Am Tag der Herbstlaubs (03.10.): Exkursionsbericht ins Handthal (Steigerwald)

Mitreisende zur FKBB-Bildungsexkursion ins Handthal am 01.10.2022Nicht nur den Wiedervereinigungstag, sondern auch den (amerikanischen) Tag des Herbstlaubs begehen wir am 3. Oktober. Beste (Feiertags)Zeit, um unserer FKBB-Bildungsexkursion Handthal mit den Stationen Kräutergarten Ebrach, Steigerwald-Zentrum und Forellenhof Handthal sowie Baumwipfelpfad Steigerwald nachzuspüren. Veranstalter war der Förderkreis Bienenleben Bamberg in Kooperation mit dem Bürgerverein Bamberg-Mitte. Letzterem sei herzlich gedankt für die – vor allem auch finanzielle – Beteiligung!

Kräutergarten Ebrach – Kurzvortrag zu Kräuter und Bestäuber

Vor der Klosteranlage empfing uns der sich kurzfristig einklinkende 1. Vorsitzende des Imkervereins Ebrach und Umgebung, Walter Hanslok, der sich als ein intimer Kenner der Örtlichkeiten und somit als (leider aus Zeitgründen etwas zu kurz kommender) Co-Referent entpuppte – Danke für dein Interesse an unserem Ausflug in deine „Pfründe“! Das wird nicht unsere letzte Begegnung gewesen sein!

Innerhalb des Mini-Abrisses zur Gründungsgeschichte des Zisterzienserklosters Ebrach wurde von der Reiseleiterin Ilona Munique besonders der mit dem Abt Adam verbundene Heilige Bernhard von Clairvaux herausgestellt, da dieser für unser Bienenthema den passenden Korb als Attribut „mitbrachte“. Der Zeitsprung zu Abt Degen und seinen Nachfolgern, mithin den Gründern der Gartenanlagen, und ein weiterer Sprung ins Jahr 1993 zur Neuanlage des Kräutergartens, brachte uns kurz darauf zur oftmals übersehenen, seit zwei Jahren von der Stadt Ebrach sehr hübsch gepflegten Anlage vor beeindruckender Kulisse.Klostergarten in Ebrach

Von den etwa 40 verschiedenen Kräutern in sechs Beeten stellte die Imkerin und passionierte Gärtnerin des Bamberger Bienengartens vier Kräuter im besonderen Zusammenhang mit Bestäuberinsekten näher vor: Lavendel, Lungenkraut, Ysop und Gewürzsalbei – allesamt Bienenmagneten und für unsere aktuell durch das Weltgeschehen belastete Gemütslage adäquate und volkserprobte Stärkungs- und Heilpflanzen.

Zum genießerischen Abschluss verkosteten wir den (nur leicht mit Regenwaser verdünnten) Salbeilikör des Obst- und Gartenbauvereins Wildensorg der Familie Brendel.

Steigerwaldzentrum (Nachhaltigkeitszentrum) – Kurzvorträge zu Imkerei und Bienen

Bei einer wärmenden Tasse Kaffee im lichtdurchfluteten Foyer des Steigerwaldzentrums erfuhren sodann die Exkursionsteilnehmenden in einer kurzweiligen Viertelstunde mehr zur Imkerei. Der 2. Vorsitzende des FKBB, Imkermeister Reinhold Burger, konnte dabei auf die dankenswerterweise vom Zentrums-Team vorbereiteten Anschauungsstücke zurückgreifen. Leider konnte uns Förster und Imker Marc Günster nicht selbst begrüßen, doch auch dieses holen wir sicher einmal nach.

Im Anschluss an den Kurzvortrag besuchte das Dutzend Gäste, aufgeteilt in drei Gruppen, die begehbare Bienenbeute im Außengelände. Hier wurde vom Steigerwaldzentrum eine tolle Möglichkeit geboten, in aller Ruhe das Wabenwunderwerk in seiner Funktion zu betrachten. Im Holzpavillon, der einer Hobbit-Behausung recht ähnlich sah, beantwortete unser FKBB-Beirat, Bienenfachwart Nikolaus Hofmann, geduldig alle Fragen, die beim Anblick des von allen Seiten sichtbaren Bienennestes aufkamen.

