Geplauder zu Fronleichnam, dem Fest der Sinne

Christus als Gärtner mit Maria Magdalena, Figur zur Fronleichnamsprozession in Bamberg (im Hintergrund der Hain)Fronleichnamsprozession in Bamberg 2015Die Fronleichnamsprozession ist ein wahres Fest der Sinne. Sie wird zuweilen auch „Gottestracht“ genannt. Und damit sind wir schon mittendrin im Bienenthema, denn auch da dreht sich alles um die nahrhafte Tracht. In Bamberg wird zudem Christus als Gärtner von starken Männern getragen. Maria Magdalena versinkt wie immer beinahe unsichtbar im Blütenmeer. „Maria Magdalena: Schutzheilige der Gärtner wegen eines Irrtums?“ Schön beschrieben von der Bamberger Online-Zeitung 2014. Womit wir zu Christiane Hartleitner springen.

Christiane mit ErdbeerschaleReinhold mit ErdbeerschaleSie wird in Kürze selbst Imkerin. Der bisher betreuende Imker ihrer Völker am Schiffbauplatz hat die Nase voll vom Bienensterben. Von 20 Völkern ist ihm über den vergangenen Winter nur ein Volk geblieben. Nun heißt es, selber machen. Wir unterstützen unsere „Bienenpatenvermittlerin“ zu Dr. Regina Hanemann gerne und bringen ihr die notwendige Ausstattung vorbei. Bedankt hat sie sich mit einer riesen Schüssel voll Erdbeeren! Womit wir bei den enormen Leistungen der Bienen angelangt wären.

Reinhold füllt erste Ernte 2015 abNeben der Befruchtungsleistung, ganz klar, danken wir ihnen auch für den Honig. Unsere erste Ernte in diesem Jahr erfolgte (etwas verfrüht, da wir sonst erst im Juli schleudern) auf Grund des Drehtermins mit dem ZDF für WISO. Und das war auch gut so, denn in diesem Jahr hatten die Landwirte in den Buger Wiesen reichlich Raps ausgesät. Rapshonig hat einen sehr hohen Traubenzuckergehalt und wird daher sehr schnell fest. Man bekommt ihn nicht mehr aus den Waben heraus, wird er zu spät geerntet.

Erste Ernte 2015, Rapshonig aus den Buger WiesenRapshoniggläserUnser Herzibär war begeistert – und Kinder sind es auch. Sie lieben ihn, da er hell und sehr süß ist, im Gegensatz zu unseren ansonsten recht würzigen Bamberger Lagenhonigen. Wer möchte, kann sich jetzt schon ein paar Gläser „Kinderhonig“ unverbindlich vorbestellen, das 250g-Glas zu € 4,50. Wir setzen uns mit Ihnen wegen der Abholung in Verbindung.

Bienen unter einer Beute in den Buger WiesenWo wir nun thematisch in den Buger Wiesen sind … bei unserem Fronleichnamsausflug in Richtung Wernsdorf und weiter zum Kälberberg schauten wir natürlich eben mal zu unseren Schätzchen. Das war gut so. Denn offenbar wollte die alte Königin ausschwärmen, um einer neuen Königin das Feld zu überlassen. Da diese Königin jedoch wohl am Flügel beschnitten war – das ist das gängige Verfahren unseres Imkervaters, von dem wir den Ableger dieses Jahr erhielten – kam sie nicht sehr weit und nistete sich unter der Heimatbeute ein. Eigentlich praktisch, denn damit blieb uns der Schwarm erhalten. Trotzdem … Flügelschneiden praktizieren wir selbst nicht, obgleich es für die Bienenkönigin schmerzfrei sein soll.

Heckenrosen am Fuße des Eichwaldes / Friesender WarteFronleichnamsausflug und Blüten – das Thema hatten wir ja schon weiter oben. Hier die Fortsetzung. Nachdem wir das Feiertagsmittagessen im Gasthof Schiller in Wernsdorf eingenommen hatten, wanderten wir in Richtung Kälberberg (wo der Bamberger Fernsehturm steht) und zu den Kletterfelsen. Dabei ging es an einer wunderbaren Flora entlang. Von Türkenbundlilien, die schon Knospen treiben, über das weiße Waldvögelchen, das erste Blüten hervorgebracht hat, entlang Wiesen voller Margeriten, Salbei und Hanenfuß vorbei an Heckenrosen … gerne würden wir hier unsere Bienen aufstellen! Die Buger Wiesen könnten etwas mehr davon auch gut vertragen. Sie ist längst nicht (mehr) so blütenreich, wie sie oft dargestellt wird.

Dennoch – wir sind von Herzen dankbar für die Gaben Gottes, die uns eine üppige Natur schenkt und noch schenken würde, sofern wir es zulassen und verantwortlich mit ihr umgehen. An uns selbst liegt es, an jedem und jeder einzelnen. Da greifen keine Ausreden, da ist Schluss mit oberflächlichem Geplauder. Lass uns zur Sache kommen! Was hieltet ihr vom, hm, zum Beispiel Bienenhaltung???

Drohnenbrut in Form zweier Herzen

 

 

 

Bamberg Backstage: die Honig-Verkostung fürs ZDF-Magazin WISO

Reinhold Burger und Mario am SetHonig-Sommeliers wie Reinhold Burger gibt es wohl nicht allzu viele in Deutschland. Zumindest in Mainz scheinen sie nicht an jeder Ecke zu stehen. So nahm im Auftrag des ZDFs ein Drehteam des Macondo-Studios die süße Spur zu uns nach Bamberg auf und ließ für die Sendung WISO Honige verkosten. Eingebettet wurde das Hauptanliegen in zwei weitere Sequenzen: Woher kommt der Honig und wie wird er verarbeitet?

