Veitshöchheimer Imkertag 2017 (3): Bienenweiden

Vortrag Dr. Ingrid Illies zu Bienenweiden für Beet und BalkonDie wichtigste Botschaft aus dem Vortrag von Dr. Ingrid Illies zur „Bienenweide für Beet und Balkon“: Keine Knospenblüher wie die Heide und keine gefüllten Blüten. Unterschiede bestehen außerdem darin, ob die Blüten Nektar, Pollen oder gar beides in sich tragen. Zum Veitshöchheimer Imkertag stellte sie sodann geeignete Blühpflanzen im Jahreszeitenverlauf vor. Vor allem die Wildbienen, von denen Frau Illies einige vorstellte (Holzbiene, Blattschneiderbienen, Wollbienen) werden sich darüber freuen, manche suchen sogar in den Blüten Schutz vor der Nacht.

Geeignete Einzelpflanzen (in Auswahl) sind:

  • Sedum-Arten, allen voran das ‚Weihenstephaner Gold‘
  • Mädchenauge (Coreopsis) ‚Bengal Tiger‘
  • Kokardenblume (Gaillardia)
  • Purpurglöckchen (Heuchera)
  • Lobelix-Serie
  • Salvia ‚April Night‘ und ‚Salute Deep Blue‘
  • Fächerblume (Scaevola aemula)
  • Schneeflockenblume (Chaenostoma cordatum)
  • Ehrenpreis (Veronica)
  • Astern
  • Bartblumen (Caryopteris)

Außerdem wurde die Broschüre „Der intelligente Blumenkasten“, der seinen Ursprung 2003 bei Dr. Friedegard Scharper hat, neu aufgelegt. Noch scheint die Neuauflage nicht als PDF vorzuliegen. Schauen Sie selbst hin und wieder auf die Seite der LWG-FB „Verbesserung der Bienenweide“, wo Sie außerdem weitere informative Links finden. Und natürlich finden Sie die Flyer auch in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen. Zunächst noch die alte Auflage, doch die neue ist bereits angefordert, das zum Vortrag ausgesprochene Versandangebot an die Öffentlichkeitsarbeiter haben wir sehr gerne angenommen.

Die o. g. fettgedruckten Arten können Sie sich übrigens im Bamberger Bienengarten ansehen.

Schau-Kräuterbeet im Bamberger Bienengarten der Bienen-InfoWabeBienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 1Bienen-InfoWabe mit Bienengarten und Bänken, hier vor dem Schau-Staudenbeet 2

Veitshöchheimer Imkertag 2017 (1): Fundstücke im Gelände

Ilona am Veitshöchheimer Imkertag am 09.07.2017 Auf fünf Teile ist unsere Berichtsreihe zum Veitshöchheimer Imkertag 2017 am 09.07.2017 angelegt. Schließlich sind wir das denjenigen schuldig, die wegen unserer Fortbildungsreise eventuell an der Bienen-infoWabe vor verschlossener Türe standen.

Folgende Vorträge werden in laufender Folge von uns beschrieben:

  • BeeWarned – Vespa Velutina und dem kleinen Beutenkäfer auf der Spur (Dr. Nicole Höcherl)
  • Bienenweide für Beet und Balkon (Dr. Ingrid Illies)
  • Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie? (Johann Fischer)
  • Aktuelles zur Varroa (Dr. Stefan Berg)

Was wir auf dem – wie so oft brütendheißen – Freigelände und an den Informationsständen in Foyer und Sebastian-Englerth-Saal vorfanden und näher beäugten, ist hingegen heutiger Beitragsgegenstand.

Imkermarkt mit verschiedenen Imkereibedarfshändlern

Imkermarkt, Stand Gärtnerei Immengarten JaeschWieder mit dabei: Immengärtnerei Bernhard Jaesch, der zahlreiche für (Wild-)Bienen interessante Pflanzen bereit hielt. Doch da wir unseren Bamberger Bienengarten so ziemlich fertig haben unter Einschaltung hiesiger Gärtnereien, enthielten wir uns heuer des Kaufs. Beim nächsten Mal füllen wir dann etwaige Lücken auf, denn die Auswahl ist schon etwas besonderes. Seine Listen liegen übrigens bei uns in der Bienen-InfoWabe aus – einfach anfragen.