Forellenhof Handthal – Mittagessen und Kräuterrätsel-Auflösung

Bevor die sehr schmackhaften Speisen im traditionsreichen Forellenhof den strömenden Regen vergessen machten, erfolgte die Auflösung und Preisverleihung zum Kräuterrätsel.

Die drei Gewinnerinnen (bei jeweils 8 von 9 möglichen richtigen Antworten) des vertrackten Rätselspaßes waren: Dr. Gerlinde Lamprecht, Marion Then und Susanne Märtlbauer. Herzlichen Glückwunsch zum Kräuterbüchlein von Gertrud Leumer aus der Bio-Kräutergärtnerei Mussärol!

Eine der Fragen (und vor Ort wurde dieser versehentlich bei der Auflösung übersprungen) war folgende:

Was stimmt? Der Borretsch …

    1. … wird auch Gurkenkraut genannt
    2. … enthält ein für Menschen schädliches Gift (Pyrrolizidinalkaloide)
    3. … vermehrt sich durch lange Wurzeln

A. und B. sind richtig. Tatsächlich sind diese Pyrrolizidinalkaloide auch für den Honigeintrag nicht optimal, obgleich die Bienenkörper Schadstoffe recht gut herausfiltern können. Es wäre jedoch nicht ratsam, ein Volk inmitten eines Borretschfeldes zu positionieren.

Baumwipfelpfad – Zeidlerei und Vögel des Steigerwaldes

Obgleich wir im Handthal die Mittagspause in Anbetracht des Wetters und des von vielen gewünschten Nachtisches verlängerten und damit dem Begehen des Turmes eine Absage erteilten, war der Baumwipfelpad dennoch unser nächstes Ziel. Etwas Bewegung sollte schon sein, doch vor allem warteten noch zwei Kurzvorträge.

An der ersten Station auf dem Weg in Richtung Turm erfuhren die Gäste in passender Umgebung, nämlich an einer Klotzbeute, etwas zur Zeidlerei. Die Waldimkerei in seiner frühen Form konnte so anschaulich erfasst werden, wozu auch ein mitgebrachtes Bild half. Auch hier hätten wir natürlich zu gerne noch viel mehr von Walter Hanslok erfahren, der beim ersten Schwarmeinlauf in der neuen Klotzbeute dabei gewesen war. Er erläuterte beispielsweise die anschauungsadäquaten Anforderungen und dadurch notwendig gewordenen Abänderungen des Konzepts der Bestückung mit Bienen.

Leider schritt die Zeit gnadenlos voran. Apropos Zeit … Für die Zeidlerei und das Bienenwesen lief die Zeit nach Einfuhr von Rohrzucker aus der Neuen Welt (17. Jh.) und dem Zuckerrübenanbau (19. Jh.) bald aus. Doch bis dahin waren sie sehr geachtet. So wurden die Zeidler durch Kaiser Karl IV. mit einer niederen Gerichtsbarkeit (Gerichtsort war und ist streng genommen immer noch Feucht bei Nürnberg) gestärkt und mit Privilegien ausgestattet, die bis in die heutige Zeit wirken. Tatsächlich lassen sich die besonderen Rechte (z. B. Schwarmeinfangen, ohne Hausfriedensbruch zu begehen; Duldung der nachbarschaftlichen Bienenhaltung), festgelegt im BGB, weit zurückführen bis ins Jahr 533.

Weiter ging’s zur nächsten Station, dem Eingangsbereich zum Baumwipfelpad und zu den Vögeln des Steigerwaldes, referiert vom Sprecher des AK Regnitzaue von der LBV- Kreisgruppe Bamberg, Andreas Märtlbauer.