Im Vorfeld des Drehs

Daniel stellt die Kamera einAnfang März erhielten wir die Anfrage des Redakteurs Erik Hane, der einen Dreh für Mai vorsah. Da wir nicht wussten, ob uns bis dahin bereits fertig verdeckelter Honig von unseren Bienen geliefert werden würde, gingen wir auf Nummer Sicher. Zwei Imkerkollegen, Nikolaus Hofmann und Michaela Hock (DANKE!), versprachen uns, ein paar Honigwaben aufzuheben, da sie erfahrungsgemäß bereits früher als wir ernten können. Doch haarscharf wenige Tage vor dem Dreh am 27.05. schenken uns unsere Bienen die exakt dafür erforderliche Menge!

Daniel und Erik am Drehort in Bamberg, SchiffbauplatzDrei Drehorte an einem Tag erforderten gute Koordination vorab und zügiges Setting im Durchgang. Der Rest wurde mit Flexibilität, gegenseitigem Vertrauen in die jeweilige Professionalität des anderen sowie wunderbarer Mitspielerinnen und -spieler vor Ort bewältigt. Und so lief’s ab:

Bei den Bienen

Macondo-Drehteam am Schiffbauplatz, BambergNach den Detailabsprachen um 9 Uhr im Garten von Bienenpatin Gabi Loskarn entschieden wir uns des Lichts wegen zum Dreh am Schiffbauplatz beim Volk von Bienenpatin Ruth Vollmar, obwohl das Volk an der Weide um einiges weiter entwickelt gewesen wäre.

Ton ist okay. Kamera bereit?Kameramann Daniel und Tontechniker Mario hatten ihre handlichen Geräte schnell aufgebaut und auf die Situation eingestellt. Da es noch sehr kühl war, hielt sich der Flugverkehr unserer Bienen in Grenzen. Klamm und träge ließen sie sich anstandslos in ihre Heimstatt schauen. Wir nutzten natürlich die Gelegenheit zur imkerlichen Durchsicht, was das Drehteam geduldig abwartete.

Reinhold Burger wird scharf gestelltIm Anschluss daran folgten die Interviews. Ja, es ist nicht einfach, kurze Sätze zu sprechen, wenn es doch soooo viel zu sagen gäbe und die Materie der Imkerei einfach sehr komplex ist. Klar brauchten Reinhold und ich mehrere Anläufe, doch das ist wohl normal. Wir stellten jedenfalls fest, dass das Reden im Stehen und im Außengelände leichter fällt als im Sitzen, wie es später beim Honigverarbeiten erforderlich war.

Beim Honigverarbeiten

Erik Hanen beim Honigentdeckeln, flankiert von Mario und ReinholdDoch vorher gab’s erst mal Mittagessen. In Bamberg wird grundsätzlich nicht gehetzt, sondern genossen, und ein bisschen sehen wir uns ja auch als Bamberger Genussattaché. Das Zeitmanagement jedenfalls sah dafür genügend Puffer vor. Was es jedoch nicht vorhersehen konnte, waren erzwungene „Kunstpausen“, hervorgerufen durch aktuelle Bauarbeiten um uns herum mit Presslufthammer-Sound.

Tontechniker Mario beim EntdeckelnAber auch dezent tickende Zimmeruhren können stören. Wohingegen das Drehgeräusch und das Prasseln des Honigs an der Schleudertonnenwand kein Problem war, vielmehr erwünscht. Die vier Waben zum Bestücken derselbigen entdeckelten wir im Tandem, unterstützt vom Drehteam, das diesen Vorgang gerne selbst einmal ausprobieren durfte. Blutige Anfänger und spitze Entdeckelungsgabeln – na, ob das wohl gut geht? Seht selbst:

Das Honigschleudern

Honigschleudern für WISOImmer wieder herrlich der Moment, wenn zum ersten Mal die Schleuder in Gang gesetzt wird und alsbald ein feiner Honigduft aus der Trommel steigt. Um die Sicht für die Kamera nicht zu beeinträchtigten, verzichteten wir sogar auf den Deckel, auf die Gefahr hin, dass feine Honigtröpfchen die Linse trüben können. Natürlich ganz behutsam zunächst setzen wir die gute alte Vier-Waben-Handschleuder in Gang, die wir von den Eltern bzw. Großeltern unserer Ehrenbienenpatin Jutta übernommen hatten. Süße Grüße an dieser Stelle!

Der Honig beginnt zu fließen, gefilmt von Kameramann DanielDaniel und Reinhold beobachten den ersten Honigfluss

Beim Honig-Verkosten

Das Drehteam ist bereit! v.l.: im Dachgarten von Christiane Hartleitner, Redakteur Erik Hane, Honigsommelier Reinhold Burger, Kameramann Daniel, Tontechniker Mario, Honigverkosterinnen Felicitas Sauer und Ina KudlichDen Hauptanteil der geplanten WISO-Doku sollte das Honigverkosten bilden. Anders als im WISO-Honig-Test von 2008 wurden diesmal nur sechs Sorten verkostet, die uns Erik Hanen angeliefert hat. Für die Blindverkostung wurden die Schüsselchen mit Nummern versehen. Getestet wurde anhand des Honig-Aroma-Rades nach Marianne Kehres, das sich bislang gut bewährt hat.

