Exkursion nach Veitshöchheim zum „Tag der offenen Türe / Erlebnistag“

Reinhold Burger und Ilona Munique, Bienen-leben-in-Bamberg.deWer fährt mit uns mit? Es erwarten uns Garten, Wein, Bienen und Honig … in Veitshöchheim zum „Tag der offenen Türe“ ins Fachzentrum Bienen, veranstaltet am „Tag der deutschen Imkerei“, So., 06. Juli 2014.

Abfahrt um 8.40 Uhr vom Hauptbahnhof Bamberg. Treffpunkt in der Haupthalle um 8.25 Uhr.

In Veitshöchheim angekommen besichtigen wir den Hofgarten, einem großangelegten Rokoko-Garten, der seinesgleichen sucht.

Weitere Info? Programm. Wir peilen eine verbilligte DB-Gruppenfahrt an.
Kosten? Fahrtkosten je nach Tarif; Eintritt in Veitshöchheim frei

“Wie kommt der Honig ins Glas?” – Schleudertage 2014

HonigwabeDer schönste Termin für Imker und Schleckermäuler des Jahres: herzliche Einladung zu den Schleudertagen bei Bienen-leben-in-Bamberg.de! Jeder einzelne Schritt – von der Entnahme bis zum Etikettieren des vollen Honigglases – darf unter Anleitung selbst vorgenommen werden.

Für wen? Unsere Bienenpat(inn)en mit Anhang sowie Gäste, die sich via Doodle-Kalender bis 7.7. anmelden. Maximal 8 Personen möglich.

!!! Bitte teilen Sie uns unbedingt Ihre Tel.Nr. und E-Mail-Adresse mit !!!

Wo? Bamberg, An verschiedenen Standorten des Bamberger Lagenhonigs und am Obstmarkt 10, 3. Stock (außer am 12.07., da unter folgender barrierefreier Adresse: Haus der Schutzgemeinschaft Alt Bamberg e. V., Schillerplatz 9)

Wann?
Bei Starkregen neue Termine.

Sa., 12. Juli  | 10 – ca. 16.00 Uhr (barrierefrei)
Wabenentnahme: Villa Dessauer
Treffpunkt: Parkplatz Stadtgalerie Villa Dessauer, Hainstraße 4a
Schleudern: Schillerplatz 9, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg

So., 13. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr
Wabenentnahme: Buger Wiesen
Treffpunkt: Parkplatz gegenüber Gasthaus „Buger Hof“,
Am Regnitzufer 1, OT Bug
Schleudern: Obstmarkt 10

So., 20. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr

wie am So., 13.07.

Sa., 26. Juli | 10 Uhr – ca. 10.15 Uhr
Sondertermin: Einlegen der Bienenflucht in Wildensorg
Treffpunkt: Tempelchen Wildensorger Straße

So., 27. Juli  | 10 – ca. 16 Uhr
Wabenentnahme: Wildensorg
Treffpunkt: Tempelchen Wildensorger Straße, wenige Parkplätze, Bus 910
Schleudern: Obstmarkt 10

Was?

Entnahme der Honigwaben an unseren Standorten des Bamberger Lagenhonigs. Anschließender Mittagsimbiss. Entdeckeln, Schleudern, Abfüllen. Einkaufsmöglichkeit von Honigprodukten am Obstmarkt 10 (3. Stock), bzw. am 12.07. am Schillerplatz 9, Schutzgemeinschaft Alt-Bamberg.
Alle Teilnehmenden dürfen ein 500g-Glas (oder 2x 250g) ihres selbstgeschleuderten Honigs mit nach Hause nehmen. Außerdem gibt’s eine Fotodokumentation zu diesem wunderbaren Erlebnistag!

Kosten?

Freiwillige Spende vor Ort. Von den Spenden finanzieren wir die anfallenden Kosten des Tages (Car-Sharing, Mittagessen, Getränke …), der Rest fließt in die Arbeit der Bamberger Schulbiene.
Unser Vorschlag: € 15,- als Familienpauschale 2 Erw. und bis 3 Kinder |  € 10,- pro Erwachsenen | € 5,- pro (zusätzliches) Kind bis 16 Jahre. Bienenpat(inn)en kostenlos.

