Neujahresvorsatz 2026: Imker/in werden!

Silvesterblues? Nicht mit Bienen! Einmal eingetaucht in diesen Kosmos werdet ihr immer etwas Schönes und Sinnvolles zur Ablenkung haben. Sich umweltfreundlicher verhalten, Stress reduzieren und mehr Bewegung im Freien sind für viele Menschen die guten Vorsätze zum neuen Jahr. All das lässt sich durch das Hobby Imkerei verwirklichen. Unsere Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de bietet einen umfassenden Imkerkurs für Anfänger an.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerImkerkurs für Anfänger

Der Imkeranfängerkurs mit Beginn ab 20. März besteht aus zwölf Modulen bei 10 Terminen mit Theorie- und Praxisanteilen und ist grundsätzlich auf ein Kalenderjahr angelegt. Absolviert werden kann der Kurs allerdings innerhalb von zwei Jahren. Das bedeutet, dass verpasste Termine im darauffolgenden Jahr nachgeholt werden können.

Der Jahreskurs ist für absolute Anfänger geeignet und befähigt dazu, eigene Völker umsichtig zu pflegen, zu vermehren sowie Honig zu verarbeiten und zu vertreiben. Auch wer bereits früher einmal geimkert und nun wieder einsteigen möchte, hat oftmals Fragen zu neuen Richtlinien bei der Varroabekämpfung oder zu modernen Verfahrensweisen der Bienenhaltung. Für diese Zielgruppe ist der Kurs ebenfalls das Richtige für den Wiedereinstieg.

Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Informationsabend

Zu dem BLIB-Imkerkurs für Anfänger findet online am 9. März ein kostenloser Informationsabend mit persönlicher Beratung durch Imkermeister Reinhold Burger und Imkerin Ilona Munique statt.

Eines ist sicher: Diesen wegweisenden Neujahresvorsatz werdet ihr mit unserer Hilfe tatsächlich durchziehen und einlösen! Also dann – wir freuen uns auf unsere werdenden neuen Jungimker/innen! Guten Rutsch …

Eure Ilona und euer Reinhold,
Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

BLIB-Team, Ilona Munique und Reinhold Burger (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Reinhold Burger und Ilona Munique (BLLB-Team) am Neujahrsempfang des OB Bambergs 2025

Guten Rutsch und … Prost Neujahr!

Weihnachtsgrüße von BLIB und FKBB 2025

Weihnachtsgrüße 2025Frohes Fest 2025 all unseren wunderbaren Bienenfreund(inn)en!

wünschen
Ilona und Reinhold von der
Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de mit der Bamberger Schulbiene und
dem Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBB

Rezension zu Joachim Mayer: „So wird der Garten fit fürs Klima“

Cover Mayer, So wird der Garten fit fürs Klima, GU[Werbung] Doppelt praktisch: Für Stadtplaner wie Stadtmenschen und jene, die übers Klimageschehen mehr (aber auch nicht zu wissenschaftlich) Ein- und Überblick gewinnen wollen ist das Hardcoverbuch „So wird der Garten fit fürs Klima“ von Joachim Mayer perfekt geeignet.

Aber auch für jene, die gartentechnisch einfach gerüstet sein wollen für „die neue Gartenpraxis – bei Hitze, Wind und Starkregen“ und dazu „die besten Pflanzen für den Zier- und Nutzgarten“ empfohlen bekommen möchten, bietet die Publikation aus dem Verlag Graefe und Unzer jede Menge lesbarer und ansprechend aufbereiteter Informationen.

Die erste Buchhälfte

Es ist „gut zu wissen“, wie „Das Wetter und das Klima“ (S. 7 f) funktioniert und welche Auskunftsmittel, vom amtlichen Wetterservice bis zur eigenen Wettermessungen, hilfreich – oder auch nicht – zur Verfügung stehen.

