Liste der Petitionen und Kampagnen gegen Bienensterben und Pestizideinsatz

Sind wir machtlos? Aber nein! Hier können Sie mit einer digitalen Petitions-Unterschrift ein Zeichen setzen oder auch Spenden, z. B. in Sachen Natur- und Umweltschutz bzw. im speziellen gegen den Rückgang der Insektenwelt, des sogenannten „Bienensterbens“ und Pestizideinsatz. Und am besten, immer kräftig in den Sozialen Netzwerken teilen, denn Vorbilder sind animierend.

Empfehlenswerte und von der Politik ernstgenommene Petitionsseiten im Internet sind insbesondere openPetition, Change.org, die ePetitionen des Bundestags sowie spezialisierte Kampagnenseiten wie Campact/WeAct und Avaaz.

Übersicht der wichtigsten Petitionsseiten

  • openPetition: Besonders relevant für Anliegen mit lokalem oder deutschlandweitem Bezug. Plattform bietet Dialogmöglichkeiten, Adressaten können Stellungnahmen publizieren, Debatte und Vernetzung stehen im Fokus. Laut eigener Aussage erzielt openPetition regelmäßig politische Aufmerksamkeit mit erfolgreichen Initiativen.openpetition+1

  • Change.org: Als weltweit größte Plattform können dort Anliegen jeder Reichweite gestartet werden. Auch deutsche Politiker und Institutionen reagieren oft auf stark unterstützte Petitionen. Nationale und internationale Themen werden abgedeckt.change+1

  • ePetitionen des Deutschen Bundestags: Für bundesgesetzliche oder bundesbehördliche Anliegen ist dies der direkteste, institutionelle Weg. Petitionen mit über 50.000 Unterschriften werden im Petitionsausschuss öffentlich beraten. Alle Einträge werden von offizieller Seite behandelt und können direkt in politische Prozesse einfließen.epetitionen.bundestag+1

  • WeAct (Campact): Diese Plattform bündelt Kampagnen zu aktuellen politischen Themen und arbeitet eng mit NGOs und Verbänden zusammen. Besonders wirkungsvoll, wenn breite öffentliche Unterstützung mobilisiert werden kann. Es ist allerdings nicht möglich, eigene Petitionen unabhängig zu starten, sondern Themen werden redaktionell ausgewählt.weact.campact+1

  • Avaaz: International ausgerichtet, richtet sich an Politiker und Institutionen auf der ganzen Welt. Die Plattform ist besonders für internationale und europäische Anliegen stark.reset

  • innn.it: Eine noch jüngere, aber auf Wirkung und Datenschutz bedachte deutsche Plattform. Wird von NGOs und Initiativen verwendet, um gezielt lokale oder politische Veränderungen zu erreichen.innn

Einschätzung zur Wirkung

  • Direkter politischer Einfluss: Am höchsten bei ePetitionen des Bundestags, gefolgt von openPetition bei lokalen oder bundesweiten Themen.reset

  • Reichweite und öffentliche Debatte: Change.org, openPetition und Avaaz bieten durch hohe Nutzerzahlen und einfache Beteiligung eine starke Verbreitung in der Öffentlichkeit.change+1

  • Institutionelle Anerkennung: Petitionen über den Bundestag werden zwingend geprüft, bei privaten Plattformen hängt Anerkennung oft von Medienresonanz und öffentlichem Druck ab.reset

Empfehlungen

Für bundespolitische Anliegen ist die ePetition des Deutschen Bundestags die offizielle Anlaufstelle. Für gesellschaftlich breite oder lokale Themen sind openPetition, Change.org und WeAct (Campact) gängige Plattformen mit öffentlicher Reichweite und werden regelmäßig von Politik und Medien beachtet. Bei spezialisierten Themen oder in Zusammenarbeit mit NGOs können zudem Campact/WeAct und Avaaz sinnvoll sein. Einzelne Links und Kampagnen sollten vor Veröffentlichung jeweils kurz auf Aktualität geprüft werden, da Kampagnen zeitlich begrenzt sind und Plattformen für externe verlinkte Inhalte keine Gewähr übernehmen.

