Geheimtipp: Krippenweg zum BAmbrosiustag 2016

Schaufenster mit Aushang der Einladung Helferin Michaela Hock und Reinhold vor der Bienen-InfoWabeErstmalig beteiligten wir uns auf Einladung hin an der Adventsfesteraktion von und mit den Bewohner/innen der Mayerschen Gärtnerei Bamberg (Gebiet zwischen Weidendamm und Maria-Ward-Straße, von der der Bienenweg abzweigt und die Bienen-InfoWabe mit der Hausnummer 1 steht).

St.Peter am Wimberg Kirche - Kanzel 4 AmbrosiusWir begrüßten am 07.12.2016, dem Tag der Bischofsweihe, die Adventstürchengucker, und zwar mit einem Gedicht zum Heiligen Ambrosius (siehe nächsten Blogbeitrag!), das das Wirken und Leben des sowohl von katholischen als auch von evangelischen und weiteren Konfessionen geehrten Kirchenvaters beleuchtete.

Papierbastelbogenkrippe im BIWa-KrippenwegKrippe aus meiner Kindheit im BIWa-KrippenwegIm Anschluss luden wir zu unserem 5. BAmbrosiustag ein. Wer den kleinen Krippenweg im inneren der Bienen-InfoWabe ganz genau betrachtet hatte, konnte das zugehörige Rätsel leicht lösen.

Die Fragen waren einfach (dachten wir!):
Wie viele Jesuskindlein, Bienen, Mäuse und Schafe sind in den Krippen zu finden? Zur Belohnung gab’s einen Krippenausschneidebastelbogen – nur leider waren an diesem Abend keine Kinder dabei. Schade. Na, wir heben sie auf fürs nächste Jahr.

Mini-Bienenkorb in der Krippe (Leihgabe Michaela Hock)Bastelsets für Teelichter aus BienenwachsHm, ist das jetzt ein Hund oder ein Schaf? Und zählen die 2 Mini-Bienen am Mini-Honigkorb der Krippe von Michaela Hock (Danke fürs Ausleihen!) mit? Und so manche Biene Maja, die neugierig von außen in die Krippe kuckte, war so groß, dass sie glatt übersehen wurde.

HonigangebotKleiner Adventsmarkt

Liebe Gäste zum BAmbrosiustagGetränkesponsoring und Bienenfreundin Catharina Beyer, VOM FASS BambergBei heißen Getränken (Danke an VOM FASS Bamberg!) nebst Lebkuchen (Danke an Imkerin Michaela Hock!) und Punschstangen (Danke an Lecker-Bäcker Thomas Loskarn!) konnten unser Bamberger Lagenhonig und Gaustadter Honig sowie Bienenwachsteelichter (DANKE an unsere Bienen!) erstanden werden.

Und während die einen glücklich über den Gasofen in Gruppe um den Feuerkorbder BIWa waren, ließen es sich andere nicht nehmen, sich um den gemütlich-knisternden und alte Wabenrähmchen verbrennenden Feuerkorb zu gruppieren, der wegen des dabei schmelzenden Restwachses gar zu appetitlich roch.

Liebe Gäste zum BAmbrosiustagEin wunderschöner Abend, an dem wir uns über unsere neuen Bekanntschaften, aber natürlich auch über die Bienenpaten- und Bienenfreundebesuche sehr freuten. Eine der schönsten Nachrichten des Abends war denn auch das Versprechen einer neuen Bienenpatenschaft. Wer, wird noch nicht verraten. Doch wir kennen die beiden schon länger, da wir mit ihrer Hilfe ein Geocaching-Projekt planen.

Ausklang nach der Feier mit Michaela und GabiTja, nur mit euch allen zusammen können wir die vielfältigen Aktivitäten rund um den Bienengedanken leisten. Jede Hilfe ist willkommen!

In diesem Zusammenhang: DANKE, Michaela, für deine Unterstützung rund um den heutigen Abend!

Wirtschaftsschüler verbindet Genuss mit Projekt

Sammeln für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergWas wäre Advent ohne einen guten Honig? Irgendwie fade. So jedenfalls sieht das der Schüler S., der sich unseren Bamberger Lagenhonig von seinem Taschengeld leistet. Bereits zum zweiten Mal nimmt er die Stufen in den 3. Stock, um bei uns Honig einzukaufen. Diesmal verbunden mit der Bitte, die Tombola der Wirtschaftsschule („Blaue Schule“) in Bamberg für einen sozial-caritativen Zweck zu unterstützen. Was wir natürlich gerne mit ein paar Gläsern tun.