Uns zog’s in die etwas kühleren Innenräume. Folge Sie uns.

Wildlebensraumberatung in Bayern

Am Infostand Wildbienenlebensraumberatung berichtete uns die für Unterfranken zuständige Beraterin, Anne Wischemann aus dem Fachzentrum für Agrarökologie in Karlstadt, über die Aufgabengebiete des von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft regional eingerichteten Beratungsdienstes.

Die Beratungsleistung bestand heute für uns darin, dass wir vom Institut für Biodiversitätsinformation e. V. (IfBI) aus Ebern erfuhren, die z. B. Lebensräume für Wildbienen aufsuchen und über einen längeren Zeitraum beobachten möchten. Da könnte man doch glatt zu uns in den Bienenweg 1 nach Bamberg kommen und unsere neu angesäte Bienenblühwiese observieren. Netzwerken also ist eine der Hauptaufgaben, und da lässt sich sicherlich gut andocken, denn das ist ja auch eine der unsrigen selbstgestellten Aufgabe.

Schau-Bienenweiden auf dem Versuchsgelände der LWG VeitshöchheimPassend dazu auch unser Gang zu den Bienenblühweiden, die uns immer wieder mit ihrer Vielfalt erfreuen. Nun haben wir inzwischen ebenfalls eine Blühwiese an der Bienen-InfoWabe, doch die Überlegungen dazu gingen vor einigen Jahren von hier aus.

Kleine Biene ganz groß – Die Honigbiene unter der Lupe

Mikroskopieaufbau im Saal der LWGUnter neuesten Mikroskopiergeräten (Bresser Science ETD 101 binokular 2-D-01-1 Nimax) konnten verschiedene Bienenbestandteile genauesten betrachtet werden. Pro Gerät waren heweils ein Präparat mit z. B. Kopf, Beine oder Stachel der Biene sowie eine Varroamilbe von oben und unten studierbar. Erklärungen gaben die daneben liegenden Detailzeichnungen. Toll gemacht!

Auch wir haben einige Mikroskope in der Bienen-InfoWabe, die natürlich längst nicht in dieser Kategorie mitspielen können. Dennoch – die Neugier zu wecken, den winzigen Tierchen ihre Geheimnisse zu entreißen vermögen sie ebenso.

Bienengesundheitsdienst

Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstIn unserem Blog oft erwähnt und im Jahresprogramm 2016 bereits zu Gast: Dr. Andreas Schierling am Stand seines Bienengesundheitsdienstes (Tiergesundheitsdienst) aus Grub.

Plakat am Stand des Tiergesundheitsdienstes / BienengesundheitsdienstVerschiedene Präparate, ein ausführliches Poster sowie ein Ständer mit zahlreichen Merkblättern und Antragsformularen sowie natürlich eine kompetente Beratung erwartete die Besucher. Übrigens sind seit 2018 auch Wachsanalysen kostenfrei möglich. Einen Satz dieser Anträge finden Sie auch bei uns in der Bienen-InfoWabe zum Mitnehmen.

Zu diesem Thema mehr im Vortrag von Johann Fischer: Bienenwachs – Verfälschungen vermeiden, aber wie?“ in der dritten Folge unserer Blogberichtsreihe.

Masterarbeiten

Masterarbeit zur WildbienenfaunaÜber die Auswirkungen von „Hypothermie auf das Verhalten von Arbeiterinnen (Apis mellifera)“ und zu „Beobachtungen und Untersuchungen der Bienen/Wildbienenfauna bei Beet- und Balkonpflanzen“ informierten großflächige Plakate, jeweils mit persönlichen Ansprechpartnern aus der Justus-Liebig-Universität Würzburg (Arne Kablau) und der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf (Franz Härtl). Diese stellten ihre Masterarbeit vor und gaben bereitwillig Auskunft.

