Besuch beim Heiliggrab-Ableger

Volles Rähmchen mit roter KöniginDie rote Königin ist putzmunter! Unser Ablegervolk hat sich bei seiner Bienenpatin Carmen Dechant und ihrem Gatten Michael in der Heiliggrabstraße sehr gut entwickelt. Kein Wunder, blüht es in der Hofstadt-Gärtnerei doch ununterbrochen. Und die Bienenwohnung (Beute) steht zudem an einer Sandsteinmauer, die die Wärme speichert, was sicherlich in den bitterkalten Frühsommerwochen ein großer Vorteil war.

Imkerphilosophien Österreich/Deutschland

Besuch beim Ableger in Heiliggrab

Besuch bei unserem Ableger in Heiliggrab (Hofstadtgärtnerei)

Wir besuchten unser Jungvolk zusammen mit unserem Freund Sieghard Tschofen (genau, der das tolle Bienenschaufenster gezimmert hat!). Er ist Tischler und Imker und stammt aus der österreichischen Bergwelt, dem Montafon. Sieghard und Reinhold fachsimpelten über die Verfahrensweisen bei der Ablegerpflege.

Während Sieghard die Erweiterung mit Wabenrähmchen zu beiden Seiten der Brut bevorzugt, erweitert Reinhold linear durch Ansetzen an das zuletzt eingehängte Rähmchen.

Auch die optimale Fluglochweite wurde diskutiert. Sieghard plädiert dafür, dieses jetzt in der (Noch-)Hochtrachtzeit zu erweitern und erst im Herbst wieder zu verengen. So könnten sie schneller ein- und ausfliegen und würden etwas mehr eintragen. Reinhold hingegen fürchtet Räuberei und lässt es aus Gründen einer leichteren Verteidigung eines noch recht kleinen Volkes lieber eng wie bisher.

Carmen Dechant betrachtet ihr Bienenpatenvolk

Carmen Dechant und ihr Bienenpatenvolk

Carmen Dechant hörte diesen Imkerphilosophien aufmerksam zu. Selbst ein Nebensatz wie „die Bienen tragen gerade sehr wenig Pollen ein“ blieb bei ihr nicht unbemerkt. Sie wollte es schon genau wissen, ob ihr Volk ein echtes Probem hätte. So teilen wir mit unserer Bienenpatin Freud und Leid, und mich würde es nicht erstaunen, wenn sie in ein paar Jahren selbst mit dem Imkern anfangen würde.

Imkertipp: Wasser und Nelkenöl

Wasser sprühen auf Bienenbeute statt Rauch verwendenEin guter Tipp unseres Freundes war das Besprühen unserer nackten Hautflächen mit Nelkenöl, dessen Duft die Bienen wohl nicht mögen. Auch verwendet er Wasser statt Rauch, um den Bienen zu suggerieren: „Es regnet, ab in die Wabengassen!“ Hat auch gut funktioniert. Zumindest bei diesem Völkchen.

Eine Woche später, beim Aufsetzen eines zweiten Honigraumes in Wildensorg, reichte das Nelkenöl nicht mehr. Vier Stiche waren die Quittung, denn wir hatten leider nicht rechtzeitig Wasser versprüht, weil wir Mühe beim Ablösen der fest verkitteten Folie hatten. Dieses Verkitten erfolgt in diesem Jahr ungewöhnlich früh. Aber merkwürdig ist ohnehin einiges, beispielsweise die sehr zeitig begonnene Drohnenschlacht.

Mutige Bienenpatin

Mutprobe BienenstreichelnCarmen Dechant ist mittlerweile schon sehr mutig. Sie streichelte ihre Bienen, ohne mit der Wimper zu zucken, sanft über ihre geringelten Rücken. Mit Argusaugen kontrolliert sie, ob ihren Kleinen auch niemand zu laut daher kommt. Auch bienenschädliche Spritzmittel sind durch hochwertige Alternativen ersetzt.

Wir freuen uns sehr, dass sich wenigstens dieser Ableger so toll gemacht hat. Denn leider hatten es zwei weitere Ableger, die aus den Buger Wiesen gezogen wurden, nicht geschafft. Deren Königinnen flogen wohl witterungsbedingt nicht auf ihre Jungfernreise. Die Völker mussten aufgelöst werden. Um so mehr gönnen wir unserer hoch engagierten Gärtnerin dieses gute Entwicklung!

Spezialporträt René Jahn

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

René Jahn, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von René Jahn?

„Auf der Crowdfunding-Plattform „Startnext“ kucke ich hin und wieder die Projekte durch“, erzählt René „und war fasziniert von euch und davon, wie ihr die Bamberger Schulbiene an den Start gebracht habt“. Der Berliner hat sich sogar überlegt, ob er eine Bienenpatenschaft bei uns eingehen möchte, es wegen der Entfernung letztendlich bleiben lassen.

„Die Evolution hat alles Mögliche hervorgebracht, doch Bienen sind mit eines der wichtigsten Tiere überhaupt“, stellt der selbstständige Unternehmer fest, der durch seine langjährige Campingerfahrung auf dem Campingplatz D66 schon immer in engem Kontakt mit der Natur stand.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die René Jahn als Selbstständiger und Weltreisender braucht?

