Auftakt zur Honigernte 2017 in den Buger Wiesen

Bienenpaten Hans und Anne ZirkelIlona zieht Honigwabe aus Volk von Bienenpatin Elisabeth BurgerLos geht’s mit der Ernte des Bamberger Lagenhonigs! Wie immer – es sei denn, es wurde Raps eingetragen – ernten wir nur 1x im Jahr, und zwar ab Mitte bis Ende Juli. Diesmal, am 16.07., waren unsere Bienenpaten Anne und Hans Zirkel mit dabei.

Bienenpate Hans Zirkel mit ImkerhutIndirekt dabei waren auch Michael Alt (München) und Elisabeth Burger (herzallerliebste SchwieMu aus Augsburg), Sabine Gründler (Gärtnerei Böhmerwiese), Ina Kudlich (Mokka macan) und Felicitas „Fee“ Sauer (Feegan). Denn sie sind die Bienenpaten unserer Völker im Süden Bambergs. Vielen Dank an dieser Stelle euch allen für eure Beiträge!

Vorteile der Ganzjahresernte

Reinhold zeigt den Bienenpaten Anne und Hans Zirkel eine HonigwabeDiese im wahrsten Sinne des Wortes einmalige Ernte hat mehrere Vorteile. Erstens geschmackliche Vielfalt, da der Trachteintrag von der Obstblüte des Frühjahrs bis zur Lindenblüte des Sommers in den Waben ruht. Heuer scheint auch noch ein wenig Waldhoniganteil dabei zu sein, da der Buger-Wiesen-Honig eher dunkel daher kommt. Zweiter Vorteil: Wir haben nur einmal den Aufwand des Herrichtens und Saubermachens, was für Berufstätige, die sich zum Imkern Urlaub nehmen müssen, durchaus Charme hat.

Unterschiede in der Bienenflucht

Reinhold erläutert die Funktionsweise einer BienenfluchtEinen Tag vor der Ernte legen wir eine Bienenflucht ein. Sie sorgt dafür, dass sich zum Erntezeitpunkt nur noch wenige Bienen im Honigraum befinden. Somit müssen weniger Bienen abgekehrt werden. Die Bienenflucht wirkt nach dem Prinzip der Einbahnstraße: Die Bienen aus dem Honigraum können (und wollen) über ein Auslassöffnung an der Oberseite des Fluchtbretts zum darunter liegenden Brutraum gelangen, weil sie den Kontakt zur Königin suchen oder auch einfach mal, um rauszufliegen für ihr Geschäftchen. Am Zurückkehren hindert sie die konisch zulaufende schmalere Öffnung an der Unterseite des Bretts.

Entfernen der Bienenflucht am Volk Felicitas "Fee" SauerDas Prinzip ist einfach. Doch gibt es bei den Fluchten durchaus Unterschiede. Wir hatten mangels des bisher gewohnten Modells einmal ein anderes gekauft. Dieses hat eine raumeinnehmendere Öffnung mit vielen Löchern, die für den Duftlockstoff der Königin gedacht sind. Das funktioniert zwar gut, doch „klebten“ hier ziemlich viele Bienen dran, die wir letztendlich abstreifen mussten. Mit einer kleineren Lochvorrichtung fahren wir besser, so unser Fazit.

Honigertrag und Honigpreis

Geerntete Honigwaben im lebensmittelechten PlastikwannenDer Ertrag war eher mäßig, doch der Wassergehalt lag dafür mit durchschnittlich 17% sehr niedrig. Das ist gut so, denn je weniger Wassergehalt, desto haltbarer ist der Honig. Herausgeschmeckt haben wir ein weiches, balsamisches, vanilliges und mirabelliges Aroma bei kaum wahrnehmbarer Säure, eine sehr harmonische Reife mit lang anhaltendem, fruchtig-kräftigem Abgang. Extrem gut!

Unsere Bienenpaten erhalten pro Patenjahr 4 Gläser zu 250g und 10% Rabatt auf alle übrigen Bestellungen. Ansonsten kostet das Honigglas zu 250g € 4,70 und zu 500g € 7,20. Um eine moderate Preiserhöhung in Anbetracht der wetterbedingt geringeren Mengen sowie unserem geplanten Maschinenzukauf zur qualitätsgesicherten Wachsumarbeitung kommen wir nicht herum.

Möchten Sie bei einer Honigernte dabei sein? Dann erhalten Sie am So., 23.07. auf der Erba-Insel Gelegenheit dazu. Treffpunkt ist um 16 Uhr in der Bienen-InfoWabe. Das Verarbeiten (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) ist für Mo., 24.07. vorgesehen. Info hier. Zu Letzterem bitte um Anmeldung.

Fotogalerie

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (4): Wachs

Fachberater Johann Fischer demonstriert WacherstellungWachs ausschwitzen können Bienen nach dem 10.-12. Lebenstag, aber auch ältere Lebensalter verfügen über diese Möglichkeit, sofern akuter Bedarf besteht, so Johann Fischer, Fachberater für Bienenzucht in  Schwaben auf dem Veitshöchheimer Imkertag. Die gelbe Farbe erhält das Wachs durch Pollenöl, Kitt und Fett. Insgesamt weist Bienenwachs über 300 Bestandteile auf. Lediglich vier davon haben einen Anteil von mehr als 5%. Ob es in dabei Unterschiede zwischen den Bienenrassen gibt, ist noch nicht erforscht.