Masterarbeit zur HypothermieEin (vorläufiges) Ergebnis daraus: Die Behandlung hat Auswirkungen auf die Brut. Die auch mit Objekten vorgestellte Untersuchungsmethode zeigt die Sensitivität bei verschiedenen Zuckergaben auf. Außerdem: Die Mortalitätsrate unterschiedlicher Bienenlebensalter (Alterskohoren) war unterschiedlich hoch. Die noch nicht verifizierte Aussage, die Lebensalter wären gekürzt, müssen mit T-Tests erst noch bewiesen werden. Man stünde da in den Startlöchern. Ist aber immer interessant, wer da an was und mit welchen Methoden im Augenblick forscht, so unser Fazit.

Interessant auch alle Vorträge in Veitshöchheim: Bleibt dran!

Zweites Staudenbeet im Bienengarten fertig

Zusammengestellt von der Baum- und Rosenschule Patzelt in Memmelsdorf schmückt nun ein zweites Staudenbeet unseren neuen Bienengarten. Claudia Ditterich, die durch imkernde Mitbewohner am Kaulberg über das wichtige Bienenthema Bescheid weiß, brachte uns 33 Einzelpflanzen in 16 verschiedenen Sorten in den Erbapark an den Bienenweg 1 und beriet uns sogleich, wie man diese auf dem geplanten Beet verteilen könnte. Für den Service und natürlich auch den Rabatt danken wir herzlich. Ein Namensschild an der Bienen-InfoWabe wird auf die neue Sponsoringpartnerin hinweisen.

Angeliefert am 07.06.2017 um 15 Uhr zog sich das Einpflanzen bis 23 Uhr hin. Reinhold musste natürlich erst mit aus dem Laubanger die Erde herankarren. Außerdem war das Abnehmen der Grasnabe per Muskelkraft natürlich nicht ganz so einfach wie die maschinenunterstützte Aktion des Gartenamts für die Bienen-Blühwiese. Da der Boden sehr lehmig und der tiefere Untergrund sehr steinig war – es standen hier zu Landesgartenschauzeiten die Blumenhäuser auf Kies – war auch das Einsetzen mit viel Kraft verbunden.

Doch schließlich war alles an Ort und Stelle. Lediglich einen Silberstrauch und einen Lavendel fügten wir dem Strobler’sche Staudenbeet bei. Das brauchte ohnehin noch eine kleine Verlängerung, um einen optisch passenden Abschluss zum benachbarten Mussärol’schen Kräuterbeet zu erhalten.

Doch im Grunde sind die drei Beete ziemlich genau das, was man von den genannten Gärtnereien erhalten kann. Saisonabhängig wird die Hofstadt-Gärtnerei Dechant für bienenfreundliche Blumenkästen sorgen.

Idylle mit Sitzbänken im Bamberger BienengartenFür eine entspannte Beobachtung unserer Bienen, die sich bereits jetzt schon einfinden, stehen Sitzbänke parat. Kommt doch an einem der Sonntagsöffnungen (seit Ostern alle zwei Wochen von 14-17 Uhr) und erfreut euch an diesem wunderhübschen Fleckchen Erba-Parklandschaft mit seinem weiten Wiesenblick in Richtung Webereigebäude und seinen markanten hohen Bäumen.

Biene an weißer Veronica im Bamberger BienengartenUnd wer wissen will, WAS hier alles den Bienen schmeckt: Wir halten Listen aller 63 Pflanzenarten parat und hoffen, dass wir die Namensschildchen für die 133 Einzelpflanzen bald bestellen können. Fehlt nur noch ein wenig Zeit dafür, doch das Einpflanzen ging verständlicherweise erst mal vor.

[Korr. 14.06.2017]

Bienen-Blühwiese in der heißen Phase

Eingießen der frisch angesäten Blühwiese mit Nachbar Ralfs HilfeAushub (Abgrubbern) der GrasnabeFrische Erde wird eingerechtEs ist noch nicht viel zu sehen, doch immerhin schon angesät – das neue Blühwiesenareal im Bamberger Bienengarten. Rund 120 qm Grasnabe wurden vom Garten- und Friedhofsamt abgetragen und mit frischer Erde befüllt. Da war wieder ein großer Fuhrpark am Werk, es war für uns eine eindrucksvolle PS- und Manpower-Show!