Der Wespenbussard ist bei uns Imker/innen zwar nicht gerade der beliebteste der vorgestellen Vögel, doch so ist das nun mal im Tierreich – fressen und gefressen werden. Doch der Schwarzspecht hingegen gleicht die Unbill wieder aus, indem er fleißig gleich mehrere Baumhöhlen schafft, um seine Liebste zu beeindrucken, die sich die schönste auswählen darf. Die restlichen Höhlen überlässt er großzügig zum Beispiel der Hohltaube und anderen, darunter unseren Bienen. Auch der rotbemützte Mittelspecht und der Grünspecht sind fleißig und häufig anzutreffen, im Gegensatz zum seltenen und kaum zu sehenden weiß-schwarzen Halsbandschnäpper.

Danke fürs Mitfahren – und Ausblick!

Reiseleiterin Ilona Munique auf dem Rückweg der FKBB-Bildungsexkursion ins HandthalAllen Gästen, die dem Regen trotzten, danken wir herzlich für ihr Interesse!

Unser bester Dank gilt allen Referierenden für ihre interessanten, auf den Punkt gebrachten Beiträge, außerdem unserer Bienenpatein Michaela Then fürs Kutschieren und Begleiten zur (denkwürdigen) Vor-Exkursion, bei der wir die Fotos im Sonnenschein verdanken, und unserer Bienenpatin und FKBB-Kassenwartin Gabi Loskarn fürs Vor-Ort-Helfen und natürlich für die anschließende Abrechnung.

 

Die nächste Bildungs-Exkursion geht nach Oberweimar ins Deutsche Bienenmuseum und zum Schloss Belvedere mit Orangerie. Termin noch nicht bekannt.

Bekannt hingegen ist der Termin der nächsten Netzwerk-Exkursion, und zwar am Sa., 15.04.2023, 15-17 Uhr: „Bienen, Lerchen, Orchideen – Schätze der Buger Wiesen“, auch Andreas Märtlbauer (LBV) wird wieder dabei sein. Anmeldung bereits jetzt möglich. Kostenbeitrag € 5,-.

Wir freuen uns schon wieder auf euch!

Plätze frei zur Bildungsexkursion „Handthal“ am 01.10.22

Sa., 01.10.22 – FKBB-Bildungsexkursion „Handthal“

Wann? Sa., 01.10.22 | 9.00 – 17.00 Uhr
Wo? Busabfahrt Bamberg über Ebrach nach Handthal, Steigerwaldzentrum und Baumwipfelpfad
Für wen? Natur- und Kulturbegeisterte; Senioren- und familienfreundlich

Klostergarten in EbrachWas? Die Bildungsexkursion stellt künftig ein jährliches Angebot des FKBB e. V. für Mitglieder wie Gäste dar, um regionale Natur- und Umweltbildungsstätten zu erkunden. Sich gegenseitig kennenzulernen und sich eingebunden fühlen im gemeinsamen Bestreben, die Natur zu schützen, sind der Anlass dieser erlebnisreichen, anregenden Fahrt. Lukullisches kommt natürlich auch nicht zu kurz. Senioren- und familienfreundlich, alle Wege mit Kinderwagen möglich. Findet auch bei Regenwetter statt.

Baumwipfelpfad im SteigerwaldProgramm:

  • 9.00 Uhr Abfahrt Busabfahrt, Promenadestraße, gegenüber Hotel Central
  • 9.45 Uhr Kräutergarten (Unterer Abteigarten) Ebrach an der Zisterzienser-Klosterkirche, Kurzvortrag (Munique, FKBB)
  • 11.00 Uhr Steigerwaldzentrum, Nachhaltigkeitszentrum mit begehbarer Bienenbeute und Kurzvortrag (Burger, Hofmann, FKBB) (Fußstrecke ab Busaustieg 300 m)
  • 12.30 Uhr Mittagessen (Gasthof Forellenhof, Fußstrecke 600 m)
  • 14.30 Uhr Baumwipfelpfad, mit Station „Bienenschaukasten“, Kurzvortrag zur Zeidlerei (Burger/Munique, FKBB).
    • Option 1: Aufstieg Baumwipfelpfad, Kurzvortrag zu Vögel (Märtlbauer, LBV) (Fußstrecke 700 m plus Turm)
    • Option 2: Aufenthalt im Restaurant-Café am Eingang (mit Spielplatz) (50 m)
    • Option 3: Aufenthalt am Kiosk Waldspielplatz, Streichelzoo (Fußweg 750 m)
  • 16.15 Uhr Rückfahrt nach Bamberg
  • 17.00 Uhr Ankunft Bamberg, Promenadestraße, gegenüber Hotel Central

