Wie kommt der Honig ins Glas? BIWa-Sonntag mit Ernte am 14.07.2019

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeNach einer Rekordernte wie im vergangenen Jahr sieht es heuer nicht aus. Schuld daran ist der zu kalte Mai, der den Bienen vielerorts das Sammeln verleidete. Dennoch findet auch heuer wieder am Sonntag im Erba-Park eine öffentliche Honigernte statt. Bereits Kinder ab dem Grundschulalter können kostenlos und ohne Anmeldung daran teilnehmen. Sie ziehen unter Anleitung eine Wabe aus dem Volk und werden mit einem kleinen Geschenk belohnt.

Ilona mit verschleierten Kinder vor dem ImkernDie Erntezeiten sind von 15 bis 16 Uhr und von 16 bis 17 Uhr. Treffpunkt ist die Bienen-InfoWabe am Bienenweg 1 (Link zu GoogleMaps.), die bereits ab 14 Uhr geöffnet hat.

Honigwabe entdeckelnDie Verarbeitung der gemeinsamen Ernte – das Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen und Etikettieren – findet sodann am Montag 15.07. von 17 bis 19.30 Uhr im privaten Rahmen am Obstmarkt 10 statt. Die Teilnahme ist auf zehn Personen begrenzt und erfordert eine Anmeldung unter hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de.

Modul 9: … und Honig verarbeitenIm Teilnahmebetrag von 8 Euro für Erwachsene und 4 Euro für Kinder bis 16 Jahre sind ein selbst abgezapftes Glas Bamberger Lagenhonig, ein kleiner Imbiss und natürlich das Vergnügen des Honigschleckens enthalten. Dieser Veranstaltungsort ist nicht barrierefrei.

Weitere Informationen unter https://bienen-leben-in-bamberg.de/honigschleudertage-2019-jetzt-anmelden/

Biene Berta verlässt die Hainschule …

Ilona freut sich über Berta… und findet in der Bienen-InfoWabe eine neue Heimat! Im Kreis von SaBIENE, Willi und Maja fühlt sie sich sogleich sehr willkommen. Weil wir an diesem heißen Sommertag alle im Bienengarten unter einem Pavillondach Zuflucht suchten – in unserem grünen Klassenzimmer hat es über 40 Grad! – halten sie und unsere Schülergruppe der Hainschule Bamberg es doch ganz gut aus.

Dort besieht sich Berta staunend unsere großen Fototafeln und erfährt, dass sie mit ihren sechs Beinen zu den Insekten zählt – was bei Plüschbiene Maja und Willi ein wenig für Irritation sorgt, denn sie haben zwei Beine weniger. Ts, ts, ts, wie dumm doch die Spielzeugproduzenten sind! Egal … unsere beiden Stammbienen finden es jedenfalls immer wieder interessant zu erfahren, wie Wachs entsteht – durch Schwitzen! –, und wie schwer so eine volle Honigwabe sein kann: 2,5 Kilo!

Ilona erklärt Pollensammlung anhand FototafelLangsam wird’s nun Zeit, ihre lebendigen Geschwister kennenzulernen. Erst mal ganz in aller Ruhe hinter zwei Plexiglasscheiben, da kann man das Gewusele perfekt beobachten. Wer ist Drohn (na, der Willi natürlich!) und wer ist Arbeitsbiene? Maja ist schon ganz aufgeregt. Sie will jetzt unbedingt zu ihren Vorbildern an den Fünferlessteg!Schüler/innen vor SchaufensterbeuteDa es heute aber wirklich sehr heiß ist und die Vorzeigebienen aus der Schaufensterbeute endlich wieder in ihre kühlere Wohnung und zu ihrer Königin zurück möchten, kürzen wir den Besuch ein wenig ab. Doch alle 12 Schüler/innen samt ihren zwei Begleiteltern, die übrigens ebenfalls Lehrerinnen sind, erhalten die Gelegenheit, ein Bienchen zu streicheln. Mit bloßer Hand und ohne Imkeranzug – doch, das geht! Mit vorheriger Sicherheitseinweisung sind wir perfekt auf die Situation vorbereitet und müssen nichts befürchten.