  1. https://reset.org/we-will-not-be-silent-petitionen/
  2. https://www.openpetition.de
  3. https://innn.it
  4. https://epetitionen.bundestag.de
  5. https://www.change.org/de
  6. https://www.openpetition.de/petition/online/fakten-sind-das-rueckgrat-unserer-demokratie
  7. https://weact.campact.de/petitions/wir-brauchen-einen-strategischen-demokratie-schutzschild-jetzt
  8. https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/regierung-in-der-pflicht-demokratie-verteidigen-132981/

Diese von Perplexity.ai erstellte Zusammenfassung wurde aktualisiert am 08.06.2026 und findet unsere Zustimmung, die auf eigenen Erfahrungswerten beruhen.

5 Video-Tipps zur Biene gegen Langeweile in den Winter-Ferien

Zwar fliegen noch keine Bienen, die Zeit kann man sich dennoch mit ihnen vertreiben. Nicht, dass ich ein ausgesprochener Fan des Fernsehens wäre. Doch wo’s in Bamberg derzeit nicht einmal Schnee gibt, außerdem der Fasching vorbei ist und sich nicht jede Familie einen Kurzurlaub leisten kann … hier also fünf Video-Tipps zum Vertreiben der Langeweile und als Inspiration – und ohne Biene Maja, die kennen eh schon alle.

TV via Streaming

MediaThekView-BeispielGanz grunsätzlich: Wer sich das MediathekView virengeprüft via Heise-online.de herunterlädt, entdeckt sie alle: die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten, deren Videos kostenlos und legal noch eine ganze Weile via Internet zu sehen sind.

Hier einfach das Suchwort „Biene“ eingeben, und schon lassen sich die Filme der letzten 30 Tage anwählen. Wir haben derzeit folgende Filme gefunden (und verlinkt, damit Sie sie gleich ansteuern können, auch ohne Download):

Video-Tipp 1: ARD / Tiere bis unters Dach, Folge 22: Bienenstich (für ca. 8-12 Jahre)

Video-Tipp 2: ARD und ZDF / KIKA, Hexe Lilli, Folge 51: Lilli und das Geheimnis der verschwundenen Bienen (für Kinder von ca. 6-10 Jahre)

Video-Tipp 3: SRF / mySchool – unter dem Suchwort „Bienen“ sind mehrere Videos für verschiedene Altersgruppen zu finden.

Außerdem:

Video-Tipp 4:  3sat / Museum des Lebens – Das Wiener Naturhistorische (ab ca. 10 Jahre)
Spannender Einblick in eines der „10 besten Naturkundemuseen der Welt“. Ab Sequenz 17:15 sind die hauseigenen Bienen zu sehen. Doch auch insgesamt eine tolle Doku, die Lust auf einen Städtetripp nach Wien macht – warum nicht? Sind doch Ferien!

Video-Tipp 5: ZDF / Löwenzahn, Folge 101: Biene im Pelz (ab 8 Jahre)

„Wann dürfen wir die Bücher haben?“ – Wunderburgschule (II)

Die Schulbiene freut sich über das Abschiedsgeschenk der Wunderburg-Erstklässler

Die Schulbiene freut sich über das Abschiedsgeschenk der Wunderburg-Erstklässler

25 ausgelassene Kinder schwirrten wie ein Schwarm Bienlein in den Raum ein, um uns sogleich mit dem eingeübten Klassiker „Summ, summ, summ …“ fröhlich zu begrüßen. Eines der Mädchen hatte sich sogar als Biene geschminkt, eine andere trug für diesen Tag extra ein gelbes T-Shirt zu schwarzer Hose. Natürlich bedanken wir uns für so viel Vorbereitung mit einem „Fleißbildchen“. Und wo, wenn nicht beim Bienenthema sind wir dem beinahe schon unzeitgemäßen Begriff „Fleiß“ so nahe wie hier.