Rollende Kaffeebohne

Die Rollende Kaffeebohne © privat

Die rollende Kaffeebohne, eine „Ape“, die südlich durch Berlin-Brandenburg tuckert, zeigt bereits seine innere Verbundenheit mit dem Bienenthema (Apis = Biene). Das Vespacar ist ein gemütliches Vehikel, und genau das ist es, was dem ehemaligen Energieberater eines großen Konzerns so gefällt. „Nimm dir Zeit“, hat ihm ein Dozent geraten, als René im vergangenen Jahr einen Barista-Kurs absolvierte.

Renè Jahn und seine Rollende Kaffeebohne

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Renè Jahn und seine Rollende Kaffeebohne in Berlin © privat

„Meine Kunden schauen schon einmal verblüfft, wenn ich ihnen empfehle, sich mit der Porzellantasse voll duftend-heißem Kaffee hinzusetzen und einfach nur zu genießen. Vor allem, wenn sie eher einen Plastikbecher im „to-go“-Verfahren erwarteten.“Als Steinbockgeborener schätzt René allerdings auch Pünktlichkeit, und so wird niemand allzu lange auf seinen dampfenden Pott warten müssen.

Dem Lebensgenießer, der sich über die leuchtenden Augen seiner mobilen Kaffeebar-Gäste freuen kann, war es nicht immer vergönnt, das zu tun, was er nun mit viel Liebe pflegt. Doch bereits seit seiner Ausbildung zum Industriekaufmann war es René Jahn immer klar: „Ich will mal was eigenes haben!“ Da nun der finanzielle Hinterhalt zusammengespart ist, passte es gerade gut, dass die Firma, an der René bis vor kurzem gearbeitet hat, ihr Kundenzentrum in Berlin aufgab.

„Neugierig“, so beschreibt René sich außerdem. Zum Beispiel auf Alaska, wohin er im Juli auf eine vierwöchige Erlebnis-Tour aufbricht. Auch dieses ist ein lange gehegter Wunsch. So manche Kreise schließen sich derzeit für den begeisterungsfähigen Mann, der an allem noch viel mehr Spaß hat, wenn er ihn im Team oder mit Freunden, aber auch mit wildfremden Menschen teilen kann.

Welche Erfahrungen hat René Jahn mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Während René früher durchaus eine Biene mit der Zeitung verscheucht hat, so sagt er heute lediglich zu ihr: „Sieh zu, dass du weiterfliegst!“ Denn, so der Naturliebende nachdenklich: „Wir haben den Bienen viel angetan. Es sollte doch möglich sein, friedlich nebeneinander leben zu können.“

Seit der Crowdfunding-Aktion der Bamberger Schulbiene hat er sich wieder intensiver mit den Bienen auseinandergesetzt. Ein Treffen in Bamberg ist nun anvisiert. Wir werden sicherlich neben einem Lehrbienenstandbesuch auch den „mobilen Kaffeebar-Aspekt“ aufgreifen, zumal es in Bamberg eine interessante Variante dazu gibt, das „Mokka makan-Mobil“.

Was wünscht René Jahn dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Ich wünsche euch, dem Projekt und allen Helfern als erstes viel Gesundheit – das wichtigste im Leben. Dann genug Zeit, Kraft und Lust, jedem das Erlebnis Bienen näher zu bringen“, so seine Antwort. „Und den Bienen immer genug Blumen, genug Bienenfreunde, und dies alles beim schönstem Wetter!“

Kontaktdaten

Unternehmen: Die rollende Kaffeebohne
Ehrenamt: Schatzmeister im Campingclub »Huschte SEE« e.V. des Campingplatz D66 am Schmöldesee
Twitter: https://twitter.com/mobileKaffeebar
Xing: https://www.xing.com/profile/Rene_Jahn
E-Mail: Kaffeebohne [at] ReFan [dot] de

Bienenpatin Felicitas Sauer 2013/2016

Wir freuen uns über die Bienenpatin Felicitas Sauer aus Bamberg, durch deren Unterstützung die Privatinitiative Bienen-leben-in-Bamberg.de eine neue Bienenwohnung nebst imkerlicher Assesoires anschaffen kann. Die Bienenpatenschaft „Deluxe“ entstand im Rahmen der Crowdfunding-Aktion zur „Bamberger Schulbiene“ und beträgt daher nicht zwei, sondern sogar gleich drei Jahre.

Überreichung der Bienenpatenurkunde

Bienenpatin Felicitas Sauer und Ilona Munique bei der Urkundenübergabe

Überreichung der Bienenpatenurkunde an Felicitas Sauer aus Bamberg (links) durch Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de am 02.07.2013

„Ich finde, das ist eine gute und vernünftige Sache, die uns definitiv allen dient und die einfach ganz wichtig ist“, betont die frischgebackene Patin, die sich für die Übergabe der Urkunde von ihrem Geschäft, der traditionsreichen Bamberger Speditionsfirma Allpack-Süd, losgeeist hat. In den Buger Wiesen schließt Felicitas Bekanntschaft mit ihren neuen summenden Freundinnen und Freunden, deren Wiege bei unserem Imkervater Nikolaus Hofmann in Burgebrach stand.

