Petition von BUND gegen Pestizide für Demo am 21.05.24

Unter dem Aufruf: „Herr Özdemir: Schützen Se uns vor Pestiziden“ findet eine Demonstration am 21. Mai vor dem Landwirtschaftsministerium in Berlin statt, an der die Unterschriften dieser Petition überreicht werden sollen. [.…] aktuell wird die nationale Pflanzenschutz-Anwendungsverordnung überarbeitet. Sie regelt zum Beispiel, unter welchen Bedingungen Glyphosat noch eingesetzt werden darf. Wir haben eine Rechtsanwältin beauftragt, konkrete Vorschläge juristisch zu prüfen, damit wir diese Landwirtschaftsminister Cem Özdemir vorstellen können.“

Aus dem BUND-Newsletter: „Glyphosat ist weiter zugelassen, ökologische Vorgaben für die Landwirtschaft werden aufgehoben, das Klimaschutzgesetz entkernt und jede noch so kleine ökologische Errungenschaft in Frage gestellt.“

Auf der Webseite der Petition ist zu lesen: „Der Einsatz von Pestiziden muss bis 2030 mindestens halbiert werden. Besonders gefährliche Stoffe müssen verboten werden: NEIN zu Glyphosat und Co! […] Die giftige Verbindung von Gentechnik und Pestiziden hat schlimme Folgen für die Umwelt. Nutzpflanzen werden genetisch so verändert, dass ihnen Glyphosat und Co. nichts mehr anhaben. Deshalb wird weltweit inzwischen fast 15 mal so viel Glyphosat versprüht wie vor 20 Jahren.

Bamberger Schulbienenführung für Frauenbund KDFB Gaustadt

Führung an der Bienen-InfoWabe für Frauenbund KDFB, Zweigverein Gaustadt / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de am 04.05.2024Auf eine von vielen interessierten Fragen der Teilnehmenden des Frauenbund KDFB*, Zweigverein Gaustadt konnten wir keine genaue Antwort geben. Es ging um die von den Sammlerbienen mitgebrachten Nektartröpfchen, die mittels Enzyme zum Honig umgewandelt werden. Sie werden von Mäulchen zu Mäulchen gereicht und bei diesem Vorgang u. a. getrocknet. „Wie viele Bienen arbeiten denn bei diesem Prozess daran mit?“, so die Frage. Tja, das wurde womöglich noch nie untersucht, wie so manches noch im Dunklen liegt, wenn es um das Zusammenarbeiten der Honigbienen geht.

Doch viele andere Details konnten mittels Anschauungsmaterial Licht ins Dunkel bringen: Die Körperteile der Bienen, ihren Beitrag zur Bestäubung, den Honig, die Imkerei und das Lebensumfeld der fleißigen Sammlerinnen geht.

Auch ein wenig Bewegung war dabei. Sogar die Erwachsenen wollten den Sinnespfad erfahren, dessen Begehung wir zunächst nur für die Vorschulkinder vorschlugen.

Im Sitzkreis im Bienengarten sahen wir uns die Biene genauer an. Mit welchem Organ kann die Biene den Lavendel, den Zitronenthymian oder die Katzenminze riechen, die wir soeben am Sinnespfad entdeckt haben? Wie viele Beine hat sie – was noch leicht zu beantworten war –, doch schon schwerer die Frage, wie viele Augen sie hat.

Führung an der Bienen-InfoWabe für Frauenbund KDFB, Zweigverein Gaustadt / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de am 04.05.2024

Im Inneren der Bienen-InfoWabe erwarteten die Teilnehmenden einige Objekte, die den Weg des Honigs beleuchteten, also von der Blüte über die Biene in den Stock und die Wabe und sodann in den imkerlichen Ernte- und Abfüllprozess. Intensiver wurde nach der Königin gefragt.

Nachdem eine volle Honigwabe von Hand zu Hand ging und die Gründe der unterschiedlichen Konsistenzen, Farben und Geschmacksrichtungen von Honig erörtert waren, musste natürlich endlich ein Löffelchen mit der köstlichen Süße im Mund verschwinden. In der Zwischenzeit holte uns Reinhold ein Rähmchen mit Bienen, die zwischen Plexiglasscheiben gut geschützt genau betrachtet werden konnten.

