Über Ilona Munique

Wahlbambergerin, Imkerin, Brotberuf: Diplom. Erwachsenenbildnerin

Honig aus der Lage „Heiliggrab“ in der Hofstadt-Gärtnerei Dechant

Die idyllische Hofstadt-Gärtnerei Dechant in BambergDie Ernte des Bamberger Lagenhonigs der Lage „Gärtnerstadt / Heiliggrab“ bei Bienenpatin Carmen Dechant wurde am 02.08.2016 eingefahren und verarbeitet. In wenigen Tagen können sie diesen nicht nur bei uns, sondern (ausnahmsweise) auch in der Hofstadt-Gärtnerei direkt einkaufen, denn heuer waren es doch ein paar Gläslein mehr.

Ebenfalls ausnahmsweise gibt es einige Gläser im Bamberger Stiftsladen auf dem Michaelsberg, Hausnummer 10,  vom Donnerstag bis Sonntag, 11.30 bis 17.00 Uhr. Dies, weil es einfach so nett passt – Michael Dechant ist immerhin ein Namensvetter,und wir möchten zudem die Renovierung des Himmelsgarten unterstützen. Zu dem es übrigens in der Bienen-InfoWabe die Antwort auf ein Rätsel gibt, das schon so manchem Kopfzerbrechen bereitete. Sich mit Pflanzen und Bienenvorlieben auszukennen hilft ungemein.

 

Ferienzeit war Vorlesezeit in der Bienen-InfoWabe

Kinderbücher im Schaufenster der Bienen-InfoWabeVorlesen ist nicht nur für Kinder ein angenehmes Erlebnis, wie wir am 21.08.2016 mit Freude feststellen konnten. Auch Erwachsene lassen sich immer noch gerne auf die Märchen, Geschichten und Bilderbeschreibungen ein. So waren zur schönsten Ferienzeit Kinder „jeden Alters“ eingeladen, sich mit uns gemütlich zusammen zu setzen, um sich aus verschiedenen Büchern etwas vorlesen zu lassen und miteinander darüber ins Gespräch zu kommen.

Kamishibai in der Bienen-InfoWabe mit der Bamberger SchulbieneeWir begannen mit den Bildkarten eines Erzähltheaters, was sich heute als „Kamishibai“ bezeichnet und ähnlich den früheren Bilderbuchkinos abläuft. „Die Bienenkönigin“ von den Gebrüder Grimm in Pastellzeichnungen von Petra Lefin hatte uns alle in den Bann gezogen – auch ohne des ansonsten dabei üblichen Holzklapprahmens. Um was es ging? Drei Brüder, die auszogen und so einiges mit beinahe getöteten Tieren, einem ziemlich skurrilen Männchen in einem verwunschenen Schloss sowie drei verzauberten eineiigen Prinzessinen erlebten. (Empfohlenes Alter: 3-8 Jahre)

Vorlesen in der Bienen-InfoWabe mit der Bamberger SchulbieneeMit dem Klappbuch „Biene Bella und ihre Freunde“ gingen wir mit den Kindern auf Entdeckungsreise, indem wir sie zum Spiel „Ich sehe was, was du nicht siehtst …!“ ermunterten.

Vorlesen in der Bienen-InfoWabe mit der Bamberger SchulbieneeNicht so sehr zum Vorlesen, doch vielmehr zum gemeinsamen Entdecken lud das neu erschienene und übergroßformatige Bilderbuch mit dem schlichten Titel „Bienen“ von Piotr Socha ein. Keine üblichen Zeichnungen, sondern ein phantasievolles Entfremden bekannter Sachverhalte, die somit viel genauer betrachtet wurden.

Für die größeren Kinder lasen wir eine Sequenz aus „Wie lebt die kleine Honigbiene?“ vor, die den Untertitel trägt: „Eine Geschichte mit vielen Sachinformationen“ – und schon hatten die Kinder einiges zur Biene gelernt.