Frische Erde wird eingerechtBlühsamen ausgestreutAuch das Saatgut aus dem Hause Rieger-Hofmann wurde von unserem letztjährigen Erstplatzierten des Bienenstadt-Bamberg-Umweltpreises gekauft. Vielen Dank an diese Adresse und allen Beteiligten dieser Aktion unter der Federführung von Michael Gerencser.

Eingießen der frisch angesäten Blühwiese mit Nachbar Ralfs HilfeDas war die gute Nachricht.

Die weniger gute ist das heiße Sommerwetter. Alle Tage sind wir am Begießen und müssten eigentlich noch öfter. Was nicht geht, weil wir berufstätig sind. Doch auch hier eine gute Nachricht: Nachbar Ralf vom Kleingartenverein „Am Weidenufer“ hilft mit seinem Brunnenwasser aus. Und auch aus dem Interkulturellen Garten, in welchem wir Mitglied sind, finden die Gießkannen 100-literweise ihren Weg zum Bienenweg 1. Jeder einzelne Liter von uns per Hand hochgepumpt. Also, wenn das mal nicht Liebe ist?!?

Wir drücken unseren (Wild-)Bienen die Daumen, dass es bald hübsch blühen möge. Und wir für den kostenlosen Sensenkurs mit Jupp Schröder am 06.08.17 (16-17 Uhr) genug Aktionsfläche zum Üben haben.

Ihr kommt doch, oder?!Blühwiesenareal, fertig vorbereitet

Der Bienengarten, ein neues Highlight im Erba-Park

Honigbienen an LöwenzahnblüteFast wie zu Landesgartenschauzeiten – am Rand des Erba-Parks, am Bienenweg 1, entsteht ein neuer Bienengarten. Was jetzt noch etwas verhalten aussieht, wird schon in wenigen Wochen wird es ein Fest für die Sinne, sowohl für Menschen als auch Insekten. Alles finanziert durch Spenden und Preisgelder, wobei wir dabei immer wieder in Vorleistung gehen. Denn das Frühjahr währt nicht ewig und manches will einfach sofort angeschafft sein.

Der Bienengarten an der Bienen-InfoWabe

Bienen-InfoWabe (BIWa) BambergRund um das Areal der Bienen-InfoWabe sorgen Schaubeete und Blühwiesen sowie eine Wildbienenbeobachtungsstation und Genießerbänke für geistige wie seelische Erbauung. Sie geben der Bevölkerung einen Anreiz, selbst das eine oder andere Insektennützliche zu pflanzen. Den Schulkindern zeigt die Bamberger Schulbiene, wie schön eine bienenfreundliche Welt aussehen kann.

Das Kräuter-Schaubeet

http://bienen-leben-in-bamberg.de/wp-content/uploads/2017/05/150729-BIWa-Bienengarten.jpgEinmessen Frauke Gabriel für das Schau-KraeuterbeetGarten-und Landschaftsplanerin Frauke Gabriel maß am 15.03.2017 das Kräuter-Schaubeet ein. Bestückt wurde es von ihr mit 35 Einzelpflanzen aus der Bio-Kräutergärtnerei Mussärol, deren Inhaberin die stadtbekannte GAL-Politikerin Gertrud Leumer ist. Besonders freute uns ein mitgeliefertes Heftchen mit den 27 gepflanzten Sorten. Es bildete die Grundlage eines Pflanzenrätsels für unsere Trachtpflanzen-Stationenfragen. Die Lösungen gibt’s in der Bienen-InfoWabe zu holen.

Die Stauden-Schaubeete

Das Schau-Staudenbeet ist fertigVorbeitung des Schau-Staudengartensmit Petra Dotterweich64 Einzelpflanzen bei 19 verschiedenen Sorten kauften wir in der Bamberger Staudengärtnerei Johann Strobler ein. An einem etwas weniger eiskalten „Frühlings“tag, dem 29.04., pflanzten wir bis in die einbrechende Nacht hinein, nachdem die „Alte-Sorten-Spezialistin“, Petra Dotterweich, einen prüfenden Blick auf den Anordnungsplan geworfen hatte (ausführlicher Bericht hier.)

