Bienenfreundliche Balkon-Tipps von Elkes Kräuterspiralgarten

[ep] Der bienenfreundliche Balkongärtner bevorzugt einfache und ungefüllte Blüten und die Fülle der Kräuter. Unsere „Balkonkästen zur Honigbiene“ blühen nicht zwingend durch den ganzen Sommer. Stattdessen sprechen sie mit Duft und Farbe unsere Sinne an und fördern aktiv den Umweltschutz. Wie wäre es einmal mit einem Kräuterkasten auf Balkon oder Terrasse? Hier zwei Vorschläge mit Einkaufslisten:

„Mediterraner Kräuterkasten zur Honigbiene für Genießer“

Hummel auf LavendelblüteMein persönlicher Favorit ist mit mehrjährigen Kräutern bestückt, so dass er überwintert werden kann. Gerade Kräuter bieten einen großen Reichtum für unsere Küche, duften herrlich und sind regelrechte Magnete für Honigbienen und Schmetterlinge. Holen Sie sich Gesundheit, Sinnlichkeit und Bienenschutz auf Ihren Balkon und lassen Sie es sich schmecken.

  1. Zitronenthymian
  2. Orangenthymian
  3. Lavendel
  4. Salbei
  5. scharfer Mauerpfeffer (dekorative Füllpflanze)

„ Fränkischer Kräuterkasten zur Honigbiene für Genießer“

Der fränkische Kräuterkasten enthält traditionelle  Pflanzenschätze und essbaren Blütenblätter.

  1. Zitronenmelisse
  2. Schnittlauch
  3. Wilder Majoran
  4. Ringelblume
  5. Kapuzinerkresse hängend
Biene in CalendulablüteKräuter für unsere bienenfreundlichen Balkonkästen sind bei der Bienenpatin Carmen Dechant in der Hofstadt-Gärtnerei inmitten des alten Bamberger Gärtnerviertels erhältlich. Carmen Dechant stellt gerne auch für Sie einen persönlichen, bienenfreundlichen Kräuterkasten zusammen.
Fragen Sie auch in der Böhmerwiesen-Gärtnerei nach. Dort gibt es zwar mehr Blumen als Kräuter, doch sicherlich finden Bienenpatin Sabine Gründler und ihr Bruder, Ralf Böhmer etwas Geeignetes.

Bienenfreunde in der Stadt

[ep] Denken wir an Bienen, reisen unsere Gedanken häufig ins Grüne und aufs Land. Doch gerade unsere Bienen sehen das oft ganz anders.

Imkern in der Stadt

Reinhold und Carmen schieben den Träger mit dem Ableger zum Standort.In den letzten Jahren wurde auch das „Imkern in der Stadt“ immer beliebter.  Bienenbeuten auf Dachterrassen, ja sogar am Berliner Dom oder auf der Pariser Oper machten Schlagzeilen. Für viele war der Erfolg der Stadtimker  sehr überraschend: Die Bienen in der Stadt produzierten mehr Honig als ihre Kollegen auf dem Land. Gerade Städte bieten unseren Bienen reichlich Nahrung. Parkanlagen, Hausgärten – ja, auch die Dachterrassen und Balkone sind Bienenparadiese durch das ganze Jahr.

Dies gilt natürlich besonders für eine Gärtnerstadt wie Bamberg, in der 18 Familienbetriebe die traditionellen Anbauflächen im Herzen Bambergs bewirtschaften. Das Weltkulturerbe Bamberg bildet mit seinen Gärtnereien somit einen aktiven Beitrag zum Bienenschutz in Bamberg. Zwei der Gärtnerfamilien sind sogar Bienenpaten von Bienen-leben-in-Bamberg.de. Sabine Gründler von der Gärtnerei Böhmerwiese und Carmen Dechant aus der Hofstadt-Gärtnerei.

Der bienenfreundliche „Balkonkasten zur Honigbiene“ für den Sommer

Geranien – schön, doch keine Bienennahrung

Geranien – schön, doch leider keine Bienennahrung

Der Schmuck unserer Fenster und Balkone mit dekorativen Pflanzkästen hat lange Tradition. Balkonkästen zieren und schmücken Rathaus und wichtige öffentliche Gebäude. Blumen auf Balkon und am Fenster bringen den Sommer und das Grün in unsere Wohnung, sorgen für gute Laune und schaffen entspannende Ausblicke.