Dieses Ablegervolk, welches nunmehr unweit des Wasserschutzgebietes beheimatet ist, war in den letzten Wochen sehr fleißig. Es hat den harten Frühlingsstart offensichtlich gut weggesteckt, was in diesem Jahr eher eine Ausnahme darstellt. Die Kippkontrolle zeigt ein gut entwickeltes Ablegervolk

Vielleicht erhält Felicitas heuer tatsächlich schon ein paar Gläser Honig aus der eigenen Bienenpatenbeute. Die stehen ihr nämlich als Gegengabe für ihre Spende zu, und zwar jährlich 5 Gläser. Doch auch kostenlose Einladungen zu besonderen Anlässen innerhalb unseres Programms und eine Fotodokumentation über das Bienenjahr ihrer Beute u. v. m. erhält sie im Rahmen ihrer Bienenpatenschaft.

Übergabe der Bienenpatenbeute

Bienenpatin Felicitas Sauer und Reinhold Burger beim Anbringen des PatenschildesDamit Felicitas Sauer ihr Volk sofort erkennt, vielmehr jedoch als Akt der gemeinsamen Öffentlichkeitsarbeit, bringt sie mit Reinholds freudiger Hilfe das Bienenpatenschild an die Beute an.

„Euer Engagement unterstütze ich doch gerne“, lauten ihre  Schlussworte, nachzuhören und zu -sehen in einem Videoclip. Sie selbst ist ebenfalls ehrenamtlich engagiert, doch auf eine ausführlichere Beschreibung der gebürtigen Nürnbergerin müssen wir noch ein paar Tage warten. Denn dann gibt es hier ein „Spezialporträt“ von ihr, das durch eine weitere Spende zur Crowdfunding-Aktion redlich verdient ist. [Ergänzung Spezialporträt am 12.07.13]

Multiplikatoren für das Bienenleben

Bienenpatin Felicitas Sauer hält ein Honigrähmchen mit Bienen hochDoch beileibe nicht ums Geld alleine geht es bei dieser Initiative, sondern vielmehr um den Kontakt zu Multiplikatoren, um unser aller Bienensterbe-Problem gemeinsam in den Griff zu bekommen. Jede Patin, jeder Pate, wird eingebunden in das Bienenerleben und trägt es ein Stück weit nach Bamberg und Umgebung hinein. Dieses Wissen möchte weitergereicht werden, so, wie auch die Arbeitsbienen den aus Nektar gewonnenen Honig von Mund zu Mund, bzw. zu Rüssel, weiterreichen, damit er uns Menschen am Ende optimal verarbeitet zur Verfügung stehen kann. Und auch hier gilt: es ist nicht alleine der Honig, um den es geht, sondern vielmehr um die Bestäubungsleistung der fleißigen Sammlerinnen, damit eben auch unser Obst und Gemüse uns zum Genuss werden kann.

So freuen wir uns über die „gute Fee“, wie Felicitas Sauer gerne genannt wird, die uns drei Jahre lang auf allen unseren Bienenwegen begleiten möge!

Bienenbesuch der Naturschutzgruppe

Die Naturschutzgruppe der Offenen Behindertenarbeit der Lebenshilfe Bamberg ließ sich vom Regen nicht aufhalten. Sie  besuchte uns am 29.06.2013 am Lehrbienenstand Wildensorg-Rinnersteig. Abgeholt wurde das Dutzend wissbegieriger Jugendlicher an der Bushaltestelle Wildensorg. Geschützt unter dem Busvordach erläuterte Imkerin Ilona den Ablauf des Nachmittags und fragte die jungen Menschen nach ihren Erfahrungen zum Thema Bienen, Honig und Imkerei.

Bienenschaufenster als erste Annäherung

Imker Reinhold und Michael, ein Jungendlicher, enthüllen des BienenschaufensterAm Lipshof angekommen gab’s mit Hilfe eines Posters einen ersten Einblick in die faszinierende Lebensverläufe der  Familienmitglieder „Arbeitsbiene, Drohne und Königin“. Sehr aufmerksam und mit jeder Menge Fragen verfolgten die Jugendlichen und die drei Betreuerinnen den Ausführungen so lange, bis endlich der Regen aufhörte und wir vom dunklen Schafstall ins Helle und somit ans Bienenschaufenster konnten.Enthüllung des Bienenschaufensters 2

Unter erwartungsvollen Blicken und mit tatkräftiger Hilfe von Michael, einem pfiffigen Burschen mit der Besonderheit des Down-Syndroms, enthüllt Imker Reinhold das Schaufenster zur Immenwelt, das einen gefahrlosen Erstkontakt mit Biene Maja und Kollegen gewährt.

Empfindsame Nerven? Kein Problem durch die Lernbienenbeute

Immer wieder kommt es vor, dass die Nerven (nicht nur) der Heranwachsenden sehr empfindsam auf das allzu lebhafte Gewusel reagieren. In diesen Fällen zeigen wir parallel – wir sind ja schließlich zu zweit – einfach die Foto-Rähmchen aus unserer Lernbienenbeute. (Beute ist der Name für Bienenwohnung.) So muss niemand außen vor bleiben. Letztendlich jedoch gesellten sich auch die anderen zur „Pseudo-Beute“ hinzu. Und sogar besser als in der Wirklichkeit lässt sich hier die ungeliebte Varroa-Milbe in fotografischer Vergrößerung zeigen.

Bei der Gelegenheit danken wir dem Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. für das zur Verfügungstellen dieses genialen Lehrmittels mit den Fotos von Markus Dorsch.

Gewappnet und geschützt – auf zum Lehrbienenstand!

