfreiwillig unvollendete DachlückenHätte ich vielleicht nicht tun sollen. Dann wären wir vor dem Knock-out des Generators fertig geworden. Es fehlte ja nicht mehr viel. Doch schon zweimal verreckte uns eines dieser (dankenswerterweise) geliehenen Teile. Erst tun sie noch brav ihren Dienst, und in der nächsten Minute gibt’s keinen Saft mehr. Oder sie springen nicht mehr an. Die Verleiher können nichts dafür, es scheint einfach ein unglücklicher Zufall zu sein, dass sie bei uns abspacken.

Was ist nur mit den Generatoren los?!Wie auch immer – Daniel Knauer und sein Geselle Jonathan trugen es mit Fassung. Und versicherten uns, auch morgen noch einmal vor Ort zu sein, obwohl sie wirklich andere Prioritäten haben – siehe die Messe Wohnen-Bauen-Ambiente in der brose-Arena Bamberg.

Anblick der Bienen-InfoWabe mit teileingedecken Dach

Jetzt müssen wir irgendwie für morgen erneut einen Generator für ein paar Stunden auftreiben. Wünscht uns Glück dabei! Oder gebt uns einen guten Tipp, wer uns einen verleihen könnte!  Wird auch mit Bamberger Lagenhonig belohnt!

 

Rettung fürs Dach der Bienen-InfoWabe

Reinhold und Schreiner Daniel Knauer vor der Bienen-InfoWabeBis zur Einweihungsfeier hatten wir’s leider nicht geschafft, das Dach der Bienen-InfoWabe. Derzeit zieren zwei Planen das Oberstübchen, doch kann das sicher nicht von langer Dauer sein.

Es war nicht leicht, in der letzten Phase des Frühherbstes, in der alle Welt noch Carports und Asylunterkünfte schreinertechnisch betreuen muss, Fachkräfte ehrenamtlich zu motivieren und zu koordinieren. Doch nun hat sich – Dank der Vermittlung einer lieben REWE-Mitarbeiterin – ein wahrer Helfer in der Not unserem Anliegen erbarmt.

So trafen wir uns am Dienstag mit Schreiner Daniel Knauer aus Breitengüßbach, der uns trotz engen Terminplans – am Wochenende findet die Messe Wohnen-Bauen-Ambiente in der brose ARENA Bamberg  statt – fachkundig beriet und uns für Donnerstag einen Mitarbeiter abstellen wird. Und das notwendige Equipment. Wir sagen vorab unseren allerherzlichsten Dank dafür!

Reinhold und Schreiner Daniel Knauer vor der Bienen-InfoWabeUnd an unseren Freund Ernie Reinwand, der uns bereits zum wiederholten Male unterstützt. Wir haben nicht nur die gleiche Imkerleidenschaft. Im Falle meiner Person sind wir außerdem auch „Tai-Chi-Freunde“ im Geiste. So wissen wir um die stärkende Kraft guter Gedanken und Taten, die sich niemals mit Geld aufwiegen lässt, doch für unsere Seelengesundheit von allergrößter Bedeutung ist. Bevor ich jetzt philosophisch werde … hm, und schon zuckt durch mein kleines Gehirn eine große Äußerung Albert Einsteins – „Ist nicht die ganze Philosophie wie in Honig geschrieben?“

Ach ja, wie immer wir es drehen und wenden wollen, Bienen und ihre Erzeugnisse waren immer schon da und nehmen Bezug auf alles, wirklich auf ALLES.

Und darum wird alles gut. Auch mit unseren (vor)letzten Handgriffen an unserem grünen Klassenzimmer. Einstein hätte sicherlich seine Freude daran: „Mit den guten Taten ist es wie mit den guten Gedichten. Man spürt es kräftig, kann es aber nur ganz unvollkommen rational erfassen.“ Unvollkommen will ich als Stichwort nun nicht mehr aufgreifen, das ist ja nun bald passè …

Danke, Daniel, für deine kommenden gute Taten!

Ehrenbienenpatin Jutta Fraaß

Jutta zu Besuch in BambergSeit Anbeginn dabei – eine von drei Ehrenbienenpatinnnen: Jutta Fraaß aus Fürth. Sie wurde heuer von uns gebeten, sich zu sich selbst im Zusammenhang mit ihrem Ehrenamt zu äußern. Denn auch, wenn wir ihr und ihrer Eltern-und Großelternfamilie einen super Start zu verdanken haben – sie stifteten wertvolles Imkerwerkzeug, zum Beispiel die Honigschleuder, weil sie das Imkern aufgaben – so ist es beileibe nicht selbstverständlich, Teil unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ zu bleiben. Eine beidseitige „Kündigung“ ist durchaus möglich – im Gegensatz zu regulären Bienenpatenschaften, die ohnehin nur auf zwei Jahre begrenzt sind und aktiv neu abgeschlossen werden müssen), denn ein lebenslänglich wirkt eher erschreckend als lustvoll.

