*2* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Bienen in der TraubeAm 2. Dezember wird der Internationale Tag für die Abschaffung der Sklaverei begangen. An diesem Tag hatte 1949 die Vereinten Nationen den Menschenhandel per Konvention verboten. Wer beim Begriff „Sklaverei“ gleichzeitig auch an Bienen denkt, ist jedoch schief gewickelt. Mag uns das auch so mancher aus falsch verstandender Tierliebe einreden wollen, doch Honigbienen zu halten hat weder mit Massentierhaltung noch eben Sklaverei zu tun. (Ja, PETA, das richtet sich auch an euch!) Dies zu behaupten – da muss ich einfach deutlich werden – ist ausgemachter Bullshit!

Ohne das Zusammenwirken von Abertausenden von Bienengeschwistern ist einem Honigbienenvolk das (Über)Leben schlicht unmöglich. Gerade jetzt im Winter kuscheln sich die Bienen eng aneinander, um sich durch Muskelkontraktionen und im stetigen Wechsel von außen nach innen in einer Traubenkonstellation zu wärmen. Die Königin sitzt dabei tief in ihrer Mitte und muss nichts tun, außer, zu überleben!

Vor der Wintersonnenwende

Wir Imker/innen nutzen aktuell auch jetzt diese Zeit der Traubenbildung, die ab Null Grad Celsius intensiv betrieben wird, zur Varroamilbenentseuchung Auf die Wabengassen tröpfeln wir Oxalsäure, um so die Milben auf den adulten Bienen abzutöten. Den Bienen ist das zwar nicht wirklich toll angenehm, aber sie stehen es (gemeinsam) durch. Würden wir die Behandlung nicht vollziehen – und es ist äußerst schwierig, genügend lange Kälteperioden vor der Wintersonnenwende zu finden, die dem Behandlungszeitfenster ein Ende setzt – dann verlören wir die Völker im darauffolgenden Jahr mit sehr, sehr hoher Wahrscheinlichkeit. 2019 war im Übrigen ein Varroawachstumsjahr, wir erwarten allerorts große Verluste.

Interessant ist auch die Tatsache, dass Bienen turnusmäßig ihren Stock aufheizen. Vermutlich tun sie das, um den Honig flüssig zu halten. Alle müssen hier zusammenarbeiten, und dieses konzertierte, gemeinsame Wirken ist auch der größte Unterschied zur Lebensweise der Wildbienen. Letztere arbeiten, wenn überhaupt, dann nur punktuell und im eher kleinen Stil zusammen, etwa bei der Aufzucht ihres Nachwuchses.

[Nicht beauftragte, unbezahlte Werbung]

Literaturtipp

Erforschung der Bienenwelt TautzWas im Inneren eines Bienenstockes genau vor sich geht, ist von Jürgen Tautz in seinem von der  gesponserten Buch: „Die Erforschung der Bienenwelt“ (2014) beschrieben worden. Er nutzte dabei die öffentlich und kostenlos erfahrbaren Live-Videos im Labor der Umwelt-Beobachtungsstation in Würzburg namens HOBOS.

Die schlechte Nachricht: Leider sind bereits alle Bücher vergriffen, erfährt man auf der Sponsorenseite „Audi Stiftung für Umwelt“, die das Buch gesponsert hat. Gibt man allerdings seine E-Mail-Adresse an, wird man über eine mögliche Neuauflage informiert.

Die gute Nachricht: Die Bamberger Schulbiene hat noch einen gesamten Klassensatz, den sie Bamberger Schulen zur Verfügung stellen kann! Einzelexemplare natürlich auch. Ab Ostersonntag steht unsere stetig erweiterte Imker-Bibliothek wieder in der Bienen-InfoWabe zur Verfügung.

*1* Adventskalender der Bamberger Schulbiene

Tanz in den Dezember – was fällt uns dazu ein? Na klar – BIENEN, was sonst?! Doch was so vergnüglich klingt, scheint es nicht zu sein. Zwei Buchtipps finden sich am Ende des kurzen Artikels. Der Titel „Die Biene“ wird zur Ergänzung unserer Imker-Bibliothek angeschafft.