Reinhold erläutert SmokerReinhold zieht HonigwabeZurück zur Bienen-InfoWabe darf nun die soeben gezogene Honigwabe entdeckelt werden. Alle dürfen die scharfzinkige Gabel benutzen und einen Streifen Wachs abziehen. Sehr geschickt gehen sie dabei vor. Zur Belohnung darf ein Löffelchen Honig genascht werden – frisch von der Wabe weg! Und weil’s so lecker war, gleich noch ein Löffelchen aus dem Glas. Wer fertig ist, darf mal an der Kurbel unserer Honigschleuder drehen. Hier auf der Erba-Insel können wir sie leider nicht in echt benutzen, weil wir kein fließendes Frischwasser haben. Das braucht es aber zum Saubermachen. Und so eine schwere, große Trommel können wir nicht eben mal wieder mit nach Hause nehmen.

Was sollen wir sagen – die zwei Stunden waren viel zu schnell herum. Für eine der Schülerin aber soll es einen Nachschlag geben. Sie hat ihrer Mutter so begeistert von diesem Kursnachmittag des Fördervereins der Hainschule erzählt, dass die Familie nun zu unseren Honigschleudertagen kommen möchte. Wir freuen uns auf euch!

Schüler entdeckelt HonigwabeSchülerin entdeckelt HonigwabeUnd vielen Dank an ALLE fürs Kommen, Mitmachen, Bravsein (sehr wichtig, wenn es an die echten Bienen geht!) … und natürlich für BERTA, unserem neuen Schulbienen-Zuwachs! Schöne Grüße von ihr!

Fotogalerie Schulbienenunterricht für Hainschule

Kaulbergschule nähert sich den Bienen

Ein heißer Tag für die Kaulbergschule des Sprengels Buger Schule. Das fanden vermutlich auch unsere Bienen, weshalb wir nicht allzu lange den nahen Kontakt zu ihnen suchten. Doch nah genug, um einen starken Eindruck zu bekommen. Dank unserer Fotos bleibt der Unterricht der Bamberger Schulbiene sicherlich unvergesslich. Und auch andere Bamberger könnten sich animiert fühlen, sich stärker mit Bienen zu beschäftigen, wo es offenbar auch für die Jüngeren unter ihnen keine Kontaktprobleme zu geben scheint.

Systematische Annäherung an echte Bienen

Das es tatsächlich keine Probleme geben würde, dem ging natürlich unser bewährtes Annäherungskonzept der kleinen Schritte voraus. Sie weckt systematisch die Neugier und mit ihr üben wir auch das Ruhigbleiben. Nicht jede/r Zweitklässler/in bringt die Selbstbeherrschung von Haus aus mit, das ist doch klar.

Die Biene kennenlernen – nach dem konzentrierten Blick auf eine große Fotobiene konnte fast jedes Kind der Klassen 2a und 3a etwas beitragen. Auch ein kleiner „Test“ mit Hilfe eines Arbeitsblatts bewies es. Für die zweite Klasse war es das Bestimmen von Bienenkörperteilen. Für die Drittklässler hieß es, die unterschiedlichen Bienenarten richtig zu bestimmen: Hornisse, Hummel, Wespe oder Biene. Ein Stempelchen – natürlich in Form einer kleinen Biene! – gab’s für jede richtige Antwort.

Materialien wie Bienenwachsplatten, Fotorähmchen aus der Lernbienenbeute, eine gefüllte Honigwabe und ihr demonstrierter Weg über Entdeckelungsgeschirr und Honigschleuder konnten nachvollziehbar zeigen, wie denn nun der Honig im Glas landet. Diese Frage konnte nämlich tatsächlich fast keines der Kinder richtig beantworten – bis auf wenige Ausnahmen, die noch eine/n Imker/in kannten und bei einer Führung dabei waren.

Bei der eingehenden Beschau von Bienen hinter den Plexiglasscheiben unserer Schaufensterbeute teilten wir die jeweilige Schulklasse in zwei Gruppen ein. Die Wartenden übten das mittlerweile fast vergessene Kinderlied „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ ein bzw. durften von ihrem Erlebnis bei den Bienen erzählen und ihre Fragen stellen. So vorbereitet ging’s zum Höhe- und Schlusspunkt des kurzweiligen Vormittags:

Den echten Bienen am schattigen Lehrbienenstand „Fünferlessteg“! Denn die Schaufensterbienen wollten wieder zu ihrem Volk zurück, allzu lange dürfen wir sie nicht von der Königin fern halten. Da wir den Eindruck hatten, dass unsere Bienen brav bleiben werden, konnten wir es wagen, den Kindern ein Rähmchen mit ansitzenden Bienen von ganz aus der Nähe zu betrachten.