Erik bringt die Honige zum VerkostenZum Ergebnis dürfen wir natürlich noch nichts verraten, aber wohl doch so viel, dass keiner der Honige mit unserem eigenen, den Bamberger Lagenhonig, oder den von Christiane Hartleitner mithalten konnte, die wir „just for fun“ nach der offiziellen Verkostung ebenfalls testeten.

Verkostungsteam: Ina Kudlich, Reinhold Burger, Felicitas "Fee" SauerHonigsommelier Reinhold Burger wurde dabei von zwei kulinarisch erprobten Damen, unseren Bienenpatinnen Felicitas Sauer und Ina Kudlich unterstützt. Da beide Geschäftsfrauen sind, bedanken wir uns besonders herzlich, dass sie uns ein Stück ihrer knappen Zeit dafür geschenkt haben. Und unser Dankeschön besteht sehr gerne aus ihrer beider Vorstellung hier:

Felicitas „Fee“ Sauer ist Anbieterin eines veganen Catering-Services sowie der Online-Website Feegan.de mit veganen Themen, außerdem hauptberuflich Geschäftsführerin von Allpack-Süd, einem Transportunternehmen aus Familientradition.

Ina Kudlich ist Barista und Mit-Geschäftsinhaberin von mokka makan – Kaffee und orientalische Spezialitäten und ihres Zeichens Kaffeespezialistin mit einer sensiblen Zunge, die auch die Bonitur von Honig einzuschätzen weiß.

Christiane Hartleitner mit eigenem Honig vom SchiffbauplatzChristiane Hartleitner, in deren Räumen vis-á-vis vom Gabelmoo wir freundlicherweise die Verkostung durchführen durften, hat unseren Drehtag perfekt unterstützt. Als „Störungsbeauftragte“ bat sie sowohl Flötistinnen als auch Bauarbeiter charmant um Lärmpausen. Wir danken ihr nicht nur dafür sehr herzlich, sondern generell für die unkomplizierte Nutzung ihrer schönen Wohnung sowie die Versorgung backstage!

Die Kunsthistorikerin, die übrigens ebenfalls Bienen am Schiffbauplatz beherbergt, ist außerdem Online-Redakteurin der bekannten „Bamberger Online-Zeitung“. Sie nutzte die Gelegenheit, zusammen mit ihrem Kollegen Erich Weiß, dem wir wunderbare Bilder verdanken, einen eigenen Beitrag zu diesem denkwürdigen Ereignis zu schreiben.

Die Verkostungslöffelchen türmen sichVon daher erlauben wir uns, euch jetzt auf den Hauptteil umzuleiten.

Viel Vergnügen bei der Bilderschau auf BOZ unter dem Titel: Zum Drehort der Honig-Verkostung in Bamberg – ZDF-Magazin WISO berichtet

In Bamberg Faulbrutsperrbezirk aufgehoben

Der Volkspark im Bamberger OstenErwartungsgemäß wurde der Sperrbezirk im Bamberger Osten, der seit 06.10.2014 wegen des Auftretens der Amerikanischen Faulbrut bestand, wieder aufgehoben, und das bereits seit Längerem.

Gesagt bekommt man das als Imker nicht unbedingt, da muss man sich schon selbst informieren, zum Beispiel in der aktuell gehaltenen Übersicht aller Faulbrutfälle, die das Loeffler-Institut mit seinem Tier-Seuchen-Informationssystem veröffentlicht. Wer wissen will, welche Regionen derzeit betroffen sind, klickt auf “Liste weiter einschränken”, wählt das Bundesland und nachfolgend den Ort. Unsere Völker waren übrigens nicht betroffen, doch die Sperrbezirklinie lief knapp an ihnen vorbei.

Eingelagerter Pollen in einer Wabe„Erwartungsgemäß“ deshalb, weil die Seuche „nur“ die Brut befällt, adulte Bienen sind nicht davon betroffen. Da über den Winter, so er einige Wochen lang Gefrierpunktgrade aufweist, nicht gebrütet wird, wird die Seuche auf natürliche Weise unterbrochen. Sporen befinden sich meist nach wie vor in den Beuten, doch bei raschen Wachstum der Völker und frischem Eintrag lebens- und gesunderhaltenen Pollens sowie neuem, abwechslungsreichen Nektar sind die Völker im Frühjahr bald wieder stark genug, den Erregern zu trotzen.

Lässt die Lebensqualität allerdings nach, so zum Beispiel, wenn es Trachtlücken gibt (und das ist vor allem auf dem Land eher die Regel als die Ausnahme), dann heißt es möglicherweise gegen Ende des Jahres wieder: Alarmstufe Faulbrut!

Vom Spielnäpfchen über Bienenstiche: Bestandsbuchführung

Reinhold vor Michael Alts Patenvolk„Weiselkontrolle“: eine imkerliche Frühjahres-Maßnahme, die für alle unsere Völker (außer der diesjährigen Ableger) wöchentlich fällig ist. Das bedeutet für uns quasi Hochleistungssport, denn fünf unserer Standorte fahren wir mit dem Fahrrad an, mit und ohne Anhänger. Drei Bamberger Hügel sind dabei zu erklimmen. Vier Völker gehen wir zu Fuß besuchen.

