Archiv der Kategorie: Imkerei
Transparenzbericht 2018
Unser 1.000-er (!) Weblogbeitrag spannt in Form unseres jährlichen Transparenzbericht einen Bogen über unsere wichtigsten Ziele, Aufgaben und Ergebnisse in 2018 und endet mit einer Vorschau unserer Pläne für das laufende Jahr.
Die Highlights 2018
Preise / Auszeichnungen
Jeweils eine persönliche Auszeichung erhielten wir (Reinhold Burger und Ilona Munique) in Form des Grünen Engels, verliehen vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV), in Bayreuth überreicht von Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz.
Außerdem erhielten wir den Primus-Preis des Monats Juni 2018, ausgelobt von der Stiftung Bildung und Gesellschaft.
Weiterbildung / Ausbildung
Start des ersten Kursblocks für Reinhold Burger in der Weiterbildung zum Imkermeister in Graz.
Hochschul-Lehrauftrag „Schul-Imkerei“
für Studierende des Grund- und Mittelschul-Lehramts der Universität Bamberg
Neuanlage
Im Umgriff der Bienen-InfoWabe wurden die Vorbereitungen für die Installation eines Pumpbrunnens für den Bamberger Bienengarten (Wünschelrutengehen / Bürokratie / Bohrung) getroffen und eine Schau-Grabanlage installiert.
(
Mittel-)Große Neuanschaffungen
Mittelwandgießform für eigene Wachserstellung zum Schutz vor Wachspanscherei.
Edelstahl-Honigschleuder für beste Verarbeitungsbedingungen
Geeichte Honigwaage für Quantitätsgarantie.

Besuch von Mitgliedern des Deutschen Bundestags
Andreas Schwarz (SPD), Lisa Badum und Harald Ebner (Bündnis90/Die Grünen)
Länderübergreifend
Seminar „Bienendemokratie“ (von Ilona) fand in Tschagguns (Montafon / Österreich) für den Bienenzuchtverein Vandans und St. Anton.
Fazits zum Jahr 2018:
- Ein Geschenk ist genauso viel wert wie die Liebe, mit der es ausgesucht worden ist. (Thyde Monnier)
- Lehren heißt, die Dinge zweimal lernen. (Joseph Joubert)
Unsere sechs Kern-Aktivitäten im Einzelnen
1. Die „Bamberger Schulbiene“
Alle Aktivitäten der Bamberger Schulbiene sind auf einer eigenen Tagebuchseite nachzulesen. Insgesamt waren es:
- 30x Unterricht / Führungen / Vorträge
18x Schulbienenunterricht:
Universität Bamberg, Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichtes – EE-feU, Didaktik der Naturwissenschaften / Studierende des Grund- und Mittelschul-Lehramts der Universität Bamberg (11x)- Katholischer Frauenbund St. Otto
- F
örderverein der Hainschule Bamberg - Grund- und Mittelschule Röttenbach (2x)
- Freundeskreis der Deutschen Rosenfreunde e. V.
- Montessori-Schule (Sekundarstufe)
- Gangolf-Grundschule
- 6 Vorträge
- Filmgespräch und Podiumsdiskussion „More than Honey“
- 2 Plenarbesuche (Badum/Ebner und Schwarz)
- Vortrag „Demokratie und Schwarmschlauheit – können wir von Bienen lernen?“ beim Bienenzuchtverein Vandans und St. Anton in Tschagguns (Montafon, Österreich)
- Bamberger VHS-Kurs „Die Imkerei – uraltes Handwerk und modernes Hobby
- 6 Honigernte- und -schleudertage
- Entwickeln eines Curriculums für das Sondermodul „Wachsverarbeitung an 5 Stationen“ zur Didaktik der Naturwissenschaft
- Mehrere Lehrbienenstandunterrichte für Bienenpat(inn)en
2. Bienenpatenschaften
- Unsere Bienenpatenschaften werden grundsätzlich für den Zeitraum von zwei Jahren abgeschlossen. Wir freuten uns über 16 Neuzugänge. Unsere „dienstälteste“ Bienenpatin – und seit 2012 dabei – verlängerte ihre Patenschaft zum 4. Mal. Weitere 8 Pat(inn)en verlängerten zum 3. und 2 Pat(inn)en zum 2. Mal ihr Engagement. Mit Stand zum Dezember 2018 waren es 42 Bienenpat(inn)en. Vielen DANK allen fürs Rückenstärken!
- Unsere Bienenpat(inn)en wurden mit 4 Bienenpaten-Newslettern und 13 Rundmails auf dem Laufenden gehalten sowie zu besonderen Ereignissen eingeladen.
3. Bienen-InfoWabe
Zum 3. Mal wurde in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park ein Jahresprogramm (Kurzversion) durchgeführt, neben Schulbienenunterrichten und sonstigen Führungen (s. a. unter Punkt 1).- Unsere altgediente, liebgewonnene Honigschleuder mit Entdeckelungsgeschirr bereichert nunmehr den Unterricht im grünen Klassenzimmer.
