18.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 4

Sa., 18.04.20 – 10.30 – 12.30 Uhr

 

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerBlick in die frisch erstellten Ablegerzarge4. Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung

Was? Die Blüte ist im Gange und die Bienen tragen wie verrückt Nektar ein. Es wird eng im Brutraum! Daher setzen wir in diesem (virtuellen) Praxisteil den Honigraum auf und dämpfen den Schwarmtrieb durch Ablegerbildung.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – In zwei bereits festgelegten Gruppen bei Ausnahmeregelung. Neuzugänge leider nicht möglich.
Kosten, Anmeldung und Programm? Siehe BLIB-Imkerkurs-Anfänger2020 (PDF) sowie Zusatzprogramm Honigschleudertage-Termine20.
Und sonst? Wiederholungstermin nach Einzelabsprache möglich.
Bitte installieren Sie auf Ihrem Computer den Browser Chrome bzw. auf ihren Mobilgeräten die App Jitsi Meet.

Erfahrungsbericht zum Online-Kurs des BLIB-Imkeranfängerkurses in Bamberg

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerWie lief unser allererster Online-Kurs? Denn unsere ersten 3 von 12 Modulen des Imkerkurses für Anfänger (AK20) fanden des Lockdown wegens im virtuellen Kreis statt.

Erfreulicherweise blieben alle 8 Angemeldeten von Beginn an bei der Stange. Die wenigsten brachten dabei umfangreiches Video-Konferenz-Knowhow mit. Einige hatten wegen ihrer Schulkinder oder beruflich immerhin ein bisschen aktuellere Erfahrung damit. Und das reichte auch, es klappte überwiegend sehr gut!

Zu den Inhalten

Die Kursankündigungen verraten die Inhalte der Module, daher gehe ich hier nicht näher darauf ein. Im letztjährigen Kurs konnten wir mit Fotos den Ablauf schön dokumentieren. Da das aktuell nicht möglich ist, verzichten wir also auf einen Tagebucheintrag der einzelnen Module.

Testlauf Onlinekurs BLIB-Imkerkurs für AnfängerProblemvermeidung durch Vorbereitung

Um die Vortragszeit nicht mit allzu vielem Zurechtruckeln beim Nutzen von Jitsi Meet zu verbringen oder mit Ursachenforschung von Einzelproblemem zu überschreiten, hatten wir uns mit allen Angemeldeten eine Woche vorher im Probekursraum verabredet. Dabei wurden die wichtigsten Funktionen und Einstellungen erläutert. Dieser Check brachte die häufigsten Probleme ans Tageslicht, später kamen nur noch wenige hinzu.

Mal war es das Herumirren auf dem Mobilgerät nach den versteckten Buttons in der App, die natürlich anders angeordnet sind als auf der von uns genutzten PC-Variante. Mal waren es schlechte Verbindungen bei den Teilnehmenden, die mit weniger Hintergrundgeräuschen und Eigenbewegungen verbessert werden konnten. Für den eigentlichen Kurstag boten wir eine telefonische Hotline an, wer z. B. mit dem Einloggen ein Problem hatte. Das wurde auch zweimal genutzt. In beiden Fällen war die Lösung rasch gefunden, die anderen Kursteilnehmenden mussten indes nicht auf den Nachkömmling warten. Und nur zur Ehrenrettung der Älteren: Auch junge Männer können mal auf dem Schlauch stehen!

Für alle Fälle hatten wir die Powerpoint-Folien so aufbereitet, dass reines Mitlesen auch schon viel gebracht hätte. Aber natürlich konnten und wollten wir den Textteil nicht zu sehr aufblähen. Wir setzten auf zahlreiche Erklärfotos, zwei Videos (die dann aber auch prompt ein für Mobildgeräte ungelöstes, doch über einen Bypass bewältigtes Problem darstellten) und auf Literaturlinks. Die gab es auf Bitten als seperate Worddatei, um sich schön daran entlang klicken zu können, wer sich schwer tat, diese aus dem PDF-Text zu extrahieren. Alles hinterlegt auf einer internen Kursorganisationsseite, die mit Passwort zugänglich ist.