Das Schulbienen-Curriculum

Curriculum Schulbiene Klasse 1, Halbjahr 1

Im zweiten Tagebucheintrag berichte ich nun, WIE der Unterricht in der Wunderburgschule am 10.02.2015 für die Klassen 1a und 1b ablief. Grundsätzlich verwenden wir für die ersten Klassen je nach Jahresfortschritt zwei verschiedene Pläne. Denn die Kinder sind gegen Ende des Schuljahres schon sehr viel weiter als noch vor den Faschingsferien. Hier also unser Curriculum für das erste Halbjahr des ersten Grundschuljahres.* Sicher lässt es sich nicht einfach nachahmen, doch mag es als Inspiration dienen.

Der Clou an unseren Plänen ist ohnehin der, dass sie – nach Art eines Spiralcurriculums – über die Jahrgangstufen hinweg aufeinander aufbauen und sich dabei kaum wiederholen, da immer wieder andere Schwerpunkte gesetzt werden. So wird beispielsweise in der zweiten Klasse (hier ein Beispiel) das Wissen um die Einzelbiene mit dem Wissen um die drei Bienenwesen und ihre unterschiedlichen Merkmale ergänzt. Und einiges mehr.

Zwei Schwerpunkte – Biene und Honig

Für die heutigen zwei Schwerpunkte, nämlich die Biene als Einzelwesen im Kontext der Insekten sowie die Erklärung, worin der Honig entsteht, brachten wir entsprechendes Anschauungsmaterial mit.

Bamberger Schulbiene in der 1a der WunderburgschuleDie Biene konnte erfahren und erlebt werden mittels zweier Arbeitsblätter, die zum Rätseln, Ausmalen und Ergänzen einluden. Dabei griffen wir das am Vortag im Deutschunterricht erlernte „ie“ auf (was wir von der Lehrerin im Vorfeld erfrugen). Wie passend, dass in der Fibel die Biene als Lautgeberin herhalten durfte.

Anschauungsmaterial "Honigwabe" Der Honig – wo wird er aufbewahrt? Im Glas, glasklar! Doch da ist er bereits geernetet und steht uns Schleckermäulern griffbereit zur Verfügung. Und vorher? Das zeigten wir mit Hilfe dreier Waben in verschiedenen Stadien: ein Rähmchen mit einer gewalzten Mittelwand, Waben nach dem Ausschleudern, und schließlich als Highlight eine schwere, da prallgefüllte Honigwabe aus der Ernte des vergangenen Jahres.

Bücher erwünscht

Anschauungsmaterial "abgeschleuderte Honigwabe"Kein Buch kann das geruchliche Erlebnis gänzlich ersetzen. Und so wollten alle noch einmal daran schnuppern, bevor wir endgültig Schluss machen mussten. Die Zeit war ruck-zuck vorbei und das Abschlussfoto wollte auch noch aufgenommen werden.

Gekürzt hatten wir daher unser Curriculum vom Ende her. Das als Schlusspunkt vorgesehene Vorlesen kann jedoch nachgeholt werden, da wir unseren Büchertrolley mit einer Auswahl an Bücheren sowie einem Leseexemplar für (fast) jedes Kind eine Zeitlang in der Schule lassen.

Dazu eine Geschichte, an der wir sehen, wie wichtig den Kindern Bücher aller Unkenrufe zum Trotz offenbar sind:

Fleißbildchen fürs BienenliedIm Anschluss an den Wunderburger Schulbesuch gingen Reinhold und ich, verkleidet wie ich war, zum Mittagessen in die angrenzende Gastwirtschaft. Kurze Zeit später kam eines der von uns unterrichteten Schülerinnen, um mit den Eltern und der wohl zu Besuch weilenden Verwandtschaft ebenfalls Mittagspause zu machen.