Damit eine Nacharbeit möglich war, gaben wir für jedes Kind etwas Material mit in die Schulen. Diese sowie die Materialien des Unterrichts werden durch die Unkostenbeiträge – pro Klasse 45,- Euro plus 1 € je Kind – teilfinanziert. Den Rest des Bedarfs können wir durch allgemeine Spenden erfüllen. Zeit, hier wieder einmal DANKE zu sagen!

Erfüllt war sicherlich nun auch jedes der insgesamt 47 Schulkinder samt ihrer Lehrerinnen Frau Blinzler und Frau Hermann nebst Begleitelternteil. Wir freuen uns, nun auch für diese Schule etwas zum Naturerleben beigetragen zu haben und hoffen, euch im nächsten Jahr – vielleicht bei etwas kühleren Temperaturen? – wieder sehen zu dürfen!

Fotogalerie Kaulbergschule, Klasse 2a und 3a

Liebe Eltern,
auch, wenn wir die sehr geschätzte Erlaubnis für die Fotos hatten – Sie können uns jederzeit darum bitten, Ihr Kind unkenntlich zu machen, falls Sie  – oder Ihr Kind – es sich doch noch anders überlegt haben.  

Varroakunde und -kontrolle zur Halbzeit des BLIB-Imkerkurses

Theorieteil Varroakunde mit Flyer zum Bayerischen VarroakonzeptDas 5. Modul zur Varroakunde und -kontrolle des BLIB-Imkerkurses für Anfänger dauerte 3 Stunden und wurde von Reinhold Burger bestritten. Eine erste Übersicht – mit dem leichten Abstrich des heute nicht mehr praktizierten Futterstoßes – bietet der Flyer der LWG „Gesunde Bienen trotz Varroa – das Bayerische Varroabekämpfungskonzept“.

Die Varroakunde gliederte sich in fünf Teile mit anschließender Fragerunde. Nach einem Steckbrief zur Varroa destructor, die auf Herkunft und Verbreitung, Aussehen, Lebensweise und die Auswirkungen auf die Bienen hat, folgte im Teil 2 die Grundlage für eine erfolgreiche Behandlung, nämlich die Varroadiagnose.

WindeldemonstrationSie beginnt mit der Feststellung des Varroabefalls, der ab 10 natürlich gefallene Milben pro Tag bei einem Wirtschaftsvolk nach einer Behandlung ruft. Denn rechnet man im Sommer den Faktor 100-200, so würden sich folglich 1-2.000 Milben auf den adulten Bienen befinden, den Befall in den Brutzellen nicht mit eingerechnet. Bei einer Verdoppelung pro Monat ist die Vermehrungsrate immens.

Nach den allfälligen Behandlungen ist eine Wirksamkeitskontrolle unerlässlich. Auch sollte immer an eine Reinvasion gedacht werden, die beispielsweise durch Räuberei im Spätsommer erfolgen kann. Zu beachten sind Diagnosezeitfenster. Vor allem nach einem Saisonende – also Mitte bis Ende Juli und nach abgeschlossener Sommerbehandlung Ende September – MUSS eine Windelkontrolle durchgeführt werden.

Im 3. Teil ging der Referent auf die Varianten biotechnischer Maßnahmen ein und legte dabei den Schwerpunkt auf die Entnahme verdeckelter Drohnenbrut und Jungvolkbildung durch Brutableger.

Im 4. Teil erläuterte er die medikamentöse Behandlung mittels zugelassener Varroamittel, die allerdings allesamt keine Heilung ermöglichen. Immer ist eine rechtzeitige Behandlung ausschlaggebend. Maluspunkte sind dabei Rückstandsbildung im Honig (bei wasserlöslichen Wirkstoffen wie Ameisensäure) oder im Wachs (bei fettlöslichen Wirkstoffen, z. B. Thymol). Außerdem können sich Resistenzen bilden.