Bamberger DomblickDie Weiselkontrolle an sich benötigt je nach Volkstärke eine halbe bis dreiviertel Stunde. Seltsamerweise halbiert sich die Zeit übrigens nicht, wenn wir zu zweit daran arbeiten. Vermutlich, weil ich dauernd etwas zu fotografieren finde? Oder wir uns über das Gesehene und Erlebte austauschen? Egal, wir sind ja nicht auf der Flucht.

Bestandsbuch oder Stockkarte?

Wie viele Kilometer und wie viele Stunden wir mit dem Imkern verbringen, darüber führen wir nicht Buch. Sehr wohl jedoch über den Zustand der Völker und über alles, was wir als wichtig erachten, festgehalten zu werden. Manche Imker verwenden dazu eine „Stockkarte“, die direkt vor Ort geführt wird und  unter dem Deckel der Beuten verbleibt.

Virtuelles BestandsbuchWir hingegen führen ein virtuelles Bestandsbuch über Google-docs-Tabellen. So können wir unabhängig voneinander Eintragungen vornehmen und auch unsere Bienenpatinnen und -paten erhalten jederzeit Einblick. Sie können sehen, wie es ihren Patenvölkern geht und damit auch ein Stück weit mitlernen, was alles wann zu tun ist.

Vom Spielnäpfchen über Bienenstiche

SpielnäpfchenFestgehalten wird beispielsweise, wann der Honigraum aufgesetzt wurde, ob die Spielnäpfchen bestiftet sind, also neue Königinnen herangezogen werden, ergo das Volk in Schwarmstimmung ist, oder ob Drohnenbrut geschnitten wurde. Im Falle der Weisekontrolle am 18. Mai in Wildensorg am Rinnersteig beim Patenvolk von Michael Alt hielt Reinhold sogar den Bienenstich über meiner Augenbraue fest.

Weiselkontrolle am Rinnersteig-VolkZunächst wirkt das etwas übertrieben. Und natürlich erfassen wir nicht jeden Stich. Doch bei neuen Völkern oder neuen Königinnen ist es sinnvoll, deren eventuelle Neigung zur Stichigkeit festzuhalten. Wir gehen schließlich mit Schulklassen und unseren Honigschleudergruppen ran. Da müssen wir verantwortungsvoll entscheiden, ob die Bienen sanftmütig genug sind, um ihnen bzw. unseren Besuchern den gegenseitigen Kontakt zuzumuten. Ein gewisses Restrisiko bleibt ohnehin immer.

Gedächtnis und Historie unserer Völker

Blick zur St. Michaelskirche in BambergBei zehn Völlkern, die nie gleich bleiben, sind reine Erinnungen wenig verlässlich. Wie oft schon grübelten wir bereits einen Tag später darüber: „Was habe ich gestern wo getan und wie ging’s dem jeweiligen Volk?“ Eben noch meint man, hautnah alles verinnerlicht zu haben und – schwupps – schon ist es überlagert von neuen Erlebnissen. Zum Außendienst rechnet vor allem Reinhold zeitlich immer auch den Innendienst, das Bestandsbuchführen, mit ein. Vom Saubermachen der Geräte ganz abgesehen.

Eine von diesen Bienen zeichnet für den Stich verantwortlich!Auch, wenn das alles jetzt kompliziert klingt: Bienenhaltung ist nicht übermäßig schwer. Genaues Beobachten, Verlässlichkeit und Geduld sind allerdings begünstigende Eigenschaften. Wer meint, er bräuchte nur die passenden Geräte, hin und wieder einen Blick in die Beute und dann fleißig Honig abgesahnt, der mag bald enttäuscht sein, wenn es so nicht richtig rund läuft.

WeiselkontrolleBei uns ist es nachgerade etwas anspruchsvoller, doch wir imkern schließlich nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern sehen außerdem einen ehrenamtlichen Bildungsauftrag darin. Auch uns selbst gegenüber, versteht sich.

Ziegenmutter mit neugeborenem ZickleinDer Lohn der Mühen: immerwährendes Staunen über die herrliche Schöpfung, ob vor Ort bei unseren Bienen oder auf den Wegen dorthin. Die in Bamberg ja besonders schön sind. Nicht umsonst stellten wir unsere Völker so auf, dass wir allemal das Vergnügen einer „stadtökologischen“ Wanderung erleben dürfen.

Spezialporträt Thomas Loskarn

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, BambergEr kam sehr rasch auf den Punkt: „Ich bin euer Backpartner!“, so die entschiedenen und zufrieden klingenden Worte von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bruder unserer Bienenpatin Gabriele Loskarn. Es hat ja eine ganze Weile gedauert, bis wir auch zu dieser familiären Verknüpfung – neben der Mutter und der Enkelin Lola mit Eltern – Zugang fanden, doch bislang hatten wir ja auch noch keine so großartigen Festivitäten wie den kommenden Spatenstich, ein Richtfest, einen Eröffnungsfestakt und die nachfolgende Einweihungsfeier kulinarisch zu stemmen gehabt (hier geht’s zu den Terminen).

Aus den geplanten zehn Minuten meines Vorsprechens um Unterstützung dieser diversen Feierlichkeiten rund um die Erbauung der Bienen-InfoWabe im Erba-Park wurde über eine Stunde einvernehmlicher und angeregter Gespräche um die künftige Partnerschaft zwischen unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und der Traditionsbäckerei Bäckerei Thomas Loskarn.

Der Lecker-Bäcker Thomas Loskarn: Arbeit macht das Leben süß!