Bienenwachs ist der erste Behälter für unseren Honig. Fettlösliche Substanzen wandern in den Honig, wenn das Wachs mit Schadstoffen gesättigt ist und bilden dort Rückstände.

Vortrag Johann Fischer zu WachsBesonders hohe Rückstände laut den Analysen des Bienengesundheitsdienstes sind beispielsweise die Varroazide Coumaphos (Handelsname „Perizin“) und Thymol sowie das Pflanzenschutzmittel Fluvalinat (Apistan®). Daneben finden sich Rückstände von Brompropylat (ein Akarizid und Varroazid, früher verwendet als Streifen unter dem Handelsnamen „Folbex VA“), Paradichlorbenzol (früher als WC-Steine und als Mottenkugeln verwendet), das Fungizid Boscalid (z. B. für Rapsspritzungen) und das Insektizid Labda-Cyhalothrin. Einige daraus sind bereits nicht mehr in Deutschland bzw. der EU zulässig.

Neben dem möglichen Eingang in den Honig sind diese Schadstoffe brutgefährdend.

Was ist reines Wachs?

Eine gute Frage. Denn man höre und staune – es gibt keine gesetzlichen Regelungen. Die Definition von „rein“ legt jeder für sich aus. Ist es unverfälscht, rückstandsfrei, gereinigt oder garantiert rein?

Die Pharma-Industrie (1), die Lebensmittelindustrie (2) und die Kerzenhersteller (3) bedienen sich zwar bestimmter Prüfmethoden und Tests, beispielsweise den Test auf Paraffin und Glycerol (1) oder Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber (2) oder die Gesamtkohlenwasserstoffmenge von maximal 18% (3). Doch das ist je nach dem irrelevant. Nicht nur seit dem letzten Wachspanschskandal, der nicht der erste und letzte seiner Art sein dürfte, ist ein eigener Wachskreislauf geboten. Wir hatten hierzu bereits ausführlich geschrieben.

Folie im Vortrag von Johann Fischer zu Untersuchungsstellen für WachsrückständeFischer empfiehlt:

  • Wachsumarbeiter ihres Vertrauens aufsuchen
  • Je nach Verfahren ab ca. 20 Kilo möglich, Kosten ca. € 4 pro Kilo
  • Restmenge erhält man zurück. Wenn nicht, ist was faul
  • Stellen Sie Rückstellproben sicher und sagen sie das am besten auch
  • Um Rückstände bei Verdacht untersuchen zu lassen, gibt es verschiedene Stellen, siehe Folie

Halbautomatische Walzanlagen (Mittelwandpresse) (hier der Marktführer Rietsche) sind nicht unbedingt billig und kosen ca. 5-7.000 Euro. Daher wäre es eine gute Idee, andere Imker mit einzubeziehen, so wie in Schwaben geschehen. Mittlerweile hat sich der Kauf amortisiert und es gibt sogar ein kleines „Zubrot“ aus dem Betrieb.

Solange tun es auch Prägeflächen aus Silikonformen, die mit Kartoffelstärkewasser oder Spülmittel bestrichen werden, damit sich das Wachs gut ablösen lässt. Wassergekühlte Mittelwandgießformen sind für € 700-800 zu haben, luftgekühlte für € 500-600. Aus ersteren erhält man in der Stunde ca. 60-70, aus letzterer ca. 40-60 Mittelwände.

Auch wir rüsten derzeit um auf eine eigene Wachsstraße. Der Wachsklärbehälter ist bereits gekauft. Die verschiedenen Möglichkeiten, Mittelwandrähmchen herzustellen, die uns im Vortrag gezeigt wurden, werden wir auf Machbarkeit hin überprüfen. Denn sehr gerne würden wir das auch für Bamberg anbieten, doch fehlt uns definitiv der Wirtschaftsraum dafür. Wer also was weiß …

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (1): Fundstücke im Gelände

Ilona am Veitshöchheimer Imkertag am 09.07.2017 Auf fünf Teile ist unsere Berichtsreihe zum Veitshöchheimer Imkertag 2017 am 09.07.2017 angelegt. Schließlich sind wir das denjenigen schuldig, die wegen unserer Fortbildungsreise eventuell an der Bienen-infoWabe vor verschlossener Türe standen.

Folgende Vorträge werden in laufender Folge von uns beschrieben:

  • BeeWarned – Vespa Velutina und dem kleinen Beutenkäfer auf der Spur (Dr. Nicole Höcherl)
  • Bienenweide für Beet und Balkon (Dr. Ingrid Illies)
  • Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie? (Johann Fischer)
  • Aktuelles zur Varroa (Dr. Stefan Berg)

Was wir auf dem – wie so oft brütendheißen – Freigelände und an den Informationsständen in Foyer und Sebastian-Englerth-Saal vorfanden und näher beäugten, ist hingegen heutiger Beitragsgegenstand.

