Lagenhonig am Bamberger Aktionstag zum „Tag der Umwelt“

Unter dem Motto: „Bamberger Lagenhonig – regionales Urprodukt & mehr!“ beteiligt sich die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de am diesjährigen Aktionstag der Stadt Bamberg am „Tag der Umwelt“, der am Sa., 26. Juli 2014 von| 10-15 Uhr zum ersten Mal auf den Michelsberger Terassen stattfindet.

An unserem Stand erhalten die Gäste neben einem wunderbaren Ausblick auf Bamberg und vieler Informationen auch Kostproben zur neuen Ernte des Bamberger Lagenhonigs, der mehr ist als “nur” Honig. Sein Geheimnis sind die interessanten Standorte im Stadtgebiet Bambergs, die durch die Stadt Bamberg und seine Bürger besonders unterstützt werden. Denn nur vereint lassen sich die Bienen bzw. deren Bestäubungsleistung unserer traditionsreichen Gärtnerstadt erhalten!

Die Kostproben sind auf glutenfreien und veganen Baguettes erhältlich. Für Kinder gibt es ein kleines Heftchen über die „Wunderwelt der Bienen“, herausgegeben vom DIB, Deutscher Imkerbund. Über eine kleine Spende für die Arbeit der Bamberger Schulbiene und unser Projekt „Bienen-InfoWabe“ freuen wir uns natürlich.

Mit dabei auf den Michelsberger Terassen Weiterlesen

Honigschleudertag Buger Wiesen (2): Schutz und Schirm

Honigernte unter Schirm in den Buger Wiesen (Foto: Conny Kopp)Schutz beim Honigernten vor Regen genossen wir unter Ediths großem Sonnenschirm (siehe gestern, „Regen bringt Segen“), doch auch die Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg ließ uns ebenfalls nicht im Regen stehen. Sie bot uns für dieses Wochenende barrierefreies Obdach für die Verarbeitung unseres Bamberger Lagenhonigs der Lage „Buger Wiesen“.

Honigverarbeitung Schritt für Schritt

Herzhafte Mittagspause vor dem HoniggenussEinigermaßen trocken am Schillerplatz angekommen, wurde erst einmal eine herzhafte Unterlage geschaffen, um für die nun kommenden Honiggenüsse gewappnet zu sein. Kartoffel- und Nudelsalat mit Körner-Kräuter-Gemüse-Küchle – aufgrund entsprechender Bedarfe glutenfrei und vegan – sowie (Dank Bienenbestäubung!) viel Obstiges waren schnell aufgetischt. Die Küche ließ ausstattungsmäßig nichts zu wünschen übrig – die Räume kann man übrigens mieten! (Kontakt über Ingo Schmitt, 2. Vorsitzender).

Honigverkostung mit dem Aromarad in der HandNun die Kostprobe. Die Honiglage „Buger Wiese“, genauer gesagt: das Volk von Bienenpatin Christina Michel, erbrachte eine weich-samtige Konsistenz mit würziger Note bei leichter Säure und mit dezent-scharfem Abgang. Das waren die Charakteristika aus dem hierfür von uns verwendeten Honig-Aromarad.
Die Farbe liegt aktuell bei Pantone 130c, so der Farbfächer aus meinen Dtp-Zeiten. Der Ton kann sich jedoch noch ändern. Vor allem, wenn der Honig Licht ausgesetzt ist, was es zu vermeiden gilt.

Reinhold schaut durch das RefraktometerNächster Schritt: Wiegen. Nun ja, wir lupften einfach mal die Kiste mit den 6 (leider nicht ganz komplett) mit Honig gefüllte Waben an und schätzten grob 10 Kilo. Damit lagen wir fast richtig, schlussendlich konnten wir knapp 9 Kilo verbuchen. Sodann der Einsatz des Refraktometers, der die unterschiedliche Lichtbrechung von Honig und Wasser über ein eingesetztes Prisma nutzt, um den Wassergehalt ablesbar zu machen. Er lag bei unserem Buger Wiesen-Honig bei 17,4% und somit unter den empfohlenen 18%, der lange Haltbarkeit verspricht.

Endlich geht’s richtig los!

Währenddessen legte unser jüngster Gast schon mal los mit dem Entdeckeln. Nach und nach durften alle Gäste eine Wabenseite öffnen, um den Honig aus seinem Wachsbett zu „befreien“. Das geschieht mittels einer Entdeckelungsgabel, die Zinken wie ein Kamm besitzt. Dabei galt es, gut auf die unbeschäftigte Hand aufzupassen, um sich nicht beim Aufwärtsschwung, wenn die Gabel plötzlich aus dem Wachs ausbricht, mit den spitzen Zinken zu verletzten. Helene hatte es jedenfalls schnell kapiert, so dass der kritisch-beobachtende Blick von uns Erwachsenen rasch von einem entspannten Lächeln abgelöst wurde.

Fotocollage Entdeckeln der HonigwabenNun das Schleudern, Höhepunkt des Tages!