Weitere Informationen? Das waren die Honigschleuder-Erlebnistage 2013:

“Wie kommt der Honig ins Glas?” Honigschleuder-Erlebnistage 2013

Honigschleuder-Erlebnistag, der Letzte!

(Aktualisierung: 26.06.2014)

Lösung des Preisausschreibens „Connys Patenbeutengeheimnis“

„384“ lautete die richtige Lösung zu „Connys Patenbeutengeheimnis“.

All diejenigen, die mit der richtigen Lösung ins Rennen gegangen sind, sagen wir – Bienen-leben-in Bamberg.de und unsere mitveranstaltende Bienenpatin Conny Kopp vom Malort Bamberg, „Herzlichen Glückwunsch!“

Und wie geht’s nun weiter?

Die drei Erstplatzierten werden von unserer letzten Bienenpatin, Annemarie Rudel, gezogen, die allerdings noch bis 22.06. im Urlaub weilt. Bis dahin müsst ihr euch leider noch etwas gedulden. Wir geben euch Bescheid, wer die Gutscheine zum Malspiel und den Honigschleudertagen für 2 Personen nebst 1 Glas Bamberger Lagenhonig erhält.

Der verbleibende Rest erhält darf sich schon einmal auf ein informatives Heftchen zur Biene und eine Bastelwabe freuen!

Die Preisfrage war: „Wie viele Kombinationen sind im Höchstfall möglich?“

Ilona Munique, Reinhold Burger mit © Bienenpatenbeute von Conny KoppAusgangspunkt der Frage: Conny Kopps bemalte Beute (Bienenwohnung) besteht aus vier einzelnen, durchgängig bemalten Kästen (Zargen). Diese können vertikal untereinander ausgetauscht werden. Sie können ein weiteres Mal um 180° um die eigene vertikale Achse gedreht werden.

Die Antwortauswahl war: 

16 oder 48 oder 256 oder 384 (richtig) oder 786

Einsendeschluss war der 09.06.2014. Alle Informationen und Teilnahmebedingungen hier.

Imkerei-Blitzkurs mit Langzeitwirkung

Blick nach Bamberg vom Tempelchen ausLuftiger Vortragsort Tempelchen mit Reinhold BurgerBestes Wetter, ein wunderschönes Grundstück in voller Wiesenpracht, ein braves Bienenvolk, aufmerksame und nette Gäste … und die meinten es ernst! Gleich mehrere Teilnehmende, die unseren Imkerei-Blitzkurs am 31.05. besuchen kamen, wollen tatsächlich mit der Imkerei anfangen. Das freut uns natürlich riesig, und so hat sich jede Mühe, alles mit dem Bus zum Tempelchen zu bringen, um es zu einem Vortragsort zu verwandeln, gelohnt. Denn das ist unser erklärtes Ziel: Jungimker für Bamberg gewinnen!

Teilnehmerin Conny mit BienenwabeBei einem Paar ahnten wir bereits, dass sie es bald anpacken wollen. Es waren dies Conny Kopp, eine unserer Bienenpaten, und ihr Mann Dieter. So durften sie gleich mal heben, wie schwer eine Zarge sein kann, wie das mit dem Smoker (bei Wind nicht so recht) funktioniert, dass Drohnen tatsächlich keinen Stachel haben und man sie daher gefahrlos auf der Hand herum krabbeln lassen kann, und natürlich, wie köstlich es ist, frischen Honig direkt aus der Wabe zu naschen. Aber auch zwei weitere Gäste mit guten Absichten versuchten sich an praktischen Tätigkeiten.

Simon hält BienenwabeAuch unser jüngster Gast ließ sich nicht lange bitten und stibitzte das goldene Labsal zwischen all den herumkrabbelnden Arbeitsbienen. Die „lebendige“ Wabe hielt er lässig und ohne mit der Wimper zu zucken fest im Griff.

Besonders freuten sich alle darüber, dass wir zufällig beim ersten Wabenziehen sogleich die gelb gezeichnete Königin zu sehen bekamen! Sie ist zwar schon im 3. Legejahr und müsste ausgewechselt werden, doch wirkt sie noch immer sehr agil und fleißig.

