Honigschleudertag in Wildensorg (2): Die Verarbeitung

Honigschleudergruppe Wildensorg beim MittagessenEs kommt uns vor, als wären unsere Ehrenbienenpatinnen Jutta und Jeannette erst kürzlich an unserem Mittagstisch gesessen. Und doch ist es bereits wieder ein Jahr her, als wir das letzte Mal miteinander Honig schleuderten und für die folgenden Honigschleckereien den obligatorischen kulinarischen Grundstein legten. Neu mit dabei: Juttas Freundinnen Marion mit Enkelin Jessica sowie Bienenpatin Manuela Wehr.

Freundinnen: Jutta und IlonaEin sonniger und erntereicher Vormittag am Rinnersteig in Wildensorg liegt hinter uns (siehe Bericht Teil 1). Der 3. Stock mitsamt schwergewichtigem Boxeninhalt ist erklommen, das Mahl eingenommen – es geht los!

Jessica lernt Honigwaben entdeckelnZunächst die „Sicherheitseinweisung“ betreffs Lebensmittelhygiene und Umgang mit den scharfspitzigen Entdeckelungsgabeln. Rasch haben alle das Prinzip erfasst und entdeckeln drauf los. Es scheint fast so, als würde meine Freundin Jutta ihre versäumte Honigvergangenheit der Kindheit aufholen.

Jessica schnuppert HonigwabenduftSowie die ersten Waben von der zarthellen Wachsschicht befreit sind, wollen wir endlich wissen, wie das sanftfließende, herrlich duftende Gold denn nun heuer schmeckt.

5208-entdeckeln-einer-Honigwabe-Nahaufnahme„Ein butterzarter Schmelz mit betonter Süße ohne Säure, leicht scharf, würzig-blumig mit Aromen von Klee und Brombeer“, so unser gemeinsames Urteil, festgehalten unter der entsprechenden Bamberger Lagenhonig-Beschreibung.

Wir essen Joghurteis mit frisch gezapftem HonigNatürlich ändert sich der Geschmack nach dem Schleudern und in den nächsten Tagen noch ein wenig, die Zufuhr von Sauerstoff spielt eine Rolle. Uns jedenfalls schmeckt er sehr gut, pur oder später dann auch auf Joghurt-Eis, unserem Klassiker.

Schleudern ist kinderleicht

Päuschen für Marion und JuttaBienenpatin Manuela Wehr nutzt die ImkerbüchereiSo kinderleicht ist das Schleudern mit unserer wunderbar leichtgängigen Honigschleuder (übereignet an uns 2012 von Juttas (Groß-)Eltern), dass Oma und Nenn-Tante das Kurbeln getrost ihrer Jessica überlassen und ein wenig relaxen. Auch Manuela hat durchaus nichts dagegen, mal einen Blick in unsere dezent ausgelegten Imkerhandbücher zu werfen. Was uns mit geheimer Vorfreude auf eine neue Jungimkerin erfüllt *zwinker-zwinker*!

Künstlerisches von Jessica

Jutta mit JessicaDoch natürlich wechseln wir uns mit dem Schleudern ab, damit das Mädchen ebenfalls einem ihrer Leidenschaften frönen kann – dem Zeichnen und Basteln. Ihre bunt-fröhlichen Werke, die sie singend und mit Leichtigkeit anfertigte, hat sie uns großzügigerweise sogar überlassen.

Vielen Dank, Jessica! Ab dem 20.09. wird man deine Originale in der Bienen-InfoWabe im Erba-Park bewundern dürfen!

Endspurt der Honigverarbeitung

Auch, wenn man den geschleuderten Honig normalerweise noch ein paar Tage ruhen lässt, damit sich Schwebteile oben absetzen können, dürfen unsere Gäste bereits jetzt schon ihren selbst geernteten Honig in Gläsern abfüllen und etikettieren. Das beeinträchtigt die Qualität in keinster Weise, die Trübung ist eher ein Zeichen absoluter Naturbelassenheit. Wir lieben ihn so, doch der Verbraucher möchte ihn meist klarer vom Aussehen her.