Bienentanz – kein reines Vergnügen

Bienen am „Tag der offenen Tür“ der Dr.-Karl-Remeis-Sternwarte Bamberg

Bamberger Schulbiene am kleinen Honig- und InfostandIBienenvölker am Standort "Berggebiet / Sternwarte"m Gegensatz zu den über 700 Besuchern der Sternwarte zum Tag der offenen Tür am 26.10.2019 haben sich unsere Bienen zwar etwas rar gemacht – es ist nun mal Herbst und die Tage kühl – doch war genügend Gesprächsstoff und Honig vorhanden, um den Interessierten die Wunderwelt der Bienen nahe zu bringen.

Die Kinder durften natürlich auch den dort entstandenen Honig probieren und erhielten gratis ein kleines Info-Büchlein, während die Erwachsenen sich von Reinhold die Bienenbeuten auf der Wiese hinter den beiden heute offenen Sternwarttürmen erklären ließen.

Reinhold erklärt BienengeschehenNun gibt es auch eine Erklärtafel, die wir für diesen Anlass anfertigen ließen. Doch sobald Menschen zusammenkommen, wird nicht gelesen, sondern gesprochen und viele Fragen zu beanworten. Und das nicht nur zur Honig-, sondern auch zur Wildbiene.

BienenhotelWas denn eigentlich die Löcher da sollen, und wie man da an den Honig käme, war eine davon. Antwort: Wildbienen suchen die Löcher auf, um dort hintereinanderweg ihre Eier zu legen. Es ist also eine reine Bruthöhle, Honig gibt es keinen darin.

Zur Belohnung unseres Wochenend-Einsatzes gönnten wir uns ein Abendessen auf dem nahegelegenen Spezi-Keller, was uns sogar noch im Außenbereich ermöglicht wurde. Wir ließen all die Male seit Bezug des Standorts „Sternwarte“ in 2015 Revue passieren, die wir Astrophysik-Studierenden und auch Vertretern aus der Politik das Bienenerleben ganz nahe bringen konnten. Zum Beispiel Christian 2016, der auch heute zu Besuch kam und immer noch Lust hätte, selbst Bienen zu halten, sobald die Umstände passen. Oder Iris Fischer und MdB Andreas Schwarz 2018. Und dann waren noch die Sofi-Bienen im März 2015. Ja, von den Bienen zu den Sternstunden ist es niemals weit in Bamberg!

5G schädlich für Bienen? Informationen und Vorträge

Der lang umstrittene Mobilfunksender in Bamberg-BugZur umstrittenen Einführung des Funknetzwerks G5 geben wir euch folgende weiterführende Links zur Kenntnis, ungeachtet dessen, dass wir hier alle punktuell noch Laien sind und der große „Feldversuch“ noch nicht stattgefunden hat.

Unbestritten ist, dass es eine starke Zunahme von Strahlenbelastungen durch massenhaft installierte Mikrowellenantennen geben wird. Welche Auswirkungen das auf Mensch und Tier, und auch vor sehr empfindsamen Insekten wie Bienen haben wird, können wir nur ahnen, aber diese Ahnung hat Vorläufererfahrungen und es gibt Hinweise aus verschiedenen Studien.

Persönliche Beobachtungen und eine Studie

Als wir vor einiger Zeit in Luxemburg (Stadt) waren, machten wir in Boulevard Konrad Adenauer eine merkwürdige Beobachtung. Uns fiel  in einer gleichmäßig aussehenden Allee ein kleinwüchsiger, dürrästiger Baum auf, der im Gegensatz zu allen anderen gelblich verfärbt und fast entlaubt war. Ziemlich augenfällig am Gebäude gleich gegenüber war eine tief sitzende Funkzelle montiert, wie es in LUX öfters als hierzulande üblich ist. (Leider hatte nach einer ausgiebigen Stadtführung das Handy keinen Saft mehr, gerne hätte ich euch ein Foto beigegeben.)

Mobilfunksender Grüner Markt, BambergZurück in Bamberg. Im Zuge schlechter Schlaferfahrungen am Obstmarkt 10, bei der ich schon von Anfang an die dem Schlafzimmer gegenüber befindlichen Mobilfunksender im Verdacht hatte, wurde ich nach dieser Reise vollends „hell-hörig“. Eingehendere Recherchen förderten eine Studie über Baumschäden im weiteren Umkreis von Mobilfunksendeanlagen mit 40 Beispielen aus Bamberg im Beobachtungszeitraum von 2007 bis 2018 zutage. Der Karte nach befinden wir uns hier, gegenüber des Grünen Marktes, mitten in sich stark überkreuzenden Hauptstrahlrichtungen von Mobilfunksendeanlagen.

