Öffentliche Honigernte 2026: „Eine wertvolle Erfahrung, kaum in Worte zu fassen“

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUns erreichte ein sehr berührendes Feedback einer Mitarbeiterin des Landratsamts zur öffentlichen Honigernte am Lehrbienenstand „Bienenweg“ anlässlich der BIWa-Sonntagsöffnung. Motivation, die uns bsonders während dieser stark fordernden Wochen im Juli sehr gut tut.

„Ich möchte Ihnen gerne eine Rückmeldung zur gestrigen Veranstaltung, der Honigernte, geben. Es war eine so wertvolle Erfahrung, dass sie sich kaum in Worte fassen lässt. Mein Sohn hat seit gestern über kaum etwas anderes gesprochen. Er war unglaublich stolz darauf, dass er sich das getraut hat, und dieses Erlebnis wird ihm sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

Vielen Dank für Ihre großartige Arbeit und Ihr Engagement. Solche Veranstaltungen sind etwas ganz Besonderes und schaffen bleibende Erinnerungen – für die Kinder genauso wie für die Eltern. […]“

Und das ist geschehen

26 Naturinteressierte trafen sich am Sonntag um 15 Uhr vor der Bienen-InfoWabe zu einer kurzen Ernte-Einweisung.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deAlle Kinder hatten Spaß daran, sich die Imkerschutzanzüge anzuziehen. Nachdem einem launigen „Fotoshooting“, einer ausführlichen Sicherheitseinweisung und dem Einsprühen mit Nelkenöl ging’s an den nahen Lehrbienenstand. Währenddessen betreute unsere FKBB-Beirätin Marie Pailer die Bienen-InfoWabe.

 

Am Lehrbienenstand

Am Lehrbienenstand herrschte bereits emsiges Treiben. Jungbienen waren dabei, sich einzufliegen, um nach ihren nun beginnenden Sammelflügen wieder sicher heimzufinden.

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Nachdem der Smoker angezündet und seine Funktion erläutert war, gaben wir den größeren Kindern den Vortritt. Denn bei drei aufeinander gesetzten Honigräumen reichen die Kleineren auch  mit einer Klappleiter kaum ran an die Waben.

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Reinhold Burger wies alle in den Umgang mit dem Stockmeißel ein. Mit diesem Werkzeug werden die durch Baumharz (Propolis) verkitteten Waben voneinander  gelöst.

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Mit aller Kraft von Daumen und Zeigefinger gelang es, die Waben vorsichtig aus dem Honigraum senkrecht nach oben zu heben. Gar nicht so einfach, daher gab es von Reinhold ein wenig Unterstützung. Doch den Großteil erledigten sie schon selbst.

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Schließlich hielten die kleinen Sonntagsgäste stolz die bis zu zwei Kilo schweren Waben in Händen. Die am Vortag eingelegte Bienenflucht¹ sorgte dafür, dass nicht allzu viele Bienen darauf saßen.

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Die Bienen in den Honigräumen sind emsig damit beschäftigt, Wachsdeckel als schützende Schicht über den eingelagerten Honig zu befestigen. Außerdem fächeln sie mit ihren Flügeln, um den Honig zu kühlen und ihm das Wasser zu entziehen. Für die Menschen interessieren sie sich bei all ihrer fleißigen Arbeit überhaupt nicht. Trotzdem war es eine Herausfoderung für Klein wie Groß, sich zwischen ihnen zu bewegen.

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Mit dem Abkehrbesen werden die noch ansitzenden Bienen vors Einflugloch abgekehrt. Um ein „Rollen“ der Bienen zu vermeiden, ist eine rasche Bewegung sinnvoll. Obwohl Reinhold es anbot, diese Tätigkeit zu übernehmen, wollten ein paar mutige Kinder dies gerne selbst ausführen.

Die Waben wurden dann rasch in die bereitgestellten Boxen verstaut, damit keine Bienen eingeschlossen wurden. Die bis zu 14 Kilo schweren Boxen wurden im Anschluss an die Sonntagsöffnung von unserem Bienenpaten Bernd Liedtke dankenswerterweise zu uns an den Obstmarkt gefahren. Mit dem Radanhänger wäre das ob des Gewichts verboten gewesen.

Honigverkostung

Die Kinder wurden für ihren Mut mit einem kleinen Büchlein und einem Aufkleber belohnt. In der Bienen-InfoWabe fand zum Schluss noch eine kleine Honigverkostung statt. Außerdem wurde erklärt, wie der Nektar zu Honig wird und worin der Unterschied zwischen Wald- und Blütenhonig besteht. Natürlich konnte der Honig auch gleich erstanden werden.

Infotafel Honig: Bamberger Lagenhonig

Die nächste öffentliche Honigernte findet am So., 18.07.2027 statt. Gleich mal vormerken! Doch so lange muss niemand mit einem Besuch bei uns warten oder für den Honigkauf warten. Die nächste BIWa-Sonntagsöffnung ist am 16.08.2026 von 14 bis 17 Uhr. Wir freuen uns auf euch!


