„Dieser Lehrbienenstand wird betreut von den Studierenden der Uni Bamberg“

Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"Uni-Bienen am Lehrbienenstand "Bienenweg"So steht es seit Freitag auf zwei Tafeln zu lesen, befestigt an einer Bienenbeute am Lehrbienenstand „Bienenweg“ unweit der Bienen-InfoWabe. Eine Gruppe von jungen Studierenden (Lehramt an Grund- und Mittelschulen / Universität Bamberg*) lernt innerhalb des Seminars „Schul-Imkerei“ (s. a. Bericht) das praktische Arbeiten mit den Bienen kennen und betreut künftig dieses Volk.

Weiselkontrolle am Lehrbienenstand "Bienenweg"Über die rasche Auffassungsgabe und den Mut der jungen Leute im direkten Umgang mit den Bienen, die an diesem sonnigen Tag zwar sehr lebhaft flogen, dabei aber lammfromm blieben, waren wir doch recht begeistert. Geübt wurde die Weiselkontrolle, also genaues Hinsehen und Fahnden nach den verdächtigen Zellen und deren beherztes Abnehmen.

Am Lehrbienenstand "Bienenweg"

Königin zeichnen

Einfangen der Uni-BienenköniginAußerplanmäßig konnten wir sogar das Zeichnen einer Königin demonstrieren. Sie war eine reichlich nervöse Madam und ließ sich mit dem Röhrchen nur schwer einfangen. Möglicherweise war sie noch sehr jung und die Folge einer stillen Umweiselung. Denn eigentlich haben die Königinnen von Nikolaus, dem „Ziehvater“, immer ein Opalithplättchen auf dem Rücken. Diese hier aber war noch „nackig“.

Bienenkönigin der Uni-Bienen.

Wildbienen für den pädagogischen Einsatz

Am WildbienenhotelAuch den „anderen Bienen“, also den Wildbienen, gönnten wir innerhalb des Moduls „Grundlagen Bienenunterricht“ – und mithin das methodische und didaktische Vorgehen – unsere Aufmerksamkeit. Vor allem die in Bamberg sehr häufig vorkommende Mauerbiene hat unsere Tonziegeln im Wildbienenstand schon eifrig bestückt. Viele andere sind Bodenbrüter und wir hoffen, dass auch am Bienenweg einige davon zu entdecken sein werden. Einen erdigen Trockenstreifen direkt am Gebäude der Bienen-InfoWabe halten wir jedenfalls für sie offen.

Insgesamt war es ein volles Programm für die Studierenden, die leider auch nicht immer alle dabei bleiben konnten. Hier die Übersicht der Themen von 14 bis 19 Uhr, bzw. bei freiwilligem weiteren Praxiserleben bis 19.45 Uhr.

Modul 5: Grundlagen Schul-Imkerei (Referent Reinhold Burger)

  • Imkerei im Jahreslauf
  • Bienengesundheit/ -krankheiten
  • Weiselkontrolle am Lehrbienenstand
  • Kennzeichnung der Königin

Modul 6: Grundlagen Bienenunterricht (Referentin Ilona Munique)

  1. Biologie der Biene
    • Unterrichtsziel: Die Liebe zur Biene wecken
  2. Lebensraum Biene
    • Unterrichtsziel: Verständnis über Anforderungen und die natürlichen Zusammenhänge der Biene entwickeln
  3. Standort Schule
    • Lernziel Teil 1:
      1. Tipps zur Etablierung der Idee „Schulbiene“
      2. Handreichungen zur didaktischen und
        methodischen Unterrichtsvorbereitung
    • Unterrichtsziel Teil 2: Erleben, Erforschen, Entspannen

Ab Sonntag werden wir wöchentlich von 14.30 – 15.30 Uhr die turnusmäßige Weiselkontrolle vornehem, beginnend mit den beiden Völkern am Fünferlessteg. Mit Ausnahme des 03.06, an dem die Zeitplanung im Curriculum 10.00 – 11.30 Uhr vorsieht. Die Bienenbetreuungsgruppe kann dann je nach Möglichkeit praktische Erfahrungen sammeln, die sie an ihrem eigenen Volk am Bienenweg umsetzen dürfen.

Die Besucher der BIWa-Sonntagsöffnung kommen dadurch ebenfalls in den Genuss eines Blicks in die Bienenbeuten und sind herzlich dazu eingeladen.

