„Können Hummeln pupsen?“ Die Klasse 1a Lichteneicheschule weiß Bescheid

Wie duftet frischer Honig in der Wabe?Miteinander und voneinander lernen macht keine Unterschiede zwischen Erstklässlern und Erwachsenen, wenn es um die Bienen geht. Ihr geflügeltes Reich ist unendlich vielfältig und spannend, zum großen Teil noch nicht erforscht oder aber unerklärbar, und jede noch so vermeintlich simple Frage führt uns tiefer und tiefer in ein Meer von Antwortmöglichkeiten und entlässt uns aufs treibsandgleiche Festland, wo wir staunend, ehrfurchtsvoll und – ja, auch fröhlich! – auf wackligen Beinen Halt in Erklärungen suchen. Wer muss nicht lachen bei der Frage, ob Hummeln pupsen können, und nach einem Grinsen eher kleinlaut zugeben, da müsse man wohl raten.

Ohne Bienen keine Beeren!

Die drei Bienenarten erklärtSo wie wir, als uns die pfiffigen Schüler der Klasse 1a von Monika Heller bei unserem Besuch am 07.07.2015 diese Frage stellte. Ich tippte auf „Ja“, da sie immerhin über Verdauungsorgane verfügen, die Hummeln, die zu den Bienen zählen. Doch dann wurden wir von den Erstklässlern der Lichteneiche-Schule Memmelsdorf aufgeklärt. Weil sie aufgrund eines Besuches im Erdbeerhof Schuster in Pödeldorf einen Wissensvorsprung hatten, sichtbar in den Klassenraum mitgebracht.

[Nachtrag 2018: Sie sondern im Darm das Enzym Katalase ab, so dass keine Gärung entsteht, sie somit auch nicht pupsen müssen. Das ist praktisch, denn im Winter können Bienen wegen der Kälte lange nicht aus dem Stock und sich entleeren.]

Was finden Bienen in der Blüte?An jedem Tisch vornedran hing ein A4-Handzettel mit Fotos der Erklärtafeln. Darauf unter anderem zu lesen, warum Hummeln eben nicht geruchlich auffallend sein können. Wir verraten es hier nicht, da müsst ihr schon selber einen Ausflug machen, vielleicht zum Heidelbeerpflücken, das geht dort nämlich auch! Dank der Bienen!

Vernetzt, verwoben, geteilt …

Schreiben neuer Wörter an die TafelNun gut, wir haben uns thematisch bewusst eingeschränkt und beschäftigen uns schwerpunktmäßig mit der Honigbiene. Doch dass es nicht dabei bleiben wird, ahnen wir schon lange. Zu sehr vernetzt und verwoben ist die Natur, als dass man lange die angrenzenden Felder ignorieren könnte – so, wie die Honigbiene das Erdbeerfeld ihren Verwandten, den Hummeln nicht gänzlich überlässt, obwohl der fellbesetzte Brummer zu den temperaturunempfindlicheren Frühaufstehern gehört, was der Erdbeere gefällt.

Bald künstliche Blumen? Hoffentlich nicht.Apropos Felder – was auf Feldern (nicht) mehr wächst, war zwar bei unserem heutigen Schulbienenbesuch kein allzu hervorgehobenes Thema, doch was die Bienen in den Blüten finden, was damit passiert, und was passiert, wenn sie nichts mehr finden, das schon.

Schreiben neuer Wörter an die TafelSo wurden wir alle miteinander nachdenklich, als wir nach unserer Frage, wer denn einen Imker oder eine Imkerin in der Familie oder im Umfeld kennen würde, nur eine einzige Hand sich heben sahen. 18 Schüler und 3 Erwachsene teilen sich sozusagen einen einzigen Opa, der das Handwerk der Bienenpflege noch ausübt. Und das in einer praktisch fast schon ländlichen Region in Bambergs Osten. Ob es dieser Moment der Erkenntnis war wissen wir zwar nicht genau, doch mit hoher Aufmerksamkeit und mit Feuereifer waren alle, wirklich ausnahmslos alle Schüler/innen in den zwei Schulstunden bei der Sache.

Ein außerplanmäßiger Unterricht

3960-Ausmalen 3957-Ausmalen Ausmalen und EntspannenUnd sie brachten bereits einiges an Kenntnissen mit. Wir staunten über die Kinder, die den Begriff „Beuten“ bereits kannten, uns erklären konnten, wo der Honig drin steckt und sofort wussten, wie viele Ecken eine Wabe hat. Fast schon war hier unsere kleine Ausmalunterbrechung, die zum Ziel hat, die Kinder nach viel Neuem und Aufregenden aus der Welt der Bienen etwas herunterzubringen, überflüssig. Weder waren sie aufgedreht noch ermattet, stattdessen stellten sie auch während des Ausmalens viele Fragen, die ihnen durch den Kopf gingen.

Wie schwer ist eine volle Bienenwabe?Wo steckt der Honig drin?Egal, ob wir etwas Beschreiben oder Schreiben ließen, etwas herzeigten und vorlasen, oder etwas riechen, fühlen und schmecken ließen – alles wurde wissbegierig angenommen und zurückgespiegelt. Die Finger waren beständig oben, gleichwohl wir natürlich auch problemlos die Zwischenrufe zuließen. Es war ja schließlich ein etwas „außerplanmäßiger“ Unterricht, eine Vertretungsstunde ohnehin.

Aus Büchern lernen und sich austauschen – Klassensätze machen’s möglich

3968-BuchvorstellungNun freuen wir uns auf den „Nachhaltigkeitsbesuch“, der uns wieder mit der 1a für ein paar Minuten zusammenbringen wird, wenn wir in zwei Wochen den Medienrucksack abholen kommen. Bis dahin dürfen die Kinder jeweils zwei Bücher mit nach Hause nehmen, von deren Titel wir Klassensätze durch Spenden erwerben konnten. Für das tolle „Taschenlampen“-Buch über Insekten, das den Kindern immer sehr gut gefällt, suchen wir übrigens noch Spendenpaten, um ebenfalls 22 weitere Exemplare einkaufen zu können. Gerne auch mit Stempeleindruck, von wem das Büchlein gekauft wurde. So können alle Kinder aus dem gleichen Buch lernen und sich darüber austauschen.

3964-Taschenlampenbuch-InsektenZum Schluss noch der Hinweis, dass die Bamberger Schulbiene, wie der Name bereits sagt, die Schulen in Bamberg aufsucht. Sofern es terminlich machbar ist, versuchen wir darüber hinaus, die direkt angrenzenden Städte und Gemeinden mit zu versorgen, doch wird dies weiterhin die Ausnahme bleiben. Wir sind kein Verein, lediglich zwei berufstätige Menschen, die ihre Freizeit und Urlaub einbringen, um Bienen und Menschen zumindest in ihrer nahen Heimat wieder zusammen zu bringen.

3962-Freude-am-ErgebnisWir tun unser Bestes, und nach dem Besuch der Klasse 1a in Memmelsdorf haben wir die Sicherheit, es war keine einzige Minute umsonst.

Vielen Dank, ihr tollen Kinder – es war superschön mit euch!

