Petitionen gegen das Bienensterben

Einige Petitionen sind derzeit am Laufen. Ihre Online-Unterschrift ist eine einfache, jedoch wichtige Hilfe. Hier zwei zur Auswahl:

Appell an die Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner zu „Stoppt das Bienensterben“. Am 26.01.2013 soll die Übergabe des Appells auf der Agrarmesse “Grüne Woche” in Berlin stattfinden. (Über compact.de – Demokratie in Aktion)

An die Entscheidungsträger der EU und der USA gegen die Verwendung von Pestiziden der Gruppe der Neonicotinoide (Über die Avaaz – The World in Aktion)

[Ergänzung 14.04.2016: Hier geht’s zur aktuellen Liste der Petitionen und Kampagnen gegen Bienensterben und Pestizideinsätze]

Bienenpatin Carmen Dechant 2013/2014

Bienen-leben-in-Bamberg.de hat eine neue Bienenpatin – Carmen Dechant aus Bamberg! Vielen Dank im Namen von Natur & Mensch, die den Kauf einer neuen Bienenbehausung („Beute“) ermöglicht.

„Endlich weiß ich, was ich mir sinnvolles für mein Geburtstagsgeldgeschenk kaufen werde!“, freute sich Carmen Dechant im vergangenen Jahr, als sie mit uns Kontakt wegen der Bienenpatenschaft aufnahm.

Bienenpatenurkunde an Carmen Dechant

Überreichung der Bienenpatenurkunde an Carmen Dechant, Bamberg (links) von der Imkerin Ilona Munique von Bienen-leben-in-Bamberg.de am 8.1.2013

Die Übergabe der Patenurkunde an die strahlende Sponsorin erfolgte am 8. Januar 2013 stilecht im Gewächshaus ihrer Hofstadt-Gärtnerei, die sie zusammen mit ihrem Mann Michael in der Gärtnerstadt betreibt. Drumherum 4.444 qm Gärtnerertragsfläche.

In der Hofstadt-Gärtnerei wird künftig auch die neue Beute betreut. Sie ist für jeden innerhalb der Öffnungszeiten zu besichtigen. Geplant sind außerdem Imkerei-Vorführungen, zum Beispiel am Tag der offenen Gärtnerei am 20.04.2013. Korrektur, die jedoch nur für Bamberg gilt: es ist der 28.04.2013. Der Rest Bayerns feiert früher.

Carmen wollte sogleich alles ganz genau wissen: wann die Beute aufgestellt wird, wie sie beim Imkern mitmachen kann und ob die Bienen bei ihr genügend Futter finden würden. Na, wenn nicht in einer Staudengärtnerei, wo dann?! Etwas besseres kann man sich fast nicht vorstellen. Für uns ist es jedenfalls ein Volltreffer, denn unser „Bamberger Lagenhonig“ hat nun neben „Wildensorg-Rinnersteig“ und „Buger Wiesen“ eine weitere Ertagslage gewonnen, mitten in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Bamberg und innerhalb der Projektfläche „Urbaner Gartenbau“.

Was Carmen Dechant im Gegenzug an ideellen wie sachlichen Gaben erhält, lässt sich auf der Seite über die Bienenpatenschaften nachlesen. Da das neue Ablegervolk im ersten Jahr natürlich noch keinen Honigertrag bringt, erhält die Bienenpatin den versprochenen Honig aus einer der Beuten in den Buger Wiesen. Hier wie dort wird ein Schriftzug der Sponsorin angebracht, damit sie tatsächlich das ihr zugeordnete Bienenvolk in ihrem Werdegang beobachten, begleiten und beernten kann.

Wir freuen uns auf spannende zwei Jahre mit unserer Bienenpatin Carmen Dechant, die sich bestimmt bald einmal persönlich hier vorstellen wird.

Was machen Imker im Winter?

Oxalsäurebehandlung

Hörprobe im Winter

Sage einer, den Imkern wäre es im Winter langweilig!

Oxalsäurebehandlung im Winter

Oxalsäurebehandlung im WinterOxalsäure ist eine organische Säure, wie sie auch im Rhabarber, in Schwarzem und Grünem Tee und sogar in Schokolade zu finden ist. Sie schadet den Bienen nicht, wohl aber der gefürchteten Varroamilbe.

Da die Oxalsäure nur auf den Bienen selbst, nicht jedoch – im Gegensatz zur Ameisensäure – in die von der Varroa begehrten Brutwabe hineinwirkt, wird sie im Winter aufgebracht, also in der brutfreien Zeit bis etwa vor Weihnachten. Bereits Ende des Jahres nämlich fangen Bienen oftmals wieder zum Brüten an, somit ist der Erfolg einer späteren Behandlung geringer.