Screenshot Onlinekurs BLIB-Imkerkurs für Anfänger Erfahrungshorizont

Ein solide verlaufender Online-Kurs geht natürlich nur, wenn man zu zweit ist. Reinhold und ich hatten unterschiedliche Erfahrungen, und das war gut so. Als Erwachsenenbildnerin konnte ich bereits auf die Kenntnis verschiedener Lernplattformen und -konferenzen zurückgreifen und so rasch Lösungen anbieten, wenn es hakte. Auch der „Erklärbärenmodus“ ist für mich beruflicher Alltag und somit ziemlich stressfrei. (Natürlich ist immer etwas Anspannung dabei. Ein maßvoll erhöhter Adrelaninspiegel sorgt schließlich für gute Konzentration und hohe Aufmerksamkeit.)

Reinholds letzte Videokonferenz-Erfahrung (mit Teamviewer) ist über zehn Jahre her. Daher war er nicht betriebsblind und konnte sich sofort in die Situationen der Fragenden einfinden. Außerdem bringt er als ehemaliger Programmierer von je her ein technisches Grundverständnis mit, das ihn nach anderen Ansätzen suchen lässt, als ich es könnte. Zusammen, aber auch durch die Erfahrungen der Kursteilnehmenden, meisterten wir sehr rasch und unaufgeregt das Wenige, das einen perfekten Ablauf unterbrochen hatte.

Während einer von uns die Inhalte präsentierte, hatte der andere die Technik im Blick. Hat da wer die virtuelle Hand gehoben? Muss man ein Teilnehmermikro abstellen, weil es zu viel Störgeräusche gibt? Sind die Folien vom Mini-Bildschirm des Vortragenden verdeckt? Steht eine Pause an? Apropos …

Mit der Zeitvorgabe, die sich an den ursprünglichen Kursplan hielt, kamen wir gut hin. Aber nur, weil wir den Ablauf vorab austesteten. Das erste und mit drei Stunden auch längste Modul überzogen wir daher lediglich um 10 Minuten. Denn der reale Ablauf wird natürlich immer um Ereignisse verändert, die man unmöglich vorher ahnen kann. Doch an sich hatten wir dafür Puffer eingeplant. Nun ja. Die zwei Pausen von je 10 und 5 Minuten wollten wir dennoch nicht wegfallen lassen. Bildschirmkonferenzen strengen einfach etwas mehr an, zumindest, wenn noch ungewohnt.

Screenshot Onlinekurs BLIB-Imkerkurs für Anfänger Feedbacks

Von einem „Daumen hoch“ über „Hervorragende Darbietung“ bis zum Lob über die „toll übersichtlich zur Verfügung gestellt Materialien“ lauteten die Feedbacks. Eine langjährige Imkerin, die sich mit unserem Kurs auf den neuesten Stand bringen wollte, war begeistert, dass sie tatsächlich noch etwas dazugelernt hätte – und wir glauben, damit meinte sie nicht nur die noch ungewohnten Bildschirm-Treffen.
Und unser Gasthörer des ersten Moduls, Frank Landsgsell aus dem Zeidelmuseum in Feucht, der ebenfalls auf Online-Kurse umzustellen plante und sich daher vorab bei uns informieren wollte, meinte: „Nochmals vielen Dank, dass ich gestern an euere Videokonferenz teilnehmen durfte. Ich fand es sehr angenehm und auch ohne Stress oder Hektik. Ihr habt das toll gemacht. Auf jeden Fall werde ich für unser Museum schnellst möglich ebenfalls einen Online-Kurs organisieren und hoffe dass des genau so gut funktioniert wie bei euch.“
Vielen Dank, lieber Frank! Ja, das wünschen wir dir und deinem engagierten Team und sind sicher: Ihr macht das genau so toll wie euren „roten Faden“, der ein modernes Museums-Highlight ist!*

Screenshot Onlinekurs BLIB-Imkerkurs für Anfänger Wie geht es nun weiter?

Aller funktionierender und erfolgreicher Webniare zum Trotz: Das Bienenjahr schreitet unaufhaltsam voran und praktische Tätigkeiten und Übungen lassen sich fast nicht mehr aufschieben. Daher stellten wir bei der Stadt Bamberg einen Antrag auf Sondererlaubnis, um mit unseren engagierten Kursteilnehmenden bald direkt an die Beuten gehen zu dürfen. Natürlich unter Einhaltung aller Sicherheitsmaßnahmen. Diesem jedoch wurde leider nicht stattgegeben.

Alle Kursinhalte können daher im nächsten Jahr wiederholt werden, und aufgrund der Ausnahmesituation sogar bis 2022.