Mädchen in ImkerkleidungNach ausführlicher Betrachtung der Lebenswelt dieser überaus nützlichen Haustiere stand einem Direktkontakt mit unseren Bienenvölkern am Rinnersteig nichts mehr im Wege. Zumal ein paar Imkerhüte dafür sorgten, dass die soeben beruhigten Nerven nicht gleich wieder ins Flattern gerieten.

Blick in eine Zarge mit dicht besetzten RähmchenAm Standort angekommen entfachte Reinhold das Rauchgefäß (Smoker), um die Bienen abzulenken. Dann setzte er vorsichtig das für das Bienenschaufenster entnommene Rähmchen wieder in die Lücke zurück. Im nächsten Schritt entnahm er eine verdeckelte Honigwabe, die Ilona an die Jugendlichen herum reichte. So nach und nach trauten sich alle, einen Griff des Rähmchens zu halten und staunten über das schwere Gewicht. 2 bis 2,5 Kilo wiegt ein voll gefülltes Rähmchen immerhin. Eine ganze Zarge mit 10 Rähmchen kommt da gut auf 25 Kilo, mit etwa 20 Kilo Honiganteil.

Beschämt, aber glücklich …

Imkerin zeigt den Jugendlichen ein verdeckeltes HonigrähmchenBesonders Mutige – und das waren doch die Meisten – bohrten ein kleines Loch in die Wabe und naschten den frischesten und natürlichsten Honig, den man haben kann! Es ist immer wieder ein ursprüngliches Naturerlebnis, auch für uns Imker selbst. Die Bienen stopfen das Loch natürlich bald wieder zu, und wir danken ihnen beschämt, aber glücklich, für die geleistete Arbeit und das Reparieren. Glücklich sind wir dabei vor allem darüber, dass wir den Jugendlichen ein Stückchen Naturwunder nahe bringen durften. Und wir hoffen sehr, dass einer von ihnen ebenfalls Jungimker wird, um unsere Honigbiene und damit die für uns unverzichtbare  Bestäubungsleistung zu unterstützen!

Zum Abschluss etwas zum Nachdenken

Jugendliche beim RätselnZurück auf dem Lipshof erwartete uns: ein leckerer Imbiss in Form von selbstgebackenen Waffeln, die Frau Lips frisch aus Bio-Dinkelmehl zubereitet hat, natürlich beschmiert mit Honig, sowie ein Abschlussrätsel, über das sich die Köpfe hochkonzentriert beugten. Zwei Jungen beim Ausfüllen des Mitmach-Rätsels

Wir können es bezeugen: einen nennenswerten Unterschied zu Jugendlichen ohne gesundheitliche Einschränkungen konnten wir bei dieser „Abschlussarbeit“ nicht erkennen. Einzig die höhere Disziplin verriet, dass diese Jugendlichen der Offenen Behindertenarbeit eine intensivere Förderung und richtungsweisende Anleitung im Laufe ihres Lebens erhalten haben mussten. Und das wäre doch auch für alle Kinder (wieder) anzuempfehlen, oder irren wir uns?

Danke für euer Kommen – und gerne wieder!

Dinkelwaffeln in HerzformUnd wer ebenfalls eine Führung direkt an den Bienenstandorten wünscht, meldet sich bei uns im zeitigen Frühjahr 2014, um einen Termin auszumachen. Denn ab Mitte Juli dürfen wir unsere Völker aus pflegerischen Gründen nicht mehr stören. Doch ein Unterricht an Alternativobjekten ist das ganze Jahr möglich.

Bücher für den Bienenunterricht

Neue Bücher für den MedienrucksackAus den Spenden aus der Crowdfunding-Aktion der Bamberger Schulbiene finanziert und nunmehr inventarisiert: die Bücher für den Bienenunterricht an Bamberger Schulen.

Die Bücher des Medienrucksacks der Bamberger Schulbiene stehen ebenfalls den Mitgliedern des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. zur Ausleihe zur Verfügung. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten! [Aktualis. 15.05.2015]

Mehrfachexemplare der Schulbienenbücher

Die Bücherei soll fortlaufend ausgebaut werden. Es kann also gerne weiter gespendet werden. Einige Titel daraus sind sogar in Klassensatzstärke (bis zu 30 Stück) vorhanden. Denn nach dem Unterricht bleibt ein Leserucksack im Klassenraum zurück. So können die Schüler noch ein wenig in den Büchern schmökern oder für die (freiwilligen) Hausaufgaben verwenden, die wir ihnen am Ende des Unterrichts mitgeben.

Bücherliste für den Bienenunterricht (Stand 2013)

Erstes Lesealter

Bienen : fleißige Honigmacher / Johannes Flörsch, Karl-Heinz Höllering
Kinderleicht-Wissen-Verl. 2012
ISBN 9783867510219 3867510210

Ich hab einen Freund, der ist Imker / Ralf Butschkow
Carlsen 2013
ISBN 978-3-551-05037-3

Grundschulalter

Lernwerkstatt: Die fleißigen Bienen / Birgit Groß-Ernst, Marion Strelau
BVK, Buch-Verl. Kempen 2011
ISBN 3932519302 9783932519307

Licht an! In den Nestern der Insekten (Meyers kleine Kinderbibliothek)
Nachdruck, Meyers 2011
ISBN 978-3-411-09282-6

Im Bienenstock / Heiderose Fischer-Nagel
[Selbstverlag 2013]
ISBN 978-3930038-14-5

Unser Honigbuch / Heiderose und Andreas Fischer-Nagel
[Selbstverlag 2004]
ISBN 3930038072 9783930038077

