Spezialporträt Arno Schimmelpfennig

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Arno Schimmelpfennig, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende und das Film-Sponsoring dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Arno Schimmelpfennig?

Kennengelernt über Facebook und hierüber auf die Aktion aufmerksam geworden, gefiel dem Medienwissenschaftler Arno Schimmelpfennig besonders die Machart und das Gesamtbild der Bamberger Schulbiene. Aber auch das Thema selbst, die Bienen eben, war ihm der Leidenschaft eines Coburger Kunden wegen nicht fremd. So hatte Arno Schimmelpfennig das wichtige Nutztier deutlich vor Augen, als er für sie spendete.

Welche Erfahrungen hat Arno Schimmelpfennig mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Arno Schimmelpfennig

“Bamberger Schulbienen”-Unterstützer Arno Schimmelpfennig von Filmrecruiting © privat

„Ich wusste nicht, wie viel Arbeit in einem Glas Honig drin steckt“, erinnerte sich der Filmemacher und –berater von Film-Recruiting (jetzt: Die-Video-Visitenkarte.de / Korr. Stand 6.5.14) über seinen Besuch auf der Insel Mainau, bei dem er einen interessanten, abwechslungsreichen Einblick in die Imkerei erhielt. Für ihn ist auch die Biene spätestens seit diesem Zeitpunkt nicht mehr das „böse, gelbe Tier, das schmerzhaft sticht, sondern eine fleißige Sammlerin des wertvollen, kraftspendenden Honigs, den ich selber sehr gerne esse“, so der ehemalige dreifache Bayerische Meister und immerhin fünfte Deutsche Meister im Rudern.

Auch seine achtjährige Tochter ist auf die Biene gekommen. Wenngleich ihr die „alte“ Maja mit ihren rundlichen Formen weitaus besser gefällt als die „recycelte“ Filmbiene. Pädagogisch wertvoll ist Maja allemal, lässt sich mit ihrer Hilfe doch prima der Nutzen des gesammelten und veredelten Bienenprodukts, des Honigs, nahe bringen. Der Familienvater, selbst aus einer Arztfamilie stammend, schwört nämlich auf die gesundheitlichen Effekte des gelben Ur-Lebensmittels.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Arno Schimmelpfennig für „Film-Recruiting“ braucht?

„Mit kleinem Aufwand hohe Aufmerksamkeit zu erzielen, die sich jeder Kunde leisten kann“, ist das Anliegen des Imageberaters aus den Bamberger Theatergassen, der auch Seminare anbietet. Der Videomarketing-Experte empfiehlt dabei seinen Kunden, die Eigenschaft, auf die er sich selbst berufen kann: Authentizität. Gepaart mit Kreativität und Innovationswillen hilft er Klein- und Mittelstandsinhaber, sich in kurzen Videos („Video-Visitenkarten“) zu präsentieren und dabei positive Werte zu transportieren.

Da der ehemalige Theresianer und seit 2010 wieder in Bamberg lebende und arbeitende Arno Schimmelpfennig ebenfalls wertebebewusst lebt, kommt es für ihn weniger auf die wirtschaftlich orientierte filmische Vermarktung von Produkten, als eher auf das Brückenbauen zwischen den Menschen, also auch zwischen Dienstleistern und deren Idealkunden, an. „Ich gewinne für Menschen andere Menschen“, so der Film-Dienstleister kurz und treffend. Dass der Berater in Sachen Film und Personenmarketing dabei genau zuzuhören vermag, macht Arno Schimmelpfennig nicht umsonst zum Xing-Experten und Veranstalter monatlicher Live-Treffen in Form der XING-Gruppe „Business-Netzwerk-Oberfranken“.

„Weltoffenheit“ ist ebenfalls ein Attribut des in Burgebrach aufgewachsenen gebürtigen Darmstädters mit häufigen Aufenthalten in Afrika. Beim „Fränkischen Tag“, der heutigen Mediengruppe Oberfranken, hat er sich seine ersten Sporen als journalistischer Mitarbeiter verdient. Nach seinem österreichischen Magister der Theater-, Film- und Medienwissenschaft, den er auf Anraten seines Arbeitgebers ablegte, zog es Arno Schimmelpfennig noch einmal längere Zeit nach Afrika, wo er denn auch Afrikaans lernte.

Was wünscht Arno Schimmelpfennig dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Ich wünsche der Bamberger Schulbiene, dass sie einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und erfolgreich in ihren Bemühungen ist, die Bienenwelt in Bamberg und Region zu bewahren“, so Arno Schimmelpfenning und setzt noch eines drauf, als er anbietet, die nächste Veranstaltung filmisch zu begleiten. Was wir zwei Tage später bereits in die Tat umgesetzt haben. Vielen Dank dafür!

Kontaktdaten:
Web: http://www.film-recruiting.de Stand: 06.05.2014: http://www.die-video-visitenkarte.de/
Google+: https://plus.google.com/u/1/110008450796822184479/posts
Xing: https://www.xing.com/profile/MagArnoS_Schimmelpfennig
Facebook: http://www.facebook.com/arno.schimmelpfennig
YouTube: www.youtube.com/films4recruiting
E-Mail: a [dot] schimmelpfennig [at] film-recruiting [dot] de

Letzte Korrekturen: 23.06.2013

Summen und Blühen in der Gangolfgrundschule

Klasse 1b der Gangolfgrundschule singt

Lehrerin Judith Endres (re.) hat alles gut vorbereitet. Mit „Summ, summ, summ …“ begrüßt die Klasse 1b der Gangolfgrundschule die Bamberger Schulbiene (li).

