1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012

Nur Einkaufen war gestern … darum dürfen Große wie Kleine an unserem Honig- und Imker-Mitmach-Markt alle ihre Sinne einsetzen.

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012  |  3. Adventswochenende

Wo?

Beim „Alternativen Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt“ im St. Josefsheim (Don Bosco – Jugendwerk), Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG

Hinter dem Dom und links von der Jakobskirche aus, im und um den romantischen Lorbeershof, wird einer der schönsten Weihnachtsmärkte, die wir kennen (und das sind viele!) alljährlich am 3. Adventswochenende veranstaltet. Und wir dürfen dabei sein!

Wann?

Sa., 15.12.2012 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 16.12.2012 | 11.00 – 19.00 Uhr

 Was gibt’s?

  • Mit Waben basteln – z. B. Aufhängerla für den Baam und die G’schengla
  • Rätselspaß – in 5 Kategorien (Moggäla, Waggäla, Kinnä, jungä Hubbfä, G’scheidäla)
  • Regionaler Honig  – Wald-, Blüten- und Sommertracht (250 g + 500 g), der probiert werden kann (P. S.: Unser eigener ist leider schon aufgegessen, aber wir bieten feinen Honig von unserem „Imker-Vater“ Klaus Hofmann an, siehe Foto der Pressemeldung)
  • Uraltes Handwerk „Imkerei“ – Informationen zum Lesen, Schauen und Anfassen
  • Warme Honigmilch – garantiert ohne Alkohol und mit hochwertigem Honig
  • Wabenanhänger – für Baum und Geschenke fix und fertig g’machd, weil Weihnachten ja scho voä der Düa steht
  • Geschenkidee: Honiggläser mit Honigbonbon gefüllt – in den Sorten Salbei und Zitrone sowie gnaundschige Bäarla für die Waggäla
  • Echte Bienenwaben zum Basteln für zuhause – zum Kerzlarollen geeignet

Was noch?

Dutzende Stände mit wunderschönem Kunsthandwerk, natürlich Leckereien, Kaffee und hausgemachte Kuchen, feuerbeheizte Stehtische (aus der Jugendwerkstatt) im gemütlichen Hof, überall Kerzenlicht auf dem großzügigen Gelände sowie ein echtes Zirkuszelt zum Mitturnen und -jounglieren erwarten die Besucher, die von überall her kommen.

Endlich einmal ein Weihnachtsmarkt tatsächlich für die ganze Familie – und für Kunstfreunde gleichermaßen.

Mit der Eventmanagerin Bettina Kröner aus Stegaurach (creativforum) hat das rührige Team des Salesianer Don Bosco Jugendwerk einen guten Griff getan. Sie wacht darüber, dass tatsächlich echtes Kunsthandwerk und Selbstgemachtes an den vielen Ständen vorherrschen. Daher dürfen wir leider, doch verständlicherweise, auch keine anderen Produkte verkaufen, wie beispielsweise Honigseife, Honigduschgel, Honiglippenbalsam, Honighandcreme, etc. Falls ihr dann doch noch so etwas für Weihnachten braucht … unsere Adresse kennt ihr ja!

Beutenphilosophie oder: 400 Rähmchen als Worstcase!

Da schrieb mir ein junger Imkerkollege:

Das Feld der Magazinbeuten ist für mich zu unübersichtlich. Würde ja mal eine Magazinbeute ausprobieren. Aber bei den vielen Varianten ist mir das irgendwie zu komplex. Das ist bei der Bienenkiste einfacher. Auch wenn die immer wieder ein bisschen weiterentwickelt wurde. Vielleicht gibt es ja mal Gelegenheit, das bei dir praktisch anzuschauen.

Die gab es mittlerweile, wir werden den Besuch gerne erwiedern, denn die Bienenkistenimkerei hat auch uns durchaus interessiert. Und ganz grundsätzlich: wer mag, darf jederzeit kommen, Adresse hier.

Meine Antwort auf diese Mail war übrigens insofern entlarvend, als ich diese Komplexität ebenfalls nicht in die Reihe bekam. So schrieb ich spontan:

Wir haben modifizierte Hoffmann-Beuten. Sind sehr praktisch und bewähren sich. die Komplexität kannst du getrost vergessen. Wie auch bei der einfachen Bienenkiste haben unsere Beuten vier Wände 😉 und wurden manchmal nur im Detail weiterentwickelt. Wir sind sehr zufrieden mit der Handhabung, da ist alles ganz einfach und praktisch, und doch auch durchdacht.

