Veitshöchheimer Imkerforum 2021 (2): Bienengesundheit

Unser zweiter Berichtsblock zum Veitshöchheimer Imkerforum steht im Zeichen der Bienengesundheit. [1. Beitrag: Versuchsbereiche].

Oxalsäure verdampfen – Anwenderschutz (Dr. Stefan Berg)

Ergebnis: Die Firma Andermatt BioVet bemüht sich um eine Zulassung in Deutschland für ihr Produkt VARROX EDDY, einen mit Akku betriebenen Verdampfer für Oxalsäure. Im Rahmen des Zulassungsverfahrens untersucht das Institut für Bienenkunde und Imkerei in Zusammenarbeit mit der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau, mögliche Gefährdungen des Anwenders beim Verdampfen der Oxalsäure. Ergebnisse liegen noch keine vor. Dr. Berg stellte jedoch einen Abschluss des Zulassungsverfahrens für das Jahr 2021 oder 2022 in den Raum.

Hintergrund: Das Verdampfen von Oxalsäure, wie das Sublimieren von Oxalsäuredihydrat umgangssprachlich genannt wird, hat in Deutschland keine Zulassung. Anders als in elf weiteren EU-Ländern sind die in Deutschland derzeit erlaubten Anwendungsformen von Oxalsäure zur Varroabehandlung das Träufeln und (seit Anfang 2017) auch das Sprühen. Hierzulande scheiterte eine Zulassung bisher am Anwenderschutz. Eine mögliche Gefährdung der Gesundheit bestehen beim Hantieren mit dem kristallinen Oxalsäuredihydratpulver sowie durch Einatmen und Kontakt mit den Dämpfen und Gasen während der Anwendung. Neue Darreichungsformen wie das Blistern oder Verdampfer mit Akkubetrieben könnten Abhilfe schaffen.

Die Dauer einer Oxalsäureverdampfung wurde auf Nachfrage mit etwa 10 Minuten pro Volk angegeben, inklusive einer zweiminütigen Abkühlphase. Die Sprühbehandlung im Winter mit Milchsäure wird nicht (mehr) empfohlen. Wer dies dennoch vorzieht, behandelt bei Temperaturen unter der Flugfähigkeit der Bienen, also etwa 10-12° C bis zu wenigen Graden über Null.

Wespenfallen in Weinbergen (Dr. Stefan Berg)

Ergebnis: Für die Regierung von Unterfranken wurde eine Datengrundlage zur Effektivität von Wespenfallen erarbeitet. Dazu wurden unterschiedliche Lochgrößen (4,5 mm versus 5 mm) in Kombination mit zwei Lockstoffen („Boller & Bauer“ versus „VespaCatch“) verglichen. Die besten Ergebnisse hinsichtlich Anzahl eingefangener Wespen im Verhältnis zum unerwünschten Beifang anderer Insekten, wurden mit einem Lochdurchmesser von 5 mm und dem Lockstoff VespaCatch erreicht. Der Beifang dieser Kombination lag bei rund 90%.

Hintergrund:

Vespa velutina (Dr. Stefan Berg)

Ergebnis: 65% der räuberischen Vespa velutina konnten mit einem Fangnetz, welches um die Bienenbeuten ausgelegt wurden, eingefangen werden, im Gegensatz zu 35% ohne Netze. Auch selbstgebaute Hornissenfallen mit einem Gebräu aus Fruchtsaft und Dunkles Bier (Aus dem Chat kam die Empfehlung: Bier, Limo und Essig) halfen, jedoch mit Beifang anderer Insekten, leider auch die Königinnen der Vespa crabro.

Hintergrund: Mit einem Besuch in Südfrankreich eruierte das Institut, wie dort die Imker mit der Vespa velutina zurecht kommen: Und zwar recht unspektakulär mit selbstgebauten Hornissenfallen aus PET-Flaschen. Die Forscher aus Deutschland interessierten sich außerdem dafür, inwieweit durch die Fallen eventuell auch die in Europa heimische und geschützte Vespa crabro als Beifang vorkommt. Da dies voraussichtlich der Fall ist, kommt diese Methode für unsere Breiten nicht in Frage. Bienen wurden nicht beigefangen.

Neue Varroa-Flyer (Dr. Stefan Berg)

Ergebnis: Das Institut für Bienenkunde und Imkerei hat den Flyer zum Bayerischen Varroakonzept (in Anlehnung an die Hessischen) überarbeitet und jetzt neu als Serie von drei Flyern bei einer Auflage von 10.000 Stück herausgebracht. Wir haben sie natürlich gleich zur Auslage in der Bienen-InfoWabe und für unsere Imkerkursteilnehmenden bestellt.

   

  • Varroa 1: Schadschwellenorientierte Maßnahmen
    Der erste Flyer enthält Anweisungen zu zwei Verfahren der Befallsermittlung der Bienen mit Varroen: „Gemülldiagnose“ und „Puderzuckemethode“. Auf den Ergebnissen der Diagnoseverfahren aufbauend, werden in einem Ampelsystem Maßnahmen zur Varroabekämpfung empfohlen. Diese richten sich am Bienenjahr aus, nämlich in „Trachtzeit“, „Beginn der Sommerpflege“, „Ende der Sommerpflege“, „Reinvasionsphase“ und „Restentmilbung“.
  • Varroa 2: Biotechnik
    Im zweiten Flyer werden verschiedene biotechnische Maßnahmen zur Varroareduktion vorgestellt: „Drohnenbrutschneiden“, „Komplette Brutentnahme“, „Teilen und Behandeln“, „Künstliche Brutunterbrechung“ und „Bannwabenverfahren“. Das praktische Vorgehen wird erläutert und jeweils eine Bewertung der Maßnahme vorgenommen.
  • Varroa 3: Medikamentöse Standardverfahren
    Der dritte Flyer behandelt den Einsatz von Tierarzneimitteln mit den Wirkstoffen Oxalsäure, Ameisensäure und Thymol.