Fotogalerie

*„Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg am Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU.

Vortrag 29.04.2018: Henrik Arndt zur Bio- und Konventionellen Imkerei

Bienenfachwart Henrik ArndtLogo für das Schwerpunktthema: Imkerei der Bienen-InfoWabeMal ehrlich – Bio-Imkerei, muss das sein? Ist gute konventionelle Imkerpraxis nicht ausreichend, um qualitätsvollen Honig bei sorgfältiger Bienenpflege zu betreiben? Worin bestehen die prinzipiellen Unterschiede? Was bedeutet „bio-zertifiziert“ genau? Wie muss ein Imker vorgehen und kalkulieren, falls er auf Bio umstellt? Nützliche Tipps und Adressen zum Imkern nach Biorichtlinien speziell aus und für die oberfränkische Region ergänzen den Vortrag „mit Bodenhaftung“.

Ein spannender Vortrag für interessierte (Jung-)Imker/innen anlässlich der BIWa-Sonntagsöffnung mit dem erfahrenen Referenten Henrik Arndt, Bienenfachwart Lichtenfels, Schönsreuth.

Der Vortrag findet von 16.00 – 17.00 Uhr statt unter dem Titel Bio-Imkerei oder Konventionelle Imkerei? Erkenntnisse aus der Praxis.

Vorab des Vortrags stehen wir wie jeden zweiten Sonntag für Fragen zur Verfügung, und zwar von  14.00 – 16.00 Uhr unter dem Motto: Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Seminar „Schul-Imkerei“ der Universität Bamberg mit Bienen-leben-in-Bamberg.de

Außerschulischer Lernort; Schaufensterbeute, umringt von StudierendenStart frei für das neue Seminar „Schul-Imkerei“ der Universität Bamberg, Didaktik der Naturwissenschaften, in Kooperation mit Bienen-leben-in-Bamberg.de. Am Freitag fanden sich 11 Studierende für das Lehramt Grund- und Mittelschulen, in der Bienen-InfoWabe ein. Die künftigen Multiplikator(inn)en in Sachen BIENEN erwartete ein abwechslungsreicher Unterricht mit Powerpoint-Präsentation, Demonstration von Medien und Materialien sowie dem Besuch der beiden Lehrbienenstände inklusive Praxiseinweisung.

Die Zitterpartie, ob der Lehrauftrag die notwendige finanziellen Grundlage und eine versicherungstechnische Klärung erhalten würde, blieb bis zuletzt spannend. Letztendlich gelang es Dr. Yelva Larsen aus dem Fachbereich „Didaktik der Naturwissenschaften“ der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg über die Joachim-Herz-Stiftung für das Institut für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts – EE-feU die Mittel einzuwerben. Nun also konnte es losgehen.

Das Curriculum beinhaltet die Didaktik und Methodik der Schulimkerei (Hauptreferentin Ilona Munique) und Theorie und Praxis der Bienenhaltung (Hauptreferent Reinhold Burger) und erstreckt sich über insgesamt 10 Module mit Schwerpunkt auf die Praxis. Am 20.04.2018 starteten wir – zwar mit etwas Verzug, auch dem späten Frühjahresbeginn geschuldet – aber hochmotiviert mit dem Modul 4 „Praxis Lehrbienenstand II“.

Übersicht der Inhalte:

    • Grundwissen Bienenkunde
    • Theorie Bienenpflege
    • Praxis Bienenpflege
      • Schwarmverhinderung
      • Biotechnische Varroabekämpfung
      • Honigraum aufsetzen
      • Vorbereiten eines Ablegers (Theorie)
      • Umsetzen eines Ablegers

Für den ersten Eindruck hier die Fotogalerie. Unsere Studierenden erhalten über die Lernplattform Moodle noch mehr Fotos fürs Familienalbum.

Lavendelfee verwandelt Schau-Kräuterbeet im Bienengarten

Schau-Kräutergarten, Bamberger BienengartenPflanzetikett Lavandula angustifolia 'Hidcote Blue', Garten-LavendelDas Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten ist um 23 Lavandula angustifolia ‚Hidcot Blue‘ reicher – Dank unserer Lavendelfee Elke!