Mit dem Kinderlied „Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“ samt Klavierbegleitung durch den Schüler Franz begrüßte uns die Gangolfgrundschule am 12. Juni 2013. Die Bamberger Schulbiene Ilona und der Schulimker Reinhold staunten nicht schlecht über die perfekte Vorbereitung des angekündigten Schulbienen-Unterrichts in der Klasse 1b. Sogar ein Blumenarrangement fanden wir vor, welches allerdings zugunsten der von uns mitgebrachten, frischen Wiesenblumentöpfe aufgelöst wurde. Doch war so der Einstieg in das Thema Bienen mit Schwerpunkt „Wiese“ eine Leichtigkeit, die Margerite, der Mohn und auch der Fingerhut sogleich von den Kindern richtig benannt.

Keine Neulinge mehr

Überhaupt waren die 24 Erstklässler alles andere als Neulinge in Sachen Wiese, Bienen, Honig und Imkerei. „Ich habe schon im Kindergarten dabei zugesehen, wie Honig geerntet wird. Der Mann hat ein Rähmchen heraus genommen und es in eine Schleuder getan. Dann durfte ich frischen Honig schlecken“,  meldete sich ein Mädchen auf die Frage, wer denn schon etwas mit Bienen erlebt hätte. Der „Mann“, so klärten wir auf, heißt „Imker“. Dass die Frau demzufolge eine Imkerin wäre, wussten die Kinder natürlich. Weitere Begriffe wie Pollen und Nektar gossen wir in ein kleines Silbenrätselspiel ein.

Schulimker Reinhold in der Klasse 1b Gangolfgrundschule

Schulimker Reinhold in der Klasse 1b der Gangolfgrundschule

„Ich bin schon oft gestochen worden“, klagte hingegen ein anderes Kind. Die jammervolle Erfahrung nahmen wir zum Anlass, auf den richtigen Umgang mit Bienen aufmerksam zu machen. „NIcht vors Flugloch laufen“, rieten wir, und „keine hektischen Bewegungen, sonst meinen die Bienen, der Bär kommt“.

Im Verlauf des Unterrichts stellten die Kinder Fragen, die alles andere als naiv waren:

„Warum sticht die Biene, und warum muss sie daran sterben?“
„Warum können Bienen so schnell fliegen?“
„Wie finden die Bienen in den Stock zurück?“
„Wieso legt nur die Königin Eier?“
„Wie viele Bienen sind auf einer Wabe?“

Obwohl wir uns sehr bemühten, allen zu antworten – eine kurze Schulstunde ist einfach nicht lang genug für sämtliche Wortmeldungen. „Könnt ihr denn nicht wiederkommen?“ fragte nicht nur eines der aufgeweckten Schüler. Gerne, und wir begleiten euch bis in die letzte Schulklasse, ohne, dass es langweilig werden wird, versprochen!

Der Bär kommt … und weitere Überraschungen

Bären in der 1b Gangolfgrundschule

Hilfreiche Plüschis sind unerlässlich für Groß und Klein!

Apropos Bär … den hatten wir natürlich auch dabei. Dem wolligen Plüschi namens „Sebald Herzibär“ gab Lehrerin Judith Endres sogleich einen Partner hinzu. Gemeinsam passten sie auf die süße Honig-Überraschung auf, bis ihn die Kinder zum Probieren bekamen.

Ausgeteilt bekamen sie außerdem kleine, duftig riechende Bienenwabenstücke, die sie am liebsten ebenfalls gerne verspeist hätten. Schade, dass wir für diesesmal keine Exkursion zu einem unserer Lehrbienenstände eingeplant hatten. Doch sicherlich für nächstes Jahr, wenn der gerade erst an der Villa Dessauer aufgestellte Ableger der Bienenpatin Dr. Regina Hanemann alt genug für Kinderbesuch sein wird. So mussten wir uns fürs Erste mit Anschauungsmaterial in Form von Postern, Bilderbüchern und einer Lernbienenbeute, die jedoch immerhin mit echten Waben und detailgenauen Fotos begnügen.

Rätsel und Bücher für jetzt und später

Als didaktische Ergänzung von „Beobachten, Hören, Sprach- und Leseförderung, Aktivieren des Geruchs- und Geschmackssinns“ darf natürlich auch nicht die Kreativität zu kurz kommen. Ein Rätselblatt zum Ausmalen, Insektenbestimmen und Auflösen einer „Geheimsprache“ sorgte für entspannende Momente nach der lebhaften Kreisrunde.

Judith Endres und die Bamberger Schulbiene

Lehrerin Judith Endres und die Bamberger Schulbiene sind sich einig: Lernmaterial und Leserucksack verstärken den Lerneffekt.

Um das neu erfahrene Wissen zu festigen, las die Bamberger Schulbiene einen kurzen Abschnitt aus dem Buch „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ von Ralf Burschkow vor. Alle Schüler dürfen ein Exemplar davon zum Nach- und Fertiglesen mit nach Hause nehmen. Außerdem bleibt ein mit weiteren Büchern gefüllter „Bienen-Leserucksack“ 10 Tage lang im Klassenzimmer.

Finanziert wurden Bücher und Rucksäcke über Spenden, über die wir uns natürlich weiterhin freuen würden. Denn die Bücher dürfen und sollen auch „zerlesen“ werden, um den innigen Dialog mit dem Bienenthema zumindest anfänglich auf unkomplizierte Weise zu ermöglichen. Abgegriffene Bücher sind schließlich leichter zu ersetzen als ein fehlendes Naturverständnis.