Alles versuchte sich an der roten Kurbel, und Dank der Acryldeckel (mittels einer Schulbienen-Spende im letzten Jahr erstanden) konnten die derweil Unbeschäftigten das lustige Drehen bestaunen, begleitet vom leisen Rauschen des Honigs, der an die Trommelwand wie Regentropfen prasselte. Nun, das Geräusch waren wir von heute bei der Buger Wiesen-Ernte ja schon gewöhnt …

Fotocollage Honigschleudern

Abfüllen, fest Verschließen, Etikettieren – Sehr empfehlenswert: die professionelle Druckerstellung der Honigetiketten und Lieferung durch die Firma MoreLabels – vielen Dank! Danke auch an die Gäste, die mit Begeisterung bei allem mitgemacht hatten und nun jeder ein großes Glas frisch gezapften Honigs mit nach Hause nehmen konnten, … und wie immer ein großesDankeschön an unsere Bienen, die dieses Kunststück und Wunder der Natur vollbringen – uns zur Freude und der Schöpfung zum Lob!Fotocollage zur Honigverarbeitung

Wer ebenfalls dieses wunderbare Fest der Sinne miterleben möchte, nimmt bitte schnell Kontakt auf – es sind nur noch wenige Plätze frei! (Programm)

Honigschleudertag Buger Wiesen (1): Regen bringt Segen

Honigernte bei Regen unter einem großen SonnenschirmSo ganz willkommen war der Regen am WM-Sonntag des 13. Juli ja nicht, dennoch führten wir unseren Honigschleuder-Erlebnistag für die Buger Wiesen-Ernte planmäßig durch. Glücklicherweise hatte Bienenpatin Edith Schröder einen großen Sonnenschirm in ihrem Bus mit dabei, als sie uns (vielen Dank!) zu unseren Völkern hinausfuhr. Normalerweise sollte die Luftfeuchtigkeit nicht so hoch sein, denn je weniger Wasser im Honig, desto besser. Wir riskierten es dennoch (und im morgigen Blogeintrag erfahren Sie dann, was das Refraktometer gemessen hatte.)

Gruppenbild der Honigerntehelfer Buger Wiese (1)Mit bei der Honigernte dabei waren die Bienenpatinnen Conny Kopp aus Gundelsheim mit Mann und Freunden (auch hier unser Dank fürs Car-Sharing!) sowie Bienenpatin Christina Michel aus Waldsachsen. Sie reiste nun schon das zweite Mal zum Höhepunkt des Imkerjahres an. Und um die Ernte aus IHREM (auch heuer wieder ertragreichen!) Volk ging es uns an diesem Tag.

Honigwaben ziehen für alle

Helene trennt Rähmchen mit einen Stockmeise voneinanderBienenpatin Edith zeigt selbst gezogene HonigwabeAlle Teilnehmenden durften sich eine Honigwabe selbst aus der Zarge herausziehen. Bienenpatin Christina überließ den Vortritt an ihrem Volk der 9-jährigen Helene, Tochter unserer Bienenpatin Edith, die diese Arbeit geschickt und furchtlos bewältigte. Und das ganz ohne Imkerhut. Wir finden, die kleine Mutprobe tut uns naturentwöhnten Menschen ganz gut. Glauben Sie mir … ein dieser Art gewonnener Honig gewinnt ungemein an Wertschätzung und auch an Hochachtung vor diesem kleinen, fleißigen Volk, dem nicht nur wir Menschen sondern auch viele Tiere, unser Obst, Gemüse und viele Beerenfrüchte verdanken!

Fotocollage vom Wabenziehen der Gäste

Bienen auf der Flucht?

Reinhold erläutert die Bienenflucht-VorrichtungBlick in die honigbefreite BeuteAls alle der jeweils etwa 2 Kilo schweren Honigwaben gezogen waren, erläuterte Reinhold seine am Vortag eingelegte „Bienenflucht“. Nein, das bedeutet nicht, das Bienen auf der Flucht vor uns wären. Vielmehr sorgt eine hölzerne Vorrichtung mit einem Plastikeinsatz mit Löchern bzw. Gängen im „Einbahnstraßensystem“ dafür, dass sich die Anzahl der Bienen im Honigraum bis zur Erntestunde verringert.

Reinhold kehrt Bienen von Honigrähmchen abDie Arbeitsbienen krabbeln folglich aus dem oberen Honigraum zurück in den unteren Brutraum, nicht jedoch umgekehrt, da der Durchschlupf konisch verengt ist. So mussten nur wenige Bienen abgekehrt werden, was die Nerven der Anwesenden – und natürlich auch die der Bienen – schont. Und das entspricht ganz unserer Imkerphilosophie.

Vom Geschehen in der Natur

Gemeinsamer Transport der HonigernteHeute berichteten wir vom Geschehen in der Natur an unserem Bamberger Lagenhonig-Standort der Lage „Buger Wiesen“. Morgen im Teil 2 zeigen wir die Honigverarbeitung selbst.
Gekauft kann der Buger-Wiesen-Honig übrigens erst werden, wenn wir wissen, was davon – nach Abzug der für die Bienenpatenschaften vorgesehenen Gaben und der sonstigen Vorbestellungen – übrig bleibt. Melden Sie sich also bei uns, wir gehen der Reihe nach vor!