Kleeblumenwiese

Zu diesem ersten Beet wird sich im Laufe des Sommers noch ein zweites (geplant mit der Baumschule Patzelt, Memmelsdorf) gesellen, welches die bei Bienen überaus beliebten Kleeblumenwiese einrahmen wird. Mäht man das Rasenstück nur 4 bis 5-mal im Jahr, so kann man mit ständigem Kleenachwuchs rechnen. Für die Schulkinder, die doch noch etwas mehr an Bodenerleben mitbekommen, weil größenmäßig einfach näher dran, ist es immer wieder ein Spaß, nach den fleißigen Bienlein zu fahnden.

Die Wildbienenbeobachtungsstation

Neues Wildbienenhotel im StaudenbeetNeues Wildbienenhotel im StaudenbeetEinen kleinen Teil der Stauden zwackten wir ab, um damit den Fuß unseres neuen Wildbienenhotels, ein Geschnek des Imkerverein Scheßlitz, zu bepflanzen (ausführlicher zur Schenkung hier). Zwischen einzelnen Regenschauern am 8. Mai „entsorgten“ wir zugleich unseren Balkonkasten von kleinwüchsigen Narzissen und Traubenhyanzinthen, die im kommenden Frühjahr für die ersten Farbtupfer sorgen sollen. Im Übrigen konnten wir öfter schon beobachten, wie sich Wildbienen in den Narzissenblüten am Abend einfanden und darin die Nacht verbrachten.

Bienenblühweide

Worauf tummeln sich die Bienen?Spontanbewuchs auf der einen Seite und hochwertiges Rieger-Hofmann-Saatgut der Mischung „Schmetterlings-/Wildbienensaum“ … mal sehen, was hübscher aussieht bzw. mehr Bienen und Insekten anziehen wird! Letzteres ist erst noch im Entstehen. Hierfür wird die Stadt Bamberg in den kommenden Tagen die Grasnabe abnehmen. Auch hat sie das Saatgut bezahlt, wofür wir herzlich danken! 
Etwas schade zwar, doch pflegetechnisch eine notwendige Maßnahme: Am 06.08. werden die Flächen anlässlich unseres Sensenkurses (s. Aktivitäten und Termine) abgemäht. Dazu laden wir bereits jetzt schon herzlich ein.

Genießerbänke

SaBiene wartet an der Bienen-InfoWabe auf die SchülerZwei halbrunde Gartenbänke, jweils um eine der Blaseneschen herum, werden künftig die Beobachtung und das Genießen des Bienengartens bereichern, ergänzend zu unseren mobilen, fröhlich-orangen Einzelstühlen, die an jede Ecke des Bienengartens aufgestellt werden dürfen.
Die Liebe zur blühenden Pflanzenwelt ist untrennbar verbunden mit der Akzeptanz der Bienen- und Insektenwelt. Sie zu erleben, zu erforschen und zu entspannen ist ein Fest für den Alltag – wir laden Sie dazu ein!

Schau-Staudengarten an der Bienen-InfoWabe

Alles bereit zum Bepflanzen des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeAlles bereit zum Bepflanzen des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeBienenfreundliche Stauden sind pflegeleicht und kostengünstig, da mehrjährig. Also allen Grund, sie in den Garten zu pflanzen. Wir dachten, es fällt noch leichter, aus der unendlichen Anzahl geeigneter Stauden die passenden auszuwählen, wenn sie vorher betrachtet werden können. Daher entstand in den letzten Apriltagen 2017 ein Staudenbeet an der Bienen-InfoWabe in Bamberg. Finanziert wurde es aus den Beiträgen der Bienenpatenschaften (DANKE!).

Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und LandespflegeBei der Auswahl geholfen haben Alexandra Klemisch, Kreisfachberaterin für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Bamberg (die am nächsten Tag außerdem unsere Vortragsreferentin war), sowie die Bamberger Staudengärtnerei Johann Strobler, bei der wir sie letztendlich auch erstanden haben.

Vorbeitung des Schau-Staudengartensmit Petra DotterweichDie Mitarbeiterin und als Samenexpertin bekannte Petra Dotterweich war so freundlich, uns am Freitag vor Ort zu besuchen, um bei den letzten Feinheiten zu beraten. Im Namen unserer (Wild-)Bienen vielen Dank allen Beteiligten!