Ausblick auf unseren dritten Berichtsblock

  • Varroa-App (Renate Feuchtmeyer)
  • Projekt Bee Warned (Dr. Nicole Höcherl)
  • Neue Lehrfilme für Anfänger und Fortgeschrittene (Gerhard Müller-Engler)
  • Bericht aus der Fachberatung mit Schwerpunkt CBPV (Johann Fischer)

Alle Beiträge zum Veitshöchheimer Imkertag 2021

 

Veitshöchheimer Imkerforum 2021 (1): Versuchsbereiche

Es war einmal … 2019 noch offline, das Imkerforum in Veitschöchheim

Es war einmal … 2019 noch offline: Das Imkerforum in Veitschöchheim in 2021 per Video-Chat.

Zum diesjährigen Veitshöchheimer Imkerforum am Sa., 06.02.2021¹ musste niemand anreisen. Bequem von zu Hause aus konnten von rund 850 Angemeldeten die wie immer spannenden und inhaltsreichen Vorträge per Video-Chat verfolgt werden. Organisatorisch hat diese Prämiere weitestgehend sehr gut geklappt. Institutsleiter Dr. Stefan Berg hatte – neben den Vortragenden – die Fachberaterin für Unterfranken, Gabi Läbisch, an seiner Seite, die perfekt durch das Programm moderierte. Vermisst hatten wir die Büchertische und den Austausch unter den Kolleg(inn)en in den dafür natürlich ausreichender bemessenen Pausen.

Wie immer widmet sich der erste Themenblock den letztjährigen Versuchen und ihrer Ergebnisse, vorgetragen von unterschiedlichen Fachkolleg(inn)en. Hier unsere stark verkürzte Zusammenfassung unter Auslassung der jeweiligen Versuchsanordnungen. (Hinweis: Die Überschriften folgen nicht immer exakt den Folientitel der Beitragenden.)

Maßnahmen gegen den Schwammspinner (Dr. Ingrid Illies)

Ergebnis: Dem Abtötung von Schwammspinnerraupen durch ein Präparat mit dem Wirkstoff Tebufenozid, welches auf B4 und damit als bienenungefährlich eingestuft wird, konnten keine Effekte auf die Volksentwicklung nachgewiesen werden. Gleichwohl ist er bei Flugbienen wie auch im Frischpollen nachweisbar, nicht jedoch im Honig. Auf Nachfrage aus dem Chat: Rückstände im Wachs und Langzeitschäden nicht bekannt, jedoch nicht ausschließbar.

Hintergrund: Der Wirkstoff, der im Frühjahr zum Schutz des Kahlfraßes von Eichen(misch-)wäldern in Bayern auch mittels Hubschrauber ausgebracht wird, führte zu häufigen Nachfragen, ob auch Bienen darunter leiden könnten.

Empfohlen wird trotz Entwarnung ein Verschließen der Fluglöcher während einer Behandlung bei offenem Gitterboden.

Traurig stimmt die Tatsache, dass der Wirkstoff auch anderen Schmetterlingsarten als „nur“ dem Nachtfalter Lymantria dispar gefährlich wird. Diese Problematik wird allerdings derzeit an der TUM in Freising untersucht.

Zur Verkaufsrentabilität von aufbereiteten Melezitosehonig (Dr. Ingrid Illies)

Ergebnis: Dem als „Betonhonig“ bekannte, stark kristallisierte und daher nicht unter normalen Umständen ernte- und vermarktungsfähige Dreifachzucker-Honig, unter dem besonders Waldhonigimker/innen leiden, ist leider nicht „rentabel“ beizukommen.

Hintergrund: Die Methode „Deckelwachsschmelzer“ führt zu Qualitätsverlusten (Wärmeschaden, geringe Invertaseaktivität), so dass die Methode der Rückfütterung des Melezitosehonigs in der Verdünnung 1:1 an die Bienen attraktiver erscheint. Hierbei besteht jedoch die Gefahr der Verhonigung des Brutraumes.

Antwort auf Chatfrage: Mit Deckelwachsschmelzer (rück)gewonnener Melezitosehonig ist zwar verkehrsfähig und überwiegend als Waldhonig deklariert, der Invertasegehalt ist dabei unterschiedlich, jedoch zufriedenstellend. Dr. Illies rät zur Vorsicht bei Mischabsichten mit normalen Honigen.

Welche Farbanstriche sind bienenfreundlich? (Dr. Ingrid Illies)

Ergebnis: Es gibt sie wohl, die akzeptablen Lasuren, Lacke und Öle, mit denen sich die Anstriche von Bienenwohnungen vornehmen lassen. Doch Herstellerfirmen und Produktnamen wurden nicht genannt, stattdessen auf die Märzausgabe der Zeitschrift Biene & Natur sowie auf den im Mai zu erwartenden Jahresbericht des Instituts für Bienen verwiesen.