Elke PuchtlerDie Heilpraktikerin aus Adelsdorf (Naturheilpraxis Erlangen-Höchstadt), Buchautorin und gute Bienenfreundin Elke schenkte uns diese wunderhübsche Einrahmung als Augenweide, Bienennahrung und letztendlich zum Schutz der Kräuter vor kalten Winden. Beschafft wurden die Lavendelpflänzchen – wie auch die anderen Kräuter – von der Bio-Gärtnerei Gertrud Leumer (Mussärol), siehe Beitrag hier.

Buchcover Lavendelschätze von Elke Puchtler

Buchcover Lavendelschätze von Elke Puchtler. © Foto mit freundlicher Genehmigung des Pala-Verlags

Dr. rer. nat Elke Puchtler ist eine intime Kennerin (nicht nur) des Lavendels und hat bei uns spätestens seit ihren Führungen im Aromagarten Erlangen einen Ruf als „wandelndes Pflanzenlexikon“ weg. Wer von ihr mehr über diese überaus aparte und beliebte Zier- und Heilpflanze erfahren möchte: Am 27. Mai 2018 ist sie zu Gast in der Bienen-InfoWabe unter dem Titel „Durftspurensuche im Bienengarten“. Ihr sicherlich sehr lebendiger Vortrag findet von 16 bis 17 Uhr statt.

Und so alles gut geht, sind unsere Gäste eine der Ersten, die ihr in Kürze erscheinendes Buch „Lavendelschätze“ (pala-Verlag) erwerben können. Untertitel: Von Pflanzen, Düften und Menschen. Gartenpraxis, Heilkraft, Entspannung, Rezepte. Selbstverständlich mit Originalsignatur der Verfasserin.

An diese nun unser allerherzlichster Dank für die Lavendelspende, und wir freuen uns sehr auf Deinen geschätzten Besuch im Mai, liebe Elke!

Lebhafte BIWa-Sonntagsöffnung mit Lehrbienenstandeinweihung

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungDas geplante Makerspace „Mittelwand einlöten“ folgte erst zum Ende eines wunderschönen BIWa-Sonntagsöffnungstages (15.04.) mit sehr zahlreichen Gästen. Denn alle wollten noch lieber einen Blick in unsere zwei Bienenvölker werfen, die erst seit Kurzem den neuen Lehrbienenstand „Bienenweg“ bilden. Er wurde als zusätzliche Möglichkeit des Anschauungsunterrichts etabliert, um die Völker am nahen „Fünferlessteg“ zu entlasten.

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungUnd er hat seine Einführung mit Bravour bestanden. Trotz emsigen Flugbetriebs blieben die Mädels brav und ungerührt ob der sich nahenden Gruppe. Großartiges Resultat für uns: Zwei an der Imkerei Interessierte verabredeten sich spontan zu einer gemeinsamen Fahrt zum Lehrbienenstand des Imker und Bienenzuchtvereins nach Burgebrach, um dort einen einjährigen Kurs zu beginnen.

Familienzeit! Bienenspiel in der Bienen-InfoWabentagsöffnungZwischen 14 und 17 Uhr fanden sich etliche Altbekannte bei uns ein. Doch auch neue Gäste hatten Fragen auf dem Herzen oder wollten unseren Bamberger Lagenhonig kaufen. Junge Familien blätterten in Kinderbüchern, legten ein Puzzle (zumindest war das der Plan) oder spielten ein Bienenspiel. Die Lernbienenbeute (ohne echte Bienen, stattdessen mit Fotorähmchen) war ebenfalls Magnet für Jung und Alt. Aber auch die Listen zu bienenfreundlichen Pflanzen fanden guten Absatz.

Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-Sonntagsöffnung„Da hat sich ja jede Menge getan, seitdem ich das letzte Mal hier war!“ rief unsere langjährige Bienenfreundin und Sponsorin, Cathrin Beyer („Vom Fass“), begeistert aus. Schon mit ihren Pfadfindern damals eine große Hilfe, versprach sie uns heute Pflastersteine, um unsere Beobachtungssitzbänke standfest zu machen. Auch eine Palette und Vierkanthölzer für die Bienenbeuten bot sie uns an. Schön, da kann man prima sparen! Wir haben ja doch noch einiges vor, beispielsweise einen Pumpbrunnen bauen.