Wenn die Bienen tanzen … : Einblicke in die Welt der Honigbienen ; Materialien und Kopiervorlagen für das 3. und 4. Schuljahr ; [Grundschule] / Tanja Wobig
Auer 2010
ISBN 978-3-403-03517-6

Wiese und Hecke / Ina u. Angela Hoffmann, Thomas Müller, Heinz-Helge Schulze
Ensslin 2007
ISBN 9783401452371 3401452371

Jugendliche

Bienen, Wespen und Ameisen / Sabine Steghaus-Kovac
Tessloff Verl. 2010
ISBN 9783899602598

Vom Leben der Honigbienen / Léon Rogez
Ensslin im Arena-Verl. 2010
ISBN 9783401454078 3401454072

Die Honigbiene : vom Bienenstaat zur Imkerei / Armin Spürgin
Ulmer 2012
ISBN 978-3-8001-7848-3

[Zuletzt aktualisiert: 2.12.2013]

Spezialporträt Martin Lorber

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Martin Lorber, ein Unterstützer der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”,erhält als “Dankeschön” für seine Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Martin Lorber?

Martin Lorber

“Bamberger Schul­bienen”-Unter­stützer Martin Lorber, Stadtheraldiker von Wappen-Atelier Bamberg © privat

„Aufgefallen ist mir die als Frosch getarnte Bamberger Schulbiene erstmals auf der Krötenparty der GAL“, schmunzelt Martin Lorber. Obwohl an diesem Abend [s. a. Tagebucheintrag vom 10.5.13] kein direktes Gespräch miteinander geführt wurde, schien die Schulbiene doch recht überzeugend auf den diplomierten Heraldiker gewirkt zu haben. Bereits am nächsten Tag überwies er seine Spende. Doch schon vor der Begegnung mit der Bamberger Schulbiene war Martin Lorber im Bezug auf das Bienensterben sensibilisiert. So unterschrieb er als einer von 2,6 Millionen die über Avaaz gesteuerte Petition, die im April 2013 erfolgreich gegen bienenschädigende Pestizide kämpfte. Und das, obwohl er von sich sagt, er mache sich nichts aus Honig.

Welche Erfahrungen hat Martin Lorber mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

Bienen hält Martin Lorber aus einem anderen Grund für wichtig, denn „die Vielfalt der Pflanzen, die durch die Befruchtung der Honigbiene erhalten bleibt, finde ich wichtig. Und obwohl ich selbst nicht der große Apfelesser bin, so gönne ich doch den anderen ihr Obst.“

Dem Großvater, der im Übrigen aus der bäuerlichen Linie der teilweise geadelten alten Bamberger Familie Lorber stammte (weswegen es in am Jakobsberg noch immer eine Lorbersgasse gibt), flog eines Tages ein Bienenschwarm zu. „Da mein Großvater Bahnarbeiter mit einem nur kleinen Gehalt war, lernte dieser flugs das Imkern und freute sich auf das Zubrot der Bienen“, erinnerte sich der Enkel.

Martin Lorber selbst arbeitet bei der Sozialstiftung Bamberg als Datenschutzbeauftragter. Freitags jedoch ist er in seinem Atelier in der Theatergasse 4 zu finden, wo der geprüfte Heraldiker immer Freitags von 12 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung im geschmackvollen Ambiente seine interessierten Kunden berät.

Sein eigenes Wappen hat er natürlich auch selbst entworfen, mit Tusche und Acrylfarben gezeichnet und nach der Überprüfung durch den gemeinnützigen Verein Herold, ob es nicht etwa schon ein ähnliches gäbe, in die deutsche Wappenrolle in Berlin eintragen lassen. „Für die Bamberger Schulbiene würden sich logischerweise Elemente aus der Imkerei anbieten, ein Bienenkorb zum Beispiel, oder natürlich Bienen“, überlegt der kreative und schon seit seiner Jugend geschichtlich hochinteressierte Bamberger. Scherzhaft fügt er hinzu: „Erst will ich natürlich aus Seriositätsgründen genau recherchieren, ob die Schulbiene nicht bereits schon ein Wappen in der Familie führt!“

Dabei fiel dem kenntnisreichen Heraldiker ein, dass auch Napoleon Bonaparte Bienen in seinem Kaiserlichen Wappen trug (genauer auf dem Wappenmantel), die dieser als Ersatz für die Bourbon-Lilie einführte. Martin Lorber und ich sind einer Meinung, dass wir darüber einen extra Weblogbeitrag schreiben werden.

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Martin Lorber als Herold braucht?

„Neben dem erwähnten geschichtlichen Interesse und heraldischem Fachwissen sind Kreativität und vor allem Gründlichkeit wichtige Attribute, sowohl in der Recherche als auch in der Ausführung der Wappen“, erläutert Martin Lorber. „Dazu gehört die immer aufs neue spannende Auseinandersetzung mit der Namensbedeutung und der Familiengeschichte, um den Familien IHR individuelles, passendes Wappen anfertigen zu können. Schließlich werden sich Generationen damit identifizieren wollen … und jede Familie ist einzigartig!“

Was wünscht (sich) Martin Lorber (von) dem Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Dem Projekt „Bamberger Schulbiene“ wünsche ich, dass sie viele Schüler von der Wichtigkeit der Biene für unsere Natur überzeugen kann. Damit es auch in Zukunft um uns herum summt, brummt und blüht!“ schließt Martin Lorber. Ja, wir bemühen uns gerne!

