Fahrradfahrende Bienen und ein neuer Bamberger Lehrbienenstandort


Imkerhüte über Schwarmfangkasten stülpen, um ansitzende Bienen mitzunehmen

Wohin mit dem eingefangenen Friedhofsschwarm aus dem gestrigen Bericht? Weit durfte es nicht sein, da wir kein Auto zur Hand hatten. Also ab mit der Schwarmfangkiste aufs Fahrrad und – welch‘ glücklicher Zufall – zum neuen Standort auf der Erba-Insel gebracht, der uns durch die Stadt Bamberg im Zusammenhang mit der geplanten „Bienen-InfoWabe“ zugeteilt wurde.

Der Trick mit den Hüten

Fahrradtransport des SchwarmfangkastensEine Friedhofsgeherin, die uns beim Schwarmeinfangen zugesehen hat, stellte die Frage, was denn nun mit den restlichen Bienen passieren würde, die nicht mehr in den mittlerweile geschlossenen Kasten einfliegen können, sich jedoch dran festhielten, da sie ihre verehrte Königin rochen. Tja, sie würden notgedrungen von ihrem Volk getrennt, könnten sich jedoch meist bei anderen Völkern der Umgebung einbetteln. Doch da hatte Frau L. eine hervorragende Idee – einfach die beiden Imkerhüte rechts und links über den Kasten gestülpt und schon konnten die Bienen mit uns mitradeln!

Engpass bei den Bienenwohnungen

Schwarmfangkasten am Zielort, Erba-Insel

Wir beide – Radlerin und Bienen – kamen unbeschadet am Fünferlessteg an und wurden interessiert von den Anglern beobachtet. Vor einer Hecke stellten wir den Schwarmfangkasten ab und holten vom Obstmarkt, unserem Zuhause, eine leere Zarge, also einen Kasten, darin die Bienen wohnen werden. Wir mussten uns dabei an der Paten-Lernbeute vergreifen, die eigentlich unsere Fotorähmchen für den Unterricht enthält. Doch derzeit gibt es einen Engpass bei den Beutenzulieferfirmen, so dass wir keine Bienenwohnungen mehr vorrätig haben.

Imkern geht auch ohne Auto

Transport einer Zarge per Sackkarren

Schwarm einschlagen (einschütten)

Mit der Sackkarre zogen wir zurück zur Erba-Insel. Imkern geht durchaus auch ohne Abgasproduktion, ganz unserer Imkerphilosophie entsprechend. Der Rest ist schnell erzählt. Die Bienen schüttelten wir mit einem kräftigen Stoß aus dem Scharmfangkasten in ihr neues Zuhause, das bereits auch schon leere Rähmchen und Mittelwände enthielt. So konnte das junge Volk gleich mit dem Wabenausbau loslegen. Ideal wäre jetzt noch eine Brutwabe gewesen, so dass die Ammenbienen gleich etwas zu bemuttern gehabt hätten, denn das bindet das Volk an den neuen Standort und verringert ihre Lust, eventuell noch einmal auszuschwärmen.

 Der Erba-Standort: ein Lehrbienenstand von Anfang an!

Junger Zuschauer beim SchwarmeinschlagenApropos Jungvolk: unser Treiben teilten wir mit einem kleinen Jungen, der seinen Vater beim Angeln begleitet hatte. Furchtlos näherte er sich dem Geschehen und beschloss sofort, ebenfalls Imker werden zu wollen. So hat sich also von Anfang an der neue Standort als perfekter Lehrbienenstand erwiesen, und das ist doch ein sehr gutes Zeichen!

Restliche Bienen aus Schwarmfangkasten in Zarge einkehrenWer die Bienenpatenschaft für dieses junge Volk übernimmt, das verraten wir in wenigen Tagen hier auf diesem Weblog.

P. S.: Es ist keine Unbekannte – also, bleiben Sie dran!

Der Friedhofsschwarm, oder: „Lasset die Bienlein zu mir kommen …“

Bienenvolk haust im eisernen Kreuz… so jedenfalls hätte es lauten können, würde Jesus das Geschehen über seinem Kopf kommentieren, könnte er’s noch. Nun aber muss der eiserne Christus die Bienenvölker stille (aus)halten, die seit Jahr und Tag auf dem Bamberger Friedhof Zuflucht in der Höhlung seines Kreuzes finden. Und auch in dieser ungewöhnlichen Behausung kommt, was im Frühjahr kommen muss: die Lust am bzw. die Notwendigkeit des Schwärmens.

Bienenschwarm auf Grablicht © Johanna G.

Bienenschwarm auf Grablicht (Foto via Johanna G.)

Und wohin schwärmt ein derart ungewöhnliches Volk? Natürlich auf einen ungewöhnlichen Platz. Nun gut, für Friedhofsbienen vielleicht nicht so seltsam, doch wir Menschen finden ein Grablicht als Schwarmort sehr merkwürdig, oder nicht?!

Von Johanna G. per Facebook auf den Schwarm an unpassender Stelle im Bereich IV / H aufmerksam gemacht (sie wiederum erfuhr es von ihrem Mann Dieter), rückten Reinhold und ich spontan zur Rettungsaktion aus. Denn ohne imkerliche Pflege (Varroabehandlung) können Bienen nicht allzu lange überleben. Zudem besteht die Gefahr, dass ungepflegte Honigbienen in freier Natur Krankheiten auf andere Völker oder Wildbienen übertragen.