Bamberger Lagenhonig für die Tombola der Graf-Stauffenbergschule BambergDen engagierten Abschlussklässler haben wir übrigens über die Bienenpatenschaft mit Daniel Schiller kennengelernt, der seiner Klasse eine Exkursion zum „Imkerkaufhaus“, der HEG nach Eltmann sowie einen Bienen-Ausstellungsbesuch im Market Oberfranken spendiert hatte. Außerdem besuchten wir seine Klasse und veranstalteten verschiedene kreative Workshops zum Thema Bienen, Honig und Imkerei.

Wer des Schülers Bitte nach Tombola-Gaben ebenfalls unterstützen möchte, wende sich einfach an uns. Oder direkt an die Graf-Stauffenberg-Schule. Auch zur Weihnachtsfeier am 13.12.2016 lädt er herzlich ein!

 

„Ich will nur den Burger-Honig essen!“

Bamberger Lagenhonig, Lage SternwarteJa, wer solche Sätze zugetragen bekommt, kann leicht angeben. Meine herzallerliebste Schwiegermutter und Bienenpatin, Elisabeth Burger, erzählte uns mit unverhohlenem Stolz von der Aussage eines Dreikäsehochs, der bereits im zarten Vorschulalter recht genau weiß, wie ein ausgezeichneter Honig zu schmecken hat! Und verweigert anderen Honigen sein kleines Schleckermäulchen, um getreulich auf die neue Ernte des Bamberger Lagenhonigs zu warten.

Bamberger LagenhonigTatsächlich haben wir in Augsburg mittlerweile quasi eine Art Honig-Dependance und entsenden jährlich einmal eine Ladung unseres flüssigen Goldes hin. Die von Elisabeth verteilt und im Gedächtnistrainings-, im Italienisch- oder Gitarrenunterrichtkurs etc. sehnlichst erwartet wird. Wie unterschiedlich Qualität und Geschmack von Honigen sein kann, zeigte unlängst wieder einmal ein Öko-Test, auf den sich die ARD-Sendung vom 27.10.2016 bezieht.

Wir jedenfalls wurden von der besten und unabhängigsten Jury der Welt beurteilt – einem uns nicht bekannten, unvoreingenommenen fünfjährigen Wiederholungstäter. Mögest du in deinem Leben immer einen Goldtopf des Imkers deines Vertrauens auf dem Tisch stehen haben!

Anleitung zum eigenen Wachskreislauf

Ausgangssituation

Aufbau des Wachschmelzers

Aufbau des Wachschmelzers

Bevor unser Bamberger Lagenhonig geerntet werden kann, wird er von den Bienen zunächtst in Waben aus Wachs aufbewahrt.

Im geplanten Aufbau eines eigenen Wachskreislaufs wurden wir bestätigt von den Meldungen zur Verfälschung von Bienenwachs mit Billigwachsen aus der Erdölproduktion¹. In unserem Vorhaben ebenfalls bestärkt wurden wir durch die Wachsuntersuchungen des Tiergesundheitsdienstes Bayern e.V., Bienengesundheitsdienst. Proben von eigenenem  sowie von uns verwendetem zugekauften Wachs ließen wir dort auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln und Bienenarzneimittel hin analysieren. In unserem (bzw. unserer Bienen) eigenen Wachs konnten kein Rückstände nachgewiesen werden. Im hinzugekauften hingegen leider schon.

Schritte zum Wachskreislauf

Um das eigene Wachs aus den Baurahmen, aus Naturbauwaben und aus dem Entdeckelungswachs gewinnen zu können, benötigen wir einen leistungsfähigen Dampf-Wachsschmelzer. Er kann aus Zargen, einem Tapetenablöser als Dampferzeuger und einem Schmelztrichter aus Edelstahl selbst zusammengestellt werden. Und so Schritt für Schritt aus:

  1. Eine Leerzarge auf zwei Kanthölzer stellen.
  2. In die Leerzarge einen Eimer mit etwas Wasser (entmineralisiertes Wasser (Destilliertes Wasser) oder Regenwasser) stellen. Zwei bis drei Zentimeter Wasserhöhe sind völlig ausreichend.
  3. Darauf den Schmelztrichter setzen. Der Schmelztrichter besitzt einen Siebblech, das wir mit einer Damenfeinstrumpfhose überziehen. So werden bereits gröbere Verunreinigungen ausgefiltert.
  4. Den Dampfschlauch etwa fünf bis zehn Zentimeter durch das seitliche Loch im Schmelztrichter einführen und mit Schaumstoff oder Tesa-Krepp abdichten. Der Schlauch unseres Tapenablösers war zu dick, so haben wir ihn mit einen Adapter aus lebensmittelechten Kunststoff verlängert.
  5. Um den Trester zurückzuhalten, wird in den Schmelztrichter ein Absperrgitter eingelegt.
  6. Auf den Trichter die erste Zarge mit den auszuschmelzenden Waben aufsetzen. Den Übergang zwischen aufgesetzter Zarge und Trichter mit Schaumstoffstreifen abdichten.
  7. Eine zweite Zarge mit Waben kann aufgesetzt werden. Insgesamt lassen sich so in einem Arbeitsgang bis zu 20 Waben ausschmelzen. Obendrauf kommt eine Folie und ein Beuteninnendeckel.
  8. Zum Schutz vor Wasser den Deckel in eine Platiktüte verpacken, um so ein Aufquellen des Holzes zu verhindern.
  9. Zum Abkratzen der Schmelzreste im Rahmen nehmt ihr euren Stockmeisel oder einen Schaber.

Auch gut zu wissen: Die Prozedur entwickelt nicht die allerlieblichsten Düfte, von daher eher außerhalb der Wohnräume durchführen.

Ein Schmelzgang dauert  zwischen 30 und 60 Minuten. Trotz der Hitzeeinwirkung ist das Wachs dann allerdings noch nicht sterilisiert bzw. entseucht. Das bedeutet, dass man beispielsweise bei fremden Wachs nicht sicher sein kann, ob nicht zum Beispiel noch Faulbrutsporen darin enthalten sind.

Weil wir diesen Service des sicheren Wachsschmelzens am liebsten auch anderen anbieten möchten, tragen wir uns mit dem Gedanken, technisch aufzurüsten. Das ginge dann in die Tausende, würde aber dem Bamberger Raum sehr zugute kommen. Denn nach dem letzten Paraffin-Skandal ist der Wachszukauf auf viele, viele Jahre hinweg eine unsichere Angelegenheit. [Nachtrag: Ein Wachsschmelzer wurde 2023 angeschafft]

¹ siehe Mitteilung Deutscher Imkerbund vom 19.9.16 „Verfälschtes Wachs im Umlauf“ und siehe Infobrief Bienen@Imkerei 23/2016.

Zu Erntedank gehört auch Honig!

Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig Bienenpatin Carmen Dechant ist glücklich über ihren Patenhonig

Ein Erntedankfest ohne Honig? Geht gar nicht! Und justament sind wir beim Aufarbeiten unserer Sommer-Erlebnisse auf unseren Besuch bei der Bienenpatin Carmen Dechant am 07.09.2016 gelandet, und mithin in der Hofstadt-Gärtnerei, in der ihr Bienenpatenvolk steht. Für ihre Bienenpatenschaft erhält (nicht nur) Carmen pro Jahr einige Gläser Bamberger Lagenhonig der Lagenbezeichnung „Gärtnerstadt/Heiliggrab“. Geerntet wurde er rund 4 Wochen vorher, wir berichteten.

Bienenpatin Carmen Dechant Bienenpatin Carmen Dechant In der Hofstadt-Gärtnerei Bamberg

Am Patenvolk wurden die Milben ausgezählt. Entgegen der Befürchtungen unserer aufmerksamen Hofstadt-Gärtner war der Befall im „normalen“ Bereich. Die Ameisensäurebehandlung hat jedenfalls Wirkung gezeigt, doch wir hatten auch schon mal eine höhere Auszählung. Nun wurden die Futterkübel in die oberste Zarge eingestellt – bei den merkwürdigen Beutenmaßen ist es nicht so einfach, passende Behältnisse zu finden, die außerdem lebensmittelecht sein sollen – und mit etwas Stroh befüllt. Das Stroh stammt übrigens aus den Buger Wiesen, also auch hier bringen wir Regionalität ins Spiel.