Kontaktdaten:
Unternehmen: http://www.stadtheraldiker.de/ 
E-Mail:  info [at] wappen-atelier [dot] de
Xing: http://www.xing.com/profile/Martin_Lorber3 

Unser Bienenschaufenster ist da!

Dank unseres Freundes aus Österreich, Sieghard Tschofen, der Tischler UND Imker ist, freuen wir uns über ein supertolles, sehr individuelles und maßgenaues Bienenschaufenster (Schaufensterbeute) für gefahrlosen Anschauungsunterricht! Und natürlich Dank eurer Spenden, die wir hierfür verwenden werden.

Bienenschaufenster

Obere Fotoleiste:
1. Bild: Auf beiden Seiten sorgt Plexiglas für den nötigen Durchblick.
2. Bild: Das Plexiglas auf der Rückseite ist fest montiert. Auf der vorderen Seite kann die Scheibe (über den Griff hinweg) nach oben weggeschoben werden.
3. Bild: Nun sind die Rähmchen einhängbar. Unten kommt ein Bruträhmchen zur Ansicht (hier ein Fotorähmchen), oben drüber wird dann eine Futterwabe eingehängt, damit die Bienen in der Zeit ihres „Laufstegauftritts“ nicht hungrig werden.

Bienenschaufenster-Details

Untere Fotoleiste:
1. Bild: Wunderbar bequemer Griff
2. Bild: Sehr schlau die einklappbaren Füsschen für einen platzsparenden Transport

Wir sind selig!

Bezugsquelle: Sieghard Tschofen, Bludenz, ts [dot] ein [at] live [dot] at

„Danke, liebe Schulbiene!“

Dankesbrief 1b Gangolfgrundschule Bamberg

„Es war so schön mit dir. Wir haben viel gelernt. Komm bitte wieder einmal zu uns! Deine Klasse 1b der Gangolfschule“J. Endres (die Lehrerin), Mika, Lilly, Lina, Oskar, Rino, Ludwig, Finn, Rosa, Johanna, Marius, Franz, Marco, Tabea, Marie, Fee, Mirja, Lara, Juliane, Rajana, Emir, Ahmed, Lisa, Amelie, Maggie (Dankesbrief der 1b der Gangolfgrundschule Bamberg)

Vielen, vielen Dank für euren wunderbaren Brief, den mir Reinhold mitgebracht hat, als er den Bücherrucksack wieder abgeholt hat.

Die Bamberger Schulbiene hat sich sehr darüber gefreut. Der Brief bekommt einen Ehrenplatz auf unserer Tafel. Dann können wir ihn immer wieder ansehen oder anderen zeigen, die sich mit uns freuen.

Unser Besuch wird sicher nicht der letzte gewesen sein, versprochen! Dann gibt es neue Bücher über Bienen, Honig und Imkern zum Ausleihen für euch. Viele Menschen haben uns Geld gegeben, damit der Bücherucksack gut gefüllt ist. Und wisst ihr was? Wir besuchen nächstes Jahr lebendige Bienen miteinander. Da passiert auch nichts, weil wir dann Imkerhüte aufsetzen. Wäre das nicht toll?! 

Bis dahin wünschen wir euch und euerer Lehrerin ein schönes Schuljahr und natürlich ein tolles Bienenjahr!

Schulbiene mit Wiesenblumen in Klasse 1b

Foto: Judith Endres

Spezialporträt Yasmin Birk

[Hinweis: Werbung, unbeauftragt! Bei diesem Text handelt es sich um einen redaktionellen Beitrag, der unbeabsichtigt durchaus eine werbende Wirkung beim Leser haben könnte, ohne dass ich von irgendeinem Unternehmen dafür beauftragt wurde!]

Yasmin Birk, eine Unterstützerin der Crowdfunding-Aktion “Bamberger Schulbiene”, erhält als “Dankeschön” für ihre Spende dieses Spezialporträt. Vielen Dank für das Interview!

 Wie kam die Bamberger Schulbiene zur Spende von Yasmin Birk?

Yasmin Birk

“Bamberger Schulbienen”-Unterstützerin Yasmin Birk von „Stilfinesse“ und „Heiraten-in-Bamberg“ © privat

„Ich finde es wichtig, sinnvolle Projekte zu unterstützen“, betont die seit 1989 in Hallstadt lebende Geschäftsfrau Yasmin Birk. „Ich habe über das weltweite Bienensterben gelesen und mich daher für eine Spende an die Bamberger Schulbiene entschieden, als ich von der Aktion via Facebook erfuhr“, setzt die Kniggetrainerin und Hochzeitsplanerin hinzu.

„Bei der Schulbiene sehe ich wenigstens genau, wo das Geld hinkommt“, bekräftigt die in München geborene medizinisch-technische Assistentin mit „Migrationshintergrund“, die zeitweise auch in Südbaden zuhause war. Frau Birks Entscheidung, grundsätzlich nicht an große Hilfsorganisationen zu spenden, führt die Tochter eines Iraners auf die Hilfsangebote bei Erdbeben und Bombardements im Heimatland ihres Vaters zurück. Sie wolle ihr Geld nicht an zuweilen aufgeblähte Organisations-Wasserköpfe verlieren, wo es doch viel notwendiger für die eigentliche Sache sei.