- An 12 Sonntagen öffneten wir die Türen der Bienen-InfoWabe für die Bevölkerung im Rahmen des BIWa-Jahresprogramms. Wir boten an …
- 6 Sonntagsöffnungen mit Vorträgen / Veranstaltungen
- 5 Sonntagsöffnungen ohne Vorträge, dafür mit 4x Weiselzellenkontrollen im Rahmen des Lehrauftrags zur Schul-Imkerei
- Saison-Abschlussfeier mit Rahmenprogramm und Verleihung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises 2018
- 6 Sonntagsöffnungen mit Vorträgen / Veranstaltungen
- Sonstige Veranstaltungen
- geplant, doch wetterbedingt leider ausgefallen: Exkursion zur Bienstube in Schlammersdorf
- Silvester „Funkensprüh’n am Feuerkorb“
4. Bamberger Bienengarten
Der im Vorjahr neu angelegte Bamberger Bienengarten erhielt eine gesponserte Schau-Grabanlage- … sowie 70 von uns selbst gestaltete botanische Pflanzenschilder und 14 Erklärtafeln …
- … und eine Lavendelumrandung des Schau-Kräuterbeetes.
- Das Wildbienenhotel erhielt sein Finish durch ein hochwertiges Zinkdach, gestiftet vom Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.
- Die Sitzbänke zum gemütlichen Bienenbeobachten stehen durch die Pflastersteinspende von Cathrin Beyer (VOM FASS Bamberg) nunmehr trockenen Fußes.
- Sanierung der Wege (Vliesunterlage und Neuauftrag Rindenmulch) mit Bienenpate Dr. Peter Kaimer
5. (Lehr-)Bienenstandorte
Mit Stand Dezember wurden 15 Völker an 7 Bienenstandorten geführt, die neben ihrer Aufgabe als Lehrbienenstände auch den Bamberger Lagenhonig hervorbringen.- Ein Volk ist in unserer Obhut, gehört jedoch der Uni Bamberg im Rahmen unseres Lehrauftrags „Schul-Imkerei“ für Grund- und Mittelschul-Lehramtsanwärter/innen.
- So gut wie alle Völker sind mit einer Bienenpatenschaft verbunden.
6. Medien- und Öffentlichkeitsarbeit
Um das Bienenthema in der Bevölkerung breit zu verankern, setzen wir auf eine kontinuierliche Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie nimmt vor allem Bezug auf unsere Aktivitäten und Termine, über die wir berichten. Medial setzen wir dabei auf auf eine breit gestreute Pressearbeit, auf fundierte Weblog-Beiträge und zeitgleich erfolgte Postings via Social-Media-Plattformen (Facebook: Bamberger Schulbiene https://www.facebook.com/bamberger.schulbiene und Twitter: https://twitter.com/HalloSchulbiene sowie Vorträge unsererseits, die wir überwiegend in der Region Bamberg anbieten.
Im Einzelnen:
a) Aktivitäten / Termine
- 41 (Korr. 30.6.19) (2017: 27) Artikelabdrucke (von 11 Pressemitteilungen aus unserer Feder und 2 aus dem Aktionskreis zum Volksbegehren) in Zeitungen, Zeitschriften und anderen Publikationen (siehe Pressespiegel) trugen dazu bei, die Bevölkerung auf das Bienenthema aufmerksam zu machen. Der Boden für das am 31.1.2019 beginnende Eintragsverfahren war in unserer Region gut vorbereitet!
159 (2017: 163) Weblog-Beiträge, veröffentlicht unter „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ mit 39.191 (32.070) Besucher, die 64.610 (Vorjahr 54.266) Seiten ansahen (Steigerung um 19% zum Vorjahr). Die Beiträge dienen neben der Öffentlichkeitsarbeit auch uns selbst als Reflexions- und Lernmöglichkeit sowie als Archiv. Alle Beiträge werden verantwortungsbewusst auf der Grundlage eigener Erfahrungswerte und im Abgleich mit sorgfältiger Recherche in geeigneten Quellen verfasst.- Pflege der Webseiten des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (IBZV).
- Pflege der Imker-Bibliothek mit über 100 Einzeltitel.