Kleinvieh macht auch Mist …

Handkarren mit Schulbienen-MaterialGestern berichteten wir über die großzügige Spende des Lions Club Bamberg Residenz. Heute möchten wir den Kleingeldspendern unter Ihnen danken, die uns ebenfalls weiterbringen. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Weiterbringen durch zum Beispiel einen Handkarren, den wir – ganz unserer Imkerphilosophie folgend, die von CO²-sparsamen Imkern ausgeht – zunächst geschenkt und nachfolgend bereift haben. Dennn der schon fast historische Karren ist zwar an sich zählebig, nicht jedoch seine Weichteile.

Vor seiner zweiten Ausfahrt platze mit einem lauten Knall ein Reifen. Für die geplante Veranstaltung mit den Hortkindern an der Villa Dessauer sattelten wir notgedrungen auf eine Sackkarre um. Ging auch, aber nicht auf Dauer vorgesehen.

Kassenausschüttung für ReifenÜber 200 Euro sollte die Reparatur kosten, ein neuer Reifen wäre auf 130 Euro gekommen. Die hätte die Spendenkasse durchaus locker machen können. Doch wir ließen uns nicht verleiten, eben mal hineinzugreifen. Tatsächlich konnten wir noch etwas sparen, und nach viel Recherchezeit einen Händler finden, der ihn uns tatsächlich für 80 Euro wieder fit machen. Fürs Gesparte gab’s dann eine passende Anhängerkupplung.

Die „Fütterungszeiten“ der Spendenkasse ist sporadisch, immer dann, wenn wir einen passenden Rahmen dafür haben. Beispielsweise steht sie an unseren Honigschleudertagen bereit, oder demnächst am Tag der Umwelt / Agenda 21-Tag am 26.07.2014, der von 10.00 bis 15.00 Uhr auf den Michelsberger Terassen (Ostplateau) stattfinden wird. Dort haben wir einen Informationsstand – und hoffentlich bis dahin auch ein paar frisch abgefüllte Gläser „Bamberger Lagenhonig“! Sie dürfen beim Einkauf gerne aufrunden – wir sagen im Voraus vielen Dank im Namen von Mensch & Natur!

Und wenn’s größer sein soll …

Lions Club Bamberg Residenz unterstützt Bienen-InfoWabe

Für die Bestuhlung unserer geplanten Bienen-InfoWabe spendete der Lions-Club Bamberg Residenz 1.500 Euro – wir bedanken uns sehr herzlich dafür!

Gruppenbild der Spendenübergabe

sitzend: Felicitas Sauer und Reinhold Burger
stehend: Ilona Munique, alias „Bamberger Schulbiene“ und Harald Brey

Symbolische Stuhlspende des Lions Club Bamberg ResidenzSymbolisch überreiche der (seit 1.7. neue) Lionsclub-Vorsitzende Harald Brey einen Klappstuhl an uns als Initiatoren der künftigen Informations- und Bildungsstätte. Die Bienen-InfoWabe wird am südlichen Ende der Erba-Insel, zwischen Fünferlessteg und Interkulturelle Gärten errichtet, zur Verfügung gestellt von der Stadt Bamberg. Sie wird die neue Heimat der „Bamberger Schulbiene“, und sicher auch allen, die am Thema Bienen, Honig und Imkerei interessiert sind.

Maja-und-Willi-Plüschtiere im Netz

Einen Lehrbienenstand haben wir für alle „Maja-und-Willi“-Liebhaber bereits eingerichtet. Mit Hilfe weiterer Spenden soll bereits im kommenden Frühjahr ein zentraler, öffentlicher Anlaufpunkt für Bieneninteressierte errichtet werden soll. Dazu startet am 14.09.2014 die 2. Schulbienen-Benefiz-Radtour zu einigen Bienenstandorten Bambergs. Herzliche Einladung dazu! Gemeinsam schaffen wir es, das Projekt „Bienen-InfoWabe“ zu Verwirklichen! Apropos „packen“ …

Alles packt mit an! Danke!

Lionsclub-Mitglied Felicitas Sauer hat sich für die Spende besonders eingesetzt, ist sie doch eine unserer Bienenpatinnen. Und zum Fototermin ihre Tochter Annabelle mitgebracht, die, trotz bevorstehender Parisreise, rasch eben noch mitkam. Tja, „Allpack-Süd“ heißt deren Familienbetrieb nicht umsonst – auch euch beiden vielen, vielen Dank fürs – genau! – Anpacken!

Und wer sich jetzt fragen mag: „Habt ihr denn nicht dem FT Bescheid gegeben, die haben doch Fotografen?“, dem sei geantwortet: „Na, klar!“ Nun, mag deren Absage erstaunen, doch auch ein wenig beglücken. „Es würde so viel in Bamberg gespendet, da könne man nicht alle Übergaben in die Zeitung bringen.“ Auch wieder wahr – wenn auch schade.