Zusammenfassend den Anfang und das Ende

Schwarm eingefangen und auf der Erba-Insel eine neue Heimat gegeben. Das „gesegnete“ Volk begründet nun früher als gedacht den geplanten Lehrbienenstand für das Projekt „Bienen-InfoWabe“. Wie hatte ich doch schon als Kind gebetet? „Mit Gott fang‘ an …“ und so steht unser neuer Standort ganz sicherlich unter einem besonderen göttlichen Schutz.

(Fast) die ganze Story

Bienenscharmtraube auf AhornastLeiter wird durch den Friedhof geschlepptKurz nach unserem Eintreffen erhob sich der Schwarm und suchte sich – nach einigem Hin und Her – einen Ahorn-Ast unweit der Urnengrabstätte. Tja, das Grablicht wäre für uns bequemer gewesen.

Doch dann tat sich etwas Seltsames. Ein winziges Bienenhäuflein löste sich vom Ende der Traube und fiel wie ein nasses Tuch zu Boden. Während Reinhold sich von der Friedhofsgärtnerei Böhmer eine Leiter holen ging, beobachtet ich, wie sich im Gras ein aufgeregtes Minischwärmchen ansammelte. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, dass sich das kleine Gefolge um eine (ungezeichnete) Königin scharte.

Die Frage war nun: begleitete der Schwarm eine oder gar zwei Königinnen? Vielleicht saß oben die alte Königin und unten krabbelte die junge, noch unbegattete, also duftmäßig unattraktivere Königin mit nur wenigen treuen Freundinnen?

Bienenschwarm lässt sich in den Schwarmfangkasten lockenUm an den großen Schwarm zu gelangen erwies sich die Leiter als zu kurz. In der Zeit, bis ich endlich eine wirklich sehr lange Leiter, organisiert von Dieter G., durch das weitläufige Gelände durchbugsiert hatte, entschloss sich der „lebendige Ast“ zum Abflug. Er machte sich auf in Richtung Schwarmfangkasten, in der wir die im Gras krabbelnde Königin (offenbar dann doch die einzig wahre) eingesetzt hatten. Ehe wir’s uns versahen, brauste es rings um uns her und die kompakte Traube löste sich in ihre winzigen Einzelteile auf.

Die Leiter also war umsonst geholt. Doch wir waren happy über unseren so bodennahen und damit völlig ungefährlichen Schwarmfang.

Einkehren der außerhalb des Schwarmfangkasten ansitzenden BienenBEinsprühen des Schwarms mit Wasserald waren so ziemlich alle Bienen im Kasten. Die noch außensitzenden Bienen sprühte ich leicht mit Wasser an, damit sie beim Einkehren nicht aufflogen. Dennoch war ein Hut ausnahmsweise einmal angenehm, denn es schwirrten doch noch recht viele Nachzügler umher. Stechen würden sie nicht, ein Schwarmvolk hat alles andere im Sinn als dieses. Sicherer als jetzt kann ein Imker kaum sein. Doch sind die Augen geschützt, lässt es sich einfach viel entspannter arbeiten.

Vorsichtiges Zuschieben des SchwarmfangkastendeckelsAußerhalb des Schwarmfangkastens noch ansitzende BienenDen Deckel endgültig verschließen erschien am Schwierigsten, die Gefahr, zahlreiche Bienen zu quetschen, war groß. Wie gut, dass der Schwarmfangkasten, vom Opa meiner Freundin Jutta angefertigt, auf einer der Längsseiten keine Kante hat, sondern glatt ausläuft. So lässt sich der Deckel schiebend schließen. Trotzdem muss mit dem Abkehrbesen nachgeholfen werden.

Leider saßen immer noch etliche Arbeiterinnen außen dran, denn durch die beiden seitlichen Gitter war die Königin gut zu riechen, die Bienen wollten unbedingt zu ihr. Ein paar konnten wir noch in einem Joghurtkübel mit geschlitztem Deckel für die Luftzufuhr auffangen und mitnehmen. Doch was sollte mit dem Rest passieren? Nun, sie würden sich wohl in andere Völker einbetteln. Doch dann passierte etwas sehr Nettes. Und wir lernten einen neuen Trick. Ausgerechnet von jemanden, der’s mit Bienen gar nicht so hat …

Wie ich schon schrieb – dieses „Kreuz-Christi-Volk“ wird offensichtlich spirituell unterstützt …  morgen gibt’s den Rest der Friedhofsstory!

Ganz schön grenzwertig! Der VHS-Kurs „Bienen …“

Kind mit Plüschbiene, das Maskottchen der "Bamberger Schulbiene"Eigentlich viel zu kalt, um einen Blick auf die Bienen zu werfen. Die Temperaturen am Tag unseres Bamberger VHS-Bienen-Kurses am 03.05.2014 erreichten nicht einmal zweistellige Werte. Unter 10 Grad jedoch mögen Bienen nicht fliegen und kuscheln sich enger aneinander. Sie jetzt hochzuscheuchen bedeutet, dass sie aus der warmen Stube heraus fliegen, um einige Meter weiter weg an der frischen Luft zu verklammen. Sie sterben zwar nicht, sondern werden irgendwann von der Sonne wieder „aufgetaut“. Doch angenehm ist das sicher nicht und kostet ihnen bestimmt auch unnötig Energie, insofern war die Durchführung des Kurses sicherlich grenzwertig.
Tja, da hat es eine Plüschbiene besser, die hat’s kuschelig ganz von selbst. Und wanderte gerne von Kinderhand in Kinderhand, um etwas von ihrer Wärme abzugeben.