Deshalb, weil wir uns persönlich nicht wohl mit dem Gedanken an eine flächendeckende Bestrahlung fühlen, greifen wir hier die uns von Info5G Bamberg-Stegaurach weitergereichten Informationen auf und ergänzten diese. Schaut mal, was ihr selbst damit anfangen könnt und nutzt das Kommentarfeld. Und, ja, wir trafen eine subjektive Auswahl, die zumindest zu weiteren Informationsrecherchen animieren soll.

Wer noch mehr Informationsbedarf hat:

  • Vortrag am 19.11.2019 mit Michael Partes: „5G- genial oder fatal? Ein Thema, das uns alle angeht!“ im Trieste, Gaustadter Hauptstraße 92, 96049 Bamberg
  • Vortrag am 27.11.2019 mit Jörn Gutbier von „Diagnose Funk“ im Festsaal des Bistumshauses St. Otto in Bamberg.

Wer jetzt schon genug hat und ungern Versuchskaninchen spielen mag, sei die Eintragung unter openpetition empfohlen. Wir geben gerne zu, dass wir unsere Bedenken dort geäußert und daher unterschrieben haben.

Bei ebl-naturkost GmbH ist eine Unterschriftenlisten ausgelegt, die dem Oberbürgermeister vorgelegt werden soll, so teilte man uns mit.

Herbstversammlung der HEG 2019

HEG-LogoAm Samstag,12.10.2019, findet in der Stadthalle in Eltmann die Herbstversammlung der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V. statt. Beginn ist um 10.00 Uhr mit Saalöffnung um 8.30 und Imbiss ab 9.00 Uhr.

Neben den üblichen Versammlungsberichten sowie der Wahl des 2. Vorsitzenden ist ein  Fachvortrag von Christian Dreher aus dem Bieneninstitut Kirchhain zu „Naturnahe Völkerführung – endlich verlustfrei überwintern“ geplant. Zwischen 12.00 und 12.45 Uhr  Mittagspause.

Einkaufsmöglichkeiten
In der Stadthalle befindet sich ein kleiner Verkaufsstand.
Außerdem besteht die Möglichkeit, im Lager in der Industriestraße einzukaufen, und zwar:

  • vor der Versammlung von 7.00 – 10.00 Uhr
  • nach der Versammlung ab ca. 15.00 Uhr

Exkursionsbericht (2): Zeidel-Museum in Feucht

Markt Feucht begrüßt uns mit einer überdimensionalen BieneDas Zeidelmuseum in Feucht bei Nürnberg war die zweite Exkursionsstation nach der Besichtigung des Bihäusels in Schlammersdorf/Opf.

Exkursionsteilnehmende vor dem ZeidelmuseumEinführung durch Franz Landsgesell für Exkursionsteilnehmende im ZeidelmuseumFrank Landsgesell erläuterte das neue digitale Strategiekonzept für das wohl an Exponaten reichhaltigste Zeidel-Museum Deutschlands, das sich auch auf internationales Publikum einstellt. Doch auch die Raumgestaltung ist seit unserem letzten Besuch in Veränderung begriffen. Nach der erfolgten Digitalisierung soll sich künftig auf die wichtigsten Exponate konzentriert werden.

Schnitt durch ein WespennestBienenmodellWas ich persönlich zwar medienpädagogisch als sinnvoll und zeitgemäß betrachte, doch auch mit ein wenig Wehmut begleite. Denn gerade das Stöbern und Entdecken, das Schöpfen aus dem Vollen, der vielfältige und oftmals wundersame Reichtum an Exponaten, die sich dem staunenden Auge nicht immer sofort erschließen, sondern zuweilen einen zweiten Blick erfordern, liegt mir sehr. Doch den meisten gehen vermutlich eher die Augen über und wünschen sich wohl eher ein wenig mehr Übersicht.
Verschiedene Stülper
Reinhold im ZeidelmuseumUnsere 17-köpfige Gruppe hatte für die Einführung gerade noch gut Platz im Erdgeschoss des Museums. Künftig jedoch sollen für Schulungen und Vorträge das benachbarte „Liebel-Haus“ mit einbezogen werden. Der Zeidelsaal kann bis zu 50 Personen aufnehmen, und auch die Zeidel-Bibliothek wird dort bald ausgelagtert werden. Außerdem ist ein Zeidel-Pfad in Planung, der der Umweltbildung dienen soll. Sobald dieser fertiggestellt ist, werden wir eine erneute Exkursion anbieten. Melden Sie sich bereits jetzt schon bei uns an, dann bleiben Sie mit einer Einladung auf dem Laufenden.