Vorlesen in der Bienen-InfoWabe mit der Bamberger SchulbieneeNatürlich durften die Geschichen um die „Biene Maja“ von Waldemar Bonsels nicht fehlen. In Frakturschrift geschrieben war es für mich als Vorleserin eine kleine Herausforderung, flüssig den altertümllichen Test fehlerfrei zu sprechen. Denn ich las aus der Originalausgabe von 1912 vor. Die Kassandra als Zeichnung suchten wir zwar umsonst, doch konnten wir uns ihr heutiges Aussehen ganz gut vorstellen. Wem sie nicht gegenwärtig ist, klicke hier mal rein!

Wer wissen will, welche Bücher wir in unserer Bienen-InfoWabe jeden zweiten Sonntag von Ostern bis Mitte September zumVorlesen (lassen) und Schmökern bereit halten, kann hier im Katalog der Imkerbibliothek vorab fündig werden. Fragt uns vor Ort einfach danach oder stöbert einfach selber ein wenig herum. Zum Beispiel heute, am 04.09.2016 von 14.00 Uhr bis (wegen des Vortrags heute nur bis) 16.00 Uhr, ansonsten bis 17 Uhr.

Wir freuen uns auf euch – Klein wie Groß!

Achtung, Imker! Waben aus Paraffin im Handel!

cropped-4494-Mittelwand-mit-Biene.jpgDie Sonderinfo des Landesverband Bayerischer Imker e. V. erschüttert die Imkerschaft quasi bis ins Mark. Sie lautet:

In letzter Zeit sind verstärkt Klagen über zusammengeschrumpfte, zusammengebrochene frisch ausgebaute Waben, vor allem im Honigraum, gemeldet worden.

Nachweislich schuld daran sind Mittelwände, die laut Bericht eines Untersuchungslabors aus 100% Paraffin, ohne eine Spur Bienenwachs bestehen. Vermutlich handelt es sich um Mittelwände, die im Frühjahr 2016 produziert und über verschiedene Händler ausgeliefert wurden.

Die Fachinstitute sind informiert und es wurde bereits Strafanzeige gestellt. Die die Ermittlungen laufen.

Was für uns Imker wichtig ist: Wir müssen unbedingt vermeiden, dass dieses 100% Paraffin in sauberes Bienenwachs für unsere Mittelwände eingemischt wird.

Wenn Sie in Ihrem Wachs solche geschilderten Fälle entdecken,
• vermeiden Sie alles, was dazu führt, dass die Waben in den allgemeinen Wachskreislauf gelangen.
• schmelzen Sie deshalb Wachs aus Naturbau (Drohnenrahmen), Deckelwachs und Altwabenwachs getrennt und markieren Sie die Wachsblöcke entsprechend.
• melden Sie sich bitte unter der Adresse wachsproblem [at] online [dot] de um das Ausmaß des Schadens abschätzen zu können.

Über eine Rücknahme oder Schadensersatz kann allerdings erst nach Abschluss der Ermittlungen und Feststellung der Größe des Schadens verhandelt werden.

Helfen Sie alle mit, den Wachskreislauf sauber zu halten bzw. wieder sauber zu bekommen. Wir alle sind dafür verantwortlich, dass unser Wachs, egal von welchem Produzenten, ohne Paraffinbeimischungen über den Ladentisch geht.

Bitte geben Sie diese Informationen an Ihre evtl. ahnungslosen Imkerkollegen weiter, die von diesen betrügerischen Machenschaften nichts wissen und deshalb die oben geschilderten Vorsorgemaßnahmen nicht beherzigen können.

Soweit, so schlecht.

Wabenwachs aus Drohenbrutwaben

Unser eigenes Wachs aus Drohnenbrutwaben im Einmachkocher geschmolzen / Bienen-leben-in-Bamberg.de

WachstrichterDa trifft es sich hingegen gut, dass wir vor ein paar Wochen erst einen Wachstrichter (€ 111,- inkl. Versand) erworben haben, um einen eigenen, geschlossenen Wabenkreislauf zu generieren. Mehr Arbeit, mehr Kosten also, doch auch mehr Sicherheit und Vertrauen in eines der wunderbarsten Ur-Produkte der Erde, die wir für Sie und uns rein halten möchten, wo es in unserer Macht steht.