Denn es sind tatsächlich „Schwierige Zeiten“, denn „Das Klima [ist] im Umbruch (S. 39 f). Daher müssen wir „Umsichtig“ eine „Angepasste Gartenpraxis“ (S. 61) vollziehen. Dies betrifft Standort und Pflanzenwahl, Boden, Wasser, Plagegeister und Nützlinge. Zu all diesen Unterkapiteln finden sich „Specials“, beispielsweise „Goldene Gießregeln“ oder „Maßnahmen gegen Schnecken“.

Na, Letzteres schauen wir uns doch gleich mal näher an, bevor wir zur zweiten Buchhälfte, also den Pflanzen selbst kommen! Denn was nützt mir ihr Kauf nebst der aufwändigsten Bewässerung, ob Trinkwasser oder Regenwassers, aus Regentonnen, Tanks, Zisternen und Brunnen (siehe dazu jeweils ausführliche Unterkapitel), wenn sie dann doch den gefräßigen Bauchfüßern zum Opfer fallen!

Special-Beispiel „Schnecken“

Eine A4-Seite mit zehn Tipps, wie man Schnecken aller Art auf vielerlei Weise vorbeugend begegnet, sie ködert und bekämpft, offerieren zwar bekannte Maßnahmen, doch sind deren Wirkweisen gut erklärt. Endlich weiß ich auch, dass der Tigerschnegel nicht über andere Schneckenarten herfällt und sie frisst. Ein Umstand, der mir zwar immer wieder erzählt wird, jedoch gilt dies nur für die Schneckengelege!

Das mit den Laufenten – nun ja, das Buch empfiehlt sie ultimativ, doch habe ich schon andere Lesarten gehört. Kommt vielleicht auf die genetischen Eigenschaften an und es mögen Kostverächter unter ihnen sein.

Die zweite Buchhälfte

Ab etwa der Mitte – und im Textteil mit einer 4 nummeriert, wobei diese Kapitelzählung im Inhaltsverzeichnis nicht angezeigt wird, geht es nun im zweiten Buchteil um die Bepflanzungen selbst, sei es im Nutzgarten (S. 132) oder im Ziergarten (S. 173).

Ob nachhaltiger Anbau von Gemüse, Kräutern und Obst oder vielfältige Abwechslung durch Gehölze, Stauden, Rasen, Wiese und Bodendeckern – die Nutz- und Ziergartenkapitel wartet ebenfalls noch einmal stellenweise mit Specials auf. Nun jedoch suche ich mir fürs nähere Betrachten – wie sollte es auch anders sein! – das Unterkapitel „fremdländische Bienen- und Hummelfreuden“ aus.

Unterkapitel „fremdländische Bienen- und Hummelfreuden“

Zunächst etwas irritiert von der Überschrift, da prinzipiell eher einheimische Blütenarten zu favorisieren sind, dachte ich jedoch an das Motto; „Der Zweck heiligt die Mittel“. Nun, ganz so hat es der Autor nicht gemeint. Der zwar relativ kurze, allerdings gut argumentierte Text, hat mich als Imkerin und Insektenfreundin komplett überzeugt. Der Klimawandel macht eine (zu) frühe und (zu) späte Nahrungssuche nach Pollen und Nektar notwendig, die jedoch von unseren einheimischen Pflanzen nicht vollständig erfüllt werden kann. Und:

„Grundsätzlich ist es all den wertvollen, für die Bestäubung wichtigen Insekten vollkommen schnurz, woher die Pflanzen kommen. Die meisten Neophyten haben Verwandte unter unseren heimischen Gehölzen … [und] sind kaum gewöhnungsbedürftig …“. Schön wäre es, würde diese Aussage stimmen. Und ehrlich gesagt, hatte ich so etwas auch immer vermutet. Doch zugegebenermaßen bin ich keine ausgewiesene Expertin speziell für Wildbienenbedarfe. Zumindest Honigbienen sind nicht sonderlich wählerisch, Hauptsache, es ist eine ergiebige Massentracht, egal, wo der ehemalige Geburtsort der Pflanze ist oder war.

