Ins Neue Jahr mit Honigglück

Bamberger Lagenhonig – fein kristallisiertWillst Du drei Stunden glücklich sein, trinke Wein.
Willst Du drei Wochen glücklich sein, schlachte ein Schwein.
Willst Du drei Jahre glücklich sein, nimm eine Frau.
Willst Du ein Leben glücklich sein, bebaue einen Garten
und halte Bienen darin.

(frei nach Konfuzius)

Ein Gläschen von unserem Honig aus den Buger Wiesen hatte ich für ein Weihnachtsgeschenk an Reinhold seit dem Sommer versteckt. Nun wurde es anlässlich des Jahreswechsel aufgemacht. Feinkristallin und duftig gibt es letzte Kunde von einem mittlerweile leider verwaisten Standort, doch auch von den glücklichen Honigschleudertagen mit unseren Bienenfreunden …

… auf ein Neues!

 

Schneeflöckchen, du deckst uns die Bienelein zu …

Morgenröte in BambergDas satte Morgenrot bestätigte, was der Wetterbericht vorhersagte: Heute soll es schneien, in diesem Winter so richtig zum ersten Male. Zeit, nach Wildensorg zu pilgern, um auch an letzen unserer neun Standorte den Varroenbefall auszuzählen.

Am Rinnersteig in BambergAm Rinnersteig angelangt hatten wir bereits rote Nasen von der Kälte, doch noch lag uns Bamberg eher herbstlich zu Füßen, am Horizont graublau die Hügelkette der Fränkische Schweiz.

Reinhold, Ilona, Steffi und Marcus im HeerleinIn der warmen Stube im Heerlein erwarteten uns die „Bienen-Herbergsleute“ Steffi und Marcus, Besitzer der Jungbauern-Wiese, auf der unsere paar Tausend „Mädels“ seit heuer stehen. Am BAmbrosiustag hatten wir spontan miteinander ein Karpfenessen verabredet, denn dazu sind wir heuer noch so gar nicht recht gekommen.

Wieder aufgewärmt ging’s zum Standort. Zwischenzeitlich kam der versprochene Schnee herunter und einhergehend mit den nun anhaltend kalten Temperaturen auch gleichzeitig ein Ende der Gefahr übermäßigem Varroenwachstums und der Faulbrut.

Hörprobe am Bienenstock mit Marcus und SteffiNun erst einmal eine Hörprobe – summt da noch was im Stock? Ja, wie schön! Tja, nicht an allen Standorten hatten wir in diesem Jahr das Glück eines vitalen Volkes. Doch wir teilen diesen Kummer heuer mit ziemlich vielen Imkern.

Varroazählung mit Reinhold, Steffi und Marcus des Volkes am RinnersteigSodann zählen wir die Varroen aus. 20 Stück der dunkel glänzenden Rundlinge lagen auf der Windel, einer weißen Plastiklade, die unten am Boden im Anschluss an die Oxalsäurebehandlung (hier am 9.12.) eingeschoben worden war.

Alles, was wir an Versorgung unserer Bienen heuer tun konnten, ist nun getan. Nun übernimmt der Winter die Regie. Uns bleibt nurmehr, viel zu lesen und zu lernen, um es in der neuen Saison noch besser zu machen. Vielleicht. Denn wie so oft gilt in der Natur: der Mensch denkt, Gott lenkt!

Michael und Hund Mani auf der Jungbauer-WieseFür die letzten Stunden im alten Jahr wünschen wir allen Tierhaltern gesunde „Familienmitglieder“, ob Biene oder Hund. Die wiederum dafür sorgen, dass auch wir Menschen durch die ständige Pflege, die wir ihnen ja meist im Freien angedeihen lassen, fit bleiben. So, wie zum Beispiel Hund Mani, der mit unermüdlicher Ausdauer für das Wohlergehen der Familie Sennefelder und Jungbauer sorgt.

Schneemann ReinholdSchneefrau IlonaBrr, ist Ihnen zu kalt und zu anstrengend? Na, dann wünschen wir Ihnen wahlweise einen kuscheligen Ausklang mit warmen Socken und Lesestoff. Und wer nicht weiß, was er lesen soll: 352 Artikel in diesem unseren Weblog dürften doch vollauf genügen, nicht wahr?!

Viel Vergnügen mit dem Restjahr, so oder so, wünschen ihren Leserinnen und Lesern – Ilona Munique und Reinhold Burger!

Vorträge zur Arbeitsweise in der Imkerei und zur Honigqualität 2015

Am 10.01.2015 stellt die Fachberaterin für Bienenzucht in Oberfranken, Barbara Bartsch, „Biologische oder konventionelle Arbeitsweise in der Imkerei“ einander gegenüber. Im Bootshaus im Bamberger Hain* werden von 14.00 bis 16.30 Uhr die Vor- und Nachteile erörtert.