Liebe Gäste, es war toll, das Honigernten mit euch gemeinsam erleben zu dürfen. Dieses Geschenk der Natur, dieser unglaubliche Bienenfleiß, und natürlich auch euer Fleiß, soll euch in süßer Erinnerung bleiben. Dieser Weblog-Beitrag ist – neben dem Mitnahme-Glas – unser Dank dafür, dass wir unsere Freude am Imkern mit euch teilen durften. Wir sehen euch hoffentlich bald alle wieder!

Gedenktag Bernhard von Clairveaux, Patron der Imker

Bernhard von Clairveaux in Initiale "B"Einen Platz im evangelischen wie katholischen Namenskalender hat Bernhard von Clairvaux, der im Jahre 1174 heiliggesprochen wurde. Sein Gedenktag ist der 20. August. Er ist unter anderem der Patron der Imker.

Wir feierten bisher den 7. Dezember („BAmbrosiustag“) als den Gedenktag des Heiligen Ambrosius , doch es gibt keinen Grund, nicht gleich zweimal im Jahr die fleißigen Bienen und Imker zu würdigen. Ab 2016 werden wir dazu in der Bienen-InfoWabe einladen, deren Fundament von der Firma Raab in der kommenden Woche gegossen werden wird. Für die Verkündung dieser wunderbaren Nachricht ist der heutige Gedenktag doch ideal, nicht wahr?!

Süßes Sommerfest des KHG Bamberg

Beschilderung des Bienen-AG-Standes mit BienenzeichnungNicht zu verfehlen Dank bester Ausschilderung – der Honigverkaufsstand des Kaiser-Heinrich-Gymnasiums Bamberg anlässlich des diesjährigen Sommerfestes am 28.07.2015.

Buntes Treiben beim KHG-Sommerfest 2015Zwar sind wir seit April nicht mehr mit der Bienenbetreuung und dem Unterricht am KHG betraut. Dennoch interessiert uns natürlich das weitere Gedeihen der Bienen-AG und so ließen wir es uns nicht nehmen, zum Sommerfest vorbeizukommen. Außerdem waren wir neugierig, ob es wieder ein wenig vom „kaiserlichen“ Honig zu verkaufen gab. Immerhin lagen die Ursprünge dieses Ertrags noch innerhalb unserer Betreuungszeit.

Schüler verkauft Honig am KHG-Sommerfest 2015Kaum auf dem Schulhof angekommen, da sprach uns auch sofort ein Schüler an, ob wir denn nicht seinen Honig erwerben möchten. Na klar wollten wir! Und wir hatten Glück! Denn als wir am Verkaufsstand ankamen, wurde gerade das letzte Glas verkauft. Ob es an der perfekten Ausschilderung lag, oder daran, dass die Schülerinnen und Schüler die Gäste direkt ansprachen?

StDin Dr. Christa Horn und Bienenbeauftragte mit kaiserlichem HonigWie auch immer … für ein Foto kamen wir leider zu spät. Doch um so mehr Zeit hatten wir, uns mit StDin Dr. Christa Horn zu unterhalten, die uns erneut herzlich dankte, dass wir sie und ihren Gatten Jürgen zum Imkern ermuntert hatten. Sehr, sehr gern geschehen! Denn schießlich braucht es dringend Nachwuchskräfte für das aussterbende Handwerk. Wer aber soll dann unsere Obstbäume, Beerensträucher und Gemüsepflanzen bestäuben, wenn niemand mehr die Honigbiene hält, pflegt und züchtet? Immerhin sind 90% der Früchte auf diese Hobbyimker angewiesen.

Grillmeister Jürgen Horn am KHG-Sommerfest 2015Zum Abendessen heute sollte es jedoch weder Apfel noch Honig sein, sondern für mich die letzte noch zu ergatternde Tüte Pommes. Danke, lieber Grillmeister Jürgen, fürs schnelle Reagieren! Überhaupt hast du deine Truppe sehr gut im Griff und trotz langer Schlange die Ruhe weg. Was wäre das KHG nur ohne deine tollen Grillkünste und alles, was da an Arbeit dahinter steckt?! Als längst schon die letzte Bratwurst über die Tresen wanderte und es dunkel wurde, hast du noch geputzt und für Ordnung gesorgt. Keine Bedenken, dass du am 20.09. zu unserer Einweihungsfeier nicht wieder den selben Bienenfleiß zeigen wirst. Wir werden es dir in flüssigem Gold wenigstens teilweise entlohnen, versprochen!