Imkermarkt mit verschiedenen Imkereibedarfshändlern

Imkermarkt, Stand Gärtnerei Immengarten JaeschWieder mit dabei: Immengärtnerei Bernhard Jaesch, der zahlreiche für (Wild-)Bienen interessante Pflanzen bereit hielt. Doch da wir unseren Bamberger Bienengarten so ziemlich fertig haben unter Einschaltung hiesiger Gärtnereien, enthielten wir uns heuer des Kaufs. Beim nächsten Mal füllen wir dann etwaige Lücken auf, denn die Auswahl ist schon etwas besonderes. Seine Listen liegen übrigens bei uns in der Bienen-InfoWabe aus – einfach anfragen.

Uns zog’s in die etwas kühleren Innenräume. Folge Sie uns.

Wildlebensraumberatung in Bayern

Am Infostand Wildbienenlebensraumberatung berichtete uns die für Unterfranken zuständige Beraterin, Anne Wischemann aus dem Fachzentrum für Agrarökologie in Karlstadt, über die Aufgabengebiete des von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft regional eingerichteten Beratungsdienstes.

Die Beratungsleistung bestand heute für uns darin, dass wir vom Institut für Biodiversitätsinformation e. V. (IfBI) aus Ebern erfuhren, die z. B. Lebensräume für Wildbienen aufsuchen und über einen längeren Zeitraum beobachten möchten. Da könnte man doch glatt zu uns in den Bienenweg 1 nach Bamberg kommen und unsere neu angesäte Bienenblühwiese observieren. Netzwerken also ist eine der Hauptaufgaben, und da lässt sich sicherlich gut andocken, denn das ist ja auch eine der unsrigen selbstgestellten Aufgabe.

Schau-Bienenweiden auf dem Versuchsgelände der LWG VeitshöchheimPassend dazu auch unser Gang zu den Bienenblühweiden, die uns immer wieder mit ihrer Vielfalt erfreuen. Nun haben wir inzwischen ebenfalls eine Blühwiese an der Bienen-InfoWabe, doch die Überlegungen dazu gingen vor einigen Jahren von hier aus.

Kleine Biene ganz groß – Die Honigbiene unter der Lupe

Mikroskopieaufbau im Saal der LWGUnter neuesten Mikroskopiergeräten (Bresser Science ETD 101 binokular 2-D-01-1 Nimax) konnten verschiedene Bienenbestandteile genauesten betrachtet werden. Pro Gerät waren heweils ein Präparat mit z. B. Kopf, Beine oder Stachel der Biene sowie eine Varroamilbe von oben und unten studierbar. Erklärungen gaben die daneben liegenden Detailzeichnungen. Toll gemacht!

Auch wir haben einige Mikroskope in der Bienen-InfoWabe, die natürlich längst nicht in dieser Kategorie mitspielen können. Dennoch – die Neugier zu wecken, den winzigen Tierchen ihre Geheimnisse zu entreißen vermögen sie ebenso.

Bienengesundheitsdienst

Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstIn unserem Blog oft erwähnt und im Jahresprogramm 2016 bereits zu Gast: Dr. Andreas Schierling am Stand seines Bienengesundheitsdienstes (Tiergesundheitsdienst) aus Grub.

Plakat am Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstVerschiedene Präparate, ein ausführliches Poster sowie ein Ständer mit zahlreichen Merkblättern und Antragsformularen sowie natürlich eine kompetente Beratung erwartete die Besucher. Übrigens sind seit 2018 auch Wachsanalysen kostenfrei möglich. Einen Satz dieser Anträge finden Sie auch bei uns in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen.

Zu diesem Thema mehr im Vortrag von Johann Fischer: Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie?“ in der dritten Folge unserer Blogberichtsreihe.

Masterarbeiten

Masterarbeit zur WildbienenfaunaÜber die Auswirkungen von „Hyperthermie auf das Verhalten von Arbeiterinnen (Apis mellifera)“ und zu „Beobachtungen und Untersuchungen der Bienen/Wildbienenfauna bei Beet- und Balkonpflanzen“ informierten großflächige Plakate, jeweils mit persönlichen Ansprechpartnern aus der Justus-Liebig-Universität Würzburg (Arne Kablau) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Franz Härtl). Diese stellten ihre Masterarbeit vor und gaben bereitwillig Auskunft.

Masterarbeit zur HypothermieEin (vorläufiges) Ergebnis daraus: Die Behandlung hat Auswirkungen auf die Brut. Die auch mit Objekten vorgestellte Untersuchungsmethode zeigt die Sensitivität bei verschiedenen Zuckergaben auf. Außerdem: Die Mortalitätsrate unterschiedlicher Bienenlebensalter (Alterskohoren) war unterschiedlich hoch. Die noch nicht verifizierte Aussage, die Lebensalter wären gekürzt, müssen mit T-Tests erst noch bewiesen werden. Man stünde da in den Startlöchern. Ist aber immer interessant, wer da an was und mit welchen Methoden im Augenblick forscht, so unser Fazit.

Interessant auch alle Vorträge in Veitshöchheim: Bleibt dran!

Honigernte mitten in Bamberg! zur BIWa-Sonntagsöffnung

23.07.17: BIWa-Sonntagsöffnung mit Vortrag

Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeWann?
14.00 – 16.00 Uhr  |  Offenes Haus für alle rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

16.00 – 17.00 Uhr  |  Honigernte mitten in Bamberg! Der Erba-Park-Honig ist reif – lasst ihn uns gemeinsam ernten!