Wir danken unseren Kursteilnehmenden sehr herzlich für ihre Geduld und das Durchhaltevermögen in diesen seltsamen Zeiten. Diese beiden Eigenschaften – neben einer guten Beobachtungsgabe – sind das Allerbeste, was ihr ohnehin fürs Imkern mitbringen könnt!

Wir freuen uns sehr, euch auf diesem Weg über Stock und Stein begleiten zu dürfen!


* Via Bildschirme und Interaktivität sowie QR-Codes lassen sich im Zeidelmuseum Feucht die Themengebiete zur Biene, Imkerei und Historie auf moderne Art ergründen.

11.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 3

Sa., 11.04.20  |  10.00 – 12.30 Uhr

3. Modul: Bienengesundheit / -krankheiten

Totenfallkontrolle, verkürzter Hinterleib; Diagnose: VarroaschadenWas? Auch Bienen können krank werden. Wir lernen die gängisten Krankheiten erkennen und erfahren, wie wir vorbeugen und zum Teil heilen können. Im darauf folgenden kurzen (virtuellen) Praxisteil kontrollieren wir einen Drohnenrahmen als Maßnahme der Varroaprophylaxe.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Online-Kurs. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.
Kosten, Anmeldung und Programm? Siehe BLIB-Imkerkurs-Anfänger2020 sowie Zusatzprogramm Honigschleudertage-Termine20. Einstieg jederzeit nach Zahlungseingang des Kursbeitrags möglich.
Dieses Modul ist auch als Einzelmodul für Fortgeschrittene buchbar. Kosten € 30.
Und sonst? Dieses Modul ist Pflichtmodul für eine Teilnahmebescheinigung über den Gesamtkurs.
Bitte installieren Sie auf Ihrem Computer den Browser Chrome bzw. auf ihren Mobilgeräten die App Jitsi Meet.

04.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 2

Sa., 04.04.20 | 11.00 – 12.30 Uhr

Modul 2: Praxis Frühjahrsarbeiten

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerTotenfallkontrolle, Winterkontrolle der Völker an der Sternwarte,Was? Wir besuchen (vorerst nur virtuell) ein Bienenvolk und besehen uns den Aufbau einer Bienenbeute. Erläutert werden Totenfall, Funktion von Mäusegitter und Fluglochkeil. Nach dem Sicherheitscheck kontrollieren die Futterwaben und setzen den Brutraum auf und einen Drohnenrahmen zur Varroaprophylaxe ein.
Wo? Bienen-InfoWabe (BIWa) – Adresse und Daten unter dem angegebenen Link.
Online-Kurs. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.

Kosten, Anmeldung und Programm?
€ 280,- für 12 Module, Details siehe BLIB-Imkerkurs-Anfänger2020 (PDF) sowie Zusatzprogramm Honigschleudertage-Termine20

Und sonst? Bitte installieren Sie auf Ihrem Computer den Browser Chrome bzw. auf ihrem Mobilgerät die App Jitsi Meet.

03.04.20: BLIB-Imkerkurs für Anfänger, Modul 1

Fr., 03.04.20 | 18.00 – 21.00 Uhr

Logo BLIB-Imkerkurs für AnfängerBiene an KrokusModul 1: Basisinformationen zur Imkerei

Was? Übersicht zum Kurs, Imkerei im Jahreslauf, Biologie und Lebensraum der (Wild-)Biene, Literatur und Medien zur Selbstinformation, Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei, Programme/Fördermittel/Finanzierungshilfen
Wo? Schillerplatz 9, Bamberg. Online-Kurs. Sie erhalten einen Link nach Ihrer Anmeldung bei uns.
Kosten, Anmeldung und Programm?


Rezension zu Joachim Petterson: „Imkern, der leichte Einstieg“

Cover Petterson Imkern Kosmos[Werbung] Imkern. Der leichte Einstieg. Das mit einem schwedischen Verlagspreis 2016 ausgezeichnete „beste“ Handbuch steigt nicht etwa mit dem Imkern selbst ein, sondern mit einer persönlichen Geschichte zur Imkerwerdung und dem nachfolgenden Kapitel „Hilfe für die Bienen“. Jenes bietet gut verständliches Hintergrundwissen über das europäische wie weltweite Bienensterben bzw. über Bienenkrankheiten, die Wildbienen nicht vergessend, gefolgt von praktischen Tipps auch für Nichtimker/innen. Für erfahrene Bienenhalter/innen sollte die eine oder andere Passage bereichernd sein, denn sie fasst allfällig Gefragtes knapp und kenntnisreich zusammen. Gelungen die Gegenüberstellung „Wespe / Biene“ sowie die Doppelseite zu Pflanzen und deren Nektar- und Pollengehalten nebst Blühzeiten.