Beschilderung des Bienen-AG-StandesUnd wir freuen uns aufs KHG-Sommerfest im nächsten Jahr, wenn es dann wieder heißen wird: „Hier geht’s zum Bienen-AG-Stand!“

Bayerischer Imkertag 2015 in Aschaffenburg

Aschaffenburg SchlossWir fahren zum Bayerischen Imkertag 2015 nach Aschaffenburg am So., 06.09.2015. Wer sich uns anschließen möchte – gerne!

Abfahrt in Bamberg um 7.25 Uhr, Rückfahrt 17.17 Uhr oder 19.17 Uhr nach Absprache. € 5,00 bei Mit-Nutzung unseres Bayern-Tickets. Wir treffen uns in der Haupthalle um spätestens 7.15 Uhr. Vorabanruf wäre fein! T. 0951-3094539.

Der jährliche Bayerischer Imkertag mit Vortragsprogramm, Vorführungen und Workshops wird ausgerichtet vom Landesverband Bayerischer Imker e. V. und findet heuer in der Stadthalle Aschaffenburg, Schloßplatz 1, von 10 – 16.45 Uhr statt. Er steht allen Interessierten offen.

Hier das Gesmt-Programm des Bayerischen Imkertags 2015, welches bereits am Vortag, Sa. 05.09. mit der Vertreterversammlung, einem Rahmenprogramm für Begleitpersonen sowie einem unterhaltsamen Festabend beginnt.

Honigschleudertag Buger Wiesen (2): Honigverarbeiten

Selfie-GalerieNachdem der frisch geerntete Honig aus den Buger Wiesen am 26.07.2015 von unserer Honigschleudergruppe in den Obstmarkt 10 verbracht war, lockte erst einmal ein Mittagsimbiss. Auch stieß nun Melanie nach ihrem Dienst in der Stadtbibliothek Baunach zu unserer Honigschleudergruppe dazu.

Reinhold Burger weist ins Honigwabenentdeckeln einLos ging’s frisch gestärkt mit dem Entdeckeln der Honigwaben, wobei ausgiebig genascht wurde. Wie gut, dass wir eine kräftigende Unterlage hatten. Waben entdeckeln sieht leicht aus. Doch braucht es eine ruhige, nicht zu kräftige Handführung und ein Auge aufs allgegenwärtige Getropfe. Bei einer großen Gruppe wäre der Boden sonst sehr schnell eine eklig-klebrige Angelegenheit. Auch heuer hatten wir Dank umsichtiger Gäste keine „Schweinerei“ zu beklagen.

HonigscheudernDas Wabenausschleudern in der Trommel macht allen mächtig Spaß. Besonders gerne und ausgiebig kurbeln die Kinder, die daran ihre Kräfte messen. Zunächst jedoch muss der erste Kurbelgang verhaltener absolviert, dann einmal die Waben gewendet, und erst im darauffolgenden Gang darf richtig kräftig gewirbelt werden. Da kann es auch nicht mehr passieren, dass durch zu hohe Fliehkräfte ganze Wabenteile herausbrechen.

Erster HonigflussNachdem der erste Honigfluss unter bewundernden „AH“-Rufen über ein Haarsieb in den Edelstahltopf erfolgt, wird mit Hilfe eines Refraktometers der Wassergehalt gemessen. Mit 15% ist der Honig ziemlich wasserarm und damit außer Gefahr, irgendwann einmal im Glas das Gären zu beginnen.

Ina und Sabine beim Honigverkostung mit dem AromaradAußerdem erfolgte die obligatorische Genussprobe. Wir tragen zusammen, was unsere Gäste über die Verkostungsbeschreibung mit Hilfe eines Aromarades gustatorisch wahrnehmen. Das findet Eingang in die Beschreibung unseres Bamberger Lagenhonigs, der getrennt nach Lagen aufgeführt ist – hier als Buger Wiese.

Melanies Mitmach-HonigFelix, Wenzel, Daniel und Melanie genießen ihr Joghurteis mit frischem HonigWährend des Abfüllvorgangs, den alle Gäste durchlaufen, um am Ende IHR eigenes Mitmach-Honigglas in Händen zu halten, darf endlich unsere traditionelle Nachspeise drankommen: Joghurteis mit frischem Honig! Gerade an diesen heißen Julitagen ein herrlicher süß-säuerlicher Genuss, dem noch niemand widerstehen konnte, selbst die eingefleischte Vanille-Schoko-Erdbeer-Fraktion nicht.