Anspruchsvoll, nützlich, lesefreundlich

Mir gefällt der gesamte Stil des 240 Seiten starken Hardcoverbuches. Ich mag es, wenn es etwas in die Tiefe geht, Gesamtzusammenhänge dargestellt, aber auch Besonderheiten (s. a, Specials) herausgearbeitet werden.

Lesefreundlich ist dabei nicht nur die schön gewählte Serifenschrift mit genügend Durchschuss (Zeilenabstand), sondern auch die den Haupttext auflockernden, übersichtlichen Tabellen (z. B. „beste Gründünger“ und „Invasive Bäume und Sträucher“), Grafiken (z. B. „Winterhärtezonen“ und „phänologische Kalender“) oder Porträts (z. B. „Wildobst für Kenner“ und „Kleine Klimabäume“) samt kleiner wie großformatiger aussagekräftiger Fotos im Wechsel.

Zum Schluss

Das umfangreiche Register punktet bei der Aufreihung der Seitenzahlen mit Ziffernfettdruck der Hauptseiten zu einem Begriff – wobei das ausgerechnet bei meiner Suche nach der Grafik zu den „Klimabäumen“ nicht der Fall war … anyway!

Bei der Vielzahl an Themen ist die (einzige) Seite mit „Service & Adressen“ erstaunlich kurz geraten. Insofern finden sich auch nur wenige, doch durchaus weiterführende Recherchetipps beispielsweise zu Bodenuntersuchungen und – genau! – Klimabäumen sowie ganze sechs Buchtipps. Das diese Wenigen hauptsächlich aus dem GU und BLV sind, ist die gewohnte Eigenwerbung des Verlags; die mich aber nicht weiter stört, sofern sie, wie hier, thematisch-inhaltlich zielführend ist.

Kaufempfehlung

Mehr zum Schmökern denn zum Blättern gedacht, also für Lesegewohnte und Wissbegierige mit Interesse an Klimafragen und -antworten als eine sehr gelungene Ergänzung des gärtnerischen Handapparats. Mit Joachim Mayers „So wird der Garten fit fürs Klima“ kann man als anspruchsvolle, reizvolle und wertig wirkende Weihnachtsgabe absolut nichts falsch machen!


Mayer, Joachim: So wird der Garten fit fürs Klima. Die neue Gartenpraxis – bei Hitze, Wind und Starkregen. Die besten Pflanzen für den Zier- und Nutzgarten. München. Graefe und Unzer. 2024. ISBN 978-3-8338-8760-4.

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.

Rezension zu Thomas Hagen: „Quickfinder Welche Pflanze passt wohin?“

Cover Thomas Hagen, Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? GU[Werbung] Buchtipp für den Gabentisch! Der Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? des Gartenspezialisten Thomas Hagen ist dafür genau das Richtige!
Denn wer will sie nicht, die „pflegeleichten und hitzetauglichen Pflanzen für jeden Standort im Garten“! Dabei ist die – mich sehr überzeugende! – Auswahl des Diplombiologen und Geobotanikers praktischerweise in sechs farblich abgegrenzte Kapitel eingeteilt. Diese sind: Gartenthemen, Standorte, Lieblingsfarben, Begleitpflanzen, Gartenstile und Jahreszeiten.

Ordnung Hauptkapitel und Unterkapitel

Die weitere Ordnung der jeweiligen Hauptkapitel sind bereits an sich schon kleine Hinweise, nach welchen Kategorien bzw. Fragestellungen man bei der Gartengestaltung vorgehen kann. Der im Graefe und Unzer erschienene Empfehlungskatalog ist dabei immer sehr nahe an der Gartenlebenswirklichkeit von sowohl frischgebackenen Schollenbesitzern („Pflegeleichte Anfängerpflanzen“ oder „Formal – mit klarer Ordnung und Struktur“) als auch Spezialisten („Japanisch – mit der Ruhe des Zen“ in oder „Begleiter für die Königin der Blumen“) und allen Semi-Buddlern dazwischen („Wechselweise Sonne und Schatten“ oder „Frühling – Lichtblick nach dem Wintergrau“).

