Monatsbetrachtungen April 2021 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Futterausgleich und Bienennahrung

Wabenkontrolle / Futterkontrolle SchiffbauplatzbienenEnde März bis Anfang April nehmen wir, sofern nötig, einen Futterausgleich vor. Unterversorgte Völker bekommen die entnommen (vollen) Waben aus den Nachbarvölkern. Falls eines eurer Völker nur noch über eine einzige Futterwabe verfügt, gebt ihr überschüssige Futterwaben aus gut versorgen Völkern an sie ab. Doch was ist „gut versorgt“?

Gebe KornelkirschenblütenMehr als vier Futterwaben braucht es um diese Jahreszeit nicht mehr, denn die Bienen sollten jetzt (noch oder schon) Nektar von Kornelkirsche, Weide, Hasel, Schlehen, Pestwurz, Winterling, Vogelkirsche, Silberahorn und später auch Löwenzahn eintragen.

Da wir im Herbst jedoch reichlich einfüttern, sind  Völker, die nur noch wenig Futter haben, die absolute Ausnahme. Überschüssige Waben lagern wir daher ein und verwenden sie später bei der Ablegerbildung. Durch die Entnahme der überschüssigen Futterwaben schaffen wir Platz für weitere Brut.

Alte Futterwabe entfernenDie entnommenen Waben werden durch ausgebaute (leere) Waben, falls vorhanden, oder Mittelwandrähmchen ersetzt. Diese werden mit Kontakt zu den Rändern des Brutnests gehängt. Auf keinen Fall jedoch in das Brutnest! Auf diese Weise werden sie schnell in das Brutnest integriert und bestiftet. Gegebenenfalls die noch vollen Futterwaben an den Rand schieben.

Honigraum aufsetzen

Wann?

Bienenpatenvolk von Ruth VollmarJe nach Standort und Witterung sowie je nach Volkszustand soll spätestens bis zur Blüte der Süßkirsche der erste Honigraum aufgesetzt werden. Die Kirschblüte kündigt den Beginn der Massentracht an, das sogenannte „große Blühen“. Die Bienen tragen dann mehr Nektar ein, als sie selbst verbrauchen. Generell gilt es, den Honigraum eher früher als später aufzusetzen. Wird der Honigraum zu spät gegeben, lagern die Bienen die Frühtracht im Brutraum ein.

Über dem Brutnest entsteht so eine dicke Futterkappe, die von den Bienen als Barriere angesehen wird. In der Folge wird der Honigraum nur sehr zögerlich angenommen oder auch gar nicht. Außerdem wird die Königin durch die Honigeinlagerung in ihrer Eilage eingeengt und damit die Schwarmstimmung gefördert.

VOLKSZUSTAND?

Bei einer Stärke von rund 12.000 Bienen ist ein Volk „reif“ für den Honigraum. Das entspricht in etwa 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben.

Darüber hinaus sollte das Volk mindestens 3 Waben mit verdeckelter Brut aufweisen. Nach dem Schlupf füllen diese dann ein komplette Zarge Zander.

WELCHE WABEN?

Der Honigraum wird im Kern mit mindestens 3 bis 4 hellen, ausgebauten Waben bestückt, sofern vorhanden. Rechts und links davon mit Mittelwandrähmchen auffüllen. Falsch ist es, ausgebauten Waben und Mittelwandrähmchen im Wechsel einzuhängen. Denn die Mittelwände werden dann nicht vollständig ausgebaut und die bereits ausgebauten Waben zu Dickwaben ausgezogen, die uns zu viel Feuchtigkeit enthält.

Ausgebaute WabeBei den ausgebauten Waben unbedingt auf die Hygiene achten! Braune, bereits einmal bebrütete Waben haben im Honigraum nichts verloren. Keine angärigen oder blasen werfende Waben verwenden. Mit diesen bringt man Hefezellen ein, die sich im Volk verbreiten und somit für die neue Ernte eine Gefahr der Gärung bringen. Um dies zu verhindern, lassen wir die ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen sauber ausschlecken.

In mancher – meist älterer – Literatur findet man die Empfehlung, Brutwaben (möglichst mit noch offener Brut) in den Honigraum zu hängen, damit die Bienen den Honigraum besser annehmen. Dies sollte man jedoch aus Gründen der Hygiene (siehe oben) unterlassen. Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht, ist, dass die hochgehängten Brutwaben noch einen Futterkranz aufweisen, der sehr wahrscheinlich Winterfutter enthält. Dieses wollen wir nicht in die neue Ernte einbringen.