Der Kurs ist Grundlage für die Veranstaltung des Kreisverband Imker Bamberg e. V. mit Anna Wörl am 25.01.2015 zu „Qualitätskriterien für den Honig“ im Zusammenhang mit der staatlichen Qualitätsoffensive für bayerischen Honig, ebenfalls im Bootshaus. Die Netzwerkkoordinatorin von „Geprüfte Qualität – Bayern (GQB)“ des Kompetenzzentrum für Ernährung (KErn) informiert von 15 – 17.30 Uhr über die erforderlichen Maßnahmen und Bedingungen für eine Zertifizierung.

Für diese Zertifizierung erhalten bayerische Imker eine Förderung in Höhe von jährlich maximal € 200, die bis 30.06. bei der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft beantragt werden kann.

Ausrichter beider Veranstaltungen ist der Kreisverband Imker Bamberg e. V.

Duft- und Leuchtspuren am Don Bosco-Weihnachtsmarkt 2014

Kinder beim Fackeln anfertigenDurch den Regen vielleicht ein klein wenig ruhiger, doch in Sachen „Familienqualität“ um keinen Deut geringer als im vergangenen Jahr – eher im Gegenteil! Zahlreiche Aktivitäten und Angebote zeichneten den Weihnachtsmarkt auf dem Jakobsberg auch 2014 aus. „Ah, da sind ja die Imker wieder!“ freuten sich diejenigen, die uns im Nebengebäude „Boscolino“ aufsuchten. Die Neulinge suchten etwas länger und manche, wie die Presse, entdeckten uns gar nicht. Derweil hätten sie alle nur der Nase nach zu gehen brauchen …

Was wäre Advent ohne …

„Bei euch riecht es immer so gut“ meinte eine Don Bosco-Mitarbeiterin, als sie geschäftig durch den Kinderhort Boscolino eilte, um wie wir letzte Hand anzulegen, bevor der Weihnachtsmarkt im Josefsheim am 13. Dezember offiziell eröffnete.

Kleiner Ambrosiusaltar an unserem StandKein Wunder. Präparieren wir doch Stunden vorab den Raum mit Duftölen der Marke „Winterliches“ wie Orange, Zimt und Kardamom, ohne die die Adventszeit nicht denkbar ist. Der zarte Apfelduft unserer Deko streicht durch den schmalen Gang des Kinderhorts Boscolino. Doch den Löwenanteil an olfaktorischem Genuss besorgte diesmal unser Topf voll mit goldgelbem Bienenwachs fürs Fackelgießen bzw. –tauchen.

Kinder beim Fackeln anfertigenDas Fackelherstellen war denn auch das Highlight unseres Stands, mit dem wir seit 2012 alljährlich am dritten Adventswochenende Groß und Klein aus Nah und Fern die Wunder der Bienenwelt nahe bringen. Denn was wäre Advent ohne diese Bestäubungsleisterinnen? Da gäbe es keine rotglänzenden Äpfel oder duftenden Orangen mehr!

Familie beim Fackel erstellenSo harmoniert das Anliegen unserer Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ aufs Beste mit dem Anliegen des Salesianer-Ordens, Familien ein nicht ausschließlich konsumorientiertes, vielmehr erlebnis- und inhaltsreiches Adventswochenende zu bieten. Was wäre Advent also ohne den Don Bosco-Weihnachtsmarkt auf dem Jakobsberg? Da wäre Bamberg ganz sicher um eine Familientradition ärmer!

Reinhold mit Kind beim Fackeln anfertigenKinder beim Fackeln anfertigen„Das sind doch Bambusstäbe, die kenne ich“ meinte ein Junge nickend, als er der vielen Stecken ansichtig wurde, die auf geschickte Hände warteten. Bienenwachs, Schicht für Schicht durch Tauchen und Abkühlen über einer auf Bambusstecken gewickelten Baumwollschnur zur Fackel verarbeitet, die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen Spaß macht, sowohl in der Herstellung als auch im Gebrauch.

Denn was wäre Advent ohne gemeinsame Erlebnisse? Da würden gar viele Familienmitglieder und Freunde doch nur einsam dem Konsum oder dem Fernsehen frönen.

Einfacher Vorgang, vielschichtige Fragen

Kinder beim Fackeln anfertigenFür manche Kinder sicherlich eine kleine Geduldsübung. Doch selbst die Jüngsten brachten ihre Fackel zu einem guten Ende. Manche Kinder kamen nach einer Weile erneut und orderten nach, um auch den Geschwistern und Freunden eine Fackel mitzubringen.

Mutter und Kind basteln eine FackelNeugierige Köpfe beugten sich dicht über die mit Bienenwachs gefüllte Konservendose, die in einem Wasserbad warm gehalten wurde, und schnupperten den köstlichen Duft ein. Auch die Erwachsenen interessierte es sehr, welche Wachssubstanz von uns verwendet wurde. Als Reinhold Burger (geduldig wie ein Imker nun einmal ist und sein muss) antwortete, guckte so mancher etwas ungläubig. Immerhin schmolzen hier im Laufe der Stunden etwa 2,5 Kilo 100% reines Bienenwachs im Marktwert von rund 50 Euro für ein „bisschen Bastelvergnügen“ vor sich hin. Wir sehen das natürlich anders. Eben natürlich.