Mit Vorsicht zu genießen

Leider sind – wie bei so vielen Ratgebern – die Tipps zum Bau von Wildbienenhotels mit Vorsicht zu genießen. Löcher in Stirnseiten bohren und Empfehlungen zum Bau eines „Wohnsilos“ mit über 100 Löchern … nein, so bringt das nichts. Hier können wir weiterhin nur empfehlen, sich die ensprechende Fachliteratur von Spezialisten (z. B. Paul Westrich, hier seine Literaturliste sowie dem NABU) zu besorgen oder gar das Plädoyer für ein AUS von Wildbienenhotels, hier von Wildbee, zu befolgen, denn sogar der pädagogische Nutzen ist laut einer Studie aus 2016 kaum nachzuweisen.

Über die im Norden bevorzugten Bienenbeuten könnte man ebenfalls streiten. Doch das ist völlig normal, siehe dazu unseren Beitrag zur Beutenphilosophie, den wir bereits 2012 verfasst hatten, als wir als Jungimker ebenfalls vor der Kaufentscheidung standen und hofften, nicht aufs falsche Pferd gesetzt zu haben. (Was wir nicht taten.)

Hauptteil „Imkern“

Der Hauptteil des Buches zur Bienenhaltung ist durchwegs flüssig, interesseweckend und in weiten Teilen nachvollziehbar beschrieben. Anfänger/innen werden dahingehend angeleitet, was es an sinnvollen Gerätschaften zu erwerben gilt, wann was zu tun oder besser zu lassen ist, und dies alles mit so viel Hintergrundwissen wie nötig, ohne ständig (aber doch hin und wieder) zu sehr ins Detail zu gehen. Der Spagat zwischen pragmatischen Empfehlungen und tiefergehenden Erläuterungen gelingt allerdings nicht immer.

Zuweilen wird die Hauptzielgruppe fachlich zu wenig fundiert an die Hand genommen. Beispielsweise gäbe es durchaus wohlbegründete Argumente für den Kaltbau (Rähmchen senkrecht zum Flugloch) statt eines Warm- bzw. Querbaus (Rähmchen parallel zum Flugloch). Diese unterschiedliche Ausrichtung stellt Joachim Petterson einer „persönlichen Entscheidung“ anheim. Um diese jedoch – im wahrsten Sinne des Wortes – für Anfänger richtungsweisende Entscheidung treffen zu können, wären an dieser Stelle nachvollziehbare Pro- und Contras zu erwarten gewesen. Denn schließlich ändert man die Anschaffung eines bestimmten Beutensystems nicht so ohne Weiteres. Stattdessen aber wird eine Mutmaßung geäußert – („Den Bienen ist es vermutlich egal“) –, was sicherlich zu einer Verunsicherung denn zur differenzierten Meinungsbildung führen dürfte.

Nicht ohne Weiteres zu übernehmen sind außerdem die zeitlichen Abfolgen, die in Stockholm, dem Erfahrungsort des Autors, anders aussehen als beispielsweise hier in Süddeutschland. Während Petterson erst Ende August seine (dritte) Ernte einholt, ist bei uns bereits die Varroabehandlung im Gange.

Die Gliederung orientiert sich im Schwerpunkt am Jahreslauf des Imkerns. Es endet mit einem Kapitel über Bienenprodukte und meint damit den Honig selbst sowie Wachs, nicht jedoch Nebenprodukte, was völlig in Ordnung ist. Nicht konform gehen wir dabei mit der „unbedingten“ Empfehlung des Rührens. Hier fänden wir ein „kann man machen, muss man nicht“ angebrachter. Denn es kommt doch sehr auf die einzelnen Konsistenzvorlieben an, aber auch auf die regionalen Nektarvorkommen, und damit einhergehend, welche Zuckerarten der gewonnene Honig aufweist. Das wurde anfänglich auch kurz angedeutet („Der bei uns im Norden produzierte Honig“). Wer das Buch von Anfang bis Ende linear durchliest, hat es vermutlich begriffen. Wer jedoch in die Zwischenkapitel hineinspringt, könnte es falsch auffassen.e.

Ein paar persönliche Rezeptfavoriten, die leicht nachzubereiten und mit appetitlich aussehenden Fotos garniert sind, runden diesen Teil stimmungsvoll ab.

