
Wann? So., 16.04.23 | 14.00 – 17.00 Uhr
Was? Offenes Haus für alle … rund um Bienen, Honig, Imkerei und Natur. Informationen für Groß und Klein, Beratung für Jungimker/innen und Fachgespräche für alte Hasen. Kaffee gegen Spende. Nutzung der Imker-Bibliothek.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? Keine, über Spenden freuen wir uns
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
Archiv der Kategorie: Imkerei
Mi., 12.04.23 – MonatsBeeTrachtungen April / Mai (Stammtisch)

Mi., 12.04.23 – MonatsBeeTrachtungen April / Mai (mit Stammtisch)
Wann? Mi., 12.04.23 | ab 19 Uhr – jeden 2. Mittwoch im Monat
Wo? Vereinshain, Galgenfuhr 30, in Bamberg (Vereinssportgasttätte TSG 05 gegenüber Jahnwehr. Reichlich Parkmöglichkeiten, behindertengerecht.)
Für wen? Imker/innen und alle Interessierten, auch ohne Kenntnisse und Ambitionen, aber mit viel Liebe zu Bienen, Honig, Imkerei und Natur!
Was? Informative Vorschau zu aktuellen imkerlichen Arbeiten des laufenden Monats und phänologische Hinweise zu Blühtrachten. Mit Meinungsaustausch bei geselligem Beisammensein und Schwofen über unsere Lieblingsthemen.
Referenten? Reinhold Burger (Bienenwirtschaftsmeister u. -sachverständiger) und Ilona Munique (Imkerin)
Und sonst? Die sogenannten Monatsbetrachtungen sind Tradition lehrender Imker(inn)en, die ihre langjährigen Erfahrungen systematisch aufarbeiten und sich dabei „in die Karten schauen“ lassen.
Sa., 22.04.23 – Netzwerk-Exkursion: „Bienen, Lerchen, Orchideen – Schätze der Buger Wiesen“
Wann? Sa., 15.04.23 VERSCHOBEN AUF 22.04.23 | 15.00 – 17.00 Uhr
Was? Mit allen Sinnen die Buger Wiesen erleben ist vor allem im Frühjahr ein Genuss! Hört ihr die Lerchen hoch in der Luft trällern und die fleißigen Bienen summen? Blühendes säumt den Weg und Leckeres erwartet uns am Bienenstand. Fernstecher, falls vorhanden, mitnehmen!
- Beim Spaziergang auf ebenen Wegen erfahren wir mehr zu den Bodenbrütern wie Lerche, Schafstelze und Fasan.
- Es folgt eine Besichtigung und Honigverkostung am Bienenstand und je nach Wetter einen Blick in den Bienenstock.
- Auf dem Rückweg bestimmen wir Blumen, darunter die selten gewordenen Orchideenarten „Kleines Knabenkraut“ und „Brandknabenkraut“.
- Im Anschluss, wer mag, gemütliches Beisammensein im Schwimmverein, Restaurant Nick & Michels (öffnet erst ab 17 Uhr).
- Im Anschluss an die Exkursion findet von 17.30 – 19.00 Uhr unser Transition-Treffen der Bienenfreu(n)de statt, an der wir uns über das Erlebte austauschen wollen, aber auch eure Themen, Fragen und Anregungen rund um Bienen etc. aufgegriffen werden sollen.