Wer jedoch genauer hinschaut, der bemerkt schnell: Unsere heißgeliebten Geranien und Petunien sind kein Magnet für Honigbienen. Gerade die gefüllten Prachtblüten bieten unseren Bienen weder Pollen noch Nektar. In der Regel sind hier die Staubgefäße zusätzlich zu Blütenblättern umgebildet.

Daher verrate ich Ihnen morgen zwei Balkonkasten-Tipps – „Mediterran“ und „Fränkisch“ aus „Elkes Kräuterspiralgarten“.

REWE Nachhaltigkeit 2014: Bienen retten!

REWE-Nachhaltigkeitswochen 2013 - Webseiten-ScreenshotUnter dem Motto „Sammeln für die Sammlerin“ bzw. „Bienen retten!“ finden vom 22.04.-03.05.2014 die REWE-Nachhaltigkeitswochen 2014 zum „Schutz der Tier- und Pflanzenwelt“ statt. „Natur schützen. Natürlich gemeinsam.“ bedeutet hier, zusammen mit der Bodenseestiftung und dem NABU*, die 30 Cent pro verkauftes Produkt aus dem PRO PLANET-Sortiment erhalten. Und für jeden verkauften Honig werden 30 Prozent für den Schutz der Bienen verwendet. So habe ich die umfangreichen Informationen jedenfalls verstanden.

Wir finden das prima und wären auch gerne mit unserem „Bamberger Lagenhonig“ vertreten. Nur finden diese Aktionen immer in Zeiten statt, wo so mancher Hobbyimker einfach keinen Honig mehr aus dem vergangenen Jahr im Keller stehen hat. Schade eigentlich. Aber nach dem Schleudern im Juni bis Juli, wo wir wieder reichlich hätten, kommt das große Sommerloch. Vielleicht möchte man dann solche Einzelhandels-Aktionen lieber nicht mehr machen?

REWE-Rudel-Spende 2013 für die Bamberger SchulbieneWie auch immer: Kaufen Sie jetzt ein und freuen Sie sich, ein wenig etwas für die Natur getan zu haben. Wir empfehlen mit gutem Gewissen und ungeniert den REWE-Rudel in der Würzburger Straße in Bamberg. Und das, weil die Geschäftsführerin, Annemarie Rudel, eine unserer Bienenunterstützerinnen ist. Und sie hätte uns gerne wie auch in 2013 einen Platz zur Verfügung gestellt, um die Verbraucher über die Bienensituation zu informieren. Aber auch das müssen wir leider einer anderen Sache opfern: Wir sind vollauf beschäftigt mit der Pflege unserer mittlerweile zehn Völker, die in diesem frühen und schönen Frühjahr einen gewaltigen Entwicklungssprung gemacht haben. Brutraumerweitern, Weiselzellenkontrolle und Ablegerbildung … tja, es geht eben nicht alles auf einmal. Wer dennoch Informationen braucht – einfach bei uns anrufen oder mailen!

* Naturschutzbund Deutschland e. V.

VHS-Bienen-Kurs für Mutter-Kind in Bamberg

„Wie Bienen leben und woher der Honig kommt“

Einladung zur VHS-Mutter-Kind-Führung (ab 8 J.) in Bamberg
Wo? Treffpunkt Wildensorg-Mitte an der Bushaltestelle
Wann? Sa., 03.05.2014, 9.30 – 11.30 Uhr
Kosten? € 6,40 – Bitte melden Sie sich über die VHS Bamberg an. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig. Der Preis (inklusiv Kostproben) gilt pro Person.

Biene in ApfelbaumblüteWas holen sich die fleißigen Bienen, wenn sie in der Natur herum schwirren? Honig ist es jedenfalls nicht! Doch was dann? Auf dem Wald- und Wiesenweg zum Lehrbienenstand (800 m) lernen wir, „mit den Augen einer Biene“ zu sehen. Wir betrachten durch eine Becherlupe genauer, was ihr an den Blüten so gefällt. Mit Bestimmungsbüchern finden wir heraus, wie die Lieblingsblüten der Bienen heißen.