Macht was her

Überhaupt macht das Einsteigerwerk optisch einiges her. Ansprechende, gefällig arrangierte und fototechnisch hochwertige Fotos nebst einigen netten Zeichnungen sowie ein angenehmes Schriftbild und Seitenrandnotizen halten bei Laune und machen Lust auf jede nächste Seite. In der Danksagung erfährt man auch, warum bei diesem Erstlingswerk alles so rund gelungen ist, nämlich ein (persönliches) Team an Fachleuten. Ja, es gehört mehr als die reine Sachinformation dazu, um sich den Bienen adäquat zu nähern – ob beim Imkern selbst oder beim darüber Schreiben.

Im Verbund mit einem auf deutsche Verhältnisse ausgerichteten Werken wird das aus dem grafisch gewohnten Kosmos-Rahmen fallende Buch ganz sicherlich seine Leser/innen finden. Es schreckt keinesfalls durch ein Übermaß an Informationen ab, greift jedoch fast alle fürs Erste notwendige Spektren auf und macht Mut, sich damit auseinander zu setzen. Ein hübsches Geschenk, das auch Freude machen sollte, falls sich die Beschenkten noch nicht so recht sicher sind, ob sie das Imkern tatsächlich anfangen möchten. Wir sind uns sicher – danach werden sie es!

Zum Schluss ein Lob an das deutsche Lektorat, dem die Adaption der schwedischen Spezifika in deutsche Verhältnisse bis auf wenige Details und so manches landestypische wie die doppelstöckige Trogbeute ausnehmend gut gelungen ist!


Petterson, Joachim: Imkern – der leichte Einstieg : Bienen, Haltung, Produkte / Joachim Petterson ; aus dem Schwedischen übersetzt von Ingrid von Brandt. Stuttgart : Kosmos. 2018. ISBN 978-3-440-15776-3

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Rezension zu Simone Kern: „Mein Garten summt!“

[Werbung] Cover "Mein Garten summt!" von Simone Kern (Kosmos)Die Landschaftsarchitektin Simone Kern „weint“ in ihrem Vorwort zu „Mein Garten summt!“ (Kosmos, 2017) ihrer blüten- und tierartenreichen Kindheit im Allgäu nach, tröstet sich und uns aber auch mit einem Lichtblick: Dem erkennbar wachsenden Bedarf an schön gestalteten Gärten im Sinne „bewusst etwas für die Tiere tun“.

Das erste Kapitel beginnt damit, „Natur zulassen – auch in der Stadt“ und springt sogleich mitten in unser Lieblingsthema „Honigbiene“ hinein. Weniger systematisch, vielmehr kaleidoskopartig beleuchtet sie Zusammenhänge zwischen Gestern und Heute, den Beziehungsmustern von Mensch – Pflanze – Tier, der Entwicklung „Ei / Raupe /  Schmetterling“ sowie von Nahrungsketten und -kreisläufen etc. Inspirierend und faszinierend zu lesen, dabei abwechselnd prosaisch-unterhaltsam („Die meisten Schmetterlingsraupen können es zwar nicht mit der Schönheit des fertigen Schmetterlings aufnehmen, aber sie beeindrucken in ihrer Unterschiedlichkeit: grell bunt oder perfekt getarnt, mit glatter Haut oder völlig behaart“ S. 15) und pragmatisch-nüchtern („Diese werden dann von den Sekundärkonsumenten verspeist“, S. 13), was durchaus sehr unterhaltsam ist.

Dann aber doch fokussiert anleitend die Kapitel beispielsweise zu Insektengärten, Bepflanzungsideen und Bauprojekten für die Insektenbeobachtung. Da bei der Beschreibung von Wildbienennisthilfen viel Unsinn geschrieben wird, warf die Rezensentin ein scharfes Auge darauf. Etwas unglücklich fielen dabei die Fotos auf der Doppelseite 80/81 und 85 (links) sowie 86, denn diese Nisthilfen sind nicht empfehlenswert, was im Auszeichnungstext hätte kenntlich gemacht werden können. Doch im Fließtext relativiert sich das glücklicherweise wieder.

Sehr schön die Pflanzen- und Tierporträts mit wunderbaren Aufnahmen nebst Steckbriefen, außerdem die Literaturliste und Adressen- bzw. Linkliste fürs weitere Vertiefen. Das Register führt neben lateinischen bzw. botanischen Namen auch die deutschen Entsprechungen auf. Hilfreich die grünen Text-/Tabellenkästen mit Stichworten und Kurzinhalten, die – neben weiteren Fotos – das Büchlein einnehmend untergliedern und lebendig gestalten.