„Aber das ist doch gar nicht alles natürlich!“ meinte ein kleiner Naseweis. Wieso? „Na, die Tackerklammer“, meinte er grinsend, als Reinhold die Papierstreifen am Stab damit befestigte. Doch, auch die Klammer ist etwas aus der Natur, nämlich Stahl, eine metallische Legierung mit dem Hauptbestandteil Eisen und Kohlenstoff. Ja, und selbst die Druckerschwärze des Zeitungspapiers, die als Unterschicht für die Baumwollschnur dient, besteht aus überwiegend organischen Substanzen.

Reinhold mit Kind beim Fackeln anfertigenNun, was „Natur“ ist und nicht, das kann nur beantworten, wer die Produktionsbausteine und –prozesse kennt. Doch die sind selbst Erwachsenen mittlerweile ein Rätsel. Zu sehr verlassen wir uns auf das Wissen und die Produkte aus der fertigenden Industrie. Daher gerät ein einfaches „Fackeltauchen“ ganz zwanglos, vergnüglich und fast wie nebenbei zu einer kleinen Bildungseinheit – für jedes Alter und AUCH für uns! Kinderfragen nehmen wir ernst, denn es ist schneller geantwortet als nachgedacht. Wir wären nicht das erste Mal beinahe auf Halbwissen hereingefallen.

Die Nacht erhellen

„Wann werdet ihr die Fackeln denn anzünden?“ wollten wir gerne wissen. „Zu Silvester, ist doch klar“ antworteten die einen, während die anderen eine Nachtwanderung damit planten und wieder andere die Weihnachtsnacht damit erhellen möchten.

Kapelle im Don Bosco St. JosefsheimApropos erhellen – beim Gottesdienst in der wunderschönen kleinen Hauskapelle hatte Pfarrvikar Dieter Putzer (Wunderburg) genau dieses zum Thema. Dem Aufgang des Morgensterns vertrauen – nach den doch recht dunklen Adventsnächten. Das darf jeder Mensch und Christ, gerade in Zeiten der inneren Dunkelheit.

Vater mit Tochter beim Fackel herstellenAuch, wenn wir uns besonders freuen, wenn gerade die Kinderaugen im Schein des Lichts glänzen: Fackeln erhielten nur diejenigen, die mit einem Erwachsenen zu uns kamen – was ja doch die Regel war. Doch wen schleppten die aufgeregten Kinder heran? Nicht ganz überraschend waren es überwiegend Väter, Onkels und Opas. Hatten sie gedacht, selbst ein Stäbchen ins heiße Wachs halten zu dürfen, mussten sie jedoch meist beim etwas diffizielen Wickeln und Knoten der spröden, störrischen Paketbaumwollschnur helfen. Na gut.

Mutter mit Kleinkind sieht Bilderbuch anEinmal hörten wir den halbbelustigten Seufzer: „Wir möchten auch noch etwas anderes vom Markt sehen“, wenn die Kinder so gar nicht von unserem Mitmach-Stand wegzulocken waren. Denn außer Fackeltauchen durften auch Wachsfiguren-Anhänger ausgestochen, gemalt und gerätselt werden. Da halfen dann ganz traditionell eher die Mütter, Tanten und Omas.

Bienenpatin Regina hilft beim AusschankWie auch immer – Hauptsache, die Familien waren hingebungsvoll beschäftigt. Und wer dabei durstig wurde, konnte sich mit Honig angereicherte Getränke wie Milch, Apfelsaft und Orange-Sanddorn (der Renner!) von Bienenpatin Regina oder Jeannette abholen. Nur sehr wenige orderten den „Schuß“ Bärenfang-Likör an, den wir  verschämt ganz klitzeklein auf unserem Schild beworben hatten. Wurden ja schließlich viele Kinder erwartet bei uns.

Mit Spaß bei der Sache

„Was machen denn SIE da?!“ wurden unsere Bienenpatinnen Regina, Gabi und Ruth erstaunt von einigen Besuchern gefragt, kannten diese sie doch in einem ganz anderen Zusammenhang als beim Ausschank, Honigproduktverkauf oder beim Standabbauen am Sonntag Abend.

Bienenpatin Gabi hilft beim StandabbauSowohl Bamberger Museumsdirektorin, die Kunsthistorikerin Dr. Regina Hanemann als auch Bürokauffrau Gabriele Loskarn aus der Bäckerdynastie Nikolaus Loskarn (die uns ihren selbstgepressten Apfelsaft spendierte!) glänzten mit Verkaufstalent an einem ungewöhnlichem Ort, eben im Josefsheim am Jakobsberg. Und hatten wohl auch noch Spaß dabei!