Simon nascht Honig direkt aus der WabeNachdem es langsam wärmer wurde und die Bienen immer eifriger um uns herum summten, traten wir den Rückweg zum Tempelchen an, um noch etwas „Honigkunde“ zu betreiben. Drei verschiedene Sorten testeten wir: einen leicht kristallinen, hellbraunen Blütenhonig aus der Buger Wiese, dunklen Waldhonig aus dem gerade besuchten Standort in Wildensorg und eine cremig-helle Sommertracht aus Burgebrach). Mit Hilfe einer „Aroma-Scheibe“ versuchten wir gemeinsam eine geschmackliche Einordnung.

Mohn- und Kornblumenwiese bei WildensorgAuf dem Weg zum Mittagessen im Garten des Landgasthauses Heerlein meinte Rita denn auch, sie würde wohl kaum mehr einen Billig-Honig aus dem Supermarkt kaufen. Schade nur, dass wir auf unseren Bamberger Lagenhonig noch ein wenig warten müssen. Dafür wird dieser aber ganz sicher auch heuer wieder extrem lecker, weil nur einmal geerntet, folglich mit dem kompletten Bamberger Frühjahr und Sommer im Glas.

Das BLIB-Team Ilona und ReinholdUnd wer nun aus den letzten Kursen seine Erfahrungen erweitern möchte, ist herzlich zu unseren Honigschleudertagen eingeladen. WIR jedenfalls können es kaum noch erwarten!

Wir sehen uns!
Ihr BLIB-Team Ilona und Reinhold

Zum letzen Mal in 2014: Imkerei-Blitz-Kurs in Bamberg

“Die Imkerei – Uraltes Handwerk und modernes Hobby”

Restliche Bienen aus Schwarmfangkasten in Zarge einkehrenWo? Am Tempelchen an der Wildensorger Straße/ Ecke Rinnersteig (Nähe Bushaltestelle Linie 910, Wildensorger Straße)
Wann? Sa., 31.05.2014 9.30 – 11.30 Uhr (anschließend weitere Fragen möglich mit gemütlicher Einkehr im Heerlein)
Was? Sie interessieren sich für Bienen, Honig oder Imkerei? Sie haben einen Garten und brauchen die wertvollen Bestäubungsleisterinnen für eine reichliche Obst-, Beeren- und Gemüseernte?

Gewinnen Sie mit uns einen direkten Einblick in das spannende und für unsere Natur überaus wertvolle Hobby der Imkerei. In alten Zeiten unter Lebensgefahr aus Wäldern geerntet und so wertvoll, dass man Honig zu recht als „flüssiges Gold“ bezeichnete, erfährt die natürliche und heilkräftige Süße eine kleine Renaissance.

  • Sie lernen Bienen aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen.
  • Erfahren Sie, welche Ausstattung fürs Imkern notwendig, aber auch überflüssig ist.
  • Beobachten Sie das Volk bei ihrer wertvollen Arbeit, dem Sammeln und Einlagern von Pollen und Nektar, dem Brutgeschäft und Wabenbau.
  • Entdecken Sie die Königin an der geöffneten Beute (Bienenwohnung), ohne die ein Bienenvolk nicht denkbar ist.
  • Schnell werden Sie Arbeitsbiene, Drohn und Königin an einer Schaufensterbeute unterscheiden lernen.
  • Interessantes zum Honig und Kostproben inklusive!

Die kleine „Landwirtschaft ohne Grund und Boden“ kann jedermann betreiben. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig.

Kosten? Keine – unser Spendenvorschlag: € 8,80
Weitere Info? Bitte melden Sie sich an via E-Mail.

KHG-Bienen (2): Die Geburt eines neuen Volkes

Gestern berichteten wir davon, wie wir am Lehrbienenstand des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums (KHG) gemeinsam unseren Blick schärften. Denn nicht nur für die Weiselkontrolle ist das notwendig, sondern auch, um eine geeignete Startwabe zu finden. Das war nämlich unsere zweite Aufgabe: einen Ableger zu bilden.

Wie gründet man ein neues Bienenvolk?

Pracht-BrutwabeAuf einer Wabe müssen alle Stadien von Brut zu sehen sein. Wir suchen auch nach frischen „Stiften“, also kleinen, wenige Tage alten Eiern, die von den Arbeitsbienen zu einer Königin herangebildet werden können. Das passiert, indem sie die Winzlinge mit Geleé Royale füttern. Der „Königinnensaft“ dazu wird von der Kopfspeicheldrüse der Arbeiterin produziert.