Jedes Unterkapitel beginnt mit einem einstimmenden Text und einem Panoramafoto zur behandelten Gesamtsituation, dem sich neun Pflanzenporträts anschließen.

Typisch Bibliothekarin überlegte ich mir, in welcher Reihenfolge die Porträts wohl angelegt wurden, Alphabetisch jedenfalls war’s nicht. Hm, vielleicht einfach Zufallsprinzip? Nun, im kurz gehaltenen Vorwort fand ich die Antwort: Beginnend mit Gehölzen und Stauden über Gräser zu Farnen, und dies jeweils nach abnehmender Höhe sortiert. Also, das ist doch mal ganz was Eigenes – und praktisch!

Beispiel „Lieblingsfarben“

Am Beispiel des Kapitels „Lieblingsfarben“ lässt sich schön erkennen, dass dies kein x-ter banaler Pflanzenkatalog ist. Wo findet sich sonst schon eine Auflistung nach „dramatischen Farben“ wie „Purpur und Schwarz“, den „Farben der Könige und Päpste“, die „gekonnt inszeniert werden müssen“?

Praktischerweise sind die Unterteilungen farblich übergreifend, so dass ich mich nicht zwischen Rosa und Lila, also „Romantik pur“, oder zwischen Gelb, Orange und Rot, „den Farben der Sonne“ entscheiden muss. Und so wird auch Blau mit Violett, die „die Weite des Himmels“ auf Erden darstellen, gemeinsam behandelt, und „edle Zurückhaltung“ durch weiß und cremefarbene Blüten geübt.

Für unseren Bamberger Bienengarten …

… fehlen leider Angaben zur Pollen- und Nektarfreundlichkeit, sprich: Insekteneignung. In der heutigen Zeit ein echtes Manko, denn immer mehr Gartenliebhaber möchten beispielsweise den Wildbienen helfen, kennen sich aber (noch) nicht genügend aus. Mein Tipp für die nächste Auflage! Doch um meine Kritik abzumildern: Die überwiegende Anzahl an Pflanzenempfehlungen stellen tatsächlich wertvolle Nahrungsquellen dar.

Was die nach Trivialnamen nebst botanisch benannten Porträts jedoch allesamt enthalten, sind Abkürzungen und Symbole zur Pflanzengruppe (z. B. HStr für Halbstrauch) und zur Wuchshöhe nach Zentimetern. Eine gute Idee für Zahlenneurotiker wie mich ist ein mehr oder weniger ausgefüllter Pfeil, der somit die Hüfthöhe des Wuchses augenfällig macht.
Desweiteren findet sich eine Angabe zu den Blühmonaten, dem empfohlenen Standortbedingungen (sonnig, halbschattig, schattig) und zur Pflege.

Kurzbeschreibungen erläutern sodann Wuchs[form], Blüte, Pflege und Verwendung. Manchmal enden die in drei Spalten pro Seite aufgeteilten Porträts mit einer Sorgenangabe, die teilweise das Porträtfoto benennt.
Stellenweise ist ein Hinweis auf die Giftigkeit der Pflanze zu finden.

Zum Schluss

Was alle dargestellten Pflanzen eint, ist laut hinterem Klappentext, dass sie „pflegeleicht, robust und unkompliziert und überall in Gärtnereien oder Gartencentern erhältlich“ sind. Dem stimme ich absolut zu. Wer dennoch ein Kaufproblem hat, entdeckt am Ende des Buches einige Adressen. Zwei davon aus Österreich und den Niederlanden – und ja, bei Letzterer geht es natürlich um die Zwiebelblumen.