Für wen? Naturinteressierte, Senioren- und familienfreundlich
Referenten? Andreas Märtlbauer, LBV (Vögel und Blumen), Reinhold Burger, FKBB (Bienen), Ilona Munique, FKBB (Honig)
Veranstalter? Förderkreis Bienenleben Bamberg e. V. (FKBB), Landesbund für Vogel- und Naturschutz e. V. (LBV) und Bürgerverein Bamberg-Mitte (BVM) Organisation: Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de
Kosten? € 5,- vor Ort zu bezahlen, Kinder sind frei dabei
Wo? Buger Wiesen, Start und Ende Parkplatz Schwimmverein (in Höhe Restaurant), Fußweg einfach: 1 km
Anmeldung? Empfehlenswert, um ggf. Terminverschiebung wegen schlechten Wetters mitteilen zu können, bei FKBB, Tel. 0951 3094539, hallo [at] fkbb-ev [dot] de
Und sonst? Download Handzettel-FKBB-Exkursion-2023-Buger-Wiese-v4
So., 09.04.23 (Ostersonntag) – Saisonstart der Bienen-InfoWabe (BIWa) 2023

Wann? So., 09.04.23 | 14.00 – 17.00 Uhr
Was? (Oster-)Tag der offenen Tür. Hier findet ihr alles rund um Bienen und ihren Lebensraum, um Honig und die Imkerei … und heute natürlich auch ein Ostergeschenk!
Im Süden des Erba-Parks unweit des Regensburger Rings findet ihr in unserem „grünen Klassenzimmer“ alles rund um Bienen und ihren Lebensraum, um Honig und die Imkerei. Medien wie Bücher, Filme und Gerätschaften und natürlich erfahrene Imker und echte Bienen an unserem angeschlossenen Lehrbienenstand am Bienenweg, den wir ab 12° C um 15 Uhr öffnen, stehen euch kostenlos zur Verfügung.
Die Initiative Bienen-leben-in-Bamberg.de erwartet ihre großen und kleinen Besucher/innen im Bamberger Bienengarten im ERBA-Park am geschmückten Osterbrunnen. Wer uns dafür ein mit einer Biene oder Blume bemaltes Osterei da lässt, erhält ein kleines Geschenk. Die Großen dürfen sich eine Tasse Kaffee nehmen.
Für wen? Ohne Altersbeschränkung
Kosten? keine
Wo? Bienen-InfoWabe, Bienenweg 1, 96047 Bamberg (Erba-Park)
4.4. – Todestag Ambrosius, Schutzheiliger der Bienen … und der Klimawandel
Die für den Gedenktag des am 4. April 397 verstorbenen Schutzheiligen der Bienen, Haustiere, Imker, Wachsgießer und des Lernens entsprechende Bauernregel lautet:
„Ist Ambrosius schön und rein,
wird Sankt Florian (4.5.) ein Wilder sein.“
Bei diesem strahlend blauen Himmel heute werden wir uns im Mai wohl vorsehen müssen. Na, es wird sich zeigen, ob das in Zeiten des Klimawandels überhaupt noch stimmt. Dazu schrieb ich unlängst einen Artikel für das vorwiegend in Franken vertriebene Magazin BlattGrün, welcher im Doppelheft Mai/Juni erscheinen wird. Spoiler:
Der Beitrag wird Bauernregeln und Lostage, die durch Beobachtungen entstanden, in einem historischen Kontext darstellen. Er beschreibt ihre Bedeutung als Wettervorhersage und als kollektives Kalendarium vor allem für die Landwirtschaft. Nicht alle Regeln sind dabei wissenschaftlich haltbar, doch als Trendaussage, teilweise auch zur Langzeitprognose, sind sie heute noch trotz bzw. wegen des Klimawandels, aber auch in geschichtlicher wie kultureller Hinsicht interessant.
Die Hefte des sehr informativ und ansprechend aufgemachten Magazins könnt ihr übrigens kostenlos gemütlich mit einer Tasse Kaffee im Bienengarten sitzend durchblättern. Wo? In der Bienen-InfoWabe Ostersonntag und dann jeden 3. Sonntag im Monat.
Monatsbetrachtungen April 2023 zu Bienen und Imkerei
Übersicht
- Phänologie und Bienen: Kirschblüte mit Signalfunktion
- Futterausgleich
- Honigraum aufsetzen
- Drohnenrahmen geben
- Fortbildungen und Termine
Phänologie und Bienen: Kirschblüte mit Signalfunktion
Signalfunktion in der Betreuung der Bienenvölker stellt im April der Beginn der Süßkirschblüte dar. Mit ihr ist die Phase der sogenannten Durchlenzung der Völker beendet und die Blüte kündigt den Beginn der Massentracht an.