Im begehbaren Bienenstock im Steigerwaldzentrum HandthalKosten und Anmeldung? € 20 Busumlage; Mittagessen [Forellenhof_Auswahlkarte], Eintritt Baumwipfelpfad, Nachmittagskaffee.
Überweisung von € 20,- Busumlage auf das Konto FKBB e. V. | Sparkasse Bamberg | IBAN DE74 7705 0000 0303 5218 27 | Betreff: Exkursion Handthal für [Teilnehmername] oder am Bus.
Veranstalter: FKBB e. V. in Kooperation mit Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V. (Koordination: Bienen-leben-in-Bamberg.de)
Und sonst? Für Rollstuhl (ggf. bei Selbstanfahrt) und Kinderwagen geeignet. Für Details bitte Rücksprache halten.


Nachhall Exkursion Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB und BVM

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.202220 Ausflügler/innen erwischten punktgenau die Regenpause am Sa., 27.08. anlässlich der Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid. Wäre ja zu schade gewesen, wenn ausgerechnet die erste Netzwerk-Exkursion, die der Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) veranstaltete, ins Wasser gefallen wäre. Noch dazu, wo der Bürgerverein Bamberg-Mitte (BMV) als Kooperationsveranstalter mit im Boot war.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022Wolfgang Settmacher, unser Gartenführer, und Raimund Ott, 1. Vorsitzender des OGV, erwarteten uns mit ihrer Crew, die sich um unsere Gruppe sehr aufmerksam kümmerte. Ein entspannter Nachmittag mit interessanten Einblicken in den vom Obst- und Gartenbauverein Oberhaid angelegten Vereinsgarten lag vor uns.

Der mehrmals ausgezeichnete Schaugarten, der zusammen mit dem Kreisverband für Gartenbau und Landschaftspflege Bamberg für ein breites Publikum als Kreislehrgarten konzipiert wurde, hielt trotz Trockenheit immer noch schöne grüne und bunte Plätze bereit. Nur der kleine Plätscherbach ist leider mittlerweile komplett versiegt.

Die Areale, die uns Wolfgang näher vorstellte, waren:

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022Im Bauerngarten beeindruckte der hohe Wuchs der weiblichen wie männlichen Hopfen. Während die Dolden der separierten Hopfendame hübsch anzusehen waren, bröselten die Blüten des männlichen Begleiters so vor sich hin. Ob Frau Hopfen wegen des eher kümmerlichen Blütenanblicks einen eigenen Standort vorzog, um sich vom Mannsvolk zu distanzieren? Es bekommt ihr jedenfalls nun wuchstechnisch besser, und wir hatten unsere Belustigung an dieser netten Anektdote.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022Nun ist Hopfen nicht unbedingt der Klassiker im Bauerngarten. Doch duftige Rosenstämmchen – hier verwandt mit Damaszenerrosen, für deren Verarbeitung als Rosenwasser und Rosenzucker Wolfgang Rezepte parat hatte – und übliche wie in Vergessenheit geratene Küchenkräuter waren natürlich ebenfalls vertreten.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022Im Bienenbeet blühte es schon herbstlich-bunt. Viele gute Bekannte, die ebenso unseren Bamberger Bienengarten bereichert, fanden sich hier wieder. Für das Beet erhielten wir sogar einen extra Flyer, aber auch hier auf den Webseiten finden sich ausführliche Informationen.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022