Begeistert berichtete die Schülerin ihrem Onkel und der Tante, dass die Schulbiene heute dagewesen wäre und zeigte das ausgeteilte Wabenstück und das „Fleißbildchen“. Als das Mädchen uns schließlich am Nachbartisch entdeckte, strahlten ihre Augen. Nach einer Weile fasste sie sich ein Herz, uns zu fragen: „Wann dürfen wir denn die Bücher bekommen, die ihr uns mitgebracht habt?“

Die Bücher sollten nämlich erst noch von den Lehrerinnen, Inge Grimm und Birgit Diller, ausgeteilt werden, eben, weil wir nicht genügend einzelne mitbringen konnten, um sofort jedem Kind eines in die Hand zu geben, damit es zuhause gleich das Gelernte vertiefen konnte. Daher nutze ich die Gelegenheit, hier um etwas zu bitten:

Ein Bienenbuch für jedes unterrichtete Schulkind

Bisher konnten wir zwar etliche Einzelausgaben, doch nur bei zwei Buchtiteln einen ganzen Klassensatz kaufen. Für die ersten zwei Grundschuljahre waren das 35 Exemplare „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ von Rolf Butschkow. Da es in der Wunderburgschule jedoch zwei Klassen und somit 50 Kinder waren, die wir besuchten, müssen sich dort nun ein paar Schüler das Büchlein teilen. Doch wir stocken immer wieder auf, je nach Spendeneingang.

Für die Jahrgangsstufen drei bis vier hatten wir übrigens das Buch „Im Bienenstock“ von Heiderose Fischer-Nagel angeschafft. Unser Ziel ist es, dass wir an alle Jahrgangsstufen altersgemäße Titel wenigstens einmal als Klassensatz entleihen können.

Doch je komplexer die Inhalte, desto teurer die Bücher. So wünschen wir uns für die Dritt- bis Achtklässler das Sachbuch aus der Reihe Tessloff-Wissen: Bienen und Wespen für € 9,95. Für eine Klassenstärke bis 30 Kinder brauchen wir knapp € 300. Wer mag uns – gerne gegen einen über die Namensverlinkung hinausgehenden, schönen Bericht – hierbei unterstützen?

Je mehr Kinder wir per Unterricht und medial rundherum versorgen können, desto höher ist die Chance, später einmal interessierte Jungimker zu erhalten. Eben zum Erhalt der Bienenwelt und damit zum Erhalt der Bestäubungsleistung unserer regionalen Obst-, Beeren- und Gemüsepflanzen, in und um unsere schöne Gärtnerstadt Bamberg.

In der auch WIR gerne leben und uns begeistert engagieren. Helfen Sie mit, damit uns allen geholfen ist!

* Die Zeichnungen auf den ausgeteilten Arbeitsblättern darf ich nur innerhalb Schulen ausgeben, jede andere Verbreitung ist leider nicht erlaubt. Deshalb kein Bild davon.

Neues Bücherfutter für die Bamberger Schulbiene

Für den Erstklässlerunterricht, aber auch für ältere Kinder, haben wir wieder einmal ein paar Bücher eingekauft, zum Beispiel „Wie lebt die kleine Honigbiene?“ von Friederun Reichenstetter und „Bienen und Wespen: Flüssiges Gold und spitzer Stachel“ (Was ist Was?“) von Alexandra Rigos und „Die Biene“ vom Verlag Esslinger. Bezahlt aus Spenden der Bevölkerung. Vielen Dank!

Bienenzeichnung von Annika aus der WunderburgschuleDerzeit testen die Wunderburgschulkinder, welche ihnen am besten gefallen. Nach dieser fachkundigen Prüfung (sie sind schließlich selbst richtige kleine Künstler!) wird das beliebteste Bilderbuch als Klassensatz zu 25 Stück angeschafft werden. Wer dazu einen Beitrag leisten möchte – wir freuen wir uns über jede Zuwendung.