„Manchmal, wenn etwas besonders schön war …“

Fleissige Helfer - Schüler der 1b Gangolfgrundschule

Die 1b der Gangolfgrundschule als fleißige Helferlein!

Wir danken der Lehrerin Judith Endres für die herzliche Aufnahme in ihre Schulklasse und freuen uns bereits jetzt auf das versprochene Wiedersehen! Danke auch den Schülerinnen und Schüler der 1b, die so begeistert mitgemacht hatten und uns sogar beim Tragen der vielen Utensilien geholfen haben!

„Manchmal, wenn etwas besonders schön war, dann möchte ich die Zeit einfach zurück drehen können, um alles noch einmal zu erleben“, vertraute mir ein Mädchen auf dem Weg zum Auto an.

Nun, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, uns geht es ganz genau so!

* [Aus Gründen einer flüssigeren Lesbarkeit verwendete ich hier die männliche Form für beide Geschlechter und bitte um Verständnis für diese Abkürzung.]

Spezialporträt Daniela Reinfelder

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Daniela Reinfelder, eine Unterstützerin der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für ihre Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Daniela Reinfelder?

Daniela Reinfelder

“Bamberger Schulbienen”-Unterstützerin Daniela Reinfelder, Architektin und Stadträtin © privat

„Die Webseiten haben mir gut gefallen. Überzeugt hat mich die „Bamberger Schulbiene“ aber vor allem durch ihr parteiübergreifendes Auftreten. Mit Ihrem Bienenthema haben Sie wichtige Leute vereint“, antwortet die Politikerin und Architektin Daniela Reinfelder.

Sie fände es gut, wenn sich noch mehr Menschen ehrenamtlich betätigen, und das eben ohne politische Grenzen. Auch für Schüler hat sie viel übrig, ist sie doch selbst Mutter und aktive Schulpatin sowie ehemalige Fördervereinsvorsitzende an der Gaustadter Grund und Mittelschule. Sie wünscht sich, „dass in jedem Kopf drin ist, wie wichtig Bienen für unser Leben sind“ und baut dabei auch in Zukunft auf die „Bamberger Schulbiene“ als Übermittlerin von Information und Begeisterung. So möchte sie es nicht nur bei dieser einen Spende belassen, sondern überlegt, wie sie die Initiative noch mehr fördern könnte.

Welche Erfahrungen hat Daniela Reinfelder mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Die bekennende Fränkin, die dennoch einmal ernsthaft Auswanderungsgedanken nach Australien hegte und dazu extra die Maurergesellenprüfung abgelegt hat, nimmt von allen ihren bereisten Ländern Honige mit. Frau Reinfelder verlängert so ihren Urlaubsgenuss, obwohl sie doch immer wieder froh ist, zurück in ihre schöne Heimat zu kommen. „In meinem Garten habe ich wunderbare, große Zitrusbäume“, strahlt die Gaustadterin und fügt hinzu: „die herrlichen Zitrusfrüchte gibt es nur mit Hilfe der Bienen“. Die Gartenliebhaberin freut sich daher über die vielen von ihr beobachteten Honig- und Wildbienen, die auch emsig vom Efeu naschen. Daniela Reinfelder vermutet, dass ihr Nachbar, ein Imker, nicht ganz unschuldig daran ist. „Der erntet ganz tollen Honig“, lobt sie ihn mit Nachdruck und ergänzt: „Ohne Bienen gäbe es viel weniger schöne Dinge, die ich genießen kann“. Das wird ihr sicherlich in Zukunft noch viel mehr bewusst, denn seit Kurzem ist Daniela Reinfelder Vorsitzende des Clubs moderner Hausfrauen. Beim Thema Kochen kommt es nämlich stark auf die Zutaten an. An denen die Bestäubungsleistung der kleinen, fleißigen Hautflügler nicht ganz unbeteiligt sind. Apropos „fleißig“ …

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Daniela Reinfelder als Architektin und in ihren Ehrenämtern braucht?

„Fleiß, der oft im Verborgenen stattfindet und leider nicht immer gewürdigt wird. Doch dann hilft mir – und auch ganz generell – mein Durchhaltevermögen. Dranbleiben am Thema, aber auch Zukunftsvisionen haben, das finde ich wichtig“, stellt die Daniela Reinfelder fest. Um nachdenklich hinzuzufügen: „Man muss auch mal zufrieden sein mit dem, was man hat“. Nicht zu vergessen eine gehörige Portion Leidenschaft.

Was wünscht (sich) Daniela Reinfelder (von) dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Für das Projekt „Bamberger Schulbiene“ wünsche ich mir privat und in meiner Eigenschaft als Stadträtin, dass alle Menschen in Bamberg sich dieses wichtigen Themas annehmen und  es verbreiten, so wie die Bienen es auch machen.“

Kontaktdaten:
Unternehmen: Architekturbüro Daniela Reinfelder
Ehrenamt / -ämter: 1. Vorsitzende Bürgerverein Gaustadt e. V. und 1.Vorsitzende Club der modernen Hausfrauen e. V., Schulpatin Gaustadter Grund und Mittelschule
Facebook: https://www.facebook.com/dreinfelder
Twitter: https://twitter.com/architekturbuer
Google: Daniela Reinfelder
E-Mail: architekturbueroreinfelder [at] t-online [dot] de