Team von Bienen-leben-in-Bamberg.deWas? Honig wächst nicht in Quetschflaschen, das ist sicher. Doch woher kommt er genau? Wie wird er von den Bienen eingelagert? Blicken Sie uns beim Ernten über die Schulter. Unerschrockene dürfen sogar selbst Hand anlegen. Im Anschluss Honigverkostung mit der Möglichkeit, einen original „Bamberger Lagenhonig“ zu kaufen. Achtung: Bei Starkregen wird ein Vortrag zum selben Thema in der Bienen-InfoWabe angeboten.

Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Referenten: Reinhold Burger & Ilona Munique, Imker, Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de

Möchten Sie außerdem eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen?

Zusatztermin im Rahmen unserer Honigschleudertage 2017

“Wie kommt der Honig ins Glas?”

HonigwabeMo., 24.07.2017   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

 Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.

Für wen?  Interessierte melden sich telefonisch unter T. 0951-3094539 an oder via Doodle-Kalender (plus E-Mail-Benachrichtigung!). Oder am So., 23.07. zur Honigernte im Erba-Park vor Ort.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.

Kosten? (nur für Montag)
€ 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.

China zu Gast in der Bienen-InfoWabe in Bamberg

„Was ist guter Unterricht?“ Dieser Frage ging die deutsch-chinesische Hochschul- und Bildungskooperation in der Lehrerbildung am 12.07.2017 auch in Bamberg nach. Eine sechsköpfige chinesische Delegation war zu Gast in der Bienen-InfoWabe. Sie trägt nun sowohl unsere Schulbienen-Didaktik als auch den Bamberger Lagenhonig zurück in die Provinzregion Zhejiang (ca. eine Bahnstunde südlich von Shanghai).

Gruppenbild vor Bienen-InfoWabeAnlass und Projektpartner

Die Bienen-InfoWabe wurde auf Anfrage der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) unter Projektmanager Janne Leino (Shanghai, gebürtiger Finne, perfekt Deutsch sprechend!) als Beispiel eines außerschulischen Lernraums zur nachhaltigen Umwelterziehung vorgeschlagen. Auf die Idee kam Dr. Yelva Larsen aus der Fakultät Humanwissenschaften an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg anlässlich eines Seminars über Bienen und Didaktik, die wir erst kürzlich für die Lehramtsanwärter/innen der Universität Bamberg angeboten hatten.Gäste vor der SchaufensterbeuteDie chinesischen Abgesandten sollen künftig Multiplikatoren an ihren Schulen sein, welche Partner in einem HSS-Projekt zur Entwicklung der Umwelterziehung an chinesischen Grundschulen sind.

Im Bereich Bildung stehen die Qualifizierung von Lehrkräften, die Entwicklung bedarfsgerechter  Bildungsgänge sowie die bildungspolitische Beratung im Fokus, mit Schwerpunkt berufliche Bildung. Der  Bildungstransfer in strukturschwache Regionen trägt zur Chancengerechtigkeit und zum Abbau regionaler Gefälle bei.¹

Mit der Dolmetscherin an der Seite lief's wie am SchnürchenSo kam es, dass die Lehrkräfte um Prof. Chen Xiaoping aus der Zhejiang International Studies University (ZISU)², unterstützt von zwei Dolmetscherinnen, unserer knapp zweistündigen Vorstellung des Konzepts der Bamberger Schulbiene und seiner Projekte sehr aufmerksam lauschten. Auf deren Input aus der dreitägigen Bildungsreise wird man sicherlich sehr gespannt sein.

Chinesische Delegation im Bamberger Bienengarten vor Kräuter-SchaubeetNatürlich waren auch drei Vertreter/innen der Otto-Friedrich-Universität aus dem Umfeld „Didaktik der Naturwissenschaften“ anwesend. Neben Frau Larsen und Reinhold Link war dies der Institutsleiter Prof. Dr. Jorge Groß, der es sich nicht nehmen ließ, im Vorfeld die später kredenzten Honigbaguettes herzurichten.³

Holzbiene, schlürfend aus MuskatellersalbeiblüteDie süße Belohnung, das Honigwaben-Gewichtraten wie auch die Besichtigungen der Bienen in der Schaufensterbeute und des Bienengartens lockerten die Powerpoint-Präsentation zwischendurch auf. Sogar die größte Biene Europas, die blaue Holzbiene (Xylocopa violacea) war neugierig auf die fernöstlichen Gäste und fand sich am reichlich blühenden Muskatellersalbei ein.

Input der Gastgeber und ihre Ziele

Lehrerin aus der chinesischen Delegation mit ImkerhutZustimmendes Nicken und Gelächter auf die Bemerkung „Wenn’s um Bürokratie geht, sind alle Länder wohl gleich.“ Vorgestellt hatten wir Förderbeispiele aus Bund (Umwelt im Unterricht) und Land Bayern („Imkern an Schulen“ und „Imkern auf Probe“) sowie das Fortbildungsangebot des Vereins Mellifera e. V. („Bienen machen Schule“). Damit auch alle anderen Schulen, Bildungseinrichtungen und Bürger/innen in Bamberg, die keine Förderprogramme nutzen (können), dem Bienenthema etwas abgewinnen können, ist die Bienen-InfoWabe von der Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“ eingerichtet worden, die heute unter der Trägerschaft des Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB) steht.