1c der Lichteneiche-Schule: 13 Fragen und 12 Antworten

Bienenfragen auf Zeichnung Lichteneicheschule 1cDie wichtigste Frage der Klasse 1c der Lichteneiche-Schule in Memmelsdorf, die wir am 08.07.15 zum Leihbücher-Einsammeln besuchten, nämlich die Frage 13 auf der nachfolgenden Fragesammelliste, beantworteten wir bereits gestern. Hier folgt nun der Rest unserer Antworten.

Eure Fragen und unsere Antworten zum Thema Bienen:

  1. 3910-Bienenfragen-Lichteneicheschule-1cWie finden die Bienen nach Hause?
  2. Warum haben Beuten unterschiedliche Farben?
  3. Warum hat die Pflanze Nektar und Pollen?
  4. Wieso heißt es Bienenstock?
  5. Wieso fliegt die Bienenkönigin (nicht)?
  6. Warum leben so viele Bienen?
  7. Seit wann / wieso gibt es Imker?
  8. Wie wichtig sind Imker?
  9. Bienenschwarm … was bedeutet das?
  10. Warum sterben Bienen, nachdem sie uns gestochen haben?
  11. Kann die Königin auch stechen?
  12. Warum heißt der Smoker Smoker?
  13. Was kann ich als Erstklässler für die Bienen tun? (siehe Blogbeitrag vom 08.07.15)

Falls Sie auch eine Antwort haben, dann bitte gerne ins Kommentarfeld.

1. Wie finden die Bienen nach Hause?

Blick vom Standort "Sternwarte" nach Nord-OstenSie orientieren sich am Stand der Sonne und an Landmarken, das sind zum Beispiel Häuser, Türme, einzelstehende Bäume, Heckenstreifen oder Wasserflächen. Sie können besonders gut Formen und Flächen sehen, also Quadrate, Rechtecke, Dreiecke oder Kreise. Sobald sie das erste Mal ausfliegen, prägen sie sich die Landschaftsform ein.

Außerdem riecht jeder Bienenstock ein bisschen anders. Wenn jedoch auf Feldern chemische Pflanzenschutzmittel versprüht werden, können die Bienen ihren Orientierungssinn verlieren, die feinen Duftstoffe nicht mehr riechen und finden dann auch nicht mehr zurück.

2. Warum haben Beuten unterschiedliche Farben?

Strahlender BienenstandortEine Holzbeute muss man nicht unbedingt streichen. Es sieht jedoch hübsch aus und schützt das Holz. Den Imkern macht es auch manchmal einfach Spaß, die Bienenwohnungen zu verschönern, weil sie ihre Bienen lieben. Unsere Bienenpatin Conny Kopp hat das beispielsweise gemacht, die tolle Bienenwohnung könnt ihr im Garten der Sternwarte bewundern.

3. Warum hat die Pflanze Nektar und Pollen?

Biene auf WildtulpePflanzen wollen sich genau so vermehren wie wir Menschen und Tiere. Viele Pflanzen tun dies durch ihre Früchte und Samen. Einige Pflanzen, vor allem Obst, Gemüse und Beeren, brauchen dabei die Bestäubung durch Pollen. Damit der Pollen von einer Blüte zur nächsten kommen kann, helfen Insekten, zum Beispiel Bienen.

Die Pflanzen locken die Bienen mit dem süßen Duft des Nektars an, der sich ganz unten im Blütenkelch befindet. Um zu ihm zu gelangen, kriechen die Bienen bis nach unten und streifen dabei mit ihrem Fellkleid an den Pollen. Der Pollen bleibt im Fellkleid der Biene hängen. Er wird von ihr im Pollenhöschen verstaut und zur nächsten Blüte weitergetragen. Dort wiederholt sich der Vorgang: der Nektar wird geschlürft und der mitgebrauchte Pollen bleibt an einer speziellen Fruchtnarbe hängen. So kann eine neue Frucht entstehen.

4. Wieso heißt es Bienenstock?

Zeidelwesen – Tafel im Zeidelmuseum FeuchtFrüher, als euere Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Ur-Großeltern lebten (um 1800), hatten die Bienen ihre Wohnungen noch in Baumhöhlen. Das war schwierig für die Imker, denn sie mussten auf den Baum klettern, um Honig und Wachs zu holen.

Klotzbeute (Bienenstock)Bis sie auf die tolle Idee kamen, den Teil des Baumes mit der Höhle abzusägen. Diesen dicken Stock stellten sie sodann auf den Boden. Seither nennt man die Bienenwohnung samt Bienen einen Bienenstock. Ist er ohne Bienen, dann heißt die Wohnung „Beute“. Doch das muss man nicht allzu genau nehmen, man kann beide Begriffe verwenden.

5. Wieso fliegt die Bienenkönigin (nicht)?

885-Bienenkoenigin-mit-VolkDie Königin kann fliegen, doch tut sie das nur selten. Zum ersten Mal fliegt sie bei ihrem  Hochzeitsflug (auch Jungfernflug genannt), wo sie sich mit männlichen Bienen trifft, damit sie später Eier legen kann. Da sie damit jeden Tag 2000-mal beschäftigt ist, wird sie geputzt und gefüttert und bleibt im Stock daheim.

Wächst eine neue Königin nach, fliegt die alte Königin mit der Hälfte ihres Volkes aus dem  Nest davon. Hat das Volk eine neue Wohnung gefunden, dann fliegt die Königin wieder mit und fängt von vorne das Legen an. Solange, bis sie wieder ausschwärmen muss. Das kann ein paar Mal im Jahr passieren.

6. Warum leben so viele Bienen?

Wintertraube Ediths Volk Buger WiesenDie Honigbiene kann nur als Volk überleben. Wenn es ihnen zu kalt wird, also im Winter, kuscheln sie sich zu einer Traube zusammen. Diese muss eine bestimmte Größe haben, damit das Aufheizen funktioniert. Bei unserem Klima brauchen sie ungefähr 12.000 Bienen. Einige Bienen sterben ja auch, und es müssen bis zum Frühjahr, wenn die jungen Bienen endlich heranwachsen, genügend übrig bleiben. Im Sommer werden es bis zu 50.000 Bienen im Volk.

7. Seit wann / wieso gibt es Imker?

Vor dem Zeidel-Museum Feucht, Reinhold und IlonaZeidelwappen FeuchtImker ist ein sehr, sehr alter Beruf. Ganz toll erklärt bekommt ihr das im Zeidelmuseum in Feucht bei Nürnberg. Dort steht ihre Geschichte auf Tafeln geschrieben. Sagt euren Eltern oder Großeltern, sie sollen mit euch hingehen, es ist sehr spannend dort!

Bienen nehmen Honig aus Waben auf / Foto © Elke PuchtlerImker waren früher aus anderen Gründen als heute wichtig. Die Kirchen und Menschen brauchten Wachs für Kerzen, denn es gab keinen elektrischen Strom. Es gab auch keinen Zucker wie heute. Wollte man Süßes essen und Lebensmittel (zum Beispiel Marmelade) haltbar machen, gab es dafür nur wertvollen Honig. Ein Topf Honig war so teuer wie ein ganzes Rind. Imker war also ein sehr angesehener Beruf.

schwarze, kranke BieneHeute brauchen wir Imker, weil es den Bienen nicht gut geht. Bienen leiden an Krankheiten, finden zu wenig bienengeignete Nahrung und werden durch Chemikalien geschwächt. Der Imker pflegt die Bienen, hilft bei der Vermehrung der Völker, züchtet Bienen nach und forscht nach Möglichkeiten, wie Bienen gesund bleiben.