Denn: „Würden Sie ihre Lebensmittel in einem dreckigen Gefäß lagern wollen?“, so lautete die Frage unseres Vortragenden zum Wabenmanagement von Dr. Andreas Schierling vom 7.8.16 unter dem (gerade sehr passenden Titel) „Bis in alle Ewigkeit? Das Wabengedächtnis“. Ihm haben wir übrigens gekaufte Mittelwandwaben zur Untersuchung mit gegeben. Doch dazu mehr in der kommenden Woche. Bleiben Sie dran!

3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ in Nürnberg

181802-Honigbiene-an-BlueteDie Veranstaltungsankündigung, Flyer mit Programm und Link zur Online-Anmeldung zur 3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ am 27.10.2016 in Nürnberg im Südwest-Park sind ab sofort hier zu finden. Veranstalter ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Leitthemen sind „Pflanzen für eine quantitativ ausreichende und qualitativ ausgewogene Bienenernährung im Verlauf der Vegetationsperiode“ sowie „Bienengesundheit“.

Reinhold wird mit ÖVM zur Bienenkonferenz hinfahren. Wer sich ihm anschließen will, melde sich.

Weidenhonig, sozusagen …

Honigernte am Standort Weide, BambergWenn wir, also die Initiatoren von Bienen-leben-in-Bamberg.de, von „Weidenhonig“ sprechen, meinen wir nicht den Nektarertrag aus Weidenbäumen, sondern unseren Bamberger Lagenhonig der Lage „Inselstadt-Weide“. „Weide“also ist eine Straßenbezeichnung, wo in alten Zeiten ein Flüßchen floss und wohl auch Weidenbäume an seinen Ufern stehen hatte. Heute sind es viele Lindenbäume, und tatsächlich schmeckt dieser Honig auch sehr danach.

Honigernte am Standort Weide, BambergWeide, Patenvolk Jakob JanßenGeerntet hatten wir aus dem Patenvolk von Jakob Janßen / Familie Contag am 31.07.2016. Wegen unseres Urlaubs berichten wir erst jetzt darüber. Geholfen hat uns Bienenpatin Gabriele Loskarn, in deren Garten das Bienenvolk steht. Zu uns gesellte sich der „potentielle Imkernachwuchs“ in Gestalt von Gabis Enkelin Lola (ihr kennt sie bereits!) und ihrem Paten“kind“.

Entdeckeln der HonigwabenAnschließend radelten wir zu uns nach Hause an den Obstmarkt, wo die reiche Gabe vereint entdeckelt und geschleudert wurde.

Bamberger Lagenhonig, Weide, abgefüllt am 06.08.2016Abgefüllt jedoch wurden nur ein paar wenige Gläschen als Arbeitsbelohnung, denn frisch verfüllter Honig muss drei Tage ruhen, damit sich Wachsschwebeteilchen absetzen und entfernt werden können. Dies geschah übrigens am 06.08.2016, und wir dokumentieren das jetzt auch nur, damit ihr wieder einmal einen Beweis unserer absoluten Transparenz gegenüber diesem hochgradig edlen und garantiert regionalen Bamberger Lagenhonigs habt, jawohl!

175301-Honigverarbeitung-Weide.2016Weide, Patenvolk Jakob JanßenDanke, Ihr Lieben, dass ihr wieder dabei wart an einem der schönsten Tage, die ein Imker und eine Imkerin erleben darf – wenn Mutter Natur ihr Zauberwerk vollendet hat und und uns alle so reich beschenkt.

Danke, Bienen! Ihr seid die Besten!