Dass dieses „grüne Klassenzimmer“ im Erba-Park allein über Spenden und Sponsoring finanziert und durch ehrenamtliche Leistungen lebt, macht sie zu einer unabhängigen und flexibel reagierenden Institution, die keinen Dogmen folgt, sondern sich vielmehr als Informationsdrehscheibe versteht. Die Liebe zu den Bienen zu wecken und aufgeschlossene, verantwortungsbewusste sowie ausreichend informierte Jungimker zu gewinnen ist Selbstverpflichtung, der konsequent nachgegangen wird.

Screenshot aus der Powerpoint zur Stressless-Methode BLIBLehrer der chinesischen Delegation mit Reinhold Burger in der MitteDabei bedienen sich die Protagonisten des Knowhows aus Theorie und Praxis der Imkerei, welches Geograph Reinhold Burger als Bienensachverständiger und Gesundheitswart sowie zukünftiger Tierwirt mit Fachrichtung Bienen bzw. Imkerei (aktualisiert: Bienenwirtschaftsmeister) gerne weitergibt, als auch der bibliothekarischen (sprich: informationsrecherchegerichteten) und pädagogisch ausgeübten Berufsfelder von Ilona Munique, die als Erwachsenenbildnerin um die Möglichkeiten motivierender Lernbegleitung weiß. So wurde zur Verknüpfung von Theorie und Praxis eine Stressless-Methode in vier Stufen entwickelt, mit dem Ziel, Bienenvölker pur, direkt und vor allem angstfrei zu erleben.

Fazit und Dank

Ilona Munique neben Lehrer der chinesischen DelegationWissen vermitteln alleine reicht nicht aus. Ebenso wichtig ist die Grundmotivation hinter dem Lerngeschehen. Sie kann nur persönlich und empathisch ausgeübt werden. Wir hatten den Eindruck gewonnen, dass diese Grundeinstellung die anwesenden Gäste – ob aus China, Deutschland oder Finnland – trefflich einte. Motivatoren benötigen aber zuweilen auch selbst eine Dosis davon. Dass wir sie uns gegenseitig geben konnten, war eines der erfreulichen Nebenziele dieser fachlichen und herzlichen Begegnung.


³ Wir danken der Otto-Friedrich-Universität Bamberg für ihr großes Vertrauen in uns, namentlich:

  • Prof. Dr. Jorge Groß (Direktor des Instituts für Erforschung und Entwicklung fachbezogenen Unterrichts (EE-feU) und Geschäftsführender Leiter Didaktik der Naturwissenschaften)
  • Dr. Yelva Larsen (Wissenschaftliche Mitarbeiterin)
  • Reinhold Link (Lehrbeauftragter Didaktik der Biologie und Chemie mit Schwerpunkt Mittelschule)

¹ Chinas Weg zur nachhaltigen Entwicklung: Bildung und integrierte ländliche Entwicklung sind Schlüsselfaktoren“. In: Blickpunkt China, 3 (2016), Ausg. 2, S. 7.

² Die ZISU ist vom chinesischen Bildungsministerium beauftragt, die praktische Lehrerausbildung weiter zu professionalisieren und hat auf diesem Gebiet eine Vorreiterrolle inne. Die an der ZISU entwickelten und erprobten Konzepte strahlen auf die gesamte Bildungslandschaft der Provinz Zhejiang und darüber hinaus. Dem entsprechend stand in den letzten Jahren die Internationalisierung im Mittelpunkt der Hochschulentwicklung. Quelle: Blickpunkt China, 3 (2016), Ausg. 2, S. 28.

[Aktualisiert: 30.01.2025]

Fotogalerie

Honigschleudertage 2017

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Honigschleudertage 2017

Lernen Sie eine der ältesten und auch heute noch ursprünglichsten Lebensmittelverarbeitungen der Welt kennen. Und so läuft’s ab:

HonigwabeTermin 1: So., 16.07.2017   |  10.00 – ca. 15.00 Uhr
Standort Buger Wiese (Ernte). Treffpunkt Parkplatz gegenüber Buger Hof, Am Regnitzufer 1. Im Anschluss fahren wir zum Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen). Nur nach Anmeldung, s. u.

Termin 2: So., 23.07.2017  |  15.00 – ca. 16.00 Uhr
Standort Erba-Insel (nur Ernte). Treffpunkt an der Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1. Anmeldung wäre für diesen Termin nett, ist jedoch nicht zwingend.

Termin 3: Mo., 24.07.2017   |  17.00 – ca. 19.00 Uhr
Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen der Ernte vom Vortag aus dem Standort Erba-Insel). Bitte melden Sie sich unbedingt telefonisch unter 0951-3094538 bis spätestens 14 Uhr an!