By the way: Wir selbst dürfen Firmen nennen. Und schwören dabei auf Koralan® (Kora) (ein Nachfolgeprodukt von Pigrol® farbnatur). Es besteht es aus einer restmonomer-befreiten Acrylat­dispersion und modifizierten Wachsen auf pflanzlicher Basis (Baumwachse). Beim Streichen ist es nahezu geruchlos, was uns das Verarbeiten im Winter in geschlossenen Räumen ermöglicht.

[Nachtrag siehe Kommentar]

Welche Bienen (über-)leben bei Käfigversuchen unter welchen Rahmenbedingungen am besten? (Dr. Ingrid Illies)

Ergebnis: Um forschen zu können, benötigt es Käfigversuche, da beißt die sprichwörtliche Maus keinen Faden ab. Unterschiedliche Rahmenbedingungen wie die Anzahl der Bienen bei bestimmten Temperaturen konnten keine Unterschiede bis zum 10. Tag der Käfighaltung feststellen. Nur die ab 34°C gehaltenen Versuchsbienen wiesen eine erhöhte Sterblichkeit auf.

Sind Pflanzenschutzmittel gegen Erdflöhe im Weißkohl bienenschädlich? (Dr. Ingrid Illies)

Ergebnis: Der Wirkstoff Maltodextrin im Pflanzenschutzmittel Eradicoat®, wirkend auf Erdflöhe, Spinnmilben und Blattläusen, hat keine Auswirkung auf Bienen und Florfliegen.

Auswirkungen von Spättrachten auf die Ein- und Überwinterung von Honigbienenvölkern (Dr. Ina Heidinger)

Ergebnis: Spättrachten verhonigen weder den Brutraum, noch arbeiten sich Winterbienen (eindeutig feststellbar) vorzeitig ab und auch die Varroamilbe vermehrt sich nicht ungebührlich. Beim Gelbsenf ist der Überwinterungsindex allerdings ein wenig schlechter ausgefallen.

Am Rande: Nicht immer wird eingetragen, was ausgebracht ist. So wurden bei einer Ausbringung von Gelbsenfsaat ein hoher Pollenertrag vom Hedera-Typ (Efeu) gemessen.

Übrigens: Gesucht werden Versuchsflächen mit Phacelia (Büschelschön). Bitte melden!

Wildpflanzenmischungen zur energetischen Nutzung – wem bringt das was? (Dr. Ina Heidinger)

Ergebnis: Zwar sind Wildpflanzenmischungen bis zur Hälfte weniger gas(energie)ertragreich im Vergleich zu Mais, liefern jedoch Nahrung und Lebensraum für kleine Lebewesen, also auch für Insekten. Einsparung von Winterfutter ist möglich. Ein höherer Honigertrag ebenso. [Doch ist dieser Zeitraum für unseren imkerlichen Praxisalltag nicht mehr relevant.]

Der Förderung via KULAP (Greening) von Hanfmix (Blüte Ende Mai bis zur trachtärmeren Zeit Anfang Juli) sollte ergänzend die Ausbringung von Präriemixsaaten folgen, zumal dieser eine Trachtlücke Mitte Juli bis Ende September schließt. Daher wird das Bieneninstitut einen entsprechenden Antrag an das Ministerium stellen. Eine Kombination zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ist allemal erstrebenswert!

Kein Verkaufsangebot als Bio-Saatgut bekannt.

Das war’s im ersten Teil …

In unserem nächsten Vortragsmitschrieb geht es um die Bienengesundheit, speziell um Oxalsäureverdampfung, Wespenfallen in Weinbergen, die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) und neue Varroaflyer des Institut. Bis bald!

Alle Beiträge zum Veitshöchheimer Imkertag 2021


¹Das Abbilden von Vortragsfolien war ausdrücklich untersagt, daher hier nur ein paar Impressionen aus Veitshöchheim als „Lückenbüßer“.

Monatsbetrachtungen Februar 2021 zu Bienen und Imkerei

Übersicht:

Mit den „Ohren sehen“

Erst einmal überlegen …

  • Haben wir starke Völker mit einer jungen Königin (max. zweijährig)?
  • Konnten wir sie im letzten Quartal des Vorjahres erfolgreich gegen die Varroamilbe behandeln?
  • Sind sie ausreichend eingefüttert? (Dazu gleich mehr)

HörprobeDann brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, der Deckel bleibt zu!

Möchten wir dennoch nachsehen, ob es unseren Bienen noch gut geht, legen wir unser Ohr dicht ans Holz der Beute. Ein gleichmäßiges Summen sollte zu hören sein. Die Bienen sitzen in ihrer Wintertraube, in der sie sich gegenseitig wärmen.

 

Futterkontrolle

KippkontrolleEs kann vorkommen, dass ihr trotz vorschriftsmäßiger Einfütterung im Herbst dennoch einmal Auffälligkeiten feststellt. Beispiele:

  • Das Volk hat die dargebotene Futtermenge nicht vollständig aufgenommen
  • Ein Specht oder Eichelhäher hat die Wintertraube durch eifriges Hämmern ins Holz aufgestört
  • Ein herunterhängender Ast konnte wochenlang unbemerkt gegen den Blechdeckel schlagen
  • Neugierige Spaziergehende schauten im ereignisarmen Corona-Winter zu oft in die Beute, weil diese an öffentlicher Stelle aufgebaut ist
  • Eine Räuberei unter den Völkern ist nicht auszuschließen gewesen

Ganz abgesehen davon verstärken im Februar die Bienen ihre Bruttätigkeit. Folglich steigt der Futterverbrauch von jeweils einem Kilogramm im Dezember/Januar auf zwei bis drei Kilogramm im Monat Februar.