Bildergalerie

Bienensommerfrischefreud und Blaseneschenfrüchtezeit

Bienensommerfrischefreud …

Heiße Tage im August, die unsere Bienen in ihrer ganz eigenen Art verbringen. Nähmlich träge vor ihrer Bienenwohnung. Ein lustiger Anblick, wie unsere Buger-Wiesen-Bienen da regelrecht abhängen und dumpf vor sich hin brummen.Hitze-Bienenbart vor der Beute in den Buger Wiesen / Bienen-leben-in-Bamberg.de

Hitze-Bienenbart vor der Beute in den Buger Wiesen / Bienen-leben-in-Bamberg.de

… und Blaseneschenfrüchtezeit

Dass sie der Hitze trotzen können, zeigen „unsere“ zwei Blaseneschen (auch: Blasenbäume, Koelreuteria paniculata) an der Bienen-InfoWabe. Sie haben nach einer üppigen, äußerst bienenfreundlichen Blüte lustige, lampionähnliche Früchte ausgebildet. Eine ziemlich passende Sommerpartydekoration, wie wir meinen. Kommt selbst und seht! Bienenweg 1, Bamberg, Erba-Park.

Blasenesche, Koelreuteria paniculata

Blasenesche, Koelreuteria paniculata an der Bienen-InfoWabe in Bamberg, Bienenweg 1

Vorschau BIWa-Sonntagsöffnung mit Vortrag „Bienenkrankheiten“

Zur BIWa-Sonntagsöffnung am 04.09.2016 erwartet uns ein grundlegender imkerlicher Vortrag von hoher Tragweite:

Logo für das Schwerpunktthema: BIenenReinhold Burger, Bienen-leben-in-Bamberg.de16.00 – 17.00 Uhr  |  Patient Biene, bitte ins Sprechzimmer! Bienenkrankheiten vorbeugen, erkennen, heilen.

„Dunkle Waben geben dunklen Honig“, so lautete jahrzehntelang die imkerliche Devise. Dass Stockhygiene jedoch oberstes Gebot, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Dennoch ist damit nicht alles gewonnen. Verschiedene äußere Einflüsse machen unseren Bienen zu schaf­fen. So erreichte vor genau 30 Jahren die Varroamilbe auch Bamberg und bringt Bakterien und Viren in die Bienen ein. An was erkranken Bienen außerdem und wie lassen sie sich davor schützen? Was tun, wenn es dem Volk schlecht geht? Ein Überblick für Laien und neue Erkenntnisse für erfahrene Imker.
Für wen? Interessierte und (Jung-)Imker
Referent: Reinhold Burger, Gesundheitswart IBZV e. V.

Vorab des Vortrags, also zum „Offenen Haus für allevon 14.00 – 16.00 Uhr, werden wir Bienen unter dem Mikroskop einmal genauer betrachten. Außerdem zeigen wir Ausschnitte aus dem FWU-Film – Das Leben der Honigbiene.

Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, Bamberg (Erba-Park, Nähe Schiffsanlegestelle) (Karte).

Bayerischer Imkertag 2016 in Erlangen und Herzogenaurach

Imkereiausstattung (Foto von Wirtschaftsschule)Ein bisschen mobil muss man schon sein, am Bayerischen Imkertag vom Fr.-So., den 02.-04.9.2016. Sowohl in Herzogenaurach als auch in Erlangen finden Festveranstaltungen, Vorträge und Sitzungen statt. Das vollständige Programm finden Sie hier auf der Seite des Landesverbandes.

Nachfolgend das Programm am Sonntag, an dem wir gerne selbst teilnehmen würden, wenn wir denn nicht einen eigenen Vortrag zu Bienenkrankheiten (16-17 Uhr) hätten anlässlich unserer BIWa-Sonntagsöffnung in Bamberg von 14-17 Uhr.