Mal ausprobiert – halber Sitzkreis in der künftigen Bienen-InfoWabeDerweil hatten wir uns doch so nette fotogene Details ausgedacht! Um eine bildliche Vorstellung zu erhalten, steckten wir auf der Wiese das Gebäude, eine sechseckige Wabenform ab, und bestückten die 42 m² mit ein paar Kinderstühlchen. Besten Dank auch hier für die unkomplizierte und vertrauensvolle Leihgabe des Walddorf-Kindergartens!

Stuhltransport für Fototermin mit AnhängerUnd an Reinhold, der sich gemäß unserer selbstverschriebenen Imkerphilosophie absolut CO2-schonend mit unserem „historischen“ Handkarren zweimal den Abtsberg hinauf- und herunter mühte. Immerhin gab’s zuvor eine neue Bereifung – ebenfalls aus Spendeneinnahmen.

Wer spenden möchte, hat drei Möglichkeiten:

1. Bei Bedarf an einer Zuwendungsbescheinigung
2. Ohne Bedarf einer Zuwendungsbescheinigung

Hier die entsprechenden Bankdaten und alles weitere an Informationen.

3. Als Bienenpatin oder -pate mit direkter Spende an die Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ (ohne Zuwendungsbescheinigung) mit dem Verwendungszweck: „Bienen-InfoWabe“. Wobei man auch Patenschaften für andere Zwecke eingehen kann – das nur nebenbei bemerkt.

Mit einem Namensschildchen an der Außenwand wird auf die Spender/innen hingewiesen – denn Vorbilder kann es nie genug geben!

Ach ja, es wäre wunderbar, wenn die gespendeten Stühle bald auch ein „Drumherum“ bekommen würden! Im Voraus heißen Dank – im Namen von Mensch & Natur!

„Ich fass‘ es nicht – Bienen im Bierfass!“

Reinhold schaut ins Spundloch eines von Bienen besetzten BierfassesBambergs Bienen wissen eben, was gut ist. Ein Plätzchen im Bierfass hätte wohl auch gerne so mancher menschlicher Zeitgenosse, zumal am Abend des ersten WM-Fußballspiels der Männer für Deutschland.

Der Boden des Bierfasses wird mit Pappe abgedichtetEin Anruf der Polizei vergangene Woche erwies sich nicht als die befürchtete Ermahnung „Sie sind die Generalsgasse entgegen der Einbahnstraße gefahren und wir haben Sie dabei beobachtet“, sondern als „Notruf“ aus der Gartenstadt. Im Garten eines Reihenhauses stand ein 50-Liter-Fässla, dessen Spundloch nicht verschlossen war. Dieses wusste ein kleiner Schwarm zu schätzen und flog in die freie, sicherlich noch duftige Wohnung emsig ein und aus.

Zwangsräumung nicht nach Plan

Ein Betttuch umhüllt das BierfassDas Kündigungsschreiben hatten die Bienen offenbar für gegenstandslos erklärt, so dass heute nun die Zwangsräumung anberaumt wurde. Aufstehen um 5 Uhr, denn noch bevor die Sonne über den Horizont und damit die Temperaturen über 10 Grad klettern, sollte die Aktion „Tonne verschließen“ beendet sein. Sonst würden die bereits ausfliegenden Sammlerinnen dumm kucken, wenn sie beim Heimfliegen keine Wohnung mehr vorfinden.

Bierfass und Sackkarre im KofferraumGeplant war, das Fässla auf die Sternwarte zu bringen und die Bienen in eine dort bereitgestellte Bienenwohnung (Beute) umzusiedeln.

Letztendlich aber konnten wir aus diesem Mini-Häuflein kein eigenständiges Volk bilden, das über den Winter gekommen wäre. So blieb uns nichts anderes übrig, als die Bierfass-Bienen mit einem anderen Volk zu vereinen, unter Eliminierung der Königin. Denn zwei Königinnen vertragen sich nun mal nicht. Sie hätten dies sicherlich auch untereinander ausgetragen, was bedeutet, das eine die andere absticht. Doch da wir von der Königin an der Villa Dessauer wussten, dass sie heuer geschlüpft ist und sich prächtig entwickelt hat, die des Bierfass-Schwarmes hingegen klein und nicht allzu legefreudig erschien, war die Entthronung zwar schmerzhaft für unser Gemüt, doch notwendig.

Nun, das sind die weniger schönen Seiten des Imkerns …

Außer Spesen nichts gewesen?

Ausräumen der Bienen aus dem BierfassBeherzter, durch Hut und Handschuhe geschützer Griff in das Innere des BierfassesInsgesamt könnte man sagen – außer Spesen nichts gewesen. Die Aktion (inklusive Fass und gemietetes Auto zurückbringen) kostete uns etwa 4 Stunden netto, also einen halben Arbeitstag. Die Miete für ein Ökobil-Auto betrug für 20 km € 11,60. Zumal es später hieß: „Die Bienen hätten uns eigentlich nicht gestört“. Dennoch … ungepflegte Bienen können Krankheiten verbreiten, insofern ist es gut, sie nicht einfach dem Schicksal zu überlassen und durch Nichtbeachtung andere, gesund gehaltene Völker zu gefährden.