Führung an der Bienen-InfoWabe für Frauenbund KDFB, Zweigverein Gaustadt / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de am 04.05.2024

„Wenn ich das gewusst hätte, wie spannend das alles ist, wären wir auch schon viel früher gekommen“, meint Barbara Göppner, die den Ausflug am 04.05.2024 an die Bienen-InfoWabe initiiert hatte.

Ja, das Thema ist spannend, wir sind ihm nicht umsonst verfallen. Dieses Wissen zu teilen ist unser Anliegen, um die Wertschätzung gegenüber der doch recht komplexen Natur zu erhöhen. Denn deren einzelne, fein aufeinander abgestimmte Kompenenten bringen wir Menschen allzu gerne durcheinander.

Zwei Stunden, nach denen sich alle nur zögernd zum nächsten Termin, einem gemeinsamen Essen, aufmachten, hatten ausgereicht, um die Liebe zur Biene (neu) zu entfachen. So soll es sein. Danke fürs Kommen!


*Katholischer Deutscher Frauenbund

Mi., 08.05.24 – MonatsBeeTrachtungen Mai (Stammtisch)


Bienenschwarm im WeißdornLogo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 08.05.24 – MonatsBeeTrachtungen Mai  (Stammtisch)

Wann? Mi., 08.05.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu den Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologischelogische Hinweise zu Blühtrachten. Vortragsthema heute sind Findelvölker und ein Erfahrungsaustausch zur Schwarmzeit. Im Anschluss geselliges Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.

Monatsbetrachtungen Mai 2024 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Biene an Pfingstrose (Päonie 'Nosegay') im Bamberger BienengartenPhänologie und Bienen

Das sogenannte „große Blühen“ setzt sich im Mai fort, u. a. mit der Blüte der Rosskastanie, des Weißdorns und eventuell gegen Ende des Monats mit der Blüte der Robinie – alles leckere Trachtpflanzen für unsere Lieblinge. Leckereien am Wegesrand werden zuweilen ebenfalls mitgenommen, beispielsweise von unseren bienenfreundlichen, weil noch staubkranzbesitzenden Pfingstrosen aus dem Bamberger Bienengarten.

Schwarmstimmung kontrollieren

Der Zeitraum von Mitte April bis zur Sommer-Sonnwende im Juni steht ganz im Zeichen der Schwarmkontrolle. Die Völker befinden sich in der Aufwärtsentwicklung. Das große Angebot an Nektar und Pollen nutzen die Bienen für ihr Wachstum.

Mehr Bienen bedeutet, dass mehr Brut aufgezogen werden kann. Ein wachsendes Brutnest hat wiederum mehr Bienen zur Folge – und so fort. Die Volksstärke nimmt rasant zu. Neben Alter und genetischer Veranlagung der Königin, der Witterung sowie des Trachtverlaufs ist also die Volksgröße der wesentliche Faktor für die Auslösung einer Schwarmstimmung. Daher werden im Wochenrhythmus alle Völker daraufhin kontrolliert, ob sie sich bereits auf das Schwärmen vorbereiten. Im Fall der Fälle werden alle angepflegten Weiselzellen ausgebrochen. Aber natürlich nur, wenn ihr sicher seid, dass eine Königin im Haus ist.

Drohnenbrut schneiden zur VarroaprophylaxeDrohnenrahmen ausschneiden

Gleichzeitig mit der Schwarmkontrolle wird auch der Drohnenrahmen geprüft. Wenn ein Großteil der Zellen bereits verdeckelt ist, wird die Wabe ausgeschnitten. Einerseits dient dies dazu, den Varroadruck zu mildern1 und andererseits der Gewinnung von unbelastetem Bienenwachs. Teilweise werden die Drohnenwaben an die Wildtierhilfe zum Aufpäppeln von Nestfallern weitergegeben.

Völker vermehren

Der Mai ist eine gute Zeit für die Vermehrung der Völker mittels Ableger. Entweder durch Bildung von Sammelbrutableger oder – etwas einfacher – durch Ein- oder Zweiwabenableger. Als zeitlicher Anhaltspunkt für den Start der Ablegerbildung kann die Verdeckelung der ersten Drohnenwabe herangezogen werden.