Reinhold zeigt der Gruppe ein FotorähmchenSo versuchten wir mit einem sorgenvollen Blick ‚gen Himmel den Zeitpunkt des „Guckkasten-Lüpfens“ so weit wie möglich nach Mittag hin zu verschieben. Langweilig wurde es an der Sammelstation, der Bushaltestelle Mitte in Wildensorg, dennoch niemand. Denn Bienen, Honig und Imkerei sind ein spannendes Gebiet, auch in der Theorie. Bei gemischten Gruppen ist es nur wichtig, weder die Erwachsenen zu lange zu unter- bzw. die Kinder zu überfordern. Mit verschiedenen didaktischen Mitteln – Fotorähmchen aus der Lernbeute, Plakat, Bilder, Gegenstände zum Anfassen – gelingt das auch leicht.

Was blüht denn da?

Gruppe auf dem Weg zur LehrbienenbeuteAls wir genügend gefroren hatten, machten wir einen 800 Meter langen Spaziergang zum eigentlichen Lehrbienenstand auf der Jungbauerwiese. Trotz des leichten Bergaufs hatten unsere klammen Finge Mühe, in drei verschiedenen Blütenbestimmungsbüchern zu blättern. Doch wir wollten wissen, was unseren Bienen so schmeckt. Wie heißt denn diese herrlich leuchtend gelbe, süß duftende Blume auf dem üppigen Grün rings um uns herum? Genau, ein Scharfer Hahnenfuß, gemeinhin „Butterblume“ genannt. Ob dieser Duft auch Bienen anlockt? Na klar! Wer über Bienen wissen will, sollte auch wissen, was die kleinen Schleckermäulchen mögen.

Video-Dreh mit Bienenfreund Arno Schimmelpfennig

Arno Schimmelpfennig (Die-Video-Visitenkarte.de) postiert seine KameraAm neu eingerichteten Lehrbienenstand in Wildensorg-Rinnersteig angekommen hatte Reinhold bereits den Smoker entfacht. Unser Kameramann, Arno Schimmelpfennig von „Die-Video-Visitenkarte.de“, hatte sich ebenfalls in Position gebracht. Wir ließen ein paar Aufnahmen machen, denn um Bamberg zur Bienenstadt zu machen, möchten wir das Tun und Treiben unserer Privatinitiative möglichst auf allen Kanälen zeigen können. Die VHS-Teilnehmenden hatten auch nichts dagegen und vergaßen von Anfang an, dass sie gefilmt wurden. Das war sicherlich auch der ruhigen, umsichtigen Art von Arno – im Übrigen auch ein Schulbienenunterstützer! – zu verdanken.

Duftprobe und Bienenstreicheln

Honigluft schnuppern an geöffneter BeuteEin vorsichtiges Annähern war heute nicht nötig, denn kaum eine Biene wagte sich aus dem Stock (Fachbegriff: Beute) hervor. So wagten sich alle schnell vor, um schnuppernd den Honigduft einzuatmen, der durch die Rähmchengänge nach oben stieg. Tatsächlich kann man sich sogar einer so genannten Apis-Therapie unterziehen, die sich positiv auf die Atmungsorgane auswirken soll.

BienenstreichelnUnd wie immer geht uns das Herz auf, wenn sich vormals eher ängstliche Kinder – und auch Erwachsene – nach kurzer Zeit den Bienen nähern, um sie staunend und ehrfürchtig zu streicheln. Wem das Staunen mehr galt – den Bienen oder dem eigenen, nicht für möglich gehaltenen Direktkontakt – ist letztlich einerlei. Hauptsache, das Urvertrauen in die Urgemeinschaft „Honigbiene und Mensch“ ist wieder hergestellt.

Honigverkostung und die Qualität von Honig

Honigbrot kostenNach so viel Mutprobe ist eine Belohnung in Form eines süßen Honighappens vom und am Originalstandort nur billig und alle ließen sich die am Morgen frisch gebackenen (glutenfreiem) Kräuterbaguettes schmecken. Apropos billig: die Frage einer Teilnehmerin nach der aktuellen Qualität von Honig ist fürs erste schnell beantwortet: regionaler Honig steht nicht im Ruf vieler Schadstoffe, denn diese werden von den Bienenleibern herausgefiltert, um die Brut gesund zu erhalten. Nachdem auch keine Medikamente verwendet werden dürfen und die Säurebehandlungen gegen den Bienenschädling „Varroa destructor“ generell nur im Herbst/Winter erfolgen darf (also nach dem Ernten), kann von recht sauberem Honig ausgegangen werden. Stadthonig ist übrigens noch rückstandsfreier als Landhonig, wie Tests in Hamburg, München und Paris beispielsweise ergeben haben.