Termin 4: So., 30.07. 2017  |  15.00 – ca. 18.30 Uhr
Standort Weide (Ernte). Treffpunkt Weide 15a im Garten. Im Anschluss Obstmarkt 10 (Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen) mit Abendimbiss

Was?  Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Zu den ganztägigen Terminen erwartet Sie nach der Ernte ein Mittagsimbiss (Termin 4) bzw. Abendimbiss (Termin 5) im Obstmarkt 10 (3. Stock, nicht barrierefrei). Danach wird entdeckelt, geschleudert und abgefüllt.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 250g-Glas ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen.

Es besteht eine Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten. Außerdem erstellen wir eine Weblog-Fotodokumentation zu diesen wunderbaren Erlebnistagen! Da dies Teil unserer Öffentlichkeitsarbeit für das Verständnis über die Bienenwelt ist, wird bei Teilnahmewunsch die Zustimmung zur Fotoveröffentlichung vorausgesetzt.

Für wen?  Interessierte, die sich bis 10.7.2017 telefonisch (T. 0951-3094539) oder via Doodle-Kalender (plus E-Mail-Benachrichtigung!) bei uns anmelden. Siehe auch die Hinweise bei den einzelnen Terminen.

Achtung: Die Plätze sind begrenzt! Es zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Maximal 9 Personen möglich. Bienenpatinnen und -paten genießen Vorrang.

Kosten?
€ 16,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 2 Kinder |  € 12,- pro Erwachsenen | € 6,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos, Bienenpatenanhang 10% ermäßigt.

Bienen ganz nah für den Förderverein der Grundschule Bamberg-Gaustadt

Am Lehrbienenstand, Begegnung mit BienenAnnerose Ackermann besuchte uns vor einiger Zeit in der Bienen-InfoWabe und war sofort angetan von unserem grünen Klassenzimmer auf der Erba-Insel. „Das wäre doch auch was für unsere Gaustadter Schüler!“, meinte die Vorsitzende des Fördervereins Volksschule Gaustadt begeistert und stellte daraufhin den Kontakt zum Kollegium der Grund- und Mittelschule Gaustadt her.

An einem eher für Badeanzüge denn für Imkerkleidung geeigneten heißen Sommertag lernten 8 Schüler/innen zwischen 6 und 10 Jahren sowie zum Teil deren Eltern, begleitet von der Lehrerin Katja Hipelius, die Welt der Bienen kennen. Ein Glück, dass wir grundsätzlich auf die Imkertracht verzichten. Als eine der letzten Gruppen in dieser Saison durften sie sogar direkt aus der Honigwabe am Lehrbienenstand schlecken, was mit Hut bzw. Schleier etwas kompliziert gewesen wäre. Zunächst eher zögerlich, zunehmend jedoch mutiger tauchten sie ihre Fingerchen zwischen den umherkrabbelnden Bienen in das süße Gold. Naturerlebnis pur!

Am Lehrbienenstand, Honig naschen

Rätselraten zum FilmWir freuten uns, dass es allen so viel Spaß gemacht hat. Mit dabei war auch unsere Bienenpatin Felicitias Sauer, die ihre Freunde aus dem Alten Land bei Hamburg mitbrachte. Egal, aus welcher Generation man stammt – die Faszination „Biene“ ist bei allen gleichermaßen spürbar und die Fragen dazu keinem Alter zuzuordnen. Vor den Bienenstöcken sind wir alle nur Menschen, die beeindruckt und respektvoll den wuseligen Treiben zusieht.

Reinhold erklärt BienenstockEinzig die Imker/innen haben eine kleine Sonderstellung. Denn sie können die Stimmung der ihnen anvertrauten Völker einschätzen und im Notfall zum Rückzug blasen. Das war jedoch an diesem 04.07.2017 nicht notwendig, von Gewitterstimmung keine Spur und niemand hatte Bananen dabei. Diese riechen nämlich für Bienen nach einem Alarmpheromon, welches ihre Artgenossen ausströmen, wenn sie zugestochen haben. Es bringt ihre Kolleginnen dazu, sich ebenfalls bereit zu halten für eine Verteidigung des Volkes. Das einzige Kind, welches kürzlich erst eine Banane gegessen hatte, spülte sich vorsorglich den Mund mit Wasser aus und konnte sodann problemlos teilnehmen.

So war es ein erfüllter, abwechslungsreicher Nachmittag, der hoffentlich bei allen lange nachhält. Denn unsere Bienen brauchen Menschen, die sich für sie interessieren, sie schützen, pflegen und vermehren. Dies alles versuchen wir, möglichst vielen in Bamberg nahe zu bringen. 18 Führungen, Unterrichte und Vorträge seit Saisonbeginn im April werden es bis Juli sein, wobei die BIWa-Sonntagsöffnungen noch hinzkommen. Sie werden bis September für die Bevölkerung angeboten. Kleiner Hinweis: Kommender Sonntag fällt aus, wir bilden uns stattdessen auf dem Veitshöchheimer Imkertag fort. Denn die Probleme der Bienen werden leider nicht weniger. Doch dazu sind wir schließlich da.

Danke allen, die uns dabei unterstützen und auch allen, die zu uns in die Bienen-InfoWabe gefunden haben!