Varroa-Befall auf Windel Reinhold bestückt die Behälter mit Stroh als Kletterhilfe Behälter für die Zuckerlösung
Danke allen himmlischen wie menschlichen Helfer/inn/en für die gute Ernte, Danke für die Bienenpatenschaft und für euren Fleiß, ihr lieben Gärtnersleut‘ und an all‘ ihr Imker/innen da draußen natürlich auch! Und wie immer – DANKE, BIENEN! – womit wir auch die Wildbienen mit einschließen wollen.

Gehörte Mauerbiene an Dahlie

Gehörte Mauerbiene an Dahlie in der Hofstadt-Gärtnerei

 

Honig aus der Lage „Heiliggrab“ in der Hofstadt-Gärtnerei Dechant

Die idyllische Hofstadt-Gärtnerei Dechant in BambergDie Ernte des Bamberger Lagenhonigs der Lage „Gärtnerstadt / Heiliggrab“ bei Bienenpatin Carmen Dechant wurde am 02.08.2016 eingefahren und verarbeitet. In wenigen Tagen können sie diesen nicht nur bei uns, sondern (ausnahmsweise) auch in der Hofstadt-Gärtnerei direkt einkaufen, denn heuer waren es doch ein paar Gläslein mehr.

Ebenfalls ausnahmsweise gibt es einige Gläser im Bamberger Stiftsladen auf dem Michaelsberg, Hausnummer 10,  vom Donnerstag bis Sonntag, 11.30 bis 17.00 Uhr. Dies, weil es einfach so nett passt – Michael Dechant ist immerhin ein Namensvetter,und wir möchten zudem die Renovierung des Himmelsgarten unterstützen. Zu dem es übrigens in der Bienen-InfoWabe die Antwort auf ein Rätsel gibt, das schon so manchem Kopfzerbrechen bereitete. Sich mit Pflanzen und Bienenvorlieben auszukennen hilft ungemein.

 

Weidenhonig, sozusagen …

Honigernte am Standort Weide, BambergWenn wir, also die Initiatoren von Bienen-leben-in-Bamberg.de, von „Weidenhonig“ sprechen, meinen wir nicht den Nektarertrag aus Weidenbäumen, sondern unseren Bamberger Lagenhonig der Lage „Inselstadt-Weide“. „Weide“also ist eine Straßenbezeichnung, wo in alten Zeiten ein Flüßchen floss und wohl auch Weidenbäume an seinen Ufern stehen hatte. Heute sind es viele Lindenbäume, und tatsächlich schmeckt dieser Honig auch sehr danach.

Honigernte am Standort Weide, BambergWeide, Patenvolk Jakob JanßenGeerntet hatten wir aus dem Patenvolk von Jakob Janßen / Familie Contag am 31.07.2016. Wegen unseres Urlaubs berichten wir erst jetzt darüber. Geholfen hat uns Bienenpatin Gabriele Loskarn, in deren Garten das Bienenvolk steht. Zu uns gesellte sich der „potentielle Imkernachwuchs“ in Gestalt von Gabis Enkelin Lola (ihr kennt sie bereits!) und ihrem Paten“kind“.

Entdeckeln der HonigwabenAnschließend radelten wir zu uns nach Hause an den Obstmarkt, wo die reiche Gabe vereint entdeckelt und geschleudert wurde.

Bamberger Lagenhonig, Weide, abgefüllt am 06.08.2016Abgefüllt jedoch wurden nur ein paar wenige Gläschen als Arbeitsbelohnung, denn frisch verfüllter Honig muss drei Tage ruhen, damit sich Wachsschwebeteilchen absetzen und entfernt werden können. Dies geschah übrigens am 06.08.2016, und wir dokumentieren das jetzt auch nur, damit ihr wieder einmal einen Beweis unserer absoluten Transparenz gegenüber diesem hochgradig edlen und garantiert regionalen Bamberger Lagenhonigs habt, jawohl!

175301-Honigverarbeitung-Weide.2016Weide, Patenvolk Jakob JanßenDanke, Ihr Lieben, dass ihr wieder dabei wart an einem der schönsten Tage, die ein Imker und eine Imkerin erleben darf – wenn Mutter Natur ihr Zauberwerk vollendet hat und und uns alle so reich beschenkt.

Danke, Bienen! Ihr seid die Besten!

Bildergalerie

Genussvolles Familienereignis: Honigverarbeitung der Lage „Villa Dessauer“

Die geernteten Honigwaben, hier aus dem Bamberger Lagenhonig-Standort „Villa Dessauer“, wurden nach einem Mittagsimbiss gemeinsam verarbeitet, sprich: gewogen, der Honig auf den Wassergehalt hin überprüft, entdeckelt, geschleudert, gesiebt, abgefüllt und die Etiketten angebracht.