8. Wie wichtig sind Imker?

Blühende Obstplantagen bei PretzfeldImker beobachten die Zusammenhänge in der Natur sehr genau. Wie entwickelt sich das Klima, was blüht wann und wie geht es den Bienen? Daher können Imker die Menschen aufklären und ihnen zum Beispiel sagen: „Hier blüht zu wenig, und ihr dürft keine Chemikalien verwenden, die den Bienen und anderen Insekten schaden!“

Varroamilbe in der AusstellungImker helfen den Bienen dabei, Viren und ganz besonders schlimme Parasiten loszuwerden. Einer davon ist die Varroa-Milbe. Sie war ursprünglich in Asien zuhause. Unsere Bienen kennen die Milbe noch nicht lange. Sie konnten sich noch nicht an sie gewöhnen. Unsere Honigbiene hat noch keine geeigneten Möglichkeiten entwickelt, die Milbe von alleine loszuwerden. Ohne Imker, der sie behandelt, müssen die meisten Bienen zu früh sterben.

Hagebutten überfrorenDoch gibt es zu wenig Honigbienen, dann haben wir nicht mehr genug Obst, Gemüse oder Beerenfrüchte. Fehlen die Beeren, hungern Vögel und Kleintiere. Auch wird die Qualität der Früchte schlechter. Sie bleiben klein und mickrig und können nicht mehr verkauft werden. Dann müssen die Obst- und Gemüsebauern ihren Hof aufgeben. Aber dann verödet die Landschaft, weil die Obstbäume nicht mehr gepflegt werden.

frisch gefüllte HoniggläserJa, und der Honig fehlt natürlich auch. Schon jetzt gibt es in einem Supermarkt kaum reginalen Honig zu kaufen. Von 10 Gläsern Honig sind nur 2 aus Deutschland. Das Einkaufen von Honig aus anderen Ländern kostet jedoch mehr Energie. Ob das okay ist? Für uns fühlt sich das irgendwie nicht richtig an.

9. Bienenschwarm … was bedeutet das?

Bienenschwarm im WeißdornWächst eine neue Königin nach, fliegt die alte Königin mit der Hälfte ihres Volkes aus dem Nest davon. Sie hängen sich alle aneinander in der Nähe der alten Wohnung an einem Ast auf. Das sieht dann aus wie eine große Traube. Einige Bienen fliegen als Kundschafterinnen aus und suchen eine neue Wohnung. Haben sie eine schöne trockene Höhle gefunden, dann fliegen alle miteinander dorthin. Das kann einen bis mehrere Tage dauern, solange hängen sie herum. Es ist nicht gefährlich, sich in der Nähe eines Schwarmes aufzuhalten. Die Bienen sind sehr friedlich in dieser Zeit. Es ist sogar sehr spannend, einen Schwarm zu beobachten. Freut euch, wenn ihr einen seht!

Maskottchen SaBiene verfolgt interessiert das Geschehen rund um den BienenschwarmWenn es Mai ist, freuen sich auch die Imker darüber. Ihr könnt ihnen Bescheid sagen, vielleicht möchten sie den Schwarm holen. Dann haben sie ein neues Volk. Manchmal aber ist der Schwarm zu klein, vor allem, wenn es schon später im Jahr ist. Dann lassen sie ihn, wo er ist. Denn das Volk wird vermutlich nicht groß genug, um den kommenden Winter zu überstehen. Manche Bienen betteln sich dann in ein größeres Volk ein.

10. Warum sterben Bienen, nachdem sie gestochen haben?

Menschen gibt es noch nicht so lange wie Tiere. Als sich Bienen nur gegen Tiere verteidigung mussten, konnten sie einfach weiterleben. Aber dummerweise ist die Haut der Menschen viel dicker als die von den meisten Tieren. Weil der Bienenstachel einen kleinen Widerhaken hat, bleibt er In der Menschenhaut hängen. Dabei wird leider der Unterteil des Bienenkörpers mit heraus gerissen. Wenn es euch also weh tut, dann denkt einfach daran: die Biene muss viel mehr leiden als ihr! Schade, dass sie das nicht vorher weiß!

11. Kann die Königin stechen?

Ja, die Königin kann stechen. Doch das tut sie nur, wenn sie sich gegen eine andere Königin wehrt. Denn es kann nur eine Königin im Volk geben. Eine Drohne, also die männliche Biene, hat hingegen keinen Stachel.

12. Warum heißt der Smoker Smoker?

Kinder mit SmokerEin Smoker ist ein Gerät, aus dem Rauch gepustet wird. Auf Englisch heißt Rauch „Smoke“. Den Smoker benutzt der Imker, um in Ruhe am Stock arbeiten zu können. Außerdem hilft der Rauch, dass keine Bienen eingequetscht werden, wenn ein Stockwerk aufgesetzt wird.

Die Bienen meinen nämlich bei Rauch, dass der Wald brennt und sie bald ein neues Zuhause suchen müssen. Daher eilen sie in die Wabengassen ins Innere der Beute und saugen vorsichtshalber ihren Honigvorrat aus den Waben. 460-Bienen-reparieren-HonigwabeSie denken: „Wenn wir hier weg müssen, brauchen wir dringend Reiseproviant und Nahrung, um gleich wieder Babybienen (Maden) füttern zu können.“

Während sie sich also ihren Honigmagen vollschlagen, sind sie beschäftigt und laufen oder fliegen nicht viel umher.

13. Was kann ich als Erstklässler für die Bienen tun?

Siehe Blogbeitrag vom 08.07.2015.

Das also waren die Fragen der Klasse 1c. Die Fragen der 1b bekommen wir in zwei Wochen gestellt. Doch wir wissen heute schon, dass die Schüler jeweils ihr erstes Lernplakat zusammengestellt haben – seid gespannt!

Veitshöchheimer Imkertag 2015

Tafel einer Blühwiese in den Außenanlagen der LWG Veitshöchheim, An der SteigeVor allem der „Immengarten als nicht alltägliche Bienenweide“, aber auch die Kirschessigfliege und der Kleine Beutenkäfer als neue Bedrohung der Honigbiene hat es uns angetan, und so folgen wir am Sonntag, den 12.07.2015 der Einladung des Fachzentrums Bienen an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau sowie der Freunde des Fachzentrums Bienen Veitshöchheim e.V. zum Veitshöchheimer Imkertag 2015.

Ein wahrlich vielfältiges Programm haben sie wieder aufgestellt, im schönen Veitshöchheim bei Würzburg. Vorträge, Veranstaltungen, Führungen, Informationsstände und Stationen rund um die Biene, den Honig und die Imkerei locken wie alle Jahre, auch das kulinarische Wohl kommt nicht zu kurz.

Wer mitfahren möchte, kann sich uns gerne anschließen. Wir fahren um 8.38 Uhr vom Hauptbahnhof Bamberg ab. Bei rechtzeitigem Erscheinen in der Bahnhofshalle bis 15 Min. vorab können wir ein Bayernticket erwerben. Rückfahrt nach Absprache um 15.49 Uhr oder 17.49 Uhr, Reisedauer 90 MInuten.