Trotz bitterer Kälte genossen wir die zwei Stunden unter dem Motto „Wie Bienen leben und woher der Honig kommt“ und freuten uns, die Liebe zur Biene geweckt bzw. intensiviert zu haben. Wir sind uns sicher, dass die Teilnehmenden so manches jetzt „durch die Augen einer Biene“ sehen werden!

P. S.: Der nächste VHS-Kurs mit Bienen-leben-in-Bamberg.de, diesmal für Erwachsene: „Die Imkerei – uraltes Handwerk und modernes Hobby“ am 17.05.2014 (ausgebucht) mit Zweittermin am 31.05.2014.

Die Geburt neuer Völker live erleben – Ablegerbildung

Wie geht es euren Völkern im Mai?

Pracht-BrutwabeAnlass? Arbeiten an den Patenbienen
Wo? Erster Treffpunkt 10.00 Uhr Villa Dessauer (Garten); weiter geht’s über REWE-Rudel (Würzburger Straße) – Wildensorg-Rinnersteig – Buger Wiesen – Erba-Insel (Fünferlessteg). Für den genauen Ablauf bitte Kontakt aufnehmen!
Wann? So., 11.05.2014 | 10.00 – 15.00 Uhr als Gesamttour, kann gekürzt werden!
Was? Ablegerbildung. Die Geburt neuer Völkern live erleben!
Kosten? Gegen Spende; Für unsere Bienenpat(inn)en kostenlos!
Weitere Info? Kommen Sie entweder zu einem der Treffpunkte oder fahren Sie uns bei dieser Tour mit dem Auto hinterher. Bis zu drei Personen können wir auch bei uns mitnehmen.

Die Tourdaten

10.00 Uhr Treffpunkt im Garten der Stadtgalerie Villa Dessauer
Wir bilden einen Ableger, den wir im Anschluss zu seinem neuen Standort „Berggebiet / Hohes Kreuz“ (REWE-Rudel-Markt in der Würzburger Straße) bringen. Denn Annemarie Rudel wird unsere neue Bienenpatin! 11.00 Uhr ist Abfahrt vom Markt.

11.10 Uhr Treffpunkt Wildensorg-Rinnersteig (bitte genauen Ort bei uns erfragen)
Wir bilden einen Ableger, den wir nach einer Mittagspause (ca. 12.00 – 13.30 Uhr) im Landgasthaus Heerlein (Wildensorger Hauptstraße 57) zum Interimsstandort Buger Wiesen bringen. 13.45 Uhr ist Abfahrt von Wildensorg.

14.00 Uhr Treffpunkt in den Buger Wiesen (bitte genauen Ort bei uns erfragen!)
Wir bilden einen Ableger, den wir zu unserem neuen Standort „Inselstadt / Erba-Insel“ (am Fünferlessteg) bringen. 14.45 Uhr ist Abfahrt von den Buger Wiesen.

15.00 Uhr Beenden der „Ablegertour“ an der Erba-Insel. Aufstellen der Beute.

Anmeldung bis 09.05.2014 erbeten.

Frühjahrsarbeiten der Imkerei – nicht alles ist lustig

Birgit Herrndobler und Reinhold Burger an den KHG-Bienen

Birgit Herrndobler und Reinhold Burger an den KHG-Bienen

Seit kurzem helfen wir mit bei der Bienenbetreuung im Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg. Am 30.04. erfolgte zum zweiten Mal die Weiselkontrolle. Alle drei Völker waren schwarmbereit. Zwei von drei Völkern sind besonders aktiv. Wir hoffen, dass sie sich im Laufe des Jahres etwas beruhigen werden, denn „Wabentreue“ sieht anders aus. Nur sehr behutsam konnten wir uns ihnen nähern, um die allfällige Pflegemaßnahme, das Weiselbrechen, vorzunehmen.

Königin mit ihrem VolkDoch meist ist es so, dass besonders aktive Völker, die es dem Imker nicht so leicht machen, besonders viel Honig eintragen. Na dann, wir werden sehen. Spätestens im nächsten Jahr werden wir beim Stammvolk die Königin durch eine sanftmütigere Züchtung ersetzen. Der Hauptgrund ist jedoch, dass eine Königin nach zwei bis drei Jahren bereits ihre Legefähigkeit einbüßt. Ersetzen wir sie nicht, machen’s die Arbeitsbienen selbst. Was der Schwarmbildung Vorschub leistet. Manchmal merkt man den Austausch nicht einmal, wenn sie im Herbst „still umweiseln“.

Weiselzellen brechen zur Schwarmverhinderung

Weiselzellen auf Drohnenrähmchen

Weiselzellen auf Drohnenrähmchen

Neben dem Ersetzen der Königin ist auch das Weiselzellenbrechen nicht gerade der schönste Teil des Imkerns. Die vom Volk nachgezogenen Königinnenzellen müssen rechtzeitig entfernt werden, bevor die alte Königin mit einem Teil des Volkes ausschwärmt, um der jungen Königin den Stock zu überlassen. Wäre nicht die Varroamilbe, gegen die unsere westliche Honigbiene nicht ankommen kann, könnte man sagen: „Na und? Sollen sie doch!“ Nur überlebt der Schwarm in Freiheit nicht, wenn er nicht vom Imker gepflegt wird. Zweites Manko: es gäbe weniger bis keinen Honig zum Ernten, denn das zurückbleibende Volk ist um etwa die Hälfte kleiner und muss sich wieder erst zu einem Wirtschaftsvolk entwickeln. Es werden noch viele, viele Jahre vergehen, bis durch Züchtung ein Sieg über die asiatische Milbe zu vermelden ist. Bis dahin müssen wir das Beste daraus machen.