VorgehensWeise?

Der Honigraum wird bei uns grundsätzlich über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Gitter hindert die Königin an einer Eilage im Honigraum. Damit erreichen wir eine strikte Trennung der Bienenbrut von den für die Ernte bestimmten Honigwaben.

[Über die Verwendung eines Absperrgitters planen wir einen eigenen Blogbeintrag. Später also dann mehr …]

Einsetzen des DrohnenrahmensDrohnenrahmen einsetzen

Zeitgleich mit dem Aufsetzen des Honigraumes setzen wir den Drohnenrahmen, auch Baurahmen genannt, zur biotechnischen Varroaprophylaxe ein. Drohnenrahmen sind Rähmchen ohne Mittelwände.

Dazu entnehmen wir aus dem oberen Brutraum eine Randwabe mit Futter und schaffen somit Platz für den Drohnenrahmen. Der Drohnenrahmen wird anschließend im oberen Brutraum an der Position 2 oder 9 eingesetzt. Die Position 3 wird hin und wieder ebenfalls empfohlen, hat sich bei uns jedoch nicht bewährt.

Fortbildungen

Für den April sind folgende Module im Imkerkurs für Anfänger geplant:

3. Modul: Bienengesundheit / -krankheiten
Sa., 10.04.21  |  10.00 – 12.30 Uhr (ONLINE)

4. Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung
Sa., 17.04. Kurs 1.1. | 10.30 – 12.30 Uhr
So., 18.04. Kurs 1.2 | 10.30 – 12.30 Uhr
Sa., 17.04. Kurs 2.0 | 14.30 – 16.30 Uhr

5. Modul: Schwarmverhinderung
Sa., 24.04. Kurs 1.1. | 10.30 – 12.30 Uhr
So., 25.04. Kurs 1.2 | 10.30 – 12.30 Uhr
Sa., 24.04. Kurs 2.0 | 14.30 – 16.30 Uhr

Perfekte Vollfrühlingstage für euch und eure Bienen!

Was vor 10 Jahren begann … unser Imkerabenteuer seit 2011

Logo Bienen-leben-in-Bamberg.de (BLIB)Kurz vor Fertigstellung der ImkermeisterarbeitAls Ergebnis einer ProfilPASS-Beratung im Zuge einer Zertifizierung, für welche sich Reinhold als mein „Beratungsobjekt“ zur Verfügung stellte, stand „Imker“ auf dem Papier. Diese Freizeitaktivität sollte ein Ausgleich zur damals noch ausgeführten Programmiertätigkeit bilden. Der lang schon vermisste Kontakt zur Natur des studierten Geographen, seine Fähigkeit, komplexen Zusammenhängen wissenschaftlich auf den Grund zu gehen, seine Detailverliebtheit und sein handwerkliches Geschick … all das würde mit dem Halten von Bienen einhergehen. Es würde das Sitzen vor dem Bildschirm wieder erträglicher machen.

Der Entschluss

FaschingsbieneSchnell stand der Entschluss fest, dass ich (Ilona) ebenfalls mit von der Partie sein würde. Verantwortliche Tierhaltung sollte in unseren Augen unterbrechungsfrei möglich sein, falls berufliche Reisen anstünden wären oder wegen eines Krankheitsausfalls. Wir beide hatten jedoch absolut keine Ahnung von Bienen. Niemand von uns kannte eine Imkerei oder hat je eine besucht. Niemand in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis ging diesem Hobby nach. Wie also beginnen?

Imker Nikolaus Hofmann zeigt, wie's gehtJustament fanden wir einen Tag später eine Anzeige im FT über einen Jungimkerlehrgang, den der Imker und Bienenzuchtverein Bamberg Stadt und Land e. V. in Burgebrach gegenüber der Steigerwaldklinik anbot. Im Wesentlichen brachte uns unser Imkervater Nikolaus „Klaus“ Hofmann aus Aschbach dieses sich als spannend herausstellende Hobby bei. Er war es, der uns mit seiner ruhigen, besonnen Art den „Bienenvirus“ einpflanzte. Dass ihm auch das Einzelschicksal jeder Biene nicht kalt ließ, holte uns direkt ab.

Völker in Bamberg, Wildensorg-RinnersteigStart in die eigene Imkerei

Ein Jahr später stellten wir unsere ersten beiden Völker in Wildensorg auf, und zwar im Bruckertsgarten am Rinnersteig, der an die Familie Lips verpachtet war. An diesem unserem allerersten Lehrbienenstandort erfolgten sodann auch die ersten Schulbienenbesuche und VHS-Kurse.