Durchlenzung nennt man in der Imkersprache den Zeitraum zwischen dem Ende der Winterruhe der Bienen und dem Beginn der Obstblüte. Dabei findet ein Generationenwechsel im Volk statt. Die Winterbienen werden durch Jungbienen ersetzt und die Volksstärke nimmt rapide zu.
Neben der Süßkirsche sind im Erstfrühling Löwenzahn, Schlehe, Spitzahorn, Johannis- und Stachelbeere sowie Winterraps als Trachtpflanzen von großer Bedeutung.
Starke Völker mit jungen Bienen und Massentracht bedeuten für uns Imker/innen: Honigräume aufzusetzen! Dazu gleich mehr.
Futterausgleich
Ende März bis Anfang April nehmen wir, sofern nötig, einen Futterausgleich vor. Unterversorgte Völker erhalten (volle) Waben aus den Nachbarvölkern. Falls eines eurer Völker nur noch über eine einzige Futterwabe verfügt, gebt ihr überschüssige Futterwaben aus gut versorgen Völkern an sie ab. Doch was ist „gut versorgt“?
Mehr als drei Futterwaben braucht es um diese Jahreszeit nicht mehr, denn die Bienen sollten jetzt (noch oder schon) Nektar von Kornelkirsche, Weide, Hasel, Schlehen, Pestwurz, Winterling, Vogelkirsche, Silberahorn und später auch Löwenzahn eintragen.
Da wir im Herbst jedoch reichlich einfüttern, sind Völker, die nur noch wenig Futter haben, die absolute Ausnahme. Doch heuer kam dies tatsächlich vor, denn zwei warme und damit aktive Januarwochen und der nun schon länger überfällige Start ins mildere Frühjahr brachten Notfütterungen mit sich. Ansonsten werden überschüssige Waben kühl und trocken eingelagert und für die kommende Ablegerbildung verwendet. So schaffen wir außerdem Platz für weitere Brut.
Die entnommenen Waben werden durch ausgebaute (leere) Waben, falls vorhanden, oder Mittelwandrähmchen ersetzt. Auf keinen Fall jedoch in das Brutnest, sondern mit Kontakt zu den Rändern des Brutnests gehängt. Auf diese Weise werden sie schnell in das Brutnest integriert und bestiftet. Gegebenenfalls die noch vollen Futterwaben an den Rand schieben.
Honigraum aufsetzen
Wann?
Je nach Standort und Witterung sowie je nach Volkszustand soll spätestens bis zur Blüte der Süßkirsche der erste Honigraum aufgesetzt werden.
Generell gilt es, den Honigraum eher früher als später aufzusetzen. Wird der Honigraum zu spät gegeben, lagern die Bienen die Frühtracht im Brutraum ein. Dabei entsteht über dem Brutnest eine dicke Futterkappe, die von den Bienen als Barriere angesehen wird. In der Folge wird der Honigraum nur sehr zögerlich oder auch gar nicht angenommen. Außerdem wird die Königin durch die Honigeinlagerung in ihrer Eilage eingeengt und damit die Schwarmstimmung gefördert.
VOLKSZUSTAND?
Bei einer Stärke von rund 12.000 Bienen ist ein Volk „reif“ für den Honigraum. Das entspricht in etwa 6 mit Bienen besetzte Zanderwaben.
Darüber hinaus sollte das Volk mindestens 3 Waben mit verdeckelter Brut aufweisen. Die geschlüpften Bienen füllen sodann ein komplette Zarge Zander.
WELCHE WABEN?
Der Honigraum wird im Kern mit mindestens 3 bis 4 hellen, ausgebauten Waben bestückt, sofern vorhanden. Rechts und links davon mit Mittelwandrähmchen auffüllen. Falsch ist es, ausgebaute Waben und Mittelwandrähmchen im Wechsel einzuhängen. Denn die Mittelwände werden nicht vollständig ausgebaut und die bereits ausgebauten Waben zu Dickwaben ausgezogen.