Drohnenschneiden zur Varroabekämpfung

Weiselzellen auf DrohnenbauAls eine vorbeugende Maßnahme gegen die Varroose ist das Schneiden von Drohnenzellen gedacht. Varroa destructor nämlich liebt die Zellen der männlichen Bienen, die größer als die der Weibchen sind und auch einen längeren Entwicklungszyklus haben. Ideale Bedingungen, um gleich mehrere Generationen zur Welt zu bringen, die der Honigbiene schwer zu schaffen machen. Daher geben Imker im Frühjahr einen oder zwei Baurahmen in die Beuten, die, da ohne vorgefertigte Mittelwand oder einen Wachsanfangsstreifen, von den Bienen für die Drohnenbrut ausgebaut werden.

Drohnenbrut ausschneiden

Nicht der schönste Teil des Imkerns: Drohnenbrut ausschneiden

Ist die Brut verdeckelt, kann so mit einem Male jede Menge Varroen entnommen werden. Die buckeligen Zellen sind gut zu erkennen und werden aus dem Rahmen entfernt, am besten in eine Plastiktüte. Es ist ebenfalls keine schöne Arbeit, muss jedoch zwingend sein. Für die geringe Menge an Spermien, die eine Königin benötigt, gibt es weitaus mehr Drohnen, als gebraucht werden. Insofern vermisst das Volk die entnommenen Drohnen nicht. Sie selbst würden außerdem für ihre Entfernung sorgen, damit nicht zu viele Drohnen heranwachsen. Klingt komisch, ist aber so.

WachsschmelzerWir frieren die Drohnen ein, um ein Leiden zu verhindern, andere legen sie für Vögel aus (verboten wegen der Gefahr, eventuell Faulbrut zu übertragen), wieder andere verfüttern sie an ihre Hühner, die sich über die Maden und Puppen als willkommene Mahlzeit zu freuen. Nach dem Einschmelzen der Reste wird das Wachs wieder verwendet. Dazu kann ein Sonnenwachsschmelzer verwendet werden, wie ihn Birgit Herrndobler für ihre Schule angeschafft hat. Übrigens aus ihrem eigenen Geldbeutel. Es wäre schön, wenn sich jemand findet, der das Material finanziert, denn die Biologielehrerin wird wegen Mutterfreuden die Schule zum Sommer hin verlassen.

VHS-Bienen-Kurs für Mutter-Kind in Bamberg

„Wie Bienen leben und woher der Honig kommt“

Einladung zur VHS-Mutter-Kind-Führung (ab 8 J.) in Bamberg
Wo? Treffpunkt Wildensorg-Mitte an der Bushaltestelle
Wann? Sa., 03.05.2014, 9.30 – 11.30 Uhr
Kosten? € 6,40 – Bitte melden Sie sich über die VHS Bamberg an. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig. Der Preis (inklusiv Kostproben) gilt pro Person.

Biene in ApfelbaumblüteWas holen sich die fleißigen Bienen, wenn sie in der Natur herum schwirren? Honig ist es jedenfalls nicht! Doch was dann? Auf dem Wald- und Wiesenweg zum Lehrbienenstand (800 m) lernen wir, „mit den Augen einer Biene“ zu sehen. Wir betrachten durch eine Becherlupe genauer, was ihr an den Blüten so gefällt. Mit Bestimmungsbüchern finden wir heraus, wie die Lieblingsblüten der Bienen heißen.

Blick aufs BienenschaufensterDurch ein Schaufenster kannst du dann die Bienen bewundern. Die kleinen sind die Arbeitsbienen, die großen die Drohnen. Wer ist wer? Und findest du die Königin? Nachdem du dich an das Gewusel gewöhnt hast, gehen wir in einen Obstbaumgarten zu den richtigen Wohnungen der Bienen. Dort ziehen wir eine Bienenwabe heraus. Du kannst ganz nahe herangehen und die Bienen sogar streicheln, wenn du willst.

Kind zieht eine Honigwabe aus BeuteDie Wabe darfst du selber halten und daraus naschen, wenn schon Honig eingelagert ist. Außerdem bringen wir ein paar Gläser Honig mit, damit ihr bei unserem Picknick verschiedene Sorten probieren könnt. Zum Abschluss winkt ein Rätsel. Wenn du versuchst, es zu lösen, bekommst du ein Mitmach-Geschenk von uns.

Übrigens …

Wir freuen uns natürlich ebenso über Väter, Großeltern, Tanten und Onkeln, … für die Erwachsenen gibt es übrigens am 17.05.2014 einen speziellen VHS-Kurs „Die Imkerei – uraltes Handwerk und modernes Hobby“.