Bienenpatin Ruth hilft beim StandabbauRuth Vollmar, die Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg kommt zwar üblicherweise auch viel herum, wenn sie nicht gerade in ihrem Büro Weichen und Projekte für Bambergs Wirtschaft (er)stellt, doch bei der Bienenpatenanwerbung hat man sie wohl noch nicht erlebt.

Klara hilft beim StandabbauAuch beim Schlussakt, dem nicht so geliebten Standabbau, konnte man ihren (wie immer vollen) Einsatz bewundern, als sie gemeinsam mit Tochter Klara Bretschneider – die wiederum vielen als engagierte Umweltaktivistin bekannt sein dürfte – die gefühlt tausend Beschilderungen abbaute und Stoffe zusammenfaltete. Kräftig unterstützt von Gabriele Loskarn sowie Ehrenbienenpatin Jeannette Munique, meiner Schwester aus Nürnberg, die an diesem Tage vor allem für den Getränkeausschank verantwortlich zeichnete.

Bienenpatin Christina (2. v. l.) mit Mutter, Ilona mit Schwester und Ehrenbienenpatin Jeannette Munique So war es Reinhold und mir mehr als sonst möglich, uns der Informationsübermittlung und den Gesprächen mit den kleinen und großen interessierten Besucher(inn)en und Imkerfreund(inn)en zu widmen, wofür wir sehr dankbar sind. Denn das ist schließlich unser Ziel. Die Angst vor Bienen nehmen, die Liebe zu ihr wecken und Jungimker zu gewinnen.

Sieghard und PetraWir sagen DANKESCHÖN für all unsere lieben Besucher/innen – genannt seien lediglich  unsere Bienenpatin Christina Michel aus Waldsachsen (zu ihr später noch mehr!), unser Imkerfreund aus dem Montafon, Sieghard Tschofen,  Petra Becker, die ebenalls im Bildungsbetrieb tätig ist, sowie Imker-Vereinskollegin Michaela Hock …

Malkind… und wir sagen DANKESCHÖN für dieses harmonisch und professionell gestemmte Adventsereignis unter dem Schirm der unermüdlichen Don Bosco-Mitarbeiter/innen und jugendlichen Bewohner/inn/en mit Emil Hartmann als Leiter, welche mit besonnener Energie und spürbar positiver Einstellung den so ersehnten Weihnachtsglanz hervorzuzaubern vermögen. Ganz im Zeichen der guten Sache, die uns alle im Herzen verbindet:

(Bienen)Liebe + Bildung + Spaß = Zukunftssicherung für uns alle!

 

Oxalsäurebehandlung 2014 abgeschlossen

Völker in Bamberg, Wildensorg-RinnersteigAm 9. Dezember war es vermutlich der bisher kälteste Tag in diesem praktisch nicht vorhandenen Winter. Die Oxalsäurebehandlung ist am vernünftigsten vor der Wintersonnenwende, bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und natürlich, wenn die Bienen aus der Brut gegangen sind, plus 21 Tage.

Buger Wiesen im Raureif mit Schiff auf RMD-KanalDer erste Kälteeinbruch war allerdings erst am 25.11., so dass die Zeit etwas knapp ist. Kann sein, dass sich noch vereinzelt Brut in den Beuten befand. Doch bei den nunmehr wieder steigenden Temperaturen steht ein weiterer günstiger Termin eher nicht im Raum.

Buger Wiesen im WinterDaher hatte Reinhold am Abend zuvor kurz entschlossen die Fläschchen in Zeitung eingepackt, damit die Oxalsäure handwarm verabreicht werden konnte. In einem fleißigen Rundumgang schaffte er es, sämtliche neun Standorte und neun Völker zuzüglich der KHG-Bienen, für den wir einen Pflegeauftrag eingegangen sind, zu versorgen. Um 7 Uhr behandelte er auf der Erba-Insel das erste Volk, um 12 Uhr das letzte Volk in der Heiliggrabstraße. Trotz Mittagsstunde betrug die Temperatur dort noch -1° C.

Hagebutten überfrorenDie Völker hatten die Behandlung durchaus notwendig. Manche Völker verzeichneten noch 4-5 Varroen Milbenfall pro Tag. Die Ameisensäurebehandlung hatte nicht bei jedem Volk gleich gut gewirkt. Prachtvölker können wir kaum aufweisen, das war schon mal besser. Auch sehen die Bienen heuer alle etwas kleiner aus als sonst. Nicht varroaverkümmert – also längere Flügel als Körper durch verkürzten Hinterleib – doch irgendwie nicht so die gewohnten Proportionen.