Bei den ausgebauten Waben unbedingt auf die Hygiene achten! Braune, bereits einmal bebrütete Waben haben im Honigraum nichts verloren. Keine angärigen oder Blasen werfende Waben verwenden. Mit diesen bringt man Hefezellen ein, die sich im Volk verbreiten und somit für die neue Ernte eine Gefahr der Gärung mit sich bringen. Um dies zu verhindern, lassen wir nach der Ernte die ausgeschleuderten Honigwaben von den Bienen sauber ausschlecken.
In mancher – meist älterer – Literatur findet sich die Empfehlung, Brutwaben (möglichst mit noch offener Brut) in den Honigraum zu hängen, damit die Bienen den Honigraum besser annehmen. Dies sollte man jedoch aus Gründen der Hygiene (siehe oben) unterlassen. Ein weiterer Punkt, der dagegen spricht, ist, dass die hochgehängten Brutwaben noch einen Futterkranz aufweisen, der sehr wahrscheinlich Winterfutter enthält. Dieses wollen wir nicht in die neue Ernte einbringen.
VorgehensWeise?
Der Honigraum wird bei uns grundsätzlich über das Absperrgitter aufgesetzt. Das Gitter hindert die Königin an einer Eilage im Honigraum. Damit erreichen wir eine strikte Trennung der Bienenbrut von den für die Ernte bestimmten Honigwaben.
Drohnenrahmen einsetzen
Zeitgleich mit dem Aufsetzen des Honigraumes setzen wir den Drohnenrahmen, auch Baurahmen genannt, zur biotechnischen Varroaprophylaxe ein. Drohnenrahmen sind leere Rähmchen ohne Mittelwände.
Dazu entnehmen wir aus dem oberen Brutraum eine Randwabe mit Futter und schaffen somit Platz für den Drohnenrahmen. Der Drohnenrahmen wird anschließend im oberen Brutraum an der Position 2 oder 9 eingesetzt. Die Position 3 wird hin und wieder ebenfalls empfohlen, hat sich bei uns jedoch nicht bewährt.

Fortbildungen und Termine
Zu tagesaktuellen Änderungen siehe die Seite
Aktivitäten und Termine.
- Sa., 08.04.23, 10.00 – 12.30 Uhr
– 3. Modul: Bienengesundheit/-krankheiten (Imkerkurs für Anfänger) - So., 09.04.23 (Ostersonntag), 14.00 – 17.00 Uhr
– Saisonstart der Bienen-InfoWabe (BIWa) - Mi., 12.04.23, ab 19.00 Uhr
– MonatsBeeTrachtungen April/Mai (mit Stammtisch) Sa., 15.04.23, witterungsbedingt verschoben auf Sa., 22.04.23, 15.00 – 17.00 Uhr
– Netzwerk-Exkursion: „Bienen, Lerchen, Orchideen: Schätze der Buger Wiesen“- So., 16.04.23, 14.00 – 17.00 Uhr
– BIWa-Sonntagsöffnung - Sa., 22.04.23, 10.30 – 12.30 Uhr
– 4. Modul: Honigraumerweiterung, Ablegerbildung (Imkerkurs für Anfänger) - Sa., 29.04.23, 10.00 – 12.30 Uhr
– 5. Modul: Schwarmverhinderung (Imkerkurs für Anfänger)
Perfekte Frühlingstage für euch und eure Bienen!