Neue Standorte „Weide“ und „Schiffbauplatz“

Eine Königin für Bienenpatin Felicitas SauerUnsere Initiative hat Zuwachs bekommen. Neben den Standorten Wildensorg / Rinnersteig, den Buger Wiesen, Gärtnerstadt / Heiliggrab und der Inselstadt / Villa Dessauer können Feinschmecker und Bieneninteressierte jetzt auch Honig aus bzw. Lehrbienenstandbesuche in der „Weide“ und dem „Schiffbauplatz“ erwarten, jeweils auf der Inselstadt. Allerdings wohl erst im nächsten Jahr, wenn aus den Ablegervölkern hoffentlich prächtige und robuste Wirtschaftsvölker geworden sind, die sich den interessierten kleinen und großen Besuchern gewachsen zeigen.

Erhalt der Bienen- und Insektenwelt durch Jungimker

Nikolaus und Reinhold untersuchen vollbesetzte RähmchenAlle vier bisherige und die zwei neuen Standorte zeichnet aus, dass sie in interessanten Trachtgebieten stehen und – außer der Buger Wiese – für den VHS- und Schulbienenunterricht nutzbar sind. Der „Bamberger Lagenhonig“, der hier geerntet wird, ist quasi nur ein leckeres Nebenprodukt einer weitaus größeren Botschaft: dem Erhalt der Bienen- und Insektenwelt und deren dringend notwendige Bestäubungsleistung – für die traditionelle Gärtnerstadt Bamberg nicht wegzudenken. Dazu braucht es verständnisvolle Erwachsene, die regionalen Honig kaufen und interessierte Kinder und Jugendliche, die später einmal Jungimker werden sollen. Das ist unser Ziel.

Neuer Standort „Schiffbauplatz“

Zwei Völker am Schiffbauplatz bei Bienenpatin Ruth VollmarBamberger Lagenhonig, Lage "Inselstadt / Schiffbauplatz"Der Standort „Schiffbauplatz“ erhielt sogar überraschend zwei Völker, nachdem am gleichen Tag der Aufstellung des Ablegers ein Teil des Volkes in den nachbarlichen Pflaumenbaum geschwärmt ist [wir berichteten]. Patin Ruth Vollmar (Stadt Bamberg, Leiterin der Wirtschaftsförderung) hat nun zwei Völker in ihrem Garten, die nächstes Jahr für Lehrbienenstandsführungen fungieren werden. Das zweite Volk ist unserer Bienenpatin Sabine Gründler (Inhalberin der Gärtnerei Böhmer) zugedacht, da das letztjährige Ablegervolk leider durch das kalte, regenreiche Frühjahr nicht gedeihen konnte.

Neuer Standort „Weide“

Gruppe beim Ableger umhängenBamberger Lagenhonig, Lage "Inselstadt / Weide"Am Standort „Weide“ ist Meike Winnemuth die Bienenpatin. Sie wird ihr Volk im Mai besuchen kommen, unternimmt die Hamburger Jorunalistin und Autorin derzeit doch eine Deutschlandreise, die sie auch für einen Monat lang nach Bamberg führen wird. Auch ihr Patenvolk vom letzten Jahr hatte das Schicksal ungünstiger Witterung ereilt. Um so mehr freuen wir uns heuer auf das genaue Gegenteil – einem frühen Frühlingsstart mit viel Sonnenschein. Für den etwas schattigen Standort „Weide“ ideal. Unser Dank geht an Gabriele Loskarn, die ihren Garten zur Verfügung stellt!

Ableger am alten Standort „Buger Wiese“

Nikolaus und Reinhold tragen den AblegerkastenNikolaus Hofmann, unserem Imkervater und 2. Vorsitzenden des Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. brachte uns außerdem einen Ableger für den bereits seit 2012 eingeführten Standort „Buger Wiese“. Er ist der Ersatz für den Ableger von Bienenpatin Felicitas Sauer aus dem vergangenen Jahr.

Das heißt, wir haben nun 10 Völker zu versorgen und 4 davon sind bereits jetzt als Lehrbienenstand für Schulen einsatzbereit, 3 weitere Völker werden im Rahmen der Honigschleudertage für Gruppenbesuche genutzt. Siehe hierzu auch unter Aktivitäten und Termine.

 

 

Tour zur Metropole der Imker – Zeidel-Museum Feucht

Bücherei und Zeidelmuseum in FeuchtStülper im Zeidelmuseum FeuchtEin Ostersonntagsausflug nach Feucht ins Zeidel-Museum per Bahn und Rad.1986 in der „Metropole des Zeidelwesens“, dem Lorenzer Reichswald im Südosten Nürnbergs eingerichtet, bietet es in einem vorbildlich renovierten Fachwerkhaus, dem Hutzler-Haus, kuriose und auch heute noch im Gebrauch befindliche Exponate der Imkerei und Bienenzucht.

Zeidler und Zelter

Zeidelwappen FeuchtBekanntlich fanden die Imker (Zeidler) innerhalb der Lebküchner-Zunft (Lebzelter) ihre geistige und wirtschaftliche Heimat. Denn Lebkuchen ohne Honig war nicht denkbar. Auch heute noch besteht unser „richtiger“ (Nürnberger) Lebkuchen neben Gewürzen ausschließlich aus den Ur-Produkten Nüsse, Mandeln, Walnüssen und zum Kleben Blütenhonig. Traditionelle Lebzelter (so der alte Name) halten sich daran, was vor allem die Zölies und Allergiker erfreut. Die Großindustrie verkauft ihre glykosehaltigen, zucker- und mehlreichen Varianten gut ins (nichtfränkische) Ausland oder an Touristen, die es da nicht so genau nehmen.