Blick aufs BienenschaufensterDurch ein Schaufenster kannst du dann die Bienen bewundern. Die kleinen sind die Arbeitsbienen, die großen die Drohnen. Wer ist wer? Und findest du die Königin? Nachdem du dich an das Gewusel gewöhnt hast, gehen wir in einen Obstbaumgarten zu den richtigen Wohnungen der Bienen. Dort ziehen wir eine Bienenwabe heraus. Du kannst ganz nahe herangehen und die Bienen sogar streicheln, wenn du willst.

Kind zieht eine Honigwabe aus BeuteDie Wabe darfst du selber halten und daraus naschen, wenn schon Honig eingelagert ist. Außerdem bringen wir ein paar Gläser Honig mit, damit ihr bei unserem Picknick verschiedene Sorten probieren könnt. Zum Abschluss winkt ein Rätsel. Wenn du versuchst, es zu lösen, bekommst du ein Mitmach-Geschenk von uns.

Übrigens …

Wir freuen uns natürlich ebenso über Väter, Großeltern, Tanten und Onkeln, … für die Erwachsenen gibt es übrigens am 17.05.2014 einen speziellen VHS-Kurs „Die Imkerei – uraltes Handwerk und modernes Hobby“.

Einen Schwarm einfangen – Glück im Unglück

Reinhold und Nikolaus mit Ablegerbeute

Am Morgen noch vollzählig – das Ablegervolk für Bienenpatin Ruth Vollmar

Aufregung am Schiffbauplatz – kaum war der Ableger für Bienenpatin Ruth Vollmar frühmorgens im Garten an der Regnitz aufgestellt, schon ist das Volk am Nachmittag in einem nahen Pflaumenbaum eingeschwärmt!

An sich war für den Mittag eine Weiselkontrolle und Brutraumerweiterung vorgesehen, da sich das Volk in diesem tollen Frühjahr explosionsartig vermehrte und die Zarge reichlich gefüllt war. Doch ein dienstlicher Termin und dann auch noch ein geplatzter Reifen an unserem Handkarren verhinderte ein rechtzeitiges Kommen.

Doch schließlich wendete sich das Blatt …

Schwarmtraube im Zwetschgenbaumgeäst

Das Schwarmvolk im Zwetschgenbaumgeäst

… und Glück reihte sich an Glück. Der Nachbar, auf dessen Baum das Volk friedlich saß, war zuhause und sperrte sogleich das Gartentor auf, so dass wir ungehindert zur Tat schreiten konnten.

Blick vom Schiffbauplatz zur Michaelskirche und StadtarchivAuch eine Leiter mit ausreichender Länge stand griffbereit, und das war gut so, hatte sich der Schwarm doch in höchste Höhen verzogen. Kein Wunder, bei so einem schönen Ausblick auf das Kloster Michaelsberg … auf den wir natürlich nicht mehr sonderlich achteten, hatten wir doch nur noch Augen für die Schwarmfang-Aktion.

Gelegenheit nutzen

Der Ersteller des Ablegers, unser Imkervater Nikolaus Hofmann aus Burgebrach, der ohnehin noch einmal nach seinen „Kindern“ schauen wollte, pflückte die Abtrünnigen gleich selbst, so dass wir die Gelegenheit zum Filmen und Fotografieren nutzten. Und auch, den gebannt Zuschauenden Rede und Antwort zu stehen, die bis dato noch nie so einem Spektakel beigewohnt hatten. Und damit das auch andere nachverfolgen können, hier das Video:

Das Spektakel …

Nikolaus steigt hoch zum Schwarm

Nikolaus steigt mit Schwarmkasten hoch

… indes ging reibungslos vonstatten. Nicht einmal mit Wasser sprühte Nikolaus die Bienentraube ein. Doch wenigstens einen Hutschleier zog er sich noch rasch über. Ein paar Mal kräftig am Ast geschüttelt, und schon purzelte das Volk in den schmalen, leichten Schwarmfangkasten.