Völker Buger WiesenEin zweiter Standort folgte in den Buger Wiesen, genehmigt von der Stadt Bamberg und unter der Aufsicht der Stadtwerke. Der dritte Standort sodann im Garten der Stadtgalerie „Villa Dessauer“. Seitdem waren es bis zu 9 Standorte unseres mit dem Regionalsiegel versehenen Bamberger Lagenhonigs (seit 2012).

5. Runde für dienstälteste Bienenpatin Elisabeth BurgerVerbunden war die Initiative und z. T. die Völker mit etwa 40 jeweils 2-jährigen Bienenpatenschaften, deren allererste Patin Elisabeth Burger war und noch ist.

Unsere Leidenschaft war geweckt, aber auch die Erkenntnis, dass es um die Bienen nicht so gut bestellt sei. Das wollten wir im Minimum allen Bürger(inn)en kundtun und im Maximum (zumindest) für Bamberg aufhalten und am besten ändern.

Start der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bamberger JungimkerBereits im Oktober 2012 starteten wir daher mit dem Weblog Bienen-leben-in-Bamberg.de und der gleichnamigen Initiative. Wir wollten damit u. a. eine Möglichkeit für Vereinsmuffel bieten, sich unabhängig von Mitgliedschaften an uns zu wenden und sich in Sachen Biene mit uns zu verbünden, beispielsweise durch Bienenpatenschaften.

1. Honig- und Imker-Mitmachmarkt Bamberg von Bienen-leben-in-Bamberg.deKurz darauf, im Dezember 2012, nahmen wir am Adventsmarkt des Don-Bosco-Jugendwerks am Jakobsberg mit Honigverkauf und einem Kinderprogramm teil. Dort wurden unsere erstellten Rätsel zur Sensibilisierung in Sachen Bienen zum Renner bei den Besuchern aus pädagogischen Einrichtungen aller Art – von Kindergärten und Waldorfschule über Grund- und Mittelschulen bis zum Gymnasium. Etliche Anfragen zu einem Unterricht waren der Impuls, unser neu erworbenes Wissen an die Kinder und Jugendlichen gezielt weiterzugeben.

Die Bamberger Schulbiene in der HainschuleDie Idee der Bamberger Schulbiene war geboren und im März 2013 eine Crowdfundingaktion gestartet. Ein nachhaltig tragfähiges Schulbienen-Spiralcurriculum mit replizierbarer Didaktik und Methodik für den Einsatz an Bamberger Schulen war das Ziel.

Was ist seit diesen entscheidenden Entschlüssen passiert? Was konnten wir aufbauen?

Logo der Bamberger SchulbieneÜbersicht 

Die Schulbienenunterrichte, zunächst noch in den schulischen Klassenzimmern (2013), später in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park (projektiert 2014, Spatenstich 2015, Eröffnung 2016), der Bamberger Bienengarten (2017), Reinholds Ausbildung zum Facharbeiter Bienenwirtschaft und die Ernennung zum Bienensachverständigen (2017), die Imkerkurse (2018) und schließlich sein Abschluss zum „Meister Bienenwirtschaft“ sowie der Start der Transition-Gruppe „Bienenfreun(d)e“ (2020) – und all das in unserer Freizeit und ehrenamtlich, wobei die zunehmend begehrten Imkerkurse seit 2020 als Nebenerwerb angemeldet sind.

Urkunde / Imkermeisterbrief für Reinhold Burger 2020Im Einzelnen nachvollziehbar ist die jeweilige Entwicklung unserer Projekte und Schwerpunkte über unsere Transparenzberichte sowie über das Schulbienentagebuch und die Historie der Bienen-InfoWabe. Und natürlich über die Chronologie des Weblogs selbst. Bienenpat(inn)en erhalten außerdem in jährlich vier Newslettern Einblicke in die Zusammenhänge all unserer Aktivitäten rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Ausblick

Bienen-InfoWabe (Vorderansicht) im Erba-ParkFür die nächsten 10 Jahre erhoffen wir uns die Gesundheit, Kraft und Mitbegeisterte, um all das Erreichte und Bewirkte halten und weiterentwickeln zu können. Pläne haben wir immer, die gehen uns nicht aus. Vielleicht nicht mehr in der Größenordnung einer Bienen-InfoWabe oder eines Biologie-/Agrartechnik/Tierarzt-Studiums mit Spezialgebiet. Doch bereits ein erfolgreich begleitetes Europäisches Volksbegehren zum Schutz der Bienen und Bauern, wie es für heuer ansteht, soll uns – zumal nach den Erfahrungen, die wir für Bayern (2019) gemacht haben – ein Ansporn zum Aktivbleiben sein.