Dieses Jahr hatten wir in Bamberg sehr lange auf Kälte gewartet. Wenige Tage vor Weihnachten hat es dann aber doch noch für wenige Stunden geklappt, bevor uns die nächste Warmfront an das nahe Osterfest erinnern wollte.

Nur eine Beute ließen wir aus, da wir beim zuletzt behandelten Volk den ungeordneten Rückzug antreten mussten. Den lieben Kleinen war es wohl doch etwas zu warm. Sie blieben nicht brav in der von uns erwünschten Traubenform beieinander, sondern sausten uns wütend ob der Störung ihrer winterlichen Ruhe um die Ohren, bzw. auf die Lippen. Ich sag‘ nur: sofort Apis mellifica C 30 alle 15 Minuten, später stündlich, und alles wird gut!  

Oxalsäurebehandlung Schritt für Schritt:

1. Bei einer Temperatur von 0 Grad, erfahrungsgemäß besser sogar noch ein wenig darunter, kann die Behandlung erfolgen. Am besten wäre es, es bliebe auch ein paar Tage später noch kalt. So kuscheln die Bienen zusammen und geben damit die Säure untereinander gut weiter.

2. Die Oxalsäure muss handwarm sein. Also entweder gut verpacken oder in einer ausrangierten Thermoskanne transportieren, dem vorsorglich ein Totenkopfzeichen aufgeklebt werden sollte … oder so.

3. An die Spritze einen Plastikschlauch befestigen, säurefeste Einmalhandschuhe überziehen und Schutzbrille aufziehen, … ein Atemschutzgerät ist nicht Pflicht, aber auch nicht dumm.

4. Die nach Vorschrift in der Apotheke oder an einer sonstigen dafür zuständigen Stelle erstandene, mit Zuckerwasser versetzte Oxalsäurelösung (Mengenformel: Anzahl besetzte Wabengassen, Minus 2, Null dranhängen = x ml) aufziehen und gleichmäßig je zweimal in jede Wabengasse träufeln. Die pulverförmige, kristalline Oxalsäure ließe sich auch selbst anmischen, was wir natürlich NIE tun würden … bestimmt viel gefährlicher als die ein paar Tage später von betrunkenen Zeitgenossen in der „Langen Straße“ verschossenen Feuerwerkskörper …

5. Am Stand nicht lange herum diskutieren, warum es in Deutschland noch immer nicht erlaubt ist, die bienenschonendere Behandlungsmethode des Verdampfens anzuwenden. [Aktualisierung am 11.12.2017: Seit Anfang 2017 ist Versprühen zulässig; Aktualisierung am 23.12.2018: Seit 01.10.2018 ist die Oxalsäure ad. us. vet. nicht mehr apothekenpflichtig, sondern freiverkäuflich. Also, geht doch!] Die Bienen frieren sonst und sie finden das eine wie das andere nicht wirklich lustig. Doch das finden Kinder auch nicht, wenn sie Zähneputzen sollen …

6. Nach einigen Tagen die Windelkontrolle durchführen. Allerdings kann man ohnehin nicht mehr viel ausrichten, egal, welches Ergebnis man vorfindet. So die vorherigen Ameisensäurebehandlungen erfolgreich waren und keine Reinvasion durch varroabestückte „Verflugbienen“ den mühsam errungenen Erfolg zunichte machten, dürften sich nur wenige Milben zwischen den Wachsstückchen abzeichnen.

Jungimkers Frage: Was bedeuten die vielen Wachsstückchen auf der Windel?

Ganz simpel – die Bienen fressen auch im Winter, und zwar an ihren Honigvorräten. Dazu muss, wie auch bei unseren Einmachgläsern, der Deckel aufgemacht werden. Die Wachsteilchen landen als Abfall auf der Windel. Also nicht erschrecken, sondern erst mit einer Lupe die „Bescherung“ betrachten.

[Ergänzt: 17.08.2019]

Winterliche Anti-Specht-Maßnahmen, oder: Beute(n)kunst einmal anders

„Tok-tok-tok-tok-tok“. Als Imkerin ändert sich so manche Wahrnehmung und Wertigkeit. Hat mich dieses Geräusch im Wald früher glücklich gemacht und verrenkte ich mir den Hals, um einen Blick auf den Verusacher zu erhaschen, so denke ich heute automatisch: „Hoffentlich ist Meister Specht nicht an unseren Beuten beschäftigt!“

Nun, kurz vor Weihnachten war es leider soweit. Unser erster Lochschaden an einer nagelneuen Beute. Und an einem Standort, wo wir die gierigen Vögel eher weniger vermutet hätten. Ich meine, eine Elster auffliegen gesehen zu haben, als wir uns dem Platz näherten. Schätzungsweise sind wir gerade noch rechtzeitig gekommen.