Ingo Schmitt am Lehrbienenstand Bienenweg zur BIWa-SonntagsöffnungIngo Schmitt („Raumausstattung Schmitt“), mit uns verbunden seit seiner Hilfe 2014, möchte uns unterstützen, indem unsere Dachkonstruktion mit einem Lochblech verkleidet werden soll, das derzeit ein Fliegengitter ziert. Bislang hatten wir dieses Vorhaben mangels Zeit nicht weiter verfolgt. Der aktive Feuerwehr- und Katastrophenschutzmann würde jedoch mit seinen Freunden anrücken. Und Ruck-zuck hatte er sich auch des Rindenmulchsackes bemächtigt, als wir am Abend die Wege wieder fit machen wollten. Solche Gäste sind hochwillkommen, die uns ohne weiteres Aufhebens in verschiedener Form unterstützen.

Sehr gefreut hatten wir uns auch über den Besuch von Annette mit ihrem Mann Uli. Sie ist Lehrerin an der Montessori-Schule und hat vor, für die geplante Schulimkerei zusammen mit zwei weitern Lehrerinnen ebenfalls Imkerin zu werden (s. a. Bericht). Da es nicht immer so einfach für sie ist, die angebotenen Kurse des IBZV e. V. fortlaufend zu besuchen, nimmt sie die Möglichkeit war, sich auch bei uns zu den Sonntagsöffnungszeiten Informationen zu holen. Sie sind besonders den Wildbienen sehr zugetan, aber nun haben auch die Honigbienen eine „Sympathichance“.

Wildbiene im Wildbienenhotel am Bienenweg, BambergDa Annette und Ulis Garten bienenfreundlich ist, also unbearbeitete, „wilde“ Ecken aufweist, ist es auch nicht nötig, extra ein Bienenhotel aufzustellen. Die am stärksten bedrohten Wildbienen sind Bodenbrüter und / oder brauchen ganz bestimmte Pflanzen. Dennoch freuten wir uns, als wir gemeinsam an unserem Wildbienenhotel das emsige Ein und Aus der nistwilligen Wildbienen beobachten konnten, die bevorzugt die Lehmziegel aufsuchten.

Geflecktes Lungenkraut Pulmonaria saccharataOhne Frage zogen unsere neuen botanischen Beschilderungen in den Schaubeeten des Bamberger Bienengartens viel Aufmerksamkeit auf sich. Sie leuchten von aller Ferne und locken neugierig gewordene Erba-Park-Spaziergänger in Richtung Regensburger Ring und damit ans südliche Ende des ehemaligen Landesgartenschau-Geländes. Kommen Sie doch auch! In zwei Wochen, also am 29.04.2018 haben wir wieder von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Diesmal mit einem Vortrag (16-17 Uhr) zum Thema „Bio- oder konventionelle Imkerei?“ mit Bienenfachwart Henrik Arndt.

Ladarer Dorfladen – ein Genussparadies in Unterleinleiter

Honigregal im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterAußenansicht des Ladarer Dorfladens UnterleinleiterSo attraktiv hatten wir uns den als Genossenschaft geführten Ladarer Dorfladen gar nicht vorzustellen gewagt. Während unseres kurzen Osterurlaubs im Leinleitertal suchten wir ihn gezielt auf, da wir bereits mehrfach von ihm gelesen hatten  (z. B. hier) und – wie immer, wenn wir auf Reisen sind – nach regionalem Honig spähen. In der Kirchenstraße 11 wurde er uns sogar in schmucken wabenförmigen Regalen präsentiert.

Kaffeepause im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterDer Imker

Imker Eddy Übelacker und Reinhold Burger im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterPurer Zufall, dass wir den verantwortlichen Imker, Edmund Übelacker, kennenlernten und uns sogleich über Wohl und Wehe der Bienen in der Fränkischen Schweiz austauschten. Betroffen machte uns, dass es auch hier in dieser Idylle Imker gab, die jede Menge Völker verloren hatten. Wer beim Namen Übelacker zuckt, hat allen Grund dazu. Ja, es war tatsächlich Verwandtschaft, und zwar der Bruder von Karl-Heinz, Vorsitzender des Imkervereins Bamberg und Umgebung sowie der HEG.