Vorbeitung des Schau-Staudengartens an der Bienen-InfoWabeAm Samstag – und damit unter Beachtung eines günstigen Zeitpunktes nach dem Mondkalender und bei endlich wärmeren Temperaturen – wurden bis zum Einbruch der Dunkelheit die meisten der 64 Einzelpflanzen von 19 verschiedenen Sorten liebevoll an ihren Bestimmungsort gesetzt. Ein paar hoben wir noch auf für unser neues Wildbienenhotel … doch dazu später mehr.

Ruheplatz an den Schaubeeten der Bienen-InfoWabeNun hoffen wir auf guten Anwuchs und rege Beachtung von Seiten der Erba-Park-Spaziergänger/innen und aller Garten- und Bienenliebhaber/innen. Aber auch, dass uns ein paar davon helfen, die Schaubeete vor allem im Sommer zu gießen. Damit wir alle dieses bienen- und menschenfreundliche Fleckchen Erba-Park so richtig genießen können. An den Öffnungssonntagen gerne auch kaffeetrinkend, schmökernd und die fleißigen Bienlein beobachtend. Wir freuen uns darauf!

Bienenweiden und wie sie den Bienen helfen

[Gastbeitrag von honig-und-bienen.de]

Biene an Natternkopf © Honig-und-Bienen.de

Biene an Natternkopf; Foto © Honig-und-Bienen.de

Bienen sind für unser Ökosystem unersetzlich. Ohne ihre Bestäubungsleistung würden die Erträge in der Landwirtschaft deutlich rückläufig sein. Würden die Bienen von heute auf morgen von der Erde verschwinden, würde vermutlich das gesamte Ökosystem zusammenbrechen. Damit wird deutlich, wie wichtig die Bienen sind. Und dennoch findet die Biene nicht ausreichend Schutz – im Gegenteil: durch Pestizide, Monokultur und Parasiten werden die Bienen immer weiter zurückgedrängt. Den Bienen muss also geholfen werden. Dabei spielen Bienenweiden eine besondere Rolle. Denn quasi jeder, der es möchte, kann eine Bienenweide anlegen.

Der besondere Mehrwert der Bienenweiden liegt in der Nahrungsgrundlage, den diese besonderen Pflanzenweiden liefern. Dementsprechend sind diese Weiden einer der wichtigsten Standortfaktoren in der Umgebung von Bienenstöcken. Von den Pflanzen dieser Weiden beziehen die Bienen Pollen und Nektar, und je größer die Bienenweide ist, desto reichhaltiger ist sozusagen auch der Tisch für die Bienen gedeckt. Typischerweise zeichnen sich die Bienenweiden durch eine große Vielfalt an verschiedenen Pflanzenarten aus.

Bestimmte Pflanzen eignen sich besonders

Natürlich sind nicht alle Pflanzen nützlich für die Bienen – dennoch gibt es eine sehr große Menge an Arten, die für die Bienen hilfreich sind. Und gleichzeitig nutzen die Bienen auch den Pflanzen durch ihre Bestäubungsleistung – Biene und Pflanze wirken also aufeinander symbiotisch. Hier eine kleine Auswahl an Pflanzen, die sich besonders gut für Bienenweiden eignen:

Stauden- und Zwiebelgewächse

  • Krokus
  • Lavendel
  • Sonnenhut
  • Mai- und Schneeglöckchen
  • Ziermohn

Kräuter und Wildblumen

  • Thymian, Schnittlauch, Salbei, Bärlauch
  • Tagetes
  • Aster
  • Malve
  • Kornblume
  • Weiß-Klee
  • Raps
  • Sonnenblumen
  • Löwenzahn

Bienenweiden können von jedermann selbst zusammengestellt werden – Samen und Zwiebeln gibt es in jedem Blumenladen und auch manche Baumärkte haben eine große Auswahl an Pflanzen. Aber auch fertige Mischungen können gekauft werden. Hat man sich dann eine Samenmischung gekauft oder selbst zusammengestellt, geht es darum, die Samen auszustreuen. Dies kann im Garten oder auf einem Freizeitgrundstück sein. Aber auch in Töpfen auf dem eigenen Balkon können die Samen eingepflanzt werden. Der Lebensraum für die Bienen wird mit jeder einzelnen Pflanze erweitert.