Unsere Sofortmaßnahme bestand lediglich darin, mit einer gerade greifbaren Palette das Loch abzudecken. Da wir zu wenig Zeit hatten, um einen Lochbohrer zu kaufen und es außerdem entschieden zu viel Winter war für eine Reparatur, griffen wir zuhause nach dem nächstbesten Abdeckstück, welches uns in die Finger geriet, einem Plastikkörbchen – und zum Farbtopf. So bestückt machten wir uns erneut zu unseren in hoher Gefahr schwebenden Bienen, die wir eigentlich wegen der anstehenden Oxalsäurebehandlung aufsuchen wollten – doch dazu in Kürze mehr.

Katzenkopf-Galerie als Spechtabwehr

Eine Katzenkopf-Galerie, so die Theorie, sollte Vögel abhalten. Die so genannte „Imkerkunst“ wurde justament geboren! Nicht zu verwechseln mit „Beute(n)kunst“. Na gut, mit weniger klammen Fingern gelingen mir die Miezen sicherlich besser. Auch sollte sich die Farbe bei ausreichend Plusgraden besser verstreichen lassen. Und in der Eile mischte ich Wasser- und Lacklasurfarbe untereinander. Ohnehin lassen wir die nächsten Katzen von Schülern innerhalb des geplanten Imkereischulprojekts malen. Aber vorher bitte ich doch um eure Bewertung: Welcher Katzenkopf ist der schönste?

Sofortmaßnahme gegen Spechtschaden

 

Literatur mit tollen Bildern: Der Specht – Feind der Beuten? via bienen-tv.

 

Süße Weihnachten von Bienen-leben-in-Bamberg.de

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012Allen Bienenfreunden wünschen wir eine süße Weihnachtszeit und ein Gesundes Neues Jahr!

Süßes und Gesundheit müssen kein Widerspruch sein. Sofern das Zähneputzen nicht vergessen wird! Obwohl – unser Imkervater schwört darauf, dass der Honig nicht schädlich für die Zähne sei. Nun, darauf würde ich mich jetzt trotz aller Begeisterung für dieses Ur-Naturprodukt nicht verlassen.

Doch wo er Recht hat … die Bestandteile von Honig können sich sehen lassen. Der Honigfächer de Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (PDF) führt neben Traubenzucker, Fruchtzucker und ein knappes Fünftel Wasser sowie Mehrfachzucker auch Fermente, Vitamine, Mineralien, Säuren, Aminosäuren, Hormone, Inhibine und 50 (!) Duftstoffe auf.

Ups, Hormone!? Ja, eines, nämlich das Acetylcholin (ACh) ist einer der wichtigsten Neurotransmitter in lebendigen Organismen, so auch im Menschen. Zuständig ist es für die Übertragung von Nervenimpulsen ans Herz. Absolut spannend für mich als Erwachsenenbildnerin ist der Zusammenhang mit dem vegetativen Nervensystem. Gut verständlich ist das in der Wikipedia beschrieben.

Bevor es hier allzu wissenschaftlich wird – lasst uns jetzt einfach Weihnachten genießen!

Ihre Imker Ilona Munique und Reinhold Burger von Bienen-leben-in-Bamberg.de

Sinnvolles Weihnachtsgeschenk, original aus Bamberg

Eine exklusive Spende in Form einer Bienenpatenschaft unter dem Christbaum dürfte nicht nur Bamberger glücklich machen, sondern generell jeden Menschen, der Natur, Genuss und vor allem die kleine, fleissige Honigbiene liebt. Eine namentlich ausgestellte Patenurkunde wird bis 24.12.2012 um 12 Uhr innerhalb Bambergs und bis 10 km Umgebung zugestellt. Bei Selbstabholung bis 14 Uhr vom Obstmarkt 10, 3. Stock.

Die Bienenpatenschaft beträgt 160 Euro und ist zwei Jahre lang aktiv. Das heißt: die Beute, also die Wohnung der Bienen, wird namentlich gekennzeichnet und “gehört” der Patin oder dem Paten für zwei Jahre – inklusive dem guten Gefühl, etwas für Natur und Mensch getan zu haben. Bei verschiedenen Mitmach-Tagen lernen die Paten auch ein wenig das uralte Handwerk Imkerei kennen, wie Honig verarbeitet wird, wie Bienen ticken und warum die Uhr der Natur bereits „1 vor 12“ tickt!