So recht etwas zum „Hungrig-nach-Frühling-Blättern“ bei noch grauen Restwinterwolken, inklusive des optimistischen Gefühls von „Kriege ich hin!“ Was wohl auch der NABU so sieht, denn dieser empfiehlt dieses einnehmende, lustbringend gestaltete Natur- und Gartenbuch für kleine wie größere Gärten ebenso wie die Rezensentin.


Mein Garten summt! Ein Platz für Bienen, Schmetterlinge und Hummeln. Simone Kern. Stuttgart : Kosmos, 2017. 111 S.  ISBN 978-3-440-16320-7

Rezensionsexemplar für unsere Imker-Bibliothek.

Infoabend Imkerkurse (Kursberatung)

Wann? Mo., 02.03.20, 19.00 – 20.00 Uhr

Was? Information und Beratung zu den Imkerkursen im Jahr 2020 der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de. Ob modularer Imkerkurs für Anfänger, Jungimker-Kompaktkurs, Fortgeschrittenenmodule oder doch erst einmal den Imkern ein bisschen über die Schulter blicken … zum Infoabend werden alle Möglichkeiten vorgestellt, Fragen beantwortet und einander kennengelernt.

Informationen auf unserer Seite BLIB-Imkerkurse.

Wo? Weinschänke Bischofsmühle, Geyerswörthstraße 4, 96047 Bamberg.

Anmeldung? Keine, einfach dazu setzen.

Kurzbeschreibung Bienen-leben-in-Bamberg.de

Westliche Honigbiene – apis melliferaDie Privatinitiative „Bienen-leben-in-Bamberg.de will die Bienenwelt in Bamberg erhalten. Mit ihrem Projekt der Bamberger Schulbiene informiert und unterrichtet sie Schulgemeinschaften und bildet Jungimker zum Themenfeld Bienen und ihre Lebenswelt aus. Der Bamberger Lagenhonig steht als ein regionales Ur-Produkt für eine nachhaltige und tierverantwortliche Imkerei. Die dauerhafte Präsenz des grünen Klassenzimmers, die Bienen-InfoWabe, nebst Bienengarten und Lehrbienenständen, ein monatlicher Stammtisch der „Bienenfreun(d)e“ sowie eine kontinuierliche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und eine breite Vernetzung durch Kooperationen sorgen dafür, dass die Bedürfnisse der Bienen und anderen Insekten im Bewusstsein der Stadtbevölkerung wie auch in der Politik verankert sind.

Bienen –
vom Schätzen zum Lieben, vom Schützen zum Erhalten!

[Aktualis. am 22.02.2020]

Vortragsabend „Imker im Dialog“ in Scheßlitz

Logo Imkerverein ScheßlitzWas? „Imker im Dialog“, Vortragsabend mit anschließender Diskussion.
Wann? Am Mittwoch, 5.02.2020 um 18.30 Uhr
Wo? Scheßlitz, Pfarrheim, Oberend 2,

Was genau …?
Umwelteinflüsse, Klimawandel und der Umgang mit Ressourcen beeinflussen die Funktionsfähigkeit unseres Ökosystems! Die sinnvolle Gestaltung des Ökosystems in unserer Kulturlandschaft und ein funktionsfähiger Naturhaushalt sind Voraussetzung für Artenvielfalt und gute landwirtschaftliche Erträge.
Jeder kann seinen Beitrag dazu leisten. Der Erhalt unserer Lebensgrundlage geht uns alle an. Nur so können wir unsere Natur in ihrer Vielfalt erhalten und schützen!
Interessierte sind herzlich eingeladen.

… und wer?

  • Bienen im Spannungsfeld der Landwirtschaft und deren Zukunft.
    Leonhard Seitz (Beirat für Fragen der Landwirtschaft im LVBI)
  • Was verbindet sauberes Trinkwasser und gesunde (Honig‐)Bienen?
    Prof. Dr. Kai-Uwe Totsche (Hydrogeologe Universität Jena, Imker)
  • Möglichkeiten der Winterbegrünung im Rahmen der Insektenbiologie.
    Waltraud Dümmler (Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten)

Es lädt ein der Imkerverein Scheßlitz und Umgebung e. V.

Kosten? keine