Schüler betrachten eine Wabe mit ansitzenden Bienen

Wir sind uns einig: das ist die beste Ablegerwabe!

Geburtshelfer Edna, Moritz und David sind bereits gut vertraut im Umgang mit den Bienen. Sie waren auch die letzten Male mit dabei. Jeder zieht fachmännisch eine Wabe und begutachtet sie. Zusammen entscheiden wir uns für die geeignetste und hängen sie in einen von Biologielehrerin Birgit Herrndobler angeschafften Holzkasten („Zarge“) hinein.

Blick in die frisch erstellten Ablegerzarge

Frisch erstellter Ableger

Das erfordert ein wenig Nervenstärke, denn dabei kann einem schon mal eine Biene über die Hände krabbeln. Sie sind jedoch in einer Lebensphase, wo Verteidigung noch nicht in ihrem Programm steht. Und da alles in ruhiger Weise vor sich geht, haben sie auch gar keine Veranlassung dazu.

Für den Start eines neuen Volkes braucht es: 1 Brutwabe (siehe oben) + 1 Mittelwandrähmchen + 1 Futterwabe + viele Arbeitsbienen, die wir mit in die neue Beute hinein kehren. Letzteres hatten wir allerdings ohne Kinder erledigt, die wieder in ihre Klassenzimmer zurück mussten. Andere Fächer sind schließlich auch wichtig.

Den Bund erneuern

OStD Michael Strehler probiert Honig frisch aus der Wabe

OStD Michael Strehler probiert Honig frisch aus der Wabe

Oberstudiendirektor Michael Strahler, der sich heute einmal Zeit nehmen konnte für einen Besuch am Lehrbienenstand, erliegt wie wir alle der Faszination, die von diesen autarken, kleinen, fleißigen Wesen ausgeht, die dennoch auf den Schutz und die Pflege durch Menschenhand angewiesen sind.

OStR Dr. Christa Horn, David, Moritz, Reinhold

OStR Dr. Christa Horn, David, Moritz und Reinhold mit Drohnenrahmen

Auch Oberstudienrätin Dr. Christa Horn zeigt sich beherzt bei ihrem ersten hautnahen Kontakt mit der „Kärntner Biene“, Carnica genannt.  Sie entschließt sich, ebenfalls das Imkern zu erlernen. Und das wäre tatsächlich wundervoll, denn dann könnte die bisherige Pionierarbeit von Birgit Herrndobler, die zum Sommer hin in Mutterschutz gehen wird, weitergeführt werden!

Mit jedem Menschen, der den Bund mit „Apis mellifera“, der westlichen Honigbiene neu schließt, wird eine uralte Allianz aufrecht erhalten, die bereits seit geraumer Weile brüchig geworden ist. Das Durchschnittsalter bayerischer Imker liegt derzeit bei 64 Jahren. Eine immens große Lücke tut sich in Kürze auf.

Weidenskulpturen iim KHG-Garten

Wir danken daher der Schulgemeinschaft am KHG, dass sie mit dafür Sorge trägt, das Band zwischen Mensch und Biene nicht gänzlich abreißen zu lassen. Zumindest in Bamberg – und durch ihr Beispiel auch außerhalb unseres kleinen Kosmos.

2 Schüler blättern in einem Info-Heftchen zur BieneP. S.: Unsere Lernaufgabe für nächste Woche

Über 150 Bestandteile befinden sich im Honig!

David, Moritz, Reinhold und ich nahmen uns spontan vor, die 10 häufigsten Bestandteile aus dem Heftchen „Bienen eine Wunderwelt“ herunterrattern zu können!

Topp – die Wette gilt! Wer macht alles mit? Treffpunkt nächsten Mittwoch am KHG-Bienenstand. Uhrzeit sagt euch Frau Herrndobler. Und natürlich gibt es einen kleinen Preis für die besten Honigkenner!

Übergabe der Bienenpatenbeute an Ruth Vollmar

Ilona Munique und Ruth Vollmar befestigen PatenbeutenschildDie Patenurkunde hat sie ja bereits erhalten. Doch auch das Anbringen des Patenschildes an die von Ruth Vollmar finanzierte Beute will zelebriert werden. Wir freuen uns über jede Gelegenheit, mit unseren Paten zusammen zu treffen und ein wenig über Bienen zu fachsimpeln. Denn Bienenpaten sind Botschafter und Multiplikatoren des Bienengedankens, sie spielen eine wichtige Rolle auf unserem Weg zur Bienenstadt Bamberg.