b) Background – unterstützende Aktivitäten im Hintergrund
Teilna
hme an Fortbildungen
- Veitshöchheimer Imkerforum, Institut für Bienenkunde
- Fachtagung der Bayerischen Bienenfachwarte und -sachverständigen „Bienenschutz und Pflanzenschutz“ in Weiden, StMELF (Reinhold)
- Veitshöchheimer Imkertag, Fachzentrum Bienen
- Podiumsdiskussion „Stadtökologie – Natur in der Stadt“ (Evangelisches Bildungswerk)
- „Urbaner Gartenbau in Bamberg „, VHS Bamberg
- Weiterbildung zum Imkermeister als berufsbegleitender Kurs in Graz (Östereich) (Reinhold)
Kooperations- / Kontaktarbeit / Netzwerken
Teilnahme an Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen des Imker und Bienenzuchtvereins Bamberg Stadt und Land e. V.- Regionalsiegel-Treffen der Lizenznehmer (Agenda-30-Büro)
- Treffen mit neuem Kooperationspartner „Essbare Stadt“
- Teilnahme an der 10-Jahres-Feier des Oberhaider Kreislehrgartens
- Teilnahme an der Stadtratssitzung zum Glyphosatverbot für Bamberg
Urkundenübergaben (z. T. mit Interviews) an 16 neue Bienenpat(inn)en- Ausschreibung des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 mit Ernennung der Jury
- Bienenpatentreffen im „Café Krackhardt“
- BAmbrosius-Abendessen auf der Erba-Insel
- Gründungstreffen des Aktionskreis zum Volksbegehren „Artenvielfalt … Rettet die Bienen!“
Presse- / Außentermine
Entgegennahme der Auszeichnung „Grüner Engel“ des Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) in Bayreuth- Fototermin Held’sche Spendenübergabe
- Fototermin Spende Möbelhaus Pilipp und Restaurant Kropf
Öffentlichkeitsarbeitsmaterial
- Anfertigen des Transparenzberichts 2016
- Erstellen des BIWa-Jahresprogramm 2018 in Kurzversion und Vollversion
- Aktualisierung des Einlegezettels
Beratung / Besondere Hilfeleistungen
- Zwei Standortberatungen (Bamberg und Pettstadt)
- Hilfseinsatz „Wildwabenbau“
- Beratung für eine W-Seminararbeit
- Beratung (2x) Aufbau Schul-Imkerei für Montessori-Schule
c) Spenden – Wir danken …
… unseren Großunterstützern (von 292,- bis 1.300,- Euro)
- Stiftung Bildung
- Schiffauer-Stiftung Bamberg
- Anne und Hans Zirkel, Bienenpaten
- Held’sche Apotheken, Hartmut Held (Bienenpate)
- EWC, EasyWareComputer GmbH & Co KG, Rentweinsdorf
- Einrichtungshaus Pilipp mit Restaurant Kropf – Bamberger Köstlichkeiten
- Förderverein zur Nachhaltigkeit der Landesgartenschau Bamberg 2012 e. V.
… unseren Dauerunterstützern und Sachspendern 
- Dr. Elke Puchtler, Autorin und Kräuterspezialistin, Adelsdorf
- Jeannette Frank, Rosenspezialistin, Inhaberin GALAROSA-Schaugarten Altendorf
- Gärtnerei Böhmerwiese, Bienenpatin Sabine Gründler, Bamberg
- Wienand, Marianne, Gast in Bienen-InfoWabe
Stefan Zehender, Gast in Bienen-InfoWabe- Sabine Saam, Bienenpatin, Baunach
- Elisabeth Burger, Bienenpatin, Augsburg
- Bernhard und Gabriele Kellermann, Bamberg, Preisträger BBU-2018
- Birgid Bischoff & Kartgruppe O BIWANKINOBI, Bamberg
- Rita Bender, Bienenpatin aus Bamberg
- VOMFASS Bamberg, Catharina Beyer und Silvia Mü
ller, Bamberg - Bäckerei Loskarn, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn, Bamberg
- Stadt Bamberg
… unseren BIWa-Referent(inn)en
- Henrik Arndt, Bienenfachwart Lichtenfels, Schönsreuth
- Dr. Elke Puchtler, Autorin und Kräuterspezialistin, Adelsdorf
Jeannette Frank, Rosenspezialistin, Inhaberin GALAROSA-Schaugarten Altendorf- Susanne Starke, Butoh-Performerin, Bamberg
- Esther Rojtenberg, Musikerin, Bamberg
… allen anderen Unterstützer/innen, die sich mit kleineren Beiträgen und in jeglicher Weise um Bambergs Bienenwelt bemühen. Eure Hilfe kommt an!
Die unerwartet anforderungsstärksten Vorkommnisse in 2018
- Unsicherheiten der Finanzierung des Uni-Lehrauftrags zur „Schul-Imkerei“ und der nachfolgenden terminlichen und inhaltlichen Verschiebungen
Der trockene, heiße Jahrhundertsommer mit extremer Gießbelastung im Bamberger Bienengarten- Eine doppelt starke Honigernte, die uns an den Rand der zeitlichen wie Material-Kapazitäten brachte (Ja, es mag Jammern auf hohem Niveau sein, doch das muss ja alles neben dem Brotberuf gestemmt werden!)
- Die Genehmigung des Volksbegehrens Mitte November und damit in die Weihnachtszeit fallenden Koordinierungen der Vorbereitungen durch den Arbeitskreis, dem wir – mit Ilona als Sprecherin für Bamberg – angehören.
Die elementarsten Vorhaben von 2018 – und was daraus wurde

Durchführung eines Lehrauftrags „Biene und Imkerei“ (neuer Titel: Praxis und Theorie der Schul-Imkerei) der Universität Bamberg, Didaktik der Naturwissenschaften (erreicht)- Kontrolle zur Wachsqualität (Wachsverfälschung) (erreicht)
- Endplanung (erreicht) und Durchführung (wegen Unwetters verschoben auf 2019) einer Exkursion zur Bienstube in Schlammersdorf (Oberpfalz) und ins Zeidlermuseum Feucht bei Nürnberg mit dem IBZV e. V.