Historische Aufnahmen des Dorfes im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterDoch zurück zum Dorfladen. Denn dieser ist auf alle Fälle eine Erfolgsgeschichte, der sicherlich ein Stück weit dazu beiträgt, dass das Dorf im Landkreis Forchheim und Mitglied in der Verwaltungsgemeinschaft Ebermannstadt nicht wie ausgestorben wirkt. Woran der Imker seinen Anteil hat, war er doch bis vor nicht allzu langer Zeit im Vorstand des Genossenschaftsladens.

Das Angebot

Regionale Produkte im Ladarer Dorfladen Unterleinleiter Metzgerei Schatz liefert an in den Ladarer Dorfladen UnterleinleiterAngeboten werden in der Kirchenstraße 11 allerlei Lebensmittel, Getränke, Süßwaren und Dinge des täglichen Bedarfs wie Frischewaren aus regionalen Bäckereien und Metzgereien – dem Schatz sahen wir beim Anliefern zu – also das ganze Vollsortiment samt Schreib- und Drogeriewaren.

Lebensmittelregal im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterHübsch und ordentlich eingeschlichtet, in zwei Räumen verteilt, attraktiv aufgelockert von einem Gemüsekarren mit fränkisch-weiß-rot-gestreiften Baldachin, und auch ein Kaffee-Eck mit gemütlichen Sitzmöbeln fehlte nicht. An den Wänden historische Fotografien des Dorfes und eine Pinnwand, quasi die Offline-Variante einer Facebook-Gruppe namens „Ladarer“. Denn hier trifft man sich noch persönlich.

Das Kaufpublikum

Verkaufskraft im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterKaffeepause im Ladarer Dorfladen UnterleinleiterSo auch an diesem Montagvormittag. Dass dabei das Kaufpublikum der demografischen Entwicklung folgte –  also mehr Ältere als Jüngere – was soll’s? Als ob man den Wert eines Käufers oder Käuferin am Alter festmachen müsste.

Und doch – man wünsche sich schon, dass auch die Jungen des Dorfes „ihren“ Laden vermehrt aufsuchen würden, so die erste Vorsitzende des Genossenschaftsladens, Sylvia Baumann, die wir – genau! – aus purem Zufall trafen und ihr zu „ihrem“ Laden gratulierten. Und da man vom Gratulieren nicht satt wird, wir aber aufgrund des Anfahrens mit dem Rad keine großen Einkäufe zwecks Unterstützung des Dorfladens machen konnten, boten wir anderweitige Hilfe an.

Das Ehrenamt

Ladenschild des Ladarer Dorfladen UnterleinleiterFrau Baumann holte zunächst noch ihre Tochter vom nahen Schule ab, um sich dann die rare Zeit zu nehmen, über die Inhalte eines Flyers zu sprechen, den wir zu Entwickeln anboten. Denn uns war aufgefallen, dass man nirgends im Tal Werbung zum Laden finden würde, von einem Schild direkt an der Hauptstraße mit Abzweig Kirchenweg einmal abgesehen. Ja, da hätte man durchaus so einige Pläne, nickt Frau Baumann, doch es reiche halt die Zeit hinten und vorne nicht dafür.

Man benötige mehr ehrenamtliche Kräfte, um alles Notwendige zu verwirklichen. Nun, zumindest hier können wir ein bisschen etwas beitragen, obwohl wir ja doch nur Gäste sind, dies aber regelmäßige. Darum liegt es auch ein Stück weit in unserem eigenen Interesse, diesen schönen Dorfladen mit erhalten zu helfen. Honig jedenfalls kann man dort einen sehr leckeren kaufen!

Außenansicht des Ladarer Dorfladens UnterleinleiterMehrmals im Jahr wird gefeiert, und den passenden Wein dazu hat die ehemalige Unterfränkin mit ins Tal zwischen Heiligen- und Ebermannstadt eingebracht und wird von der überwiegend Bier trinkenden Bevölkerung mittlerweile gern genossen. Es heißt ja wohl auch nicht umsonst „Genossenschaft“.

Die Öffnungszeiten des Ladarer Dorfladens in der Kirchenstraße 11, 91364 Unterleinleiter, sind Mo bis Fr von 6 Uhr bis 18 Uhr und Sa. bis 13 Uhr.