Zeidlermuseum Feucht

Beute im Zeidelmuseum FeuchtFigurenbeute im Zeidelmuseum FeuchtZurück zum Museum – mitten im Ortszentrum gelegen, direkt neben der Bücherei und unweit einem von drei (!) Tucherschlösschen – welches vielleicht sogar zukünftig der Sammlung eine neue Heimat bietet, wie uns die Museumsaufsicht verriet – gab es auf drei Stockwerken Honigschleudern, Bienenkörbe und Handwerksgeräte aller Variationen zu entdecken. Auch die Bücherei des Landesverbands der Imker ist hier – größtenteils in verschlossenen Regalvitrinen – untergebracht. Für Forschende werden sie gerne geöffnet.

Öffnungszeiten: Ganzjährig So. 13.30 – 17.30 Uhr

Unser Fazit: sehr empfehlenswert, auch wenn wir uns etwas mehr Informationen zum Berufsstand bzw. des Zunftwesens erwartet hätten.

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Schulbienen-Ausflug für Don Bosco-Kinderhort „Weide“

Steinerner Imker im HarmoniegartenHandkarren mit Schulbienen-MaterialSchulbienen-Unterricht für den Don-Bosco-Kinderhort „Weide“ in Bamberg um Erzieherin Carolin Dinkel vom 16.04.2014. Mit einem reaktivierten, fast schon historischen Handkarren – vielen Dank an Wielands! – zogen wir unsere Materialien mit uns mit. Den CO²-Ausstoß gering halten ist uns als Naturliebhaber wichtig.

Erlebnisreich: Harmoniegarten und Villa Dessauer

Kinderhortgruppe30 Kinder der Jahrgangsstufen 1 bis 5 sowie drei Erzieherinnen und ein Praktikant trafen auf die Bamberger Schulbiene zum Erlebnisausflug rund um Bienen-Honig-Imkerei. Orte des Vergnügens waren der Harmoniegarten am E.T.A.-Hoffmann-Theater und der Garten der Stadtgalerie „Villa Dessauer“, wo die Lehrbienenbeute (zugleich Patenbeute Dr. Regina Hanemann) bereits auf alle wartete.

Lernbeute und Bienenschaufenster

Blick in die LernbienenbeuteLernbeute von Patin Sabine SaamVorher jedoch ein Blick in die Lernbeute (Patin: Sabine Saam), um Wachsmittelwandrähmchen zu befühlen und zu be-riechen und das große Krabbeln, eingefroren in Fotorähmchen, zu betrachten.

Blick aufs BienenschaufensterDie Nerven der Kinder derart vorbereitet konnten sie sodann einen faszinierten Blick auf das neue Bienenschaufenster werfen, das heuer seinen allerersten Einsatz hatte. Die Unterschiede zwischen Arbeitsbiene und Drohne waren so in aller Ruhe gut zu erkennen: die Drohne ist größer und dicker und hat auch viel größere Augen, die fast zusammengewachsen sind. Außerdem fehlt ihnen der Stachel.

Lehrbienenbeute Villa Dessauers erster Auftritt für einen Natur-Unterricht

BienenstreichelnFast alle Kinder wagten sich sodann bis an die Beutenöffnung heran, als es in zwei Gruppen zur Stadtgalerie ging. Da alle Kinder gut vorbereitet waren – keine Rangelei, ruhige Bewegungen, nicht fuchteln und schreien – wurde wie immer niemand gestochen, obwohl sich die eine oder andere Biene der Kälte wegen gerne auf unsere warmen Körper niederließ.

Kinder streicheln BienenDie ängstlichen Kinder hielten natürlich gebührend Abstand, und das ist auch ganz okay so. Doch wir fangen gar nicht erst mit Schleiern an, da das – wie auch eine KHG-Lehrerin bestätigte – eher das Unbehagen noch schürt als es zu nehmen, und das überträgt sich auf die ganze Gruppe. Globuli haben wir natürlich immer mit. Doch wie lernt ein Kind, die Natur richtig einzuschäzten, wenn nicht durch Erfahrung? Wie lernt ein Kind, auf sich stolz zu sein, wenn es sich nicht auch einmal einer einschätzbaren Situation mutig gestellt hat? Eine Biene gelassen abzustreicheln oder zu -pusten statt laut schreiend wegzurennen und dann erst recht einen Stich abzukassieren … auch das versuchen wir durch unseren Naturunterricht erlebbar zu machen. Mit Erfolg.

Hortkinder und Bienenpatin Dr. Regina Hanemann an der offenen Lehrbeute/PatenbeuteDetail BienenwabeBienenpatin Dr. Regina Hanemann, Hausherrin der Stadtgalerie Villa Dessauer, ließ es sich nicht nehmen, zur ersten Lehrstunde zu erscheinen. Ihre Patenbeute ist heuer als ein vollwertiges Wirtschaftsvolk nun stark genug, um den Kinderansturm gewachsen zu sein. An dieser Stelle ein ausdrücklicher Dank für das Zurverfügungstellen dieses Standortes im Windschatten der Villa und in Nachbarschaft von den ausgestellten Großplastiken. Wir finden, dass diese menschliche Kunst einen wunderbaren Rahmen abgibt zur hohen Kunst des Wabenbaus, wie ihn unsere Bienen in dieser erstaunlichen Form beherrschen.