[Unbeauftragte Werbung]

Cover "Imkern – rückenschonend und kräftesparend"Frisch aus der Druckerpresse erhielten wir soeben das Sachbuch „Imkern – rückenschonend und kraftsparend“ der Autoren Friedrich Pohl und Jörg Knuppertz. Das Besondere daran: Auf S. 50 könnt ihr unsere Bienenpatin Sabine Saam auf zwei Fotos sehen. Sie entstanden anlässlich ihrer Teilnahme am Honigschleuder-Erlebnistag 2014. Der Kosmos-Verlag entdeckte die Fotos mit Sabine im Rollstuhl auf unserer Webseite und bat uns um die Veröffentlichungsrechte. Die wir natürlich gerne erteilten, zumal wir uns selbst auf die hilfreichen Tipps freuten!

 

Bienen-Grundlagenbuch erschienen

Ein neues Bienen-Grundlagenbuch „Die Erforschung der Bienenwelt“ von Prof. Jürgen Tautz und Dr. Dabobert Achatz ist im Klett MINT-Verlag erschienen, wird am 20.01. in Ingolstadt vorgestellt und kann (derzeit noch) kostenlos bestellt werden, näheres auf der Projektseite.

Es basiert unter anderem auf wissenschaftlichen Erkenntnissen des interaktiven Projekts HOBOS (HOneyBee Online Studies), das der Würzburger  Bienenforscher Prof. Jürgen Tautz ins Leben gerufen hat. Dafür baute er ein onlinebasiertes Labor mit Video-, Wärmebildkameras und Sensoren auf, in dem er anhand ausgewählter Aspekte die Welt der Bienen erforscht.

Ab März soll eine Handreichung für den Unterricht erscheinen, die auf die bundesweiten Lehrpläne hin abgestimmt ist.

Aktualisierung 28.01.2015: In unserem Gesamtbestand der Imkerbibliothek, die aus drei Sammlungen besteht, haben wir mittlerweile jeweils ein Exemplar eingestellt. Die Bücher sind kostenlos entleihbar (über eine Minispende sind wir natürlich immer dankbar):

  1. Imkerbücherei des IBZV e. V. – für die Mitglieder des Vereins
  2. Medienrucksack (BSB) – im Rahmen des Unterrichts der Bamberger Schulbiene
  3. Privatbestand BLIB – für die Bienenpatinnen und -paten der Initiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de“

Winterarbeiten bei des Kaisers Bienen

Eingangsschild am Kaiser-Heinrich-Gymnasium„Ob der Turm am Kaiser-Heinrich-Gymnasium in Bamberg trotz des Sturms noch steht?“, frugen wir uns etwas beunruhigt und gingen heute vorsichtshalber nach dem Rechten sehen.

Mit im Marschgepäck zur Altenburger Straße hatten wir die im ausgehenden Herbst gesäuberten Windeln, also die Einschubtablets, mit denen die Befallskontrolle am Stock vorgenommen wird.

ZargenturmTote Bienen auf BodengitterGlück gehabt, der Zargenaufbau stand noch, wobei ein größerer Ast nicht weit davon entfernt tatsächlich von den Wetterunruhen Zeugnis abgab. Die leeren Stockwerke einer Bienenwohnung, deren Bewohner möglicherweise an übermäßiger Varoose im Herbst eingingen, mussten ohnehin vom Standort entfernt werden, da sich sonst die Bienen der Nachbarstände an ihm orientieren würden, sobald bei Wärme der Flugverkehr wieder zunimmt. Und wenn er dann auf einmal nicht mehr da steht, würde das für unnötige Verwirrung sorgen.

Frische Palette für die KHG-BienenBei der Gelegenheit ersetzten wir außerdem die schadhafte Palette, damit wir im beginnenden Frühjahr gefahrlos unseren Schulbienenunterricht abhalten können. Da darf nichts kippelig sein auf dem ohnehin hangabfallenden Gelände, denn schließlich wollen wir sorglose Stunden mit den Schülern und Lehrern des KHGs verbringen. Wir sind schon sehr gespannt, wer sich alles wieder einfinden wird, außer der Bienen-AG vom letzten Jahr und der neuen „Bienenlehrerin“, Dr. Christa Horn.