Honigräume erweitern

Richtiger Zeitpunkt?

Spätestens, wenn die Randwaben im ersten Honigraum Wachswaben ausgebaut werden, ist der Zeitpunkt gekommen, um den zweiten Honigraum aufzusetzen. Also nicht erst, wenn die Honigwaben bereits verdeckelt sind. Entscheidend ist die Lagerkapazität. Die Bienen brauchen zum Umarbeiten und Zwischenlagern des wasserreichen Nektars genügend Platz.

Welche Waben?

Hier gilt das gleiche, wie bereits für den ersten Honigraum in den Monatsbetrachtungen April ausgeführt wurde.

Aufsetzen oder Zwischenschieben?

Einen weiteren Honigraum grundsätzlich immer oben aufzusetzen. Beim Zwischenschieben besteht die Gefahr, dass die Bienen die Waben, welche nach oben gesetzt wurden, vernachlässigen. Die Folge wäre, dass dort noch nicht vollständig ausgereifter Honig zu feucht bleibt. Zudem wird durch das konsequente Obenaufsetzen des Honigraumes das Volk in die Länge bzw. Höhe gezogen, was einer Schwarmstimmung vorbeugt.

Erste Honigernte

Grundsätzlich bieten wir unseren Bamberger Lagenhonig als Ganzjahreshonig an. Wir schleudern nur einmal im Jahr (Juli). Ausnahmen machen wir, falls in der Nähe der Bienenstände ausgedehnte Rapsfelder blühen. Rapshonig enthält sehr viel Traubenzucker, der gerne bereits in der Wabe auskristallisiert. Damit wir den Honig noch ausschleudern können, heißt es also, gleich nach Trachtschluss der Rapsblüte zu ernten.
Lage "Buger Wiesen"

 

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Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.

  • Mi. 07.05.23, ab 17.00 – 18.00 Uhr
    – Außerordentliche FKBB-Mitgliederversammlung
  • Mi. 08.05.23, ab 19.00 Uhr
    – MonatsBeeTrachtungen Mai (mit Stammtisch)
  • So., 19.05.23, 14.00 – 17.00 Uhr
    – BIWa-Sonntagsöffnung

Schöne Maitage für euch ohne schwärmende Bienen 😉


1 Odemer, Richard; Odemer, Franziska, Liebig, Gerhard; de Craigher, Doris (2022): Temporal increase of Varroa mites in trap frames used for drone brood removal during the honey bee season. In: Journal of Applied Entomology, Vol. 146, Issue 9, Nov. 2022, S. 1207-1211. https://doi.org/10.1111/jen.13046 (Letzter Zugriff 30.4.2024).

Mi., 10.04.24 – MonatsBeeTrachtungen April (mit Stammtisch)

Biene an Kirschblüte (Sauerkirsche9Logo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 10.04.24 – MonatsBeeTrachtungen April (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 10.04.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu den Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Im Kurzvortrag ab 19 Uhr informiert Ilona Munique über nützliche Natur-Apps zu Flora und Fauna und lädt zum Austausch über weitere beliebte Apps aus. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.

Impressionen zur Saisoneröffnung der Bienen-InfoWabe 2024

Unterstützt von meinem Onkel legten wir zum Saisonstart der Bienen-InfoWabe (BIWa) letzte Hand an, und sobald der Osterstrauß geschmückt und unsere Mägen gestärkt waren, freuten wir uns über unsere zahlreichen Gäste am Ostersonntagnachmittag. Darunter unsere Bienenpatin Michaela Then sowie Imkerkolleginnen und -kollegen und etliche Nachbarn aus dem ERBA-Gebiet, die unser vorheriges emsiges Treiben bereits gespannt beobachtet hatten und sich mit uns freuten, dass es endlich wieder losgeht an der BIWa.

Die jungen Besucher stachen Osterschmuck aus Waben aus, nachdem die Familien einen Crashkurs zum Thema Bienen und Bestäubung, Honig und Imkerei erhalten hatten.