„Das war sooooo schön!“ Schulbienen-Besuch in Lichteneiche 1c

Johannes über die Bamberger Schulbiene„Danke, Tante, dass du die Schulbiene bei mir in die Schule vorbeigeschickt hast. Das war sooooooo schön!“ O-Ton Johannes. Eingefädelt von Bienenpatin Sabine Saam, deren Neffe Johannes in die Lichteneiche-Grundschule in die 1. Klasse geht, erlebten wir am 16.06.2015 einen abwechslungsreichen Vormittag mit zwei ersten Klassen und lassen uns das Kompliment doch gerne gefallen.

3371-Lichteneiche-1c-Reinhold mit FotorähmchenIn der bewährten, jedoch nie ganz gleichen Abfolge von Singen, Zuhören, Fühlen, Malen, Fragen, Riechen, Schmecken und – wie in der 1c – eines Bärentanzes erfuhren die Kinder Wissenswertes zur Biene und ihrem Leben, ihrer Arbeit und ihrer hohen Bedeutung für Mensch und Tier, aber auch zu Trachtpflanzen.

Blumenausstellung der Lichteneicheschule BambergEiniges war ihnen beispielsweise durch die Sendung mit der Maus oder Peter Lustigs Löwenzahn bereits bekannt. Da können wir nur staunen, wie sachkundig hochkomplexte Themen einfach und richtig wiedergegeben wurden, ob es um die Bestimmung von Pollengefäßen an unseren mitgebrachten Blumen, die Aufzählung von Obst- und Gemüsesorten, die ohne Bestäubung durch die Bienen keine Früchte tragen würden, oder um Facettenaugen und den Vorgang des Honigschleuderns ging – irgend ein Kind benannte es doch immer. Kein Wunder, hatte die Lichteneicheschule doch schließlich mit vorherigem Unterrichtsinhalten den Grundstein dafür gelegt, wie wir im Foyer an der liebevollen Blumenausstellung sehen konnten.

3360-Lichteneiche-1c-BluetenstaubMehrmals musste ich mich vergewissern, dass wir hier Erstklässler vor uns haben. Wobei – spätestens bei der Geduldsprobe, wann wer ein Wabenrähmchen befühlen oder ein Fotorähmchen bestaunen durfte, war klar, dass es doch noch kleine Kinder sind. Im Kreis stehen und abwarten, das fällt allen in diesem Alter schwer, zumal die Raumsituation an Schulen selten optimal anzutreffen ist.

3362-Lichteneiche-1c-neue-WörterDoch an die Tafel die neu gehörten Worte zu schreiben, das ging ebenfalls schon sehr gut. Während Klassleiterin Dagmar Fehringer zwar bei der vorherigen Absprache ein wenig vorbaute, wir sollten keine zu hohen Erwartungen an die Kinder mitbringen, konnten wir im Vergleich mit anderen Erstklässlern durchaus bestätigen, dass sowohl ihre 1c als auch die 1b von Jutta Wittko keinesfalls im Rückstand wären. Wir sind uns sicher, die von uns zur Ausleihe ausgegeben Bücher aus dem Schulbienen-Medienrucksack zum großen Teil wohl von den Kindern selbst gelesen werden.

3387--Lichteneiche-1c-Entspanntes-MalenUnd auch, was das Zeichnen anbelangte, freuten wir uns an ihren kleinen Kunstwerken, die sie uns zum Teil sogar schenkten. Mir persönlich geht da immer das Herz auf, und wir heben alle Bilder fein säuberlich auf. Ja, sogar laminiert werden die goldigen Majas und Blümchen und Bienenstöckchen, und bald werden sie alle in der neuen Bienen-InfoWabe, die vor wenigen Tagen ihren Spatenstich erlebte, zu sehen sein!

1810-Lichteneicheschule-1cDa hatten sich die Kinder das Honigschlecken am Ende der Stunde mehr als verdient. Für uns ein Highlight war, dass ein Schüler sogar den selbstgemachten Honig seines Großvaters mitbrachte, den wir dann alle verkosten durften – vielen Dank an den Opa! Und – sehr, sehr lecker! Von uns die Note 1 dafür!

Überhaupt danken wir den Schülerinnen und Schülern sowie den beiden Lehrerinnen sehr herzlich für die schönen Stunden, die wir zusammen erleben durften, dafür, dass wir den Kindern die Bienen ans Herz legen durften und für die prima Organisation beim Klassenzimmerwechsel.

Sabine Saam mit SpatenLiebe Bienenpatin Sabine Saam, auch dir danken wir wieder einmal, sowohl für die Vermittlung als auch für die Übernahme der Unkosten des Schulbienen-Besuches und natürlich für den prompten Shuttledienst, der gleich noch die Familie in persona der Mama, Anneliese Saam aus Baunach, mit einbezogen hatte. Die schließlich nicht umsonst Bundesverdienstmedaillienträgerin und seit Donnerstag Ehrenringträgerin der Stadt Baunach ist, bei so viel Engagement! Ein super Team, wie schon so oft, und nur so schaffen wir als Privatinitiative diese vielen schönen und zukunftswichtigen Aktionen.

Bildergalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Bamberg Backstage: die Honig-Verkostung fürs ZDF-Magazin WISO

Reinhold Burger und Mario am SetHonig-Sommeliers wie Reinhold Burger gibt es wohl nicht allzu viele in Deutschland. Zumindest in Mainz scheinen sie nicht an jeder Ecke zu stehen. So nahm im Auftrag des ZDFs ein Drehteam des Macondo-Studios die süße Spur zu uns nach Bamberg auf und ließ für die Sendung WISO Honige verkosten. Eingebettet wurde das Hauptanliegen in zwei weitere Sequenzen: Woher kommt der Honig und wie wird er verarbeitet?

Im Vorfeld des Drehs

Daniel stellt die Kamera einAnfang März erhielten wir die Anfrage des Redakteurs Erik Hane, der einen Dreh für Mai vorsah. Da wir nicht wussten, ob uns bis dahin bereits fertig verdeckelter Honig von unseren Bienen geliefert werden würde, gingen wir auf Nummer Sicher. Zwei Imkerkollegen, Nikolaus Hofmann und Michaela Hock (DANKE!), versprachen uns, ein paar Honigwaben aufzuheben, da sie erfahrungsgemäß bereits früher als wir ernten können. Doch haarscharf wenige Tage vor dem Dreh am 27.05. schenken uns unsere Bienen die exakt dafür erforderliche Menge!

Daniel und Erik am Drehort in Bamberg, SchiffbauplatzDrei Drehorte an einem Tag erforderten gute Koordination vorab und zügiges Setting im Durchgang. Der Rest wurde mit Flexibilität, gegenseitigem Vertrauen in die jeweilige Professionalität des anderen sowie wunderbarer Mitspielerinnen und -spieler vor Ort bewältigt. Und so lief’s ab:

Bei den Bienen

Macondo-Drehteam am Schiffbauplatz, BambergNach den Detailabsprachen um 9 Uhr im Garten von Bienenpatin Gabi Loskarn entschieden wir uns des Lichts wegen zum Dreh am Schiffbauplatz beim Volk von Bienenpatin Ruth Vollmar, obwohl das Volk an der Weide um einiges weiter entwickelt gewesen wäre.