Schulbienenbesuch des E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums (2)

[zum Teil 1: Klasse Aussichten für E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiasten]
[zum Video]

Echte Bienenwelt auf der Streuobstwiese

Im Gänsemarsch zum Lehrbienenstand

Auf dem Weg zum Lehrbienenstand von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Auf der Streuobstwiese angekommen, zeigte Schulimker Reinhold Burger, wie das Rauchgefäß, der „Smoker“, bedient wird. Die Schüler* erfuhren, dass der Rauch dazu dient, die Bienen mit Honigfassen zu beschäftigen. „Alarm, der Wald brennt! Honigvorräte fassen!“, so lautet die Parole der Bienen. Und nichts anderem mehr schenken sie ihre Aufmerksamkeit, so dass wir Imker ungestört arbeiten können. Ein paar Kinder zogen sich dennoch vorsichtshalber einen Imkerhut über.

Kinder am Lehrbienenstand

Schulimker Reinhold vor einer mehrzargigen Beute

Mit Rauchwerk und Schleier ausgestattet näherten wir uns den beiden Völkern, die bereits emsig ihr Tagwerk verrichteten. Reinhold setzte nun das vorher für das Bienen-Schaufenster entnommene Rähmchen in den Bienenstock — heute sagt man „Beute“ dazu — wieder ein. Auf dem Foto ist eine mehrzargige Beute zu sehen. „Zarge“ nennt sich das einzelne Stockwerk einer Beute und besteht aus einem rechteckigen Kasten, z. B. aus Holz oder Styropor.

Schüler vor geöffneter Bienenbeute

Zunächst noch vorsichtiger Blick in die geöffnete Beute

Die Schüler trauten sich bereits nach kurzer Zeit, ihre Hand über die mit Bienen, Brut und Honig vollen Rähmchen zu halten, aus denen spürbar die Wärme hoch stieg. Dieses, und die Überraschung, dass man die Ammenbienen gefahrlos streicheln kann, war sicher das dritte Highlight des Tages. Selbst die vorsichtigsten unter den Mädels und Jungs schafften es, ihre Finger sanft über die kleinen, hochbeschäftigten und völlig in ihrer Aufgabe aufgehenden Insekten zu führen.

Geöffnete Bienenbeute

Ammenbienen lassen sich gefahrlos streicheln.

„Ich hätte die Bienen so gerne noch länger gestreichelt!“ — antwortete ein anfänglich noch hutbewehrter, dann jedoch zunehmend mutigerer Schüler auf die abschließende Frage, ob es für sie zu viel oder zu wenig Informationen gegeben hätte.

Kuschelige Streicheltiere werden Bienen sicherlich nie sein. Doch nähert man sich ihnen ohne hektische Bewegungen, am besten in heller Kleidung und ohne Parfüm oder Deogeruch, dann klappt es meist mit einem friedlichen Kontakt.

Rätselhaftes und Honigsüßes

Schüler beim Rätselraten

Beim Rätselraten. © Foto nicht zur weiteren öffentlichen Verwendung freigegeben

Zurück zu unserem Ausgangspunkt, dem Aussichtstempelchen, bewiesen die aufmerksamen Schüler beim Ausfüllen eines Rätselblattes, dass sie alles neu Erfahrene gut verstanden hatten. Eine Frage daraus lautete zum Beispiel:

„Kann man Bienen auch in der Stadt halten?“

Die Antworten darauf: „Ja, wenn sie nicht gestört werden. Denn dann stechen Bienen auch nicht.“ und „Ja, so lange innerhalb von drei Kilometern Blumen und Bäume blühen … und sie brauchen auch nicht besonders viel Platz“. Dass es dabei die „richtigen“ Pflanzen sein sollten, das kann ihnen ihr Biologielehrer, Dr. Johannes Bail, sicherlich noch detaillierter erläutern.

Nach so viel Hirnakrobatik gab es schließlich etwas Nervennahrung — natürlich in Form von Honig. So kurz vor dem Ende der Exkursion durften die Finger gerne etwas klebrig werden. Vorher hätten es die Bienen sicherlich entdeckt, das wäre nicht so optimal gewesen.

Aussichtsreicher Ausblick

(von links) Arno Schimmelpfennig, Christiane Hartleitner, Dr. Johannes Bail

Kameramann Arno Schimmelpfennig, Kunsthistorikerin Christiane Hartleitner, Lehrer Dr. Johannes Bail

Besonders freut es uns, dass der Einblick in die Themen „Bienen, Honig, Imkerei“ bei einigen der Schüler den Wunsch ausgelöst hat, selbst einmal Imker zu werden. Dass der Wunsch nicht in Vergessenheit gerät, dafür wird Lehrer Johannes Bail sicherlich Sorge tragen. Der promovierte Biologe und Insektenkenner ist derzeit selbst Jungimker und wird bald am Gymnasium den Bienenunterricht „in Echt“ fortsetzen können. Hier bewährt sich auch unser Netzwerk, denn anfänglich wird den engagierten Lehrer unser Imkervater, Nikolaus Hofmann vom Bienen und Imkerzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. dabei beraten.

 

Schülerinnen beim Rätselraten

Beim Rätselraten. © Foto nicht zur weiteren öffentlichen Verwendung freigegeben

Wir sagen „Dankeschön“ dem E. T. A.-Hoffmann-Gymnasium, dass sie uns unterrichten ließen, um dem Bienensterben wieder ein Stück weit etwas entgegensetzen zu können. Und auch hier: DANKE an die Spender der „Bamberger Schulbiene“, die uns darin unterstützen.