Buger Wiesen mit RaureifWie ihr seht, sind wir recht offen mit allem. Denn nur, wenn wir ehrlich miteinander die Sorgen teilen, können wir Vergleiche anstellen und voneinander lernen. Und der eine oder die andere Imker/in ist sicherlich froh zu erfahren, dass es an IHR oder IHM nicht unbedingt gelegen haben muss, dass sich die Völker heuer nicht so super entwickelten. Zu warm, zu trocken, zu wenig Tracht, zu viel Varroa, zu viel Krankheiten. Nun gut, die starken kommen durch. Wir werden sehen …

[Korr. 23.11.2017]

Don Bosco Weihnachtsmarkt 2014 mit Bienen-leben-in-Bamberg.de

Einladung zum adventlichen Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2014

Unser kleiner Marktstand am Don Bosco-Kunsthandwerker-Weihnachtsmarkt 2013Reinhold am Weihnachtsmarktstand im BoscolinoDen Honig müssen wir leider streichen. Es war kein gutes Bienenjahr. Weder wir noch befreundete Imker haben Honig in ausreichender Menge übrig, um ihn am Don Boscoo Weihnachtsmarkt mit euch zu teilen. So bleibt es bei einem kleinen Verkaufsstand von Honignebenprodukten und dem Angebot für Große und Klein,  mitzumachen bei Tätigkeiten, die auch Imker im Winter zu tun pflegen: aus Bienenwachs Nützliches anfertigen. Heuer werden es Fackeln sein, die wir miteinander gießen. Freut euch drauf!

Bastelfamilie am StandAußerdem schenken wir Getränke mit Honig aus, die man sonst nicht überall angeboten bekommt. Selbstverständlich stehen wir für Informationen und kleine Unterrichtseinheiten rund um Biene, Honig und Imkerei zur Verfügung und bringen auch wieder eine kleine Auswahl an Anschauungsmaterial mit, also Bücher, Imkerwerkzeug und eine echte Honigwabe, die wir extra für die Weihnachtsmarkttage aufgehoben haben!

Wo? St. Josefsheim, Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG – die Initiative “Bienen-leben-in-Bamberg.de” mit der “Bamberger Schulbiene findet ihr im Kinderhort Boscolino (rechts vom Hauptgebäude)
Wann? Traditionell am 3. Adventswochenende
Sa., 13. Dezember 2014 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 14. Dezember 2014 | 11.00 – 18.00 Uhr (der übrige Weihnachtsmarkt ist bis 19 Uhr geöffnet!)
Was? Heiße Honiggetränke, Weihnachtsgeschenkpäckchen, Informationen rund um Bienen, Honig, Imkerei sowie Basteln und Rätselspaß für Groß und Klein.
Kosten? Der Eintritt ist frei, eine Spendenkasse für das Don Bosco-Jugenwerkt und/oder für die Arbeit der „Bamberger Schulbiene“ stehen bereit.

In Bamberg weitet sich die Amerikanische Faulbrut aus

Bekanntmachungen im Rathaus-Journal Bamberg zur Amerikanischen Faulbrut

Ausdehnung der Amerikanischen Faulbrut im Bamberger Osten. Links das Sperrgebiet vom 07.12., rechts vom 05.12.14.

Erneut ist der Sperrbezirk in Sachen Amerikanische Faulbrut im östlichen Bamberger Stadtgebiet ausgedehnt worden, und zwar in Richtung Osten und Süden.

Hier besteht seit der offiziellen Ankündigung im Rathaus-Journal (Amtsblatt) der Stadt Bamberg am 07.11.2014 die Pflicht, seine Völker beim Veterinäramt* (nachzu-)melden.

Das Amt leitet in Absprache mit den Besitzern weitere Schritte ein: Futterprobeentnahme und bei Befall die Tötung der Brut sowie die Sanierung der adulten Bienen – was bei den kühlen Temperaturen wohl etwas ungünstig ist, aber was hilft’s …

Eine aktuelle Übersicht aller Faulbrutfälle veröffentlicht das Loeffler-Institut mit seinem Tierseuchen-Informationssystem (TSIS). Wer wissen will, welche Regionen derzeit betroffen sind, klickt auf “Liste weiter einschränken”, wählt das Bundesland und nachfolgend den Ort.

Sind unsere eigenen Völker betroffen?

Nach wie vor sind unsere Bienenvölker aller neun Standorte von „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ NICHT betroffen. Dem Heiligen Ambrosius, den wir morgen am 7.12. zum Anlass nehmen, miteinander zu feiern, sei Dank.

Doch keine 100 Meter von einem unserer Völker entfernt in der Heiliggrabstraße verläuft die Sperrgebietsgrenze. Wir hatten nach der allerersten Meldung (06.10.14) lange hin und her überlegt, ob wir gar unserer Bienen an einen anderen Standort verstellen. Wir entschieden uns dagegen. Denn falls unser Bienenstock nun doch mit Faulbrut belastet gewesen wäre, hätten wir so nur zu ihrer Verbreitung beitragen.