Biene an Obstblüte © Honig-und-Bienen.de

Biene an Obstblüte; Foto © Honig-und-Bienen.de

Wenn die Pflanzen dann wachsen, bringt das nicht nur den Bienen den Nutzen, dass sie sehr viel Nahrung finden und sich wohl fühlen. Auch die Menschen haben etwas davon, denn Bienenweiden sind eine wahre Pracht – duftend, farbenfroh und schön. Das bedeutet: Sowohl den Bienen, als auch den Menschen ist geholfen. Und das ist von großer Bedeutung, schließlich sind die Bienen für unsere Natur unersetzlich. Der Bienenschutz ist also besonders wichtig und jeder kann den Bienen helfen – zum Beispiel mit dem Anlegen einer Bienenweide.

Bäume und Sträucher

Es müssen aber nicht nur Bienenweiden sein, auch Bäume und Sträucher helfen den Bienen:

  • Obstbäume wie Apfel- und Kirschbäume
  • Weide
  • Kastanie
  • Ahorn
  • Linde
  • Beerensträucher wie Brombeere oder Johannisbeere
  • Schlehe
  • Berberitze
  • Liguster
  • Weißdorn

Wer also ohnehin überlegt in seinem Garten Bäume oder Sträucher anzulegen, könnte ganz gezielt die bienenfreundlichen Varianten wählen.

Imkerforum 2017 (1): Zweizahn, Feuer und Piraten

Imkerforum in Veitshöchheim, AulaTja, Zweizahn ist nicht gleich Zweizahn. Und während Wildbienen auf goldenes Feuer stehen, naschen Honigbienen bevorzugt die Perlen der Piraten (siehe unten). Weit über 100 Imker/innen nahmen diese und weitere hochspezifischen Informationen während des Imkerforums am 28.01.2017 in Veitshöchhein teils dankbar, teils leicht überfordert auf.

Wissenswertes zu geeigneten Bienenweiden waren noch der leichtere Part des Nachmittags, der zunächst mit aktuellen Forschungsergebnissen aus dem Fachzentrum Bienen beispielsweise zu „Prärie- und Hanfsaatmix“ von Frau Ina Heidinger begann und mit einem Gastvortrag von Dr. Werner von der Ohe vom LAVES Institut für Bienenkunde in Celle zum „Bienenmonitoring“ endete.

Dazwischen allerhand Erkenntnisse, die wiederzugeben den Blograhmen bzw. unsere Freizeit sprengen würde. Unser Vorschlag: Nächstes Jahr am 21.01.2018 selbst nach Veitshöchheim anreisen. Auch, wenn behauptet wurde, Veitshöchheim läge verkehrsmäßig nicht eben günstig (wobei das für uns aus Bamberg ganz und gar nicht zutrifft), so ist doch die geographische und strategische Verortung ein Glücksgriff. Denn so kommen in bewährter Zusammenarbeit an und mit der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau die beiden Fachrichtungen, nämlich Bienen und Gartenbau, eben jene eingangs festgestellten Erkenntnisse zustande.

Weißer und gelber Zweizahn und ein intelligenter Blumenkasten

„Pirate’s Pearl“, also die weißblütige Sorte des Zweizahns (Bidens), sind also nun des Imkers erste Wahl und weiterzureichender Vorschlag. Um auch den Wildbienen die Hand zu reichen, finden sich bestimmt noch ein paar Fleckchen für „Gold Fever“, den gelben Zweizahn. Letztere sind vor allem Pollenspender für Wildbienen, während Hummeln und Honigbienen überwiegend den Nektar sammeln.

Bunte Balkon- und HängeampelpflanzenJa, die Versuchsanordnung an der frischen Luft könnte Spaß gemacht haben, gute Augen und viel Geduld vorausgesetzt. Doch dafür sind Imker/innen bzw. Forschende bekannt. So wurden im Jahr 2015 beispielsweise 200 Sorten bzw. Arten in der Beet- und Balkonpflanzenprüfung auf ihre Attraktivität den Bienen gegenüber besehen, wie Dr. Ingrid Illies ausführte.