- Endrealisierung eines unabhängigen Wachsmanagements für den Bamberger Lagenhonig mit Schulungen für (Jung-)Imker und Schulbienenunterricht (erreicht)
- Anschaffung einer Mittelwandgießform (erreicht)
- Anschaffung einer geeichten Waage (erreicht)
- Fertigstellung des Bamberger Bienengartens (Grab-Schaubeet und Beschilderungen) (erreicht)Planung eines Pumpbrunnens im Bienengarten (übererfüllt, da bereits gebohrt)
Pläne für 2019
- Volksbegehren „Artenvielfalt … rettet die Bienen!“ für Bamberg zum Erfolg führen
- Planungen u. ggf. Aufbau einer Api-Wellness-Station in Bamberg
- Einölen des Fußbodens
- Fertigstellung des Pumpbrunnens im Bienengarten -> Montage des Pumpschwengels
- Aktivitäten zum erwartbaren Volksentscheid „Artenvielfalt …“
- Angebot eines einjährigen Imker-Kurses für Anfänger mit 10 Modulen
- Bienengarten: Anlage eines Beetes mit der „Durchwachsenen Silphie“
- Fortsetzung des Imkermeister-Lehrgangs in Graz mit Meisterarbeit für Reinhold
- Schul-Imkereiförderung für Bamberg und Umgebung
Unser übergeordnetes Ziel
Der Erhalt der Bienenwelt in Bamberg ist unsere Leitschnur. Das schließt auch die Artenvielfalt bei Wildbienen und anderen Insekten und die Flora mit ein. Allerdings sind wir vor allem kundig in Sachen Honigbiene. Doch geht es ihr gut, dann haben auch ihre Brüder und Schwestern etwas davon.
Wir erreichen unser Ziel durch Beachtung folgender Aspekte (bzw. Teilziele):
- Qualitätsaspekt der Imkerei in Bezug auf Wabenqualiät, der wir aufgrund in 2016 bekannt gewordener Wachsverfälschungen weiterhin eine hohe Priorität einräumen. Es bekommt nicht nur dem Honig, sondern in erster Linie dem Brutgeschäft.
- Kompetenzgewinn unter den Lehramtsanwärter/innen an Grund- und Mittelschulen, da wir hier einen hohen Multiplikatoreneffekt mit der Zielrichtung „Schulbienenunterrichte“ erwarten. Doch auch weitere Multiplikatoren wie Lehrer/innen und Neuimker/innen sollen stärker noch erreicht werden.
- Eigener Kompetenzgewinn, der in Form des 2018 begonnenen Imkermeister-Lehrgangs für Reinhold der Initiative einen kräftigen Wissensschub bringen wird.
- Beständige Präsenz in der Öffentlichkeit. Nur so schaffen wir es, das Bewusstsein für die kleinen Lebewesen, die uns so sehr nützlich und wichtig sind, zu schärfen.
- Mit Humor, Tatkraft, Freude, Begeisterung, Optimismus, Zusammenhalt und Fantasie!
Helfen Sie uns dabei, dann gewinnen wir alle! Wir zeigen Ihnen, wie. Zum Beispiel mit diesem Transparenzbericht.
[Aktualisierung 31.10.2022 zur Angleichung der statistischen Aufteilung]
*16* Adventskalender der Bamberger Schulbiene
So ein kurzer Advent! Nur noch eine Woche, dann ist auch fast schon der Weihnachtsabend da! Für Kinder genau richtig, die es ohnehin nicht erwarten können. Für Erwachsene wie uns ein sportiver Einsatz, denn irgendwie möchten alle noch davor mit irgendwas fertig werden. So auch wir.
Die Blogschreiberin Ilona hat es soeben noch geschafft, ein Modul zur Öffentlichkeitsarbeit in Digitalen Räumen innerhalb ihres Potsdamer Lehrauftrags hochzuladen. Reinhold versucht, sich mit seinem Buchführungsmodul anzufreunden, welches in der zweiten Januarwoche in seinem Imkermeisterlehrgang abgeprüft wird. Meine herzallerliebste Schwiegermutter Elisabeth – und zugleich erste Bienenpatin von mittlerweile 41 (!) – nähte an diesem Wochenende unseren neuen Vorhang für die Küche, der die kalte Winterluft draußen halten soll. Denn man staune – es gibt keine Heizung in diesem doch recht großzügig bemessenem Raum. Da muss man sich halt anders behelfen.
So waren wir alle am 3. Adventssonntag richtig gut beschäftigt. Doch wir waren zusammen. Genau DAS eben zählt. Wir jammern nicht über unseren „ach, so schlimmen Stress“. Stattdessen freuen uns daran, dass wir sinnvolle Arbeit leisten, die irgendjemanden mehr außer uns selbst nützen wird. Wir freuen uns daran, dass wir einander haben und uns beistehen in unseren Aufgaben. Wir genießen aber auch die endlich getane Arbeit – und daher beende ich jetzt so langsam diesen Adventskalenderbeitrag, die letzte „Pflicht“, die ich mir für heute noch auferlegt hatte.
Gleich sitzen wir alle gemütlich hier im Augsburger Süden (kurz vor Göggingen) zusammen und lauschen einer CD, die ebenso ein Hörbuch enthält. Dieses soll zugleich der heutige Einkaufstipp für Weihnachten sein. Hörbuch und Musik-CD: „HEINRICH – König & Kaiser – Herrscher & Heiliger“. Faszinierende Herrschergeschichten des Mittelalters. Mit der Capella Antiqua Bambergensis und dem Schauspieler Udo Schenk. Zu beziehen z. B. hier im Bamberger Stiftsladen (wo es auch unseren Bamberger Lagenhonig zu erstehen gibt, nur so am Rande.)