Wer weiß, ob sich da nicht eine neue Leidenschaft auftut!

Alle Beuten befinden sich übrigens im Stadtgebiet Bambergs und können von den Paten besucht werden. Natürlich erhalten die Paten neben vielen anderen Gaben und Vorzügen grundsätzlich auch Honig aus ihrer Beute. Alles Nähere erfahren Sie unter unseren Seiten zur Bienenpatenschaft und natürlich direkt von uns.

Kleine Vorschau: Im neuen Jahr stellen wir die bereits bestehenden Patenschaften hier vor.

Unsere Imkerphilosophie

Kennen Sie schon unsere Imker-Philosophie?

Sie ist dauerhaft unter unserem Impressum verankert (-> zur aktuellen Fassung). Sechs Grundsätze prägen unsere Einstellung zur Honigbiene, zur Arbeitsweise in unserer Imkerei und zur Behandlung und Vermarktung des Honigs. Und unsere Einstellung zu dem, was uns das alles wert ist.

Regionales Imkern mit Herzblut … für Mensch, Tier & Natur.
Weil das Bienenwerk unseren ganzen Respekt verdient! DANKE, Bienen!  

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012

Nur Einkaufen war gestern … darum dürfen Große wie Kleine an unserem Honig- und Imker-Mitmach-Markt alle ihre Sinne einsetzen.

1. Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012  |  3. Adventswochenende

Wo?

Beim „Alternativen Kunsthandwerker Weihnachtsmarkt“ im St. Josefsheim (Don Bosco – Jugendwerk), Jakobsplatz 15, 96049 BAMBERG

Hinter dem Dom und links von der Jakobskirche aus, im und um den romantischen Lorbeershof, wird einer der schönsten Weihnachtsmärkte, die wir kennen (und das sind viele!) alljährlich am 3. Adventswochenende veranstaltet. Und wir dürfen dabei sein!

Wann?

Sa., 15.12.2012 | 13.30 – 20.00 Uhr
So., 16.12.2012 | 11.00 – 19.00 Uhr

 Was gibt’s?

  • Mit Waben basteln – z. B. Aufhängerla für den Baam und die G’schengla
  • Rätselspaß – in 5 Kategorien (Moggäla, Waggäla, Kinnä, jungä Hubbfä, G’scheidäla)
  • Regionaler Honig  – Wald-, Blüten- und Sommertracht (250 g + 500 g), der probiert werden kann (P. S.: Unser eigener ist leider schon aufgegessen, aber wir bieten feinen Honig von unserem „Imker-Vater“ Klaus Hofmann an, siehe Foto der Pressemeldung)
  • Uraltes Handwerk „Imkerei“ – Informationen zum Lesen, Schauen und Anfassen
  • Warme Honigmilch – garantiert ohne Alkohol und mit hochwertigem Honig
  • Wabenanhänger – für Baum und Geschenke fix und fertig g’machd, weil Weihnachten ja scho voä der Düa steht
  • Geschenkidee: Honiggläser mit Honigbonbon gefüllt – in den Sorten Salbei und Zitrone sowie gnaundschige Bäarla für die Waggäla
  • Echte Bienenwaben zum Basteln für zuhause – zum Kerzlarollen geeignet

Was noch?

Dutzende Stände mit wunderschönem Kunsthandwerk, natürlich Leckereien, Kaffee und hausgemachte Kuchen, feuerbeheizte Stehtische (aus der Jugendwerkstatt) im gemütlichen Hof, überall Kerzenlicht auf dem großzügigen Gelände sowie ein echtes Zirkuszelt zum Mitturnen und -jounglieren erwarten die Besucher, die von überall her kommen.

Endlich einmal ein Weihnachtsmarkt tatsächlich für die ganze Familie – und für Kunstfreunde gleichermaßen.

Mit der Eventmanagerin Bettina Kröner aus Stegaurach (creativforum) hat das rührige Team des Salesianer Don Bosco Jugendwerk einen guten Griff getan. Sie wacht darüber, dass tatsächlich echtes Kunsthandwerk und Selbstgemachtes an den vielen Ständen vorherrschen. Daher dürfen wir leider, doch verständlicherweise, auch keine anderen Produkte verkaufen, wie beispielsweise Honigseife, Honigduschgel, Honiglippenbalsam, Honighandcreme, etc. Falls ihr dann doch noch so etwas für Weihnachten braucht … unsere Adresse kennt ihr ja!

Das war unser erster Honig- und Imker-Mitmach-Markt 2012!