Ton ist okay. Kamera bereit?Kameramann Daniel und Tontechniker Mario hatten ihre handlichen Geräte schnell aufgebaut und auf die Situation eingestellt. Da es noch sehr kühl war, hielt sich der Flugverkehr unserer Bienen in Grenzen. Klamm und träge ließen sie sich anstandslos in ihre Heimstatt schauen. Wir nutzten natürlich die Gelegenheit zur imkerlichen Durchsicht, was das Drehteam geduldig abwartete.

Reinhold Burger wird scharf gestelltIm Anschluss daran folgten die Interviews. Ja, es ist nicht einfach, kurze Sätze zu sprechen, wenn es doch soooo viel zu sagen gäbe und die Materie der Imkerei einfach sehr komplex ist. Klar brauchten Reinhold und ich mehrere Anläufe, doch das ist wohl normal. Wir stellten jedenfalls fest, dass das Reden im Stehen und im Außengelände leichter fällt als im Sitzen, wie es später beim Honigverarbeiten erforderlich war.

Beim Honigverarbeiten

Erik Hanen beim Honigentdeckeln, flankiert von Mario und ReinholdDoch vorher gab’s erst mal Mittagessen. In Bamberg wird grundsätzlich nicht gehetzt, sondern genossen, und ein bisschen sehen wir uns ja auch als Bamberger Genussattaché. Das Zeitmanagement jedenfalls sah dafür genügend Puffer vor. Was es jedoch nicht vorhersehen konnte, waren erzwungene „Kunstpausen“, hervorgerufen durch aktuelle Bauarbeiten um uns herum mit Presslufthammer-Sound.

Tontechniker Mario beim EntdeckelnAber auch dezent tickende Zimmeruhren können stören. Wohingegen das Drehgeräusch und das Prasseln des Honigs an der Schleudertonnenwand kein Problem war, vielmehr erwünscht. Die vier Waben zum Bestücken derselbigen entdeckelten wir im Tandem, unterstützt vom Drehteam, das diesen Vorgang gerne selbst einmal ausprobieren durfte. Blutige Anfänger und spitze Entdeckelungsgabeln – na, ob das wohl gut geht? Seht selbst:

Das Honigschleudern

Honigschleudern für WISOImmer wieder herrlich der Moment, wenn zum ersten Mal die Schleuder in Gang gesetzt wird und alsbald ein feiner Honigduft aus der Trommel steigt. Um die Sicht für die Kamera nicht zu beeinträchtigten, verzichteten wir sogar auf den Deckel, auf die Gefahr hin, dass feine Honigtröpfchen die Linse trüben können. Natürlich ganz behutsam zunächst setzen wir die gute alte Vier-Waben-Handschleuder in Gang, die wir von den Eltern bzw. Großeltern unserer Ehrenbienenpatin Jutta übernommen hatten. Süße Grüße an dieser Stelle!

Der Honig beginnt zu fließen, gefilmt von Kameramann DanielDaniel und Reinhold beobachten den ersten Honigfluss

Beim Honig-Verkosten

Das Drehteam ist bereit! v.l.: im Dachgarten von Christiane Hartleitner, Redakteur Erik Hane, Honigsommelier Reinhold Burger, Kameramann Daniel, Tontechniker Mario, Honigverkosterinnen Felicitas Sauer und Ina KudlichDen Hauptanteil der geplanten WISO-Doku sollte das Honigverkosten bilden. Anders als im WISO-Honig-Test von 2008 wurden diesmal nur sechs Sorten verkostet, die uns Erik Hanen angeliefert hat. Für die Blindverkostung wurden die Schüsselchen mit Nummern versehen. Getestet wurde anhand des Honig-Aroma-Rades nach Marianne Kehres, das sich bislang gut bewährt hat.

Erik bringt die Honige zum VerkostenZum Ergebnis dürfen wir natürlich noch nichts verraten, aber wohl doch so viel, dass keiner der Honige mit unserem eigenen, den Bamberger Lagenhonig, oder den von Christiane Hartleitner mithalten konnte, die wir „just for fun“ nach der offiziellen Verkostung ebenfalls testeten.

Verkostungsteam: Ina Kudlich, Reinhold Burger, Felicitas "Fee" SauerHonigsommelier Reinhold Burger wurde dabei von zwei kulinarisch erprobten Damen, unseren Bienenpatinnen Felicitas Sauer und Ina Kudlich unterstützt. Da beide Geschäftsfrauen sind, bedanken wir uns besonders herzlich, dass sie uns ein Stück ihrer knappen Zeit dafür geschenkt haben. Und unser Dankeschön besteht sehr gerne aus ihrer beider Vorstellung hier:

Felicitas „Fee“ Sauer ist Anbieterin eines veganen Catering-Services sowie der Online-Website Feegan.de mit veganen Themen, außerdem hauptberuflich Geschäftsführerin von Allpack-Süd, einem Transportunternehmen aus Familientradition.

Ina Kudlich ist Barista und Mit-Geschäftsinhaberin von mokka makan – Kaffee und orientalische Spezialitäten und ihres Zeichens Kaffeespezialistin mit einer sensiblen Zunge, die auch die Bonitur von Honig einzuschätzen weiß.

Christiane Hartleitner mit eigenem Honig vom SchiffbauplatzChristiane Hartleitner, in deren Räumen vis-á-vis vom Gabelmoo wir freundlicherweise die Verkostung durchführen durften, hat unseren Drehtag perfekt unterstützt. Als „Störungsbeauftragte“ bat sie sowohl Flötistinnen als auch Bauarbeiter charmant um Lärmpausen. Wir danken ihr nicht nur dafür sehr herzlich, sondern generell für die unkomplizierte Nutzung ihrer schönen Wohnung sowie die Versorgung backstage!

Die Kunsthistorikerin, die übrigens ebenfalls Bienen am Schiffbauplatz beherbergt, ist außerdem Online-Redakteurin der bekannten „Bamberger Online-Zeitung“. Sie nutzte die Gelegenheit, zusammen mit ihrem Kollegen Erich Weiß, dem wir wunderbare Bilder verdanken, einen eigenen Beitrag zu diesem denkwürdigen Ereignis zu schreiben.

Die Verkostungslöffelchen türmen sichVon daher erlauben wir uns, euch jetzt auf den Hauptteil umzuleiten.

Viel Vergnügen bei der Bilderschau auf BOZ unter dem Titel: Zum Drehort der Honig-Verkostung in Bamberg – ZDF-Magazin WISO berichtet

Vom Spielnäpfchen über Bienenstiche: Bestandsbuchführung

Reinhold vor Michael Alts Patenvolk„Weiselkontrolle“: eine imkerliche Frühjahres-Maßnahme, die für alle unsere Völker (außer der diesjährigen Ableger) wöchentlich fällig ist. Das bedeutet für uns quasi Hochleistungssport, denn fünf unserer Standorte fahren wir mit dem Fahrrad an, mit und ohne Anhänger. Drei Bamberger Hügel sind dabei zu erklimmen. Vier Völker gehen wir zu Fuß besuchen.

Bamberger DomblickDie Weiselkontrolle an sich benötigt je nach Volkstärke eine halbe bis dreiviertel Stunde. Seltsamerweise halbiert sich die Zeit übrigens nicht, wenn wir zu zweit daran arbeiten. Vermutlich, weil ich dauernd etwas zu fotografieren finde? Oder wir uns über das Gesehene und Erlebte austauschen? Egal, wir sind ja nicht auf der Flucht.