Digitale Tour

Station 1 der virtuellen TourKlotzbeute (Bienenstock)Bereits verwirklicht ist die technische Aufrüstung des Museums. Via Bildschirme und Interaktivität sowie QR-Codes lassen sich die Themengebiete zur Biene, Imkerei und Historie auf moderne Art ergründen. Allerdings sind die Inhalte nur über ein hauseigenes WLAN und nicht über das offene Internet zugänglich. Durchaus verständlich begründet wird dies damit, dass man die Menschen schließlich ins Haus locken möchte. Im Übrigen können sich Gruppen und Schulen zu diversen Vorträgen und Projekttagen anmelden, aber auch Beratung beim Eirichten einer Imker-AG oder beim Anlegen von insektenfreundlichen Gärten und Insektenhotels erhalten und – das dürfte selten angeboten sein – beim Bau von Klotzbeuten.

Originale ArmbrustEine unerschöpfliche Quelle um die Historie des Zeidelwesens, das besonders im Nürnberger Raum, aber auch bis hinüber zu unserem Bamberger und Weismainer Raum sowie der Oberpfalz eine hohe Bedeutung hatte, ist der Initiator des Zeidelmuseums, Wolfgang Mittwoch. Wenngleich er nach drei Jahrzehnten nicht mehr Vorsitzender sein wollte, ist er immer noch ein nicht wegzudenkendendes Mitglied und die Seele dieser außergewöhnlichen Einrichtung.

Einführung durch Wolfgang Mittwoch für Exkursionsteilnehmende im ZeidelmuseumAußergewöhnlich auch im Hinsicht auf den Brückenschlag zwischen Geschichte und Wiederbelebung alten Handwerks in der Neuzeit. So bietet man aktuell Vernissagen und Kurse an, beispielsweise zur Encaustic, einer jahrtausendealten Kunsttechnik, bei der in Bienenwachs gebundene Farbpigmente heiß auf den Maluntergrund, einem Spezialpapier, mittels eines Maleisens (ähnlich einem Bügeleisen) aufgetragen werden. Was das Wort erklärt, welches aus dem Griechischen kommt: enkauston “eingebrannt” , enkaio “einbrennen”. Der nächste Encaustic- und Schellack-Kurs findet vom 25.-26.01.2020 statt.

Elisabeth begutachtet Tracht im Zeidel-Museum FeuchtViel zu schnell verging die Zeit und wir können uns nur trennen mit dem Trost, dass Feucht über den VGN doch so gut wie vor der Bamberger Haustüre liegt. Wir kommen wieder, garantiert! Weibliche Zeideltracht, dem Modell im Zeidel-Museum Feucht nachempfunden; mit freundlicher Genehmigung von Wolfgang Mittwoch. Entworfen und geschneidert: Elisabeth Burger (Augsburg)Wo wir doch nun ein winzig-kleines Teilchen beigetragen haben, indem wir einen Schnittmusterbogen und ein Anprobemodell einer nachgearbeiteten weiblichen Imkertracht dem Museum zur Aufbewahrung überließen. Angefertigt hat das dem im Zeidel-Museum ausgestellten und nachempfundenen Modell unsere Bienenpatin Elisabeth Burger, mithin die Mutter von Reinhold Burger, und zwar als Festtagstracht anlässlich der Einweihungsfeier der Bienen-InfoWabe.

Frank Landsgesell und Wolfgang Mittwoch, Führer im Zeidelmuseum FeuchtWer jetzt neugierig geworden ist, hat zweimal in der Woche Zeit für einen Ausflug in Vergangenheit und Gegenwart der Zeidlerei bzw. Imkerei. Neuerdings hat das Zeidel-Museum (Pfinzingstraße 6, Tel.0171/7575638) seine Öffnungszeiten von Sonntag, 13.30-17.30 Uhr auch auf den Samstag von 12.30–17.00 Uhr erweitert.