Auch ein Stichwortverzeichnis, gemixt aus Trivial- und botanischen Pflanzennamen, fehlt dem praktischen Handbuch nicht. Bis auf mein unerfülltes Begehr nach Insektenhinweisen hat der katalogartige, mit 160 Seiten nicht allzu umfangreiche „Quickfinder“ alles, was es braucht, um entscheidungsfreudig gleich loszulegen, sobald die Pflanzensaison wieder startet!

Sehr empfehlenswert vor allem für die Gartenneugestaltung jener, die sich bislang von Pflanzenbüchern leicht überfordert fühlten!


Hagen, Thomas: Quickfinder Welche Pflanze passt wohin? Pflegeleichte und hitzetaugliche Pflanzen für jeden Standort im Garten. München. Graefe und Unzer. 2024. ISBN

Im Bestand unserer Imker-Bibliothek.

Artikel „Bienen erleben“ im Deutschen Bienenjournal veröffentlicht

Die Bamberger Schulbiene ist ein pädagogisches Projekt der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de, welches Kinder und Erwachsene auf spannende Weise für Bienen, Imkerei und Naturschutz begeistert. Ein ausführlicher Artikel dazu aus der Feder von mir, Ilona Munique, ist jüngst im Deutschen Bienenjournal erschienen (Heft 9, S. 34-35).

Zusammenfassung

In sieben altersgerechten Erlebnisstufen lernen die Teilnehmenden mit allen Sinnen: vom Ankommen mit Hilfe des Sinnespfads über Bildtafeln und Fotorähmchen über die Schaufensterbeute und spielerisches Rätselraten im Bienengarten über leckere Honigverkostung bis hin zum direkten Kontakt mit Honigbienen im Lehrbienenstand.

Ziel ist, durch äußere und innere Nähe Ängste abzubauen, Verständnis für die Bedeutung von Bienen zu fördern und nachhaltigen Naturschutz sowie die Imkerei zu unterstützen.

Das Angebot richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen und lässt sich individuell anpassen. Die Finanzierung erfolgt größtenteils durch Fördermittel, Spenden und nachhaltige Initiativen wie eine Photovoltaikanlage.

Literatur

Ilona Munique: Bienen erleben. In: Deutsches Bienenjournal, H. 9, S. 34-35.Screenshot Artikel Ilona Munique, Bienen erleben In: DBJ, 09, 2025, S. 34-35

Zum „Tag der Checkliste“: Sicherheit am Lehrbienenstand

AK25 4. + 5 Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung; Schwarmverhinderung im Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.deUm den eher tragischen Hintergrund des „Tags der Checklisten“ am 30. Oktober – ein Flugzeugabsturz – wenigstens ein bisschen Rechnung zu tragen, gibt es heute von uns eine dauerhaft eingesetzte _Checkliste Sicherheit am Lehrbienenstand.

Domschule Bamberg, Klasse 2a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deDiese nutzen wir sowohl für den Schulbienenunterricht als auch für den Imkeranfängerkurs. Vor allem den Teilnehmenden des letzteren Anlasses schärfen wir das Erzählen von wahren Begebenheiten ein, sie prinzipiell immer zu nutzen. Denn je länger wir imkern, desto mehr wächst die Gefahr der Nachlässigkeit!

Dennoch … im Normalfall stellen Bienen außerhalb ihres Stocks keine Gefahr da. Ihr genetischer Auftrag lautet: „Sammeln!“ Nicht: „Stechen“.  Nur bei drohender Lebensgefahr wehren sie sich, wie wohl so ziemlich jedes Lebewesen. Leider verlieren sie beim Stich eines Menschen dennoch ihr Leben. Doch das weiß sie vorher leider nicht. Honigernte Sternwarte (AK23, Modul 7, Imkerkurs für Anfänger von Bienen-leben-in-Bamberg.de)

Mit der Checkliste wollen wir also nicht Ängste schüren, sondern einfach die Konzentration auf das vor uns liegende Ereignis schärfen. Das schadet sicher nicht. Stattdessen erinnert es uns daran, dass WIR die Eindringlinge sind und uns entsprechend zusammenreißen sollten, um nicht noch mehr Stress für die Tierchen zu produzieren.