Bestandsbuch oder Stockkarte?

Wie viele Kilometer und wie viele Stunden wir mit dem Imkern verbringen, darüber führen wir nicht Buch. Sehr wohl jedoch über den Zustand der Völker und über alles, was wir als wichtig erachten, festgehalten zu werden. Manche Imker verwenden dazu eine „Stockkarte“, die direkt vor Ort geführt wird und  unter dem Deckel der Beuten verbleibt.

Virtuelles BestandsbuchWir hingegen führen ein virtuelles Bestandsbuch über Google-docs-Tabellen. So können wir unabhängig voneinander Eintragungen vornehmen und auch unsere Bienenpatinnen und -paten erhalten jederzeit Einblick. Sie können sehen, wie es ihren Patenvölkern geht und damit auch ein Stück weit mitlernen, was alles wann zu tun ist.

Vom Spielnäpfchen über Bienenstiche

SpielnäpfchenFestgehalten wird beispielsweise, wann der Honigraum aufgesetzt wurde, ob die Spielnäpfchen bestiftet sind, also neue Königinnen herangezogen werden, ergo das Volk in Schwarmstimmung ist, oder ob Drohnenbrut geschnitten wurde. Im Falle der Weisekontrolle am 18. Mai in Wildensorg am Rinnersteig beim Patenvolk von Michael Alt hielt Reinhold sogar den Bienenstich über meiner Augenbraue fest.

Weiselkontrolle am Rinnersteig-VolkZunächst wirkt das etwas übertrieben. Und natürlich erfassen wir nicht jeden Stich. Doch bei neuen Völkern oder neuen Königinnen ist es sinnvoll, deren eventuelle Neigung zur Stichigkeit festzuhalten. Wir gehen schließlich mit Schulklassen und unseren Honigschleudergruppen ran. Da müssen wir verantwortungsvoll entscheiden, ob die Bienen sanftmütig genug sind, um ihnen bzw. unseren Besuchern den gegenseitigen Kontakt zuzumuten. Ein gewisses Restrisiko bleibt ohnehin immer.

Gedächtnis und Historie unserer Völker

Blick zur St. Michaelskirche in BambergBei zehn Völlkern, die nie gleich bleiben, sind reine Erinnungen wenig verlässlich. Wie oft schon grübelten wir bereits einen Tag später darüber: „Was habe ich gestern wo getan und wie ging’s dem jeweiligen Volk?“ Eben noch meint man, hautnah alles verinnerlicht zu haben und – schwupps – schon ist es überlagert von neuen Erlebnissen. Zum Außendienst rechnet vor allem Reinhold zeitlich immer auch den Innendienst, das Bestandsbuchführen, mit ein. Vom Saubermachen der Geräte ganz abgesehen.

Eine von diesen Bienen zeichnet für den Stich verantwortlich!Auch, wenn das alles jetzt kompliziert klingt: Bienenhaltung ist nicht übermäßig schwer. Genaues Beobachten, Verlässlichkeit und Geduld sind allerdings begünstigende Eigenschaften. Wer meint, er bräuchte nur die passenden Geräte, hin und wieder einen Blick in die Beute und dann fleißig Honig abgesahnt, der mag bald enttäuscht sein, wenn es so nicht richtig rund läuft.

WeiselkontrolleBei uns ist es nachgerade etwas anspruchsvoller, doch wir imkern schließlich nicht nur zum eigenen Vergnügen, sondern sehen außerdem einen ehrenamtlichen Bildungsauftrag darin. Auch uns selbst gegenüber, versteht sich.

Ziegenmutter mit neugeborenem ZickleinDer Lohn der Mühen: immerwährendes Staunen über die herrliche Schöpfung, ob vor Ort bei unseren Bienen oder auf den Wegen dorthin. Die in Bamberg ja besonders schön sind. Nicht umsonst stellten wir unsere Völker so auf, dass wir allemal das Vergnügen einer „stadtökologischen“ Wanderung erleben dürfen.

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Schleudertage 2015

Zu folgenden Honigschleudertagen können Sie sich ab jetzt online anmelden. So geht’s:

  1. Die Termine bzw. Standorte der Wabenentnahme suchen Sie sich im Doodle-Kalender aus.
  2. Vornamen und mindestens den Anfangsbuchstabens des Nachnamens eintragen.
  3. Jede Person bitte einzeln eintragen.
  4. Zusätzlich schreiben Sie uns per E-Mail Ihre Kontaktdaten und Ihren eingetragenen Termin.
  5. Wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung, um Ihre Teilnahme fest zu zurren.

Achtung: die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der E-Mail-Eingänge.

HonigwabeAnlass?  Honigschleudertage bei Bienen-leben-in-Bamberg.de
Wann?  Voraussichtliche Termine je nach Wetterlage (bei Starkregen neuer Termin):

So., 19. Juli  | 10.00 – ca. 16.00 Uhr
Wabenentnahme: Weide und Schiffbauplatz

So., 26. Juli  | 10.00 – ca. 16.00 Uhr
Wabenentnahme: Buger Wiesen

So., 2. August | 10.00 – ca. 16.00 Uhr
Wabenentnahme: Wildensorg

Was?  Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Anschließender Mittagsimbiss, Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen und Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten am Obstmarkt 10 (3. Stock).
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen. Außerdem gibt’s eine Weblog-Fotodokumentation zu diesem wunderbaren Erlebnistag!

Für wen?  Unsere Bienenpat(inn)en mit Anhang sowie Gäste, die sich via Doodle-Kalender bis 13.7. anmelden. Maximal 9 Personen möglich.
Kosten?  Freiwillige Spende vor Ort. Von den Spenden finanzieren wir die anfallenden Kosten des Tages (Car-Sharing, Mittagessen, Getränke …), der Rest fließt in die Arbeit der Initiative.
Unser Vorschlag: € 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos.

Spezialporträt Thomas Loskarn

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, BambergEr kam sehr rasch auf den Punkt: „Ich bin euer Backpartner!“, so die entschiedenen und zufrieden klingenden Worte von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bruder unserer Bienenpatin Gabriele Loskarn. Es hat ja eine ganze Weile gedauert, bis wir auch zu dieser familiären Verknüpfung – neben der Mutter und der Enkelin Lola mit Eltern – Zugang fanden, doch bislang hatten wir ja auch noch keine so großartigen Festivitäten wie den kommenden Spatenstich, ein Richtfest, einen Eröffnungsfestakt und die nachfolgende Einweihungsfeier kulinarisch zu stemmen gehabt (hier geht’s zu den Terminen).

Aus den geplanten zehn Minuten meines Vorsprechens um Unterstützung dieser diversen Feierlichkeiten rund um die Erbauung der Bienen-InfoWabe im Erba-Park wurde über eine Stunde einvernehmlicher und angeregter Gespräche um die künftige Partnerschaft zwischen unserer Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und der Traditionsbäckerei Bäckerei Thomas Loskarn.

Der Lecker-Bäcker Thomas Loskarn: Arbeit macht das Leben süß!