Herzlichen Dank für die bereichernde Zeit an Frank Landsgesell und Wolfgang Mittwoch sowie den weiteren Ehrenamtlichen, die sich so engagiert um einen der wichtigsten und ältesten Berufe der Menschheit verdient gemacht haben! Sie haben garantiert neue Fans hinzugewonnen, und wir hoffen doch sehr auf einen Gegenbesuch in Bamberg, das sich seit 2012 ebenfalls anschickt, eine „Bienenstadt“ zu werden!Bamberger Lagenhonig als Dankeschon an Frank Landsgesell und Wolfgang Mittwoch

Sternwarte mit Bienen am Tag der Offenen Tür

Am 26. Oktober 2019 findet von 15 bis 24 Uhr an der Dr.-Karl-Remeis-Sternwarte in Bamberg ein Tag der offenen Tür statt. Unsere beiden Völker, deren Bienenpaten Dr. Michael Alt und Lis Bischof sind, warten auf interessierte Gäste. Vorher aber haben wir sie noch einmal hinsichtlich Varroabefall und Einfütterung untersucht. Ein paar Gläser Bamberger Lagenhonig von diesem Standort bringen wir natürlich auch mit.

Was es sonst noch zu entdecken gibt? Natürlich die Sterne am Himmel, doch wenn es noch hell ist, erwartet Sie informatives in der Villa und den Nebengebäuden sowie in den beiden Kuppeln, die dann – so wie auf dem Foto zu sehen – geöffnet sein werden.

[Update 23.09.19, Veranstaltungsdatum korrigiert auf 26.10.2019]

 

15.09.19 – Saison-Abschlussfeier Bienen-InfoWabe und Vergabe Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019

Logo BBU – Bienenstadt-Bamberg-UmweltpreisKennzeichnung "Spezialthema" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Programm

  • 14.00  |  Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur
  • 15.30 Uhr  |  Sektempfang mit Kaffee & Gebäck
  • 16.00 Uhr  |  „Summasummarum – der Summa is‘ ′rum!“ (Jugendbläserensemble der Stadtkapelle Bamberg, Klarinettenquintett, Leitung Birgit Lang)
  • 16.30 Uhr  |  Verleihung „Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2019“
    1. Preis („Honiggold“), 2. Preis („Silberlinde“), Anerkennungspreis(e)
  • 17.30 Uhr | Ausklang

Für wen ist der BBU-Preis gedacht? Für alle, die sich in besonderer Weise für die Bamberger Bienenwelt einsetzen, in den Kategorien Bienen, Honig, Imkerei und Trachtpflanzen.
Weitere Informationen zum Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis
Kosten?
Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)

08.09.19 – BIWa-Sonntagsöffnung mit Hausflohmarkt

Blühwiese im Bamberger Bienengarten an der Bienen-InfoWabeWeiterhin steht während der Sommerferien die Bienen-InfoWabe im Erba-Park unter dem Motto „Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur“ für Interessierte zur Verfügung.

Zusätzlich halten wir in dieser Zeit im Bamberger Bienengarten einen kleinen Hausflohmarkt ab. Der Erlös geht an das Projekt Supply-my-Schul-Imkerei. Zu diesem Anlass kann außerdem unser Bamberger Lagenhonig erstanden werden.

Logo "Alle Themen" der Bienen-InfoWabe (BIWa)Wie immer kann die Imker-Bibliothek genutzt werden und zahlreiche imkerliche Anschauungsobjekte stehen zum Be-geifen zur Verfügung.

Die darauf folgende Öffnungszeit ist nicht erst in zwei Wochen, sondern bereits nächsten Sonntag, da es der erste nach den Sommerferien ist – und somit Saison-Abschluss der Bienen-InfoWabe.

Wir freuen uns auf euren Besuch!

 

Wabenhygiene und Varroabehandlung (BLIB-Imkerkurs für Anfänger, 8. Modul)

Theorie der Varroabehandlung, hier zur OxalsäurebehandlungAm 13.08.2019 bei unvorteilhaftem, da windig und wechselhaftem Wetter, widmeten wir uns im Anfängerimkerkurs AK19 der so elementar wichtigen Varroabehandlung und nicht minder wichtigen Wabenhygiene.