Blick auf die BienenfluchtReinhold erläutert Funktion Bienenflucht¹Eine zwischen Honig- und Brutraum befindliche hölzerne Platte funktioniert für die Arbeitsbienen wie eine Einbahnstraße. Durch speziell geformte Öffnungen führt zwar der Weg vom oberen Honigraum nach unten in den Brutraum und mithin zur Königin, deren Duftspur sie folgen. Doch zurück gelangen sie wegen der sich konisch verengende Öffnung nicht mehr, so dass sich mit der Zeit der obere Honigraum von Bienen leert.

So., 19.07.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Logo für das Schwerpunktthema Honig der Bienen-InfoWabeLogo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)So., 19.07.26 – BIWa-Sonntagsöffnung mit öffentlicher Honigernte

Wann? 14.00 – 17.00 Uhr | Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur.

Öffentliche Honigernte zur BIWa-Sonntagsöffnung am Bienenweg in Bamberg / Iniative Bienen-leben-in-Bamberg.deUm 15.00 Uhr | Öffentliche Honigernte. Honig wächst nicht in Quetschflaschen, das ist sicher. Doch woher kommt er genau? Wie wird er von den Bienen eingelagert? Familien mit Kindern ab dem Grundschulalter dürfen kostenlos und ohne Anmeldung am Ernten teilnehmen. Sie ziehen unter Anleitung eine Wabe aus dem Volk am Bienenweg und werden mit einem kleinen Geschenk belohnt. Dauer je nach Besucherzahl etwa eine halbe Stunde inklusive Kurzvortrag. Auch, wer nicht ernten will, darf in einen echten Imkeranzug schlüpfen! Im Anschluss Honigverkostung mit der Möglichkeit, original Bamberger Lagenhonig zu kaufen. Bei Regen muss die Ernte leider entfallen, doch Kurzvortrag und Honigverkostung sind weiterhin möglich.
Und sonst?  Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Nutzung der Imker-Bibliothek.
Kosten?  Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo?  Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park

Honigernte Bughof und Weide (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, AK26, Modul 7)

Für unsere Teilnehmenden aus dem Imkerkurs für Anfänger boten wir zur Honigernte und -verarbeitung zwei Juli-Termine an. Gruppe 1 erntete am 04.07. am Standort Bughof, eine Woche später trafen wir uns mit der Gruppe 2 an der Weide. Das Modul 7 ist das praxisstärkste von allen, wir leisten nur noch wenig Hilfestellung. Ob mit oder ohne Imkeranzug … jetzt geht’s ans Eingemachte!

Vorlauf zur Ernte

In den Morgenstunden des Tags vor der Ernte setzte Reinhold am jeweilig vorgesehenen Standort eine Bienenflucht ein, die es in verschiedenen Varianten gibt, z. B. als Raute mit zwei Eingängen oder kreisförmig mit 16 Eingängen. Jene mit zwei Plastikeinsätzen sehen wir als eher nicht so ideal an. Zu diesem Thema weiter unten mehr.

Mit Spiritus wurden die Imkergeräte (Stockmeißel, Smoker) und die Boxen gereinigt, der Abkehrbesen kam in die Spülmaschine.

Ablauf des Modul 7 zur Ernte

Um ein sauberes, zügiges und unfallfreies Ernten zu garantieren, sollten alle erforderlichen Gerätschaften vor Ort griffbereit aufgebaut werden. Auch der Eigenschutz darf nicht vergessen werden.

Hier die Checkliste Ernte:

  • Kopftuch u./o. Imkerhut und Jacke, geschlossene Schuhe, kein Leder am Körper – Im Falle zickiger Bienen nicht zögern, nach der Devise „Selbstschutz ist Bienenschutz!“ vorzugehen. Denn offen stehende Beuten, die fluchtartig sich selbst und den Wespen überlassen werden, sind keine Option, wenn ein umsichtig aufgezogener Imkerhut das verhindern kann. Warum es Lederhandschuhe zu Kaufen gibt, entzieht sich unserem Verständnis.
  • Smoker mit Rauchmaterial, Feuerzeug, Löschwasser
  • Stockmeißel
  • Abkehrbesen Da die Borsten vom Honig verkleben und für die Bienen unangenehm hart, außerdem unnötig viele Bienen angezogen werden, empfiehlt es sich, entweder einen zweiten Besen bereit zu halten oder ihn zwischendrin mit Wasser zu säubern.
  • Leerboxen Lebensmittelecht und sauber, zudem leicht schräg aufgestellt, damit die eingetragenen schweren Waben nicht ins Rutschen kommen.
  • Leere Rähmchen Zum Abstützen der Honigwaben, wenn die Box nicht gänzlich mit ihnen gefüllt sind, um beim Tragen keine Wabenverletzungen zu riskieren. Unsere Empfehlung ist, 6-7 volle Waben, 3-4 leere Rähmchen.
  • Windel – Für Varroabefallskontrolle, die 3 Tage nach der Ernte erfolgen sollte.

1. Entnehmen der Waben

Zum Entnehmen braucht es im Grunde keinen oder kaum Rauch, der auch nur das Aroma beeinflussen würde. Die Bienenflucht – sofern mindestens 24 Stunden vorher eingelegt – sorgt dafür, dass relativ wenige Bienen im Honigraum sind.