Wenzel etikettiertDas Etikettieren geht – derartig „abgekühlt“ – gleich viel leichter von der Hand. Während das orange 5-Cent-Etikett des Netzwerks Blühende Landschaft schnell geklebt ist, ist es hingegen gar nicht einfach, das Bamberger-Lagenhonig-Etikett mit dem Gewährverschluss gerade auf Linie aufzubringen. Doch da es wieder abziehbar ist, kann man das durchaus öfters versuchen. Ganz einfach scheint es auch nicht zu sein, die Kreuzchen richtig zu setzen.

Babmberger Lagenhonig, 250gDie Auswahl dabei ist: Frühjahr, Sommer, Ganzjahrestracht (!), Blüte oder Wald. Außerdem eine Wahl aus allen unsere neun Lagen zu treffen, und zum Schluss das Eintragen des richtigen Datums. Nämlich das Mindesthaltbarkeitsdatum (wir geben zwei Jahre an), nicht das heutige Datum. Nun gut, Etiketten sind genügend bestellt worden, ein Engpass wegen Neuschreibens nicht zu erwarten.

Tonias Mitmach-HonigZeichnung von Tonia, Bienen und PferdeNachdem alle ihr Glas in der Hand hielten und das eine oder andere aus unserem Mini-Imkershop eingekauft war – wir sind ja nicht so die Einzelhändler, da uns der Bildungsauftrag viel wichtiger ist – konnten wir endlich die hübsch gemalten Zeichnungen der Kinder bewundern, die sie uns da ließen.

Wie immer richteten wir zu diesem Zweck eine Kinderecke mit Malutensilien, Rätseln und Büchern ein. Die Materialein werden sogar zwischendrin gnaz gerne von den Erwachsenen begutachtet. Für die haben wir natürlich auch Fachliteratur parat, denn unsere Hoffnung ist bekanntlich, Jungimker zu gewinnen. Und mit Jungimker sind alle jeden Alters gemeint, die das Imkerhandwerk neu erlernen. Ob uns das an diesem Tag gelungen ist? Wir sind gespannt …

Christinas Mitmach-HonigInas Mitmach-HonigDanke! – und es war wunderbar, dass ihr bei uns wart, liebe Bienenpatinnen Christina Michel und Ina Kudlich, liebe Sabine, Melanie und Tonia, lieber Felix, Heiko, Wenzel, Daniel und Jakob – lasst euch euren Buger Wiesen-Honig gut schmecken!

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HEG-Einkaufserlebnis mit Bienenpaten und Jungimkern

Reinhold Burger, Jürgen Horn und Christina Hartleitner im ImkershopCO²-Sparen durch Auto-Verzicht ist sinnvoll, doch zuweilen braucht man doch einen fahrbaren Untersatz. Das Interesse von Jürgen Horn, einem angehenden Jungimker, nutzend, freuten wir uns, dass wir eine Fahrt- und Transportmöglichkeit von Bamberg hinaus nach Eltmann zum HEG Imkershop angeboten bekamen, um unseren Gläserbestand für die kommenden Honigerntetage zu ergänzen. Herzlichen Dank, Jürgen!

Jürgen Horn und Christiane Hartleitner, angehende Jungimker, helfen beim Verstauen der HoniggläserIn seinem neuen, sehr schicken Subaru nahm Jürgen außerdem unsere Nachbarin Christiane Hartleitner mit. Sie befindet sich ebenfalls in den Startlöchern, da sie künftig ihre Bienen am Schiffbauplatz selbst zu pflegen hat. Denn der bisherige betreuende Imker gab heuer endgültig auf. Zu häufig sind ihm in den vergangenen Jahren seine Völker auf dem Lande eingegangen. Er hat, wie man so schön sagt, „die Schnauze voll“.