1. Honig- und Imker-Mitmachmarkt Bamberg von Bienen-leben-in-Bamberg.deDer Vater sticht hingebungsvoll mit seiner Tochter am Basteltisch duftende Wabentiere aus (besonders beliebt waren Pferd, Elch, Katze und Eichhörnchen), während die Mutter am Verkaufsstand Honig probiert und der Sohn über dem Rätselspaß für junge Hupfer brütet. Gleich bei der ersten Frage ist er sich nicht ganz sicher und schlägt in einem kleinen Bändchen der aufgestellten Mini-Bibliothek nach. Auf der Ausstellungsfläche findet er außerdem einige Imkergerätschaften, etwa den „Smoker“, der in Frage vier eine Rolle spielt. Indess völlig ungerührt über den regen Austausch unter Imkersleuten, welcher sich am Infostand hinter ihm abspielt, schlummert das Nesthäkchen im Kinderwagen.

Der Sohn hat endlich alle Fragen beantwortet und holt sich bei Imkerin Ilona sein „Mitmach-Geschenk“ ab. Interessanterweise fischt auch er sich – wie die überwiegende Mehrheit der kleinen und großen Rätselrater/innen – einen Dufttaler aus dem Einmachglas. Die schmeichelnden Aromen von Wabenhonig, Sternanis und Nelke gewinnen gegen die Konkurrenz der gelb-rot-grünen Gummi-Halbmonde, die ausnahmsweise einmal nicht als Bärchen daher kommen, obwohl sie den selben Familiennahmen tragen.

Der Wald- und Blütenhonig hat mittlerweile den Zuschlag vor Blütenhonig und Sommertracht erhalten und wird – nebst einem mit einem Bamberger Silhouetten-Fries verzierten, mit (süchtig machenden!) Zitronen-Honig-Bonbons-Dekoglas  – in der Tasche verstaut. Schließlich braucht die Mutter eine freie Hand, um die warme Honigmilchgetränk zu halten. Und eine weitere, um das Blatt mit der Information zu einem wahrlich sinn-vollen Weihnachtsgeschenk, einer exklusive Bienenpatenschaft, zu lesen, die ihr Imker Reinhold ans Herz legt.

Das Konzept unseres ersten Imker- und Honig-Mitmach-Markt greift, so die erfreuliche Bilanz nach zwei aufregenden Tagen. Sowohl für den kleinen Geldbeutel, beginnend mit 15 Cent für ein Honigbonbon über 1,20 Euro für einen wunderschönen Bienenwaben-Engel, als auch für das größere Budget war etwas dabei, zum Beispiel eine Bienenpatenschaft für 160 Euro.

Unseren platzmäßig großzügig bemessenen Stand besucht und mitgemacht hatten:

  • Familien und Menschen aller Altersklassen
  • Imkerneulinge wie Profis
  • Adventsbummler, Naturfreunde und ausgemachte Feinschmecker
  • Pädagogen jeder (Vor-)Schulart – beispielsweise aus einer Kindertagesstätte aus Erlangen, der Förderschule Gangolfschule Bamberg, der Waldorfschule aus Hassfurt, dem Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg usw.
  • Eine hilfreiche Bibliothekarin nebst Gatten, die uns einen Ausflug ermöglichten
  • Honigfans und Menschen, die Advent nicht sofort mit Alkoholgenuss gleich setzen
  • Einige Kolleg(inn)en aus dem Fähren-Ehrenamt, einem weiteren Projekt Don Boscos
  • Ein Stadtratsmitglied
  • Die hilfreichen Geister unserer Nachbarstände, die uns mit Kaffee und Waffeln versorgten (und sich sogar als Postboten netter Geschenke von Besuchern verdient machten)
  • ein befreundetes Geburtstagskind sowie meine Schwester aus Nürnberg, die es sich trotz angeschlagener Gesundheit nicht nehmen ließ, uns zu diesem außergewöhnlichen Tag zu gratulieren!

Somit reiht sich unser Konzept harmonisch in das des Don Bosco Jugendwerks ein, wie  der Leiter, Emil Hartmann, freudig bestätigte. Gedacht für Familien und alle anderen Menschen, denen der Advent Freude und Spaß bereiten soll, hat unser Stand seine Bestimmung gefunden.

So versicherten wir uns gegenseitig unseres Interesses, diesem ersten Mitmach-Markt weitere folgen zu lassen. Auf der Seite Aktivitäten und Termine  halten wir Sie darüber und über alles weitere Geplante von Bienen-leben-in-Bamberg.de auf dem Laufenden.