Josch, Reinhold und Ilona beim Kaffeekränzchen im Garten SchiffbauplatzKaffeekränzchen mit Bienenpatin Ruth Vollmar im Garten am SchiffbauplatzRuth Vollmar hat als Leiterin der Wirtschaftsförderung der Stadt Bamberg ohnehin ein Händchen für Werbung und Publicity. So merkt man ihr sofort auch an, dass sie nicht zum ersten Male fotografiert wird. Ratz-fatz sind die Aufnahmen im Kasten, und wir können zum gemütlichen Teil des Nachmittags vom 17.05. übergehen, der endlich auch einigermaßen warm wurde. Bei unserem VHS-Kurs heute morgen froren wir noch.

Eine ungute Überraschung

Lage SchiffbauplatzEin Blick in ihre Patenbeute allerdings bescherte uns eine ungute Überraschung. Keine Brutzellen zu finden, das Volk scheint weisellos. Die zuständige Königin hätte längst legen müssen. Wo ist sie abgeblieben?

Auch im Volk nebenan, dem Schwarmvolk vom 24.04. war zunächst keine zu entdecken. Doch! Halt! Auf dem letzten Rähmchen wurde sie endlich gesichtet – und flog in diesem Augenblick davon! Ohne von einem Hofstaat aus Arbeitsbienen begleitet zu werden. Absolut ungewöhnlich und nur damit zu erklären, dass sie unbegattet blieb und dadurch keine eindeutigen Königinnenpheromone aussandte. Der Duft ist das wichtigste an ihr. Fehlt er, erkennen die Arbeitsbiene ihre Königin nicht und folgen ihr auch nicht mehr.

Aus zwei mach eins

Reinhold vereint zwei Völker am Schiffbauplatz

Wir entschlossen uns, beide Völker wieder zusammen zu führen. „Wieder“, weil das linke Volk ohnehin ein ehemaliger Schwarm des rechten Volks war. Damit sie sich eine Königin heranziehen können, versorgten wir die Bienen mit einer Brutwabe aus dem Volk an der Weide. Damit das aufgelöste bzw. in den  Nebenstock vereinigte Volk nicht wieder zum ehemaligen Standort zurückflog, begossen wir die Palette, auf der die Beute stand, mit Wasser, um die Duftstoffe zu tilgen.

Nach und nach beruhigten sich die aufgeregten Bienen wieder und wir hoffen nun sehr, dass das warme Wetter eine gute Entwicklung des Bienengeschehens im Vollmar’schens bzw. Bretschneiders Garten am Schiffbauplatz fördert. In vier Wochen wissen wir mehr.

Sternstunden für Bambergs Bienen: neuer Standort „Sternwarte“

SternwarteUnsere beiden Besuche auf der Sternwarte, um einen neuen, innerstädtischen Bienenstandort einzurichten, zählen ganz sicher zu den Sternstunden in unserem Bemühen um das Heranziehen von Jungimkern. Denn das unkomplizierte Zusammenwirken vieler Einzelner ebnete auch dieses Mal den Weg zur „Bienenstadt Bamberg“.

Martin Branscheidt vom Immobilienmanagement der Stadt Bamberg, der sich bereits seit unserem Aufruf nach Möglichkeiten von innerstädtischen Lehrbienenstandorten Gedanken machte, wie er unserer Privatinitiative behilflich sein könnte.

Sonnenuhr an der Sternwarte Bamberg

Claudia Schelbert vom Stiftungsmanagement der Stiftung Weltkulturerbe Bamberg wurde von Herrn Branscheidt kontaktiert und reagierte aufgeschlossen auf die Idee, etwaig in Frage kommendes Gelände der Dr. Karl Remeis-Sternwarte auf seine „Bienentauglichkeit“ hin zu überprüfen.

Standortsuchende

Ein gemeinsamer Termin war am 08.05. glücklich gefunden. Das Ergebnis der Ortsbegehung brachte rasch mehrere Standorte zu Tage. Da diese „Fundstücke“ jedoch nicht in der Obhut der Stiftung, sondern bei der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg lagen, stellte Frau Schelbert den entsprechenden Kontakt her.