Da Honigwaben mit durchschnittlich 2-3 Kilo für die Finger als ziemlich schwer empfunden werden können, könnte das Rähmchen in der Mitte des oberen Rahmenstegs in den Klammergriff genommen werden. Allerdings funktioniert dann so das Abkehren nicht mehr ideal.



2. Die Spritzprobe

Um sicherzugehen, dass keine zu wasserhaltigen Honigwaben geerntet werden, unterzieht man die Randwaben einer Spritzprobe. Das gilt jedoch nur für die wenig bis nicht verdeckelten Waben. Glänzt der Honig noch sehr, ist er wohl noch zu flüssig. Je matter, desto besser. Das Foto hier zeigt eine Honigwabe, die trotz wenig Verdeckelung schon reif genug zum Ernten war.

Ak25, Modul 7: Ernte Bamberger Lagenhonig, Standort Inselstadt / Weide am 12.07.2025 / Imkeranfängerkurs von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Mit beiden Händen wird die Wabe an den Seitenrändern gehalten. Falls bei der kräftigen, ruckartigen Bewegung (Stoßen) der horizontal über der Beute gehaltene Wabe ein Nektartropfen herausgeschleudert wird, belassen wir sie in der Beute. Hat man ein gutes Auge, erkennt man die Tropfen trotz der gleichzeitig mit herabfallenden Bienen. Anfänger/innen sollten besser vorher die Bienen von der Wabe kehren.

 

3. Bienen abkehren

Um die Bienen nicht zu verletzen, bemühen wir uns um ein schonendes Abkehren. Die noch ansitzenden Bienen werden dabei mit raschen, beherzten Wischbewegungen des weichen Abkehrbesens vor das Flugloch gestrichen.

Behutsame Kehrbewegungen wären wegen der Gefahr, die Bienen dabei zu rollen, grundverkehrt. Manche Imker*innen verwenden ein kleines Gebläse, um die Bienen davonzuföhnen. Beim Kauf darauf achten, dass er nicht zu laut töst.

4. Honigwabe in Leerbox bugsieren

Sodann gilt es, die abgekehrte Wabe rasch und ohne wieder anfliegende Bienen – Ende Juli dann mehr noch ohne Wepsen! – in die bereitgestellte, leicht schräg stehende Box zu bringen. Dabei muss vermieden werden, dass die Wachsschicht aufbricht, etwa, weil man mit den Abstandshaltern gegen die bereits verstauten Waben stößt. Die Folge wäre eine Sauerei in der Box und somit auch ein Herbeilocken von Bienen und Wespen.


Alle Teilnehmenden übten das Einholen der Waben ohne eine „dritte Hand“. Es ist nicht einfach, zugleich mit dem Abkehrbesen eine sehr schwere Wabe mit nur einer Hand zu halten, um mit der anderen Hand den Deckel zu öffnen und die Box sofort nach dem sorgfältigen Honigwabeneinsetzen wieder zu verschließen.

Achtung: Den Deckel, wenn er denn schon auf den Boden abgelegt werden muss, weil es anders nicht zu schaffen ist, niemals mit der Innenseite nach unten aufs Gras legen. Der Grund sind Mäuse, die den Hantavirus verbreiten könnten. Alles, was mit Lebensmittel zu tun hat, unbedingt vom Boden fernhalten! Und aus gutem Grund interessiert sich ab diesem Moment des Erntens die Lebensmittelkontrolle für die Imkerei, und wenger das Veterinäramt.

Eigenschutz!

Das Schleppen der Boxen sollte rückenschonend vonstatten gehen. Also raus aus dem Kreuz, und nicht zu viel auf einmal! Auch, wenn ihr in jungen Jahren noch keinen Gedanken daran verschwendet … Belastung lässt die Bandscheiben schrumpfen! Eines der häufigsten Gründen zur Aufgabe der Imkerei sind massive Rückenprobleme.

5. Entfernen der Bienenflucht

Die Bienenfluchten sind nach dem Prinzip einer Einbahnstraße gebaut und in unterschiedlichen, vom beabsichtigten Effekt durchaus vergleichbaren Ausführungen erhältlich (s. o.).

Die Bienenflucht wird vorsichtig unter Gabe einiger Rauchstöße angehoben. Spätestens zu diesem Zeitpunkt ist es völlig in Ordnung, auch mal einen Hut aufzuziehen.

Die meisten Bienen können mit ein paar kräftigen Stößen vor die Beute – besser noch in die vorab aufgesetzte Leerzarge– abgeschüttelt werden. Dabei wird mit einer Hand die Flucht fest in den Griff genommen, die andere schlägt kräftig auf die haltende Hand. Bei sehr vielen Bienen kommt auch erst einmal an den Rändern der Abkehrbesen zum Zuge.

Wie erfolgreich der Honigraum von den Honigpflegebienen verlassen wurde, variiert manchmal stark. Oft klappt es sehr gut, zuweilen weniger.