Unser Fazit: Auch engagierte Imker müssen Geld verdienen und haben nicht endlos Zeit, sofern sie keine Rentner sind. Und auch die haben bekanntlich immer einen vollen Terminplan. Unser Tipp: Verstopft heute nach dem Spiel die Spundlöcher eurer leergetrunkenen Bierfässer fest!

Bürger-, Bienen- und Imkersorgen miteinander teilen

Aus dem Fass geräumte Bienen auf WabenBy the way: wir freuen uns, wenn uns Bamberger Bürger – ob Notfall oder halt dann doch nicht, aber wer weiß das schon immer so genau? – ihre Bienensorgen anvertrauen. Um diesen imkerlich-ehrenamtlichen Service weiterhin aufrecht erhalten zu können, freuen wir uns, wenn Sie uns im Falle eines Einsatzes bei Ihnen mit einem kleinen Spendenbeitrag zumindest die Unkosten erstatten. Man kennt das ja bereits von Tierheimen, die letztendlich nach dem selben Prinzip funktionieren. Herzlichen Dank.

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Schleudertage 2014

HonigwabeDer schönste Termin für Imker und Schleckermäuler des Jahres: herzliche Einladung zu den Schleudertagen bei Bienen-leben-in-Bamberg.de! Jeder einzelne Schritt – von der Entnahme bis zum Etikettieren des vollen Honigglases – darf unter Anleitung selbst vorgenommen werden.

Für wen? Unsere Bienenpat(inn)en mit Anhang sowie Gäste, die sich via Doodle-Kalender bis 7.7. anmelden. Maximal 8 Personen möglich.

!!! Bitte teilen Sie uns unbedingt Ihre Tel.Nr. und E-Mail-Adresse mit !!!

Wo? Bamberg, An verschiedenen Standorten des Bamberger Lagenhonigs und am Obstmarkt 10, 3. Stock (außer am 12.07., da unter folgender barrierefreier Adresse: Haus der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e. V., Schillerplatz 9)

Wann?
Bei Starkregen neue Termine.

Sa., 12. Juli  | 10 – ca. 16.00 Uhr (barrierefrei)
Wabenentnahme: Villa Dessauer
Treffpunkt: Parkplatz Stadtgalerie Villa Dessauer, Hainstraße 4a
Schleudern: Schillerplatz 9, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg

So., 13. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr
Wabenentnahme: Buger Wiesen
Treffpunkt: Parkplatz gegenüber Gasthaus „Buger Hof“,
Am Regnitzufer 1, OT Bug
Schleudern: Obstmarkt 10

So., 20. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr

wie am So., 13.07.

Sa., 26. Juli | 10 Uhr – ca. 10.15 Uhr
Sondertermin: Einlegen der Bienenflucht in Wildensorg
Treffpunkt: Tempelchen Wildensorger Straße

So., 27. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr
Wabenentnahme: Wildensorg
Treffpunkt: Tempelchen Wildensorger Straße, wenige Parkplätze, Bus 910
Schleudern: Obstmarkt 10

Was?

Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Anschließender Mittagsimbiss. Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen. Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten am Obstmarkt 10 (3. Stock), bzw. am 12.07. am Schillerplatz 9, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 500g-Glas (oder 2x 250g) ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen. Außerdem gibt’s eine Fotodokumentation zu diesem wunderbaren Erlebnistag!

Kosten?

Freiwillige Spende vor Ort. Von den Spenden finanzieren wir die anfallenden Kosten des Tages (Car-Sharing, Mittagessen, Getränke …), der Rest fließt in die Arbeit der Bamberger Schulbiene.
Unser Vorschlag: € 15,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 3 Kinder |  € 10,- pro Erwachsenen | € 5,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos.

Weitere Informationen? Das waren die Honigschleuder-Erlebnistage 2013:

“Wie kommt der Honig ins Glas?” Honigschleuder-Erlebnistage 2013

Honigschleuder-Erlebnistag, der Letzte!

(Aktualisierung: 26.06.2014)

Imkerei-Blitzkurs mit Langzeitwirkung

Blick nach Bamberg vom Tempelchen ausLuftiger Vortragsort Tempelchen mit Reinhold BurgerBestes Wetter, ein wunderschönes Grundstück in voller Wiesenpracht, ein braves Bienenvolk, aufmerksame und nette Gäste … und die meinten es ernst! Gleich mehrere Teilnehmende, die unseren Imkerei-Blitzkurs am 31.05. besuchen kamen, wollen tatsächlich mit der Imkerei anfangen. Das freut uns natürlich riesig, und so hat sich jede Mühe, alles mit dem Bus zum Tempelchen zu bringen, um es zu einem Vortragsort zu verwandeln, gelohnt. Denn das ist unser erklärtes Ziel: Jungimker für Bamberg gewinnen!