Statementgeber/innen zur Auftaktveranstaltung des VolksbegehrensGroße und kleine Ziele und geplante Maßnahmen – und was daraus wurde – halten wir jeweils am Ende unserer Transparenzberichte fest. Damit verhindern wir Aktionismus und ein Hamsterradgefühl, aber regen hoffentlich auch zum Nachahmen an. Wir wünschen uns und den Bienen und Insekten in Bamberg und der ganzen Welt sowie unseren Unterstützer/innen von Herzen alles Gute!

Give me Five!

Reinhold und Ilona im Bamberger Bienengarten

[Aktualisiert am 16.12.2022]

Online-Technikcheck läutet Imkerkursbeginn 2021 ein

Technik-Check zum BLIB-Imkerkurs AK21Damit wir kommenden Freitag mit dem Modul 1 des BLIB-Imkerkurs für Anfänger gleich richtig loslegen können, probierten einige der künftigen Teilnehmenden gestern Abend das Einchecken in den Kursraum aus. An sich brauchen sie nur die entsprechend zugemailte Internetadresse für die Jitsi-Plattform eingeben und waren dann auch schon drin.

Bei den meisten funktionierte das reibungslos. Probleme hatten nur diejenigen, die statt des empfohlenen Browsers – Chrome oder Edge – doch lieber noch Firefox nutzten. Dann aber funktoniert der Ton oft nicht optimal. Jemand anderes hatte eine zu alte Hardware, die ebenfalls keinen Ton mehr transportieren konnte. Wieder ein anderer hatte sich lediglich in der Adresszeile vertippt. Für alle konnten wir mit unserer angebotenen telefonischen Hotline Lösungen finden, so dass dem zunächst noch online stattfindenden Beginn des Imkerkurses nichts mehr im Wege steht.

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerWer sich hierzu noch nachmelden möchte, sollte dies rasch tun (hier Kontaktdaten). Denn auch der nachträglich wegen des hohen Zulaufs aufgemachte zweite Kurs füllt sich zusehends. Nach dem Überweisungseingang des Kursbeitrags (notfalls mit Screenshot bewiesen) senden wir den Zugangslink und führen auch gerne noch einen Einzelcheck durch.

Die ersten drei Module also finden online statt. Für das vierte Modul am 17. und 18.04. teilen wir beide Kurse auf in mehrere Gruppen, die sodann am Lehrbienenstand stattfinden.

Rezension zu Luck: „111 Orte für Kinder in und um Bamberg, die man gesehen haben muss“

Cover Luck, 111 Orte in Bamberg … emons:-Verlag[Werbung] Unsere Bienen-InfoWabe mit Bienengarten im Erba-Park am Bienenweg ist die Nummer 8 im Band  111 Orte für Kinder in und um Bamberg, die man gesehen haben muss. Das freut und ehrt uns sehr, von Nadine Luck in diesem 240 Seiten starken Reise- und Erlebnisführer der beliebten 111-Orte-Reihe des emons:-Verlags aufgenommen worden zu sein.

Auf einer Doppelseite beschreibt und bebildert sie jeweils ein kindgemäßes und überwiegend kostenlos bis günstiges Ausflugsziel in Bamberg und näherer Umgebung. Die Zusammenarbeit mit der sympathischen Autorin funktonierte im Hinblick auf unser grünes Klassenzimmer wunderbar. Wenn Nadine dies für alle Institutionen in ähnlicher Weise durchgeführt hat, dann flößt uns die Dimension ihres rechercheintensiven, reisetechnischen, schriftstellerischen und fototechnischen Tuns großen Respekt ein!

11 unbekannte Ziele

Nun haben wir zwar keine eigenen Kinder, dennoch immer die Augen offen für die kleinen und großen Sehenswürdigkeiten unserer Wahlheimat. Wir bilden uns ein, ziemlich alles schon entdeckt zu haben. Dennoch … Nadine Luck hat es geschafft, uns mit genau 10%, also 11 neuer Ziele zu überraschen, die wir natürlich auch ohne Kinder sehr gerne ansteuern werden.