Eine wunderbare, wenn vielleicht auch arbeitssame letzte Adventswoche 2018 wünschen wir allen da draußen! Lasst ein Stückchen Platz für die vorweihnachtliche Freude, egal, was immer ihr auch tun müsst oder wollt!
*15* Adventskalender der Bamberger Schulbiene
Ihre jungen Pupertiere sind IMMER NOCH NICHT im Bett?!?! Nein?! Dann lassen Sie sie an diesem Samstag Abend doch ausnahmsweise mal was zu Bienen glotzen, statt sinnfrei mit Games in der Gegend rumzuballern. Ist doch schließlich Advent, da darf’s mal etwas friedlicher zugehen. Hier eine kleine Auswahl unter oft leider häufig fehlerhaft dokumentierten Videos.
- KIKA / „Timster“ (Dauer 2:30) mit dem jungen Imker namens Ernst, der einen Buchtipp parat hat: Socha, Piotr: Bienen. Das Buch gibt’s übrigens auch in unserer Imker-Bibliothek zu begutachten.
- Gleich mehrere Einträge unter dem Suchbegriff „Bienen“ findet man im Archiv von BR-Kinder.
- „Biene“, aus der Serie „Anna und die Haustiere“ (Dauer 14:25)
- Anna und die wilden Tiere: Annas Blog: Imker Sepp und seine Bienen“ (Dauer 5:58 / Langfassung (Dauer 24:14)
- Woher kommt Honig? Sendung mit der Maus / Bibliothek der Sachgeschichten von und mit Armin Maiwald (Dauer 7:23).
Prima erklärt, wenngleich die Filmqualität zu wünschen übrig lässt.
*7* Adventskalender der Bamberger Schulbiene
Heute ist BAmbrosiustag! Bislang feierten wir ihn in der Bienen-InfoWabe. Doch heuer ist alles ein wenig anders. Reinhold macht sich auf den Weg zum Imkermeister und ist teils in Österreich und teils ganz dolle am Lernen. Da muss das Vergnügen, bzw. die Arbeit, das Vergnügen zu ermöglichen, hinten an stehen. Auch im nächsten Jahr wird es keine Feier geben.
Doch ein klein wenig ließen uns unsere Bienenfreunde nicht aus der „Verantwortung“, den Weihetag des Heiligen Ambrosius, Schutzpatron der Bienen, Imker, Lebküchner, Wachszieher und des Lernens (ach, wie passend!) würdig zu begehen. Daher treffen wir uns heute im Restaurant „Erba 49° Nord“ um 17 Uhr zum Abendessen und miteinander Klönen. Bei echt nordischer Küche, die wir letzte Woche schon mal mit unseren Bienenpaten Anne und Hans Zirkel vorgetestet und für gut befunden haben.
Solltet ihr spontan dazustoßen wollen, bitte bei uns anrufen, damit wir die Platzreservierung anpassen können. Es ist ein zwar ein noch junges, doch bereits jetzt schon sehr beliebtes Lokal. Habt so oder so einen schönen Tag im Gedenken an unsere kleinen fleißigen Majas, fleißigen Imker und fleißig Lernenden … 😉
Auf dem Weg zum Imkermeister
Reinholds erster von insgesamt 6 Blöcken im Steirischen Imkerzentrum / Imkerschule in Graz (Andritz) ist vorüber. Mit-Veranstalter ist das Ländliche Fortbildungsinstitut (LFI), eine Abteilung der Landwirtschaftskammern. Zwei Wochen Vollzeitunterricht, und auch der Samstag wurde hinzugenommen. Der Zeitraum der MeisterInnenausbildung Bienenwirtschaft ist von 2018 bis März 2020, also nur 1,5 Jahre. Andere Meisterkurse in anderen Bundesländern Österreichs und auch die in Deutschland dauern 2-3 Jahre bzw. Ausbildungswinter. Doch dafür wird an der Grazer Imkerschule gewaltig komprimiert.
Die allgemeinen und fachspezifischen Basis- und Fachmodule gliedern sich folgendermaßen:
- Bienenwirtschaft I und II (160 UE)
- Betriebs- und Unternehmensführung Bienenwirtschaft inkl. Marketing (60 UE)
- Grundlagen Betriebs- und Unternehmensführung (64 UE)
- Ausbilderlehrgang (40 UE)
- Recht und Agrarpolitik (40 UE)
Begleitend hierzu wird die Meisterarbeit erstellt. Ein dreitätiges Praktikum in einem Meisterbetrieb oder an der Imkerschule rundet das ambitionierte Programm ab.
19 Teilnehmende, davon drei Frauen, drückten die Schulbank, davon einer aus Deutschland – der Reinhold und einer aus der Schweiz. Voraussetzung für die Meisterausbildung ist der Abschluss als Facharbeiter Bienenwirtschaft, analog des deuschen Tierwirt Fachrichtung Imkerei, und dieses drei Jahre lang absolviert, gerechnet bis zum Tag des Meisterabschlusses. Außerdem muss man selbst einen Betrieb führen, also eine Imkerei betreiben, bzw. sieben Jahre Tätigkeit in der Bienenwirtschaft nachweisen und 21 Jahre alt sein. So alt war denn auch der jüngste Teilnehmende, die ältesten etwas über 60 Jahre. Dazwischen war jede Alterstufe vertreten.