Mit vereinten Kräften für Bamberg, unsere Bienenstadt!

* Für einen leichteren Schreib- und Lesefluss wurde die männliche Form stellvertretend für beide Geschlechter verwendet.

Exkursion zur Crowdfunding-Siegesfeier in Wildensorg

Alle Fans und Unterstützer der „Bamberger Schulbiene“, die an der Crowdfunding-Aktion auf Startnext teilgenommen hatten, luden wir zu einer Exkursion nach Bamberg / Wildensorg ein. Zweimal verschoben, und dann doch endlich ohne Regen, zumindest bis zum Mittagessen, trafen wir uns am Sonntag, den 9. Juni 2013, in Wildensorg. Zur Einstimmung gab’s von der Bamberger Schulbiene ein Bienengedicht („Als Amor in den gold’nen Zeiten …“), welches übrigens noch einmal „An einem Mürsbacher Sommerabend“, Samstag, 15. Juni 2013 ab 20 Uhr, unter dem Nussbaum des Gasthofs „Goldener Adler“ zu Gehör gebracht wird.

Bienenschaufenster und Schauer in der Luft

Bienenschaufenster-EnthüllungUm einen ungefährdeten Blick in die Bienenwelt zu ermöglichen, präparierte Reinhold vorsorglich ein „Bienenschaufenster“. Noch ist es ausgeliehen — dafür Dank an den Bioland Schaf- und Ziegenhof Lips, die übrigens ganz in der Nähe das „Bauernlädla“ betreiben. Was uns freute: noch scheint das direkte Erleben eines quirligen Bienenvolkes jedes Geo-Caching-Gerät auszustechen.

Faszinierter Blick der Gäste in das BienenschaufensterDie Wabe, die Reinhold aus einem unserer Völker für das zweizargige Bienen-Schaufenster entnommen hatten, setzte er sodann vor den Augen der kleinen und großen Gäste vorsichtig wieder zurück.

Öffnen der BienenbeuteArne Butscher, den manche von unserem Stand anlässlich der Bamberger Gartenmesse auf der Böhmerwiese [Bericht] her noch kennen dürften, begrüßte die Tierchen liebevoll. Das animierte die fleißigen Sammlerinnen offensichtlich zu artigem Verhalten. Obwohl die Luft durch das herannahende Gewitter aufgeladen war, blieben Mensch und Tier friedlich gestimmt.

Honigpröbchen in vielen Varianten

Blick in die BeuteAlle durften einmal eine mit Honig gefüllte Wabe selbst in die Hände nehmen und waren erstaunt, wie schwer diese war. Sabine Borowski-Anzenhofer, ihres Zeichens Kassenwartin im Imker- und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. (Sitz: Burgebrach), erzählte uns, sie hätte gestern erst geschleudert. Offensichtlich herrschen in Walsdorf bessere Wetterbedingungen, denn unsere Völker brauchen noch einige Flugstunden für einen nennenswerten Ertrag. Trotzdem waren die Honigwaben wenigstens so weit gediehen, dass jeder der Gäste einmal mit dem Finger reinfahren und frischeste, natürlichste Süße zu probieren. Außerdem probiert werden konnte Met, also Honigwein in verschiedenen Sorten sowie unser Wildensorger Honig, ein Restbestand aus der Vorjahresernte.

Gemütlicher Schluss

Exkursionsgruppe vorm Gasthof "Heerlein" in WildensorgJürgen Graser, Energieberater und ebenfalls edler Spender, äußerte am Ende des Tages, er hätte schon länger mit dem Gedanken gespielt, selbst einmal Bienen zu halten. Klar, dass wir dabei unsere Hilfe versprochen hatten. Und meine tierliebende Schwester Jeannette, die ebenfalls wie Jürgen gerne auf Fleisch verzichtet, freute sich einmal mehr über ihre Ehrenbienenpatenschaft, die sie von Nürnberg wieder ins schöne Bamberg führte.

Der mittlerweile einsetzende Regen störte uns beim gemütlichen Zusammensein im Gasthaus „Heerlein“ nicht weiter. Als wir gesättigt auseinander gingen, hörte es auch schon wieder auf. Dennoch beließen wir es bei diesem „Dankeschön“-Kurzprogramm, da die Wege rund um die Altenburg doch sehr verschlammt waren — um es untertrieben auszudrücken. Die meisten kannten Bamberg ohnehin schon, so dass wir auch auf die geplante Sightseeing-Tour verzichteten.

Wir finden es klasse, dass uns diese Exkursion wieder mit unserer Unterstützer-Crowd zusammen gebracht hat. Ebenso wie die „Spezialporträts“ auf diesem Weblog, die ein Nachhall unserer Schulbienen-Crowdfunding-Aktion vom Frühjahr sind. Und für die wir uns viel und gerne Zeit nehmen.

Schön, dass ihr mit uns den Erfolg gefeiert habt!

Eure Bamberger Schulbiene Ilona & Euer Bamberger Schulimker Reinhold

Schulbienenbesuch des E.T.A-Hoffmann-Gymnasiums (1)

Klasse Aussichten für E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiasten

Die Sechst- und Siebtklässler aus der Gartengruppe des E. T. A-Hoffmann-Gymnasiums nutzten mit ihrem Lehrer, Dr. Johannes Bail den schönen Tag für einen wahrhaft aussichtsreichen Ausflug in Sachen Bienen, Honig und Imkerei. Heute der Teil 1 des Berichts.

