Dritte Bienenpatenrunde mit Elisabeth Burger 2016/2018

Elisabeth Burger beim Bienenpateninterview zur 3. Runde

Bienenpateninterview mit Elisabeth

Unser Patenverlängerungsinterview zur dritten Runde von Elisabeth Burger fand in Augsburg auf dem Balkon im 7. Stock statt. In diese lichten Höhen verirren sich nur selten Bienen, was jedoch auch ander fehlenden Trachtsituation der Umgebung liegen mag. Ein Grund mehr, wenigstens im entfernten Bamberg etwas zum Wohle der Bienen zu unternehmen. Elisabeth, also meine Schwiegermutter und Reinhold Mutter, ist die allererste Bienenpaten bei Bienen-leben-in-Bamberg.de und es wird höchste Zeit, sie einmal unseren Bienenfreund vorzustellen.

Elisabeth Burger beim Bienenpateninterview zur 3. Runde

Elisabeth Burger zur 3. Runde der allerersten Bienenpatin! 27.08.2017

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns (besonderes) erlebt?

Erstausstattung, gekauft von der 1. Bienenpatin, Elisabeth Burger

Erstausstattung von der 1. Bienenpatin, Elisabeth Burger

Ich kann mich noch gut erinnern, wie ich im Sommer 2011 überlegte, wie ich meine beiden Jungimker, die gerade einen Imkerlehrgang absolviert hatten, in ihrem neuen Hobby unterstützen könnte. Einfach Geld rüberschieben, nein, das erschien mir zu banal. Doch ich konnte mir vorstellen, ein bestimmtes Volk zu finanzieren. Letztendlich wurde die Idee der Bienenpatenschaft geboren.

Zum Geburtstag meines Sohnes sollte also ein weiterer Bienenstock, der alles in allem rund 160 Euro kostete, beschafft werden. Mit meiner Schwiegertochter fuhr ich sodann bei einem meiner Besuche in Bamberg ganz heimlich zur HEG, um außerdem für die Erstausstattung (Imkerkleidung, Werkzeug etc.) zu sorgen. Das hat mir riesigen Spaß gemacht.

Bienen besuchen in Wildensorg mit Bienenpatin Elisabeht Burger

Elisabeths erstes Bienenpatenvolk in Wildensorg

Außerdem war ich einige Male bei den Bienenstöcken (damals noch in Wildensorg) und habe in respektvollem Abstand das Treiben von Bienen und Imkern bestaunt. (Anmerkung: Das Volk von Elisabeth war etwas chaotisch, doch ertragreich. Ihr Einfluss, so meinten wir immer, hätte wohl dann doch irgendwie besänftigend gewirkt.)

Elisabeth hilft beim Einlöten der Mittelwandwaben

Mithilfe beim Einlöten der Mittelwandwaben

Und einmal half ich in Bamberg beim Einlöten der Mittelwandwaben. (Anmerkung: Elisabeth hat ein Diplom in technischer Physik, und wie man sieht, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Auch, wenn der Sohn dann doch ein Geograph wurde – aber eben auch ein Imker!)

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Varroen auszählen mit Elisabeht bei REWE-Rudel, Hohes-Kreuz-Bienen

Elisabeth schaut zu beim Varroenauszählen

Wo mein Volk steht – es wurde ja später einmal in die Buger Wiesen gestellt, und ob es „meinen“ Bienen gut geht. Da war ich auch einmal traurig, weil mein anfänglich starkes Volk zu einem schwachen wurde und dann aufgelöst werden musste.

Aber gerade darum ist es ja auch so wichtig, dass man das Imkern betreibt bzw. unterstützt, weil es wegen der Varroamilbe nicht mehr selbstverständlich ist, dass alle Völker überleben.

Wenn dich jemand fragt, warum du (immer noch) Bienenpatin bist, was antwortest du?

Übergabe des 1. Patenhonigs an Elisabeth Burger

Übergabe des 1. Bienenpatenhonigs an Elisabeth Burger

Warum ich’s geworden bin, habe ich ja bereits beschrieben. Mittlerweile interessiert mich das Leben der Bienen sehr, ich bin tiefer eingestiegen verstehe die Zusammenhänge immer besser. Deshalb habe ich mich meine Patenschaft auch gerne verlängert. (Anmerkung: Worüber wir sehr glücklich sind! Alleine, wenn ich an deine Aktionen des Schneiderns meiner Imkertracht denke …)

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

Nachhaltiges Verhalten … und wenn Bienen herumfliegen, sehe ich sie ganz anders, zuerst weiß man ja nicht so viel über sie. Es ist auch wunderbar, eignen Honig zu essen. Inzwischen ist es für mich etwas ganz besonderes, was man nicht mehr nur so nebenbei isst. Ja, es ist ein ganz anderer Genuss als früher.