Christina Michel bei der HEGDer Stab wurde also weitergegeben, und so fanden wir uns am 23.07. im Industriegebiet am Main ein, um „shoppen“ zu gehen. Zu uns gesellte sich unsere Bienenpatin Christina Michel, die es aus Waldsachsen nicht allzu weit hierher hatte. Alle unsere Bienenpaten dürfen einmal im Jahr mit uns zum Einkaufen fahren, um zu erfahren, was es so alles zum Imkern gibt und wo man seinen möglichen Honigüberschuss zweckst Weiterverkauf abgeben kann. Nämlich bei Simone Machinek, der Geschäftsführerin, die unter der Regie des 1. Vorsitzenden der Honigerzeugergemeinschaft Süddeutschland w. V., Karl-Heinz Übelacker, die Geschicke des Betriebes lenkt.

Betriebshalle der HEB in EltmannAuch Christina will im kommenden Jahr selbst imkern, so sich die Rahmenbedingungen auf dem Land bessern sollten. Zur Zeit befürchtet sie noch nachbarlichen Pestizideinsatz. Doch heute will sie sich einfach nur informieren, wo sie in Zukunft ihre Utensilien herbekommen wird. Sie weiß bereits, dass es eine kostengünstige Grundausstattung, nämlich das Anfängerset (Starterset, PDF) des Vereins gibt. Damit soll die Imkerei gefördert werden und ist für Jungimker gedacht, die vom heimatlichen Imkerverein (Orstverein) bzw. vom Kreisvorstand bestätigt sind. Bei Neueintritt in der HEG erhalten sie quasi die komplette Aufnahmegebühr (zur Zeit € 34,-) zurück, die mit dem Anfängerset verrechnet wird.

Betriebshalle, Imkershop HEGDoch noch ist unsere Begleitung erst einmal am Schnuppern. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und mit uns etliche Wespen, die ein und aus schwirren. Weder deren, noch der rege Betrieb der honiganliefernden Imker aus ganz Süddeutschland – wir lesen Regensburger, Fürstenfeldbrucker oder Neumarkter Autokennzeichen – können Simone und ihr Team aus der Ruhe bringen. Die Geschäftsführerin nimmt sich sogar Zeit, unsere neuen Zaungäste zu begrüßen und freut sich über deren Interesse. So sind wir uns sicher, dass es nicht die letzte Begegnung mit unseren Freunden sein wird! Und mit uns sowieso nicht.

Interessante Produktideen in der HEG EltmannFreundliche und fachkundige Einkaufsberatung in der HEG EltmannDenn immer wieder entdecken wir Neuigkeiten, die uns im übervollen Internetangebot wohl entgehen würden. Es ist doch etwas anderes, ob ich eine tolle Verpackungsidee in die Hand nehmen kann oder ob ich sie nur zweidimensional sehe – und übergehe. Auch der eine oder andere imkerliche Ratsch zwischen den sauber und übersichtlich geschlichteten Regalen ergibt sich und toppt so manches lange Suchen nach Antworten in Foren, die oft mehr Zeit rauben, als einem bewusst wird.

Simone Machinek am Weihnachtsmarkt Bamberg 2014Gerne hätten wir die in Veitshöcheim zum Imkertag in Aussicht gestellten gesponserten Bücher mitgenommen, doch waren sie leider noch nicht angeliefert worden. Macht nichts, es sind ja ohnehin Ferien und der Klassensatz käme noch nicht zum Einsatz. Jetzt fahre du, liebe Simone, erst einmal in deinen wohlverdienten Urlaub. Du hast im vergangenen Jahr wahrlich alle Hände voll zu tun gehabt, das Imkereiflaggschiff am Main wieder auf einen guten Kurs zu bringen – er sei dir vergönnt! Bis auf ein Wiedersehen … sicher nicht erst zum nächsten Weihnachtsmarkt in Bamberg!

Zweite Runde für Bienenpatin Christina Michel 2015/2016

Bienenpatin Christina Michel Nur meine Schwiegermutter Elisabeth ist noch länger als Bienenpatin „im Dienst“ als Christina Michel. Damals, im Dezember 2013, als wir uns miteinander verbündeten, um Bambergs Bienenwelt zu aktivieren, praktizierten Reinhold und ich noch nicht das Vorstellen unserer Bienenpatenschafts-Mitglieder in einem eigenen Weblogeintrag.