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg„Soziale Projekte, wo engagierte Ehrenamtliche dahinter stehen, die unterstütze ich doch gerne“, so der Geschäftsinhaber der gleichnamigen Bäckerei, um sogleich auf sein jüngstes Unterstützerprojekt, den Glockenturm für die Erlöserkirche, zu sprechen zu kommen. Etwas für die schöne Stadt Bamberg zu tun, auch mal unentgeltlich, das erscheint Herrn Loskarn – neben seiner Arbeit, die er ganz offensichtlich liebt – selbstverständlich. Und kann nicht verstehen, warum das Arbeiten an sich seinen Stellenwert verliert gegenüber dem heute so starken Bedürfnis nach Spaß und Freizeit. Mir kommt in den Sinn „Arbeit macht das Leben süß!“, das könnte auch sein Motto sein. Etwas MACHEN, ja, das ist es … und sogleich kommt ihm eine neue Idee:

Backstube der Lecker-Bäckerei Loskarn„Wir könnten ein Backwerk, in dem Honig eine tragende Rolle spielt, neu kreieren“, begeistert sich Herr Loskarn, „Und wenn ihr jemanden braucht, der die Festgäste bedient, leihen ich euch gerne mein freundliches Personal aus“. Da saß ich nun und bekam den Mund nicht mehr zu. Alle Montage sollten so beginnen wie der gestrige in der Erlichstraße 46a.

Der Bäckereibetrieb in der Erlichstraße: sauber, familiär und traditionsreich

Nachdem die Eckpunkte unserer neuen Partnerschaft hinlänglich geklärt waren, unterhielten wir uns über die prekäre Situation der Bienenwelt, die allerdings nicht in jedem Landstrich gleich aussieht. Herrn Loskarns Kirschbaum in der Wunderburg scheint gut Früchte zu tragen, offenbar ist ein Imker in seiner Nähe beheimatet. Er erzählt auch von seiner Bekanntschaft mit Imker Helmut Klier aus Dreuschendorf, den auch wir anlässlich des letztjährigen Aromagartenfestes in Erlangen kennengelernt hatten. So klein ist die Welt.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg, vor der Hauptverkaufsstelle in der ErlichstraßeIn seinen 8 Bäckerei-Verkaufsstellen würde der rührige Geschäftsinhaber gerne regionalen Honig anbieten, der schließlich ideal aufs Frühstücksbrötchen passt. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ich kläre unseren neuen Freund auf, dass lediglich 20% des deutschen Honigbedarfs durch heimische Imkerware gedeckt werden kann. Es fehlt an Nachwuchs, bzw. an Bienenstöcken.

Bamberger LagenhonigNun, wir haben unsere Initiative schließlich nicht umsonst gegründet. Zu wenig Honig ist das eine, nicht mehr ausreichende Bestäubungsleistung das andere. Doch wenn wir mit vereinten Kräften dran gehen, die drei Hauptursachen des Bienensterbens zu lösen – Vielfalt in der Landwirtschaft statt Monokulturen, keinen schädlichen Pestizideinsatz und das In-den-Griff-bekommen der asiatischen Varroamilbe – und wenn wir wieder mehr Imkernachwuchs haben, dann gibt’s auch wieder e(h)rlichen Honig zu kaufen. Vielleicht schaffen wir es ja eines Tages, genügend Bamberger Lagenhonig zu produzieren, doch da unsere Beuten vornehmlich Lehrzwecken dienen, werden wir immer viel weniger ernten als andere. Und die Ernte geht vor allem an unsere Bienenpatinnen und -paten.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg bereitet mir einen Cappuccino zuNach einem Cappuccino von des Meisters eigener Hand in der benachbarten Filiale serviert, durfte ich in den Bäckereibetrieb spitzen – eine große Ehre!

Schnäggla-Lieferwagen der Lecker-Bäckerei Thomas LoskarnTorten der Lecker-Bäckerei LoskarnGebäck wurde zwar nicht mehr hergestellt, es war ja schon fast Mittag, doch die leckeren Torten für den Nachmittag ruhten abrufbereit im Kühlschrank. Das Team war eifrig am Putzen und Herr Loskarn lobte deren vollen Einsatz. Überhaupt baut er große Stücke auf seine Leut‘ und hat sogar seine „Schnäggla“ auf einem Lieferwagen verewigt. Nebenbei erwähnte Thomas Loskarn, dass er auch am Lebenshilfe-Projekt „Integra Mensch“ teilnimmt und sehr zufrieden mit dem darüber vermittelten Personal ist.

Brezen der Lecker-Bäckerei LoskarnRichtig familiär wirkte der blitzsaubere Betrieb auf  mich, und neben zuverlässig und robust wirkenden ehrwürdigen Maschinen, denen das „Made in W-Germany“ anzusehen war, gab es auch jede Menge moderne Hightech-Großgeräte. Doch die Brezeln sahen handgemacht aus, was auch bestätigt wurde.

Über den Wert guter Taten

Backstube der Lecker-Bäckerei Loskarn

Den Duft kann ich nun leider hier nicht vermitteln, dafür ein paar Fotos. Wir freuen uns nun auf das künftige Zusammenwirken, dass selbstverständlich ebenfalls bildreich dokumentiert werden wird. „Tue Gutes und rede ruhig darüber“ – so meine Einstellung. Denn über Schlechtes wird ohnehin genug berichtet. Es ist an der Zeit, sich gegenseitig zu motivieren und aufzubauen, sich gegenseitig Anregungen zu holen und sich miteinander über das Erreichte zu freuen! Und beispielhaft Wirken kann ebenfalls nicht verkehrt sein.