Im fünften und letzten Theorieteil machte Reinhold auf die Möglichkeit aufmerksam, sich über den wärmetechnisch richtigen Zeitpunkt einer Varroabehandlung zu informieren, z. B. über Varroawetter.de.

Ablegervolk wird begutachtetIm Praxisteil der letzten halben Stunde erfolgte die Varroakontrolle an einem Ablegervolk am Fünferlessteg. Es ist der Ableger, den die Gruppe im 3. Modul selbst hatte bilden dürfen und der am Vortag von seinem Interimsplatz in den Buger Wiesen für diese Kurseinheit zurückgeholt wurde.

Milchsäurebehandlung durch ChristianNachdem Reinhold die Milchsäurebehandlung vorgeführt hatte, machte sich Kursteilnehmer und Bienenpate Christian Schwarzenberger sogleich daran, es nachzumachen. Gut, normalerweise hätten wir auf lange Ärmel bestehen sollen, doch immerhin – an Handschuhen haben wir reichlich Vorrat. Gut, dass Milchsäure weit weniger aggressiv als Ameisen- oder Oxalsäure ist. Dennoch muss auch hier unbedingt auf die richtige Windrichtung geachtet werden, um keine Tröpfchen einzuatmen.

Königin mittendrin im AblegervolkAls die Bienen des Ablegervolkes wieder unter Dach und Fach waren und beim benachbarten Wirtschaftsvolk eine milbenlose Windelkontrolle für Freude sorgte, stellten wir uns noch eine halbe Stunde für weitergehende Fragen zur Verfügung. Die Zeit scheint immer zu kurz für alles, doch selbst ein Tageskurs würde niemals reichen. Ja, Bienenhaltung ist spannend und das Lernen hört auch für Profis keineswegs an einem bestimmten Punkt aus. Es braucht Geduld, das wichtigste Attribut einer Imkerin bzw. eines Imkers!

Der nächste Termin zum BLIB-Imkerkurs für Anfänger findet am 12.07.2019 von 10.00 – 12.00 (Modul 6: Honigernte) und von 13.00 – 15.00 Uhr (Honigverarbeitung) statt. Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Kosten, Anmeldung und Programm siehe BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019.

Fotogalerie Modul 5: Varroakunde und -kontrolle

 

Super vorbereitet! Gangolf-Grundschulklassen in der Bienen-InfoWabe

Gangolf-Grundschule Bamberg, Klasse 2b zum SchulbienenunterrichtBereits die ersten Wortmeldungen zur Biene ließen es erahnen. Die Klassen 2a (15 Schüler/innen / Integrationsklasse) und 2b (23 Schüler/innen) der Gangolf-Grundschule in Bamberg waren bereits bestens auf die Biene eingestimmt! Daher brauchte es diesmal auch keines der sonst üblichen Rätselblätter zum Körperbau der Biene. Stattdessen verbrachten wir mehr Zeit vor der Schaufensterbeute und dem Lehrbienenstand bei den ECHTEN Bienen.

Nicht nur die Kinder waren von den braven Bienen beeindruckt. Auch die Lehrkräfte fanden es spannend, dass man ihnen ganz ohne Schutzkleidung so nahe kommen durfte und sogar über ihre zarten Flügel streicheln konnte. „Ich habe einiges noch nicht gewusst“, bekannte sich eine der Lehrkräfte, und wir konnten ihr versichern: Auch wir lernen immer und immer noch etwas Neues aus dem Reich der Bienen hinzu!

Unsere Faszination gegenüber eines ganz eigenen Kosmoses konnten wir – so unser Eindruck – absolut weitergeben. Und das ist auch gut so. Denn aus Faszination entsteht Interesse und Neugier, die in Wissen-Wollen übergeht, in Erkenntnisse, Einsichten und Wertschätzung mündet, um letztendlich in Tierliebe und Bewahrenwollen sein Ziel zu finden.

Danke, dass ihr da wart und die Begeisterung mit uns geteilt habt!

Fotogalerie Schulbienenunterricht für die Gangolf-Grundschule Bamberg

(Aufgrund des hohen Migrationsanteil hier nur wenige Aufnahmen.)