Zur Futterkontrolle werden die Völker nicht geöffnet, sondern durch rückwärtiges Anheben der Beute abgeschätzt (s. a. Monatsbetrachtung Januar).

Mittelwände gießen

Mittelwand behutsam mit beiden Händen gleichmäßig abhebenDen Arbeiten zum Einschmelzen und Reinigen von Wachs im Januar folgt das Mittelwandgießen im Februar. Unter „Station 4“ unseres umfangreichen Blogbericht zu „Wachsverarbeitung an 5 Stationen“ lässt sich dieser Vorgang nachlesen. Unter Material zur Wachsumarbeitung bzw. Mittelwandherstellung sind Anschaffungsdetails geschildert.

Nicht ganz zur Hälfte, das Wachs verteilt sich auf Druck über die untere Hälfte.Wir fertigen unsere Mittelwände aus dem eigenen Wachs selbst. Das gibt uns die absolute Gewissheit, dass Bienen und Honig nicht durch Wachsverfälschungen einen Schaden erleiden. Alternativ kann man das Wachs von einem Wachsverarbeitungsbetrieb seines Vertrauens zu Mittelwänden umarbeiten lassen.

Kotspritzer auf Bienenbeute bei der Frühjahrsreinigung / ReinigungsflugReinigungsflug

Ab einer Außentemperatur von 10-12 °C können Bienen ausfliegen. Sie nutzen also die ersten sonnig-warmen Tage des Noch-Winters, um einen Reinigungsflug zu unternehmen. Was versteht man darunter?

Zur Ernährung selbst zehren Bienen überwiegend von ihrem Fettkörper. Doch um schnell abrufbare Energie zum Warmhalten ihrer Wintertraube zu beziehen, verstoffwechseln sie die Winterfuttervorräte (also Kohlehydrate). Die Verdauungsrückstände (den Aschegehalt) sammeln sie in der Kotblase, die fast Vierfünftel der Größe ihres Hinterleibs annehmen kann¹.

Kotspritzer auf Bienenbeute bei der Frühjahrsreinigung / ReinigungsflugDie Beobachtung des Flugbetriebs gibt erste Hinweise auf den Volkszustand. Fliegen bei einem Volk keine Bienen, jedoch rege bei den Nachbarvölkern, kann es sein, dass das flugarme Volk entweder sehr schwach oder gar gestorben ist. Hier empfiehlt sich ein Blick in das Volk. Sollte es gestorben sein, dann den Ursachen nachgehen und das Volk möglichst zügig vom Stand räumen. Auf alle Fälle das Flugloch verschließen, um ein Ausräubern der Futtervorräte nebst Verbreitung von Krankheiten zu verhindern.

Kotspritzer auf Bienenbeute bei der Frühjahrsreinigung / ReinigungsflugWer bei Flugwetter nicht vor Ort sein konnte, um den Betrieb zu beobachten, erhält möglicherweise einen Situationseindruck durch Sichtung von gelbbraunen Klecksern auf der noch geschlossenen Schneedecke. Sind hingegen bereits an der Beutenvorderseite im Bereich des Flugloches Kotkleckser zu sichten, dann könnte das auf Verdauungsprobleme hinweisen. Eine Biene verkackt ihr Zuhause nicht willentlich, und falls das eben doch passiert, war die Not zu groß und evtl. eine Durchfallerkrankung daran schuld.

Blühsituation, Trachtangebot im Vorfrühling

Biene an Christrose (Helleborus niger HGC® 'Jacob')Nachdem die Bienen beim Reinigungsflug schon mal draußen sind, ist natürlich ein bisschen Pollen oder (derzeit noch etwas weniger) Nektar naschen für sie angesagt. Was finden sie im Februar, je nach Witterung und warmer Ecken?

  • Winterjasmin
  • Christrose
  • Zaubernuss, Hamamelis
  • Winterschneeball
  • Haselnuss
  • Erle
  • Schneeglöckchen
  • früher Krokus
  • Huflattich
  • Pestwurz
  • Salweide

[Ergänzung am 03.02.] Im phänologischen Kalender² beginnt Mitte Februar der Vorfrühling. Die Zeigerpflanze hierzu ist die Blüte der Hasel und der Schneeglöckchen.

Schiede setzen

Zarge mit SchiedenLetztes Jahr starteten wir den Versuch, den Brutraum unserer Völker mittels Schieden anzupassen. Verläuft der Februar bei milder Witterung, werden wir nach dem Reinigungsflug den Brutraum anpassen. Dazu nehmen wir bei Flugwetter leere (Rand-)Waben aus den Völkern und setzen die Schiede links und rechts neben das Brutnest. So der Plan – wir berichten.


¹nach: Von der Ohe, Werner: Reinigungsflug. In: Das Bieneninstitut informiert ; 39. Zuletzt abgerufen am 01.02.2021. https://www.laves.niedersachsen.de/download/41017/Reinigungsflug.pdf

²nach: Ritter, Wolfgang ; Schneider-Ritter, Ute: Das Bienenjahr. Imkern nach den 10 Jahreszeiten der Natur. Ein phänologischer Arbeiskalender. Imkern in Zeiten des Klimawandels. Stuttgart : Ulmer. 2020.