[Update: 20.04.22 Termine]
Die Lange Nacht der Bienenwissenschaft, Livestream am 31.03.2023
Am 31.03.2023 ab 20.15 Uhr lädt die Arbeitsgemeinschaft der Institute für Bienenforschung e. V. und der Deutsche Imkerbund (D.I.B.) zur „Langen Nacht der Bienenwissenschaft“ mit Einblick in angewandte und praxisnahe Forschungsarbeit via Livestream. Die Vortragsthemen sind:
- Die asiatische Hornisse (Vespa velutina)
Dr. Nicole Höcherl Landwirtschaftliche Lehranstalten Triesdorf - Anpassung der Imkerei an den Klimawandel – Schwerpunkt Winterbrutpause
PD Dr. habil. Annely Brandt
Bieneninstitut Kirchhain Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) - 60%ige Ameisensäure im Test: Wirksamkeit
Dr. Ulrich Ernst
Landesanstalt für Bienenkunde – Apicultural State Institute
Universität Hohenheim - Auswirkungen der herkömmlichen und der innovativen Bienenhaltung auf das Verhalten von Honigbienen
Lioba Hilsmann
Biozentrum Universität Würzburg
Ob für Fragen und Diskussion nach den Vorträgen Zeit ist, konnte den Ankündigungen nicht entnommen werden.
Frühjahrsarbeiten (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK23, Modul 2)
Leider war uns das Wetter nicht hold. Zu kühl und regnerisch, um am 25.03.2023 die Frühjahrsdurchsicht zu absolvieren, boten wir das Modul 2 online an, doch mit der Option, eine Woche später (Sa., 01.04., 11-12 Uhr) unser Glück mit einer Präsenzveranstaltung zu versuchen.
Wir begannen mit einer Fragerunde und einem Nachtrag zum ersten Modul. Sodann eine Stunde Theorie zu M2, gefolgt von einer weiteren halben Stunde, in der (nicht nur) themenspezifische Fragen beantwortet wurden.
M2-Themen waren:
1. Sicherheit am Bienenstand
2. Aufbau einer Beute
3. Frühjahrsarbeiten
1. Mäusegitter entfernen
2. Fluglochkeil anbringen
3. Totenfallkontrolle
4. Frühjahresdurchsicht
5. Brutraum aufsetzen mit Drohnenrahmen einsetzen
Bei der Frühjahrsarbeit begutachten wir den Futterbestand und den allgemeinen Gesundheitszustand der Bienenvölker. Anhand Fotos sind die möglicherweise anzutreffenden Situationen ganz gut zu erklären. Manchmal sogar noch besser, als es die direkte Anschauung am Lehrbienenstand bietet, wenn wir – was uns natürlich freut – gesunde Völker ohne besondere Vorkommnisse antreffen.
Fragen (Auszug) der Teilnehmenden
Fragen gab es vor allem zu den untereschiedlichen Beutensystemen, dem Prozedere des Gesundheitszeugnisses beim Erwerb von Völkern und zu den Vor- und Nachteilen eines parallel mit dem Kurs verlaufenden Haltens eigener Völker ohne Vorwissen. Auch die Bedeutung von Honigbienen in Bezug zum Wald kam zur Sprache. Hier nachträglich eine Webseite dazu: www.bienenwald-hessen.de
Im Gegensatz zu früheren Zeiten werden die Wildbienen immer interessanter. Gerne beantworteten wir die Fragen hierzu, liegen uns die „Cousinen“ der Honigbienen doch ebenfalls am Herzen. Erst kürzlich besuchten wir zwei Fortbildungen: Imkerforum Veitshöchheim 2023 und Bienensachverständigen- u. Fachwarte-Tagung des StMELF, beide zum Thema „Stehen Honig- und Wildbienen in Konkurrenz?“).
So, dann drückt uns die Daumen, dass das Wetter ein bienen- und teilnehmer*innenfreundliches sein wird – see you!
Basisinformationen zur Imkerei (BLIB-Imkerkurs für Anfänger AK23, Modul 1)

Die weiteste Anreise im beinahe herzförmigen Radius der 13 Teilnehmenden für den Imkerkurs für Anfänger in Bamberg haben jene aus den südlichen Regionen, und zwar aus Adelsdorf, Heroldsbach und Forchheim. Doch mit 7 Teilnehmenden kommt knapp über die Hälfte aus Bamberg direkt. In den letzten Jahren war der Einzugsbereich noch um einiges größer. Offenbar bieten wieder mehr Imkervereine nach der Pandemie Kurse an. Fein!