Honigübergabe an ElisabethKonntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Ja, zum Beispiel ist bei meinen Honigabnehmerinnen – Augsburg ist inzwischen schon fast eine kleine Dependance von Bamberg – ist das Interesse an den Bienen und am Thema gestiegen. Sie sind immer sehr interessiert und stellen mir Fragen zum Honig und zu Bienen.

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Besuch der Erba-Bienen von Elisabeth BurgerIlona und ElisabethImmer informiert zu sein, und das nicht nur über mein Bienenvolk, sondern über alles, was so zum Bienenthema läuft. Hier werde ich ja auch gut über den Patennewsletter oder Mailings von euch informiert. Ich lese das auch immer vom ersten bis zum letzten Buchstaben, auch wenn ich z. B. bei Einladungen weiß, dass ich leider nicht dabei sein kann. (Anmerkung: Doch wir erinnern uns gerne noch an den Ausflug mit dir ins Zeidelmuseum nach Feucht!)

Reinhold, Ilona, Elisabeth

Wir lieben Dich, Elisabeth!

Liebe Elisabeth, wir sind sehr froh, dass du uns immer unterstützt und so interessiert an unserem Ehrenamts- und Imkerleben und an der Welt der Bienen Anteil nimmst! Wir lieben Dich! Deine beiden Bamberger

Hemme und die Apitherapie – eine Spurensuche

Honigwabe mit Bienen„Hallo, Kollege Burger, hier ist Hemme. Ich ruf später noch einmal an. Ich hab deine Homepage gelesen. Die ist wunderbar!“ (13.08.2017 auf Anrufbeantworter).

Unser Rückruf dann nach dem Urlaub barg eine Überraschung. Wilhelm Hemme (* 1923) stellte sich als Begründer der Deutschen Apitherapie heraus und gibt dabei das Jahr 1980 an. Auf Outfox-World ist folgendes zu lesen:

In Deutschland etwa war die Apitherapie lange Zeit ein weitgehend unbekanntes Feld. Erst im Jahr 1986 begründete der Bamberger Imker Wilhelm Hemme beim Studium von Berichten der Welt-Bienen-Vereinigung Apimondia im Bieneninstitut von Stuttgart-Hohenheim den Begriff der Apitherapie. Im Oktober desselben Jahres gründete sich schließlich der Deutsche Apitherapie-Bund (DAB), dessen erster Präsident Hemme wurde.

Der 94-jährige Bamberger, jetzt in Neuburg a. d. D. lebend, besitzt nach wie vor ein Bienenvolk. Davon erhält er Scheibenhonig, wenn dieser nicht wie gerade eben bebrütet wurde, wie er lakonisch bemerkte. In seiner besten Zeit hielt Hemme zwischen 30-40 Völker. Nach Bamberg käme er wohl nicht mehr, zumal auch ein Imkerfreund, den er früher regelmäßig in der Siedlung am Bruderwald besucht hatte, mittlerweile verstorben wäre.

Gleich zu anfangs des Gesprächs stellten wir Gemeinsamkeiten nicht nur zum Imkern fest. Beide kannten wir den Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck, wo Hemme zum Unteroffizier ausgebildet wurde. Ich selbst war als Zivilbeamtin in der Fachbibliothek des Jagdbombergeschwaders 49 (früher Waffenschule der Luftwaffe 50) tätig. Allerdings zu einer späteren Zeit (1985-89). Auf seine Frage, was derzeit im „Kilometerbau“ des seit 2003 aufgegeben Standortes zu finden ist, konnte ich leider nicht antworten. Vielleicht wird es auch für mich langsam Zeit, den Spuren meiner Vergangenheit nachzugehen?!

Doch noch besser, die Spuren zur Apitherapie zu verfolgen und uns stärker damit auseinander zu setzen. Bisher begegnete sie uns erst zweimal. Einmal während einer unserer Schulbienenführungen für die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg, als uns ein Teilnehmender mit Down-Syndrom begeistert von seinem persönlichen Wohlbefinden nach der Anwendungsform, Luft aus Bienenstöcken einzuatmen, erzählte.