Aussicht auf Bamberg von Wildensorg ausGleich mit mehreren Highlights konnte der Freitag, 7. Juni 2013, für die Schülerinnen und Schüler aufwarten. Zunächst die klasse Aussicht auf ein ausnahmsweise einmal nicht verregnetes Bamberg. „Schaut doch mal, so ein toller Ausblick!“ – schwärmte denn auch einer der Jungs zur Begrüßung, als die zweite Fuhre Kinder von ihrem Lehrer an der Rübezahl-Wiese ausgeladen wurde.

Luftiges Klassenzimmer „Aussichtstempel“

Bienenschaukasten am Aussichtstempelchen

Bienenschaukasten am Aussichtstempelchen

Im 1929 errichteten Aussichtstempelchen gab es zunächst etwas zur Geschichte der Imkerei zu erfahren. Auf ausgeteilten Kärtchen betrachteten wir die älteste Darstellung einer Honigentnahme, eine etwa 10.000 Jahre alte Felsmalerei in einer Höhle in Spanien. Ein Zeitsprung führte uns ins zehnte Jahrhundert. Abwechselnd lasen die Schüler* die Zeilen einer althochdeutschen Bienenbeschwörung, den „Lorscher Bienensegen“, vor. Das klang recht flüssig und wurde natürlich im Anschluss von der Schulbiene übersetzt.

Anhand eines Posters erläuterte Schulimker Reinhold die Entwicklungsstufen und Tätigkeiten der Honigbiene. Die Schülergruppe lernte in ihrem luftigen Unterrichtsraum hoch über Bamberg die markanten Unterschiede zwischen Arbeiterin, Königin und Drohne kennen. Doch mussten wir dabei nicht von „Null“ anfangen, einiges war ihnen bereits bekannt.

Perfekte Showbühne „Rübezahlwiese“

Bienenschaufenster

© Foto nicht zur weiteren öffentlichen Verwendung freigegeben

Das zweite Highlight war ganz sicher das von Reinhold vorab präparierte Bienen-Schaufenster, welches wir freundlicherweise vom Bioland-Hof der Familie Lips geliehen bekamen, bis unser eigenes Schaufenster gebaut ist — übrigens mit Hilfe von Spenden.

Hinter  Plexiglasscheiben konnte das rege Treiben angstfrei und von allen Seiten in Ruhe beobachtet werden.

 

Kameramann Arno SchimmelpfennigKameramann Arno Schimmelpfennig von Film-Recruiting, einer der Sponsoren der Bamberger Schulbiene, begleitete das Geschehen. Den Film werden wir in Teil 3 dieser Berichtsreihe zu sehen bekommen. Wir warten noch auf seine Fertigstellung.

Nun ist erst einmal Stärkung angesagt, um das Bienenschaufenster sicher zu transportieren. Nach dem Picknick auf der „Showbühne Rübezahlwiese“ ging es zu den richtigen Bienenbeuten, also der Behausung der Völker. Was wir dort erlebten, erfahrt ihr im Teil 2 „Echte Bienenwelt auf der Streuobstwiese“!

Zum Video geht’s hier lang.

Bienenschaufenster-Transport

* Für einen leichteren Schreib- und Lesefluss wurde die männliche Form stellvertretend für beide Geschlechter verwendet.

Schulbienenausstattung

Schulbienenausstattung:Leserucksäcke und BücherEin herzlichen „Dankeschön“ an alle Unterstützer der Bamberger Schulbiene, die uns diesen Teil der Unterrichts-Ausstattung ermöglichten. Die süßen Rucksäcke werden eingesetzt bei Klassenausflügen mit Grundschulen und als Leserucksäcke. Die Rucksäcke werden angefüllt mit alters-, schul- und fachspezifischen Medien wie Bücher, Videos, Broschüren und Plakaten etc.und bleiben etwa 10 Tage lang in den Klassen.

Im Foto zu sehen die 30 Staffelexemplare des Büchleins „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ von Ralf Butschkow, gekauft in der Buchhandlung „Collibri“ Bamberg (vielen Dank, ihr wisst schon, wofür!). Die ersten Nutznießer sind 24 Schüler der Gangolfgrundschule Bamberg, die wir heute besucht hatten. (Hier der Bericht dazu)

Spezialporträt Gisela Schlenker

Gisela Schlenker, eine Unterstützerin der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für ihre Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Gisela Schlenker?

Gisela Schlenker

“Bamberger Schulbienen”-Unterstützerin Gisela Schlenker, MTA und Stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU-Mitte © Steven P. Carnarius

Während ihrer Zeit als Arzthelferin in Nürnberg entdeckte Gisela Schlenker in einem Buch den Ausspruch von Albert Einstein: „Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben. Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr.“ „Das hat mich damals wie heute sehr berührt. Durch eure Schulbiene wurde ich wieder darauf gestoßen“, begründet die heutige medizinisch-technische Assistentin (MTA) ihre Spende. Schön findet sie es, dass das Thema über alle politischen Parteien hinaus geht, denn: „Das Thema geht uns alle etwas an“.

Nicht nur die Schulbiene darf sich übrigens über eine Spende freuen. „Privat liegt mir die Unterstützung von  zwei Kindern in Beruwela /Sri Lanka am Herzen, die ich mit meiner Familie, Freunden und Kolleginnen unterstütze und die Spenden persönlich überbringe“, so die großzügige Geberin.