Nicht bekannt waren uns:

  1. „Alpaka-Hof“ in Eltmann-Weisbrunn
  2. „Wildkatzenweg“ in Litzendorf,
  3. Team-Tischtennisplatte des Atlantik-Spielplatzes,
  4. Schneewittchen-Grabstein im Diözesan-Museum,
  5. Schneckenhof in der Südflur,
  6. Modellbahn-Verein am bzw. hinterm (genau!) Bahnhof
  7. „Kickerbox“ in der Jäckstraße
  8. der Geocache in der Armeestraße
  9. Feuerwehrmuseum in der Siechenstraße,
  10. Bücherschrank am Gartenstädter Markt, …
  11. … und dass dem bekannten Pavillion im Hain ein Flüsterbogen innewohnt!

Interessante Blickwinkel

Jedes der 111 beschriebenen abwechslungsreichen Orte ist liebevoll und interessant beschrieben und so toll fotografiert, dass sich einem trotz Kenntnis des Ziels der Blickwinkel weitet und man sofort noch einmal hin möchte. In Form von Sprechblasen erhält man zudem weitere Anschlusstipps, die fußläufig erreichbar sind. So sind es weitaus mehr als „nur“ 111 Orte, die Kindern – punktuell mit ein bisschen geschickter Vermittlung – ganz sicher Spaß machen werden.

Corona-Langeweile war gestern! Denkt euch eine Zahl zwischen 1 und 111, schnappt euch euren Picknick-Rucksack und steuert auf die gewählte Nummer zu – da ist garantiert keine Null-Nummer dabei. Na ja, nicht ganz. Für ein paar davon muss man schon vorher anrufen, ob die – ganz grundsätzlich wie auch der momentanen Situation geschuldet – derzeit offen haben. Wir, respektive die Bienen-InfoWabe, hat übrigens jeden 3. Sonntag von 14-17 Uhr zwischen April und September geöffnet, und ansonsten nach Vereinbarung.

Ein perfekter Führer für die ganze Familie, aber auch für Solo-Erwachsene, der in keinem Bamberger Haushalt fehlen sollte! Wir wünschen euch viel Spaß in Bamberg und Umgebung, ob mit oder ohne Kind und Geldbeutel und ob nur wenig oder ganz viel Zeit, die es anregend zu füllen gilt!


Luck, Nadine: 111 Orte für Kinder in und um Bamberg, die man gesehen haben muss. Köln : Emons:-Verlag. 2021. 240 S. (111 Orte …)
ISBN  978-3-7408-1075-7

Erhaltungsarbeiten im Bamberger Bienengarten

Aktualisierte Infotafeln für den Bamberger BienengartenTrockenmauer für Wildbienen-InsektenreservatWir können es gar nicht erwarten, und wieder um den Bamberger Bienengarten zu kümmern! Da es jedoch noch etwas zu früh ist, die Beete zu räumen, finden wir allerhand andere Arbeiten, die das Gesicht des ERBA-Parks im Südzipfel, genauer: am Bienenweg, aufpolieren. Die da wären:

  • Aktualisierte Infotäfelchen montiert (in die Beete gesteckt werden diese aber erst kurz vor Ostern)
  • Natursteinmäuerchen am Wildbienen- und Insektenreservat aufgebaut
  • Stellfläche befestigt zum Schutz der Sitzbank an der Bienen-InfoWabe
  • Trittsteine in die Schaubeete eingearbeitet
  • Wildbienen-Nisthilfe neu gestrichen

Wildbienennisthilfe im Bamberger BienengartenWildbienennisthilfe im Bamberger BienengartenDas alles klingt erst einmal nicht nach viel. Doch waren beispielsweise zunächst passende Steine zu finden und Stück für Stück heranzukarren. Oder unnachgiebige Lehmerde möglichst regenwurmschonend auszuheben und damit die Natursteinmauerritzen auszustopfen. Oder ist der Pfahl der Wildbienen-Nisthilfe mühevoll wieder aus dem Boden herauszudrehen, in welchen wir ihn – gefühlt erst vor wenigen Monaten – ebenso mühevoll hineingedreht hatten.

Wer einen (Schau-)Garten pflegt, dem brauchen wir hier sicher nichts weiter zu erzählen … 😉

Zu Ostern wird es auch wieder einen Osterbrunnen an unserem Pumpbrunnen geben. Die Bienen-InfoWabe wird allerdings erst am 3. Sonntag im April (18.03.) wieder geöffnet. Von 14.00 – 17.00 Uhr heißt es dann wieder „Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur“!

Petition „Schützt die Bamberger Gärtnerflächen – Weltkulturerbe erhalten!“

OpenPetition Bamberg Gärtnerland schützenDer Bürgerverein Nord startete die Petition „Schützt die Bamberger Gärtnerflächen – Weltkulturerbe erhalten!“ unter openPetition. Bitte unterschreibt und teilt diese so schnell wie möglich!