Zum zweiten Male in einem Vortrag von Rolf Krebber in Greetsiel, wo wir 2016 justament urlaubten. Krebber hatte zwei Propolisverdampfer dabei, wobei er das von ihm aus Italien importierte wärmstens empfahl. Wir planten, einen Vortrag mit Krebber auch in Bamberg zu gestalten, wollten jedoch erst unser BIWa-Jahresprogramm bekannter machen, damit der Meppener die lange Fahrt auch keinesfalls nur für eine Handvoll Besucher antreten muss. Damals füllte er den Kursaal immerhin mit rund 50 Personen!

Nun, jetzt wurden also die Spuren zum dritten Mal für uns ausgelegt. Zeit, vielleicht einen Internetkurs zur Apitherapie zu belegen oder teilzunehmen an Veranstaltungen. Gegenstände der Apitherapie sind Bienenluft, Gelee royal, Bienenwachs, Bienengift, Honig und Propolis.

Bei den drei Letztgenannten können wir bereits auf eigene Erfahrungen zurückgreifen. Bienengift half meinen schmerzenden Ellenbogen, Propolis und Honig ist unser erstes Mittel gegen eine beginnende Erkältung. Als Raumluftverbesserer hat Reinhold in seinem Büro manchmal benutzte Zargen herumstehen hat, weil er den Duft des Propolis so liebt und er sich „einbildet“, die Luft wäre besser. Ich schätze mal, das ist keine Einbildung, sondern Tatsache.

Tatsache ist auch, dass Wilhelm Hemme schneller war als wir. Denn kurz nach unserem Gespräch kam bereits die erste Test-Mail, ob denn die E-Mail-Adresse, die ich ihm diktierte (halb nach dem rudimentär bei mir noch im Gedächtnis vorhandenen NATO-Alphabet), stimmen würde. Ja, sie stimmt! Und wir würden uns über einen regen Austausch sehr freuen, lieber Imkerkollege Wilhelm!

P. S.: In der Augsburger Allgemeinen hier noch ein paar Hintergrundinformationen zum bewegten Leben von Wilhelm Hemme.

19.08.2017 Nationaltag der Honigbiene in den USA

Bienenkönigin des Standortes Buger WiesenNationaltag der Honigbiene ist am 3. Samstag im August, also heuer am 19.08.2017. Er wurde in den USA ins Leben gerufen und wird mittlerweile auch als „international“ bezeichnet – Hautpsache, gefeiert. Unsere Westliche Honigbiene Apis Mellifera hat gleich mehrere Gedenktage. So einen weiteren am 14. September, der sich Internationaler Tag zum Schutz der Bienen nennt. Und indirekt auch über den Tag des Honigs oder Ambrosiustag am 4. April (Geburtstag) und 7. Dezember (Bischofsweihe) des Schutzpatrons der Bienen, Imker, Wachszieher, Lebzeltner und des Lernens. Letzteren Ehrentag, also die Bischofsweihe, feiern wir hier in Bamberg als BAmbrosiustag zusammen mit Ihnen / Euch in der Bienen-InfoWabe.

Honigbiene an BalkanstorchschnabelHeute also widmen wir den Tag dieses nützlichen kleinen Tieres, das als einziges Insekt auf der Welt von Menschen gezielt gehalten und vermehrt wird.

Reinhold wird die Varroabehandlungen beginnen, die Anlieferung des Zuckers dank Annemarie Rudel (REWE-Rudel) steht an, und ich suche unsere Bienenpatinnen und -paten auf, um ihnen ihren Patenhonig zu bringen. Mag es auch Zufall sein, dass all das gerade heute stattfindet, aber es passt ja gut. Ohnehin widmen wir schließlich nicht nur einen, sondern sehr, sehr viele Tage dem Erhalt der Bienen – zumindest für Bamberg und ein wenig darüber hinaus.

Und was ihr für sie tun könnt, erfahrt ihr hier unter „Wie helfen?“

Biene an Salvia nemorosa 'Pink Friesland'

 

 

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (5): Stand zur Varroa

Vortragender Dr. Stefan BergFolie Populationsentwicklung aus Vortrag Dr. Stefan Berg zum Stand der Varroa„Und, haben Sie schon gezählt, wieviele Varroa haben Ihre Völker?“ Die Trachtzeit war in weiten Teilen Bayerns bereits am 26./27.06. vorbei und somit wird es Zeit, die Milben zu zählen, mahnte Dr. Stefan Berg einrdringlich und stellte sodann den aktuellen Stand zur Varroabehandlung dar.