Nach wie vor können wir keine Krankheitsanzeichen festgestellt. Das Volk ist vital und hat keinen unangenehmen Geruch. Bei Faulbrut in fortgeschrittenem Stadium soll man das meist riechen können. Wir achten auch sehr auf die Wabenhygiene. Eine weitere  Überlegung war, dass jetzt in der kalten Jahreszeit die Bienen kaum mehr fliegen. Die Zeit der gegenseitigen Räuberei von Bienenvölkern ist vorüber. Die Räuberei ist DER Hauptverbreitungsweg der Faulbrut, neben imkerlichen Eingriffen wie Wabentausch. Mehr zu Ansteckungsfaktoren in diesem Beitrag.

Was tun, wenn die Seuche auftritt?

Das hatten wir bereits im Sommer beschrieben, als sich abzeichnete, dass sie sich nach Bamberg vorschiebt. Dort steht auch, wie der Amerikanischen Faulbrut vorgebeugt werden kann. Durch die kalte Wetterlage allerdings gehen die Bienen ohnehin „aus der Brut“, was bedeutet, dass sich die Lage beruhigen dürfte. Sofern es nicht bereits im Januar wieder zu warm wird.

* Landratsamt Bamberg, Fachbereich 34, Veterinärwesen, Tel. 0951-85-754 o. -755 bzw. das Veterinäramt der Stadt Bamberg, 0951-87-35 11. [Aktualisiert 12.06.2019]

Neu: Bienenrettungs-Patenschaft bei Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bienenscharmtraube auf AhornastEs ist ein Geben und Nehmen rund um die Biene. Und für alle Beteiligten eine echte Win-win-Situation. Zu den bisherigen drei Projekten, die durch Patenschaften unterstützt werden (Bienen-InfoWabe, Bienenwohnung, Schulbienenunterricht), gesellt sich nun eine vierte Anforderung, die uns praktisch und im wahrsten Sinne des Wortes zugeflogen ist: Bienenschwärme retten.

Wenn sich der Himmel verdunkelt …

Bienenschwarm lässt sich in den Schwarmfangkasten locken… dann kann es sein, dass Sie gerade in einem erhebenden Augenblick zig-Tausende von Bienen erleben, die auf der Suche nach einer neuen Heimat aufbrechen. Und keine Angst: nie ist ein Bienenvolk friedlicher gestimmt als zu genau dieser Zeit. Die Bereitschaft, zu stechen, ist minimal.

Leiter wird durch den Friedhof geschlepptDoch nicht jeder ist bereit, ein Volk vom Ast oder von einer anderen Sitzgelegenheit (siehe auch unser „Friedhofslampen-Schwarm“ oder Bierfassbewohner) zu bergen. Und sind sie erst geborgen, dann … wohin mit all den Bienen?

Ein Betttuch umhüllt das BierfassAn der Stelle lassen, wo sie sich niedergelassen haben, ist selten eine gute Lösung. Zumal die Bienen heutzutage aufgrund der Varroamilbe und häufig auftretender Krankheiten (Faulbrut, Bienen-Paralyse-Virus, Verkrüppelte Flügelvirus, etc.) imkerlich gepflegt werden müssen. Ein ungepflegtes Volk überlebt kaum keinen Winter. Außerdem ist die Ansteckung von anderen, gesunden Völkern eine ungewollte Nebenwirkung. Verwilderte Bienen sind übrigens KEINE Wildbienen. Letztere sind eine eigene Art und leben solitär, also nicht als Volk.

Das Überleben sichern

Blick in den Schwarmfangkasten auf ansitzende BienenSeit vergangenem Jahr nun rufen uns Feuerwehr, Naturschutzgruppen und Privatleute vermehrt um Hilfe an. Es hat sich herumgesprochen, dass es unsere Initiative gibt. Doch so gern wir auch allen Menschen und Bienen helfen wollen, so haben Reinhold und ich nur begrenzt Kapazitäten frei. Es ist zwar ein großer Vorteil, dass wir beide selbständige Einzelunternehmer sind und insofern etwas mehr über Zeithoheit verfügen als andere Beschäftigte. Doch auch wir müssen unser Überleben sichern, denn ein Vormittag ist schnell mal mit der Rettung vertan. Außerdem brauchen für das Schwarmeinholen meist ein (Leih-)Auto und benötigen eine neue Bienenwohnung für das zu rettende Volk.

Schwarmfangkasten abholen bei Bamberger FeuerwehrDaher haben wir uns schweren Herzens entschlossen, es der Feuerwehr und anderen Imkern, die einen Insektennotruf anbieten, gleichzutun und ebenfalls eine Spende für das Schwarmeinfangen zu erbitten. Da wir jedoch meinen, dass nicht diejenigen, die Bienen retten wollen, finanziell quasi auch noch für ihren Anruf „bestraft“ werden sollten, fänden wir es supertoll, wenn  „Bienenrettungspaten“ gefunden würden.

Wir stellen uns vor, dass diejenigen, die uns einen Schwarm melden, erst einmal selbst entscheiden dürfen, ob sie die Patenschaft übernehmen. Und so sie es sich nicht leisten können oder wollen, wir auf ein Kontingent an Bienenrettungs-Paten zurückgreifen, die bereits eingezahlt und natürlich durch Gegenleistungen von ihrer Bereitschaft profitiert haben.