 

 

Im Bienengarten wurden die botanischen Pflanzschilder und die Infotafeln studiert und sich Anregungen für den eigenen Garten geholt. Auch der Osterbrunnen erhielt viel Zuspruch, ebenso die Puzzlebeute. Doch vor allem wurde gechillt, geplaudert und der Osterfrieden genossen! Saisonstart der Bienen-InfoWabe am Ostersonntag 2024 / Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de und FKBB e. V.

 

Wer uns heuer besuchen kommen will, hat jeden 3. Sonntag im Monat Gelegenheit, also am 21.04. | 19.05  | 16.06. mit Lavendel- und Honigmesse | 21.07. mit öffentlicher Honigernte | 18.08. | 15.09. als Saisonabschlussfeier mit Preisvergabe BBU.

… und der Bamberger Bienengarten am Bienenweg 1 ist ohnehin jederzeit zugänglich. Den Bamberger Lagenhonig gibt’s immer dann, wenn wir vor Ort sind. Da der Garten gepflegt werden will, ist das durchaus wöchentlich der Fall. Ihr könnt uns auch vorher anrufen und wir machen gerne einen Termin mit euch aus. Wir sehen uns!

Monatsbetrachtungen April 2024 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Kirschblüte mit Signalfunktion

Biene an SauerkirscheSignalfunktion in der Betreuung der Bienenvölker stellt im April der Beginn der Süßkirschblüte dar. Mit ihr ist die Phase der sogenannten Durchlenzung der Völker beendet und die Blüte kündigt den Beginn der Massentracht an.

Durchlenzung nennt man in der Imkersprache den Zeitraum zwischen dem Ende der Winterruhe der Bienen und dem Beginn der Obstblüte. Dabei findet ein Generationenwechsel im Volk statt. Die Winterbienen werden durch Jungbienen ersetzt und die Volksstärke nimmt rapide zu.

Neben der Süßkirsche sind im Erstfrühling Löwenzahn, Schlehe, Spitzahorn, Johannis- und Stachelbeere sowie Winterraps als Trachtpflanzen von großer Bedeutung.

Starke Völker mit jungen Bienen und Massentracht bedeuten für uns Imker/innen: Honigräume aufzusetzen! Dazu gleich mehr.

Futterausgleich

Wabenkontrolle / Futterkontrolle SchiffbauplatzbienenEnde März bis Anfang April nehmen wir, sofern nötig, einen Futterausgleich vor. Unterversorgte Völker erhalten (volle) Waben aus den Nachbarvölkern. Falls eines eurer Völker nur noch über eine einzige Futterwabe verfügt, gebt ihr überschüssige Futterwaben aus gut versorgen Völkern an sie ab. Doch was ist „gut versorgt“?

Biene an Kornelkirsche (Cornus mas)Mehr als drei Futterwaben braucht es um diese Jahreszeit nicht mehr, denn die Bienen sollten jetzt (noch oder schon) Nektar von Kornelkirsche, Weide, Hasel, Schlehen, Pestwurz, Winterling, Vogelkirsche, Silberahorn und später auch Löwenzahn eintragen.

Futterteigpäckchen aufgelegt beim NotfütternDa wir im Herbst jedoch reichlich einfüttern, sind  Völker, die nur noch wenig Futter haben, die absolute Ausnahme. Doch heuer kam dies vereinzelt tatsächlich vor, denn durch den warmer Winter mit frühem Brutbeginn verbrauchten manche Völker mehr Vorräte. Ansonsten werden überschüssige Waben kühl und trocken eingelagert und für die kommende Ablegerbildung verwendet. So schaffen wir außerdem Platz für weitere Brut.

Alte Futterwabe entfernenDie entnommenen Waben werden durch ausgebaute (leere) Waben, falls vorhanden, oder Mittelwandrähmchen ersetzt. Auf keinen Fall jedoch in das Brutnest, sondern mit Kontakt zu den Rändern des Brutnests gehängt. Auf diese Weise werden sie schnell in das Brutnest integriert und bestiftet. Gegebenenfalls die noch vollen Futterwaben an den Rand schieben.

Honigraum aufsetzen

Wann?