Christina Michel bei der HEGNun, nachdem Christina im Januar 2015 eine zweite Patenrunde (bis Dezember 2016) mit uns eingegangen ist – worüber wir uns sehr freuen! – endlich einmal ein Interview mit ihr. Die Waldsachsenerin ist keine Freundin der großen Worte, eher der Taten. Denn sie möchte im kommenden Jahr selbst Bienen halten – da erübrigt sich doch wirklich jedes weitere Wort! 😉

Bienenpatin Christina Michel

Eines noch … die gelernte Buchhändlerin und Hüterin zahlreicher Haustiere hatte bislang ihr Patenvolk in den Buger Wiesen stehen, doch in der neuen Runde wird es sein Zuhause in Wildensorg am Rinnersteig finden. Mit dem Patengeld wird es versorgt und gepflegt und die Initiative unterstützt.

Vielen herzlichen Dank dafür! Und nun zum Interview!

Was hast du in der Zeit deiner Bienen-Patenschaft bei uns erlebt?

Bienen „hautnah“, Probleme und Erfolge eines Imkerdaseins 🙂

Was war dir in den letzten zwei Jahren deiner Patenschaft besonders wichtig?

Einen Beitrag zum Erhalt der Bienen zu leisten, Einblicke in die Imkerarbeit

Wenn dich jemand fragt, warum du Bienenpatin bist, was antwortest du?

Siehe Frage 2 🙂

Was nimmst du aus dieser ersten Patenzeit für dich persönlich mit?

Den Ansporn, vielleicht eines Tages selbst ein Völkchen zu besitzen…

Konntest du in deinem Umfeld eine Entwicklung in Bezug auf das Bienenthema feststellen?

Viele Leute sind sich bewusst, wie wichtig die Bienen sind und wissen auch, dass es momentan einige Probleme (Bienensterben, Genmais, Pestizide) gibt und sind erfreut, dass es Initiativen wie Bienen-leben-in-Bamberg gibt

Gibt es etwas, was du dir für deine neue Bienenpatenperiode vorgenommen hast?

Eigentlich nichts anderes als vorher 🙂

Was wünschst du dir für die zweite Bienenpaten-Zeit von uns?

Dass sie genau so toll wird wie die erste …

Liebe Christina, vielen Dank für das Interview und wir finden es klasse, dass du immer wieder einmal den Weg von Waldsachsen zu uns nach Bamberg findest!

Die Lernplakate der 1b Lichteneiche-Schule Memmelsdorf

Abholen des Medienrucksacks von der LichteneicheschuleFür die Schülerinnen und Schüler der 1a, wittko und 1c der Lichteneiche-Schule in Memmelsdorf war unser Schulbienen-Besuch kein Momentereignis, sondern wurde von den jeweiligen Lehrerinnen in unterschiedlicher Weise fortgeführt und vertieft. Wir konnten nur so staunen, als wir unsere Medienrucksäcke abholten, wie begeistert alle am Bienenthema drangeblieben sind. Heute möchten wir die Lernplakate der 1c vorstellen, die von der Klassenlehrerin Jutta Wittkow angeregt wurden.

Schulhof der Lichteneicheschule MemmelsdorfSie hatte dazu aus einem der entliehen Bücher „Ich habe einen Freund, der ist Imker“ eine Seite farbkopiert, auf der etliche Imkerwerkzeuge abgebildet waren. Diese wurden von den Erstklässlern collagenartig auf ein gelbes Tonpapier geklebt und teils beschriftet und / oder mit eigenen Zeichnungen, zum Beispiel einer Königinnenkrone, Wabenornamente, Bienen in allen Größen oder einem Schwarm an einem Baum etc. ergänzt. Manche Kinder entdeckten weitere Abbildungen in Zeitschriften und fügten sie hinzu. Andere wiederum klebten unserer Schulbienen-Bildchen auf.

Frau Wittko erklärte uns, dass die Kinder zum allerersten Male die methodische Form eines Lernplakats anwandten. Sehr gelungen, wie wir finden, oder was sagen Sie zu dieser tollen Galerie?

Lolas Kindergartenabschiedswunsch: ein Bienenvormittag

Lola und ihr besonderer KindergartenabschiedstagAlle Kinder, die die Evangelische Kindertagesstätte St. Elisabeth in Bamberg besuchen, dürfen sich am Ende ihrer Kindergarzenzeit einen besonderen Vormittag wünsche. Lola wählte für ihren großen Tag einen Schulbienen-Unterricht mit uns.