Unser Kommentar:

Wir schützen und pflegen nicht umsonst Bienen für die traditionsreiche Gärtnerstadt Bamberg mit der Begründung, dass sie wichtig für die Bestäubung regionaler Kulturpflanzen sind! Denn wenn es bald keine mehr geben wird, weil Bamberg ja immer und immer und bis ins Undendliche weiterwachsen will, dann sparen wir uns die Mühe unseres Ehrenamts doch einfach!
Was kommt denn NACH diesem Flächenfraß?! Es gibt so viel mehr Begehrlichkeiten noch und alles zieht wieder noch mehr Zuzug nach sich. Wann fangt ihr an, in die Höhe und Tiefe zu bauen, weil euch nichts mehr heilig ist? Diese Gier nach Industriefläche ist wohl niemals zu Ende … aber nicht mit uns! Wir wehren uns!!!

Wachsverarbeitung ideal in trister Vorfrühlingsphase: Das Mittelwandgießen

Mittelwandgießform zur Wachsumarbeitung Erzeugt Wärme und kann ebenfalls im „Homeoffice“ durchgeführt werden: Das Erstellen von Mittelwänden.

Was wird gebraucht?

Seit 2018 benutzen wir dazu eine händisch betriebene Mittelwandgießform, montiert auf einem Gestell, das vormals eine Kappsäge trug. Außer einem Wasserhahn (den von der Waschmaschine) und einem Wasserablaufbecken (hier unsere Badewanne) nebst einer Kochplatte auf einem Stühlchen nebst Schmelztopf (ausrangierter Kochtopf, nicht aus Emaille!) ist nur wenig mehr vonnöten.

Der Raum sollte gut zu Lüften sein, denn im Gegensatz zu der landläufigen Meinung, Wachs müsse doch himmlisch duften, ist die Geruchsbildung leicht ins Strenge tendierend, ohne aber tatsächlich belästigend zu sein. Ist also auszuhalten.

Mittelwände frisch gegossenWie wird’s gemacht?

Die übers Jahr eingeschmolzenen Drohnenwachse aus der biotechnischen Varroaprophylaxe sowie die Altwachse aus den Honigräumen eignen sich am besten für Mittelwände. Um Brüchigkeit bei der Herstellung zu vermeiden, sollte der Anteil an Entdeckelungswachs gering ausfallen. Besser, ihr verwendet das wertvollste aller Wachse für Bienenwachstücher oder in der Kosmetik.

Eine genauere Anleitung zum Mittelwandgießen und zu weiteren Aspekten rund um die Wachsverarbeitung ist hier nachzulesen.

In mancher Literatur ist die Rede von einer zu schaffenden Menge von 60 Mittelwänden pro Stunde. Das erscheint illusorisch oder nur von jenen zu schaffen, die Wachsverarbeitung tagelang durchziehen und es am Ende im Schlaf beherrschen. Reinhold kommt auf ebenfalls nicht unbescheidene 30 Stück, also einschließlich Bruchverluste sind dies alle zwei Minuten eine perfekte Wabe. Das Auf- und Abrüsten der Gerätschaften, das Aufschmelzen der von Verunreinigungen am Boden befreiter Wachsblöcke, das Abkleben der Arbeitsumgebung (hier die Badezimmerwände) und das Endreinigen natürlich nicht mit eingerechnet.

Nehmt euch also am besten etwas Zeit (O-Ton Reinhold: „Meditativ wird’s mit einem Seidla Bier oder einem Glas Wein“), beispielsweise das nächste verregnete Wochenende, und habt Freude an der Vorbereitung der möglichst mit Eigenwachs zubereiteten neuen Heimstatt der Bienen und / oder ihres Honigs!

Statistik

  • Anzahl gefertigter Mittelwände Zander 2018 bis März 2021:
    1.000 Stück
  • Wachsgewicht der Mittelwände Zander 2018 bis März 2021:
    78,231 kg
  • Anzahl Mittelwände Zander pro Kilogramm Wachs:
    12,78 Stück
  • Gewicht pro Mittelwand Zander:
    78,23 g

Wann sich die teure Anschaffung einer Mittelwandgießform gegenüber einem Umarbeiten durch einen Wachsverarbeitungsbetrieb bzw. dem Einkauf fertiger Waben gelohnt hat, verraten wir in (hoffentlich) wenigen Jahren!