Danke, Thomas Loskarn, für den spannenden Einblick in Ihre Traditionsbäckerei und für Ihr großes Herz, dass nun auch die Bienenwelt mit einschließt!

VHS-Kurs zur Imkerei erstmalig im Erba-Park

Die VHS-Teilnehmenden …

Reinhold Burger zum VHS-Imkerei-Kurs8 weibliche und 5 männliche Besucher erschienen am 17.05.2015 zu unserem VHS-Kurs „Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby“, der erstmalig im Erba-Park, dem künftigen Standort der Bienen-InfoWabe, stattfand. Bevor wir jedoch dort auf bequemen Vortragsstühlen sitzen werden können, mussten wir uns derzeit noch mit den kühlen Granitbänken an der ehemaligen Fabrikvilla am Brunnen vorlieb nehmen.

Fahrrad als improvisierter PlakatständerEin Fahrrad diente als Ankerpunkt für die mitgebrachten Plakate, die vom Wind allerdings leicht verweht wurden. Ach ja, bald hat auch das mal ein Ende … genau so, wie es offenbar zu Ende geht mit dem Ruf der Imkerei als „Alt-Herren-Ruhestandsbeschäftigung“.

VHS-Imkerei-Kurs-TeilnehmendeWir hatten zwar nicht das Durchschnittsalter der Anwesenden ausgerechnet, doch dürfte es weit unter dem liegen, den die bayerischen Imker aufweisen: 59 Jahre. Und bald darf man in der Mehrzahl von Imkerinnen ausgehen. Eine interessante Entwicklung.

Biene mit PollenhöschenWir freuten uns in der Vorstellungsrunde zu hören, dass ein Paar tatsächlich eine längere Anfahrt von Kronach aus nach Bamberg auf sich nahm, um mehr von uns beiden Referenten, Reinhold Burger und Ilona Munique, über die Imkerei bzw. über die Bienen zu erfahren.

 … und ihre Fragen

Ob die künftige Hofübernahme und Wiedereinführung von Bienen, ob geerbtes verwildertes Gartengrundstück oder ob einfach Interesse an der Lebensform „Biene“ … die Gründe waren vielfältig, die sie an diesem wechselhaften, jedoch überwiegend sonnigen Maientag zusammenführte.

VHS-Teilnehmende vor LiteraturauswahlIn der gut eineinviertel Stunde Theorie konnten die Teilnehmenden …

  • einen Blick auf empfehlenswerte Bücher unserer Imkerbüchereien und Imkerkataloge werfen,
  • erfuhren anhand eines Plakates und der Gegenüberstellung des Apfelertrags „mit und ohne Biene“ von der wichtigen Aufgabe der Biene als Bestäuberin unserer Kulturpflanzen
  • erhielten einen Überblick zur Beschaffenheit des fleißigen kleinen Wesens und seiner Entwicklungs- und Lebensumstände.

VHS-Referent, Imker Reinhold Burger Dazwischen beantworteten wir Fragen wie zum Beispiel:

  • Was ist das Spezifische am biologischen Imkern?
  • Warum habe ich in bisher über 40 Lebensjahren noch nie einen Schwarm zu Gesicht bekommen?
  • Was regelt den Vorgang, ob unbefruchtete Eier (Drohnen) oder befruchtete Eier (Arbeiterinnen) gelegt werden?
  • Wie schaffen es die Bienen, den Pollen an den Höschen zu verstauen?
  • Wie entsteht eine Königin?
  • Warum haben die Bienen auf dem Land mehr Probleme als in der Stadt?
  • Wie viel Zeit brauche ich für die Imkerei?
  • Wenn meine Nachbarin allergisch auf Bienengift ist, kann ich trotzdem imkern?
  • Wie lange dauert es, bis man das Imkern lernt?
  • Wieviel kostet das Imkern?
  • Wie viel Platz braucht ein Volk? Kann ich sie in einem kleinen Hausgarten aufstellen?
  • Mit wie vielen Völkern sollte man anfangen und wie kommt man an eines heran?
  • Wie nimmt man Propolis ein?

Station „Lehrbienenstand“

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine BienenwabeLeider mussten wir dann irgendwann mal zum Aufbruch zur nächsten Station, dem Lehrbienenstand, drängen. Doch nicht, ohne vorher das Apfelkörbchen zur Wegzehrung zu plündern. (Vom Bamberger Bauernmarkt gekauft, versteht sich!). Im Wäldchen war es dann auch gleich wieder spannend. Reinhold erklärte die einzelnen Teile einer Bienenwohnung (Beute) und welche Imkergeräte zum Einsatz kommen. Die Teilnehmerfragen waren hier:

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine Bienenwabe

  • Wie erntet man Pollen
  • Sieht es in allen drei Zargen (Stockwerken) gleich aus?
  • Muss man das Einflugloch immer nach Süden ausrichten?
  • Bedeutet das Öffnen und der Unterricht hier Stress für die Bienen?
  • Kann man auch ganz ohne Mittelwände imkern?

Erba-Insel-VolkUnser neues Lehrbienenvolk, ein ehemaliger Friedhofsschwarm unter Finanzierung unserer Bienenpatin Meike Winnemuth, war lammfromm und ließ sich die Begutachtung und ein Naschen aus geöffneten Honigwabenzellen ohne Weiteres gefallen.