Zudem liegt der zweifachen Mutter, deren Töchter erst kürzlich ausgezogen sind, das Thema Bildung am Herzen. Und wie selten hört man doch diesen Satz, den die Hallstadter SPD-Ortsvorsitzende Yasmin Birk wie nebenbei äußert: „Ich engagiere mich auch für Themen und Menschen, wo ich nichts davon habe. Einfach, weil ich’s gut finde, was sie tun.“

Von Bienen wissen wir, dass sie überaus fleißig sind. Welche Eigenschaften sind es, die Yasmin Birk als Geschäftsführerin  und für ihr Ehrenamt braucht?

Kennzeichnend für das Engagement der seit vier Jahren selbständigen Geschäftsführerin von „Stilfinesse“ und „HIB, Heiraten in Bamberg“ ist die Grundbotschaft: „Immer Chancen sehen, denn man ist nie zu alt, um etwas zu tun und zu erreichen“. Yasmin Birk, die sich selbst als „neugierig und zum richtigen Zeitpunkt diszipliniert“ beschreibt, liebt es, etwas zu tun zu haben und mit Menschen zu arbeiten.

Nicht nur die Hallstadter dürften von ihrer Kommunikationsleistung profitieren, agiert die Netzwerkerin doch regional wie überregional. Letzteres vor allem im Bezug auf ihre kreativ-charmante Begleitung von Heiratswilligen, die sich das schöne Bamberg als Ort für ihr kirchliches wie auch nicht-konfessionelles Versprechen erwählen. Wie ist Yasmin Birk auf diese ungewöhnliche Idee gekommen? „Durch einen Artikel im Fränkischen Tag habe ich erfahren, dass immer mehr Paare von auswärts ins romantische Bamberg zum Heiraten kommen“. Als Ergänzung ihres Angebots organisiert sie außerdem Hochzeitsmessen.

Ihre Reisen „mit offenen Augen“ durch die Republik kommentiert Bürgermeister Markus Zirkel schon mal augenzwinkernd mit den Worten: „Was hast du denn an Ideen mitgebracht … jetzt gibt’s wohl wieder Arbeit!“ Die gibt es denn auch für die Hochzeitsredner und –fotografen, die Frau Birk gerne vermittelt. (Vermutlich nicht, ohne ihnen vorher Stil und Finesse beigebracht zu haben, mutmaßt die Bamberger Schulbiene.)

Welche Erfahrungen hat Yasmin Birk mit den Themen Honig, Bienen und Imkerei bisher gemacht?

 „Bienen stechen!“, so Yasmin Birk lakonisch, und fügt ehrlich hinzu: „Meinen Honig kaufe ich beim Discounter, da gibt es ihn schön flüssig“. Den Tipp der Schulbiene, regional frisch geernteten Blütenhonig zum Flüssighalten einfach einzufrieren, nahm die Genießerin eher herberer Honige, wie wir sie beispielsweise in Wildensorg ernten, gerne auf. Der Nektar medizinische Wiesenkräuter wie Salbei und Thymian sorgt gleichfalls für einen leicht bitteren Geschmack, der die Grundsüße bereichert.

Was wünscht sich Yasmin Birk vom und für das Projekt „Bamberger Schulbiene“?

„Wohlgesonnene Unterstützer und die Kraft, alle Vorhaben durchzuführen“, gibt Yasmin Birk der Bamberger Schulbiene mit. So soll es sein!

Kontaktdaten:
Unternehmen: Stilfinesse und HIB, Heiraten in Bamberg
Ehrenamt / -ämter: Vorsitzende SPD-Hallstadt, Stadträtin in Hallstadt, Beisitzerin im neu gegründeten HallSTADTmarketing
Facebook: Yasmin Birk
Xing: www.xing.com/profile/Yasmin_Birk
E-Mail: yasminbirk [at] stilfinesse [dot] de

Amor mit dem Pfeile … und andere Persönlichkeiten

Rolf Böhm, Apollonia Mellifera mit Wirt Stefan Schneider

Rolf Böhm, Apollonia Mellifera aka Ilona Munique mit Wirt Stefan Schneider

Ein perfekter Sommerabend unter dem Nussbaum am alten Feiler Brauhaus: Rund 30 an Gesang, Literatur, Lukullischem rund um „Bienen, Honig und Imkerei“ Interessierte fanden sich am 15. Juni 2013 im historischen Gasthof Goldener Adler „An einem Mürsbacher Sommerabend“ ein. Gastwirt Stefan Schneider hatte den richtigen Riecher, sowohl wettertechnisch als auch mit seiner Rekrutierung dreier Kultur- bzw. Bienenschaffenden, die ohne wohl eher kaum zusammen gefunden hätten.

Rolf Böhm und Apollonia Mellifera unterm Nussbaum in Mürsbach

Rolf Böhm und Apollonia Mellifera unterm Nussbaum in Mürsbach

Apollonia Mellifera, die sich auch außerhalb der Kostümierung als „Schulbiene“ recht wohl fühlte, gab hier im Landkreis Bamberg ihr Bühnendebüt.  Eine tolle Erfahrung, die sehr viel Spaß gemacht hat. Lampenfieber? Fehlanzeige. Denn in Begleitung des erfahrenen Schauspielers und Musikers Rolf Böhm († 2024) sowie mit bester Unterstützung durch Honigsommelier Reinhold Burger fühlte sie sich dieser neuen Rolle ganz entspannt und aufgehoben.