Plüschbiene Willi im Sandkasten an der Weide mit SonnenblumenDer Wunsch keimte nicht nur auf, weil die Fische-Gruppe während ihrer Waldwochen einen echten Bienenschwarm beobachten konnte, sondern, weil Lola bereits einiges mit uns und den Bienen erlebt hatte (siehe hier und hier). Kein Wunder, als Enkelin unserer Bienenpatin Gabriele Loskarn.

Lehrbienenstand Weide, zugleich Patenbeute von Jakob Janßen (Contag)Und so kam es, dass wir uns am 17.07.2015 an der Weide für zwei Stunden trafen, um als Höhepunkt des Vormittags die Patenbeute von Jakob Janßen zu besuchen, die in Gabis Garten steht und für Lola ein vertrauter Anblick ist. Diesen wollte sie natürlich auch mal mit ihrer Kindergartengruppe teilen, bevor die Schulzeit für sie beginnt.

Plüschbiene Maja im Sandkasten an der Weide mit SonnenblumenUnsere Deko-Plüschbienen nahmen wir natürlich mit, sie gehören einfach zwischenrein mal feste von Kinderhänden durchgeknuddelt!

Kinder entdecken die LernbeuteNun, 15 Kinder unterschiedlichen Alters waren zugegebenermaßen eine Herausforderung, die wir in diesem speziellen Fall der Patenschaftsbeziehung ausnahmsweise annahmen. Da es keine „normal-öffentliche“ Veranstaltung war, nahmen wir es auch in Kauf, dass wir die Kinderfotos nicht wie sonst bei uns üblich zum Zwecke der Öffentlichkeitsarbeit zur Nachwuchsförderung für unseren Weblog verwenden durften.

Kinder an SchaufensterbeuteLola mit MalrätselDaher nur ein paar wenige (erlaubte) Lola-Bilder, doch zum Trost immerhin unser didaktisch-methodisches Konzept (PDF Curriculum). Wir raten allerdings von je her grundsätzlich dazu, Kindergruppen erst ab einem Alter von 7 Jahren, also zweite Klasse, an einen geöffneten Bienenstock heranzulassen. Einer der Gründe: Manche Kinder sind trotz eines langsam und behutsamen, schrittweisen Vorgehens (z. B. durch Bilder, Fotos, Schaufensterbeute) dennoch überfordert von dem Gewusel der Bienen. Ist jedoch der Frust erst da, weil die „Traute“ letztendlich nicht reichte, könnte das Bienenerleben für die Zukunft negativ besetzt sein. Das gilt es zu vermeiden.

Das schwülwarme Wetter, welches vom nahenden Gewitter kündigte, hatte uns den Spaß und den Kindern die Aufmerksamkeit am Bienenthema jedenfalls nicht gänzlich verdorben. So hoffen wir, dass der Tag bei allen in guter Erinnerung bleibt. Denn Bienen und Menschen gehören einfach zusammen, und das nicht erst ab der Rente!

Bienenbastelei als AbschiedsgeschenkHerzlichen Dank an Lola und die Fische-Gruppe fürs Beisammensein und die goldigen gebastelten Bienelein, und bei Lolas Familie – Mama Lena, Papa Stefan und  Oma Gabi – für die Gastfreundschaft und die großzügige Spende.

Stellvertretend für alle Erzieherinnen gilt unser „Dankeschööööön“ außerdem der Erzieherin Hildegard Hofstätter, die ihre Gruppe prima den Jakobsberg hinunter- und wieder hinaufbrachte. Eine reife Leistung. Mindestens die Martinsschule darf sich über einen Schülerinnenzuwachs freuen, der eine ganze Menge Grundlagen zum großen Ein-Mal-Eins des Lebens mitbringen wird – freut euch auf Lola!

Erster Kindergruppenbesuch für unsere Sternwart-Bienen

IBegrüßungsfoto der Geburtstagsgruppem Dezember Geburtstag zu haben ist für Kinder meist nicht so der Hit. Darum darf die 9-jährige Hannah mit ihren Freundinnen nachfeiern. Mama Hefner hat sich für diese Nachfeier etwas Besonderes einfallen lassen und sozusagen rund 50.000 Bienen als Gäste eingeladen. Ungefähr so viele sind es nämlich, die an der Dr.-Karl-Remeis-Sternwarte auf die vier, nein, fünf Mädels warteten.