 

Frühjahresarbeiten abgeschlossen bei verlustfreiem Winter

Wabenkontrolle Schiffbauplatzbienen, Einsetzen einer FutterwabeFrühjahresarbeiten der Buger-Wiesen-VölkerWelch‘ Freude! Alle unsere 15 Völker haben den langen Winter glücklich überlebt! Nur ein einziges Volk schwächelt ein bisschen. Dieses wunderbare Ergebnis ist keine Selbstverständlichkeit. Vor ein paar Tagen erfuhren wir von einem Imker in der Fränkischen Schweiz, der alle seine 20 Völker sozusagen „auf dem letzten Meter“ verloren hatte. Oft verhungern Bienen vor dem vollen Teller, beispielsweise, wenn die Traube am Platz sitzen bleibt, um die früh gezogenen Brut zu pflegen, statt sich das Futter einzuverleiben … und etliche Gründe mehr.

Brutraum aufsetzen

Ablösen der Reisszwecken mit dem Stockmeißel zur Entfernung des MäusegittersWir durften nun aber seit letzter Woche an allen 6 Standorten und 15 Völkern die Bruträume aufsetzen. Zuweilen überlegten wir, ob wir nicht gleich noch den Honigraum mit aufpacken, denn die Bienen trugen erstaunlicherweise bereits reichlich Nektar ein und verhonigten den oberen Brutraum. Ja, während diesem sonnigen Wochenende erblühten endlich auch die Hecken, doch vergangene Woche war noch alles braun in braun und wir wunderten uns schon ein bisschen, wo sie die saftige Süße herholten.

Pollen holten sie schon früher, und so war es auch höchste Zeit, die restlichen Mäusegitter zu entfernen, damit die Pollenpäckchen nicht mehr länger an der Gitterengstelle hängen bleiben. Nur an einem Volk gaben wir eine Honigwabe dazu, da uns das Beutengewicht ein wenig zu gering erschien. Es war übrigens eine Vorzeigewabe, die wir in unseren Schulbienenunterricht als Anschauungsobjekt herumgereicht hatten.

Futterkontrolle und Drehung der Zarge

Aufkratzen der verdeckelten FutteraltwabeVor dem Aufsetzen des Brutraums drehten wir bei einigen Völkern die Zarge um 180 Grad, damit das überschüssige Winterfutter besser aufgebraucht wird. Bienen halten den Honigvorrat möglichst weit weg vom Einflugloch, also hinten. Das Hinten wird somit kurzfristig zum Vorne, was den Umbau / Verbrauch anregt. So wird Platz für das Brutnest geschaffen. Zusätzlich drückt Reinhold mit dem Stockmeißel die zugesetzte, verdeckelte Honigwabe auf, um den Anreiz zum Auffuttern bzw. Umtragen zu erhöhen.

Drohnenrahmen zusetzen

Einsetzen des DrohnenrahmensGleichzeitig wurde mit dem Aufsetzen des Brutraums ein Drohnenrahmen eingesetzt. Je nach angetroffenem Brutverhalten an 2./3. oder 8./9. Stelle. Manchmal auch direkt über dem Brutnest, wenn wir feststellten, dass zwischen den Bruträumen die Rähmchen bereits kräftig mit Drohnenzellen verbaut wurden und wir sie dadurch in ihrem Drang, Drohnen nachzuziehen, unterstützen. Gekennzeichnet wird die Drohnenwabe an der Stegoberseite mit einem Reißnagel.

Wachsblüte

WachsblüteWabenkontrolle / Futterkontrolle SchiffbauplatzbienenBei der gleichzeitigen Durchsicht, für die wir ein paar randseitige Rähmchen herauszogen, konnten wir auch eine Wabe mit einer sogenannten Wachsblüte finden. Dieser helle, reifartige Überzug ist kein Mangelzeichen, vielmehr zeugt es von länger andauernder Kälte, wie es ja in diesem späten Frühjahr der Fall war. Diese Wachsblüte findet man auch hin und wieder auf Bienenwachskerzen. Leicht angewärmt (in den Händen oder mit dem Fön kurz mal warm drübergepustet) verändert sich die Oberflächenstruktur wieder und zeigt das typische gelblich-warme Aussehen. Bei der Mittelwandwabe, die im Stock verbleibt, gibt es natürlich keinen Handlungsbedarf.