Ein genussreicher und erlebnisintensiver Tag für uns als Gastgeber wie für die Familie von Bienenpate Bernd Pillipp mit Gattin Anja aus Bamberg. Ihre beiden Kinder waren 5 Stunden lang am Sonntag, den 31.07.2016 ab 10 Uhr eifrig bei der Sache. Und nachdem das Mädchen endlich auch ein paar Bienen streicheln durfte, ist es so gut wie beschlossen: Einer aus der Pillipps-Familie wird eines Tages selbst Imker/in! Mindestens eine/r!

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei unseren Gästen fürs Dabeigewesensein. Und auch für die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Fotos und Videos! Was in Anbetracht ihrer Eigenschaft als Lehrkräfte nicht so selbstverständlich ist. Doch betonten beide, dass sie unser Anliegen, Vorbilder als öffentlich inspirierende Maßnahme zu präsentieren, sehr gut verstehen können und unterstützen möchten. Imkerei soll kein Geheimnis bleiben, sondern wieder seinen natürlichen Stellenwert in unserer Gesellschaft und in den Familien erhalten. Die „Landwirtschaft“ ohne Grund und Boden lässt eingängig erleben, wie man verantwortungsbewusst mit Tieren und mit Lebensmittel umgeht.

Wer mehr wissen will, hat nächstes Jahr zu unseren Honigschleudertagen ab Mitte Juli bis Anfang August (angezeigt unter Aktivitäten und Termine) im nächsten Jahr wieder Gelegenheit, dabei zu sein.

Vorbereitung, Messung und Geschmacksprobe

Kind misst den Wassergehalt des Honigs mit einem RefraktometerWie wird das Entdeckelungsgeschirr zusammengesetzt? Wie wird das Refraktometer zur Bestimmung des Wassergehalts des Honigs eingesetzt? Die Familie zeigt sich allen technischen Anforderungen gewachsen und hilft sich gegenseitig. Das Ergebnis unserer ersten Geschmacksprobe ist hier nachzulesen: Bamberger Lagenhonig, Lage „Inselstadt / Villa Dessauer“.

Entdeckeln der Honigwaben

Honigwabenentdeckeln, jetzt darf auch Anja ranVorsicht ist bei den spitzen Zinken der Entdeckelungsgabel geboten. Doch sehr schnell hat Familie Pillipp den Bogen raus. Tja, manches lässt sich nur durch „Selbermachen“ erlernen. Für den Rest halten wir natürlich auch Imkerliteratur für Groß und Klein parat!

Honig schleudern

Kind darf den Zapfhahn der Honigschleuder öffnenDas Drehen an der Handkurbel macht in jedem Alter Spaß. Ein Grund, auf eine elektrisch betriebene Honigschleuer zu verzichten. Na gut, und soooo viel Ertrag haben wir ja auch wieder nicht. Wenn uns noch dazu unsere Gäste helfen … dennoch, eine neue Schleuder aus Edelstahl steht auf unserer Hitliste der Anschaffungen. Gerade deshalb, weil wir öffentlich wirken, wirkt die gute alte Blechschleuder, die uns netterweise von der Familie meiner Freundin und Ehrenpatin Jutta überlassen wurde und auf die wir sehr stolz waren (und noch sind!), doch etwas historisch. Gesundheitsschädlich ist sie aber nicht.

Die Jüngste darf den Zapfhahn öffnen – und schon fließen goldene Tröpfchen in das Auffangsieb. Mehr tun wir nicht – kein rühren, kein erhitzen, nur zusehen.

Abfüllen und Etikettieren

Normalerweise darf der Honig drei Tage lang in einem Edelstahltopf ruhen. Dann werden die Wabenrestchen, die immer mit anfallen, abgeschäumt und der Honig abgefüllt. Nur am Honigschleudertag dürfen unsere Gäste sofort etwas mitnehmen. Das bisschen Schaum, das sich oben im Glas absetzt, kann man mitessen. Für den Verkauf möchten wir es jedoch nicht ganz so „naturrein“.

Lecker bis zum Schluss!

Als lukullischen Schlussakkord gab’s Joghurteis von der Eisdiele nebenan, mit viel Honig „frisch vom Fass“ drüber, und alle durften sich am Ende ein Glas Honig mitnehmen.