Teilnehmerin Conny mit BienenwabeBei einem Paar ahnten wir bereits, dass sie es bald anpacken wollen. Es waren dies Conny Kopp, eine unserer Bienenpaten, und ihr Mann Dieter. So durften sie gleich mal heben, wie schwer eine Zarge sein kann, wie das mit dem Smoker (bei Wind nicht so recht) funktioniert, dass Drohnen tatsächlich keinen Stachel haben und man sie daher gefahrlos auf der Hand herum krabbeln lassen kann, und natürlich, wie köstlich es ist, frischen Honig direkt aus der Wabe zu naschen. Aber auch zwei weitere Gäste mit guten Absichten versuchten sich an praktischen Tätigkeiten.

Simon hält BienenwabeAuch unser jüngster Gast ließ sich nicht lange bitten und stibitzte das goldene Labsal zwischen all den herumkrabbelnden Arbeitsbienen. Die „lebendige“ Wabe hielt er lässig und ohne mit der Wimper zu zucken fest im Griff.

Besonders freuten sich alle darüber, dass wir zufällig beim ersten Wabenziehen sogleich die gelb gezeichnete Königin zu sehen bekamen! Sie ist zwar schon im 3. Legejahr und müsste ausgewechselt werden, doch wirkt sie noch immer sehr agil und fleißig.

Simon nascht Honig direkt aus der WabeNachdem es langsam wärmer wurde und die Bienen immer eifriger um uns herum summten, traten wir den Rückweg zum Tempelchen an, um noch etwas „Honigkunde“ zu betreiben. Drei verschiedene Sorten testeten wir: einen leicht kristallinen, hellbraunen Blütenhonig aus der Buger Wiese, dunklen Waldhonig aus dem gerade besuchten Standort in Wildensorg und eine cremig-helle Sommertracht aus Burgebrach). Mit Hilfe einer „Aroma-Scheibe“ versuchten wir gemeinsam eine geschmackliche Einordnung.

Mohn- und Kornblumenwiese bei WildensorgAuf dem Weg zum Mittagessen im Garten des Landgasthauses Heerlein meinte Rita denn auch, sie würde wohl kaum mehr einen Billig-Honig aus dem Supermarkt kaufen. Schade nur, dass wir auf unseren Bamberger Lagenhonig noch ein wenig warten müssen. Dafür wird dieser aber ganz sicher auch heuer wieder extrem lecker, weil nur einmal geerntet, folglich mit dem kompletten Bamberger Frühjahr und Sommer im Glas.

Das BLIB-Team Ilona und ReinholdUnd wer nun aus den letzten Kursen seine Erfahrungen erweitern möchte, ist herzlich zu unseren Honigschleudertagen eingeladen. WIR jedenfalls können es kaum noch erwarten!

Wir sehen uns!
Ihr BLIB-Team Ilona und Reinhold

Bienenpatin Meike Winnemuth 2013/16 (Teil 2)

[zum Teil 1]

Geduldiger Fiete auf dem SchoßWeltreisende, Fiete-Freundin, Feinschmeckerin, Viel-Schreiberin, (Be)Wohn(er)stil-Analysiererin, Simplify-your-Life-Expertin, … ach ja, und Bienenpatin … meine Frage im Bienenpaten-Interview nach anderen bzw. weiteren Leidenschaften scheint müßig. „Und ich möchte da auch keine besondere heraus heben, das wäre fahrlässig“, lacht Meike Winnemuth und wuschelt ihrem Fox übers welpenweiche, zunehmend jedoch krauser werdende Fell. (Ich grinse in mich hinein: „Na ja, wenn ich an ihrer Stelle antworten dürfte …“)

Tiere und Menschen im Dialog

Foxltreffen in BambergUnd als hätte sie mich gehört, stellt Meike in ihrer hanseatischen Art unsentimental, doch mit innerer Beteiligung, fest: „Tiere sind ein Bindeglied. Sie ermöglichen es uns, schnell zueinander Kontakt zu finden. Über Tiere lässt sich ohne Umschweife sofort ins Gespräch kommen.“

Foxltreffen in BambergReinhold und ich können nur zustimmen, als Meike weiter sinniert: „Tiere sind eine Art Katalysator zu Menschen, mit denen wir womöglich keinen Ton gewechselt hätten.“ Ja, auch unser Kommunikationsradius ist durch das Bienenthema enorm gewachsen. Wir finden Zugang zu Menschen, mit denen wir wohl nie zusammen gekommen wären. Wie zum Beispiel zur Leiterin der Wirtschaftsförderung Bamberg, Ruth Vollmar, deren Patenbienen wir auf dem Weg zur Erba-Insel gleich besuchen wollen.

Meike Winnemuths Bienenpatenbeute in BambergNach dem Abstecher im lauschigen Garten am Schiffbauplatz und einem Plausch mit Jörg Bretschneider, dem gartelnden Gatten der (leider nicht anwesenden) Ruth, zog es Fiete jedoch zum Abkühlen der Pfoten an die Regnitz hin. Und uns zum Bienenpatenvolk von Meike Winnemuth, um den Bund zwischen beiden zu festigen.