Honigsommelier Reinhold Burger

Honigsommelier Reinhold Burger

Honigsommelier Reinhold Burger

Letztgenannter, Imker und Honigsommelier Reinhold Burger, führte die Gäste fachkundig mit HIlfe des „Aromarades“ in die geschmacklichen Besonderheiten des Honigs ein. Doch auch die Geheimnisse des Göttertrankes, also des Honigweines bzw. Mets, den es halbtrocken und trocken zum Testen gab, wurden von ihm gerne gelüftet.

Viele Fragen wurden gestellt, so dass wir durchaus einen ganzen Abend mit den Antworten hätte bestreiten können. Das hohe Interesse an Bienen, Honig und Imkerei hat uns alle angenehm überrascht und erfreut. Deshalb blieben wir im Anschluss unserer Darbietung sehr gerne bei unseren Gästen sitzen, um noch das eine oder andere Fachgespräch zu führen. Doch zunächst zum regulären Programm:

Gedichte, Geschichten und Musik mit Apollonia Mellifera und Rolf Böhm

Rezitatorin Apollonia Mellifera

Rezitatorin Apollonia Mellifera

Gedichte von Lessing („Die Biene“) und Jörg Mersmanns („Ich mag Bienen“) sowie Rezitationen aus Werken von Gottfried Keller („Der grüne Heinrich“) und des Imkergelehrten Pfarrer August Ludwig („Am Bienenstand“) waren der Part von Apollonia Mellifera. Und auch jüngere Dichter wie Josef Guggenmos („Wieviel ist ein Glas Honig wert?“) gehörten — im Wechsel gesprochen mit Rolf Böhm — ins Repertoire. Am liebsten von allen lernte die Eleven den „Lorscher Bienensegen“; eigentlich eher eine Bienenbeschwörung. Es hat eine zeitlang gedauert, bis die althochdeutsche Aussprache richtig saß, doch der Aufwand war’s wert.

Musiker und Schauspieler Rolf Böhm

Musiker und Schauspieler Rolf Böhm

Auch Rolf Böhm mischte reimende Jungspunde wie Heinz Kähne („Notwehr“)  mit Altmeistern wie J. W. von Goethe („Wenn bitter sich die Menschen streiten“) und Wilhelm Busch („Verlust der Ähnlichkeit“). Launig angereichert mittels musikalischen Einlagen wie dem „Gartenhasser“ und dem „Sonnenblumenkern“, beides aus der Werkstatt des Genannten, schmissig mit  Gitarre und „Schifferklavier“ zu Gehör gebracht. Versteht sich, das auch das „Imkerlied“ von Wilhelm Wankler und zum Abschluss „Summ, summ, summ …“ im Programm standen, beides zum Mitsingen gedacht, was durch den ausgeteilten Text ein Leichtes war.

Kurzweilige Abwechslung für Gäste aus Nah und Fern

Wer trotz fortgeschrittener Abendstunde gut zugehört hatte, dem fiel das Quiz „Am Bienenstand“ nicht schwer. Zur Belohnung gab’s leckere Honigbonbons für alle, denn Verlierer gab nicht unter den Gästen aus Nah und Fern.

Gäste "An einem Mürsbacher Sommerabend" im Goldenen Adler

Gäste „An einem Mürsbacher Sommerabend“ im Goldenen Adler

Medlitz, Breitengüßbach, Ebern, Staffelbach, Bamberg … und sogar aus dem Bodenseegebiet kamen sie angereist. Die Herrengruppe aus dem tiefen Süden verbrachten sogar ihr Jahrestreffen in Mürsbach, da einer der Freunde derzeit dienstlich in Königsfeld zu tun hatte. Aufmerksam auf den Abend wurden sie  — wie einige andere Gäste auch — durch den Bamberger Kulturflyer. Andere wiederum stießen durch den Fränkischen Tag und seinen „Tipps fürs Wochenende“ auf die Veranstaltung innhalb der „Mürsbacher Kulturreihe“ des Gasthofs Goldener Adler. Auch der Wirt, Stefan Schneider, blieb nicht untätig und propagierte diesen kulturellen Abstecher zu den Themen „Honig, Bienen, Imkerei“ unter seinen Stammgästen.

Wiederholung gefällig?

Apollonia Mellifera Sollte jemand Interesse an einer Buchung des (mit Pause) etwa 90-minütigen Programms haben, dann lässt es sich gerne wiederholen — einfach Kontakt aufnehmen! Die Gedichte jedenfalls sind nicht nur für diesen einen Auftritt einstudiert worden. Denn auch in den Tätigkeiten als „Bamberger Schulbiene“ und zu den Lehrbienenstands-Besichtigungen sorgen sie für kurzweilige Einlagen.

Doch vielleicht treten wir im kommenden Jahr erneut wieder miteinander auf. Spaß hat’s uns jedenfalls gemacht, und Mürsbach im Itzgrund der Gemeinde Rattelsdorf als das „schönste Dorf Bayerns 2012“ ist allemal eine (Zeit-)Reise wert!

Nachtrag 16.12.2024: Wir betrauern den Tod von Rolf Böhm, der am 03.12.2024 von uns gegangen ist. Der letzte Vorhang ist viel zu früh gefallen, doch wir sind dankbar, dass wir eine kurze, doch heitere Zeit miteinander verbringen durften.