Warum Reinhold nicht in Deutschland seinen Meister macht, liegt auf der Hand. Hier müsste er als anerkannter Tierwirt eine zweijährige Betriebspraxis oder eine drejährige Berufspraxis in einem Betrieb mit 100 Völkern nachweisen. Wo, bitteschön, sind diese Rahmenbedingungen realstisch in einem Umfeld wie Bamberg? Und dann sollte das für ihn ja auch noch nebenberuflich zu leisten sein. Doch Glück im Unglück – Österreichs landwirtschaftliche Ausbildungen gelten als hervorragend, und die Fahrtzeiten sind nicht viel länger als etwa von Bamberg nach beispielsweise Celle.
Jetzt gilt es erst einmal für Reinhold, das jüngst Erfahrene aufzuarbeiten. Die Fachteile der ersten zwei Wochen betrafen:
- Arbeitssicherheit
- Beuten- und Gerätekunde
- Bienenkrankheiten
- Bienenpflege
- Königinnenaufzucht in Theorie und Praxis
- Bienenprodukte
- Technik in der Imkerei
- Buchführung
Eine Fachexkursion an zwei Betriebsstätten – eine große mit 10.000 Völkern und eine mittelgroße mit ca. 300 Völkern – hinterließen einen tiefen, im ersteren Falle nicht unbedingt nur positiven Eindruck. Davon „erholen“ kann sich Reinhold bis zum 7. Januar. Dann geht es wieder für zwei Wochen in die Steiermark. Mit im Gepäck die Anfänge der buchhalterischen Betriebsführung in einem eigens hierfür anzuschaffenden Buchführungsprogramm (MoneyMaker Agrar).
Nach Schlussworten für diesen Blogbeitrag befragt lautete die spontane Antwort von Reinhold: „Ich freue mich auf das nächste Modul!“ Na, das ist doch klasse, nicht wahr?!
Ergänzung 17.02.2019: Imkermeisterkurs erfolgreich beendet
Hintergrund zum Honigpreis des Bamberger Lagenhonigs
„Ein fairer Preis für ein Glas Honig, dass man wirklich gut davon leben und auch eine Familie davon ernähren könnte, wären mindestens 15 Euro. Beim Verkaufspreis von 8 bis 10 Euro bleiben, wenn es hoch kommt, 50 Cent bis 1 Euro übrig“, sagt die Präsidentin des deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbundes, Annette Seehaus-Arnold. In: Wo Honig draufsteht, ist nicht immer Honig drin. (Schmelter, Veit: ntv. 01.08.2021.)
Warum ist unser Honig denn dann billiger als errechnet? Wir subventionieren uns quer durch Bienenpatenschaften. Deren Beiträge ermöglich(t)en uns Ankäufe von Gerätschaften und Material. Wir konnten außerdem auf Sachspenden wie eine Honigschleuder und das Entdeckelungsgeschirr von den Bienenpaten Anne und Hans Zirkel zurückgreifen. Des weiteren erzielen wir seit 2019 Einnahmen durch unsere Imkerkurse.
Besondere, knstenintensive Umstände der Bienenpflege und Honigverarbeitung
Unsere Ausgangssituation: 8 Einzelstandorte (Standortimkerei, also keine Trachtfahrten) bei 23 (Wirtschafts-)Völkern (Stand: 07/2021), außerdem einige Ablegervölker.
Die (einmalige), absolut regionale Ernte und der Verkauf erfolgt getrennt und ausgewiesen nach Einzelstandorten, überwiegend auch getrennt nach jVolk. Einer der Gründe ist, dass unsere Bienenpaten jeweils Honig aus „ihrem“ Volk erhalten. Es macht einen hohen zeitlichen Unterschied, ob man halb Bamberg abradelt, oder alle Völker an einer Stelle stehen hat.- Unsere Standorte befinden sich überwiegend abseits landwirtschaftlicher Intensivkulturen (Massentrachten, z. B. Raps, Buchweizen oder Sonnenblumen etc.), damit verbunden ist ein geringerer Ertrag. Ausnahmen sind der Standort Buger Wiesen (seit 2021 zusätzlich Bughof), hier befinden sich vereinzelt bewirtschaftete Felder – allerdings auch ein großes Wasserschutzgebiet und Brachfelder.)
- Somit ist jedes einzelne Honigglas direkt auf ein bestimmtes Volk in Bamberg zurückführen. Dies kann über unsere Webseiten mitverfolgt werden, da wir dazu jeweils (foto-)dokumentieren und meist Gäste dabei haben. Unsere Transparenz- und damit Aufklärungsarbeit ist ein wesentliches Merkmal und logischerweise zeitintensiv.
- Da wir nur einmal im Jahr ernten, ist unsere Ertragsmenge nur halb so hoch wie bei anderen Imkern, die in aller Regel 2-3x ernten. Wir überlassen den Bienen also den Großteil ihres eigenen Honigs.