Der erste Kontakt

Ilona Munique, Meike Winnemuth mit Patenschild vor Beute

Meike Winnemuth (re.) erhält von Ilona Munique das Patenschild für die Beute

Anbringung des Bienenpatenschildes an der Beute

Anbringung des Bienenpatenschildes an der Beute von Meike Winnemuth

Etwa 80% der Ablegerbildung gehen gut aus. Doch bei einem so kalten Frühjahr wie 2013, als Meike ihr Volk hätte bekommen sollen, hatten wir nur 50% Erfolg. Manche Imker gingen damals mit völlig leeren Beuten in den Sommer. So leben unsere Bienenpaten das Auf und Ab im Bienen- und Imkerleben ungeschönt mit.

In diesem Jahr allerdings passiert genau das Gegenteil … wir bekommen zahlreiche Bienenschwärme gemeldet. Ein ganz besonderer Schwarm, nämlich der jüngst eingefangene und im Fränkischen Tag publizierte „Friedhofsschwarm“ sollte also nun endlich das Patenvolk von Meike Winnemuth werden. Die Anbringung des Bienenpatenschildes beweist es.

Reinhold zeigt Meike ein Wabenrähmchen„So, jetzt bin ich aber gespannt auf den Schnellkurs in Sachen Imkerei“, fordert uns Meike auf „So nah bin ich noch nie in meinem Leben an Bienen geraten“, und streichelt den friedlichen Ammenbienen mit bloßen Fingern beherzt über die zarten Flügel. Wir genießen wie immer den Augenblick, in dem die Allianz zwischen Mensch und Honigbiene erneut geschlossen wird und legen mit den Grundlagen los.

Wie es weiter geht …

Fiete-Foto des Tages

Das wird das Fiete-Foto des Tages

Ob sie sich fürs Selberimkern entschließen könne, wollten wir wissen. „Das kann ich jetzt noch nicht sagen, vielleicht, wenn mein unstetes Leben einmal etwas ruhiger werden wird. Doch ich habe schon daran gedacht, in Hamburg in einer Kleingartenanlage ein Volk aufstellen zu lassen. Mal sehen … aber sicher werde ich das Thema weiterverfolgen“, ist Meike überzeugt.

Wenn es nach Fiete ginge, der leidlich brav im Schatten auf Aufbruch wartet, dann stünde einer neuen Tierfreundschaft wohl nichts im Wege. Er ließ sich jedenfalls herab, für das „Fiete-Foto-des-Tages“ dicht an der Bienenbeute zu postieren und seine glänzend-schwarze Nase in die Nähe des Fluglochs zu stecken. Puh, zum Glück ist das Ablegervolk mit „Gottes besonderem Segen“ ein lammfrommes Volk und blieb unbeeindruckt vom Hundegeruch.

Zum Wohl, Meike!Zum Wohl, Reinhold!Der Rest ist schnell erzählt. Hundehalter/innen der unterschiedlichster „Paarbesetzung“ begegnet, im „Faltbootclub „den Durst gelöscht und in Ruhe geklönt über Freud und Leid des Journalismuses und Nachrichtenwesens sowie bestimmter Ehrenämter, deren Fäden wir irgendwann einmal wieder aufnehmen möchten, … dann war der Tag, den sich Meike Winnemuth für uns freigenommen hat, auch schon fast vorbei.

Sonnenuntergang an der Regnitz, Erba-InselSo geht jeder von uns wieder seiner – wie ich glaube – spannenden, ereignis- und erkenntnisreichen Wege – wir zunächst zur Pflege des Volkes an der Weide bei Gabriele Loskarn, und Meike in die „Hölle“ zum längst überfälligen Fiete-Füttern und Sich-Vorbereiten auf das Gespräch mit ihrer Lektorin – über eben jene neuen Wege, die gegangen werden möchten.

Danke an alle!

Die Bienenkönigin inmitten ihres Volkes

Wer entdeckt die Königin?

Danke an beide für diesen schönen Nachmittag und der Erlaubnis, ein wenig beider (!) Berühmtheit nutzen zu dürfen, um den Bienengedanken weit in die Welt, mindestens jedoch innerhalb Bambergs zwischen Main und Regnitz, hinein bzw. hinaus tragen zu dürfen!

An diesem Ziel arbeiten übrigens (nicht nur) 15 weitere Bienenpatinnen und -paten mit, denen wir hierfür sehr, sehr herzlich danken – berühmt hin oder her … lasst uns an unseren Taten messen!

 

Bienenpatin Meike Winnemuth 2013/2016

Seit Mai 2013 ist Meike Winnemuth Bienenpatin „Deluxe“ von Bienen-leben-in-Bamberg.de, der Privatinitiative in Sachen Bienen und Jungimker von Reinhold Burger und Ilona Munique.