Es sind die Biotechnik, die Sommerbehandlung (Ameisensäurebehandlung mit Nassenheider professional, Liebig-Dispenser sowie MAQs) und Winterbehandlung (Oxalsäure) anzuwenden. Außerdem empfiehlt er entgegen früherem Anratens aktuell KEINE Einfütterung vor der Behandlung. (P. S.: Aumeier/LIebig hatten dies immer schon propagiert.)

Zugelassene Behandlungsmethoden, Folie Vortrag Dr. Stefan Berg zum Stand der Varroa.Berg offerierte eine kompakte Übersicht zugelassener Mittel, bevor er einzelne neue bzw. geänderte daraus näher vorstellte.

Neu sind:

  • Oxuvar in der Dosierung 5,7% (Biovet). Sie ist für die Sommer- und Winterbehandlung geeignet und zwar in Form von Träufeln oder Sprühen.
  • Varromed. Oxalsäure für Frühjahr/Herbst/Winterbehandlung
  • Polyvar Yellow Flumethrin für Spätsommer/Herbstbehandlung, wobei hier Resistenzen möglich sind.

Nicht besonders gut funktioniert seinen Erkenntnissen nach Apitraz mit nur 2 Streifen. In den restlichen nicht bestreiften Wabengassen verliert es die Wirkung, außerdem neutralisiert der Kontakt mit dem Wachs den Wirkstoff.

Nach der gefühlt zehnten Ankündigung von HopGuard®, auf dem große Hoffnungen ruhen, ist leider immer noch keine Markteinführung erfolgt.

Ein Tipp zum Schluss: Keine kühle Ameisensäure in den Verdunster geben, da sich die Säure beim Erwärmen ausdehnt und sich somit aus dem Dispenser zu stark herausdrückt.

Wie immer gab es aus dem Publikum zur Varroa etliche Fragen, die Dr. Berg geduldig wie immer beantwortete. Es ist einfach das uns alle bewegendste Thema, bei dem viel falsch gemacht werden kann. Sich alleine mit Methoden wie dem Muller-Brett oder Thermobehandlungen (Bienensaune) zu behelfen ist laut dem Leiter des Fachdienstes Bienen der LWG nicht ratsam, obwohl eine gewisse Wirksamkeit nicht zu bestreiten ist.

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (3): Bienenweiden

Vortrag Dr. Ingrid Illies zu Bienenweiden für Beet und BalkonDie wichtigste Botschaft aus dem Vortrag von Dr. Ingrid Illies zur „Bienenweide für Beet und Balkon“: Keine Knospenblüher wie die Heide und keine gefüllten Blüten. Unterschiede bestehen außerdem darin, ob die Blüten Nektar, Pollen oder gar beides in sich tragen. Zum Veitshöchheimer Imkertag stellte sie sodann geeignete Blühpflanzen im Jahreszeitenverlauf vor. Vor allem die Wildbienen, von denen Frau Illies einige vorstellte (Holzbiene, Blattschneiderbienen, Wollbienen) werden sich darüber freuen, manche suchen sogar in den Blüten Schutz vor der Nacht.

Geeignete Einzelpflanzen (in Auswahl) sind:

  • Sedum-Arten, allen voran das ‚Weihenstephaner Gold‘
  • Mädchenauge (Coreopsis) ‚Bengal Tiger‘
  • Kokardenblume (Gaillardia)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Lobelix-Serie
  • Salvia ‚April Night‘ und ‚Salute Deep Blue‘
  • Fächerblume (Scaevola aemula)
  • Schneeflockenblume (Chaenostoma cordatum)
  • Ehrenpreis (Veronica)
  • Astern
  • Bartblumen (Caryopteris)

Außerdem wurde die Broschüre „Der intelligente Blumenkasten“, der seinen Ursprung 2003 bei Dr. Friedegard Scharper hat, neu aufgelegt. Noch scheint die Neuauflage nicht als PDF vorzuliegen. Schauen Sie selbst hin und wieder auf die Seite der LWG-FB „Verbesserung der Bienenweide“, wo Sie außerdem weitere informative Links finden. Und natürlich finden Sie die Flyer auch in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen. Zunächst noch die alte Auflage, doch die neue ist bereits angefordert, das zum Vortrag ausgesprochene Versandangebot an die Öffentlichkeitsarbeiter haben wir sehr gerne angenommen.

Die o. g. fettgedruckten Arten können Sie sich übrigens im Bamberger Bienengarten ansehen.

Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten der Bienen-InfoWabeBienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (1): Fundstücke im Gelände

Ilona am Veitshöchheimer Imkertag am 09.07.2017 Auf fünf Teile ist unsere Berichtsreihe zum Veitshöchheimer Imkertag 2017 am 09.07.2017 angelegt. Schließlich sind wir das denjenigen schuldig, die wegen unserer Fortbildungsreise eventuell an der Bienen-infoWabe vor verschlossener Türe standen.

Folgende Vorträge werden in laufender Folge von uns beschrieben:

  • BeeWarned – Vespa Velutina und dem kleinen Beutenkäfer auf der Spur (Dr. Nicole Höcherl)
  • Bienenweide für Beet und Balkon (Dr. Ingrid Illies)
  • Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie? (Johann Fischer)
  • Aktuelles zur Varroa (Dr. Stefan Berg)

Was wir auf dem – wie so oft brütendheißen – Freigelände und an den Informationsständen in Foyer und Sebastian-Englerth-Saal vorfanden und näher beäugten, ist hingegen heutiger Beitragsgegenstand.

Imkermarkt mit verschiedenen Imkereibedarfshändlern

Imkermarkt, Stand Gärtnerei Immengarten JaeschWieder mit dabei: Immengärtnerei Bernhard Jaesch, der zahlreiche für (Wild-)Bienen interessante Pflanzen bereit hielt. Doch da wir unseren Bamberger Bienengarten so ziemlich fertig haben unter Einschaltung hiesiger Gärtnereien, enthielten wir uns heuer des Kaufs. Beim nächsten Mal füllen wir dann etwaige Lücken auf, denn die Auswahl ist schon etwas besonderes. Seine Listen liegen übrigens bei uns in der Bienen-InfoWabe aus – einfach anfragen.

Uns zog’s in die etwas kühleren Innenräume. Folge Sie uns.

Wildlebensraumberatung in Bayern

Am Infostand Wildbienenlebensraumberatung berichtete uns die für Unterfranken zuständige Beraterin, Anne Wischemann aus dem Fachzentrum für Agrarökologie in Karlstadt, über die Aufgabengebiete des von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft regional eingerichteten Beratungsdienstes.

Die Beratungsleistung bestand heute für uns darin, dass wir vom Institut für Biodiversitätsinformation e. V. (IfBI) aus Ebern erfuhren, die z. B. Lebensräume für Wildbienen aufsuchen und über einen längeren Zeitraum beobachten möchten. Da könnte man doch glatt zu uns in den Bienenweg 1 nach Bamberg kommen und unsere neu angesäte Bienenblühwiese observieren. Netzwerken also ist eine der Hauptaufgaben, und da lässt sich sicherlich gut andocken, denn das ist ja auch eine der unsrigen selbstgestellten Aufgabe.

Schau-Bienenweiden auf dem Versuchsgelände der LWG VeitshöchheimPassend dazu auch unser Gang zu den Bienenblühweiden, die uns immer wieder mit ihrer Vielfalt erfreuen. Nun haben wir inzwischen ebenfalls eine Blühwiese an der Bienen-InfoWabe, doch die Überlegungen dazu gingen vor einigen Jahren von hier aus.

Kleine Biene ganz groß – Die Honigbiene unter der Lupe

Mikroskopieaufbau im Saal der LWGUnter neuesten Mikroskopiergeräten (Bresser Science ETD 101 binokular 2-D-01-1 Nimax) konnten verschiedene Bienenbestandteile genauesten betrachtet werden. Pro Gerät waren heweils ein Präparat mit z. B. Kopf, Beine oder Stachel der Biene sowie eine Varroamilbe von oben und unten studierbar. Erklärungen gaben die daneben liegenden Detailzeichnungen. Toll gemacht!

Auch wir haben einige Mikroskope in der Bienen-InfoWabe, die natürlich längst nicht in dieser Kategorie mitspielen können. Dennoch – die Neugier zu wecken, den winzigen Tierchen ihre Geheimnisse zu entreißen vermögen sie ebenso.

Bienengesundheitsdienst

Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstIn unserem Blog oft erwähnt und im Jahresprogramm 2016 bereits zu Gast: Dr. Andreas Schierling am Stand seines Bienengesundheitsdienstes (Tiergesundheitsdienst) aus Grub.

Plakat am Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstVerschiedene Präparate, ein ausführliches Poster sowie ein Ständer mit zahlreichen Merkblättern und Antragsformularen sowie natürlich eine kompetente Beratung erwartete die Besucher. Übrigens sind seit 2018 auch Wachsanalysen kostenfrei möglich. Einen Satz dieser Anträge finden Sie auch bei uns in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen.