- Außerdem stehen diese Bienen der Bildungsarbeit zu verfügen, die wir teilweise mit dem Honigverkauf subventionieren. Dass bei vermehrter Einsichtnahme in die Bienenbeuten jeweils 2-3 Kg weniger Honig geerntet werden kann, ist auch ein Aspekt.
- Unsere Umstellung auf Eigenwachs bedeutet einen sehr hohen Ausgabenanteil an teuren Wachsverarbeitungsgeräten, verbunden mit immens hoher Arbeitszeit.
- Alle Fahrten rund um die Imkerei werden mit dem Fahrrad erledigt, bis auf sehr wenige Ausnahmen, bei denen wir wegen z. B. schwererer Lasten auf Carsharing zurückgreifen. Der mit dem Radeln – teilweise auch bergaufwärts – verbundene Arbeitszeitaufwand und die Betriebserschwernis sind über den Preis kaum wirklich aufzufangen. Der Honig wäre unbezahlbar. Doch unser ökologisch sanfte Fußabdruck ist es uns wert. Und unseren Kunden hoffentlich auch.
- Dass wir die Rähmchen, auf denen die Bienen ihr Leben verbringen, nur 2x verwenden und dann vernichten, ist unserem hohen Anspruch an optimaler Wabenhygiene geschuldet. Gesunde Bienen und qualitätsvoller Honig ohne Verunreinigungen oder Rückstände danken es uns.
- Ein paar mehr Cents gehen in den Etikettenkauf in kleinen Margen ein. Großimkereien kommen hier günstiger bei Abnahme höherer Mengen weg. Leider
lassen sich Etiketten nicht lange lagern, es leidet die Klebekraft und die Farben. - Wir spenden pro 500g-Glas 5 Cent an das Netzwerk Blühende Landschaft. Sie erkennen es an dem orangefarbenen Aufkleber.
- Weiteres siehe auch „Unsere Imkerphilosophie“.
Genussreiche Herbstarbeiten in (all zu) milder Zeit
Sommerliche Temperaturen im Oktober – das bringt sogar die Apfelbäume im Erba-Park zum Blühen – und die Bienen zum Eintragen von reichlich Nektar.


Mit einer Kürbissuppe ausgerüstet oder Nürnberger Brodwörschd gegrillt – so lassen wir uns die Herbstarbeiten in und an der mittlerweile ausgeräumten Bienen-InfoWabe schmecken.
Zeit, um mit Ralf, unserem Nachbarn vom Kleingartenverein, das Vorgehen zur Fertigstellung der Grundwasserpumpe zu besprechen.
Zeit auch, endlich uns von Catharina Beyer geschenkten Pflastersteine zu versenken, damit die nunmehr frisch gestrichenen Gartenbänke in der nächsten Saison nicht im Erdreich versinken und unsere Gäste einen perfekten Bienenbeoabachtungssitzplatz vorfinden werden.
Damit diese Gäste uns finden, ersetzten wir die Beschriftung auf allen 11 Eingangstafeln der Erba-Insel. Und als wir schon mal dabei waren, die verblichenen Aufkleber abzulösen, entfernten wir gleich auch die „wilden“ Babberla. Es ist schon so – man fühlt sich mitverantwortlich für einen schönen Erba-Park, wenn man selbst ein Objekt dort stehen hat.

Aber auch das nach der Honigernte anfallende Bienenwachs will eingeschmolzen werden. Was zumindest beim ersten Durchgang nicht mit lieblichen Düften einhergeht und daher nicht in der Wohnung geschehen kann. Doch die Bienen-InfoWabe hat ja derzeit keinen Gästebetrieb und ist außerdem gut lüftbar.
Nebenbei wird das Laub des Nussbaumes aus den Beeten und der Kleewiese entfernt. Die Schaubeeten des Bienengartens werden ein letztes Mal geharkt. Doch gegossen muss immer noch werden, wie schon den ganzen, über 7 Monate dauernden, regenarmen Sommer über. Der Liegestuhl war eher kaum benutzt, doch mit der neuen Pumpe … mal sehen!
Ein prüfender Blick, welche botanische Schilder noch fehlen, weil neue Pflanzen hinzu kamen. Nächstes Jahr sollen sich alle wieder Notizen oder ein Foto machen können, um auch bei sich zuhause bienenfreundliche Pflanzen einpflanzen zu können.
Zufrieden mit allem Geleisteten, doch auch mit etwas Wehmut verbunden, verabschieden wir uns vom Sommer.
Danke an alle, die uns in irgendeiner Weise übers Jahr geholfen haben! Die Ernte ist eingefahren, und die heißt: Das Verständnis zahlreicher Menschen gewonnen zu haben um die Themen Bienen, ihren Lebensraum, Honig und Imkerei!
Einfüttern – wann, was, wie
Zum Thema Einfüttern von Honigbienen, welches um diese Jahreszeit so langsam abgeschlossen sein sollte, gibt Reinhold ein paar Tipps – wichtig auch für unsere Studiengruppe der Universität Bamberg innerhalb unseres Lehrauftrags zur Schul-Imkerei*.
Zeitpunkt des Einfütterns
- Das reguläre Einfüttern erfolgt bei den Wirtschaftsvölkerm NACH der ersten Varroabehandlung mit Ameisensäure.