Zwar bildete sich nach kurzer Zeit erneut eine Traube im Geäst, doch werden die Nachzüglerbienen bald feststellen, dass ihre Königin bereits wieder an anderer Stätte sitzt und werden ihr nachfolgen. Denn auch das war Glück, dass wir einen leeren Kasten mit Rähmchen bestückt in petto hatten, in die wir das frischgeborene Volk einsetzen („einschlagen“, so der Fachausdruck) konnten.

Das Equipment fürs Einfangen

  • 1 Imker oder beherzten anderen Menschen
  • 1 standsichere Leiter
  • 1 Schwarmfangkasten oder einen Eimer mit Deckel
  • 1 Wassersprühflasche, falls zur Hand
  • 1 mit Rähmchen bestückte Zarge (Bienenkasten, Beute)
Niklaus Hofmann schlägt den Schwarm in eine freie Zarge ein

Niklaus Hofmann schlägt den Schwarm in eine freie Zarge ein

Nun müssen wir aber wirklich neue Beuten nachkaufen, es war unsere allerletzte freie. Wie immer hoffen wir darauf, dass sich Bienenpaten für den Ankauf finden, die dafür auch schöne Gegenleistungen bekommen. So wie Ruth Vollmar, die sogar eine kostenlose Lehrstunde in Sachen „Wie fange ich einen Bienenschwarm ein?“ erhielt und nun statt einem gleich zwei Völker in ihrem Garten stehen hat.

Klara, Reinhold Burger und Patin Ruth vor den zwei Bienenkästen

Geschaffft! Aus eins mach zwei! Klara, Reinhold und Patin Ruth freuen sich!

Ach ja, die Frage kommt zwangsläufig: „Wie hoch war die Anzahl der Stiche?“

Also, wir, die wir direkt dabei standen und zusahen, erhielten KEINEN einzigen. Lediglich Nikolaus, der ohne Schutzanzug tätige Schwarmeinfänger, hatte einen abbekommen. Doch da war der Schwarm bereits gepflückt und am Boden, wie man im Film gut sehen kann. Und mal ehrlich: wenn der Preis für ein neues Volk lediglich aus einem Stich besteht – also, das lässt sich wirklich hinnehmen!

P. S.: Es würde uns interessieren, wann der 1. Bienenschwarm in Bayern in diesem Jahr gesichtet wurde! Das Kommentarfeld steht für Meldungen zur Verfügung!

Schulbienen-Ausflug für Don Bosco-Kinderhort „Weide“

Steinerner Imker im HarmoniegartenHandkarren mit Schulbienen-MaterialSchulbienen-Unterricht für den Don-Bosco-Kinderhort „Weide“ in Bamberg um Erzieherin Carolin Dinkel vom 16.04.2014. Mit einem reaktivierten, fast schon historischen Handkarren – vielen Dank an Wielands! – zogen wir unsere Materialien mit uns mit. Den CO²-Ausstoß gering halten ist uns als Naturliebhaber wichtig.

Erlebnisreich: Harmoniegarten und Villa Dessauer

Kinderhortgruppe30 Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 5 sowie drei Erzieherinnen und ein Praktikant trafen auf die Bamberger Schulbiene zum Erlebnisausflug rund um Bienen-Honig-Imkerei. Orte des Vergnügens waren der Harmoniegarten am E.T.A.-Hoffmann-Theater und der Garten der Stadtgalerie „Villa Dessauer“, wo die Lehrbienenbeute (zugleich Patenbeute Dr. Regina Hanemann) bereits auf alle wartete.

Lernbeute und Bienenschaufenster

Blick in die LernbienenbeuteLernbeute von Patin Sabine SaamVorher jedoch ein Blick in die Lernbeute (Patin: Sabine Saam), um Wachsmittelwandrähmchen zu befühlen und zu be-riechen und das große Krabbeln, eingefroren in Fotorähmchen, zu betrachten.