Natürlich interessierte uns das Sandarium, ein Reservat für Wildbienen und andere Sandbewohner, ganz besonders. Beeindruckend die 500 Jahre alte Eichenwurzel, aber auch die kaum sichtbaren Spuren der unterirdischen Brutstätten, auf die uns Wolfgang aufmerksam machte. Hin und wieder müssen Gräser herausgenommen werden, doch im Großen und Ganzen bleibt das Areal sich selbst überlassen.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022

 

Weitere Areale luden zum Verweilen ein. Da die Exkursion nicht nur unter dem Zeichen der Biene, sondern auch unter der Prämisse der Barrierefreiheit angeboten wurde – ein Wunsch, den die Mitglieder vor allem dem BMV angetragen hatten – waren idyllische Rastplätze begehrt. Doch ebenso war Gelegenheit für persönlich Gespräche zwischen bekannten Vereins- oder Imkerkolleg(inn)en und (noch) unbekannten Gartenliebhaber/innen.

Nach einer guten Stunde ging es sodann für alle zum gemütlichen Teil über. Den selbstgebackenen, sehr leckeren Kuchen und Torten wurde in gesprächiger Atmosphäre gerne zugesprochen, die Stimmung unterm Zelt war angeregt und heiter.

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.2022

Auch Luna, unsere jüngste Mitreisende, der Enkelin unserer FKBB-Kassenwartin Gabi Loskarn, hatte ihren Spaß bei extra aufgestellter Rutsche und einem Kindertraktor.

Leider vergingen die Stunden viel zu schnell. Als einzige konnte nur Luna es kaum erwarten, die Rückreise anzutreten. Denn der große Basel-Bus hatte es ihr angetan – sorry, Traktor!

Mit dem Versprechen Wolfgangs, im nächsten Jahr einen Gegenbesuch in den erst kürzlich zertifizierten Bamberger Bienengarten zu unternehmen („Hallo, Netzwerk!“), verabschiedeten wir uns von unseren tollen Gastgebern und wurden auf der Heimreise noch mit einem Regenbogen beglückt. Und von einem Dankeschön des 1. Vorsitzenden des BVM, Reiner Dietz, an die Reiseleiterin, der das ganze sehr viel Freude bereitet hatte! Gerne wieder! Apropos …

Am Baumwipfelpfad im SteigerwaldTipp: Am 01.10.2022 unternehmen wir – FKBB und BVM – eine Bildungs-Exkursion ins Handthal mit Stationen im Klosterkräutergarten Ebrach, im Steigerwaldzentrum und dem Baumwipfelpfad mit Mittagessen im Forellenhof. Nähere Informationen unter Aktivitäten und Termine oder zum Download Flyer-FKBB-Exkursion-2022-Handthal.

IBZV-Mitgliederversammlung mit Vortrag zu Bienenkrankheiten

Diese Woche geht’s hier in unserem Blog häufiger um Bienenkrankheiten und ums Sterben … sorry. Doch ihr wisst ja, dass wir uns ansonsten überwiegend den positiven Aspekten zuwenden. Weil, mit Zähneknirschen und Heulen ist auch niemanden gedient. Dennoch wollen wir aus gegebenem Anlass wieder einmal fest den Blick auf die imkerlichen „echten“ Herausforderungen richten.

Vortrag Reinhold Burger Bienenkrankheiten zur MV IBZVSo referierte Reinhold Burger anlässlich der Mitgliederversammlung des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V., IBZV, am 24.09.2016 in Breitengüßbach unter dem Titel „Patient Biene: Bitte ins Sprechzimmer“ – Bienenkrankheiten vorbeugen – erkennen – heilen.