Standortsuchende an Sternwarte

Und zwar zum Hausherrn der Dr. Karl Remeis-Sternwarte, Prof. Dr. Ulrich Heber, der umstandslos und wohlwollen einen Ortstermin für uns reservierte. Zusammen mit Prof. Dr. Drechsel erörterten wir bereits eine Woche später, am 16.05., die optimalste Lage für die wunderschön künstlerisch bearbeitete Patenbienenbeute von Conny Kopp, die uns ebenfalls zu diesem Termin begleitete.

Die Anforderungen an den Platz

Gruppe vor Bienenbeute am gefundenen Standort

Prof. Dr. Drechsel, Reinhold Burger, Prof. Dr. Ulrich Heber, Conny Kopp mit Patenbeute am neuen Lehrbienenstandort

  • Bienenfreundliche Tracht im Umkreis von 3 Km
  • Morgensonne am Flugloch
  • Halbschatten
  • Ungestörtheit m Umkreis von ca. 3 Metern für Personal, Bienen und astronomischen Geräten
  • Genügend Platz hinter der Beute für Besuchergruppen, vor allem für den Unterricht der Bamberger Schulbiene
  • Weitestgehende Barrierefreiheit für Mobilitätseingeschränkte
  • Jederzeit ungehinderter Zugang für die imkerlichen Pflegemaßnahmen, die hin und wieder auch zu frühen Morgen- oder späten Abendstunden erfolgen können
  • Parkplätze

Gesucht und Gefunden

Bemalte Patenbienenbeute auf künftigen LehrbienenstandortVon den drei Plätzen, die in die engere Wahl kamen, wurde es derjenige, auf den unser aller Augen als erstes gefallen war. Das Bauchgefühl behielt mal wieder recht. Conny Kopp hatte auch sofort die Lösung für eine kleine Schwelle, über die man zum Garten gelangt, parat. Für ihren „Malort“ besitzt sie bereits eine Rampe, die sie uns bei Bedarf ausleihen würde.

historische Teleskop Remise an der Sternwarte

Ein Nutzungsvertrag wird den endgültigen „Bund der Sterne mit den Bienen“ hoffentlich unkompliziert besiegeln, so dass wir bereits zur geplanten 125-Jahr-Feier der Sternwarte im Herbst mit unseren „Sternen-Bienen“ in Rahmen von Führungen aufwarten können. Näheres zur gegebenen Zeit.

BienenhotelHerzlichen Dank allen Beteiligten! – und nicht nur die zu erwartende „süße Gabe“ ist allen sicher, sondern auch ein Platz im Herzen aller Liebhaber/innen von Bienen, Honig, Obst, Gemüse und Beeren.

Denn ohne Biene keine Bestäubung – und ohne hilfreiche Menschen wie die oben Genannten keine Bienen!

Halbe-halbe im VHS-Kurs „Die Imkerei …“

Fünf Frauen, fünf Männer – unser VHS-Imkerei-Kurs für Erwachsene vom 17.05.2014, der am 31.05. von uns (hier anmelden!) wiederholt wird, zeigt (noch) eine eher ungewöhnliche Geschlechterverteilung. Doch das „Altherren- und Rentnerhobby Imkern“ entwickelt seit Kurzem auch bei Frauen und jungen Menschen den Drang zum „Selbstgemachten“.

„Tierwirtschaft ohne Land und Boden“ in zwei Stunden

Imkereitheorie im Tempelchen Wildensorger Straße, BambergVHS-Teilnehmende und Kursleiter Reinhold BurgerDie „Tierwirtschaft ohne Land und Boden“ ist in ihren Grundzügen in zwei Stunden erklärt. Nun ja, nicht ganz. Wir durften uns nach Absprache mit den Teilnehmenden sogar bis nach dem Mittagsläuten Zeit nehmen. Denn ein paar Anwesende stehen quasi bereits in den Startlöchern zur Imkerei und nutzten die Gunst der Stunde, um sich möglichst viele Informationen für einen gelungenen Start zu holen. Uns ist das nur allzu recht!

VHS-Imkerei-Kurs in drei Teilen

Reinhold Burger erläutert die Wachstumsphasen von Honigbienen

Der Bamberger VHS-Kurs, der leider wieder einmal bei sehr kühlen, flugunwirtlichen Temperaturen begann, gliederte sich in drei Teile.