Blick aufs BienenschaufensterDie Nerven der Kinder derart vorbereitet konnten sie sodann einen faszinierten Blick auf das neue Bienenschaufenster werfen, das heuer seinen allerersten Einsatz hatte. Die Unterschiede zwischen Arbeitsbiene und Drohne waren so in aller Ruhe gut zu erkennen: die Drohne ist größer und dicker und hat auch viel größere Augen, die fast zusammengewachsen sind. Außerdem fehlt ihnen der Stachel.

Lehrbienenbeute Villa Dessauers erster Auftritt für einen Natur-Unterricht

BienenstreichelnFast alle Kinder wagten sich sodann bis an die Beutenöffnung heran, als es in zwei Gruppen zur Stadtgalerie ging. Da alle Kinder gut vorbereitet waren – keine Rangelei, ruhige Bewegungen, nicht fuchteln und schreien – wurde wie immer niemand gestochen, obwohl sich die eine oder andere Biene der Kälte wegen gerne auf unsere warmen Körper niederließ.

Kinder streicheln BienenDie ängstlichen Kinder hielten natürlich gebührend Abstand, und das ist auch ganz okay so. Doch wir fangen gar nicht erst mit Schleiern an, da das – wie auch eine KHG-Lehrerin bestätigte – eher das Unbehagen noch schürt als es zu nehmen, und das überträgt sich auf die ganze Gruppe. Globuli haben wir natürlich immer mit. Doch wie lernt ein Kind, die Natur richtig einzuschäzten, wenn nicht durch Erfahrung? Wie lernt ein Kind, auf sich stolz zu sein, wenn es sich nicht auch einmal einer einschätzbaren Situation mutig gestellt hat? Eine Biene gelassen abzustreicheln oder zu -pusten statt laut schreiend wegzurennen und dann erst recht einen Stich abzukassieren … auch das versuchen wir durch unseren Naturunterricht erlebbar zu machen. Mit Erfolg.

Hortkinder und Bienenpatin Dr. Regina Hanemann an der offenen Lehrbeute/PatenbeuteDetail BienenwabeBienenpatin Dr. Regina Hanemann, Hausherrin der Stadtgalerie Villa Dessauer, ließ es sich nicht nehmen, zur ersten Lehrstunde zu erscheinen. Ihre Patenbeute ist heuer als ein vollwertiges Wirtschaftsvolk nun stark genug, um den Kinderansturm gewachsen zu sein. An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank für das Zurverfügungstellen dieses Standortes im Windschatten der Villa und in Nachbarschaft von den ausgestellten Großplastiken. Wir finden, dass diese menschliche Kunst einen wunderbaren Rahmen abgibt zur hohen Kunst des Wabenbaus, wie ihn unsere Bienen in dieser erstaunlichen Form beherrschen.

Zwischenrein verpackt die „praktische Theorie“

ImkerwerkzeugReinhold zeigt SmokerVor, nach und zwischen den Besichtigungen – Lernbeute, Bienenschaufenster und Lehrbienenstand – gab es etwas Theorie anhand von weiteren Lehrmaterialien, kurzweilig und für alle Altersstufen erfassbar, inklusive Rätselbögen zum Ausfüllen oder Ausmalen, je nach Alter.

HonigverkostungBlick in die BeuteUm nach zweieinhalb Stunden den Abschied zu versüßen gab es ein Löffelchen Honig und eine Postkarte mit der ältesten Darstellung einer Imkerei sowie etwas Informationsmaterial mit auf den Weg.

Wetterglück – doch was, wenn es regnet?

Kinder vor Lehrtafel

Trotz der großen Gruppe lief alles bestens, Dank auch des wunderbaren Wetters. Doch wenn es geregnet hätte, wäre alles auf dem Spielplatz installierte Unterrichtsmaterial naß geworden. Wir hoffen und bauen deshalb sehr darauf, dass wir unser Projekt der „Bienen-InfoWabe“ auf der Erba-Insel verwirklichen können, die uns jederzeit Schutz bieten würde. Bitte helfen Sie durch eine Spende mit, dass wir dieses Klassenzimmer im Freien auf die Beine stellen können!