Durchfallspuren von BienenWir hoffen, dass wenigstens ein Volk fit genug ist, um für den Unterricht zur Verfügung zu stehen. Ein wenig beunruhigt uns nämlich das geringe Gewicht von einem der drei Bienenwohnungen. Außerdem sind deutlich helle, currygelbe Spuren von Durchfall auf der Außenseite zu entdecken, am selben Volk, an dem auch die Windelkontrolle nach der Oxalsäurebehandlung mehrere bräunlich-gelbe Ausscheidungen ergeben hat. Offenbar setzt den Bienen die Säurebehandlungen heuer mehr zu als sonst, nachdem das vergangene Jahr durch eingeschränkten Nektarfluss bestach und die Ernährungssituation dadurch möglicherweise nicht so optimal war. Ist die Widerstandskraft einmal herabgesetzt, hat das natürlich Folgen für die Überwinterung. Auf alle Fälle bekommen sie sofort, wenn es wärmer ist, eine Futterwabe eingesetzt. Sicher ist sicher …

Bienen und Biber verstehen sich

Biberspuren im SchneeStrauch mit NagespurenNicht nur, weil sie mit „Bi“ anfangen, verstehen sich Bienen und Biber wohl recht gut. Beiden wird nachgesagt, dass sie Strahlensucher seien, sich also bevorzugt an Plätzen aufhalten, die – hm, nun ja, – besonders (?) sind, Wasseradern, Erdstrahlen, Magnetfelder etc. aufweisen. Wie auch immer – wir haben uns ungeplant ebenfalls auf die „Spurensuche“ begeben … vermutlich Biberbau in der Regnitz

Als wir die Pfötchen, vor allem aber die abgenagten Bäume und Sträucher auf dem Landesgartenschauweg entdeckten, hatten wir ein klein wenig Sorge, dass auch die Bienenwohnung unserer ERBA-Insel-Bienen von Bienenpatin Meike Winnemuth angefressen sein könnte. Immerhin bestehen die einzelnen Zargen aus sicher sehr lecker schmeckender Weymouth-Kiefer. Andererseits – die Beute hat keine Rinde und ein Stöckchen lässt sich hoffentlich auch nicht richtig herausnagen.

Doch tatsächlich – von aller Weite sahen wir ein typisches Biber-Inselchen gleich gegenüber des Standorts im Wasser dümpeln! Bienenstandort an der RegnitzRuhig Blut. Gelassen weiteten wir den Spaziergang aus und besuchten erst noch unsere Parzelle im Interkulturellen Garten, wo wir das Verblühte einfach stehen gelassen hatten, damit es im Winter Nahrung und Unterschlupf für Kleingetier und Insekten bietet. Noch kurz ein Blick in das Schleusenwärterhäuschen, dem künftigen Café auf der Insel, auf das wir uns bereits jetzt schon freuen, so als Nachbar unserer künftigen Bienen-InfoWabe. Nun aber hinüber zum Fünferlessteg und nach Meikes Bienen gekuckt …

vermutlich Biberbau am Regnitzufer ERBA-Insel BambergAlles gut. Sehr schön, zumindest von außen. Auch der Horchtest ergab: zufriedenes Summen im Stock. Zum Ausfliegen ist es heute natürlich zu kalt. Schräg unterhalb des Uferabbruchs dann der zweite Biberbau, der vermutlich mit dem bereits gesichteten, im Wasser „schwebenden“ Häufchen verbunden sein dürfte. Eine alte Lederhandtasche dient nachgerade als Baumaterial neben all den abgenagten, angeschwemmten Ästchen – schlauer Biber!

vermutlich Biberbau in der Regnitz, BambergDen eigentlichen Bewohner oder die Bewohner – vielleicht ist es ja eine Familie – bekamen wir bei Tageshelle nicht zu Gesicht. Es ist auch die Frage, wie lange sie sich an dieser Stelle wohlfühlen, denn immerhin kommen doch recht viele Besucher und Hundebesitzer vorbei. Wir überlegen, ob es der Biber aus Bug ist, der dort, am entgegengesetzten Ende der Insel, angeblich für ein Loch im Asphalt gesorgt hat. Nun, wir werden euch auf dem Laufenden halten, schaut einfach mal in unseren Weblog hier rein, okay?! Und falls ihr selbst nachsehen gehen wollt – grüßt uns unsere Bienlein, lasst jedoch hübsch den Deckel zu, sie verklammen sonst bei der Kälte! Danke!

