MdB Lisa Badum und MdB Harald Ebner zu Gast bei der Bamberger Schulbiene

Besuch Harald Ebner und Lisa BadumBienenpatin MdB Lisa Badum und interessierter Gast, MdB Harald Ebner, bei der Kennzeichnung ihres BienenpatenvolkesEin Besuch der beiden Mitglieder des Bundestags, Lisa Badum und Harald Ebner, bei der Bamberger Schulbiene am 30.09.2018 ist – neben der großen Ehre – auch mit einer beidseitigen Verpflichtung verbunden. Die gemeinsame Intention und Richtung ist klar: Sich selbst und andere in Sachen Bienen zu informieren und zu motivieren, ihnen (und nebenbei auch uns Menschen) einen besseren Lebensraum zu verschaffen. Eine Bienenpatenschaft mit MdB Lisa Badum, die anlässlich des Treffens mit der Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de eingegangen wurde, bürgt – persönlich wie politisch gesehen – für eine nachhaltige Aufmerksamkeit dem Thema gegenüber.

Einsatzfreu(n)de macht stark!

Besuchsbereit – wenn auch reichlich vertrocknet, das Umfeld des Bamberger BienengartensPersönlicher Einsatz ist das Zauberwort in unserer Zeit, die unseren Nachkommen eine irrsinnig große Hypothek aufbürdet. Da ist ein verwehtes Zelt und die hingegebene / hingebungsvolle Freizeit ein wahrlich kleiner Preis, den wir gerne bezahlen.

Apropos „Gerne bezahlen“ …! Den Informationsnachmittag unterstützt haben unsere werten Sponsoren und Bienenfreunde Catharina Beyer (Feinkostfachgeschäft Vom Fass Bamberg) mit Sekt und einem Calamansi-Granatapfel-Shrup (gibt’s auch nur, weil’s Bienen gibt!) …

Sponsoring von Lecker-Bäcker Thomas Loskarn anlässlich Abgeordnetenbesuchs Badum / Ebner… sowie unser Haus- und Hoflieferenten, Lecker-Bäcker Thomas Loskarn (der aus der Ehlichstraße), mit verschiedenem Gebäck, denen wir dafür (wieder einmal!) herzlich danken!

Ebenso danken wir Sabine Gründler, die kurz vor dem Termin noch einmal das Schau-Grabanalge des Bamberger Bienengartens schmuck herrichtete. Im übrigen ohne Kosten, jedoch wahrlich nicht umsonst. Denn die beiden Abgeordneten waren sehr angetan von der Idee, auch Grabanlagen für Bienen schmackhaft zu machen. Wir möchten die Gelegenheit nutzen und auf den kompetenen, weil menschen- und bienengerechten Grabpflege-Service unserer Bienenpatin aus der alteingesessenen Gärtnerei Böhmer-Wiese hinweisen. Eine Geschäftsidee aus Bamberg, die sicherlich überregional funktioniert!

Honigwabe, demonstriert der neuen Bienenpatin MdB Lisa BadumJa, nur zusammen sind wir stark. Gegenseitige Information, Unterstützung und Ermunterung tut dabei gut. So hoffen wir, dieses im Zuge der Führung und des kleinen Filmvortrags in der Bienen-InfoWabe geleistet zu haben. Wenngleich die Bandbreite der Thematik nur ein Anreißen ermöglicht, ist das Bienenleben und -sterben und die Imkerei doch sehr differenziert und vielschichtig zu betrachten.

Filmvortrag in der Bienen-InfoWabe Rückenstärkung

WBesucherrunde um Harald Ebner und Lisa Badumir selbst erfahren Rückenstärkung beispielsweise durch die zum Veranstaltungstag hinzugekommene Bienenpatin Anne Zirkel, durch unsere Bienen-Rosenspezialistin Jeannette Frank (Galarosa Altendorf-Seußling) oder von der unlängst für den Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreis 2018 nominierten Gabriele Kellermann. Vielen Dank, dass ihr euch auf auf unserem vertrockneten Rasen des Erba-Parks eingefunden habt, der ein nicht wegzuleugnendes, sichtbares Zeichen des real existierenden Klimawandels darstellt.

Berlin – ein mühsames Geschäft?!

„Ist das nicht ein recht mühsames und zuweilen frustrierendes Geschäft, das ihr Bündnis-90/Die-Grünen-Politiker da in Berlin verrichtet?“, so meine Frage an MdB Harald Ebner. Seine Antwort: „Natürlich ist das nicht immer lustig und einfach, doch ein solches Engagement wie bei euch vorzufinden, das richtet einen immer wieder auf!“ Ja, auch uns tut es gut, dass unser Ruf nach einer Verbesserung der Insekten- und Bienensituation nicht ungehört verhallt. Bei Harald Ebner rennen wir natürlich offene Türen ein.