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine BienenwabeNun, es war ja auch noch etwas kühl, da reagieren sie ein wenig träge. Ganz anders war es nach Abschluss des Kurses, als wir noch die Weiselkontrolle vollzogen. Ja, beim Imkern bleiben Stiche nicht aus, und auch das haben wir niemanden verschwiegen. Wir wollen ja nicht Hobbyimker um jeden Preis, sondern vernünftig agierende Menschen mit „Leidenschaft“, die auch bereits sind, ein wenig Abenteuer und Unbill in Kauf zu nehmen. Doch keine Bange – in den Urlaub fahren kann man trotz Bienen weiterhin!

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine Bienenwabe Mutprobe Honigschlecken aus einer mit Bienen besetzten Wabe

Station „Honigverkostung“

Gedeckter Honig-PicknickplatzUnweit des Lehrbienenstands am Fünferlessteg ist praktischerweise eine feste Sitzgruppe montiert. Diese diente uns als Verkostungsstation. Erst blank, dann auf gebuttertem oder ungebuttertem Baguette konnten drei verschiedene Honige getestet (Bamberger Lagenhonig, Ganzjahrestracht aus den Buger Wiesen und der Villa Dessauer sowie Sommertracht unseres Imkerkollegens Nikolaus Hofmann aus Burgebrach).

HonigverkostungWir tauschten uns dabei über den Geschmack und die unterschiedliche Konsistenz aus, die man genau so beschreiben kann wie bei einer Weinverkostung. Die Fragen hier waren:

  • Wie bewahrt man Honig auf?
  • Warum ist der eine Honig flüssig, der andere fest?
  • Hat sich das DIB-Etikett verändert?
  • Wo kann man euren Honig kaufen?
  • Wie oft kann man Honig ernten?

Honigwabe mit ansitzenden BienenZur letzten Frage konnten wir auf das ausgeteilte Heftchen „Essen & Trinken aus der Region Bamberg“ verweisen, in dem auch zwölf Imkereien aufgelistet sind, denn es sollte hier ja keine Werbeveranstaltung in eigener Sache sein. Einzig ein wenig Werbung für unsere Einweihungsfeier der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015 (tagesaktuelle Planungen sind hier zu finden) erlaubten wir uns, da der Raum später immerhin auch für VHS-Kurse zur Verfügung stehen wird.

Wir hoffen, den einen oder die andere eines Tages als Imkerkolleginnen und -kollegen wieder zu treffen und freuen uns über das hohe Interesse am Thema „Bienen, Honig, Imkerei und Landwirtschaft!“

Bundesweite Tagung „Bienen machen Schule“ in Tübingen

Die 5. bundesweite Tagung „Bienen machen Schule“ findet vom 10.-12.09.2015 in Tübingen statt. Sie ist eine Initiative von Mellifera e. V. und will Pädagogen und Imker zusammen bringen, „die im Kindergarten oder Schulunterricht, in der Bienen-AG, in Umweltzentren, der offenen Kinder- und Jugendarbeit oder im Imkerverein Bildung mit Bienen machen.“

Gerne würden wir ebenfalls daran teilnehmen, doch ist unser Terminkalender wieder einmal hübsch belegt. Doch eines Tages schaffen wir das sicher und können dann unsere eigenen Erfahrungen der „Bamberger Schulbiene“ mit denen der anderen vergleichen.

Fast ausgebucht: unser VHS-Kurs Bamberg 2015 zur Imkerei

Restliche Bienen aus Schwarmfangkasten in Zarge einkehrenNur noch wenige Plätze sind für unseren VHS-Kurs „Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby“ in Bamberg am 17.05.2015 frei, also schnell noch anmelden! Der Kurs richtet sich an Jugendliche sowie Erwachsene.

Hier die Eckdaten:

Wo?   Treffpunkt Erba-Brücke/An der Spinnerei 11-17 (im Hofdurchgang)
Wann?   So., 17.05.2015 | 10.00 – 12.00 Uhr
Was?  
Sie interessieren sich für Bienen, Honig oder Imkerei? Sie haben einen Garten und brauchen die wertvollen Bestäubungsleisterinnen für eine reichliche Obst-, Beeren- und Gemüseernte? Gewinnen Sie mit uns einen direkten Einblick in das spannende und für unsere Natur überaus wertvolle Hobby der Imkerei.

Sie lernen Bienen aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen. Erfahren Sie, welche Ausstattung fürs Imkern notwendig, aber auch überflüssig ist. Gehen Sie mit uns gedanklich durch den Rhythmus der Jahreszeiten und lernen Sie, mit den Augen einer Biene zu sehen. Beobachten Sie das Volk bei ihrer wertvollen Arbeit, dem Sammeln und Einlagern von Pollen und Nektar, dem Brutgeschäft und Wabenbau. Entdecken Sie die Königin an der geöffneten Beute (Bienenwohnung), ohne die ein Bienenvolk nicht denkbar ist. Schnell werden Sie Arbeitsbiene, Drohn und Königin an einer Schaufensterbeute unterscheiden lernen.

In alten Zeiten unter Lebensgefahr aus Wäldern geerntet und so wertvoll, dass man Honig zu recht als „flüssiges Gold“ bezeichnete, erfährt die natürliche und heilkräftige Süße eine kleine Renaissance. Die kleine „Landwirtschaft ohne Grund und Boden“ kann jedermann betreiben. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig. Kostproben sind im Preis inbegriffen.