Über die Bienen-Patenschaften

Die bisherige Möglichkeit, eine Bienenpatenschaft abzuschließen, nutzten mittlerweile 21 Bienenfreundinnen und -freunde aus Bamberg und ganz Deutschland.

Unterstützt werden unsere Tätigkeiten als Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“, die sowohl kurz- als auch langfristig der Bienenwelt in Bamberg mit Effekt ins Umland helfen sollen. Der Beitrag von derzeit 180 Euro für eine zweijährige Patenschaft wird auf Wunsch zweckgebunden angelegt:

Patenschaft 1: Die Bienen-InfoWabe fördern
Patenschaft 2: Eine Bienenwohnung finanzieren
Patenschaft 3: Den Schulbienenunterricht ermöglichen
Patenschaft 4 (neu): Einen Bienenschwarm retten

Neben dem guten Gefühl, etwas für die Bienenwelt und den Imkernachwuchs getan zu haben, erhalten unsere neuen Freunde zahlreiche Gegenleistungen.

Und als personalisiertes Geburtstags- oder Weihnachtsgeschenk ist eine Bienenpatenschaft eine ideale Möglichkeit, die Welt ein Stückchen besser zu machen! Rufen Sie uns einfach an, wir besprechen mit Ihnen, wie das alles genau funktioniert.

Von der Zeidlerei bis zur Faulbrut – Bienennachrichten in Bamberg

Bienennachrichten zum FrühstückZum Frühstück gab’s heute gleich zwei Nachrichten in Sachen Bienen. Keine davon erfreut uns so richtig, wenngleich wir durchaus auch die positiven Seiten gewillt sind, zu erkennen.

Nachricht im „Fränkischen Tag“ (FT): „Freiheit für die Honigbienen“.

„Naturschützer im Steigerwald wollen die Bienen zurück in den Wald bringen …“, so der Teaser des Artikels. Ja, interessant ist das alte Zeidlerhandwerk sicherlich. Auch als Rückblick in die Geschichte der Honig- und Waldwirtschaft ein löbliches Unterfangen. Doch ob Bienen in Holzbäumen oder in Holzbeuten ohne Mittelwände leben, macht kaum Unterschied – Holz ist Holz. Und selbst Mittelwände sind nicht wirklich künstlich, sondern ebenfalls aus (in Form gebrachtes) Bienenwachs, die von den Völkern, ergänzt mit neuem Wachs, umgebaut werden. Fürs Wohlergehen der Bienen spielt das, wenn überhaupt, eher eine untergeordnete Rolle. Eher schon für das Ökosystem „Wald“.

Etwas anderes treibt uns viel mehr um. Wir leben in einer globalen Welt mit einhergehenden Schrankenlosigkeit gegenüber Seuchen, die unsere menschlichen und tierischen Organismen ohne jahrhundertelange Gewöhnung aneinander nicht ohne Weiteres überstehen können. Die wichtige Frage heute ist: Wie lassen sich Völker in Baumhöhlen rein technisch gesehen gegen die Milbe behandeln? Wie lassen sich Seuchenausbrüche beobachten und wirkungsvoll behandeln?

Wild und frei sind zweierlei

Zeidelwesen – Tafel im Zeidelmuseum FeuchtWas man bei allem „Goodwill“ ebenfalls gerne übersieht: Baumvölker in der Zeidlerei von früher (also bis etwa 1800) waren sogenannte „Totvölker“. In einem Jahr trugen sie ein, im nächsten wurde der Honig komplett entnommen und somit das Volk vernichtet. Das war das übliche Verfahren und ist keineswegs romantisch oder im Sinne „Zurück zur Natur“. Der Vorteil war, es gab immer nur junge, frische Völker. Frei in ihrer Lebensentscheidung waren sie dabei sicher nicht. (s. a. Zeidelmuseum Feucht bei Nürnberg.)

Verwilderte Bienen, wild schwärmende Bienen (richtig muss es heißen: „Honigbienen ohne imkerliche Pflege“), sind definitiv eine Gefahr für alle Völker. Wir können das nicht gut heißen. Wildbienen sind es ohnehin nicht, das ist eine andere, solitär lebende Art. Ein wirklich und wahrhaft freies Volk besteht im Übrigen ebenfalls aus „Massetieren“, sucht sich selbständig eine Höhle* – und geht heutzutage ziemlich sicher an der allüberall auftauchenden asiatischen Varroa destructor ein.

Das Fatale: Vorher hat das ungepflegte Volk diesen Schädling sowie Seuchen, zum Beispiel die (Amerikanische) Faulbrut, noch hübsch verbreitet. Womit wir bei der nächsten Meldung sind.