Natürlich sind es keine modifizierten Hoffmann-Beuten! Die gibt’s nämlich gar nicht. Was es stattdessen gibt, ist die „Liebigbeute“, auch „Hohenheimer Beute“ genannt, alldieweil der berühmte Bienenpapst in Hohenheim die Professur innehatte und in dieser Zeit dieses Beutensystem entwickelte.

Rähmchen mit Hoffmann Seitenteilen

Seitenteile eines Rähmchens. Quelle: Christof Hahn

Was bei mir stattdessen wohl hängen blieb, war die Bezeichnung der Rähmchen. Also die Teile, an denen die Bienen Honig und Pollen einlagern und sich die Brut befindet, … Und auch diese Bezeichnung war nicht ganz genau getroffen. Exakt beschrieben musste es heißen: „Modifizierte Zanderrähmchen mit Hoffmann-Seitenteilen“. (Danke, Reinhold!)

Modifiziert deshalb, weil der Oberträger dicker, besser gesagt, höher ist. Ein überflüssiger Wabenoberbau wird dadurch vermieden. Der Deckel schließt bzw. öffnet sich besser, weil er nicht durch überschüssige Waben hochsteht. Und immer dann, wenn eine zweizargige Beute für die Weiselkontrolle getrennt, also angehoben werden muss, pappen die beiden Zargen nicht zusammen und müssen mühsam voneinander getrennt werden. Was die Bienen gar nicht begeistert.

Bei all den Begriffen kann ich es schon verstehen, warum Jungimker irritiert sind und sich gerne auf die Bienenkiste stürzen. Um nicht missinterpretiert zu werden: wir haben ganz und gar nichts für oder gegen dieses wesens- (nicht imker!)gerechte Beutensystem. Wir haben uns schlicht nur anders entschieden.

Jungimkers Frage: „Welche Beutensysteme gibt es denn um Himmels willen noch?!“ Weiterlesen

Unser 1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt in Bamberg

Nur Einkaufen war gestern … darum dürfen am 15. und 16.12.2012 alle kleinen und großen Leute an unserem ersten Honig- und Imker-Mitmach-Markt alle ihre Sinne einsetzen.

Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten, Fühlen, … Staunen, Spaß haben, Ausprobieren, Fragen, Basteln, Rätseln, Naschen, Freuen, …

Kommt Ihnen das bekannt vor?

Gar zu viele Adventsmärkte preisen sich an als ein Fest für die Familie. Doch außer Konsum und noch mal Konsum passiert rein gar nichts, sind etliche Märkte eine marketinggeblähte Mogelpackung. Die Kinder langweilen sich schnell und nölen herum. Die Älteren sind genervt und stürzen einen Frust-Glühwein nach dem anderen herunter.

Ich kann nur sagen: beim Alternativen Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt des Don Bosco Jugendwerks ist das absolut anders. Hier wird FAMILIE noch groß geschrieben und mit vollem Einsatz gelebt. Im St. Josefsheim sind Familien sehr willkommen, ob im Familiencafè, im Zirkuszelt zum Mitturnen und -jounglieren, auf den großzügigen, kerzenbeleuchteten Außenflächen zum Toben, im bastelbetonten Kinderhort Boscolino (wo man auch unseren Mitmach-Markt finden wird!) und zwischen den hölzernen, von der Don Bosco-Jugend hergestellten, von engagierten Pächtern liebevoll geschmückten, locker aufgestellten Buden.

Ein fränkischer Adventsmarkt-Geheimtipp,

Standprobe zum 1. Honig- und Imkermitmach-Markt Bamberg… der sicherlich keiner mehr ist, so gern wir Bamberger Ein- und Umlandwohner dies auch hätten. Und nun machen wir, das „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ auch noch Werbung mit unserem Honig- und Imker-Mitmach-Markt, der dort zum ersten Male seinen Stand aufbauen darf. Mea culpa!

Glücklicherweise ist eine allzu leichte Anfahrt per Auto in die Nähe der Jakobskirche samt erwünschten geschehnissnahen Parkplätzen schlicht nicht möglich.