Schneeflöckchen, du deckst uns die Bienelein zu …

Morgenröte in BambergDas satte Morgenrot bestätigte, was der Wetterbericht vorhersagte: Heute soll es schneien, in diesem Winter so richtig zum ersten Male. Zeit, nach Wildensorg zu pilgern, um auch an letzen unserer neun Standorte den Varroenbefall auszuzählen.

Am Rinnersteig in BambergAm Rinnersteig angelangt hatten wir bereits rote Nasen von der Kälte, doch noch lag uns Bamberg eher herbstlich zu Füßen, am Horizont graublau die Hügelkette der Fränkische Schweiz.

Reinhold, Ilona, Steffi und Marcus im HeerleinIn der warmen Stube im Heerlein erwarteten uns die „Bienen-Herbergsleute“ Steffi und Marcus, Besitzer der Jungbauern-Wiese, auf der unsere paar Tausend „Mädels“ seit heuer stehen. Am BAmbrosiustag hatten wir spontan miteinander ein Karpfenessen verabredet, denn dazu sind wir heuer noch so gar nicht recht gekommen.

Wieder aufgewärmt ging’s zum Standort. Zwischenzeitlich kam der versprochene Schnee herunter und einhergehend mit den nun anhaltend kalten Temperaturen auch gleichzeitig ein Ende der Gefahr übermäßigem Varroenwachstums und der Faulbrut.

Hörprobe am Bienenstock mit Marcus und SteffiNun erst einmal eine Hörprobe – summt da noch was im Stock? Ja, wie schön! Tja, nicht an allen Standorten hatten wir in diesem Jahr das Glück eines vitalen Volkes. Doch wir teilen diesen Kummer heuer mit ziemlich vielen Imkern.

Varroazählung mit Reinhold, Steffi und Marcus des Volkes am RinnersteigSodann zählen wir die Varroen aus. 20 Stück der dunkel glänzenden Rundlinge lagen auf der Windel, einer weißen Plastiklade, die unten am Boden im Anschluss an die Oxalsäurebehandlung (hier am 9.12.) eingeschoben worden war.

Alles, was wir an Versorgung unserer Bienen heuer tun konnten, ist nun getan. Nun übernimmt der Winter die Regie. Uns bleibt nurmehr, viel zu lesen und zu lernen, um es in der neuen Saison noch besser zu machen. Vielleicht. Denn wie so oft gilt in der Natur: der Mensch denkt, Gott lenkt!

Michael und Hund Mani auf der Jungbauer-WieseFür die letzten Stunden im alten Jahr wünschen wir allen Tierhaltern gesunde „Familienmitglieder“, ob Biene oder Hund. Die wiederum dafür sorgen, dass auch wir Menschen durch die ständige Pflege, die wir ihnen ja meist im Freien angedeihen lassen, fit bleiben. So, wie zum Beispiel Hund Mani, der mit unermüdlicher Ausdauer für das Wohlergehen der Familie Sennefelder und Jungbauer sorgt.

Schneemann ReinholdSchneefrau IlonaBrr, ist Ihnen zu kalt und zu anstrengend? Na, dann wünschen wir Ihnen wahlweise einen kuscheligen Ausklang mit warmen Socken und Lesestoff. Und wer nicht weiß, was er lesen soll: 352 Artikel in diesem unseren Weblog dürften doch vollauf genügen, nicht wahr?!

Viel Vergnügen mit dem Restjahr, so oder so, wünschen ihren Leserinnen und Lesern – Ilona Munique und Reinhold Burger!