 

Erst, nachdem alle Völker abgeerntet sind, wird die Bienenflucht entfernt. Nimmt man die Flucht nämlich bei jedem einzelnen Volk sofort heraus, wären unnötig viele Bienen in der Luft. Das muss man sich nicht antun.

 

6. Absperrgitter entfernen und Leerzarge aufsetzen

Nachdem die Bienenflucht entfernt ist, können nach ein paar Rauchstößen aus dem Smoker, der hoffentlich noch qualmt, die Absperrgitter weggenommen und dann eine (vormals mit Honigwaben) gefüllte Leerzarge aufgesetzt werden.

Wer allerdings seine Völker im weiteren Verlauf nach dem Prinzip „Teilen und Behandeln“ (TuB) versorgt, lässt das Gitter einfach noch drauf, um sicher zu sein, dass die Königin im Brutraum verblieben ist.

Sollten ein paar Waben nicht geerntet werden können, weil noch zu feucht, setzt man diese genau über das Brutnest. Wenn man schon mal dabei ist, schätzt man zugleich die Menge des im Brutraum verbliebenen Honigs. Er sollte 5 Kilo betragen. Für die Schätzung addiert man die sichtbar verdeckelte Flächenmengen. Inklusive der verbliebenen Restwaben sollte es die Menge ergeben, wie sie auf zwei beidseitig verdeckelten Waben zusammen kommen.

Falls weniger vorhanden ist und keine Tracht mehr zu erwarten (das ist von Region zu Region und vom Zeitpunkt her unterschiedlich), muss eine volle Wabe zurückgelassen werden. Oder man beginnt sogleich mit dem Auffüttern mittels Futterteig oder einigen Litern Zuckerwasser. Und zwar in den Abendstunden, um keine Räuberei auszulösen.

7. Windel einschieben

Zum Schluss wird noch die Windel eingeschoben und nach drei Tagen ausgewertet, um einen zuverlässigen Wert zu erhalten. Bleibt die Windel länger eingeschoben, erschweren Wachskrümel das Auszählen der Milben. Zudem werden Ameisen angelockt. Wegen der Wachskrümel empfiehlt es sich, während der Gemülldiagnose auch keine frisch ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen reinigen lassen.

Basierend auf den Ergebnissen der Gemülldiagnose entscheiden wir, ob umgehend eine Varroabehandlung durchgeführt werden muss. Dabei orientieren wir uns an den für Juli geltenden Grenzwert des Milbenfalls von 10 Milben pro Tag für die über ein Jahr alten Wirtschaftsvölker.

Liegen die Werte unterhalb dieser Grenzen, können wir mit der standardmäßigen Sommerbehandlung mittels Ameisensäure noch bis August bei den Wirtschaftsvölkern und bis September bei den Ablegern zuwarten.

Zur weiteren Verarbeitung fuhren wir die duftende Fracht an den Obstmarkt. Das Modul 8 also in einem der nächsten Blogbeiträgen.

Grundschule Strullendorf zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Die FleGS-Klassen 1/2 c und d der Grundschule Strullendorf besuchten die Bamberger Schulbiene und überzeugten mit einer Menge Vorwissen. Um so mehr tat es uns leid, dass das obligatorische Bienenstreicheln wegen der Gewitterstimmung aus Sicherheitsgründen ausfallen musste. Doch immerhin durften alle die echten Bienen von Nahem sehen und ein abwechslungsreiches Programm für alle Sinne erleben!

Leider konnten wir in der darauffolgenden Woche die anderen drei Klassenzüge nicht unterrichten. Es war mit über 30° C entschieden zu heiß für Menschen wie Bienen.

1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)

Bekommen wir eine „Ameisenstraße“ hin, ohne zu drängeln? Was fühlen wir unter unseren Füßen? Was tasten, sehen und riechen wir?

2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)

Welche Pflanzen rochen so intensiv? Wie empfinden Bienen? Warum können Bienen ohne Nase trotzdem riechen? Welche Sinne und Körperteile haben sie? Wo sind die Unterschiede zu uns Menschen und weiteren Tieren?

3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung

Was sammeln Bienen und für was? Warum sind Honigbienen so wichtig? Wie transportieren Bienen das Gesammelte? Wohin tragen sie es?

4. Wie kommt der Honig ins Glas?

Welche Schritte und Geräte braucht es, damit der Honig im Glas landet? Wie viel Honiggläser ergibt eine Wabe / ein Volk? Wie schmeckt der Honig von den Bienenvölkern, die wir gleich besuchen werden? Waurm ist mancher Honig flüssig, und mancher fest?

 

5. Kontaktaufnahme Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute

Was krabbelt da? Wie sehen Arbeiterinnen und Drohnen aus?  Schlüpft hier nicht sogar eine kleine Biene?

Schaufensterbeute für den Bamberger Schulbienenunterricht

7. Besuch des Lehrbienenstands

Wie sieht die Welt durch einen Imkerschleier (Imkerhut) aus? Welche Maßnahmen erlauben einen sicheren Umgang mit den Bienen? Was macht der Rauch mit den Bienen? Wie sieht eine Bienenwohnung von innen aus?