Welche Erfahrungen hat Gisela Schlenker mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Gisela Schlenkers Berührung mit dem Thema Bienen fand bereits vor über dreißig Jahren bei einem Bauern und Imker statt. „Durch einen langjährigen Freund und Hobbyimker aus Dippach, der uns auch seit 15 Jahren mit Honig versorgt, erlebte ich, wie viel Arbeit die Imkerei macht“, erzählt die seit ihrem 24. Lebensjahr verankerte Wahlbambergerin, die ehemals von der Pathologie an der Universität in Erlangen aus als Laborleiterin ans Klinikum Bamberg berufen wurde, bis sie sich 2002 mit einer Beratungspraxis für Ärzte selbständig machte.

Jener Freund hatte damals in den 80ern die Theorie, dass die Varroamilbe von den Flugreisen über alle Länder hinweg zu uns eingeschleppt worden wäre. Zwar war es in Wirklichkeit eine Gruppe an Forschern, die die asiatische Bienen samt ihrer Milben in Deutschland untersuchte. Einige Schwärme sind ihnen dann leider ausgekommen und infizierten unsere Westliche Honigbiene mit dem Parasit. Doch trifft seine These durchaus auf andere Krankheiten zu, die unserer Honigbiene heute zu schaffen machen.

Gisela Schlenker unterschrieb dann auch die Petition, welche Bundesministerin Ilse Aigner kürzlich dazu aufforderte, sich in Brüssel stark zu machen für ein Pestizidverbot. Denn „die Kette ‚Pflanze – Tier – Mensch’ darf nicht unterbrochen werden“, so die an gesundheitlichen Aspekten interessierte Rettungssanitäterin und seit ihrem 13. Lebensjahr eingefleischte Ehrenamtsarbeiterin. Sie fügt hinzu: „Vielen ist es auch nicht bewusst, wie wichtig es ist, regionalen Honig zu kaufen, und nicht aus irgend welchen fernen Ländern, denn die Bestäubungsleistung soll schließlich in unserer Gärtnerstadt und dem Umland zum (Früchte-)Tragen kommen!“

Womit der Imkerfreund schon früher haderte, ist die auch heute noch bienen-ungeeignete Monokultur. Obwohl unsere Bienen stellenweise regelrecht verhungern, scheint der Fakt an einigen Verantwortlichen vorüberzugehen, nämlich dass sie „einen gewichtigen Wirtschaftsfaktor darstellen, der in den zweistelligen Millionenbereich geht“, so weiß es Gisela Schlenker. Zumindest, was Deutschland anbelangt. Zahlen in weit höheren Dimensionen stellt OneWorld bereit:

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Gisela Schlenker als MTA und im Ehrenamt braucht?

„Bienen existieren nur im Team richtig“, konstatiert die heute in einer niedergelassenen Praxis angestellte MTA. „Weitreichende Entscheidungen können nur im Team getroffen werden, ob in der Familie, Arbeitswelt oder der Politik“, ist die Überzeugung des CSU-Mitgliedes und seit März 2013 auch Stellvertretende Ortsvorsitzende der CSU-Mitte. Frau Schlenker setzt sich besonders für sensibleres Umgehen mit Werten und deren Aufrechterhaltung ein.

„Teamfähigkeit hat auch etwas mit Strukturen zu tun und einer guten Vernetzungsfähigkeit – ob bei der Biene oder beim Menschen“. Auch das eine Stärke von Gisela Schlenker.

Was wünscht sich Gisela Schlenker vom und für das Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Mehr Sensibilität für das Ökosystem mit Hilfe der Aufklärungsarbeit durch die Schulbiene. Beispielsweise, indem mit geeigneten, hochwertigen Lehrmitteln das Interesse der Kinder an Bienen, Imkerei und Umwelt geweckt wird“, so Gisela Schlenker. Und von den Politikern wünscht sie sich, “dass die privat initiierte und gestemmte Bamberger Schulbiene nicht nur ideell, sondern auch finanziell gestärkt wird.“

Kontaktdaten:
Ehrenamt: Bürgerverein Bamberg-Mitte, CSU Bamberg, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg, Theaterverein Bamberg, Sommeroper Bamberg, ASB Nürnberg
Facebook: http://www.facebook.com/gisela.schlenker.7
E-Mail: gisela [dot] schlenker [at] icloud [dot] com

[Korrekturen mit Stand 14.6.13]

Spezialporträt Martin Dieter Weinsheimer

Martin Dieter Weinsheimer, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Martin Dieter Weinsheimer?

Martin Dieter Weinshimer

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Martin Dieter Weinsheimer, Schulleiter und FW-Fraktions­vorsitzender Bamberg © M. D. Weinsheimer

„Das Bienensterben ist allgemein bekannt. Außerdem hat mir das persönliche Engagement von Ihnen beiden gefallen“, antwortete Dieter Weinsheimer, als er bei uns am Obstmarkt 10 zum Anlass seiner Spende befragt wurde. Die Crowdfunding-Aktion entdeckt hat der gebürtige Bamberger und engagierte Stadtrat in Facebook. Die Unterstützung der Bienen in Bamberg sieht er – genau wie auch seine kommunalpolitische Arbeit – als „meinen Beitrag zur Stadt, die ich, je älter ich werde, umso mehr ins Herz geschlossen habe“.

Was weiß Dieter Weinsheimer über Honig, Bienen und Imkerei?