Im ersten Teil erläuterten wir Grundlegendes zu den drei Bienenwesen, ihren jeweiligen Brutphasen, der unterschiedlichen Aufgaben, die sie zu bestimmten Lebensabschnitten verrichten, zur Geschichte der Imkerei und der historischen Allianz mit den geflügelten Wesen, die die Menschheit seit Jahrtausenden begleiten und ernähren – zumindest, was Obst, Gemüse und Beeren anbelangt, denn die Bestäubungsleistung beträgt hier 80-90%. Aber auch Organisatorisches wie die Vereinsstruktur innerhalb des Landesverbands Bayerischer Imker mit ihren hiesigen zwei Ortsgruppen war uns ein paar Worte wert.

VHS-Teilnehmende und Reinhold Burger vor den BienenbeutenVHS-Teilnehmende und Reinhold Burger vor den BienenbeutenIm zweiten Teil ging es an die Beuten selbst. In der nahe gelegenen „Jungbauer-Wiese“ ging es auf Tuchfühlung mit den Bienen, die mittlerweile bei etwa 11-12° Celsius „aufgetaut“ waren. Das Öffnen der Beuten also konnte unbeschadet für die Kleinen erfolgen.

Reinhold Burger zeigt den VHS-Teilnehmenden ein Rähmchen mit BienenBeuten in Wildensorg-Rinnersteig (Jungbauerwiese)Ganz nah und ohne Hut und Schleier wurde der erste Kontakt für manche zu einem exklusiven Naturerlebnis. Sowohl ein zartes Streicheln der kleinen Wesen war ohne Weiteres möglich, als auch das Honigschlecken direkt von der Wabe auf den Finger in den Mund. So wurde das Bündnis mit der fleißigen und wertvollen Honigbiene erneut geschlossen, denn was Mann und Frau kennt und lieben lernt, das werden sie wohl zu schützen wissen!

Baguette im KörbchenFür den dritten Teil ging’s wieder zurück ins Tempelchen an der Wildensorger Straße. Auf dem Weg dorthin gab’s ein paar Informationen zu Trachtpflanzen, um den Bogen zu dreierlei Honigsorten, die uns nun auf unserer Warte hoch über Bamberg erwarteten, zu spannen. Einem dunklen (Steiger-)Waldhonig, einen Buger-Wiesen-Blütenhonig und einem „Kinderhonig“, wie ich den cremig-hellen Honig mit seinem hohem Rapsanteil gerne nenne.

verschiedene Honige zum Probieren

Wahlweise genossen entweder direkt vom Löffelchen oder auf frisch gebackenem Baguette, das wie immer glutenfrei und vegan von der Kursleitung zubereitet war. Denn niemand soll sich den Genuss verkneifen müssen. Zum Nachspülen boten wir zwei Honigwein-Sorten an, zumindest für die, die nicht selbst fahren mussten.

Am Tempelchen Wildensorger Straße in Bamberg

Verkauft wird, auch wenn es manch Teilnehmenden noch so leid tut, nichts, denn das ist in VHS-Kursen natürlich nicht erwünscht. Na, und ohnehin sollten die Teilnehmenden ihren Honig doch in Zukunft selbst herstellen dürfen!

Wir hoffen, wir konnten dazu einen kleinen Grundstein legen und wünschen viel Erfolg beim Realisieren!

Connys Patenbeutengeheimnis gelüftet … und ein Preisausschreiben!

Conny Kopp an verhülltem KunstwerkDie Mini-Vernissage bei Conny Kopp am 09.05.2014 war ein gelungener Nachmittag – und ein sichtbares Zeichen gelebter Bienenpatenschaft!

Ilona Munique, Reinhold Burger mit © Bienenpatenbeute von Conny KoppFeierlich enthüllte die Gastgeberin in den Räumen des Malorts in der Kapuzinerstraße nach einigen Worten zur Intention des Geschehens und zur Mitveranstaltern, der Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“, den mit grünem Tuch geheimnisvoll versteckten Turm.