03.02. Anmeldeschluss für Imkerforum Veitshöchheim 2021

Imkerforum VeitshöchheimFür das Veitshöchheimer Imkerforum am Sa., 06.02.2021, welches von 13.00-16.30 Uhr online und kostenlos stattfindet, ist der Anmeldeschluss am Mi., 03.03.2021.

Programm

  • Aktuelle Versuchsberichte des Institutes für Bienenkunde und Imkerei
  • Neue Lehrfilme für Anfänger und Fortgeschrittene
  • Bericht aus der Fachberatung mit Schwerpunkt CBPV
  • Vorstellung der Varroa-App
  • Projekt „Bee Warned“

Rezension zu Choux: „Mein erstes Buch von den Bienen“

[Werbung] „Mein erstes Buch von den Bienen“ für Kleinkinder ab 18 Monaten, so die Empfehlung des Verlags arsEdition, kommt kompakt mit stabilen, quadratischen Pappeseiten daher, ganz so wie auch die anderen aus der Reihe „Mein erstes Buch von …“.

Genau wie diese wartet es mit einer Animation durch bewegliche Felder auf. Hier sind es 5 auf insgesamt 10 Doppelseiten zuzüglich dem Haupttitelblatt. Sie könnten sicherlich raffinierter sein, doch positiv ist die stabile Verarbeitung, die den kleinen, jedoch durchaus kräftigen Patschhändchen stand halten sollte.

Neben den von Nathalie Choux gemalten Bienen tauchen lediglich noch zwei Schmetterlinge auf. Die Formgebung der wenigen Objekte wie Waben, Baum, Blumen und Bienenstock erfolgten sehr vereinfacht, wobei bei den Blumen nicht an farblichen wie blütenblättrigen Unterschieden gespart wurde. Diese sind denn auch (sorry, Bienen!) das  begeisterndste Motiv.

Wer jetzt denkt, man können am Wenigen nicht viel falsch machen, irrt. Sehr unlogisch hängt der Bienenstock am Ast eines Baumes herab. Was der Form dieser  Abbildung in der Realität am nächsten käme, wäre ein Bienenschwarm, also tausende von Bienen in Traubenform. Die Zeichnung erinnert jedoch an einen historischen Stülper, wie er jedoch nur noch hin und wieder in der Heide anzutreffen ist. Dieser jedoch wird nicht in den Baum gehängt, sondern befindet sich stehend in Bodennähe oder auf einem Regal. Hier also wurde beides lustig gemischt. Und ja, es stört mich, weils’s grafisch leicht vermeidbar gewesen wäre, den Kleinen so einen Unsinn zu kredenzen.

Doch großes Lob für die kurze Erläuterung, dass nicht Honig, sondern Nektar gesammelt wird und DANN erst im Bienenstock der Honig entsteht. Wie oft schon las ich in Kinderbüchern, die Bienen würden HONIG sammeln. Nun, ich bin wieder versöhnt.

Fazit: Für 15 bis 20 Monate alte Kinder als fröhlich daherkommende Lese-Spiel-Überraschung möglich.


Choux, Nathalie: Mein erstes Buch von den Bienen. München : arsEdition. 2020. 12 Pappeseiten.
ISBN 978-3-8458-3671-3

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

15.01. – Tag des frisch gepressten Fruchtsafts und des Erdbeereises – und nur, weil’s Bienen gibt!

Erdbeere (Fragaria)Am 15.01. werden in den USA zwei Gedenktage begannen, die es ohne unsere Bienen so gar nicht gäbe:

  • Tag des frisch gepressten Fruchtsafts – National Fresh Squeezed Juice Day
  • Tag des Erdbeereises – National Strawberry Ice Cream Day

Doch auch andere „Feiertage“ wären nicht etabliert worden¹ ohne das Zutun der Bienen. Ich habe euch hier mal nur den kurzen Februar aufgelistet … ganz schön viele, was?!

Hagebutten überfroren


Entnommen aus: https://www.kuriose-feiertage.de/kalender/ und https://kalender-365.de/internationale-gedenktage.php

13.01. „Verwirkliche-Deine-Träume-Tag“ und die Bamberger Schulbiene

Die Bamberger Schulbiene in der HainschuleUnterricht an der LernbienenbeuteHeute am Verwirkliche-Deine-Träume-Tag – dem amerikanischen Make Your Dreams Come True Day – ging ich in unserem Fotoalbum zurück, um zu entdecken, welche Träume wir verwirklichen konnten. Vor 8 Jahren im Februar 2013 fand ich Fotos zu den Vorbereitungen für die Crowdfunding-Aktion zur Bamberger Schulbiene. Diesen Traum, für Bambergs Schulen in Sachen Bienen Unterricht zu halten, konnten wir tatsächlich noch im selben Frühjahr verwirklichen.

Entstanden daraus ist ein weiterer Traum, nämlich der Bau eines eigenen, gut erreichbaren „grünen“ Klassenzimmers, die Bienen-InfoWabe. Auch dieses ließ sich mit dem Willen und der Kraft vieler Menschen vom Herbst 2015 bis zum Frühjahr 2016 verwirklichen. Dem folgte ein Bienengarten-Traum, der 2017 seinen ersten Spatenstich zeitigte und in Coronazeiten ein wahrer Zufluchtsort auf der Erba-Insel wurde.