Fotogalerie

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

Bienenwoche im Hübscher Hallstadt startet mit Schulbiene und GS Scheßlitz

Elke Fichtner, Frau Kammerer, Reinhold Burger und die Bamberger SchulbieneGroße Themenwoche Bienen im Buch & Medienhaus Hübscher in Hallstadt vom 26.-30.06.2017. Die Bamberger Schulbiene war eingeladen, die Bienenwoche am Montag mit Schulbienenunterricht für zwei Klassen der Kilian-Grundschule Scheßlitz zu eröffnen.

Elke Fichtner begrüßt die 3a der Kilian-Grundschule ScheßlitzBuchändlerin Elke Fichtner hatte nach Einladung an verschiedene Schulen für einen Bienenunterricht die Klassen der Lehrkräfte Petra Deglmann und Lisa Gramß erwählt. 50 Drittlklässler nebst einer Referendarin kamen nun in den Genuss nicht nur von Honig, sondern in der Hauptsache von spannenden Informationen rund um das faszinierende Insekt und seinem wertvollen Nutzen.

Bis zuletzt Interessierte Klasse 3a beim Schulbienenunterricht.Viel zu sehen, riechen, fühlen, schmecken …

Rätselspaß zu den vier häufigsten Hautflüglern: Biene, Wespe, Hummel, HornisseJede Menge Anschauungsmaterial (Fotorähmchen, duftende Mittelwand- und Honigwabe, verschiedene Bienenbehausungen etc.) sowie ein Rätselblatt zu häufig verwechselten Hautflüglern (Biene, Wespe, Hummel, Hornisse) zogen die Kinder in den Bann. Viele Fragen und Wortmeldungen zeigten das hohe Interesse der Schüler/innen und die jeweils 90 Minuten verflogen im Nu.

Schüler der 3a schnuppern an echter HonigwabeDie Bienenwoche im Hübscher

Bamberger Schulbiene mit Künstlerin Christel KellerWer noch mehr erfahren möchte, beispielsweise über den Lebensraum der Biene oder die Imkerei, den erwarten einige weitere Aktionen in der laufenden Bienewoche. Beispielsweise die Gemäldeausstellung von Christel Keller, die Vorführungen der Imker Johann Machinek, Leo Weingärtner und Michaela Hock sowie Mal-, Bastel- und Schminkaktionen.

Market HallstadtFrau Kammerer und Frau Fichtner überreichten uns als Dankeschön das neu herausgekommene Buch „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde sowie eine Spende über 250 Euro, worüber wir uns sehr gefreut hatten.

Vielen Dank auch für die – sicher nicht ganz unaufwändige! – Organisation an Frau Kammerer, inklusive Shuttleservice ins Market Hallstadt durch Frau Fichtner, die uns sehr persönlich betreute. Tolles Team! Ebenfalls ganz toll: der Büchertisch mit zahlreichen Büchern und Medien rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Schaut doch mal vorbei!

Spendenüberreichung durch Frau Fichtner von der Buchhandlung HübscherFotogalerie

Bei Bedarf an einer höheren Auflösung bitte melden.

Förderverein Hainschule gefällt es bei den Bienen

Schüler schnuppern an Honigwabe„Der Honig!“. „Die Bienen!“. „Mir gefiel alles!“ so lauteten die Antworten am Ende eines ereignisreichen Nachmittags auf der Erba-Insel. 11 Schüler/innen und ein Vater nahmen am Fördervereinsangebot der Hainschule zum Thema Bienen teil. Initiiert wurde die Aufnahme ins Fördervereinsprogramm von  Anja Pillipp, deren Tochter in die Hainschule geht. Wie auch schon im vergangenen Jahr nahmen beide auch selbst an diesem Angebot teil. Langweilig wurde es dennoch nicht, denn es gibt immer wieder Neues zu hören von Maja und ihren Verwandten.

Rätsel HautflüglerDiesmal lernten die Kinder zunächst die am häufigsten bei uns vorkommenden Hautflügler voneinander zu unterscheiden. Sie ließen sie sich nicht davon irritieren, als ich eine Honigbiene zeigte und behauptete, das wäre eine Hummel. Denn in der gleichen Woche hatten sie bereits ein Erdbeerfeld besucht und dabei von Hummeln und Bienen gehört. So wussten sie nun ganz genau, worin die Unterschiede zwischen den beiden Arten liegen. Das Rätselblatt wurde daher von den meisten Zweit- und Drittklässlern richtig gelöst und zu Biene und Hummel auch die Wespe sowie die Hornisse identifiziert.

Berechnen der Gläsermenga aus HonigwabeSchüler schnuppern an HonigwabeWo die Honigbienen leben, erklärten wir anhand von Fotorähmchen aus der Lernbienenbeute. Und wo der Honig verstaut wird, konnten wir mit einem Mittelwandrähmchen und einer vollen Honigwabe zeigen, die alle betasten bzw. beschnuppern durften. Gemeinsam rechneten wir aus, wie viele Gläser Honig aus einem Rähmchen bzw. aus einem Volk herauszubekommen wäre.

Tatsächlich wussten auch schon einige, wie das mit dem Honigschleudern geht. Mit Hilfe von Buchillustrationen ließ es sich noch ein bisschen besser verdeutlichen.