Oxalsäurebehandlung

Im Vorgriff auf den Winter, weil wir die Theorie dann nicht zitternd vor den Völkern halten möchten, erläuterte Reinhold Burger die Oxalsäurebehandlung. Entscheidend für das Gelingen ist der optimale Zeitpunkt: Erstens, die die Bienen sollen aus der Brut gegangen sein und zweitens, während der Behandlung sollte es richtig kalt sein, möglichst 0 °C und kälter, damit die Bienen in einer kompakten Wintertraube sitzen. Auch müssen die Gerätschaften hierzu parat stehen, denn vor Ort sollte angesichts des dann engen Zeitfensters alles reibungslos verlaufen.

Ameisensäurebehandlung

Wiederholt begegnete uns im Kursverlauf das Thema des Bienenschädlings, der Varroa destructor, beispielsweise im Modul 2 zur Bienenkrankheiten und  Modul 5 zur Varroakunde und -kontrolle. Heute nun die praktische Anwendung, beginnend mit den Erläuterungen zur Handhabung des Liebig-Dispensers, den wir favorisiert einsetzen. Genaues Befolgen der Dosierung ist Voraussetzung für das Gelingen der Behandlung. Auf den viereckigen Papierdochten ist – mit ein bisschen Nachdenken – herauszulesen, wie groß der Docht sein muss und wieviel Säure verwendet werden soll bei gegebenem Beutensystem und prognostizierter Wetterlage sowie Säurewert (65 oder 85%).

Jetzt trockengeübt, wie man den Dispenser unfallfrei an der Plastikplatte mit Dochtauflage anbringt und in die Beute einsetzt. Die gelbe Platte auf das aufrechte Fläschchen setzen – und nicht umgekehrt. So kann die Ameisensäure nicht vorzeitig herausfließen, vor allem dann nicht, falls man mal vergessen haben sollte, nach dem Befüllen den Tropfaufsatz wieder anzubringen. Und nicht vergessen: Handschuhe anziehen! Im besten Falle auch eine Schutzbrille aufsetzen, so die Empfehlung.

Ach ja … und die Windel zur Kontrolle der Wirksamkeit der Varroabehandlung reinschieben! Nach drei Tagen sollten Varroen gefallen sein. Andernfalls muss davon ausgegangen werden, dass die AS nicht gewirkt hat, bspw. wegen zu hoher Luftfeuchtigkeit und Nachtkälte. Doch erst nach 14 Tagen kann der natürliche Milbenbefall festgestellt werden.

Wabenhygiene

Die Bruttätigkeit und Größe von Wirtschaftsvölkern nimmt im Spätsommer ab. So ist Mitte August bei Völkern, die auf zwei Bruträumen geführt werden, die unterste Zarge in der Regel bereits brutfrei. Die Bruttätigkeit konzentriert sich außerdem auf den zweiten Brutraum. Unterstützt wird dies durch das Aufsetzen einer Zarge leergeschleuderter Waben, die nach der Honigernte im Juli anfallen.

Diese ehemaligen Waben des Honigraums sind unbebrütet (bei Verwendung eines Absperrgitters) und aus frischem, unbelastetem Wachs. Das Hochziehen des Volkes in den obereren Brutraum wird weiterhin durch den Verzicht einer Fütterung unmittelbar nach der Hongernte begünstigt.

Folgendes Vorgehen: Die unterste Zarge wird entnommen (und zum Schluss wieder oben  aufgesetzt). Die Folie und alle alten Waben der jetzt obersten Zarge werden entnommen und die Bienen IN die Zarge abgeschüttelt. Die Bienen nicht vor das Volk kehren, da auf den Waben möglicherweise die Königin sitzen kann! Diese alten Waben werden dann z. B. in Boxen gestellt, in Zargen gehängt oder in einen Plastiksack gesteckt, später ausgeschmolzen und das (Alt-)Wachs zur Kerzenherstellung verwendet.

Wer sich bei diesem Vorgang einen Hut oder Schleier aufsetzt, ist gut beraten. Um die späte Jahreszeit sind die Bienen meist etwas grantiger als sonst!

P. S.: Kursteilnehmer/innen erhalten in der internen Kursorganisation hinterlegt eine Checkliste zur Varroabehandlung.