Aus dem Inhalt:

  • ABC der Bienenkrankheiten
  • Bienengesundheit: Einflussfaktoren (positiv und negativ)
  • Bienen sind biologisch gesehen anfällig für Krankheiten
  • Abwehrmechanismen der Bienen gegen Krankheiten
  • Bienengesundheit: Aufgaben der Imker
  • Bienenkrankheiten vorbeugen
  • Bienenkrankheiten erkennen
  • Diagnosekreis Bienenkrankheiten

Im Anschluss ging Reinhold besonders auf das Hauptübel der Bienen, die Varroatose ein, hervorgerufen durch die Milbe Varroa destructor. Er stellte die derzeit in Deutschland zugelassenen Varroamittel vor und einen Link zum Varroawetter, damit man auch weiß, WANN man welche Behandlung vornehmen sollte. Zwei Systeme – den Liebig-Dispenser und den Nassenheider Verdunster professional stellte er dabei vor, die je nach Wetterlage mit gutem Erfolg eingesetzt werden können.

Ein zweites Übel ist die Amerikanische Faulbrut. Wo sie auftritt und wo es Entwarnung gibt, darüber gibt zuverlässig das Tierseucheninformationssystem (TSIS) Auskunft. Zur Zeit sind Völker der Bamberger Region in Scheßlitz, Oberhaid und Dörfleins befallen und somit Sperrbezirke. Seuchen sind unbedingt meldepflichtig! Mehr darüber erfahrt ihr hier.

Reinhold endete mit Literaturhinweisen und beantwortete sodann die rege gestellten Fragen der Mitglieder, die außerdem ihre eigenen Erfahrungswerte mit beisteuerten.

Weiteres zur Mitgliederversammlung (Auszug)

Rückblick Vereinsjahr 2016

  • Vortrag zur bio-nahen ImkereiBesonders erwähnenswert für den Verein ist der Anfängerlehrgang mit 33 Neuimkerinteressenten, wobei vermutlich 15 – 20 Neuimker letztendlich dabei bleiben werden.
  • Der Lehrbienenstand in Burgebrach mit bisher 9 Terminen zeigte eine sehr gute Resonanz mit über 220 Teilnehmern.

Rückblick Bienen-Infowabe 2016

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabe8 Vorträge, 12 Öffnungstage der Bienen-InfoWabe und 20 Schulklassen und andere Führungen und die Verleihung des „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises“ 2016 an das Gartenamt Bamberg, den Fränkischen Tag und die Stadtbücherei Baunach waren die Highlights.

Vorausschau auf das IBZV-Vereinsjahr 2017

  • Die Jahreshauptversammlung wird im Februar 2017 stattfinden.
  • Der Jahresauflug (nach einem Jahr Pause) geht nach Bayrischzell, Termin ist 14.-16. Juli 2017 für ca. 20 Personen, die Kosten betragen € 150.
  • Zur Herbstversammlung soll es einen Vortrag von Gerhard Müller-Englert,  Bienenfachberater aus Mittelfranken geben.
  • Der Anfängerkurs („Imkern auf Probe“) wird nicht mehr in den Medien (Zeitung, Webseite) ausgeschrieben, da der zeitliche Aufwand für den 1. Vorstand Robert Engert und den 2. Vorstand, Klaus Hofmann das Machbare überstiegen hat.

Sonstiges

  • Robert Engert dankt Ilona Munique für die professionell gestaltete Vereinsinternetseite. Hier wurde die Bitte gestellt, die aktuellen Faulbrutmeldungen einzustellen. Die ständige Beobachtung des Landkreises kann ich dahingehend allerdings leider nicht leisten. Stattdessen aber ist jetzt ein ständiger Hinweis auf der Pinnwand installiert, der zu wichtigen Basislinks führt.
  • Klaus Hofmann weist auf die Problematik sauberen Bienenwachses hin. Es sind Fälle von gepanschtem Wachs durch Stearin und Paraffin aufgetaucht. (s. a. unser Blogbeitrag.)
  • In diesem Zusammenhang wurde auf den Vortrag von Dr. Andreas Schierling am 07.08.16 in der Bienen-Infowabe hingewiesen. Der Vortrag ist zusammengefasst in diesem Weblog hier als Teil 1 und Teil 2 eingestellt.
  • Ausblick auf das Jahresprogramm 2017 der Bienen-Infowabe, z. B. einen Sensenkurs mit Jupp Schröder, einen Vortrag zu Königinnenzucht, Was braucht ein Imker an Ausrüstung …