Nun, erwartungsgemäß erfüllte unsere Freundin Jutta die kleine Bitte nach ein paar Zeilen zu ihrer Motivation – und hier ihr Brief, der uns sehr rührte und freute.

Liebe Ilona, lieber Reinhold,

Jutta zu Besuch in Bambergerst mal ein herzliches Dankeschön an Euch für meine Ernennung zur Bienenpatin gleich zu Beginn Eurer Imker-Mission. Ich bewundere Euer Engagement im Bereich der Imkerei. Es wäre so gut, wenn es mehr von Euch gäbe. Macht auf jeden Fall weiter so! Die Welt braucht Euch und Eure Bienen!

Schon als meine Mutter und ich das alte Bienenhaus meiner Eltern/Großeltern mit Euch ausräumten und ihr alles brauchbare Imkerzubehör wie Honigschleuder, Abdeckelgabeln usw. mit Freude nach Bamberg geschippert habt, habt ihr mich sehr glücklich gemacht. Im Inneren weiß ich auch, dass mein Opa, der einst bei uns zu Hause die Imkerei aufbaute, vom Himmel herab frohlockt, dass sein Hobby von Euch mit seinem Zubehör weitergeführt wird.

Und das ja nicht nur als Hobby, sondern als Mission. Die Menschheit braucht heute Bienen mehr denn je. Leider legen viele Hobbyimker ihr Amt wegen des Bienensterbens nieder. Viele Menschen, Eltern sowie Jugendliche und Kinder wissen nicht mehr, warum Bienen gebraucht werden und wie Honig zustande kommt. Deshalb danke ich Euch auch in diesem Punkt, dass Ihr in den Bamberger Schulen unterwegs seid und diese (lebens-)wichtige Aufgabe anschaulich unterrichtet.

Jutta Fraaß erntet eine HonigwabeAuch ich bin von Euch durch die hervorragend organisierten Honigschleudertage in diesem Gebiet gelehrt worden, was ich in meiner Kindheit so nicht erlebt habe. Mittlerweile kann ich eine Honigwabe voll mit Honig und Bienen und OHNE Imkerhut (!) angstfrei aus dem Bienenstock nehmen. Mich hat dabei noch nie eine Biene gestochen, dank Eurer vermittelten Geduld und Ruhe, die man bei dieser Arbeit braucht.

Gäste stehen um die Honigschleuder herum, mit Lola an der Kurbel

Freundinnen: Jutta und IlonaEs macht immer riesengroßen Spaß mit und bei Euch Honig zu ernten und zu verarbeiten: Waben nach Hause schleppen, kulinarisches Mittagspäuschen bei Euch, Abdeckeln, ersten Honig aus der Wabe naschen, Schleudern, Abfüllen … Und lecker ist der frische Honig! Das Highlight an diesen Tagen ist eindeutig das Joghurteis von der Eisdiele nebenan mit dem goldenen Honig, der gerade frisch aus der Schleuder läuft, darauf. Die nebenher erlernten Kenntnisse sind durch das Anschauliche einfach und schnell zu begreifen. HERZLICHEN DANK, dass Ihr mir das ermöglicht!

Juttas Honigglas – fertig!Am Morgen danach gibt es bei mir immer frische Semmeln mit Butter und Honig drauf. Außerdem kommt auch immer ein Löffelchen Honig in den Kamillentee, wenn mal wieder eine Erkältung naht. Ein weiteres „Honig-Lieblingsessen“ ist Naturjoghurt mit frisch gehackten Walnüssen und Honig dazu.

Ich hoffe, Ihr lebt Eure Imkermission noch gaanz, gaanz lange aus und ich werde, soweit es geht, Euch und Euren Bienen immer unterstützend zur Seite stehen, liegt doch ein kleiner Teil der Wurzeln in meinem Elternhaus (*stolz*).

Vielen herzlichen Dank an Euch, liebe Ilona, lieber Reinhold, auch für viele, viele andere Events, zu denen ich eingeladen bin und dadurch an Eurem Erfolg teilhaben darf!

Eure Jutta

Aktualisierung am 06.07.2018: Die Ehrenbienenpatenschaften wurden von uns aufgegeben. Denn mittlerweile hätten es so viele unserer gewachsenen Gemeinschaft von Bienenfreunden verdient, dass wir beschlossen, keine einzelnen Unterstützer besonders herauszustellen.