Kosten?  € 7,50 inkl. Material- und Kostproben pro Person
Weitere Info?  Anmeldung über die VHS Bamberg. Bei Temperaturen unter 9°C können wir die Bienenwohnungen leider nicht öffnen.

Bitte keine stark riechenden Kosmetika (After Shave, Deo) benutzen. Die Führung ist für Rollstuhlfahrer/innen geeignet.

Bienen schwärmen vom Weltkulturerbelauf in Bamberg

Maskottchen SaBiene verfolgt interessiert das Geschehen rund um den BienenschwarmNicht nur Menschenmassen schwärmen zum Weltkulturerbelauf am 03.05.2015 nach und in Bamberg, auch unsere Bienen tun es!

Weltkulturerbelauf Bamberg 2015

Klara Bretschneider, Bienenpatin Ruth Vollmar, Ilona Munique

Klara Bretschneider, Bienenpatin Ruth Vollmar, Ilona Munique

Wir fingen heute in der Frühe einen Scharm am Schiffbauplatz ein, der uns gestern von der Familie unserer Bienenpatin Ruth Vollmar, Klara Bretschneider, gemeldet wurde. Ausgerechnet an jenem Tag waren wir unterwegs, so dass die Bienchen leider eine kühle Nacht im Freien verbringen mussten.

2300-Bienenschwarm-trotz-genuegend-PlatzVermutlich aus dem Volk der Bienenpatin stammt der Schwarm, obwohl wir an sich Vorsorge getroffen hatten, damit genau das nicht passiert.

Doch die Natur hat ihren eigenen Willen – gut so!

Reinhold schlägt die Bienen in den Schwarmfangkasten einDas Einbringen ging unkompliziert vonstatten, da sich der Schwarm in gut erreichbarer Höhe auf einem Lindenast niedergelassen hat. Lediglich ein Ästchen schnitt Reinhold ab, doch ansonsten reichte es, den Schwarmfangkasten darunter zu halten und kräftig am Zweig zu schütteln.

Reinhold besprüht die Bienen mit Wasser, damit sie nicht auffliegenVorher sprühte Reinhold die Traube mit Wasser ein, damit die Bienen nicht auffliegen. Hat man aber gerade keine Sprühflasche zur Hand, ist das auch nicht schlimm. Vor Stichen muss man übrigens keine Angst haben, denn nie ist ein Volk so friedlich, wie wenn es schwärmt. Zumindest, wenn man es nicht ärgert.

Bienenrettungspatin Claudia Meyer hat übrigens mit ihrem Patenbeitrag zur Finanzierung beigetragen, somit bekommt der Schwarm ein schönen neues Zuhause in den Buger Wiesen.

Ina hält frisch befülltes Honigglas in der Hand Foto © E+T PuchtlerBienenpatin Ina Kudlich hat damit auch endlich ein eigenes Patenvolk und kann sich schon heute auf „ihren“ Honig freuen. Wie das Ernten geht, hat sie ja letztes Jahr bereits gelernt!

2295-Bienen-in-SchwarmfangkastenSo füllen wir mit vereinten Kräften die Lücke, die durch zu wenig Imker entstanden ist und aufgrund des demografischen Wandels (das Durschschnittalter bayerischer Imker liegt derzeit bei 59 Jahren) noch entstehen wird. Vielen Dank allen unseren tollen Paten!

Sie möchten ebenfalls Bienenpate oder -patin werden? Wunderbar! Nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

VHS-Familien-Kurs Bamberg 2015 zu Bienen und Honig

„Wie Bienen leben und woher der Honig kommt“

HonigbärAnlass?   VHS-Familien-Führung (ab 7 J.) [auch bezeichnet als “VHS-Mutter-Kind-Führung”]
Wo?   Treffpunkt Erba-Brücke/An der Spinnerei 11-17 im Hofdurchgang
Wann?   So., 10.05.2015 | 10.00 – 12.00 Uhr
Was?   Ausschreibung VHS
Was holen sich die fleißigen Bienen, wenn sie in der Natur herum schwirren? Honig ist es jedenfalls nicht! Doch was dann? Auf dem Wald- und Wiesenweg zum Lehrbienenstand lernen wir, „mit den Augen einer Biene“ zu sehen. Wir betrachten durch eine Becherlupe genauer, was ihr an den Blüten so gefällt. Mit Bestimmungsbüchern finden wir heraus, wie die Lieblingsblüten der Bienen heißen.
Durch ein Schaufenster kannst du dann die Bienen bewundern. Die kleinen sind die Arbeitsbienen, die großen die Drohnen. Wer ist wer? Und findest du die Königin? Nachdem du dich an das Gewusel gewöhnt hast, gehen wir zu den richtigen Wohnungen der Bienen. Dort ziehen wir eine Bienenwabe heraus. Du kannst ganz nahe herangehen und die Bienen sogar streicheln, wenn du willst.
Die Wabe darfst du selber halten und daraus naschen, wenn schon Honig eingelagert ist. Außerdem bringen wir ein paar Gläser Honig mit, damit ihr bei unserem Picknick verschiedene Sorten probieren könnt.
Kosten?  € 6,40 inklusiv Kostproben pro Person
Weitere Info?  Anmeldung über die VHS Bamberg. Bei Temperaturen unter 9°C können wir die Bienenwohnungen leider nicht öffnen.

Bitte keine stark riechenden Kosmetika (After Shave, Deo) benutzen. Die Führung ist für Rollstuhlfahrer/innen geeignet. [Bericht von 2014]