  • Zu Fuß etwa 30 Minuten (2,4 km) vom Bahnhof (zur Karte)
  • Mit dem Bus (verschiedene Linien), jeweils mit Umstieg am ZOB in die Linie 910 (Fahrtrichtung Klinikum bzw. Wildensorg, Ausstieg „Jakobsberg“) in 17-20 Min. und einer eher übersichtlichen 30-Minuten-Taktung

Mit dem Auto rate ich’s erst gar nicht (wenn, dann umliegende Parkhäuser anfahren), und so bleibt der Weihnachtsmarkt von schnelllebigen, kurzatmig konsumierenden und eventsüchtigen Glühweinabsolventen sicher weiterhin befreit.

Wer allerdings den Weg nicht scheut, …

Lorberhof… der mitten durch die romantische UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg führt, vorbei am Händler-Weihnachtsmarkt des Maximiliansplatzes, vorbei an den Dutzenden Glühweinbuden an Grünem Markt und Obstmarkt, vorbei an Altem Rathaus (einer der schönsten Fotoobjekte Bayerns!), vorbei am viertürmigen Dom und der Alten Hofhaltung, den „Torschuster“ passierend, die Jakobskirche rechts liegen lassend, hinab zur Sutte, … und dann sieht man es schon, das wundersam erleuchtete St. Josefsheim mit seinem prächtigen, nicht einmal jedem Bamberger bekannten Lorberhof, einem ausgemaltem Renaissance-Innenhof, samt zur Besinnung einladender Hauskapelle und einem Barockgärtlein …, neben dran der Kinderhort Boscolino (ja, genau, wo sich auch unser Stand befindet!) … ja, wer diesen wundersamen, wundervollen, figurenreichen (z. B. Plensas Poeten im Ausstellungsjahr 2012 auf der Oberen Brücke oder der fein lächelnden Heiligen Kunigunde, der Mit-Begründerin Bambergs, auf der Unteren Brücke, den Hausfiguren zahlreich säumender Bürgerhäuser) Weg nicht scheut, wer sich auch nicht scheute, diesen elendig langen Text zu lesen … ja, der wird an den über 40 liebevollen, kunst- und feinschmeckersinnigen Ständen seine helle Freude haben.

Denn er oder sie weiß das Leben zu genießen, die Vorfreude auszureizen, die Gegenwart zu ehren, die Mühen der Texterin und Standbetreiber/innen zu würdigen.

Herzlich Willkommen auf einem der schönsten und familienfreundlichsten Weihnachtsmärkte Bayerns!

 

Volles Haus im Lichtspiel – Bienenfilm und Diskussion

120 Plätze restlos ausverkauft zum Doku-Films More than Honey mit anschließender Diskussion im Bamberger Lichtspiel.  Imker stellten den größten Anteil der sonnabendlichen Kinogänger. Das ergab die Abfrage durch die Geschäftsführerin, Diana Linz, zu Beginn des Films. In der anschließenden Diskussion im Roten Salon ging es gleich richtig zur Sache. Allerdings weniger zum Film, sondern vielmehr entspann sich ein engagierter Wortwechsel zwischen dem Vorsitzenden des Imkerverein Aufseß und einem unterfränkischen Bienenwart. Ersterer hatte zu einem Sit-in im Anschluss des Filmes eingeladen und machte aus seiner Sympathie für die wesensgerechte Bienenhaltung keinen Hehl. Ebenso wenig, wie es der Bienenfachwart für seine Züchterliebe und die konventionelle Bienenhaltung tat.

Nach geraumer Weile waren die Grundpositionen geklärt, und so hatten auch die interessierten Gäste Gelegenheit, sich mit ihren Fragen einzubringen. Und es versteht sich, dass sich auch wir beide „Jungimker im fortgeschrittenen Stadium“ in das Geschehen mit einklinkten. Denn dies ist eine spannende Phase für uns. Einerseits verstehen wir doch so viel, dass wir der Diskussion zwischen den ausgemachten Fachleuten gut folgen konnten. Andererseits sind wir noch (und ich hoffe, auch später noch) offen für Informationen und Paradigmen jeglicher Art. Wobei wir selbstredend, wie so viele Imker, einen eigenen Weg bzw. den der Bienen wählen, wenn’s drauf ankommt.

Wir ließen die Gelegenheit nicht verstreichen, mittels Handzettel und Visitenkarten die Cineasten auf bienen-leben-in-bamberg.de hinzuweisen und luden zu unserem anstehenden 1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt anlässlich des Alternativen Kunsthandwerkermarktes des Don-Bosco Jugendwerks im St. Josefsheim in Bamberg ein.