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg„Soziale Projekte, wo engagierte Ehrenamtliche dahinter stehen, die unterstütze ich doch gerne“, so der Geschäftsinhaber der gleichnamigen Bäckerei, um sogleich auf sein jüngstes Unterstützerprojekt, den Glockenturm für die Erlöserkirche, zu sprechen zu kommen. Etwas für die schöne Stadt Bamberg zu tun, auch mal unentgeltlich, das erscheint Herrn Loskarn – neben seiner Arbeit, die er ganz offensichtlich liebt – selbstverständlich. Und kann nicht verstehen, warum das Arbeiten an sich seinen Stellenwert verliert gegenüber dem heute so starken Bedürfnis nach Spaß und Freizeit. Mir kommt in den Sinn „Arbeit macht das Leben süß!“, das könnte auch sein Motto sein. Etwas MACHEN, ja, das ist es … und sogleich kommt ihm eine neue Idee:

Backstube der Lecker-Bäckerei LoskarnWir könnten ein Backwerk, in dem Honig eine tragende Rolle spielt, neu kreieren“, begeistert sich Herr Loskarn, „Und wenn ihr jemanden braucht, der die Festgäste bedient, leihen ich euch gerne mein freundliches Personal aus“. Da saß ich nun und bekam den Mund nicht mehr zu. Alle Montage sollten so beginnen wie der gestrige in der Erlichstraße 46a.

Der Bäckereibetrieb in der Erlichstraße: sauber, familiär und traditionsreich

Nachdem die Eckpunkte unserer neuen Partnerschaft hinlänglich geklärt waren, unterhielten wir uns über die prekäre Situation der Bienenwelt, die allerdings nicht in jedem Landstrich gleich aussieht. Herrn Loskarns Kirschbaum in der Wunderburg scheint gut Früchte zu tragen, offenbar ist ein Imker in seiner Nähe beheimatet. Er erzählt auch von seiner Bekanntschaft mit Imker Helmut Klier aus Dreuschendorf, den auch wir anlässlich des letztjährigen Aromagartenfestes in Erlangen kennengelernt hatten. So klein ist die Welt.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg, vor der Hauptverkaufsstelle in der ErlichstraßeIn seinen 8 Bäckerei-Verkaufsstellen würde der rührige Geschäftsinhaber gerne regionalen Honig anbieten, der schließlich ideal aufs Frühstücksbrötchen passt. Doch das ist leichter gesagt als getan. Ich kläre unseren neuen Freund auf, dass lediglich 20% des deutschen Honigbedarfs durch heimische Imkerware gedeckt werden kann. Es fehlt an Nachwuchs, bzw. an Bienenstöcken.

Bamberger LagenhonigNun, wir haben unsere Initiative schließlich nicht umsonst gegründet. Zu wenig Honig ist das eine, nicht mehr ausreichende Bestäubungsleistung das andere. Doch wenn wir mit vereinten Kräften dran gehen, die drei Hauptursachen des Bienensterbens zu lösen – Vielfalt in der Landwirtschaft statt Monokulturen, keinen schädlichen Pestizideinsatz und das In-den-Griff-bekommen der asiatischen Varroamilbe – und wenn wir wieder mehr Imkernachwuchs haben, dann gibt’s auch wieder e(h)rlichen Honig zu kaufen. Vielleicht schaffen wir es ja eines Tages, genügend Bamberger Lagenhonig zu produzieren, doch da unsere Beuten vornehmlich Lehrzwecken dienen, werden wir immer viel weniger ernten als andere. Und die Ernte geht vor allem an unsere Bienenpatinnen und -paten.

Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg bereitet mir einen Cappuccino zuNach einem Cappuccino von des Meisters eigener Hand in der benachbarten Filiale serviert, durfte ich in den Bäckereibetrieb spitzen – eine große Ehre!

Schnäggla-Lieferwagen der Lecker-Bäckerei Thomas LoskarnTorten der Lecker-Bäckerei LoskarnGebäck wurde zwar nicht mehr hergestellt, es war ja schon fast Mittag, doch die leckeren Torten für den Nachmittag ruhten abrufbereit im Kühlschrank. Das Team war eifrig am Putzen und Herr Loskarn lobte deren vollen Einsatz. Überhaupt baut er große Stücke auf seine Leut‘ und hat sogar seine „Schnäggla“ auf einem Lieferwagen verewigt. Nebenbei erwähnte Thomas Loskarn, dass er auch am Lebenshilfe-Projekt „Integra Mensch“ teilnimmt und sehr zufrieden mit dem darüber vermittelten Personal ist.

Brezen der Lecker-Bäckerei LoskarnRichtig familiär wirkte der blitzsaubere Betrieb auf  mich, und neben zuverlässig und robust wirkenden ehrwürdigen Maschinen, denen das „Made in W-Germany“ anzusehen war, gab es auch jede Menge moderne Hightech-Großgeräte. Doch die Brezeln sahen handgemacht aus, was auch bestätigt wurde.

Über den Wert guter Taten

Backstube der Lecker-Bäckerei Loskarn

Den Duft kann ich nun leider hier nicht vermitteln, dafür ein paar Fotos. Wir freuen uns nun auf das künftige Zusammenwirken, dass selbstverständlich ebenfalls bildreich dokumentiert werden wird. „Tue Gutes und rede ruhig darüber“ – so meine Einstellung. Denn über Schlechtes wird ohnehin genug berichtet. Es ist an der Zeit, sich gegenseitig zu motivieren und aufzubauen, sich gegenseitig Anregungen zu holen und sich miteinander über das Erreichte zu freuen! Und beispielhaft Wirken kann ebenfalls nicht verkehrt sein.

Danke, Thomas Loskarn, für den spannenden Einblick in Ihre Traditionsbäckerei und für Ihr großes Herz, dass nun auch die Bienenwelt mit einschließt!

VHS-Kurs zur Imkerei erstmalig im Erba-Park

Die VHS-Teilnehmenden …

Reinhold Burger zum VHS-Imkerei-Kurs8 weibliche und 5 männliche Besucher erschienen am 17.05.2015 zu unserem VHS-Kurs „Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby“, der erstmalig im Erba-Park, dem künftigen Standort der Bienen-InfoWabe, stattfand. Bevor wir jedoch dort auf bequemen Vortragsstühlen sitzen werden können, mussten wir uns derzeit noch mit den kühlen Granitbänken an der ehemaligen Fabrikvilla am Brunnen vorlieb nehmen.

Fahrrad als improvisierter PlakatständerEin Fahrrad diente als Ankerpunkt für die mitgebrachten Plakate, die vom Wind allerdings leicht verweht wurden. Ach ja, bald hat auch das mal ein Ende … genau so, wie es offenbar zu Ende geht mit dem Ruf der Imkerei als „Alt-Herren-Ruhestandsbeschäftigung“.

VHS-Imkerei-Kurs-TeilnehmendeWir hatten zwar nicht das Durchschnittsalter der Anwesenden ausgerechnet, doch dürfte es weit unter dem liegen, den die bayerischen Imker aufweisen: 59 Jahre. Und bald darf man in der Mehrzahl von Imkerinnen ausgehen. Eine interessante Entwicklung.

Biene mit PollenhöschenWir freuten uns in der Vorstellungsrunde zu hören, dass ein Paar tatsächlich eine längere Anfahrt von Kronach aus nach Bamberg auf sich nahm, um mehr von uns beiden Referenten, Reinhold Burger und Ilona Munique, über die Imkerei bzw. über die Bienen zu erfahren.