Bamberger Schulbienenführung für Drittklässler aus Forchheim-Reuth

Die Bamberger Schulbienenführung für zwei dritte Klassen der Grundschule Forchheim-Reuth bereitete uns gegenseitig viel Vergnügen. Trotz kleinerer Regenschauer kontnen wir doch wieder die meiste Zeit im Freien verbringen. Ob auf dem Sinnespfad, bei der Bienenbeobachtung mit der Schaufensterbeute, bei der Tiersuche-Challenge oder am Lehrbienenstand beim Streicheln von Drohnen und Arbeitsbienen – es war viel geboten!

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Folgende sieben Stationen sorgten für reichlich Abwechslung:

  1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)
  2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)
  3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung
  4. Wie kommt der Honig ins Glas? Mit Honigverkostung
  5. Sichtkontakt Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute
  6. Tier-Challenge im Botanischen Bienengarten
  7. Auf geht’s zum Bienenstreicheln

1. Ankommen / duftender Sinnespfad (Barfußpfad)

Was fühlen wir unter unseren Füßen mit geschlossenen Augen? Was sehen und riechen wir?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

2. Kleine Pflanzenkunde und Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 1)

Welche Pflanzen haben wir im Sinnespfad erschnüffelt? Warum können Bienen ohne Nase trotzdem riechen? Wie empfinden Bienen? Welche Sinne und Körperteile haben sie? Wo sind die Unterschiede zu uns Menschen und weiteren Tieren?

3. Grundkenntnisse Bienen-Biologie (Teil 2) und Bestäubung

Was sammeln Bienen und für was? Warum sind Honigbienen so wichtig? Wie transportieren Bienen das Gesammelte? Wohin tragen sie es? Welche Rolle spielt die Königin?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3b zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

 

4. Wie kommt der Honig ins Glas? Mit Honigverkostung

Wie schwer ist eine volle Honigwabe? Welche Schritte und Geräte braucht es, damit der Honig im Glas landet? Wie viel Honiggläser ergibt eine Wabe / ein Volk Wie schmeckt der Honig von den Bienenvölkern, die wir gleich besuchen werden?

verdeckelte Honigwabe

5. Sichtkontakt Biene und offene Fragen an der Schaufensterbeute

Was krabbelt da? Wie sehen Arbeiterinnen und Drohnen aus? Wie sehen die Kinderstuben der beiden aus? Schlüpft hier nicht sogar eine kleine Biene?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

6. Tier-Challenge im Botanischen Bienengarten

Welche Tiere verstecken sich im Bienengarten? Wie heißen sie genau? Wie viele unterschiedliche Tiere konnten die beiden Kleingrupen finden?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

7. Auf geht’s zum Bienenstreicheln!

Wie sieht die Welt durch einen Imkerschleier (Imkerhut) aus? Welche Maßnahmen erlauben einen sicheren Umgang mit den Bienen? Was macht der Rauch mit den Bienen? Wie sieht eine Bienenwohnung von innen aus? Traue ich mich, eine Biene zu streicheln? Wie fühlt sie sich an?

Grundschule Forchheim-Reuth, Klasse 3a zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Bürgerverein Erba und Förderkreis Bienenleben: den Schulterschluss genießen

Vor einigen Monaten ist unser FKBB e. V. dem Bürgerverein Erba e. V. als Mitglied beigetreten. Versteht sich, dass wir unseren Mitgliedskolleg*innen eine spannende wie genussreiche Schulbienenführung versprachen.

Bei fast zu gutem Wetter bekamen die zehn Teilnehmenden im Bienengarten einen Crashkurs zu Bienen und ihren Lebensraum. Nach allerlei Wissenshäppchen zu Wild- wie Honigbienen lösten wir in der Bienen-InfoWabe das Rätsel auf, wie genau eigentlich Nektar zu Honig wird und wie dieser ins Glas gelangt.

Klar, dass sodann eine Honigverkostung fällig wurde, bevor wir am Lehrbienenstand die Bienen streicheln gingen.

Bei Kaffee und Kuchen ließen wir den Nachmittag ausklingen.

Wir freuten uns sehr über das Interesse an unseren Lieblingsthemen, welches uns außerdem Zuwachs zu unserem Förderkreis bescherte – ein Antrag auf Familienmitgliedschaft für Bert und Ingrid! Auf beiderseits netten Schulterschluss zum Wohle des Erba-Insel-Lebens!

Junge Bienenprofis des Wiesenhorts Bug bei der Bamberger Schulbiene

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deWiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deSie kamen aus Bug angeradelt. Und stellten viele eigene Fragen, konnten aber auch schon erstaunlich viele richtige Antworten geben, die Eins- bis Sechstklässler aus dem Wiesenhort Bug.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.deWeit über die vereinbarte Zeit gerieten wir damit, doch das war beiderseits völlig in Ordnung. Wir hatten unsere Freude daran, in den Kindern und ihren vier erwachsenen Begleiter/innen würdige Partner in Sachen Bienenliebe gefunden zu haben.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ob Sinnespfad, Bienen- und Pflanzenkunde, Honigverkostung, Schaubeute oder echte Bienen … das ganze Programm wurde aufmerksam und aufgeschlossen mitgemacht. Alle wollten und durften die Bienen streicheln, denn nach einigen grundlegenden Informationen war allen sonnenklar: JA, DAS GEHT!