Zwischenrein verpackt die „praktische Theorie“

ImkerwerkzeugReinhold zeigt SmokerVor, nach und zwischen den Besichtigungen – Lernbeute, Bienenschaufenster und Lehrbienenstand – gab es etwas Theorie anhand von weiteren Lehrmaterialien, kurzweilig und für alle Altersstufen erfassbar, inklusive Rätselbögen zum Ausfüllen oder Ausmalen, je nach Alter.

HonigverkostungBlick in die BeuteUm nach zweieinhalb Stunden den Abschied zu versüßen gab es ein Löffelchen Honig und eine Postkarte mit der ältesten Darstellung einer Imkerei sowie etwas Informationsmaterial mit auf den Weg.

Wetterglück – doch was, wenn es regnet?

Kinder vor Lehrtafel

Trotz der großen Gruppe lief alles bestens, Dank auch des wunderbaren Wetters. Doch wenn es geregnet hätte, wäre alles auf dem Spielplatz installierte Unterrichtsmaterial naß geworden. Wir hoffen und bauen deshalb sehr darauf, dass wir unser Projekt der „Bienen-InfoWabe“ auf der Erba-Insel verwirklichen können, die uns jederzeit Schutz bieten würde. Bitte helfen Sie durch eine Spende mit, dass wir dieses Klassenzimmer im Freien auf die Beine stellen können!

 

Bienenpflege am Kaiser-Heinrich-Gymnasium geht weiter

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Reinhold Burger (BLIB) und Birgit Herrndobler (KHG) an der Schulbeute

Der Schulbienen-Garten am KHG in Bamberg hatte bisher eine kundige Bienenpflegerin in der Biologielehrerin Birgit Herrndobler. Doch bis zu ihrer Elternzeit wird sie sich die Arbeit mit uns teilen. Die Schüler erhalten zunächst weiterhin von ihrer Lehrerin Bienenunterricht, und wir übernehmen die Pflege an den drei Völkern sowie den praktischen Unterricht und die Einführung für interessierte Lehrkräfte. Denn spätestens zum April 2015 soll wieder beides – Theorie und Praxis – möglichst unter einer Lehrkraft zusammengeführt werden.

An der offenen BeuteAm 15.05.14 trafen wir uns nun mit Birgit und einer Referendarin, die extra aus Würzburg angefahren kam, um die Völker in Augenschein zu nehmen. Eigentlich war es viel zu kalt fürs Beutenöffnen. Doch einen zeitigen neuen Termin hätten wir alle nicht finden können, denn bald schon muss die Weiselkontrolle erfolgen. Tja, da mussten die Bienen durch – und wir auch, brrrrr!

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien am KHG

Drei unterschiedliche Entwicklungsstadien fanden wir vor. In der ersten Beute scheint man auch heuer schon wieder sehr in Schwarmstimmung zu sein, denn bereits im vergangenen Jahr büchste ein Teil des Volkes mit seiner alten Königin aus.

Blick in die Beute auf Wildwabe

Eine bildschöne Wildwabe

Das zweite Volk wirkte demgegenüber natürlich etwas kräftiger besiedelt. Hier entnahmen wir auch schon einen voll ausgebauten Drohnenrahmen sowie eine Wildwabe, die sich über zwei Stockwerke zog. Darüber freuten wir uns, denn für Kinder ist es immer wieder spannend zu sehen, wie Bienen auch ohne Rähmchenvorgabe von sich aus zu bauen vermögen.

Das dritte Volk ist ein Ableger aus dem Vorjahr. Sechs besetzte Wabengassen zeigen eine zufriedenstellende Entwicklung. Wir werden also auch hier in Kürze einen Honigraum aufsetzen, den die anderen beiden Völkern bereits haben. Apropos Honig …

Die kaiserliche Ernte

Honigglas "Eine kaiserliche Ernte" 2013Die Kostprobe, die wir von der „Kaiserlichen Ernte 2013“ der AG Honig-Bienen erhielten, war sehr köstlich. Und keine Bange … auch die neue Ernte darf die Schulgemeinschaft behalten bzw. verkaufen. Wir selbst schlecken lediglich die Honigschleuder aus! 😉

Das Schleudern findet voraussichtlich im Juli bei uns im Obstmarkt 10 statt. Für die Verköstigung der Schulgruppe an diesem von ca. 9 bis 16 Uhr dauernden Ereignisses werden wir einen Teil des Betrages unseres Bienenpaten Jan Schiffers verwenden. Vielen Dank schon einmal dafür!

Erklärtes Ziel: Jungimker gewinnen!

Blick aus dem Schulfenster des KHG auf Dom

Schöne Aussicht aus dem Chemiesaal des KHG

Diesen Service der Pflege mit punktuellem Unterricht gehen wir übrigens nur ausnahms- und übergangsweise ein. Denn zu unseren bisherigen vier Standorten kommen heuer drei neue hinzu, darunter unser großes Projekt der Bienen-InfoWabe. Doch da unser erklärtes Ziel das Heranziehen von Jungimkern ist, werden wir der Betreuung der Schulbienen des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums unter Oberstudiendirektor Michael Strehler unsere volle Aufmerksamkeit widmen und bedanken uns für das entgegengebrachte Vertrauen!