Imkeranfängerkurs in Bamberg wegen hoher Nachfrage verdoppelt

Logo Imkerkurs für Anfänger querAb sofort sind weitere Anmeldungen für einen Imkeranfängerkurs bei Bienen-leben-in-Bamberg.de möglich. Wegen der hohen Nachfrage terminieren wir eine inhaltlich parallele Modulreihe. Die neuen bzw. erweiterten Kurszeiten finden Sie hier.

Nicht stattfinden hingegen wird der einwöchige Kompaktkurs. Dieser wird voraussichtlich in den Herbst verschoben.

Wir freuen uns auf unsere neuen Imkerkolleg(inne)n, die einen verantwortungsvollen Beitrag zur Pflege der Honigbienen einüben werden sowie lernen, einen konsequent qualitätsbezogenen Honig ins Glas zu bringen und Wachs wertschätzend zu verarbeiten!

Rund um das veterinäramtliche Gesundheitszeugnis / Amtstierärztliche Bescheinigung in Sachen AFB in Bamberg und Region

Sollen Völker gekauft oder verkauft und sie deshalb an einen anderen Stand gebracht werden, muss rechtzeitig an ein Gesundheitszeugnis gedacht werden. Das Zeugnis bescheinigt, dass die Bienenvölker eines Standes frei von der Amerikanischen Faulbrut (AFB) sind. Dieses ausstellen zu lassen beruht auf einer Vorschrift der Bienenseuchen-Verordnung, BienSeuchV.

Die Amtstierärztliche Bescheinigung (so der Terminus in der Stadt Bamberg) bzw. ein veterinäramtliches Gesundheitszeugnisses bzw. eine Seuchenfreiheitsbescheinigung wird in den einzelnen Bundesländern und von den Veterinärämtern unterschiedlich benannt und gehandhabt.

Regelungen in Stadt und Landkreis Bamberg

Für Stadt und Landkreis Bamberg gelten derzeit folgende Regelungen – der Einfachheit halber im Folgenden nur „Gesundheitszeugnis“ genannt:

  • Für das Verstellen von Bienenstöcken innerhalb des Landkreises und innerhalb des Stadtgebiets tolerieren die Veterinärbehörden auch ein Verbringen ohne Gesundheitszeugnis.
  • Doch Achtung: Bei Verbringung von Völkern aus dem Landkreis in die Stadt oder umgekehrt ist ein Zeugnis notwendig!

Sorgfältiges Verpacken der AFB-verseuchten WabenAus jüngster Erfahrung heraus empfehlen wir allerdings generell, sich bei Kauf und Verkauf von Bienen grundsätzlich ein Gesundheitszeugnis  vorlegen zu lassen. Und dies auch, wenn „Alt-Imker/innen“ darüber nicht glücklich sind und abwinken. Lasst nicht locker oder geht notfalls woanders Völker einkaufen. Oder würdet ihr euch ein Auto ohne TÜV-Plakette kaufen?! (Kann man ruhig vergleichen: Beides brummt. *LOL*). Okay, überzeugt. Und jetzt?

Wie kommt man an ein Gesundheitszeugnis?

1. Ihr vereinbart einen Termin mit eurer/m zuständigen Bienensachverständigen

In Stadt und Landkreis Bamberg stellen Bienensachverständige die Befallsfreiheit von der AFB fest. Bienensachverständige sind speziell fortgebildete und vom Institut für Bienenkunde ernannte Imker/innen (wie z. B. Reinhold Burger für die Stadt Bamberg und den Landkreis Bamberg), die beim jeweils für sie zuständigen Veterinäramt erfasst sind. Fragt also dort nach, wer derzeit eingesetzt ist, das ändert sich immer wieder einmal.

2. Was passiert vor Ort?

Die (Brut-)Waben werden von der/dem Bienensachverständigen nach klinischen Symptomen untersucht („optische Beschau“) und ggf. werden auch Futterkranzproben vorgenommen. Ihr müsst bei dieser Beschau anwesend sein sowie euer eigenes Werkzeug zur Verfügung stellen. Der Grund: Keine versehentliche Übertragung von Sporen an andere Standorte, die die/der Bienensachverständige besucht.

Die Untersuchungen der Bienensachverständigen sind für euch Imker/innen kostenlos, da sie ehrenamtlich erbracht werden. Die/Der Bienenhalter/in muss lediglich eine Unterschrift über den Besuch leisten. Eine Unterschrift in Vertretung wird leider nicht anerkannt.