 

Geschenkt – Genutzt – Geliebt – Gedankt

Lehrtafel-Ordner mit SchulbieneEinen herzlichen Dank an Simone Machinek, Geschäftsführerin der HEG*, für ihr überraschendes Geschenk an die Bamberger Schulbiene: einen Lehrtafel-Ordner mit DvD „Unsere Honigbiene“ mit detaillreichen Bildern für den Unterricht, herausgegeben vom Österreichischen Imkerbund, von einer Tagung extra für uns mitgebracht!

Schülergruppe vor LehrtafelFür den Schulbienen-Unterricht der 30-köpfigen Kinderhortgruppe „Weide“ des Don Bosco-Jugendwerks hatten wir heute eine der vielen tollen Tafeln erstmalig eingesetzt. Sie zeigte vergleichend die drei Bienenwesen „Arbeiterbiene, Drohne und Königin“. So konnten wir die Kinder schrittweise an „das große Krabbeln“ heranführen. Damit die Scheu vor dem letzten Schritt, den inmitten von tausenden von Bienen, fallen konnte.

  1. Schritt: Zeigen der Bilder aus dem Ordner und aus weiteren Büchern, die wir durch Spenden finanzieren konnten
  2. Schritt: Die Fotos aus der Lernbienen-Beute, die von Markus Dorsch, dem Vorsitzenden des Imkervereins Fränkische Täler erstellt wurden.
  3. Schritt: Echten Bienen Aug‘ in Aug‘ an unserem Bienenschaufenster, gebaut von unserem österreichischen Imkerfreund Sieghard Tschofen und unter Einsatz von Spenden.
  4. Schritt: Blick in die offene Bienenbeute am Lehrbienenstand, ermöglicht durch die Bienenpatenschaft und Standortnutzungsüberlassung von Villa-Dessauer-Hausherrin, Dr. Regina Hanemann.

Hortgruppe vor SchaufensterbeuteAll diese(s) und noch viel mehr wirkt mit am gemeinsamen Ziel, Jungimker heranzubilden und es Menschen ermöglichen, unseren wichtigsten Bestäuber, die Honigbiene, wahrzunehmen, zu verstehen, zu respektieren, vielleicht sogar zu lieben, mindestens jedoch zu unterstützen und am Besten gleich zu schützen und zu mehren.

Gedankt sei euch allen!

* HEG = Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. in Eltmann

Bienenpflege am Kaiser-Heinrich-Gymnasium geht weiter

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Der Schulbienen-Garten am KHG in Bamberg hatte bisher eine kundige Bienenpflegerin in der Biologielehrerin Birgit Herrndobler. Doch bis zu ihrer Elternzeit wird sie sich die Arbeit mit uns teilen. Die Schüler erhalten zunächst weiterhin von ihrer Lehrerin Bienenunterricht, und wir übernehmen die Pflege an den drei Völkern sowie den praktischen Unterricht und die Einführung für interessierte Lehrkräfte. Denn spätestens zum April 2015 soll wieder beides – Theorie und Praxis – möglichst unter einer Lehrkraft zusammengeführt werden.

An der offenen BeuteAm 15.05.14 trafen wir uns nun mit Birgit und einer Referendarin, die extra aus Würzburg angefahren kam, um die Völker in Augenschein zu nehmen. Eigentlich war es viel zu kalt fürs Beutenöffnen. Doch einen zeitigen neuen Termin hätten wir alle nicht finden können, denn bald schon muss die Weiselkontrolle erfolgen. Tja, da mussten die Bienen durch – und wir auch, brrrrr!

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien am KHG

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien fanden wir vor. In der ersten Beute scheint man auch heuer schon wieder sehr in Schwarmstimmung zu sein, denn bereits im vergangenen Jahr büchste ein Teil des Volkes mit seiner alten Königin aus.

Blick in die Beute auf Wildwabe

Eine bildschöne Wildwabe

Das zweite Volk wirkte demgegenüber natürlich etwas kräftiger besiedelt. Hier entnahmen wir auch schon einen voll ausgebauten Drohnenrahmen sowie eine Wildwabe, die sich über zwei Stockwerke zog. Darüber freuten wir uns, denn für Kinder ist es immer wieder spannend zu sehen, wie Bienen auch ohne Rähmchenvorgabe von sich aus zu bauen vermögen.