Es ergaben sich darüber hinaus interessante und nette Einzelgespräche. Daraus resultierend eine gegenseitige Einladung zum „Über-den-Beutenrand-schauen“ von Magazinhaltung und Bienenkistenhaltung sowie möglicherweise eine Mitautorenschaft hier für diesen Blog. (Michael, wir bauen auf dich!)

Zwei Medienvertreter wünschten sich von uns Zuarbeit für ihre geplanten Berichte und – da bin ich sehr, sehr gespannt! – ein studentisches, fakultätsübergreifendes Projekt zum Stichwort „Nachhaltigkeit“. Angeregt durch meine spontane Überlegung zu einem (ich nenne es mal) „Leere-Gärten-Nutzungsplan“. Darüber wird hier natürlich immer wieder berichtet, bleiben Sie also dran.

Zuletzt: nicht nur uns ist aufgefallen, dass einige Imkervereine nicht wirklich an Zuwachszahlen interessiert zu sein scheinen. Wie sonst erklärt es sich, dass Webseiten fehlen oder veraltet sind, Anrufe nicht oder nur unzufriedenstellend beantwortet, Informationen seltsam spärlich weitergegeben werden. Warum ist das so? Ich will das nicht glauben, dass es sich bei diesen überwiegend um „Alt-Herren-Riegen“ ohne ausreichend Informationskompetenzen handelt, die den Verein als bloßen Absatzmarkt ihrer Produkte ansehen, wie manche Gäste vermuteten. Wir selbst haben allerdings ebenfalls niederschmetternde, doch auch sehr motivierende Erfahrungen diesbezüglich gesammelt.

Nun, wie auch immer … wir möchten die Lücke schließen, die unsere Mitbürger/innen davon abhalten sollten, sich für das Bienenleben zu engagieren. Indem wir gerne unser Wissen und unsere Erfahrungswelt sowie die der anderen, die sich bei uns melden, unverkrampft weitergeben. Ohne Vereinszugehörigkeit und unter Einhaltung der Nettiquette. Wir haben nichts gegen Vereine, ganz im Gegenteil. Doch wird es höchste Zeit, dass diese vermehrt an die Öffentlichkeit gehen, um der kleinen (und großen) Geschöpfe willen.

Tun sie es nicht, tun wir es. Modernes Netzwerken macht’s möglich.

By the way: Danke an Diana Linz von den Lichtspielen für die Ermöglichung des anregenden Abends!

Neues in der Bienen-Literaturliste

Sehr informativ und schön gemacht: bienen.tv – Bienen ganz nah! Wer noch Ideen für die Adventszeit braucht, lernt in 1:47 Minuten, wie eine Bienenwachskerze gerollt wird. Und weiter geht’s von hier aus zum Forum einfach-imkern.de. Hier geht es beispielweise auch um Kerzen, allerdings um eine Grabkerze. Mit ihrer Hilfe erläutert Simon, wie man im September trotz kalter Nächte eine akute Varroa-Behandlung mit Ameisensäure durchführen kann.

Schaut einfach mal rein in unsere „Literatur und Links“-Seite, derzeit mit den Rubriken „Literatur“, „Foren“ und „Regionale Info für Franken / Bayern“. Sie ist vor allem auch für Jungimker gedacht, denn gerade für die ist es schwer, sich unter all den Ratgebern zurecht zu finden.

Mit Bücherwissen imkern lernen?

Anlässlich unserer frisch angelegten Literatur- und Linkliste ein klares „Doch, das geht“. Oder sagen wir lieber: „Geht auch!“

Den ersten Zugang zur Imkerei erfuhren wir über Einsteigerliteratur. Gekauft ohne vorherige großangelegte Recherchen, ohne Empfehlungen, einfach, was gerade im Buchhandel im Regal stand. Zwei Bändchen: „Süßes Hobby Imkerei“ und „Die Honigbiene“, letzteres gerade einmal 126 Seiten dünn, noch dazu im A5-Format, beide jedoch mit richtig viel Bildern drin.

Damit also fing’s an. Weihnachten dann die frische Neuauflage „Einfach imkern“ des Honigpabstes, Dr. Gerhard Liebig. Begleitet wurde die theoretische Textlastigkeit von einem Imkerkurs, den wir Anfang 2011 begonnen hatten. Unser Imkervater Klaus gab uns zum Ende des Kurses die Monatsbetrachtungen von Dr. Pia Aumeier, die in so manchen Punkten ein Gegengewicht zur althergebrachten Imkerei bildete. Damit waren wir wohl grundlegend ausgestattet, um die Praxis folgen zu lassen.