- Manchmal kann eine so genannte „Zwangsfütterung“ auch noch später im Jahr anfallen, wenn erkennbar wenig Zuckerwasser aufgenommen wurde. Das passiert, wenn die Varroabehandlung zu heftig für das Volk ausgefallen ist, bspw. bei einer zu schnellen Verdunstung bei zu warmen Wetter. Das Volk wird dann fressfaul. Siehe hierzu in unserem Beitrag unter der Zwischenüberschrift: „Zwangsfütterung im Herbst sorgt fürs Überleben“.
Doch häufig ist der Grund ein zu schwaches und / oder krankes Volk, so dass eine Auflösung ratsam sein kann.
Was wird eingefüttert?
- Zur Einfütterung verwenden wir eine Zuckerlösung im Mischungsverhältnis 3:2, d. h. 3 Anteile Zucker werden in 2 Anteilen Wasser gelöst. Als Zucker verwenden wir Haushaltszucker, also reine Saccharose. Zum Thema „Zucker“ siehe auch folgende Beiträge:
- Alternativen zum Zucker sind fertige Futterlösungen auf Zucker- oder Getreidebasis. Achten sollte man, dass sie als Bienenfutter deklariert sind. Bienenfutter besitzt ein speziell auf die Bedürfnisse der Bienen abgestimmtes Spektrum von Zuckerarten.
- Wirtschaftsvölker füttern wir mit 20 Kg Zucker ein, entsprechend rund 33 Kg Futterlösung im 3:2-Mischungsverhältnis. Ableger werden mit 15 Kg Zucker eingefüttert, entsprechend ca. 25 Kg Futterlösung.
- Tragen Bienen nach der Honigernte (die bei uns nur einmal im Jahr im Monat Juli erfolgt) erneut viel ein, wird entsprechend weniger Zucker eingefüttert. Zusätzlich verbleiben bei unserer Betriebsweise mindestens 5 bis 10 Kg Honig im Brutraum. Daher vorher kurze Kontrolle der Situation und die Bedarfsmenge anpassen.
Wie wird eingefüttert?
Es gibt viele Möglichkeiten des Einfütterns, beispielsweise mit Futtertaschen oder speziellen Futtertrögen. Die einfachste, von uns verwendete Variante sind Futtereimer oder Futterboxen. Damit die Bienen die Zuckerlösung aufnehmen können ohne im Futter zu ertrinken, legen wir ein „Nestchen“ aus Stroh (vorzugsweise aus Bio-Landwirtschaft) auf das Futter.- Wirtschaftsvölkern kann (muss man aber nicht) das gesamte Futter in einer großen Portion auf ein Mal verabreicht werden.
- Ableger bitte langsam in mehreren Portionen einfüttern. Wird ein Ableger zu schnell aufgefüttert, leidet die Bruttätigkeit, da auch das Brutnest mit Futter vollgefüllt wird.
- Devise ist, lieber etwas mehr einfüttern, als verhungerte Völker im Frühjahr. Überschüssige Futterwaben werden im Frühjahr den Völkern entnommen und finden bei der Ablegerbildung weitere Verwendung.
- Manchmal dauert es witterungsbedingt zu lange, bis die Bienen das Zuckerwasser aufgenommen haben, vor allem bei kühlem Wetter. Gäriges Zuckerwasser daher entfernen, abwiegen und die entsprechende Menge erneut anbieten, ggf. mittels „Zwangsfütterung“, wie oben beschrieben.
Details
- Folie auflegen, diese einen Spalt offen lassen, Leerzarge aufsetzen.
- Grundsätzlich Abends einfüttern! Verhindert die Räuberei unter den Bienenvölkern
- Nichts neben die Beute hinaus kleckern! Andere Bienenvölker werden sonst angelockt und zur Räuberei verleitet.
*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.
Glyphosat macht Bienen schlapp
Von allen Seiten wird uns derzeit das Ergebnis einer Studie zugetragen: Glyphosat schädigt nachweislich die Darmflora von Bienen und macht sie damit anfällig gegenüber Infektionen. Es ist ja nicht so, als dass das eine Überraschung wäre. Darmmikroben sind winzig kleine Organismen. Warum sollte es gerade diesen sensiblen Minis gelingen, sich eine Elefantenhaut gegenüber Glyphosat zuzulegen?
Nach der Infektionsversuchsreihe überlebten die dem Glyphosat ausgesetzten Honigbienen nur noch zu 10% den Zeitraum von 8 Tagen. Bei den unvergifteten Bienen waren es rund die Hälfte.
Der Apell geht daher „an alle Landwirte und Gartenbesitzer, Glyphosat keinesfalls auf blühenden Pflanzen einzusetzen“. Man geht davon aus, dass „auch andere heimische Bienenarten wie Hummeln oder Wildbienen auf ähnliche Weise betroffen sein können, weil ihre Darmflora der der Honigbienen ähnelt.“ (Proceedings of the National Academy of Sciences, 2018; doi: 10.1073/pnas.1803880115)
(University of Texas at Austin, 25.09.2018 – NPO)
Siehe dazu auch den jüngsten Stadtratsbeschluss in Bamberg in Sachen Glyphosatverbot.