Honigernte an der Villa Dessauer in Bamberg mit Bienenpatenfamilie

Sehr familiär lief heuer die Ernte an der Stadtgalerie „Villa Dessauer“ in Bamberg ab. Wenngleich wir die Honigschleudertage auch für die Allgemeinheit bekannt geben, hatte sich zum 31.07.2016 außer der Familie unseres Bienenpaten Bernd Pillipp niemand Weiteres angemeldet. So hatten er und seine Frau Anja mit Kindern reichlich Übungsgelegenheiten.

Sie durften von Beginn an selbständig die Rähmchen voneinander lösen, die meist schwer mit Honig gefüllten Waben aus den Bienenbeuten entnehmen, die restlich ansitzenden Bienen wegkehren und das Geerntete in die bereitgestellten Boxen zu geben. Wie das alles genau geht, zeigten wir der Familie Pillipp Schritt für Schritt.

Wir danken bei dieser Gelegenheit unserer Bienenpatin Dr. Regina Hanemann, die uns als Hausherrin des Museums den Platz zur Verfügung gestellt hat.

Stolzer Augenblick! Selbst geernteter Honig!

Im nächsten Blogbeitrag zeigen sie euch, wie sie ihren Honig aus der Ernte „Villa Dessauer“ verarbeiten. Bleibt dran!

Heidelsteigschule auf dem Weg zur EU-Schule … unsere Bienen fliegen mit!

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeSchulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeAuf dem Weg zur EU-Schule werden in der Heidelsteigschule mehrere Projekte realisiert. Initiiert von Kunsthistorikerin Christiane Hartleitner sollten dabei verschiedene Stadtteile der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg genauer unter die Lupe genommen werden. Dass Bamberg nicht nur historische Häuser und Kunstdenkmäler, sondern auch eine uralte und immer noch lebendige Gartenkultur zu bieten hat, zu der nun einmal unbedingt auch Bienen zählen, wurde den Siebtklässler(inne)n der Heidelsteigschule näher gebracht.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeHonig verkosten in der Bienen-InfoWabe für die 7. Klasse der Heidelsteigschule BambergSie fanden sich am 18.07.2016 in der Bienen-InfoWabe zu einer theoretischen Einführung ein, gefolgt von einem Lehrbienenstandbesuch mit echten Bienen und einer anschließenden Honigverkostung. Die Schüler/innen waren sich einig: so einen leckeren Honig haben sie bisher nicht gekannt. Die Quetschflasche aus dem Kaufhausregal hat in Zukunft wohl schlechte Karten. Wer einmal den Finger in die frische Wabe tauchen durfte oder unseren Bamberger Lagenhonig genossen hat, der nur einmal im Jahr geerntet wird und somit beinahe alle Frühjahres- UND Sommerblüten in sich vereint, zudem lediglich einfach gesiebt und natürlich nicht erhitzt wird, der kehrt nie mehr zu Billig-Honigen zurück.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeDass das alles auch im Eigenbetrieb möglich ist, sollte der Anschauungsunterricht klar machen. Jede/r kann Imker/in werden, wer ein wenig Geduld, Beobachtungsgabe und Verantwortungsbewusstsein gegenüber den kleinen Tierchen und der Natur mit bringt. Die Liebe zur Biene stellt sich dann automatisch ein. Sie sind unsere Schutzbefohlenen, die wegen etlicher, darunter menschengemachter Probleme nur noch mit entsprechend ausgleichender Pflege ihrer Bestimmung, dem Bestäuben, nachkommen können.

Schulbienenunterricht Heidelsteigschule 7. Klasse in der Bienen-InfoWabeUnsere menschlichen Schutzbefohlenen, die Schulkinder der Volksschule Am Heidelsteig in Bamberg, haben es in diesem Crashkurs hinlänglich begriffen, so jedenfalls unser Eindruck. Und dass Bamberg zur Bienenstadt mutieren wird, davon sind wir in Anbetracht der vielen Unterrichte in diesem Jahr und der vielen Anmeldungen von Jungimkern bei unseren beiden Bamberger Imkervereinen überzeugt. Vielen Dank an Christiane, die diese schöne und sinnfällig Verbindung zwischen Mensch und Biene, zwischen den Bamberger Stadtteilen und zwischen Pädagog(inn)en und Kulturschaffenden im Kontext der Europäischen Gemeinschaft hergestellt hat!

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.