Nachricht im Rathaus-Journal Nr. 23/2014: Vollzug des Gesetzes zur Vorbeugung und Bekämpfung von Tierseuchen … Amerikanische Faulbrut der Bienen

Die Befürchtungen, die wir vor einigen Wochen bei der ersten Bekanntgabe des Ausbruchs der Amerikanischen Faulbrut in Bamberg bereits hegten, sind (fast) eingetroffen. Ja, der Sperrbezirk hat sich in die Nähe unserer Standorte hin verschoben. Aber nein, wir liegen, wenn auch denkbar knapp, immer noch außerhalb des Kreises. Jetzt kann uns im Grunde nur ein einbrechender Winter helfen, denn unter 10 Grad fliegen Bienen nicht. Somit wäre eine Verbreitung durch Verflug (also wenn fremde Bienen es schaffen, in andere Völker einzudringen), gebannt.

Wir hatten Überlegungen angestellt, unsere Bienenvölker zu versetzen (siehe auch hier), doch uns aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden. Nun mag das Schicksal entscheiden.

Wir hoffen, mit dem Bau der „Bienen-InfoWabe“ im nächsten Jahr ein Podium zu schaffen, in der der Austausch über die Geschehnisse, über Risiken und Nebenwirkungen jeglicher Art der Bienenhaltung, gesittet möglich ist. Niemand von uns hat die Weisheit mit Löffeln gegessen. Die Komplexität der Zusammenhänge ist größer, als es in ein paar Zeitungszeilen passt. Glaubt nicht alles, was zu lesen ist, aber bleibt im Dialog und vorveruteilt nicht. Um das bitte ich alle Bienen- und Honigliebhaber/innen, die es gut mit der Natur meinen, wie wir sie heute kennen. Als Kulturraum, in der Mensch und Tier miteinander auskommen können, wenn wir bedachtsam und wachsam vorgehen.

* Eine nette Geschichte am Rande: Ein Altimker in Oberkotzau, der seine Völker durch natürliche Schwarmbildung vermehrte, jagte, als es wieder einmal soweit war, einen Schwarm hinterher, der sich aus seinem Bienenhaus (Hinterbehandlung) heraus erhob. Dieser Schwarm flog letztendlich wieder zurück, wohl, weil ihm die Unterkunft am geeignetsten erschien. Und warum auch nicht? Warm, gemütlich und geschützt – viele Jahre Versuch und Irrtum im Beutenbau können nicht ganz umsonst gewesen sein.

Allerheiligen-Ausflug in die Buger Wiesen

Jahnwehr Bug, BambergDer 1. November, schön, wie er heute war, zeigt uns doch so langsam das Ende des Jahres an, es raschelt überall das Laub und die Bäume im Hain werden lichter. Und so radelten wir durch den Park hindurch in die Buger Wiesen zu unseren Bienen, um  zumindest einen von insgesamt acht Standorten miteinander in Augenschein zu nehmen.

Sonnenblume mit TagpfauenaugeHier zeigt sich, dass das Volk immer noch nicht alles an Futter angenommen hat. Gleich nebenan allerdings blüht seit einigen Wochen (leider nicht schon im Frühjahr) ein Sonnenblumen/Phacelia-Feld. Vermutlich holen sich unsere Bienen Pollen und Nektar aus dieser späten Blüte und verschmähen (ganz zu recht) die Nachfütterung mit Zuckerwasser.

Nachfütterung der Bienen in Buger WiesenIn Foren können wir allerdings auch lesen, dass sich manche Imker Sorgen machen, ob für den Winter genug eingelagert ist. Denn durch die warmen Temperaturen drängt es die Arbeiterinnen ins Freie, um dem Sammeltrieb zu frönen. Dabei fliegen sie oft weite Strecken auf der Suche nach Nahrung, die nun einmal nicht mehr üppig zu finden ist. So greifen sie auf das Eingelagerte zurück.

Feld in Buger Wiesen, BambergWir werden also noch einige Male kontrollieren, ob später noch Bedarf an Nahrung besteht. Ganz zufrieden sind wir mit der Entwicklung dieses einen von drei noch verbliebenen Volkes nicht. 30% betrug unsere diesjährige Verlustquote, die uns sehr überrascht hat. Ehemals starke Völker waren binnen weniger Wochen verloren, die Gründe dafür sind nicht ganz genau auszumachen.

Der Bienen-Paralyse-Virus machte ihnen zu schaffen, ein zu trockenes Jahr und daher verhaltener Nektarfluss kam hinzu, gerade in den Buger Wiesen kaum Trachtangebot, nur Weizenfelder, vielleicht auch ein zu früher Start nach einem praktisch nicht vorhandenen Winter, der der Varroa sicherlich zu einem prächtigen Gedeihen verhalf … wir wissen es nicht, können nur Vermutungen anstellen.

So werden wir den Winter mit Lektüre verbringen, um noch tiefer in die Geheimnisse der Bienen und den Wechselwirkungen der Natur einzutauchen. Denn wir wissen, dass wir nichts wissen … wir können uns nur bemühen, jedes Jahr wieder. „Alle(r) Heiligen“ stehen uns doch bitte dazu bei – allen voran unser Ambrosius!