Ankündigung BIWa-Sonntagsöffnung zum 15.04.2018

Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeLogo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)So., 15.04. – BIWa-Sonntagsöffnung

Anlass? Programm zur BIWa-Sonntagsöffnung
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Wann? 14.00 – 17.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Was? Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek. Bei schönem Wetter über 12°C Blick in ein Bienenvolk.

Wir freuen uns auf regen Besuch!

Bienen vor Bienen-InfoWabe im Erba-Park

Schaurig-schöner Start in die Bienen-InfoWaben-Saison 2018

Gast zum Saisonstart 2018 der Bamberger Bienen-InfoWabeOsterei mit BieneSie kamen! Zwischen Regen- und Graupelschauer und von Bayreuth bis Forchheim fanden rund 30 kleine und große Besucher/innen den Weg zu uns auf die Erba-Insel. Darunter unsere lieben Bienenpaten Wiebke Burkhart sowie Anne und Hans Zirkel, auch sie MIT erbetenen Bienen-Osterei! Danke euch allen für die putzigen Bienchen!

Christian Rindchen erläutert an der LehrbienenbeuteEbenso mit von der Partie unser Imkerkollege Christian Rindchen, der sich sogleich helfend einklinkte und geduldig die Lernbienenbeute erklärte.

Gäste zum Saisonstart 2018 der Bamberger Bienen-InfoWabeAus der nahen Nachbarschaft, der Meyerschen Gärtnerei, besuchte uns Susi Adelhardt mit Gatte Michael, die zusammen mit unseren allerersten Gästen zum Saisonstart die nagelneuen botanischen Pflanzetiketten unseres Bienengartens bewunderten.

Gast zum Saisonstart 2018 der Bamberger Bienen-InfoWabeFür die Montessori-Schullehrerin Elke Völkl war es quasi eine Dienstreise. Sie steht federführend für das Projekt einer eigenen Schulimkerei, welches in naher Zukunft installliert werden soll (wir berichteten). Da wir in einigen Wochen eine kleine Fortbildung für die Schulgemeinschaft anbieten werden, konnte sich Elke bereits einen ersten Eindruck verschaffen und möglicherweise anzukaufende Fachliteratur begutachten.

Kleine Künstlerin malt ein BienenbildUnsere 42 Quadratmeter boten sogar Platz für den Kinderwagen einer Familie mit vier quirligen Kindern. Jedes Lebensalter – vom entdeckungsfreudigen Einjährigen bis zur 12-jährigen „Künstlerin“ mit Mama und Pappa im Schlepptau – fand etwas Kurzweiliges, um das kalte, windige und nasse Igitt-da-Draußen vergessen zu machen.

Jung Gäste zum Saisonstart 2018 hinter Osterstrauß

Märchenstunde, Kamishibai "Die Bienenkönigin"Ob Plaudern, Kuchen essen, Malen, Spielen, Lesen oder imkerliche Objekte erkunden oder unserem Kamishibai  „Die Bienenkönigin“ zu lauschen – in jedem der sechs Ecken war jemand beschäftigt.

Ein fröhliches Miteinander, dem wirklich nur eines noch zum Glück fehlte: mehr Wärme! Der Gasofen tat sein Bestes, doch nächstes Jahr werden wir die offenen Spalten am Dachkranz mit Plexiglasscheiben dicht machen.

Zeichnung Biene vor blauem Himmel mit Schwarm von Sophie

Anprobe eines ImkerhutsJa, es gibt immer was zu tun und zu planen. Dennoch gestaltet sich unser drittes Saisonjahr in der Bienen-InfoWabe bereits etwas einfacher, da mittlerweile alles seinen Platz gefunden hat, inklusive der Bienen an unserem neuen Lehrbienenstand am Bienenweg 1 in Sichtweite des Klassenzimmers. Doch an eine Schauvorführung war an diesem frühen Saisonstart nicht zu denken. Immerhin steht unsere Foto-Lernbienenbeute jederzeit parat, und an der lässt sich ja auch sehr viel erklären, was am Ostersonntag sehr rege genutzt wurde.

Ein tolles Haus, wie wir finden, und es macht uns richtig Spaß, es für unsere Gäste „zu bespielen“! Kommt doch auch vorbei – bis Mitte September ab sofort jeden zweiten Sonntag Nachmittag für euch geöffnet! Und – ja, wir haben auch noch Honig!

Fotogalerie