Dass der Informationsbedarf darüber groß ist, erlebten wir in der vergangenen Beratungssaison ebenfalls. Wir gaben daher in der Bienen-InfoWabe sorgfältig ausgesuchte Pflanzenlisten aus, beispielsweise zum „Intelligenten Blumenkasten“, einem Projekt der ehemaligen Bienenfachzentrumsleitern, Dr. Friedgard Schaper, die als Gast ebenfalls anwesend war. Weiteres Material des Fachzentrums Bienen zum Thema unter „Verbesserung der Bienenweide“.

Serie zum Imkerforum 2017

(1): Zweizahn, Feuer und Piraten (diese Seite hier)
(2): Varroabehandlungsmethoden
(3): Gefährliche Heumahd
(4): Wachsproblematik
(5): Rückstände in Honig und Pollen

 

Im Winter an das Frühjahr denken: Krokuspflanzaktion an der BIWa

1000 neue Krokusse als Bienennahrung und den Krokussetzaktion 2016, Bienen-InfoWabe Erba-Park BambergBamberger/inne/n zur Freude werden in gut einem Vierteljahr das Licht der Frühjahressonne erblicken. Wir setzten sie nahe der Bienen-InfoWabe (BIWa) am Bienenweg 1 auf der Erba-Insel, wo sich sich zu den bereits 2000 Krokussen entlang der Apfelbaumallee gesellen.

Krokussetzaktion 2016, Bienen-InfoWabe Erba-Park BambergDiese Aktion erledigten wir miteinander ohne großes Pi-Pa-Po an zwei Nachmittagen (23.-24.11.), wofür mancherorts ein Bohei mit Schilderung von „in harter Arbeit“ drum gemacht wurde. Na gut, auch mit Recht. Und: Na gut, hätten wir natürlich ebenso machen können, selber schuld, wenn wir’s versäumen. Komisch, wo wir doch sonst so kräftig öffentlichwirksam agieren. Warum also diesmal nicht?

Krokussetzaktion 2016, Bienen-InfoWabe Erba-Park BambergGanz einfach – werben kostet eine Menge Arbeit. Und da wir von Ostern bis in den September hinein ohnehin wahnsinnig viel Ehrenamt reinpacken in unser Leben, müssen wir in den verbleibenden Herbst/Wintermonaten einfach schlicht mal was für unseren Broterwerb tun.

Krokussetzaktion 2016, Bienen-InfoWabe Erba-Park BambergDennoch … so im Nachgang halten wir’s wenigstens in unserem Tagebuch fest. Es soll 1. Nachahmer finden, 2. für den im Januar kommenden Transparenzbericht dokumentiert werden und 3. als Nachweis dienen, was wir so alles mit den kleinen und großen Spendengeldern anzufangen wissen.

Biene in KrokusDer Kostenpunkt (ohne Arbeitszeit, versteht sich) lag hier bei € 179,76, gekauft bei Denscheilmann und Wellein, transportiert CO2-schonend per Fahrrad ohne E-Motor trotz Regen. Warum ich Letzteres schreibe?

Weil ich persönlich meinem Reinhold ganz lieb „Danke“ sagen will für seine still-unbemerkten Leistungen, die er ohne Murren und Knurren für seine/unsere Bienchen erbringt. Zur Nachahmung empfohlen!

 

3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ in Nürnberg

181802-Honigbiene-an-BlueteDie Veranstaltungsankündigung, Flyer mit Programm und Link zur Online-Anmeldung zur 3. Bienen-Konferenz „Bienen in der Kulturlandschaft“ am 27.10.2016 in Nürnberg im Südwest-Park sind ab sofort hier zu finden. Veranstalter ist das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.

Leitthemen sind „Pflanzen für eine quantitativ ausreichende und qualitativ ausgewogene Bienenernährung im Verlauf der Vegetationsperiode“ sowie „Bienengesundheit“.

Reinhold wird mit ÖVM zur Bienenkonferenz hinfahren. Wer sich ihm anschließen will, melde sich.