Ich darf’s ja nicht beschreien, doch bisher sind uns noch keine Völker verlustig gegangen. Wir lesen, theoretisieren, verwerfen, greifen erneut auf, sind uns mal einig, mal nicht, und dann haben die Bienen doch auch selbst wieder etwas mitzusummen, ob wir das nun verstehen oder nicht. Sowohl ein absolutes „Chaotenvolk“ als auch ein „Lehrbuchvolk“ haben uns überrascht. Und wir konnten nur noch mit gesundem Menschen- bzw. Bienenverstand den Verlauf beobachten und entsprechend eingreifen bzw. auch einfach einmal sein lassen. Am Ende war das eine Volk stärker, gab jedoch weniger Honig und bildete mindestens zehn Weiselzellen in einer Woche aus. Die anderen waren schlicht nicht zu pflegen (Wabenwildbau durch verrutschte und unregelmäßige Rähmchen bei der Volkübergabe), jedoch äußerst erntereich.

Den Bienenverstand brauchen wir also immer. So gesehen war das dünnste Bändchen „Die Honigbiene“ – zumindest für mich – das allerwichtigste Buch. Wann immer ich nicht mehr weiter weiß, versetze ich mich in den flaumigen Kopf einer Biene je nach ihrem Entwicklungsstand. Mütterliche Instinkte tragen ebenso bei wie das Gefühl für den Rhythmus der Natur, den wir beide glücklicherweise noch nicht verloren haben, unseren Wanderausflügen sei gedankt.

Lesen, Zuhören, Nachmachen, Erfahrungen sammeln … Lernen, Umdenken, Neudenken, Andersdenken, … Akzeptieren, Ausprobieren, Mutigsein, Seinlassen, Hoffen … letztendlich ist die Imkerei ein wildes Abenteuer im Kleinstformat für Biene UND Mensch!

Willkommen im Blog „Bienen-leben-in-Bamberg“

Bamberger JungimkerWir lieben Bamberg. Wir lieben Obst, Gemüse und alles, was blüht. Wir lieben das Leben. Und wir sind seit 2011 begeisterte Jungimker.

Die Zeiten ändern sich. Imkern ist längst kein „Altherren-Hobby“ mehr, sondern ist und war schon immer eine ernstzunehmende Landwirtschaft und Nutztierhaltung. Das beweisen die Zuwachszahlen an jungen und immer häufiger auch weiblichen Imker.

Die Zeiten ändern sich. Imkern ist längst kein „Sich-selbst-überlassen-der-Völker“ mehr, unterbrochen nur von der Honigentnahme. Denn ohne unsere systematische und vor allem zuverlässige Pflege ist die heimische Biene machtlos gegen die aus Asien eingeschleppte Varroamilbe.

Die Zeiten ändern sich. Das Bienensterben ist längst nicht nur der Varroamilbe geschuldet. Neue Forschungen aufgrund alarmierender Nachrichten aus der ganzen Welt weisen auf die vernichtende Wirkung von Pestiziden im Gebrauch der Agrarwirtschaft hin. Die Biene scheint ihre Orientierung zu verlieren, findet nicht mehr in den Stock zurück, und das Volk ist verloren.

Die Zeiten ändern sich. Der Kontakt unter den Imkern und Bienenfreunden beschränkt sich nicht mehr nur über Honig-Verkaufsstände und innerhalb – voneinander mehr oder weniger – abgeschotteter Vereine. Der Austausch, das Voneinander-Miteinander-Lernen und sich informieren via Social Networking, beispielsweise über diesen Weblog hier, macht Sinn. Denn wir sitzen alle in einem Boot. Ohne ausreichend Bienenvölker sind auch Menschenvölker für die Zukunft verloren. Klingt übertrieben, ist es aber nicht.

Die Zeiten ändern sich. Nicht nur der Naturschutz ist uns ein Anliegen, sondern auch der Spaß soll nicht zu kurz kommen. Alles, was man gerne tut, gelingt. Deshalb werden wir uns in unseren Beiträgen jedweder Facette rund um die Imkerei und das Bienenerleben annehmen, ganz nach Lust und Laune.

Anregungen, Kommentare und Mitautor(inn)en sind herzlich willkommen!