Bienenpatenvolk von Ruth VollmarJe nach Standort und Witterung sowie je nach Volkszustand soll spätestens bis zur Blüte der Süßkirsche der erste Honigraum aufgesetzt werden.

Generell gilt es, den Honigraum eher früher als später aufzusetzen. Wird der Honigraum zu spät gegeben, lagern die Bienen die Frühtracht im Brutraum ein. Dabei entsteht über dem Brutnest eine dicke Futterkappe, die von den Bienen als Barriere angesehen wird. In der Folge wird der Honigraum nur sehr zögerlich oder auch gar nicht angenommen. Außerdem wird die Königin durch die Honigeinlagerung in ihrer Eilage eingeengt und damit die Schwarmstimmung gefördert.

VOLKSZUSTAND?

Bei einer Stärke von rund 12.000 Bienen ist ein Volk „reif“ für den Honigraum. Das entspricht in etwa 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben.

Darüber hinaus sollte das Volk mindestens 3 Waben mit verdeckelter Brut aufweisen. Die geschlüpften Bienen füllen sodann ein komplette Zarge Zander.

WELCHE WABEN?

Der Honigraum wird im Kern mit mindestens 3 bis 4 hellen, ausgebauten Waben bestückt, sofern vorhanden. Rechts und links davon mit Mittelwandrähmchen auffüllen. Falsch ist es, ausgebaute Waben und Mittelwandrähmchen im Wechsel einzuhängen. Denn die Mittelwände werden nicht vollständig ausgebaut und die bereits ausgebauten Waben zu Dickwaben ausgezogen.

Ausgebaute WabeBei den ausgebauten Waben unbedingt auf die Hygiene achten! Braune, bereits einmal bebrütete Waben haben im Honigraum nichts verloren. Keine angärigen oder Blasen werfende Waben verwenden. Mit diesen bringt man Hefezellen ein, die sich im Volk verbreiten und somit für die neue Ernte eine Gefahr der Gärung mit sich bringen. Um dies zu verhindern, lassen wir nach der Ernte die ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen sauber ausschlecken.

In mancher – meist älterer – Literatur findet sich die Empfehlung, Brutwaben (möglichst mit noch offener Brut) in den Honigraum zu hängen, damit die Bienen den Honigraum besser annehmen. Dies sollte man jedoch aus Gründen der Hygiene (siehe oben) unterlassen. Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht, ist, dass die hochgehängten Brutwaben noch einen Futterkranz aufweisen, der sehr wahrscheinlich Winterfutter enthält. Dieses wollen wir nicht in die neue Ernte einbringen.

VorgehensWeise?

Der Honigraum wird bei uns grundsätzlich über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Gitter hindert die Königin an einer Eilage im Honigraum. Damit erreichen wir eine strikte Trennung der Bienenbrut von den für die Ernte bestimmten Honigwaben.

Einsetzen des DrohnenrahmensDrohnenrahmen einsetzen

Zeitgleich mit dem Aufsetzen des Honigraumes setzen wir den Drohnenrahmen, auch Baurahmen genannt, zur biotechnischen Varroaprophylaxe ein. Drohnenrahmen sind leere Rähmchen ohne Mittelwände.

Dazu entnehmen wir aus dem oberen Brutraum eine Randwabe mit Futter und schaffen somit Platz für den Drohnenrahmen. Der Drohnenrahmen wird anschließend im oberen Brutraum an der Position 2 oder 9 eingesetzt. Die Position 3 wird hin und wieder ebenfalls empfohlen, hat sich bei uns jedoch nicht bewährt.

Schwarmstimmung kontrollieren

Durch den frühen Brutbeginn im Jahr zusammen mit der schon weit fortgeschrittenen phänologischen Entwicklung der Natur ist es möglich, dass stark ausgewinterte Völker bereits ab Mitte April in Schwarmstimmung kommen.  Also rechtzeitig Völker kontrollieren, ob sie sich schon auf das Schwärmen vorbereiten.

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Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.

 


Perfekte Frühlingstage für euch und eure Bienen!