Welche Checkliste habt ihr denn?! Schreibt es ins Kommentarfeld.

Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik Bamberg möchte helfen – aber wie?!

„Wie kann ich helfen?“, lautete die zentrale Frage, die für die Studierenden bei einer ERBA-Park-Exkursion der Caritas-Fachakademie für Sozialpädagogik beantwortet werden sollte.

Für die beiden etwa 25-köpfigen Gruppen, die unseren Bienengarten besuchten, wäre die Zeit, unseren kompletten 12-Punkte-Plan zu übermitteln, doch etwas zu kurz gewesen. Wir beschränkten uns auf die Klassikeraktivitäten, der in jeder KiTa oder Grundschule gerne angeboten werden: Den Wildbienen helfen.

1. Freie Flächen schaffen

Die überwiegende Anzahl der gefährdeten Wildbienen aus rund 650 Arten, die unserer Hilfe bedürften, sind Bodenbrüter.

Sinnvollste Maßnahmste ist es also, nicht begangene freie Bodenflächen zu schaffen. Wildbienen haben einen geringen Radius von 50 bis 300 Metern. Deshalb müssen um die Paarungs- und Brutstätten herum viele verschiedene und (möglichst heimische) Blühpflanzen gesetzt werden.

Kräuter sind für KiTas und Schulen am besten geeignet. Sie sind pflegeleicht, blühen zu verschiedenen Zeiten und lassen sich außerdem zum Aufpeppen der Pausenbrote nutzen.

Schau-Kräuterbeet im Bamberger BienengartenHolzbiene (Wildbiene) an Katzenminze

2. Sandarium gestalten

Ein Sandarium (wir nennen es Insektenreservat) mit Nestbauaumaterialien – Lehm, Holz (feucht wie vermorscht und lang genug für Brutröhren), markhaltige Stängel – ist ebenfalls attraktiv für unsere Insekten. Die Materialien können Kinder sehr gut selbst zusammentragen und gestalten, wie auch die Infotafel dazu.

Ein tolles, großes Sandarium findet ihr im Kreislehrgarten Oberhaid. Schaut doch mal vorbei und lasst euch beraten.

Insektenreservat vor Blühwiese im Bamberger Bienengarten

Netzwerk-Exkursion zum Kreislehrgarten Oberhaid von FKBB e. V. und BVM e. V. am 27.08.20223. (Trotzdem) Wildbienennisthilfen basteln

Um mit den Kindern ins Gespräch zu kommen, taugen Wildbienenhotels und -nisthilfen durchaus. Ansonsten sind sie, wie oben beschrieben, überflüssig. Sie helfen nur jenen, die ohnehin genug Lebensraum in Schlupflöchern an Gebäuden und in der Natur finden, z. B. den hübschen, rostroten Mauerbienen.

Das kann man aber ruhig auch sagen. Trotzdem macht das Basteln Spaß. Mehr dazu erfahrt ihr unter diesem Link und dort auch in der von uns empfohlener Literatur- und Linkliste.