2. Treffen des Aktionskreises zum Volksbegehren "Naturschönheiten in Bayern erhalten – Rettet die Bienen", am 10.01.2019Statementgeber/innen zur Auftaktveranstaltung des VolksbegehrensDen Traum, Bienen nachhaltig zu schützen und zu unterstützen, träumen indes viele Menschen weiter. Kleine Meilensteine, die nicht auf „unserem Mist gewachsen“ sind, sondern von anderen kamen, wie das Volksbegehren Artenvielfalt „Rettet die Bienen“, unterstützten wir nach Kräften. So hoffen wir auf die Wirksamkeit des nächsten Schrittes, dem Europäischen Volksbegehren, welches bis zum 30.06.2021 läuft.

Bienenzeichnung auf dem Maximiliansplatz in BambergMit den Träumen Einzelner, die viele andere zu motivieren wissen, können gemeinsam tolle Ziele erreicht werden. Manchmal sofort, manchmal in Etappen, manchmal über Umwege. Verliert nie den Mut, den ersten Schritt zu gehen! Am heutigen Tag seid dankbar für alles, was geschehen konnte und haltet Ausschau nach einem guten neuen Ziel. Und nicht vergessen: „Tue Gutes und berichte darüber!“ Denn Motivation ist eine Superkraft! In diesem Sinne … happy „Verwirkliche-Deine-Träume-Tag“!

ID-Logics – eine praktische App zur Artbestimmung von Tieren und Gehölzen am Beispiel der Hummeln

Die App id-Logics ist ein tolles Hilfsmittel zur Artbestimmung für unterwegs. Beispielsweise 45 Hummelarten (dabei auch Wildbienen, die nur wie Hummeln aussehen oder fälschlich so bezeichnet werden) lassen sich prima identifzieren, neben Muscheln und Schnecken, Bäume, Sträucher und Frühblüher sowie Ameisen. Weitere Artengruppen sollen folgen. Wobei wir natürlich wild auf die Wildblumen sind, die es demnächst geben soll, aber auch auf Wildbienen, die leider noch nicht geplant sind. Kein Wunder, bei über 560 Arten!

Die Honigbiene selbst ist in Deutschland ja nur mit einer Art vertreten, der Apis mellifera, die wir auch ohne Hilfmittel jederzeit erkennen können. Wir hoffen, Sie auch!

Artengruppen der Bestimmungs-App ID-LogicsWas die Bestimmungsapp sehr sympathisch macht:

  • Weitestgehend kostenfrei und unabhängig von einem Netz
  • Plattform- und endgeräteunabhängig
  • Universitätsangebot mit Datenschutzgarantie
  • Der Entwickler dieser App, Prof. Dr. Jorge Gross und Institutsleiter innerhalb der Fakultät Humanwissenschaften und hier zur „Didaktik der Naturwissenschaften“ an der Uni Bamberg, ist uns persönlich bekannt (s. Bericht). Es ist cool, hinter dem Produkt das Gesicht zu kennen! 😉

Und so geht’s:

  1. Suchen Sie in Ihrem Appstore (z. B. Google Play) nach dem App-Namen, also id-Logics.
  2. Klicken Sie auf „Installieren“
  3. Sodann installieren Sie diejenige Artengruppe, die Sie auf Ihrem Gerät vorrätig halten möchten. Nur die Artengruppe „Bäume und Sträucher“ kostet € 2,99, alle anderen sind (bislang) frei erhältlich.
  4. Die installierten Enddaten sind dann tatsächlich unabhängig von einem Internetzugang auf Ihrem privaten Speicherplatz vorrätig, so dass Sie jederzeit auch in der Pampa auf Bestimmungsjagd gehen können. Doch wer seinen eigenen Speicherplatz nicht verwenden möchte, kann die Daten auch auf dem universitätseigenen Server hosten. Dazu muss man sich allerdings natürlich erst registrieren und anmelden.
  5. Nachdem die Artengruppe installiert ist, klickt man auf das App-Symbol und sieht sodann, welche Gruppe man installiert hat, und welche noch auf einen warten. Mit einem weiteren Klick auf die installierte Gruppe folgt eine Begrüßung, die einen auffordert, bestimmte Fragen zu beantworten, um sodann die gesuchte Art zu finden.
  6. Weitere Funktionen sind sehr übersichtlich, simpel und selbsterklärend bzw. mit Erklärtexten ausstaffiert, die erläutern, wie man vorgehen kann. Einfach mal ausprobieren!
  7. Auch ohne etwas zu suchen macht die App Laune. Bei Klicken auf die aufgelisteten Arten, z. B. „Bluthummel“, erhält man eine Vergrößerung des Bildes und darunter kurze Informationen, hier beispielsweise, dass sie „Von Ungarn auf dem Weg zu uns“ ist, die augenfälligsten Details zu körperlichen Merkmalen, ihren Verbreitungsgrad und die Flugzeiten. Der Reiter dazu nennt sich „Wissenswertes“.
  8. Weitere Informationen sind über die Reiter „Merkmale“, „Vorkommen“ (Text und Karte) und „Verwechslung“ ansteuerbar.
  9. Sehr gut kommt bei mir das Glossar an, und überhaupt poppt im Text bei Fremdwörtern eine Begriffserläuterung auf.
  10. Eine eigene Sichtungsliste mit Datum und Ort hilft, sich an seine Funde zu erinnern. Diese können auch gemeldet werden.