Vielen Dank von unserer Seite an unseren neuen Schriftführer Leonhard Weingärtner für die Protokollführung und die rasche Weitergabe. Das hat jetzt auch MIR das Schreiben hier viel einfacher gemacht! 🙂

1000 Euro Spende vom Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V.

Ambrosius-Alter anlässlich des Tag des Honigs (BAmbrosiustag 2014)Wir freuen uns wie die Schneekönige über 1000 Euro unseres Bürgervereins Bamberg-Mitte e. V.! Herzlichen DANK!

Die Nachricht erreichte uns wenige Minuten später, nachdem Reinhold seine Unterschrift unter das Angebot unseres Holzbauers Friedmann gesetzt hatte und vom Briefkasten zurückkam. Der Heilige Ambrosius ist uns augenblicklich sehr wohl gesonnen, wie uns scheint.

Vorstand und Beirat um die Vorsitzende, Sabine Sauer, sind sich einig: nach der  Bamberger Schulbiene die sie bereits 2013 mit 500 Euro unterstützt hatten, wird auch unsere geplante Bienen-InfoWabe wieder ein Projekt, mit dem viel für die Inselstadt bzw. Innenstadt bewegt wird, und sicher auch darüber hinaus.

Der Einzugsbereich des Vereins reicht übrigens gerade eben bis unter den Regensburger Ring hindurch aufs ERBA-Areal und somit auf unseren künftigen Standort des Informations- und Bildungszentrums rund um die Biene, bevor er dann an die Gaustädter übergeht. Wir sind sozusagen der „letzte Außenpfosten“ des 1905 gegründeten Vereins, und wir werden diesen würdig zu vertreten wissen.

Die Spende geht auf das Konto des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V. und wird zweckgebunden für die Bienen-InfoWabe eingesetzt.

500 Euro Spende vom Bürgerverein Bamberg-Mitte e. V.

Wir freuen uns riesig über 500 Euro unseres Bürgervereins Bamberg-Mitte e. V.! Der Vorstand um die Vorsitzende, Sabine Sauer, ist sich sicher, dass die Bamberger Schulbiene ein tolles Projekt ist und will dies nun nachdrücklich stärken. Vielen DANK dafür!

Zwar taucht diese Zuwendung, für die wir Lehrmittel kaufen werden, weder in Startnext noch auf unserem Spendenkonto auf. Der Grund: Gemeinnützige Vereine dürfen nur an andere gemeinnützige Organisationen spenden. Doch da der Nutznießer dieser Spende der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. ist, dem Reinhold angehört, werden diese Lehrmittel speziell aus Anlass des Projekts „Bamberger Schulbiene“ angeschafft. Sie macht also lediglich einen kleinen Umweg.

Die mit der Spende gekauften Lehrmittel stehen natürlich allen Mitgliedern des Vereins zur Verfügung und werden von Reinhold Burger als Lehrmittelwart verwaltet. Eine, wie wir finden, geniale Lösung!
Sie erlaubt es uns denn auch im Vorfeld des Crowdfunding-Zieles, Medien für unseren Informationsstand anlässlich der „6. Bamberger Gartenmesse Blüte & Ambiente“ zu erwerben.

Zu dieser Messe sind übrigens alle Bienenpatinnen und -paten durch uns kostenlos eingeladen. Aber auch die Fans und Supporter aus dem Crowdfunding-Pool profitieren von ihrer „Exklusivstellung“. Alle, die uns nachweisen können, dass sie unsere Schulbiene via Crowdfunding unterstützen, erhalten an unserem Stand ein kleines „Dankeschön“. Einfach einen Printausdruck oder ein Screenshoot (Bildschirmfoto) von Deiner/Ihrer Registrierung bzw. des Profils auf Startnext oder der Überweisung mitbringen!