Bienenpatin Meike Winnemuth

Bienenpatin Meike Winnemuth vor Villa Concordia

Der Ursprung unserer Begegnung mit der Journalistin und Autorin liegt bei „Mensch, Otto“ und nachfolgend in der Crowdfunding-Aktion zum Finanzierungsstart unseres Projekts zur Bamberger Schulbiene. Genau ein Jahr später freuen wir uns auf ihren Besuch in Bamberg, der für sie gleichzeitig vorläufiger Schlusspunkt ihres Deutschland-Projekts „Zurück-auf-Los“ ist.

„Meine Patenbienen wollte ich – neben einer  versprochenen Lesung zu „Heim kommen. Fern sehnen.“ für das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia  – nun doch noch vorher besuchen“, begründet die weitgereiste Neumünsteranerin mit Wahlheimat Hamburg ihren Entschluss, als wir uns vor Kurzem an der Chance-Jugend-Fähre zu einem ersten Kennenlernen trafen.

Normal-außergewöhnliche Botschafter

Obgleich wir in Meike Winnemuth von je her eine von mittlerweile 16 „ganz normal-außergewöhnlichen“ Bienenpatinnen und –paten sehen, freuen wir uns über die Gelegenheit, endlich auch ein bisschen Werbung mit unserer neunten Patin machen zu können. Denn das tun wir bereits mit allen anderen Paten kräftig, sind sie doch unsere Botschafter und Multiplikatoren in besonderer Bienenmission. Durch ihr Beispiel hoffen wir, auch andere zu motivieren, sich für die Honigbiene stark zu machen. Eine vielbeschworene Win-win-Situation also.

Meike Winnemuth, Fox Fiete und Ilona Munique im Hof der Teilbibliothek 5 der Universitätsbibliothek Bamberg

„Ich halte euer Schulbienen-Projekt für eine verdammt gute Idee“, meinte denn auch Meike, als wir uns anlässlich der Patenbeuten-Übergabe zunächst im lauschigen Innenhof der Teilbibliothek 5 am Kranen trafen. Natürlich mit Fiete, Meikes pfiffigen Foxterrier. Der sich zwar nicht immer ganz so willig fotografieren ließ, doch insgesamt eine Engelsgeduld hatte, wie später noch zu beweisen war, als wir, dem heißen Mai-Sommertag geschuldet, dem süffigen Rossdorfer zusprachen. „Er ist es gewohnt, dass ich durch meine vielen Reisen und Termine nicht immer seine gewohnten Fressenszeiten einhalten kann“, lacht Meike später im Faltbootklub und tröstete dabei ihre „mobile Heimat“ sehr liebevoll.

Besondere Orte, Honige und Leidenschaften

Reinhold Burger, Meike Winnemuth und Foxterrier FieteDoch zurück zum Beginn unseres Spaziergangs, der uns über den Schiffbauplatz zur Erba-Insel an unserem neuen Standort am Fünferlessteg bringen sollte, mithin auch zum Ort eines weiteren geplanten Projekts, einem öffentlich zugänglichen Raum, der „Bienen-InfoWabe“, den es jetzt zu finanzieren gilt. Dass an diesem besonderen Ort, der so viele Menschen aus Nah und Fern zur Landesgartenschau 2012 angezogen hat, gerade Meike Winnemuth ihr Patenvolk stehen hat, halten wir nur für folgerichtig.

Uns interessiert, ob Meike in ihrer Verwandtschaft oder im Freundeskreis Imker hat oder kennt. „Nein, ich bin da völlig unvorbelastet“, sagt sie. „Selbstverständlich habe ich aber davon gelesen, wie schlecht es Bienen durch Pestizideinsatz, Monokulturen und der Varroa-Milbe seit einigen Jahren geht. Die Nachrichten sind ja voll davon.“

Meike Winnemuth mit ihrem Foxterrier Fiete am Schiffbauplatz in BambergKeine ausreichende Bestäubung ohne Honigbiene, und natürlich gäbe es auch leckeren Honig nicht mehr. Der regionale Honig ist uns – eben wegen der regionalen Bestäubungsleistung – natürlich wichtig. Doch macht es uns nichts aus, als Meike Winnemuth auf unsere Frage, welche Honigsorte ihr am besten schmecken würde, neben Akazienhonig auf den äthiopischen Honig zu sprechen kommt. „Der äthiopische Honig, den ich damals auf meiner Weltreise-Tour (Anmerkung: Nachzulesen im Reiselogbuch „Vor mir die Welt“ bzw. in ihrem Buch „Das große Los“) bei einem einheimischen Imker probieren durfte, war unfassbar würzig. So einen habe ich noch nie genossen!“, sagt die Feinschmeckerin, die – wen wundert’s – auch für die Gourmet-Zeitschrift „Der Feinschmecker“ schreibt. Sie wird sich erkundigen, welcher Tracht der außergewöhnliche Honig zu verdanken ist.

Über Meike Winnemuths Leidenschaften und wie sie Tiere in einen Zusammenhang mit den Menschen sieht, darüber erfahren Sie morgen mehr auf diesem Weblog.