Kritik

Vorbehaltlich eines allerersten Eindrucks und noch ohne Geländeerfahrungen kann ich schon mal folgende Kritikpunkte anmerken, die allerdings „auf hohem Niveau“ stattfinden.

  • Es wäre mir lieb, würde ich vor der jeweiigen Artengruppen-Installation eine Info zum erwartbaren Datenvolumen erfahren.
  • Ich vermisse grundsätzlich Angaben zu genaueren Paarungs- und Schlupfzeiten, in denen man ja gerade besonders viele Exemplare sehen und bestimmen könnte.
  • Der Informationsgehalt ist unterschiedlich ausführlich. Für heutige Verhältnisse mögen kurze Texte ja genügen, mir selbst sind sie ein bisschen zu knapp gehalten. Aber ein Abgleich mit anderen Informationsquellen aus dem Internet steht mir schließlich offen. Immerhin kann ich schon mal die Art benennen, und genau dafür ist die App schließlich gedacht. Aaaaber …
  • … es sind nicht immer Weibchen UND Männchen abgebildet, die ja doch unterschiedlich aussehen können. Bei einer Einzelabbildung hätte zumindest die Geschlechtszuordnung Sinn gemacht.
  • Die Karte unter dem Reiter „Vorkommen“ ist toll und wäre noch besser, hätten zur groben Orientierung ein paar bekannte Städtenamen Eingang gefunden. Wir älteren Semester mögen aus der Erfahrung heraus gute geografische Kenntnisse besitzen. Doch wenn die App auch für Schulklassen genutzt werden soll, was wir planen, so wäre das eine echte Hilfe für die Kiddies.

Fazit

Must have! Wir wünschen der App eine möglichst rasche Verbreitung! Denn wie wir immer so schön sagen:

Was wir kennen,
lernen wir schätzen.

Was wir schätzen,
lernen wir lieben.

Was wir lieben,
lernen wir schützen.

Was wir schützen,
bleibt uns erhalten.

 

Monatsbetrachtungen Januar 2021 zu Bienen und Imkerei

Übersicht:

Was passiert im Januar im Bereich der Bienen und in der Imkerei?

OxalsäurebehandlungNicht viel, möchte man meinen. Doch hier irrt der Mensch in seiner mollig-warmen Wohnung, die er derzeit nur ungern verlässt. Doch bis zum Ende des Januar erhalten wir eine Stunde mehr Sonnenlicht, was auch die Tiere bereits seit 21. Dezember spüren und rege werden. Honigbienen gehen dann bereits wieder in die Brut, was eine Behandlung gegen die Varroamilbe schwieriger macht. Diese sollte eigentlich bereits im November/Dezember erfolgt sein. Hat man das verpasst, so kann in der ersten Januarwoche noch Oxalsäure eintröpfeln. Doch das nur im Notfall, nur wenn noch keine Oxalsäure-Träufelbehandlung erfolgte, nachdem man durch die Windelkontrolle den Milbendruck ausgezählt hat.

Totenfall

Totenfallkontrolle am Bienenvolk WildensorgAußer nachzusehen, ob eventuell ein zu starker Totenfall das Mäusegitter versperrt, ist jetzt an den Bienen selbst also nicht viel zu tun. Wir legen unser Ohr dicht ans Holz der Beute, am besten rechts oder links über der Fluglochseite. Ein gleichmäßiges Summen sollte zu hören sein – den Bienen geht’s gut in ihrer Wintertraube, in der sie sich gegenseitig wärmen.

Futterkontrolle

Geräuschkontrolle zur Winterkontrolle der Bienenvölker in den Buger WiesenKurz anheben zur Futterkontrolle kann ebenfalls nicht schaden – wenn öffnen, dann nur kurz unter die Folie sehen! Für Anfänger ist das Gewicht manchmal schwer einzuschätzen. Daher raten wir, immer mit zwei Völkern das Imkern zu beginnen, des besseren Vergleichs wegen. Muss nachgefüttert werden, dann am besten mit einem Schälchen unterhalb der Rähmchen, was nur bei einem hohen Boden geht. Oberhalb angebracht wird das Futter oft nicht angenommen. Dann hilft nur das Einhängen einer Futterwabe, so vorhanden. Bitte keine fremden Futterwaben von Imkerkollegen verwenden, da hier die Gefahr besteht sich die Faulbrutkrankheit einzuhandeln. Wer im Frühherbst gut eingefüttert hat und es keine größeren Störungen, z. B. durch Spechtklopfereien gegeben haben, sollte keine Sorge haben.

Bestellungen

Farbschema KöniginzeichnenEs bleibt also viel Zeit, die Bestellung für die bald beginnende Außensaison vorzubereiten. Sind genügend Mittelwände und Rähmchen da? Ist die neue Jahresfarbe zum Markieren einer neuen Königin da? Heuer ist es die Farbe Weiß. Auch Milchsäure könnte gleich mitbestellt werden, um frühe Schwärme damit zu behandeln.

Wachs einschmelzen

Wachs einschmelzen, erster DurchgangIst es unter 10° C kalt, so kann im Freien noch nicht verarbeitetes Altwachs eingeschmolzen werden. So vorbereitet lassen sich vielleicht auch schon die eine oder andere Mittelwandwabe gießen.