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Lassen wir ansonsten die Fotos sprechen!

Sinnespfad – Fühlen, Hören, Sehen, Riechen; und soziale Kompetenzen wie Aufmerksamkeit, Achtsamkeit und Rücksichtnahme, aber auch Vertrauen entwickeln beim Blindgehen.

Bienenkunde – ihre und unsere Sinne vergleichen, ihre besonderen körperlichen Merkmale und ihr Können, Wildbienen identifizieren und andere Insekten benennen. Bei einer kleinen Pflanzenkunde drei Duftpflanzen kennenlernen.

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Von der Biene ins Glas – mit Honigverkostung

Bienen in Live in der Schaufensterbeute – ungestört für Bienen und stressfrei für Menschen gewöhnen wir uns an das Gewusel.

Das Highlight – echte Bienen streicheln!

Wiesenhort Bamberg Bug, Klassen 1-4 zum Schulbienen-Unterricht / Schulbienenführung in der Bienen-InfoWabe, Bienen-leben-in-Bamberg.de

Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK26, Modul 6)

Mit dem praxisorientierten Modul 6 „Ablegerversorgung, Königinnenzeichnen“ ist die Halbzeit des Imkerkurses für Anfänger erreicht. Nach einer kurzen Wiederholung zur Ablegerbildung widmen wir uns den beiden neuen Lektionen Ablegerversorgung und Königinzeichnen. Die kleine Regenpause verbrachten wir in der Bienen-InfoWabe mit Theorie.

Ablegerversorgung / Varroabehandlung

Als erstes erfolgt die Windeldiagnose. Sie verrät uns viel, was in den letzten vier Wochen im Ableger aus dem Modul 4 am 18.04.26 passiert sein dürfte.

Nach dem Öffnen fanden wir eine hübsche Königin vor, Wir entdeckten außerdem Eier und bereits erste Larven. Das ist nicht immer selbstverständlich.

Da die Königin noch jung ist, verzichteten wir vorerst auf ihre Zeichnung. Junge Königinnen reagieren oft noch etwas nervös. Möglicherweise ist sie außerdem noch flugfähig. Ihr Davonfliegen wollten wir nicht riskieren. Das Markieren holen wir zur nächsten Durchsicht in ein bis zwei Wochen nach.

Zeitpunkt Varroabehandlung

Den Zeitpunkt vor der Verdeckelung der Brut nutzten wir zur Varroabehandlung. Hintergrund: Die zur Verfügung stehenden Säuren wirken nämlich nicht in die verdeckelte Brut hinein.

Material

Möglich ist eine Behandlung mit Milchsäure 15% im Sprühverfahren. Noch besser wirkt Varroxal 0,71 g/g  (Oxalsäuredihydrat). Das Pulver wird gemäß der Packungsbeilage mit Wasser zu einer 3%-Lösung angemischt: 6 g Oxalsäuredihydrat-Pulver (6 Messlöffel) auf 200 ml Wasser. Beim Umgang mit der Säure bitte die Schutzmaßnahmen beachten: Handschuhe, Jacke oder Hemd mit langen Ärmeln und am besten Schutzbrille und Mundschutz (FFP-3-Maske).

Vorgang

Gesprüht wird nur mit zwei, drei Stößen pro Wabenseite. Die Flügel bzw. Körper der Bienen sollten nicht durchnässt, sondern lediglich angefeuchtet, sprich: silbrig glänzend sein. Mit einem Sprühvorgang ins Leere wird vorab die Windrichtung überprüft, aber auch, ob der Sprühkopf auf einen feinen Nebel eingestellt ist.

Die Wabe mit den ansitzenden Bienen von unten in einem Winkel von 45 Grad besprühen. Damit wird verhindert, dass der Sprühnebel die bereits vorhandene Larven direkt trifft. Nicht versäumen sollte man dabei, auch die Bienen zu besprühen, die auf den inneren Seitenwänden der Zarge herumkrabbeln.

Produkttipp: „Sprühgerät McProper Plus P“ des Schweizer Herstellers Birchmeier, der von verschiedenen Versandhändlern angeboten wird.

Dokumentation

Nicht vergessen. Jede Anwendung eines Tierarzneimittels muss im Bestandsbuch dokumentiert werden. Eine Vorlage kann bei der LWG als PDF-Dokument heruntergeladen werden: bestandsbuch.pdf

Königinnenzeichnen

Um die Königin im Gewusel leichter zu finden und um sie bei allen Verrichtungen im Volk nicht zu gefährden, ist ein Zeichen auf ihrem Rückenschild hilfreich.

Die Farben zum Zeichnen von Königinnen sind international festgelegt: Jahre, die mit 1 bzw. 6 enden – weiß. Jahre, die mit 2 enden – gelb, Jahre mit 3 – rot, Jahre mit 4 – grün, Jahre mit 0 bzw. 5 – blau. Die Jahresfarbe für 2026 ist also weiß.