Zu diesem Thema mehr im Vortrag von Johann Fischer: Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie?“ in der dritten Folge unserer Blogberichtsreihe.

Masterarbeiten

Masterarbeit zur WildbienenfaunaÜber die Auswirkungen von „Hyperthermie auf das Verhalten von Arbeiterinnen (Apis mellifera)“ und zu „Beobachtungen und Untersuchungen der Bienen/Wildbienenfauna bei Beet- und Balkonpflanzen“ informierten großflächige Plakate, jeweils mit persönlichen Ansprechpartnern aus der Justus-Liebig-Universität Würzburg (Arne Kablau) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Franz Härtl). Diese stellten ihre Masterarbeit vor und gaben bereitwillig Auskunft.

Masterarbeit zur HypothermieEin (vorläufiges) Ergebnis daraus: Die Behandlung hat Auswirkungen auf die Brut. Die auch mit Objekten vorgestellte Untersuchungsmethode zeigt die Sensitivität bei verschiedenen Zuckergaben auf. Außerdem: Die Mortalitätsrate unterschiedlicher Bienenlebensalter (Alterskohoren) war unterschiedlich hoch. Die noch nicht verifizierte Aussage, die Lebensalter wären gekürzt, müssen mit T-Tests erst noch bewiesen werden. Man stünde da in den Startlöchern. Ist aber immer interessant, wer da an was und mit welchen Methoden im Augenblick forscht, so unser Fazit.

Interessant auch alle Vorträge in Veitshöchheim: Bleibt dran!

Verlockendes Lavendel-Picknick im Bamberger Gärtnerland

Duftprobe im Lavendelfeld„Einfach mal die Seele baumeln lassen …“, so stand’s im Einladungsflyer zum Lavendel-Picknick in der Bamberger Kräutergärtnerei MUSSÄROL. Ja, das war ein perfekter Samstag in Bamberg trotz oder gerade bei der Hitze. Ein ganz besonderer Ort, den man nie vermutet, fährt man an der Häuserfront der (gerade mit einer Baustelle belasteten) Ausfallstraße entlang.

Schmucker LiegestuhlLiebevoll vorbereitet standen in verträumten Gartenecken zahlreiche Liegen und Sitzgruppen. Fürs leibliche Wohl sorgten Erfrischungsgetränke wie Lavendelsirup, Minzwässerchen oder Monardenlimonade (Monarda didyma, Indianernessel, auch Bienenbalsam genannt), natürlich auch Kaffee mit selbstgebackene Kuchen und Kräuterquiches, die aus nicht alltäglichen Ingredenzien bestanden.

Küchenkräuter-SchaubeetVerkaufsarealEs ist schier unmöglich, die Vielfalt der Pflanzen der Bio-Kräutergärtnerei in der Nürnberger Straße 86, Ecke Plattengasse, aufzuzählen. Ob als Pflänzchen oder in Samenform, fast alles aus den Schaubeeten kann käuflich erworben oder zumindest bestellt werden. Wir können nur empfehlen: auch ohne das Lavendel-Picknick, welches heuer erst zum zweiten Male stattfand, lohnt sich ein Besuch.

Es gibt neben Pflanzen auch andere Kleinigkeiten wie Kräuterkochbücher, Marmeladen und glasierte Tonpflanzenschildchen zu erstehen.

Wildbienen an Edeldisteln

Holzbiene an MuskatellersalbeiEs ist ebenfalls kaum möglich, alle Wildbienen zu benennen oder gar zu zählen, die gemeinsam mit Schmetterlingen die unterschiedlichsten Blüten der Themenbeete besuchten. Nur Honigbienen trafen wir keine einzige an. Es scheint keine Imker in der näheren Umgebung zu geben. Ob es an der Furcht vor Pflanzenschutzmittel liegt? Schließlich ist hier das Gärtnerland an der Wunderburg und damit ein Einsatz grundsätzlich erwartbar. Nicht so natürlich bei Mussärol-Inhalberin Getrud Leumer, die sich ebenfalls bereits mit dem Gedanken an Bienenstöcke befasst hat und es dennoch nicht riskieren will, obwohl sie selbst keine verwendet.

Wildbienen an Ringelblumen

Frauke Gabriel sorgt fürs WohlergehenWir verscheuchen für heute die Gedanken daran und freuen uns einfach, in dieses kleine Paradies zu kommen, in dem wir außerdem unsere Bienenpatin Barbara Fendrich sowie Frauke Gabriel antrafen, die uns das Schau-Kräuterbeet unseres Bienengartens an der Bienen-InfoWabe so schön angepflanzt hatte. Unterstützt von ihren Familienmitgliedern halfen sie an diesem 08.07.2917, das Lavendel-Picknick zu einem fröhlichen Sonnentag werden zu lassen! Gerne wieder!