Wildbiene, rostrote Mauerbiene

Wildbienenhotel im Bamberger Bienengarten

Wildbienennisthilfe an der Blühwiese im Bamberger Bienengarten

Öffentliche Honigernte 2025 zur BIWa-Sonntagsöffnung im Juli

BLIB-Team, Ilona Munique und Reinhold Burger (Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und Vorstand Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V., FKBBa)Im Rahmen unserer BIWa-Sonntagsöffnung am 3. Sonntag im Juli ernten wir gemeinsam mit der interessierten Bevölkerung Honig von unseren Völkern am Lehrbienenstand Bienenweg. Um 15 Uhr fanden sich 22 Interessierte von 3 Jahren an aufwärts im ERBA-Park ein, die nach einem Kurzvortrag zur Biene und zum Honig selbst mit Hand bei der Ernte anlegen durften. Diesmal gaben wir den größeren Kindern den Vortritt, denn bei drei Stockwerken mit Honigräumen war die Bienenwohnung doch etwas hoch geraten.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

 

Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst. Er wird in die Gasse zwischen die Träger der Wabenrähmchen gesetzt. Mit einer kleinen Seitwärtsbewegung lockern sich die Waben und können nun  vorsichtig nach oben gezogen werden.

Schließlich hielten die mutigen Sonntagsgäste stolz die mit zwei bis drei Kilo doch teils recht schweren Honigwaben in Händen. Doch gefährlich ist das ohnehin nicht. Denn eine am Vortag eingelegte Bienenflucht sorgt dafür, dass nicht mehr viele Bienen im Honigraum anzutreffen sind.¹

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

Die wenigen Bienen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen oder fächeln Kühle zu, um dem Honig das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit nicht.

Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Waben müssen dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut werden, damit keine Bienen eingeschlossen werden. Die schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung zu uns an dern Obstmarkt gefahren. Es ist dies einer der seltenen Male, wo wir auf ein Carsharing zurückgreifen und Reinhold nicht den Fahrradhänger verwendet, Denn mit dieser schweren Ladung wäre das Radfahren verboten,

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt und natürlich konnte dieser auch gleich erstanden werden. Für die Familie Liedtke ging der Spaß sogar noch weiter! Sie durften am selben Abend erleben, wie der gerade erst geerntete Honig weiterverarbeitet wurde. Dazu mehr im nächsten Blogbericht.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Und die nächste öffentliche Honigernte findet voraussichtlich am So., 19.07.2025, statt. Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 17.08. von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.

Bienenwissen und Pädagogik-Tipps im Doppelpack für Auszubildende der Mariahilf-Schule

Wie machen wir Bienen und Bildung erlebbar? Einen Blick in die Praxis erlaubten unsere beiden Führungen für die Berufsfachschule für Ernährung und Versorgung, Kinderpflege und Sozialpflege Mariahilf der Erzdiözese Bamberg am 15. und 18,07.2025. Insgesamt 30 Auszubildende erhielten Informationen auf zwei Ebenen.

Die eine Ebene waren Fakten zu den Themen Bienen, Honig, Imkerei und Lebensraum Insekten, die andere Ebene stellten Tipps und Praktisches zur Methodik und Didaktik der Kindererziehung dar.

Sequenzen im Einzelnen

Schulbienenführung Bfs Kinderpflege-Maria Hilf BambergWir begannen mit der Sequenz des Ankommens (Gruppe 2), wofür der Barfußpfad eine sinnesanregende Rolle spielte. Die „Supermarktschlange“ bzw. „Ameisenlinie“ kann Hinweis auf den Reifegrad einer Gruppe geben.

Vorgestellt wurden sodann Low-Budget-Materialien, die in den oft unterfinanzierten Kitas, Horten und Grundschulen didaktisch eingesetzt werden können. Eingegangen wurde auf die überlegte Auswahl von Ausmalbildern und Rätselvorlagen, kindgerechte Broschüren und Bilderbücher sowie Fototafeln, die auch für den Außenbereich verwendbar sind.

Schulbienenführung Bfs Kinderpflege-Maria Hilf Bamberg

Am Beispiel eines Schulbienen-Unterrichts folgten Tipps, wie Kinder bei Wissensabfragen nicht frustriert werden (Alternativen zu „Nein“, „Falsch“) , wie eine abwechslungsreiche Inhaltssession vor sich gehen kann (durch Integration von Ortswechsel und Bewegung) oder eben durch umsichtig gestalteten Materialeinsatz.