Statt der Königin ließen wir von den Teilnehmenden ein paar Drohnen zeichnen. Das hat neben der Schonung der Königin den Vorteil, dass ALLE üben können. Eine Drohne zu „pflücken“ kann für manche eine Herausforderung bedeuten, selbst im Bewusstsein, dass die männlichen Bienen keinen Stachel haben. Das Einfangen mit der Hand ist sicherer als mit Hilfe eines Abfangclips, da dies eine geringere Verletzungsgefahr für die Königin bedeutet. Möglich ist es auch, direkt das Zeichenrohr über die Königin zu stülpen und … nun ja, ihr werdet es herausfinden, welche Art des Einfangens euch am wenigsten Schwierigkeiten bereitet!

Einmal erwischt, schnell ab mit dem Drohn in das Zeichenrohr! Und zwar ins richtige der beiden hohlen Teile. Dann vorsichtig mit dem Schaumstoff die „Königin“ in eine Halteposition bugsiert. Also der obere Rücken wird sanft zwischen den Stäben festgeklemmt und mit einem speziellen Stift gezeichnet.

Nach dem Färben die Königin kurz trocknen lassen und etwas anräuchern. Somit wird der Geruch der Finger und des Farbstiftes überdeckt. Und nun ab mit ihr ins Volk, welches sie hoffentlich auch wieder annimmt. Die Versuchsdrohnen hingegen fliegen meist auf und davon, um als „falsche Königin“ wieder heimzukehren.

Hin und wieder passiert es, dass die Königin von ihrem Hofstaat nicht mehr beachtet wird. Vielleicht wurde ihr Unterleib versehentlich gequetscht oder sie riecht nicht mehr so, wie eine gesunde, legefähige Königin es sollte.

Das nächste Mal sehen wir uns bereits zur Ernte und Verarbeitung des Honigs. Denn bis dahin, bzw. bis Mitte Juni, wird einfach nur wiederholt: Wöchentlich Weiselkontrolle und vielleicht noch einen Ableger bilden. Wir sehen uns!

Montessori-Mittagsbetreuung zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Blaue (auch: Blauschwarze) Holzbiene, Xylocopa violacea, an Großem Löwenmaul11 Kinder aus der Mittagsbetreuung der Montessori-Grundschule erhielten nach dem „Erst-mal-ankommen-Sinnespfad“ eine knappe Stunde lang Einblick in die Welt der Bienen.

Was unterscheidet die Sinne und die körperlichen Merkmale von Wild- und Honigbienen von den unseren? Wie sehen die unterschiedlichen Arten aus? Nach dem Sitzkreis im Bienengarten ging’s in unser grünes Klassenzimmer, die Bienen-InfoWabe.

Dort erfuhren die Erst- bis Viertklässler, wo die Bienen wohnen und wie es in ihrer Kinder- und Vorratsstube aussieht. Was bringen die Arbeitsbienen mit nach Hause und wie transportieren sie alles? Und wie kommt eigentlich der Honig ins Glas?

Es freut uns immer, wenn ein Kind, welches vorher gar nicht so gerne mitkommen wollte, sich im Laufe weniger Minuten sich von unserer Hingabe anstecken lässt. Denn von uns bekommen sie Informationen nicht in „kindgerechter“, sondern in sachlich-ehrlicher Weise und auf Augenhöhe. Das lässt ihnen Raum auch für die eigene Einschätzung und Interpretation der Lage.

Beispielsweise ist es wesentlich glaubwürdiger, zu erklären, WANN genau WELCHE Bienen in ihrem Lebenszyklus stechbereit sind, als so zu tun, als müsse man grundsätzlich keine Angst haben. Fakt ist: Eine Sammelbiene hat nicht den genetischen Auftrag, ihr Volk zu verteidigen wie die Wächterbiene, sondern Wasser, Nektar, Pollen und Propolis nach Hause zu bringen. Sie wird also nur zustechen, wenn man versehentlich auf sie tritt, also ihr Leben unmittelbar bedroht wird.

Biene an Wald-Akelei

Mit Materialien zur Nacharbeitung versorgt hoffen wir, dass trotz der Kürze der Zeit ein wenig hängenbleibt von der Nützlichkeit dieser faszinierenden Insekten und unserer Liebe zu ihnen … die jeden Einsatz wert ist.

 

Monatsbetrachtungen Mai 2026 zu Bienen und Imkerei

Übersicht

Biene an Pfingstrose (Päonie 'Nosegay') im Bamberger BienengartenPhänologie und Bienen

Das sogenannte „große Blühen“ setzt sich im Mai fort, u. a. mit der Blüte der Rosskastanie, des Weißdorns und eventuell gegen Ende des Monats mit der Blüte der Robinie – alles leckere Trachtpflanzen für unsere Lieblinge. Leckereien am Wegesrand werden zuweilen ebenfalls mitgenommen, beispielsweise von unseren bienenfreundlichen, weil noch staubkranzbesitzenden Pfingstrosen aus dem Bamberger Bienengarten.