 

Beim Bienengartenputzen nach der Natur gehen

Frühjahrsputz im Bamberger BienengartenFrühjahrsputz im Bamberger BienengartenHingebungsvoll knieten sich Gabi Kellermann und Nikolaus Hofmann im frühen März in die Schaubeete des Bamberger Bienengartens, um sie für das Frühjahr aufzuhübschen. Dem Fotografen Reinhold schenkten sie kaum einen Blick, so emsig waren sie zugangen. Nachdem bereits die Zeigerpflanze „Forsythie“ blühte, verpasste ich am Wochenende des 9. März den Rosen einen kräftigen Rückschnitt. Vorsichtshalber jedoch gab ich ihnen nochmals schützende Zweige bei. Krankheitsbedingt waren für mich heuer keine größeren Kraftakte drin. Doch glücklicherweise standen uns Bienenfreunde zur Seite. Herzlichen Dank euch!

Frühjahrsputz im Bamberger BienengartenIn den Medien indes hieß es, es wäre noch zu früh im Jahr, um mit dem Frühjahrsputz zu beginnen. Ich richte mich allerdings nach der Phase des abnehmenden Mondes, in welchem sich das Beikraut am leichtesten entfernen lässt, denn die Erde „lässt los“, bevor sie bei zunehmenden Mond wieder „einatmet“. Die nächste passende Phase beginnt erst wieder am 26.03., also kurz vor unserer Saisoneröffnung der Bienen-InfoWabe am Ostersonntag. Das ist mir zu spät, und da möchte ja schon der Osterbrunnen geschmückt und bepflanzt sein. Zudem bleibt das Wetter in der langfristigen Vorschau mild und erreicht auch nachts nur knapp die Frostgrenze.

Die Natur – inklusive unserer fleißig Pollen sammelnden Bienen – ist heuer volle zwei Wochen früher dran als im Durchschnitt, auch die Störche sind früher zurück als sonst. Also warum nicht nach der Natur gehen?!

Biene an Kornelkirsche (Cornus mas)

Doch soll gerne jede/r machen, wie er es für richtig hält. Wir jedenfalls werden nächste Woche bei zunehmenden Mond ein paar bunte Blümchen pflanzen und vielleicht sogar schon die Bänke herausstellen. Leider sind mittlerweile Brüche im Holz zu verzeichnen und wir kommen um eine Neuanschaffung nicht herum. Wer für das gemütliche Sitzen und Bienen beobachten etwas spenden möchte, sehr gerne!

Mi., 13.03.24 – MonatsBeeTrachtungen März (mit Stammtisch)

Biene an Salweide, Hainpark BambergLogo für alle Schwerpunktthemen (= Bienen, Honig, Imkerei, Natur) der Bienen-InfoWabeMi., 13.03.24 – MonatsBeeTrachtungen März (mit Stammtisch)

Wann? Mi., 13.03.24 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Schwerpunktthema ist in diesem Monat eine Rückschau auf das Imkerforum in Veitshöchheim mit einem Vortrag auf die Auswirkungen des Klimawandels auf die Imkerei. Im Anschluss Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.


Monatsbetrachtungen März 2024 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Phänologie und Bienen: Startschuss Salweide

Honigbiene an Salweide (Salix caprea) i im Hainpark Bamberg, Hollergraben

Die Zeigerpflanze für die Betreuung der Bienenvölker im März stellt die Blüte der Salweide dar. Zu diesem Zeitpunkt brüten die Völker bereits stark. Der Übergang von den Winterbienen zu den Sommerbienen nimmt jetzt volle Fahrt auf. Für die Imker/innen bedeutet das, die Mäusegitter zu entfernen und die auf einer Zarge überwinterten Völker mit einer zweiten Brutzarge zu erweitern.

Vereinzelt haben wir bereits blühende Weidenkätzchen gesichtet. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert am 29.2. den Blühbeginn der Salweide in Deutschland für den 3. März.

Auffällig im Landschaftsbild sind die männlichen Weidenkätzen. Sie liefern den Bienen reichlich Pollen zur Aufzucht von Jungbienen. Die relativ unscheinbar erscheinenden Blüten der weiblichen Salweide versorgen die Völkern hingegen mit reichlich Nektar.