Schulbienenführung Bfs Kinderpflege-Maria Hilf Bamberg

Natürlich verfügen die wenigsten Kitas über ein Bienenvolk. Jedoch befinden wir uns am Bienenweg in der konfortablen Situation, über eine Schaufensterbeute zu verfügen, so dass alle die Hauptprotagonisten, unsere Bienen, eingehend betrachten konnten. Kein Film kann dieses Liveerlebnis ersetzen.

Schulbienenführung Bfs Kinderpflege-Maria Hilf Bamberg

In außerschulischen Klassenzimmer „Bienen-InfoWabe“ konnte an einem Bienenmodell nachverfolgt werden, wie Nektar transportiert wird und wie er zu Honig wird (Enzyme der Kopfspeichel- und der Mandibeldrüsen). Es wurde das Gewicht einer vollen Honigwabe geschätzt (Gruppe 1) und natürlich auch Honig verkostet. Eine Tafelübersicht zeigte auf, wie sehr manche Pflanzen auf die Bestäubungsleistung durch die Honigbiene angewiesen sind.

Schulbienenführung Bfs Kinderpflege-Maria Hilf Bamberg

Inhaltlich war es uns ein Anliegen, auf die schwierige Situation der Honig- wie Wildbienen, aber auch der Bienenpfleger/innen einzugehen, hervorgerufen durch Klimafolgeprobleme wie invasive Bienenschädlinge wie zum Beispiel der Varroamilbe und der Asiatischen Hornisse. Halbwissen in gesichertes Wissen zu verwandeln (Stichwörter: Veganismus, Wintereinfütterung nach der Ernte, richtige Einschätzung des Gefahrenpotenzials von Honigbienen, überflüssiges Konkurrenzdiskussion Wild- versus Honigbiene).

Varroamilbe (Varroa destructor), von oben (re.), links von der Seite

Eines der Gründe für eine transparente, breite Öffentlichkeitsarbeit ist, die Bienen-und Insektenthema breit zu verankern. Denn es ist nicht gut um unsere wichtigen Bestäuber bestellt. Um die Öffentlichkeit zu motivieren, zu inspirieren und zu informieren, berichten wir laufend über unsere Tätigkeiten. Wir zeigen anderen Schulen, Verantwortlichen und Politiker/innen, wie wir versuchen, das Insektensterben durch TUN in den Griff zu bekommen. Dazu braucht es starke Vor-BILDER. Vielen Dank an die Gruppe 1 vom 15.07.2025, die sich für diese Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung gestellt hat.

Wir hoffen, in der kurzen Zeit allen einen guten Überblick verschafft zu haben, damit zukünftige Generationen den Wert von Insekten schätzen lernen können.

So., 20.07.25 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeLogo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)So., 20.07.25 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Wann? So., 20.07.2025 | 14.00 – 17.00 Uhr | Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUm 15.00 Uhr | Öffentliche Honigernte. Honig wächst nicht in Quetschflaschen, das ist sicher. Doch woher kommt er genau? Wie wird er von den Bienen eingelagert? Familien mit Kindern ab dem Grundschulalter dürfen kostenlos und ohne Anmeldung am Ernten teilnehmen. Sie ziehen unter Anleitung eine Wabe aus dem Volk am Bienenweg und werden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Dauer je nach Besucherzahl etwa eine halbe Stunde inklusive Kurzvortrag. Auch, wer nicht ernten will, darf in einen echten Imkeranzug schlüpfen! Im Anschluss Honigverkostung mit der Möglichkeit, original Bamberger Lagenhonig zu kaufen. Bei Regen muss die Ernte leider entfallen, doch Kurzvortrag und Honigverkostung sind weiterhin möglich.
Und sonst?  Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Nutzung der Imker-Bibliothek.
Kosten?  Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park