Bienen ganz nah für den Förderverein der Grundschule Bamberg-Gaustadt

Am Lehrbienenstand, Begegnung mit BienenAnnerose Ackermann besuchte uns vor einiger Zeit in der Bienen-InfoWabe und war sofort angetan von unserem grünen Klassenzimmer auf der Erba-Insel. „Das wäre doch auch was für unsere Gaustadter Schüler!“, meinte die Vorsitzende des Fördervereins Volksschule Gaustadt begeistert und stellte daraufhin den Kontakt zum Kollegium der Grund- und Mittelschule Gaustadt her.

An einem eher für Badeanzüge denn für Imkerkleidung geeigneten heißen Sommertag lernten 8 Schüler/innen zwischen 6 und 10 Jahren sowie zum Teil deren Eltern, begleitet von der Lehrerin Katja Hipelius, die Welt der Bienen kennen. Ein Glück, dass wir grundsätzlich auf die Imkertracht verzichten. Als eine der letzten Gruppen in dieser Saison durften sie sogar direkt aus der Honigwabe am Lehrbienenstand schlecken, was mit Hut bzw. Schleier etwas kompliziert gewesen wäre. Zunächst eher zögerlich, zunehmend jedoch mutiger tauchten sie ihre Fingerchen zwischen den umherkrabbelnden Bienen in das süße Gold. Naturerlebnis pur!

Am Lehrbienenstand, Honig naschen

Rätselraten zum FilmWir freuten uns, dass es allen so viel Spaß gemacht hat. Mit dabei war auch unsere Bienenpatin Felicitias Sauer, die ihre Freunde aus dem Alten Land bei Hamburg mitbrachte. Egal, aus welcher Generation man stammt – die Faszination „Biene“ ist bei allen gleichermaßen spürbar und die Fragen dazu keinem Alter zuzuordnen. Vor den Bienenstöcken sind wir alle nur Menschen, die beeindruckt und respektvoll den wuseligen Treiben zusieht.

Reinhold erklärt BienenstockEinzig die Imker/innen haben eine kleine Sonderstellung. Denn sie können die Stimmung der ihnen anvertrauten Völker einschätzen und im Notfall zum Rückzug blasen. Das war jedoch an diesem 04.07.2017 nicht notwendig, von Gewitterstimmung keine Spur und niemand hatte Bananen dabei. Diese riechen nämlich für Bienen nach einem Alarmpheromon, welches ihre Artgenossen ausströmen, wenn sie zugestochen haben. Es bringt ihre Kolleginnen dazu, sich ebenfalls bereit zu halten für eine Verteidigung des Volkes. Das einzige Kind, welches kürzlich erst eine Banane gegessen hatte, spülte sich vorsorglich den Mund mit Wasser aus und konnte sodann problemlos teilnehmen.

So war es ein erfüllter, abwechslungsreicher Nachmittag, der hoffentlich bei allen lange nachhält. Denn unsere Bienen brauchen Menschen, die sich für sie interessieren, sie schützen, pflegen und vermehren. Dies alles versuchen wir, möglichst vielen in Bamberg nahe zu bringen. 18 Führungen, Unterrichte und Vorträge seit Saisonbeginn im April werden es bis Juli sein, wobei die BIWa-Sonntagsöffnungen noch hinzkommen. Sie werden bis September für die Bevölkerung angeboten. Kleiner Hinweis: Kommender Sonntag fällt aus, wir bilden uns stattdessen auf dem Veitshöchheimer Imkertag fort. Denn die Probleme der Bienen werden leider nicht weniger. Doch dazu sind wir schließlich da.

Danke allen, die uns dabei unterstützen und auch allen, die zu uns in die Bienen-InfoWabe gefunden haben!

Fotogalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Bienendemokratie zur Sonntagsöffnung

Vortrag Vortrag Ilona zur BienendemokratieGibt es tatsächlich eine Bienendemokratie und Schwarmintelligenz? Wo entdecken wir nachahmenswerte, „schlaue“ Unterschiede zwischen Bienen- und Menschenvolk, wenn es um das „politische“ Zusammenleben gibt? An welchem Punkt gibt es Gemeinsamkeiten? Hintergrund und Anregung meines Vortrags zur Sonntagsöffnung der Bienen-InfoWabe am 25.06.2017 bildete das Buch von Thomas D. Seeley: Bienendemokratie.