Futterkontrolle

Im März sind immer wieder Kälteeinbrüche zu erwarten. Daher bitte darauf achten, dass die Völker mindestens fünf bis sieben Kilogramm Futtervorräte besitzen. Denn mit zunehmender Bruttätigkeit benötigen die Völker entsprechen mehr Futter. Besonders in diesem Jahr mit seinem warmen Winter verbrauchten einige unserer Völker mehr Vorräte als üblich.

Nachfüttern

Aufkratzen der verdeckelten FutteraltwabeBeste Methode zum Nachfüttern ist, eine Futterwabe an den Rand des Bienensitzes zu geben. Entweder hat man noch eine Futterwabe vorrätig, oder man entnimmt Völkern mit überschüssigen Vorräten eine Futterwabe. Bitte nur Futterwaben von eigenen Völkern verwenden, um eine Übertragung von Faulbrut zu vermeiden.

Zweitbeste Möglichkeit besteht in der Gabe von Flüssigfutter und zusätzlichen Futterteig. Sofern die Bienen noch in der Traube sitzen, Flüssigfutter von unten mittels Schale im hohen Boden reichen (siehe Beschreibung Notfüttern, Monatsbetrachtung Februar 2024). Bei anhaltendem Flugwetter besteht bei dieser Variante jedoch die Gefahr einer Räuberei. Es ist dann besser, mit einer Futtertasche zu füttern, die direkt neben den Bienensitz gehängt wird. In beiden Fällen für eine ausreichende Aufstiegshilfe mittels Stroh oder Äste sorgen.

Als Flüssigfutter eignet sich eine Zuckerlösung 3:2 (Verhältnis Wasser zu Zucker) oder Futtersirup. Zusätzlich kann Futterteig direkt über den Bienensitz aufgelegt werden. Generell hat Futterteig allerdings den Nachteil, dass die Bienen zu seiner Aufnahme Wasser benötigen, das sie erst mühsam eintragen müssen.

Mäusegitter entfernen

Entfernen des MäusegittersFrühlingshafte Temperaturen im März lassen die Mäusegitter überflüssig werden. Bei Tagestemperaturen über 10 °C gehen die Bienen aus der Wintertraube. Sie können sich jetzt gegen Eindringlinge selbst wehren. Daher entfernen wir zur Salweidenblüte bei allen Völkern die Mäusegitter.  Das Flugloch bleibt geöffnet und wird nicht mit einem Fluglochkeil eingeengt. Das gilt auch für die im letzten Jahr gebildeten Jungvölker. Jetzt tragen die Bienen reichlich Pollen ein. Lässt man das Gitter am Flugloch, wirkt es wie eine Pollenfalle. Beim Durchschlüpfen verlieren sie ihre mühsam gesammelten Pollenhöschen.

Mit zweiter Brutzarge erweitern

Jungvölkern, die wir in einer Zarge (Zander-Vollzarge) überwinterten, setzen wir zur Salweidenblüte einen zweiten Brutraum auf. Die Erweiterungszarge bestücken wir mit hellen, ausgebauten Waben. Diese entstammen aus den Honigräumen des letzten Jahres. Falls keine ausgebauten Waben vorhanden sind, erweitern wir nur mit Mittelwandrähmchen. Bei gemischter Verwendung von Mittelwandrähmchen und ausgebauten Waben werden letztere zentral, also in die Mitte der Zarge eingehängt.

Gesundheitszeugnis beantragen

Sollen Völker gekauft oder verkauft und sie deshalb an einen anderen Stand gebracht werden, bitte rechtzeitig an ein Gesundheitszeugnis denken (Vorschrift laut Bienenseuchen-Verordnung, BienSeuchV). Das Zeugnis bescheinigt, dass die Bienenvölker eines Standes nicht in einem Faulbrutsperrbezirk stehen und frei von der Amerikanischen Faulbrut sind, daher auch die Bezeichnung Seuchenfreiheitsbescheinigung. Näheres erfahrt ihr in unserem Blogartikel „Rund um das veterinäramtliche Gesundheitszeugnis / Amtstierärztliche Bescheinigung in Sachen AFB in Bamberg und Region“..

Termine & Fortbildungen

Wunderschöne Erstfrühlingstage euch und euren Bienen!