3. Was passiert danach?

Das Untersuchungsprotokoll des Bienensachverständigen reicht die/der Imker/in selbst an das zuständige Veterinäramt ein. Das Amt stellt schließlich (je nach Region ggf. gegen eine Verwaltungsgebühr) das Gesundheitszeugnis aus. Dieses gilt grundsätzlich für den gesamten Bienenstand. Deshalb werden alle Völker durchgesehen, auch dann, wenn nur einzelne davon verstellt oder verkauft werden sollen.

Gebt eurer/eurem Bienensachverständigen Bescheid, sobald ihr das Gesundheitszeugnis in Händen habt. Das ist zwar keine Pflicht, doch dann weiß eben auch sie/er, ob alles in Ordnung war und ist beruhigt. Und es kann ja nicht schaden, falls ihr für den Verkauf eurer GESUNDEN Völker eine/n Fürsprecher/in braucht.

Das Gesundheitszeugnis gilt in der Regel neun Monate lang ab Ausstellung.

Gut besuchter Infoabend zur Jungimkerei in Bamberg

Mit 21 Interessierten gut besucht fand am 1. März unser Infoabend zur Imkerei als Video-Chat statt. In der ersten Hälfte der rund 100 Minuten beantworteten wir FAQs zur Imkerei und zu geplanten Imkerkursen, bevor wir uns in der zweiten Hälfte den Fragen der Teilnehmenden aus dem Chat-Verlauf widmeten.

Video-Chat-Verlauf1-Infoabend-Imkerkurse-BLIBUnsere FAQ-Fragen waren:

A. Zur Imkerei

1. Wer kann alles imkern?
2. Welche Eigenschaften brauche ich?
3. Wo darf ich Völker aufstellen?
4. Wie oft muss ich an die Völker?
5. Was brauche ich für die Imkerei und was kostet das alles?
6. Wer bietet Imkerkurse (in Bamberg & Region) an?

B. Zu unseren Kursen

1. Wieviel kostet der Kompakt-/Jahres-/Fortgeschrittenenkurs?
2. Was brauche ich für den Kursverlauf?
3. Wo finden die Kurse/Kursmodule statt?
4. Was muss ich tun, um dabei zu sein?

C. Fragen der Teilnehmenden (Auszug)

  • Sollte es [der Standort] sonnig sein, oder darf es auch ein schattiges Plätzchen sein?
  • Sollte das Flugloch in eine bestimmte Himmelsrichtung ausgerichtet sein?
  • Macht es Sinn, erst den Jahreskurs durchzulaufen und sich im nächsten Jahr erst eigene Bienen anzueignen?
  • Warum Vorsicht beim Erwerb von gebrauchten Imkersachen?
  • Welchen Vorteil habe ich, wenn ich bei euch einen Kurs besuche statt in einem örtlichen Imkerverein mit Lehrbienenstand?
  • Stehen die Skripte schon vor den jeweiligen Modulen im Netz?
  • Welche Materialien benötigt man für den Imkerkurs?
  • Ist es störend für die Bienen, wenn wir im Sommer 2 Meter von ihnen entfernt im Garten sitzen oder ein Trampolin in der Nähe steht?
  • Muss ein Bienenstock sehr ruhig stehen oder könnte er auch neben einer Hecke stehen, an der auf der anderen Seite ein Fußweg verläuft? Braucht es einen Mindestabstand vom Fluchloch, z. B. zu spielenden Kindern?
  • Arbeite im Schicht- und Wochenenddienst. Bringt denn dann ein Kurs was, wenn ich nicht an jedem Termin teilnehmen kann?
  • Wo kauft man die Materialien? Gibt es eine Kaufempfehlung?
  • Ist es nach eurer „Philosophie“ immer erforderlich, den Bienen den Honig komplett zu entnehmen? Werden bei euch auch Alternativen angesprochen bzw. gelehrt?
  • Was sind Bienenpaten?
  • Ab wann wäre der Kurs jetzt voll?

Um mit der letzten Frage zu enden: Ab 15 Anmeldungen ist der Kurs ausgebucht. Ab der 16. Anmeldung teilen wir auf zwei Kurse auf.
[Nachtrag 05.03.21: Der Kurs wurde aufgeteilt, es gibt also inhaltsparallele Termine und es sind wieder Anmeldungen möglich!]

Wir freuen uns über jede/n Einzelne/n, die/der sich zu einer bzw. einem verantwortungsbewussten Bienenpfleger/in ausbilden lassen möchte!

Video-Chat Verlauf Infoabend Imkerkurse BLIB