Grundschule Scheßlitz besucht Bamberger Schulbiene

Grundschulklassen 2a+b zu Besuch in der Bienen-InfoWabeWie gut, dass wir einen Ersatztermin einplanten. Die Klassen 2a und 2b der Scheßlitzer Grundschule sowie deren Lehrerinnen Frau Müller, Frau Lindner, Frau Kreuzer und des Referendars, Herr Degen, konnten ihn nutzen, und so war es bei trockenem Wetter möglich, echte Bienen in ihrem Tun zu beobachten.

Unterricht der Bamberger SchulbieneDem Blick ins Bienenvolk ging wie immer ein bisschen Theorie und bildhafte Gewöhnungszeit voraus. Nicht alle Kinder sind frei von Scheu vor  fliegenden, schwirrenden und summenden Insekten. Doch auch diese erlagen der Faszination, wie sich Bienen fleißig auf den Honigwaben tummeln und konzentriert ihrer Arbeit nachgingen, ohne sich sonderlich von unseren neugierigen Blicken stören zu lassen.

Schaufensterbeute. Unterricht der Bamberger SchulbieneNachdem beiden Klassen der Ausflug wieder sehr viel Spaß gemacht hatte, wird Klassenlehrerin Frau Müller auch in zwei Jahren wieder zu uns kommen, wofür wir bereits jetzt schon einen Termin festlegten. Denn unsere Kapazitäten sind ja doch „endlich“, so dass frühzeitige Anmeldungen angeraten sind.

Unterricht der Bamberger SchulbieneViel Vergnügen mit der Fotogalerie, die einen Einblick in die Unterrichtsmethoden und die dabei verwendeten Materialien geben.

Fotogalerie Klasse 2b der Grundschule Scheßlitz

Fotogalerie Klasse 2a der Grundschule Scheßlitz

Die Schwarmzeit hat begonnen

Weiselzellen und SpielnäpfchenGelb gezeichnete KöniginGutes Kurs-Timing – sowohl, was das Wetter als auch die Schwarmverhinderung betraf. Glücklicherweise ohne Regen, wenngleich temperaturmäßig an der „Schmerzgrenze“ – nicht so sehr für uns, doch für die Bienenbrut – konnte das Demo-Volk am Bienenweg komplett durchgesehen werden.

Eine Weiselzelle war bereits verdeckelt, mehrere kleinere Weiselzellen mit Larven bestückt. Ab jetzt heißt es bis mindestens bis zur Sonnwende im Juni: wöchentliche Kontrolle! Getreu dem Motto: „3-5-8, eine Königin ist gemacht“, wird am 8. Tag (3+5) die Weiselzelle verdeckelt. Sodann macht sich im Volk Aufbruchstimmung bereit. Dieser heißt es, rechtzeitig vorzubeugen. Der Tag 9 ist der ALLERSPÄTESTE (und hin und wieder auch der zu späte) für die Kontrolle.

Um die Brut nicht allzu lange zu unterkühlen, ging Reinhold nach positiver Kippkontrolle selbst alle Waben durch, zumal er auch nicht hätte am Nachmittag damit weitermachen hätte können. Die Regenfront war stabil angesagt. Dennoch war ein guter Einblick in das Geschehen des Volkes möglich.

Emily entfacht SmokerNatürlich ist es immer besser, wenn die Teilnehmenden selbst Hand anlegen können. Zumindest gibt es hierfür noch zwei Wiederholungstermine. Und immerhin wurde der Smoker durch Emily trotz Wind perfekt in Gang gesetzt. Wir verwenden übrigens Hanfstreu aus dem Zoofachgeschaft oder Baumarkt. Doch alles, was brennt und glimmt, jedoch die Augen nicht allzu sehr reizt, ist möglich. Ein Zündstreifen aus Eierkarton, evtl. in Wachsschmelzresten gebadet, erleichtert die Prozedur.

Geschmacksprobe Gelée RoyaleZurück zu den Weiselzellen. Christian wollte unbedingt einmal probieren, wie Gelée Royale, der Königinnenfuttersaft, schmeckt. Erst süß nach Honig, dann bitter, so seine Bilanz. Wir beschließen jedoch, wir sind alle hübsch genug und werden nicht in die Salbenproduktion  oder dem Herstellen angeblich lebensverlängernden Tinkturen einsteigen.