Reparaturen

Vogelschaden an der BienenbeuteSind die Temperaturen höher, lassen sich Beutenreparaturen durchführen. Oftmals müssen Spechtlöcher gestopf oder abgesplittertes Holz an den Außenseiten verkittet werden. Um die Innenseiten der Beuten kümmern sich die Bienen mit ihren Spezialkitt, dem Propolis, allerdings schon selbst.

Mittelwände herrichten

Praxis des Einlötens, Modul 10 Imker-AnfängerkursFür die Rähmchen lassen sich die Drähte nachziehen, falls ihr alte verwendet – was wir selbst allerdings nicht tun. Doch auch die neu gelieferten lassen hin und wieder zu wünschen übrig.

Schmökern

Ansonsten empfehlen wir das Lesen von Fachliteratur. In unserem letztjährigen Adventskalender haben wir einige rezensiert, schaut doch einfach mal durch, was euch interessiert und bestellt diese eventuell über eure Büchereien. Während des Lockdowns haben diese dann die Zeit, sie für euch zu kaufen oder aus anderen Büchereien zu ordern. Schreibt eine Mail und fragt nach. Ihr könntet jetzt auch endlich Zeit finden, die letzten Ausgaben eurer Imkerzeitschrift gründlicher zu lesen. Oder euch die Monatsausgabe des Vorjahres nochmal durchzusehen.

Fortbildung

Gerade im Bereich der Fortbildungen gibt es in der kalten Jahreszeit einige Angebote. Informiert euch über die Webseiten eures örtlichen Imkervereins oder anderer überregional agierender Vereine wie dem DIB, Deutscher Imkerbund.
Solltet ihr besondere Fortbildungswünsche haben, könnt ihr euch gerne an uns wenden. Wir vermitteln entsprechende Referent(inn)en oder bieten euch etwas eigenes an.

Einen erfolgreichen Start ins neue Jahr wünschen wir euch!

Neujahresvorsatz: Imker/in werden!

Silvesterblues? Nicht mit Bienen! Einmal eingetaucht in diesen Kosmos werdet ihr immer etwas Schönes und Sinnvolles zur Ablenkung haben. Sich umweltfreundlicher verhalten, Stress reduzieren und mehr Bewegung im Freien sind für viele Menschen die guten Vorsätze zum neuen Jahr. All das lässt sich durch das Trendhobby Imkerei verwirklichen. Doch viele regionale Imkervereine sehen sich wegen der Pandemiebeschränkungen seit diesem Jahr und bis auf weiteres nicht in der Lage, Jungimkerkurse durchzuführen. Unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de springt hier in die Bresche und gibt ein Programm mit zwei unterschiedlichen Kursmodellen heraus.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerJahreskurs für Anfänger

Der Jahreskurs mit Beginn ab 26. März besteht aus zwölf Modulen mit Theorie- und Praxisanteilen und ist grundsätzlich auf ein Kalenderjahr angelegt. Absolviert werden kann der Kurs allerdings innerhalb von zwei Jahren. Das bedeutet, dass verpasste Termine im darauffolgenden Jahr nachgeholt werden können. Der Jahreskurs ist für absolute Anfänger geeignet und befähigt dazu, eigene Völker umsichtig zu pflegen, zu vermehren sowie Honig zu verarbeiten und zu vertreiben.

Alle Module sind derzeit als Präsenzveranstaltung geplant und unterliegen dabei den aktuellen Corona–Regelungen und Hygienemaßnahmen. Im Falle eines Lockdowns werden sie online veranstaltet oder nachgeholt. Es fällt folglich kein Kursmodul aus.

Logo BLIB-Jungimker-KompaktkursKompaktkurs zum Wiedereinstieg und Schnellstart

Wer bereits früher einmal geimkert und nun wieder einsteigen möchte, hat oftmals Fragen zu neuen Richtlinien bei der Varroabekämpfung oder zu modernen Verfahrensweisen der Bienenhaltung. Für diese Zielgruppe bietet sich ein einwöchiger Kompaktkurs an. Gedacht ist er auch für jene, die sich nicht so häufig auf den Weg nach Bamberg machen können und wollen, wie das beim Jahreskurs nötig wäre. Außerdem bringt es die Pandemie vermehrt mit sich, dass Verwandte oder Freunde aus gesundheitlichen Gründen überraschend ihre Völker abgeben müssen oder man gar die Bienen plötzlich vererbt bekommen hat. Es gilt, noch vor dem Auswintern etwa Ende März ein Minimum an Fachwissen in der Imkerei aufzubauen. Daher findet der Kompaktkurs bereits ab 15. März an sechs Abenden mittels Videochat statt. Den 15 Theoriestunden folgen später im Jahr zwei ergänzende Praxistage.

Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Informationsabend

Zu allen beiden Kursmodellen findet am 1. März ein kostenloser Informationsabend mit persönlicher Beratung durch Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique statt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter 0951/3094539.

Eines ist sicher: Diesen wegweisenden Neujahresvorsatz werdet ihr mit unserer Hilfe tatsächlich durchziehen und einlösen! Also dann – wir freuen uns auf unsere werdenden neuen Jungimker/innen! Guten Rutsch …

Eure Ilona und euer Reinhold,
Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Danke, Bienen!