Gäste zur Mini-Vernissage BienenpatenbeuteDie Gäste – und auch wir selbst! – staunten nicht schlecht über die farbige Kreativität der Holzbemalung auf vier schlichten Kästen, den so genannten Zargen, die in ihrer Gesamtheit „Beute“ genannt werden und also eine komplette Bienenwohnung darstellen. So künstlerisch bedacht wohnt wohl selten ein Bienenvolk in unserer Stadt! Der Standort ist ebenfalls ein ganz besonderer – an der Sternwarte! Mehr dazu in Kürze in einem eigenen Beitrag.

Detail Patenbeute © Conny Kopp

Die vier einzelnen Etagen der Bienenwohnung, die unsere 15. Bienenpatin gestiftet hat, fügen sich harmonisch mit fließenden Übergang zueinander. Alle vier Zargen lassen sich drehen und untereinander austauschen, und immer wieder erhält man ein anderes, durchgängiges Bild ohne Brüche.

Büfett zur Mini-VernissageWir grübelten bei Kaffee, Sekt und Muffins, wie viele Möglichkeiten es wohl gäbe, das Bild neu zusammenzusetzen. Immer wieder kam bei unseren bescheidenen Rechenkünsten eine andere Zahl heraus – nein, nein, der Alkoholgehalt kann’s nicht gewesen sein, am frühen Nachmittag blieb es bei uns allen bei nur wenigen Schlucken!

Detail Patenbeute © Conny KoppReinholds Mutter Elisabeth, die immerhin ein Diplom in Technischer Physik hat, gab uns einen entscheidenden Tipp in Sachen „Wahrscheinlichkeitsrechnung“. Auch Conny ließ sich von einem befreundeten Mathematiker auf die Sprünge helfen. Und nachdem sich beide Ergebnisse gedeckt hatten und mehrmals einer Prüfung unterzogen wurden, entschlossen wir uns zu einem Preisausschreiben.

Preisausschreiben „Connys Patenbeutengeheimnis“

Ilona Munique, Reinhold Burger mit © Bienenpatenbeute von Conny KoppConny Kopps bemalte Bienenwohnung besteht aus vier einzelnen, durchgängig bemalten Kästen. Diese können vertikal untereinander ausgetauscht werden. Sie können ein weiteres Mal um 180° um die eigene vertikale Achse gedreht werden.

Die Frage

Wie viele Kombinationen sind im Höchstfall möglich? Eine Antwort ist richtig. Welche?

16 oder 48 oder 256 oder 384 oder 786

Die Preise

1.-3. Preis:
1 Gutschein für die Teilnahme am „Malspiel“ im Malort Bamberg für 2 Personen
+ 1 Glas (250g) Bamberger Lagenhonig 
+ 1 Gutschein für die Teilnahme an einem Honigschleudertag bei Bienen-leben-in-Bamberg.de für 2 Personen (Termine siehe hier)

4.-10. Preis:
1 Bastelwabe
+ 1 Heftchen „Bienen eine Wunderwelt“

Teilnahmebedingungen

Teilnehmen dürfen alle Menschen ab dem 9. Lebensjahr.

Schicken Sie Ihre Lösung per E-Mail an hallo [at] bienen-leben-in-bamberg [dot] de oder postalisch an:

Bienen-leben-in-Bamberg.de
Obstmarkt 10
96047 Bamberg

Einsendeschluss ist Pfingstmontag, der 09. Juni 2014 (Es gilt das Datum des Poststempels).

Gehen mehrere richtige Lösungen ein, entscheidet das Los. Glücksfee ist die oder der zum Zeitpunkt des Einsendungsschlusses zuletzt ernannte Bienenpatin oder Bienenpate.

Die Gewinner/innen werden benachrichtigt. Bitte teilen Sie uns mit, ob wir Ihren Namen in diesem Falle veröffentlichen dürfen.

Die Gewinne sind selbst abzuholen und werden bis zum 31.12.2014 bereit gestellt unter folgender Adresse: Malort Bamberg, Kapuzinerstraße 30, 96047 Bamberg, Tel. 0951/3 01 93 15.

Ihre Daten werden selbstverständlich nur im Zusammenhang mit dem Preisausschreiben gespeichert und verwendet und im Anschluss daran wieder gelöscht.

Detail Patenbeute © Conny KoppViel Glück!
Conny und Dieter Kopp (Malort)
Ilona Munique und Reinhold Burger (Bienen-leben-in-Bamberg.de)