BienenhotelDoch zuvor lautete die Frage: „Was seht ihr hier auf der Sternwarte?“ Da gab es nicht nur historische Bauten aus der Frühzeit der Sternwarte zu entdecken, sondern auch einige Sommerblümchen und ein Nestangebot. Ob da Honigbienen hausen? Nein, das nicht. Die Kinder erfuhren den Unterschied zwischen Honig- und Wildbienen, also staatenbildenden und solitär lebenden Bienen. Doch wo sind die Honigbienen nur? Etwa unter dem umgestülpten grauen Container?

Zur Geschichte der ImkereiBevor wir tatsächlich fündig wurden, gab’s erst einmal eine kleine Geburtstagsgabe für Hannah. Außerdem eine Postkarte mit der ältesten Darstellung des Imkerhandwerk der Welt. Acht- bis zwölftausend Jahre alt ist die Felsmalerei in einer Höhle in Spanien. Die Biene und der Mensch sind von alters her eng miteinander verbunden. Und noch etwas anderes ist bereits seit Langem bekannt und in Gebrauch – die Sonnenuhr.

Sonnenuhr, Stichwortgeber für BienengepflogenheitenDer hübsche Zeitmesser war Anknüpfungspunkt, um etwas zum Tagesablauf der Bienen zu erzählen. Wann und wie lange fliegen sie? Warum steht die Hummel früher auf als die Honigbiene? Ganz klar, mit ihrem dichteren Pelzkleid friert sie nicht so leicht und besucht daher diejenigen Blumen, die bereits früh am Tag Nektar produzieren. So kommen alle Pflanzen und Insekten zu ihrem Recht.

Reinhold erklärt den SmokerNach dieser kleinen Einführung wurde sodann die Funktion des Smokers erkärt und gemeinsam in Betrieb gesetzt. Fauchend und rauchend näherten wir uns den Bienen in ihren wunderhübsch bemalten Beuten.

Geburtstagsgast hält HonigwabeZunächst noch etwas verhalten und mit angemeldeten Bedarf an den Imkerhüten, die wir für diese Fälle dabei haben, trauten sich die Mädchen an das große Summen heran. Es dauerte nicht lange, dann hielten alle der Reihe nach die etwa zwei bis zweieinhalb Kilo  schweren Honigwaben in Händen. Und kurz darauf war’s auch um die Schleier geschehen. Ab mit den Dingern! Wie sonst soll man denn seinen Finger voll Honig flugs in den Mund schieben, ohne dass die Hälfte dabei verloren geht oder an den Hut gekleckert wird?!

Naschen aus der frischen HonigwabeJa, das könnte immer so weiter gehen – eintauchen in die goldene Flüssigkeit und naschen ohne Ende. Zar nicht möglich hier am Stand, doch gerne an den kommenden Schleudertagen, zu der wir natürlich einluden. Wer weiß, vielleicht sehen wir die Familie Hefner bald wieder – oder euch?! – am 19., 26.07. oder am 02.08.2015.

GastgeschenkeZum Abschluss gab es für die Mädchen je ein kleines Stückchen Mittelwandwabe, das „Wunderwelt“-Büchlein und ein Rätselblatt. Wir hoffen, die Stunde hat alle so richtig auf den Geschmack gebracht, ob auf Honig und / oder auf die Bienen oder vielleicht sogar auf einen Besuch nicht nur an, sondern auch IN der Sternwarte!

SternwarteBamberg ist reich an Attraktionen und als sich entwickelnde Bienenstadt auch reich an Erlebnissen. Wir haben uns jedenfalls entschlossen, falls es unsere Freizeit zulässt, künftig nicht nur für Schulen, sondern auch für Geburtstagserlebnisse ab dem Grundschulalter offen zu sein. Denn in kleinen Gruppen von der Bienen zu erzählen hat natürlich seine ganz eigene Qualität. Für unsere Sternwart-Bienen war es übrigens der erste Kindergruppenbesuch seit seiner Einrichtung vor einem Jahr. Darüber wird sich Bienenpatin Conny Kopp sicherlich freuen.

Schön war’s mit dir und deinen Gästen, liebe Hannah, alles Gute zum zweiten Abschnitt deines Geburtstagsjahres!