 … und ihre Fragen

Ob die künftige Hofübernahme und Wiedereinführung von Bienen, ob geerbtes verwildertes Gartengrundstück oder ob einfach Interesse an der Lebensform „Biene“ … die Gründe waren vielfältig, die sie an diesem wechselhaften, jedoch überwiegend sonnigen Maientag zusammenführte.

VHS-Teilnehmende vor LiteraturauswahlIn der gut eineinviertel Stunde Theorie konnten die Teilnehmenden …

  • einen Blick auf empfehlenswerte Bücher unserer Imkerbüchereien und Imkerkataloge werfen,
  • erfuhren anhand eines Plakates und der Gegenüberstellung des Apfelertrags „mit und ohne Biene“ von der wichtigen Aufgabe der Biene als Bestäuberin unserer Kulturpflanzen
  • erhielten einen Überblick zur Beschaffenheit des fleißigen kleinen Wesens und seiner Entwicklungs- und Lebensumstände.

VHS-Referent, Imker Reinhold Burger Dazwischen beantworteten wir Fragen wie zum Beispiel:

  • Was ist das Spezifische am biologischen Imkern?
  • Warum habe ich in bisher über 40 Lebensjahren noch nie einen Schwarm zu Gesicht bekommen?
  • Was regelt den Vorgang, ob unbefruchtete Eier (Drohnen) oder befruchtete Eier (Arbeiterinnen) gelegt werden?
  • Wie schaffen es die Bienen, den Pollen an den Höschen zu verstauen?
  • Wie entsteht eine Königin?
  • Warum haben die Bienen auf dem Land mehr Probleme als in der Stadt?
  • Wie viel Zeit brauche ich für die Imkerei?
  • Wenn meine Nachbarin allergisch auf Bienengift ist, kann ich trotzdem imkern?
  • Wie lange dauert es, bis man das Imkern lernt?
  • Wieviel kostet das Imkern?
  • Wie viel Platz braucht ein Volk? Kann ich sie in einem kleinen Hausgarten aufstellen?
  • Mit wie vielen Völkern sollte man anfangen und wie kommt man an eines heran?
  • Wie nimmt man Propolis ein?

Station „Lehrbienenstand“

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine BienenwabeLeider mussten wir dann irgendwann mal zum Aufbruch zur nächsten Station, dem Lehrbienenstand, drängen. Doch nicht, ohne vorher das Apfelkörbchen zur Wegzehrung zu plündern. (Vom Bamberger Bauernmarkt gekauft, versteht sich!). Im Wäldchen war es dann auch gleich wieder spannend. Reinhold erklärte die einzelnen Teile einer Bienenwohnung (Beute) und welche Imkergeräte zum Einsatz kommen. Die Teilnehmerfragen waren hier:

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine Bienenwabe

  • Wie erntet man Pollen
  • Sieht es in allen drei Zargen (Stockwerken) gleich aus?
  • Muss man das Einflugloch immer nach Süden ausrichten?
  • Bedeutet das Öffnen und der Unterricht hier Stress für die Bienen?
  • Kann man auch ganz ohne Mittelwände imkern?

Erba-Insel-VolkUnser neues Lehrbienenvolk, ein ehemaliger Friedhofsschwarm unter Finanzierung unserer Bienenpatin Meike Winnemuth, war lammfromm und ließ sich die Begutachtung und ein Naschen aus geöffneten Honigwabenzellen ohne Weiteres gefallen.

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine BienenwabeNun, es war ja auch noch etwas kühl, da reagieren sie ein wenig träge. Ganz anders war es nach Abschluss des Kurses, als wir noch die Weiselkontrolle vollzogen. Ja, beim Imkern bleiben Stiche nicht aus, und auch das haben wir niemanden verschwiegen. Wir wollen ja nicht Hobbyimker um jeden Preis, sondern vernünftig agierende Menschen mit „Leidenschaft“, die auch bereits sind, ein wenig Abenteuer und Unbill in Kauf zu nehmen. Doch keine Bange – in den Urlaub fahren kann man trotz Bienen weiterhin!

VHS-Kursteilnehmende betrachten eine Bienenwabe Mutprobe Honigschlecken aus einer mit Bienen besetzten Wabe

Station „Honigverkostung“

Gedeckter Honig-PicknickplatzUnweit des Lehrbienenstands am Fünferlessteg ist praktischerweise eine feste Sitzgruppe montiert. Diese diente uns als Verkostungsstation. Erst blank, dann auf gebuttertem oder ungebuttertem Baguette konnten drei verschiedene Honige getestet (Bamberger Lagenhonig, Ganzjahrestracht aus den Buger Wiesen und der Villa Dessauer sowie Sommertracht unseres Imkerkollegens Nikolaus Hofmann aus Burgebrach).

HonigverkostungWir tauschten uns dabei über den Geschmack und die unterschiedliche Konsistenz aus, die man genau so beschreiben kann wie bei einer Weinverkostung. Die Fragen hier waren:

  • Wie bewahrt man Honig auf?
  • Warum ist der eine Honig flüssig, der andere fest?
  • Hat sich das DIB-Etikett verändert?
  • Wo kann man euren Honig kaufen?
  • Wie oft kann man Honig ernten?

Honigwabe mit ansitzenden BienenZur letzten Frage konnten wir auf das ausgeteilte Heftchen „Essen & Trinken aus der Region Bamberg“ verweisen, in dem auch zwölf Imkereien aufgelistet sind, denn es sollte hier ja keine Werbeveranstaltung in eigener Sache sein. Einzig ein wenig Werbung für unsere Einweihungsfeier der Bienen-InfoWabe am 20.09.2015 (tagesaktuelle Planungen sind hier zu finden) erlaubten wir uns, da der Raum später immerhin auch für VHS-Kurse zur Verfügung stehen wird.

Wir hoffen, den einen oder die andere eines Tages als Imkerkolleginnen und -kollegen wieder zu treffen und freuen uns über das hohe Interesse am Thema „Bienen, Honig, Imkerei und Landwirtschaft!“

Honig aus Franken auf dem Prüfstand

frisch gefüllte Honiggläser„Detektivarbeit im Namen der Wissenschaft“ am Fränkischem Honig. Ist er echt oder mit billigem Sirup gestreckt? „Fränkischer Honig – Honigfälschern auf der Spur“, ein BR-Video, geht der Sache nach. Danke für den Tipp, Gabi!

Die strenge Honigverordnung (HonigV) (wir berichteten) ist maßgebend für Deutschland und muss von allen Imkern, ob im Haupt- oder Nebenerwerb oder als einer von rund 90% Hobbyimker, die Honig „herstellen“ (eigentlich tun das ja die Bienen), unbedingt beachtet werden. Doch keine Sorge – fränkischer Honig ist allenfalls mal überlagert, schlecht ist er damit noch lange nicht. Und verfälscht schon gleich gar nicht. Sichergehen kann man am besten jedoch, kauft man seinen Honig beim Imker seines Vertrauens in der Nachbarschaft. Noch gibt es diese … und unsere Initiative will gemeinsam mit den hiesigen Imkervereinen dafür sorgen, dass das so bleibt bzw. wieder besser wird.