„Wo wir unseren Honig kaufen, das müssen Sie am besten meine Frau fragen“, lacht Herr Weinsheimer. Doch dass er regional eingekauft ist, weiß er genau. „Meine Frau wäre auch diejenige, die sofort zum Imkern bereit wäre, und da würde ich denn wohl auch mitziehen, wenn’s soweit wäre“, lächelt er verschmitzt. In Sachen Bienen hingegen und deren wichtige Funktion als Bestäuberin, gerade auch für die Bamberger Obstkultur, weiß der  Schulleiter der Grund- und Mittelschule in Strullendorf sehr wohl gut Bescheid. Im Gegensatz zu manch anderen Zeitgenossen. „Es ist schade um jede Biene, die erschlagen wird, weil sie mit einer Wespe verwechselt wird“, so Dieter Weinsheimer. Wobei natürlich auch die Wespen ein sehr wichtiges Glied in der Kette der Natur sind.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Dieter Weinsheimer in seiner politischen Arbeit wichtig sind?

Fleiß ist sicherlich ebenfalls eine Eigenschaft, die Herrn Weinsheimer als Mitglied verschiedener Vereine, Gruppen und besonders des Stadtrates benötigt, zumal er täglich als Weblogredakteur der Freien WeBZet in die Tasten greift. Davon profitiert haben wir von Bienen-leben-in-Bamberg.de ebenfalls, wurde doch die Berichterstattung über die Schulbienenaktion hervorragend von ihm medial begleitet. (Nebenbei: Einer der Bienen-Artikel schaffte es sogar auf 500 Trafics!)
Doch nicht nur dabei hilft dem Schulleiter, Stadtrat und FW-Fraktionsvorsitzenden ein über all die Jahre angesammeltes, breites Erfahrungswissen. Als Vielleser (das freut die Bibliothekarin natürlich, zu hören) und mit einer guten Lernfähigkeit gesegnet, die es auch zulässt, aus Fehlern zu profitieren, dürfte die beginnende berufliche Freistellungsphase sicherlich nicht in eine Ruheposition, sondern vielmehr in ein weiteres Engagement für das Weltkulturerbe münden.
„Die wichtigste Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Stadt wirtschaftlich gesund bleibt und sich nicht übernimmt“. „In Bamberg gut leben“ ist sein Motto, „denn Bamberg ist im mehrfachen Sinn eine blühende Stadt“, betont der mehrfache Familienvater. „Blühen“ ist ein gutes Stichwort, finden wir. „Den Kern erfassen, die richtigen Sachfragen stellen“, so Weinsheimer, sind denn auch gute Voraussetzungen, die ihm wichtig sind, seinem „Identifikationsort“ Bamberg zum Gedeihen zu verhelfen.

Was wünscht (sich) Martin Dieter Weinsheimer (von) dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

Für das Projekt wünscht sich Martin Dieter Weinsheimer, dass es gelingen möge. Für Bamberg, die blühende Stadt, wünscht er sich, dass sie nicht nur für die Menschen, sondern auch für Flora und Fauna eine gute Heimat sein soll. Und dazu gehören wesentlich die Bienen dazu, die als Bestäuber für das Leben in der Natur unverzichtbar sind.

Kontaktdaten:
Website: Freie WeBZet
Ehrenamt: FW-Stadtratsfraktion
Facebook: http://www.facebook.com/martindieter.weinsheimer
E-Mail: weinsheimer [at] bnv-bamberg [dot] de

Lorscher Bienensegen in Mürsbach

Für das Kulturvergnügen „An einem Mürsbacher Sommerabend“ am 15. Juni 2013 innerhalb der „Mürsbacher Kulturreihe“ im Gasthof Goldener Adler suchten Rolf Böhm und ich nach besonders schönen und heiteren Gedichten und Geschichten rund um die Biene, um Honig und die Imkerei. Eines der wundervollsten Texte entdeckten wir im Lorscher Bienensegen.

Der Segen stammt aus dem frühen 9. Jahrhundert, also aus dem Althochdeutschen, und zählt zu den ältesten gereimten Dichtungen in deutscher Sprache. Wie der Name bereits sagt, stammt er aus dem Kloster Lorsch (ein Weltkulturerbe in Hessen). Er wurde auf den Rand einer Buchseite aus der apokryphen Visio St. Pauli geschreiben, die heute in der Vatikanbibliothek aufbewahrt wird.

Ich habe mir den Text heute an der Uni Bamberg von Dr. Angelika Grafetstätter, promoviert in älterer deutscher Literaturwissenschaft, vorlesen lassen. Sie hat mich zudem literarisch auf die richtige Spur gebracht und mir „Die Weisheit der Natur“ geschenkt – vielen, vielen Dank!

Nun hoffe ich, dass ich als „Apollonia Mellifera“ bis zu unserem lauschigen Sommerabend die Feinheiten des althochdeutschen Segens – eigentlich mehr eine Beschwörung – behalten werde. Hier das Original*, die Übersetzung erleben / erhören Sie in Mürsbach.

Kirst, imbi ist huze! nu fliuc du, uihu mina, hera

fridu frono in godes munt, heim zi comonne gisunt.

sizi, sizi, bina: inbot dir sancte Maria.

hurolob nihabe du: zi holce nifluc du,

noh du mir nindrinnes, noh du mir nintuuinnest.

sizi uilu stillo, uuirki godes uuillon.

* Die kleineren Althochdeutschen Sprachdenkmäler. Hrsg. von Elias von Steinmeyer. Berlin, Weidmannsche Buchhandlung 1916, S. 396

Hier noch einmal die Kerndaten zur Einladung nach Mürsbach: Weiterlesen →