6 Millionen Euros für SMARTBEES

Genetiker, Molekularbiologen, Parasitologen, Virologen, Immunologen,  Kommunikationswissenschaftler, Mathematiker und Bienenspezialisten aus elf Ländern und eine Projektsumme von 6 Mio Euro sollen Europas Bienen helfen. Koordinieren wird das von der EU geförderte Projekt „SMARTBEES“ von Prof. Dr. Kaspar Bienefeld (den Kalauer mit Nomen est Omen lasse ich mal weg) vom Länderinstitut für Bienenkunde in Hohen Neuendorf, zugleich Honorarprofessor am Albrecht Thaer Institut für Agrar- und Gartenbauwissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin.

Unter anderem sollen mit dem Geld auch Lernmodule erstellt werden. Weitere Informationen in der Pressemeldung.

Weihnachtsausflug zu unseren Bienenpatinnen

Weihnachtsdankeskarte 2014 - VorderseiteWeihnachten! An sich hätten wir alles mit der Post schicken können. Doch wir ließen es uns nicht nehmen, den in unserem Umkreis wohnenden bzw. arbeitenden Bienenpatinnen und -freundinnen heute höchstpersönlich die Weihnachtspost zu überbringen.

Erstens, weil wir einfach das Bedürfnis danach verspüren, sie noch einmal in diesem überaus aktiven Jahr zu sehen, andererseits, um ein wenig Porto zu sparen. Geld, dass wir wiederum in Sachen Bienen wegstecken können. Und frische Luft neben ein wenig Fitness und Plätzchenkalorienabbau sowie ordentlich rote Bäckchen gab’s obendrein.

Weihnachtsdankeskarte 2014, Mittelteil mit GrußWer nun keine unserer rund 80 Karten erhielt und uns trotzdem in Wort, Tat und mit Gaben unterstützte, möge uns bitte, bitte verzeihen. Wir sind immer froh, wenn wir in unserem selbsterwählten Ehrenamt an alle und alles gedacht haben, wenn uns 80% gelungen sind von den gewünschten 100% zur Perfektion, und wenn uns niemand böse ist wegen der fehlenden 20%. Denn das wäre doch sehr traurig für uns, die wir immer wieder aufs Neue unendlich dankbar sind, dass sich in Zeiten höchster menschlicher Tragödien auch ein paar für die allerkleinsten und unauffällig fleißig arbeitenden Mitgeschöpfe erwärmen können.

Weihnachts-Dankeskarte 2014-RückseiteAuch uns beiden, Reinhold Burger und mir, liegen die Menschen am Herzen. Nun, niemand alleine kann die ganze Welt retten, es gibt immer ein Defizit zu beklagen. Wir können nur jede und jeder an seinem selbstgewählten Platz das denkbar Beste leisten, jeden Tag aufs Neue und mit Gottes Hilfe.

Allen unseren treuen Freunden und Lesern des Weblogs, der ein Stück in unsere Arbeit Einblick geben soll, der informieren will und zur Diskussion auffordert, mindestens jedoch zum Nachdenken über die nahe Umwelt, über die Verwobenheit allen Seins und über den Wert harmonischer Zusammenarbeit, wünschen wir nun eine …

Friedliche und segensreiche Weihnachtszeit!

Ilona Munique und Reinhold Burger,
Imker mit einem nach oben offenem Lernbedarf und -potential und
Wahlbürger Bambergs, Stadt der Gärtner und Häcker mit einem nach oben offenen (Bienen)Bestäubungsbedarf

P. S.: Tatsächlich sind es überwiegend weibliche Patinnen, daher habe ich für die Überschrift ausnahmsweise mal diese Form gewählt. Ansonsten halte ich mich nicht strikt an alle -innen, mal so, mal so. Heute und in Anbetracht unserer größeren Probleme war’s mir grad mal egal … ein ander Mal finde ich’s wieder wichtig. Tja, wie gesagt … die 80% … 😉