Am ersten Kurstag (24.03.23) ging’s nach einem vorangegangenen Online-Technikcheck mit den Basisinformationen los. Die 9 männlichen und 4 weiblichen Teilnehmenden wurden über statistische Fakten zur Entwicklungssituation der Imkerei und des Honigs informiert, erhielten einen Kursüberblick und einen Einblick in den Jahreslauf mit Bienen sowie Grundlegendes zur Biologie und den Unterscheidungsmerkmalen von Wild- und Honigbienen.
Ergänzt mit Literatur- und Medientipps, Infos zu Strukturen und Ansprechpartner der Imkerei sowie Fördermittel und Finanzierungshilfen wurden grundlegende Hilfsmittel für das neue Hobby vorgestellt.
Auch nach dem offiziellen Modulende gab es ausreichend Gelegenheit, Fragen zu stellen. Alle Skripte des Kurses und weitere Unterlagen, beispielsweise Checklisten, Kaufempfehlungen, weiterführende Links etc. stehen in einer internen Kurswebseite drei Jahre lang zur Verfügung. Verpasste Module können im zweiten Jahr nachgeholt werden.
Gleich am nächsten Tag ging’s weiter mit dem Modul 2, dazu in Kürze mehr.
Wachsumarbeitung – wertvolle Mittelwandwaben für beste Bienenaufzucht und perfekten Honiggenuss
Nein, wir sourcen nicht aus, sondern gönnen uns den Luxus, die Umarbeitung unseres Wachses aus Qualitätssicherungsgründen selbst durchzuführen. Diese Arbeit beherrscht wochenlang unsere Küche. Wir trennen dabei Eigenwachs vom Fremdwachs. Letzteres fiel auch heuer noch durch die Übernahme von Pflegevölkern aus dem Jahr 2021 an und wird für abzugebende Ableger verwendet.
Kleine Wachsstatistik
Insgesamt wurden rund 43 Kilo Wachs eingeschmolzen, in 552 Mittelwände bei einem Gewicht von 77,5 Gramm pro Wabe umgearbeitet und diese zum Schluss an den Längskanten beschnitten, damit sie in unsere Rähmchen passen.
Statistik Geräteeinsatz und Arbeitszeit
Unsere Mittelwandgießform hat seit ihrem ersten Einsatz im März 2018 nunmehr 1.792 Stück geschafft. Das entspricht rund 137 Kilo Wachs. Bei einer optimalen Wachstemperatur um die 90° C und bei einer etwa hälftigen Zusammensetzung der Anteile von Frisch- zu Altwachs konnten 30 Stück pro Stunde mit einem angenehmen Workflow ohne Stress gegossen werden.
Entspricht eine Netto-Arbeitszeit von rund 60 Stunden, also ohne Geräteauf- und abbau, beaufsichtigte Aufschmelzzeit, Längskantenbeschnitt, Putzen, und natürlich ohne das verherige Aufarbeiten der Entdeckelungs- und Altwachswaben, um überhaupt erst eine saubere Wachsmasse zur Verfügung zu haben. Ja, Wachs ist wertvoll!
Damit keine Wellen in der Wabe entstehen, stapelten wir sie akurat unter Verwendung (künftiger) Schiedbrettchen übereinander. Je glatter die Waben sind, desto weniger bucklig werden sie später von den Bienen ausgebaut, und desto weniger besteht die Gefahr des Aufreissens von Brut- und Honigwabenzellen beim Herausnehmen der Mittelwandrähmchen aus der Zarge.
Nächster Schritt ist das Einlöten. Dafür sind wir etwas spät dran. Durch das Aufarbeiten früherer Wachsblöcke aus der Anfangszeit, als wir noch keine Presse hatten, verzögerte sich unsere alljährlich im Februar stattfindende Umarbeitungsaktion. Bis zum Aufsetzen der ersten Bruträume in wenigen Tagen werden wir noch etwas zu tun haben. Na, die Abende sind noch kühl, die Keller noch nicht geöffnet … wir schaffen das!