Sonntag 4.9.2016 in Erlangen

ca.10:30 Uhr
Einzug des Festzuges in die HLH Großer Saal  und

Eröffnung der Verkaufsausstellung und des Bayerischen Imkertages 2016 in der HLH durch den Präsidenten des LVBI. Danach begrüßen uns der Oberbürgermeister von Erlangen Dr. Florian Janik und die bayerische Honigkönigin Sabrina Moriggl.

11:00 und 14:30 Uhr, HLH Konferenzraum 3
Holger Loritz (Vorstand Mellifera Netzwerk Blühende Landschaft eine Initiative von Mellifera e.V.)
– „Wenn Landwirt und Imker gemeinsam am Blütenstrang ziehen!“ –
Anmeldung vorher per Email nötig bei: sonja-heinemann [at] web [dot] de !

11:15 Uhr und 14:30 Uhr, Konferenzraum 4
Eckard Radke, Vorsitzender des LVBI e.V.
– „Mit Makrofotografie den Bien studieren!“

Ab 11:15 Uhr ist auch die imkerliche Briefmarkensammlung zu bewundern!

11:30 Uhr Großer Saal,
Imkermeisterin Dorothea Heiser:
„Wertschöpfung im Verborgenen – die Bedeutung der Honigbienen für unser Ökosystem“

12:30 Uhr Mittagspause

13:00 Uhr Kurze Grußworte, Ehrungen

13:30 Uhr Festvortrag im großen Saal
Prof. Dr. Dr. h.c. Alois Heissenhuber vom Wissenschaftszentrum Weihenstephan für Ernährung, Landnutzung und Umwelt
„Landwirtschaft im Spagat zwischen Wirtschaftlichkeit und Naturschutz!“

15:00 Uhr im großen Saal
Dr. Wallner (Uni Hohenheim)
Neue Spritztechnik im Rapsanbau.

 ca. 17 Uhr Ausklang des BIT 2016

Genussvolles Familienereignis: Honigverarbeitung der Lage „Villa Dessauer“

Die geernteten Honigwaben, hier aus dem Bamberger Lagenhonig-Standort „Villa Dessauer“, wurden nach einem Mittagsimbiss gemeinsam verarbeitet, sprich: gewogen, der Honig auf den Wassergehalt hin überprüft, entdeckelt, geschleudert, gesiebt, abgefüllt und die Etiketten angebracht.

Ein genussreicher und erlebnisintensiver Tag für uns als Gastgeber wie für die Familie von Bienenpate Bernd Pillipp mit Gattin Anja aus Bamberg. Ihre beiden Kinder waren 5 Stunden lang am Sonntag, den 31.07.2016 ab 10 Uhr eifrig bei der Sache. Und nachdem das Mädchen endlich auch ein paar Bienen streicheln durfte, ist es so gut wie beschlossen: Einer aus der Pillipps-Familie wird eines Tages selbst Imker/in! Mindestens eine/r!

Wir bedanken uns an dieser Stelle herzlich bei unseren Gästen fürs Dabeigewesensein. Und auch für die Erlaubnis zur Veröffentlichung von Fotos und Videos! Was in Anbetracht ihrer Eigenschaft als Lehrkräfte nicht so selbstverständlich ist. Doch betonten beide, dass sie unser Anliegen, Vorbilder als öffentlich inspirierende Maßnahme zu präsentieren, sehr gut verstehen können und unterstützen möchten. Imkerei soll kein Geheimnis bleiben, sondern wieder seinen natürlichen Stellenwert in unserer Gesellschaft und in den Familien erhalten. Die „Landwirtschaft“ ohne Grund und Boden lässt eingängig erleben, wie man verantwortungsbewusst mit Tieren und mit Lebensmittel umgeht.

Wer mehr wissen will, hat nächstes Jahr zu unseren Honigschleudertagen ab Mitte Juli bis Anfang August (angezeigt unter Aktivitäten und Termine) im nächsten Jahr wieder Gelegenheit, dabei zu sein.