Schülerkreis um Schaufensterbeute.Dann aber gingen wir nach draußen, wo uns bereits die Schaufensterbeute mit echten Bienen erwartete. Tja, allerdings hatte Reinhold ein Rähmchen ohne Drohnen erwischt, so dass wir diesmal keinen Vergleich anstellen konnten.

Am LehrbienenstandNachdem wir von einigen die langen Haare mit einem Tuch abgedeckt hatten, damit sich keine Biene versehentlich in ihnen verfangen kann, zogen wir zum Lehrbienenstand los. Hier durften alle ein Rähmchen mit Bienen halten, was sich alle auch trauten. Nicht umsonst tauften wir unser vierstufiges Konzept „Stressless-Methode“. Denn Schritt für Schritt werden die Kinder vertraut gemacht mit der Biene und ihrem Gewurle. Sie wissen, dass Ammenbienen oder Baubienen nicht zum Stechen neigen, sofern man ihnen ruhig und umsichtig begegnet. Da gibt’s auch kein Gezappel am Lehrbienenstand.

Am Lehrbienenstand

Wieder zurück in der Bienen-InfoWabe, unserem grünen Klassenzimmer, gab’s zur Belohnung Honig zum Probieren. Wir freuten uns natürlich sehr, als ein paar der Kinder vom Geschmack hellauf begeistert waren. So ließen wir uns nicht lange betteln und gönnten der kleinen Gruppe noch eine zweite Probierrunde. Schön, dass ihr so aufmerksam mit dabei wart! Vielleicht sehen wir euch ja bei unseren diesjährigen Honigschleudertagen noch einmal!

Falls Sie, liebe Erziehungsberechtigte, eines der Fotos in höherer Auflage möchten, wenden Sie sich bitte an uns. Aber auch, falls Sie möchten, dass wir eines der Fotos mit Ihrem Kind herausnehmen sollen, was wir umgehend veranlassen.

REWE-BIWa-Sponsoring mit Pettstadter Grundschule eingelöst

Gruppenbild der Grundschule Frensdorf-Pettstadt an der Bienen-InfoWabeDie Bamberger Bienen-InfoWabe (BIWa) wurde 2016 mit finanzkräftiger Unterstützung aus den Reihen der REWE-Kaufleute aus Bamberg und Region erbaut. Alle 16 REWE-Märkte dürfen daher jeweils zwei Schulklassen zum Bamberger Schulbienen-Unterricht zu uns schicken.

REWE-LogoMatthias Fröhlich, der den REWE-Markt im MainFranken Center an der Breitenau betreibt, ist einer von denen, der unsere Gegenleistung wahrgenommen hat. Er stellte den Kontakt zur Grund- und Mittelschule Frensdorf-Pettstadt her, so dass am 20.06.2017 die Klasse 3b der Pettstadter Grundschule in den Genuss eines besonderen Vormittagsprogramms kam.

Bamberger Schulbiene erläutert Bienenbild.27 Kinder um Klassenleiterinnen Claudia Kruse-Endres brauchen einiges an Platz, um gemeinsam aufs Foto zu kommen, welches wir gleich zu Beginn dieses schönen Sommer-Bienen-Tages für unseren Unterstützer aufnahmen. Doch im Inneren der Bienen-InfoWabe ist es groß genug, um allen einen bequemen Unterricht zu ermöglichen.

Schülerkreis um Schaufensterbeute.Von 9.00 bis 11.15 Uhr hatten wir ein abwechslungsreiches Programm geplant, angereichert mit Objekten und Methoden für alle Sinne, beispielsweise …

  • großformatige Bilder sowie Fotorähmchen aus der Lehrbienenbeute (Sehen, Hören)
  • ein Arbeitsblatt über die vier Insektenarten Honigbiene, Wespe, Hummel und Hornisse (Nachdenken, Schreiben)
  • Mittelwandrähmchen (Fühlen, Riechen)
  • eine 2,5 Kilo schwere echte Honigwabe (Haptik, Riechen)
  • unsere Schaufensterbeute mit lebenden Bienen hinter Plexiglas (Sehen, Wiederholen des Gelernten)
  • ein Spaziergang (Bewegen) zu unseren Bienen am Lehrbienenstand (Sehen, Hören, Riechen, Festigen des Gelernten)
  • und ein Löffelchen Bamberger Lagenhonig (Schmecken)

Am LehrbienenstandAuch uns hat es wieder Spaß gemacht, trotz großer Hitze, der wir mit einem am Vortag neu angeschafften Ventilator begegneten. Die Bienen allerdings hatten davon nichts. Sie können jedoch ihre eigenen Flügel zum Wedeln verwenden. Dennoch unterließen wir diesmal das Bienenstreicheln, denn ein wenig schienen sie uns unruhig zu sein. Da geht die Sicherheit vor.

Am LehrbienenstandIm Namen der Grundschule Frensdorf-Pettstadt nochmals herzlichen Dank an REWE Fröhlich dafür, dass wir gemeinsam am Thema Bienen einen Grundstein für mehr Verständnis legen konnten. Frau Kruse-Endres jedenfalls möchte gerne im nächsten Jahr wieder kommen. Hier unsere Empfehlung: Im Januar/Februar anmelden, denn die Kapazitäten sind  begrenzt. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!