Das dritte Volk ist ein Ableger aus dem Vorjahr. Sechs besetzte Wabengassen zeigen eine zufriedenstellende Entwicklung. Wir werden also auch hier in Kürze einen Honigraum aufsetzen, den die anderen beiden Völkern bereits haben. Apropos Honig …

Die kaiserliche Ernte

Honigglas "Eine kaiserliche Ernte" 2013Die Kostprobe, die wir von der „Kaiserlichen Ernte 2013“ der AG Honig-Bienen erhielten, war sehr köstlich. Und keine Bange … auch die neue Ernte darf die Schulgemeinschaft behalten bzw. verkaufen. Wir selbst schlecken lediglich die Honigschleuder aus! 😉

Das Schleudern findet voraussichtlich im Juli bei uns im Obstmarkt 10 statt. Für die Verköstigung der Schulgruppe an diesem von ca. 9 bis 16 Uhr dauernden Ereignisses werden wir einen Teil des Betrages unseres Bienenpaten Jan Schiffers verwenden. Vielen Dank schon einmal dafür!

Erklärtes Ziel: Jungimker gewinnen!

Blick aus dem Schulfenster des KHG auf Dom

Schöne Aussicht aus dem Chemiesaal des KHG

Diesen Service der Pflege mit punktuellem Unterricht gehen wir übrigens nur ausnahms- und übergangsweise ein. Denn zu unseren bisherigen vier Standorten kommen heuer drei neue hinzu, darunter unser großes Projekt der Bienen-InfoWabe. Doch da unser erklärtes Ziel das Heranziehen von Jungimkern ist, werden wir der Betreuung der Schulbienen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums unter Oberstudiendirektor Michael Strehler unsere volle Aufmerksamkeit widmen und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen!

Ganz in Weiß! Pretzfelds Blütentraum!

Blühende Obstplantagen bei PretzfeldEines der größten Kirschanbaugebiete Europas – Pretzfeld, am südlichen Rand der Fränkischen Schweiz im Landkreis Forchheim gelegen, ist derzeit ein Traum in Weiß. Von weither kommen Gäste, um sich dieses 200.000 baumstarke Obstblütenspektakel anzusehen.

Bienenbeuten unter Obstbaumblüte035-Apfelbluete-FraenkischeWir wollten wissen, ob der zarte Duft auch genügend Bienen anzuziehen imstande ist. Unser imkerlich geschärftes Auge entdeckte entlang des Fahrrad- und Wanderwegs von Pretzfeld (erreichbar ab Forchheim stündlich mit der Agilis-Bahn) nach Eggloffstein etliche Bienenbeuten und -häuser, vor denen es emsig summte. In den Bäumen selbst jedoch sind die wichtigen Bestäuber nur vereinzelt zu sichten. Es könnten unseres Eindrucks nach ruhig ein wenig mehr sein.

Wie schmeckt ein Obstblüten-Honig?

Wildensorg ObstbaumblüteUnser eigener obstbaumnaher Standort in Wildensorg am Rinnersteig hatte im vergangenen Frühjahr keine Kostprobe erbracht, da es zur Zeit der Blüte ständig zu kalt war und regnete. Erst im Laufe des Frühsommers konnten unsere Bienen damals eintragen und wir daher erst Ende Juli schleudern. Viel zu spät, doch extrem lecker und durch den Wiesensalbei und Weißklee sehr würzig schmeckend, hat er für die entgangene Obstbaumblüte reichlich entschädigt.

Apfelblühte in der Fränkischen SchweizTja, und heuer stehen unsere beiden Wildensorger Völker zur vollen Blütezeit interimsweise in den Buger Wiesen, denn wir mussten sie kurzfristig aus dem bisherigen Standort entfernen. Sie werden jedoch in einer Woche auf ein Nachbargrundstück zurückgestellt. So erfahren wir also wohl erst 2015, wie unser „reiner Obstblütenhonig made in Bamberg“ schmecken wird.

Weitere „Bamberger Lagenhonige“ und ihre Ingredenzien.