Vergleiche zwischen Tier und Mensch hinken immer ein wenig, doch oft genug machen sie einfach Spaß und zumindest helfen sie dabei, sich zu reflektieren und die eigene menschliche Einstellung und Position herauszuarbeiten. Wie Walther Rathenau einmal anmerkte – und als Nürnbergerin MUSS ich ihn wenigstens einmal zitieren: „Denken heißt Vergleichen“.

Postkarte Felszeichnung Imkerei (Cueva Arana)Der Vergleich von Menschenvolk und Bienenvolk ist uralt, und natürlich, wie könnte es anders sein, auch in der Bibel präsent, wo sie zum Beispiel mit „angreifenden Völkerscharen“ verglichen werden (z. B. im 5. Buch Mose, bei Jesaja oder im Psalter). Auch wurde die Bienenzucht für Palästina bzw. Israel schon um das Jahr 900 v. Chr. belegt. Über 5.000 Jahre betragen die Bienenstand-Funde im alten Ägypten und die älteste Darstellung einer Imkerei finden wir in Spanien als Felsenmalerei in einer Höhle.

Wer den Vortrag von Ilona Munique verpasst hat –  am 05.09.2017 in Verden (bei Bremen) gibt es noch einmal Gelegenheit dazu.

Falls sich politische Parteien für das Thema interessieren – und das sollten sie! – nehmen Sie Kontakt auf und vereinbaren Sie einen Termin. Im Winter gerne auch in IHREN Räumlichkeiten.

Bienenwoche im Hübscher Hallstadt startet mit Schulbiene und GS Scheßlitz

Elke Fichtner, Frau Kammerer, Reinhold Burger und die Bamberger SchulbieneGroße Themenwoche Bienen im Buch & Medienhaus Hübscher in Hallstadt vom 26.-30.06.2017. Die Bamberger Schulbiene war eingeladen, die Bienenwoche am Montag mit Schulbienenunterricht für zwei Klassen der Kilian-Grundschule Scheßlitz zu eröffnen.

Elke Fichtner begrüßt die 3a der Kilian-Grundschule ScheßlitzBuchändlerin Elke Fichtner hatte nach Einladung an verschiedene Schulen für einen Bienenunterricht die Klassen der Lehrkräfte Petra Deglmann und Lisa Gramß erwählt. 50 Drittlklässler nebst einer Referendarin kamen nun in den Genuss nicht nur von Honig, sondern in der Hauptsache von spannenden Informationen rund um das faszinierende Insekt und seinem wertvollen Nutzen.

Bis zuletzt Interessierte Klasse 3a beim Schulbienenunterricht.Viel zu sehen, riechen, fühlen, schmecken …

Rätselspaß zu den vier häufigsten Hautflüglern: Biene, Wespe, Hummel, HornisseJede Menge Anschauungsmaterial (Fotorähmchen, duftende Mittelwand- und Honigwabe, verschiedene Bienenbehausungen etc.) sowie ein Rätselblatt zu häufig verwechselten Hautflüglern (Biene, Wespe, Hummel, Hornisse) zogen die Kinder in den Bann. Viele Fragen und Wortmeldungen zeigten das hohe Interesse der Schüler/innen und die jeweils 90 Minuten verflogen im Nu.

Schüler der 3a schnuppern an echter HonigwabeDie Bienenwoche im Hübscher

Bamberger Schulbiene mit Künstlerin Christel KellerWer noch mehr erfahren möchte, beispielsweise über den Lebensraum der Biene oder die Imkerei, den erwarten einige weitere Aktionen in der laufenden Bienewoche. Beispielsweise die Gemäldeausstellung von Christel Keller, die Vorführungen der Imker Johann Machinek, Leo Weingärtner und Michaela Hock sowie Mal-, Bastel- und Schminkaktionen.

Market HallstadtFrau Kammerer und Frau Fichtner überreichten uns als Dankeschön das neu herausgekommene Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde sowie eine Spende über 250 Euro, worüber wir uns sehr gefreut hatten.

Vielen Dank auch für die – sicher nicht ganz unaufwändige! – Organisation an Frau Kammerer, inklusive Shuttleservice ins Market Hallstadt durch Frau Fichtner, die uns sehr persönlich betreute. Tolles Team! Ebenfalls ganz toll: der Büchertisch mit zahlreichen Büchern und Medien rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Schaut doch mal vorbei!

Spendenüberreichung durch Frau Fichtner von der Buchhandlung HübscherFotogalerie

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