Vorbereitung, Messung und Geschmacksprobe

Kind misst den Wassergehalt des Honigs mit einem RefraktometerWie wird das Entdeckelungsgeschirr zusammengesetzt? Wie wird das Refraktometer zur Bestimmung des Wassergehalts des Honigs eingesetzt? Die Familie zeigt sich allen technischen Anforderungen gewachsen und hilft sich gegenseitig. Das Ergebnis unserer ersten Geschmacksprobe ist hier nachzulesen: Bamberger Lagenhonig, Lage „Inselstadt / Villa Dessauer“.

Entdeckeln der Honigwaben

Honigwabenentdeckeln, jetzt darf auch Anja ranVorsicht ist bei den spitzen Zinken der Entdeckelungsgabel geboten. Doch sehr schnell hat Familie Pillipp den Bogen raus. Tja, manches lässt sich nur durch „Selbermachen“ erlernen. Für den Rest halten wir natürlich auch Imkerliteratur für Groß und Klein parat!

Honig schleudern

Kind darf den Zapfhahn der Honigschleuder öffnenDas Drehen an der Handkurbel macht in jedem Alter Spaß. Ein Grund, auf eine elektrisch betriebene Honigschleuer zu verzichten. Na gut, und soooo viel Ertrag haben wir ja auch wieder nicht. Wenn uns noch dazu unsere Gäste helfen … dennoch, eine neue Schleuder aus Edelstahl steht auf unserer Hitliste der Anschaffungen. Gerade deshalb, weil wir öffentlich wirken, wirkt die gute alte Blechschleuder, die uns netterweise von der Familie meiner Freundin und Ehrenpatin Jutta überlassen wurde und auf die wir sehr stolz waren (und noch sind!), doch etwas historisch. Gesundheitsschädlich ist sie aber nicht.

Die Jüngste darf den Zapfhahn öffnen – und schon fließen goldene Tröpfchen in das Auffangsieb. Mehr tun wir nicht – kein rühren, kein erhitzen, nur zusehen.

Abfüllen und Etikettieren

Normalerweise darf der Honig drei Tage lang in einem Edelstahltopf ruhen. Dann werden die Wabenrestchen, die immer mit anfallen, abgeschäumt und der Honig abgefüllt. Nur am Honigschleudertag dürfen unsere Gäste sofort etwas mitnehmen. Das bisschen Schaum, das sich oben im Glas absetzt, kann man mitessen. Für den Verkauf möchten wir es jedoch nicht ganz so „naturrein“.

Lecker bis zum Schluss!

Als lukullischen Schlussakkord gab’s Joghurteis von der Eisdiele nebenan, mit viel Honig „frisch vom Fass“ drüber, und alle durften sich am Ende ein Glas Honig mitnehmen.

Honigernte an der Villa Dessauer in Bamberg mit Bienenpatenfamilie

Sehr familiär lief heuer die Ernte an der Stadtgalerie „Villa Dessauer“ in Bamberg ab. Wenngleich wir die Honigschleudertage auch für die Allgemeinheit bekannt geben, hatte sich zum 31.07.2016 außer der Familie unseres Bienenpaten Bernd Pillipp niemand Weiteres angemeldet. So hatten er und seine Frau Anja mit Kindern reichlich Übungsgelegenheiten.

Sie durften von Beginn an selbständig die Rähmchen voneinander lösen, die meist schwer mit Honig gefüllten Waben aus den Bienenbeuten entnehmen, die restlich ansitzenden Bienen wegkehren und das Geerntete in die bereitgestellten Boxen zu geben. Wie das alles genau geht, zeigten wir der Familie Pillipp Schritt für Schritt.

Wir danken bei dieser Gelegenheit unserer Bienenpatin Dr. Regina Hanemann, die uns als Hausherrin des Museums den Platz zur Verfügung gestellt hat.

Stolzer Augenblick! Selbst geernteter Honig!

Im nächsten Blogbeitrag zeigen sie euch, wie sie ihren Honig aus der Ernte „Villa Dessauer“ verarbeiten. Bleibt dran!