Ankündigung des Vortrags von MdB Harald Ebner zum InsektensterbenSein Vortrag im Unverpackt-Laden im Anschluss seines Besuches – und dem in der Bioland Gärtnerei Sebastian Niedermaier – trug den Titel: „Insektensterben stoppen! Welche Agrarpolitik kann Bienen und Co. schützen?“ Eine der Antworten darauf: „Transparenz am Markt schafft einen Markt“ und den Ausstieg aus den Pestizideinsatz mit Hilfe neuer Bewirtschaftungsmethoden, mindestens jedoch die Zulassungsverfahren ändern.

Facebook-Posting zur Bienenpatenschaft und zum Besuch von Lisa Badum mit Harald EbnerWir sehen das ganz genau so. Die Agrarlobby ist stark. Unsere demokratischen Möglichkeiten der Wahl derer, die ihnen sachverständige Gegenantworten liefern können, um das Bestmöglichste für Mensch, Tier und unsere Erde herauszuholen, sollten wir nutzen.

Danke für euren Besuch, Lisa und Harald, und viel, viel Durchhaltevermögen und Erfolg in Berlin – für unsere Region und darüber hinaus!

 

 

Schau-Grabanlage der Gärtnerei Böhmerwiese im Bamberger Bienengarten

Schau-Grabanlage im Bamberger BienengarteSeit Fronleichnam befindet sich im Bamberger Bienengarten nun auch das Beispiel eines bienenfreundlich bepflanzten Urnengrabs. Angelegt und gespendet hat es unsere langjährige Bienenpatin Sabine Gründler, Mit-Inhaberin der Gärtnerei Böhmerwiese. Wir danken ihr sehr für diese Aktion, die zum Nachahmen inspirieren soll. Welche weiteren Möglichkeiten der Bepflanzung auch eines größeren Grabes bestehen, erläutert die Floristin aus der traditionsreichen Gärtnerfamilie sicher gerne in einem persönlichen Gespräch.

Sabine Gründler mit BienenpatenschildSabine und ihr Bruder Ralf stammen aus einer alteingesessenen Gärtnersfamilie mit Zierpflanzenproduktion, den Böhmers. Während Sabine als zweifache Mutter und Floristin die Chefin im Blumenladen ist und den Grabpflege-Service inne hat, ist ihr Bruder als Gartenbauingenieur für den Kulturbetrieb auf der 7000 qm großen „Böhmer-Wiese“ zuständig, auf der mehrmals im Jahr gefeiert wird. Gartenmesse, Zwiebeltreterfest, Blues- und Jazzfestival.

Sabine Gründler erhält ihren PatenhonigUnser lebenswertes Bamberg hat ein gutes Stück weit Wurzeln in der Gärtnerstadt und ist nicht zuletzt auch dadurch seit 25 Jahren Weltkulturerbestadt. Bei Menschen wie den Böhmers ist die Zugewandtheit zu Sein und Vergehen kein Widerspruch, sondern eingebettet in ein größeres Ganzes, das seit Jahren nun auch den Kosmos der Bienen mit einschließt. Wir zollen diesem Engagement unseren großen Respekt und schätzen uns glücklich, Sabine Gründler und ihre Familie an unserer Seite zu wissen.

Schau-Grabanlage im Bamberger Bienengarte

Steckbrief „Schau-Grabanlage“

  • Beispiel eines bienenfreundlich bepflanzten Urnengrabs
  • Pflanzen im Sommer 2018: Lavendel, Steinkraut, Salbei in verschiedenen Sorten, Ringelblume, Portulacröschen
  • Anlageplanung, Bepflanzung und Finanzierung durch Sabine Gründler (Gärtnerei Böhmerwiese, Bamberg)
  • Geeignet Halbschatten bis Vollsonnig

Gut zu wissen

Christliche Friedhöfe sind nahrungsreiche Orte für Bienen und andere Insekten, da es dort das ganze Jahr über blüht. Es überbrückt die Zeiten, in denen keine reiche Tracht zur Verfügung steht. Vorausgesetzt, es sind bienenfreundiche Blüten! Diese Schau-Grabanlage zeigt, wie sich das pietätvoll umsetzen lässt.

Bereits in der Antike sprach man der Honigbiene Unsterblichkeit zu. Göttervater Zeus soll als Säugling von Bienen genährt worden sein. Der Honig diente also als Götterspeise. Die jungfräulichen Priesterinnen der Göttinnen Artemis, Demeter und Aphrodite hießen Melissae, übersetzt „die Bienen“. Bereits 3000 Jahrevor Christus züchteten Ägypter Bienen, die aus den „Tränen von Re (Ra)“ entstanden sein sollen.

Schau-Grabanlage im Bamberger BienengarteFür Christen symbolisiert die Biene Tod und Auferstehung. Denn sie stirbt (scheinbar) im Winter, um einem Wunder gleich im Frühjahr wieder zu neuem Leben zu erwachen. Bienen gelten seit Urzeiten bis heuteals Mittlerinnen zwischen dem Irdischen und Göttlichen und  werden mit Engeln assoziert. Sie bringen himmlische Nachrichten vom Dies- ins Jenseits. Warum nicht also kurz an einem Grab innehalten, nach Bienen suchen und ihnen einen freundlichen Gruß für die lieben Verstorbenen mitgeben?

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite „Schau-Grabanlage“.