Warum Schwarmverhinderung?

Reinhold öffnet Volk zur WeiselzellenkontrolleDas Schwarmverhindern ist eine Maßnahme, die vor allem zwei Dinge bezweckt. Einerseits, um Honig zu erhalten, damit sich das Halten der Völker wenigstens teilweise durch Deckung des Eigenbedarfs oder auch durch seinen Verkauf wieder deckt. Schwärmt das Volk, so gibt es in dem laufenden Jahr kaum bis nichts zu ernten. Andererseits ist vor allem in Städten ein unkontrolliertes Schwärmen unbedingt zu vermeiden. Auch dieses hat zwei Gründe. Weder möchten die Stadtbewohner mit wilden Honigbienenschwärmen überzogen werden, noch tut man den Bienen gesundheitlich einen Gefallen, denn sie können nicht varroabehandelt werden, ein leider immer noch unerlässlicher Pflegeakt.

Rähmchen mit Weiselzellen und SpielnäpfchenDoch das Sich-Teilen eines Volkes hat definitiv einen verjüngenden und dadurch gesundheitsfördernden Sinn. Daher sollte immer mindestens ein Ableger pro Volk dafür sorgen, dass dieser Kreislauf funktioniert. Ob man dafür gleich ein Brutbrett mit einer Königinnenzelle – besser sind zwei bis drei – verwendet, oder ob man eine Reinzucht-Königin kauft und einsetzt, ist zu diskutieren. Die Meinungen gehen hier auseinander, und wie so oft sind auch die Rahmenbedingungen zu bedenken. Für unsere Jungimker im 4. Modul des Anfängerkurses eindeutig noch zu früh, wir haben genug anderen theoretischen Stoff, der verarbeitet werden will.

Teilnehmende des BLIB-Imkerkurses für Anfänger zum Modul 4Wie immer hoffen wir, es war nicht zu viel und nicht zu wenig, und die bereits Fortgeschrittenn haben ihre Spezialfragen ebenfalls zufriedenstellend beantwortet bekommen. Zum Imkern braucht es Geduld und Vertrauen, und das geht bereits mit dem Lernen an. Ihr dürft darauf vertrauen, das alles Relevante nach und nach zur Sprache kommen wird, und der Rest … wir haben noch viele Jahre Zeit für euch, z. B. auch zur BIWa-Sonntagsöffnung, nächstes Mal am 05.05. mit gleichzeitigem Modul-Wiederholungstermin.

Das nächste reguläre Modul 5 des BLIB-Imkerkurses für Anfänger findet am 01.06.2019 zum Thema Varroakunde und -kontrolle statt.

P. S.: Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt 10 (ab 2019 dann 11) Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Fotogalerie Modul 4 BLIB-Anfängerkurs

Schwarmverhinderung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 4. Modul)

Grenzwertig kühl für einen Lehrbienenstandsbesuch, da werden wir das Üben etwas einschränken müssen. Doch Fragen gibt es ja immer, die Zeit werden wir zu nutzen wissen.

Sa., 27.04.19  |  10.30-12.00 Uhr 

Rähmchen mit zahlreichen Weiselzellen4. Modul: Schwarmverhinderung

Was? Die Bienen vermehren sich nun rasant und ziehen sich Königinnen nach. Um das Schwärmen zu verhindern, erfolgt nun bis Ende Juni die wöchentliche Weiselkontrolle, bei der die Weiselzellen entfernt werden. Einer Varroainvasion beuten wir biomechanisch durch Drohnenrahmenschneiden vor. Wir zeigen nicht nur, wie all die praktischen Arbeiten vonstatten gehen, sondern lassen unsere Kursteilnehmenden selbst Hand anlegen.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Und sonst? Wiederholungstermin nach Einzelabsprache möglich. Dieses Modul ist Pflichtmodul für eine Teilnahmebescheinigung über den Gesamtkurs.

Kosten, Anmeldung und Programm? BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019.

Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Gehaltvoller Kurs mit Ableger bilden und umsetzen, Königin zeichnen und Drohnenbrutschneiden

Kursteilnehmende bei der WabenbeschauungIm Praxisteil des BLIB-Imkerkurses für Anfänger erläuterten wir das Aufsetzen des Honigraums und dämpften den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung. Für einen Ableger werden benötigt:

  • 1 Zarge mit Boden und Deckel
  • 1 Brutwabe mit Larven in verschiedenen Stadien (Position am Zargenrand)
  • 1 leere Mittelwandwabe (Position Mitte)
  • 1 Futterwabe (Position 3)
  • genügend adulte Bienen, um die Brut warm halten zu können
  • Transportsicherung (2 Pinnädeln, damit die Waben in der Zarge nicht verrutschen)
  • Spanngurt

Schrittfolge Ablegerbildung

Umsetzen eines Volkes

Teilnehmerin am Imkerkurs mit WabeDa der Kursteilnehmer Christian Schwarzenberger einen gekauften Ableger am Bienenweg beherrbergte, entsprachen wir gerne seinen Wunsch, diesen gemeinsam in seine vorbereiteten, hübsch farbig bemalten Beuten umzusetzen.

Nach Umsetzung orientieren sich die Bienen neuSehr schön ließ sich im Anschluss beobachten, wie die umgesetzten Bienen ihr neues, buntes Zuhause in Augenschein nahmen, um es nach ihren Sammelausflügen auch wieder finden zu können.

Königin zeichnen

BienenköniginWeiselzellen waren noch bei keinem Volk zu entdecken. Doch dass wir bei Christian die Königin entdecken und markieren durften, war ein ungeplantes Highlight. Heuer ist zwar die Farbe Grün dran, doch Christian wählte stattdessen Rot, da seine Königin im vergangenen Jahr geboren wurde. (Korr. 26.4. 16 Uhr). Der Stempel, mit dem wir sonst arbeiten, um möglichst den direkten Kontakt zur Biene zu vermeiden, ließ sich akut nicht auffinden. Daher nahm Reinhold die Königin ausnahmsweise doch vorsichtig zwischen die Finger und tupfte den Farbfleck auf ihren Panzer.

Die Vorteile eines Stempels liegen auf der Hand: Keine Kontaminierung mit menschlichen Gerüchen, die die Arbeiterinnen womöglich daran hindern, ihre Königin wiederzuerkennen, und längere Trockenzeit für die Farbe, die nämlich sonst sofort wieder heruntergeputzt werden würde.

Drohnenbrut schneiden

Zum Schluss fand sich noch Gelegenheit, bei ein paar „Überminuten“ des zweistündigen Kurses eine Drohnenbrut zu schneiden. Das Entfernen des mit männlichen Larven und Puppen behausten Rähmchens nimmt den Varroendruck vom restlichen Volk, was sich langfristig positiv auf die Volksentwicklung auswirkt, so unschön die Tätigkeit auch ist.

Am 27.04. geht’s weiter mit Modul 5 und der Schwarmverhinderung.

P. S.: Auch nach bereits erfolgtem Start des BLIB-Imkerkurs für Anfänger ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.

Fotogalerie Imkeranfängerkurs Modul 3

Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 3. Modul)

Das Jahr nimmt Fahrt auf, für Bienen wie Mensch! Wir und unsere Kursteilnehmende nutzen das Osterwochenende für das Vorankommen im Anfängerkurs.

Sa., 20.04.19  |  10.30-12.00 Uhr

Blick in die frisch erstellten Ablegerzarge3. Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung

Was? Die Blüte ist im Gange und die Bienen tragen wie verrückt Nektar ein. Es wird eng im Brutraum! Daher setzen wir in diesem Praxisteil den Honigraum auf und dämpfen den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Und sonst? Wiederholungstermin nach Einzelabsprache möglich.

Kosten, Anmeldung und Programm? BLIB-Imkerkurs-Anfaenger-2019 sowie Zusatztermine Honigschleudertage-2019.

Auch nach bereits erfolgtem Start ist ein Einstieg in jedes neue Modul jederzeit möglich. Die Dauer des Kurses beträgt immer 10 Module und richtet sich nach der Modulnummer Ihres Einstiegs. Ein zweites Jahr kann bei Terminproblemen kostenfrei angehängt werden.