Schwarmstimmung kontrollieren

Der Zeitraum von Mitte April bis zur Sommer-Sonnwende im Juni steht ganz im Zeichen der Schwarmkontrolle. Die Völker befinden sich in der Aufwärtsentwicklung. Das große Angebot an Nektar und Pollen nutzen die Bienen für ihr Wachstum.

Mehr Bienen bedeutet, dass mehr Brut aufgezogen werden kann. Ein wachsendes Brutnest hat wiederum mehr Bienen zur Folge – und so weiter. Die Volksstärke nimmt rasant zu. Neben Alter und genetischer Veranlagung der Königin, aber auch der Witterung sowie des Trachtverlaufs ist also die Volksgröße der wesentliche Faktor für die Auslösung einer Schwarmstimmung.

Daher werden im Wochenrhythmus alle Völker daraufhin kontrolliert, ob sie sich bereits auf das Schwärmen vorbereiten. Fallweise werden alle angepflegten Weiselzellen ausgebrochen. Aber natürlich nur, wenn ihr sicher seid, dass eine Königin im Haus ist.

Drohnenbrut schneiden zur VarroaprophylaxeDrohnenrahmen ausschneiden

Gleichzeitig mit der Schwarmkontrolle wird auch der Drohnenrahmen geprüft. Wenn ein Großteil der Zellen bereits verdeckelt ist, wird die Wabe ausgeschnitten. Einerseits dient dies dazu, den Varroadruck zu mildern¹ und andererseits der Gewinnung von unbelastetem Bienenwachs. Teilweise werden die Drohnenwaben an die Wildtierhilfe zum Aufpäppeln von Nestfallern weitergegeben.

Völker vermehren

Der Mai ist eine gute Zeit für die Vermehrung der Völker mittels Ableger. Entweder durch Bildung von Sammelbrutableger oder – etwas einfacher – durch Ein- oder Zweiwabenableger. Als zeitlicher Anhaltspunkt für den Start der Ablegerbildung kann die Verdeckelung der ersten Drohnenwabe herangezogen werden.

Honigräume erweitern

Richtiger Zeitpunkt?

Spätestens, wenn die Mittelwandrähmchen am Rand des ersten Honigraums zu Honigwaben ausgebaut werden, ist der Zeitpunkt gekommen, um den zweiten Honigraum aufzusetzen. Also nicht erst, wenn die Honigwaben bereits verdeckelt sind. Entscheidend ist die Lagerkapazität. Die Bienen brauchen zum Umarbeiten und Zwischenlagern des wasserreichen Nektars genügend Platz.

Welche Waben?

Hier gilt das gleiche, wie bereits für den ersten Honigraum in den Monatsbetrachtungen April ausgeführt wurde.

Aufsetzen oder Zwischenschieben?

Einen weiteren Honigraum grundsätzlich immer oben aufsetzen. Beim Zwischenschieben besteht die Gefahr, dass die Bienen die Waben, welche nach oben gesetzt wurden, vernachlässigen. Die Folge wäre, dass dort noch nicht vollständig ausgereifter Honig zu feucht bleibt. Zudem wird durch das konsequente Obenaufsetzen des Honigraumes das Volk in die Länge bzw. Höhe gezogen, was einer Schwarmstimmung vorbeugt.

Erste Honigernte

Grundsätzlich bieten wir unseren Bamberger Lagenhonig als Ganzjahreshonig an. Wir schleudern nur einmal im Jahr (Juli). Ausnahmen machen wir, falls in der Nähe der Bienenstände ausgedehnte Rapsfelder blühen. Rapshonig enthält sehr viel Traubenzucker, der gerne bereits in der Wabe auskristallisiert. Damit wir den Honig noch ausschleudern können, heißt es also, gleich nach Trachtschluss der Rapsblüte zu ernten.
Lage "Buger Wiesen"

 

Termine

Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.

  • Do. 07.05.26, 09.00 – 16.00 Uhr
    – Infostand „Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ am Nachhaltigkeitstag des Erzbischöflichen Ordinariats. Bamberg, Bistumshaus St. Otto.
  • Sa., 16.05.26, 10.30 – 12.30 Uhr
    – Ablegerversorgung, Königinnenzeichen (M6 Imkerkurs für Anfänger). Bamberg, Bienen-InfoWabe.
  • Sa., 16.05.26,  15.00-17.00Uhr
    – voraussichtlich FKBB-Vorstandssitzung. Bamberg, Bienen-InfoWabe.
  • So., 17.05.26, 14.00 – 17.00 Uhr
    – BIWa-Sonntagsöffnung. Bamberg, Bienen-InfoWabe.

 


Schöne Maitage für euch ohne schwärmende Bienen 😉


1 Odemer, Richard; Odemer, Franziska, Liebig, Gerhard; de Craigher, Doris (2022): Temporal increase of Varroa mites in trap frames used for drone brood removal during the honey bee season. In: Journal of Applied Entomology, Vol. 146, Issue 9, Nov. 2022, S. 1207-1211. https://doi.org/10.1111/jen.13046 (Letzter Zugriff 30.4.2024).